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Thema: BDPh Hauptversammlung: Vorstandswahl / jeweils 3 Euro mehr Beitrag ab 2023 und 2024
Das Thema hat 55 Beiträge:
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saeckingen Am: 09.11.2021 16:31:34 Gelesen: 4440# 6 @  
Hallo Richard,

so ganz verstehe ich Deine Überschrift immer noch nicht.

BDPh Hauptversammlung: Vorstandswahl / jeweils 3 Euro mehr Beitrag ab 2023 und 2024

Ab 2023 steigt der Jahresbeitrag einmalig um € 3. Diesen erhöhten Beitrag muss man natürlich auch in den Folgejahren zahlen. Es ist aber nicht so, dass die Beiträge jeweils in 2023 und 2024 steigen. Es gibt nur eine Erhöhung.

Grüße
Harald
 
Roda127 Am: 09.11.2021 18:39:04 Gelesen: 4386# 7 @  
@ saeckingen [#6]

Hallo Harald,

nachfolgend eine Kopie aus der BDPh Home Page:

Nach längerer Diskussion wurde für die Jahre 2023 und 2024 eine Beitragsanhebung um jeweils drei Euro beschlossen. Ursprünglich hatte Schatzmeister Walter Bernatek eine Anhebung um jeweils fünf Euro beantragt. Der Mitgliedsverband Nordwestdeutscher Philatelistenverband e.V. hatte sich zuvor gegen eine Anhebung des sogenannten Bundesbeitrags zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. Die Anhebung betrifft alle Vereinsmitglieder, die ArGe-Direktmitglieder und die Einzelmitglieder.

Beste Grüße Matthias
 
saeckingen Am: 09.11.2021 19:33:21 Gelesen: 4350# 8 @  
Dann ist das auch dort missverständlich formuliert. Der Antrag lautete den Beitrag ab 2023 um 3 Euro jährlich zu erhöhen. Es wurde nur eine Beitragserhöhung beschlossen. Die Beitragshöhe für 2025 wird aber erst bei der nächsten HV festgelegt, daher ist der Beitrag ab 2025 nicht bekannt.

Grüße
Harald
 
Lars Boettger Am: 10.11.2021 17:13:49 Gelesen: 4223# 9 @  
Der Festakt zum 75. Verbandsjubiläum und der Vortrag von Wolfgang Maassen, teils sehr launig, teils kritisch, vieles aus eigener Anschauung, war es wert, bis Sonntag zu bleiben. Das Buch von Wolfgang Maassen ist eine drei Kilo schwere Fundgrube über die Verbandsgeschichte. Der Preis ist mehr als fair und es sollte jeder, der die letzten Jahre aus eigener Anschauung kennt, sich das Buch besorgen [1].

Beste Grüße!

Lars

[1] https://aphv.de/ein-meilenstein-zum-jubilaeum-75-jahre-bdph-wolfgang-maassen-und-sein-buch-ein-rueckblick-auf-25-bewegte-und-bewegende-jahre-1996-2021/
 
ChristianSperber Am: 10.11.2021 23:09:08 Gelesen: 4112# 10 @  
Den Glückwünschen für die neu- und wiedergewählten Vorständen schließe ich mich gerne an.

Mich würde noch interessieren, ob es Anträge der Einzelmitglieder auf die Tagesordnung geschafft haben.

Dass man das Thema der nötigen Beitragserhöhung mal wieder mit der Tendenz zum künftigen Kaputtsparen bewältigt hat, finde ich allerdings nicht wirklich befriedigend.

Grüße

Christian
 
Richard Am: 11.11.2021 09:32:41 Gelesen: 4054# 11 @  
@ ChristianSperber [#10]

Mich würde noch interessieren, ob es Anträge der Einzelmitglieder auf die Tagesordnung geschafft haben.

Inoffiziell und mündlich wurde mir in Bonn aus gut informierter Quelle gesagt, dass es kein Antrag auf mehr als 6 Unterstützer gebracht hat.

Das bedeutet nach meiner Meinung, dass die Rechte der Einzelmitglieder immer mehr eingeschränkt werden. Diesmal war es eine verkündete Redezeitbeschränkung auf jeweils 5 Minuten, wobei sich nicht jeder daran gehalten hat.

Die Zahl der Einzelmitglieder hat in 2020 bereits um weitere mehr als 12 % innerhalb eines Jahres abgenommen, die Gesamtzahl verringert sich um gut 2.000 oder mehr als 7 % und damit kontinuierlich um jeweils 7 % pro Jahr, also rund 50 % innerhalb von 10 Jahren. Und die der jugendlichen DPhJ Mitglieder aus der Beitrag zahlenden Gruppe von 22 bis 27 Jahre ging um 100 % von 57 auf 0 (null !) zurück, kaum zu glauben.

Diskutiert wurde weitere Mitglieder zur Gold-Card-Mitgliedschaft zu gewinnen, um so die Einnahmen zu erhöhen.

Ebenso wird wohl ernsthaft erwogen, aus dem Haus der Philatelie in ein kleineres Büro umzuziehen, um die höheren Mietkosten im Haus der Philatelie in Bonn zu sparen. Diese Entscheidung darf der Vorstand treffen, die Einzelmitglieder müssen nicht gefragt werden und die Satzung muss auch nicht geändert werden.

Nicht zur Aussprache kam ein neuer Änderungsantrag der Satzung, welcher wenige Minuten (!) vor Beginn der HV an die Anwesenden verteilt wurde. Da nach Satzung jedoch alle Anträge 2 Monate vor der HV eingereicht werden müssen, wurde er nicht mehr diskutiert. Ich "muss" ihn mir noch gründlich ansehen.

Soweit einige meiner Eindrücke von der Hauptversammlung, die unerwartet lange dauerte. Ich musste sie um 16 Uhr verlassen, habe 2 Anschlusszüge nicht erreicht und bin erst am nächsten Tag um 00:30 Uhr zuhause angekommen. So fehlt mir die letzte Stunde aus eigener Erfahrung. Schon auf der Hinreise hatte der IC nach pünktlicher Abfahrt 6 Zwischenstopps auf offener Strecke und bei der Ankunft in Bonn eine Verspätung von 90 Minuten.

Ausdrücklich loben möchte ich den über 60 Seiten starken gebundenen Geschäftsbericht, insbesondere den Finanzteil, vorgetragen von unserem Mitglied, dem wiedergewählten Schatzmeister Walter Bernatek. Der Geschäftsbericht kann weiterhin bei der Geschäftsstelle in Bonn bei Herrn Küchler kostenfrei angefordert werden, die BDPh Mitglieder sollten das tun und die Beiträge gründlich lesen. Auch bei Herrn Küchler habe ich mich im direkten Gespräch ausdrücklich für seine gute Arbeit und Zusammenarbeit in der Geschäftsstelle bedankt.

Schöne Grüsse, Richard
 
achim11-76 Am: 11.11.2021 10:19:27 Gelesen: 4027# 12 @  
Das ist so lapidar gesagt, nur 3 Euro mehr, das ist nicht mal ein Bier usw., aber die Sache ist doch, das jeder versucht, irgendwo mehr Geld rauszudrücken aus den Leuten. Hier mal ein Euro, da mal ein Euro, das merkt man ja gar nicht und schnell ist gesagt das ist weniger als eine Schachtel Zigaretten, oder weniger als ein Bier in der Kneipe, oder weniger als die Portoerhöhung oder 80 Euro CO 2 Steuer, das sind ja nicht mal 5 Cent aufn Liter Benzin, das sollte uns die Umwelt schon wert sein.

Aber in der Summe machen überall diese kleinen unscheinbaren Erhöhungen, "die man ja nicht wirklich merkt" dann doch wieder aufs Jahr gesehen ein schönes Sümmchen, das man doch merkt, weil auf einmal das Geld nicht mehr reicht. Gerade junge Leute verdienen heutzutage nicht mehr soviel wie man vllt noch vor 20 oder 30 Jahren hatte. Viele müssen sich mit zweit oder oder Nebenjobs über Wasser halten.

Da bleibt dann auch weniger für Hobbys übrig und was liegt dann näher, als Vereinsmitgliedschaften oder Ähnliches zu beenden, wenn man auch ganz gut das Hobby ohne diese Mitgliedschaften ausüben kann?

Ich bin selber in keinen Verein und unterstütze den BDPh auch nicht mit Beiträgen. Und ich sehe auch keinen Vorteil oder Mehrwert für mein Hobby, um in einem Verein Mitglied zu sein. Ich bin auch keiner, der regelmässig auf Tauschtage geht, und wenn doch mal, dann ist es für mich günstiger, den Eintritt zu bezahlen (falls einer erhoben wird).

Was macht denn der BDPh für die einzelnen Mitglieder, wo ist der Mehrwert und was hab ich davon, das diese Schlipsträger in einem repräsentativen Haus in Bonn Hof halten?
 
22028 Am: 11.11.2021 10:39:00 Gelesen: 4014# 13 @  
@ achim11-76 [#12]

Was macht denn der BDPh für die einzelnen Mitglieder, wo ist der Mehrwert und was hab ich davon, das diese Schlipsträger in einem repräsentativen Haus in Bonn Hof halten?

Informiere Dich selbst und entscheide dann über die Antworten auf Deine eigenen Fragen. Aber alleine schon die monatliche Zeitschrift ist den Beitrag wert, oder bist Du da Trittbrettfahrer und liest diese Zeitschrift von anderen Mitgliedern?

Übrigens, ich trage auch nicht selten Schlips und wenn nötig gerne auch Smoking und Fliege.

Schon Deine Wortwahl sagt zumindest mir dass Du im BDPh nicht glücklich würdest, es gab mal jemand der meinte der Vorstand schlürft Champagner.

Wenn Dir etwas nicht gefällt, arbeite daran es besser zu machen, aber zwischen besser wissen und besser machen liegen Welten!

Richard hatte mal einen Alternativverband propagandiert, nun bietet er seine Hilfe am BDPh an, ganz so schlecht kann der BDPh nicht sein, auch wenn es wie überall Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Die föderale Struktur macht eine Änderung aber nicht einfach.
 
Richard Am: 11.11.2021 12:05:47 Gelesen: 3955# 14 @  
@ 22028 [#13]

Richard hatte mal einen Alternativverband propagandiert

Einspruch ! Nicht propagandiert, nur diskutiert, weil immer wieder unter Sammlern die Unzufriedenheit mit dem BDPh aufkam. Und durch die Diskussionen im Forum sind dann die Forderungen nach einer Alternative zum BDPh schnell verstummt.

Wenn es ernst wird und Personen gesucht werden, ist plötzlich kein Interesse mehr vorhanden. Von der notwendigen Erstfinanzierung ganz abgesehen.

Leider habe ich die Diskussion im Forum nicht so schnell gefunden.

Schöne Grüsse, Richard
BDPh Vereinsmitglied seit 40 Jahren und BDPh Direktmitglied
 
22028 Am: 11.11.2021 12:33:42 Gelesen: 3934# 15 @  
@ Richard [#14]

Wenn es ernst wird und Personen gesucht werden, ist plötzlich kein Interesse mehr vorhanden.

Das hatte ich damals schon angemerkt, wurde aber schnell als Todschlagargument gebrandmarkt.

Ich wiederhole mich ungern, aber "Besserwisser" gibt es viele, "Bessermacher" aber kaum.
 
Cantus Am: 11.11.2021 13:24:10 Gelesen: 3903# 16 @  
Und ich frage mich auch, wovon die vielen Auktionshäuser, die mit philatelistischem Material handeln, und auch die vielen Anbieter auf Ebay, Delcampe oder Oldthing leben, wenn es für deutsche Durchschnittssammler schon ein Problem sein soll, wenn sie jährlich 3 Euro mehr, das sind monatlich nur 25 Cent, für die in meinen Augen sehr wohl notwendige philatelistische Verbandsarbeit zahlen sollen. Sind diese Leute etwa bei ihrer Materialbeschaffung genauso knauserig?

Viele Grüße
Ingo
 
22028 Am: 11.11.2021 14:46:56 Gelesen: 3859# 17 @  
@ Cantus [#16]

Und ich frage mich auch, wovon die vielen Auktionshäuser, die mit philatelistischem Material handeln, und auch die vielen Anbieter auf Ebay, Delcampe oder Oldthing leben, wenn es für deutsche Durchschnittssammler schon ein Problem sein soll, wenn sie jährlich 3 Euro mehr, das sind monatlich nur 25 Cent, für die in meinen Augen sehr wohl notwendige philatelistische Verbandsarbeit zahlen sollen. Sind diese Leute etwa bei ihrer Materialbeschaffung genauso knauserig?

Solche Fragen darfst Du DEN Sammler(n) doch nicht stellen, die bestellen dann lieber ein Bier mehr beim nächsten Tauschtag.
 
TeeKay Am: 11.11.2021 16:26:02 Gelesen: 3818# 18 @  
Ich denke, die Schnittmenge zwischen den Auktionshauskunden und den "Ich kündige wegen 3 Euro"-Mitgliedern ist relativ klein. Nichtsdestotrotz zeigen auch die zahllosen gut bebotenen eBay-Auktionen, dass der Kreis der Sammler mutmaßlich deutlich größer sein dürfte als die Zahl der BDPh-Mitglieder. Es müsste daher die Frage gestellt werden, inwiefern das Leistungsspektrum des BDPh so angepasst oder auch nur kommuniziert werden kann, dass die Nichtmitglieder oder potentiellen Aussteiger von einer Mitgliedschaft überzeugt werden können. Oder auch die Mitglieder selbst. Und ja, bei einem Verein mit zehntausenden, teils zwangsweise zahlenden (Arge) Mitgliedern geht es um Dienstleistungserbringung für die Mitglieder und nicht mehr um ein lockeres "Alle arbeiten zum Wohle aller freiwillig zusammen"-Bündnis.

Als BDPh-Mitglied spricht mich das Leistungsspektrum ehrlich gesagt auch nicht wirklich an. Die aktuelle Struktur aus Verein-Landesverband-BDPh ist sicherlich nicht gerade förderlich, wenn es darum geht, auf die drängenden Probleme des Verbandes zu reagieren oder moderne Dienstleistungen zu kreieren und anzubieten. Da immer wieder Chancen zur Strukturreform verpasst wurden, ist der Weg in die Bedeutungslosigkeit immer schwerer zu verlassen.
 
nitram Am: 11.11.2021 17:33:12 Gelesen: 3768# 19 @  
@ TeeKay [#18]

Der BDPh-Beitrag beträgt nach der Erhöhung wenig mehr als Euro 20,00 pro Jahr. Was könnte denn für diesen (in meinen Augen lächerlichen) Betrag ein Leistungsspektrum sein, was neben dem monatlichen Bezug der philatelie Vertretern wie Dir recht sein könnte?

Ich denke auch, dass Anpassungen der Struktur des BDPh überfällig sind, nur spielen solche Aspekte bei Diskussionen um Euro 3,00 mehr oder weniger Jahresbeitrag (wohlgemerkt nicht Monatsbeitrag!) für mich keine Rolle.

Wenn ich in Posting [#11] lese, dass es aufgrund der finanziellen Situation des Verbandes offensichtlich eine Option ist, aus dem "Haus der Philatelie" in ein kleineres Büro umzuziehen, dann will ich das nicht wirklich wahrhaben wollen. Für mich ist das "Haus der Philatelie" ein ganz tolles Aushängeschild für unser Hobby, das in jedem Fall in dieser Form erhalten werden sollte. Und daran sollte jedes BDPh-Mitglied Interesse haben und einen entsprechenden Beitrag zahlen wollen.
 
Lars Boettger Am: 11.11.2021 17:58:22 Gelesen: 3748# 20 @  
@ Richard [#11]

Inoffiziell und mündlich wurde mir in Bonn aus gut informierter Quelle gesagt, dass es kein Antrag auf mehr als 6 Unterstützer gebracht hat.

Drei Anträge von Direktmitgliedern wurden durch einen Landesverband unterstützt und in der HV diskutiert. Bei dem Thema "Gold Card" hat sich das neu gewählte Vorstandsmitglied Eric Scherer bereit erklärt, ein Konzept vorzulegen. Der Sachverhalt "Rechtsstreitigkeiten" wurden vom Schatzmeister Walter Bernatek für mich zufriedenstellend erklärt. Bei den EB-Teams bleibt der BDPh dran. Bitte korrigiert mich, wenn ich das nicht mehr richtig im Kopf habe.

Zum Antrag "OSTROPA" - das wurde schon während der HV diskutiert.

Beste Grüße!

Lars
 
22028 Am: 11.11.2021 18:18:29 Gelesen: 3726# 21 @  
@ TeeKay [#18]

Als BDPh-Mitglied spricht mich das Leistungsspektrum ehrlich gesagt auch nicht wirklich an.

Was erwartest Du?
 
Richard Am: 11.11.2021 18:33:34 Gelesen: 3709# 22 @  
@ Lars Boettger [#9]

Der Festakt zum 75. Verbandsjubiläum und der Vortrag von Wolfgang Maassen, teils sehr launig, teils kritisch, vieles aus eigener Anschauung, war es wert, bis Sonntag zu bleiben

Hallo Lars,

der Vortrag war nur für geladene Gäste, zu denen ich leider nicht gehört habe. Vom Thema her hätte er mich sehr (!) interessiert.

Schöne Grüsse, Richard
 
saeckingen Am: 11.11.2021 18:34:02 Gelesen: 3709# 23 @  
@ nitram [#19]

Der BDPh-Beitrag beträgt nach der Erhöhung wenig mehr als Euro 20,00 pro Jahr.

Nicht ganz korrekt. Jetzt sind es € 15,00 und nach der Erhöhung € 18,00 pro Jahr.

Zusätzliche Leistungen des BDPh sind meiner Meinung nach ein interessanter Punkt. Mal unabhängig von den Kosten betrachtet - welche zusätzlichen Leistungen würden sich die Mitglieder denn vom BDPh wünschen? Was fehlt bisher und würde zukünftig als Mehrwert betrachtet werden?

Ich denke, hier mal eine Ideensammlung zu starten wäre sicherlich kein Fehler und auch für den neuen Vorstand von Interesse.

Ich persönlich sehe den größten Wert des BDPh für mich in der Zeitschrift "philatelie" wofür ich die neu € 18 pro Jahr ab 2023 als absolutes Schnäppchen halte. Die philatelie ist nach meiner Meinung die beste allgemeine philatelistische Zeitschrift die ich kenne und selbst wenn ich dafür den kompletten Mitgliedsbeitrag zu Grunde lege, immer noch die mit großem Abstand preisgünstigste. Daneben gebe ich zu, sind weitere Vorteile der Mitgliedschaft für mich nicht so relevant, ich vermisse aber auch nichts wirklich.

Grüße
Harald
 
TeeKay Am: 11.11.2021 18:40:32 Gelesen: 3698# 24 @  
@ nitram [#19]

Vielleicht lautet die Antwort auf die Frage, dass man den Beitrag auf z.B. 60 Euro erhöht, um dann ein Leistungsspektrum bieten zu können, das als attraktiv wahrgenommen wird. Ich habe kein Problem mit 20, 23 oder 30 Euro. Und ich hätte auch kein Problem mit höheren Beträgen, wenn der Gegenwert stimmt.

Was ich mir z.B. wünschen würde, wäre ein BDPh, der für Mitgliedsvereine und Argen Basisdienstleistungen zur Verfügung stellt. Z.B. eine digitale Veröffentlichungsplattform für Rundbriefe, die Möglichkeit, einzelne Rundbriefe und Bücher digital und sofort zu erwerben, Websites etcpp. Viele befinden sich da noch in der Steinzeit und werden es auch bleiben, weil in den einzelnen Vereinen/Argen sowohl Fähigkeiten als auch Kapital fehlen, um es zu ändern (und sicherlich oftmals auch der Wille). Eine digitale Archivierung von Ausstellungssammlungen wäre ebenfalls wünschenswert. Ich weiß, dass es das schon in rudimentärer Form gibt. Erfordert jedoch Eigeninitiative der Aussteller, die mit unterschiedlichen technischen Möglichkeiten ausgestattet sind. Und obendrein ist dann noch die technische Basis der digitalen Ausstellungs-Website etwas antiquiiert. Die Möglichkeit, eine große Ausstellung ansprechend aufbereitet auf dem neusten Stand der Technik anzuschauen, ohne dafür durch das Land fahren zu müssen, fehlt.

M.M.n. sind das auch die Basisdienstleistungen, die die organisierte Philatelie überhaupt erst fit machen für ein neues Zeitalter, in dem nur noch ein paar zehntausend Menschen über den ganzen Erdball verteilt hoch spezialisiert sammeln. Das war alles unnötig, als es noch in jeder Kleinstadt drei Vereine gab, in der 90% Bund/Berlin/DDR **/gest gesammelt wurde.

Eine Fachzeitschrift philatelie ist an sich bereits mehr als ausreichend Gegenwert für 20, 30 oder 60 Euro im Jahr. Das Problem ist jedoch, dass die Philatelie inzwischen so spezialisiert ist, dass man mit einer allgemeinen Zeitschrift kaum noch die Interessen vieler Mitglieder treffen kann. Also selbst wenn die Fachzeitschrift an sich Gegenwert liefert, wird sie von vielen vermutlich nicht als Gegenwert wahrgenommen, weil hauptsächlich nicht die eigenen Sammelinteressen betreffenden Inhalte enthalten sind. Da spielt es dann keine Rolle, ob es 20, 23 oder 60 Euro sind. Mit dem Rückzug auf eine Dienstleisterfunktion für angeschlossene Vereine und Argen könnte sich der BDPh als Mittler zwischen Inhalteerstellern und Inhaltekonsumenten positionieren und beiden Seiten einen Mehrwert bieten.
 
HWS-NRW Am: 11.11.2021 19:10:50 Gelesen: 3679# 25 @  
Hallo,

es ist schon irgend wie komisch, alle paar Jahre gibt es immer die gleichen "Diskussionen" (wenn es denn mal welche wären) über 2-3 Euro mehr im Jahr. In jedem Tennisverein zahlt man erst einmal satte 80 bis 150 Euro "Einstandsgeld" und dann "darf" man auf einem Tennisplatz spielen / mitspielen, wenn Termine frei sind. Sollte man sich spezialisieren wollen, wird es entsprechend teurer mit besonderen Trainern usw. Wer sich dem Wettbewerb stellen möchte, auch gut, aber das kostet alles. Und ein Verbandsorgan, ich weiß nicht, ob es das (ähnlich unserer hervorragenden "philatelie") gibt und wenn ja, wird auch dort nicht jeder etwas für "sein" Gebiet immer etwas finden.

Im Ortsverein geht man meistens, um Gleichgesinnte zu treffen sich zu unterhalten und eventuell auch die eigene Sammlung zu ergänzen. Bei speziellen Themen / Ländern geht man logischerweise in eine spezielle Arbeitsgemeinschaft. Und wenn man allgemeine Info über Briefmarken sucht, gibts zwei-drei Fachblätter, die auch über alles und jeden berichten und zusätzliches Geld kosten.

Beim Bundesverband erwartet man natürlich die "Quadratur des Kreises", man zahlt ja schließlich für die "Schlipsträger" und die sollen sich mal mehr Mühe geben. Haben wir (ich) das nicht schon seit fast fünfzig Jahren immer wieder gehört oder gelesen. Dass man selber "leider" nicht dabei helfen kann oder will, ob im Ortsverein oder im Landesverband, auch das kennen wir zu Genüge. Und durchführbare Vorschläge, die gibt es leider auch nicht. Immer nur meckern und draufhauen ist viel einfacher.

mit Sammlergruß
Werner
 
TeeKay Am: 11.11.2021 19:36:39 Gelesen: 3654# 26 @  
Lustig, das direkt unter einem Beitrag mit durchführbaren Vorschlägen zu lesen. Letzten Endes sind "Woanders ists noch teurer"-Argumentationen offensichtlich nicht überzeugend, wie die seit 20 Jahren schnell sinkende Mitgliederzahl zeigt. Aber bis 0 Mitglieder kann man die Argumentation ja noch ein paar Jährchen bringen.
 
drmoeller_neuss Am: 11.11.2021 19:44:29 Gelesen: 3646# 27 @  
Das "Haus der Philatelie" - ein Aushängeschild, aber wer hat davon einen Nutzen? Der Sammler in Ostdeutschland garantiert nicht, aber selbst die Vereine und Arbeitsgemeinschaften in der Nähe nutzen die Räume nicht und tagen lieber in Köln in einem Hotel. Für Philatelistentage, Ausstellungen und Briefmarkenbörsen ist die Immobilie zu klein und für Tauschtreffen von Ortsvereinen zu groß. Außerdem wohnen nicht alle Sammler in der Nähe von Bonn. Immer mehr philatelistische Veranstaltungen werden über das Internet angeboten, wie zuletzt der "Marktplatz Philatelie". Dafür werden keine Vortragsräume mehr benötigt. Im übrigen ist es für wenige Veranstaltungen im Jahr sinnvoller und wirtschaftlicher, Räume anzumieten als diese selbst vorzuhalten. Vorstandssitzungen finden als Internetkonferenzen statt. Ein Vorstandsmitglied sagte mir, darüber gar nicht böse zu sein, da er besseres mit seiner Zeit anstellen kann, als in der Bahn und in Hotels zu sitzen. Und für die Verwaltungsarbeit genügt in der Tat ein kleines Büro irgendwo in der Republik.

Auf dem Landesverbandstag Mittelrhein habe ich das Thema Raumkosten angesprochen, ein Punkt, wo auch der Landesverband NRW Einsparpotential sieht. Das "Haus der Philatelie" ist ein Geld-Verschiebebahnhof. Der BDPh mietet die Räumlichkeiten im "Haus der Philatelie" vom Eigentümer, der Stiftung Philatelie. Diese wiederum weist die Mieteinnahmen als "operativen Gewinn" in ihrer Bilanz aus und kann davon wieder den Bundesverband finanziell unterstützen. Leider vermehrt sich das Geld dadurch nicht.

Rüdiger Krenkel von der Stiftung Philatelie hat auf meinen Einwand zugegeben, dass das "Haus der Philatelie" inzwischen überdimensioniert ist, da es für fast 100.000 Verbandsmitglieder konzipiert wurde. Der Verband ist inzwischen auf ein Fünftel zusammengeschrumpft, weswegen der Mietvertrag gekündigt wurde und die Stiftung sich Gedanken über die sinnvolle Verwertung der Immobilie machen muss. Letztlich kommt der Erlös wieder der Philatelie zu Gute.

Ohne die Zeitschrift "Philatelie" würde der Mitgliederschwund noch viel stärker ausfallen. In der Tat ist für viele Sammler die Zeitschrift das einzige Argument, was sie noch im Verband hält.

Die Zeitschrift "Philatelie" ist finanziell sehr gut aufgestellt, nachdem der frühere Verbandspräsident Uwe Decker den Augiasstall ausgemistet und Erbhöfe beseitigt hat. Der Zeitschrift hat diese Roßkur nicht geschadet, viele sagen, sie sei sogar inhaltlich besser und ausgewogener geworden.

Laut des Nordwestdeutschen Philatelistenverbandes macht die "Philatelie" sogar Gewinn. In der dem BDPh zu 100% gehörenden Tochtergesellschaft entstehen Überschüsse, da die Anzeigenerlöse die Gesamt-Produktionskosten der Zeitschrift um rund 26.000 EUR übersteigen.

Um auf TeeKay einzugehen: Ich würde hier versuchen, die Einnahmenseite noch zu verbessern, indem man in der Zeitschrift private Verkaufsanzeigen aufnimmt und dafür aktiv Werbung macht. Ich schätze, die Einnahmen hier noch einmal um 5000 bis 10.000 Euro verbessern zu können.

[1] https://www.bdph.de/index.php?id=50&id=50&tx_mgfxaktuelles_mgfxallnews%5B%40widget_0%5D%5BcurrentPage%5D=3&cHash=479e04f65436b39fa06f75f94e455332&tx_mgfxaktuelles_mgfxallnews%5Bevent%5D=662&tx_mgfxaktuelles_mgfxallnews%5Baction%5D=show&tx_mgfxaktuelles_mgfxallnews%5Bcontroller%5D=Aktuelles
 
nitram Am: 12.11.2021 15:12:10 Gelesen: 3469# 28 @  
@ TeeKay [#24]

In der Augustausgabe der philatelie schreibt Walter Bernatek, dass der Bundesvorstand vorschlägt, den Jahresbeitrag ab dem Jahr 2023 um fünf Euro anzuheben, um zumindest bis zum Jahre 2025 positive Jahresergebnisse zu ermöglichen. Für diesen Vorschlag scheint es keine Mehrheiten gegeben zu haben und der (in meinen Augen) faule Kompromiss war eine Erhöhung um Euro 3,00 pro Jahr.

Wenn schon bei solchen Kleckerbeträgen Diskussionen notwendig sind, ist es natürlich bei der derzeitigen Verteilung bzw. Konzentration der Stimmen bei den Landesverbänden wirklichkeitsfern zu glauben, eine Erhöhung des Jahresbeitrages um mehrere zehn Euro wäre realistisch, selbst bei höherem Leistungsumfang.
 
TeeKay Am: 12.11.2021 20:20:32 Gelesen: 3364# 29 @  
Nokia hat das Gummigummi auch nicht mitgeschleppt, als sie mit Telefonen begannen, sondern abgespalten und verkauft. Alle fünf Jahre mit 20%-25% weniger Mitgliedern um 5 Euro mehr pro Jahr zu streiten, um am Ende 3 Euro zu kriegen, wird zu keiner Turnaround-Story führen. Wenn für die Mehrzahl der Mitglieder der Mitgliedsgrund die philatelie ist, dann könnte der treue Kundenstamm an ein Medienunternehmen verkauft und mit einem neuen Konzept von vorn begonnen werden.

Die jüngste Erhöhung wird im nächsten Jahr von der Inflation aufgefressen worden sein, bei gleichzeitig 5% weniger Mitgliedern. Eine weitere Erhöhung wird dann sicher mit dem Argument abgelehnt, dass es ja dieses Jahr schon 3 Euro mehr gab und alles andere so teuer wurde. Ob es überhaupt eine Chance auf einen Turnaround gibt, weiß niemand. Relativ sicher ist aber, dass es auf dem aktuellen Weg nicht mehr lange weitergehen wird und daran auch irgendwelche kosmetischen Satzungsänderungen oder ein paar Euro mehr Mitgliedsbeitrag nichts ändern.
 
drmoeller_neuss Am: 12.11.2021 21:13:38 Gelesen: 3338# 30 @  
@ TeeKay [#29]

Wenn der Verband die Sammler nur als Melkvieh sieht, ist die Strategie nachzuvollziehen: der Schatzmeister schlägt eine Beitragserhöhung vor, die unverschämt ist und in der Höhe gar nicht gebraucht wird. Dann lässt man sich wie auf dem türkischen Basar auf eine niedrigere Summe herunterhandeln. Das kann man als "harten Kompromiss" und "sozial ausgewogen" den Fußvolk noch gut verkaufen.

Warum wird das Pferd nicht von hinten herum aufgezäumt?

Welche Leistungen soll der BDPh anbieten und wieviel Geld braucht er dafür?

Unter Leistung verstehe ich nicht das Anmieten überdimensionierter Büroräume oder eine aufgeblähte Verwaltung. Natürlich sind bestimmte Strukturen notwendig, aber sie müssen sich am gegenwärtigen Bedarf und nicht an der Vergangenheit orientieren.

Als erstes müssen alle Schattenhaushalte und Einnahmenquellen offengelegt werden. Zum Beispiel bekommt der Verband eine jährliche Zuwendung von der Stiftung Philatelie. Im Jahre 2020 waren es 130.000 Euro [1]. Das Geld fällt nicht vom Himmel, sondern ist von Sammlern aufgebracht worden, die sich die Zuschlagsmarken zugunsten der Philatelie bei der Post gekauft haben.

Die Zeitschrift "Philatelie" erwirtschaftet einen operativen Gewinn, der in einer verbandseigenen Gesellschaft versteckt wird. Auf der Ausgabenseite fallen nur die Versandkosten an. Jedes Mitglied kann bereit jetzt entscheiden, ob es die "Philatelie" als Druckausgabe oder elektronisch bekommen möchte. Die Versandkosten könnten den Mitgliedern weiterbelastet werden, die weiterhin Postversand wünschen.

Viele Ideen kosten nicht viel in der Umsetzung.

Nur ein Beispiel und eine Idee: Es gibt Philatelisten, die Handbücher schreiben und sich nicht von einem Verlag abhängig machen wollen. So plant der bekannte Sachsen-Spezialist Jürgen Herbst ein Handbuch, das auch in der technischen Verarbeitung einen hohen Qualitätsstandard erfüllen soll. Jürgen Herbst hat in stampsx das Projekt vorgestellt und veranschlagt den Verkaufspreis für sein etwa 1000-seitiges Handbuch ganz grob mit 300 Euro. Es muss nicht gleich um eine finanzielle Förderung gehen, der Autor und die Käufer können sich das Buch leisten. Sachsen ist schliesslich kein billiges Sammelgebiet, dass man mit Groschenmarken aufbauen kann. Aber ein Verband kann den Autor organisatorisch unterstützen.

Warum kann der BDPh nicht für solche Autoren als Anlaufstelle dienen? D.h. das Buchprojekt wird in der "Philatelie" und auf den Webseiten vorgestellt und interessierte Sammler können sich direkt für die Neuerscheinung vormerken lassen. Der Verband sammelt die Adressen der Subskribenten ein und stellt sie dem Autor zu Verfügung, der dann die Auflage entsprechend festsetzen kann.

[1] https://www.philatelie-stiftung.de/wp-content/uploads/sites/16/2021/08/Rechenschaftsbericht-2020.pdf
 

Das Thema hat 55 Beiträge:
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