Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Neuheiten aus Deutschland
Brigitte Am: 13.01.2010 14:58:46 Gelesen: 581867# 1 @  
Unter diesem Thema stellen wir Ihnen die ab Januar 2010 erschienen deutschen Neuerscheinungen vor.

Die Michel-Nummern sind der monatlichen Michel-Rundschau entnommen.

Die Verwendung der MICHEL-Nummerierung erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Schwaneberger Verlages, Unterschleißheim. Diesem stehen die ausschließlichen urheberrechtlichen Nutzungsrechte zu. Darüber hinaus ist die MICHEL-Numerierung durch wettbewerbsrechtliche Vorschriften geschützt.

Wenn Sie noch kein Mitglied im Philaseiten Club sind, lassen wir Ihnen nach Anmeldung gerne 3 Ausgaben der Michel Rundschau zusenden, sofern Sie diesen Wunsch auf der Anmeldung ankreuzen.

Freundliche Grüße,

Brigitte Ammon
 
Brigitte Am: 13.01.2010 15:03:11 Gelesen: 581865# 2 @  
200 Jahre Museum für Naturkunde Berlin

Das Museum für Naturkunde Berlin zählt zu den weltweit größten und bedeutendsten Museen seiner Art. Spektakuläre Attraktion des Hauses ist das 14 Meter hohe größte Dinosaurierskelett der Welt (siehe Briefmarke).

Mehr als eine halbe Million Besucher pro Jahr gehen durch die Ausstellungen, deren Schwerpunkte die Geschichte der Erde und des Lebens, die Vielfalt des Lebens sowie die Meteoritenforschung sind.

Viele Wissenschaftler nutzen die zirka 30 Millionen Sammlungsobjekte zoologischer, paläontologischer und mineralogischer Art für ihre Forschungen.

Im Mittelpunkt der Dauerausstellung »Evolution in Aktion« stehen naturkundliche Originale, darunter auch eine weltberühmte Versteinerung des Urvogels »Archaeopteryx lithographica« - eine der bedeutendsten Fossilien der Welt.



Entwurf: Jünger + Michel, Berlin
Motiv: Biodiversitätswand und Dinosaurierskelett »Brachiosaurus brancai« © Museum für Naturkunde Berlin
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 02. Januar 2010
MiNr. 2775
 
Brigitte Am: 15.01.2010 05:52:56 Gelesen: 581812# 3 @  
Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010

Nach London und Paris ist das Ruhrgebiet mit 53 Städten und 5,3 Mio. Einwohnern der drittgrößte Ballungsraum Europas. 2010 trägt das Ruhrgebiet den Titel »Kulturhauptstadt Europas«. In dieser Zeit finden im Rahmen von RUHR.2010 in den Städten an Ruhr, Emscher und Lippe insgesamt zirka 2.500 Kulturveranstaltungen statt.

Das Programm von RUHR.2010 ist den Kontrasten und den Menschen mit ihren Kulturen und Visionen gewidmet. Es gibt ein spannungsreiches Angebot zwischen Kunstausstellung und Straßenkunst, zwischen Theater und Kreativwirtschaft, zwischen Oper und Industriekultur. Hübsch und hässlich, Eckkneipe und Sterneküche, Comedy und Konzerthaus liegen hier nah beieinander - viele Gelegenheiten, Neues und Überraschendes kennenzulernen.



Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motiv: Schriftzug »Ruhr 2010« - zusammengesetzt aus acht Foto-Ausschnitten aus dem Ruhrgebiet. Abbildung »0« unten rechts: © Skulptur »Hommage an Bottrop« von Marcello Moranchini
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 02. Januar 2010
MiNr. 2776
 
Brigitte Am: 18.01.2010 10:39:07 Gelesen: 581778# 4 @  
1100 Jahre Limburg an der Lahn

2010 jährt sich zum 1100. Mal die erste schriftliche Erwähnung von Limburg an der Lahn.

Graf Konrad Kurzbold hatte an seiner Burg oberhalb der Lahn ein Stift eingerichtet. Von König Ludwig IV. bekam er am 10. Februar 910 Ländereien und Rechte für eine geplante Basilika auf dem nahen Berg Lintburk. Aufgrund der günstigen Lage des Stifts an einem Lahnübergang der Straße von Köln nach Frankfurt am Main entwickelte sich der Ort »Limburg« zu einer blühenden Handels- und Gewerbestadt.

Spätestens seit der Mitte des 12. Jahrhunderts gab es eine hölzerne, ab 1315 eine steinerne Brücke.

Die Briefmarke zeigt eine gemalte Stadtansicht von George Clarkson Stanfield (1828-1878) aus dem Jahr 1867.



Entwurf: Susanne Osterlee, Wuppertal
Motiv: Ausschnitt aus dem Gemälde »Limburg a. d. Lahn« von George Clarkson Staufield,1867
Wert: 1,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 02. Januar 2010
MiNr. 2773
 
Brigitte Am: 21.01.2010 04:56:42 Gelesen: 581746# 5 @  
1000 Jahre St. Michaelis Hildesheim

St. Michael zu Hildesheim wurde 1010 von Bischof Bernward (960-1022) als seine Grablege gegründet.

Bernward war ein einflussreicher Geistlicher, der engen Kontakt zu Herrschern seiner Zeit hatte. Er wurde bereits kurz nach seinem Tod von Papst Coelestin III. (Amtszeit 1191-1198) heilig gesprochen.

Die Kirche St. Michaelis zählt zu den bedeutendsten frühromanischen Sakralbauten nördlich der Alpen und birgt eine Reihe herausragender Kunstschätze. Seit 1985 zählt sie zum Welterbe der UNESCO.

Nach der Reformation wurde vereinbart, dass der Bereich des Grabes von Bischof Bernward der katholischen Kirche untersteht, der Rest des Bauwerks der lutherischen Landeskirche.

Am 22. März 1945 bis auf die Grundmauern zerstört, wurde St. Michaelis schnell auf bewundernswerte Weise wieder aufgebaut.



Entwurf: Bianca Becker und Peter Kohl, Hamburg
Motiv: Illustration Kirche St. Michaelis in Hildesheim; Foto: Eckhard Jordens, Hildesheim
Wert: 2,20 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 02. Januar 2010
MiNr. 2774
 
Brigitte Am: 25.01.2010 06:15:24 Gelesen: 581704# 6 @  
Sonderbriefmarken-Serie »Für die Wohlfahrtspflege«: Obst - »Apfel«

Die Briefmarken der Serie »Für die Wohlfahrtspflege« tragen das Gütezeichen mit dem »Plus«. Das Kreuz aus fünf Punkten kennzeichnet Marken, die gemeinnützige Arbeit und damit den Zusammenhalt unserer Gesellschaft fördern. Das Thema der aktuellen Ausgabe ist Obst. Erstmals in der Geschichte deutscher Briefmarken tragen die Briefmarken Düfte - sie riechen jeweils nach der auf ihnen abgebildeten Frucht.

Der Apfel (Malus domestica) wird seit etwa 10.000 Jahren von Menschen genutzt. Die Wildart »Malus sieversii« gilt als Ausgangsform und verbreitete sich aus Zentralasien über die Seidenstraße und den Vorderen Orient bis nach Europa.

Eine konsequente Auswahl führte zu wohlschmeckenden, großen Früchten, die als Urformen der heutigen Sorten gelten. »Anacuta« und »Decio« sind zwei der ältesten noch existierenden Apfelsorten. Der weltweite Markt wird von wenigen Sorten dominiert, unter denen bekannte alte Sorten, wie »Boskoop« oder »Gravensteiner« neben neuen Sorten aus den USA, Japan oder den Niederlanden zu finden sind.





Entwurf: Karen Scholz, Bad Essen
Motiv: Apfel
Wert: 0,45 + 0,20 Euro
Druck: mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 02. Januar 2010
MiNr. 2769
 
Brigitte Am: 25.01.2010 06:17:32 Gelesen: 581703# 7 @  
Sonderbriefmarken-Serie »Für die Wohlfahrtspflege«: Obst - »Erdbeere«

Die Briefmarken der Serie »Für die Wohlfahrtspflege« tragen das Gütezeichen mit dem »Plus«. Das Kreuz aus fünf Punkten kennzeichnet Marken, die gemeinnützige Arbeit und damit den Zusammenhalt unserer Gesellschaft fördern. Das Thema der aktuellen Ausgabe ist Obst. Erstmals in der Geschichte deutscher Briefmarken tragen die Briefmarken Düfte - sie riechen jeweils nach der auf ihnen abgebildeten Frucht.

Schon im 14. Jahrhundert wurden in Europa wild wachsende Erdbeeren kultiviert. Nach der Entdeckung Amerikas kamen 1623 die Scharlacherdbeere und 1712 die Chileerdbeere nach Europa. Eine zufällige Kreuzung dieser beiden Wildformen führte zur Auslese der heutigen Gartenerdbeere »Fragaria ananassa«, die sich seitdem über alle Gebiete mit gemäßigtem Klima verbreitet hat. Bis heute wurden mehr als 1.000 Sorten gezüchtet - einmal und mehrmals tragende, früh und spät reifende Sorten und einige mit festen und andere mit weichen Früchten.





Entwurf: Karen Scholz, Bad Essen
Motiv: Erdbeere
Wert: 0,55 + 0,25 Euro
Druck: mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 02. Januar 2010
MiNr. 2770
 
Brigitte Am: 25.01.2010 06:19:39 Gelesen: 581702# 8 @  
Sonderbriefmarken-Serie »Für die Wohlfahrtspflege«: Obst - »Zitrone«

Die Briefmarken der Serie »Für die Wohlfahrtspflege« tragen das Gütezeichen mit dem »Plus«. Das Kreuz aus fünf Punkten kennzeichnet Marken, die gemeinnützige Arbeit und damit den Zusammenhalt unserer Gesellschaft fördern. Das Thema der aktuellen Ausgabe ist Obst. Erstmals in der Geschichte deutscher Briefmarken tragen die Briefmarken Düfte - sie riechen jeweils nach der auf ihnen abgebildeten Frucht.

Die Zitrone »Citrus limon« zählt zu den ältesten uns bekannten Fruchtarten. Sie wurde schon vor 4.000 Jahren in China angebaut. Vermutlich durch die Araber gelangte sie im 10. Jahrhundert aus Nordwestindien in den östlichen Mittelmeerraum, wo sie die Römer in Gärten kultivierten. Derzeit existieren zahlreiche Citrus-Formen in verschiedenen Sorten, die alle frostempfindlich sind und daher in unseren Breiten nur unter Glas kultiviert werden können. Hauptanbaugebiete sind Südeuropa, Kalifornien und Nordafrika. Die Zitrone wird wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes geschätzt.





Entwurf: Karen Scholz, Bad Essen
Motiv: Zitrone
Wert: 0,55 + 0,25 Euro
Druck: mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 02. Januar 2010
MiNr. 2771
 
Brigitte Am: 25.01.2010 06:21:12 Gelesen: 581701# 9 @  
Sonderbriefmarken-Serie »Für die Wohlfahrtspflege«: Obst - »Heidelbeere«

Die Briefmarken der Serie »Für die Wohlfahrtspflege« tragen das Gütezeichen mit dem »Plus«. Das Kreuz aus fünf Punkten kennzeichnet Marken, die gemeinnützige Arbeit und damit den Zusammenhalt unserer Gesellschaft fördern. Das Thema der aktuellen Ausgabe ist Obst. Erstmals in der Geschichte deutscher Briefmarken tragen die Briefmarken Düfte - sie riechen jeweils nach der auf ihnen abgebildeten Frucht.

Die Heidelbeere - regional unter anderem auch Blaubeere, Schwarzbeere, Wildbeere oder Waldbeere genannt - ist ursprünglich in den nördlichen Gebieten der Nordhalbkugel beheimatet. Die Wildvorkommen »Vacciniu m myrtillus« sind geschmacklich den in den USA gezüchteten Hochbusch-Heidelbeeren »Vaccinium corymbosum« überlegen. Die Nachfrage nach wild gewachsenen Früchten ist größer als das Angebot, da kaum geschmackliche Alternativen existieren.





Entwurf: Karen Scholz, Bad Essen
Motiv: Heidelbeere
Wert: 1,45 + 0,55 Euro
Druck: mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 02. Januar 2010
MiNr. 2772
 
Brigitte Am: 11.02.2010 12:14:55 Gelesen: 581629# 10 @  
Serie »Für den Sport«: Winter-Paralympics 2010 (45+20)

Mit der Briefmarkenserie »Für den Sport« unterstützt das Bundesministerium der Finanzen die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Die zusätzlichen Erlöse fließen in die Förderung des Spitzen- und Leistungssports. Die Sporthilfe unterstützt damit jährlich 4.000 Spitzen- und Nachwuchsathleten sowie 600 junge Talente in den Sportinternaten mit rund 12 Millionen Euro. Die Briefmarkenserie »Für den Sport« 2010 ist weltweiten Sportereignissen gewidmet. Sie besteht aus insgesamt 4 Briefmarken.

Nach den zwei Motiven, die am 11.Februar 2010 erscheinen, werden am 8. April 2010 die beiden anderen Motive dieser Serie herausgegeben.

Winter-Paralympics: Die X. Paralympics finden vom 12. bis 21. März 2010 in Vancouver statt. Bis zu 600 Athletinnen und Athleten kämpfen an zehn Wettkampftagen um Edelmetall. Dabei werden die Wettkämpfe an verschiedenen Orten ausgetragen: Wegen der beiden Austragungsorte, Vancouver und Whistler, sind die Athletinnen und Athleten auch in zwei Paralympischen Dörfern untergebracht. Die Eröffnungsfeier findet im rund 60.000 Zuschauer fassenden "BC Place Stadium" statt, die Abschlussfeier wird auf der Whistler Celebration Site ausgetragen.



Entwurf: Lutz Menze, Wuppertal
Motiv: Winter-Paralympics © gettyimages, Bild-Nr. 57129631
Wert: 45 + 20 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. Februar 2010
MiNr. 2781
 
Brigitte Am: 18.02.2010 05:06:07 Gelesen: 581583# 11 @  
Serie »Für den Sport«: Olymp. Winterspiele 2010 (55+25)

Mit der Briefmarkenserie »Für den Sport« unterstützt das Bundesministerium der Finanzen die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Die zusätzlichen Erlöse fließen in die Förderung des Spitzen- und Leistungssports. Die Sporthilfe unterstützt damit jährlich 4.000 Spitzen- und Nachwuchsathleten sowie 600 junge Talente in den Sportinternaten mit rund 12 Millionen Euro. Die Briefmarkenserie »Für den Sport« 2010 ist weltweiten Sportereignissen gewidmet. Sie besteht aus insgesamt 4 Briefmarken.

Nach den zwei Motiven, die am 11.Februar 2010 erscheinen, werden am 8. April 2010 die beiden anderen Motive dieser Serie herausgegeben.

Olympische Winterspiele 2010: Bereits zum dritten Mal ist Kanada 2010 Gastgeber für olympische Wettkämpfe. Während der XXI. Olympischen Winterspiele vom 12. bis 28. Februar 2010 messen sich die besten Eishockeyspieler, Eisschnellund Eiskunstläufer der Welt in Vancouver.

Die Medaillenzeremonien finden im "BC Place Stadium" in Vancouver statt, wo auch die Eröffnungs- und Schlussfeier der Spiele Zehntausende Besucher anlocken. In den Bergen werden die Ski- Wettbewerbe in Whistler ausgetragen. Die Maskottchen sind traditionellen Kreaturen der kanadischen Kultur nachempfunden und heißen Miga (ein mythischer Seebär), Quatchi (ähnelt dem Bigfoot) und Sumi (ein Fabelwesen mit Flügeln).



Entwurf: Lutz Menze, Wuppertal
Motiv: Olympische Winterspiele 2010 © gettyimages, Bild-Nr. 84252604
Wert: 55 + 25 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. Februar 2010
MiNr. 2782
 
Brigitte Am: 22.02.2010 06:09:11 Gelesen: 581543# 12 @  
»Mensch ärgere Dich nicht«

Für viele ist es das Spiel der Spiele und ein überaus erfolgreicher Klassiker, der über Generationen hinweg in den deutschen Wohnzimmern für gute Unterhaltung und viel Schadenfreude sorgte: »Mensch ärgere Dich nicht«.
Der vor über 90 Jahren erfundene Spiel-Spaß mit den kleinen Würfeln und bunten Pöppeln hat es zu einer Auflage von mehr als 70 Millionen Exemplaren gebracht.

Der Siegeszug dieses berühmten Bestsellers startete während des Ersten Weltkriegs. Der Münchner Angestellte Josef Friedrich Schmidt bastelte zur Beschäftigung seiner Kinder ein Spiel auf der Grundlage von "Eile mit Weile" und "Ludo". Er verzichtete auf etliche taktische und strategische Finessen der Vorläufer und entwickelte so ein Würfelspiel, das auf einen schnellen Spielverlauf und das Hinauswerfen der Figuren angelegt war. Wirklich neu waren die einprägsame grafische Gestaltung und der originelle Titel.

1914 verschenkte Schmidt eine erste Auflage von 3.000 Exemplaren an die deutsche Armee - aus Solidarität mit den Frontsoldaten, aber auch aus einer gewissen Verärgerung heraus: denn bis dahin wollte niemand seine später als Jahrhundertspiel gefeierte Idee kaufen.

Das änderte sich jedoch, als die deutschen Soldaten nach Kriegsende nach Hause kamen und ihr Gepäck auspackten. Darin steckte neben vielen Erinnerungen auch jenes »Mensch ärgere Dich nicht«, das fortan bei Familien in ganz Deutschland mit seinem temporeichem Vorrücken, schadenfrohem Blockieren und mitleidslosem Rausschmeißen für fröhliche Spielrunden sorgte.
Hierzulande dürften sich viele an den langen Winterabenden "süchtig" gewürfelt haben bei der rasanten Jagd mit den farbigen Pöppeln über die 40 Kreise auf dem gelben Spielbrett. Über 90 Jahre hat sich »Mensch ärgere Dich nicht« nach diesem Prinzip in die Herzen der großen und kleinen Spielefans gespielt.



Entwurf: Prof. Henning Wagenbreth, Berlin
Motiv: Situation beim Brettspiel »Mensch ärgere Dich nicht«
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei Gmbh, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. Februar 2010
MiNr. 2783
 
Brigitte Am: 25.02.2010 06:17:59 Gelesen: 581509# 13 @  
Jüdischer Hochzeitsring Erfurt

1998 wurde bei Grabungen im jüdischen Viertel Erfurts unter dem Eingang eines romanischen Kellers ein großer Silber- und Goldschatz mit einem Gewicht von ca. 30 Kilogramm entdeckt. Er setzt sich aus über 3.000 silbernen Münzen, 14 Silberbarren, silbernen Gefäßen und rund 700 Schmuckstücken sowie anderen wertvollen Objekten zusammen.

Durch die Münzen kann die Niederlegung des Schatzes kurz vor die Mitte des 14. Jahrhunderts datiert werden. Damit fällt die Verbergung in die Zeit des urkundlich überlieferten großen Pogroms vom 21. März 1349, bei dem die gesamte jüdische Bevölkerung getötet oder vertrieben wurde. Vermutlich war auch der Besitzer unter den Opfern und konnte den Schatz nicht mehr bergen.

Das bedeutendste Stück des Schatzes ist der jüdische Hochzeitsring aus dem zweiten Viertel des 14. Jahrhunderts, einer von nur drei erhaltenen Ringen dieser Art aus dem Mittelalter.

Der Ring ist 4,7 cm hoch, besteht aus hochkarätigem Gold und setzt sich aus zahlreichen Einzelteilen zusammen. Die breite Ringschiene endet unten in zwei zusammengelegten Händen. Die Arme sind mit von kleinen Knöpfen geschlossenen Ärmeln bekleidet. Die Knopfleisten gehen in den Rückenkamm zwei geflügelter Drachen über, die ein Gebäude auf sechseckiger Grundfläche tragen, das mit gotischen Architekturelementen verziert ist. In die glatten Dachflächen des Gebäudes ist in hebräischen Buchstaben "Masel Tov" (im übertragenen Sinn "viel Glück") eingraviert. Dies ist der traditionelle Wunsch zur Hochzeit.

Der Ring wurde nur zur Hochzeitszeremonie getragen und der Braut vom Bräutigam an den rechten Zeigefinger gesteckt.
Der Schatz ist Teil von Erfurts einmaligem Komplex an jüdischen Zeugnissen aus dem Mittelalter. Darunter ist der Hochzeitsring im weltweiten Kontext als einmalig einzuordnen.



Entwurf: Corinna Rogger, Biberach
Motiv: Jüdischer Hochzeitsring Erfurt © Brigitte Stefan, Thüringisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie
Wert: 0,90 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. Februar 2010
MiNr. 2784
 
Brigitte Am: 03.03.2010 11:48:40 Gelesen: 581467# 14 @  
Marken-Set »Gartenrose« (10 Marken á 0,55 EUR)

Das neue Markenset »Gartenrose«, 10 gleichnamige selbstklebende Sondermarken
à 55 Cent mit Rosen-Duft für Standardbriefe bis 20 g.

Hinweis: Enthält verschiedene Duftstoffe (u. a. d-Limonen und Geraniol). Einfach über die Marken reiben!



MiNr. 2675
 
Brigitte Am: 11.03.2010 13:55:55 Gelesen: 581413# 15 @  
Serie »Deutsche Malerei«: Angelika Kauffmann - Die verlassene Ariadne

Neben der Venezianerin Rosalba Carriera ist Angelika Kauffmann die zweite bedeutende Künstlerin des 18. Jahrhunderts, von der die Dresdener Galerie Gemälde besitzt. Ihre Arbeiten umfassten verschiedene Gattungen: Historienbilder mit religiösen, mythologischen und allegorischen Inhalten, aber auch Bildnisse von Persönlichkeiten. Angelernt von ihrem Vater ging sie 1763 mit ihm nach Rom. Von 1766 bis 1781 lebte sie in England, was großen Einfluss auf ihr Schaffen hatte. Ihre Bilder sind klassizistisch und gefühlsbetont zugleich, ein Ausdruck des Zeitalters der Empfindsamkeit. 1781 ging sie wieder nach Italien. Das Bild müsste am Ende ihres London-Aufenthaltes entstanden sein, denn 1782 kam es bereits nach Dresden.

Die Geschichte von "Ariadne auf Naxos" war besonders durch antik-römische Wandmalereien bekannt geworden. Eine Veröffentlichung dieser Malereien könnte die Malerin gesehen haben. Woher Angelika Kauffmann jedoch die konkrete Anregung genommen hat, bleibt unklar. Ariadne, die Tochter des Königs Minos von Kreta, hatte Theseus geholfen, den menschenverschlingenden Minotauros in seinem Labyrinth zu besiegen.

Der "Faden der Ariadne", mit dessen Hilfe Theseus nach bestandenem Kampf wieder den Ausgang aus diesem Labyrinth fand, ist sprichwörtlich geworden. Theseus hielt jedoch sein Versprechen, Ariadne mit nach Athen zu nehmen, nicht. Auf dem Bild ist der Augenblick dargestellt, in dem Ariadne in der Ferne das Schiff des treulosen Theseus bemerkt.





Entwurf: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: Gemälde von Angelika Kauffmann - Die verlassene Ariadne © Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen, Dresden, Foto: Estel/Klut
Wert: 2,60 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. März 2010
MiNr. 2785
 
Brigitte Am: 18.03.2010 06:18:45 Gelesen: 581363# 16 @  
Serie »Post«: Regenbogen

Die Serie »Post« erscheint 2010 erneut mit insgesamt vier Briefmarken, die jeweils zu zweit an verschiedenen Ausgabetagen herausgegeben werden. Die Marken rücken das Medium Brief in das Bewusstsein der Menschen. Die vier sympathisch-illustrativ gestalteten Briefmarken machen aus jedem Brief eine individuelle und fröhliche Botschaft - getreu dem Ausgabethema "Mit guten Wünschen". Die je zwei Briefmarken greifen verschiedene Aspekte und Symboliken auf, die in unserer Kultur für den Transport von Botschaften bedeutend sind. Die beiden ersten Marken der Serie sind den Themen "Regenbogen" und "Schiff" gewidmet.

Der Regenbogen zählt zu den Naturerscheinungen. Im antiken Griechenland galt er als Ankündigung für eine Götterbotschaft. Doch die Farbenpracht des Regenbogens hat einen realen (physikalischen) Hintergrund: das weiße Sonnenlicht setzt sich aus einem Spektrum verschiedener Farben zusammen. Ein Regenbogen wird sichtbar, wenn ein Beobachter mit direktem Sonnenlicht im Rücken auf ein Regengebiet blickt. Die Farbbestandteile des Sonnenlichtes werden beim Eintritt in die Regentropfen unterschiedlich gebrochen und danach zum Betrachter reflektiert. Daher sieht man in den Winkeln die unterschiedlichen Farben, die vom roten Licht außen über Gelb, Grün und Blau ins Violette reichen.

Die Anlässe, Nachrichten "körperlich" zu übermitteln, sind heute so vielfältig wie früher. Die Wege, sie zum Empfänger zu transportieren, haben sich aber stark verändert. Heute ist die Post ein moderner "Bote": Sie verfügt bundesweit über ein Netz von 100.000 Briefkästen, die es den Menschen ermöglichen, ihre Botschaften jederzeit auf den Weg zum Empfänger zu bringen. Und eins ist sicher: Egal zu welchen Anlässen, ein liebevoller Brief "Mit guten Wünschen" kommt immer gut an.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Regenbogen
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. März 2010
MiNr. 2786
 
Brigitte Am: 25.03.2010 05:24:55 Gelesen: 581320# 17 @  
Serie »Post«: Schiff

Die Serie »Post« erscheint 2010 erneut mit insgesamt vier Briefmarken, die jeweils zu zweit an verschiedenen Ausgabetagen herausgegeben werden. Die Marken rücken das Medium Brief in das Bewusstsein der Menschen. Die vier sympathisch illustrativ-gestalteten Briefmarken machen aus jedem Brief eine individuelle und fröhliche Botschaft - getreu dem Ausgabethema "Mit guten Wünschen". Die je zwei Briefmarken greifen verschiedene Aspekte und Symboliken auf, die in unserer Kultur für den Transport von Botschaften bedeutend sind. Die beiden ersten Marken der Serie sind den Themen "Regenbogen" und "Schiff" gewidmet.

Seit vielen Jahrhunderten verbinden Schiffe die Menschen rund um den Globus miteinander. Noch bis ins 20. Jahrhundert konnte man Waren und Informationen aus fernen Ländern und Kontinenten nur über den Seeweg erhalten. Noch heute zeugt die weltbekannte Beschreibung der Hansestadt Hamburg als "Tor zur Welt" davon. Doch Schiffe brachten und bringen nicht nur Informationen aus aller Welt, sie regen noch heute die Fantasie und Sehnsüchte der Menschen an und gelten in vielen Ländern der Erde als Symbol für Hoffnung und Rettung.

Die Anlässe, Nachrichten "körperlich" zu übermitteln, sind heute so vielfältig wie früher. Die Wege, sie zum Empfänger zu transportieren, haben sich aber stark verändert. Heute ist die Post ein moderner "Bote": Sie verfügt bundesweit über ein Netz von 100.000 Briefkästen, die es den Menschen ermöglichen, ihre Botschaften jederzeit auf den Weg zum Empfänger zu bringen. Und eins ist sicher: Egal zu welchen Anlässen, ein liebevoller Brief "Mit guten Wünschen" kommt immer gut an.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Schiff
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. März 2010
MiNr. 2787
 
Brigitte Am: 09.04.2010 05:58:06 Gelesen: 581217# 18 @  
Serie »Post«: Engel

Die Serie »Post« erscheint 2010 erneut mit insgesamt vier Briefmarken, die jeweils zu zweit an verschiedenen Ausgabetagen herausgegeben werden. Die Marken rücken das Medium Brief in das Bewusstsein der Menschen. Die vier sympathisch-illustrativ gestalteten Briefmarken machen aus jedem Brief eine individuelle und fröhliche Botschaft - getreu dem Ausgabethema "Mit guten Wünschen". Die je zwei Briefmarken greifen verschiedene Aspekte und Symboliken auf, die in unserer Kultur für den Transport von Botschaften bedeutend sind. Zwei dieser Postwertzeichen sind bereits im vorigen Monat herausgegeben worden.

Die beiden April-Markenmotive "Taube" und "Engel" setzen die Serie "Post" fort und verleihen so den mit ihnen verschickten Briefen im wahrsten Sinne des Wortes Flügel.

Auf eine mythologisch-religiöse Art verbinden in vielen Kulturen Engel bereits über viele Jahrtausende hinweg die Menschen mit dem Göttlichen. Schon um 2500 v. Chr. gab es Darstellungen von menschenartigen Gestalten mit Flügeln. In vielen Glaubensrichtungen werden Engel als Botschafter zwischen Gott und den Menschen gesehen. In unzähligen kirchlichen Bildern haben sie eine zentrale Rolle. Engel sind aber nicht nur Botschafter - sie sind auch Beistand in der Not und ein Symbol für Liebe, Vertrauen und Schutz.

Die Anlässe, Nachrichten zu übermitteln, sind heute so vielfältig wie früher. Die Wege, sie zum Empfänger zu transportieren, haben sich aber stark verändert. Heute ist die Post ein moderner "Bote": Sie verfügt bundesweit über ein Netz von 100.000 Briefkästen, die es den Menschen ermöglichen, ihre Botschaften jederzeit auf den Weg zum Empfänger zu bringen. Und eins ist sicher: Egal zu welchen Anlässen, ein liebevoller Brief "Mit guten Wünschen" kommt immer gut an.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Engel
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 08. April 2010
MiNr. 2791
 
Brigitte Am: 12.04.2010 06:59:35 Gelesen: 581177# 19 @  
Serie »Post«: Taube

Die Serie »Post« erscheint 2010 erneut mit insgesamt vier Briefmarken, die jeweils zu zweit an verschiedenen Ausgabetagen herausgegeben werden. Die Marken rücken das Medium Brief in das Bewusstsein der Menschen. Die vier sympathisch-illustrativ gestalteten Briefmarken machen aus jedem Brief eine individuelle und fröhliche Botschaft - getreu dem Ausgabethema "Mit guten Wünschen". Die je zwei Briefmarken greifen verschiedene Aspekte und Symboliken auf, die in unserer Kultur für den Transport von Botschaften bedeutend sind. Zwei dieser Postwertzeichen sind bereits im vorigen Monat herausgegeben worden.

Die beiden April-Markenmotive "Taube" und "Engel" setzen die Serie "Post" fort und verleihen so den mit ihnen verschickten Briefen im wahrsten Sinne des Wortes Flügel.

Die Tauben, wurden bereits im Altertum als Überbringer von Nachrichten eingesetzt, weil sie auch aus großen Entfernungen zu ihren Nistplätzen zurück finden. Über die Jahrhunderte hinweg wurden Brieftauben in fast allen Hochkulturen eingesetzt. China und Indien bauten auf der Basis von Brieftauben sogar ein ganzes Postwesen auf. Die Taube gilt nicht nur als Zeichen neuer Hoffnung, sondern auch als Symbol für Frieden, Glück, Treue und Zuversicht.

Die Anlässe, Nachrichten zu übermitteln, sind heute so vielfältig wie früher. Die Wege, sie zum Empfänger zu transportieren, haben sich aber stark verändert. Heute ist die Post ein moderner "Bote": Sie verfügt bundesweit über ein Netz von 100.000 Briefkästen, die es den Menschen ermöglichen, ihre Botschaften jederzeit auf den Weg zum Empfänger zu bringen. Und eins ist sicher: Egal zu welchen Anlässen, ein liebevoller Brief "Mit guten Wünschen" kommt immer gut an.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Taube
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 08. April 2010
MiNr. 2790
 
Brigitte Am: 16.04.2010 06:56:13 Gelesen: 581132# 20 @  
Serie »Für den Sport«: Fußball-Weltmeisterschaft 2010 Südafrika (55+25)

Mit der Briefmarkenserie »Für den Sport« unterstützt das Bundesministerium der Finanzen die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Die zusätzlichen Erlöse fließen in die Förderung des Spitzen- und Leistungssports. Die Sporthilfe unterstützt damit jährlich 4.000 Spitzen- und Nachwuchsathleten sowie 600 junge Talente in den Sportinternaten mit rund 12 Millionen Euro.

Die Serie »Für den Sport« ist 2010 weltweiten Sportereignissen gewidmet. Sie besteht aus insgesamt 4 Motiven, von denen zwei (Winter-Paralympics und Olympische Winterspiele 2010) bereits im Februar erschienen sind.

Die Fußball-Weltmeisterschaft wird vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 in Südafrika ausgetragen. Es nehmen 32 Mannschaften daran teil. Johannesburg (hier finden u.a. Eröffnungsspiel und Finale statt) ist mit zwei Stadien vertreten. Hinzu kommen Spiele in Kapstadt, Port Elizabeth, Durban, Bloemfontein, Nelspruit, Rustenburg, Polokwane sowie in der Hauptstadt Pretoria.





Entwurf: Lutz Menze, Wuppertal
Motiv: Fußball-Weltmeisterschaft 55 + 25 © gettyimages, Bild-Nr. 81761589
Wert: 55 + 25 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 08. April 2010
MiNr. 2788
 
Brigitte Am: 22.04.2010 06:34:51 Gelesen: 581060# 21 @  
Serie »Für den Sport«: Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 Deutschland (145+55)

Mit der Briefmarkenserie »Für den Sport« unterstützt das Bundesministerium der Finanzen die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Die zusätzlichen Erlöse fließen in die Förderung des Spitzen- und Leistungssports. Die Sporthilfe unterstützt damit jährlich 4.000 Spitzen- und Nachwuchsathleten sowie 600 junge Talente in den Sportinternaten mit rund 12 Millionen Euro.

Die Serie »Für den Sport« ist 2010 weltweiten Sportereignissen gewidmet. Sie besteht aus insgesamt 4 Motiven, von denen zwei (Winter-Paralympics und Olympische Winterspiele 2010) bereits im Februar erschienen sind.
Vom 7. bis 23. Mai 2010 spielen die besten 16 Eishockey-Nationalteams knapp 3 Monate nach den Olympischen Winterspielen in Kanada den neuen Weltmeister aus.

Die insgesamt 56 WM-Spiele werden in drei der modernsten Multifunktionsarenen der Welt ausgetragen. Köln wird als Hauptspielort u. a. die Finalspiele beheimaten, in Mannheim werden Begegnungen bis zum Viertelfinale durchgeführt. Schon das Eröffnungsspiel soll für einen Meilenstein in der Eishockey-Historie sorgen: In Gelsenkirchen wird versucht, mit knapp 76.000 Besuchern die weltweit höchste Zuschauerzahl für ein Eishockeyspiel zu erreichen.





Entwurf: Lutz Menze, Wuppertal
Motiv: Eishockey-Weltmeisterschaft 145 + 55 © gettyimages, Bild-Nr. 55932791
Wert: 145 + 55 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 08. April 2010
MiNr. 2789
 
Brigitte Am: 26.04.2010 10:43:02 Gelesen: 581021# 22 @  
100 Jahre Vogelwarte Helgoland (Blockausgabe)

Am 1. April 1910 auf Helgoland als »Vogelwarte Helgoland« gegründet, ist das heutige Institut für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland" mit Hauptsitz in Wilhelmshaven nicht nur eine der ältesten, sondern auch eine der größten ornithologischen Forschungseinrichtungen der Welt. Dazu wurde schon 1911 ein sog. Fanggarten angelegt sowie die erste, bis heute berühmte "Helgoländer Vogelreuse" zum Fang rastender Vögel eingesetzt. Ziel war, die so eingefangenen Vögel zu beringen und dadurch den Zug jeder Vogelart nachweisen zu können.

Heute ist das Institut für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland" eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur und besteht aus dem Hauptsitz in Wilhelmshaven und der "Inselstation Helgoland".

Es betreibt vorwiegend Grundlagenforschung und beschäftigt sich mit den vielfältigen Beziehungen zwischen Vögeln und ihrer belebten und unbelebten Umwelt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Ökologie und Physiologie der Vögel. Forschungsschwerpunkte sind die Vogelzugforschung und die Populationsbiologie, insbesondere Fragen nach den Zugstrategien wandernder Vogelarten, der physiologischen Kontrolle des Vogelzuges und seiner Abhängigkeit von Umweltfaktoren sowie langfristige Veränderungen.



Entwurf: Elsenbach & Fienbork, Hückeswagen
Motiv: Vogelwarte Helgoland
Foto Vogelzug: © "FotoVogelzug:Gernot Krautberger©fotolia.de" Abb. Vogelwarte: © "FotoVogelwarte: http://www.vogelwarte-helgoland.de";
Teil-Abb. Helgoland: © "FotoLuftbildWestseite:http://www.fotogalerie-helgoland.de";
Wert: 1,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: Größe PWz 55,00 x 32,80 mm; Größe Block 105,00 x 70,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 08. April 2010
MiNr. 2792
 
Brigitte Am: 06.05.2010 14:24:55 Gelesen: 580924# 23 @  
Maiglöckchen 0,45 EUR

Die Serie "Blumen" will die Menschen mit modernen und zeitlosen Motiven auf die Schönheit und Vielfalt der Blumen in Gärten und freier Natur in Deutschland aufmerksam machen. Die farbenfrohen und stimmungsvollen Darstellungen sollen dazu beitragen, die kleinen Freuden des Alltags wieder neu zu entdecken.

Mit ihrem betörenden Duft und ihren zarten schneeweißen Blütenglöckchen verkörpern Maiglöckchen den Monat Mai schlechthin. Seit jeher sind Maiglöckchen Glücks- und Liebessymbol. Früher zu den Liliengewächsen zählend, wird das Maiglöckchen heute zu den Mäusedorngewächsen gestellt. Seine Verbreitung reicht von Europa bis in das westliche Asien, den Kaukasus und weiter in das östliche Asien.

Die Pflanze wird zwischen 15 und 25 Zentimeter hoch und ihre Rhizome reichen bis 50 Zentimeter in die Tiefe und bilden wichtige Speicher- und Überwinterungsorgane. Der traubige, 5-10-blütige Blütenstand erscheint zwischen April und Juni. Die im Herbst reifenden, für den Menschen giftigen roten Beeren werden von Vögeln problemlos gefressen und damit die Samen verbreitet. Medizinische Bedeutung hat das Maiglöckchen seit alters her. Die dem Fingerhut ähnliche Wirkung wurde bei Herzkrankheiten genutzt.

Alle Teile der Pflanze sind giftig. Bei Berührung kann es zu Haut und Augenreizungen führen. Bei Verzehr sind Übelkeit, Herzrhythmusstörungen, Schwindel bis zum Herzstillstand bekannt. Der intensive Maiglöckchenduft hat nicht nur für die Parfümherstellung große Bedeutung, sondern nach neueren Forschungserkenntnissen auch als Orientierungs- und Beschleunigungshilfe für Spermien zur raschen Zielerreichung der menschlichen Eizelle.





Entwurf: Stefan Klein & Olaf Neumann, Iserlohn
Motiv: Maiglöckchen
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 21,5 x 30,13 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 06. Mai 2010
MiNr. 2794
 
Brigitte Am: 10.05.2010 05:24:47 Gelesen: 580857# 24 @  
Serie »Für den Umweltschutz 2010« Meeresschutz (55+25)

Mit dem Erlös aus der Briefmarke mit dem Plus zum Thema "Meeresschutz" sollen insbesondere Projekte von Umwelt- und Naturschutzverbänden gefördert werden, die die Maßnahmen der Bundesregierung zum Schutz der Meere unterstützen. Solche Projekte können z.B. dazu beitragen, den Schiffsverkehr ökologisch verträglicher zu machen, marine Arten und Lebensräume zu schützen oder die Bevölkerung auf die Bedrohung der Meere aufmerksam zu machen.

Meere bedecken 71 % der Erdoberfläche. Sie sind eine der Grundlagen für das Leben auf unserer Erde, sie sind reich an biologischer Vielfalt und besitzen zugleich immensen wirtschaftlichen Wert. Das sensible Ökosystem Meer ist heute aber bedrohter denn je: durch Überfischung, gefährliche Stoffe und Überdüngung, durch den Eintrag von Kohlendioxid aus der Atmosphäre, den Verlust von Arten und Lebensräumen sowie besonders durch die Folgen des Klimawandels.

Die EU Mitgliedstaaten haben sich mit der Europäischen Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie vom 15. Juli 2008 verpflichtet, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um bis 2020 einen guten Zustand der Meeresumwelt zu erreichen. Darüber hinaus muss die EU-Politik für die Meere dem immer bedrängender werdenden Klimawandel und dessen Auswirkungen auch auf die Meere - zum Beispiel durch Erwärmung und Versauerung - Rechnung tragen.

Neben den Vorgaben auf europäischer Ebene misst die Bundesregierung der regionalen Zusammenarbeit mit den Anliegerstaaten von Nordsee (OSPAR) und Ostsee (HELCOM) große Bedeutung bei. Zusammen mit den Anliegerstaaten hat sie bereits 2007 mit besonderem Engagement die Entwicklung und Verabschiedung des HELCOM Ostseeaktionsplanes unterstützt, mit dem über konkrete Maßnahmen der Zustand des Meeresökosystems Ostsee verbessert werden soll.

So wird insbesondere durch Verbesserungen in der Landwirtschaft, der Abwasserbehandlung und beim Ersatz von Phosphaten in Waschmitteln angestrebt, die Nährstoffkonzentrationen auf ein nahezu natürliches Niveau zurückzuführen.





Entwurf: Thomas Serres, Hattingen
Motiv: Robben (Foto: Guy Edwardes - Getty Images ©)
Wert: 55 + 25 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 06. Mai 2010
MiNr. 2795
 
Brigitte Am: 14.05.2010 05:19:55 Gelesen: 580801# 25 @  
Serie »Europa« Kinderbücher

Zampino der Zauberbär

Zampino ist ein sehr neugieriger Teddybär, der schon viele Abenteuer erlebt hat. Er wohnt bei der kleinen Annalina.
Als diese in die Schule kommt, lernt sie mit ihm zusammen Lesen und entdeckt die Wunderwelt der Buchstaben, Worte, Sätze und Bücher.

Dabei wird Zampino zum Zauberbär: Wenn er mit dem linken Ohr wackelt, kann er mit dem ganzen Haus durch die Lüfte fliegen und eigene Abenteuer erleben, die ihn durch Europa zu vielen Märchenwesen führen. Letztendlich rettet er auf einer seiner Reisen auch eine Königstochter und wird als heldenhafter Retter gefeiert. Er soll im Königsschloss bleiben, die Prinzessin heiraten und dann den Thron besteigen.
Aber wie immer nach einem Abenteuer:
er kehrt auch in diesem Fall zu seiner Freundin Annalina zurück und kuschelt sich mit ihr in den Schlaf.





Entwurf: Grit Fiedler, Leipzig
Motiv: Lesender Teddybär
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 06. Mai 2010
MiNr. 2796
 
Brigitte Am: 18.05.2010 03:56:01 Gelesen: 580722# 26 @  
200. Geburtstag Robert Schumann

Robert Schumann (*Zwickau 8. Juni 1810, +Bonn 29. Juli 1856) gilt als bedeutendster Komponist der deutschen Romantik.
Die der romantischen Ästhetik zentrale Verbindung der Künste erreicht in Schumanns Schaffen einen Gipfelpunkt: Musik und Dichtung sind hier aufs innigste verwoben. Gut 150 Kompositionen in praktisch allen Gattungen zählt sein im 19. Jahrhundert gedrucktes Schaffen.

Erst zwanzigjährig entscheidet sich der Sohn eines Buchverlegers für die Musikerlaufbahn. Eine Fingerlähmung führt zum Abbruch der Pianistenkarriere, berühmt wird er zunächst als Musikschriftsteller, dann als Komponist.
1840 heiratet er die Pianistin Clara Wieck, die Tochter seines Lehrmeisters, nachdem er diese Heirat vor Gericht gegen den Vater seiner Braut eingeklagt hatte. Schumanns Frau ist trotz der bald 8 Kinder immer noch als Pianistin und Komponistin aktiv und gibt auf vielen mit Schumann unternommenen Reisen Konzerte in Deutschland und vielen europ. Staaten.

Der Wohnort der Familie wechselt von Leipzig nach Dresden und schließlich nach Düsseldorf. Nach einem Selbstmordversuch im Februar 1854 verbringt er die letzten zweieinhalb Lebensjahre in einer psychiatrischen Privatheilanstalt in Bonn-Endenich.





Entwurf: Karen Scholz, Bad Essen
Motiv: Abb. Robert Schumann nach einer Lithografie von Eduard Kaiser, Wien 1847, Kat.-Nr. 261, © Robert-Schumann-Haus, Zwickau
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 06. Mai 2010
MiNr. 2797
 
Brigitte Am: 24.05.2010 07:53:30 Gelesen: 580608# 27 @  
Bienen

Bienen tragen wesentlich zum Erhalt vieler Wildpflanzen bei und sichern bei einer großen Zahl von Kulturpflanzen die Erträge und die Qualität der Früchte. In Deutschland kommen etwa 550 Bienenarten vor. Die domestizierte Honigbiene genießt dabei den höchsten Bekanntheitsgrad.
Honigbienen sind weltweit die wichtigsten Bestäuber von Nutzpflanzen.

In Deutschland werden heute von rund 81.000 Imkern etwa eine Millionen Bienenvölker gehalten. Mit einer durchschnittlichen Honigernte von etwa 25.000 t Honig pro Jahr können etwa 20 Prozent des Honigverbrauchs in Deutschland gedeckt werden. Darüber hinaus leisten Honigbienen und Imker aber auch einen wichtigen Beitrag für die Sicherung von Nahrungsmitteln und für eine intakte Umwelt.





Entwurf: Thomas Serres, Hattingen
Motiv: Honigbiene auf Blüte (Foto: Steve Satushek, Getty Images ©)
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 06. Mai 2010
MiNr. 2798 / selbstklebend: MiNr. 2799
 
Brigitte Am: 10.06.2010 09:19:49 Gelesen: 580473# 28 @  
100. Geburtstag Konrad Zuse

Am 12. Mai 1941 führte Konrad Zuse seine funktionsfähige Rechenmaschine Z3 vor. Damit hatte das Zeitalter der automatischen Rechenmaschinen und letztendlich der Computer begonnen.

Konrad Zuse (1910-1995), geboren am 22.6.1910 in Berlin, aufgewachsen in Braunsberg / Ostpreußen, legte 1928 am Realgymnasium in Hoyerswerda sein Abitur ab. Er studierte dann bis 1934 an der Technischen Hochschule Charlottenburg. Ab 1935 begann er, seine Idee für eine Rechenmaschine umzusetzen.

Seine erste Maschine Z1 entwickelte er zwischen 1936 und 1938. Danach entwarf Konrad Zuse das Gerät Z2 (1938-1939). Er verwendete das Prinzip des mechanischen Speichers der Z1, setzte für das Festkommarechenwerk jedoch Telefonrelais (600 Relais) ein. Die Zuverlässigkeit der Relaistechnik überzeugte Konrad Zuse, und er baute die Z3 vollständig aus Relais (ca. 600 im Rechenwerk und 1400 im Speicher). Diese Maschine Z3 wurde 1941 fertig gestellt und gilt heute als der erste funktionsfähige, frei programmierbare, auf dem binären Zahlensystem (Gleitkommazahlen) und der binären Schaltungstechnik basierende Rechner der Welt.

Die sich ab 1942 in der Entwicklung befindliche Rechenanlage Z4 vor der Zerstörung durch Bombenangriffe gerettet. Sie wurde 1949 in Neukirchen Kreis Hünfeld in Hessen restauriert. Sie war 1950 die einzige kommerziell eingesetzte programmgesteuerte Rechenanlage in Europa.





Entwurf: Klein und Neumann, Iserlohn
Motiv: Konrad Zuse
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 10. Juni 2010
MiNr. 2802
 
Brigitte Am: 20.06.2010 08:14:38 Gelesen: 580378# 29 @  
Serie Leuchttürme »Neuwerk«

Die Sonderpostwertzeichen mit den Motiven der Leuchttürme "Neuwerk" und "Falshöft" sind Bestandteil der Serie "Leuchttürme", die in lockerer Folge auf die Vielfalt deutscher Leuchttürme aufmerksam machen wollen.

Der wuchtige rote Leuchtturm ist das bedeutendste Bauwerk und das Wahrzeichen der Insel Neuwerk. Der 700 Jahre alte Turm ist gleichzeitig das mit Abstand älteste Seezeichen und Leuchtturmbauwerk in Deutschland. Der Turm hat einen quadratischen Grundriss mit einer Seitenlänge von 13,5 m. Die mächtigen Backsteinmauern sind an der Basis 2,8 m dick und fast 30 m hoch. Das Fundament reicht 3 m in den Untergrund und besteht aus ungefügen Felsblöcken und Findlingen sowie einem Schwellrost aus Eichenholzbalken.

Im Inneren hat der Turm bis zum Bachansatz acht Geschosse. Die beiden untersten Geschosse enthalten jeweils ein dreischiffiges aus Backstein gemauertes Kreuzgewölbe. Die anderen Geschosse haben Holzbalkendecken. Gekrönt wurde der Turm durch ein 7 m hohes pyramidenförmiges Dach.

Seit Anfang der 1970er Jahre gibt es keinen Leuchtfeuerwärter mehr auf Neuwerk. Das Leuchtfeuer wird vom Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven fernüberwacht. Heute brennt im Leuchtturm Neuwerk eine Halogenglühlampe mit 600 Watt elektrischer Leistung. Sie hat eine Tragweite von 15,4 Seemeilen oder 28,5 Kilometer. Die Techniker des Wasser- und Schifffahrtsamtes tauschen die Lampen in Abständen von etwa ein bis zwei Monaten aus. Der Leuchtturm Neuwerk steht seit 1924 unter Denkmalschutz.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Leuchtturm "Neuwerk"
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 10. Juni 2010
MiNr. 2800
 
Brigitte Am: 24.06.2010 08:26:31 Gelesen: 580331# 30 @  
Serie Leuchttürme »Falshöft«

Die Sonderpostwertzeichen mit den Motiven der Leuchttürme "Neuwerk" und "Falshöft" sind Bestandteil der Serie "Leuchttürme".

Der Leuchtturm Falshöft wurde in den Jahren 1908 und 1909 an der Küste der Halbinsel Angeln in Schleswig-Holstein erbaut. Am 1. März 1910 wurde der Leuchtturm in Betrieb genommen. Der Leuchtturm diente als Leit- und Orientierungsfeuer und auch als Quermarkenfeuer. Sein Leitsektor führte die Schiffe südlich der Flensburger Förde an der Küste entlang, während seine Warnsektoren die Untiefen "Bredgrund", "Kalkgrund" und "Schleisand" bezeichneten. Das Bauwerk hat eine Höhe von 24,4 m. Aufgrund seiner topographischen Lage, die nur wenig über dem Meeresspiegel liegt, weicht die Lichtpunkthöhe mit 25,0 m (ü. NN) nur unwesentlich von der Bauwerkshöhe ab.

Im Sommer 1961 erhielt der Turm seinen heutigen rot-weißen Anstrich mit roter Bauchbinde und roter Laterne. Am 1. März 2002 wurde der Leuchtturm Falshöft nach genau 92 Betriebsjahren im Einvernehmen mit der dänischen Verwaltung abgeschaltet. Er wurde 2002 von der Gemeinde Pommerby erworben und ist der Öffentlichkeit zugänglich.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Leuchtturm "Falshöft"
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 10. Juni 2010
MiNr. 2801
 
Brigitte Am: 01.07.2010 12:03:54 Gelesen: 580266# 31 @  
Udo Lindenberg »Andrea Doria«

Udo Lindenberg, geb. 1946 im westfälischen Gronau, gründet 1959 seine erste Band. 1973 schreibt Lindenberg deutschsprachige Rockmusiktexte, wofür es in dieser Zeit kaum Vorbilder gibt.

Bereits im ersten Jahr gelingt ihm der internationale Durchbruch mit der Single "Alles klar auf der Andrea Doria". Lindenberg besingt die Reeperbahn-Kneipe "Onkel Pö" und das Rotlichtmilieu. Er sieht Parallelen zum Leben auf einem sinkenden Luxusliner. Das italienische Passagierschiff Andrea Doria, der Stolz der italienischen Kreuzfahrtflotte, sank am 26. Juli 1956 nach einer Kollision. Udo Lindenbergs jugendlicher Jargon trifft in diesem wie in anderen Songs das Gefühl der Zeit, er singt immer provokativ, nimmt sich gesellschaftlicher und politischer Themen an.

Udo Lindenberg zeigt in seinem musikalischen wie auch zeichnerischen Werk stets, dass er ein zutiefst politischer Mensch ist. In seinem künstlerischen Gesamtwerk setzt er sich immer wieder ein für Freiheit, gegen rechte Gewalt, für Mitmenschlichkeit - stets mit Augenzwinkern, Ironie und persönlichem Engagement. Seine Provokationen, die bisweilen an Grenzen stoßen, zielen stets auf Veränderungen zugunsten der Menschen.





Entwurf: Entwurf der PWz und der grafischen Elemente der Randgestaltung: ©Udo Lindenberg, Hamburg - Layout der SPWz und der Randgestaltung sowie Ersttagsstempel: Prof. Victor Malsy, Willich
Motiv: Andrea Doria
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 01. Juli 2010
MiNr. 2803
 
Brigitte Am: 18.07.2010 06:10:50 Gelesen: 580130# 32 @  
Udo Lindenberg »Sonderzug nach Pankow«

Udo Lindenberg, geb. 1946 im westfälischen Gronau, gründet 1959 seine erste Band. 1973 schreibt Lindenberg deutschsprachige Rockmusiktexte, wofür es in dieser Zeit kaum Vorbilder gibt.

Das Vorgänger-Lied "Wir wollen doch einfach nur zusammen sein" singt Lindenberg für ein "Mädchen aus Ost-Berlin". Er träumt von einer offenen innerdeutschen Grenze. Ein Auftritt vor seinen zahlreichen in der damaligen DDR bleibt ihm zunächst verwehrt. Nachdruck verleiht er seinem Wunsch zehn Jahre später durch den Song "Sonderzug nach Pankow", der spontan zum Hit wird, und mit dem er sich unmittelbar an Erich Honecker wendet: "Warum lässt Du mich nicht singen im Arbeiter- und Bauernstaat?" In Ost- und Westdeutschland schlagen die Wellen hoch, in der DDR wird der "Sonderzug" verboten.

Trotz allem: Nach vielem Hin und Her darf Lindenberg am 25. Oktober 1983 im Palast der Republik in Ost-Berlin auftreten. Doch weitere Auftritte werden ihm verweigert. Udo Lindenberg zeigt in seinem musikalischen wie auch zeichnerischen Werk stets, dass er ein zutiefst politischer Mensch ist. In seinem künstlerischen Gesamtwerk setzt er sich immer wieder ein für Freiheit, gegen rechte Gewalt, für Mitmenschlichkeit - stets mit Augenzwinkern, Ironie und persönlichem Engagement. Seine Provokationen, die bisweilen an Grenzen stoßen, zielen stets auf Veränderungen zugunsten der Menschen.





Entwurf: Entwurf der PWz und der grafischen Elemente der Randgestaltung: ©Udo Lindenberg, Hamburg - Layout der SPWz und der Randgestaltung sowie Ersttagsstempel: Prof. Victor Malsy, Willich
Motiv: Sonderzug nach Pankow
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 01. Juli 2010
MiNr. 2804
 
Brigitte Am: 27.07.2010 07:02:48 Gelesen: 580018# 33 @  
300 Jahre Porzellanherstellung in Deutschland

Als Johann Friedrich Böttger am 15. Januar 1708 in einer Labornotiz das erfolgreiche Brennen eines weißen und durchscheinenden Scherbens dokumentiert, nimmt die Erfolgsgeschichte des ersten europäischen Porzellans ihren Anfang. Weitere Versuche und Entwicklungen sind notwendig, bis August der Starke schließlich am 23. Januar 1710 in einem in vier Sprachen verfassten Dekret die Gründung der "Königlich-Polnischen und Kurfürstlich-Sächsischen Porzellan-Manufaktur" verkündet.

Deren erste Produktionsstätte war ab 1710 die Albrechtsburg. Aus dem perfekten Zusammenspiel von Erde, Wasser, Feuer und Luft entwickelte sich ein Kunsthandwerk, das bis heute Kostbarkeiten aus Porzellan hervorbringt. Heute zeugt nichts mehr von den Anstrengungen und Bedingungen der ersten Porzellanherstellung in Deutschland vor 300 Jahren. Das edle Material allerdings fasziniert die Menschen noch immer. Heute gehört das Porzellan zu den bedeutendsten Kulturgütern Europas.





Entwurf: Nadine Nill, Melsungen
Motiv: 300 Jahre Porzellanherstellung in Deutschland
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 01. Juli 2010
MiNr. 2805
 
Brigitte Am: 05.08.2010 06:42:37 Gelesen: 579851# 34 @  
Historische Postkutsche

Ab Mitte des 17. Jahrhunderts erfolgte der systematische Ausbau der Poststrecken zur Wagenpost. Die Einbindung des Personenverkehrs in den postalischen Betriebsablauf führte zu einer Institutionalisierung des gesamten Reiselandverkehrs mit über weite Strecken verbindlichen Beförderungsgarantien.

Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurden die Postverkehrsnetze und die Kursfrequenzen ausgebaut. Zur Jahrhundertmitte wiesen die Fahrpläne mehrmals wöchentlich befahrene Kurse auf, zwischen den Residenzen und einigen zentralen Städten sogar täglich. Weiter aufgewertet wurde der Postreiseverkehr im frühen 19. Jahrhundert durch die Organisation der Eilwagen und Schnellposten.

Während um 1800 für eine Fahrt zwischen Frankfurt a.M. und Berlin noch 126 bis 166 Stunden veranschlagt wurden, bewältigte die Schnellpost die gesamte Strecke in nicht mehr als 65 Stunden. Selbst die ab 1835 errichteten Linien der Dampfeisenbahn konnten die Postkutschen zunächst nicht verdrängen. Erst im frühen 20. Jahrhundert endete die Postkutschenzeit mit den letzten Fahrten auf den Alpenpässen.





Entwurf: Nina Clausing, Wuppertal
Motiv: Historische Postkutsche
Wert: 1,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 01. Juli 2010
MiNr. 2806
 
Brigitte Am: 12.08.2010 14:05:37 Gelesen: 579743# 35 @  
Serie »Für die Jugend 2010« Schnelldampfer Deutschland (45+20)

Die Erlöse der Sonderpostwertzeichen "Für die Jugend" fließen seit über 40 Jahren der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. zu. Diese fördert mit den Mitteln im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe z.B. überregionale Jugendbildungs- und begegnungsstätten sowie Maßnahmen von besonderer und beispielhafter Bedeutung, die der Weiterentwicklung der Jugendhilfe dient.

Im Jahr 2010 sind die Jugendmarken historischen Dampfschiffen gewidmet.

Die DEUTSCHLAND erlangte 1900 auf ihrer Jungfernfahrt von Cuxhaven nach New York mit 22,42 Knoten das "Blaue Band" für die schnellste Nordatlantiküberquerung, die sie sechs Jahre und drei Monate verteidigen konnte. Sie besaß zwei Sechszylinder-Vierfachexpansionsdampfmaschinen mit 16 Kesseln und war mit 16.502 BRT vermessen. Das Schiff wurde vom Stettiner Vulcan gebaut und 1925 in Hamburg abgewrackt.





Entwurf: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: "Schnelldampfer Deutschland" - Foto: © Archiv Deutsches Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven
Wert: 0,45 + 0,20 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 12. August 2010
MiNr. 2809
 
Brigitte Am: 16.08.2010 06:23:33 Gelesen: 579667# 36 @  
Serie »Für die Jugend 2010« Schnelldampfer Imperator (55+25)

Die IMPERATOR galt mit ihren 52.117 BRT und einer Länge von 277,06 m bis 1914 als das größte Schiff der Welt. Mit der Dampfturbinenanlage und den 46 Wasserrohrkesseln erzielte das Schiff bei einer Leistung von 61.000 PS eine Geschwindigkeit von 23 Knoten. Die IMPERATOR erhielt nach dem Ersten Weltkrieg eine Ölfeuerung und fuhr unter britischer Flagge als BERENGARIA bis 1938 von Southampton nach New York.





Entwurf: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: "Schnelldampfer Imperator" -Foto:© Getty Images, General Photographic Agency
Wert: 0,55 + 0,25 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 12. August 2010
MiNr. 2810
 
Brigitte Am: 19.08.2010 06:07:36 Gelesen: 579621# 37 @  
Serie »Für die Jugend 2010« Schnelldampfer Aller (55+25)

Die Erlöse der Sonderpostwertzeichen "Für die Jugend" fließen seit über 40 Jahren der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. zu. Diese fördert mit den Mitteln im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe z.B. überregionale Jugendbildungs- und begegnungsstätten sowie Maßnahmen von besonderer und beispielhafter Bedeutung, die der Weiterentwicklung der Jugendhilfe dient.

Im Jahr 2010 sind die Jugendmarken historischen Dampfschiffen gewidmet.

Die ALLER gehörte zu den Schnelldampfern der Flüsse-Klasse und wurde im Nordatlantikverkehr eingesetzt. Sie wurde 1886 im schottischen Glasgow gebaut und war das erste Stahlschiff einer bremischen Reederei, das schon eine Dreifachexpansionsmaschine mit einer Leistung von 8.000 PS besaß. Die Geschwindigkeit betrug 17 Knoten bei einer Vermessung von 4.964 BRT. Nach einem Umbau 1897 erhielt der Dampfer einen dritten und vierten Mast und höhere Schornsteine. Die ALLER konnte 1898 die Besatzung eines britischen Dampfers retten. 1902 wurde das Schiff außer Dienst gestellt und abgewrackt.





Entwurf: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: "Schnelldampfer Aller" - Foto: © Archiv Deutsches Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven
Wert: 0,55 + 0,25 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 12. August 2010
MiNr. 2811
 
Brigitte Am: 23.08.2010 06:09:32 Gelesen: 579551# 38 @  
Serie »Für die Jugend 2010« Schnelldampfer Columbus (145+55)

Die Erlöse der Sonderpostwertzeichen "Für die Jugend" fließen seit über 40 Jahren der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. zu. Diese fördert mit den Mitteln im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe z.B. überregionale Jugendbildungs- und begegnungsstätten sowie Maßnahmen von besonderer und beispielhafter Bedeutung, die der Weiterentwicklung der Jugendhilfe dient.

Im Jahr 2010 sind die Jugendmarken historischen Dampfschiffen gewidmet.

Die COLUMBUS wurde 1923 fertig gestellt und lief 1924 von Bremerhaven zu seiner Jungfernfahrt nach New York aus. Das 32.354 BRT große Passagierschiff erwarb sich schnell einen hervorragenden Ruf. Es hatte zwei Vierzylinder-Expansionsdampfmaschinen mit Dampfkessel und einer Ölfeuerung, die bei einer Leistung von 32.000 PS eine Geschwindigkeit von 19 Knoten erzielte. 1929 erhielt die COLUMBUS, die im Nordatlantik und als Kreuzfahrtschiff eingesetzt wurde, eine stärkere Dampfturbinenanlage. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges versenkte sich der stolze Dampfer am 19. Dezember 1939 im Atlantik selbst. Die Besatzung wurde interniert und kehrte erst nach Kriegsende nach Hause.





Entwurf: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: "Schnelldampfer Columbus" - Foto: © Archiv Deutsches Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven
Wert: 1,45 + 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 12. August 2010
MiNr. 2812
 
Brigitte Am: 26.08.2010 06:27:21 Gelesen: 579505# 39 @  
100. Geburtstag Mutter Teresa

Mutter Teresa von Kalkutta wurde als Agnes (Anjezë) Gonxha Bojaxhiu am 26. August 1910 in Skopje, Mazedonien, in einer frommen katholischen, albanischen Familie geboren.
1928 trat sie in das Loretto-Kloster in Rathfarnam (Dublin), Irland, ein und erhielt den Ordensnamen Teresa. Der Loretto-Orden schickte sie nach Indien, wo sie ihre ewigen Gelübde ablegte und zur Lehrerin ausgebildet wurde.

In Kalkutta arbeitete sie zunächst als Lehrerin, dann als Direktorin an der St. Mary's Bengali Medium School. Seit 1946 den Ärmsten der Armen in Kalkutta und rief die "Gemeinschaft der Missionarinnen und Missionare der Nächstenliebe" ins Leben. Sie kümmerte sich in den Elendsvierteln um die mittellosen Menschen, um Kranke, Sterbende, Hungernde, ausgesetzte Säuglinge, verlassene Kinder und Jugendliche, allein stehende Mütter. Sie gründete Schulen, Entbindungsheime und sogar eine Leprakolonie.

Die "Gemeinschaft der Missionarinnen der Nächstenliebe", seit 1965 eine Kongregation des päpstlichen Rechts, breitete sich, von Kalkutta ausgehend, rund um den Erdball aus. Im Jahr 1979 wurde Mutter Teresa der Friedensnobelpreis verliehen. Sie starb am 5. September 1997 in Kalkutta und erhielt unter der Anteilnahme hunderttausender Menschen ein Staatsbegräbnis. Schon am 19. Oktober 2003 wurde Mutter Teresa, eine "Ikone des barmherzigen Samariters", von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen.





Entwurf: Prof. Christof Gassner, Darmstadt
Motiv: Portrait Mutter Teresa, Foto: KNA-Bild
Wert: 0,70 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 12. August 2010
MiNr. 2813
 
Brigitte Am: 30.08.2010 05:55:07 Gelesen: 579435# 40 @  
75 Jahre Rekordflug Elly Beinhorn

Am 13. August 1935 führte Elly Beinhorn einen Flug durch, der sie - aber auch ihr Flugzeug (die Bf 108 "Taifun") - berühmt machte. Sie flog in 13,5 Stunden eine Distanz von 3.470 Kilometern. Der Start war in Gleiwitz (heute Gliwice, Polen). Der Flug führte sie über die Karpaten und die Transsylvanischen Alpen zum Flughafen Ye ilköy bei Istanbul. Nach einer kurzen Pause ging es zurück nach Deutschland, nach Berlin, wo sie von einer begeisterten Menschenmenge empfangen wurde.

Elly Beinhorns Flugzeug, die Bf 108, war ein viersitziges Schnellreiseflugzeug, das bis zu 300 km/h erreichte. Es war für diesen Rekordflug mit zusätzlichen Benzintanks ausgerüstet.

Bereits vor diesem Rekordflug sorgte Elly Beinhorn mit ihren Flügen immer wieder für Aufsehen (1931 Flug um Afrika mit Absturz, 1931/1932 Weltflug über den Fernen Osten, Australien und die USA, 1933 Flug zu den ehemaligen deutschen Afrika-Kolonien). Dadurch wurde sie zur bekanntesten deutschen Sportfliegerin. Ihren Starts und Landungen wohnten tausende von Menschen bei.

Elly Beinhorn heiratete 1936 den Rennfahrer Bernd Rosemeyer. Ihr Ehemann verunglückte 1938 bei einem Rennen tödlich. Aufgrund des Krieges konnte Elly Beinhorn ihrer Leidenschaft nicht mehr nachgehen. Nach dem Krieg war das Interesse an derartigen Rekordflügen erloschen. Elly Beinhorn verstarb im Oktober 2007 im Alter von 100 Jahren in München.





Entwurf: Klein & Neumann, Iserlohn
Motiv: Flugzeug © ullstein bild Portrait © Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 12. August 2010
MiNr. 2814
 
Brigitte Am: 03.09.2010 05:45:06 Gelesen: 579349# 41 @  
Frankfurter Buchmesse - Ehrengast Argentinien

Die Geschichte der Buchmesse Frankfurt lässt sich bis hin ins 15. Jahrhundert zurück verfolgen. Damals erfand Johannes Gutenberg - nicht weit weg von Frankfurt - den Buchdruck. Die Buchmesse in Frankfurt ist heutzutage die größte ihrer Art in der Welt. Früher hat sich alle zwei Jahre ein Ehrengast vorgestellt. Seit 1988 erfolgt dies alljährlich. 2010 ist Argentinien Ehrengast der Frankfurter Buchmesse.

Aus diesem Land stammen zahlreiche weltberühmte Schriftsteller. Stellvertretend für die literarische Leistung Argentiniens soll aufgrund seines Bezugs zu Deutschland das Leben und Werk von Jorge Luis Borges gewürdigt werden.

Jorge Francisco Isidoro Luis Borges wurde am 24.August 1899 in Buenos Aires geboren. Von 1914 bis 1921 lebte er in der Schweiz und Spanien. In Genf begann er aus freien Stücken Deutsch zu lernen und las die ersten Gedichte von Heine. Von frühen Jahren an war er zugleich ein meisterhafter Übersetzer, Herausgeber und Koautor zahlreicher literarischer Veröffentlichungen, gefürchteter Polemiker, Verbreiter der europäischen Literatur in Publikumszeitschriften, Kinokritiker und - nicht zuletzt - Lyriker und Essayist.

Die in den Bänden "Fiktionen" (1944) und "Das Aleph" (1949) gesammelten Erzählungen gelten als sein Hauptwerk. Mehrfach ausgezeichnet und als einer der größten Schriftsteller aller Zeiten angesehen starb er am 14. Juni 1986 in Genf. Er hinterlässt fast 70 veröffentlichte Werke: Gedichte, Essays, Erzählungen, Anthologien, Drehbücher, Vorworte und Reden.





Entwurf: Dario Canovas, Buenos Aires, Argentinien
Motiv: Portrait Jorge Francisco Isidoro Luis Borges Foto © Amanda Ortega, Buenos Aires, Argentinien
Wert: 1,70 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH Berlin
Größe: 26,20 x 44,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 12. August 2010
MiNr. 2815
 
Brigitte Am: 09.09.2010 15:32:31 Gelesen: 579206# 42 @  
150 Jahre Stiftung Behindertenwerk St. Johannes

Im Juli 1860 erwarb der "Orden der Barmherzigen Brüder" ein verfallenes Schloss in Schweinspoint. Es wurde nach und nach restauriert und sollte dazu dienen, Menschen mit nicht mehr reparablen geistigen und körperlichen Behinderungen ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen.

Am Anfang ging es "nur" um menschliche Zuwendung und materielle Versorgung, da es damals keinerlei soziale oder öffentliche Absicherung für Behinderte gab. Die Maßnahmen und Ziele haben sich jedoch seither enorm geändert: in der heutigen Zeit geht es um eine differenzierte Betreuung und um individuelle Förderung mit einem vielfältigen Wohn- und Arbeitsangebot.

Es wird ein breites Spektrum von sehr beschützenden bis zu sehr offenen Wohnformen angeboten. Arbeitsmöglichkeiten in den Werkstätten für behinderte Menschen in Marxheim und Donauwörth, offene Beratungs- und Dienstleistungsangebote sowie ambulant betreute Wohnformen sind weitere Eckpfeiler des Betreuungsangebotes. Eine Pflegeeinrichtung für Senioren sowie ein Bildungszentrum für soziale Berufe in Neuburg mit Fachschulen für Heilerziehungspflege und Heilerziehungspflegehilfe, Altenpflege und der Ausbildungsstätte für katholische Dorfhelferinnen runden das Dienstleistungsspektrum der Stiftung ab.





Entwurf: Annegret Ehmke, Eutin
Motiv: Ölgemälde von A. Stegmeyr (1904), © Stiftung Behindertenwerk St. Johannes, Marxheim
Wert: 0,90 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 09. September 2010
MiNr. 2817
 
Brigitte Am: 15.09.2010 07:00:00 Gelesen: 579118# 43 @  
Serie »Für uns Kinder 2010« Teddybär

Eine der treuesten Freunde für Kinder ist ihr Kuschelbär. So auch für Kim. Kim hatte in von klein auf und seither sind sie unzertrennlich.
Bezis, so nannte Kim seinen Freund, kurzes Fell ist goldblond, sein Kopf fast rund wie eine Kugel. Die Ohren kann man umklappen und Geheimnisse hineinflüstern. Bezi sitzt beim Essen gerne mit am Tisch, auch wenn er wenig frisst. Manchmal sieht Bezi so aus, als ob er wie ein Kleinkind selbst zu essen versucht hätte.

Seine gläsernen Knopfaugen blicken neugierig, die Schnauze mit dem Nasenfleck reckt er mutig in die Welt. Kims Mama hat Bezi schon oft als "Bären-Doktorin" geholfen und Ohren, Beine bzw. Arme wieder angeflickt. Auch neue "Schuhe" hat die Bären-Doktorin ihm schon einige Male anpassen müssen, weil das Stroh aus seinen Füßen gewachsen war.

Das Schönste aber ist sein Brummen: ein tiefes "Bääääh", das je nach Stimmung immer etwas anders klingt. Abends kann man sich an ihn kuscheln und beruhigt wie in Mutters Arm einschlafen - man weiß ja, dass er wach bleibt und aufpasst, dass nichts Schlimmes passiert.





Entwurf: Isabel Seliger, Kassel
Motiv: Sitzender Teddybär mit eingeschlafenem Kind auf dem Arm
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 09. September 2010
MiNr. 2818
 
Brigitte Am: 21.09.2010 07:00:00 Gelesen: 579003# 44 @  
Serie »Tag der Briefmarke« - Postplakat

Der "Tag der Briefmarke" zählt zu den Höhepunkten eines Philatelistenjahres. Die im Bund Deutscher Philatelisten e.V. (BDPh) organisierten Sammlerverbände und -vereine werben rund um diesen Festtag mit einer Vielzahl von Briefmarkenausstellungen, Sonderschauen und Tauschveranstaltungen für ihr Hobby, das einen hohen kulturellen Freizeitwert besitzt und vielfältige Möglichkeiten der Begegnung bietet.

Mit der alljährlichen Herausgabe eines Sonderpostwertzeichens zu diesem Tag werden verschiedene Aktivitäten begleitet und gefördert. In aller Regel würdigt das Postwertzeichen ein bestimmtes Ereignis, ein besonderes Jubiläum oder eine bedeutsame Veranstaltung aus dem Bereich der Philatelie. In diesem Jahr zeigt die Marke ein historisches Plakat "Kaiserlich Deutsche Post nach Helgoland-Norderney-Sylt" (1890), das sich im Besitz des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg befindet.

Die deutschen Nordseeinseln wurden bis Mitte des 19. Jahrhunderts - insbesondere im Winter - nur unregelmäßig mit Post versorgt. Mit Gründung der Seebäder etablierten sich regelmäßige Dampfschiffverbindungen zu den Inseln. Im Auftrag der Kaiserlichen Post beförderten die Dampfer auch die Post von und zu den Inselorten. Das Plakat auf der Briefmarke wurde im Jahre 1890 von Ballins Dampfschiff-Reederei gedruckt.

Albert Ballin hatte 1889 mit den vier Seitenraddampfern "Cuxhaven", "Ariadne", "Cobra" und "Freia" seine eigene Reederei gegründet. Anders als der Titel des Plakates nahe legt, betrieb nicht die Post die Schiffsverbindungen zu den Inseln, sondern Ballin. Ballins Reederei war freilich nicht die einzige Reederei, die sich mit dem Zusatz "Kaiserlich deutsche Post" auf ihren Plakaten schmückte - alle Reedereien, die Post beförderten, taten dies gern.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Postplakat © Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 3 5,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 09. September 2010
MiNr. 2819
 
Brigitte Am: 27.09.2010 07:00:00 Gelesen: 578861# 45 @  
200 Jahre Oktoberfest

Am 12. Oktober 1810 fand in München die Hochzeit des Kronprinzen Ludwig, des späteren König Ludwig I., mit Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen statt. Die offiziellen Feierlichkeiten zur Hochzeit dauerten fünf Tage. Glänzend und populär zugleich gingen die Feierlichkeiten über die Bühne. Die Parade der Schützen der Nationalgarde und der bürgerlichen Schützengesellschaften, Illuminationen und Musik, Essen und Trinken, Pauken und Trompeten - ein riesiges Festtreiben belebte die Münchner Innenstadt.

Die bereits damals als "Volksfest" bezeichneten Feierlichkeiten endeten am 17. Oktober 1810 mit einem Pferderennen auf einer Wiese vor den Toren Münchens, die zu Ehren der Braut "Theresens-Wiese" getauft wurde.

Durch den Beschluss, das publikumswirksame Pferderennen im folgenden Jahr zur gleichen Zeit zu wiederholen, entstand die Tradition der "Oktober-Feste". Heute gilt das Fest der Landeshauptstadt München als größtes Volksfest der Welt. Münchner Bier und Gastlichkeit, Hightech-Fahrgeschäfte und nostalgische Volksfestattraktionen laden zum Feiern ein.

Das Oktoberfest ist bayerisches Fest und zugleich eine internationale Großveranstaltung. Es erinnert an sein Entstehen und ist offen für neue Entwicklungen. Darin liegt sein Erfolgsgeheimnis seit 200 Jahren.





Entwurf: Michael Kunter, Berlin
Motiv: Typische Münchener Figuren auf einem Karussell
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 09. September 2010
MiNr. 2820
 
Brigitte Am: 03.10.2010 07:00:00 Gelesen: 578754# 46 @  
20 Jahre Deutsche Einheit

Das Ende des 2. Weltkrieges und somit des nationalsozialistischen "Dritten Reichs" brachte Deutschland der Verlust von östlich der Oder-Neiße-Linie liegenden Gebieten ein. Zudem wurde Deutschland in vier Besatzungszonen eingeteilt. Diese Besatzungszonen waren dem sowjetischen Herrschaftsgebiet einerseits und dem demokratischen Teil Europas / der USA andererseits unterstellt.

Aufgrund der Unvereinbarkeit der Ideologien dieser beiden "Lager" war die Spaltung Deutschlands so groß, dass sich daraus 1949 zwei deutsche (Teil-) Staaten bildeten: Die Bundesrepublik Deutschland und die DDR.

40 Jahre hatte diese Trennung des deutschen Volkes, die Trennung von Familien und Freunden Bestand. Im Jahr 1989 setzen in vielen Städten der damaligen DDR friedliche Groß-Demonstrationen ein. Die Menschen gingen auf die Straße, weil sie den wirtschaftlichen Notstand der DDR und die gegenüber anderen Ländern (z.B. Polen) wesentlich höheren Einschränkungen der Bürgerrechte nicht mehr hinnehmen wollten. Die Ziele des Kommunismus waren nicht mehr plausibel zu machen, da man die wirtschaftlich schlechten Rahmenbedingungen im gesamten Ostblock erkannte.

Die Entspannungspolitik zwischen den Großmächten in Ost und West, von der die Bürger der DDR im täglichen Leben - im Gegensatz zu anderen Nationen - nichts spürten, und vor allem die bewiesene Wahlfälschung im Mai 1989 führte zu der den Demonstrationen zugrunde liegenden, großen und nicht mehr unterdrückbaren Verdrossenheit. Die Grenzen fielen - zur Überraschung aller - schneller und unproblematischer, als sich die Menschen gedacht und erhofft hatten.

In den "2 + 4 Verhandlungen" gelang es, die Wiedervereinigung außenpolitisch abzusichern. Innenpolitisch führte der Weg zur Einheit über eine Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion und den am 31. August 1990 unterzeichnete Einigungsvertrag. Am 3. Oktober 1990 hörte die DDR mit ihrem Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes auf zu existieren. Dies feierten die Deutschen mit einem großen Fest vor dem Berliner Reichstag.




Entwurf: Barbara Dimanski, Halle
Motiv: Foto "Feier zur Deutschen Einheit in Berlin" (Nr. 2419967) © dpa Picture-Alliance GmbH
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei Berlin GmbH
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 09. September 2010
MiNr. 2821
 
Brigitte Am: 08.10.2010 06:25:41 Gelesen: 578682# 47 @  
Oberdeutscher Fachwerkbau von 1582 in Eppingen

Das im Jahre 1582 erbaute sog. Baumann'sche Haus in Eppingen (Kraichgau) zählt zu den schmuckvollsten Fachwerkhäusern Baden-Württembergs.
Vom Bautyp her handelt es sich um ein Bürgerhaus, das in markanter Ecklage über massivem Erdgeschoß in Sandsteinquadern als frühneuzeitlicher Stockwerksbau in Zierfachwerk errichtet wurde.

Die vorkragenden Haupt- und Dachgeschosse zeigen an den beiden straßenseitigen Hauptschauseiten ein vollendet ausgeprägtes Renaissancefachwerk. In den Eckfenstergruppen und der Giebelbekrönung erfährt es seine Höhepunkte. Außer den zeittypischen Motiven wie nasenbesetzte, gebogene Andreaskreuze und gleichartig verzierte Fußstreben zeichnet sich das Baumann'sche Haus durch ein geradezu üppiges Schnitzwerk aus: zu bewundern sind Fratzen, Dreiviertelstäbe mit Voluten, Flecht- und Bandwerk, Rosetten, Palmetten.





Entwurf: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Oberdeutscher Fachwerkbau von 1582 in Eppingen
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. Oktober 2010
MiNr. 2823
 
Brigitte Am: 15.10.2010 07:00:01 Gelesen: 578542# 48 @  
Niederdeutscher Fachwerkbau von 1734 in Trebel-Dünsche

Das im Jahr 1734 errichtete Bauernhaus im Rundlingsdorf Dünsche (Gemeinde Trebel, Hannoversches Wendland) zählt zu den schmuckreichsten ländlichen Fachwerkhäusern in Niedersachsen.

Das Hallenhaus in Dreiständerbauweise, welches Wohnen und Wirtschaften unter einem Dach vereint, wendet dem Dorfplatz seinen besonders repräsentativen Wirtschaftsgiebel zu.

Er beeindruckt durch das lebhafte Formenspiel seiner Fachwerkgliederung, die mit einem Rauten- bzw. Dreiecksmuster nahezu seine gesamte Fläche überzieht und durch kunstvolle Zierausmauerung mit Backsteinen betont wird. Der obere Teil des Giebels kragt noch zweimal über profilierten Knaggen vor und trägt an der Spitze einen verzierten Giebelpfahl. Zusätzlich schmücken Inschriften das Dielentor und die Schwellbalken zweier Vorkragungen.





Entwurf: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Niederdeutscher Fachwerkbau von 1734 in Trebel-Dünsche
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. Oktober 2010
MiNr. 2824
 
Brigitte Am: 22.10.2010 07:00:00 Gelesen: 578411# 49 @  
100 Jahre Friedrich-Loeffler-Institut

Die Infektionsversuche Loefflers am Stadtrand von Greifswald führten mehrfach zur Verschleppung der Tierseuche, so dass er 1907 seine Forschungen einstellen musste.

Erst die Gründung des Instituts auf der Insel Riems im Greifswalder Bodden schaffte Abhilfe. Am 10. Oktober 1910 nahm Friedrich Loeffler, ein Schüler Robert Kochs, auf der Insel Riems bei Greifswald seine Arbeiten zur Erforschung der Maul- und Klauenseuche auf, deren Erreger er 1898 als erstes tierpathogenes Virus beschrieben hatte. Mit diesem Datum beginnt die Geschichte der weltweit ältesten Virusforschungsstätte, des heutigen Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) auf der Ostsee-Insel Riems bei Greifswald. Loeffler gehört damit zu den Begründern der Virologie.

Das heutige Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems ist die weltweit älteste Forschungsstätte, die eigens zur virologischen Forschung gegründet wurde.

Von Anfang an arbeitete das FLI als Forschungsinstitut an veterinärmedizinisch bedeutsamen Infektionskrankheiten, neben der Maul- und Klauenseuche kamen rasch weitere Tierseuchen wie Schweinepest, Geflügelpest oder Tollwut hinzu. Nach der Wiedervereinigung wurde das Institut zu einem nationalen Forschungszentrum mit mehreren Standorten ausgebaut.

Heute steht es als Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit für die Gesundheit und das Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere und den Schutz des Menschen vor Zoonosen, d. h. von Tieren auf den Menschen übertragbaren Infektionen.
Das Friedrich-Loeffler-Institut ist selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Es führt Nationale Referenzlaboratorien für über 50 anzeigepflichtige und meldepflichtige Tierkrankheiten. Derzeit werden auf der Insel Riems für ca. 300 Millionen Euro hochmoderne Labor- und Stallgebäude fertig gestellt, die europaweit einzigartig sind.





Entwurf: Kym Erdmann, Kiel
Motiv: Porträt Friedrich Loeffler, Virus, Mikroskop
Wert: 0,85 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. Oktober 2010
MiNr. 2825
 
Brigitte Am: 02.11.2010 07:00:00 Gelesen: 578182# 50 @  
Erntedank

Das Postwertzeichen zum Erntedank zeigt eine volle Getreideähre im Licht einer das Sommerende anzeigenden, blassen Sonne. Getreide, die Grundlage für unser tägliches Brot, ist ein besonderes Lebensmittel mit hohem symbolischem Wert. Die in einer Senkrechten zusätzlich dargestellte Auswahl von Kürbis, Zwiebel, Trauben, Äpfel und Birnen soll an reiche und bunte Ernten erinnern, die inzwischen zu jeder Jahreszeit erfolgen.

Die Abhängigkeit von Klima und Natur, von höherer Gewalt, veranlasste die Menschen schon in frühen Zeiten, ihren Dank auszudrücken. Bereits die alten Griechen feierten Erntefeste zu Ehren der Muttergöttin Demeter, im Norden Europas wurde zur Tagundnachtgleiche im Herbst gefeiert und die Israeliten feierten das Fest der ungesäuerten Brote zu Beginn der Getreideernte und das Laubhüttenfest zum Abschluss der Obst- und Weinernte.

In der christlichen Kirche finden sich Belege für Erntedankfeiern schon im dritten Jahrhundert. Heute fällt der Termin des Erntedankfestes meistens auf den ersten Sonntag im Oktober. In der Kirche schmücken Erntegaben wie Ähren und Garben, Gemüse, Früchte und Blumen als bunte Farbtupfer Altar und Kirchenräume. Erntekranz und Erntekrone verbleiben mancherorts als sichtbarer Schmuck und Symbol über das ganze Jahr.

Der Dank für die Ernte - also für die Grundlage des Überlebens - ist heute viel stärker als früher auch mit dem Gedanken an eine gerechte und humane Verteilung der Güter (der Ernte) in der ganzen Welt verbunden.





Entwurf: Nicole Elsenbach und Frank Fienborg, Hückeswagen
Motiv: Getreideähre in der Sonne Fotomotiv: "KORN-SONNE" Nr. 16595, Digitalstock GmbH; Bildautor: B. Wriedt
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. Oktober 2010
MiNr. 2826
 
Brigitte Am: 12.11.2010 06:37:13 Gelesen: 577948# 51 @  
Serie »Weihnachten 2010«: Maria mit Jesuskind (45+20)

Die Weihnachtsmarken werden zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfängerin der Zuschlagserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.

Schon im 14. Jahrhundert wurde in einigen römischen Kirchen die Geburt und die Anbetung des Christuskindes mit kleinen Figuren dargestellt. Ab Anfang des 16. Jahrhundert gab es in Italien die ersten eigenständigen Kirchenkrippen. Die oft sehr künstlerischen und wertvollen Figuren und Krippen wurden vor allem "bei Hofe" verwendet, weniger in Kirchen und anfangs nicht beim Volke. Die Möglichkeit, die Krippe zur Vermittlung und Veranschaulichung des christlichen Glaubens zu nutzen, wurde erst viel später erkannt.

Für die Münchner Liebfrauenkirche wurde ca. 1590 eine der frühesten Kirchenkrippen im nordalpinen Bereich gebaut. Um 1900 herum kaufte dann die Münchner Liebfrauenpfarrei bei dem herausragenden bayerischen Krippenkünstler Sebastian Osterrieder (1864-1932) Figuren für eine neue Domkrippe. Dies war die Basis für die Münchner Domkrippe, so wie wir sie heute kennen. Dargestellt sind die Geburt Christi und die Anbetung der Könige.

Maria mit Jesuskind
Die Darstellung der Geburt Christi beschränkt sich auf die zentralen Motive: Das Christuskind liegt auf einer Decke in der Futterkrippe, Maria sitzt daneben, Josef steht an ihrer Seite, und im Hintergrund lagern der Ochse und der Esel. Mutter und Kind sind als eine Figur gearbeitet, wodurch bei jeder Aufstellung die Beziehung der beiden zueinander gewahrt bleibt. Das Kind wendet sich mit ausgebreiteten Armen dem Betrachter zu. Die Füße hat es übereinander geschlagen, wodurch bereits das Thema der Kreuzigung anklingt.

Die Mutter ist ganz auf das Kind konzentriert, auf dessen Schlafstatt, am Haupt und an den Füßen, ihre Hände ruhen. Mit dieser Gestaltung der Gottesmutter entwickelt der Künstler eine zweifache Aussage: Einerseits kommt ihre mütterliche Fürsorge für das Neugeborene zum Ausdruck, andererseits zeigt sie dem Betrachter den Gottessohn, der für die Menschheit am Kreuz geopfert werden wird.





Entwurf: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: "Maria mit Jesuskind" 45 + 20 Foto: © Julia Warbanow, Berlin Krippe: Eigentum der Metropolitan- und Pfarrkirchestiftung "zu unserer lieben Frau" in München
Wert: 0,45 + 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,0 x 32,8 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. November 2010
MiNr. 2829
 
Brigitte Am: 18.11.2010 07:00:00 Gelesen: 577788# 52 @  
Serie »Weihnachten 2010«: Anbetung der Könige (55+25)

Die Weihnachtsmarken werden zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfängerin der Zuschlagserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.

Schon im 14. Jahrhundert wurde in einigen römischen Kirchen die Geburt und die Anbetung des Christuskindes mit kleinen Figuren dargestellt. Ab Anfang des 16. Jahrhundert gab es in Italien die ersten eigenständigen Kirchenkrippen. Die oft sehr künstlerischen und wertvollen Figuren und Krippen wurden vor allem "bei Hofe" verwendet, weniger in Kirchen und anfangs nicht beim Volke. Die Möglichkeit, die Krippe zur Vermittlung und Veranschaulichung des christlichen Glaubens zu nutzen, wurde erst viel später erkannt.

Für die Münchner Liebfrauenkirche wurde ca. 1590 eine der frühesten Kirchenkrippen im nordalpinen Bereich gebaut. Um 1900 herum kaufte dann die Münchner Liebfrauenpfarrei bei dem herausragenden bayerischen Krippenkünstler Sebastian Osterrieder (1864-1932) Figuren für eine neue Domkrippe. Dies war die Basis für die Münchner Domkrippe, so wie wir sie heute kennen. Dargestellt sind die Geburt Christi und die Anbetung der Könige.

Auch die Anbetung der Könige ist auf die zentralen Motive konzentriert. Unter einem Baum sitzt Maria, auf ihrem Schoß das Jesuskind. Zur Seite von Mutter und Kind steht Joseph. An die Familie sind die drei Könige herangetreten und bringen ihre Gaben. Über allem strahlt der Stern, der Kaspar, Melchior und Balthasar den Weg gewiesen hat. Mutter und Kind sind - wie in der anderen Szene - zu einer Figur gearbeitet.

Mit dem Knaben auf dem Schoß Mariens sind hier zwei traditionsreiche Motive der christlichen Bildsprache aufgegriffen: Maria ist, gemäß der Lauretanischen Litanei, als Sedes sapientiae, als Sitz der Weisheit ausgewiesen. Die drei Könige, die allesamt demutsvolle Gesten vollführen, huldigen dem Jesusknaben, der hier als die Verkörperung der Weisheit und als König der Könige dargestellt ist.





Entwurf: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: "Die Anbetung der Könige" 55 + 25 © Hans-Jürgen Stein; aus dem Buch "die schönsten Krippen" von Helmut O.J. Wagner
Wert: 0,55 + 0,25 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,0 x 32,8 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. November 2010
MiNr. 2830
 
Brigitte Am: 25.11.2010 07:00:00 Gelesen: 577584# 53 @  
750 Jahre Knappschaft

Als älteste Sozialversicherung der Welt hat die Knappschaft das deutsche und europäische Sozialsystem geprägt wie kaum eine andere Institution. Sie ist entstanden aus den besonderen Gefahren im Bergbau und der daraus erwachsenen Notwendigkeit einer sozialen Absicherung.

Der Ursprung der Knappschaft geht zurück auf eine Urkunde des Hildesheimer Bischofs Johann I. von Brakel vom 28. Dezember 1260, der Sankt Johannis Bruderschaft am Rammelsberg bei Goslar seinen Schutz zusichert bei der Unterstützung armer und schwacher Bergleute und deren Hinterbliebenen. In vielen Bereichen des Sozialwesens war die Knappschaft in den darauf folgenden Jahrhunderten vorbildhaft. Hier haben soziale Sicherung und Krankheitsfürsorge ihren Ursprung.

In der Geschichte der Knappschaft liegt die Geburtsstunde der Renten- und Krankenversicherung, der Hinterbliebenenversorgung, der ersten Rentenformel, der Sozialversicherungspflicht, der gemeinsamen Beitragszahlung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie der Begründung der sozialen Selbstverwaltung. Das alles sind Meilensteine auf dem Weg der Entwicklung unseres heutigen modernen Sozialstaates. Die Knappschaft hat in ihrer Geschichte bis heute einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung des Sozialsystems in Deutschland und darüber hinaus geleistet.





Entwurf: Gerhard Lienemeyer, Offenbach am Main
Motiv: "Das Frühstück" Fotografie © Chargesheimer/Museum Ludwig, Köln
Wert: 1,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. November 2010
MiNr. 2831
 
Brigitte Am: 02.12.2010 07:00:00 Gelesen: 577397# 54 @  
200. Geburtstag Fritz Reuter

Am 7. November 2010 jährt sich der Geburtstag des Dichters und Demokraten Fritz Reuter (1810 - 1874) zum 200. Mal.

Durch seine zumeist niederdeutsch geschriebenen Werke und durch sein Lebensschicksal hat sich Reuter dem kulturellen Gedächtnis eingeprägt. Bis heute besitzt Reuter eine große Popularität. Auch in der Gegenwart werden seine Werke, die in viele europäische Sprachen und ins Japanische übersetzt wurden, immer wieder neu aufgelegt.

Mit seinem Jahrhundertroman "Ut mine Stromtid" oder dem Versepos "Kein Hüsung" gehört Fritz Reuter zu den großen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts und zu den bedeutendsten Humoristen der deutschen Literatur. Die zu seiner Zeit unbeachtete Landbevölkerung und die im Leben "Unterliegenden" bekamen durch ihn eine Stimme.

Dem Werk Reuters kommt überzeitliche und aktuelle Bedeutung zu. In die Kulturen der Länder und Regionen Europas bringt es eine unverwechselbare Stimme aus Mecklenburg-Vorpommern ein. Wegen seines Einsatzes für Freiheit, Gerechtigkeit und die Einheit Deutschlands ist Fritz Reuter verfolgt und in Haft genommen worden; gleichwohl hat er an seinen Idealen festgehalten. Er war daher nicht nur ein bedeutender Dichter, sondern er zählt auch zu den großen Persönlichkeiten der deutschen Demokratiegeschichte.





Entwurf: Jens Müller und Karen Weiland, Düsseldorf
Motiv: Fritz-Reuter-Zitat und Portrait Foto "Fritz Reuter"© Fritz-Reuter-Literaturmuseum Stavenhagen
Wert: 1,00 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35,0 x 35,0 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. November 2010
MiNr. 2832
 
Brigitte Am: 09.12.2010 07:00:00 Gelesen: 577244# 55 @  
175 Jahre Eisenbahn in Deutschland

Am 7. Dezember 1835 um 9 Uhr ging die Dampflok "Adler" der Gesellschaft "Ludwigs-Eisenbahn" unter dem Jubel von tausenden von Menschen in Nürnberg auf die Jungfernfahrt. Die Fahrt nach dem nur 6 Kilometer entfernten Fürth mit 35 km/h und 200 Fahrgästen machte Nürnberg zum Geburtsort der Eisenbahn in Deutschland. Damals brach ein regelrechtes Eisenbahn-Fieber aus. 5 Jahre später umfasste das Streckennetz bereits 541 Kilometer. Die Dauer für das Überwinden der Entfernungen schrumpfte mit jedem Kilometer des Netzausbaues weiter und weiter. Fortschritt konnte rascher verbreitet werden, die - geschäftliche als auch die private - Kommunikation konnte viel schneller erfolgen. Die Beförderung der verschiedenartigsten Materialien erfolgte seit dem in größeren Mengen und nach festen Zeiten.

Heute ist die Bundesrepublik weltweit eines der Länder mit dem engsten Eisenbahnnetz. Das Streckennetz mit ca. 37.000 Kilometern wird täglich mit über 39.000 Zügen (Güter- und Personenverkehr) befahren und von über sechs Millionen Menschen genutzt. Im Jahr 2009 wurden weit über 300 Millionen Tonnen Fracht auf den deutschen Schienen befördert.

Der Eisenbahnverkehr ist mehr denn je international geprägt. Hochgeschwindigkeitszüge wie der ICE, der Thalys, der TGV und der Eurostar verbinden immer mehr Länder miteinander. Nirgendwo ist die Zahl konkurrierender Bahnunternehmen so hoch wie in Deutschland: 323 Eisenbahnverkehrsunternehmen sind auf deutschen Schienen unterwegs.

Auch in Zukunft ist die Schiene als Verkehrsträger gefragt. Angesichts wachsender Verkehrsströme und der Herausforderungen im Klimaschutz sind energieeffiziente und umweltschonende Verkehrslösungen wichtiger denn je.





Entwurf: Prof. Iris Utikal und Prof. Michael Gais, Qwer, Köln
Motiv: Radierung "Adler Eröffnungsfahrt", ©Deutsche Bahn AG, DB-Museum
Wert: 0,55 Euro
Druck: Kombinierter Offset-/Stichtiefdruck der Fa. Joh. Enschedé Security Print, Haarlem, Niederlande (da in Deutschland keine solchen Druckmaschinen für den Wertzeichendruck zur Verfügung stehen, müssen solche hochwertigen Ausgaben in ausländischen Druckereien, z.B. Enschede oder die ÖSD hergestellt werden)
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. November 2010
MiNr. 2833
 
Brigitte Am: 16.12.2010 07:00:00 Gelesen: 577055# 56 @  
Alpine Ski Weltmeisterschaften 2011

"Festspiele im Schnee", so lautet das Motto der FIS Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2011 in Deutschland. Sie werden nach 1978 bereits zum zweiten Mal in Garmisch-Partenkirchen stattfinden.

Rechtzeitig zu den Weltmeisterschaften im eigenen Land vom 7. bis 20. Februar 2011 rangiert eine große Zahl deutscher Sportler unter den Besten der Welt. Wettkampfstätten sind die Kandahar-Arena am Kreuzeck für die Disziplinen Abfahrt, Super-G und Riesenslalom und die Gudiberg-Arena für den Spezial- und den Kombinationsslalom.

Das Motto "Festspiele im Schnee" drückt aus, dass die WM mehr als nur eine Sportveranstaltung werden soll. Der frühere Wohnort des Komponisten Richard Strauss und Geburtsort des Dichters Michael Ende wird - neben den natürlich im Vordergrund stehenden Sportveranstaltungen - mit seinen vielen Veranstaltungsbühnen, seinen Museen und seinen Erinnerungen an die großen, in Garmisch-Partenkirchen beheimateten Namen ein umfangreiches und anspruchsvolles Kulturprogramm bieten.





Entwurf: Prof. Heribert Birnbach, Bonn
Motiv: Ski-Szene, Foto © THOMAS COEX/A.F.P.
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,2 x 26,2 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. November 2010
MiNr. 2834
 
Brigitte Am: 04.01.2011 06:28:35 Gelesen: 576585# 57 @  
Dauerbriefmarkenserie "Blumen"
Ballonblume 0,75 EUR

Die Serie "Blumen" will die Menschen mit modernen und gleichzeitig zeitlosen Motiven auf die Schönheit und Vielfalt der Blumen in Gärten und freier Natur in Deutschland aufmerksam machen. Die farbenfrohen und stimmungsvollen Darstellungen sollen dazu beitragen, die in unserer hektischen Zeit oft kaum mehr wahrgenommenen kleinen Freuden des Alltags wieder neu zu entdecken und zu genießen.

Die Ballonblume, auch "Chinesische Glockenblume" genannt, ist in Ostasien eine botanische und kulinarische Kostbarkeit mit großer Heilkraft. Daher hat sie in der Traditionellen Chinesischen Medizin eine große Bedeutung. Die je nach Wuchsort 25 bis 60 Zentimeter hoch werdende Staude besitzt eine rübenartige, Milchsaft führende Wurzel und blaugrüne in der Regel gegenständige vier bis sieben Zentimeter lange Blätter.

Sie wächst in Ihrer Heimat auf grasigen Hängen und Magerrasen im Hügel- und Bergland.1773 kam die Art aus Japan in den Botanischen Garten Wien und von dort 1812 in den Botanischen Garten Berlin. Als attraktives Glockenblumengewächs bereichert sie in Deutschland seit etwa 1870 die Gärten von Staudenfreunden. Unter der Bezeichnung "Platycodi radix" wird die Wurzeldroge als schleimlösendes Mittel bei Bronchitis und weiteren Erkrankungen der Atemwege, bei Mandelentzündung, Gastritis, Magengeschwüren, Durchfallerkrankungen und zur Cholesterinreduktion genutzt.





Entwurf: Stefan Klein & Olaf Neumann, Iserlohn
Motiv: Ballonblume (Foto © Klein und Neumann)
Wert: 0,75 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 21,5 x 30,13 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Januar 2011
MiNr. 2835
 
Brigitte Am: 10.01.2011 07:00:00 Gelesen: 576373# 58 @  
Serie: »Für die Wohlfahrtspflege 2011« Loriot - Der sprechende Hund

Die Wohlfahrtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden seit 60 Jahren zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfängerin der Pluserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrt e.V. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Wohlfahrtsmarken des Jahres 2011 zeigen vier Motive aus bekannten Zeichentrickfilmen von Loriot. Loriot weitet die Komik nicht auf gesellschaftliche Zustände oder menschliches Verhalten aus, nein, vielmehr stellt er diese Dinge klar strukturiert und unverwechselbar dar und erzeugt so die Komik. Er hält dem Betrachter in vielen Situationen des Alltags einen Spiegel vor.

Der sprechende Hund:
Hier nimmt Loriot die Vermenschlichung von Tieren auf's Korn und dass die "Herrchen" dabei immer das sehen, was sie auch sehen wollen, entgegen jeder Logik und entgegen jeglicher Beweise. Zudem wird auch die Medien-Zunft auf die Schippe genommen, die immer auf der Suche nach etwas Neuem, nach etwas Unfassbarem ist und alles veröffentlicht, sei es auch noch so unwahrscheinlich.

Dr. Sommer, der Besitzer eines Hundes, wird per Fernseh-Interview befragt, wie er es geschafft habe, seinem Hund das Sprechen beizubringen. In die Geräusche des Hundes wird durch Dr. Sommer alles mögliche hinein interpretiert. Es stellt sich heraus, dass - trotz des jahrelangen Trainings - der Hund überhaupt nicht sprechen kann. Ob dieser Feststellung des Interviewers zieht Dr. Sommer beleidigt von dannen.





Entwurf: Prof. Hans Günter Schmitz, Wuppertal
Motiv: Motive: © Loriot Gestaltung: © Prof. Hans Günter Schmitz "Der sprechende Hund"
Wert: 0,45 + 0,20 Euro
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Januar 2011
MiNr. 2836
 
Brigitte Am: 10.01.2011 07:00:00 Gelesen: 576373# 59 @  
Serie: »Für die Wohlfahrtspflege 2011« Loriot - Auf der Rennbahn

Die Wohlfahrtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden seit 60 Jahren zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfängerin der Pluserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrt e.V. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Wohlfahrtsmarken des Jahres 2011 zeigen vier Motive aus bekannten Zeichentrickfilmen von Loriot. Loriot weitet die Komik nicht auf gesellschaftliche Zustände oder menschliches Verhalten aus, nein, vielmehr stellt er diese Dinge klar strukturiert und unverwechselbar dar und erzeugt so die Komik. Er hält dem Betrachter in vielen Situationen des Alltags einen Spiegel vor.

Auf der Rennbahn:
Ein Kenner der Pferderenn-Szene steht neben einem gänzlich unbedarften, aber wie ein Insider ausgerüstete und gekleideten Neuling. Er versucht, diesem einige Dinge zu erklären, dieser richtet sein Augenmerk, sein Ohr und seine Gedanken auf ganz andere Dinge aus. Der von Wilhelm Bendow und Franz-Otto Krüger stammende Sketch wird von Loriot als Zeichentrick-Komik aufgelegt. Von diesem Stück bleibt die Frage des Neulings "Ja wo laufen sie denn?", als er die Pferde per Fernglas sucht, wohl lange haften.





Entwurf: Prof. Hans Günter Schmitz, Wuppertal
Motiv: Motive: © Loriot Gestaltung: © Prof. Hans Günter Schmitz "Auf der Rennbahn"
Wert: 0,55 + 0,25 Euro
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Januar 2011
MiNr. 2837

MiNr. 2843 selbstklebend, aus Markenheftchen 83
 
Brigitte Am: 10.01.2011 07:00:01 Gelesen: 576373# 61 @  
Serie: »Für die Wohlfahrtspflege 2011« Loriot - Herren im Bad

Die Wohlfahrtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden seit 60 Jahren zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfängerin der Pluserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrt e.V. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Wohlfahrtsmarken des Jahres 2011 zeigen vier Motive aus bekannten Zeichentrickfilmen von Loriot. Loriot weitet die Komik nicht auf gesellschaftliche Zustände oder menschliches Verhalten aus, nein, vielmehr stellt er diese Dinge klar strukturiert und unverwechselbar dar und erzeugt so die Komik. Er hält dem Betrachter in vielen Situationen des Alltags einen Spiegel vor.

Herren im Bad:
Ein Hotelgast nimmt ein Bad in der Badewanne eines anderen Gastes. Dieser will die "Macht" über seine Badewanne zurück haben. Am Anfang möchte er den ungebetenen Gast los werden, doch die Diskussionen über das Baden an sich, über die Wasser-Herrschaft und Badeente führen zu einem kindischen Wettbewerb, dem Tauchen. Doch darüber verliert der "Herr der Wanne" sein Ziel aus den Augen und der Fremde sitzt am Ende immer noch in seiner Wanne.





Entwurf: Prof. Hans Günter Schmitz, Wuppertal
Motiv: Motive: © Loriot Gestaltung: © Prof. Hans Günter Schmitz "Herren im Bad"
Wert: 0,55 + 0,25 Euro
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Januar 2011
MiNr. 2838
 
Brigitte Am: 10.01.2011 07:00:01 Gelesen: 576373# 60 @  
Serie: »Für die Wohlfahrtspflege 2011« Loriot - Das Frühstücksei

Die Wohlfahrtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden seit 60 Jahren zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfängerin der Pluserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrt e.V. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Wohlfahrtsmarken des Jahres 2011 zeigen vier Motive aus bekannten Zeichentrickfilmen von Loriot. Loriot weitet die Komik nicht auf gesellschaftliche Zustände oder menschliches Verhalten aus, nein, vielmehr stellt er diese Dinge klar strukturiert und unverwechselbar dar und erzeugt so die Komik. Er hält dem Betrachter in vielen Situationen des Alltags einen Spiegel vor.

Das Frühstücksei:
Loriot nutzt ein Frühstücksei und dessen Verzehr zum Nachweis seiner These, dass Männer und Frauen einfach nicht zusammenpassen. Das (wieder einmal) zu harte Frühstücksei schafft Spannungen und entwickelt sich von einer spitzen Bemerkung über ein deutlich Aneinander-Vorbei-Sprechen zu einer verbalen Auseinandersetzung, wobei wie bei "Eheleuten natürlich und üblich" anderes Streitpotential, das nichts mit dem Ei zu tun hat, mit in die Waagschale geworfen wird.





Entwurf: Prof. Hans Günter Schmitz, Wuppertal
Motiv: Motive: © Loriot Gestaltung: © Prof. Hans Günter Schmitz "Das Frühstücksei"
Wert: 1,45 + 0,55 Euro
Druck: Mehrfarbiger Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Januar 2011
MiNr. 2839
 
Brigitte Am: 17.01.2011 07:00:00 Gelesen: 576078# 62 @  
Serie »Deutsche Malerei:« Caspar David Friedrich - Der Wanderer über dem Nebelmeer

Dieses Bild drückt genau das aus, was man unter romantischer Landschaftsmalerei versteht: die Sicht in die Ferne, in das Unendliche und ein einsamer Mensch, fast verloren wirkend bei der Betrachtung der Natur, in der der Nebel, das unter im liegende Nebelmeer die Konturen verschwimmen lässt. Seit jeher wird mit der Darstellung eines Wanderers die Reise des Lebens, die Sehnsucht nach Erfüllung verbunden.

Diese Verbindung greift Friedrich zwar auf, kehrt sie aber bei diesem Bild um: Seine Figur ist bürgerlich gekleidet, also dadurch nicht als Wanderer sondern als neutraler Beobachter einzustufen. Dieser Beobachter, der auch wir selbst sein könnten, steht herausgehoben auf einem Gipfel und an einer nicht überschreitbaren Grenze; ein tiefer Abgrund trennt ihn von der vor ihm liegenden Landschaft. Die Felsen, auf denen er steht, sind für den Bildbetrachter eine Barriere, die unsere Sicht auf das verhindert, was der Wanderer selbst sieht.

Diese Barriere macht neugierig auf das, was darunter liegt aber auch auf die undefinierbare, nicht erreichbare Weite der Natur. Friedrich will damit ausdrücken, das durch eine Erfahrung mit Einsamkeit und unüberwindbaren Grenzen der Mensch das Jenseitige, die Weite und Unendlichkeit des Göttlichen sehen und anerkennen kann.





Entwurf: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: Bild "Der Wanderer über dem Nebelmeer" © bpk/ Hamburger Kunsthalle/ Elke Walford
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei Berlin GmbH
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Januar 2011
MiNr. 2840
 
Brigitte Am: 24.01.2011 07:00:00 Gelesen: 575672# 63 @  
»Deutsche National- und Naturparke:« Nationalpark Kellerwald-Edersee

Der Nationalpark Kellerwald-Edersee ist der einzige Nationalpark Hessens. Er schützt auf ca. 57 qkm einen der größten, zusammenhängenden Buchenwälder Europas.

Diese Laubwälder werden nicht mehr beforstet. Dadurch soll die Entstehung der "Natur von morgen" gefördert werden. Absterbende Bäume werden nicht entfernt, sondern zur Nutzung durch Tiere und als Dünger der künftigen Pflanzen und Bäume vor Ort liegen gelassen. Den auf diese Weise naturbelassenen und immer mehr "verwildernden" Nationalpark kann man sich durch Schluchten und Wiesentälern, vorbei an Felsen und Blockhalden und entlang von ruhigen Waldwiesen erwandern.

Jede Jahreszeit bietet dem Betrachter ein besonderes Schauspiel:
Im Frühling tauchen die Blattknospen der Buchen den ganzen Nationalpark in ein hellgrünes, wogendes Meer, wobei die Pfingstnelke (Mai/Juni) als "Juwel im Fels" eine besondere Attraktion ist. Im Sommer werden Wege und Ausflugsziele von Blätterdach der Buchen beschattet. Der "Indian Summer" verwandelt im Herbst den Park in eine gelb-rot-orangene Farbenpracht und der Winter lässt bei Schneefall vor allem die kleineren Bäume durch die entstehende Schneemütze wie Waldschrate und Gnome aussehen.

Am nördlichen Ende dieser Waldlandschaft erstreckt sich der Edersee, der je nach Sonneneinfall und Jahreszeit die Umgebung in den unterschiedlichsten Farben widerspiegelt.





Entwurf: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: Illustrative Darstellung der Wald- und Seelandschaft des Nationalparks Kellerwald-Edersee.
Wert: 1,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bagel Security Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Januar 2011
MiNr. 2841
 
Brigitte Am: 31.01.2011 07:00:00 Gelesen: 575343# 64 @  
Segelflug auf der Wasserkuppe

Bei einer Erkundungstour von Flugpionieren im Jahr 1911 wurde in der Rhön die Wasserkuppe, der höchste Berg Hessens, als geeigneter Ausgangspunkt ihrer Versuche erkannt.

Ausschlaggebend hierfür waren die sanft abfallenden, ebenen Hänge. Im Juli 1911 führten diese Pioniere bereits Flüge von über 100 Metern Länge und in 5-6 Metern Höhe durch. Dies war quasi die Entdeckung der Wasserkuppe als "Wiege des Segelfluges". Die Wasserkuppe zog immer mehr Flieger und Flugbegeisterte an, die gemeinsam in großen Flieger-Lagern lebten und fast täglich ihr Können beweisen und ihre Fluggeräte testen konnten.

1912 wurde bereits der erste Rekordflug geflogen. Er hatte bis 1920 bestand. Ab 1920 wurden Rhön-Segelflug-Wettbewerbe als ständige Veranstaltungen durchgeführt. Hier trafen sich dann immer Flieger aus der ganzen Welt. Durch die aus den Wettstreiten gewonnenen Erkenntnisse wurde die Technik der Segelflugzeuge rasant weiterentwickelt.

Im Jahr 1923 wurde das Fliegerdenkmal am Westhang eingeweiht. Diesem Ereignis wohnten ca. 30.000 Segelflugbegeisterte bei. Seit 1924 existiert auf der Wasserkuppe eine Fliegerschule. Sie ist die älteste Fliegerschule der Welt.

Einer dieser Rhön-Segelflug-Wettbewerbe, das Treffen im Jahre 1937, gilt als 1. Weltmeisterschaft im Segelflug. Seit damals hat sich jedoch das Bild rund um die Wasserkuppe geändert. Zwar sind die Segelflieger immer noch die weitaus größte Gruppe am Berg, doch auch Modellflug, Drachen- und Gleitschirmflieger bestimmen das Bild der Wasserkuppe.

Im "Deutschen Segelflugmuseum" auf der Wasserkuppe kann man sich die meisten Exponate und restaurierten Flugzeuge auf der ganzen Welt betrachten und so den Werdegang des Segelfliegens nachvollziehen.





Entwurf: Elisabeth Hau, Nürnberg
Motiv: Segelflugzeug auf der Wasserkuppe um 1920; Bildvorlage: Archiv Georg Brütting
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Januar 2011
MiNr. 2842
 
Brigitte Am: 03.02.2011 18:01:33 Gelesen: 575192# 65 @  
Serie »Weltkulturerbe der UNESCO« - Alte Stadt Nara-Yakushi-ji

Die Errichtung des Tempels Yakushi-ji geht auf ein Gelübde von Kaiser Temmu im Jahr 680 zurück, das er mit der Bitte um Genesung der Kaiserin Jito von einer Krankheit abgelegt hatte. Der Tempel wurde im Jahr 697 vollendet. An die Haupthalle im Zentrum schließen sich die beiden Östlichen und Westlichen Pagoden, die Große Predigthalle sowie die Korridorhallen an. Insbesondere die Große Halle (Kondo) und die Pagoden mit ihren eingefügten Zwischendächern (Mokoshi), die als schönes Merkmal des "Drachenpalast-Stils" bezeichnet werden, haben die Menschen zu allen Zeiten mit ihrer Eleganz fasziniert. Das für diese Briefmarke gewählte Motiv zeigt die Haupthalle sowie die Östliche und Westliche Pagode von der Großen Predigthalle aus gesehen.





Entwurf: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Tempel Yakushi-ji in Nara
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Februar 2011
MiNr. 2844
 
Brigitte Am: 10.02.2011 07:00:00 Gelesen: 574957# 66 @  
Serie »Weltkulturerbe der UNESCO« - Altstadt Regensburg

Die Regensburger Altstadt wurde 2006 zusammen mit dem nördlich der Donau gelegenen Stadtteil Stadtamhof in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes eingetragen. Anlass dafür war der für Deutschland einzigartige romanische und gotische Baubestand Regensburgs, der bis heute ein authentisches Bild einer europäischen Binnenhandelsstadt des Mittelalters darstellt.

Überragt wird die Regensburger Altstadt vom gotischen Dom St. Peter, der nach einem Brand des karolingisch-romanischen Vorgängerbaus ab 1273 errichtet wurde. Um 1520 war er im Wesentlichen vollendet. Weitere große Wahrzeichen der Stadt sind die 1135 - 1146 erbaute Steinerne Brücke, eine Meisterleistung romanischer Ingenieurskunst und lange Zeit der einzige gemauerte Donauübergang östlich von Ulm, sowie das Alte Rathaus mit dem Reichssaal, einem der bedeutendsten mittelalterlichen, kommunalen Profanbauten Deutschlands.





Entwurf: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Regensburger Dom
Wert: 0,75 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Februar 2011
MiNr. 2845
 
Brigitte Am: 17.02.2011 07:00:00 Gelesen: 574707# 67 @  
200. Geburtstag Franz Liszt

Franz Liszt, geboren am 22. Oktober 1811 in Raiding nahe Sopron, gestorben am 31. Juli 1886 in Bayreuth während der Wagner-Festspiele, gilt als größter Klaviervirtuose der Musikgeschichte. Ihm gelangen geniale Kompositionen und er erlebte große Triumphe. Seit 1848 arbeitete er in Weimar als Komponist und Hofkapellmeister.

Privat war er mit der russisch-polnischen Fürstin Carolyne von Sayn-Wittgenstein liiert. Er setzte sich für die Opern des seinerzeit umstrittenen und im Schweizer Exil lebenden Richard Wagner ein. Liszt schuf eigene "Sinfonische Dichtungen" für Orchester als neuartige Symbiosen von Musik und Poesie: "Neu-Weimar". Mit besonders auserwählten Schülern und renommierten Gästen aus Europa rief er in der "Altenburg" ein künstlerisches Leben, das in den europäischen Hauptstädten seinesgleichen suchte.

Von 1861 bis zum Ende des Jahrzehnts lebte er in Rom und komponierte geistliche Werke. Von 1869 bis 1886 pendelte er alljährlich zwischen Weimar, Rom und Budapest und führte ein dreigeteiltes Leben als umschwärmter Klavierpädagoge.

Sein Wahlspruch lautete:
"Genie oblige"/"Genie verpflichtet"





Entwurf: Jens Müller und Karen Weiland, Düsseldorf
Motiv: 200. Geburtstag Franz Liszt
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Februar 2011
MiNr. 2846
 
Brigitte Am: 24.02.2011 07:00:00 Gelesen: 574459# 68 @  
Zweiburgenblick im Werratal

Der Zweiburgenblick im Werratal ist ein beliebtes Motiv bei Malern und Fotografen. Zu beiden Seiten der Werra erheben sich die Burg Ludwigstein in Hessen und die Burgruine Hanstein in Thüringen. Die Burgen prägen das Werratal und erzeugen beim Betrachten einen malerischen Eindruck von der Unberührtheit der Natur.

Aber das Werratal und insbesondere der Zweiburgenblick waren über Jahrzehnte auch mahnende Symbole der Deutschen Teilung. Mitten im Werratal verlief die unüberwindbare Grenze zwischen Hessen und Thüringen. Heute ist der Blick zu einem Symbol für die Überwindung der Teilung und das Zusammenwachsen Deutschlands geworden.
Der heute als Jugendburg genutzte Ludwigstein und die Burgruine Hanstein sind beliebte Ausflugsziele in der Urlaubsregion Werratal und haben für Besucher ganzjährig geöffnet.





Entwurf: Joachim Rieß, Chemnitz
Motiv: Zweiburgenblick im Werratal
Wert: 0,90 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. Februar 2011
MiNr. 2847
 
Brigitte Am: 03.03.2011 09:55:29 Gelesen: 574229# 69 @  
Serie »Post«: Die vier Elemente - Wasser

Die Briefmarken-Serie "Post" rückt das Medium Brief in das Bewusstsein der Menschen und betont, dass auf Papier geschriebene und als Brief verschickte Botschaften auch im Zeitalter von digitalen Medien unverzichtbar sind und vom Empfänger persönlicher und privater empfunden werden als SMS und E-Mail.

Die Marken der Serie "Post" sind 2011 den "vier Elementen" gewidmet. Seit Menschengedenken bestimmen die Elemente "Wasser", "Erde", "Feuer" und "Luft" das Leben der Menschen. Als unverzichtbare Grundlagen des Lebens sind sie in ihren unkontrollierbaren Extremformen als Naturgewalten zugleich aber auch bedrohlich.

Bereits seit Menschengedenken versucht der Mensch, diese vier Elemente zu begreifen und zu erforschen, ja sogar zu beherrschen. Durch die Forschung werden Gemeinsamkeiten (Sauerstoff), Abhängigkeiten (Witterung) und Unvereinbares (Feuer-Wasser) herausgestellt. Die Menschheit ist jedoch trotz des enormen Wissens dabei, aus Eigennutz, Uneinsichtigkeit und Gier an den Ursprungszuständen der vier Elemente erheblich zu rütteln. Ungeachtet aller Voraussagen und bereits jetzt merkbarer Auswirkungen verändert der Mensch das Zusammenwirken dieser Elemente zum Nachteil unserer Welt.

Das Wasser löscht den Durst und ist Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen, bedroht aber durch Flut und Überschwemmungen. Naturwissenschaftlich betrachtet ist Wasser eine chemische Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff und kommt als einziger Stoff in allen drei Aggregatzuständen vor. Fest in Form von Eis, flüssig in Bächen und Seen und gasförmig in Wasserdampf und Wolken. Aber auch aus Sicht von Religion und Brauchtum spielt Wasser oft eine bedeutende Rolle. Es steht für Reinheit und Ursprünglichkeit und ist bei Taufen und rituellen Waschungen wesentlicher Bestandteil der religiösen Praxis.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: "Wasser", "Grünes Blatt mit Wassertropfen": Pefkos © http://www.fotolia.de
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. März 2011
MiNr. 2852
 
Brigitte Am: 10.03.2011 07:00:00 Gelesen: 573912# 70 @  
Serie »Post«: Die vier Elemente - Erde

Die Briefmarken-Serie "Post" rückt das Medium Brief in das Bewusstsein der Menschen und betont, dass auf Papier geschriebene und als Brief verschickte Botschaften auch im Zeitalter von digitalen Medien unverzichtbar sind und vom Empfänger persönlicher und privater empfunden werden als SMS und E-Mail.

Die Marken der Serie "Post" sind 2011 den "vier Elementen" gewidmet. Seit Menschengedenken bestimmen die Elemente "Wasser", "Erde", "Feuer" und "Luft" das Leben der Menschen. Als unverzichtbare Grundlagen des Lebens sind sie in ihren unkontrollierbaren Extremformen als Naturgewalten zugleich aber auch bedrohlich.

Bereits seit Menschengedenken versucht der Mensch, diese vier Elemente zu begreifen und zu erforschen, ja sogar zu beherrschen. Durch die Forschung werden Gemeinsamkeiten (Sauerstoff), Abhängigkeiten (Witterung) und Unvereinbares (Feuer-Wasser) herausgestellt. Die Menschheit ist jedoch trotz des enormen Wissens dabei, aus Eigennutz, Uneinsichtigkeit und Gier an den Ursprungszuständen der vier Elemente erheblich zu rütteln. Ungeachtet aller Voraussagen und bereits jetzt merkbarer Auswirkungen verändert der Mensch das Zusammenwirken dieser Elemente zum Nachteil unserer Welt.

Die Erde lässt Pflanzen wachsen, zerstört bei Erdbeben aber riesige Landstriche, Gebäude, ja ganze Städte. Die Erde setzt sich aus Mineralien, Wasser und Luft in den verschiedensten Ausprägungen zusammen und bildet so den Lebensraum vieler Organismen, ist aber auch "Spender" der für den Menschen wichtigen Rohstoffe. Das Sinnbild der "Mutter Erde" wurde im Laufe der Menschheitsentwicklung von vielen Kulturen und Religionen zum Mittelpunkt des Weltbildes erhoben.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: "Erde", Foto "Sanddüne": Galyna Andrushko © http://www.fotolia.de
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. März 2011
MiNr. 2853
 
Brigitte Am: 17.03.2011 07:00:00 Gelesen: 573634# 71 @  
Serie »Post«: Die vier Elemente - Feuer

Die Briefmarken-Serie "Post" rückt das Medium Brief in das Bewusstsein der Menschen und betont, dass auf Papier geschriebene und als Brief verschickte Botschaften auch im Zeitalter von digitalen Medien unverzichtbar sind und vom Empfänger persönlicher und privater empfunden werden als SMS und E-Mail.

Die Marken der Serie "Post" sind 2011 den "vier Elementen" gewidmet. Seit Menschengedenken bestimmen die Elemente "Wasser", "Erde", "Feuer" und "Luft" das Leben der Menschen. Als unverzichtbare Grundlagen des Lebens sind sie in ihren unkontrollierbaren Extremformen als Naturgewalten zugleich aber auch bedrohlich.

Bereits seit Menschengedenken versucht der Mensch, diese vier Elemente zu begreifen und zu erforschen, ja sogar zu beherrschen. Durch die Forschung werden Gemeinsamkeiten (Sauerstoff), Abhängigkeiten (Witterung) und Unvereinbares (Feuer-Wasser) herausgestellt. Die Menschheit ist jedoch trotz des enormen Wissens dabei, aus Eigennutz, Uneinsichtigkeit und Gier an den Ursprungszuständen der vier Elemente erheblich zu rütteln. Ungeachtet aller Voraussagen und bereits jetzt merkbarer Auswirkungen verändert der Mensch das Zusammenwirken dieser Elemente zum Nachteil unserer Welt.

Das Feuer wärmt und spendet Helligkeit, zerstört aber durch Brand. Naturwissenschaftlich betrachtet werden bei einem Feuer Licht und Wärme abgegeben. Ein unbeherrschtes Feuer wie z.B. nach einer Selbstentzündung, einem Blitzschlag oder einem Vulkanausbruch kann riesige Landstriche bedrohen. Doch Feuer fasziniert - trotz allem - den Menschen immer wieder, ob am Lager- oder am Kaminfeuer. Negative Auswirkung der Faszination sind die oft vorkommenden Brandstiftungen seitens eines Menschen. Die ältesten Spuren deuten darauf hin, dass der Mensch bereits vor ca. 800.000 Jahren lernte, Feuer zu machen und es zu nutzen.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: "Feuer", Foto "Vulkanausbruch bei Nacht": Vulkanisator © http://www.fotolia.de
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. März 2011
MiNr. 2854
 
Brigitte Am: 24.03.2011 07:00:00 Gelesen: 573307# 72 @  
Serie »Post«: Die vier Elemente - Luft

Die Briefmarken-Serie "Post" rückt das Medium Brief in das Bewusstsein der Menschen und betont, dass auf Papier geschriebene und als Brief verschickte Botschaften auch im Zeitalter von digitalen Medien unverzichtbar sind und vom Empfänger persönlicher und privater empfunden werden als SMS und E-Mail.

Die Marken der Serie "Post" sind 2011 den "vier Elementen" gewidmet. Seit Menschengedenken bestimmen die Elemente "Wasser", "Erde", "Feuer" und "Luft" das Leben der Menschen. Als unverzichtbare Grundlagen des Lebens sind sie in ihren unkontrollierbaren Extremformen als Naturgewalten zugleich aber auch bedrohlich.

Bereits seit Menschengedenken versucht der Mensch, diese vier Elemente zu begreifen und zu erforschen, ja sogar zu beherrschen. Durch die Forschung werden Gemeinsamkeiten (Sauerstoff), Abhängigkeiten (Witterung) und Unvereinbares (Feuer-Wasser) herausgestellt. Die Menschheit ist jedoch trotz des enormen Wissens dabei, aus Eigennutz, Uneinsichtigkeit und Gier an den Ursprungszuständen der vier Elemente erheblich zu rütteln. Ungeachtet aller Voraussagen und bereits jetzt merkbarer Auswirkungen verändert der Mensch das Zusammenwirken dieser Elemente zum Nachteil unserer Welt.

Die Luft brauchen wir zum Atmen, doch bei Sturm entwickelt der Wind seine zerstörerische Kraft z.B. bei Orkanen und Tornados. Die Luft, das Gemisch verschiedener Gase (78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff, 1 % Kohlendioxid und andere Gase bei "guter Luft") reicht bis in eine Höhe von ca. 20 Kilometern. Durch die Unterschiede bei der Erwärmung der Luft entsteht der Wind (immer in Richtung der kühleren Schicht bzw. Region). Die Luft, der Wind spielt auch in vielen Religionen eine Rolle. In der Bibel ist der Wind z.B. ein Symbol für den Heiligen Geist.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: "Luft", Foto "Blauer Himmel mit Wolken": Brenda Anderson © http://www.fotolia.de Foto "Möwe": Svetlana Privezentseva © http://www.fotolia.de
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 03. März 2011
MiNr. 2855
 
Brigitte Am: 08.04.2011 05:53:59 Gelesen: 572759# 73 @  
Serie »Für den Sport«: Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011: Torhüterin (45+20)

Mit der Briefmarkenserie "Für den Sport" unterstützt das Bundesministerium der Finanzen die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Die zusätzlichen Erlöse fließen in die Förderung des Spitzen- und Leistungssports. Die Sporthilfe unterstützt damit jährlich 4.000 Spitzen- und Nachwuchsathleten sowie 600 junge Talente in den Sportinternaten mit rund 12 Millionen Euro. Die Serie "Für den Sport" ist 2011 bedeutenden Sportereignissen, die in Deutschland ausgetragen werden, gewidmet.

FIFA Frauen-WM 2011 - Leidenschaft verbindet
Der Frauen- und Mädchenfußball hat sich in den letzten Jahren sehr schnell entwickelt. Dieser Erfolg ist in erster Linie den beachtlichen Erfolgen der deutschen Frauen-Nationalmannschaft zu verdanken. Hier sind sieben EM-Titel und zwei WM-Titel (2003, 2007) zu verbuchen. 2011 soll nun der dritte WM-Titel und dies bei der Frauen-WM vom 26.06.2011 bis zum 17.07.2011 im eigenen Land errungen werden. Die Frauen-WM findet zum ersten Mal in Deutschland statt. Man hofft wie fünf Jahre zuvor auf volle Stadien und bundesweite Begeisterung. Es wird jedoch eine etwas andere Art der Begeisterung sein: familiärer (schon alleine aufgrund der kleineren Stadien) und wahrscheinlich auch nicht so überschäumend wie 2006. Ein "Sommermärchen" kann es trotzdem werden, aber eben eine Nummer kleiner.

Austragungsorte sind Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg.

Leider wird der Frauen- und Mädchenfußball noch viel verkannt; auch die Medienrepräsentanz (z.B. die Berichterstattung über Bundesliga-Spiele o.ä. im TV) lässt noch viel Luft nach oben. Bereits im "Kleinen", bei den Mädchen-Spielklassen fehlt auch noch viel Akzeptanz und Unterstützung durch Eltern und Vereine, so dass die Qualität und Attraktivität dieses Fußballs noch meist im Verborgenen bleibt. Der Frauen- und Mädchenfußball hat die gleichen Regeln wie der Fußball bei Männern und Jungen, er wird nur auf eine andere Art und Weise vorgetragen (so wie es bei Handball, Volleyball, Basketball usw. auch unterschiedliche Darbietungsweisen gibt). "Der Frauenfußball hat eine große Chance, sich mit seinen besonderen Werten rund um den Erdball weiter zu entwickeln. Hierfür kann und muss diese WM einen kräftigen Schub geben", sagt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, der große Förderer und Fan des Frauenfußballs.





Entwurf: Prof. Hennig Wagenbreth, Berlin
Motiv: Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen: Torhüterin
Wert: 45 + 20 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. April 2011
MiNr. 2857
 
Brigitte Am: 11.04.2011 07:00:00 Gelesen: 572656# 74 @  
Serie »Für den Sport«: Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2011: Stürmerin (55+25)

Mit der Briefmarkenserie "Für den Sport" unterstützt das Bundesministerium der Finanzen die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Die zusätzlichen Erlöse fließen in die Förderung des Spitzen- und Leistungssports. Die Sporthilfe unterstützt damit jährlich 4.000 Spitzen- und Nachwuchsathleten sowie 600 junge Talente in den Sportinternaten mit rund 12 Millionen Euro. Die Serie "Für den Sport" ist 2011 bedeutenden Sportereignissen, die in Deutschland ausgetragen werden, gewidmet.

FIFA Frauen-WM 2011 - Leidenschaft verbindet
Der Frauen- und Mädchenfußball hat sich in den letzten Jahren sehr schnell entwickelt. Dieser Erfolg ist in erster Linie den beachtlichen Erfolgen der deutschen Frauen-Nationalmannschaft zu verdanken. Hier sind sieben EM-Titel und zwei WM-Titel (2003, 2007) zu verbuchen. 2011 soll nun der dritte WM-Titel und dies bei der Frauen-WM vom 26.06.2011 bis zum 17.07.2011 im eigenen Land errungen werden.

Die Frauen-WM findet zum ersten Mal in Deutschland statt. Man hofft wie fünf Jahre zuvor auf volle Stadien und bundesweite Begeisterung. Es wird jedoch eine etwas andere Art der Begeisterung sein: familiärer (schon alleine aufgrund der kleineren Stadien) und wahrscheinlich auch nicht so überschäumend wie 2006. Ein "Sommermärchen" kann es trotzdem werden, aber eben eine Nummer kleiner.

Austragungsorte sind Augsburg, Berlin, Bochum, Dresden, Frankfurt, Leverkusen, Mönchengladbach, Sinsheim und Wolfsburg.

Leider wird der Frauen- und Mädchenfußball noch viel verkannt; auch die Medienrepräsentanz (z.B. die Berichterstattung über Bundesliga-Spiele o.ä. im TV) lässt noch viel Luft nach oben. Bereits im "Kleinen", bei den Mädchen-Spielklassen fehlt auch noch viel Akzeptanz und Unterstützung durch Eltern und Vereine, so dass die Qualität und Attraktivität dieses Fußballs noch meist im Verborgenen bleibt.

Der Frauen- und Mädchenfußball hat die gleichen Regeln wie der Fußball bei Männern und Jungen, er wird nur auf eine andere Art und Weise vorgetragen (so wie es bei Handball, Volleyball, Basketball usw. auch unterschiedliche Darbietungsweisen gibt). "Der Frauenfußball hat eine große Chance, sich mit seinen besonderen Werten rund um den Erdball weiter zu entwickeln. Hierfür kann und muss diese WM einen kräftigen Schub geben", sagt DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger, der große Förderer und Fan des Frauenfußballs.





Entwurf: Prof. Hennig Wagenbreth, Berlin
Motiv: Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen: Stürmerin
Wert: 55 + 20 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. April 2011
MiNr. 2858
 
Brigitte Am: 15.04.2011 07:00:00 Gelesen: 572500# 75 @  
Serie »Für den Sport«: Turn-Europameisterschaft in Berlin 2011 (55+25)

Vom 04. bis 10. April 2011 finden in der Max-Schmeling-Halle in Berlin die Europameisterschaften im Geräteturnen der Männer und Frauen mit Teilnehmern aus 38 Ländern statt. Insgesamt werden dann zwölf Titel vergeben: Mehrkampf der Frauen und Männer, bei Frauen im Sprung, Stufenbarren, Schwebebalken und Boden sowie bei den Männern am Boden, Pauschenpferd, Ringe, Sprung, Barren und Reck.

Besonders bedeutend sind die Wettkämpfe in Berlin auch in Zusammenhang mit der Olympiade 2012 in London: die in Berlin errungenen Platzierungen zählen gemeinsam mit den bei der WM in Tokio (Oktober 2011) erreichten Platzierungen als Qualifikation für die Olympiade.





Entwurf: Prof. Hennig Wagenbreth, Berlin
Motiv: Turn-Europameisterschaften in Berlin
Wert: 55 + 25 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. April 2011
MiNr. 2859
 
Brigitte Am: 23.04.2011 07:00:00 Gelesen: 572250# 76 @  
Serie »Für den Sport«: Hockey-Europameisterschaft in Mönchengldbach 2011 (145+55)

Vom 20. bis 28. August wird in Mönchengladbach der Europameister der Männer und parallel dazu der Europameister der Frauen ausgespielt. Teilnehmer bei den Männern sind Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Irland, Niederlande, Russland und Spanien; bei den Frauen wirken Aserbaidschan, Belgien, Deutschland, England, Irland, Italien, Niederlande und auch Spanien mit.
Bisher fanden in Deutschland Hockey-Europameisterschaften nur als Einzel-Veranstaltungen - also Frauen und Männer getrennt - statt.

Während die Frauen bei der ersten und einzigen Heim-EM 1999 Platz 2 sowie den einzigen EM-Titel 2007 (in Manchester) errangen, sehen die Erfolge bei den Männern schon etwas besser aus: Insgesamt erreichten sie 6 EM-Titel, 2 WM-Titel (2002, 2006) sowie einen Olympiasieg (2008). Bei den beiden bisherigen Heim-EM belegten sie den
1. Platz (1978) und den 3. Platz (2005).





Entwurf: Prof. Hennig Wagenbreth, Berlin
Motiv: Hockey-Europameisterschaften in Mönchengladbach
Wert: 145 + 55 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. April 2011
MiNr. 2860
 
Brigitte Am: 29.04.2011 07:00:00 Gelesen: 572040# 77 @  
Fachwerkbauten »Rathaus Alsfeld« (Hessen)

Der Rathausbau von 1512-16 prägt den Marktplatz der mittelhessischen Stadt Alsfeld. Das steinerne Erdgeschoss des anspruchsvollen Bauwerks ist durch große Spitzbogenarkaden als Markthalle gestaltet. Darüber erheben sich zwei Geschosse in klarer, schnörkelloser und kräftig dimensionierter Fachwerkkonstruktion.

Das Gerüst des Stockwerkbaus, zu zwei Seiten hin zudem von hervortretenden Runderkern mit spitz aufragenden Dachhelmen gegliedert, zeigt dabei bereits die Formensprache und die Konstruktionsprinzipien der frühen Neuzeit. Eine steile Satteldachkonstruktion mit Krüppelwalmen trägt maßgeblich zu der gleichzeitig grazil, wie baulich dominant wirkenden Erscheinung des Gebäudes bei.

Das Rathaus in Alsfeld zählt ungeachtet seiner spätmittelalterlichen Gesamterscheinung zu den besonders frühen Beispielen des neuzeitlichen Fachwerkbaus in Mitteldeutschland.





Entwurf: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Frühneuzeitlicher Fachwerkbau in Alsfeld
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH & Co., Berlin
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. April 2011
MiNr. 2861
 
Brigitte Am: 02.05.2011 07:00:00 Gelesen: 571929# 78 @  
Fachwerkbauten in Hartenstein (Sachsen)

Der nach einer Inschrift in einer Kartusche über dem Eingangsportal 1625 errichtete Gasthof "Weißes Roß" zu Hartenstein (Sachsen, Erzgebirge) beherrscht die Westseite des dahin ansteigenden Marktplatzes. In Ecklage zur Straße nach Zwickau erhebt sich zum Markt über dem in Stein errichteten, verputzten Erdgeschoss ein stattlicher Fachwerkgiebel unter einem Krüppelwalm. Das Erdgeschoss zeigt durch das außermittig angeordnete, reich gezierte Portal mit vorgelegter Treppe die zu Markt und Straße orientierte ehemalige große Gaststube.

Das Fachwerk gehört mit seiner Zier zu den prächtigsten Beispielen in Sachsen. Durch den frühen Steinbau hat sich der Fachwerkbau im Gebiet des heutigen Freistaates nicht so reich entwickelt wie in anderen Regionen. Im Erzgebirge sind dennoch aufwändig gezierte Gefüge errichtet worden, die Einflüsse aus den Fachwerkhauslandschaften in Thüringen, Franken und Hessen zeigen.

Dazu gehören am Gasthof in Hartenstein die mit Schiffskehlen gezierten Füllhölzer und Schwellen, doppelte Andreaskreuze und auch die V-förmig in die Gefache zwischen den Fensterachsen eingefügten Hölzer. Das lineare Erscheinungsbild der Zier entspricht der Bauzeit des Hauses, bewegte Formen zeigen erst jüngere Fachwerke in Sachsen ab der Mitte des 17. Jahrhunderts.





Entwurf: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Frühneuzeitlicher Fachwerkbau in Hartenstein (Sachsen)
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH & Co., Berlin
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. April 2011
MiNr. 2862
 
Brigitte Am: 10.05.2011 14:56:15 Gelesen: 571566# 79 @  
Serie »Europa« Wald

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. In allen 48 Mitgliedsländern der europäischen Organisation "PostEurop" wird daher eine Europa-Marke zum Thema "Wald" herausgegeben.

Die biologische, ökologische und klimatische Rolle der Wälder ist für das Leben auf der Erde von unschätzbarem Wert. Der Verlust der Wälder bedeutet auch den Verlust der biologischen Vielfalt und die Veränderung des Klimas.
Seit Urgedenken nutzen auch die Menschen die Wälder. Die Rodung der Wälder bei nicht gleichzeitiger Aufforstung haben bereits früheren Kulturen derart geschadet, dass sie nicht mehr existent sind. Doch der Mensch hat anscheinend daraus nicht viel gelernt: die rücksichtslose Rodung der Wälder im tropischen Regenwald, das rigorose Fällen von uraltem und nicht schnell ersetzbarem Baumbestand haben bereits zu merklichen Veränderungen der Flora, Fauna und auch des Klimas geführt. Deswegen gehört die Erhaltung, die Aufforstung von Wäldern zu einer der größten globalen Aufgaben.

Auch die Erhaltung des Klimas ist für den Baumbestand von allergrößter Bedeutung: Bäume können nur dort wachsen, wo es im Verlauf eines Jahres längere Zeit über 5° C ist, ansonsten kann die Produktion des Holzstoffes, die Lignin-Synthese nicht mehr funktionieren.

Auch in Deutschland hat sich der Waldbestand enorm verkleinert. So ist nur noch ungefähr ein Drittel der Fläche mit Wald bedeckt. Den Wald weltweit zu schützen und aufzuforsten bedeutet, vor der eigenen Haustüre, im eigenen Land anzufangen.





Entwurf: Prof. Hans Peter Hoch und Andreas Hoch, Baltmannsweiler
Motiv: Lichteinfall im Wald
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,2 x 26,2 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 05. Mai 2011
MiNr. 2864
 
Brigitte Am: 20.05.2011 07:00:00 Gelesen: 571175# 80 @  
150 Jahre Industrie- und Handelskammertag

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag besteht am 13. Mai 2011 seit 150 Jahren. Der DIHK ist die Dachorganisation der 80 deutschen Industrie- und Handelskammern (IHKs), deren Standorte das Briefmarkenmotiv aufgreift.
Für seine Mitglieder vertritt der DIHK die Interessen der Wirtschaft gegenüber der Politik in Berlin und Brüssel.

Die Themenpalette reicht von der Aus- und Weiterbildung über die Steuer- und Finanzpolitik bis hin zu Fragen der Umwelt- und Energiepolitik und weiteren Gebieten der Wirtschaftspolitik - alles politische Entscheidungen, von deren Auswirkungen Unternehmen unmittelbar betroffen sind. 3,6 Millionen Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sind gesetzliche Mitglieder der IHKs. Das ermöglicht dem DIHK eine ausgleichende und abwägende Meinungsbildung, verpflichtet ihn zugleich aber auch dazu.

Der DIHK fördert zudem den Erfahrungsaustausch zwischen den IHKs und informiert über Änderungen der Rahmenbedingungen für Unternehmen, die mit politischen Entscheidungen einher gehen. Der Dachverband unterstützt die IHKs bei der Durchführung hoheitlicher Aufgaben, z.B. im Bereich der Ausbildungs- und Weiterbildungsprüfungen.

Der DIHK ist ein eingetragener Verein, dessen Mitglieder wiederum die IHKs als öffentlichrechtliche Körperschaften sind.
Gegründet wurde der damalige Deutsche Handelstag (DHT) in Heidelberg. Zum ersten Präsidenten wurde David Hansemann gewählt, der 1859/1860 schon Präsident des Preußischen Handelstages war.
Im Jahr 1918 wurde der DHT dann in Deutscher Industrie- und Handelstag (DIHT) umbenannt. Seit 1999 hat er seinen Sitz in Berlin. 2001 erfolgte die Umbenennung in DIHK.





Entwurf: Nadine Nill, Mössing
Motiv: IHK Standorte in Deutschland DIHK-Logo © DIHK
Wert: 1,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,2 x 26,2 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 05. Mai 2011
MiNr. 2865
 
Brigitte Am: 25.05.2011 07:00:01 Gelesen: 570909# 81 @  
150 Jahre Wallraff-Richartz-Museum

1818 vermacht Ferdinand Franz Wallraf seiner Heimatstadt Köln testamentarisch eine bedeutende Sammlung an Kunstwerken der unterschiedlichsten Art, darunter Altarbilder und andere Gemälde, Buchmalerei und graphische Kostbarkeiten, Skulpturen, archäologische Objekte, wertvolle Bücher, Glas und Münzen. Nach dem Tod Wallraffs im Jahr 1824 fielen somit u.a. 1.616 Gemälde,
3.875 Zeichnungen und 42.419 graphische Blätter der Stadt zu.

Die Mittel für das Museumsgebäude stiftete der Kaufmann Johann Heinrich Richartz. 1861 schließlich öffnet das Wallraf-Richartz-Museum erstmals seine Pforten. Das ursprüngliche Museum wird im 2. Weltkrieg stark beschädigt, wobei aber der Kunstschatz, dessen Umfang sich durch Ankäufe und zahlreiche Stiftungen im Laufe der Jahre sehr vergrößert hatte, konnte mehrheitlich gerettet werden.

Seither wurde das Museum insgesamt drei Mal neu erbaut. Heute gehört das Haus - seit 2001 ein Neubau in der Nachbarschaft zum Gürzenich - zu den wichtigsten deutschen Gemäldegalerien. Die Sammlung mittelalterlicher Malerei genießt Weltruhm. Meisterwerke von Dürer, Cranach, Murillo, Rubens, Rembrandt, Boucher, Friedrich, Leibl, Courbet und vielen anderen sind nur einige der Schätze, auf denen der Ruf des Museums gründet. Seit 1999 beherbergt das Haus auch die Fondation Corboud. Der Schweizer Sammler Gérard J. Corboud stiftete dem Museum über 170 Gemälde des Impressionismus und Post-Impressionismus und damit die umfangreichste Sammlung an Gemälden dieser Stilrichtungen in Deutschland.

Die Sondermarke bietet einen Blick von außen auf den Ungersbau und nach innen in die 2007 neu gestaltete Barockabteilung. Mit der Lupe erkennt man ganz hinten Rembrandts Selbstbildnis von 1668.





Entwurf: Thomas Serres, Hattingen
Motiv: Außenansicht und Barockabteilung des Wallraf-Richartz-Museums © Wallraf-Richartz-Museum
Wert: 0,85 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 05. Mai 2011
MiNr. 2866
 
Brigitte Am: 30.05.2011 07:00:00 Gelesen: 570699# 82 @  
125 Jahre Automobil

Vor 125 Jahren wurde vom Kaiserlichen Patentamt in Berlin der Firma Benz & Co. in Mannheim das Patent Nr. 37 435 für ein Fahrzeug mit Gasmotoren-
antrieb erteilt. Es gilt als die Geburtsurkunde des Automobils.

"Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Januar 1886 an" so steht es auf der Urkunde. Mit diesem Patent war das Ende der bis dahin genutzten Beförderungs-
möglichkeiten absehbar. Man konnte nun ohne eigen Kraft oder die von Tieren Strecken individuell festlegen und überwinden, wobei der Faktor "Zeit" zudem eine bis heute hinein gültige, wesentliche Rolle spielte. Seit dieser Zeit werden immer größere Entfernungen in einer zunehmend kürzeren Zeit individuell für Reisen und Transporte machbar.

Vorerst vertraut Benz auf ein einzelnes Vorderrad, weil er völlig zu Recht die bis dato vorherrschende Drehschemel-Lenkung der Vierräder für ein fahrdynamisches Risiko und eine technische Sackgasse hält. Erst als Benz die Achsschenkel-Lenkung erfindet, baut auch er von 1893 an Fahrzeuge mit vier Rädern. Seine öffentliche Jungfernfahrt erlebt der dreirädrige Patent-Motorwagen am 3. Juli 1886 in Mannheim. Benz entwickelt das Dreirad weiter, und es entsteht sogar eine kleine Serie, die er auch ins Ausland verkauft.

Das Sonderpostwertzeichen zeigt das erste von Carl Benz gebaute und 1886 patentierte Dreirad, das mit einer Zeichnung aus der Patentschrift hinterlegt ist. Es hat einen liegend eingebauten Einzylindermotor, der aus einem Hubraum von 954 Kubikzentimetern bei 400/min eine Leistung von 0,75 PS (0,55 kW) entwickelt. Die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs beträgt 16 km/h.





Entwurf: Kym Erdmann, Kiel
Motiv: Benz-Patent-Motorwagen und Patentschrift © Daimler AG
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 05. Mai 2011
MiNr. 2867
 
Brigitte Am: 03.06.2011 07:00:00 Gelesen: 570493# 83 @  
100 Jahre Reichsversicherungsordnung

Die Reichsgründung von 1871 ermöglichte erstmals die zusammenfassende Regelung ganzer Rechtsgebiete. Dazu gehörten etwa das Strafrecht, das Strafprozess- und das Zivilprozessrecht, das gesamte Justizwesen, vor allem aber das große Werk des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) von 1900.

Die 1911 in Kraft getretene Reichsversicherungsordnung (RVO) schloss die Sozialversicherungsgesetze der Jahre 1883-1889 - Krankenversicherung, Unfallversicherung sowie Alters- und Invaliditätsversicherung (Rentenversicherung) - zu einem einzigen Gesetzbuch zusammen.

Die RVO erfasste die Arbeiterschaft, sie garantierte Schutz vor Krankheit, Invalidität und Alter auf der Basis einer Teilung der Beiträge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Versicherung der Betriebe gegen Unfälle vervollständigte den Schutz, ermöglichte den Aufbau der Berufsgenossenschaften und hat durch intensive Prävention, Unfallverhütungsvorschriften und Rehabilitationseinrichtungen die Unfallzahlen drastisch senken können.

Die RVO war mit einem Allgemeinen Teil, mit der Knappheit und Genauigkeit des sprachlichen Ausdrucks sowie der sparsamen Verwendung unbestimmter Rechtsbegriffe oder Generalklauseln ein Musterbeispiel für den hohen Standard der damaligen Gesetzgebungskunst. Sie gehört neben dem Bürgerlichen Gesetzbuch (1900) und der Reichsabgabenordnung (1919) zu den bedeutendsten Leistungen der Gesetzgebung des ausgehenden 19. und des frühen 20. Jahrhunderts.

Die RVO hat trotz vieler Änderungen eine erstaunliche Lebenskraft bewiesen. Sie hat den Kernmaterien der sozialen Sicherung eine Struktur gegeben und den kooperativen Stil unter den Sozialpartnern gefördert. Vom Reichsversicherungsamt bis zum Bundessozialgericht bildet sie die Grundlage der Rechtsprechung in diesem Bereich. Heute ist die RVO in das 1969 entstandene "Sozialgesetzbuch" integriert.





Entwurf: Andreas Ahrens, Hannover
Motiv: Die drei Säulen der Reichsversicherungsordnung
Wert: 2,05 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 05. Mai 2011
MiNr. 2868
 
Brigitte Am: 10.06.2011 10:52:42 Gelesen: 570151# 84 @  
200 Jahre Turnplatz Friedrich Ludwig Jahn

Im Juni 1811 errichtete Friedrich Ludwig Jahn in der Berliner Hasenheide den ersten öffentlichen Turnplatz mit verschiedenen Turngeräten und Gerüsten. Dort trafen sich an Nachmittagen Schüler aus den Gymnasien und später auch Erwachsene zur "körperlichen Ertüchtigung".

Hervorstechend war für die damalige Zeit vor allem, dass sich das sportliche Engagement im Freien vollzog und für Jedermann zugänglich war. Für die Gerätenutzung wurde von denen, die es sich leisten konnten, Beiträge erhoben. Dadurch wurden Neuanschaffungen und Reparaturen finanziert.

Als Bekleidung trug man - einheitlich - einfache und kostengünstige Leinensachen. Die Freiwilligkeit, die Selbstorganisation und die selbstfinanzierte, sportliche Betätigung ohne soziale Schranken sind noch heute die wichtigsten Eckpfeiler des Turnens.

Die Errichtung des Turnplatzes gilt somit zu Recht als Geburtsstunde der Turnbewegung, die in ihrer 200-jährigen Geschichte bis heute als gesellschaftliche Bewegung Verantwortung für die soziale Gestaltung unserer Gesellschaft übernommen hat. Unter dem Dach des Deutschen Turner-Bundes betätigen sich heute rund fünf Millionen Mitglieder in über 20.000 Turnvereinen und Turnabteilungen.

Neben dem Geräteturnen zählt eine breite Palette von Sportarten zur Turnbewegung. Zum Kern gehören das vielseitige Kinderturnen als "Kinderstube des Sports" sowie der Fitness- und Gesundheitssport für Frauen und Männer in allen Altersgruppen bis ins hohe Alter.

Hierbei werden nicht nur Körper sondern auch der Geist "fit" gehalten.





Entwurf: Annegret Ehmke, Eutin
Motiv: Turnplatz Hasenheide, Berlin 1818; Lithografie "Der erste Turnplatz Deutschlands" mit freundlicher Genehmigung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Museums, Freyburg (Unstrut)
Wert: 1,65 Euro
Druck: Mehrfarbiger, kombinierter Offset-/Stichtiefdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin / Post Danmark A/S Stamps
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 09. Juni 2011
MiNr. 2870
 
Brigitte Am: 17.06.2011 07:00:00 Gelesen: 569812# 85 @  
Sächsische Dampfschifffahrt (Blockausgabe)

Am 8. Juli 1836 erhielten zwölf Dresdner Bürger von König Friedrich August II. von Sachsen das Privileg zur Gründung einer Dampfschifffahrtsgesellschaft im Königreich Sachsen. 1837 ging mit der "Königin Maria" das erste, von Andreas Schubert konstruierte deutsche Personendampfschiff vom Stapel.

Nach der Jungfernfahrt am 30. Juli 1837 nach Rathen im Elbsandsteingebirge wurde noch im gleichen Jahr der regelmäßige Fahrbetrieb im Linienverkehr aufgenommen.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurden weitere Schiffe in Dienst gestellt und das Konkurrenzunternehmen, die Böhmische-Dampfschifffahrts-Gesellschaft, übernommen. Seit 1910 hatte die "Sächsisch-Böhmische-Dampfschifffahrts-Gesellschaft" (so der neue Name) ihren Liegeplatz im Zentrum der Altstadt Dresdens. Dieses hat sie heute noch inne.

Nach dem 2. Weltkrieg bestand die Flotte der nun verstaatlichten "VEB Elbeschifffahrt Sachsen" nur noch aus 16 Raddampfern. Später wurde die Gesellschaft umbenannt in "VEB Fahrgastschifffahrt Weiße Flotte Dresden". 1992, nach der Wende, übergab man die Gesellschaft an die Conti-Reederei.

Heute fahren neun historische Raddampfer für die Gesellschaft. Darunter nimmt der Raddampfer "Diesbär" eine Sonderstellung ein: er ist der einzige Raddampfer, der noch mit Kohle betrieben wird. Die dabei verwendete Dampfmaschine stammt aus dem Jahr 1841 und ist die älteste Raddampfermaschine der Welt.

Die noch heute in Dresden betriebene Raddampfer-Flotte ist eine der ältesten und größten der Welt. Das Fahrgebiet erstreckt sich vom historischen Zentrum Dresdens über ca. 80 Kilometer in einer der schönsten Flusslandschaften Europas bis Seußlitz bei Meißen bzw. Bad Schandau in der Sächsischen Schweiz. Höhepunkt eines jeden Jahres ist die mit allen Raddampfern der Flotte durchgeführte Flottenparade am 1. Mai sowie die "Riverboat-Shuffle" im Rahmen des Dixieland-Festivals.

Motiv
Terrassenufer an der Elbe von der Carolabrücke (Bildnummer 00736765) © ullsteinbild - histopic
Blick über die Elbe auf Loschwitz, im Vordergrund ein Raddampfer (Bildnummer 6818493) © Picture-Alliance/akg-Images
Historische Ansichtskarte "Meißen, Albrechtsburg und Dom"
Historische Ansichtskarte "Gruß vom Lilienstein"



Entwurf: Klein und Neumann, Iserlohn
Motiv: Siehe Text oben!
Wert: 2,20 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: PWZ: 34,89 x 34,89 mm | Block: 105 x 70 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 09. Juni 2011
MiNr. 2871 / selbstklebend: MiNr. 2874
 
Brigitte Am: 24.06.2011 07:00:00 Gelesen: 569503# 86 @  
125 Jahre Mecklenburgische Bäderbahn »Molli«

"Molli" - so wird die kleine, dampfbetriebene Schmalspurbahn liebevoll im Volksmund genannt, die in Mecklenburg-Vorpommern zwischen Bad Doberan, Heiligendamm und dem Ostseebad Kühlungsborn verkehrt.

Seit 1886 gehört der Molli mit seiner 900-mm schmalen Spur zur Region und ist die älteste Schmalspurbahn an der Ostseeküste. Wenn der Molli Dampf ablässt, dann geht der altehrwürdige Zug immer noch täglich auf Reisen - im Sommer stündlich, im Winter alle zwei Stunden - und befördert jährlich eine halbe Millionen Fahrgäste.

Es ist eine Attraktion, dass der Zug wie eine Straßenbahn direkt durch die Fußgängerzone fährt, dann eine der prächtigsten Lindenalleen passiert, eine Haltestelle an der ältesten Pferderennbahn sowie im ersten deutschen Seebad hat und am größten Badeort an der Ostseeküste endet.

Heute ist die Bahn fester Bestandteil des Schienenpersonennahverkehrs des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Für die insgesamt
15,4 km lange Strecke von Bad Doberan nach Kühlungsborn West braucht der Molli ca. 45 Minuten.





Entwurf: Michael Kunter, Berlin
Motiv: Zeichnung Mecklenburgische Bäderbahn Molli
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 09. Juni 2011
MiNr. 2872
 
Brigitte Am: 01.07.2011 07:00:00 Gelesen: 569159# 87 @  
50 Jahre Amnesty International

Begonnen hatte die Bewegung 1961 mit dem Zeitungsartikel "Die vergessenen Gefangenen". Thema war die Verurteilung von zwei portugiesischen Studenten durch die damalige Militärregierung. Die Beiden hatten öffentlich auf die Freiheit angestoßen.

Mit dem Zeitungsartikel wurde eine Aktion gestartet, die die "Amnestie" dieser beiden Studenten und weiterführend aller politischer Gefangenen, die wegen politischer Äußerungen bestraft wurden, zum Ziel hatte. Hieraus entwickelte sich "Amnesty International".

Sie setzt sich seit 50 Jahren weltweit für die Einhaltung der Menschenrechte ein: Gekämpft wird für Aufklärung von Menschenrechtsverletzungen, Freilassung aller gewaltlosen politischen Gefangenen, den Schutz und die Unterstützung von Menschenrechtsverteidigern, Abschaffung von Folter und Todesstrafe u.v.m.

Die Stärke der Organisation liegt im freiwilligen und finanziellen Engagement von weltweit mehr als
2,8 Millionen Mitgliedern unterschiedlicher Schichten, Unterstützern und Förderern unterschiedlicher Nationalitäten, Kulturen und Altersgruppen.

"Amnesty International" wurde im Jahr 1977 der Friedensnobelpreis verliehen.





Entwurf: Irmgard Hesse, München
Motiv: "Licht am Ende des Tunnels", Foto: Stockbyte Nr. 57280764 "Light at the end of a tunnel" © gettyimgages
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 09. Juni 2011
MiNr. 2873

---

Leuchttürme (XI). Graf; Odr. BSP, Markenheftchen und Einzelmarken aus Folienbogen; selbstklebend; gestanzt 11.
Motiv Norderney
MiNr. 2875



Motiv Warnemünde
MiNr. 2876



---

Diese Briefmarke gehört zur Dauerserie "Blumen". Das Motiv ist von Stefan Klein & Olaf Neumann aus Iserlohn entworfen worden.

Die Serie "Blumen" will die Menschen mit modernen und zeitlosen Motiven auf die Schönheit und Vielfalt der Blumen in Gärten und freier Natur in Deutschland aufmerksam machen.

Der im Alpenvorland und den Alpen beheimatete Blaue Enzian stellt mit seinen Doppelgängern aus den Pyrenäen, Karpaten, Jura und Balkan - neben Edelweiß und Alpenrose - weltweit das Symbol für eine intakte Bergwelt dar. Der Blaue Enzian ist eine bis zehn Zentimeter hohe Rosettenstaude. Die vier bis sieben Zentimeter langen trompetenförmigen, tiefblauen Blüten sind auf der Innenseite oliv-grün gesprenkelt und erscheinen - je nach Höhenlage - von Mai bis August. Da der Enzian Bitterstoffe enthält, wurde er von den Kühen gemieden und konnte sich so früher ungehindert vermehren. Heute gibt es nur noch wenige Bergweiden und Kalk-Magerrasen mit einer solchen Blütendichte. Enzianarten und ihre Wuchsorte stehen in Deutschland unter Naturschutz.



Erstausgabetag: 07. Juli 2011
Größe der Einzelmarke: 21,5 x 30,13 mm.
MiNr. 2877
 
Brigitte Am: 15.07.2011 07:00:00 Gelesen: 568426# 88 @  
Serie Leuchttürme »Arngast«

Das Sonderpostwertzeichen mit dem Motiv Leuchtturm "Arngast" ist Bestandteil der Serie "Leuchttürme", die in lockerer Folge auf die Vielfalt deutscher Leuchttürme aufmerksam machen will.

"Leuchtturm Arngast"
53° 28,881' N | 08° 10,895' O

In ca. 4,5 km Entfernung vom Wilhelmshavener Südstrand liegt mitten im Jadebusen der Leuchtturm Arngast. Seit der Inbetriebnahme im Jahre 1910 ist dieser maritime Wegweiser ununterbrochen in Betrieb. Der Name geht auf das im 17. Jahrhundert von schweren Sturmfluten zerstörte Dorf Arngast zurück. Leuchtturmwärter sind auf dem Turm schon lange nicht mehr tätig: Ende der 1960er Jahre verdrängten technische Neuerungen die jeweils drei Wärter, die sich in 14-Tage-Schichten auf Arngast abgelöst hatten.

Der 36 m hohe Leuchtturm ist Bestandteil des Verkehrssicherungssystems an der Jade. Das weiße Licht des Feuers hat eine Tragweite von 21,0 sm (rd. 40 km). Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betreibt den Turm, der im Jahr 2003 in das Verzeichnis der Kulturdenkmale/Baudenkmale aufgenommen wurde.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Leuchtturm "Arngast", © Reinhard Scheiblich, Norderstedt Zehnerbogenrand: Bildvorlage Seekarten, © Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. Juli 2011
MiNr. 2878 / selbstklebend: MiNr. 2935 / selbstklebend: MiNr. 2935
 
Brigitte Am: 21.07.2011 07:00:00 Gelesen: 568172# 89 @  
Serie Leuchttürme »Dahmeshöved«

Das Sonderpostwertzeichen mit dem Motiv Leuchtturm "Dahmeshöved" ist Bestandteil der Serie "Leuchttürme", die in lockerer Folge auf die Vielfalt deutscher Leuchttürme aufmerksam machen will.

"Leuchtturm Dahmeshöved"
54° 12,107' N | 11° 05,414' O

Der Leuchtturm Dahmeshöved wurde in den Jahren 1878 und 1879 auf einem erhöhten Landvorsprung ("Höved") an der Lübecker Bucht in Schleswig-Holstein erbaut und am 1. Februar 1880 in Betrieb genommen. Der achteckige Leuchtturm ist aus roten Backsteinen errichtet und trägt eine runde eiserne Laterne. Das Bauwerk hat eine Höhe von rd. 29 m. Aufgrund seiner Lage, die einige Meter über dem Meeresspiegel liegt, ist die Lichtpunkthöhe mit rd. 34 m über NN etwas größer als die Bauwerkshöhe.

Das weiße Licht hat eine Tragweite von 23 sm (rd. 43 km). Der Leuchtturm Dahmeshöved steht unter Denkmalschutz und ist seit dem 1. Januar 2003 für die Öffentlichkeit zugänglich. Er wird von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betrieben. Die Gemeinde Dahme hat im Turm eine Außenstelle ihres Standesamtes eingerichtet.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Leuchtturm "Dahmeshöved", © Reinhard Scheiblich, Norderstedt Zehnerbogenrand: Bildvorlage Seekarten, © Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Wert: 0,90 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. Juli 2011
MiNr. 2879
 
Brigitte Am: 28.07.2011 07:00:00 Gelesen: 567809# 90 @  
500 Jahre Till Eulenspiegel

Vor 500 Jahren sind die Geschichten von Till Eulenspiegel zum ersten Mal gedruckt worden:
"Bei dem Wald Melbe genant, in dem Land zu Sachsen, in dem Dorff Knetlingen, da ward Ulenspiegel geboren [...] Und da sie des Kinds gnas, schickten sie es gen Ampleven in daz Dorff zu dem Tauff und liessen es heissen Dil Ulenspiegel".

Der Vater stammt aus dem Braunschweigischen, wo das Kind zur Welt kommt, die Mutter aus dem Magdeburgischen, wo Eulenspiegel seine Jugend verbringt. Seine Wanderungen danach führen durch Norddeutschland, nach Franken, Sachsen, Thüringen, Hessen und ins Rheinland; auch nach Dänemark kam er, ebenso wie nach Polen, in die Niederlande, nach Böhmen und sogar bis zum Papst nach Rom. In Mölln im Lauenburgischen beendet er sein Leben und lässt sich stehend begraben.

Der Straßburger Drucker und Verleger Johannes Grüninger hatte mit dem "Eulenspiegel" so viel Erfolg, dass er ihn mehrfach nachdruckte. Bereits im 16. Jahrhundert wurde er aus dem Deutschen auch in mehrere andere Sprachen übersetzt. Bis heute sind unzählige Eulenspiegel-Ausgaben erschienen, wobei die Charakterisierung des Titelhelden sowie seine Handlungen verändert und verharmlost wurde.

Zumindest in Kinderbüchern ist er wohl jedem schon begegnet. Dort erscheint er als harmloser bunter Spaßmacher. Das älteste Eulenspiegelbuch zeigt dagegen eine Figur, die manchmal grundlos böse ist, die Tiere quält und auch nicht davor zurückschreckt, blinden Bettlern einen Streich zu spielen. Dann wieder erscheint Eulenspiegel voll Weisheit oder zumindest Schlauheit.

Wer war dieser sonderbare Till Eulenspiegel? Im Till Eulenspiegel-Museum Schöppenstedt kann man entdecken, wie vielschichtig und facettenreich Eulenspiegel-Figur und Eulenspiegel-Stoff sind. Vielleicht liegt der Reiz genau darin, dass er sich seit 500 Jahren einer endgültigen Antwort auf diese Frage entzieht.





Entwurf: Prof. Henning Wagenbreth, Berlin
Motiv: Till Eulenspiegel und verschiedene Gegenstände seiner Streiche
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. Juli 2011
MiNr. 2880
 
Brigitte Am: 04.08.2011 07:00:00 Gelesen: 567392# 91 @  
150 Jahre Deutscher Schützenbund

Der Deutsche Schützenbund ist mit 1,4 Millionen Mitgliedern in über 15.000 Vereinen der viertgrößte Spitzensportverband im Deutschen Olympischen Sportbund.

Er ist in 20 Landesverbände unterteilt. Neben den olympischen Disziplinen Gewehr, Pistole, Wurfscheibe und Bogen betreut der Deutsche Schützenbund die nichtolympischen Bereiche Laufende Scheibe, Vorderlader, Feldbogen, Armbrust und Sommerbiathlon. Seit 1951 hat der DSB seinen Sitz in Wiesbaden.

Die Schützengesellschaften gehen auf die mittelalterliche Stadtverteidigung zurück. Als Folgeveranstaltung von Ritterturnieren fanden später überregionale Einladungsturniere statt.

Aus dieser Zeit gibt es nachweislich ca. 800 Vereine, die vor dem Jahr 1700 gegründet wurden. Nach dem Dreißigjährigen Krieg verloren die Schützengesellschaften an Bedeutung. Gefragt waren sie danach erst wieder bei den Befreiungskriegen gegen Napoleon oder als Bürgerwehr während der Revolution von 1848.

Wie bei anderen Gesellschaften und Verbänden waren natürlich auch die Schützen vom damaligen Vereinigungsbestreben betroffen. Diese führten am 11. Juli 1861 zur Gründung des Deutschen Schützenbundes in Gotha. Er ist nicht nur der älteste Sportbund in Deutschland sondern auch einer der erfolgreichsten: Bei den Olympischen Spielen gehören die deutschen Sportschützinnen und -schützen zu den zuverlässigsten Medaillenlieferanten, die Welt- und Europameistertitel sind kaum zu zählen.

Schießen ist eine Sportart, die von allen, auch von Menschen mit Behinderungen von der Jugend an bis ins hohe Alter betrieben werden kann. Die Deutschen Meisterschaften im Sportschießen sind mit mehr als 7.500 Teilnehmern eine der größten jährlich stattfindenden Sportveranstaltungen in Deutschland.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Wettkampfscheiben des Deutschen Schützenbundes, von links oben im Uhrzeigersinn: Luftgewehr / Armbrust 10m, Bogen, Luftpistole; links unten historische Schützenscheibe: "Die Preisverleihung beim 1ten deutschen Schützenfest" Gotha, 11. Juli 1861
Wert: 1,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 07. Juli 2011
MiNr. 2881
 
Brigitte Am: 11.08.2011 10:11:43 Gelesen: 567009# 92 @  
75 Jahre Tag der Briefmarke in Deutschland (55+25)

Der "Tag der Briefmarke" zählt zu den Höhepunkten eines Philatelistenjahres. Die im Bund Deutscher Philatelisten e.V. (BDPh) organisierten Sammlerverbände und -vereine werben rund um diesen Festtag mit einer Vielzahl von Briefmarkenausstellungen, Sonderschauen und Tauschveranstaltungen für ihr Hobby, das einen hohen kulturellen Freizeitwert besitzt und vielfältige Möglichkeiten der Begegnung bietet.
Seit 75 Jahren wird in Deutschland der Tag der Briefmarke gefeiert. Die Idee dazu hatte der Berliner Philatelist Hans von Rudolphi. Mit diesem Tag soll die Bedeutung der Briefmarken für die völkerverbindende Kommunikation gewürdigt sowie für die Philatelie, das Briefmarkensammeln und die philatelistischen Vereine geworben werden.
Seit den Entscheidungen des Internationalen Philatelisten-Verbandes FIP in Luxemburg (1936) sind Tage der Briefmarke in über 120 Staaten durchgeführt worden. Bis heute gehört der Tag der Briefmarke weltweit zu den wichtigsten Veranstaltungsterminen der Philatelisten. Die Herausgeber der Postwertzeichen vieler Staaten begleiten ihn mit Briefmarkenausgaben und Sonderstempeln.





Entwurf: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: Illustration eines frankierten Briefes
Wert: 55 + 25 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. August 2011
MiNr. 2882
 
Brigitte Am: 13.08.2011 07:00:00 Gelesen: 566889# 93 @  
Serie »Für die Jugend 2011« Pferdekopf-Nebel (45+20)

Die Jugendmarken mit einem "Plus" von wenigen Cent werden seit fast 50 Jahren zugunsten der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. herausgegeben. Mit den Pluserlösen fördert die Stiftung zahlreiche Maßnahmen zum Wohle von Kindern und Jugendlichen.

Die Motive der diesjährigen "Jugendmarken" lassen uns ins Weltall schauen. Astronomie fasziniert und beschäftigt die Menschheit schon seit vielen tausend Jahren. Bereits Babylonier und Assyrer gaben einigen besonders hellen Sternen einen Namen. Sie sahen in der Konstellation von Sternen mystische Figuren und Bildstrukturen, denen sie ebenfalls Namen gaben. Für uns sind dies heute die Sternbilder, die wir in klaren Nächten am Himmel sehen können.

Es verging viel Zeit, bis vor 400 Jahren die Gesetzmäßigkeit der Bewegung der Himmelskörper durch Johannes Kepler erkannt wurde. Das Wissen über die wahre Natur der Objekte am Himmel ist noch viel jünger. Erst vor weniger als hundert Jahren erkannte Edwin Hubble, dass es außer unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße, noch weitere solcher Sternsysteme im Universum gibt.

Das nach ihm benannte Weltraumteleskop vermittelt uns heute die farbenprächtigen Bilder dieser Objekte.





Entwurf: Werner H. Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: "Pferdekopf-Nebel" Foto "Pferdekopf-Nebel" © Daniel Verschatse, Observatorio Antilhue, Chile
Wert: 45 + 20 Cent
Druck: Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Ausgabetag: 11. August 2011
MiNr. 2883
 
Brigitte Am: 15.08.2011 07:00:01 Gelesen: 566764# 94 @  
Serie »Für die Jugend 2011« Sonnensystem (55+25)

Die Jugendmarken mit einem "Plus" von wenigen Cent werden seit fast 50 Jahren zugunsten der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. herausgegeben. Mit den Pluserlösen fördert die Stiftung zahlreiche Maßnahmen zum Wohle von Kindern und Jugendlichen.

Die Motive der diesjährigen "Jugendmarken" lassen uns ins Weltall schauen. Astronomie fasziniert und beschäftigt die Menschheit schon seit vielen tausend Jahren. Bereits Babylonier und Assyrer gaben einigen besonders hellen Sternen einen Namen. Sie sahen in der Konstellation von Sternen mystische Figuren und Bildstrukturen, denen sie ebenfalls Namen gaben. Für uns sind dies heute die Sternbilder, die wir in klaren Nächten am Himmel sehen können.

Es verging viel Zeit, bis vor 400 Jahren die Gesetzmäßigkeit der Bewegung der Himmelskörper durch Johannes Kepler erkannt wurde. Das Wissen über die wahre Natur der Objekte am Himmel ist noch viel jünger. Erst vor weniger als hundert Jahren erkannte Edwin Hubble, dass es außer unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße, noch weitere solcher Sternsysteme im Universum gibt.

Das nach ihm benannte Weltraumteleskop vermittelt uns heute die farbenprächtigen Bilder dieser Objekte.

Zusammendruck:
Motiv 2: "Sonnensystem (links)"
Motiv 3: "Sonnensystem (rechts)"

Die Ausgabe "Sonnensystem" setzt sich aus 2 nebeneinander angeordneten Briefmarken zu einem gemeinsamen Motiv zusammen. Unter der Bestell-Nr.: 005276 liefern wir Ihnen entweder die linke oder die rechte Einzelbriefmarke - die Auswahl eines bestimmten Motivs ist nicht möglich.

Unser Tipp: Sichern Sie sich den Zusammendruck "Sonnensystem" (Bestell-Nr.: 004923) mit beiden Briefmarken.
*) Motiv Sonnensystem:
· Foto "Milchstraße" © B. Fugate (FASORtronics)/ESO
· Foto "Sonne" (SOHO EIT 304) © SOHO (ESA & NASA)
· Foto "Saturn" (PIA06193) © Mission Cassini-Huygens to Saturn, NASA/JPL/Space Science Institut
· Foto "Jupiter" (PIA02873) © Mission Cassini-Huygens, NASA/JPL/University of Arizona
· Foto "Erde" © Apollo 17 Crew, NASA
· Mond, Venus, Mars, Merkur, Neptun und Uranus © WHSchmidt





Entwurf: Werner H. Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: "Sonnensystem" *)
Wert: 55 + 25 Cent
Druck: Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Ausgabetag: 11. August 2011
MiNr. 2884 und 2885
 
Brigitte Am: 17.08.2011 07:00:00 Gelesen: 566667# 95 @  
Zusammendruck: Serie »Für die Jugend 2011« Sonnensystem (2 Werte 55+25)

Die Jugendmarken mit einem "Plus" von wenigen Cent werden seit fast 50 Jahren zugunsten der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. herausgegeben. Mit den Pluserlösen fördert die Stiftung zahlreiche Maßnahmen zum Wohle von Kindern und Jugendlichen.

Die Motive der diesjährigen "Jugendmarken" lassen uns ins Weltall schauen. Astronomie fasziniert und beschäftigt die Menschheit schon seit vielen tausend Jahren. Bereits Babylonier und Assyrer gaben einigen besonders hellen Sternen einen Namen. Sie sahen in der Konstellation von Sternen mystische Figuren und Bildstrukturen, denen sie ebenfalls Namen gaben. Für uns sind dies heute die Sternbilder, die wir in klaren Nächten am Himmel sehen können.

Es verging viel Zeit, bis vor 400 Jahren die Gesetzmäßigkeit der Bewegung der Himmelskörper durch Johannes Kepler erkannt wurde. Das Wissen über die wahre Natur der Objekte am Himmel ist noch viel jünger. Erst vor weniger als hundert Jahren erkannte Edwin Hubble, dass es außer unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße, noch weitere solcher Sternsysteme im Universum gibt.

Das nach ihm benannte Weltraumteleskop vermittelt uns heute die farbenprächtigen Bilder dieser Objekte.

*) Motiv Sonnensystem:
· Foto "Milchstraße" © B. Fugate (FASORtronics)/ESO
· Foto "Sonne" (SOHO EIT 304) © SOHO (ESA & NASA)
· Foto "Saturn" (PIA06193) © Mission Cassini-Huygens to Saturn, NASA/JPL/Space Science Institut
· Foto "Jupiter" (PIA02873) © Mission Cassini-Huygens, NASA/JPL/University of Arizona
· Foto "Erde" © Apollo 17 Crew, NASA
· Mond, Venus, Mars, Merkur, Neptun und Uranus © WHSchmidt



Entwurf: Werner H. Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: "Sonnensystem" *)
Wert: 110 + 50 Cent
Druck: Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Ausgabetag: 11. August 2011
MiNr. 2884 und 2885
 
Brigitte Am: 19.08.2011 07:00:00 Gelesen: 566614# 96 @  
Serie »Für die Jugend 2011« Plejaden (145+55)

Die Jugendmarken mit einem "Plus" von wenigen Cent werden seit fast 50 Jahren zugunsten der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. herausgegeben. Mit den Pluserlösen fördert die Stiftung zahlreiche Maßnahmen zum Wohle von Kindern und Jugendlichen.

Die Motive der diesjährigen "Jugendmarken" lassen uns ins Weltall schauen. Astronomie fasziniert und beschäftigt die Menschheit schon seit vielen tausend Jahren. Bereits Babylonier und Assyrer gaben einigen besonders hellen Sternen einen Namen. Sie sahen in der Konstellation von Sternen mystische Figuren und Bildstrukturen, denen sie ebenfalls Namen gaben. Für uns sind dies heute die Sternbilder, die wir in klaren Nächten am Himmel sehen können.

Es verging viel Zeit, bis vor 400 Jahren die Gesetzmäßigkeit der Bewegung der Himmelskörper durch Johannes Kepler erkannt wurde. Das Wissen über die wahre Natur der Objekte am Himmel ist noch viel jünger. Erst vor weniger als hundert Jahren erkannte Edwin Hubble, dass es außer unserer eigenen Galaxis, der Milchstraße, noch weitere solcher Sternsysteme im Universum gibt.

Das nach ihm benannte Weltraumteleskop vermittelt uns heute die farbenprächtigen Bilder dieser Objekte.





Entwurf: Werner H. Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: "Plejaden" Foto "Pleiades" © Robert Gendler, USA
Wert: 145 + 45 Cent
Druck: Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Ausgabetag: 11. August 2011
MiNr. 2886
 
Brigitte Am: 22.08.2011 07:00:00 Gelesen: 566447# 97 @  
150 Jahre Entdeckung des Archaeopteryx

Der Urvogel Archaeopteryx gehört zu den berühmtesten Fossilien der Welt. Er wurde 1861 zunächst auf der Grundlage eines isolierten Federabdrucks beschrieben.

Die anschließende Entdeckung von nahezu vollständigen Exemplaren zeigt seine Bedeutung für die Evolutionstheorie. Als Übergangsform zwischen Dinosauriern und Vögeln vereint Archaeopteryx in seinem Körperbau sowohl Vogel- als auch Reptilienmerkmale. Man weiß heute, dass der Urvogel von kleinen, aufrecht laufenden und räuberischen Dinosauriern abstammt.

Gefunden wurden Fossilien des Urvogels ausschließlich in den Solnhofener Plattenkalken des Fränkischen Jura in Bayern. Sie sind ca. 150 Millionen Jahre alt. Das am besten erhaltene Exemplar wird im Berliner Museum für Naturkunde aufbewahrt.





Entwurf: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: Urvogel Archaeopteryx - Bildvorlage: "Urvogel Archaeopteryx" mit freundlicher Genehmigung des Museums für Naturkunde, Berlin
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 11. August 2011
MiNr. 2887
 
Brigitte Am: 20.09.2011 18:22:57 Gelesen: 565077# 98 @  
Serie »Für uns Kinder 2011« Aquarium

Die versteckten Briefmarkenfische.

Johannes hat zu seinem elften Geburtstag Opa Jacobs Briefmarkensammlung bekommen. Opas Spezialgebiet sind "Fische" aus allen Ländern der Welt. Als Johannes sich das Album genauer ansieht, stellt er fest, dass bei den Jugendmarken 1964 drei Briefmarken mit Fischmotiven fehlen. Nur der "Rotbarsch" zu 15 Pfennig, plus 5 Pfennig für die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen ist da. Er sucht überall, kann die drei fehlenden Marken jedoch nicht finden. Traurig legt er sich ins Bett und schaut noch einmal auf das Schuhkarton-Aquarium, das er gestern mit seinem Bruder gebastelt hat. Dann schläft er ein und träumt.

In der Nacht hört man plötzlich Stimmen im Schuhkarton-Aquarium. Die Tiere im Aquarium wissen, dass Johannes Schwester Laura und sein kleiner Bruder David die drei Briefmarkenfische versteckt haben, und zwar unter den Muscheln. Mit vereinten Kräften heben die Unterwassertiere die Muscheln hoch und Putzi der Putzerfisch saugt die drei Marken unter den Muscheln hervor. Am nächsten Morgen fällt Johannes erster Blick auf das Aquarium. Sofort entdeckt er die drei fehlenden Briefmarkenfische. Glücklich und vorsichtig steckt er sie ins Album. Aufgeregt erzählt er seinen Geschwistern von dem Glücksfund. Doch die beiden grinsen nur verlegen.





Entwurf: Marie-Helen Geißelbrecht, Hannover
Motiv: Aquarium
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 15. September 2011
MiNr. 2888
 
Brigitte Am: 22.09.2011 07:00:00 Gelesen: 564995# 99 @  
Serie »Weltkulturerbe der UNESCO« - Kirchenburg Birthälm

Biertan/Birthälm ist eine Landgemeinde im Siebenbürger Bezirk Sibiu. Die Kirche in ihrer heutigen Gestalt wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts auf den Mauern einer mindestens hundert Jahre älteren Kirchenanlage erbaut und gegen Feindeinfälle mit Wehrmauern befestigt. Birthälm war damals ein bedeutender Ort für Handel, Handwerk und Wein. Wenngleich Birthälm später seine wirtschaftliche Bedeutung verlor, war Birthälm rund dreihundert Jahre lang (1572 bis 1867) Bischofssitz der evangelischen Kirche in Siebenbürgen. Jeder der Türme ist mit einer eigenen Geschichte verbunden und hat zum Teil aus heutiger Sicht kuriose Verwendung gehabt.

Sehenswert in der Birthälmer Kirche sind außerdem der kostbare Flügelaltar von 1483/1515 (stilistisch dem Wiener Schottenaltar verwandt), die anatolischen Gebetsteppiche, die in Stein gemeißelte Kanzel (Steinmetz Ulrich aus Brasov/Kronstadt), die mit einem komplexen Schließmechanismus ausgestatte Sakristeitür von 1515 und das Chorgestühl aus der Erbauungszeit der Kirche.

1993 wurde die Birthälmer Kirchenburg in die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen. Sie ist heute noch ein Identifikationsort der Siebenbürger Sachsen (der deutschen Minderheit in Siebenbürgen) und eine weltbekannte touristische Attraktion. Sie wird von der deutschsprachigen evangelischen Dorfgemeinde zu Gottesdiensten, häufig auch zu Konzerten genutzt.





Entwurf: Razvan Popescu, Bukarest (Rumänien
Motiv: Kirchenburg Birthälm
Wert: 0,75 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 15. September 2011
MiNr. 2889
 
Brigitte Am: 24.09.2011 07:00:00 Gelesen: 564868# 100 @  
100 Jahre Hamburger Elbtunnel

Seit 100 Jahren ist der St. Pauli Elbtunnel die kürzeste und charmanteste Verbindung zwischen der Innenstadt Hamburgs und seinem florierenden Hafen.

Der erste Spatenstich erfolgte am 22. Juli 1907. Als technische Sensation deutscher Ingenieursbaukunst wurde der St. Pauli Elbtunnel in Hamburg bei seiner Eröffnung am 7. September 1911 gefeiert. In 23,5 Meter Tiefe bilden zwei Röhren unter der Elbe die kürzeste Verbindung von der Hamburger Innenstadt in den Hafen. Gebaut wurde er, um den Hafenarbeitern auch bei widrigen Witterungsverhältnissen einen sicheren Arbeitsweg zu ermöglichen. Die für damalige Pferdefuhrwerke konzipierte Fahrspur reicht mit ihren 1,90 Meter Breite auch für die meisten modernen Autos, die über Lastenaufzüge unter Tage befördert werden. Noch heute nutzen täglich Tausende Hamburger den Tunnel, um - wie einst die Hafenarbeiter - an ihren Arbeitsplatz zu gelangen.

Sehr beliebt ist das weltweit einzigartige Bauwerk mit seinen kunstvollen Kacheln und der historischen Aufzugstechnik aber auch bei Besuchern aus aller Welt.





Entwurf: Bianca Becker und Peter Kohl, Hamburg
Motiv: Zeichnerisch-typografische Darstellung des Hamburger Elbtunnels
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 15. September 2011
MiNr. 2890
 
Brigitte Am: 13.10.2011 16:36:03 Gelesen: 563490# 101 @  
In Deutschland zu Hause - Einfallsreichtum »Alltag«

Manchmal ist es vielleicht das spezielle Design einer Thermosflasche, die wir irgendwo auf der Welt in die Hand nehmen, welches uns plötzlich an unser Zuhause erinnert; Form, Farbe und Funktion schlagen damit die Erinnerungsbrücke in die Heimat. In vielen Fällen steht auch hinter der Entwicklung von technischen Geräten oder Designobjekten im Einzelfall ein Erfinder oder eine Entwicklerin und häufig genug sind damit auch konkrete Patentanmeldungen verbunden gewesen.

Gerade Deutschland blickt in dieser Hinsicht auf eine umfangreiche Palette von Erfindungen zurück, und auch aktuell werden Jahr für Jahr mehrere tausend neue Patentanmeldungen eingereicht. Die Namen der jeweiligen Erfinder sind der Öffentlichkeit zumeist unbekannt. Vor diesem Hintergrund stellt die Briefmarkenreihe "In Deutschland zu Hause" in besonderer Weise eine Verbindung zu dem her, was das "Land der Ideen" ausmacht. Auf dieses Phänomen, dass auch im Alltäglichen stets etwas Besonderes enthalten ist, möchte die Edition aufmerksam machen.

Thermosflasche (Reinhold Burger 1903)
Die Idee kam aus der chemischen Forschung: Eine doppelwandige Flasche mit einem Vakuum zwischen den beiden Glaskörpern hält Stoffe so gut kalt wie heiß. Der in Berlin ansässige Glasfabrikant Reinhold Burger griff das auf und meldete 1903 einen entsprechend konstruierten Behälter für Nahrungsmittel zum Patent an. 1904 begann die Produktion der Flaschen, für die nach einem Wettbewerb zur Namensfindung die Bezeichnung "Thermos" zur Marke wurde.

Currywurst
Aus unserem heutigen Alltag ist sie nicht mehr wegzudenken: Als kleine Stärkung zwischendurch oder auch als später Imbiss auf dem Nachhauseweg nach dem Kinobesuch - die Currywurst gehört dazu. Liedermacher wie Herbert Grönemeyer oder Autoren wie Uwe Timm widmen diesem Snack eigene Arbeiten. Entwickelt wurde die charakteristische, spezielle Gewürzrezeptur in der unmittelbaren Nachkriegszeit vermutlich von Herta Heuwer in Berlin; inzwischen eroberte die heiße Köstlichkeit jedoch die Gaumen in ganz Deutschland und darüber hinaus.

Doppelkammerteebeutel (Teekanne 1949)
Es begann mit einem Missverständnis: 1904 verschickte ein amerikanischer Importeur Teeproben in kleinen Seidensäckchen. Seine Kunden entnahmen die Blätter nicht wie vorgesehen, sondern gaben den kompletten Beutel in die Kanne. Absicht steckte dagegen hinter einem Produkt der Dresdner Firma Teekanne: Die gezuckerten, in Mull verpackten Teeportionen, sogenannte "Teebomben", die während des Ersten Weltkrieges auf den Markt kamen, markierten den Beginn einer Erfolgsgeschichte. 1949, mittlerweile im niederrheinischen Viersen ansässig, ließ Teekanne den noch heute gebräuchlichen Doppelkammer-Aufgussbeutel patentieren, der ein optimales Umspülen mit dem Teewasser ermöglicht und die volle Aromaentfaltung garantiert.





Entwurf: Thomas Serres, Hettingen Papier Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes
Motiv: Foto Isolierflasche © Emsa GmbH / Foto Currywurst © Cornerman_Erich Eggimann / Polylooks / Foto Teebeutel
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 13. Oktober 2011
MiNr. 2891
 
Brigitte Am: 15.10.2011 07:00:00 Gelesen: 563371# 102 @  
In Deutschland zu Hause - Einfallsreichtum »Technik«

Manchmal ist es vielleicht das spezielle Design einer Thermosflasche, die wir irgendwo auf der Welt in die Hand nehmen, welches uns plötzlich an unser Zuhause erinnert; Form, Farbe und Funktion schlagen damit die Erinnerungsbrücke in die Heimat. In vielen Fällen steht auch hinter der Entwicklung von technischen Geräten oder Designobjekten im Einzelfall ein Erfinder oder eine Entwicklerin und häufig genug sind damit auch konkrete Patentanmeldungen verbunden gewesen.

Gerade Deutschland blickt in dieser Hinsicht auf eine umfangreiche Palette von Erfindungen zurück, und auch aktuell werden Jahr für Jahr mehrere tausend neue Patentanmeldungen eingereicht. Die Namen der jeweiligen Erfinder sind der Öffentlichkeit zumeist unbekannt.

Vor diesem Hintergrund stellt die Briefmarkenreihe "In Deutschland zu Hause" in besonderer Weise eine Verbindung zu dem her, was das "Land der Ideen" ausmacht. Auf dieses Phänomen, dass auch im Alltäglichen stets etwas Besonderes enthalten ist, möchte die Edition aufmerksam machen.

Grammophon (Emil Berliner 1887)
Diese Erfindung hat eine Vorgeschichte: Der von Thomas Alva Edison 1877 entwickelte "Phonograph" übertrug Schallwellen auf eine mit Wachs überzogene Walze, die mit Hilfe einer Nadel abgespielt werden konnte. Die Lautverstärkung erfolgte über einen Trichter. Das Grundprinzip griff der 1851 in Hannover geborene Emil Berliner auf. Als Tonträger verwendete er eine runde Scheibe, die auf einem rotierenden Teller lag. 1887 meldete er sein "Grammophon" in Washington zum Patent an. Den kommerziellen Durchbruch erzielte er damit nach 1895, als es ihm gelungen war, aus einem Gemisch von Füllstoffen, Ruß und Schelllack eine beliebig oft kopierbare, dauerhafte Schallplatte zu entwickeln.

Tonband (Verfahren zur Herstellung von Lautschriftträgern, Fritz Pfleumer 1928)
Es bedurfte eines Umweges: Fritz Pfleumer entwickelte in Dresden mit Bronzelack überzogene Papiere für Zigarettenmundstücke. Daraus entstand die Idee, als Träger für die magnetische Tonaufzeichnung Papierstreifen mit Eisenpulver zu beschichten. 1928 meldete er sein Verfahren zur Herstellung von "Lautschriftträgern" zum Patent an. Als problematisch erwies sich dabei die geringe Reißfestigkeit der Papierstreifen. Dennoch griff die AEG Pfleumers Erfindung auf und gewann die Badische Anilin- und Sodafabrik in Ludwigshafen für die Entwicklung eines strapazierfähigen Kunststoffbandes. 1934 wurde das erste damit arbeitende Tonbandgerät unter dem Namen "Magnetophon" präsentiert.

mp3 (Fraunhofer-Institut 1987)
Das Zauberwort heißt Komprimierung: Schon Ende der 1970er Jahre begannen an der Universität Erlangen-Nürnberg Entwicklungsarbeiten zur digitalen Speicherung von Musik. 1987 wurde in einer Forschungsallianz mit dem Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen das später "mp3" getaufte Verfahren von einem Team so weiterentwickelt, dass nur noch 10 Prozent des Speicherplatzes des Originals benötigt wurde. Mp3 veränderte Hörgewohnheiten und Konsum weltweit. Musiksammlungen, die zuvor ganze Schränke füllten, passten nun in Abspielgeräte von der Größe einer Streichholzschachtel.





Entwurf: Thomas Serres, Hettingen
Motiv: Foto Grammophon © Norman Bruderhofer, Berlin / Foto Tonband © Wolfgang Maria Weber, München / Foto mp3-player
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 13. Oktober 2011
MiNr. 2892
 
Brigitte Am: 17.10.2011 07:00:00 Gelesen: 563245# 103 @  
175 Jahre Alte Pinakothek

Ausgehend von der Kunstkammer in der heutigen "Alten Münze" in München, die Herzog Albrecht V. von Bayern zwischen 1563 und 1567 durch Wilhelm Egckel errichten ließ, präsentierten die Wittelsbacher ihre reichen Kunstschätze über die Jahrhunderte in immer wieder neu eingerichteten Galerien ihrer Residenzen. Berühmt wurden der Galeriebau, den Kurfürst Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg in Düsseldorf bauen ließ, und auch die "Grande Galerie" im Neuen Schloss Schleißheim, die Kurfürst Max Emanuel von Bayern nach französischem Vorbild einrichtete.

Die Idee ging auf einen Erlass von Kaiser Max I. Joseph aus dem Juni 1823 zurück. Der Bau begann im Jahr 1826, einem Jahr nach dem Tode von Kaiser Max I.. Die im Auftrag von König Ludwig I., dem Sohn von Kaiser Max I, errichtete Pinakothek (heute:Alte Pinakothek) wurde 1836 nach 10-jähriger Bauzeit eröffnet. Der Architekt Leo von Klenze hat mit ihr einen wegweisenden Museumsbau geschaffen, der mit seiner Folge von großen, durch Oberlicht beleuchteten Sälen und den begleitenden Kabinetten auf der Nordseite auch für andere Museumsbauten vorbildlich wurde.

Eine "Ältere" und später "Alte" Pinakothek wurde aus dem Museum erst mit der Eröffnung der Neuen Pinakothek im Jahr 1853, die der damals zeitgenössischen Kunst gewidmet wurde. Im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört, konnte die Alte Pinakothek von Hans Döllgast bis 1957 wieder aufgebaut werden, wobei fehlende Fassadenteile nicht einfach rekonstruiert wurden, sondern durch unverputztes Ziegelmauerwerk ersetzt und so als "Verwundungen" erkennbar blieben. Damit schuf er ein beeindruckendes Beispiel der Architektur des Wiederaufbaus.

Die anlässlich des 175. Geburtstags der Alten Pinakothek herausgegebene Sonderbriefmarke gewährt einen Blick in die Vergangenheit, zeigt das Museum in den Jahren um 1880 in alter Pracht. Man schaut über die Barer Straße auf die Süd-Ost-Ecke der Alten Pinakothek und macht an der kurzen Front den von zwei Löwen flankierten Haupteingang aus. Die zur Stadt orientierte, horizontal gegliederte Südseite mit dem großen Portikus war die Schauseite des Hauses. Das Hauptgeschoss der allgemein an die römisch-florentinische Renaissance gemahnenden Fassade wird von einer großen Arkadenordnung bestimmt. Oberhalb des Kranzgesimses fällt der Blick auf die sogenannte Künstlerbalustrade, 24 Skulpturen von im 19. Jahrhundert besonders verehrten Malern. Ganz oben auf dem Dach aber werden die Oberlichtlaternen Klenzes sichtbar, die nochmals verdeutlichen, dass mit der Alten Pinakothek im Jahr 2011 einer der ersten ganz nach funktionalen Erfordernissen konzipierten Museumsbauten gebührende Anerkennung findet.





Entwurf: Prof. Dr. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Alte Pinakothek, München, um 1880; Foto © akg-images
Wert: 1,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 13. Oktober 2011
MiNr. 2893
 
Brigitte Am: 19.10.2011 07:00:00 Gelesen: 563130# 104 @  
Trauermarke

Die gegenseitige Unterrichtung erfolgt heute meist über sehr nüchterne Kommunikationsstränge wie E-Mail, SMS oder Internet sowie via Telefon. Es gibt jedoch Lebensumstände, für die persönlich geschriebene Zeilen in einem Brief wichtiger und passender sind. Daher ist es in Trauerfällen in aller Regel der persönliche Brief, mit dem die Anteilnahme ausgedrückt wird, wobei die menschliche Trauer nicht nur auf Todesfälle fokussiert ist. Trauer kommt auch auf bei kurzen, längeren und gänzlichen Trennungen, bei längeren Krankheiten u.v.m.

Das Briefmarken-Programm bietet auch für solche Anlässe eine breite Motivvielfalt. Der Trauerfall allerdings ist ein Anlass, dem das Bundesministerium der Finanzen in diesem Jahr erstmals eine eigene Briefmarke widmet. Genutzt werden Trauermarken hauptsächlich sowohl von den Trauernden selbst, sowie von denjenigen, die per Brief kondolieren wollen und von Beerdigungsinstituten.

Als Motiv der Briefmarke werden drei Calla-Blüten abgebildet. Die weiße Calla steht symbolisch für die Trauer und die Verbundenheit mit dem betroffenen Menschen. Im Rahmen der Anteilnahme werden mit ihr ungeteilte Aufmerksamkeit, persönliches Mitgefühl oder angemessene Würdigung eines Verstorbenen ausgedrückt. Der dezente schwarze Balken am unteren Bildrand der Marke unterstützt diese Symbolkraft.





Entwurf: Klein und Neumann, Iserlohn
Motiv: Calla-Blüten Foto © Klein und Neumann
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 13. Oktober 2011
MiNr. 2894
 
Brigitte Am: 10.11.2011 07:52:27 Gelesen: 561731# 105 @  
Serie "Weihnachten 2011": St. Martin (45+20)

Die Weihnachtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfänger der Pluserlöse der Weihnachtsmarken ist seit über 40 Jahren die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Weihnachtsmarken zeigen zwei Heilige, die zumindest bis zur Reformation maßgebliche Vorläufer der weihnachtlichen Tradition des Teilens und Schenkens waren und heute etwas wie die Vorboten des Christfestes sind: St. Martin und St. Nikolaus. An beiden Heiligen, die nicht als Märtyrer, sondern als Wohltäter in die Geschichte eingegangen sind, hängt eine Vielzahl verschiedenster Legenden und bis heute gepflegter Bräuche. Sieht man von Maria ab, ist kein Heiliger so populär wie diese beiden Männer.

Martin Luther verdankt seiner Taufe am 11.11.1483 den Namen des Tagesheiligen St. Martin. St. Martin steht für den mantelteilenden Offizier und Bischof aus dem 4. Jahrhundert, St. Nikolaus gilt als himmlischer Kinderfreund und Gabenbringer. Seit dem 8. Jahrhundert feiert man das Fest des Schutzherren Russlands und Lothringens, Amsterdams und New Yorks am 6. Dezember.

St. Martin wird während der „Mantelteilung“ dargestellt. Es ist die Schlüsselszene seines Bekenntnisses zum christlichen Glauben. Als junger Adliger dienstverpflichtet, gehörte Martinus, benannt nach dem römischen Kriegsgott Mars, als Offizier einer Eliteeinheit des römischen Heeres an. Bei einem Ausritt, so ist es überliefert, kam es zu jener schicksalhaften Begegnung mit einem Bettler.

Martinus zückte das Schwert und teilte seinen Rock mit dem Frierenden. Im Traum offenbart sich ihm Christus als der gerettete Bettler. Aus dem Krieger Martinus wird ein Kämpfer für die Sache Gottes. Die Tat Martins wird zum Symbol der Nächstenliebe.

Gemeinsam ist den Weihnachtsmarken 2011 die Darstellung der bis heute tiefen Verwurzelung von St. Martin und St. Nikolaus im
öffentlichen wie im familiären Raum, im Brauchtum wie in der kirchlichen Tradition in der Hinführung auf das Weihnachtsfest.





Entwurf: Karen Scholz, Bad Essen
Motiv: „St. Martin“ Ausschnitt eines Kirchenfensters der Pfarrkirche St. Martin in Nettersheim/Eifel
Wert: 45 + 20 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 10. November 2011
MiNr. 2895
 
Brigitte Am: 12.11.2011 07:00:00 Gelesen: 561601# 106 @  
Serie "Weihnachten 2011": St. Nikolaus (55+25)

Die Weihnachtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfänger der Pluserlöse der Weihnachtsmarken ist seit über 40 Jahren die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Weihnachtsmarken zeigen zwei Heilige, die zumindest bis zur Reformation maßgebliche Vorläufer der weihnachtlichen Tradition des Teilens und Schenkens waren und heute etwas wie die Vorboten des Christfestes sind: St. Martin und St. Nikolaus. An beiden Heiligen, die nicht als Märtyrer, sondern als Wohltäter in die Geschichte eingegangen sind, hängt eine Vielzahl verschiedenster Legenden und bis heute gepflegter Bräuche. Sieht man von Maria ab, ist kein Heiliger so populär wie diese beiden Männer.

Martin Luther verdankt seiner Taufe am 11.11.1483 den Namen des Tagesheiligen St. Martin. St. Martin steht für den mantelteilenden Offizier und Bischof aus dem 4. Jahrhundert, St. Nikolaus gilt als himmlischer Kinderfreund und Gabenbringer. Seit dem 8. Jahrhundert feiert man das Fest des Schutzherren Russlands und Lothringens, Amsterdams und New Yorks am 6. Dezember.

St. Nikolaus ist der Gabenbringer, der seit Jahrhunderten sowohl in der lateinisch-westlichen als auch in der griechisch-östlichen Welt verehrt wird. Das Schenken war bis zur Reformation nicht mit Weihnachten, sondern mit St. Nikolaus verbunden. Erst um 1535 initiierte Martin Luther das Christfest am 25.12. in der Abkehr von den Heiligen als Fest des Beschenkens für Arme und Kinder.

Gemeinsam ist den Weihnachtsmarken 2011 die Darstellung der bis heute tiefen Verwurzelung von St. Martin und St. Nikolaus im
öffentlichen wie im familiären Raum, im Brauchtum wie in der kirchlichen Tradition in der Hinführung auf das Weihnachtsfest.





Entwurf: Karen Scholz, Bad Essen
Motiv: „St. Nikolaus“ Ausschnitt eines Kirchenfensters der Pfarrkirche St. Nikolaus in Rheurdt/Niederrhein
Wert: 55 + 25 Cent
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 10. November 2011
MiNr. 2896
 
Brigitte Am: 14.11.2011 07:00:00 Gelesen: 561474# 107 @  
150. Geburtstag Emil Wiechert

Emil Wiechert (1861 – 1928) gilt als Begründer des Fachgebietes der Geophysik, seitdem er im Jahr 1898 an der Universität Göttingen auf den weltweit ersten Lehrstuhl für Geophysik berufen wurde. Geboren wurde er im ostpreußischen Tilsit als einziges Kind des Kaufmanns Johann Wiechert und seiner Frau Emilie. Nach dem frühen Tod des Vaters wuchs er in Königsberg auf, besuchte dort das Realgymnasium und studierte nach dem Abitur 1881 an der Königsberger Universität Physik.

1889 wurde er bei Professor Volkmann promoviert und habilitierte sich bereits im folgenden Jahr für das Fachgebiet Physik. Bis Anfang 1897 blieb er dort als Privatdozent und machte sich in diesen Jahren als vielseitiger Physiker einen Namen. Ab Frühjahr 1897 war er an der Universität Göttingen tätig. Dort erhielt er schon nach wenigen Monaten den weltweit ersten Lehrstuhl für Geophysik. Er wurde 1898 zum Direktor des neu geschaffenen Institutes für Geophysik ernannt. Wiechert baute in seinem eigenen Institut ab 1901 die bis heute noch im Betrieb befindliche Erdbebenwarte auf.

Die von ihm entworfenen Seismographen ebneten den Weg zu einer Vielzahl wegweisender Entdeckungen über den Aufbau der Erde, aber auch zur Entwicklung von technischen Verfahren bei der Suche nach Lagerstätten. Viele von Emil Wiecherts Schülern wurden bedeutende Geophysiker, die den Aufbau des Fachgebietes nicht nur in Deutschland mit geprägt haben. Darüber hinaus hat sich Emil Wiechert als Mitbegründer von bis heute bestehenden nationalen und internationalen Wissenschaftsgesellschaften engagiert und war damit einer der führenden Repräsentanten des jungen und schnell wachsenden Fachgebiets. Seine Göttinger Seismographen sind bis heute als Wissenschaftsdenkmale in Betrieb.





Entwurf: Carsten Wolff, Frankfurt am Main
Motiv: Porträt Emil Wiechert, Seismograph, Seismographische Aufzeichnung
Bildvorlagen: „Porträtfoto“ und „Erdbebenaufzeichnung von 1906“ mit freundlicher Genehmigung des Instituts für Geophysik der Georg-August-Universität, Göttingen
Wert: 0,90 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 10. November 2011
MiNr. 2897
 
Brigitte Am: 16.11.2011 07:00:01 Gelesen: 561305# 108 @  
50 Jahre Neue Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Vor 50 Jahren, am 17. Dezember 1961 wurde die neue Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche wieder eingeweiht. Der erste Kirchenbau an dieser Stelle wurde 1943 weitgehend zerstört. Aus einem Architekturwettbewerb ging 1957 der Entwurf von Prof. Egon Eiermann als Sieger hervor. Im Miteinander von Altem und Neuem entstand eines der herausragenden Zeugnisse des Kirchenbaus im 20. Jahrhundert; ein Mahnmal für den Frieden, das sehr rasch zur weltbekannten Stadtikone wurde.

Die neue Kirche und der Glockenturm sind geprägt durch ihre klare Formensprache, insbesondere jedoch durch das überwiegend kräftig blaue Glas. Die Glaswände wurden von dem französischen Glaskünstler Gabriel Loire aus Chartres entworfen und in einer von ihm entwickelten Technik ausgeführt. In den Bruchkanten des Glases bricht sich das Sonnenlicht in vielfältiger Weise und bringt die Wände an immer neuen Stellen zum Funkeln. Eine Million Menschen aus aller Welt besuchen alljährlich dieses Bauwerk, suchen hier Stille und Andacht und lassen sich einhüllen vom Zauber des blauen Lichts im Inneren der Kirche.





Entwurf: Ingo Wulff, Kiel
Motiv: Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in abendlicher Stimmung;
Foto: Berlin, Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche
© akg-images/Bildarchiv Monheim: HC 7-MON-27070
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35,00 x 35,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 10. November 2011
MiNr. 2898
 
Brigitte Am: 18.11.2011 00:01:00 Gelesen: 561178# 109 @  
50 Jahre Adveniat

1961 riefen die deutschen katholischen Bischöfe die „Bischöfliche Aktion Adveniat“ ins Leben. Mit jeder Weihnachtskollekte und vielen anderen Spenden unterstützen seitdem die Menschen in Deutschland den Einsatz der Kirche in Lateinamerika und der Karibik. Dieser Einsatz zeichnet sich vor allem durch eine ganzheitliche Arbeit aus, besonders an der Seite der Armen. Erfahrungen daraus vermittelt das Hilfswerk Adveniat der Kirche und Gesellschaft in Deutschland.

Die Webarbeit aus der Maya-Kultur in Guatemala zeigt mit Kreuz und Blume Symbole für Leid und Tod ebenso wie für die Überwindung des Todes und für das Leben. Die beiden Vögel ergänzen sich in ihren Flügelfarben und geben so die Idee der Brücke des Austausches zwischen Lateinamerika und Deutschland wieder, für die Adveniat seit 50 Jahren steht.





Entwurf: Elisabeth Hau, Nürnberg
Motiv: Webarbeit aus der Maya-Kultur in Guatemala
Foto: Stock Photo Archive Image Ref:guat96386, Jamie Marshall
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes, fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 10. November 2011
MiNr. 2899
 
Brigitte Am: 03.01.2012 18:37:19 Gelesen: 558122# 110 @  
Nationalpark Jasmund

Die Kreideküste im Nationalpark Jasmund ist der größte und bedeutendste geologische Aufschluss Norddeutschlands. Denn sie stellt einen Schnitt durch 70 Millionen Jahre Erdgeschichte dar und besteht keineswegs nur aus Kreide, sondern auch aus Sand, Lehm, Mergel und Findlingen.

Diese Küste gibt Einblick in die jüngere Erdgeschichte, vor allem darüber, wie die Insel Rügen entstanden ist. Das Gebiet liegt durchschnittlich etwa 100 m über dem Meeresspiegel und ragt mit dem Pickberg bis auf 161 m empor. Es besitzt ein – aufgrund der Höhe und exponierten Lage in der Ostsee – ganz besonderes, dem Charakter nach teils maritimes, teils montan-winterkaltes Klima.

Böden entstehen in der Zone, in der sich Lithosphäre, Hydrosphäre, Atmosphäre und Biosphäre überlagern und durchdringen. Auf Jasmund sind ganz unterschiedliche Böden entwickelt. Kreide, Geschiebemergel, Sande und organische Bildungen wie Torf sind die Ausgangsmaterialien für die Bodenbildung.

Ostjasmund ist das niederschlagsreichste Gebiet an der deutschen Ostseeküste mit ca. 800 mm pro Jahr. Das im Untergrund versickerte Wasser tritt in Quellen wieder zu Tage und fließt über Bäche, münden dort in die See. Auch ein etwa 500 m breiter Streifen der Ostsee gehört zum Nationalparkgebiet. Im Nationalpark gibt es nur wenige Seen und Weiher, die meisten sind bereits verlandet. So finden sich dann auch mehr als einhundert Moore im Gebiet.

Im Gebiet blieb ein reiches Spektrum naturnaher Ökosysteme bis in die Gegenwart erhalten, das durch weitgehende Eigendynamik gekennzeichnet ist. Dazu gehören die Flachwasserzonen der Ostsee, Blockstrände, Steilküsten, Wälder sowie Bäche und Moore. Die meisten Ökosysteme können als sich zyklisch wandelnde Mosaikgefüge aufgefasst werden. Sie bestehen aus ineinandergreifenden Übergängen unterschiedlicher Entwicklungsstadien.

Die Kreidelandschaft Jasmunds zeichnet sich durch eine artenreiche Vegetation aus. Nur auf feuchten Standorten vertreten Erlen und Eschen die Buche. Die bewaldeten Steilhänge und Uferschluchten der Küste sind der Lebensraum von Ahorn und Ulme. Auch seltene Wildobstgehölze und Eiben gedeihen hier. In den Mooren des Nationalparkes sind Wollgräser, Fieberklee, Sonnentau, Riesenschachtelhalm und seltene Moose beheimatet.

Nicht weniger interessant sind die Kalktrockenrasen auf den Küstenhängen mit verschiedenen Orchideenarten. Eine weitere Besonderheit ist die Salzvegetation der nördlichen Blockstrände. Salz-Binse, Salzmiere und Strand-Tausendgüldenkraut sind hier zu finden.

Das Schalenwild ist mit Damhirsch, Rothirsch, Rehwild und Schwarzwild vertreten. Seeadler horsten in der Stubnitz. Bemerkenswert sind auch die an den Kreidekliffs brütenden Mehlschwalben. Zwergschnäpper brüten im Buchenwald. An sonnigen Frühlingstagen nutzen Kraniche die Thermik über dem Wald, um Höhe zu gewinnen, bevor sie über die Ostsee fliegen. In Feuchtgebieten finden sich Ringelnattern und Kreuzottern. Auch die seltene Glattnatter gibt es noch. Häufig ist auf sonnigen Waldwegen die Waldeidechse zu beobachten. Ein gesichertes Vorkommen haben Teich- und Kammolch ebenso wie Rotbauchunke, Erdkröte, Wechselkröte, Teichfrosch, Kleiner Wasserfrosch, Grasfrosch, Moorfrosch und Springfrosch.

Als faunistische Raritäten besonders hervorzuheben ist die Alpenplanarie, ein Bewohner kalter Quellen, der als Glazialrelikt gedeutet wird sowie Edelkrebs und Bachforelle.
Um die Landschaft ganzheitlich zu verstehen, muss man ihre Geschichte kennen. Im Nationalpark Jasmund finden sich Zeugnisse verschiedener Epochen der Erd- und Menschheitsgeschichte.





Entwurf: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: „Blick auf das Kieler Ufer“ © Kerstin Enderlein
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02. Januar 2012
MiNr. 2900 / selbstklebend: MiNr. 2908
 
Brigitte Am: 04.01.2012 07:00:00 Gelesen: 558071# 111 @  
Serie "Für die Wohlfahrtspflege 2012": Edelsteine - Rubin (55+25)

Die Wohlfahrtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden seit 61 Jahren zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfängerin der Pluserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrt e.V.. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Wohlfahrtsmarken des Jahres 2012 beschäftigen sich mit Edelsteinen. Verfolgt man die Geschichte der Edelsteine zurück, so wird deutlich, dass die Menschen stets eine bemerkenswerte Affinität zu diesen Schöpfungen und Spielereien der Natur hatten, wobei in den letzten Jahrzehnten auch eine fruchtbare Wechselwirkung und ein geradezu symbiotisches Verhältnis zwischen dem Edelsteinmarkt und der Modebranche entstanden ist.

Mit dem Begriff "Edelstein" verbindet sich seit jeher die Vorstellung von etwas Kostbarem, Einzigartigem, geheimnisvoll Mystischem und Unvergänglichem. Früher schrieb man den Edelsteinen sogar übernatürliche Kräfte zu. In Form von Amuletten oder Talismanen sollten sie die bösen Mächte vertreiben. In alten Mythen, in Heldengeschichten des Altertums und nicht zuletzt der Märchenwelt haben Edelsteine ihren festen Platz. Sie verkörpern meist das Edle, Reine und Gute, das von finsteren Mächten begehrt und zugleich bedroht wird.

Jeder natürliche Edelstein ist einzigartig. Farbe, Reinheit, Schliff, Glanz, Gewicht und Seltenheit verleihen dem Edelstein die Wertschätzung, die er grenzenlos und weltweit genießt.

Feine Rubine gehören zu den wertvollsten aller Farbedelsteine. Der Rubin verdankt seinen Namen der roten Farbe (lat.: Rubeus). Schon in der Antike wurde er mit den Worten beschrieben: „Einer ist rot wie das reinste Blut und heißt Rubinius. Dieser ist der Beste von allen.“ Der Rubin steht für Liebe, Leidenschaft und Macht. Rubine finden sich als Prunkstücke in einer Vielzahl von Krönungsinsignien, zusammen mit anderen roten Edelsteinen wie beispielsweise dem Spinell und dem Granat.

Wissenschaftlich betrachtet ist der Rubin die rote Varietät des Minerals „Korund“. Mit der Härte 9 auf der Mohs’schen Skala gehören Korunde unmittelbar nach dem Diamanten (Härte 10) zu den härtesten Materialien.





Entwurf: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: Rubin ©Karl Faller Edelsteinschleiferei, Kirschweiler
Wert: 0,55+0,25 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Joh. Enschede Security-Print, Haarlem, Niederlande
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02. Januar 2012
MiNr. 2901 / selbstklebend: MiNr. 2909
 
Brigitte Am: 06.01.2012 07:00:00 Gelesen: 557882# 112 @  
Serie "Für die Wohlfahrtspflege 2012": Edelsteine - Smaragd (90+40)

Die Wohlfahrtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden seit 61 Jahren zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfängerin der Pluserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrt e.V.. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Wohlfahrtsmarken des Jahres 2012 beschäftigen sich mit Edelsteinen. Verfolgt man die Geschichte der Edelsteine zurück, so wird deutlich, dass die Menschen stets eine bemerkenswerte Affinität zu diesen Schöpfungen und Spielereien der Natur hatten, wobei in den letzten Jahrzehnten auch eine fruchtbare Wechselwirkung und ein geradezu symbiotisches Verhältnis zwischen dem Edelsteinmarkt und der Modebranche entstanden ist.

Mit dem Begriff "Edelstein" verbindet sich seit jeher die Vorstellung von etwas Kostbarem, Einzigartigem, geheimnisvoll Mystischem und Unvergänglichem. Früher schrieb man den Edelsteinen sogar übernatürliche Kräfte zu. In Form von Amuletten oder Talismanen sollten sie die bösen Mächte vertreiben. In alten Mythen, in Heldengeschichten des Altertums und nicht zuletzt der Märchenwelt haben Edelsteine ihren festen Platz.

Sie verkörpern meist das Edle, Reine und Gute, das von finsteren Mächten begehrt und zugleich bedroht wird. Jeder natürliche Edelstein ist einzigartig. Farbe, Reinheit, Schliff, Glanz, Gewicht und Seltenheit verleihen dem Edelstein die Wertschätzung, die er grenzenlos und weltweit genießt.

Der "Smaragd" verdankt seinen Namen dem griechischen Wort "Smaragdos", was "grüner Stein" bedeutet. Er weist eine Härte von 7,5 bis 8 auf der Mohs’schen Skala auf und gehört mineralogisch betrachtet zur Beryll-Gruppe, zu der beispielsweise auch der Aquamarin gehört. Für die faszinierende und betörend schöne grüne Farbe, die auch als "smaragdgrün" bezeichnet wird, zeichnen Spuren von Chrom und/oder Vanadium verantwortlich.

Gerade dieser Edelstein lebt von faszinierenden Einschlüssen und feinen Einschlussbildern, die in der Fachwelt als „Jardin“ bezeichnet werden und geradezu charakteristisch für ihn sind und grundsätzlich nicht zu einer Wertminderung führen.





Entwurf: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: Smaragd ©Karl Faller Edelsteinschleiferei, Kirschweiler
Wert: 0,90+0,40 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Joh. Enschede Security-Print, Haarlem, Niederlande
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02. Januar 2012
MiNr. 2902
 
Brigitte Am: 09.01.2012 07:00:00 Gelesen: 557619# 113 @  
Serie "Für die Wohlfahrtspflege 2012": Edelsteine - Saphir (145+55)

Die Wohlfahrtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden seit 61 Jahren zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfängerin der Pluserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrt e.V.. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Wohlfahrtsmarken des Jahres 2012 beschäftigen sich mit Edelsteinen. Verfolgt man die Geschichte der Edelsteine zurück, so wird deutlich, dass die Menschen stets eine bemerkenswerte Affinität zu diesen Schöpfungen und Spielereien der Natur hatten, wobei in den letzten Jahrzehnten auch eine fruchtbare Wechselwirkung und ein geradezu symbiotisches Verhältnis zwischen dem Edelsteinmarkt und der Modebranche entstanden ist.

Mit dem Begriff "Edelstein" verbindet sich seit jeher die Vorstellung von etwas Kostbarem, Einzigartigem, geheimnisvoll Mystischem und Unvergänglichem. Früher schrieb man den Edelsteinen sogar übernatürliche Kräfte zu. In Form von Amuletten oder Talismanen sollten sie die bösen Mächte vertreiben. In alten Mythen, in Heldengeschichten des Altertums und nicht zuletzt der Märchenwelt haben Edelsteine ihren festen Platz.

Sie verkörpern meist das Edle, Reine und Gute, das von finsteren Mächten begehrt und zugleich bedroht wird. Jeder natürliche Edelstein ist einzigartig. Farbe, Reinheit, Schliff, Glanz, Gewicht und Seltenheit verleihen dem Edelstein die Wertschätzung, die er grenzenlos und weltweit genießt.

Der Saphir gehört – wie auch der Rubin – zu der Korund-Gruppe und weist insofern ebenfalls die Härte 9 auf der Mohs´schen Skala auf. Der Name Saphir entstammt dem griechischen Begriff "Sapheiros", was übersetzt "Blau" bedeutet und zugleich auf die häufigste Saphir-Farbe hindeutet. Allerdings gibt es auch Saphire in anderen Farben wie beispielsweise den rosa Saphir oder den gelben Saphir.

Sehr wertvoll und von Fachleuten überaus geschätzt sind die leuchtend orange-farbigen Saphire, die den Namen "Padparadscha" (Lotusblüte) tragen. Der Saphir, der bereits seit Jahrtausenden zu den wichtigsten und kostbarsten Edelsteinen gehört, findet sich in fast allen europäischen Kronjuwelen. Im Mittelalter und in der Renaissance wurden Saphire als heilige Steine von Bischöfen, Kardinälen und Päpsten der Römisch - Katholischen Kirche getragen.





Entwurf: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: Saphir ©Karl Faller Edelsteinschleiferei, Kirschweiler
Wert: 1,45+0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Joh. Enschede Security-Print, Haarlem, Niederlande
Größe: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02. Januar 2012
MiNr. 2903
 
Brigitte Am: 11.01.2012 07:00:00 Gelesen: 557321# 114 @  
350. Geburtstag Matthäus Pöppelmann

Matthäus Daniel Pöppelmann geboren am 3. Mai 1662 stammte aus einer Kaufmannsfamilie aus Herford in Westfalen. Im Jahr 1680 trat Pöppelmann im Alter von 18 Jahren in das sächsische Bauamt ein, wo er als unbezahlte Hilfskraft sechs Jahre lang blieb.

Als erster bedeutender Baumeister der frühen Neuzeit war er nicht Künstler oder Militäringenieur, sondern diente sich in einer Behörde hoch. Im Jahr 1686 wurde er zum Baukondukteur befördert. Seinen Lebensunterhalt verdiente er zu dieser Zeit mit dem Bau von Bürgerhäusern. Beeinflusst wurde er in dieser Zeit vor allem von den Oberlandbaumeister Wolf Caspar von Klengel, der als Begründer des Sächsischen Barock gilt und seinen Nachfolger Johann Georg Starcke.

Als sein Hauptwerk gilt der Zwinger in Dresden, den er zusammen mit dem Bildhauer Balthasar Permoser schuf. In diesem formal einzigartigen Gebäude eines befestigten Turnierplatzes kam es zu einer einmaligen, ekstatischen Verbindung von Architektur und Plastik. Des Weiteren erbaute Pöppelmann auch den Japanischen Palais, das Schloss Pillnitz, die Augustusbrücke und die erste nach Pöppelmanns Tod fertig gestellte Dreikönigskirche.

1718 wurde Matthäus Daniel Pöppelmann als Nachfolger von Johann Friedrich Karcher Oberlandbaumeister. Als Oberlandbaumeister im sächsischen Oberbauamt war Pöppelmann aber auch für alle profanen Staatsbauten wie Deiche, Straßen oder Brücken verantwortlich. In dieser Stellung entfaltete er eine umfangreiche Bau- und Verwaltungstätigkeit, welcher Dresden die glänzendste und fantasievollste Schöpfung des Rokokostils verdankt.

Etwa ab 1730 zog August der Starke aber für repräsentative Projekte jüngere Architekten vor und Pöppelmann widmete sich vor allem der Leitung des Oberbauamtes. Im Oktober 1734 schied Matthäus Daniel Pöppelmann aus dem Oberbauamt aus. Sein Nachfolger wurde Johann Christoph Knöffel.

Pöppelmann wurde einige Monate später schwer krank und starb am 17. Januar 1736. Er wurde in der Gruft der Matthäuskirche in Dresden beigesetzt.





Entwurf: Lutz Menze, Wuppertal
Motiv: Zwinger in Dresden, Ansicht des Kronentors mit Innenhof, 1905
Foto © Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin
Wert: 1,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02. Januar 2012
MiNr. 2905 / selbstklebend: MiNr. 2915
 
Brigitte Am: 13.01.2012 07:00:00 Gelesen: 557097# 115 @  
300. Geburtstag Friedrich der Große

Geboren im Jahre 1712, machte der Thronfolger des Soldatenkönigs mit 18 Jahren erstmals den europäischen Höfen Schlagzeilen. Durch seinen Fluchtversuch 1730, der ihn aus Gewalt des Vaters und den Konventionen des Thronfolgers erlösen sollte, betrat Friedrich ganz eigene Art die Bühne der Weltgeschichte.

Der berühmte Fahnenflucht-Prozess machte Friedrich auf einmal zur Schlagzeile. Der Einmarsch in Schlesien 1740, nur Wochen nach dem Thronantritt, löste einen Konflikt mit den Großmächten Europas aus, der für die nächsten Jahrzehnte in mehreren Kriegen Preußens Schicksal bestimmen sollte. Am Ende stand 1763 der Triumph, noch einmal davongekommen zu sein und sich wortwörtlich gegen ganz Europa durchgesetzt gehabt zu haben. Nun war er in den Augen der europäischen Öffentlichkeit endgültig "der Große".

Von Anfang an kalkulierte Friedrich dabei die Wirkung seines Handelns ganz genau und wurde so zur charismatischen Figur und "Marke", die selbst seine intimsten Feinde in Erstaunen versetzte. Es gab im 18. Jahrhundert viele berühmte Feldherren und auch Aristokraten die sich durch die Dichtung oder Musik ausdrückten. Friedrichs Kombination von Held und Feldherr und Feingeist aber traf den Nerv der Zeit und machte seinen Ruhm aus.

Aus Anlass des 300. Geburtstages Friedrichs des Großen 2012 wird diese bedeutende Persönlichkeit der deutschen und europäischen Geschichte ins Zentrum einer Vielzahl von Veranstaltungen gerückt. Viele Museen in Berlin widmen sich mit Ausstellungen seiner. Dreihundert Jahre nach Friedrichs Geburt stellen die baulichen Zeugnisse seiner Regierung Potsdam nach wie vor die authentischsten Orte dar, um sich der Person Friedrichs anzunehmen.

In ungewöhnlich persönlicher Weise drückt sich in den Schlössern und Gärten Friedrichs Selbstverständnis aus und sie führen bis heute eindrücklich vor Augen, wie Friedrich von der Nachwelt gesehen werden wollte.





Entwurf: Gerhard Lienemeyer, Offenbach am Main
Motiv: Porträt Friedrich der Große Porträtfoto © bpk/SPSG/J.P. Anders
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02. Januar 2012
MiNr. 2906
 
Brigitte Am: 16.01.2012 07:00:00 Gelesen: 556816# 116 @  
225. Geburtstag Joseph Fraunhofer

Fraunhofer gilt als Begründer der wissenschaftlichen Methodik im Bereich Optik und Feinmechanik, als Schöpfer der deutschen Präzisionsoptik und zugleich als erfolgreicher Unternehmer.

Geboren im Jahr 1787, hatte er schon mit zwölf Jahren beide Eltern verloren. Für den ursprünglich vorgesehenen Beruf des Drechslers war er körperlich zu schwach; so trat er – wie sein Vater – eine Lehre als Glaser an. Sein Lehrherr Philipp Anton Weichselberger erlaubte jedoch nicht, dass der wissbegierige junge Fraunhofer die Feiertagsschule besuchte und Bücher las.

Als Weichselbergers Haus 1801 einstürzte, konnte Fraunhofer nach einigen Stunden unverletzt geborgen werden. Dabei kam er in Kontakt mit Kurfürst Maximilian IV. Joseph und mit dem Unternehmer Joseph von Utzschneider. Auf diese Weise in der Öffentlichkeit bekannt geworden, wuchsen Fraunhofers Möglichkeiten der persönlichen Entwicklung beträchtlich. Von da an durfte er die Schule besuchen, erhielt Unterricht in der Kunst des Linsenschleifens und wurde schließlich als Optiker an die Werkstatt des renommierten Erfinders und Konstrukteurs Georg von Reichenbach empfohlen, an der Utzschneider beteiligt war.

Fraunhofers Begabung und Zielstrebigkeit führten dazu, dass ihn Reichenbach und Utzschneider bereits mit 22 Jahren zum verantwortlichen Leiter der zum Betrieb gehörenden Glashütte in Benediktbeuern ernannten. Die Entwicklung neuer Glassorten, entscheidende Verbesserungen bei der Glasherstellung und die Perfektionierung des Baus optischer Instrumente führten zu eindrucksvollen Ergebnissen. Der Betrieb stellte nun Fernrohre, Ferngläser, Mikroskope, Lupen und astronomische Fernrohre in einer bis dato unerreichten Qualität her.

Fraunhofers Instrumente wurden in ganz Europa vertrieben und eingesetzt. Nicht zuletzt für die eigene wissenschaftliche Arbeit erwiesen sich die von Fraunhofer selbst entwickelten Instrumente als entscheidende Voraussetzung. Sein Spektrometer erlaubte ihm die genaue Untersuchung des Sonnenlichts und anderer Lichtquellen; seine optischen Gitter machten es möglich, das Phänomen der Lichtbeugung zu untersuchen und in seiner Auswirkung auf den Bau optischer Instrumente zu beschreiben.

Die konkurrenzlos guten Instrumente und seine wissenschaftlichen Leistungen brachten Fraunhofer national und international großen Ruhm und viele Ehrungen. Sein wissenschaftliches Renommee führte dazu, dass Fraunhofer gegen den anfänglichen Widerstand etablierter Forscher als Vollmitglied in die Bayerische Akademie der Wissenschaften aufgenommen wurde. Der bayerische König ernannte ihn schließlich zum Ritter des "Civil-Verdienst-Ordens der Baierischen Krone" und erhob ihn damit in den Adelsstand.

Joseph von Fraunhofer starb 1826, mit 39 Jahren, an Lungentuberkulose.





Entwurf: Prof. Daniela Haufe u. Prof. Detlef Fiedler, Berlin
Motiv: Die dargestellten Farben symbolisieren das Sonnenspektrum mit den Fraunhoferlinien
Wert: 0,90 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02. Januar 2012
MiNr. 2907 / selbstklebend: MiNr. 2929
 
Brigitte Am: 06.02.2012 08:16:21 Gelesen: 555064# 117 @  
Biathlon-WM Ruhpolding

Ende Februar 2012 fällt in Ruhpolding der Startschuss für die 45. Biathlon-WM, dann wird das Publikum die umgebaute Chiemgau-Arena in einen Hexenkessel verwandeln. Die kleine Gemeinde im südöstlichsten Zipfel Deutschlands ist seit jeher eine echte Hochburg des Biathlonsports. Seit dem kompletten Umbau der Arena können nun 30.000 Zuschauer auf den Tribünen und an der Strecke ihre Favoriten bejubeln.

Eine gewaltige Kulisse, die den deutschen Titelverteidigern Magdalena Neuner (Sprint und Massenstart), Arnd Pfeiffer (Sprint) und der Damen-Staffel ganz sicher den Rücken stärkt, sowie die Arrivierten und Youngsters des Deutschen Skiverbandes zu Höchstleistungen animieren wird. Die Veranstaltung erstreckt sich vom 29. Februar bis 11. März 2012, Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Die Biathlon-Weltmeisterschaften gibt es seit 1958. Doch erst seit 1989 tragen Damen und Herren eine gemeinsame WM aus. Ruhpolding ist nach 1979, 1985 und 1996 bereits zum vierten Mal WM-Gastgeber. Die deutschen Fans bejubelten damals das Staffel- und Mannschaftsgold der DSV-Damen sowie die Silbermedaille der Herrenstaffel. Mehr als 90.000 Menschen besuchten damals das Spektakel an fünf Wettkampftagen.

Die Veranstaltung ging als Weltmeisterschaft der Superlative in die Geschichtsbücher des Biathlonsports ein. 2012 erwarten die Organisatoren 250.000 Zuschauer an zehn Wettkampftagen. Bereits mehrere Monate vorher waren alle Tickets fast vollständig ausverkauft.

Auch im Fernsehprogramm ist der Wintersport Nummer 1, bis zu 10 Mio. Fernsehzuschauer verfolgten den Wintersport in den letzten Jahren. Seit 2008 wurde die Arena neu umgebaut.





Entwurf: Jens Müller und Karin Weiland, Düsseldorf
Motiv: Massenstart vor Ruhpoldinger Kulisse © SID IMAGES/AFP/M. Antonor, Ruhpolding Tourismus GmbH
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH&Co.KG, Mönchengladbach
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 9. Februar 2012
MiNr. 2912
 
Brigitte Am: 09.02.2012 09:35:17 Gelesen: 554832# 118 @  
125 Jahre Schmalspurbahnen im Harz

Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge, der Harz wird in seinem östlichen Teil seit den Jahren 1887 bis 1899 von einem Schmalspurbahn-Streckennetz durchquert. Das vorrangig mit Dampflokomotiven betriebene Netz auf einer Spurweite von 1.000 mm zerklüftete die Gebirgswelt zwischen Nordhausen, Wernigerode und Quedlinburg in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Thüringen. Das seit 1991 von der Harzer Schmalspurbahnen GmbH betriebene und im Eigentum der Gesellschaft stehende Streckennetz umfasst die Flächen des am 1. Juli 2007 neu gegründeten Landkreises Harz sowie des Landkreises Nordhausen auf der Harzquer-, Brocken- und Selketalbahn.

Ca. 1,1 Mio. Reisende werden jährlich im klassischen aber auch im touristischen Schienenverkehr befördert. Für den Reisezugverkehr stehen vorrangig 25 Dampflokomotiven zur Verfügung, wobei in der Regel 17 Dampfloks aus den 1950er Jahren den fahrplanmäßigen Zugbetrieb zwischen allen 48 Bahnhöfen und Haltepunkten durchführen. Von besonderer Kostbarkeit sind die historischen Dampflokomotiven. So stehen heute zwei Mallet-Lokomotiven aus dem Jahre 1897 vor Plan- und Sonderzügen im Einsatz.

Die Harzer Schmalspurbahnen zeichnen sich aus durch seit 1972 unter Denkmalschutz stehenden Schmalspurbahnen im Harz, die mit mehr als 140 km das längste zusammenhängende, schmalspurige Streckennetz Deutschlands vorweisen. Der Brockenbahnhof liegt in einer Höhe von 1.125 Metern auf dem höchsten Gipfel Norddeutschlands. Im Verlauf der Strecke werden nahezu 400 Brücken, Wasserdurchlässe und Überführungen sowie ein Tunnel passiert.





Entwurf: Horst F. Neumann und Gerda M. Neumann. Wuppertal
Motiv: Schmalspurbahn im Harz; Foto ©Michael Hubrich
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke&Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 9. Februar 2012
MiNr. 2910 / selbstklebend: MiNr. 2916
 
Brigitte Am: 10.02.2012 11:36:36 Gelesen: 554717# 119 @  
Serie "Post" - Winterferien in Deutschland

Wie in den vergangenen Jahren erscheint auch 2012 die Briefmarken-Serie "Post" mit insgesamt vier Briefmarken. Sie präsentieren universelle Themen, die zu vielfältigen Schreibanlässen passen. Das Thema der aktuellen Ausgaben heißt "Ferien in Deutschland" und thematisiert damit eine Zeit, in der erfahrungsgemäß besonders viele Briefe und Postkarten geschrieben werden.

Die Winterferien hatten in der ehemaligen DDR ihre Tradition. Sie dauerten drei Wochen und fanden meist in der 2. bis 4. Februarwoche statt. Kurz vor Weihnachten bis nach Neujahr gab es die "Ferien zum Jahreswechsel". Im Ferienkalender der alten Bundesländer tauchen Winterferien erstmals 1987/88 auf, und zwar in Baden-Württemberg. Bis dahin lag der Schwerpunkt der schulfreien Zeiten im Winter um das Weihnachtsfest herum, und die Weihnachtsferien begannen meist zum oder nach Eintritt des astronomischen Winters am 21. oder 22. Dezember.





Entwurf: Andrea Voß-Acker, Wuppertal
Motiv: Winterferien in Deutschland (45 Cent) Foto © PantherMedia
Wert: 0,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02. Januar 2012
MiNr. 2904
 
Brigitte Am: 13.02.2012 07:00:00 Gelesen: 554498# 120 @  
100 Jahre "Der blaue Reiter"

„Der Blaue Reiter“ ist der Name einer Künstlergruppierung um Wassily Kandinsky (1866-1944) und Franz Marc (1880-1916). Der Name geht auf den von Kandinsky und Marc im Sommer 1911 geplanten und 1912 in München herausgegebenen Almanach „Der Blaue Reiter“ zurück.

„Der Blaue Reiter“ steht für die idealistische - romantische, spirituelle Strömung des deutschen Expressionismus, als Gegenpol zu den wirklichkeitsnäheren Richtungen in Dresden und Berlin („Die Brücke“). An den legendären Ausstellungen nahmen bedeutende deutsche und französische Künstler teil. Darunter auch Robert Delaunay, dessen Orphismus die Münchner Maler stark beeinflusste. Die beiden Künstler lehnten die Salonmalerei ab. Die wachsende Entfremdung der Natur sollte durch eine „tiefere Sicht“ der Dinge aufgefangen werden.

Ein Beispiel für die expressionistischen Werke der verschiedenen Künstler dieser Gruppe ist das Bild „Blaues Pferd“ von Franz Marc aus dem Jahr 1911. Er entwarf ebenfalls eine neue Farbtheorie für seine Zeit besonders, diese prägte viele weitere Werke. Blau ist im Sinne von Kandinsky „Farbensprache“, die Farbe des Geistes.

Neben zunehmender Meinungsverschiedenheit in der Künstlergruppe setzten auch die Ereignisse zu Beginn des Ersten Weltkriegs dem Wirken des „Blauen Reiters“ im Jahr 1914 ein Ende. Kandinsky musste nach Russland zurück, während Marc in Frankreich 1916 fiel.

Die Einflüsse dieser Künstlergruppierung blieben jedoch erhalten. So lehrten Paul Klee und Wassily Kandinsky nach seiner Rückkehr aus Russland zu Beginn der 1920er Jahre am Bauhaus in Weimar und in Dessau. In Anspielung auf den „Blauen Reiter“ wurde 1924 in Weimar unter Beteiligung von Kandinsky, Klee und Alexej von Jawlensky, Lyonel Feininger und der deutschamerikanischen Galeristin und Kunstliebhaberin Galka Scheyer eine Ausstellungsgruppe mit dem Namen „Die Blauen Vier“ gegründet. Durch Galka Scheyers wurden diese in Amerika bekannt und eröffneten den Weg bedeutender Kunstsammlungen.

In der Zeit des Nationalsozialismus verloren die Orte der Avantgarde der deutschen Kunst ihre Bedeutung. Das Bauhaus wurde aufgelöst, die Werke der Expressionisten und abstrakten Kunst als „entartet“ verboten und aus den öffentlichen Kunstsammlungen entfernt. Viele Werke der Künstler des „Blauen Reiters“ wurden vor der Zerstörung gerettet und ins Ausland verkauft. Die Deutschen konnten Bilder der Gruppe erst wieder im Jahr 1949 im Münchner Haus der Kunst sehen. Kandinsky blieb sein Leben lang der Kunst verpflichtet. Die Flucht vor denjenigen, die seine Kunst nicht verstanden, und steter Neuanfang, prägten sein Leben. Im Jahr 1944 fand in seinem Beisein die letzte Ausstellung seiner Werke in der Pariser Galerie l`Esquisse statt.

Kandinsky starb kurz vor seinem 78. Geburtstag im Dezember 1944 in Neuilly-sur-Seine. Seine Werke jedoch überdauern die Jahrzehnte immer noch und bieten einen Blick des deutschen Expressionismus.





Entwurf: Nina Clausing, Wuppertal
Motiv: „Blaues Pferd I“ © Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau, München
Wert: 1,45 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 9. Februar 2012
MiNr. 2911
 
Brigitte Am: 15.02.2012 07:00:00 Gelesen: 554301# 121 @  
Wiederbesiedlung heimische Wildtiere: Luchs

Die einzige Großkatze Europas erlitt in Deutschland Mitte des 19. Jahrhunderts das gleiche Schicksal wie Wolf und Braunbär: die Ausrottung durch den Menschen. Durch die Wiederansiedlung im tschechischen Böhmerwald Mitte der 1980er Jahre, fand der Luchs auch den Weg in die Wälder Ostbayerns wieder.

Der männliche Luchs beansprucht große Jagdreviere, die bis zu 50.000 Hektar betragen können. Sein Jagdverhalten zielt meistens auf Rehe ab. Luchse sind Einzelgänger, die nur während der Paarungszeit im Spätwinter das andere Geschlecht besuchen. Der Paarungsruf klingt rau und heiser.

Charakteristisch für den Europäischen Luchs sind die Haarbüschel an den Ohrenspitzen und ein individuell schwarz gepunktetes Fell, sie werden bis zu 25 kg schwer. Das Weibchen wird lediglich 18 kg schwer und zieht nach der Paarung die Jungen alleine auf. Luchsspuren ähneln denen von Katzen.





Entwurf: Thomas Serres, Hattingen
Motiv: Foto Luchs © Picture-Alliance/Arco images
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke&Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 9. Februar 2012
MiNr. 2913 / selbstklebend: MiNr. 2921
 
Brigitte Am: 17.02.2012 07:00:00 Gelesen: 554151# 122 @  
Wiederbesiedlung heimische Wildtiere: Elch

Elche sind die größte lebende Hirschart. Bullen können bis zu 800 kg schwer werden, das Geweih kann bis zu 20 kg wiegen. Ihr Verbreitungsgebiet liegt in den nordischen Nadelwäldern Nordamerikas und Eurasiens. Zwei kleine Populationen gibt es seit geraumer Zeit in Böhmen südöstlich von Budweis und am Moldaustausee.

Elche sind anpassungsfähig, sie bevorzugen lichte Wälder mit Wasser und Mooren. Sie haben praktisch keine Feinde in Europa außer den Wölfen. Sie ernähren sich ausschließlich vegetarisch z.B. von Knospen und sowie von der Rinde jüngerer Bäume. Elche sind tagaktiv und Einzelgänger. Nur in der Brunftzeit versammeln sich bis zu 15 Kühe und warten auf den Elchbullen. Eine trächtige Elchkuh bekommt meist nur ein einziges Kalb.





Entwurf: Thomas Serres, Hattingen
Motiv: Foto Elch © Picture Alliance/Okapia
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke&Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 9. Februar 2012
MiNr. 2914 / selbstklebend: MiNr. 2922
 
Richard Am: 05.03.2012 11:29:38 Gelesen: 552690# 123 @  
Serie "Post": Frühjahrsferien in Deutschland

Das Thema der aktuellen Ausgabe heißt "Ferien in Deutschland" und thematisiert damit eine Zeit, in der erfahrungsgemäß besonders viele Briefe und Postkarten geschrieben werden. Mit dem Thema „Ferien in Deutschland“ erinnern die jahreszeitlichen Motive der Briefmarken an eine Einrichtung, die auf den ersten Blick als selbstverständlich erscheint, aber historisch gesehen noch sehr jung ist: nämlich die Schulferien.

Ferien können Kinder erst genießen, seit es die allgemeine Schulpflicht in Deutschland gibt, die vor etwa 200 Jahren eingeführt wurde. Die schulfreie Zeit beschränkte sich in den Anfängen fast nur auf die kirchlichen Feste und Sonntage. Später kamen die Tage oder Wochen hinzu, während derer wegen Jahrmärkten oder Messen der Schulunterricht unterbrochen wurde. Und vereinzelt gab es an heißen Sommertagen halbe oder ganze Tage frei. Der Forderung von Ärzten nach Erholung für Schüler und Lehrer ist es angeblich zu verdanken, dass vor etwa 100 Jahren geregelte Sommerferien von mindestens sechs Wochen einführt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Trennung in zwei deutsche Staaten gab es dann unterschiedliche Ferienordungen.

In der BRD wurden die Ferien von der Länderebene aus geregelt, während dies in der damaligen DDR vom Staat aus geschah. Die Kultusminister der Länder legen die Ferienzeiten fest: Sie verständigen sich darüber in der Ständigen Konferenz der Kultusminister. Als Basis zur Festlegung dient das Hamburger Abkommen der Länder über Dauer des Schuljahres, der Schulpflicht und der Ferien. Um Verkehrsstaus zu vermeiden gibt es in Deutschland unterschiedliche Anfänge der Sommerferien in den Bundesländern.

Die Frühjahresferien oder Osterferien dauern je nach Bundesland zwei Wochen. Zeitlich sind die Osterferien an das wechselnde Datum des Osterfestes gebunden, das seit dem ökumenischen Konzil von Nicäa im Jahr 325 einheitlich an einem Sonntag nach dem jüdischen Passahfest und nach Frühlingsbeginn gefeiert wird.





Entwurf: Andrea Voß-Acker, Wuppertal
Motiv: Frühjahrsferien in Deutschland (55 Cent) Foto © mauritius images/Andreas Kitting
Wert: 0,55 Euro
Druck: Giesecke&Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: Breite: 44,2 mm Höhe: 26,2 mm
Papier und Druckverfahren: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II - Mehrfarben-Offsetdruck
Ausgabetag: 1. März 2012
MiNr. 2917 / selbstklebend: MiNr. 2923
 
Richard Am: 07.03.2012 07:00:00 Gelesen: 552460# 124 @  
500. Geburtstag Gerhard Mercator

Gerhard Kremer wurde am 5. März 1512 als Sohn eines Schusters in Rupelmonde bei Antwerpen geboren. 1530 begann er an der Universität Löwen ein Studium der Philosophie, Mathematik und Astronomie. Wie unter Humanisten üblich, latinisierte er seinen Namen und nannte sich seitdem Gerardus Mercator. Er erlernte den Bau von Vermessungsgeräten und Globen und arbeitete selbständig als Kartograph, Landvermesser und Instrumentenbauer. Seine Arbeiten waren für ihre große Exaktheit und Detailgenauigkeit berühmt. 1536 heiratete er die Bürgertochter Barbara Schellekens und zeugte sechs Kinder mit dieser.

In Löwen wo die Hochzeit statt fand, fertigte er seine ersten kartographischen Werke z.B. die Flandernkarte (1540). Trotz seines schon damals weit über die Grenzen der spanischen Niederlande hinaus reichenden Ruhmes wurde er im Februar 1544 unter dem Verdacht der Ketzerei verhaftet. Mehrere Monate war er im Kastell von Rupelmonde eingekerkert und kam erst durch die Fürsprache einflussreicher Persönlichkeiten frei. Im Jahr 1552 sog die Familie Mercator nach Duisburg, ausschlaggebend waren die liberalen Einstellungen des Herzogs von Jülich-Kleve-Berg in Religionsfragen und Mercators Hoffnung auf einen Lehrstuhl an der geplanten Duisburger Universität.

1558 erwarb er ein Anwesen und arbeitete dort auch für den Landesherren Herzog Wilhelm den Reichen, der Mercator im Jahre 1563 zum "Herzoglichen Kosmographen" ernannte. In Duisburg schuf Mercator den bedeutendsten Teil seines Lebenswerke z.B. die Europakarte (1554, 2. Auflage 1572). Zu großer Bekanntheit gelangte Gerhard Mercator mit seiner 1569 herausgegebenen Weltkarte "Ad usum navigantium", die zum Gebrauch für die Schifffahrt bestimmt war. Diese genial konzipierte Wandkarte, die nach einem neuen Gradnetzentwurf angefertigt wurde, der heute die Bezeichnung "Mercator-Projektion" trägt und seitdem für See- und Landkarten und in der Luft- und Raumfahrt Verwendung findet, verbürgte jene Genauigkeit, die notwendig war, ein angesteuertes Ziel auch tatsächlich zu erreichen. Berühmt und hoch angesehen starb Gerhard Mercator am 2. Dezember 1594 im Alter von 82 Jahren in seinem Haus in Duisburg. Er wurde in der Salvatorkirche bestattet. Dort erinnert eine Gedenktafel der Erben an den großen Kosmographen.





Entwurf: Prof. Iris Utikal und Prof. Michael Gais, Köln
Motiv: Doppelportrait Mercator und Hondius (Kupferstich, koloriert, Ausschnitt)
Wert: 2,20 Euro
Druck: Giesecke&Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: Breite: 35,0 mm Höhe: 35,0 mm
Papier und Druckverfahren: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II - Mehrfarben-Offsetdruck
Ausgabetag: 1. März 2012
MiNr. 2918
 
Richard Am: 09.03.2012 07:00:00 Gelesen: 552228# 125 @  
Blockausgabe: 500 Jahre Sixtinische Madonna

Die "Sixtinische Madonna" ist ein Meisterwerk von Raffael (1483-1520). Der Künstler galt schon seinen Zeitgenossen als außergewöhnliches Talent. Er wurde 1508 von Papst Julius II nach Rom berufen. Doch nicht nur der Papst, sondern auch Kardinäle, Fürsten, Gelehrte und Bankiers versuchten sich die Dienste des Künstlers zu sichern. Als 1512 in Rom eine Delegation mit der Nachricht eintraf, dass sich Piacenza dem Kirchensaat anschließt, war das eine Siegesnachricht für den Papst, der zu dieser Zeit mit Frankreich im Krieg lag. Deshalb nimmt man an, dass der Auftrag für die "Sixtinische Madonna" von Papst Julius II kam. Als der Papst Ende Februar 1513 starb, dürfte die "Sixtinische Madonna" wohl weitgehend fertig gewesen sein. Spätestens im darauffolgenden Jahr wird das Gemälde zur Weihe der neuerbauten Klosterkirche San Sisto in Piacenza, das in Oberitalien circa 70 Kilometer südöstlich von Mailand liegt, auf dem Hochaltar aufgestellt.

Das Altarbild stellt eine Sacra Conversatione dar: Die klassisch in Rot und Blau gewandete Madonna mit dem Jesuskind wird von Papst Sixtus II., der die Porträtzüge von Julius II. trägt, und der Heilige Barbara flankiert. (Die Gebeine dieser beiden Heiligen wurden in der Kirche San Sisto als Reliquie aufbewahrt.) Die drei Figuren sind im Dreieck angeordnet; zurückgeschlagene Vorhänge in den oberen Bildecken betonen die geometrische Komposition. Der Heilige, zu dessen Füßen die Tiara (Papstkrone) als Würdezeichen abgestellt ist, weist aus dem Bild hinaus, und die Madonna und das Kind blicken ernst in die gewiesene Richtung, während die Frau zur Rechten den Blick demütig niederschlägt. An seinem ursprünglichen Platz war das Bild an der Rückwand des Altars gegenüber einem großen Kruzifix angebracht; das Spiel der Figuren steht also im Bezug zum Kreuzestod Christi.

Der Blick des Betrachters wird von Links herein auf die linke Figur geführt. Danach wird durch die Bildkomposition der Blick im Bild gehalten. Die linke Figur blickt auf die Madonna mit Kind, der Blick des Betrachters wird im Weiteren auf die rechte Figur geleitet. Deren Blickrichtung weist auf die Engel am unteren Bildrand, die durch ihre Kopfhaltung wiederum zu Barbara führen. Von der anderen Seite wird der Blick des Betrachters mit dem Arm von Sixtus auf die Engel, von diesen zu Barbara und dann wiederum auf die Madonna gelenkt. Zusätzlich wird das Kind in der Hand durch den Gegenschwung des Schleiers aufgefangen. Dieser Kreis fängt den Blick des Betrachters immer wieder auf und lenkt ihn auf die Madonna. Eine maltechnische Meisterleistung dieses Werkes birgt der Hintergrund – aus größerer Entfernung glaubt man, Wolken zu sehen, bei näherer Betrachtung sind es jedoch zahllose Engelsköpfe. Dieses Kunstwerk diente vielen nachfolgenden darstellenden Künstlern als Vorlage eigener Werke. Eduard Mandels Kupferstich nach diesem Gemälde ist, kurz vor seinem Tod entstanden, eines seiner bedeutendsten Werke.



Entwurf: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: Die Sixtinische Madonna
Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Gemäldegalerie Alte Meister, Foto: Elke Estel, Hans-Peter Klut
Wert: 0,55 Euro
Druck: Bagel Security Print GmbH&Co. KG, Mönchengladbach
Format PWZ: Breite: 35,0 mm Höhe: 35,0 mm
Format Block: Breite: 98 mm Höhe: 134 mm
Papier und Druckverfahren: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II - Mehrfarben-Offsetdruck
Ausgabetag: 1. März 2012
MiNr. 2919 / selbstklebend: MiNr. 2965
 
Richard Am: 12.03.2012 07:00:00 Gelesen: 551877# 126 @  
Trauermarke

Es gibt Anlässe im Leben, in der persönlich geschriebene Zeilen in einem Brief wichtiger und passender sind als eine E-Mail oder SMS. Sei es bei Hochzeiten, Taufen oder in diesem Fall bei Trauerveranstaltungen ist ein Brief sehr oft hilfreich und zeigt den Betroffenen mehr Anteilnahme als eine elektronische Nachricht. Der Trauerfall ist ein Anlass, dem eine eigene Briefmarke gewidmet werden sollte. Daher gibt das Bundesministerium der Finanzen auch in diesem Jahr eine Trauermarke heraus. Die Trauermarke kann sowohl von der oder dem Trauernden selbst, als auch von Denjenigen genutzt werden, die einer oder einem Trauernden ihre persönliche Anteilnahme ausdrücken wollen.

Als Motiv der Briefmarke wird eine Landschaft in der Abenddämmerung dargestellt. Die untergehende Sonne ist dabei Zeichen der Vergänglichkeit. Doch das Sonnenlicht verschwindet nur langsam und lässt den Betrachter ahnen, dass auf die hereinbrechende Nacht bald wieder ein neuer Morgen folgt. Damit drückt das Bild Hoffnung aus, die für den Trauernden einen "neuen Morgen" markieren kann. Das Motiv steht zudem symbolisch für die Trauer und die Verbundenheit mit dem betroffenen Menschen. Im Rahmen der Anteilnahme werden damit ungeteilte Aufmerksamkeit, persönliches Mitgefühl oder angemessene Würdigung eines Verstorbenen ausgedrückt. Der dezente schwarze Balken am unteren Bildrand der Marke unterstützt diese Symbolik.





Entwurf: Silvia Runge, Otterberg
Motiv: Landschaft in der Abenddämmerung Foto: Clara Runge ©
Wert: 0,55 Euro
Druck: Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: Breite: 44,2 mm Höhe: 26,2 mm
Papier und Druckverfahren: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II - Mehrfarben-Offsetdruck
Ausgabetag: 1. März 2012
MiNr. 2920
 
Brigitte Am: 16.04.2012 06:06:54 Gelesen: 549015# 127 @  
Serie "Für den Sport 2012": Fußball-EM in Polen und Ukraine (55+25)

Die 14. Fußball-Europameisterschaft vom 8. Juni bis 1. Juli 2012 in Polen und der Ukraine hat Bundestrainer Joachim Löw zur „Mission Gold“ für die deutsche Nationalmannschaft ausgerufen. 1972 gewann diese den ersten von drei EM-Titeln. Weitere fünf mal erreichte die DFB-Auswahl danach das EM-Endspiel. Dort hoffen die deutschen Fans, ihr Team auch beim Finale am 1. Juli 2012 in Kiew zu sehen.





Entwurf: Jens Müller und Karen Weiland, Düsseldorf
Motiv: Fußball
Wert: 0,55 + 0,25 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: Breite: 55,0 mm Höhe: 32,8 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 12. April 2012
MiNr. 2924
 
Brigitte Am: 18.04.2012 07:00:00 Gelesen: 548883# 128 @  
Serie "Für den Sport 2012": Olympische Sommerspiele in London (90+40)

Vom 27. Juli bis zum 12. August 2012 finden in London die Olympischen Spiele und danach vom 29. August bis zum 9. September die Paralympics statt. Schwimmen als olympische Kernsportart ist Bestandteil zahlreicher weiterer Wettkämpfe etwa beim Triathlon oder beim modernen Fünfkampf. Zudem finden vom 16. bis 27. Mai 2012 die Schwimm-Europameisterschaften in Antwerpen statt. Der Deutsche Olympische Sportbund hat frühzeitig die Weichen für die Entsendung hoffentlich erfolgreicher Teams gestellt.





Entwurf: Jens Müller und Karen Weiland, Düsseldorf
Motiv: Olympische Spiele
Wert: 0,90 + 0,40 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: Breite: 55,0 mm Höhe: 32,8 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 12. April 2012
MiNr. 2925
 
Brigitte Am: 20.04.2012 07:00:00 Gelesen: 548749# 129 @  
Serie "Für den Sport 2012": Tischtennis-WM in Dortmund (145+55)

Die 51. Mannschafts-Weltmeisterschaft 2012 im Tischtennis ist einer der Höhepunkte des Sportjahres in Deutschland. In der Dortmunder Westfalenhalle, die 1989 Schauplatz des historischen WM-Erfolgs des legendären Doppels wurde, kämpfen diesmal wieder Männer und Frauen um einen Medaillengewinn. Das WM-Turnier, das vom 25. März bis 1. April stattfindet und Ländervertretungen aus rund 150 Nationen in Dortmund erwartet, ist eine der größten und traditionsreichsten Hallensportveranstaltungen der Welt.





Entwurf: Jens Müller und Karen Weiland, Düsseldorf
Motiv: Tischtennis
Wert: 1,45 + 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: Breite: 55,0 mm Höhe: 32,8 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 12. April 2012
MiNr. 2926
 
Brigitte Am: 23.04.2012 07:00:00 Gelesen: 548603# 130 @  
100. Geburtstag Axel Springer

Axel Springer der Erfinder der BILD-Zeitung, Liebhaber Israels und Freiheitskämpfer wäre am 2. Mai 2012 100 Jahre alt geworden. Er war Journalist, Unternehmer und Liberaler. Er bezeichnete sich selbst als Mammutverleger. Geboren in Altona wuchs er bereits mit Zeitungen auf, im Verlag seines Vaters lernte er Schriftsetzer und Drucker. Als Journalist schrieb er für die „Altonaer Nachrichten“. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt er und Hinrich von den britischen Militärbehörden die Lizenz für die Zeitung „Nordwestdeutsche Hefte“, in dem ab 1946 Rundfunkbeiträge abgedruckt wurden.

Im selben Jahr erschien die erste Ausgabe von HÖR ZU. 1948 gründete Springer den Verlag HAMBURGER ABENDBLATT. Von einer London-Reise brachte er die Idee BILD mit. 1952 erschien die erste Ausgabe, die eine gedruckte Antwort auf das Fernsehen sein sollte. Ende der 60er-Jahre geriet Springer in die Kritik, vor allem die Marktstellung der BILD war den demonstrierenden Studenten und der linken Gegenöffentlichkeit ein Dorn im Auge. Axel Springer der sich die Freiheit für alle Deutschen und die Wiedervereinigung Deutschlands wünschte, konnte den Fall der Mauer nicht mehr erleben. Er starb am 22. September 1985 in Berlin.





Entwurf: Nicole Elsenbach; Fienbork Elsenbach Design, Hückeswagen
Motiv: Axel Springer
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: Breite: 34,89 mm Höhe: 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 12. April 2014
MiNr. 2927
 
Brigitte Am: 25.04.2012 07:00:00 Gelesen: 548521# 131 @  
50 Jahre Deutsche Welthungerhilfe

Binay Ranjan Sen, indischer Diplomat, Generalsekretär der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen und leidenschaftlicher Kämpfer gegen den Hunger startete im Jahr 1960 die „Freedom from Hunger Campaign“. Regierungen, auch Nichtregierungsorganisationen, Institutionen des öffentlichen Lebens, Vertreter der Religionen und engagierte Einzelpersonen sollten weltweit die Kampagne mittragen. In Deutschland stieß diese Idee auf konkretes Interesse. Heinrich Lübke gründete 1962 den „Deutschen Ausschuss für den Kampf gegen den Hunger“ als Teil der wegweisenden globalen Kampagne. 1967 nahm der Verein die Rechtsform eines Vereins mit dem Namen „Deutsche Welthungerhilfe e.V.“ an.

Sie ist heute eine der größten, privaten Hilfsorganisationen in Deutschland, unabhängig und über ihre Mitgliedsorganisationen, Spender und Unterstützer breit in der deutschen Gesellschaft verankert. Die Organisation setzt sich seit 50 Jahren für eine gesicherte Ernährung aller Menschen ein, für ländliche Entwicklung und den Erhalt der natürlichen Ressourcen. Insgesamt wurden in 50 Jahren mit gut 2,25 Milliarden Euro rund 4.500 Selbsthilfeprojekte, 1.100 Projekte für Kinder und Jugendliche sowie über 1.000 Nothilfeprogramme in 70 Ländern gefördert.

Die Welthungerhilfe ermöglicht es Menschen in Entwicklungsländern, jetzt und in Zukunft für sich selbst zu sorgen. Als große deutsche Hilfsorganisation mit langjähriger internationaler Erfahrung schreibt sie Erfolgsgeschichten in Afrika, Asien und Lateinamerika. In ihrer politischen Arbeit kämpft sie für die Veränderung der Verhältnisse, die zu Hunger und Armut führen. In Deutschland mobilisiert sie Menschen für ihre Vision. Für ihre sparsame und transparente Mittelverwendung erhielt sie bisher Jahr für Jahr das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen.

Trotz aller Erfolge hungern weltweit vor allem in den Entwicklungsländern immer noch fast eine Milliarde Menschen. Auch nach 50 Jahren richtet die Welthungerhilfe darum ihren Blick nach vorn mit einer klaren Haltung: Sie zeigt anhand von vielen konkreten Projekten, kleinen und großen Initiativen auf, dass langfristige, nachhaltige und messbar erfolgreiche Entwicklungszusammenarbeit möglich ist.





Entwurf: Ingo Wulff, Kiel
Motiv: Indien, Lastenträger, DW Milleniumsdorf Sarwan
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: Breite: 35 mm Höhe: 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 12. April 2014
MiNr. 2928
 
Brigitte Am: 02.05.2012 13:48:22 Gelesen: 548035# 132 @  
Fußball begeistert Deutschland

Mit der Fußballweltmeisterschaft 2006 im eigenen Land erreichte die Begeisterung für den populärsten Sport in Deutschland eine neue Dimension. Das Motto lautete "Die Welt zu Gast bei Freunden", und diese freundschaftliche wie integrative Losung mündete im "Sommermärchen 2006". Der offensive Fußball der deutschen Mannschaft begeisterte die Menschen. Millionen von Fußballfans kamen während der WM zu den "Public Viewings".

Sie zeigten neben ihrer Begeisterung auch einen unverkrampften Umgang mit den Nationalsymbolen. Schwarz-rot-gold geschminkte Gesichter und ein Fahnenmeer dokumentierten die neue locker-positive Beziehung der Deutschen zum eigenen Land.





Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motiv: Public Viewing Bild-Nr.:02183430, ©Imago/Schupfner
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 35,0 x 35,0 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 2. Mai 2012
MiNr. 2930 / selbstklebend: MiNr. 2936
 
Brigitte Am: 04.05.2012 07:00:00 Gelesen: 547867# 133 @  
Fachwerkbauten Bad Münstereifel

Das so genannte Haus Windeck in Bad Münstereifel, erbaut 1644/1664 (Fassadenumbau), ist einer der zierreichsten Fachwerkbauten der nördlichen Rheinlande. Das Giebelhaus mit zwei Wohn- und drei Speichergeschossen ist ein Stockwerksbau mit leichten Vorkragungen in den Wohngeschossen. Die Speichergeschosse waren ursprünglich bis auf die drei rundbogigen Ladeluken geschlossen. Prägend für das Erscheinungsbild der Fassade sind die reich geschmückten Fenstererker der Wohngeschosse, deren Konsolen und Brüstungsfelder eine Fülle von geschnitzten Zierformen zeigen: Taue, Schuppenmuster, Rosetten, Fratzen und anderes mehr.

Die innere Aufteilung des Hauses – hohes Erdgeschoss mit Mitteldiele und seitlichen Hängestuben – folgte einem im 17. Jahrhundert besonders am Rhein verbreiteten Typus des bürgerlichen Wohn- und Geschäftshauses, während das reiche, dekorative Schnitzwerk der Fassade an moselländische Fachwerkbauten erinnert.





Entwurf: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Mitteldeutscher Fachwerkbau in Bad Münstereifel
Wert: 1,65 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 2. Mai 2012
MiNr. 2931
 
Brigitte Am: 07.05.2012 07:00:00 Gelesen: 547603# 134 @  
Serie "Für den Umweltschutz 2012": Abfall ist Rohstoff (55+25)

Natürliche Ressourcen wie erneuerbare und nicht erneuerbare Rohstoffe, Boden, Wasser, Luft, Nahrung und Energie bilden die Grundlage unseres Wohlstandes. Die Verknappung wichtiger Rohstoffe bei gleichzeitig steigender Nachfrage führt allerdings zu steigenden Rohstoffpreisen und zur Erschließung von Rohstoffvorkommen in Gebieten, die besonders sensibel auf menschliche Eingriffe reagieren.

Wir müssen also mit unseren Ressourcen möglichst sparsam und effizient umgehen. Schon bei der Gestaltung und Produktion von Gütern wollen wir mit möglichst wenig Rohstoffeinsatz Langlebigkeit und Wiederverwendbarkeit erreichen. Mit der stofflichen und energetischen Verwertung von Abfällen senkt die Kreislaufwirtschaft den Bedarf an neu abgebauten Rohstoffen. Sie leistet damit einen erheblichen Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen. Die Kreislaufwirtschaft ist eine tragende Säule einer Green Economy - "Abfall ist Rohstoff"!





Entwurf: Christoph Niemann, Berlin
Motiv: "Froschkönig“ als Blechdose
Wert: 0,55+0,25 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 35,0 x 35,0 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 2. Mai 2012
MiNr. 2932
 
Brigitte Am: 09.05.2012 07:00:00 Gelesen: 547405# 135 @  
Serie "Post": Sommerferien in Deutschland

Wie in den vergangenen Jahren erscheint auch 2012 die Briefmarken-Serie "Post" mit insgesamt vier Briefmarken. Sie präsentieren – im Gegensatz zu den meist jubiläumsbezogenen Ausgaben des Jahres – universelle Themen, die zu vielfältigen Schreibanlässen passen und attraktive Frankaturmöglichkeiten darstellen. Das Thema der aktuellen Ausgabe heißt "Ferien in Deutschland" und thematisiert damit eine Zeit, in der erfahrungsgemäß besonders viele Briefe und Postkarten geschrieben werden.

Die Marke mit dem Titel "Sommerferien" ist zudem der deutsche Beitrag zur internationalen Briefmarken-Serie "Europa", die alljährlich von der Vereinigung der europäischen Postorganisationen initiiert wird.

Die Sommerferien liegen am Ende des Schuljahres und gehen auf die "Hundstagsferien" vom 24. Juli bis 24. August zurück. Der Name kommt jedoch nicht etwa von schwitzenden Hunden an diesen vermeintlich heißen Sommertagen, sondern von Sirius, dem Hundsstern, der zu dieser Zeit mit der Sonne annähernd gleichzeitig aufgeht. Die frühesten Sommerferien beginnen Mitte Juni, die spätesten enden Mitte September. Eine Sonderregelung gilt für die Inseln Sylt, Föhr, Amrum und Helgoland sowie die Halligen. Hier enden die Sommerferien eine Kalenderwoche früher, dafür haben die Insulaner drei Wochen Herbstferien.





Entwurf: Andrea Voß-Acker, Wuppertal
Motiv: Sommerferien in Deutschland Foto © PantherMedia
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 2. Mai 2012
MiNr. 2933
 
Brigitte Am: 11.05.2012 07:00:00 Gelesen: 547191# 136 @  
250. Geburtstag Johann Gottlieb Fichte

Johann Gottlieb Fichte wurde am 19. Mai 1762 in Rammenau bei Bischofswerda geboren. Zunächst verdiente er seinen Lebensunterhalt als Hauslehrer. Auf der Suche nach geistigem Halt und einem sinnerfüllten Leben stieß er 1790 auf die Kantsche Philosophie und entwickelte dann eigenständig eine stark subjektiv geprägte Weltanschauung, die als Wissenschaft von den Wissenschaften auftrat. In Verbindung mit seinen philosophischen Grundpositionen vertrat er fortschrittlich demokratische Ansichten.

Der 1792, zunächst anonym, erschienene „Versuch einer Kritik aller Offenbarung“ begründete Fichtes Ruhm. Fichte war ein ausgesprochener Demokrat und Vertreter der Republik als Regierungsform. 1807/08 forderte er das deutsche Volk in seinen „Reden an die deutsche Nation“ zum Widerstand gegen die französische Fremdherrschaft auf.

Fichte war der erste Philosophieprofessor und erste gewählte Rektor der Berliner Universität (jetzt Humboldt-Universität). Er starb am 29. Januar 1814 in Berlin und wurde auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt.





Entwurf: Matthias Wittig, Berlin
Motiv: Gottlieb Fichte, Porträt und Zitat
Wert: 0,70 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 2. Mai 2012
MiNr. 2934
 
Brigitte Am: 14.06.2012 13:20:58 Gelesen: 544636# 137 @  
Serie "Deutsche Malerei" Adolph Menzel

Das Balkonzimmer gewährt Einblick in Adolph Menzels private Bildwelt, zeigt es doch den Salon in der Schönebergerstraße, wo er seit 1845 wohnte. Zugleich markiert es den Beginn seiner drei Jahre währenden Beschäftigung mit Darstellungen von Innenräumen.

Die Türen des Balkons sind geöffnet, warmes, durch den Vorhang gebrochenes Sonnenlicht durchflutet den Raum. Durch die Reflexion des Spiegels wird der Bildraum erweitert, neben den beiden Stühlen, Läufer und Sessel sind nun auch ein Kanapee und ein darüber gehängter Stich erkennbar. Statt jeden einzelnen Bildgegenstand fotografisch in detail zu beschreiben, variiert Menzel die Deutlichkeit der Wiedergabe: Die Objekte werden – entsprechend der Wahrnehmung des menschlichen Auges – mal flüchtig und unscharf mal in ihren Konturen deutlich wiedergegeben, wobei auch hier stets der flächige Farbauftrag dominiert.





Entwurf: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: Adolph Menzel – Das Balkonzimmer; © bpk/Nationalgalerie, SMB/Jörg P. Anders
Wert: 2,60 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 14. Juni 2012
MiNr. 2937
 
Brigitte Am: 16.06.2012 07:00:00 Gelesen: 544551# 138 @  
200 Jahre Grimms Märchen

Die „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm gehören zu den bekanntesten Büchern der Weltliteratur und werden bis heute überall gelesen, bearbeitet, illustriert und medial verbreitet. Übersetzungen lassen sich in mehr als 170 Sprachen der Welt nachweisen, die weltweite Gesamtauflage aller Gesamt-, Teil- und Einzelausgaben dürfte inzwischen die Milliardengrenze weit überschritten haben.

Die Brüder Jacob (1785-1863) und Wilhelm (1786-1859) Grimm haben ihre berühmte Märchensammlung nach zahlreichen mündlichen und schriftlichen Quellen verfasst, die überwiegend aus dem deutschsprachigen aber auch aus dem orientalischen Raum stammen. Ihre herausragende Leistung besteht darin, dass sie für jedes ihrer Märchen aus sehr verschiedenen Quellen eine ideale Erzählung geschaffen und diese auf einen wunderbaren romantischen Erzählton gestimmt haben, der die Leserinnen und Leser bis heute fasziniert.





Entwurf: Barbara Dimanski, Halle (Saale)
Motiv: Innentitel der Originalausgabe der "Kinder- und Hausmärchen" der Brüder Grimm, 1812 Scherenschnittfiguren © Luise Neupert, Schmölln Buchvorlage mit freundlicher Genehmigung des Brüder Grimm-Museums, Kassel
Wert: 0,55 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 14. Juni 2012
MiNr. 2938
 
Brigitte Am: 19.06.2012 07:00:01 Gelesen: 544373# 139 @  
150 Jahre Deutscher Chorverband

Der deutsche Chorverband ist mit 700.000 aktiven und über 1 Million fördernden Mitgliedern in mehr als 20.000 Chören und Vereinen die international größte Organisation der Laienmusik. In 30 Einzelverbänden werden das Singen und die Chormusik bundesweit gepflegt.

Chöre leisten einen umfassenden Beitrag zur Gestaltung der Freizeit und schaffen Möglichkeiten für Begegnungen zwischen allen Gesellschaftsschichten, Bevölkerungsgruppen und Altersstufen. Die Mitgliedschöre des DCV sind offen für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger und pflegen Kontakte zu deren eigenständigen Chor- und Kulturgruppen. Über 450 Chöre auf allen fünf Erdteilen sind Mitglieder im DCV – Chöre zwischen Santiago de Chile, Windhuk und Tokio. Der DCV engagiert sich u.a. deshalb aktiv in den europäischen und internationalen Chorverbänden.

Der Deutsche Chorverband ist die Stimme für das Singen. Nirgendwo sind mehr junge Stimmen zu finden: rund 100.000 Kinder und Jugendliche bilden die Deutsche Chorjugend im DCV und nirgendwo singen mehr Frauen: rund 250.000. Noch halten die Männer die Mehrheit – aber Kinder- und Jugendchöre, gemischte und Frauenchöre prägen zunehmend das Gesicht der Chorlandschaft.





Entwurf: Barbara Dimanski, Halle (Saale)
Motiv: Illustrative Darstellung eines Chores
Wert: 0,85 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Größe PWZ: 35 x 35 mm
Ausgabetag: 14. Juni 2012
MiNr. 2939
 
Brigitte Am: 21.06.2012 07:00:00 Gelesen: 544205# 140 @  
Pfälzer Hütte

Jedes Kind in Liechtenstein kennt die auf 2.108 m ü. M. gelegene Pfälzerhütte, den Zielort erster schweisstreibender Schulausflüge in die Liechtensteiner Alpen. Für viele Einwohner des Landes gehört es zudem zur liebgewordenen Tradition, der aus rohem Bruchstein gebauten Raststation jedes Jahr während der Sommerferien oder an milden Herbsttagen mindestens einmal einen Besuch abzustatten. Wenige wissen aber, wie diese Berghütte überhaupt zu ihrem Namen kam.

Im Mai 1925 beschloss der „Verband der Pfälzischen Sektionen im Deutschen und Österreichischen Alpenverein“ im Rätikon eine Hochgebirgshütte zu errichten. Als Standort wurde das Bettlerjoch gewählt, ein Bergsattel auf liechtensteinischem Boden zwischen Augstenberg und Naafkopf, an der Grenze zu Österreich und der Schweiz. Dieses Ansinnen wurde auch von der Regierung des Fürstentums Liechtenstein freudig begrüsst, die im April 1926 die Baugenehmigung erteilte. Am 5. August 1928 konnte die Pfälzerhütte nach einer Bauzeit von 113 Tagen feierlich eingeweiht werden. 1950, nachdem die Hütte über viele Jahre hinweg unbewohnt blieb und mehrmals geplündert wurde, kam sie in den Besitz des Liechtensteiner Alpenvereins. Heutzutage ist die um ein Nebengebäude erweiterte Schutzhütte von Juni bis Oktober durchgehend bewirtschaftet und wird im Jahr von rund 10.000 Menschen besucht.





Entwurf: Corinna Rogger, Biberach
Motiv: Foto © „Pfälzer Hütte im Abendlicht“ Meinrad Büchel, Vaduz, Liechtenstein
Wert: 0,75 Euro
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Ausgabetag: 14. Juni 2012
MiNr. 2940
 
Brigitte Am: 12.07.2012 16:28:12 Gelesen: 542712# 141 @  
In Deutschland zu Hause - Vielfalt

"In Deutschland zu Hause": Ungefähr 16 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund sind dies. Darunter sind etwa 8,5 Millionen deutsche Staatsbürger. Ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland hat Wurzeln in nahezu allen Ländern der Welt. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung ist in den jüngeren Generationen und in Ballungszentren am größten.

Es ist entscheidend, dass wir auf die Vielfalt in unserem Land setzen, sie als Chance verstehen. Viele deutsche Unternehmen haben längst erkannt, dass sie davon profitieren, wenn sie gezielt Menschen unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen kulturellen Hintergründen einstellen und beschäftigen. Der gekonnte Umgang mit der Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Kundinnen und Kunden ist gerade in einer globalisierten Wirtschaft ein wichtiger Erfolgsfaktor. Vielfalt ist eine Chance für unser Land.
Ob Yilmaz, Peters oder Kaminski, ob Krüger, Hanke oder Tozzi: Bei allen Unterschieden haben sie eine entscheidende Gemeinsamkeit: Sie sind in Deutschland zu Hause.

Die Bundesregierung setzt mit dieser Briefmarke ein Zeichen, indem sie die Vielfalt Deutschlands würdigt und zu einem guten Miteinander in unserem Land aufruft. Vielfalt anerkennen und als Chance begreifen – das ist die Botschaft dieser Briefmarke.





Entwurf: Jens Müller und Karen Weiland, Düsseldorf
Motiv: Klingelschild mit Familiennamen © istockphoto.com/Zmeel Photography
Wert: 0,55 Euro
Druck: Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Bedruckstoff und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II - Mehrfarben-Offsetdruck
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Ausgabetag: 12. Juli 2012
MiNr. 2941
 
Brigitte Am: 14.07.2012 07:00:01 Gelesen: 542545# 142 @  
Serie Leuchttürme: "Kleiner Leuchtturm Borkum"

Kleiner Leuchtturm Borkum 53° 34' 43,6" N 06° 40' 01,2" O

1886 erhielt die Isselburger Hütte den Auftrag zum Bau eines neuen Leuchtturms auf Borkum. Auf einer Düne im Südwesten der Insel wurde der aus Eisengussteilen (Tübbingen) gefertigte Turm errichtet. Der Kleine Leuchtturm war 27,9 m hoch, und sein Feuer reichte rund 16 Seemeilen weit. Er war der erste elektrisch betriebene Leuchtturm Deutschlands. 1966 wurde der Turm zur ersten Radarstation der deutsch-niederländischen Landradarkette ausgebaut. Aufgrund veränderter Fahrwasserverhältnisse der Ems musste das Feuer im Sommer 2003 abgeschaltet werden. Seitdem dient der Kleine Leuchtturm hauptsächlich als Radarstation und Antennenträger für andere Funkdienste der Verkehrssicherung auf der Ems.

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist Eigentümer und Betreiber des Leuchtturms.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Kleiner Leuchtturm Borkum
Foto: © Reinhard Scheiblich, Norderstedt
Zehnerbogenrand: Bildvorlagen Seekarten © Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Wert: 0,45 Euro
Druck: Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Bedruckstoff und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II - Mehrfarben-Offsetdruck
Größe PWZ: 35,00 mm x 35,00 mm
Ausgabetag: 12. Juli 2012
MiNr. 2942
 
Brigitte Am: 16.07.2012 07:00:00 Gelesen: 542369# 143 @  
Serie Leuchttürme: "Arkona"

Arkona 54° 40' 35" N 13° 26' 16" O

Das Kap Arkona befindet sich an der Nordspitze der Insel Rügen und ist für die Schifffahrt seit mehreren hundert Jahren ein wichtiger Orientierungspunkt. Wegen der besonderen nautischen Bedeutung wurde bereits 1827 ein erster 21 m hoher Leuchtturm mit einem lichtstarken Feuer unter Mitwirkung des berühmten preußischen Baumeisters Karl Friedrich Schinkel errichtet. Das bis heute als „Schinkelturm“ bezeichnete Bauwerk wurde später durch einen 35 m hohen Leuchtturm ergänzt, der seit 1905 ununterbrochen in Betrieb ist. Selten ist heute die Geschichte der deutschen Leuchtfeuer so authentisch zu erleben, wie auf Arkona. Das Ensemble aus zwei beieinander stehenden Leuchttürmen mit zahlreichen Nebengebäuden zeugt von dieser Entwicklung.

Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes ist Eigentümer und Betreiber des Leuchtturms.





Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv: Leuchtturm Arkona
Foto: © Reinhard Scheiblich, Norderstedt
Zehnerbogenrand: Bildvorlagen Seekarten © Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Wert: 0,55 Euro
Druck: Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Bedruckstoff und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II - Mehrfarben-Offsetdruck
Größe PWZ: 35,00 mm x 35,00 mm
Ausgabetag: 12. Juli 2012
MiNr. 2943
 
Brigitte Am: 18.07.2012 07:00:01 Gelesen: 542205# 144 @  
Serie "Weltkulturerbe der UNESCO" - Muskauer Park (Gemeinschaftsausgabe mit Polen)

In den Jahren 1815-45 schuf Fürst Pückler aus dem sandigen Tal der Neiße ein riesiges Gartenparadies. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der „Muskauer Park“ entlang der Neiße in einen deutschen und in einen polnischen Bereich geteilt. Erst seit Ende der 1980er Jahre konnte er schrittweise wieder in seine ursprüngliche Gestalt zurückversetzt werden. Über den Flusslauf hinweg wurden beide Seiten durch die Wiederherstellung von historischen Wegeverbindungen und die Öffnung zugewachsener Blickachsen von Neuem vereint.

Die bereits mehr als zwei Jahrzehnte währende enge Zusammenarbeit deutscher und polnischer Gartendenkmalpfleger hat sich gelohnt: Pücklers Gartenparadies ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht, begeistert mit seinen nun wahrhaft grenzenlosen Sichtachsen. Eigentümer des deutschen Teils ist seit 1992 der Freistaat Sachsen, der als Verwaltung 1993 die Stiftung „Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ gründete. Die polnische Parkseite wird durch das in Warschau ansässige Nationale Institut für Denkmale betreut. Aufgrund seiner Natur idealisierenden Gestaltung und weitgehenden Stilreinheit ist der Muskauer Park von großer gartengeschichtlicher Bedeutung, der mit der Anerkennung als Weltkulturerbe der UNESCO im Juli 2004 auch eine internationale Würdigung erfuhr.





Entwurf: Marzanna Dabrowska, Warschau (Polen)
Motiv: Blick über die Neiße in den Muskauer Park
Foto: Mit freundlicher Genehmigung des Archivs des Nationalen Instituts für Kulturerbe der Republik Polen
Wert: 0,90 Euro
Druck: Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Bedruckstoff und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II - Mehrfarben-Offsetdruck
Größe PWZ: 44,20 mm x 26,20 mm
Ausgabetag: 12. Juli 2012
MiNr. 2944
 
Brigitte Am: 20.07.2012 07:00:00 Gelesen: 542040# 145 @  
Tierheime

Die Tierheime im Deutschen Tierschutzbund stehen für die direkte Hilfe für in Not geratene Tiere. Gemeinsam mit ihrer Dachorganisation, dem Deutschen Tierschutzbund, setzen sie sich für deren besseren gesetzlichen Schutz und für neue Entwicklungen zum Wohl der Tiere ein. Die Aufgaben, die ein modernes Tierheim zu bewältigen hat, sind vielfältig und erfordern den tatkräftigen Einsatz ebenso wie die fundierte Sachkenntnis. Die Tierheime nehmen jährlich über 300.000 Tiere auf, entlaufene oder ausgesetzte Heimtiere ebenso wie Tiere, die aus verschiedenen Gründen von ihren Besitzern abgegeben werden. Die verantwortliche Übernahme der Betreuung und Vermittlung von Tieren durch die Tierheime stärkt das im Grundgesetz festgeschriebene Staatsziel Tierschutz. Darüber hinaus leisten Tierheime regelmäßig Hilfestellungen für verletzte oder verwaiste Wildtiere. In den letzten Jahren müssen die Tierheime zudem immer wieder Exoten aufnehmen, beispielsweise Schlangen, Vogelspinnen oder Chamäleons. Auch von Behörden aufgrund schlechter Haltung beschlagnahmte Tiere finden im Tierheim eine Bleibe.

Ein Großteil der Aufgaben von Tierheimen kann nur dank der umfassenden ehrenamtlichen Unterstützung geleistet werden. Die Tierschutzvereine als Träger der Tierheime werden von den Bürgern und teilweise von ortsansässigen Firmen getragen, die entweder direkte ehrenamtliche Hilfe leisten und/oder durch Spenden und Beiträge helfen, die Aufgaben zu bewältigen. Bei der Unterbringung und Betreuung von Tieren ist zudem ein hohes Maß an Professionalität erforderlich, dazu verpflichtet die Sachkunde nach § 11 Tierschutzgesetz, die die Räumlichkeiten und die fachlich fundierte Betreuung umfasst. Tierheime haben sich auch zu Begegnungsstätten entwickelt, in denen Bürgerinnen und Bürger durch Engagement in die soziale Gesellschaft eingebunden werden. Tierheime sind neben allem ideellen Engagement aber auch als Wirtschaftsbetrieb wahrzunehmen: So werden in den Tierheimen Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen und in der Regel sind Investitionen in den Tierschutz mit Aufträgen für das lokale Handwerk verbunden.





Entwurf: Michael Okraj, Berlin
Motiv: Fotocollage Hund, Katze, Fisch
Foto "Fisch" © Magalice – Fotolia.com
Foto "Hund und Katze" © fotojagodka – Fotolia.com
Wert: 1,45 Euro
Druck: Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Bedruckstoff und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II - Mehrfarben-Offsetdruck
Größe PWZ: 44,20 mm x 26,20 mm
Ausgabetag: 12. Juli 2012
MiNr. 2945
 
Brigitte Am: 09.08.2012 10:41:51 Gelesen: 540561# 146 @  
Serie "Für die Jugend 2012": Historische Dampflokomotive S3/6 (55+25)

Die Dampflokomotive steht bis heute für Kraft, Geschwindigkeit und Fortschritt. Sie symbolisiert nicht nur die Eisenbahn als Ganzes, sondern auch das 19. Jahrhundert und das Zeitalter der Industrialisierung.

Über einhundert Jahre lang schienen die dampfgetriebenen Lokomotiven das Geschehen entlang der Eisenbahnschienen zu bestimmen. Das Stampfen und Fauchen der anfahrenden Lok, ihr Pfiff oder Glockenschlag, ihr weithin sichtbarer Dampf und Rauch mit seinen Augen und Kleidung der Reisenden strapazierenden Rußpartikeln, stets vermittelte die Dampfmaschine die einprägsamste Erfahrung des modernen Verkehrs. Ihre heutigen mit Elektro- oder Dieselmotoren betriebenen Nachfolger sind unauffälliger, sauberer und effizienter.

Die Zeit der Dampflokomotive ist vorbei, aber ihre Faszinationskraft lässt sich immer noch spüren.





Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motiv: Schnellzuglokomotive S 3/6 - © Deutsche Bahn AG, DB Museum
Wert: 0,55 + 0,25 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 55,00 x 32,80 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 9. August 2012
MiNr. 2946
 
Brigitte Am: 11.08.2012 07:00:00 Gelesen: 540428# 147 @  
Serie "Für die Jugend 2012": Historische Dampflokomotive PTL 2/2 (90+40)

Die Dampflokomotive steht bis heute für Kraft, Geschwindigkeit und Fortschritt. Sie symbolisiert nicht nur die Eisenbahn als Ganzes, sondern auch das 19. Jahrhundert und das Zeitalter der Industrialisierung.

Über einhundert Jahre lang schienen die dampfgetriebenen Lokomotiven das Geschehen entlang der Eisenbahnschienen zu bestimmen. Das Stampfen und Fauchen der anfahrenden Lok, ihr Pfiff oder Glockenschlag, ihr weithin sichtbarer Dampf und Rauch mit seinen Augen und Kleidung der Reisenden strapazierenden Rußpartikeln, stets vermittelte die Dampfmaschine die einprägsamste Erfahrung des modernen Verkehrs. Ihre heutigen mit Elektro- oder Dieselmotoren betriebenen Nachfolger sind unauffälliger, sauberer und effizienter.

Die Zeit der Dampflokomotive ist vorbei, aber ihre Faszinationskraft lässt sich immer noch spüren.





Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motiv: Nebenbahnlokomotive PtL 2/2 - © Deutsche Bahn AG, DB Museum
Wert: 0,90 + 0,40 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 55,00 x 32,80 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 9. August 2012
MiNr. 2947
 
Brigitte Am: 13.08.2012 07:00:00 Gelesen: 540291# 148 @  
Serie "Für die Jugend 2012": Historische Dampflokomotive Leopold Friedrich (145+55)

Die Dampflokomotive steht bis heute für Kraft, Geschwindigkeit und Fortschritt. Sie symbolisiert nicht nur die Eisenbahn als Ganzes, sondern auch das 19. Jahrhundert und das Zeitalter der Industrialisierung.

Über einhundert Jahre lang schienen die dampfgetriebenen Lokomotiven das Geschehen entlang der Eisenbahnschienen zu bestimmen. Das Stampfen und Fauchen der anfahrenden Lok, ihr Pfiff oder Glockenschlag, ihr weithin sichtbarer Dampf und Rauch mit seinen Augen und Kleidung der Reisenden strapazierenden Rußpartikeln, stets vermittelte die Dampfmaschine die einprägsamste Erfahrung des modernen Verkehrs. Ihre heutigen mit Elektro- oder Dieselmotoren betriebenen Nachfolger sind unauffälliger, sauberer und effizienter.

Die Zeit der Dampflokomotive ist vorbei, aber ihre Faszinationskraft lässt sich immer noch spüren.





Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motiv: Güterzuglokomotive Leopold Friedrich - © Verkehrsmuseum Dresden
Wert: 1,45 + 0,55 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 55,00 x 32,80 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 9. August 2012
MiNr. 2948
 
Brigitte Am: 15.08.2012 07:00:00 Gelesen: 540110# 149 @  
1100. Geburtstag Kaiser Otto I.

Otto der Große wurde am 23. November des Jahres 912 geboren. Otto ist eine der wenigen Persönlichkeiten, die schon zu ihren Lebzeiten mit dem Beinamen „der Große“ geehrt wurden. „In seinen Tagen erstrahlte das goldene Zeitalter“ rühmte ein Chronist. Tatsächlich erlebte Europa damals einen beispiellosen kulturellen Aufschwung, der neue Kunstzentren wie die Reichenau entstehen ließ. Otto der Große wurde zum Bewahrer und Vermittler der antiken Tradition sowie der Vorstellung von imperialer Größe. Die von ihm geschaffene Verbindung von ostfränkisch-deutschem Königtum mit der Römischen Kaiserwürde begründete das später so genannte Heilige Römische Reich Deutscher Nation, welches über ethnische und konfessionelle Grenzen hinweg bis zum Jahr 1806 Bestand hatte.

So nimmt Kaiser Otto der Große in der deutschen und europäischen Geschichte eine herausragende Stellung ein. Er gehört zu den großen Gestaltern Europas im Mittelalter. Am 7. Mai 973 verstarb Kaiser Otto der Große und wurde in seiner Gründung, dem Magdeburger Dom, beigesetzt.





Entwurf: Prof. Ernst Kößlinger, Planegg
Motiv: Ausschnitt aus einer historischen Darstellung von Kaiser Otto dem Großen - © Bildvorlage: Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek Jena, Ms.Bos. q. 6, Bl. 78v
Wert: 0,45 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 35,0 x 35,0 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 9. August 2012
MiNr. 2949
 
Brigitte Am: 17.08.2012 07:00:00 Gelesen: 539929# 150 @  
200 Jahre Gäubodenfest in Straubing

Am 12. Oktober 1812 kamen Tausende von Menschen aus ganz Niederbayern in die Stadt Straubing zum ersten „Landwirtschafts-Fest“. Ziel war es, die rückständige Landwirtschaft in Bayern zu verbessern und die Bauern durch die Prämierung ihres Viehs und ihrer Produkte zum Fortschritt anzuregen.

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts nahmen die Landwirtschaftsfeste, die in allen bayerischen Regierungsbezirken stattfanden, immer mehr volksfestartige Züge an. Zu den von Anfang an vertretenen Pferderennen gesellten sich Schießwettbewerbe, Kegelscheiben, Ringelreihen, Festzüge, Feuerwerke, Glückshäfen, Wein- und Bierzelte, Essensbuden, Schau- und Fahrgeschäfte.

Das Straubinger Volksfest, das bis heute eine große Verbraucherschau aus Handwerk, Handel und Gewerbe begleitet, entwickelte sich zum zweitgrößten Volksfest in Bayern, das jährlich über 1,2 Millionen Besucher anzieht. Und es genießt dank seiner Atmosphäre und Gemütlichkeit den Ruf, das schönste Volksfest überhaupt zu sein. Der Heimatschriftsteller Max Peinkofer dichtete 1927 treffend und gültig:

„Was’s Volksfest z’Straubing is? A Trumm vom Paradies!“





Entwurf: Prof. Peter Steiner u. Regina Steiner, Stuttgart
Motiv: Jahrmarktatmosphäre
Wert: 0,55 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 9. August 2012
MiNr. 2950
 
Brigitte Am: 20.08.2012 07:00:01 Gelesen: 539638# 151 @  
100 Jahre Mittenwaldbahn

Vor 100 Jahren wurde eine der landschaftlich reizvollsten Eisenbahnstrecken Deutschlands und Österreichs eingeweiht: die Mittenwaldbahn. Ihren Namen verdankt sie dem Tiroler Bauingenieur und -unternehmer Josef Riehl (1842-1914).

Heute verbindet man in Deutschland den gut 23 km langen Streckenabschnitt zwischen Garmisch-Partenkirchen über Mittenwald bis zur Landesgrenze nach Scharnitz mit dem Namen.

Der anspruchsvolle Bau der Strecke gelang in nur zwei Jahren. Als „hauptamtlich betriebene“ Nebenbahn der königlich bayerischen Staatsbahn war sie ein Pilotprojekt für die Elektrifizierung, von der die ganze Region noch heute profitiert. Ihre elegante Streckenführung durch eine der schönsten Ferien- und Wintersportregionen Deutschlands wird heute wie vor einhundert Jahren von Fahrgästen aus aller Welt bewundert.





Entwurf: Gerda M. Neumann u. Horst F. Neumann, Wuppertal
Motiv: Zug auf dem Mittenwald-Viadukt - Bildvorlage mit freundlicher Genehmigung des DB Museums, Nürnberg
Wert: 0,75 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP 2
Ausgabetag: 9. August 2012
MiNr. 2951
 
Brigitte Am: 23.08.2012 12:50:32 Gelesen: 539355# 152 @  
Sonderpostwertzeichen Serie: „Für uns Kinder“
Thema: „Bunte Kinderwelt“

Seit der Wiedervereinigung ist der Weltkindertag am 20. September der gemeinsame offizielle Kindertag in Deutschland. Mit dem Weltkindertag soll auf die Kinderrechte aufmerksam gemacht werden. Aus diesem Anlass erscheinen in der Serie „Für uns Kinder“ seit 1993 Briefmarken mit kindgerechten Motiven.

In diesem Jahr weist das Thema „Bunte Kinderwelt“ ganz besonders auf die Phantasie der Kinder hin. Indem die Phantasie der Kinder gefördert wird, gibt man ihnen wesentliche Bausteine für ihr späteres Leben mit: Flexibilität, Kreativität, Spontaneität und konstruktive Vorstellungskraft. Daher wird manchmal das Sofa zum Schiff auf hoher See, das Toastbrot zu einem Telefon und Brotkrümel zu einem Tierpark am Waldrand.

So wie beim vierjährigen Lars und seiner sechsjährigen Schwester Lilly, die beim Abendessen die Brotkrümel auf ihren grünen Tellern zu Gänseblümchen auf einer Wiese erblühen lassen und auf dieser dann verschiedene Tiere wie Löwe, Ente, Huhn und Fisch lebendig werden. Die Eltern machen dem Phantasiespiel zwar bald ein Ende, freuen sich aber dennoch über die bunte Bilderwelt ihrer Kinder, in die sie sich oftmals hineinziehen lassen.





Entwurf: Prof. Peter Steiner u. Regina Steiner, Stuttgart
Motiv: Bunte Kinderwelt
Wert: 0,55 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 13.09.2012
MiNr. 2952
 
Brigitte Am: 25.08.2012 07:29:02 Gelesen: 539210# 153 @  
Serie „Post“: Herbstferien in Deutschland

Wie in den vergangenen Jahren erscheint auch 2012 die Briefmarken-Serie »Post« mit insgesamt vier Briefmarken. Sie präsentieren – im Gegensatz zu den meist jubiläumsbezogenen Ausgaben des Jahres – universelle Themen, die zu vielfältigen Schreibanlässen passen und attraktive Frankaturmöglichkeiten darstellen.

Das Thema der aktuellen Ausgabe heißt »Ferien in Deutschland« und thematisiert damit eine Zeit, in der erfahrungsgemäß besonders viele Briefe und Postkarten geschrieben werden.

Die Herbstferien sind die erste längere unterrichtsfreie Periode nach Beginn des Schuljahres. Sie dauern je nach Bundesland eine oder zwei Wochen im Oktober oder November und gehen auf die früheren »Kartoffelferien« zurück. Noch bis in die 1960er Jahre war es üblich, dass Bauernkinder von der Schulpflicht befreit wurden, um auf dem heimischen Hof mitzuarbeiten. Auch die anderen Schulkinder wurden manchmal eingespannt und bekamen vom Bauern ein kleines Taschengeld.





Entwurf: Andrea Voß-Acker, Wuppertal
Motiv: Herbstferien in Deutschland
Wert: 0,55 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier und Druckverfahren: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 13.09.2012
MiNr. 2953
 
Brigitte Am: 27.08.2012 07:45:00 Gelesen: 539037# 154 @  
Sonderpostwertzeichen Serie: „Tag der Briefmarke“
Thema: „Erster amtlicher Postflug in Deutschland“

Der „Tag der Briefmarke“ zählt zu den Höhepunkten eines Philatelistenjahres. Die im Bund Deutscher Philatelisten e.V. (BDPh) organisierten Sammlerverbände und –vereine werben rund um diesen Festtag mit einer Vielzahl von Briefmarkenausstellungen, Sonderschauen und Tauschveranstaltungen für ihr Hobby, das einen hohen kulturellen Freizeitwert besitzt und vielfältige Möglichkeiten der Begegnung bietet.

Mit der alljährlichen Herausgabe eines Sonderpostwertzeichens in dieser Serie werden verschiedene Aktivitäten begleitet und gefördert. In aller Regel würdigt das Postwertzeichen ein bestimmtes Ereignis, ein besonderes Jubiläum oder eine bedeutsame Veranstaltung aus dem Bereich der Philatelie. In diesem Jahr wird der „Erste amtliche Postflug in Deutschland“ vor hundert Jahren gewürdigt.





Entwurf: Annegret Ehmke, Eutin
Motiv: Ausschnitt aus einer historischen Postkarte, nebst historischer Briefmarke und Postsonderstempel
Wert: 0,55 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 13.09.2012
MiNr. 2954
 
Brigitte Am: 30.08.2012 07:22:00 Gelesen: 538790# 155 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „200 Jahre Deutsche Bibelgesellschaft“

Die Deutsche Bibelgesellschaft feiert 200 Jahre Bibelkompetenz. Am 11. September 1812 gründeten Pfarrer, Beamte und Kaufleute in Stuttgart die Württembergische Bibelanstalt.

Zweck war zunächst „die Verbreitung der Bibel unter den ärmeren Volksklassen im evangelischen Württemberg“. Später verbreiteten die Württemberger in ganz Deutschland mehr Bibeln als jede andere Bibelgesellschaft. Das verlegerische Programm ging 1981 auf die Deutsche Bibelgesellschaft über. Bibelmissionarische Aufgaben in der Region übernahm die Württembergische Bibelgesellschaft.

Seit Gründung steht die Lutherbibel im Zentrum bibelgesellschaftlicher Arbeit. Moderne Bibelübersetzungen kamen hinzu. Ein weiterer Schwerpunkt sind wissenschaftliche Ausgaben in Griechisch und Hebräisch.





Entwurf: Annegret Ehmke, Eutin
Foto: Ruprecht Veigel/ Deutsche Bibelgesellschaft
Motiv: Aufgeschlagene Bibel
Wert: 0,85 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 13.09.2012
MiNr. 2955
 
Brigitte Am: 01.09.2012 07:12:00 Gelesen: 538634# 156 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100 Jahre Deutsche Nationalbibliothek“

Am 3. Oktober 1912 wurde auf Veranlassung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler zu Leipzig die Deutsche Bücherei gegründet. Nach der Teilung Deutschlands 1947 wurde zusätzlich in Frankfurt am Main die Deutsche Bibliothek gegründet, zu der seit 1970 auch das Deutsche Musikarchiv gehört.

Im Zuge der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 wurden beide Bibliotheken zusammengeführt. Seit 2006 trägt die vereinte Institution den Namen Deutsche Nationalbibliothek. Sie sammelt, dokumentiert und archiviert für die Nutzung in Gegenwart und Zukunft das wissenschaftliche und kulturelle Erbe Deutschlands in Text und Musik. Gesammelt werden Medienwerke in Papierform, in Mikroformen, Tonträger sowie Medienwerke auf anderen Datenträgern und Netzpublikationen.

Die Deutsche Nationalbibliothek bietet neben der Nutzung ihrer Sammlungen in Leipzig und Frankfurt am Main Dienstleistungen für Bibliotheken, Buchhandel, wissenschaftliche Einrichtungen und individuelle Benutzer an.





Entwurf: Prof. Wilfried Korfmacher, Meerbusch
Motiv: Foto © Prof. Wilfried Korfmacher, Meerbusch
Wert: 0,55 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 13.09.2012
MiNr. 2956
 
Brigitte Am: 18.09.2012 07:15:01 Gelesen: 536699# 157 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100 Jahre Domowina Bund Lausitzer Sorben“

Die Domowina (dt. Heimat), der Dachverband der Lausitzer Sorben, feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Die Sorben (Wenden) sind das kleinste westslawische Volk und leben im Osten Deutschlands. Ihre lange Tradition, sich in Vereinen zu organisieren, erreichte mit der Gründung der Domowina am 13. Oktober 1912 in Hoyerswerda eine neue Qualität: Erstmals gelang es, die nationalen Interessen des sorbischen Volkes gemeinsam zu artikulieren. Die Domowina überstand Unterdrückung, Verbot und Vereinnahmung.

Heute sind ihre mehr als 7000 Mitglieder in 18 Verbänden organisiert. Geblieben ist das Anliegen, das alle eint: Eine gemeinsame Interessenvertretung für die Erhaltung und Förderung der sorbischen Sprache und Kultur und damit die Zukunft des sorbischen Volkes.





Entwurf: Kitty Kahane, Berlin
Motiv: Illustrative Darstellung der Vogelhochzeit, ein typisch sorbisches Fest
Wert: 1,45 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 11.10.2012
MiNr. 2957
 
Brigitte Am: 22.09.2012 07:02:00 Gelesen: 536221# 158 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil“

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962 – 1965) war das bedeutendste Ereignis in der Geschichte der römisch-katholischen Kirche im 20. Jahrhundert.

Am 11. Oktober 1962 folgten 2.381 Bischöfe der Einladung von Papst Johannes XXIII., in einer sich immer rascher wandelnden Weltgesellschaft auch über notwendige Reformen der Kirche nachzudenken. Nach intensiven Beratungen in vier Sitzungsperioden, die jeweils acht bis zehn Wochen dauerten, beschloss die Bischofsversammlung bis 1965 wegweisende Erklärungen u. a. über die Religionsfreiheit, über Wege zur Einheit der Christen, über das Verhältnis der katholischen Kirche zu den nicht-christlichen Religionen und die kirchliche Sendung der Laien.

Die Texte über ein erneuertes Verständnis als Kirche („Lumen gentium“), über ihre Existenz in der gegenwärtigen Welt („Gaudium et spes“), über die volkssprachliche Feier des Gottesdienstes („Sacrosanctum Concilium“) und die biblische Offenbarung Gottes („Dei Verbum“) sind für das Selbstverständnis der katholischen Kirche heute grundlegend.





Entwurf: Andreas Ahrens, Hannover
Motiv: Die vier Konstitutionen
Wert: 0,45 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 11.10.2012
MiNr. 2958
 
Brigitte Am: 24.09.2012 07:12:00 Gelesen: 535991# 159 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Drei Gleichen“

Westlich der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt führt die Autobahn A 4 durch das Ensemble der Drei Gleichen. Auf drei benachbarten Felskegeln stehen die Burg Gleichen, die Mühlburg und die Wachsenburg. Anders als der gemeinsame Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um drei Burgen, die einander gleichen, und sie befanden sich auch nie in einer Hand. Die Bezeichnung „Drei Gleichen“, die seit dem 18. Jahrhundert verwendet wird, geht wohl auf die Ähnlichkeit ihrer Lage auf drei Anhöhen zurück.

Zudem will es die Legende, dass die drei Burgen während eines Unwetters im 13. Jahrhundert gleichzeitig vom Blitz getroffen wurden. Die Ruinen der Mühlburg und der Burg Gleichen sowie die Wachsenburg mit Hotel können ganzjährig besucht werden. Das Ensemble gehört zur Burgenstraße Thüringen.





Entwurf: Prof. Anna Berkenbusch, Berlin
Motiv: Stilistische Darstellung der drei Burgen
Illustration: Christoph Gralingen, Berlin
Wert: 0,55 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 11.10.2012
MiNr. 2959
 
Brigitte Am: 26.09.2012 07:01:01 Gelesen: 535650# 160 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Helmut Kohl – Kanzler der Einheit – Ehrenbürger Europas“

Mit seiner 16-jährigen Amtszeit von 1982 bis 1998 ist Helmut Kohl der bis heute am längsten amtierende Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Für sein Lebenswerk hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 1998 den Titel „Ehrenbürger Europas“, der außer ihm bisher nur Jean Monnet (1888-1979) verliehen wurde.

Durch seine Weitsicht und Entschlossenheit bei der Gestaltung der deutschen Einheit ist Helmut Kohl zugleich zum „Kanzler der Einheit“ geworden. „Nie wieder Krieg“ war immer ein zentrales Motiv seiner Politik wie auch sein Credo „Die deutsche Einheit und die europäische Einigung sind zwei Seiten derselben Medaille“.

Helmut Kohls fester Glaube an die friedensstiftende Kraft einer immer engeren wirtschaftlichen und politischen Union in Europa und an die - darin eingebettete - Einigung seines Vaterlands ist in seiner Amtszeit als Bundeskanzler eindrucksvoll bestätigt worden und hat weit darüber hinaus Bestand.





Entwurf: Prof. Coordt von Mannstein, Solingen
Motiv: Das Motiv wird Anfang Oktober 2012 durch das BMF veröffentlicht.
Wert: 0,55 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 11.10.2012
MiNr. 2960
 
Brigitte Am: 10.10.2012 10:26:42 Gelesen: 534148# 161 @  
Postwertzeichen „Ergänzungsmarke“
Thema: „Ziffer 3“

Erstmals seit 15 Jahren wird der Preis für den Standardbrief National der Deutschen Post leicht erhöht - zum 1.1.2013 von 0,55 € auf 0,58 €. Auslaufend bis Ende 2012 werden selbstverständlich weiter die Briefmarken mit der Wertangabe 55 Cent für den bis 31.12.2012 geltenden Standardbriefpreis von 0,55 € angeboten.

Damit auch nach dem Jahreswechsel nicht aufgebrauchte 55 Cent-Briefmarkenbestände weiter verwendet werden können, bietet die Deutsche Post eine 3 Cent-Briefmarke als Ergänzungsmarke an. Die Gestaltung der Ergänzungsmarke ist auf ihren speziellen Verwendungszweck hin ausgerichtet. Das Motiv zeigt großformatig die Ziffer 3 und auf einem roten Preisfeld klein die Wertangabe 3 Cent. Zugleich verdeutlicht das im Vergleich zu der Dauerserie „Blumen“ und den Sonderpostwertzeichen kleine Markenformat die Sonderstellung dieser Briefmarke als Ergänzungsmarke.



Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Motiv: Die Ziffer 3 großformatig und die Wertangabe 3 Cent klein auf rotem Preisfeld
Wert: 0,03 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Joh. Enschede, Security-Print, Haarlem
Größe PWZ: 18,75 x 22,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2012
MiNr. 2964 / selbstklebend: MiNr. 2967
 
Brigitte Am: 17.10.2012 07:01:01 Gelesen: 533374# 162 @  
Serie: „Weihnachten“
Thema: „Weihnachtliche Kapelle“

Die Weihnachtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfänger der Pluserlöse der Weihnachtsmarken ist seit über 40 Jahren die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Jesus, das Licht der Welt

Die Weihnachtsmarke zeigt eine Kapelle in Elmau/Oberbayern, welche im 18. Jahrhundert erbaut worden ist. Die sich in Finsternis hüllende schneebedeckte Landschaft in der Abenddämmerung wird erleuchtet durch den hell strahlenden Christbaum. Dieser Kontrast findet sich wieder im Prolog des Johannesevangeliums, „und das Licht leuchtet in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht erfasst“ (Joh 1, 5) und verweist auf Jesus Christus, der von den Christen als „Licht der Welt“ (Joh 8, 12) bekannt wird.

An Weihnachten feiern die Christen und viele Andersgläubige das Geburtsfest Jesu. Sie freuen sich, dass Gott Mensch geworden ist und die Welt in seinem Licht erleuchten lässt.





Entwurf: Carsten Wolff, Frankfurt am Main
Motiv: Weihnachtliche Kapelle; © Imagebroker RM/F1online
Wert: 0,55 + 0,25 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Joh. Enschedé Security-Print, Haarlem, Niederlande
Größe PWZ: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 2.11.2012
MiNr. 2961 / selbstklebend: MiNr. 2966
 
Brigitte Am: 19.10.2012 07:02:01 Gelesen: 533169# 163 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „175 Jahre Göttinger Sieben“

Die „Göttinger Sieben“ waren Professoren der Universität Göttingen, die sich im November 1837 gegen König Ernst August von Hannover stellten. Der Monarch hatte per Dekret das liberale hannoversche Staatsgrundgesetz außer Kraft gesetzt.

Da die „Sieben“ sich weiterhin der Verfassung verpflichtet fühlten, protestierten sie aus Gewissensgründen gegen diesen Akt des Königs. Die folgende Auseinandersetzung war ein Kampf der politischen Kulturen: Absolutismus gegen Konstitutionalismus. Ernst August als König von Gottes Gnaden kämpfte um seinen Vorrang gegenüber einer Verfassung, die seinen Handlungsspielraum einschränkte.

Für den Moment musste sich das Neue der alten Macht noch beugen. Die „Göttinger Sieben“ wurden entlassen, drei von ihnen außer Landes gezwungen. Aber eine breite Öffentlichkeit im In- und Ausland verfolgte das Geschehen und unterstützte die „Sieben“. Durch ihre mutige Tat trugen die „Göttinger Sieben“ so entscheidend zur Entstehung einer bürgerlichen Zivilgesellschaft und zur Schaffung einer Demokratie in Deutschland bei.





Entwurf: Klein und Neumann, Iserlohn
Motiv: Göttinger Sieben, Lithographie von Carl Rohde © Städtisches Museum Göttingen
Wert: 0,55 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 2.11.2012
MiNr. 2962
 
Brigitte Am: 22.10.2012 07:12:00 Gelesen: 532840# 164 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „150. Geburtstag Gerhart Hauptmann“

Der Schriftsteller war der bedeutendste Vertreter des deutschen Naturalismus, obwohl er nicht eindeutig dieser Literaturrichtung zuzuordnen ist. Auch klassische, romantische, symbolistische und impressionistische Elemente prägen seine Dichtung.

Er ist zu literarischem Ruhm gekommen unter anderem als Autor der dramatischen Theaterstücke „Die Weber“ (1892) oder „Die Ratten“ (1911). Damit machte Gerhart Hauptmann den Naturalismus in Deutschland theaterfähig. Besonders als engagierter Schriftsteller, der das Literaturmedium für die Verbreitung seiner sozialkritischen Sichtweisen vereinnahmte, wurde Hauptmann weltbekannt. Präzise Milieubeobachtungen, exakte Schilderungen und eine treffsichere Sprache zeichnen seinen Stil aus.

Als naturalistischer Gegensatz können seine neuromantischen Märchen und Traumdichtungen betrachtet werden. Als Romanerzähler setzte Gerhart Hauptmann seine sozialkritische Linie fort.





Entwurf: Prof. Christof Gassner, Darmstadt
Motiv: Gerhart Hauptmann, 1924; © ullstein bild
Wert: 0,55 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 2.11.2012
MiNr. 2963
 
Brigitte Am: 09.11.2012 07:01:01 Gelesen: 531324# 165 @  
Postwertzeichen Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Kuhschelle“

Die Serie „Blumen“ will die Menschen mit modernen und zeitlosen Motiven auf die Schönheit und Vielfalt der Blumen in Gärten und freier Natur in Deutschland aufmerksam machen. Die farbenfrohen und stimmungsvollen Darstellungen sollen dazu beitragen, die kleinen Freuden des Alltags wieder neu zu entdecken und stellen für jede Sendung - ob Geschäftspost oder privater Gruß - eine reizvolle Möglichkeit der Freimachung dar.

Die auf der Briefmarke abgebildete rotblühende Kuhschelle zeigt die Gartenform Pulsatilla vulgaris „Rubra“, die vermutlich aus einer Kreuzung der „Gewöhnlichen Kuhschelle“ mit der in Südfrankreich und den Pyrenäen endemischen Roten Kuhschelle (Pulsatilla rubra) entstanden ist.

Der Name Pulsatilla leitet sich von lateinisch „pulsare“ = schlagen oder läuten ab und bezieht sich auf die Glockenform der Blüten. Die Artbezeichnung „vulgaris“ = gewöhnlich oder gemein wurde bei der Artbeschreibung und Namensvergabe der in der Regel häufigen oder weit verbreiteten Art einer Gattung zugesprochen. Die ebenfalls in der Literatur verbreitete Bezeichnung Küchenschelle hat ihren Ursprung wohl in einem Schreibfehler und sollte vermutlich „Kühchenschelle“ heißen. Die frühere botanische Bezeichnung unserer Pflanze lautete A Anemone pulsatilla.





Entwurf: Klein und Neumann, Iserlohn
Motiv: Kuhschelle, Foto © Klein und Neumann
Wert: 0,58 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 21,50 x 30,13 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 6.12.2012
MiNr. 2968 / selbstklebend: MiNr. 2971
 
Brigitte Am: 12.11.2012 07:12:01 Gelesen: 531146# 166 @  
Postwertzeichen Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Prachtkerze“

Die Serie „Blumen“ will die Menschen mit modernen und zeitlosen Motiven auf die Schönheit und Vielfalt der Blumen in Gärten und freier Natur in Deutschland aufmerksam machen. Die farbenfrohen und stimmungsvollen Darstellungen sollen dazu beitragen, die kleinen Freuden des Alltags wieder neu zu entdecken und stellen für jede Sendung – ob Geschäftspost oder privater Gruß- eine reizvolle Möglichkeit der Freimachung dar.

Die Lindheimer’s Prachtkerze (Gaura lindheimeri) wird oft auch Präriekerze genannt. Sie ist eine besonders aparte Pflanze die an unser Wald-Weidenröschen erinnert und mit ihren zarten Blütenblättern in Schmetterlingsform kokettiert. Während in Frankreich die Pariser Gärtner schon um 1860 in den Beeten des Jardin du Luxembourg und der Tuilerien die Prachtkerze als Zierpflanze nutzten, war sie in Deutschland noch eine Rarität bei einigen Pflanzen-Liebhabern. Erst in den 1980er Jahren taucht sie in den Staudenkatalogen vermehrt auf und erfreut sich seitdem zunehmender Beliebtheit.

Der Name Gaura leitet sich ab von griechisch „gayros“ transskribiert in „gauros“, was so viel bedeutet wie prächtig oder stolz – daher die deutsche Namensgebung.





Entwurf: Klein und Neumann, Iserlohn
Motiv: Prachtkerze, Foto © Klein und Neumann
Wert: 2,40 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 21,50 x 30,13 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 6.12.2012
MiNr. 2969
 
Brigitte Am: 14.11.2012 07:15:01 Gelesen: 531057# 167 @  
Sonderpostwertzeichen Serie: „Fachwerkbauten in Deutschland“
Motiv: „Mitteldeutscher Fachwerkbau in Dinkelsbühl“

Die wohl Mitte des 12. Jahrhunderts durch Kaiser Barbarossa zur staufischen Stadt erhobene Stadt Dinkelsbühl verdankte ihre wirtschaftliche Prosperität im Spätmittelalter vor allem dem hochentwickelten heimischen Handwerk. Noch heute spiegelt die architektonische Erscheinung die reichstädtische Ständegesellschaft des Spätmittelalters wider. Die dreigeschossigen breit gelagerten giebelständigen Handelshäuser der Patrizier zeugen von ihrem einstigen gesellschaftlichen Einfluss.

Das stattliche Giebelhaus mit zwei Fachwerkobergeschossen, drei Dachgeschossen und Steilsatteldach ist nach der Mitte des 16. Jahrhunderts über dem massiven Erdgeschoss von 1440 in Stockwerksbauweise errichtet worden. Prägend für das Erscheinungsbild sind die variantenreiche Fachwerksausführung der Brüstungsfelder und der reiche Figurenschmuck mit geschnitzten Atlanten, Hermenpilastern, verzierten Konsolen, Bacchusfigur und Marienstatur. Die Fassade mit diesen zahlreichen Zier- und Gestaltungselementen ist als künstlerische Einheit konzipiert worden. Die Obergeschosse dienten dem privaten Wohnen und das Dachgeschoss der Lagerung der Waren.

Die Dachluken zeugen noch heute von dieser Funktion. Im Erdgeschoss blieben die Gewölbe, eine Holzbalkendecke und die historische Ausstattung erhalten. Die Raumstruktur entspricht dem zeittypischen Vertreter des Bürgerhauses in der Stadt Dinkelsbühl.





Entwurf: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Mitteldeutscher Fachwerkbau in Dinkelsbühl
Wert: 0,58 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 06.12.2012
MiNr. 2970
 
Brigitte Am: 05.12.2012 13:27:16 Gelesen: 529085# 168 @  
Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: „Schloss Glücksburg“ und „Kaiserburg Nürnberg“

Burgen und Schlösser sind faszinierende Orte deutscher Geschichte. Zwei von ihnen sind weithin bekannt: die Nürnberger Burg und Schloss Glücksburg. Hier residierten Kaiser und Könige, kämpften Ritter und Landsknechte.

Schloss Glücksburg an der Flensburger Förde wurde von Herzog Johann dem Jüngeren (1545–1622) von Schleswig-Holstein-Sonderburg zwischen 1582 und 1587 an der Stelle eines Zisterzienserklosters erbaut. Baumeister Nikolaus Karies verwendete zum Teil die Granitquader der ehemaligen Klosterkirche für das Fundament. Seinen Namen erhielt das Wasserschloss nach dem Wahlspruch des Herzogs: »Gott gebe Glück mit Frieden«. Dessen Anfangsbuchstaben GGGMF finden sich über dem Eingangsportal. Die Familie des Hauses Schleswig-Holstein brachte das Schloss 1922 in eine Stiftung ein, deren kultureller Zweck von Anfang an die Teilhabe der Öffentlichkeit an dem Schloss vorsah. Seit 1925 kann der heute noch bewohnte Familiensitz der Herzöge zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg besichtigt werden.






Die Nürnberger Burg ist eine der bedeutendsten Wehranlagen Europas. Ihre beeindruckende Silhouette aus Mauerwerk, hoch aufragenden Gebäuden und mächtigen Türmen unterstreicht die Bedeutung der Reichsstadt Nürnberg, die im Spätmittelalter als »vornehmste und best gelegene Stadt des Reiches« galt. Nicht umsonst hatte die »Goldene Bulle« von Kaiser Karl IV. 1356 festgelegt, dass jeder neugewählte deutsche Herrscher seinen ersten Reichstag in Nürnberg abhalten müsse. Zum Burgensemble zählen die eigentliche Kaiserburg mit dem Palas, der Kemenate und der romanischen Doppelkapelle, der Sinwellturm, die vorgelagerte Burggrafenburg sowie die Kaiserstallung (um 1494/95) von Hans Beheim dem Älteren mit dem Fünfeckigen Turm und dem Luginsland. Heute ist die Kaiserburg mit etwa 200 000 Besuchern im Jahr ein Touristenmagnet.





Entwurf: Nicole Elsenbach und Franc Fienbork, Hückeswagen
Motiv 1: „Schloss Glücksburg“: 45
Motiv 2: „ Kaiserburg Nürnberg“ 58
Wert: Motiv 1: 0,45 EUR, Motiv 2: 0,58 EUR
Druck Motiv 1: „Schloss Glücksburg“
Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Druck Motiv 2: „Kaiserburg Nürnberg“
Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2013
MiNr. Motiv 1: 2972 / selbstklebend: MiNr. 3016 / MiNr. Motiv 2: 2973 / selbstklebend: MiNr. 2978
 
Brigitte Am: 07.12.2012 07:01:00 Gelesen: 528887# 169 @  
Serie: „Deutsche Malerei“
Thema: „Max Liebermann - Die Rasenbleiche“

Max Liebermann (1847–1935) gilt als einer der wichtigsten Wegbereiter der modernen deutschen Malerei und als einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten an der Wende zum 20. Jahrhundert. Seiner Hinwendung zum Impressionismus Ende des 19. Jahrhunderts verdankt die deutsche Malerei den Anschluss an die europäische Kunstgeschichte. Sein Werk »Die Rasenbleiche« von 1883 entstand am Ende der sogenannten Münchner Periode und gilt als deren Meisterstück. Das Gemälde feiert die »heimliche Schönheit« und Intimität, die Liebermann an den ländlichen Baumgärten Hollands so schätzte.

In seiner ersten Schaffensperiode wurde Liebermann stark von der holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts mit ihren Stillleben und »Arbeiterbildern« geprägt. Bilder aus dem Arbeitsleben einfacher Leute bildeten daher einen ersten Höhepunkt seines Oevres. Die passenden Motive lieferten ihm seine zahlreichen Reisen nach Holland. Die Motive brachten Liebermann in Deutschland jedoch viel Häme und Kritik ein. Er erhielt Beinamen wie »Schmutzmaler« und »Hässlichkeitsapostel«. Nach mehreren Jahren in Paris übersiedelte Liebermann 1878 nach München, wo er in Kontakt mit dem Künstlerkreis um Wilhelm Leibl trat. Das Gemälde »Altmännerhaus in Amsterdam« von 1880 offenbarte erstmals impressionistische Züge in Liebermanns Werk. Obwohl die Resonanz auf das Bild in Deutschland zurückhaltend war, wurde es in Paris ein durchschlagender Erfolg.

Ab den späten 1880er-Jahren – Liebermann lebte inzwischen in Berlin – kehrte er seinen naturalistischen »Arbeiterbildern« den Rücken. Von nun an fand das betuchte Bürgertum Eingang auf seiner Leinwand. Seine Farbpalette wurde heller, sein Pinselstrich leichter. Immer mehr impressionistische Züge kennzeichneten sein Werk. Gegen Ende des Jahrhunderts hatte sich Liebermann als betuchter Großbürger und endlich auch als angesehener Künstler in Berlin etabliert. Zahlreiche Ämter und Ehrungen wurden ihm zu teil. Ab 1933, mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten, wurde Biedermann aufgrund seiner jüdischen Herkunft geächtet, sein Werk verfemt. Er starb am 8. Februar 1935 in Berlin.

Heute erinnert eine Dauerausstellung in der »Liebermann-Villa« am Wannsee an einen der bedeutendsten Vertreter des deutschen Impressionismus.





Entwurf: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Motiv: Rasenbleiche Gemälde
Wert: 2,40 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2013
MiNr. 2974 / selbstklebend MiNr. 2979
 
Brigitte Am: 09.12.2012 07:12:00 Gelesen: 528680# 170 @  
Serie: „Schätze aus deutschen Museen“
Thema: „Königin Nofretete“ und „Ischtar-Tor“

Es sind Kostbarkeiten und Zeugen längst vergangener Epochen, die in deutschen Museen zu finden sind – viele von ihnen einzigartig und weltbekannt. Zu den Schätzen, die man in Berlin bewundern kann, zählen das Ischtar-Tor, Hauptattraktion der Vorderasiatischen Sammlung im Pergamonmuseum sowie die Büste der Nofretete, die das Ägyptische Museum auf der Museumsinsel beherbergt.

»Die Schöne ist gekommen« heißt übersetzt Nofretete, die Hauptgemahlin des ägyptischen Königs Amenophis IV., der 1351 v. Chr. den Thron bestieg und sich später Echnaton nannte. Die rund 50 cm hohe Kalksteinbüste Nofretetes stammt vom ägyptischen Bildhauer Thutmose. Sie wurde 1912 bei Ausgrabungsarbeiten des deutschen Ägyptologen Ludwig Borchardt (1863–1938) in Tell el-Amarna gefunden und ist seit ihrer ersten öffentlichen Präsentation in Berlin ein Zuschauermagnet. Und dies nicht so sehr aus archäologischen Gesichtspunkten, sondern aus ästhetischen: Nofretete ist von einer schier überwältigenden Schönheit und Modernität. Die Plastik besticht durch Symmetrie und Harmonie der Gesichtszüge. Auch nach 3300 Jahren ist Nofretete eine zeitlose Ikone der Schönheit.






Das prachtvolle Ischtar-Tor mit seinen zwölf Metern Höhe, den strahlend blau glasierten Ziegeln und den eindrucksvollen Tier-Reliefs lockt jährlich zahllose Besucher an. Und doch vermittelt es bei aller Pracht nur unzureichend eine Vorstellung von der Schönheit der einstigen Toranlage. Beim Berliner Exponat handelt es sich »nur« um den Vorbau, der von dem strahlend blauen Haupttor dahinter noch um einige Meter überragt wurde. Wer sich im Altertum der Stadt Babylon von Norden näherte, erblickte schon von weitem neben der monumentalen Stufenpyramide das prachtvolle, der Ischtar geweihte Tor.





Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motiv 1: „Königin Nofretete“: 58
Motiv 2: „Ischtar -Tor“ 145
Wert: Motiv 1: 0,58 EUR, Motiv 2: 1,45 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 33 x 39 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2013
MiNr. Motiv 1: 2975 / selbstklebend: MiNr. 2994 / MiNr. Motiv 2: 2976 / selbstklebend: MiNr. 3002
 
Brigitte Am: 12.12.2012 12:12:12 Gelesen: 528251# 171 @  
Thema: „50 Jahre Elysee-Vertrag (Gemeinschaftsausgabe mit Frankreich)

Der „Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit“, kurz Élysée-Vertrag genannt, feiert 50. Geburtstag. Das wegweisende Abkommen wurde am 22. Januar 1963 von Frankreichs Staatschef Charles de Gaulle und dem deutschen Bundeskanzler Konrad Adenauer im Élysée-Palast in Paris unterzeichnet. In der „Gemeinsamen Erklärung über die deutschfranzösische Zusammenarbeit“ wird die Versöhnung beider Völker, die enge Solidarität in Fragen der Sicherheit sowie der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung und nicht zuletzt die wichtige Rolle der Jugend für die Festigung der Freundschaft beider Staaten betont.

Vor 50 Jahren – und nur 18 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs – vereinbarten damit zwei europäische Staaten eine Partnerschaft, die sich im Verlauf der Jahre auf vielen Ebenen entwickelt hat. Die Gründung des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) geht auf den Élysée-Vertrag zurück. Eine der wichtigsten Konsequenzen sind die halbjährlich stattfindenden Konsultationen auf Ebene der Staats- und Regierungschefs, die sich in 50 Jahren zu einer wertvollen Routine im politischen Alltagsgeschäft entwickelt haben. Darüber hinaus treffen sich regelmäßig Außen- und Verteidigungsminister sowie leitende Beamte der beiden Außenministerien. Das Programm des Élysée-Vertrags von 1963 umfasst neben „Erziehungs- und Jugendfragen“ vor allem die Bereiche „Auswärtige Angelegenheiten“ und „Verteidigung“.

In 50 Jahren ist ein starkes und vielgliedriges Band der Partnerschaft entstanden, das früheres Misstrauen abgebaut, die Menschen einander näher gebracht und die Absprachen auf politischer Entscheidungsebene in beiden Ländern stark erleichtert hat. Neben der Verpflichtung der politischen Akteure zeugt vor allem die Einbindung der beiden Zivilgesellschaften in den Bereichen Bildung, Kultur und Jugendaustausch von der herausragenden Bedeutung des Élysée-Vertrages, der 2013 sein 50-jähriges Jubiläum feiert.





Entwurf: Thomas Serres, Hattingen
Motiv Bildmotiv: Tomi Ungerer
Wert: 0,75 EUR
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2013
MiNr. 2977
 
Brigitte Am: 04.01.2013 07:02:00 Gelesen: 526460# 172 @  
Serie: „Für die Wohlfahrtspflege“
Thema: „Blühende Bäume“

Die Wohlfahrtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden seit mehr als 60 Jahren zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben.

Empfänger der Pluserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Die Wohlfahrtsmarken des Jahres 2013 zeigen bekannte in Deutschland weit verbreitete Bäume. Drei Bäume, drei Lebensgefährten. Sei es die Rosskastanie als Park- und Straßenbaum mit ihren hübschen Blütenkerzen, die Vogelkirsche mit ihren Blütenwolken im Frühling am Waldrand oder der alte Lindenbaum mit seinem Blütenduft als Dorfmittelpunkt. Alle drei sind markante Bäume, unter deren Blätterdach wir schon als Kinder gespielt haben und unvergessliche Erinnerungen sammeln konnten.





Motiv 1: Linde





Motiv 2: Blühender Kirschbaum





Motiv 3: Weisse Rosskastanie

Entwurf: Andrea Voß - Acker, Wuppertal
Motiv 1: Linde Foto: © Mauritius
Motiv 2: Blühender Kirschbaum Foto: © Mauritius
Motiv 3: Weiße Rosskastanie Foto: © W. Herath/Naturfoto-Online.de
Wert (Cent) Motiv 1: 58 + 27
Wert (Cent) Motiv 2: 90 + 40
Wert (Cent) Motiv 3: 145 + 55
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 07.02.2013
MiNr. Motiv 1: 2980 / selbstklebend: MiNr. 2986 / MiNr. Motiv 2: 2981 / MiNr. Motiv 3: 2982
 
Brigitte Am: 07.01.2013 07:01:00 Gelesen: 526217# 173 @  
Serie: „Deutschlands schönste Panoramen“
Thema: „Gendarmenmarkt Berlin“

Der Berliner Gendarmenmarkt gehört mit seinem dreiteiligen Ensemble bestehend aus Deutschem Dom, Konzerthaus und Französischem Dom zu den schönsten Plätzen in Europa. Er wurde 1688 von Friedrich I., dem späteren König in Preußen, als Hauptmarkt angelegt; hier ließen sich besonders viele hugenottische Einwanderer aus Frankreich nieder.

Im Jahr 1705 wurde die französische Friedrichstädter Kirche fertiggestellt. An der anderen Seite des Platzes errichtete man den 1708 eingeweihten Deutschen Dom. Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. installierte 1736 die Hauptwache des Regiments „Gens d’armes“ auf dem Platz, was ihm seinen Namen gab: Gendarmenmarkt.







Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motive: Foto © Frank Herrmann
Wert (Cent): 58 je Motiv / Zusammendruck 116 (2 x 58)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH,
Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 07.02.2013
MiNr. 2983 und 2984 / selbstklebend: MiNr. 2987 und 2988
 
Brigitte Am: 09.01.2013 07:02:01 Gelesen: 526140# 174 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „250 Jahre Frieden von Hubertusburg“

„Es wird fortan ein unverletzlicher, beständiger Friede, ebenso ehrliche Eintracht und vollkommene Freundschaft herrschen zwischen ihrer Majestät der Kaiserin […] einerseits und Seiner Majestät dem König von Preußen andererseits, ihre Erben und Nachkommen sowie ihre Staaten und Untertanen eingeschlossen.“

Mit diesem Satz wurde Artikel I des am 15. Februar 1763 auf Schloss Hubertusburg geschlossenen Friedensvertrags zwischen Preußen und Österreich eingeleitet.

Mit der Unterzeichnung dieses und eines weiteren Friedensvertrags zwischen Preußen und Sachsen war der „Siebenjährige Krieg“ faktisch beendet, der zuvor zwischen allen europäischen Großmächten in Mittel- und Südeuropa sowie in ihren Kolonien in Nordamerika, der Karibik und sogar in Indien, auf den Philippinen und in Afrika mit hohen Verlusten ausgetragen wurde.

Die vor 250 Jahren auf Schloss Hubertusburg in der kleinen sächsischen Gemeinde Wermsdorf geschlossenen Friedensverträge gingen als „Frieden von Hubertusburg“ in die Weltgeschichte ein.





Entwurf: Matthias Wittig, Berlin
Motiv: Grafische Gestaltung: Matthias Wittig, Berlin
Foto: © Uwe Letzel, Leipzig
Wert (Cent): 90
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 07.02.2013
MiNr. 2985
 
Brigitte Am: 11.02.2013 07:02:00 Gelesen: 523236# 175 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „350. Geburtstag August Hermann Francke“

Der Theologe August Hermann Francke setzte wichtige Akzente als akademischer Lehrer, Reformpädagoge, Institutsleiter und Seelsorger. Der Höhepunkt seines Schaffens war zweifellos die Errichtung der „Francke’schen Anstalten“ in Halle, die zugleich karitativen, sozialen, pädagogischen und kulturellen Zwecken diente und deren Ruf weit über die deutschen Grenzen reichte. Die pädagogischen und karitativen Initiativen Franckes wurden von Teilen des Bürgertums stark gefördert.

Francke, 1663 in Lübeck geboren, wuchs in einem gutbürgerlichen Elternhaus auf. Sein Vater Johann Francke, ein Jurist, trat 1666 als Hof- und Justizrat in die Dienste des Herzogs von Sachsen-Gotha. Ernst I., der Fromme (1601–1705) galt als ein vorbildlicher Landesherr. Er führte unter anderem eine allgemeine Schulpflicht für Kinder von fünf bis zwölf Jahren ein, gründete das Gothaer Gymnasium sowie ein Waisenhaus und reformierte das Prozesswesen.

In manchem war Francke, der 1727 in Halle verstarb, ein Kind seiner Zeit: Zentrale Maximen seiner pädagogischen Arbeit waren Strenge, Aufsicht und die Ächtung von Fröhlichkeit. Dem Geist seiner Epoche weit voraus war dagegen die von ihm initiierte Lehrerausbildung und vor allem die Tatsache, dass sein Schulwesen alle ständischen Bildungsschranken durchbrach.





Entwurf: Imme und Alessio Leonardi, Berlin
Wert (in Cent) 205
Druck Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 01.03.2013
MiNr. 2989
 
Brigitte Am: 13.02.2013 07:02:00 Gelesen: 523027# 176 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „ 200. Geburtstag Friedrich Hebbel“

Hebbel`s spätere Bedeutung für das deutsche Theater wurde Hebbel nicht in die Wiege gelegt. Geboren am 18. März 1813 im damals noch dänischen Wesselburen in Holstein, wuchs Christian Friedrich Hebbel unter ärmlichen Verhältnissen auf. Ab 1836 studierte Hebbel in Heidelberg und München Geschichte, Literatur und Philosophie. Nach drei entbehrungsreichen Jahren kehrte er 1839 zu Fuß von München nach Hamburg zurück. Er begann mit der Arbeit an seinem Erstlingswerk „Judith“, das durch die Vermittlung von Amalie Schoppe im Juli 1840 am königlichen Hoftheater in Berlin zur Uraufführung kam.

1843 reiste er nach Paris, wo er mit den Arbeiten an „Maria Magdalena“ begann und Heinrich Heine (1797–1856) begegnete. Im Spätsommer 1844 zog er weiter nach Rom und Neapel und im Oktober 1845, sein Stipendium war inzwischen aufgebraucht, nach Wien.

Hebbels illusionsloser Realismus fand zu seiner Zeit nur mäßige Beachtung. Seine Mitbürger maßen alle neuen Geschichtsdramen noch immer an den klassischen Werken von Goethe und Schiller und unter den zeitgenössischen Stücken bevorzugten sie die spritzig-leichten französischen Stoffe oder die schwülstigen Historiendramen längst vergessener deutscher Autoren. Die Nachwelt hingegen erkannte in dem Dichter der „Maria Magdalena“ (1844) den bedeutendsten Dramatiker des deutschen Realismus und einen entscheidenden Wegbereiter des späteren Naturalismus.

Öffentliche Anerkennung wurde dem lange verkannten Hebbel erst kurz vor seinem frühen Tod am 13. Dezember 1863 in Wien zuteil – ausgerechnet für ein Werk, das heute als eines seiner schwächeren gilt.





Entwurf: Birgit Hogrefe, Hamburg
Motiv Portrait
Wert (in Cent): 100
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co. KG,
Mönchengladbach
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 01.03.2013
MiNr. 2990
 
Brigitte Am: 15.02.2013 07:12:00 Gelesen: 522838# 177 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „50 Jahre Jugend musiziert“

„Jugend musiziert“ hat dem deutschen Kulturleben im Laufe eines halben Jahrhunderts als Plattform für den musikalischen Nachwuchs und für weniger bekannte Instrumente, Werke und Stilrichtungen entscheidende Impulse gegeben. Jahr für Jahr motiviert der bundesweite Wettbewerb, der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, Tausende junger Menschen, ihr musikalisches Können auf öffentlicher Bühne einer fachkundigen Jury zu präsentieren.

Der Wettbewerb umfasst drei Ausscheidungsrunden. In der ersten Phase werden in über 140 Städten und Regionen Regionalwettbewerbe ausgetragen. Die Bestplatzierten nehmen in der zweiten Phase an den Landeswettbewerben teil, die in den einzelnen Bundesländern und an drei Deutschen Schulen im Ausland (Porto, Istanbul und Moskau) abgehalten werden. Die Bestplatzierten dürfen schließlich zum Bundeswettbewerb reisen.

Als „Jugend musiziert“ vor einem halben Jahrhundert ins Leben gerufen wurde, hatten seine Macher nicht zuletzt im Sinn, dem Mangel an qualifiziertem Orchesternachwuchs abzuhelfen. Die Teilnehmerzahlen sind in den fünf Jahrzehnten des Bestehens von „Jugend musiziert“ kontinuierlich gestiegen. Beim ersten Bundeswettbewerb 1964 hatten sich rund 2.500 junge Musiker an den Regionalwettbewerben beteiligt. 2012 nahmen auf Regionalebene über 21.000 junge Menschen teil.

Dass „Jugend musiziert“ in den vielen Jahren seines Bestehens nichts von seiner Attraktivität eingebüßt hat, sondern immer mehr junge Musiker anzieht, ist zweifellos dem Umstand zu verdanken, dass es den Organisatoren gelungen ist, den Wettbewerb den wechselnden Anforderungen und Zeitströmungen immer wieder aufs Neue anzupassen, ohne sein hohes künstlerisches Niveau zu verraten.





Entwurf: Kitty Kahane, Berlin
Motiv: Streicher
Wert (in Cent): 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 01.03.2013
MiNr. 2991
 
Brigitte Am: 18.02.2013 07:01:00 Gelesen: 522593# 178 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Janosch Segelboot“ und „Janosch Ostern“

1931 als Horst Eckert im oberschlesischen Hindenburg geboren, wuchs Janosch in einer Bergarbeitersiedlung im heutigen Polen auf. An seine Schulzeit und Kindheit erinnerte er sich später nur ungern. Seine Geschichten erzählen von einer Welt, die nicht so aus den Fugen geraten ist wie jene, die er selbst erlebte. In ihr gibt es Liebe und Treue, Momente des Glücks und vor allem viel zu entdecken. Die Figuren in seinen Büchern sind nicht reich an Dingen, aber reich an Freunden und Erlebnissen.

Sein großer Durchbruch gelang Janosch 1978 mit dem Titel „Oh, wie schön ist Panama“, in dem Bär, Tiger und Tigerente ausziehen, den Ort ihrer Träume zu entdecken, bis sie erkennen, dass es ihr eigenes Zuhause ist. Im Laufe der Jahrzehnte wurden seine Werke – darunter über 100 Kinderbücher, aber auch Romane und Theaterstücke – in mehr als 40 Sprachen übersetzt und millionenfach aufgelegt. Als Kinderbuchschreiber, Geschichtenerfinder und Zeichner steht Janosch heute auf einer Stufe mit Klassikern wie Wilhelm Busch.

Das Geheimnis von Janoschs Kindergeschichten ist, dass sie nicht von einer heilen, aber von einer freundlichen Welt erzählen, die bevölkert wird von vielen liebenswerten Gestalten und eigenwilligen Charakteren. Sie sind wie im wirklichen Leben klug und mutig oder tollpatschig und hasenfüßig, manchmal sind sie vorlaut, aber niemals sind sie mutwillig böse zueinander.

Der kleine Tiger mit dem Bär in einer Nussschale mitten auf dem Ozean, im Bildvordergrund die schwimmende Tigerente, ein Vogel mit einem Brief im Schnabel und eine Flaschenpost – die Welt des Kinderbuchautors und Zeichners Janosch ist aufregend, bunt und abenteuerlich, aber auch voller Wärme und Zuversicht: Wer möchte nicht sein wie der Tiger im Segelboot, der mitten im Ozean mit dem Finger nach vorne weist, immer furchtlos und immer hinaus ins Ungewisse? Und wenn Tiger, Bär und Hase Ostern feiern, dann haben sie sich alle lieb, und natürlich darf auch die Tigerente nicht fehlen, denn sie ist die wahrscheinlich bekannteste Figur im kunterbunten Universum des Kinderbuchautors und Geschichtenerzählers Janosch.









Entwurf: Grit Fiedler, Leipzig
Motiv: Illustrationen von Janosch
Copyright: @Janosch film & medien AG
Wert (in Cent) „Segelboot“ 45 / „Ostern“ 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 01.03.2013
Segelboot MiNr. 2992 / selbstklebend: MiNr. 2995 / Ostern MiNr. 2993 / selbstklebend: MiNr. 2996
 
Brigitte Am: 15.03.2013 07:02:00 Gelesen: 519587# 179 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „150 Jahre Deutscher Arbeiterverein“

Die politische Organisation der Arbeiter ereignete sich vor dem Hintergrund der industriellen Revolution in Deutschland. Durch die Umwandlung einer traditionellen Agrar- in eine moderne Industriegesellschaft veränderten sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen dramatisch.

Um die Mitte des 19. Jahrhunderts gab es erste Versuche einer Organisation der Proletarier. 1844 revoltierten die schlesischen Weber, 1848 verfassten Karl Marx (1818 - 1883) und Friedrich Engels (1820 - 1895) in London das „Manifest der kommunistischen Partei“. Gemeinsam war allen oppositionellen Kräften der Wille, das Los der Armen zu verbessern, aber sie folgten keiner einheitlichen Theorie oder Weltanschauung.

Mit dem „Arbeiterprogramm“ von 1862 und seinem „Offenen Antwortschreiben“ (1863) an das Zentralkomitee in Leipzig, das die Berufung eines Arbeiterkongresses vorbereitete, schuf Ferdinand Lassalle die programmatische Grundlage des „Allgemeinen deutschen Arbeitervereins“, der am 23. Mai 1863 ins Leben gerufen wurde – mit ihm als Präsidenten. Diese Gründung der ersten Arbeiterorganisation auf dem Gebiet des Deutschen Bundes gilt als Meilenstein in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie.





Entwurf: Thomas Serres, Hattingen
Motiv: Foto © J.H. Darchinger/Friedrich-Ebert-Stiftung
Wert: (in Euro Cent) 145
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 04.04.2013
MiNr. 2997
 
Brigitte Am: 18.03.2013 07:02:00 Gelesen: 519383# 180 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „150 Jahre Rotes Kreuz“

Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 zwischen Sardinien-Piemont und Frankreich gilt als Geburtsstunde des Roten Kreuzes. 285.000 Soldaten trafen aufeinander und Zehntausende Verwundete blieben nach der Schlacht auf dem Feld zurück.

Der Schweizer Kaufmann Henry Dunant (1828–1910), der zufällig am Abend des 24. Juni auf das Schlachtfeld zwischen die Verwundeten geriet, war angesichts dieses Kriegselends so entsetzt, dass er die Bevölkerung Solferinos dazu aufrief, den Verletzten und Sterbenden zu helfen. Mit dem Ruf „Tutti fratelli“ („Alle sind Brüder“) organisierte er spontan mit Freiwilligen eine notdürftige Versorgung der Verletzten, egal ob Freund oder Feind. Im nahe gelegenen Castiglione delle Stiviere richtete er ein Behelfshospital ein und ließ auf seine Kosten Verbandsmaterial herbeischaffen.

Drei Jahre nach der Schlacht veröffentlichte Henry Dunant seine Schrift „Un souvenir de Solférino“ („Eine Erinnerung an Solferino“), in der er minutiös seine schrecklichen Erlebnisse niederschrieb und gleichzeitig dazu aufrief, Organisationen zu gründen, die den Verwundeten und Kranken im Krieg über die Landesgrenzen hinweg schnelle Hilfe leisten könnten. Und Dunant fand Gehör: Bereits am 17. Februar 1863 konstituierte sich aus der Genfer Bürgerschaft ein Aktionskomitee, das ab 1875 den Namen „Internationales Komitee vom Roten Kreuz (IKRK)“ trug.

Die Idee einer multinationalen Hilfsgesellschaft für die Opfer des Krieges ist nun 150 Jahre alt. Was klein begann hat sich zu einer
der größten Hilfsorganisationen der Welt entwickelt.





Entwurf: Greta Göttrup, Hamburg
Motiv: Keine Angaben
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 04.04.2013
MiNr. 2998
 
Brigitte Am: 20.03.2013 07:01:00 Gelesen: 519306# 181 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100 Jahre Deutsches Sportabzeichen“

Das Deutsche Sportabzeichen hat sich in den 100 Jahren seines Bestehens zur populärsten Auszeichnung im Breitensport entwickelt – und dieser Trend setzt sich fort. 2008 wurde erstmals die magische Grenze von einer Million Auszeichnungen überschritten. Zu drei Vierteln wurden die Sportabzeichen im Rahmen des Schulsports an Kinder und Jugendliche verliehen.

Einen solchen Erfolg hatte sicher niemand im „Deutschen Reichsausschuss für Olympische Spiele“ erwartet, als die Hauptversammlung im November 1912 beschloss, eine „Auszeichnung für vielfältige Leistung auf dem Gebiet der Leibesübungen“ einzuführen.

Der Sinn des Abzeichens besteht darin, motorische Grundfähigkeiten unter Beweis zu stellen, wobei die Leistungsanforderungen geschlechtsspezifisch und altersgerecht differenziert sind. Ferner werden spezielle Anforderungen für Menschen mit Behinderung gestellt. Es gibt inzwischen sogar Berufe, bei denen der Erwerb des Sportabzeichens eine Einstellungsvoraussetzung ist, etwa bei der Berufsfeuerwehr, der Polizei und der Bundeswehr.

Mit Beginn des neuen Jahrtausends wurden vermehrt Forderungen laut, das Abzeichen neuen Trends und Erkenntnissen anzupassen, etwa durch vermehrte Integration von Rand- und Trendsportarten. Heute werden neben den klassischen Disziplinen unter anderem auch das Inlineskating, Kanufahren, Rudern und Walking anerkannt.





Entwurf: Lorli Jünger und Prof. Ernst Jünger, München
Motiv: Deutsches Sportabzeichen © Deutscher Olympischer Sportbund
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG,
Mönchengladbach
Größe: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 04.04.2013
MiNr. 2999
 
Brigitte Am: 22.03.2013 07:01:00 Gelesen: 519184# 182 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100 Jahre Möhnetalsperre“

Die industrielle Revolution führte im 19. Jahrhundert in Deutschland innerhalb kürzester Zeit zu einer vollständigen Umgestaltung der Lebens- und Arbeitswelt und einem nie zuvor gekannten Bevölkerungswachstum. Die Kehrseite des Aufschwungs war die Erschöpfung ökologischer Ressourcen, vor allem in den Ballungszentren. Im Einzugsgebiet der Ruhr herrschte gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine akute Wasserkrise.

Aufgrund der extremen Wasserentnahme durch Bergwerke, Wasserwerke und Schwerindustrie war der Fluss nicht mehr in der Lage, die Region ausreichend mit Wasser zu versorgen. Im Juli 1913 wurde wenige Kilometer südlich von Soest, im Beisein des deutschen Kaisers, feierlich die gewaltigste Wasserstauanlage in Europa eingeweiht.

Als „Riesenwerk deutschen Unternehmungsgeistes“ feierten die Zeitgenossen die Möhnetalsperre. Mit einer Speicherkapazität von über 130 Millionen Kubikmetern Wasser und einer Speicheroberfläche von 10 Quadratkilometern hatte das „gigantische Bauwerk“ ein größeres Fassungsvermögen als alle 20 Talsperren zusammen, die bis zu diesem Zeitpunkt im Einzugsgebiet von Ruhr und Wupper erbaut worden waren.

Die Möhnetalsperre, die vom ebenfalls 1913 gegründeten Ruhrverband betrieben wird, dient auch der Naherholung und der biologischen Diversität. Für Wasservögel ist die Talsperre heute einer der wichtigsten Durchzugs- und Überwinterungsplätze in Nordrhein-Westfalen.





Entwurf: Gerda M. Neumann und Horst F. Neumann, Wuppertal
Motiv Bildquelle: Archiv Ruhrverband
Wert: (in Euro Cent) 90
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 04.04.2013
MiNr. 3000 / selbstklebend: MiNr. 3009
 
Brigitte Am: 25.03.2013 07:02:00 Gelesen: 518992# 183 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „50 Jahre Fehmarnsundbrücke“

Als die Fehmarnsundbrücke 1999 unter Denkmalschutz gestellt wurde, war sie, obwohl erst wenige Jahrzehnte alt, längst ein Wahrzeichen Schleswig-Holsteins. Das lag zum einen an ihrer charakteristischen Architektur, vor allem aber an ihrer großen Bedeutung für die Wirtschaft und Infrastruktur der Insel sowie der gesamten Region. Die 963 Meter lange Netzwerkbogenbrücke hat eine Breite von 21 Metern. Die lichte Höhe misst 23 Meter über Mittelwasser, dem Schiffsverkehr steht ein Durchgang von 240 Metern Breite zur Verfügung.

Am 4. Januar 1960 begann mit einem symbolischen Spatenstich die Realisierung dieses gigantischen Bauvorhabens. Bewegt und verbaut wurden 1,5 Millionen Kubikmeter Sand, rund 23.000 Tonnen Beton, 9.200 Tonnen Stahl und 1.700 Tonnen Gussasphalt. Für den Anstrich wurden am Ende noch einmal 130 Tonnen Farbe benötigt. Nach einer gut dreijährigen Bauzeit wurde 1963 die weithin sichtbare Straßen- und Eisenbahnbrücke, die unweit von Heiligenhafen die rund 1.300 Meter breite Meeresstraße zwischen Festland und Insel überquert, feierlich eingeweiht.

Für Fehmarn begann an diesem 14. Mai 1963 eine neue Zeitrechnung. Generationen von Fischern und Bauern hatten auf dem Ostsee-Eiland ein relativ abgeschottetes Dasein geführt. Durch die Brücke und die gleichzeitige Inbetriebnahme des Fährverkehrs im Fährbahnhof Puttgarden wurde Fehmarn aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Dank der neuen „Vogelfluglinie“ existierte erstmals eine direkte Eisenbahn- und Autobahnverbindung zwischen den beiden Großstädten Kopenhagen und Hamburg.

Die Brücke wurde zum Symbol für den wirtschaftlichen Aufschwung und die touristische Entwicklung der Insel sowie der ganzen Region.





Entwurf: Prof. Heribert Birnbach, Bonn
Motiv: Foto © Torsten Wolf, Berlin
Wert: (in Euro Cent) 75
Druck Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 04.04.2013
MiNr. 3001 / selbstklebend: MiNr. 3003
 
Brigitte Am: 02.04.2013 07:02:00 Gelesen: 518390# 184 @  
Serie: „Für den Sport“
Thema: Motive von Uli Stein - zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Sporthilfe

Mit der Briefmarkenserie „Für den Sport“ unterstützt das Bundesministerium der Finanzen die Stiftung Deutsche Sporthilfe. Seit 1968 sind durch die Sondermarken mit dem „Plus“ bereits mehr als 130 Millionen Euro an Fördermitteln für die sozialen Belange und Aufgaben im Bereich des Nachwuchs- und Spitzensports zur Verfügung gestellt worden. Schirmherr der Stiftung Deutsche Sporthilfe ist der Bundespräsident.

Die drei Sportmarken „mit dem Plus“ aus der Serie „Für den Sport“ zeigen im Jahr 2013 Motive mit einer der bekanntesten deutschen Comic-Figuren: die Maus des Cartoonisten Uli Stein. Die Maus präsentiert sich ganz sportlich, beim Start zum Sprint, beim Surfen und beim Barren-Turnen.

Die kleinen Bildchen mit ihrem gezackten Rahmen haben einen hehren Auftrag: Mit den Marken will die Sporthilfe die „Briefmarke auch in Zeiten von E-Mails noch attraktiv halten“.





Sprintmaus





Surfmaus





Barrenmaus

Entwurf: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Motive: Uli Stein (Sprintmaus, Surfmaus, Barrenmaus)
Wert: (in Euro Cent) „Sprintmaus“ 58+27, „Surfmaus“ 90+40, „Barrenmaus“ 145+55
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.05.2013
Motiv Sprintmaus MiNr. 3004 / Motiv Surfmaus MiNr. 3005 / Motiv Barrenmaus MiNr. 3006
 
Brigitte Am: 04.04.2013 07:12:00 Gelesen: 518213# 185 @  
Serie: „Europa“
Thema: „Postfahrzeuge“

Der auf der Briefmarke abgebildete Lloyd-Paketzustellwagen wurde im Jahre 1908 in Bremen von der Norddeutschen Automobil und Motorenfabrik AG (NAMAG) gebaut, den späteren Hansa Lloyd-Werken.

Wie viele Zustellfahrzeuge der damaligen Deutschen Reichspost verfügte der Lloyd über einen umweltfreundlichen Elektroantrieb. Der Benzinmotor war zu dieser Zeit noch nicht sehr weit entwickelt und im Stadtbetrieb mit häufigen Stopps und einer täglichen Fahrstrecke von rund 50 km war der Elektroantrieb im Vorteil. Daher setzte die Reichspost schon 1899 die ersten elektrisch angetriebenen Fahrzeuge ein.

Für die Paketzustellung und Briefkastenleerung in den Großstädten nutzte die Post seit den 1920er Jahren mit 70% aller Fahrzeuge ganz überwiegend Elektrofahrzeuge. 1938 hatte die Reichspost über 2.600 Elektro-Lkw in Betrieb. Die Fahrzeuge waren außerordentlich robust und hatten eine unvorstellbar lange Lebensdauer: Viele der in den 1920er Jahren angeschafften Elektrofahrzeuge waren über 40 Jahre lang bis 1968 im Einsatz.

Da LKW mit Diesel- oder Benzinmotor durch die Großserienfertigung in der Anschaffung immer günstiger wurden und die Preise für die regelmäßig auszutauschenden Batterien immer weiter anstiegen, wurde der Betrieb der kleinen Flotte von Elektro-LKW für die Post schließlich unwirtschaftlich. Ab 1954 wurden keine neuen Elektrofahrzeuge mehr beschafft.





Entwurf: Günter Gamroth, Nürnberg
Motiv: © Museum für Kommunikation Frankfurt
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.05.2013
MiNr. 3007
 
Brigitte Am: 06.04.2013 07:01:00 Gelesen: 517999# 186 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „200. Geburtstag Richard Wagner“

Richard Wagner zählt zu den bedeutendsten Komponisten Deutschlands. Seine Werke erlangten Weltruhm und unter seinen Nachfolgern gab es keinen, der sich der Auseinandersetzung mit dem epochalen Erneuerer entziehen konnte.

Im Jahr 2013 jährt sich der Geburtstag Richard Wagners zum 200. und sein Todestag zum 130. Mal. Wagner revolutionierte die Oper zum „Musikdrama“, dem er mit seinen Kompositionen bis dahin ungeahnte Ausdrucks- und Wirkungsdimensionen erschloss. Aufgrund der umfassenden wie zugleich höchst widersprüchlichen und auch ideologisch prekären Rezeptions- und Wirkungsgeschichte seiner Werke gehört er zu einer der bedeutendsten und folgenreichsten künstlerischen Erscheinungen der Neuzeit.

Die Kunst als Mittel zur Überwindung von politischer und ökonomischer Herrschaft sollte nach seinem Verständnis schließlich selbst die Religion ersetzen und die Menschen wie in der idealisierten Polis der griechischen Antike in einer befreiten, ästhetisch integrierten Gesellschaft vereinen.

Modellhaft sollte sich das in den besonderen Aufführungs- und Rezeptionsbedingungen seiner Werke im Rahmen von „Festspielen“ als künstlerisch tätiger Gemeinschaft von Schaffenden und Schauenden vollziehen. Mit der Uraufführung seiner viertägigen Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ im eigens dafür errichteten Bayreuther Festspielhaus wurde diese Idee 1876 erstmals Wirklichkeit.





Entwurf: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: Gemälde: © Nationalarchiv der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth
Text: Dr. Sven Friedrich, Richard-Wagner-Museum, Bayreuth
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.05.2013
MiNr. 3008
 
Brigitte Am: 10.05.2013 14:10:54 Gelesen: 514894# 187 @  
Sonderpostwertzeichen Serie: „Leuchttürme“
Motive: „Flügge“ und „Büsum“

Leuchttürme sind nicht nur Landmarken der Küstenlandschaft, sie symbolisieren für viele Menschen in besonderer Weise auch die romantischen Vorstellungen von Meer, Wind und Wellen.

Der Leuchtturm Büsum ist der einzige „echte“ Leuchtturm zwischen Nord-Ostsee-Kanal sowie den Flüssen Eider und Elbe und damit ein Wahrzeichen Dithmarschens. Auch an der Ostsee sind Leuchttürme Sehnsuchtsorte: Umringt vom Naturschutzgebiet Krummsteert befindet sich der Leuchtturm Flügge in einer der schönsten Lagen Fehmarns. Als einziger Leuchtturm der deutschen Ostseeinsel kann er bestiegen werden.

Der Vorgängerbau des Büsumer Leuchtturms war ein 1878 errichteter Holzbau mit einer Positionslaterne, die hinaufgezogen werden musste. Der jetzige Leuchtturm entstand 1912/1913 an der Westseite des Fischerhafens. Als Basis dient ein ummauerter Betonsockel. Den Abschluss des Leuchtturms bildet das Laternenhaus mit zwei vergitterten Umläufen und einem Dach aus Kupferblech. Es ist – wie ursprünglich der gesamte Turm – schwarz lackiert. Der Rest des Stahlbauwerks erhielt erst 1952 seinen markanten weiß-roten Anstrich.

Der Leuchtturm Flügge steht im Südwesten Fehmarns, an der Südwesthuk. Er entstand 1914/15 als 38 Meter hoher, achteckiger Steinturm aus natursteingelben Ziegeln mit eisernem Laternenhaus und doppelter Galerie. 1916 in Betrieb genommen, erhielt der Turm 1977 eine wetterfeste Bekleidung aus rot-weißen Mineralfaserplatten. Seit 2003 steht er unter Denkmalschutz. In den Jahren 2010 bis 2012 wurde der Leuchtturm Flügge durch das Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck in seinen ursprünglichen Zustand zurückgebaut.









Entwurf: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Motiv 1: Leuchtturm „Flügge“
Motiv 2: Leuchtturm „Büsum“
Wert (in Euro Cent): Leuchtturm „Flügge“ 45 / Leuchtturm „Büsum“ 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security - Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 35 x 35 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 06.06.2013
Motiv 1: MiNr. 3010 / Motiv 2: MiNr. 3011
 
Brigitte Am: 15.05.2013 07:03:00 Gelesen: 514494# 188 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Deutsche Rosenschau Forst (Lausitz)“

„100 Jahre Rosenträume an der Neiße” heißt es 2013 in der Rosenstadt Forst (Lausitz), feiert doch der Ostdeutsche Rosengarten mit der Ausrichtung einer Deutschen Rosenschau sein 100-jähriges Jubiläum. In der Zeit vom 14. Juni bis 29. September 2013 wird die Königin der Blumen in der 17 Hektar großen Parkanlage vielfältig präsentiert.

Während der Deutschen Rosenschau 2013 werden sowohl die Rosenneuheiten der letzten Jahre als auch historische Rosensorten vorgestellt. Darüber hinaus ist die Neuzüchtung einer Jubiläumsrose geplant. Es werden zwölf, zum großen Teil neu gestaltete Themengärten zu bewundern sein. Daneben lockt die riesige Freiluftausstellung mit Rosenneu- und Ergänzungspflanzungen. Neben der bereits 2012 mit Neiße-Wasser getauften Jubiläumsrose „Forster Rosentraum” wird es zur Eröffnung eine weitere Rosentaufe geben.

Damit lebt die Tradition der Deutschen Rosenschau – 75 Jahre nach der letzten Rosenschau in Forst im Jahre 1938 – wieder auf. Der Ostdeutsche Rosengarten ist einer der ältesten und größten Rosengärten Deutschlands. Auf einer Fläche von 7.400 Quadratmetern vereint die an der Neiße gelegene Dauer-Rosenausstellung ca. 40.000 Rosenstöcke mit rund 800 Rosensorten.

Gegründet wurde der Forster Rosengarten anlässlich des 25-jährigen Thronjubiläums Kaiser Wilhelms II. (1859–1941) im Jahre 1913. Mit Ende der Feierlichkeiten wurde das Gelände in einen beständigen Rosengarten umgewandelt und in „Ostdeutscher Rosengarten” umbenannt. 1938 – zum 25-jährigen Jubiläum der Rosen- und Gartenbauausstellung RUGA – veranstaltete man auch im Ostdeutschen Rosengarten erstmals eine „Deutsche Rosenschau”. Heute zählt der Park, der auf einzigartige Weise Garten- und Landschaftsarchitektur miteinander verbindet, nicht nur zu den bedeutendsten Parkanlagen der Lausitz, er ist auch eines der beliebtesten Ausflugsziele Brandenburgs.





Entwurf: Thomas Serres, Hattingen
Motiv: Impressionen aus dem „Ostdeutschen Rosengarten“ in Forst (Lausitz)
Wert: (in Euro Cent) 45
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 06.06.2013
MiNr. 3012
 
Brigitte Am: 17.05.2013 07:12:00 Gelesen: 514381# 189 @  
Thema: „Sonnentempel Bayreuth- Gyeongbokgung Palast Hyangwonjeong Pavillon“
(Gemeinschaftsausgaben mit Südkorea)

Als Gemeinschaftsausgabe der Deutschen Post und der Südkoreanischen Post erscheinen im Juni 2013 in beiden Ländern zwei Briefmarken, deren Motive in besonderer Weise Kulturgeschichte und Baukunst vereinen.

Der Hyangwonjong-Pavillon auf dem Gelände des Gyeongbokgung-Palasts in Seoul ist aufgrund seiner reizvollen Lage und seiner meditativen Ausstrahlung ein Besuchermagnet ersten Ranges. Am anderen Ende der Welt, aber nicht weniger anziehend für Touristen von nah und fern, liegt der Sonnentempel im fränkischen Bayreuth – im 18. Jahrhundert ein Refugium für das höfische Leben der Zeit und bis heute ein architektonisches Kleinod vor den Toren der Wagnerstadt.

Eines der beliebtesten Fotomotive Südkoreas ist der Hyangwonjong-Pavillon, zu Deutsch „Pavillon des weitduftenden Wohlgeruchs“. Eine rote Holzbogenbrücke führt über einen idyllischen Lotusteich zu dem sechseckigen Bauwerk. Aufgrund seiner einmaligen Lage war das Gebäude, 1873 vom Herrscher Gojong (1852–1919) erbaut, einst auch ein beliebter Aufenthaltsort der königlichen Familie, deren Wohngemächer sich ganz in der Nähe befanden. Bei schönem Wetter bevölkern heute ganze Schulklassen das Ufer des künstlich angelegten Sees und zücken Farbkasten und Pinsel, um das Gebäude und seine reizvolle Umgebung auf dem Papier einzufangen.

Der Sonnentempel in Bayreuth, zwischen 1749 und 1753 auf Geheiß der Markgräfin Wilhelmine von Preußen (1709–1758) errichtet, bildet einen der baulichen Höhepunkte der Eremitage, einer idyllischen Parkanlage vor den Toren der fränkischen Stadt. Seine Spitze wird von einer goldenen Quadriga gekrönt. Gelenkt wird das Pferdegespann von einem Fackel tragenden Apoll als Sinnbild der Sonne. Der Sonnentempel symbolisiert den Palast des Musengottes Apoll, den dieser jeden Morgen mit seinem Sonnenwagen verlässt, um die Welt mit seinem Licht zu erleuchten. Umgeben wird der Tempel, der überwiegend als Orangerie genutzt wurde, von je einem halbkreisförmigen Flügelbau.









Entwurf: Bayreuth Sonnentempel: Matthias Wittig Berlin / Gyeongbokgung Palast Hyangwonjeong Pavillo: Jae-Yong Shin, Korea Post
Motiv 1: Bayreuth Sonnentempel
Foto: © Thomas Köhler, Bayreuth, mit freundlicher Genehmigung der Bayerischen Schlösserverwaltung
Motiv 2: Gyeongbokgung Palast Hyangwonjeong Pavillo
Foto: © Korea Tourism Organization
Wert: (in Euro Cent) Bayreuth Sonnentempel 75, Gyeongbokgung Palast Hyangwonjeong Pavillo 150
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 06.06.2013
Motiv 1: MiNr. 3013 / Motiv 2: MiNr. 3014
 
Brigitte Am: 20.05.2013 07:02:00 Gelesen: 514173# 190 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Im Einsatz für Deutschland“

Zum ersten Mal in seiner Geschichte ist Deutschland heute vollständig von Freunden und Partnern umgeben. Seit dem Fall der Mauer und des Eisernen Vorhangs sowie dem Ende des Kalten Kriegs ist der Aspekt der Landesverteidigung immer weiter in den Hintergrund getreten und spielt heute praktisch keine Rolle mehr. Seit ihrer Gründung im Jahr 1955 hat die Bundeswehr insofern einen grundlegenden Bedeutungswandel erfahren. Sicherheitspolitisch war sie jahrzehntelang eine Verteidigungsarmee, deren Aufgabe ausschließlich im Schutz des Territoriums der Bundesrepublik Deutschland bestand. Das neue Aufgabenspektrum der Bundeswehr hat sich hingegen stark ins Ausland verlagert.

Weil Krisen und Konflikte jederzeit kurzfristig und unvorhergesehen auftreten können, soll die Bundeswehr jederzeit in der Lage sein, auch über große Distanzen schnell zu handeln. Die Sicherheit Deutschlands wird nicht mehr ausschließlich geografisch definiert.

Weltweite Einsätze stellen neue Anforderungen an die Streitkräfte: Gefragt sind in erster Linie Spezialisten, die sich in hohem Maße mit der Bundeswehr identifizieren. Zudem ist die Personalstärke der Bundeswehr in den letzten Jahren auf aktuell rund 230.000 Soldaten und Soldatinnen gesunken. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung am 15. Dezember 2010 beschlossen, die Wehrpflicht auszusetzen, also auf Zwangseinberufungen zu verzichten. An die Stelle des Grundwehrdienstes ist ein neuer freiwilliger Wehrdienst von bis zu 23 Monaten getreten.





Entwurf: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 06.06.2013
MiNr. 3015
 
Brigitte Am: 12.06.2013 07:01:00 Gelesen: 512268# 191 @  
Sonderpostwertzeichen Serie: „Wildes Deutschland“
Berchtesgadener Alpen

Im deutsch-österreichischen Grenzgebiet, im südöstlichen Zipfel Bayerns, befindet sich der einzige alpine Nationalpark Deutschlands.

Obwohl der Nationalpark Berchtesgaden erst zum 1. August 1978 eingerichtet wurde, blickt die Region auf eine lange Tradition als Schutzgebiet zurück. Bereits 1910 wurde eine Fläche im Südosten des heutigen Nationalparks als „Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen“ ausgewiesen; im März 1921 erfolgte die Ausweitung zum „Naturschutzgebiet Königssee“. Überlegungen, den Watzmann mit einer Seilbahn zu erschließen, veranlassten den Deutschen Naturschutzring im Jahr 1953, die Einrichtung eines Nationalparks zu fordern. Am 13. Juli 1972 beschloss der bayerische Landtag die Planung eines Bayerischen Alpenparks im Naturschutzgebiet Königssee. Seit 1991 bilden der Nationalpark Berchtesgaden als Kernzone und sein Vorfeld ein von der UNESCO anerkanntes Biosphärenreservat.





Entwurf: Professor Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Wimbachtal mit dem Hochkalternmassiv / © Foto: Norbert Rosing, Naturfotografie
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 01.07.2013
MiNr. 3017
 
Brigitte Am: 14.06.2013 07:01:00 Gelesen: 511993# 192 @  
Sonderpostwertzeichen Serie: „Wildes Deutschland“
Niedersächsisches Wattenmeer

Das niedersächsische Wattenmeer ist gleich dreifach als besonderes Gebiet ausgewiesen. Auf Grundlage des deutschen Naturschutzrechtes ist es seit 1986 Bestandteil eines Nationalparks, in dem die verschiedenen Schutzzonen der Kategorie I bis III festlegen, was erlaubt ist und was nicht. Im Jahr 1993 wurde es von der UNESCO außerdem als Biosphärenreservat anerkannt. Seit dem Jahr 2009 ist das niedersächsische Wattenmeer auch UNESCO-Weltnaturerbe. Zusammen mit den beiden anderen deutschen Wattenmeer-Nationalparks Schleswig-Holstein und Hamburg sowie mit dem niederländischen Wattenmeer-Schutzgebiet ist es eines der weltweit größten und wichtigsten gezeitenabhängigen Feuchtbiotope.





Entwurf: Professor Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Motiv: Priele auf Spiekeroog / © Foto: Norbert Rosing, Naturfotografie
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 01.07.2013
MiNr. 3018
 
Brigitte Am: 17.06.2013 07:02:00 Gelesen: 511744# 193 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „800 Jahre Dessau“

Die Geschichte der Stadt reicht bis ins Jahr 1213 zurück, entstanden als Handelsplatz an der Kreuzung von Mulde und Elbe, erstmals in einer Urkunde vom 4. November erwähnt. Sie ist eines der drei kreisfreien Oberzentren im Land Sachsen-Anhalt und Sitz zahlreicher Landesbehörden, der Hochschule Anhalt und des Umweltbundesamtes.

Von Dessau, der ehemaligen Residenzhauptstadt des Landes Anhalt, gingen und gehen weitreichende Reformen und Entwicklungsschübe aus: die Dessauer Reformpädagogik, der Toleranzgedanke des jüdischen Philosophen Moses Mendelssohn, die Bauhaus-Moderne und die Kompositionen Kurt Weills, die bahnbrechenden Ingenieursleistungen Wilhelm von Oechelhaeusers und Hugo Junkers auf dem Gebiet des Motoren- und Flugzeugbaus, der Gebrüder Sachsenberg im Schiffsbau und die des Autobauers Lutzmann.

Die Stadt ist eingebettet in das Biosphärenreservat Mittelelbe und stolz, dass sie als einzige Stadt der Welt zwei Weltkulturerbestätten besitzt, das Bauhaus und die dazugehörigen Meisterhäuser sowie das Dessau-Wörlitzer Gartenreich.





Entwurf: Matthias Wittig, Berlin / Jutta Ziemba, Stadt Dessau-Rosslau
Motiv: © Stadtarchiv Dessau-Rosslau, Foto: Emil Theiss
Wert: (in Euro Cent) 45
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 01.07.2013
MiNr. 3019
 
Brigitte Am: 19.06.2013 07:01:00 Gelesen: 511534# 194 @  
Sonderpostwertzeichen
„Gerhard Richter - SEESTÜCK“

Die untergehende Sonne durchdringt den Vorhang der sich auftürmenden Wolken mit Leichtigkeit und legt sich glitzernd auf die sanften Wogen des Meers: Im „Seestück“ (1969) von Gerhard Richter prallen Himmel und Meer kraftvoll aufeinander und bleiben dennoch ganz ruhig. Die heraufziehende Dunkelheit wird durchbrochen durch die Sonne, die dem aufreißenden Wolkenschleier einen matten Schimmer verleiht. Seit seinem menschenleeren „Seestück“ gilt Gerhard Richter als der Romantiker der Gegenwart.

Der 1932 in Dresden geborene Maler bringt immer wieder neue Stile hervor. Eine Werkgruppe entwickelt sich bei Richter aus einer anderen, seine Arbeiten ergeben vor allem chronologisch betrachtet einen Sinn:

Auf Wandmalereien folgen graue Stadtbilder, aus ihnen erwachsen die romantischen Seestücke. Und manchmal legt er den Pinsel aus der Hand und greift zur Kamera. So entstehen die eisigen Seelandschaften, zu denen auch das „Seestück“ von 1969 gehört, nach der Vorlage von Fotos, die Richter auf einer Grönlandreise geschossen hat. Im „Seestück“ schlägt sich auch Richters Begeisterung für Caspar David Friedrich (1774–1840) nieder, den bedeutendsten Maler der deutschen Frühromantik.

Denn vor allem ein Bild beeindruckt Richter besonders: Friedrichs „Gescheiterte Hoffnung“ – auch bekannt als „Das Eismeer“. Richter mischt die sphärische Tiefe eines William Turner unter seine Wolken, ohne sich jedoch von der fotorealistischen Detailverliebtheit seiner Striche zu trennen.





Entwurf: Sybille Haase und Professor Fritz Haase, Bremen, unter Verwendung eines Gemäldes von Gerhard Richter
Motiv: Gemälde „SEE STÜCK -1969“ © Gerhard Richter (2013)
Wert: (in Euro Cent) 145
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co. KG Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 01.07.2013
MiNr. 3020 / selbstklebend: MiNr. 3021
 
Brigitte Am: 04.07.2013 07:03:00 Gelesen: 509971# 195 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Thema: „Hochwasserhilfe 2013“

Als Beitrag zur Linderung der Not der Hochwassergeschädigten hat der Bundesminister der Finanzen die Herausgabe einer Sonderbriefmarke mit Zuschlag beschlossen. Der Erlös soll direkt den betroffenen Menschen in den Regionen zugute kommen. Der Zuschlag in Höhe von 0,42 Euro wird komplett für Maßnahmen im Rahmen der Hochwasserhilfe zur Verfügung gestellt.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Manfred Gottschall, Chemnitz
Ersttagstempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motiv: Motivgleich mit dem Sonderpostwertzeichen „Schützt die Küsten und Meere“ vom 07.05.1998 und mit dem Sonderpostwertzeichen „Hochwasserhilfe 2002“ vom 30.08.2002
Wert: (in Euro Cent) 58 + 42
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH & Co. KG Mönchengladbach
Größe PWZ: 55,00 x 32,80 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 18.07.2013
MiNr. 3022
 
Brigitte Am: 06.07.2013 07:11:00 Gelesen: 509863# 196 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für die Jugend“
Thema: Heimische Singvögel

Meist hört man sie, bevor man sie zu Gesicht bekommt. Insbesondere am frühen Morgen und gegen Abend zwitschert und trällert es uns aus Baumwipfeln, Hecken und dem Unterholz entgegen. Immer nach dem Motto: Wer am lautesten singt, dem gehört das Revier. Singvögel gleichen Farbklecksen, die unsere Natur vielfältig und spannend machen. Sie sind perfekte Beobachtungsobjekte, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche.

Im Rahmen der Serie „Für die Jugend“ gibt die Deutsche Post zum Thema „Heimische Singvögel“ im August 2013 drei Briefmarken heraus, die als Motive den Gimpel, Stieglitz und Blaumeise zeigen. Wie ein kleiner, beleibter Mönch hüpft der Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) durch unsere Gärten: Seine schwarze Kappe erinnert an die Kopfbedeckung mancher Domgeistlicher, auch seine rote Brust lässt an das Gewand eines „Pfaffen“ denken. Der auch „Dompfaff“ genannte Vogel ist von Europa bis Sibirien und Japan heimisch.

Nicht wie ein Geistlicher, eher wie ein Clown sieht der Stieglitz (Carduelis carduelis) aus. Mit seiner tief roten Stirnpartie bringt er Farbe in unsere Gärten. Die überwiegend schwarzen Federn ziert ein leuchtend sonnengelbes Flügelblatt – ein echter Hingucker.

Mit ihrem leuchtend gelb-blauen Gefieder wippt die Blaumeise (Cyanistes od. Parus caeruleus) selbst auf den dünnsten Ästen auf und ab. Fast überall in Europa ist die Blaumeise heimisch, auch in Asien und Nordafrika. Bei uns tummelt sich der Höhlenbrüter in Laub- und Mischwäldern, aber auch in Parks und Gärten.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: Foto Stieglitz © Erich Greiner, Halle (Saale)
Wert: (in Euro Cent) Stieglitz 58+27
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: Postwertzeichen 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 08.08.2013
MiNr. 3023
 
Brigitte Am: 08.07.2013 07:05:00 Gelesen: 509743# 197 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für die Jugend“
Thema: Heimische Singvögel

Meist hört man sie, bevor man sie zu Gesicht bekommt. Insbesondere am frühen Morgen und gegen Abend zwitschert und trällert es uns aus Baumwipfeln, Hecken und dem Unterholz entgegen. Immer nach dem Motto: Wer am lautesten singt, dem gehört das Revier. Singvögel gleichen Farbklecksen, die unsere Natur vielfältig und spannend machen. Sie sind perfekte Beobachtungsobjekte, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche.

Im Rahmen der Serie „Für die Jugend“ gibt die Deutsche Post zum Thema „Heimische Singvögel“ im August 2013 drei Briefmarken heraus, die als Motive den Gimpel, Stieglitz und Blaumeise zeigen.

Wie ein kleiner, beleibter Mönch hüpft der Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) durch unsere Gärten: Seine schwarze Kappe erinnert an die Kopfbedeckung mancher Domgeistlicher, auch seine rote Brust lässt an das Gewand eines „Pfaffen“ denken. Der auch „Dompfaff“ genannte Vogel ist von Europa bis Sibirien und Japan heimisch.

Nicht wie ein Geistlicher, eher wie ein Clown sieht der Stieglitz (Carduelis carduelis) aus. Mit seiner tief roten Stirnpartie bringt er Farbe in unsere Gärten. Die überwiegend schwarzen Federn ziert ein leuchtend sonnengelbes Flügelblatt – ein echter Hingucker.

Mit ihrem leuchtend gelb-blauen Gefieder wippt die Blaumeise (Cyanistes od. Parus caeruleus) selbst auf den dünnsten Ästen auf und ab. Fast überall in Europa ist die Blaumeise heimisch, auch in Asien und Nordafrika. Bei uns tummelt sich der Höhlenbrüter in Laub- und Mischwäldern, aber auch in Parks und Gärten.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: Foto Gimpel © Zoonar.de/Andreas Giessler
Wert: (in Euro Cent) Gimpel 90+40
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: Postwertzeichen 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 08.08.2013
MiNr. 3024
 
Brigitte Am: 10.07.2013 07:04:00 Gelesen: 509626# 198 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für die Jugend“
Thema: Heimische Singvögel

Meist hört man sie, bevor man sie zu Gesicht bekommt. Insbesondere am frühen Morgen und gegen Abend zwitschert und trällert es uns aus Baumwipfeln, Hecken und dem Unterholz entgegen. Immer nach dem Motto: Wer am lautesten singt, dem gehört das Revier. Singvögel gleichen Farbklecksen, die unsere Natur vielfältig und spannend machen. Sie sind perfekte Beobachtungsobjekte, insbesondere auch für Kinder und Jugendliche.

Im Rahmen der Serie „Für die Jugend“ gibt die Deutsche Post zum Thema „Heimische Singvögel“ im August 2013 drei Briefmarken heraus, die als Motive den Gimpel, Stieglitz und Blaumeise zeigen.

Wie ein kleiner, beleibter Mönch hüpft der Gimpel (Pyrrhula pyrrhula) durch unsere Gärten: Seine schwarze Kappe erinnert an die Kopfbedeckung mancher Domgeistlicher, auch seine rote Brust lässt an das Gewand eines „Pfaffen“ denken. Der auch „Dompfaff“ genannte Vogel ist von Europa bis Sibirien und Japan heimisch.

Nicht wie ein Geistlicher, eher wie ein Clown sieht der Stieglitz (Carduelis carduelis) aus. Mit seiner tief roten Stirnpartie bringt er Farbe in unsere Gärten. Die überwiegend schwarzen Federn ziert ein leuchtend sonnengelbes Flügelblatt – ein echter Hingucker.

Mit ihrem leuchtend gelb-blauen Gefieder wippt die Blaumeise (Cyanistes od. Parus caeruleus) selbst auf den dünnsten Ästen auf und ab. Fast überall in Europa ist die Blaumeise heimisch, auch in Asien und Nordafrika. Bei uns tummelt sich der Höhlenbrüter in Laub- und Mischwäldern, aber auch in Parks und Gärten.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Julia Warbanow, Berlin
Motiv: Foto Blaumeise © Bruno Ernecker, Engerwitzdorf/Österreich
Wert: (in Euro Cent) Blaumeise 145+55
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe: Postwertzeichen 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 08.08.2013
MiNr. 3025
 
Brigitte Am: 12.07.2013 07:07:00 Gelesen: 509500# 199 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100. Geburtstag Julius Kardinal Döpfner“

Julius Kardinal Döpfner war nach Ansicht seines Amtskollegen Kardinal Karl Lehmann eine der ganz großen Bischofsgestalten des 20. Jahrhunderts. Im Laufe seiner glänzenden Kirchenlaufbahn war der ebenso streitbare wie volksnahe Gottesmann nicht nur Bischof von Würzburg, Bischof von Berlin und Erzbischof von München und Freising, er war auch ab 1963 einer der führenden Köpfe des Zweiten Vatikanischen Konzils zur Erneuerung der römisch-katholischen Kirche.

Die Kindheit von Döpfner, der am 26. August 1913 in Hausen bei Bad Kissingen in bescheidenen Verhältnissen geboren wurde, war wenig freudvoll. 1934 legte er als Klassenbester sein Abitur ab und erhielt ein Stipendium für das Collegium Germanicum der Päpstlichen Universität in Rom. Dort wurde er 1939 zum Priester geweiht.

Als Döpfner nach Deutschland zurückkehrte, wollte er nur ein einfacher Seelsorger sein. Nach Stationen als Kaplan in Großwallstadt, Schweinfurt und Gochsheim wechselte er 1944 als Präfekt ans Würzburger Knabenseminar und 1945 ans Priesterseminar. 1948 erhielt er als jüngster katholischer Bischof Europas das Bistum Würzburg. 1957 wechselte er als Bischof nach Berlin, 1958 wurde er ins Kardinalskollegium berufen und 1961 als Erzbischof von München und Freising inthronisiert.

Als einer der Moderatoren des Zweiten Vatikanischen Konzils setzte sich Döpfner für die Rückbesinnung auf die Seelsorge, eine bessere Priesterausbildung und die Aufwertung der Laien als „Mitträger der kirchlichen Verantwortung“ ein. Nach der Synode übernahm er 1965 den Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz, um die Errungenschaften des Konzils nach Deutschland zu tragen.

Als er am 24. Juli 1976 plötzlich verstarb, kommentierte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, die katholische Kirche habe „einen für sie lebenswichtigen Mann verloren“.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Iris Utikal und Professor Michael Gais, Qwer, Köln
Motiv: Freie Gestaltung
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 08.08.2013
MiNr. 3026
 
Brigitte Am: 09.08.2013 16:08:11 Gelesen: 506996# 200 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Tag der Briefmarke“
Thema: „175 Jahre Dampflokomotive Saxonia“

Als England noch das Mekka der Schwerindustrie war – und der Begriff Industriespionage noch ein Fremdwort –, nahm der deutsche Ingenieur Johann Andreas Schubert (1808–1870) an der englischen Dampflokomotive „Comet“ Maß, die in Manchester hergestellt und nach Sachsen geliefert worden war. In der Maschinenbau-Anstalt Übigau bei Dresden machte er sich daraufhin ans Werk und erbaute 1838 mit der „Saxonia“ die erste, im Alltagsbetrieb einsetzbare deutsche Dampflokomotive. Obgleich nur wenig mehr als eine gelungene Kopie, leitete die Tatsache, dass Schubert die „Saxonia“ in Deutschland zum Laufen brachte, hierzulande den Lokomotivbau ein. Das englische Monopol war gebrochen und in Deutschland begann der Eisenbahnboom.

Die „Saxonia“ verfügte über eine Leistung von 40 kW (54 PS) und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 50 km/h. Das Dampfross wurde in den Dienst der Leipzig-Dresdner Eisenbahn gestellt und verkehrte bis etwa Mitte der 1840er Jahre auf der rd. 116 Kilometer langen Strecke zwischen den sächsischen Metropolen. So ist für 1843 eine Laufleistung von 8666 Kilometern nachgewiesen. Dann ist das Vehikel wohl als Reservelok vorgehalten worden, ehe es wahrscheinlich gegen Ende der 1850er Jahre verschrottet worden ist. Ganz in Vergessenheit geraten ist das technische Meisterwerk des Johann Andreas Schubert aber nie.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Harry Scheuner, Chemnitz
Motiv: Dampflokomotive Saxonia
Wert: (in Euro Cent) 58 + 27
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security Print GmbH, Mönchengladbach
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.09.2013
MiNr. 3027
 
Brigitte Am: 12.08.2013 07:13:00 Gelesen: 506815# 201 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Deutschlands schönste Panoramen“
Thema: „Heidelberg Panorama“

Es ist ein ästhetischer Augenschmaus, an dem man sich fast nicht satt sehen kann: Die Alte Brücke, die den Neckar quert hin ins Zentrum der malerischen Altstadt mit der die Dächer überragenden Heiliggeistkirche. Darüber thront das majestätische Heidelberger Schloss, ehedem eines der prächtigsten Schlösser Europas und noch als Ruine ein von Touristen aus aller Welt besuchter Sehnsuchtsort der deutschen Romantik. Untergegangene Baukunst, die sich perfekt in die sie umgebende Landschaft einpasst.

Schon die Römer schufen an einer seichten Stelle eine Brücke über den Neckar. Doch die Strömung nagte unaufhörlich an dem Konstrukt – und so verfiel der erste Weg über den Fluss. Insgesamt neun Mal wurde ein Übergang errichtet, erst nur aus Holz, später mit einem steinernen Sockel. Nachdem ein Eishochwasser den hölzernen Aufbau der Brücke zerstört hatte, befahl 1788 Kurfürst Karl Theodor (1724-1799) den Bau der ersten vollkommen steinernen Brücke.

Ist man einmal über das Kopfsteinpflaster durch das Brückentor am Südende der Alten Brücke geschritten, ist es nicht mehr weit zur Heiliggeistkirche. Die von 1398 bis 1515 aus rotem Neckartäler Sandstein errichtete gotische Hallenkirche mit barockem Dach und barocker Turmhaube blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Die Heiliggeistkirche beherbergte die weltberühmte Bibliotheca Palatina, bis diese einzigartige Sammlung aus Handschriften und frühen Drucken 1622 von Kurfürst Maximilian I. von Bayern geraubt und dem Papst geschenkt wurde. Das Heidelberger Schloss entstand in über dreihundert Jahren Bauzeit auf den Fundamenten einer Burg aus dem 12. Jahrhundert.

In dieser Zeit entwickelte sich das Gebäudeensemble von einer Festungsanlage zu einem kurfürstlichen Residenzschloss und einem der prunkvollsten Höfe Deutschlands. 1689 und 1694 jedoch plünderten die Franzosen im Pfälzischen Erbfolgekrieg Heidelberg und das Schloss, setzten es in Brand und sprengten dessen Türme und Mauern. Das Schloss wurde nie wieder vollständig restauriert.







Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Motive © Foto: Mel Stuart/Premium Stock
Werte: (in Euro Cent) 58, Zusammendruck 116 (2 x 58)
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.09.2013
MiNr. 3028 + MiNr. 3029
 
Brigitte Am: 15.08.2013 07:02:00 Gelesen: 506542# 202 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „ 200 Jahre Skat“

Skat ist das populärste Kartenspiel der Deutschen. Millionen Menschen treffen sich, um in geselligen Runden nach einem strengen Regelwerk zu geben, zu reizen und zu stechen. „Wenn man nicht ernst spielt, macht es keinen Spaß“, wusste schon der große Komiker Loriot (1923–2011) über das Spiel zu sagen, das vielen als das Schach unter den Kartenspielen gilt. Durch Emigranten gelangte Skat im Laufe von Generationen auch in andere Erdregionen, so fanden 1888 etwa in Brooklyn die ersten US-amerikanischen Skatmeisterschaften statt.

Die Wurzeln des Skats liegen im thüringischen Altenburg, wo vor gut 200 Jahren die Honoratioren der Stadt, darunter ein Hofadvokat, ein Medizinalrat, ein Ratsherr und ein Kanzler, eine Kartenrunde gegründet hatten. Sie benutzten den üblichen Satz aus 32 Karten, wie er seit Jahrhunderten in Altenburg gefertigt wurde, experimentierten jedoch mit Spielideen und Regeln. Aus einer Variante des „Schafkopf“ entstand durch Hinzunahme von Elementen anderer Spiele eine neue Spielkreation, die sie, wie aus den privaten Aufzeichnungen des Kanzlers Hans Karl Leopold von der Gabelentz vom September 1813 bekannt ist, als „Scat“ bezeichneten.

1886 wurde auf dem Ersten Deutschen Skatkongress eine einheitliche „Skatordnung“ vereinbart, die 1928 durch die „Neue Deutsche Skatordnung“ abgelöst wurde. Diese führte das Zahlenreizen verbindlich ein und wurde zur Grundlage des modernen Spiels. 1998 vereinbarten der Deutsche Skatverband und der Weltverband („International Skat Players Association“), die Einführung einer „Internationalen Skatordnung“. Sie garantiert, dass heute global nach identischen Regeln gespielt werden kann.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Christoph Niemann, Berlin
Motiv: Kartensymbole
Wert: (in Euro Cent) 90
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.09.2013
MiNr. 3030
 
Brigitte Am: 02.09.2013 07:04:00 Gelesen: 504872# 203 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „200. Geburtstag Georg Büchner“

Georg Büchner, geboren 1813 im hessischen Goddelau bei Darmstadt, ist trotz seines frühen Todes – er starb bereits im Alter von 23 Jahren an Typhus – einer der bedeutendsten Dramatiker deutscher Sprache sowie ein Wegbereiter der literarischen Moderne in Deutschland. 2013 jährt sich der 200. Geburtstag des Revolutionärs und großen Literaten.

Seine Kindheits- und Jugendjahre verbrachte Büchner in Darmstadt. 1831 zog es ihn zunächst zum Medizinstudium nach Straßburg, 1833 wechselte Büchner an die Universität in Gießen. Hier erlebte er unmittelbar die Schikanen der Obrigkeit und die Gewalt im Staat. Aus dieser Stimmung heraus verfasste er 1834 die anonyme Flugschrift „Der Hessische Landbote“, ein achtseitiges an die Landbevölkerung gerichtetes Pamphlet, das die sozialen Missstände der Zeit anprangerte. Von den Behörden deshalb verfolgt, konnte Büchner 1835 gerade noch über die französische Grenze nach Straßburg fliehen.

Noch im gleichen Jahr wurde Büchners erstes Bühnenstück, das Drama „Dantons Tod“ veröffentlicht. Das Stück beschreibt das Scheitern der Französischen Revolution und ist eines der meistdiskutierten Dramen der Weltliteratur. Im Exil verfasst Büchner die Erzählung „Lenz“, die den Beginn der modernen Prosa markiert. Nach Vollendung seiner Dissertation in vergleichender Anatomie wurde er 1836 von der Universität Zürich zum Privatdozenten berufen. Zeitgleich entstand auch das romantische Lustspiel „Leonce und Lena“. Das nur als Fragment erhaltene Drama „Woyzeck“ verfasste Büchner noch kurz vor seinem Tod. Büchner selber erlebte die Erfolge seiner Spätwerke nicht mehr. Erst 13 Jahre nach seinem Tod, veröffentlichte Büchners Bruder Ludwig seine „Nachgelassenen Schriften“.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Katrin Stangl, Köln
Motiv: Textausschnitte
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 10.10.2013
MiNr. 3031
 
Brigitte Am: 04.09.2013 07:05:00 Gelesen: 504753# 204 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „200. Geburtstag Ludwig Leichhardt“

In Australien zählt er zu den berühmtesten Deutschen. Tiere, Pflanzen, Gebirgszüge, sogar ein Stadtteil Sydneys sind nach ihm benannt. In seiner deutschen Heimat ist Ludwig Leichhardt hingegen weitgehend unbekannt. 2013 wäre der preußische Naturforscher und Entdecker 200 Jahre alt geworden. Ihm zu Ehren erscheint im Oktober des Jubiläumsjahres als Gemeinschaftsausgabe der Deutschen Post und der Post Australiens eine Briefmarke, die den „Humboldt Australiens“ im Porträt zeigt.

Geboren am 23. Oktober 1813 als sechstes von neun Kindern im Dorf Sabrodt bei Trebatsch in Brandenburg, besuchte Leichhardt zunächst das Gymnasium in Cottbus. Später studierte er in Göttingen, Berlin, London und Paris u.a. Medizin, Zoologie und Botanik. Nach Studienreisen durch Frankreich und Italien kehrte er mit weitreichenden Plänen zurück: Sein Ziel war es nunmehr, in den „Kern der dunklen Masse“ Australiens vorzudringen. Über dessen fremdartige Flora und Fauna kursierten in Wissenschaftskreisen abenteuerliche Geschichten. Trotz aller Gefahren erklärte Leichhardt die Erforschung des nahezu unerschlossenen „roten Kontinents“ zu seiner Lebensaufgabe. Am 1. Oktober 1841 schiffte er sich auf dem Segler „Sir Edward Piaget“ nach Australien ein, im Februar 1842 ging er in Sydney an Land.

Im Dezember 1846 brach er zu einer riskanten Expedition auf: der Durchquerung Australiens von Ost nach West, von Brisbane nach Swan River, dem heutigen Perth. Das Unternehmen endete tragisch. Am 6. April 1848 wurde Leichhardts Gruppe an der MacPhersons Station, dem westlichsten Vorposten der Zivilisation, letztmals lebend gesehen. Seitdem fehlt von den Expeditionsmitgliedern jede Spur. Um das Verschwinden Leichhardts ranken sich mangels gesicherter Fakten viele Legenden. Im ganzen Land erinnern zahlreiche Straßen, Schulen, Berge und Flüsse, die zu Ehren Ludwig Leichhardts benannt wurden, an den Forscher aus Brandenburg. Auf diese Weise lebt in Australien der Name des bekanntesten Deutschen bis in die ferne Zukunft fort.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Gary Domoney, Australien und Karen Weiland, Hürth
Motiv: Bildnis
Wert: (in Euro Cent) 75
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 10.10.2013
MiNr. 3032
 
Brigitte Am: 06.09.2013 07:11:00 Gelesen: 504705# 205 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100 Jahre Völkerschlachtdenkmal“

Am 18. Oktober 1913 wurde Leipzig zum Schauplatz eines spektakulären Festakts: Im Beisein des deutschen Kaisers, des Königs von Sachsen, vieler Fürsten und ausländischer Staatsgäste wurde vor Zehntausenden Schaulustigen ein Monument eingeweiht, das an den historischen Sieg einer alliierten Streitmacht über die napoleonischen Truppen exakt 100 Jahre zuvor erinnern sollte.

Die Errichtung eines Völkerschlachtdenkmals hatte bereits der Dichter Ernst Moritz Arndt (1769–1860) im Jahre 1814 vorgeschlagen, aber ohne Erfolg. 1894 griff der Leipziger Architekt Clemens Thieme (1861–1945) diese Anregung wieder auf. Mit einigen Leipziger Honoratioren gründete er den Deutschen Patriotenbund, der breite Unterstützung durch Kaiser, Fürsten, Städte und diverse Turner-, Gesangs- und Schützenvereine erfuhr; die Stadt Leipzig überließ ihm sogar ein großzügig bemessenes Baugelände. 1898 konnten die Arbeiten an dem Denkmal beginnen, die rund 15 Jahre andauern sollten.

Die Jahrhundertwende war die große Zeit der Nationaldenkmäler. Im Verlaufe des imperialistischen Zeitalters war in fast allen Ländern Europas eine gesteigerte Begeisterung für nationale Symbolik eingetreten – mehr noch als anderswo in Deutschland. Das 1871 gegründete Reich hatte durch die nachholende Industrialisierung wirtschaftlich rasch zu den anderen Industrienationen aufgeschlossen, was aber dem Land fehlte war eine Staatsidee. Die Errichtung von Nationaldenkmälern diente dem Zweck, durch nationalistische Wahrzeichen und patriotische Festreden die historische, politische und kulturelle Identität der Deutschen zu beschwören.

Das Leipziger Denkmal mit seiner 91 Meter hohen Aussichtsplattform ist heute das bekannteste Wahrzeichen der Sachsenmetropole. Zum Doppeljubiläum, dem 200. Jahrestag der Völkerschlacht und dem 100. Jahrestag der Einweihung, versammeln sich im Oktober 2013 Traditionsvereine aus ganz Europa und führen Gedenkveranstaltungen durch. U.a. stellen uniformierte Teilnehmer auch einzelne Gefechtssituationen nach.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Astrid Grahl und Lutz Menze, Wuppertal
Motiv: Denkmal
Wert: (in Euro Cent) 45
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 10.10.2013
MiNr. 3033
 
Brigitte Am: 18.10.2013 13:29:54 Gelesen: 500084# 206 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Weihnachten“
Thema: Stern von Bethlehem

Die Weihnachtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfänger der Pluserlöse der Weihnachtsmarken ist seit über 40 Jahren die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht.

Mit dem Motiv „Stern von Bethlehem“ erinnert die Briefmarke an das zentrale Geschehen der Heiligen Nacht: die Geburt Christi. Das Matthäusevangelium berichtet über die Verehrung des Neugeborenen durch Magier oder auch Weise aus dem Osten. Aus den Weisen wurden im Verlauf der Tradition drei Könige mit den Namen Caspar, Melchior und Balthasar. Der Stern weist den Königen den Weg in die kleine Stadt Bethlehem, zur Geburtsstätte des neugeborenen Kindes. Dort wollen sie dem Kind ihre Ehre erweisen und beschenken es der Legende nach mit Gold, Weihrauch und Myrrhe. Der 6. Januar wird als „Dreikönigstag“ oder auch "Erscheinungsfest“ (lat. Epiphanie) begangen.

In Deutschland hat sich als Brauchtum in den letzten Jahrzehnten das „Sternsingen“ durchgesetzt. Kinder, verkleidet als Heilige Drei Könige, ziehen von Haus zu Haus, um vor allem auch Spenden für benachteiligte Kinder zu sammeln. Ganz im Sinne des Sternsingens wird die Weihnachtsmarke mit einem zusätzlichen Centbetrag zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Kitty Kahane, Berlin
Motiv: Heilige Drei Könige
Wert: (in Euro Cent) 58 + 27
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2013
MiNr. 3035 / selbstklebend: MiNr. 3040
 
Brigitte Am: 21.10.2013 07:14:00 Gelesen: 499667# 207 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „125 Jahre Strahlen elektrischer Kraft – Heinrich Hertz“

Heinrich Hertz (geb. 22. Februar; gest. 1. Januar 1894) gehört zu den weltweit größten Physikern und war der bedeutendste Forscher an der damaligen Technischen Hochschule Karlsruhe, wo er 1885 bis 1889 als Professor lehrte. Zuvor war er ab 1883 Privatdozent für Theoretische Physik an der Universität Kiel und danach ab 1889 Professor für Physik an der Universität Bonn.

Die wesentlichen Ergebnisse seiner Arbeiten bestehen darin, dass er die nach ihm benannten elektromagnetischen Wellen, die wir heute als Radio- und Mikrowellen kennen, entdeckt und im Experiment in Karlsruhe nachgewiesen hat. Damit bestätigte er die von dem englischen Physiker J. C. Maxwell in Form der sogenannten Maxwellschen Gleichungen ausgearbeitete Theorie der Ausbreitung elektromagnetischer Felder. Heinrich Hertz zeigte ferner im Experiment, dass sich elektromagnetische Wellen wie Lichtwellen verhalten. In der Abhandlung „Über Strahlen elektrischer Kraft“ fasste er seine Arbeiten zusammen.

Hermann von Helmholtz stellte diesen Bericht von Heinrich Hertz bei der Akademiesitzung der Königlich Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin am 13. Dezember 1888 mit großem Erfolg vor.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas und Martin Poschauko, Bad Feilnbach
Motiv: Feldliniendarstellung
Bildvorlage: Deutsches Museum München
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security - Print GmbH & Co. KG,
Mönchengladbach
Größe PWZ: 33 x 39 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2013
MiNr. 3036
 
Brigitte Am: 23.10.2013 07:02:00 Gelesen: 499398# 208 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100. Geburtstag Willy Brandt“

Patriot, Europäer, Weltbürger

Willy Brandt war einer der herausragenden Staatsmänner des 20. Jahrhunderts. 1913 in Lübeck geboren, leistete der Sozialdemokrat Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. 1933 ging er ins Exil nach Norwegen und später nach Schweden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte Brandt am Wiederaufbau der Demokratie in Deutschland mit. Von 1957 bis 1966 verteidigte er als Regierender Bürgermeister die Freiheit West-Berlins und führte die Stadt durch die Krise des Mauerbaus.

Als Außenminister ab 1966 und als Bundeskanzler ab 1969 trieb Brandt die Einigung Europas voran. Seine „Neue Ostpolitik“ trug entscheidend zur westlichen Entspannungspolitik bei und stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen in den Jahrzehnten der deutschen Teilung. Der Fall der Berliner Mauer 1989 und die Deutsche Einheit 1990, für die auch seine Politik die Voraussetzungen schuf, sollten sein Lebenswerk krönen.

1971 erhielt Brandt den Friedensnobelpreis. Nach seinem Rücktritt als Kanzler 1974 setzte sich Brandt vor allem dafür ein, die Kluft zwischen den reichen und den armen Staaten dieser Welt zu überwinden.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Ingo Wulff, Kiel
Motiv: Porträtfoto © Presse- und Informationsamt der Bundesregierung
Foto: „Unterschrift Willy Brandt“ © Frau Prof. Dr. Brigitte Seebacher
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2013
MiNr. 3037
 
Brigitte Am: 25.10.2013 07:04:00 Gelesen: 499253# 209 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100 Jahre Professorentitel Rahel Hirsch“

Rahel Hirsch (geb. 15. September 1870 in Frankfurt am Main; gest. 6. Oktober 1953 in London) gehörte zu den ersten Frauen in Deutschland, die in der medizinischen Forschung tätig waren.

Hirschs Experimente galten vor allem der Erforschung von Stoffwechselprozessen und Stoffwechselerkrankungen. Sie erbrachte den experimentellen Nachweis, dass auch ungelöste Substanzen unter bestimmten Bedingungen die Schleimhaut des Dünndarms durchdringen und anschließend mit dem Harn ausgeschieden werden können („Hirsch-Effekt“).

Weil die Aufnahme eines Medizinstudiums für Frauen in Deutschland noch nicht möglich war, schrieb Rahel Hirsch sich im Jahr 1898 in der Schweiz für ein entsprechendes Studium ein. Nach dessen Abschluss und Promotion arbeitete sie als Ärztin an der Berliner Charité und war damit die erste Internistin und die zweite Ärztin überhaupt in dieser Klinik. Trotz mannigfaltigen Benachteiligungen gegenüber männlichen Kollegen wurde sie im Jahr 1913 als erste Frau im Königreich Preußen zur Professorin für Medizin ernannt.

1919 schied Rahel Hirsch aus der Charité aus, um am Kurfürstendamm eine Privatpraxis zu betreiben. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten durfte sie als jüdische Ärztin nur noch sehr eingeschränkt tätig sein; schließlich musste sie ihre Praxis aufgeben und emigrierte 1938 nach England, wo sie als Laborassistentin und Übersetzerin tätig war. Von psychischen Krankheiten gezeichnet, verstarb Rahel Hirsch im Alter von 83 Jahren in einer Nervenheilanstalt in London.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Mayfried, Oberschleißheim
Motiv: Bildvorlage mit freundlicher Genehmigung der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Institut für Geschichte der Medizin
Wert: (in Euro Cent) 145
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security – Print GmbH & Co. KG,
Mönchengladbach
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2013
MiNr. 3038
 
Brigitte Am: 28.10.2013 07:02:00 Gelesen: 498765# 210 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Winterstimmung“

Meteorologisch beginnt der Winter in unseren Breiten am 1. Dezember, kalendarisch zieht der Winteranfang am 21. Dezember nach. Der kalendarische Winteranfang bezeichnet dabei den Tag, an dem die Sonne auf der Nordhalbkugel ihre niedrigste Höhe über dem Horizont erreicht. Dieser Tag ist mit rund sieben Stunden und zehn Minuten am kürzesten.

Gegen die früh hereinbrechende Dunkelheit strahlen viele kleine Lichter an, welche die Menschen in Vorgärten und in ihren Wohnungen an Weihnachtsbäumen anbringen. Vor allem zur Weihnachtszeit ist das Licht ein ganz besonderes. Allerorts funkeln kleine Lämpchen an Tannenzweigen, deren Schimmer der Schnee sanft zurückwirft.

Das Motiv der Marke „Winterstimmung“, die im November 2013 ausgegeben wird, fängt die Magie dieses warmen Leuchtens stimmungsvoll ein.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork, Hamburg
Motiv: Weihnachtsbaum © Foto: Corbis
Wert: (in Euro Cent) 58
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe PWZ: 33 x 39 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.11.2013
MiNr. 3039 / selbstklebend: MiNr. 3041
 
Brigitte Am: 26.11.2013 15:01:20 Gelesen: 494456# 211 @  
Postwertzeichen „Ergänzungsmarke“
Thema: „Ziffer 2“

Das Porto für den Standardbrief National des Unternehmens Deutsche Post von 0,58 Euro wird um zwei Cent auf 0,60 Euro erhöht. Bis Ende 2013 werden selbstverständlich weiterhin die Briefmarken mit der Wertangabe 58 Cent für den bis 31.12.2013 geltenden Standardbriefpreis von 0,58 Euro angeboten. Damit auch nach dem Jahreswechsel nicht aufgebrauchte 58-Cent-Briefmarkenbestände weiter verwendet werden können, bietet die Deutsche Post vorbehaltlich der Zustimmung der Bundesnetzagentur eine 2-Cent-Briefmarke als Ergänzungsmarke an. Bereits ab dem 05.12.2013 ist diese Ergänzungsmarke erhältlich.

Die frühzeitige Information über die geplante Preisänderung ermöglicht den Kunden der Deutschen Post, ihre Bevorratung mit Briefmarken für die Freimachung der Standardbrief-Sendungen rechtzeitig und bedarfsgerecht umzustellen. Diese Umstellung wird durch das flankierende Angebot der Ergänzungsmarke ab dem 05.12.2013 erleichtert. Der jeweils eigene Bestand an 58-Cent-Briefmarken kann ab sofort an den absehbaren Bedarf angepasst und auch noch nach dem 01.01.2014 unter Verwendung der 2-Cent-Ergänzungsmarke kontinuierlich heruntergefahren werden. Ein Umtausch ist nicht nötig.

Die Gestaltung der Ergänzungsmarke ist auf ihren speziellen Verwendungszweck hin ausgerichtet. Das Motiv zeigt großformatig die Ziffer 2 und auf einem grünen Preisfeld klein die Wertangabe 2 Cent. Zugleich verdeutlicht das im Vergleich zu der Dauerserie „Blumen“ und den Sonderpostwertzeichen kleine Markenformat die Sonderstellung dieser Briefmarke als Ergänzungsmarke. Sie wird nassklebend und auch selbstklebend angeboten.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Motiv: Die Ziffer 2 großformatig und die Wertangabe 2 Cent klein auf grünem Preisfeld
Wert (in Euro Cent): 2
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Joh. Enschede, Security-Print, Haarlem
Größe PWZ: 18,75 x 22,00 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.12.2013
MiNr. 3042 / selbstklebend: MiNr. 3045
 
Brigitte Am: 28.11.2013 07:03:01 Gelesen: 494183# 212 @  
Postwertzeichen Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Kaiserkrone“

Die Kaiserkrone (lat. Fritillaria imperialis) aus der Familie der Liliengewächse (Liliaceae) gehört im Frühling zu den majestätischsten Zwiebelblumen eines jeden Ziergartens. Fast einen Meter hoch können die prächtigen Pflanzen mit ihren orangeroten oder gelben kronenförmigen Blütendolden werden.

Ursprünglich ist die Kaiserkrone in der Türkei, dem Iran und Irak, Afghanistan, Pakistan und Kaschmir beheimatet. Hier wächst sie an steinigen Hängen in Höhenlagen bis zu 3000 Metern. Im Jahr 1525 brachten Kaufleute das majestätische Gewächs von Konstantinopel aus nach Wien, wo es aufgrund seiner prächtigen Blüten schnell zum Liebhaberobjekt aufstieg. Die Blume war so begehrt, dass man ab 1573 begann, sie zu kultivieren. In der Folge verbreitete sie sich in ganz Europa, wo sie bald Parkanlagen, Kloster- und Bauerngärten schmückte. Trotz ihrer Schönheit ist die Kaiserkrone mit Vorsicht zu genießen – denn sie ist giftig.

Die Kaiserkrone liebt es sonnig und warm und bevorzugt einen nahrhaften, aber durchlässigen Boden. Da die Kaiserkrone ursprünglich in karger Umgebung beheimatet ist, ist sie in Sachen Pflege relativ unkompliziert. Nur bei langer Trockenheit muss sie gegossen werden. Kaiserkronen erkennt man meist an ihrem strengen Moschus-Geruch. Nach Meinung zahlreicher Hobbygärtner soll er sogar Wühlmäuse und Maulwürfe abschrecken. Die Kaiserkrone wird daher auch gerne gezielt als „Beet-Schutz“ eingesetzt.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Motiv: Kaiserkrone
Foto: © Klein und Neumann
Wert (in Euro Cent): 60
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 21,50 x 30,13 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.12.2013
MiNr. 3043 / selbstklened: MiNr. 3046
 
Brigitte Am: 30.11.2013 07:02:00 Gelesen: 493884# 213 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Trauermarke“ 2013

Gleißendes Sonnenlicht bricht durch die tiefschwarze Wolkendecke – gerade so, als atmete der Himmel auf. Ebenso durchdringen aufrichtige Worte der Anteilnahme die düstere Trauer der Angehörigen.

Wenn ein lieber Mensch aus dem Leben geschieden ist, kann ein Kondolenzbrief die dunklen Tage wie ein Lichtstreif erhellen. In der Zeit des Abschiednehmens spendet er Trost und drückt aus, dass die Hinterbliebenen in Gedanken begleitet werden. Schließlich bedeutet das Wort „Kondolenz“, dass wir den Schmerz eines anderen mitfühlen. Diesen pietätvollen Worten gebührt ein besonderes Umfeld: Eine Frankierung mit der Maschine oder aus dem Automaten kann dem Anlass nicht immer gerecht werden. Mit der Trauermarke der Deutschen Post, die im Dezember 2013 erscheint, können Mittrauernde stilvoll „Ich bin bei dir“ sagen.

Ein Kondolenzschreiben ist kein gewöhnlicher Brief, es unterscheidet sich deutlich vom üblichen Briefverkehr. Die Beileidsbekundung verzichtet auf Schnörkel. Sie kommt ohne Floskeln und allzu blumige Begriffe aus. Mit einfachen Worten soll stattdessen die eigene Trauer kenntlich werden. Aufrichtige Worte der Anteilnahme können zwar nicht den Schmerz ersticken, jedoch Verbundenheit entstehen lassen. Nicht das Beklagen des Verlustes, sondern die Dankbarkeit für die schöne und intensive Zeit zusammen zeigen die wahre Wertschätzung. Der Kondolenzbrief ist somit ein Nachruf im Kleinen, eine Würdigung des ganz Besonderen, das jedem Menschen innewohnt.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Greta Gröttrup, Hamburg
Motiv: Wolkenhimmel
Wert (in Euro Cent): 60
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe PWZ: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 05.12.2013
MiNr. 3044
 
Brigitte Am: 18.12.2013 15:05:48 Gelesen: 491991# 214 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Tierkinder“
Thema: Fuchs und Igel

Im Frühjahr, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Waldboden erwärmen, drängt am Eingang des Fuchsbaus der Nachwuchs ins Freie. Die tapsigen jungen Rotfüchse sehen aus wie Hundewelpen, sind gerade einmal einen Monat alt und ihr dichtes, weiches Fell verfärbt sich zusehends von Grautönen ins Rötliche. Neugierig beschnüffeln sie den Sandaushub vor dem Bau und herumliegendes Astwerk und purzeln dabei ein ums andere Mal übereinander. Im Alter von sechs Wochen tollen die Jungfüchse im Freien herum, spielen „Beute fangen“ und entwickeln eine Hierarchie untereinander. Im Frühsommer gehen sie mit der Mutter schließlich auf Schulpirsch. Auf ihrem Speiseplan stehen u.a. Mäuse, Regenwürmer, Schnecken, Insekten, rösche, Vögel, Vogeleier, Früchte und Aas.

Die Igeljungen hingegen kommen erst im Hochsommer zur Welt, meist im August oder September. Eng aneinander schmiegen sie sich in ihr Bett aus Moos, das immerfeuchte Schnäuzchen ständig in Bewegung. Die jungen Igel müssen sich sputen. Viel Zeit bleibt ihnen nicht, denn bereits ab Ende Oktober, Mitte November müssen sie ihren ersten Winterschlaf halten. Bis dahin heißt die Devise: Volle Kraft voraus für das Anfuttern von Fettreserven. Igel verzehren u.a. Würmer, Schnecken, Asseln, Käfer, Spinnen und Regenwürmer. Oft streifen Igel des Nachts hungrig durch unsere Gärten und entwickeln dabei eine beträchtliche Geräuschkulisse. Die Serie „Tierkinder“ der Deutschen Post lenkt die Aufmerksamkeit auf die Einzigartigkeit und den Schutz der Tierwelt.









Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork, Hamburg
Fuchs © Imagebroker / Marko König
Igel © Valentin Rodriguez / Premium Stock
Motiv „Fuchs“: Zwei Jungtiere des Vulpes vulpes © plainpicture / Westend 61
Motiv „Igel“: Zwei Jungtiere des Erinaceus europaeus © Juniors Bildarchiv / C. Dörr
Werte (in Euro Cent): Motiv „Fuchs“ 60, Motiv „Igel“ 60
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2014
Motiv Fuchs: MiNr. 3047 (selbstklebend MiNr. 3053)
Motiv Igel: MiNr. 3048 (selbstklebend MiNr. 3054)
 
Brigitte Am: 20.12.2013 07:06:00 Gelesen: 491838# 215 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: Schloss Stolzenfels am Rhein

Schloss Stolzenfels ist ein Paradebeispiel für die Baukunst der Burgenromantik. Ab 1836 wurde die zur Ruine verfallene mittelalterliche Burg nahe Koblenz durch die Architekten Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) und Friedrich August Stüler (1800-1865) zum Bergschloss ausgebaut. Auftraggeber war der preußische König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861), der die Burg noch als Kronprinz von der Stadt Koblenz geschenkt bekommen hatte.

Wie bei anderen Burgprojekten im Rheinland auch, legte er Wert darauf, dass möglichst viel von der vorhandenen Substanz erhalten blieb. Um den wiederhergestellten mittelalterlichen Bergfried wurden die Wohngebäude gruppiert. An der Rheinseite richtete man das Appartement der Königin ein, dem Berg zugewandt befanden sich die Räume des Königs. Für die Innenausstattung wählte man einen historisierenden Stil. Wandmalereien und Holzvertäfelungen orientieren sich am späten Mittelalter.

Am Steilhang zum Fluss entstand eine neugotische Schlosskapelle. Die Gestaltung der Gartenanlagen – an der Nordspitze entstand der reizvolle Pergolagarten mit Aussicht ins Tal – bezog auch die landschaftliche Umgebung mit ein. Der Weg vom Tal zum Schloss wurde mit einer steinernen Brücke, einem Wasserfall und einer Klause parkähnlich gestaltet.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork, Hamburg
Motiv: © GDKE - U. Pfeuffer
Wert (in Euro Cent): 75
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2014
MiNr. 3049
 
Brigitte Am: 24.12.2013 07:11:00 Gelesen: 491485# 216 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „1250 Jahre Kloster Lorsch“ Weltkulturerbe der UNESCO

Das Kloster Lorsch gehörte im Mittelalter zu den wichtigsten klösterlichen Zentren Mitteleuropas. Seine Bedeutung beruht als Königs- und Reichskloster auf dem engen Bezug zum früh- und hochmittelalterlichen Königtum, auf seiner gewaltigen Grundherrschaft in heute sechs europäischen Staaten, die von Graubünden bis zur heute niederländischen Nordseeküste reichte, und nicht zuletzt auf seiner Rolle als Brennpunkt der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte.

Gleichsam symbolisch für das alte Lorsch stehen die Tor- oder „Königshalle“ als eines der am besten erhaltenen Bauwerke der Karolingerzeit, der „Lorscher Codex“, der als Bewahrer der chronikalischen und urkundlichen Überlieferung heute im Bayerischen Staatsarchiv Würzburg aufbewahrt wird und die heute über zwei Kontinente verstreute Bibliothek.

Das Kloster wurde 1991 als erstes hessisches Kulturdenkmal in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. 2013 wurde das „Lorscher Arzneibuch“ durch die Aufnahme in das UNESCO-Programm „Memory of the World“ geehrt. Die Briefmarke zeigt einen Ausschnitt aus einem um 1854 entstandenen Gemälde des Darmstädter Hofmalers August Lucas
(1803 - 1863) mit der Torhalle im Vordergrund, dem romantisch überhöhten Fragment der Klosterkirche im Hintergrund und einen Blick auf die hessische Bergstraße.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Harry Scheuner, Chemnitz
Motiv: Kloster
Fotovorlage: © Christian Grau mit freundlicher Genehmigung der Hessischen Hausstiftung, Schlossmuseum Darmstadt
Wert (in Euro Cent): 60
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2014
MiNr. 3050 /selbstklebend: MiNr. 3055
 
Brigitte Am: 27.12.2013 07:04:00 Gelesen: 491144# 217 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Wiederansiedelung Fischarten: Lachs“

Der Atlantische Lachs – dessen wissenschaftliche Bezeichnung „Salmo salar“ lautet – steht seit geraumer Zeit im Fokus des Naturschutzes. Die natürlichen Bestände des beliebten Speisefisches sind durch Überfischung in den Weltmeeren bedroht.

Atlantische Lachse sind aber nicht nur im Ozean zu Hause, sondern auch in Flüssen. Mitte der 1950er-Jahre galt der Atlantische Lachs in Deutschlands Flüssen als ausgestorben. Seit einigen Jahrzehnten werden verstärkt Versuche unternommen, um den Lachsen die Rückkehr zu ermöglichen. Die Maßnahmen umfassen den Bau von Fischtreppen sowie die Renaturierung der Flussläufe. Nicht zuletzt haben Umweltauflagen dazu beigetragen, dass die Wasserqualität in Flüssen wie dem Rhein heute wieder auf dem Niveau wie vor 100 Jahren ist.

Lachse zählen zu den anadromen Wanderfischen – d.h. sie verlassen die Meere, um flussaufwärts zu ihren Laichplätzen zu wandern. Dabei gelingt ihnen durch erstaunliche Anpassungsfähigkeit die Umstellung von der Salzwasserkonzentration in den Meeren zum Aufenthalt im Süßwasser von Flüssen und Bächen. Die bis zu einen Meter langen und nicht selten gut zehn Kilogramm schweren Fische legen in großen Strömen – wie Elbe, Weser oder Rhein – zwischen zwölf und 15 Kilometern pro Tag zurück. Sie sind in der Lage, kleinere Wasserfälle zu überwinden, indem sie bis zu drei Meter hoch und fünf Meter weit springen. Die Laichplätze der Lachse befinden sich in Gewässern mit kaltem, sauerstoffreichem und mäßig fließendem Wasser – meist in flachen Kiesbänken.

Nach Angaben des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) ist der Atlantische Lachs hierzulande mittlerweile wieder heimisch. Dieser erfreuliche Trend darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Bestände noch nicht stabil sind. Die Bemühungen zur Wiederansiedlung gehen deshalb weiter.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jens Müller, Düsseldorf
Motiv: © J. Mallwitz/Wildlife
Wert (in Euro Cent): 45
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 25,20 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2014
MiNr. 3051
 
Brigitte Am: 30.12.2013 07:06:00 Gelesen: 490934# 218 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: Weltkulturerbe der UNESCO „Alte Buchenwälder Deutschlands“

Am 25. Juni 2011 wurde das UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenwälder der Karpaten“ um fünf Wälder in Deutschland erweitert. Die neue Welterbestätte heißt „Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands“ und besteht aus Tiefland und Mittelgebirgs-Buchenwäldern in Deutschland sowie Gebirgs-Buchenwäldern in der Ukraine und der Slowakischen Republik.

Die Buchenausbreitung in Europa seit der letzten Eiszeit, die enorme Konkurrenzkraft der Buche und die Typenvielfalt von Buchenwäldern sind ein weltweit einzigartiges Phänomen. Bei dem deutschen Teil handelt es sich um ausgewählte Waldgebiete der Nationalparke Hainich in Thüringen, Kellerwald-Edersee in Hessen, Jasmund und Müritz in Mecklenburg-Vorpommern sowie das Waldgebiet Grumsin im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin in Brandenburg. Sie repräsentieren die wertvollsten Reste großflächiger naturbelassener Buchenbestände in Deutschland. Jedes Gebiet weist dabei Ausprägungen und Besonderheiten auf, die es einzigartig und unersetzlich machen.





Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Serres, Hattingen
Motiv: Foto © Cornelia Schorr, Welzheim
Wert (in Euro Cent): 145
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Ausgabetag: 02.01.2014
MiNr. 3052 / selbstklebend: MiNr. 3087
 
Brigitte Am: 03.01.2014 08:23:05 Gelesen: 490658# 219 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für die Wohlfahrtspflege“
Thema: „Grimms Märchen - Hänsel und Gretel“

Die Wohlfahrtsmarken mit einem zusätzlichen Centbetrag werden seit mehr als 60 Jahren zugunsten der Freien Wohlfahrtspflege herausgegeben. Empfänger der Pluserlöse ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.. Die in ihr zusammengeschlossenen Organisationen helfen überall dort, wo staatliche Hilfe nicht ausreicht. Mit den Wohlfahrtsmarken des Jahres 2014 und dem allseits bekannten Märchen „Hänsel und Gretel“ beginnt eine mehrjährige Serie zu „Grimms Märchen“.

„Hänsel und Gretel“ erzählt die Geschichte zweier Geschwister, die im Wald von ihren Eltern ausgesetzt werden und sich dort von einer bösen Hexe befreien müssen. Kindheitserinnerungen werden mit diesen Marken wieder wach. Wer kennt nicht die Frage der Hexe als die Kinder an ihr Häuschen klopfen: „Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen?“ und deren Antwort: „Der Wind, der Wind, das himmlische Kind“. Lassen Sie sich von den Wohlfahrtsmarken in die Welt der Märchen entführen.







Ausgabetag: 06.02.2014
Werte (in Euro Cent): Motiv 1 „Die Kinder im Wald“: 60+30 / Motiv 2 „Bei der Hexe“: 90+40 / Motiv 3 „Glückliches Ende“: 145+55
Motiv 1: „Die Kinder im Wald“
Motiv 2: „Bei der Hexe“
Motiv 3: „Glückliches Ende“
© Astrid Grahl und Lutz Menze, Wuppertal
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Astrid Grahl und Lutz Menze, Wuppertal
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. Motiv 1: 3056 (selbstklebend: MiNr. 3061) / Motiv 2: 3057 / Motiv 3: 3058
 
Brigitte Am: 07.01.2014 07:03:00 Gelesen: 490388# 220 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: Wildes Deutschland“
Thema: „Flussaue im Unteren Odertal“ und „Pfälzerwald-Teufelstisch“

Zwischen dem Oberrheingraben im Osten, Frankreich im Süden, dem Saarland im Westen und dem Hunsrück und Rheinhessen im Norden liegt der Pfälzerwald, das mit 1771 Quadratkilometern größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Das Untere Odertal an der deutsch-polnischen Grenze gehört hingegen zu den letzten naturnahen Flussauenlandschaften Mitteleuropas.

Beide Regionen sind Rückzugsgebiete seltener Tier- und Pflanzenarten. In der Motivserie „Wildes Deutschland“ werden eindrucksvolle und faszinierende Landschaften vorgestellt, die als Nationalpark bzw. Biosphärenreservat einen besonderen Schutzstatus genießen.





Ausgabetag: 06.02.2014
Werte (in Euro Cent): Motiv 1 „Morgenstimmung in der Oderaue“: 60 / Motiv 2 „Teufelstisch bei Hinterweidenthal“: 60
Motiv 1: „Morgenstimmung in der Oderaue“
Motiv 2: „Teufelstisch bei Hinterweidenthal“
© Foto: Norbert Rosing, Naturfotografie
Stempel Berlin: Edelkastanie, Stempel Bonn: Seerose
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. Motiv 1: 3059 (selbstklebend: MiNr. 3080) / Motiv 2: 3060 (selbstklebend: MiNr. 3081)
 
Brigitte Am: 03.02.2014 07:07:00 Gelesen: 487842# 221 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: „Albrechtsburg Meissen“

„Wo ist der Berg, darauf drey Schlösser steh´n und nebenher drey Wässer geh´n?“, fragt ein alter Vers. „Meißen“ lautet des Rätsels Lösung. Hier, am Ausgang des Elbtalkessels, wo die Flüsse Elbe, Triebisch und Meisa einen steilen Felsen umfließen, ließ der ostfränkische König Heinrich I. (876–936) aus dem sächsischen Adelsgeschlecht der Liudolfinger um 928 eine hölzerne Burg mit dem Namen Misni errichten. Hoch über den Wäldern im Osten des noch jungen deutschen Reiches sollte sie als Ausgangspunkt für die Eroberung slawischer Territorien dienen.

Einen massiven baulichen Einschnitt erlebte die Burg im 15. Jahrhundert. Als 1464 die wettinischen Brüder Ernst und Albrecht die Herrschaft über die sächsischen Ländereien übernahmen, beauftragten sie 1471 den Baumeister Arnold von Westfalen (um 1425–1481), an der Stelle der Markgrafenburg einen prächtigen Schlossbau zu errichten. Die neue Residenz sollte dabei nicht nur ein repräsentatives Verwaltungszentrum werden, sondern auch Platz für zwei getrennte Hofhaltungen bieten. Die neue Burg unterschied sich damit maßgeblich von der bisherigen Burganlage, die hauptsächlich Verteidigungszwecken gedient hatte, und gilt baugeschichtlich als „erstes Schloss“ Deutschlands.

Noch während des Schlossbaus teilten Albrecht und Ernst das wettinische Territorium unter sich auf. Damit entfiel die der Albrechtsburg zugedachte Funktion. Die Anlage wurde nur noch selten als Wohnschloss genutzt. Erst 1710 – als Sachsens Kurfürst August der Starke (1670–1733) das Schloss einer eigentlich zweckfremden Nutzung zuführte – kehrte neues Leben ein: Die Albrechtsburg wurde für über 150 Jahre zur Produktionsstätte der Porzellanmanufaktur Meißen. Bis heute ist die Albrechtsburg ein Anziehungspunkt. Eine 2011 eröffnete Dauerausstellung stellt auf über 7.000 Quadratmetern Aspekte der Schlossgeschichte vor. In einer umfassenden Darstellung werden insbesondere Architektur, Wandmalereien, Interieur, historische Dokumente, Porzellane sowie multimediale Anwendungen gezeigt.



Ausgabetag: 01.03.2014
Wert (in Euro Cent): 90
Motiv: Albrechtsburg Meissen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork, Hamburg
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3062
 
Brigitte Am: 05.02.2014 07:04:00 Gelesen: 487740# 222 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Cartoons von Peter Gaymann“

Zwei populäre Hühnermotive des Kölner Cartoonisten Peter Gaymann erobern 2014 die Welt der Briefmarken. Wie kein zweiter versteht es Gaymann, die kleinen und größeren Fragen unserer Zeit auf Papier zu bannen. Dabei nimmt der 63-Jährige die Menschen und ihre Probleme „tierisch“ ernst. Seine Fans erkennen sich in Gaymanns Helden wieder, auch wenn diese Hühner sind. Fast 40 Jahre ist es her, dass seine ersten Zeichnungen in Studenten- und Stadtmagazinen, in der Wochenendausgabe der Badischen Zeitung, in der alternativen Tageszeitung taz und in einem ersten kleinen Buch erschienen. Heute zählt Gaymann mit fast 70 Büchern, Millionen verkaufter Postkarten und regelmäßigen Zeichenkolumnen zu den erfolgreichsten Cartoonisten des Landes.

Seine ersten Cartoons und Karikaturen, damals noch geprägt von pädagogischen Themen, bot er erfolgreich Stadt- und Studentenblättern an. Lehrer begeisterten sich für seine Bilder in Fachmagazinen, 1981 gab der päd.extra Verlag „Gaymanns Lämpeleien“ heraus – Karikaturen, die sich an der Figur des Lehrers Lämpel aus Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ orientierten. Zu dieser Zeit flatterte Gaymann bereits eine andere Idee im Kopf herum. Und die hob schnell zum Steilflug ab. Das füllige Federvieh mit Stöckelschuhen marschierte vom ersten Cartoonband „Huhnstage“ (1984) bis zur jüngsten Veröffentlichung „Kunst mit Hühneraugen“ (2013), durch einen großen Teil von Gaymanns Werk.

Dabei ist sein Schaffen durchaus vielfältiger. Zu seinem 60. Geburtstag im Juni 2010 erschien der Sammelband „Der große Gaymann“, der die ganze Palette seiner Cartoonfiguren zeigt. Kochen, Katzen, Reisen, Wein – einige Lieblingsthemen des Zeichners treten hervor. Peter Gaymann hat seine Eindrücke auch in Aquarellen, Radierungen, Skizzen und Fotos festgehalten. Italien ist sein Lieblingsziel. Dort entstehen Landschaftsbilder, Reiseskizzen, Objekte, Collagen, Fotos, Koch- und Weinbücher und natürlich Cartoons („Italien, amore mio“).





Ausgabetag: 01.03.2014
Wert (in Euro Cent): Motiv 1 „Frohe Ostern“: 45 / Motiv 2 „Für Dich“: 60
Motiv 1: „Frohe Ostern“ (Der Osterei-Entwurf)
Motiv 2: „Für Dich“ (Das Ostergeschenk)
© Illustration: Peter Gaymann (Köln)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Grit Fiedler, Leipzig
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3063 / Motiv 2: MiNr. 3064 selbstklebend: MiNr. 3066
 
Brigitte Am: 25.02.2014 18:36:48 Gelesen: 485689# 223 @  
Sonderpostwertzeichen
"Evangelische Posaunenchöre"

„Lobet den Herrn mit Posaunen”, so heißt es im Psalm 150, und auf diesen biblischen Auftrag berufen sich in ganz Deutschland 120.000 Bläserinnen und Bläser in über 7000 evangelischen Posaunenchören. Sie treten nicht nur in Gottesdiensten auf, sondern auch bei Gemeindefesten, Straßenfesten und Weihnachtsfeiern, sie geben Konzerte geistlicher Musik und spielen Jubilaren ein „Ständchen”. Die ehrenamtliche Tätigkeit der Posaunenchöre ist nicht nur eine wichtige Säule der evangelischen Kirchenmusik, sondern auch ein ausgesprochener Aktivposten der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Im Jahr 1843 entstand im ostwestfälischen Jöllenbeck der erste Posaunenchor nach heutigem Muster. Unter Pastor Eduard Kuhlo (1822–1891) und insbesondere dessen Sohn, dem „Posaunengeneral” Johannes Kuhlo (1856–1941), entfalteten sich die Posaunenchöre zu voller Blüte. Von Westfalen aus verbreiteten sie sich über ganz Deutschland. In Abgrenzung zur Militärmusik entstand eine rein geistliche Blasmusik im Dienste der Volksmission. Johannes Kuhlo, Anstaltspfarrer von Bethel und Vorsteher der Diakonenanstalt Nazareth, organisierte jahrzehntelang Bläsertreffen, führte Schulungen für Chorleiter durch und gab Notenbücher („Kuhlo I–IV„) für Posaunenchöre heraus.

Seit 1994 sind die Posaunenchöre einheitlich im Evangelischen Posaunendienst in Deutschland e.V. organisiert. Ihm gehören 28 Mitgliedsverbände an, darunter die landeskirchlichen Posaunenwerke sowie die freikirchlichen Chöre und die große Chorgemeinschaft des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM). Aus ihren Anfängen mit geistlicher Musik haben sich die evangelischen Posaunenchöre in den letzten Jahren weiterentwickelt. Sie öffnen sich verstärkt der freien Bläsermusik aller Epochen, auch der Volksmusik und anderen populärmusikalischen Stilrichtungen bis hin zu Gospel– und Popsongs. Mit Recht rühmen sich die Posaunenchöre zudem ihrer Funktion als sozialer Schmelztiegel, sie verbinden wie selbstverständlich Generationen und Gesellschaftsschichten.



Ausgabetag: 01. März 2014
Wert (in Euro Cent): 215 Cent
Motiv: Posaunenspieler (Schattenbild)
© Panter Media/Nikolai Grigoriev, Roman Shyshak
Entwurf: Susanne Oesterlee, Wuppertal
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben–Offsetdruck, Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: Breite 33,00 x 39,00 mm
MiNr. 3065
 
Brigitte Am: 27.02.2014 07:06:00 Gelesen: 485561# 224 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für den Umweltschutz“
Thema: „Wasser ist Leben“

Ohne Wasser gibt es kein Leben, kein Wachstum und keine Ernte. Es treibt Turbinen an und trägt die größten Schiffe. Aus Wasser erzeugen wir Energie und unsere Wasserstraßen zählen zu den Lebensadern von Industrie und Wirtschaft. An den Ufern unserer Flüsse und Seen suchen und finden wir aber auch Erholung. Aber das nasse Element ist nicht nur knapp und kostbar, es ist auch höchst gefährdet. Umweltverschmutzung und Kontaminierung des Trinkwassers zählen zu den vordringlichsten Gesundheitsrisiken. Auf all diese elementaren Zusammenhänge weist das Motiv der Briefmarke „Wasser ist Leben“ hin, die im April 2014 verausgabt wird.

Wasser ist nach Schätzungen der UNESCO für bis zu eine Milliarde Menschen nur schwer oder gar nicht verfügbar. Zwar ist der blaue Planet zu etwa zwei Dritteln mit Wasser bedeckt – das Meiste jedoch ist salziges Meereswasser. Trinkbare Flüssigkeit aus Niederschlag, Flüssen und Süßwasserseen macht nur 0,6 Prozent der Gesamtwassermenge auf der Erde aus. Dieses kostbare Gut ist zudem geografisch und sozial ungleichmäßig verteilt. In einigen Regionen verbraucht und verschmutzt der Mensch viel Wasser, in anderen leidet er unter schlechter Wasserqualität und Wassermangel.

Der fehlende Zugang zu sauberem Wasser ist das Kardinalproblem vieler Länder in der Dritten Welt. Nach Angaben des Hilfswerks Misereor sind fast 80 Prozent aller Erkrankungen in Entwicklungsländern auf unreines Trinkwasser zurückzuführen, etwa Cholera und schwere Durchfälle. An den Folgen schlechter Wasserversorgung sterben nach Schätzungen jährlich zwischen 2 und 3,5 Millionen Menschen. Andere leiden Hunger, weil sie ihre Felder nicht bewässern können. Hinzu kommen Konflikte und schlechte Infrastruktur. Respekt vor der kostbaren Ressource mahnte der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler in seiner Weihnachtsansprache 2009 an: „Wir horchen staunend auf, wenn eine NASA-Sonde Wasser auf dem Mars entdeckt haben soll – aber wir haben verlernt zu staunen über das Wasser, das bei uns so selbstverständlich aus dem Hahn fließt.“



Ausgabetag: 03.04.2014
Wert (in Euro Cent): 60 + 30
Motiv: Collage Thema Umwelt
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Henning Wagenbreth, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security- Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3067
 
Brigitte Am: 01.03.2014 07:11:00 Gelesen: 485434# 225 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Deutschlands schönste Panoramen“
Thema: „Dresden Elbpanorama“

Wie kostbare Perlen einer Kette reihen sich am Elbufer der Dresdner Altstadt barocke Prachtbauten aneinander. Die imposante Kuppel der Frauenkirche ragt hinter der weitläufigen Brühlschen Terrasse in den Himmel. Daneben zeugt das Residenzschloss von der höfischen Pracht der sächsischen Herrscher aus dem Hause Wettin. Im Stil des römischen Spätbarock entstand die eindrucksvolle Hofkirche, die an die prunkvolle Anlage des Dresdner Zwingers grenzt. Abgerundet wird die atemberaubende Altstadtsilhouette von dem bogenförmigen Neorenaissance-Arkadenbau der Semperoper. Das blühende „Elbflorenz“ hat heute seine alte Schönheit wiedererlangt – fast so, als wäre es nicht im Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche gelegt worden.

Wegen ihrer Lage an der Schnittstelle der west-östlichen Fernhandelsstraßen zog die ursprünglich sorbische Gründung im Mittelalter immer mehr Kaufleute an. Im 16. Jahrhundert wurde die Ansiedlung zur Residenzstadt der sächsischen Kurfürsten und Könige ausgebaut, die ihre Glanzzeit im Barock unter Kurfürst Friedrich August I., dem Starken (1670–1733), erlebte. Der folgenschwerste Einschnitt in der Stadtgeschichte ereignete sich in der Nacht des 13. auf den 14. Februar 1945: Durch massive Bombenangriffe der Royal Air Force wurde praktisch die gesamte Innenstadt zerstört. Bereits zu DDR-Zeiten wurden u.a. der Zwinger und die Semperoper wieder aufgebaut – und seit der Wende wird fleißig weiter restauriert.





Ausgabetag: 03.04.2014
Werte (in Euro Cent): 45 Motiv „Dresden Elbpanorama“ (links) / 45 Motiv „Dresden Elbpanorama“ (rechts)
Motiv: Blick über die Elbe auf die historische Innenstadt Dresdens
Foto © Heinz Wohner / LOOK-foto
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3068 (selbstklebend: MiNr. 3073) / Motiv 2: MiNr. 3069 (selbstklebend: MiNr. 3074)
 
Brigitte Am: 03.03.2014 07:09:00 Gelesen: 485270# 226 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „175 Jahre deutsche Ferneisenbahn“

Der 7. April des Jahres 1839 markiert einen Meilenstein in der Mobilitätsgeschichte Deutschlands. Ratterte an diesem Tag vor genau 175 Jahren doch erstmals eine Eisenbahn über die neue, 115 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Leipzig und Dresden. Die erste deutsche Ferneisenbahn verband nicht nur die beiden sächsischen Metropolen, mit ihr war auch erstmals der Bau einer langen Bahnstrecke in Deutschland realisiert worden. Ein im April 2014 ausgegebenes neues Briefmarkenmotiv erinnert an diesen wichtigen Schritt im deutschen Eisenbahn- und Verkehrswesen.

Pünktlich um 14 Uhr verließ der erste Zug zur Jungfernfahrt den Bahnhof von Leipzig in Richtung Dresden. Gezogen wurde er von zwei englischen Dampflokomotiven, denn mit einer eigenen Eisenbahnindustrie konnte Deutschland zu dieser Zeit noch nicht aufwarten. Zwar war es dem deutschen Ingenieur Johann Andreas Schubert (1808–1870) noch rechtzeitig zur Eröffnung gelungen, eine Dampflok nach englischem Vorbild in einem Werk bei Dresden nachzubauen, doch die Hoffnung, dass die „Saxonia“ den Jungfernfahrt-Konvoi anführen könne, zerschlug sich schnell. Zu sehr standen die Direktoren der „Leipzig-Dresden Eisenbahn Compagnie“ (LDE) in guten Geschäftsbeziehungen zur englischen Industrie. So musste die erste in Deutschland erbaute, voll funktionsfähige Dampflokomotive den englischen Loks zwar den Vortritt lassen, setzte sich jedoch an den Schluss des Konvois - zum Erstaunen der versammelten Menge.

Der Bau der ersten deutschen Ferneisenbahn und der ersten in Deutschland konstruierten Dampflok leitete einen Eisenbahnboom ein. Stück für Stück wurde das umgesetzt, was der Eisenbahnpionier Friedrich List (1789–1846) bereits 1833 visionär zu Papier gebracht hatte: ein gesamtdeutsches Schienennetz. Zogen sich 1850 gerade einmal 6044 Kilometer Schienen durch die deutschen Staaten, waren es zur Reichsgründung im Jahr 1870 bereits 20.000 Kilometer, 1910 hatte sich die Kilometerzahl nochmals vervierfacht. Die Eisenbahn wurde auch hierzulande zum Schwungrad der Industrialisierung.



Ausgabetag: 03.04.2014
Wert (in Euro Cent): 145
Motiv: Grafische Darstellung Brücke mit Bahn
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Kitty Kahane, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3070
 
Brigitte Am: 05.03.2014 07:06:00 Gelesen: 485102# 227 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „150. Geburtstag Max Weber“

Der Soziologe und Volkswirtschaftler Max Weber (1864-1920) gilt als ein Gründervater der deutschen Soziologie. Mit seinem umfangreichen Werk, das sich durch empirische Fülle und analytische Schärfe auszeichnet, hat der brillante Theoretiker über die Grenzen der eigenen Disziplin hinaus u.a. auch auf die Religions- und Geschichtswissenschaft starken Einfluss ausgeübt. Viele seiner Themen - wie das Postulat von der »Wertfreiheit« wissenschaftlicher Erkenntnis oder die Unterscheidung von Verantwortungs- und Gesinnungsethik - sind später Allgemeingut geworden. Bis heute wird der moderne Klassiker, der im April 2014 mit einer Briefmarke geehrt wird, ediert, gelesen, neu interpretiert und vielfach übersetzt.

Nach dem Studium der Jura, Nationalökonomie, Geschichte und Philosophie lehrte Weber ab 1893 Handelsrecht in Berlin und ab 1894 Nationalökonomie in Freiburg. Kurz nach einem Ruf auf den Lehrstuhl in Heidelberg 1897 musste er seine akademische Tätigkeit aufgrund einer Reihe von Nervenkrisen für Jahre unterbrechen; in dieser Zeit unternahm er lange Reisen durch Europa und die USA. 1909 gründete er mit Werner Sombart die »Deutsche Gesellschaft für Soziologie«, der auch Georg Simmel und Friedrich Tönnies angehörten. 1913 begann er mit seinem Hauptwerk »Wirtschaft und Gesellschaft«.

Das theoretische Werk Max Webers entstand größtenteils außerhalb des akademischen Lehrbetriebs. Gewidmet war es dem Versuch, die Soziologie als eine eigenständige empirische Wissenschaft zu begründen. »Die protestantische Ethik«, 1904 nach einer USA-Reise verfasst, zählt zu seinen wichtigsten Arbeiten, bis heute dient sie als ein Standardwerk der Religionssoziologie. Weber vertrat die Auffassung, dass nicht die bürgerliche Gesellschaft den Protestantismus, sondern umgekehrt der Protestantismus die bürgerliche Gesellschaft wenn nicht hervorgebracht, so doch entscheidend geprägt habe. Nach Weber war die puritanisch-asketische Mentalität eine wesentliche Voraussetzung für die Entstehung der modernen Welt.



Ausgabetag: 03.04.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Digital-Portrait
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3071
 
Brigitte Am: 07.03.2014 07:11:00 Gelesen: 484945# 228 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „50 Jahre Aktion Mensch“

Briefmarken sind mit der „Aktion Mensch“, die vor 50 Jahren begann, auf das Engste verbunden. Den Start des einzigartigen Spendenmarathons verfolgten viele Menschen vom Fernsehsessel aus: In einer eigens konzipierten Fernsehshow wurde 1964 erstmals Geld für die Behindertenhilfe gesammelt, damals noch unter dem Namen „Aktion Sorgenkind“. Das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), erst seit eineinhalb Jahren auf Sendung, nutzte die Unterhaltungsshow „Vergissmeinnicht“ für dieses Experiment. Deshalb passt es besonders gut, dass nunmehr zu ihrem 50. Jubiläum die „Aktion Mensch“ mit einer speziellen Briefmarke gewürdigt wird.

Das Verfahren, dass die Fernsehmacher ausgetüftelt hatten, ging so: Mit Postkarten konnten sich die Zuschauer an der Fernsehlotterie beteiligen. Dazu notierten sie auf der Vorderseite neben dem Porto die Lösung eines Ratespiels aus der Sendung und klebten auf der Rückseite vier Sondermarken auf. Die Anordnung der Wertzeichen auf einem Feld mit zwölf Kästchen war dabei ebenso entscheidend für die Teilnahme an der Lotterie wie die richtige Lösung. Mit dem Kauf der Wohlfahrtsmarken wurde die Lotterie gespeist. Abzüglich der ausgeschütteten Gewinne kam der Erlös der „Aktion Sorgenkind“ zugute.

Der Moderator Peter Frankenfeld, der die Sendung mit gestaltet hatte, verband darin ein Quiz, einen Spendenaufruf und die Lotterie. Gleich am ersten Abend, es war der 9. Oktober 1964, sollen 500.000 DM zusammengekommen sein. Bis heute sind es fast 3,5 Milliarden Euro, die für die Behindertenhilfe gesammelt wurden. Mit Lotto-Marketing und der Umbenennung in „Aktion Mensch“ im Jahr 2000 vollzog die Organisation einen Wandel. „Soziallotterie“ heißt das Spendensystem nun und funktioniert per Losverkauf. Die TV-Präsenz ist geschrumpft, der Erfolg des Lotterie-Konzepts aber beständig. „Mit den Einnahmen unterstützt die Aktion Mensch jeden Monat bis zu 1.000 Projekte“, informierte Pressesprecher Sascha Decker im Dezember 2013. „Möglich machen dies rund 4,6 Millionen Loskäufer.“



Ausgabetag: 03.04.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Zeichnerische Darstellung Motto „DAS WIR GEWINNT“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Barbara Dimanski, Halle
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3072
 
Brigitte Am: 14.04.2014 07:03:00 Gelesen: 481735# 229 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für den Sport“ zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Sporthilfe
Thema: „Motive von Uli Stein“

Ob mit Siegerpokal, auf dem Treppchen oder im schwarzrotgoldenen Freudensprung: Mit Jubelposen kennt sie sich aus, die „freche Maus“. Die umtriebige Comicfigur des populären Cartoonisten Uli Stein ziert ab Mai 2014 gleich drei Sportmarken aus der Sonderpostwertzeichenserie „Für den Sport“.

Die Cartoons von Uli Stein, der hierzulande zu den bekanntesten und erfolgreichsten Vertretern seines Faches zählt erschienen bis heute in über 100 Zeitschriften und Magazinen in ganz Europa. Angefangen hat die Karriere der „frechen Maus“ mit einer kleinen Zeichnung, die der gebürtige Hannoveraner bei einer Tageszeitung einreichte. Es folgten weitere – und so kamen im Laufe der Jahre viele Millionen Cartoonpostkarten, Bücher und Trinkgläser mit seinen kulleräugigen Tieren zusammen. Zwar gibt es auch viele Stein-Cartoons mit Hunden, Katzen und Pinguinen, so richtig berühmt gemacht hat ihn aber die „freche Maus“. Mittlerweile hat der Mäusezeichner Kultstatus erreicht.

Seit 2008 ziert ein stilisiertes Pluszeichen die Sondermarken mit Zuschlag. Es steht für den zusätzlichen guten Zweck der Cent-Spende beim Erwerb der Briefmarke. Der Käufer kann sicher sein, dass jeder Cent gut angelegt ist. Der Erwerb von Sondermarken ist eine ganz persönliche Entscheidung, allerdings mit großer Wirkung. Die Cent-Erlöse unterstützen in der Summe zahlreiche Projekte in einer Größenordnung von jährlich 14 Mio. Euro.







Ausgabetag: 08.05.2014
Werte (in Euro Cent):
Motiv 1 „Pokalmaus“: 60+30
Motiv 2 „Jubelmaus“: 90+40
Motiv 3 „Siegermaus“: 145+55
Motive: Uli Stein (Pokalmaus, Jubelmaus, Siegermaus)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
Motiv 1: MiNr. 3075 / Motiv 2: MiNr. 3076 / Motiv 3: MiNr. 3077
 
Brigitte Am: 16.04.2014 07:04:00 Gelesen: 481572# 230 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Europa“
Thema: „Musikinstrumente“

Auf große Tournee geht die Klarinette bald im Briefmarkenformat: Als Motiv der diesjährigen Europamarke zum Thema Musikinstrumente. Diese sind das gemeinsame Thema, auf das sich die 49 Mitgliedsstaaten der Organisation der europäischen Postunternehmen, PostEurop, für das Jahr 2014 geeinigt haben. Der Beitrag aus Deutschland erinnert an die klangvolle Geschichte der Klarinette.

Die im frühen 18. Jahrhundert entwickelte Klarinette besticht als Instrument insbesondere durch ihre Flexibilität und ihren Tonumfang von fast vier Oktaven. In der Neuzeit erklomm die Klarinette den Gipfel ihrer Popularität in der Kammermusik, im Orchester, in Militärkapellen und im Jazz. Hohe Trompetentöne sind besonders schwer zu spielen – diesem Umstand verdankt die Klarinette ihre Erfindung. Ihre Verwandtschaft mit der Trompete verrät sie noch heute in ihrem Namen. „Clarino“ – das schrieben Komponisten schon im Zeitalter der barocken Trompetenkunst über jene Takte ihrer Partituren, in denen Trompeten besonders „hell“ gespielt werden sollten. Dank der Erfindung der Klarinette wurden die Trompeten von den hoch zu spielenden Passagen erlöst.

In einer Nürnberger Musikwerkstatt soll vor etwa 300 Jahren der Prototyp des Instruments entstanden sein. Die Konstruktion wird Johann Christoph Denner (1655–1707) zugeschrieben. Der tüchtige Instrumentenbauer entwickelte die Klarinette Anfang des 18. Jahrhunderts wohl aus dem Chalumeau. Dieses flötenartige Holzblasinstrument hatte kurz zuvor den Sprung von der Volks- in die Kunstmusik geschafft und kam vor allem wegen seiner warmen Klänge in den Ensembles der Zeit zum Einsatz.



Ausgabetag: 08.05.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Klarinette
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nina Clausing, Wuppertal
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3078
 
Brigitte Am: 19.04.2014 07:15:00 Gelesen: 481213# 231 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „250. Geburtstag Johann Gottfried Schadow“

Johann Gottfried Schadow, 1764 in Berlin geboren, gilt als Hauptmeister der klassizistischen Plastik in Deutschland. 1789 erhielt Schadow den Auftrag die Quadriga, das Vierergespann auf dem Brandenburger Tor, zu gestalten. 1794 wird das Werk aufgestellt. Neben der Quadriga zählen das Grabmal des Grafen von der Mark (1790), ein bedeutendes Zeugnis des Frühklassizismus, sowie die Marmorgruppe der Prinzessinnen Luise und Friederike (1795/97) zu den Hauptwerken Schadows.

Zweifellos erneuerte Schadow die deutsche Bildhauerkunst, er beeinflusste nachfolgende Künstlergenerationen und leitete einen effizienten Werkstattbetrieb: alles in allem zählte er um die Wende zum 19. Jahrhundert zu den vielseitigsten Künstlern Preußens. Am 27. Januar 1850 stirbt Schadow hochbetagt in seiner Geburtsstadt.

Zu Schadows 250. Geburtstag sollen nun seine Person und sein Wirken mit einem Postwertzeichen gewürdigt werden. Das Motiv lenkt die Aufmerksamkeit auf Schadows künstlerische Zweitbegabung, denn der Bildhauer und Baumeister am preußischen Hof hat auch rund 2.000 graphische Blätter hinterlassen. Ein 1804 entstandenes Aquarell zeigt das Doppelporträt zweier junger Damen aus dem Berliner Bürgertum. Das Original des Gemäldes, das nun im Briefmarkenformat Karriere macht, befindet sich in der Berliner Akademie der Künste.



Ausgabetag: 08.05.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Doppelportrait
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Heribert Birnbach, Bonn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3079
 
Brigitte Am: 13.05.2014 07:47:32 Gelesen: 479019# 232 @  
Postwertzeichen
Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Akelei“

Der Akelei wurden im Mittelalter Heil- und sogar Zauberkräfte nachgesagt. Heutige Pflanzenfreunde berauschen sich mehr an ihrem Aussehen.

Als Wildblume, genannt Wald- oder Gemeine Akelei, ist sie „blaublütig“. Es gibt aber auch viele natürliche Farbvarianten und Züchtungen der Zierpflanze, mehr als 70 Arten sind bekannt. Die Sorte „Crimson Star“ (lat. aquilegia caerulea), die als Motiv in der Dauerserie „Blumen“ erscheint, hat rot-weiß gefärbte Blüten. Wegen ihrer besonderen Zeichnung wird diese langspornige Garten-Akelei auch „Rotstern“ genannt: Das weiße Innere der Blume ist von purpurnen Blütenblättern umhüllt. Zu bewundern ist dieses Schauspiel spätestens im Juni – dem Monat, in dem auch die Briefmarke erscheint.

Die Akelei hat im Laufe der Zeit viele volkstümliche Namen bekommen, die ihr Aussehen beschreiben, etwa „Frauenhandschuh“ oder „Pfaffenkäpple“. Ballett-Röcke sehen die einen, wenn die Akelei im Frühsommer aufblüht. Die anderen erkennen fünf Hüll- und fünf Honigblätter, die sich am meist stark gebogenen Ende der bis zu 80 Zentimeter hohen, behaarten Pflanzenstängel auffächern und dort wippend und nickend hängen. Die glockenförmige, drei bis fünf Zentimeter große Blüte der Akelei kommt als Einzelgängerin und in Rispen vor. Am Stängel wachsen mattgrüne Blätter. Das Laub ist doppelt dreiteilig – hahnenfußartig – zusammengesetzt. So erklärt sich der Name der Pflanzenfamilie, zu der die Akelei gehört.



Ausgabetag: 05.06.2014
Wert (in Euro Cent): 180
Motiv: Akelei / Foto © Klein und Neumann
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3082
 
Brigitte Am: 15.05.2014 07:11:00 Gelesen: 478824# 233 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Deutschlands schönste Panoramen“
Thema: „Bremen Marktplatz“

Auf dem Bremer Marktplatz können sich Besucher, wohin sie sich auch drehen und wenden, an der historischen Gebäudekulisse erfreuen. Sie ist ein Spiegel der wechselvollen Geschichte der stolzen Hansestadt. Das prächtige Panorama entfaltet sich nun auch auf einer Sondermarke zu „Deutschlands schönsten Panoramen“: Zu sehen sind patrizische Giebelhäuser, die Liebfrauenkirche, das ehrwürdige Rathaus und der mächtige doppeltürmige St. Petri-Dom. Damit sind die bestimmenden Kräfte der bremischen Geschichte symbolisch versammelt und würdig vertreten, die der geistlichen Stadtherrn und die der Handel treibenden Bürgerschaft.

Der Bremer Marktplatz ist so alt wie das Rathaus, das 1405 bis 1410 als gotischer Bau errichtet wurde. Die auffällige Fassade im Stil der Weser-Renaissance erhielt das Gebäude 200 Jahre später. Mit dem Rathaus hat sich das selbstbewusste bremische Bürgertum ein glanzvolles Symbol städtischer Macht geschaffen. Das Welterbekomitee der UNESCO stellte das Rathaus 2004 unter Schutz - zusammen mit der ebenfalls über 600 Jahre alten Roland-Figur auf dem Marktplatz. Neben dem Rathaus ragt der St. Petri-Dom mit seinen beiden 99 Meter hohen Türmen auf. Das höchste Gebäude der Stadt stammt aus dem 11. Jahrhundert.

Eine bewegte Baugeschichte haben auch die denkmalgeschützten Giebelhäuser. Schon ihre Vorgängerbauten aus dem 16. Jahrhundert waren mehrfach umgestaltet worden. Nach der Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg wurden die Giebelhäuser
Ende der 1950er-Jahre neu errichtet.



Ausgabetag: 05.06.2014
Werte (in Euro Cent): Motiv „Bremen Marktplatz“ links: 60 / Motiv „Bremen Marktplatz“ rechts: 60
Motiv © Foto: Maren Arndt
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3083 und 3084
 
Brigitte Am: 17.05.2014 07:03:00 Gelesen: 478534# 234 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Schätze aus deutschen Museen“
Thema: „Meister Bertram. Erschaffung der Tiere“

Mit einer Abbildung des Altarbilds „Erschaffung der Tiere“ von Meister Bertram (um 1340–um 1414/15) gibt das Bundesministerium der Finanzen ein Postwertzeichen heraus, das den in seiner Zeit bedeutendsten gotischen Künstler Norddeutschlands würdigt. Der Maler und Holzschnitzer Meister Bertram stammt aus dem westfälischen Minden oder nahebei.

Die Darstellung der Erschaffung der Tierwelt ist Teil des Grabower Altars. Dieser wurde von Meister Bertram für die Hamburger St. Petri-Kirche gefertigt und 1383 aufgestellt. Der Grabower Altar befindet sich heute in der Hamburger Kunsthalle. Er besteht aus einem Mittelschrein, vier Flügeln, einem Sockel und einer krönenden Maßwerkleiste. Zu ihm gehören 79 Schnitzfiguren und 24 Tafelbilder.

Während im Mittelschrein des Grabower Altars Skulpturen von Heiligen zu sehen sind, zeigen die Altarflügel einen Bilderzyklus, u.a. der Schöpfungsgeschichte. Auf der Tafel, die sich der Schöpfung der Tiere widmet, gibt Meister Bertram einen Überblick über die Fülle der Tierwelt, in einer Zeit, als der Mensch noch nicht auf Erden wandelt. Im Zentrum des auf Goldgrund gemalten Bildes waltet der Schöpfergott in Gestalt Jesu. Auf der linken Seite des Bildes befinden sich die Tiere des Landes, rechts unten die des Wassers und oben die Vögel.



Ausgabetag: 05.06.2014
Wert (in Euro Cent): 240
Motiv © Foto: bpk / Hamburger Kunsthalle / Elke Walford
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3085 / selbstklebend: 3161
 
Brigitte Am: 20.05.2014 07:09:00 Gelesen: 478184# 235 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „150. Geburtstag Richard Strauss“

Er war einer der bedeutendsten Musikdramatiker des 20. Jahrhunderts, ein genialer Sinfoniker und Opernkomponist, dazu Pianist, Geiger und Dirigent, ein Vollblutmusiker und künstlerischer Kosmopolit. Richard Strauss (1864–1949), der vor 150 Jahren in München geboren wurde, wird im Juni 2014 mit einer Briefmarke gewürdigt.

Lebensspanne und Wirken des „letzten großen Romantikers unter den Komponisten“ umfassen einen für die tonale Weiterentwicklung der Musik ungeheuer bedeutsamen Zeitraum, der von der Bismarckzeit bis in die Bundesrepublik Deutschland reicht.

Der erste echte Opernerfolg von Richard Strauss war das Musikdrama „Salome“, das 1905 im Königlichen Opernhaus zu Dresden uraufgeführt wurde. Das Schwergewicht liegt auf dem großen Orchester, das – dem Sujet entsprechend – harte Dissonanzen und betont verzerrte Akkorde zu Gehör bringt, ohne den Bereich der Tonalität zu verlassen. Die Aufführung wurde ein triumphaler Erfolg, die Strauss als führenden deutschen Komponisten künstlerisch etablierte. Mit der Oper „Elektra“, die 1909 in Dresden uraufgeführt wurde, begann die geniale Koproduktion mit Hugo von Hofmannsthal. Die Freundschaft mit dem Dichter begründete eine Zusammenarbeit, die der kompositorischen Spitzenleistung höchstes literarisches Niveau zur Seite stellte. Erst 1929, mit dem Tod Hofmannsthals, endete diese fruchtbare Arbeitsbeziehung.



Ausgabetag: 05.06.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Collage
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jens Müller, Düsseldorf
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3086
 
Brigitte Am: 04.06.2014 08:49:17 Gelesen: 476894# 236 @  
Postwertzeichen
Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Tausendgüldenkraut“

Das echte Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) hat seinen volkstümlichen Namen nicht ohne Grund: Seinen Wert als Heilpflanze schätzen von Magenbeschwerden Geplagte sehr – auch wenn Tee und Tinktur aus den zarten Blüten, Blättern und Stängeln einen bitteren Beigeschmack haben. Das Tausendgüldenkraut ist wegen seines galligen Geschmacks auch als Bitterkraut oder Erdgalle bekannt. Wer das bis zu 40 Zentimeter hohe Kraut zur Blütezeit von Juli bis September entdeckt, darf jedoch nicht zugreifen. Alle Vorkommen der Pflanze aus der Gattung der Enziangewächse stehen unter Naturschutz.

Rund 30 Arten sind wild wachsend bekannt, die meisten in Europa, Nordamerika, Nordafrika und im westlichen Teil Asiens. Die fünfblättrigen Blüten sehen aus wie kleine Sterne und sind häufig rosafarben, es gibt aber auch gelbe oder weiße Blüten. Die Blütezeit dauert etwa fünf Tage. Das Tausendgüldenkraut hat vierkantige Stängel und ovale Blätter. Es ist meist ein- oder zweijährig. Die abgestorbenen Pflanzen sind Windstreuer. Auch sind Samen käuflich erhältlich – für die Aufzucht im eigenen Garten. Im Spätsommer oder im Frühjahr kann gesät werden, die Pflanze lässt sich später in Büscheln trocknen und verwerten.

Das strenge Aroma entfalten Bitterstoffe, die in der Pflanze enthalten sind. Weil sie Speichelfluss und Magensaftproduktion anregen, gelten sie als appetitanregend und verdauungsfördernd. In der Naturheilkunde wird das Tausendgüldenkraut deshalb bei Magenschmerzen und Magenschleimhautentzündung eingesetzt, als Tee oder Tinktur. Es gilt aber auch als blutreinigend und entzündungshemmend. Über die Heilkraft hinaus spricht der Volks- und Aberglaube der Pflanze auch noch eine andere, „monetäre“ Wirkung zu: Wer am Johannistag (24. Juni) Tausendgüldenkraut in seinen Geldbeutel steckt, soll das ganze Jahr über ausreichend Bares verfügen.



Ausgabetag: 03.07.2014
Wert (in Euro Cent): 28
Motiv: Foto © Klein und Neumann
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3088 / selbstklebend: MiNr. 3094
 
Brigitte Am: 06.06.2014 07:03:00 Gelesen: 476726# 237 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Leuchttürme“
Thema: „Buk und Pellworm“

Leuchttürme sind seit alters her Wegweiser und Retter in der Not, Orientierungspunkte, Landmarken, oder – in der Neuzeit – vielfach auch Sehnsuchtsorte und touristische Hingucker. Deutschland verfügt mit der Nordsee und der Ostsee über zwei völlig unterschiedliche Meere und Küstenlinien, deren jeweilige Gegebenheiten ganz unterschiedliche Leuchtturmnetze hervorgebracht haben. Die Serie „Leuchttürme“ schlägt im Juli 2014 mit den Leuchttürmen Pellworm und Buk den Bogen von der Nord- an die Ostsee.

Nach Sylt und Föhr ist Pellworm die drittgrößte nordfriesische Insel. Umringt von den Halligen sowie den Halbinseln Eiderstedt und Nordstrand lebt die aus Marschland bestehende Insel inmitten des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer von Landwirtschaft und Tourismus. Ein Wahrzeichen der Insel ist der rot-weiß geringelte Leuchtturm, der ein beliebtes Postkartenmotiv darstellt. Bis 1977 wurde der Turm von einem Leuchtturmwärter betreut, der in den Gebäuden neben dem Turm wohnte. Heute untersteht der Leuchtturm dem Wasser- und Schifffahrtsamt Tönning und wird von dort ferngesteuert.

Klein, aber oho: Das gilt auch für den Leuchtturm Buk an der mecklenburgischen Ostseeküste. Mit einer Bauhöhe von 20,8 Metern gehört er zu den niedrigsten Leuchttürmen Deutschlands. Da er aber auf einer Geländehöhe von 78 Metern über dem Meeresspiegel steht, befindet sich sein Leuchtfeuer 95,3 Meter über dem mittleren Tidehochwasser – und übertrifft damit alle anderen Leuchtfeuer an der deutschen Küste. Der Leuchtturm liegt auf einer Landzunge zwischen Rerik und Kühlungsborn – dem Buk. Als Orientierungsfeuer mit einer Tragweite von 25,5 Seemeilen dient der Leuchtturm Buk seit 1878 der Positionsbestimmung vor der Mecklenburgischen Küste.





Ausgabetag: 03.07.2014
Wert (in Euro Cent): Motiv Leuchtturm „Buk“: 45 / Motiv Leuchtturm „Pellworm“: 60
Motive: Leuchtturm „Buk“ / Leuchtturm „Pellworm“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 35 x 35 mm
Motiv 1: MiNr. 3089 / Motiv 2: MiNr. 3090
 
Brigitte Am: 10.06.2014 07:15:00 Gelesen: 476390# 238 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „600 Jahre Konstanzer Konzil“

Kaum ein Ereignis hat die Fantasie der Zeitgenossen so sehr beschäftigt, wie das Konzil von Konstanz. Von 1414 bis 1418 dauerte der größte Kongress des späten Mittelalters, der das Abendländische Schisma – die Kirchenspaltung – beenden sollte. Zum ersten und einzigen Male wurde auf deutschem Boden ein Papst gewählt. Die damals rd. 7000 Einwohner zählende Stadt am Bodensee beherbergte im Schnitt etwa 20 000 Gäste gleichzeitig, insgesamt rd. 60 000 Gäste aus dem In- und Ausland, darunter den deutschen König Sigismund und den Kleriker Baldassare Cossa, der als Gegenpapst Johannes XXIII. in die Geschichte einging – nicht zu verwechseln mit Angelo Giuseppe Roncalli (1881–1963), der 2014 als Papst Johannes XXIII. heilig gesprochen wurde. Konstanz war vor 600 Jahren der Nabel der Weltpolitik.

Der böhmische Prediger Jan Hus hatte in Prag seit 1402 in seinen auf Tschechisch gehaltenen Predigten u.a. den Luxus des hohen Klerus und den weltlichen Besitz der Kirche angeprangert. Er kritisierte den Ablasshandel und trat für den „Laienkelch“ ein, das Trinken des Abendmahl-Weines durch nicht zum Klerus zählende Gläubige. Um seine Ansichten zu verteidigen, lud ihn das Konzil nach Konstanz ein. König Sigismund sicherte ihm freies Geleit zu. Das im Konstanzer Münster versammelte Konzil verurteilte ihn aber als Ketzer zum Tode. Am 6. Juli 1415 wurde Hus auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Die Hoffnungen von Johannes XXIII., als alleiniger Papst anerkannt zu werden, zerschlugen sich. Stattdessen setzte die Mehrheit des Konzils durch, dass nicht nur die beiden Gegenpäpste, sondern auch er zurücktreten müsse. Somit war der Weg frei für die Neuwahl eines allgemein anerkannten Kirchenoberhauptes.



Ausgabetag: 03.07.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Zusammendruck zeitgenössischer Bilddarstellungen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3091
 
Brigitte Am: 12.06.2014 07:06:00 Gelesen: 476166# 239 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „300. Geburtstag Christoph Willibald Gluck“

Er schärfte den Blick für das Wesentliche und gilt als Erneuerer unter den Komponisten: Christoph Willibald Gluck schuf im 18. Jahrhundert einen neuen, schnörkellosen Operntypus. „Einfachheit, Wahrheit und Natürlichkeit“ beschrieb der Komponist als „die großen Ursprünge in allen Äußerungen der Kunst“. Um die dramatische Aussage in den Mittelpunkt des Werkes zu stellen, löste Gluck Musik und Text von jeglicher Staffage. Vor 300 Jahren, am 2. Juli 1714, wurde Gluck im oberpfälzischen Erasbach geboren. Die Ortschaft gehört heute zu Berching, das sich „Gluckstadt“ nennt und zur 300-Jahr-Feier ein Jahr voller „Glucksmomente“ verspricht.

In der Schule erhielt der spätere Komponist ersten Musikunterricht, 1726 bis 1732 war er Chorknabe in Chomutov (Komotau) in Nordböhmen. An der Prager Karls-Universität nahm Gluck mit 18 Jahren ein Studium auf. Über die Fachrichtung herrscht unter Experten keine Einigkeit. Gluck tauschte aber ohnehin den Hörsaal häufig gegen das Konzerthaus: Meist arbeitete er als Gelegenheitsmusiker, Violoncellist und Kirchensänger. Nach Stationen in Wien und Mailand präsentierte Gluck 1741 seine erste Oper, „Artaserse“. Vom Erfolg beflügelt, komponierte er weitere Opern – noch im Stil der Neapolitanischen Schule –, die ihn bekannt machten.

Bald ging Gluck wieder auf Reisen – mit der Operntruppe von Pietro Mingotti, für die er von 1747 bis 1752 als Dirigent und Komponist tätig war. In Wien ließ sich Gluck anschließend nieder. 1761 begegnete ihm mit dem Dichter Ranieri de‘ Calzabigi (1714–1795) sein geniales Pendant. Glucks erste Reformoper, „Orfeo ed Euridice“, wurde am 5. Oktober 1762 am Wiener Burgtheater uraufgeführt. Das Geschehen auf der Bühne konzentrierte sich auf die Hauptakteure in dem antiken Sagenstoff, die Besucher erlebten Musik, Gesang und Ballett in ungewohnt reduzierter Weise. Es folgen „Alceste“ (1767) und „Paride ed Elena“ (1770). In Wien starb Christoph Willibald Gluck am 15. November 1787. Der gefeierte Komponist hinterließ rd. 50 Opern, sowie mehrere Ballette, Lieder, Arien und Instrumentalwerke.



Ausgabetag: 03.07.2014
Wert (in Euro Cent): 90
Motiv: Collage
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof.Matthias Beyrow, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3092
 
Brigitte Am: 14.06.2014 07:03:00 Gelesen: 476067# 240 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „150. Geburtstag Ricarda Huch“

Kein geringerer als Thomas Mann war es, der 1924 an ihrem 60. Geburtstag schrieb: „Denn nicht nur die erste Frau Deutschlands ist es, die man zu ehren hat, es ist wahrscheinlich die erste Europas“. Fast sind heute Werk und Person der Schriftstellerin, Lyrikerin und Historikerin Ricarda Huch (1864–1947) vergessen. Ganz zu Unrecht: Sowohl ihr kulturgeschichtliches Oeuvre an der Schnittstelle zwischen Dichtung und Wissenschaft als auch ihr bewegtes Leben ist der ehrenden Erinnerung wert. Ricarda Huch wird 2014, anlässlich ihres 150. Geburtstages am 18. Juli, mit einer Briefmarke geehrt.

1899 erscheint der erste Band ihrer Studie über die Romantik (2. Band 1902), in der sie die fast schon vergessenen literarischen und intellektuellen Zeugnisse dieser Epoche aufgriff und mit der Gegenwart verknüpfte. Sie wurde dafür mit dem Etikett „Neuromantikerin“ belegt, dabei ging es ihr nur darum, aus dem Geist der Romantik zur Erneuerung der Gegenwart beizutragen. Zu einem weiteren Höhepunkt ihres Schaffens wird das Prosaepos über den Dreißigjährigen Krieg „Der große Krieg in Deutschland“ (3 Bd. 1912-14). Auch hier gelingt es ihr, wissenschaftliche Genauigkeit mit dichterischer Schöpfungskraft zu vereinen und ein lebendiges Bild der Epoche zu zeichnen.

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 gerät Huch in Widerspruch zum herrschenden Zeitgeist. Mit klaren Worten distanzierte sie sich von der braunen Rassendoktrin. Als vom 5. bis 8. Oktober 1947 in Berlin der erste gesamtdeutsche Schriftstellerkongress seit Kriegsende stattfand, erwuchs ihr nochmals eine bedeutende Rolle als über alle ideologischen Konflikte erhabene Autorität. Bei der Wahl der 83-jährigen Schriftstellerin zur Ehrenpräsidentin erhoben sich alle Anwesenden in einem Akt seltener Einmütigkeit respektvoll von ihren Plätzen. Wenige Wochen später, am 17. November 1947, starb Ricarda Huch.



Ausgabetag: 03.07.2014
Wert (in Euro Cent): 145
Motiv: Bildnis
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3093
 
Brigitte Am: 02.07.2014 09:04:35 Gelesen: 474155# 241 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für die Jugend“ zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V.
Thema: „Motive aus „Das Traumfresserchen“ von Michael Ende“

Davon können Eltern ein Lied singen: Wenn die schlechten Träume kommen, ist der Schlaf der lieben Kleinen dahin. Auch Prinzessin Schlafittchen leidet darunter, auch wenn es sich in Schlummerland eigentlich am besten schläft. Der Großmeister des phantastischen Kinder- und Jugendbuchs, Michael Ende (1929–1995), schrieb darüber „Das Traumfresserchen“. Drei Motive aus dem Bilderbuch-Klassiker sind auf einer Briefmarke aus der Serie „Für die Jugend“ zu sehen, mit der die Stiftung Deutsche Jugendmarke e.V. unterstützt wird.

Michael Ende schuf das Bilderbuch 1978 gemeinsam mit der stilprägenden Illustratorin Annegert Fuchshuber (1940–1998). Seit seinem Erscheinen im Jahr 1978 ist darin ein wirksames Rezept gegen böse Kinderträume zu finden. Dass in Schlummerland ausgerechnet die Prinzessin von schlechten Träumen geplagt wird, versetzt das Reich in Aufruhr. Als niemand Rat weiß, bricht der König höchstpersönlich in die weite Welt auf, um ein Mittel gegen Albträume zu suchen. Nach langer Irrfahrt begegnet er dem Traumfresserchen. Der merkwürdige blaue Kobold kennt schließlich ein probates Mittel gegen Schlafgespenster: Er verspeist auf Einladung schlechte Träume als Delikatesse.

Michael Ende veröffentlichte die kleine Vorlesegeschichte über das Traumfresserchen zwischen seinen beiden berühmten Kinderromanen „Momo“ (1973) und „Die unendliche Geschichte“ (1979). Mit „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ (1960) kam für Ende der Erfolg. Für das Kinderbuch erhielt er 1962 den Deutschen Jugendbuchpreis und arbeitete fortan als Schriftsteller.

Die Fortsetzung „Jim Knopf und die wilde Dreizehn“ (1962) sowie die Bearbeitung durch die Augsburger Puppenkiste und deren Aufzeichnung fürs Fernsehen sorgten für Furore. Ende schrieb insgesamt 27 Romane, Märchen und Erzählungen, mit denen er weltweit Erfolg hatte. Seine Texte wurden in 40 Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von über 35 Millionen Exemplaren. Sein wichtigstes Thema: Das romantische Bekenntnis zur Poesie in einer zunehmend fantasielosen Welt.







Ausgabetag: 07.08.2014
Werte (in Euro Cent): Motiv 1 „Prinzessin Schlafittchen“: 60 + 30 / Motiv 2 „Traumfresserchen“: 90 + 40 / Motiv 3 „Schlummerland“: 145 + 55
Motiv 1: „Prinzessin Schlafittchen“
Motiv 2: „Traumfresserchen“
Motiv 3: „Schlummerland“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Kym Erdmann, Kiel
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
Motiv 1: MiNr. 3096 / Motiv 2: MiNr. 3097 / Motiv 3: MiNr. 3098
 
Brigitte Am: 04.07.2014 07:09:00 Gelesen: 473814# 242 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „50 Jahre Deutsche Jugendfeuerwehr“

Die Jugendfeuerwehr wird 50 – und kommt damit auch schon in ein reiferes Alter. Um Kindern und Jugendlichen die Arbeit bei der Feuerwehr nahezubringen, sind 10- bis 17-Jährige in der Jugendfeuerwehr organisiert. Aber auch nach einem halben Jahrhundert ist der Nachwuchs der Freiwilligen Feuerwehren Deutschlands der Jungbrunnen in Löschzügen und Gerätehäusern, bei Übungen und Zeltlagern. Würden junge Helfer nicht schon früh an die Arbeit rund um die Brandbekämpfung herangeführt, so eine Prognose des Deutschen Feuerwehrverbandes, würde es um die Zukunft der Retter schlecht bestellt sein.

Die Idee, die Jugend so früh wie möglich einzubinden, ist sogar schon um einiges älter als 50 Jahre. Die erste Jugendfeuerwehr wurde bereits 1885 auf der Nordseeinsel Föhr gegründet. Der Anlass war derselbe wie heute, es fehlte an Feuerwehrleuten, wenn die Männer alle auf See waren. In der jungen Bundesrepublik schwappte die Idee von der Insel Föhr auf das Festland. Im friesischen Niebüll gründeten Feuerwehrmänner 1953 die erste Jugendfeuerwehr. Der Funke sprang über. Vielerorts entstanden nun bei Freiwilligen Feuerwehren Jugendabteilungen. Schließlich wurde 1964 in Berlin ein Dachverband ins Leben gerufen: die Deutsche Jugendfeuerwehr. Heute zählt sie 260.000 Mitglieder, davon 240.000 aktive Jugendliche.

Seit den Tagen der ersten Jugendfeuerwehr in Niebüll ist die Jugendarbeit wichtiger Bestandteil der Freiwilligen Feuerwehren. Jugendfeuerwehren sprechen Jugendliche aller sozialen Schichten und Bildungsstufen an.



Ausgabetag: 07.08.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Kinderfeuerwehr
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Michael Kunter, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,2 x 26,2 mm
MiNr. 3099
 
Brigitte Am: 07.07.2014 07:06:00 Gelesen: 473474# 243 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Nie wieder (1914 – Ausbruch Erster Weltkrieg)“

„Wenn ich mich mitarbeiten weiß in einer internationalen Gemeinschaft gegen den Krieg, hab‘ ich ein warmes, durchströmendes und befriedigendes Gefühl. Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind“, notierte die deutsche Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867 bis 1945) in ihrem Tagebuch. „Nie wieder Krieg“ hieß ihre Parole.

100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs hat dies nichts an Aktualität verloren. Das berühmte Antikriegs-Plakat von Käthe Kollwitz ist Motiv einer Briefmarke, die im August 2014 zum Gedenken an den Beginn des Weltkriegs, der doch eigentlich als „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ (George F. Kennan) in das Gedächtnis der Völker und Nationen eingegangen ist, herausgegeben wird.

Der die Wahrnehmung des Kriegs am meisten prägende Schauplatz ist die Westfront. Nach einer anfänglichen Phase des Bewegungskriegs erstarrte sie zum Graben- und Stellungskrieg. Der Kampf um Schützengräben und Stacheldrahtverhaue in Flandern und Frankreich forderte Hunderttausende Tote. Die meisten Soldaten fielen einer gigantisch aufgerüsteten Artillerie zum Opfer. Trommelfeuer, Minen und Handgranaten, Flammenwerfer und der erstmalige Einsatz von Tanks führten zu blutigen Massakern. Die neu entwickelten Maschinengewehre vereitelten Sturmangriffe – Hunderttausende fielen ihnen zum Opfer. Zu den schrecklichsten Erfahrungen der Frontsoldaten zählte der Einsatz von Giftgas – ein zivilisatorischer Tabubruch ohnegleichen.

Rund neun Millionen Menschenleben hat der Erste Weltkrieg allein unter den Soldaten gefordert – darunter rund zwei Millionen Deutsche, 1,8 Millionen Russen, 1,5 Millionen aus Österreich-Ungarn, 1,3 Millionen Franzosen und 750 000 Briten. An jedem Tag starben im Schnitt etwa 6.000 Soldaten – ein gigantischer Blutzoll. Die Zahl der zusätzlichen zivilen Opfer wird auf rund sechs Millionen geschätzt. Massen von Versehrten kehrten von den Schlachtfeldern zurück, mit Verletzungen, wie man sie bisher noch nicht gesehen hatte. Jeder einzelne von ihnen blieb zeitlebens eine augenfällige Mahnung im Sinne von Käthe Kollwitz: „Nie wieder Krieg“.



Ausgabetag: 07.08.2014
Wert (in Euro Cent): 75
Motiv: Plakat
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Astrid Grahl und Lutz Menze, Wuppertal
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3100
 
Brigitte Am: 15.07.2014 07:01:00 Gelesen: 472666# 244 @  
Sonderpostwertzeichen zum Gewinn der Fußball-Weltmeisterschaft 2014

Deutschland ist zum vierten Mal Fußball-Weltmeister. Aus diesem Anlass gibt das Bundesministerium der Finanzen eine Briefmarke mit dem Motiv „Deutschland Fußball Weltmeister 2014“ heraus.

Der Bundesminister der Finanzen, Dr. Wolfgang Schäuble: „Deutschland ist Fußball-Weltmeister 2014 – ein eindrucksvoller Erfolg, der auch mit einem Sonderpostwertzeichen gewürdigt wird. Mit diesem Titelgewinn sowie denen von 1954, 1974 und 1990 bleibt der Deutsche Fußball-Bund dem fünfmaligen Weltmeister Brasilien auf der Spur.

In diesem Jahr habe ich - wie wahrscheinlich viele Mitbürger - ganz früh zu hoffen gewagt, dass unsere Mannschaft den Titel holt. Es ist wunderbar, dass das Team diesen Traum hat wahr werden lassen. Ich hoffe, dass die Marke viele Landsleute im Alltag an die riesige Freude erinnert, die uns die Mannschaft bereitet hat.“

Das Sonderpostwertzeichen wurde vom Grafiker Lutz Menze (Wuppertal) entworfen. Die 60-Cent-Marke für Standardbriefe wird ab dem 17. Juli bundesweit in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG, die die kurzfristige Realisierung des Postwertzeichens tatkräftig unterstützt hat, erhältlich sein.

Die Spieler sowie der Trainer- und Betreuerstab der siegreichen Fußball-Nationalmannschaft werden Ersttagsausgaben der Sonderbriefmarke erhalten.

Deutschland ist Fußball-Weltmeister 2014 – ein eindrucksvoller Erfolg, der auch mit einem Sonderpostwertzeichen gewürdigt wird.

Bei der WM-Endrunde in Brasilien erreichte die deutsche Nationalmannschaft, angeführt von Kapitän Philipp Lahm, zum achten Mal das Finale. Mit dem Triumph im Maracana errang sie dabei zum vierten Mal die Krone des Weltfußballs. Mit diesem sowie den Titelgewinnen 1954, 1974 und 1990 bleibt der Deutsche Fußball-Bund dem fünfmaligen Weltmeister Brasilien auf der Spur.

Dieser vierte deutsche WM-Triumph, der erste eines europäischen Teams bei einer WM in Südamerika, ist vor allem ein großartiger Erfolg für Joachim Löw acht Jahre nach seinem Amtsantritt als Bundestrainer. Das Erreichen des WM-Halbfinales 2010 sowie der zweite und dritte Platz bei den EM-Endrunden 2008 und 2012 standen bis dahin in seiner Erfolgsbilanz. Der WM-Titelgewinn 2014 ist nunmehr der krönende Beweis für die Kompetenz, Konsequenz und Akribie, mit denen Löw und sein Stab die Mannschaft zusammengestellt, vorbereitet und durch das Turnier in Südamerika – einer hochkarätig besetzten Endrunde, in der sich mit Uruguay, Italien, Brasilien, England, Argentinien, Frankreich, Spanien und Deutschland alle bisherigen Weltmeister unter den 32 Teilnehmern befanden – geführt haben.



Ausgabetag: 17.07.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Bildmontage Beine Fußballspieler
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Lutz Menze, Wuppertal
Fotovorlage: © Getty Images, Clive Mason
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruck Leipzig
Größe Postwertzeichen: 55,00 x 32,80 mm
MiNr. 3095
 
Brigitte Am: 31.07.2014 07:01:00 Gelesen: 470955# 245 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Tag der Briefmarke“
Thema: „Lindauer Bote“

Einmal Bella Italia und retour – so lautete der Marschbefehl des sogenannten Lindauer Boten, der vom frühen 14. Jahrhundert bis 1826 als Botendienst zwischen Lindau und Mailand verkehrte. Vom Bodensee in die Lombardei, 325 Kilometer die einfache Strecke, über den Kamm der Alpen in fünfeinhalb Tagen. Eine strapaziöse Reise, die es in sich hatte: Je nach Streckenabschnitt und Topographie wurde sie zu Fuß, zu Pferde, per Schiff oder auf dem Gepäckwagen bewältigt. Das grenzüberschreitende, transalpine Kurierunternehmen beförderte Briefpost, Geld, Dokumente und Waren, ab dem späten 17. Jahrhundert auch Personen.

Die genauen Anfänge des „Lindauer Boten“ liegen im Dunkeln, manche Quellen nennen das Jahr 1322. Während die oberitalienischen Städte in der vollen wirtschaftlichen und kulturellen Blüte der Renaissance standen, erschloss Lindau als Verkehrsknoten und Umschlagplatz die deutschen Regionen Bayern, Schwaben und Franken sowie den Handel entlang des Rheins und der Donau. Der „Lindauer Bote“ war aber nicht unangefochten. Als rein städtische Botenlinie war er der habsburgischen Reichspost, der Thurn- und Taxis Post, schon immer ein Dorn im Auge gewesen. Bis 1826 hielt der Lindauer Bote noch durch, dann setzten ihm – neben den ständigen habsburgischen Interventionen – wirtschaftliche Aspekte so zu, dass der Betrieb im September des Jahres endgültig eingestellt wurde.

Über das Ende des Alten Kaiserreichs hinaus, rd. 500 Jahre lang, hatte der Lindauer Bote seinen Dienst versehen. Da hat er sich doch eine kleine Auferstehung verdient, dachte sich der Lindauer Verkehrsverein im Jahr 1989 und initiierte eine nostalgische Fahrt mit einer fünfspännigen Postkutsche auf der historischen Route Richtung Italien. Nicht in fünfeinhalb Tagen, wie das historische Vorbild, eilt das Pferdegespann über die Alpen. Bequeme zehn Tage lässt man sich Zeit, um Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Schweiz und Italien bis zum Ankunftsort Como zu durchqueren: ein unvergessliches „Entschleunigungserlebnis“.



Ausgabetag: 01.09.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Kutsche
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Peter Steiner und Regina Steiner, Stuttgart
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3101
 
Brigitte Am: 02.08.2014 07:06:00 Gelesen: 470653# 246 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Antoine de Saint-Exupery: Der Kleine Prinz“

Die kaum 100 Seiten starke Erzählung „Der Kleine Prinz“, am 6. April 1943 in New York erschienen, ist eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Die Faszination für das Werk stieg noch, als sein Autor und Illustrator, der französische Flieger Antoine de Saint-Exupéry (1900–1944), ein mysteriöses Schicksal erlitt, das die humanistische Botschaft des Buches wie ein tragisches Vermächtnis aussehen ließ. Von einem während des Zweiten Weltkriegs durchgeführten Aufklärungsflug, zu dem der an Depressionen leidende Nachtflug-Pionier am 31. Juli 1944 über das Meer von Korsika aus in Richtung französisches Festland aufbrach, kehrte er nie zurück.

Die kindlicher Sprache und Sichtweise nachempfundene Geschichte erzählt von der Begegnung eines in der Sahara notgelandeten Piloten mit dem von einem winzigen Planeten stammenden kleinen Prinzen. Auf seiner Reise zur Erde und der Suche nach Freundschaft hat er andere Planeten besucht und ist auf gänzlich ichbezogene Charaktere gestoßen. Sie alle legen zu viel Wert auf Äußerlichkeiten. Erst auf der Erde trifft er den Fuchs, der ihn das Geheimnis der Freundschaft und der Liebe lehrt und ihm sagt: „Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“ In diese genauso gleichnishafte wie poetische Erzählung kleidet Saint-Exupéry die Summe seines moralischen Denkens.

Im Jahr 2008 verdichten sich anhand aufgefundener Wrackteile die Hinweise, dass ein deutscher Kampfpilot den Literaten vor Marseille abgeschossen hat. Damit wäre eines der größten Rätsel der Literaturgeschichte gelöst. Was bleibt, ist Saint-Exupérys wundersame Erzählung, die über 80 Millionen Mal verkauft wurde und deren überwältigender Erfolg nicht leicht zu erklären ist.

Schließlich erscheint sie vielen als Kinderbuch zu komplex und als Buch für Erwachsene zu kindlich. Vielleicht erklärt sich ihre magische Anziehungskraft aber auch umgekehrt: „Der Kleine Prinz“ hilft Kindern, die Welt der Erwachsenen zu verstehen und lehrt die Erwachsenen, die Welt noch einmal mit Kinderaugen zu sehen.



Ausgabetag: 01.09.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv Sonderpostwertzeichen: „Der kleine Prinz auf Asteroid B.612“; Copyright: Le Petit Prince - Der kleine Prinz © A. de Saint-Exupery Estate 2014
Stempel: Berlin: Der kleine Prinz und der Sonnenuntergang / Bonn: Der kleine Prinz kümmert sich um seine Rose, © A. de Saint-Exupery Estate 2014
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Peter Steiner und Regina Steiner, Stuttgart
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security - Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
MiNr. 3102 / selbstklebend: MiNr. 3104
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3102
 
Brigitte Am: 05.08.2014 07:03:00 Gelesen: 470219# 247 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „August Macke-Gemälde Sonniger Weg“

Das Gemälde „Sonniger Weg“ von August Macke aus dem Jahr 1913 entstand nur Monate vor seinem Tod. Anfang August 1914 wurde er kurz nach Beginn des Ersten Weltkriegs als Soldat an die Westfront geschickt. Am 26. September 1914 fiel August Macke, nur 27 Jahre alt. Dem Maler war nur eine dramatisch kurze Schaffensperiode vergönnt. Umso heller und intensiver strahlt sein Gemälde „Sonniger Weg“. Die Leichtigkeit des Augenblicks machte Mackes Spaziergänger im städtischen Grün berühmt. Zu sehen sind eine Frau und ein Mann an einem Brückengeländer, eine Mutter mit Kind schlendert heran. Das Licht fällt wie durch Fenster auf die Szene.

Macke, am 3. Januar 1887 in Meschede im Sauerland geboren, wandte sich zunächst dem Impressionismus zu und ließ sich von Strömungen wie Kubismus und Futurismus mitreißen. Die Ausdruckskraft seiner Farben und die Leuchtkraft des Lichts in seinen Werken sorgten für Furore. Das kleinformatige Ölgemälde gehört zu einer Gruppe von Bildern, die am Thuner See in der Schweiz 1913/14 entstand. Die Freundschaft Mackes mit Franz Marc ging in die Kunstgeschichte ein. Die Maler hatten sich 1910 kennengelernt und tauschten sich künstlerisch aus – beide waren Mitglieder der Gruppe „Der Blaue Reiter“. Mit progressiven Ideen trieben sie die Entwicklung der modernen Kunst voran und ließen den deutschen Expressionismus reifen.

Das Paar auf dem „Sonnigen Weg“ ist seit 1976 im Westfälischen Landesmuseum in Münster zuhause. Das Gemälde zählt zu den wichtigsten Stücken im LWL-Museum für Kunst und Kultur. Die Malerei der Moderne bildet einen Schwerpunkt der dortigen Sammlung. Mehr als 300 Werke Mackes aus Bestand und Leihgaben gehören dazu, darunter neben Gemälden, Aquarellen und Grafiken auch drei Arbeiten auf Textil, zwei Skulpturen und 80 Skizzenhefte. Das Haus wird seit mehreren Jahren umgestaltet und ist seit Mitte 2012 geschlossen, da es einen Neubau erhält. Rechtzeitig zum 100. Todestag August Mackes ist die Wiedereröffnung geplant.



Ausgabetag: 01.09.2014
Wert (in Euro Cent): 100
Motiv Sonderpostwertzeichen: Ausschnitt aus Gemälde „Sonniger Weg“, © Foto: LWL-Museum für Kunst und Kultur I Sabine Ahlbrand-Dornseif
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Irmgard Hesse, München
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3103
 
Brigitte Am: 27.08.2014 08:09:19 Gelesen: 467671# 248 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Weltkulturerbe der UNESCO“
Thema: „Fagus-Werk“

Ein Klassiker der modernen Architekturgeschichte ist es, manche Fachleute meinen sogar, das Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld markiere deren Beginn. Klare kubische Formen, Glas und Stahl als prägender Baustoff, großzügige Fensterflächen: Ein Eindruck von maximaler, lichtdurchfluteter Transparenz. So einen schwerelos anmutenden Industriebau, wie ihn der Architekt Walter Gropius (1883–1969) und sein Mitarbeiter Adolf Meyer zwischen 1911 und 1914 gestaltete, hatte die Welt bis dato noch nicht gesehen. Seit 1946 ist die Schuhleistenfabrik als Baudenkmal eingestuft, seit 2011 zählt das Fagus-Werk zum UNESCO Weltkulturerbe.

Zwei Männer standen Pate beim Frühstart der modernen Industriearchitektur: der junge Gropius, späterer Stararchitekt des Bauhaus, und der innovative Schuhleisten-Fabrikant Carl Benscheidt. Der Newcomer wollte ein „humanes“ Gebäude schaffen und den dunklen Industriehallen seiner Zeit etwas entgegensetzen. Benscheidt ließ sich vom Gestaltungsentwurf des 28-jährigen Gropius begeistern: Das dreistöckige Hauptgebäude ist bis auf Sockel und Deckel fast voll verglast, wobei die mit Metall verschalten Fensterflächen stützenfrei um die Ecken reichen. Das markiert den Beginn der modernen Skelettbauweise.

Im ehemaligen Lagerhaus des zehn Komponenten umfassenden Komplexes ist seit 2006 ein Museum untergebracht. Auf 3.000 Quadratmetern thematisiert die Fagus-Gropius-Ausstellung die Firmengeschichte, den Aspekt des Welterbes, die Bauhaus-Geschichte, Schuhmode und Holzwerkstoffe. Innerhalb der letzten 100 Jahre fanden im Fagus-Werk verschiedene Umnutzungen und Renovierungen statt. Heute werden hier u.a. moderne Messtechnik-Systeme für die Holzindustrie produziert, aber auch immer noch Schuhleisten. Damit ist die Fabrik heute die einzige UNESCO-Welterbestätte, die noch in vollem gewerblichen Betrieb ist.



Ausgabetag: 02.10.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Fabrikgebäude Fagus-Werk
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Christof Gassner, Darmstadt
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3105
 
Brigitte Am: 29.08.2014 07:01:00 Gelesen: 467294# 249 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „300 Jahre externe Finanzkontrolle“

Was sich hinter dem etwas sperrigen Begriff „externe Finanzkontrolle“ verbirgt, beschreibt ganz einfach die Tätigkeit des Bundesrechnungshofes. Die Bonner Behörde beschäftigt sich mit Fehlentwicklungen und unwirtschaftlichem Verhalten in der Bundesverwaltung. Sie prüft die Haushalts- und Wirtschaftsführung mit der Maßgabe, dass mit öffentlichen Finanzmitteln sparsam umgegangen werden soll. Als „unverzichtbare Institution in der parlamentarischen Demokratie“ bezeichnet der Verwaltungsexperte Dieter Engels die Behörde, deren Präsident er von 2002 bis April 2014 war. Zur Zeit ihrer Gründung vor 300 Jahren sei die damalige Preußische General-Rechen-Kammer hingegen ein „Instrument des absolutistischen Herrschers zur Kontrolle der Territorialverwaltung“ gewesen.

Der preußische König Friedrich Wilhelm I. hatte die Preußische General-Rechen-Kammer, den ersten Rechnungshof, 1714 in Berlin einrichten lassen. Im 19. Jahrhundert wechselte der Sitz der Preußischen Oberrechnungskammer, wie die Behörde nun hieß, nach Potsdam. Bis 1945 blieb die preußische Kontrolleinrichtung bestehen, auch unter den Nationalsozialisten. Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Behörde zunächst in Hamburg und dann in Frankfurt am Main angesiedelt. Dort wurde 1950 der Bundesrechnungshof gegründet, der seit dem Jahr 2000 seinen Sitz in Bonn hat. Dort und in den angeschlossenen Ämtern arbeiten heute rund 1.300 Beschäftigte. Neuer Präsident des Bundesrechnungshofes ist seit Juli 2014 Kay Scheller.

Tätig werden die Prüfer des Bundesrechnungshofes immer dann, wenn sie auf Missstände aufmerksam werden. Das kann durch eigene Recherchen angestoßen werden, durch Pressepublikationen oder durch Hinweise von Privatpersonen. Laut eigener Aussage erhält der Bundesrechnungshof pro Tag vier bis fünf Anrufe oder Mails mit Meldungen von Bürgern.



Ausgabetag: 02.10.2014
Wert (in Euro Cent): 145
Motiv: Zahlenspiel
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Matthias Beyrow, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 39 x 33 mm
MiNr. 3106
 
Brigitte Am: 01.09.2014 07:06:00 Gelesen: 466977# 250 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100 Jahre Schachtschleuse Minden“

Um am Wasserstraßenkreuz Minden zwischen Mittellandkanal und Weser zu wechseln, müsste ein Schiff ganz schön große Sprünge machen. Der Fluss liegt nämlich 13 Meter tiefer als der Kanal. Auf sanftem Wege besorgt das die Mindener Schachtschleuse. Das Bauwerk hebt und senkt zuverlässig Schiffe – inzwischen seit 100 Jahren. Meist sind es Güterschiffe, die in den Verbindungskanal zur Mindener Schachtschleuse abbiegen. Aber auch Fahrgastschiffe und Sportboote steigen in dem historischen Bau tausendfach auf und ab.

Von 1911 bis 1914 dauerte es, bis die Anlage errichtet war. Ihr Herz ist die Kammer zum Heben und Senken von Schiffen. Sie war ursprünglich 82 Meter lang und zehn Meter breit. Daneben sind Becken angelegt, die Wasser aufnehmen oder abgeben. Auf vier Ebenen sind 16 Bassins, sogenannte Sparbecken, installiert. Mehr als 11.000 Kubikmeter Wasser werden hier bewegt. Geht es für ein Schiff abwärts, leert sich die Schleusenkammer. Fast zwei Drittel des Wassers fließen in die Sparbecken, der Rest in die Weser. Umgekehrt wird die Kammer mit derselben Menge Wasser aus den Sparbecken und aus dem Mittellandkanal gefüllt, bis ein Schiff oben angekommen ist.

Seit 1987 steht die Mindener Schachtschleuse unter Denkmalschutz. Um größere Güterschiffe aufnehmen zu können, wurde die Schleusenkammer auf 85 Meter verlängert. Inzwischen sprengen die Ausmaße moderner Großmotorschiffe erneut die Leistungsfähigkeit der Schachtschleuse. Neben ihr entsteht deshalb seit 2010 eine neue Anlage. Diese Weserschleuse wird mit einer Kammer von 139 Meter Länge und 12,5 Meter Breite ausgestattet, entsprechend mehr Wasser fließt dort durch drei Sparbecken: 25.400 Kubikmeter – mehr als doppelt so viel wie in der Schachtschleuse. Das 100-jährige Bestehen der Schachtschleuse wird am 14. September am Informationszentrum gefeiert.



Ausgabetag: 02.10.2014
Wert (in Euro Cent): 45
Motiv: Illustration Schachtschleuse Minden
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Ursula Lautenschläger, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3107
 
Brigitte Am: 24.09.2014 08:42:09 Gelesen: 463984# 251 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Weihnachten“
Thema: „Stern von Bethlehem“

Der Stern von Bethlehem weist der Weihnachtspost 2014 den Weg. Per Briefmarke kann der Funke überspringen: Denn als wundersames Zeichen der Hoffnung verstehen viele Gläubige das Licht der rätselhaften Himmelserscheinung, die nach biblischer Überlieferung die Weisen aus dem Morgenland zum Geburtsort Jesu geführt haben soll.

Festlich wird die Erinnerung daran in unseren Gebräuchen bewahrt. Sterne und Kerzen untermalen deshalb die Weihnachtszeit, schmücken Kränze und Weihnachtsbäume. Die „Heiligen Drei Könige“ und der Stern von Bethlehem sind Teil des Brauchtums geworden. Dessen ungeachtet versuchen Astronomen seit Jahrhunderten, sich einen Reim auf „den Stern der Weisen“ zu machen.

Erklärungsversuche für die Himmelserscheinung gibt es einige. Ein Nova-Ausbruch gilt für manche als denkbares Szenario. Dabei handelt es sich um eine Art Sternenexplosion, die am Nachthimmel sichtbar werden kann. Der Astronom Johannes Kepler erkannte Anfang des 17. Jahrhunderts im Stern von Bethlehem ein Himmelsphänomen, das nur alle 805 Jahre auftritt: die Annäherung der Planeten Saturn und Jupiter im Sternzeichen der Fische. Kepler beobachtete die Erscheinung 1603/04 und errechnete, dass sie auch im Jahr 7 v. Chr. zu sehen gewesen sein muss – und dieses Jahr als Zeitpunkt für Jesu Geburt infrage kommt. Auch für eine extrem nahe Begegnung des Jupiters mit der Venus im Jahr 2 v. Chr. gibt es Berechnungen.

Außerdem wird eine Kometenerscheinung für möglich gehalten. In manchen Jahren kommen Kometen so nah an die Erde heran, dass sie gut zu sehen sind – und dann sogar Schlagzeilen machen. So sorgte etwa 2011 ein Himmelslicht an Heiligabend in einigen deutschen Regionen für Aufregung. Vom „hellen Lichtschweif mit rätselhaft glühenden Streifen“ war die Rede, von vielen Anrufen bei der Polizei und von einem Kometen als wahrscheinliche Erklärung.



Ausgabetag: 03.11.2014
Wert (in Euro Cent): 60 + 30
Motiv: Linolschnitt Stern mit Schweif
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3108 / selbstklebend: MiNr. 3112
 
Brigitte Am: 27.09.2014 07:08:00 Gelesen: 463685# 252 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „300 Jahre Fahrenheit-Skala“

Wenn Europäer bei 32 Grad ins Schwitzen kommen, kratzen Amerikaner fleißig Eis von den Autoscheiben. Da ist dann die klärende Frage angebracht: Fahrenheit oder Celcius? Zwei Wissenschaftler als Namenspaten, zwei Maßeinheiten für Temperatur.

Der aus Danzig stammende Physiker Daniel Gabriel Fahrenheit (1686–1736) hat 1714 das Thermometer entscheidend verbessert und es mit einer in Grade unterteilten Skala kombiniert. Auf seiner Skala legte er einen geeichten Höchst- und einen Tiefpunkt fest. Erstmals konnten absolute Temperaturen und nicht nur Temperaturdifferenzen angegeben werden. Wenige Jahrzehnte später, im Jahr 1742, stellte der schwedische Astronom Anders Celcius (1701–1744) aber die heute bei uns gebräuchliche Grad-Celcius-Temperaturskala vor.

Als Glasbläser stellte Fahrenheit Weingeist- und Quecksilberthermometer selbst her, die übereinstimmende Messwerte zeigten.

Damit war die Basis für die serienmäßige Produktion von Thermometern gelegt. Zum Nullpunkt seiner Skala bestimmte er die tiefste Temperatur des strengen Winters 1708/09 in Danzig. Der Danziger Winterrekord lag bei minus 17,8 ° Celcius und war durch eine Mischung aus Eis, Wasser und Salmiak jederzeit herstellbar. Am anderen Ende der Fahrenheit-Skala lag der Siedepunkt des Wassers bei 212 ° Fahrenheit.

Das Ende des Fahrenheit-Standards in Europa kam im 19. Jahrhundert. Nach dem Vorbild von Meter und Kilogramm wurden auf dem größten Teil des Kontinents die Maßsysteme vereinheitlicht und in Zehner- oder Hundertereinheiten unterteilt. So geriet die Fahrenheit-Skala ins Hintertreffen. Dafür nahm man selbst in Kauf, dass mit der Celcius-Maßeinheit – unterhalb von 32 ° Fahrenheit – regelmäßig Minustemperaturen zu vermelden waren. Die Fahrenheit-Skala ist dennoch eine Pioniertat und bis heute in den USA in Gebrauch.



Ausgabetag: 03.11.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Fahrenheitskala vor farblicher Visualisierung des Temperaturbereichs
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Poschauko und Martin Poschauko, Bad Feilbach
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security - Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3109
 
Brigitte Am: 04.10.2014 07:17:00 Gelesen: 462720# 253 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „200. Geburtstag Julius Robert von Mayer“

Als Mediziner mit nur geringem physikalischem Fachwissen stellte Julius Robert von Mayer (1814-1878) im Jahr 1842 als erster den Grundsatz der Energieerhaltung auf.

Bis heute gilt in der Physik und Physikalischen Chemie, dass in geschlossenen Systemen Energie weder entstehen noch verschwinden kann, sie allenfalls ihren Zustand wechselt. Die Entwicklung von Motoren, Kraftwerken und Kühlsystemen rückten durch die Forschungen Mayers ebenso in greifbare Nähe wie die Erzeugung technischer Gase. Allerdings litt der psychisch labile Eigenbrötler zeitlebens an der mangelnden Anerkennung durch die Fachwelt.

Aufgrund mangelnder Erfahrung mit der Fachsprache und kleinen Ungenauigkeiten in der Beweisführung wurden seine Erkenntnisse zunächst nicht anerkannt, ja sogar verhöhnt. Hinzu kamen private Schicksalsschläge, so dass Mayer eine akute Nervenkrise erlitt. Er sprang aus dem Fenster seines Hauses neun Meter in die Tiefe und erlitt schwere Verletzungen. Nach Aufenthalten in Nervenheilanstalten zog er sich für Jahre aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Später wurde er rehabilitiert und von König Karl von Württemberg 1867 in den persönlichen Adelsstand erhoben.

Mayers Gemütsschwankungen und Sanatoriumsaufenthalte setzten sich aber weiter fort. Im Dezember 1877 erkrankte er an Lungenentzündung und verstarb am 20. März 1878 in seiner Geburtsstadt Heilbronn. Während in Deutschland das Energieerhaltungsgesetz noch bis in das 20. Jahrhundert mit Helmholtz und Joule in Verbindung gebracht wurde, erlangte Mayer größere posthume Anerkennung nur in England, das sich zu jener Zeit in ständigem wissenschaftlichem Wettstreit mit Deutschland befand. Der Professor für Physik an der Royal Institution in London, John Tyndall erklärte 1891 sogar: „Kein größeres Genie als Robert Mayer ist je in unserem Jahrhundert erschienen.“



Ausgabetag: 03.11.2014
Wert (in Euro Cent): 90
Motiv: Skala zur Äquivalenz von Wärme und Energie sowie den Lebensdaten
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Sascha Loebe, Stuttgart
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security - Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3110
 
Brigitte Am: 07.10.2014 07:07:00 Gelesen: 462257# 254 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Schneemann“

Ein aus Schneekugeln gefertigter Leib, der Hut, zwei Knopfaugen aus Kohle und die Möhre als Nase - fertig. Der Schneemann ist ein Sympathieträger, aber auch eine Figur voller Widersprüche. Schnell schmilzt er bei Tauwetter dahin und ist doch als Figur unsterblich. Rührselig wird, wer sich durch ihn an die eigenen Kinderfreuden erinnert. Als Sinnbild winterlicher Freuden sind wir ihm rückhaltlos zugeneigt, als Symbol für Vergänglichkeit und neuerdings den Klimawandel sorgt er aber auch für gemischte Gefühle. Heute noch ein Kindertraum und morgen schon Wasser.

Seine Geschichte ist Schnee mindestens von vorgestern. Seit wann Menschen die weißen Flocken zu Figuren formen, weiß niemand so ganz genau. Aus dem Jahr 1770 datiert ein Leipziger Kinderbuch, in dem der Schneemann erstmals abgebildet wurde.

Aus dem späten 18. Jahrhundert sind Darstellungen bekannt, die ihn zunächst als grimmigen Gesellen zeigen, als Zeichen des Winters, der Kälte, Hunger und Tod bringen konnte. Doch das Negativ-Image des Schneemanns wandelt sich bald ins Gegenteil, wie Kinderbuchillustrationen aus der Biedermeierzeit bekunden: Die Sehnsucht nach Idylle formt den Schneemann im 19. und vor allem im 20. Jahrhundert zu einer fröhlichen, winterlichen Dekorationsfigur.

Ein Exemplar aus Marzipan brachte das Herz von Cornelius Grätz zum Schmelzen. Mit der kleinen Süßigkeit startete der Reutlinger 1983 eine Schneemann-Sammlung, die auf mehrere tausend Exemplare angewachsen und im Guinness-Buch der Rekorde verzeichnet ist. Grätz rief den 18. Januar zum „Welttag des Schneemanns“ aus – und erhält seitdem an diesem Tag Fotos von Schneemann-Aktionen rund um den Globus. Das Datum 18. Januar ist mit Bedacht gewählt. Es geht zurück auf die Form des Schneemanns: Die 8 steht für seine Silhouette, die 1 davor für seinen Stock oder Reisigbesen.



Ausgabetag: 03.11.2014
Wert (in Euro Cent): 60
Motiv: Schneemann in einer Schneekugel
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bianca Becker & Peter Kohl, Hamburg
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 39 x 33 mm
Sonderperforation „Schneekugel“: 32,10 x 22,40 mm
MiNr. 3111 / selbstklebend: MiNr. 3113
 
Brigitte Am: 17.11.2014 06:54:49 Gelesen: 457055# 255 @  
Postwertzeichen
Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Pfingstrose“

Nach Plinius dem Älteren, der um 77 n. Chr. die erste überlieferte naturwissenschaftliche Enzyklopädie verfasste, ist die Pfingstrose (Paeonia) die älteste Gartenblume. Da sie von Benediktinern zum Schmuck ihrer Klostergärten in die Gebiete nördlich der Alpen gebracht wurde, ist sie in Deutschland als „Benediktinerrose“ bekannt geworden. Sie fand rasch den Weg in die Bauerngärten, in denen sie – neben Lupinen und Rittersporn – bis heute als nahezu unverzichtbar gilt. Mit einem Durchmesser von bis zu 15 Zentimetern gehört ihre Blüte zu den größten der heimischen Flora.

Pfingstrosen sind sehr ausdauernde Pflanzen, deren Wildformen vor allem in sonnigen Bergregionen und in lichten Wäldern gedeihen. Sie sind in Eurasien heimisch, abgesehen von Paeonia californica (Kalifornische Pfingstrose) und Paeonia brownii, deren Verbreitungsgebiet sich auf die Westküste der USA beschränkt. Die meisten Pfingstrosenarten bevorzugen subtropische und gemäßigte Zonen. Die meist einzeln stehenden Blüten bestehen gewöhnlich aus fünf Kelchblättern und fünf bis zehn ovalen Kronblättern. Eine große Anzahl von Staubblättern und zwei bis fünf Fruchtblätter, die sich zur Reifezeit öffnen, sind die wichtigsten Kriterien für die Zuordnung der Gattung Paeonia zu den Hahnenfußgewächsen.

Schon in der Antike wurden die Pfingstrosen zu den magischen und heilmächtigen Pflanzen gezählt. Die Wurzel der Pfingstrose galt als Arznei bei Frauenleiden, später auch als Mittel gegen Gicht, Epilepsie und Hexenschuss. Die Samenkörner der Päonie wurden gegen Alpdrücken empfohlen. Autoren der frühen Neuzeit, in der Aber- und Hexenglaube einen Höhepunkt erreichte, erwähnen ihre Verwendung als Amulett gegen Gespenster. Heute stuft man die Pflanze als schwach giftig ein, vor allem wegen des Alkaloids Peregrin, das die Blutgerinnung fördert.



Ausgabetag: 04.12.2014
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Pfingstrose
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3114 / selbstklebend: MiNr. 3121
 
Brigitte Am: 19.11.2014 07:01:00 Gelesen: 456723# 256 @  
Postwertzeichen
Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Federnelke“

Die Federnelke (Dianthus plumarius) ist eine filigran blühende Pflanze aus der rund 300 Arten umfassenden Gattung Nelke (Dianthus). Wie die meisten ihrer nächsten Pflanzenverwandten besiedelt sie bevorzugt trockene Felsenstandorte. Die natürlichen Vorkommen der Federnelke erstrecken sich von den bayerischen und österreichischen Alpen bis nach Ungarn. Federnelken sind relativ kleine, polsterbildende Pflanzen, die eine Wuchshöhe von meist 20 bis 30 Zentimetern erreichen. Ihre auffälligen Stängel sind annähernd vierkantig und von blaugrüner Farbe.

Die blühfreudigen Federnelken sind im Hinblick auf Standort und Boden relativ tolerant, bevorzugen aber einen sonnigen und luftigen Ort. Bevorzugt werden sie in Steingärten, auf Trockenmauern oder an anderen relativ trockenen Standorten angepflanzt.

Die Erde muss durchlässig sein, denn Staunässe verträgt die Federnelke gar nicht. Außerdem sollte der Standort zumindest halbschattig sein, damit die Pflanze mehrere Stunden täglich von der Sonne beschienen wird. Federnelken blühen je nach Sorte im Frühling, im Sommer oder mehrmals während der gesamten Wachstumsperiode. Da ihre Wildform aus dem Alpenraum stammt, ist sie winterhart.

Nelken entwickelten sich im Mittelalter zu einem Symbol der Liebe, weshalb sie zahllose mittelalterliche und frühneuzeitliche Brautbilder ziert. Im 17. Jahrhundert gerieten die Nelken etwas in Vergessenheit, erst Ende des 18. Jahrhunderts wurden sie von den französischen Royalisten wiederentdeckt, die auf dem Weg zum Schafott zum Zeichen der Königstreue stolz rote Nelken trugen. Einen neuerlichen Bedeutungswandel erfuhren die Blumen nochmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die entstehende Arbeiterbewegung die rote Nelke zu ihrem – noch heute von Sozialdemokraten gerne genutzten – Symbol erkor.



Ausgabetag: 04.12.2014
Wert (in Euro Cent): 85
Motiv: Federnelke
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3116
 
Brigitte Am: 21.11.2014 07:03:00 Gelesen: 456392# 257 @  
Postwertzeichen
Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Kugelprimel“

Die Kugelprimel (Primula denticulata) ist eine mehrjährige Pflanze aus der Gattung der Primeln (Primula). Schon zeitig im Frühjahr bildet sie auf ihren kräftigen Stielen die charakteristischen kugeligen Köpfe aus, die rundum mit oft hell-violetten, manchmal aber auch blauen, rötlichen oder weißen Blüten besetzt sind. Schmuckvoll sind auch die leicht behaarten, hellgrünen Blätter, die in dichten Rosetten wachsen und nach langen Wintern in der Natur oft die ersten Farbtupfer bilden. Diese Frühblüher-Qualität war namensgebend: „Primel“ ist eine eingedeutschte Kurzform der botanischen Bezeichnung „Primula veris“, „Erste [Blume] des Frühlings“, die sich im 18. Jahrhundert im deutschen Sprachraum etablierte.

Wildwachsende Arten der Gattung Primeln sind vor allem auf der Nordhalbkugel heimisch. Weil sie ungewöhnlich niedrige Temperaturen vertragen, sind sie Teil der Florengemeinschaft in Hochgebirgen und arktischen Regionen. Man findet Primeln in Höhenregionen Europas, Vorderasiens und Zentralasiens, aber auch im Himalaja sowie in Sibirien und Alaska. Nur wenige Formen sind in subtropische oder tropische Klimate vorgedrungen. Die Ursprünge der Kugelprimel liegen in Asien. Bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangte sie als exotische Kulturpflanze nach Europa. Ihrer vielfältigen heutigen Formen und Farben sind Ergebnis zahlloser Züchtungen.

Die Blütezeit der Kugelprimel beginnt im März und endet im Mai. Aufgrund ihrer Kälteresistenz lassen sie sich wie alle Schlüsselblumen gut in Balkonkästen kultivieren. Weil Kugelprimeln ein starkes Kontaktallergen namens Primin enthalten, ist bei der Handhabung und Kultivierung der Pflanze Vorsicht geboten, vor allem um Berührungen mit kleinen Kindern oder Haustieren zu vermeiden. Für Haushalte, in denen Kinder leben, sind diese Pflanzen nur bedingt zu empfehlen.



Ausgabetag: 04.12.2014
Wert (in Euro Cent): 80
Motiv: Kugelprimel
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3115
 
Brigitte Am: 24.11.2014 07:07:00 Gelesen: 456014# 258 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Schätze aus deutschen Museen“
Thema: „Rogier van der Weyden: Heimsuchung“

Es ist eine Begegnung der besonderen Art: Inmitten einer flandrischen Landschaft sind zwei schwangere Frauen dargestellt, die beide prüfend und liebkosend ihre Hand auf den Bauch der jeweils anderen legen. Maria trägt das Jesuskind in sich, während Elisabeth Johannes den Täufer, den Vorläufer Christi, gebären wird. Die „Heimsuchung“, eine in der christlichen Kunst häufig dargestellte Szene aus dem Neuen Testament, ist ein zentrales Werk aus der Frühphase des Malers Rogier van der Weyden (1398/1400–1464). Der Niederländer ist bekannt für seine genauso detailgetreuen wie spirituell aufgeladenen Bilder.

Rogier van der Weyden wurde als Sohn eines Messerschmieds als Rogier de la Pasture in Tournai geboren. Bei dem Maler Robert Campin geht er in die Lehre und wird 1432 in die Malerzunft seiner Heimatstadt aufgenommen. Daraufhin begibt sich der junge Künstler nach Brüssel und überträgt seinen Namen „de la Pasture“ ins flämische „van der Weyden“. 1436 wird er zum Stadtmaler von Brüssel ernannt. In diese Zeit fällt auch die Herstellung des nur 57,5 auf 36,2 cm großen Gemäldes „Heimsuchung“, möglicherweise als Teil eines Altarbildes.

Die „Heimsuchung“ ist ein herausragendes Exponat der Sammlung Speck von Sternburg. Diese hat der Leipziger Großkaufmann und Tuchhändler Maximilian Speck zu Beginn des 19. Jahrhunderts begründet. Darin finden sich Meisterwerke von Conegliano, Lucas Cranach dem Älteren, Rubens und Caspar David Friedrich sowie zahlreiche Werke holländischer Meister. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Sammlung zwar entschädigungslos enteignet, in der Nachwendezeit jedoch restituiert. Die Familie Speck von Sternburg entschloss sich, die auf rd. 50 Millionen Euro taxierte Sammlung in eine Stiftung einzubringen und als Dauerleihgabe dem Leipziger Museum der bildenden Künste zu überlassen.



Ausgabetag: 04.12.2014
Wert (in Euro Cent): 145
Motiv: Gemälde „Rogier van der Weyden: Heimsuchung“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
© Foto: bpk/Museum der bildenden Künste, Leipzig/Ursula Gerstenberg
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security- Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3119
 
Brigitte Am: 26.11.2014 07:12:00 Gelesen: 455734# 259 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Wiederansiedelung von Fischarten Meerforelle“

Die Meerforelle (Salmo trutta trutta) ist ein Wanderer zwischen den Welten. Im Laufe ihres Lebens wechselt sie mehrfach zwischen Fluss und Meer, d.h. zwischen Süß- und Salzwasser. Ihre Heimat sind Flüsse, die in den Atlantik, in den Ärmelkanal, in die Nordsee, in das Weiße Meer, in die Barentsee oder Ostsee münden. Die Meerforelle gehört zur Gruppe der Salmoniden, der forellenartigen Fische. Die Meerforelle ist insgesamt keine gefährdete Art. Durch die Verbauung der Flüsse mit Staustufen und Wasserkraftwerken hat der beliebte Angel- und Speisefisch allerdings häufig keine Chance mehr, zu seinen Laichplätzen zu gelangen.

Wissenschaftlich gesehen ist die Meerforelle eine Unterart der Bachforelle (Salmo trutta fario). Die ersten beiden Jahre verbringen Meerforellen im heimatlichen Fluss. Dann findet die Umwandlung zum „Smolt“ statt, einem 20-30 cm großen Jungfisch, der sich alsbald erstmals ins Meer wagt. Beim nächsten Mondwechsel folgt er stromabwärts dem Ruf des Ozeans. Die meisten Meerforellen bleiben zwei bis drei Jahre lang im Meer, bevor sie zum ersten Mal laichen. Im Winter steigen die Meerforellen dann wieder in ihre Heimatflüsse auf. Die Eier werden in Laichgruben abgelegt, die mit der Schwanzflosse in den Kiesgrund geschlagen werden.

Meerforellen sind Indikatoren für intakte Gewässerstrukturen. Unabdingbar für die Wiederansiedlung der Meerforelle, wie sie etwa in Brandenburg an Nebenflüssen der Elbe oder in Niedersachsen an der Wümme vorangetrieben wird, ist zudem die Durchgängigkeit der Fließgewässer, damit die Laichplätze zugänglich sind. Dort werden in einzelnen Flüssen und Bächen Gewässersohlen mit Kies, Steinen und Totholz zum Ablaichen eingebracht. Hinzu kommen ein Initialbesatz mit Meerforellen und ein Monitoring zur Bestandsstützung, um den Lebenszyklus in Gang zu bringen und zu erhalten.



Ausgabetag: 04.12.2014
Wert (in Euro Cent): 45
Motiv: Meerforelle
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jens Müller, Düsseldorf
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3120
 
Brigitte Am: 28.11.2014 07:08:00 Gelesen: 455463# 260 @  
Postwertzeichen
Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Purpurglöckchen“

Zu den „Einwanderern“ in unsere Gärten zählen die Purpurglöckchen oder Heuchera, eine knapp 40 Arten umfassende Gattung attraktiver Staudenpflanzen mit glockenförmigen Blüten. Aus ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet in den westlichen Teilen Nordamerikas und Mexikos gelangten die Heuchera erst in der Neuzeit in die Alte Welt. Sie gehören damit zu den Neophyten, also jener Gruppe von Pflanzen, die wie die Tomate oder Kartoffel erst durch den „kolumbischen Austausch“ in andere Erdteile verfrachtet wurden. Purpurglöckchen sind immergrün, ihre Blätter schillern je nach Art und Sorte in den unterschiedlichsten Grün- und Rottönen, auch silbrig-graue Varianten sind im Handel.

Heuchera gehören zur Familie der Steinbrechgewächse, die fast ausschließlich auf der Nordhalbkugel heimisch ist – nur im südamerikanischen Andenraum gibt es einige Arten südlich des Äquators. In Europa kommen gut drei Dutzend Vertreter dieser Familie vor. In der Mehrzahl handelt es sich um polsterbildende Pflanzen, die sich an das Leben im Gebirge angepasst haben.

Dank der Zucht unterschiedlicher Sorten gibt es heute Purpurglöckchen für die verschiedensten Standorte. Fast alle bevorzugen halbschattige Plätze. An vollsonnigen oder zu dunklen Standorten kann es passieren, dass die Pflanze kaum Blüten hervortreibt und das Wachstum stagniert.

Wie die meisten Steinbrechgewächse sind auch Purpurglöckchen in der Regel winterhart. Lediglich in Landstrichen mit langen und kalten Wintern sollte man sie im Freiland ein wenig vor der Kälte schützen, idealerweise durch eine dicke Schicht aus Kompost. Man tut den Pflanzen allerdings keinen Gefallen, wenn man sie an einen frostsicheren Ort bringt, weil sie die Kälteperiode benötigen, um im Frühjahr neu auszutreiben. Bleibt sie aus, reagieren die Purpurglöckchen oft mit Krankheiten und Wachstumsschäden.



Ausgabetag: 04.12.2014
Wert (in Euro Cent): 395
Motiv: Purpurglöckchen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,10 mm
MiNr. 3117
 
Brigitte Am: 01.12.2014 07:01:00 Gelesen: 455096# 261 @  
Postwertzeichen
Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Türkenbund“

Die bis zu 120 Zentimeter hohe Türkenbundlilie (Lilium martagon) aus der Gattung der Lilien (Lilium) ist eine der wenigen auch in Mitteleuropa heimischen Lilienarten. Ihren Namen verdankt die elegante Sommerblume den charakteristischen Blütenblättern, die Assoziationen an einen türkischen Turban wecken. Das Verbreitungsgebiet der Türkenbundlilie reicht von Europa über weite Teile des mittleren und nördlichen Asien bis in die Mongolei. Die Blütezeit reicht von Juni bis August.

Türkenbundlilien gedeihen vor allem in lichten Laub- und Mischwäldern. Sie bevorzugen lockere, nährstoff- und kalkreiche Böden mit guter Wasserführung. Unter optimalen Standortbedingungen kann die ausdauernde Blütenpflanze ein Alter von bis zu 50 Jahren erreichen. Ihre purpurfarbenen Blüten sind oft punktiert. Die Fleckung ist erblich, nicht aber das Muster, welches sie bilden – daher gleicht kein Blütenblatt dem anderen. Die Farbpunkte entstehen nach einem ähnlichen Prinzip wie Eisblumen an Fenstern, nämlich durch Bildung schwerlöslicher Farbstoffverbindungen in angrenzenden Zellen. Aus diesem Grund sind die Punkte manchmal von einem helleren Hof umgeben.

Wegen ihrer goldgelben Zwiebel wurde die Türkenbundlilie von mittelalterlichen Alchemisten als zaubermächtig angesehen und galt als Schutzmittel gegen böse Geister. Kleinen Kindern wurde ein Zwiebel-Amulett gegen Schmerzen beim Zahnen umgelegt.

Ein weniger magisches als kulinarisches Verhältnis pflegen die Bewohner Sibiriens zu den Zwiebeln der Türkenbundlilie, die ihnen seit jeher als Leckerbissen gilt. Ihre natürlichen Vorkommen in Deutschland liegen im Süden, im Bereich der Mittelgebirge und des Alpenraums, während sie in der Norddeutschen Tiefebene nur sporadisch anzutreffen ist. In vielen Bundesländern wird sie inzwischen als gefährdet eingestuft.



Ausgabetag: 04.12.2014
Wert (in Euro Cent): 440
Motiv: Türkenbund
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,10 mm
MiNr. 3118
 
Brigitte Am: 20.12.2014 06:21:47 Gelesen: 452434# 262 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Tierkinder“
Thema: „Eichhörnchen und Wildkatze“

Serie "Tierkinder": Eichhörnchen

Einmal am Baumstamm kopfüber nach unten, dann wieder in Spiralen nach oben gehuscht. Rastlos und immer in Bewegung. Waghalsig von Ast zu Ast. Der buschige Schwanz dient als Steuerruder. Kein heimisches Tier kann es in der Kletterkunst mit dem Eichhörnchen aufnehmen, das sich so artistisch durch die Zweige schwingt. Diese Meisterschaft ist den Tieren in ihren ersten Lebenstagen nicht anzusehen. Denn als echter Nesthocker kommt das Europäische Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) vollkommen unselbstständig zur Welt: Nämlich blind, taub und nackt.

Rasch entwickeln sich dann aber das flauschige Fell, der buschige Schwanz und die putzigen Knopfaugen. Kein Wunder, dass das Eichhörnchen neben dem Teddybär zu den beliebtesten Stofftieren für Kinder zählt. Geboren werden die munteren Tierchen nach einer Tragezeit von gut fünf Wochen. Ihre Kinderstube liegt in einem mit Blättern und Moosen ausgepolsterten Nest, dem „Kobel“. Er schützt die Kleinen vor Regen, Wind und Kälte. Bei Gefahr werden sie von der Mutter im Maul in einen anderen Kobel getragen, von denen sie meist mehrere gleichzeitig unterhält. Nach sechs Wochen verlassen die Kleinen erstmals alleine das Nest. Und stellen sofort ihr unglaubliches Geschick beim Klettern unter Beweis.

In verschiedenen Unterarten besiedeln Eichhörnchen weite Gebiete der Nordhalbkugel. In Deutschland ist die europäische Unterart in einer roten und einer schwarzbraunen Farbvariante vertreten. Am liebsten mögen sie die Samen von Kiefern und Fichten, nehmen aber auch Haselnüsse, Bucheckern, Beeren, Früchte, Pilze, kleine Wirbellose und Insekten, Vogeleier oder junge Vögel. Im Herbst legen sie fleißig Vorräte an, indem sie Futter vergraben. Ihre zahlreichen Verstecke können sie sich aber nicht alle merken. Daher suchen sie in den kalten Monaten einfach „typische“ Stellen ab.



Ausgabetag: 02.01.2015
Wert (in Euro Cent): „Eichhörnchen“: 62
Motiv: „Eichhörnchen“ Copyright „Eichhörnchen“ © FotoNatur.de/Tanja Askani
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3124 / selbstklebend: MiNr. 3129
 
Brigitte Am: 22.12.2014 07:01:00 Gelesen: 452218# 263 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Tierkinder“
Thema: „Eichhörnchen und Wildkatze“

Drollig sind sie. Genau wie kleine Hauskätzchen. Dann fällt auf, dass sie von der Statur her doch etwas gedrungener wirken. Kleine Wildkatzen-Babys bekommt man in der freien Natur fast nie zu Gesicht. Der Grund: Wildkatzen sind selten, extrem menschenscheu und leben zurückgezogen in tiefen, naturnahen Wäldern. Wer dort auf ein scheinbar einsames Jungtier stößt, sollte es keinesfalls mitnehmen. In der Regel wird es durchaus versorgt. Die Muttertiere haben jedoch nicht die Gewohnheit, ihren Nachwuchs zu verteidigen. Bei Gefahr ziehen sie sich in ein Versteck zurück und warten ab. Wenn der menschliche Eindringling wieder verschwindet, nimmt die Mutter ihr Baby wieder auf.

Von ihren domestizierten Verwandten unterscheiden sich Wildkatzen durch den Aalstrich auf dem Rücken, einen hellen Kehlfleck und die schwarz geringelte Rute. Dank intensiver Schutzmaßnahmen gibt es heute mindestens 3000 Europäische Wildkatzen (Felis silvestris silvestris) in Deutschland. Die größte Teilpopulation lebt in Eifel, Hunsrück, Pfälzer Wald und Taunus, eine zweite zwischen Harz und Thüringen. In Bayern wurden seit Mitte der 1980er-Jahre mehr als 600 Tiere ausgewildert.

Die Entwicklung junger Wildkatzen verläuft in den ersten Monaten rasend schnell. Bei ihrer Geburt sind sie blind und öffnen erst nach zehn bis zwölf Tagen ihre Augen. Ihre Kinderstube befindet sich meist in einem verlassenen Fuchs- oder Dachsbau, einer Felsennische oder einem hohlen Baum. In diesem Schlupfwinkel bringt das Muttertier im Frühjahr meist zwei bis vier Junge zur Welt. Wenn die Jungen nach drei Monaten ausgewachsen sind, nimmt die Mutter sie mit auf die nächtliche Pirsch. Sobald die etwa halbjährigen Jungtiere in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, werden sie von der Mutter verjagt. Dann müssen sie sich ein eigenes Revier suchen.



Ausgabetag: 02.01.2015
Wert (in Euro Cent): „Wildkatze“: 62
Motiv: „Wildkatze“ Copyright „Wildkatze“ © Tierfotoagentur.de/Zindl
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Franc Fienbork
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3125 / selbstklebend: MiNr. 3130
 
Brigitte Am: 24.12.2014 07:11:00 Gelesen: 452057# 264 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: „Schloss Ludwigslust und Marksburg“

Serie "Burgen und Schlösser": Marksburg

Burg ist nicht gleich Burg. Da gibt es Ruinen, die nur noch aus ein paar Mauerresten bestehen. Andere Burgen sind wiederaufgebaut worden. Aber nicht im Original, sondern im jeweiligen Geschmack der Zeit. Das ist nicht immer gut gelungen. Viele halten es auch für nachgemachten, „romantisierenden Kitsch“. Über jeden Zweifel erhaben ist allerdings die Marksburg am Rhein. Sie thront zwischen Bingen und Koblenz auf einem 160 Meter hohen Schieferkegel über dem Städtchen Braubach. Die „Bilderbuch-Burg“ ist tatsächlich die einzige Höhenburg am Mittelrhein, die nie zerstört wurde. Ein echtes Original.

Erstmals erwähnt wurde die Marksburg im Jahr 1231. Errichtet wurde sie jedoch vermutlich früher, denn ihre Erbauer, die Grafen von Eppstein, hatten schon 1219 die Herrschaft über Braubach übernommen. Seither hat sie alles überdauert: Besitzerwechsel, Um- und Anbauten, Fehden und Kriege. Selbst einen Brand im Jahre 1705. So richtig kritisch wurde es noch einmal im Jahr 1945. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs postierten sich die vorrückenden Amerikaner auf der linken Rheinseite. Sie schossen über den Strom auf das alte Gemäuer und richteten schwere Zerstörungen an. Jahrzehntelang musste die Burg saniert werden.

Dennoch: Die mittelalterliche Wehranlage der „Bilderbuch-Burg“ hat sich bis in die Gegenwart vollständig erhalten. Große Bereiche sind heute für die Öffentlichkeit zugänglich. In Spitzenzeiten besuchen an die 6000 Menschen täglich die mittelalterliche Feste. Highlights bei einem Rundgang sind der Rittersaal, die Burgküche, Rüstkammer, Wehrgänge und Turmstuben. Eine perfekte Reise ins Mittelalter. Es erstaunt nicht, dass die Burg auch der Sitz der Deutschen Burgenvereinigung ist. Seit dem Jahr 2002 ist die Marksburg zudem Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.



Ausgabetag: 02.01.2015
Wert (in Euro Cent): „Marksburg“: 62
Motiv: „Marksburg“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3122 / selbstklebend: MiNr. 3127
 
Brigitte Am: 27.12.2014 07:08:00 Gelesen: 451753# 265 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: „Schloss Ludwigslust und Marksburg“

Serie "Burgen und Schlösser": Schloss Ludwigslust

Zuerst entstand im Südwesten Mecklenburgs südlich von Schwerin das Schloss. Dann der Park. Um die Anlage herum eine Stadtanlage mit Schlosskirche, Wohnhäusern und Straßen. Das Barockschloss Ludwigslust, erbaut von 1772 bis 1776, erhielt bald den Beinamen „Mecklenburgisches Versailles“ oder „Kleines Sanssouci des Nordens“. Der dazugehörige 120 Hektar große Schlosspark ist heute die größte Parkanlage Mecklenburg-Vorpommerns. Das gesamte Ensemble aus Schloss, Park und spätbarocker Stadtanlage ist in dieser Art einmalig in Norddeutschland.

Anfang des 18. Jahrhunderts ließ sich Herzog Christian II. Ludwig von Mecklenburg-Schwerin (1683–1756) nahe dem Dorf Klenow zunächst ein Jagdschloss errichten. Zu seinen Ehren taufte man den Ort 1754 in „Ludwigslust“ um. Sein Sohn und Nachfolger, Herzog Friedrich (1717–1785), verlegte in den folgenden Jahren sogar die Schweriner Hauptresidenz der Herzöge von Mecklenburg dorthin. Und er zog neben dem Jagdschloss einen Neubau hoch. Bauliches Highlight des neuen dreigeschossigen Schlosses Ludwigslust nach den Plänen des Hofbaumeisters Johann Joachim Busch (1720–1802) wurde der »Goldene Saal«. Voll herrschaftlichem Rokokodekor erstreckt er sich im erhöhten Mitteltrakt über zwei Stockwerke.

Doch die Pracht birgt ein kurioses Geheimnis. Sämtlicher Schmuck des Saals besteht aus Pappmaché. Mitte des 18. Jahrhunderts hatte der Lakai Johann Georg Bachmann (um 1739–1809) Herzog Friedrich den neuen Werkstoff präsentiert. Das Material erlaubte es, Dekorationen für Räume zu entwerfen, die wie echt wirkten, jedoch kaum etwas kosteten. So beauftragte der kostenbewusste Herzog den Pappmaché-Erfinder mit der Produktion von Zierleisten, Rosetten, Statuen und Büsten. Prunk aus Pappe: Ein geschickter Schachzug, denn aus der Entfernung ist der »Ludwigsluster Carton« nicht zu erkennen.



Ausgabetag: 02.01.2015
Wert (in Euro Cent): „Schloss Ludwigslust“: 80
Motiv: „Schloss Ludwigslust“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security - Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3123 / selbstklebend: MiNr. 3128
 
Brigitte Am: 29.12.2014 07:03:00 Gelesen: 451467# 266 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Wildes Deutschland“
Thema: „Ostsee - Boddenlandschaft“

Serie "Wildes Deutschland": Ostsee - Boddenlandschaft

„M-V tut gut“! So lautet die Botschaft des nordöstlichsten deutschen Bundeslandes. Mecklenburg-Vorpommern ist vor allem eins: ein Naturparadies. Runterkommen, durchatmen, entspannen – das ist das Motto der Menschen, die Jahr für Jahr dorthin reisen. Auch an die Ostsee, wo Deutschland durchaus „wild“ ist. Die Küste Vorpommerns lockt mit zahlreichen Naturschätzen. Die sogenannten Bodden zählen dazu. Es sind flache Küstengewässer, von der offenen Ostsee abgetrennt durch Inseln oder Landzungen. Sie sind Bühne für beeindruckende Spektakel. So sammeln sich hier etwa hunderttausende Gänse von Sommer bis Herbst, bevor sie nach West- und Südeuropa weiterziehen. Sie scheinen sich mit den Kranichen zu verabreden, die es ihnen gleichtun. Wenn die majestätischen Vögel abends einfliegen, dann hallen ihre Rufe weit über die Landschaft.

Von Fischland-Darß-Zingst über Hiddensee, Rügen und Usedom bis zum Stettiner Haff: Land und Wasser winden sich an Vorpommerns Küste ständig umeinander und ineinander. Die Bodden sind durchsetzt von Buchten – und das auf rund 1500 Kilometer Uferlänge. Sie sind ein Paradies für alle, die Lust auf Meer haben, aber nicht unbedingt auf Strandurlaub. Und sie sind ein Beispiel für den stetigen Wandel, dem unser Planet unterworfen ist. Im Wechsel von Abtragung und Verlandung verändern die Bodden ihr Gesicht – manchmal kaum wahrnehmbar, manchmal aber in atemberaubendem Tempo. So wie auf Hiddensee. Dort wächst der Neue Bessin, ein Haken aus angeschwemmtem Sediment im Nordosten der Insel, jedes Jahr bis zu 30 Meter in den Vitter Bodden. Die Halbinsel Bug auf Rügen hätte er schon längst erreicht, wenn die Meerenge dazwischen nicht künstlich offen gehalten würde. Die Natur zeigt ihre Wildheit – auch wenn der Mensch gelernt hat, sie zu zähmen.



Ausgabetag: 02.01.2015
Wert (in Euro Cent): 85
Motiv © Foto: Norbert Rosing, Naturfotografie
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3126 / selbstklebend: MiNr. 3131
 
Brigitte Am: 02.01.2015 08:53:29 Gelesen: 450800# 267 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für die Wohlfahrtspflege“
Thema: „Grimms Märchen - Dornröschen“

Eine Fee besiegelt in der Märchenversion der Brüder Grimm „Dornröschens“ Schicksal. Sie spricht am Kindbett den bösen Fluch aus: „Die Königstochter soll sich in ihrem fünfzehnten Jahr an einer Spindel stechen und tot hinfallen.“ Eine andere Fee kann den Zauber nur noch abmildern – in einen „hundertjährigen, tiefen Schlaf“. Der senkt sich aber dann über das ganze Märchenschloss.

Mit dem erlösenden Kuss des Prinzen haben die Brüder Grimm vor 200 Jahren im Märchen „Dornröschen“ einen magischen Moment festgehalten. Todesschlaf und Erstarrung, Leid und Hoffnung und am Schluss schließlich doch noch ein ausgelassenes Happy End. Bei so viel existenziellem Auf und Ab schließen unsere lieben Kleinen danach rechtschaffen ermattet gerne die Augen. „Dornröschen“, eines der bekanntesten Märchen der Brüder Grimm, wirkt seit 200 Jahren als beliebte Gute-Nacht-Geschichte.

Die Texte der Grimms stehen aus Sicht der Literaturwissenschaft zwischen Volks- und Kunstmärchen. Jacob Grimm (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859) bildeten eine Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Sie waren als Bibliothekare sowie Professoren tätig. In ihren Schreibstuben in Göttingen, Berlin und Kassel überarbeiteten die in Hanau geborenen Brüder sprachlich, was ihnen zugetragen wurde. Die Grimms trugen den Stoff zusammen und ergänzten ihn mit Material aus anderen Märchensammlungen.

Mit drei „Dornröschen“-Motiven wird die Wohlfahrtsmarken-Serie zu „Grimms Märchen“ fortgesetzt. Grimms „Kinder- und Hausmärchen“ gelten neben der Luther-Bibel als das Buch der deutschen Kulturgeschichte, das weltweit am meisten verbreitet ist. Die Texte wurden bis heute in über 170 Sprachen übersetzt. Zum Weltdokumentenerbe erklärte die UNESCO im Jahr 2005 die Handexemplare von Jacob und Wilhelm Grimm aus den Jahren 1812 bis 1815. In dieser Erstauflage der Grimmschen „Kinder- und Hausmärchen“ ist auch „Dornröschen“ enthalten. Die Bücher, die mit handschriftlichen Anmerkungen der Brüder versehen sind, wurden in das Register „Memory of the World“ (Gedächtnis der Menschheit) aufgenommen.







Ausgabetag: 05.02.2015
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Die Spindel“: 62 + 30 / Motiv 2: „Der Schlaf“: 85 + 40 / Motiv 3: „Der Kuss“: 145 + 55
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Astrid Grahl und Lutz Menze, Wuppertal
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Joh. Enschede Security Print, Haarlem (The Netherlands)
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
Motiv 1: MiNr. 3132, selbstklebend: MiNr. 3136 / Motiv 2: MiNr. 3133 / Motiv 3: MiNr. 3134
 
Brigitte Am: 05.01.2015 07:01:00 Gelesen: 450400# 268 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100. Geburtstag Karl Leisner“

Am 17. Dezember 1944 fand in der Lagerkapelle des Konzentrationslagers Dachau ein in dieser Form singuläres Ereignis statt: Der Diakon Karl Leisner wurde von dem kurz zuvor nach Dachau deportierten französischen Bischof von Clermont-Ferrand zum Priester geweiht. Es war die einzige Priesterweihe, die jemals in einem deutschen KZ stattgefunden hat. Seine erste und einzige heilige Messe feierte Leisner am zweiten Weihnachtstag. Die Befreiung des KZ Dachau durch die Amerikaner am 29. April 1945 erlebte der an Tuberkulose Erkrankte auf dem Krankenlager. Im Lungensanatorium Planegg starb er am 12. August 1945.

Geboren wurde der spätere Märtyrer der katholischen Kirche am 28. Februar 1915 in Rees am Niederrhein. Dort kam der Junge ab 1925 durch seinen Religionslehrer in Kontakt mit der christlichen Jugendbewegung, die mit ihren Aufenthalten in freier Natur und intensiver Bibelarbeit innerhalb kürzester Zeit zum Fixpunkt seines Lebens wurde. Der Münsteraner Bischof Clemens August Graf von Galen wurde bald auf Leisners Begabung als Jugendführer aufmerksam, deshalb übertrug er ihm ab September 1934 die Betreuung der katholischen Jugend im Bistum. Leisner betrachtete es fortan als seine vordringliche Aufgabe, die heranwachsende Generation davor zu bewahren, der Ideologie des Dritten Reiches zu verfallen. Zum dramatischen Wendepunkt seines Lebens wurde der 8. November 1939, der Tag des Attentats von Georg Elser auf Adolf Hitler. Als der in Freiburg Theologie studierende Leisner das Misslingen des Anschlags in Anwesenheit seines Zimmerkameraden bedauerte, wurde er denunziert und noch am selben Tag verhaftet.

Leisners Leichnam wurde zunächst in Kleve beigesetzt und 1966 in die Krypta des Xantener Domes überführt. Der Namensgeber und Patron der katholischen Karl-Leisner-Jugend (KLJ), wurde am 23. Juni 1996 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Im Jahr 2007 leitete die Diözese Münster den Heiligsprechungsprozess ein, der jedoch bis dato noch nicht zu Ende geführt werden konnte.



Ausgabetag: 05.02.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Portrait Karl Leisner mit Tagebuchzitat
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3135
 
Brigitte Am: 28.01.2015 13:46:29 Gelesen: 447375# 269 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „1200 Jahre Bistum Hildesheim“

Das katholische Bistum Hildesheim, entstanden im Jahr 815, gehört zu den ältesten Bistümern Deutschlands. Sein wertvoller Domschatz, der u.a. das Hildesheimer Marienreliquiar, das Bernwardskreuz sowie das Große Scheibenkreuz aus dem zweiten Drittel des 12. Jahrhunderts umfasst, repräsentiert über tausend Jahre Kirchen- und Kunstgeschichte im niedersächsischen Raum. Heute ist das Bistum Hildesheim, das 2015 sein 1200-jähriges Bestehen feiert, eines der größten Bistümer der Republik. Es erstreckt sich von der Nordsee bis nach Hessen sowie von der Weser bis an die Elbe und den Harz. Seit 1985 gehören der Hildesheimer Dom und seine Kunstschätze zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Am 23. März 1046 vernichtete ein Brand den Hildesheimer Dom, Nachbargebäude und einen großen Teil der Stadt. Unter Bischof Hezilo (1054–1079) errichtete man einen neuen Dom, der am 5. Mai 1061 geweiht wurde. Berühmt wurde der neue Bau insbesondere durch den eindrucksvollen Radleuchter, Hezilo-Leuchter genannt, der das himmlische Jerusalem symbolisieren sollte und noch heute im Dom von Hildesheim zu bewundern ist. In seiner Grundsubstanz blieb dieser Dom knapp 900 Jahre erhalten.

Erst bei der Bombardierung Hildesheims am 22. März 1945 wurde er nahezu vollständig zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg galten die Anstrengungen – neben der Eingliederung der katholischen Heimatvertriebenen und Flüchtlinge in das Bistum – dem Wiederaufbau des Hildesheimer Doms.

Die Gründungsgeschichte des Bistums geht auf die Sage vom Hildesheimer Rosenstock zurück. Der Legende nach fand Ludwig der Fromme, Sohn und Nachfolger Kaiser Karls des Großen, zwischen den Blüten einer in Hildesheim wachsenden Heckenrose ein kostbares Marien-Reliquiar, das er auf der Jagd verloren hatte. Zu Ehren der Gottesmutter ließ Ludwig an Ort und Stelle eine Kapelle bauen: Die Marienkapelle – Ursprungsbau des Hildesheimer Mariendoms. Noch heute befindet sich an besagter Stelle ein Rosenstrauch. Er ist inzwischen mehrere Meter hoch, sein Alter wird auf über 1000 Jahre geschätzt.



Ausgabetag: 02.03.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Großes Scheibenkreuz Dom-Museum
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Sascha Lobe, Stuttgart
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 33,00 mm x 39,00 mm
MiNr. 3137
 
Brigitte Am: 30.01.2015 07:01:00 Gelesen: 446996# 270 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „350 Jahre Christian-Albrechts-Universität zu Kiel“

Als die Universität zu Kiel am 5. Oktober 1665 durch Herzog Christian Albrecht von Schleswig-Holstein-Gottorf, Fürstbischof von Lübeck, ins Leben gerufen wurde, ging ein lange gehegtes Vorhaben in Erfüllung. Erste Vorschläge, im äußersten Norden des Heiligen Römischen Reiches eine Universität zu errichten, reichen bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. In den 350 Jahren ihres Bestehens haben an der Christian-Albrechts-Universität namhafte Wissenschaftler geforscht und gelehrt, darunter sechs Nobelpreisträger – drei in den Fächern Chemie, zwei in Physik und einer in Medizin. Der bekannteste Repräsentant der Kieler Universität war Max Planck (1858–1947), der Begründer der Quantenphysik. Er lehrte von 1885 bis 1889 an der Universität seiner Geburtsstadt und wurde 1919 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

Im Jahr 1666 nahm die Universität die ersten Doktorprüfungen ab. Unterrichtet wurden die Fächer Theologie, Jura, Medizin sowie die Artes Liberales, die freien Künste, die der Vorbereitung auf das Fachstudium dienten. Einen neuen Aufschwung erlebte die Lehranstalt erst unter Zarin Katharina II., die das Restherzogtum ab 1762 in Personalunion mit Russland regierte. Sie ließ neben dem Schloss ein neues Universitätsgebäude errichten. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Universität zu einer führenden Lehranstalt, vor allem auf dem Gebiet der Naturwissenschaften.

Die dunkelste Phase in der Geschichte der Christian-Albrechts-Universität begann mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten. Der Exodus der bedeutendsten Dozenten führte zu erheblichen Qualitätseinbußen in Forschung und Lehre. Überdies wurden viele Gebäude durch Luftangriffe restlos zerstört. Die Wiederaufnahme des Lehrbetriebs begann im November 1945 in improvisierten Räumlichkeiten. Die Zahl der Studenten stieg unterdessen von 2.000 im ersten Nachkriegssemester auf 10.000 Mitte der 1970er und 15.000 Anfang der 1980er-Jahre. Heute sind annähernd 25.000 Hochschüler an der einzigen Volluniversität in Schleswig-Holstein immatrikuliert.



Ausgabetag: 02.03.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Universitätsbibliothek, Teil Westfassade
Siegel © Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Foto: Gert Bassewitz, © Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Anette Stahmer und Prof. Andre Heers, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3138
 
Brigitte Am: 02.02.2015 07:08:00 Gelesen: 446532# 271 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „900 Jahre Köthen (Anhalt)“

Otto von Ballenstedt, ein Gefolgsmann des römisch-deutschen Kaisers Heinrich V. (1081–1125), schlug eindringende Slawen im Jahr 1115 bei Köthen. Ein bis heute unbekannt gebliebener Mönch namens Annalista Saxo, der vermutlich aus dem Kloster Nienburg stammte, erwähnte den Ort daraufhin erstmals in seiner Chronik. 900 Jahre später ermöglicht dieser Bericht, der sich im Original in der Pariser Nationalbibliothek befindet, dass die Kreisstadt Köthen in Sachsen-Anhalt ein rundes Jubiläum feiern darf. Köthen gehört heute zum Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Die Stadt mit ihren rund 30.000 Einwohnern liegt südlich des Biosphärenreservats Mittlere Elbe – knapp unterhalb einer Linie zwischen Bernburg im Westen und Dessau im Osten.

Johann Sebastian Bach (1685–1750) verbrachte in Köthen zwischen 1717 und 1723 die wohl fruchtbarste Zeit in seinem Musikerleben. Mit dem „Wohltemperierten Klavier“ (den ersten Teil komponierte Bach in Köthen) ebnete Bach den Boden dafür, dass Musik von breiten Teilen der Bevölkerung verstanden und ausgeübt werden konnte. In Köthen wird jedes Jahr an den Großmeister des Barock erinnert – entweder mit den Bachfesttagen oder dem Nationalen Bach-Wettbewerb für junge Pianisten. Köthen hat noch mehr zu bieten: Es trägt nicht nur den inoffiziellen Titel „Bachstadt“, sondern auch den der „Homöopathiestadt“.

Den Grundstein legte der Arzt Samuel Hahnemann (1755–1843), der 1821 nach Köthen zog. Hier durfte er unter dem Schutz des Herzogs seine homöopathischen Mittel herstellen und testen. Köthen ist bis heute ein Zentrum der Homöopathie. Hier residieren u.a. der Deutsche Zentralverein für homöopathische Ärzte (DZVhÄ) sowie der Weltverband der homöopathischen Ärzte.

Das Jubiläumsjahr 2015 wird in Köthen offiziell am 8. Februar mit einem ökumenischen Festgottesdienst in der evangelischen St.-Jakob-Kirche eingeläutet. Den Höhepunkt soll der 19. Sachsen-Anhalt-Tag bilden, der vom 29. bis 31. Mai unter dem Motto „KÖTHEN – ANHALTen und erleben!“ erstmals hier ausgerichtet wird.



Ausgabetag: 02.03.2015
Wert (in Euro Cent): 240
Motiv: Historische Stadtansicht von 1650
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Grit Fiedler, Leipzig
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3139
 
Brigitte Am: 04.02.2015 07:03:00 Gelesen: 446236# 272 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Felix der Hase“

„Hallo Felix, ich finde dich ganz toll und würde gerne einmal eine Reise mit dir unternehmen :)“. Solche und ähnliche Post bekommt Felix der Hase häufig von Kindern aus aller Welt. Ein Weltenbummler ist er selbst und das seit nunmehr 20 Jahren. 1994 haben die Kinderbuchautorin Annette Langen (http://www.annettelangen.de) und die Illustratorin Constanza Droop den Stoffhasen in dem Buch „Briefe von Felix“ zum Leben erweckt. Darin ging er dem Mädchen Sophie, seiner besten Freundin, auf dem Flughafen verloren. Bald schon meldet er sich aber per Brief bei Sophie und berichtet ihr humorvoll, spannend und lehrreich von seinen verschiedenen Reisestationen bis sie ihn wohlbehalten wieder in ihre Arme schließen kann. Das ist die zündende Grundidee, die über mehrere Bände der Felix-Reihe variiert wird. Entstanden ist daraus ein moderner Kinderbuchklassiker, der ein weltweiter Erfolg geworden ist.

Die Geschichten um den reiselustigen Hasen Felix sind weltweit über sieben Millionen Mal verkauft und in 29 Sprachen übersetzt worden, so dass sich Kinder in vielen verschiedenen Ländern über seine Abenteuer freuen können. Da trifft es sich gut, dass Felix viele Länder auch schon bereist hat, sogar den Nordpol und das Weltall. Der Clou der Bücher: In jedem Exemplar stecken als Zugabe die Felix-Briefe in einem echten Briefumschlag. Manchmal legt Felix sogar noch eine Überraschung mit in den Briefumschlag, etwa ein Foto oder einen „echten“ Pyramidenplan.

Felix, der als Wohnadresse die Martinistraße in Münster angibt, ist auch im Internet zu finden. Auf seiner Website http://www.felix-der-hase.de kann man sich ins Gästebuch eintragen oder ihm eine E-Mail schicken. Mitglieder des 2001 gegründeten Felix-Clubs erhalten sogar Post von Felix, u.a. an ihrem Geburtstag. Der reiselustige Hase hat im Sturm auch die Leinwand erobert.

Es gibt zwei Kinofilme und eine Fernsehserie. Felix ist weltoffen, holt fremde Kulturen ins Kinderzimmer und vermittelt wichtige Werte des Miteinanders und der Toleranz. Eine unerschöpfliche Fundgrube für die kindliche Neugier.





Ausgabetag: 02.03.2015
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Felix auf Reisen“: 45 / Motiv 2: „Post von Felix“: 62
Motiv: Felix der Hase © Coppenrath Verlag, Münster
Nach den Büchern von Annette Langen & Constanza Droop
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Grit Fiedler, Leipzig
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3140 / Motiv 2: MiNr. 3141, selbstklebend: MiNr. 3142
 
Brigitte Am: 02.03.2015 14:53:10 Gelesen: 442726# 273 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Klassische deutsche Automobile“
Thema: „BMW 507“ und „Mercedes-Benz 220 S (W111)“

Die 1950er-Jahre gingen als „Wirtschaftswunderjahre“ in die deutsche Geschichte ein. Schon war wieder ein wenig Wohlstand in Reichweite. Zwar ging es für die meisten Menschen zunächst einmal darum, überhaupt eine „Benzinkutsche“ zu besitzen. Wer aber konnte, leistete sich schon bald auch wieder hochwertige Edelkarossen oder sportliche Kleinwagen. Vor allem BMW und Daimler-Benz belieferten diese bevorzugte Klientel mit einigen Modellen, die heute die Herzen von Automobilliebhabern höher schlagen lassen. Sie zählen zu den Klassikern der Automobilgeschichte – nicht nur der deutschen. Die 1950er-Jahre waren zugleich die Zeit, in der US-amerikanische Vorbilder im großen Stil den Zeitgeschmack bestimmten.

So auch in der Automobilindustrie. Es war die Ära der chromglänzenden Heckflossen-Limousinen. Bereits mit den ersten Nachkriegsmodellen hatte Daimler-Benz wieder Automobilfreunde im Visier, deren Budget deutlich über dem des Durchschnittsverdieners lag. Im Jahr 1959 kamen die ersten Modelle der Baureihe W 111 auf den Markt. Und siehe da: Sie wiesen am Heck flossenähnliche Verzierungen auf. Im Volksmund erhielten die entsprechenden Mercedes-Benz-Typen 220 b, 220 Sb und 220 SEb dann auch den Namen „Heckflossen-Mercedes“. Bis 1965 stellte Daimler-Benz gut 66.000 Exemplare der Heckflossen-Autos her.

Hochglanz, Chrom und „Rundungen”: In den 1950er-Jahren schlug die Stunde der Heckflossen-Limousinen. Die USA waren Vorreiter dieser Modewelle. Vor allem Cadillacs protzten mit immer gewagteren Verzierungen an den Seiten. In Deutschland zog Opel nach – mit dem Olympia Rekord und dem Kapitän. Es folgte der „T-Bird aus Ingolstadt”, der Auto Union 1000 Sp. Auch Daimler-Benz ging mit der Zeit. Wenn auch dezent. Der Konzern überraschte Ende der 1950er-Jahre mit den Modellen der Baureihe W 111. Ob Mercedes-Benz 220 b, 220 Sb oder 220 SEb: Alle Limousinen verfügten über vergleichsweise kleine Chromstege links und rechts am Heck. Ein Name war geboren: „Heckflossen-Mercedes”. Daimler-Kunden konnten nun dem Trend folgen, ohne auf bewährte Sicherheit zu verzichten. Daimler-Benz bewarb die Heckflossen denn auch als „Peilstege” zum Einparken. Und entsprach damit der pragmatischen Erwartungshaltung der Käufer.

Sicherheit wurde auch sonst in der Baureihe W 111 groß geschrieben. Die Zeitschrift „Auto, Motor und Sport” schwärmte in einem Fahrbericht des Jahres 1959: „Es ist begeisternd, wie sich in hart gefahrenen Kurven die Räder geradezu selbst ihr Gleis legen, von dem sie nicht mehr wegzubringen sind.” Wegweisend war die Baureihe im Hinblick auf die Konstruktion der Karosserie. Die Modelle 220 b, 220 Sb und 220 SEb waren die weltweit ersten Automobile mit Sicherheitskarosserie. Entwickelt hatte sie Mercedes-Benz-Ingenieur
Béla Barényi. Die Karosserie bestand aus drei Teilen: einer überaus stabilen Sicherheitsfahrgastzelle sowie zwei Knautschzonen an Front und Heck. In ihnen wurden einwirkende Kräfte bei einem Aufprall durch gezielte Verformung abgebaut. Es war ein Meilenstein in der Entwicklung der Verkehrssicherheit. Bis 1965 wurden gut 66 000 Exemplare des „Heckflossen-Mercedes” gebaut.

Unter Verkaufsaspekten war der BMW 507, der von 1955 bis 1959 produziert wurde, ein echter Flop. Gerade einmal 254 Autos wurden von dem schnittigen Sportwagen gebaut, dessen Design aus der Hand von Albrecht Graf von Goertz stammte. Prominente Käufer des 507 waren u.a. Ursula Andress, Alain Delon sowie Elvis Presley. Weltweit existieren nur noch rund 220 fahrtüchtige Exemplare. Heute gilt der Zweisitzer aus München als Design-Ikone im Sportwagenbereich. Das zeigt sich nicht zuletzt am BMW Z8. Der zu Beginn des 21. Jahrhunderts gebaute Sportwagen orientierte sich im Design mit seinem breiten geteilten Kühlergrill sowie den seitlichen Lufteinlässen an der Seite klar am BMW 507.

Rock’n’Roll auf vier Rädern: Kein geringerer als Elvis Presley besaß einen BMW 507. Der „King” erwarb den Roadster mit Achtzylinder-V-Motor während seiner Dienstzeit als GI in der Bundesrepublik Deutschland. Er war nicht der erste Liebhaber des schnittigen Sportwagens: Elvis’ Vorbesitzer soll der Rennfahrer Hans Stuck gewesen sein. Der „König des Hüftschwungs” kaufte den weißen 507 Ende der 1950er-Jahre. Dann ließ er ihn rot umlackieren. Seine weiblichen Fans kritzelten nämlich ständig mit Lippenstift auf die Karosserie. So erzählt es die Legende. Heute ist der Wagen nicht mehr sehr ansehnlich. Davon konnten sich 2014 die Besucher im BMW Museum in München überzeugen. Aber das soll nicht so bleiben. Bei BMW Classic wird der Zweisitzer in seinen Originalzustand zurückversetzt. Das wird dauern. Zwei Jahre werden wohl vergehen.

Elvis befand sich beim Kauf des 150 PS starken BMW 507 übrigens in bester Gesellschaft. Den sportiven Klassiker gönnten sich u.a. auch Rennsportlegende John Surtees, „Ur”-Bond-Girl Ursula Andress und Frankreichs Filmikone Alain Delon. Zu sehen war der BMW 507 erstmals im Jahr 1955 auf der Internationalen Automobilmesse in Frankfurt am Main. Gebaut wurde er bis 1959. Sein dynamisches Design stammte von Albrecht Graf von Goertz und war zeitlos. In den 1990er-Jahren ließ sich BMW-Designer Henrik Fisker davon inspirieren. So entstand der Prototyp des BMW Z8. Seine Markenzeichen – die geteilte, breite BMW-Niere am Kühlergrill und die seitlichen Luftschlitze – gab es schon beim 507. Gerade einmal 254 Exemplare wurden vom BMW 507 produziert. Sein direkter Konkurrent – der Mercedes-Benz 300 SL – verkaufte sich einfach besser. Dafür ist der BMW 507 heute seltener. Er zählt daher zu den gefragtesten Sportwagen unter den Oldtimern. Und zu den teuersten.







Ausgabetag: 02.04.2015
Werte (in Euro Cent): Motiv 1: „BMW 507“: 145 / Motiv 2: „Mercedes-Benz 220 S (W111)“: 145
Motiv 1: „BMW 507“ / © BMW Group Archiv / Motiv 2: „Mercedes-Benz 220 S (W111)“ / © Mercedes-Benz Classic
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Serres, Hattingen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3143, selbstklebend: MiNr. 3147 / Motiv 2: MiNr. 3144, selbstklebend: MiNr. 3148
 
Brigitte Am: 04.03.2015 07:11:00 Gelesen: 442415# 274 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „200. Geburtstag Otto von Bismarck“

Reichseiniger, Architekt eines europäischen Bündnissystems und Initiator der Sozialversicherung: Der „Eiserne Kanzler“ war ohne Zweifel der bedeutendste deutsche Staatsmann des 19. Jahrhunderts. Fast drei Dekaden lang bestimmte Otto von Bismarck (1815–1898) die Leitlinien nicht nur der deutschen, sondern auch der europäischen Politik. Für seine Verdienste um die Einheit Deutschlands schlug ihm noch zu Lebzeiten eine fast mythische Verehrung entgegen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Bismarcks 200. Geburtstag große Wellen schlägt. Nach dem deutsch-französischen Krieg (1870/71) verwirklichte Bismarck als preußischer Ministerpräsident sein größtes Ziel.

Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal des französischen Königsschlosses in Versailles das Deutsche Reich mit König Wilhelm I. als Kaiser proklamiert. Bismarck wird Reichskanzler. Den jungen deutschen Nationalstaat in der Mitte Europas sicherte Bismarck in den folgenden Jahren außenpolitisch durch ein komplexes System wechselseitiger Sicherheitsgarantien ab. In der Innenpolitik setzte Bismarck nicht auf Interessenausgleich, sondern auf einen Konfliktkurs gegen den politischen Katholizismus und die Sozialdemokratie, die er mit dem Sozialistengesetz (1878) auszuschalten versuchte. Bismarck führte eine Krankenversicherung (1883), eine Unfallversicherung (1884) sowie eine Alters- und Invalidenversicherung (1889) ein.

Das Ende der „Bismarck-Ära“ wurde 1888 durch den Amtsantritt von Kaiser Wilhelm II. eingeläutet. Der junge Regent will ein „persönliches Regiment“ führen und gerät in Kompetenzkonflikte mit dem greisen Kanzler. Am 20. März 1890 nimmt der Monarch dessen Rücktrittsgesuch an. Vor dem Hintergrund, dass Bismarck das Deutsche Reich als Obrigkeitsstaat angelegt hat, wird sein politisches Wirken heute zwiespältig interpretiert. Bis in die Gegenwart ist Bismarck aber im öffentlichen Bewusstsein präsent geblieben. Um sein Lebenswerk zu ehren, sind eine Vielzahl von Vorträgen, Publikationen, Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen vorgesehen.



Ausgabetag: 02.04.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Portrait Otto von Bismarck / Portraitfoto©bpk
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3145
 
Brigitte Am: 06.03.2015 07:01:00 Gelesen: 442045# 275 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „150 Jahre Max und Moritz“

„Schneider, Schneider, meck, meck, meck!“ Was die beiden Jungen Max und Moritz da durchs Fenster hereinrufen, ist eine Frechheit – und für Schneider Böck nicht zu ertragen. Der so Gereizte stürmt aus dem Haus, verfolgt die Knaben und läuft ihnen direkt in die Falle: Die Brücke, über die Böck setzt, ist angesägt und das tapfere, aber unvorsichtige Schneiderlein fällt ins Wasser.

Max und Moritz hingegen haben zum Feixen allen Grund: Nicht nur haben sie dem Schneider eins ausgewischt, sie sind dafür auch noch unsterblich geworden. 1865 veröffentlichte Wilhelm Busch die Bildergeschichte mit den zwei bösen Buben, die sich gegen die von strenger Disziplin beherrschte Welt der Erwachsenen auflehnen.

Busch gilt als volkstümlicher Humorist. Der anhaltende Erfolg seiner Werke weist den Maler, Zeichner und Dichter als hintersinnigen Künstler aus. Der legte seine Bildergeschichten als Satiren an, die falsche Frömmigkeit, Selbstgerechtigkeit und Scheinmoral offenlegen. Die genial-humorigen Knittelverse und Strichzeichnungen sind bis heute das Markenzeichen Wilhelm Buschs. In seinen Illustrationen nahm er Elemente der Comics vorweg, die Körperformen übertrieben darstellten und dadurch komisch wirkten, etwa hervorquellende Augen oder wachsende Ohren.

Busch schrieb aber auch empfindsame Prosatexte, in denen das Komödiantische nicht mehr zu finden ist. Stattdessen offenbarte er darin einen Pessimismus, der dem des Philosophen Arthur Schopenhauer nahestand. Als Maler schuf Wilhelm Busch Ölbilder im Kleinformat, die anfänglich Einflüsse des niederländischen Barock zeigten. Später wurde Busch modern und experimentierte mit Ausdrucksformen des Expressionismus. Wilhelm Busch starb am 9. Januar 1908 in Mechtshausen, etwa 130 Kilometer von seinem Geburtsort Wiedensahl westlich von Hannover entfernt.

In der Region Schaumburger Land wird das Max-und-Moritz-Jubiläum 2015 mit Ausstellungen und Lesungen gefeiert. Die Bildergeschichte von Max und Moritz wurde in über 300 Sprachen und Dialekte übertragen.



Ausgabetag: 02.04.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv Illustration: Wilhelm Busch
Motiv: Die Brücke bricht in Stücke
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Greta Gröttrup, Hamburg
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 39 x 33 mm
MiNr. 3146
 
Brigitte Am: 08.04.2015 13:40:24 Gelesen: 438521# 276 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für den Sport“ 2015
Thema: „Cartoons zum Thema Behindertensport“

„Unsere junge Generation ist so herrlich unbekümmert. Das ist eine unglaubliche Grundlage für zukünftige Erfolge“, so Friedhelm Julius Beucher, Präsident des DBS. Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) ist der größte Behindertensportverband der Welt. Er hat in den letzten Jahren zahlreiche Spitzensportler hervorgebracht, ist medaillengekrönt und rekordverwöhnt. Den neuen Aufschwung im deutschen Behindertensport will der DBS positiv für sich nutzen und mit Schwung in eine erfolgreiche Zukunft starten. Diesem Ziel dienen auch die Zuschlagsmarken „Für den Sport“, die dem Behindertensport gewidmet sind.

Erfolgsverwöhnt ist etwa die Rollstuhl-Tennisspielerin Sabine Ellerbrock. 2013 konnte die 39-Jährige nicht nur für neun Wochen die Weltranglistenspitze erklimmen, sie gewann auch mit dem Sieg der French Open das, was ihren derzeitigen Profikolleginnen ohne Behinderung noch fehlt: Einen Grand-Slam-Titel. Ebenfalls ein Aushängeschild des deutschen Behindertensports ist Anna Schaffelhuber. Allein fünf Mal erklang 2014 bei den Paralympics von Sotschi, wo Deutschland mit 15 Medaillen die zweitbeste Ausbeute in der Nationenwertung errang, die deutsche Hymne für die querschnittsgelähmte Monoskifahrerin. Doch die 22-Jährige will mehr als nur Medaillen: Durch ihre Erfolge hofft sie, dem alpinen Behindertensport die Anerkennung zu verschaffen, die ihm gebührt.

Bereits seit Jahren ein Star unter den deutschen Leichtathleten mit Handicap ist der einseitig bis zum Oberschenkel amputierte Sprinter Heinrich Popow. Der schnellste Stelzensprinter Deutschlands gewann mit Hilfe einer Karbon-Prothese Gold über die 100 m bei den Paralympics 2012 in London. Ihm in nichts nach steht der unterschenkelamputierte Markus Rehm, der derzeit beste deutsche Weitspringer. 2012 stand Rehm bei den Paralympics in London ganz oben auf dem Treppchen, 2014 wurde er Europameister. Noch im gleichen Jahr trat er erstmals bei der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft der nichtbehinderten Sportler an und gewann auch hier den Titel.







Ausgabetag: 07.05.2015
Werte (in Euro Cent): Motiv 1: „Tennis“: 62 + 30 / Motiv 2: „Leichtathletik“: 85 + 40 / Motiv 3: „Skilauf“: 145 + 55
Motiv: Motiv 1: „Tennis“ / Motiv 2: „Leichtathletik“ / Motiv 3: „Skilauf“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Henning Wagenbreth, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. Motiv 1: 3149 / Motiv 2: 3150 / Motiv 3: 3151
 
Brigitte Am: 10.04.2015 07:01:00 Gelesen: 438306# 277 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Europa“
Thema: „Historisches Spielzeug“

Der Affe auf dem Schaukel-Elefanten, den die Briefmarke aus der Serie „Europa“ zeigt, war Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts in Deutschland als Kinderspielzeug populär. Häufig mit Filzkleidung und Pagenmütze oder Fez ausstaffiert, spielte er die Rolle des exotischen, schelmischen Burschen. Die mechanisch angetriebene Figur schlug Kapriolen wie ein Akrobat, verbeugte sich oder zog Grimassen wie ein Clown. Als Tanzfigur mit Uhrwerk, Blechgehäuse und Stoffüberzug war er bis in die 1960er-Jahre ebenso beliebt wie als winkender Fahrer eines Spielzeugautos. Der Elefant hingegen war als Schaukel- und als Fahrtier auf Rädern in Serie gegangen.

Im späten 18. Jahrhundert setzte sich mit dem französischen Aufklärer Jean-Jacques Rousseau (1712–1778) die Auffassung durch, dass die Kindheit ein eigener, wichtiger Lebensabschnitt ist. Das schuf Freiräume für die spielerische Erfahrung der Welt. Die Auswahl an Spielsachen vergrößerte sich in der Folge enorm. Dünn gewalztes Blech löste Holz bei der Produktion von Massenware weitgehend ab, mechanisches Spielzeug eroberte den Markt, etwa Fuhrwerke oder Baukästen. Die Erfindung der Dampfmaschine, die das Industriezeitalter vorantrieb, hinterließ im Kinderzimmer ihre Spuren. Gemäß dem herrschenden Rollenverständnis beglückte Technikspielzeug vorzugsweise die Knaben, wohingegen Mädchen mit Puppen und Puppenhäusern spielten.

Aus Spielzeug ist vielfach ein Wertgegenstand, manchmal sogar ein Anlageobjekt geworden. Das Sammler-Hobby ist kostspielig, denn es hat sich ein „Markt“ gebildet. Eine Purzelfigur mit Blechgehäuse und Schwungradantrieb aus den 1920er-Jahren kann gut und gerne um die 1.200 Euro kosten. Unschätzbaren ideellen und sentimentalen Wert hat hingegen das eigene Spielzeug mit den Blessuren des Alltags und unserer Kindheit – ein verbeultes Modellauto mit nur drei Rädern, der zerknuddelte Teddybär oder ein verfilztes Stofftier mit nur einem Auge. Deshalb hat es meist einen Ehrenplatz im Haus seines Besitzers – und in seinem Herzen.



Ausgabetag: 07.05.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Schaukelelefant
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Kitty Kahane, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Wertdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3152
 
Brigitte Am: 13.04.2015 07:03:00 Gelesen: 437243# 278 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „150 Jahre Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“

Wer kennt sie nicht, die kleinen Miniatur-Sammelschiffchen, die vor allem Nord- und Ostseeurlaubern aus Kneipen, Restaurants und anderen Einrichtungen bestens vertraut sind? Die Spende ist gut angelegt, denn: Wer in Nord- oder Ostsee in Seenot gerät, der kann sich auf die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger – kurz DGzRS – verlassen. Mehr als 80 000 Menschen hat die Organisation im Laufe ihrer Geschichte gerettet. Im jüngsten verfügbaren Jahresbericht 2013 sprechen die Zahlen für sich: Bei mehr als 2.000 Einsätzen hat die DGzRS über 700 Menschen aus Seenot und Gefahr befreit, mehr als 400 Erkrankte bzw. Verletzte hat sie von Seeschiffen, Inseln oder Halligen aufs Festland transportiert.

Der Navigationslehrer Adolph Bermpohl (1833–1887) setzte sich zu Beginn der 1860er Jahre für die Gründung unabhängiger Rettungsstationen an der deutschen Nordseeküste ein. Am 29. Mai 1865 wurde in Kiel die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ins Leben gerufen. Sitz der DGzRS wurde Bremen. Der erste Vorsitzende der Gesellschaft war Konsul Hermann Henrich Meier (1809–1898), einer der Mitbegründer des Norddeutschen Lloyd. Die DGzRS war von Anfang an eine nicht-staatliche Organisation, die sich ausschließlich durch Spenden und andere private Zuweisungen finanzierte. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

An 54 Stationen entlang der deutschen Nord- und Ostseeküste unterhält die DGzRS 60 moderne Seenotrettungskreuzer und Seenotrettungsboote in Einsatzbereitschaft. 275 Mitarbeiter sind bei der DGzRS fest angestellt. Im Jahr 2013 betrugen die Aufwendungen fast 38 Mio. Euro. Dem standen Einnahmen aus Spenden, Fördergeldern, Zuweisungen, Nachlässen und anderen Erträgen in Höhe von 36,5 Mio. Euro gegenüber. Das Geld fließt vor allem in die Ausbildung und die Sicherheit der Rettungseinheiten sowie in die modernste Technik an Bord der DGzRS-Flotte. Im Jubiläumsjahr 2015 plant die Gesellschaft die Inbetriebnahme eines Seenotrettungsbootes und eines Seenotrettungskreuzers von 28 Meter Länge.



Ausgabetag: 07.05.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Seenotrettungskreuzer in stürmischer See
Foto: „Seenotkreuzer WILHELM KAISEN”: YPS Collektion, Peter Neumann, Hamburg / „Stürmische See” Dipl. Fotodesigner Thomas Steuer, Essen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Andreas Ahrens, Hannover
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3153
 
Brigitte Am: 15.04.2015 07:07:00 Gelesen: 436820# 279 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „50 Jahre diplomatische Beziehungen mit Israel“
Gemeinschaftsausgabe mit Israel

Vor 50 Jahren, am 12. Mai 1965, nahmen die Bundesrepublik Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen auf und vereinbarten den Austausch von Botschaftern. Vor dem Hintergrund der unsäglichen deutschen Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus, des Holocaust an sechs Millionen Juden, bezeichnen beide Staaten ihre Beziehungen als „einzigartig“. Seit der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen haben sich die Kontakte in Wissenschaft, Kultur und Sport, bei den Freiwilligendiensten, in Schul- und Städtepartnerschaften sowie anderen Freundschaftsorganisationen immer weiter intensiviert. Eine Gemeinschaftsmarke mit Israel würdigt diesen Anlass.

Ein Meilenstein der deutsch-israelischen Beziehungen ist der Staatsbesuch von Bundeskanzler Willy Brandt in Israel vom 7. – 11. Juni 1973. Brandt ist der erste deutsche Regierungschef, der Israel einen offiziellen Besuch abstattet. Im Jahr 1979 eröffnet schließlich das Goethe-Institut in Tel Aviv seine Pforten. Zusammen mit dem 1988 in Jerusalem eröffneten zweiten Goethe-Institut fördert es den Kulturaustausch. Als eine historische Wendemarke in der Beziehung beider Völker bezeichnet Israels Staatspräsident Chaim Herzog den Staatsbesuch Richard von Weizsäckers im Oktober 1985, die erste Visite eines deutschen Staatsoberhauptes. Zum Gegenbesuch trifft Herzog im April 1987 in der Bundesrepublik ein. Es ist das erste Mal seit der Gründung beider Staaten, dass ein israelischer Präsident deutschen Boden betritt.

Ein neues Kapitel wurde 2008 aufgeschlagen. Anlässlich der Visite von Bundeskanzlerin Angela Merkel zum 60. Jahrestag der israelischen Staatsgründung wurden regelmäßige deutsch-israelische Regierungskonsultationen beschlossen. Seither treffen sich die beiden Kabinette im Jahresrhythmus abwechselnd in Israel und Deutschland. Beim Treffen im Februar 2014 wurde etwa vereinbart, dass deutsche Auslandsvertretungen in Ländern, mit denen Israel keine diplomatischen Beziehungen unterhält, in Not geratenen Israelis konsularische Hilfe leisten.



Ausgabetag: 07.05.2015
Wert (in Euro Cent): 80
Motiv: „Bruno Haus” in TelAviv (Weiße Stadt)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Zvika Roitman, Tel Aviv - Israel
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 40 x 30 mm (Sonderformat)
MiNr. 3154
 
Brigitte Am: 06.05.2015 08:35:44 Gelesen: 433217# 280 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Leuchttürme“
Thema: „Moritzburg“ und „Lindau“

Leuchttürme – sie sind untrennbar verbunden mit Brandung und Meeresrauschen, dem salzigen Geschmack der Luft, mit den Urlaubsgebieten an Nord- und Ostsee von der Ems bis an die Peene. Doch weit gefehlt! Leuchttürme findet man in Deutschland auch weit weg vom rauen Klima der See – zum Beispiel in Bayern und Sachsen. Deutschlands südlichster Leuchtturm steht im bayerischen Lindau – im einzigen Binnenhafen des Freistaats am Bodensee. Erbaut vom Architekten Eduard von Rüber, ziert er die Westmole der trutzigen Hafeneinfahrt. Ihm gegenüber befindet sich an der Ostmole der Bayerische Löwe des Bildhauers Johann von Halbig. Zusammen bilden sie eines der Wahrzeichen Lindaus. Der 33 Meter hohe Leuchtturm löste im Jahr 1856 den Lindauer Mangturm, einen mittelalterlichen Beobachtungs- und Signalposten, ab. Er wird deshalb auch als „Neuer Lindauer Leuchtturm“ bezeichnet. Im Jahr 1936 wurde die Befeuerung des Turms elektrifiziert.

Heute wird der Turm vollautomatisch betrieben. Sein Leuchtfeuer wird von sich nähernden Schiffen bei der Fahrt in bzw. aus dem Lindauer Hafen im Bedarfsfall per Funk aktiviert. Der Neue Lindauer Leuchtturm ist das einzige „echte“ Leuchtturmbauwerk im Bereich der Bodenseeschifffahrt.

Im Gegensatz zu seinem Lindauer Pendant hat der Leuchtturm beim sächsischen Moritzburg - in der Nähe von Dresden - keine navigatorische Funktion. Kein Wunder: Das gegenüber liegende Ufer des Niederen Großteichs Bärnsdorf, an dem er sich befindet, ist gerade einmal 500 Meter entfernt. Der Moritzburger Leuchtturm dient seit seiner Fertigstellung im Jahr 1776 als Kulisse. Der sächsische Kurfürst Friedrich August III. ließ ihn als Teil einer künstlich geschaffenen Küstenlandschaft anlegen, vor der regelmäßig ein historisches Ereignis nachgespielt wurde: der Sieg der russischen über die türkische Flotte in der Seeschlacht bei Tschesme an den Dardanellen im Jahr 1770. Nach einer Sanierung in den Jahren 2006/2007 hat der Leuchtturm Moritzburg heute wieder sein ursprüngliches Aussehen.





Ausgabetag: 11.06.2015
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: Leuchtturm „Moritzburg“ 45 / Motiv 2: Leuchtturm „Lindau“ 62
Motiv 1: Leuchtturm „Moritzburg“ / Motiv 2: Leuchtturm „Lindau“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 35 x 35 mm
MiNr. Motiv 1: 3156 / Motiv 2: 3157
 
Brigitte Am: 09.05.2015 07:03:00 Gelesen: 432716# 281 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „175 Jahre erster Kindergarten in Deutschland“

Von der „Bewahranstalt“ zum „Kindergarten“ - die Geschichte der Kleinkindpädagogik ist lang und steinig. Hatte man Kleinkinder bis zu fünf Jahren einst in „Strickschulen“ und „Pflegeanstalten“ untergebracht, war Friedrich Fröbel (1782-1852) einer der ersten, der die Bedeutung der frühen Kindheit erkannte und diese durch eine speziell von ihm entwickelte Pädagogik förderte. 1840 stiftete er in Bad Blankenburg in Thüringen den weltweit ersten „Kindergarten“, in dem sich Kinder „so frei wie Pflanzen in einem Garten“ entfalten und entwickeln sollten. Heute ist der Kindergarten, der 2015 sein 175-jähriges Jubiläum feiert, ein wichtiger Bestandteil des sozialen wie gesellschaftlichen Gefüges in Deutschland.

Der Ursprung des Kindergartens lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Ausgehend von Ideen des französischen Aufklärers Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) und des Schweizer Pädagogen Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) setzte sich die Einsicht durch, dass die Kindheit ein eigener Lebensabschnitt ist, aus dem sich bestimmte Kinderrechte ableiten. Entsprechend forderte Fröbel in den 1830er Jahren für Kinder ein Umfeld, das ihren speziellen Bedürfnissen angemessen ist. Damals hießen Kindergärten noch „Kleinkinderbewahranstalten“. Nicht selten waren bis zu 50 Kinder zwischen zwei bis fünf Jahren in einem einzigen Raum untergebracht und wurden dort beaufsichtigt.

Elemente der Fröbelpädagogik sind die „Spielgaben“, etwa Bälle und Würfel als „Beschäftigungsmittel“, und die „Bewegungsspiele“. Zusammen mit der Arbeit im Garten bilden sie den Kern der Fröbelschen Kindergartenpädagogik, die – abgesehen von gewissen Modifikationen – noch heute in Kindergärten weltweit praktiziert wird. Die Fröbelsche Lernmethodik fand schnell zahlreiche Anhänger in Deutschland. Schon 1900 zählte man in Deutschland 130 Kindergärten, 1908 waren es bereits 350. Heute, nach 175 Jahren Kindergarten, ist es selbstverständlich geworden, dass ein Kind bis zur Einschulung einen Kindergarten besucht.



Ausgabetag: 11.06.2015
Wert (in Euro Cent): 215
Motiv: Illustration Kinder im Bollerwagen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Lisa Röper, Kassel
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 39 x 33 mm
MiNr. 3158
 
Brigitte Am: 11.05.2015 07:08:00 Gelesen: 432440# 282 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „125 Jahre erster bayerischer Gebirgstrachtenverband“

Neben Bergen, Bier und Oktoberfest ist die bayerische Tracht einer der gängigsten Klischees, die man heutzutage mit Bayern verbindet. Dass das Brauchtum rund ums „Dirndl“ und die „Krachlederne“ heute so lebendig erscheint wie nie, ist insbesondere den zahlreichen bayerischen Trachtenvereinen und -verbänden zu verdanken, die gemäß dem Motto „Treu dem guten alten Brauch“ seit über 125 Jahren das Erbe rund um die Tracht pflegen und bewahren.

Die Gründung des ältesten Gebirgstrachtenvereins reicht bis ins Jahr 1883 zurück. In diesem Jahr rief der Lehrer Hans Vogl in Bayrischzell den ersten bayerischen Gebirgstrachtenverein ins Leben, um „dem Zeitgeist Schranken zu setzen und gleichzeitig Tracht, Sitte und Brauchtum der Altvorderen zu pflegen und der Nachwelt zu erhalten”. Der älteste übergeordnete Verband entstand sieben Jahre später: Am 1. Juni 1890 gründete sich in Rosenheim der erste Gebirgstrachtenverband, der „Gauverband I“, mit Sitz in Traunstein. 2015 feiert der Verband, zu dem heute 118 Trachtenvereine zählen, sein 125-jähriges Jubiläum.

Dabei weiß kaum jemand, dass es sich bei der bayerischen Tracht nicht etwa um eine über mehrere Jahrhunderte gewachsene Traditionskleidung handelt. Sie ist im Gegenteil sogar eine relativ junge „Erfindung“. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts, einhergehend mit der Gründung des bayerischen Königreiches (1806), wurde den verschiedenen bayerischen Volksgruppen vom Hause Wittelsbach eine neue Identität auferlegt, um sie zu einen. Mittel zum Zweck: Ein Nationalgewand, das „zur Hebung des bayerischen Nationalgefühls“ beitragen sollte.

Heute ist die Trachtenpflege in Bayern so lebendig wie nie zuvor. Trachtenmode wird nicht nur von jung und alt geschätzt und ist allerorts im Alltag etabliert, sie ist auch ein umsatzstarker Geschäftszweig. Dabei steht Trachtenmode aus Bayern für einen Kleidungsstil, der Vergangenheit und Moderne miteinander verbindet. Aber auch noch mehr: Sie ist auch der Inbegriff des speziellen bayerischen Lebensgefühls schlechthin.



Ausgabetag: 11.06.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Illustration Miesbacher Tracht
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Michael Kunter, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3159
 
Brigitte Am: 13.05.2015 07:01:00 Gelesen: 432010# 283 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „50 Jahre Jugend forscht“

Zum 50. Mal ergeht 2015 die Aufforderung an jugendliche Nachwuchswissenschaftler, bei „Jugend forscht“ ihre Arbeiten zu präsentieren. Bei dem bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb sind junge „MINT“-Tüftler gefragt. MINT? Die Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Es geht der in Hamburg ansässigen gemeinnützigen Stiftung Jugend forscht e.V. also um die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses. Nach ihren Angaben haben sich bislang mehr als 230.000 Kinder und Jugendliche an dem Wettbewerb beteiligt. Seit 1977 ist der Bundespräsident Schirmherr des bekanntesten deutschen Nachwuchswettbewerbs.

Im Dezember 1965 ergriff der damalige Chefredakteur des „Stern“, Henri Nannen, die Initiative. Die Hamburger Illustrierte erschien mit der Schlagzeile „Wir suchen die Forscher von morgen“. Teilnehmen dürfen Schüler ab der 4. Klasse bis hin zu Jugendlichen im Alter von 21 Jahren. Kinder bis 14 Jahren treten in der Juniorensparte „Schüler experimentieren“ an. Die Altersgruppe darüber startet im Bereich „Jugend forscht“. Die Arbeiten und Fragestellungen müssen aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik oder Technik stammen. Höhepunkt des Wettbewerbs ist die Präsentation des Projekts an einem selbst gestalteten Ausstellungsstand. Eine Fachjury befragt den Kandidaten und bewertet das Ergebnis. Großartige Karrieren und ein enorm breit gefächertes Innovationspotenzial im Bereich Naturwissenschaften hat der Wettbewerb „Jugend forscht“ bislang hervorgebracht. Da ist es auch nicht weiter tragisch, dass sich unter den Ehemaligen bislang noch kein Nobelpreisträger befindet. Vielleicht tüftelt ja ein künftiger Nobelpreisgewinner unter den rd. 12.000 Teilnehmern des Jahres 2015.

Zum 50. Geburtstag von „Jugend forscht“ gibt es aber erst einmal noch ein ganz besonderes Highlight. Die Deutsche Bahn schickt eine IC-Lok im schicken „Jugend forscht“-Design auf die Gleise, die durch ganz Deutschland rollt.



Ausgabetag: 11.06.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Hirn trifft Turnschuh
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Matthias Beyrow, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3160
 
Brigitte Am: 03.06.2015 12:29:22 Gelesen: 427875# 284 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Deutschlands schönste Panoramen“
Thema: „Chiemsee“

Prachtvoll liegt er inmitten der idyllischen Landschaft des Chiemgaus: Der Chiemsee, das „bayerische Meer“, ca. 90 Kilometer südöstlich von München, ist mit einer Fläche von rund 80 Quadratkilometern nicht nur der größte See Bayerns, er zählt auch zu den beliebtesten deutschen Ferienregionen. Allein eine halbe Million Menschen besuchen jährlich das unvollendete Traumschloss Ludwigs II. auf der Herreninsel. Attraktiv ist der Chiemsee insbesondere bei Badefreunden und Wassersportlern, die an seiner rund 64 Kilometer langen Uferlinie ideale Bedingungen für jegliche Art von Freizeitaktivitäten vorfinden.

Mit rund 60 Kilometern führt etwa der „Chiemsee-Ufer-Radweg“ einmal rund um den See. Da dieser mit einer durchschnittlichen Tiefe von 25,6 Metern relativ flach ist, erreicht er bereits im Juni häufig Wassertemperaturen von 20 Grad, im Sommer können es bis zu 25 Grad werden. Berühmt ist der Chiemsee jedoch wegen zwei seiner Inseln: Die „Fraueninsel“ (auch „Frauenchiemsee“) mit dem Benediktinerinnenkloster „Frauenwörth“ sowie die „Herreninsel“ (auch „Herrenchiemsee“) mit dem König-Ludwig-Schloss „Herrenchiemsee“. Markenzeichen der rund 15 Hektar großen „Fraueninsel“ ist der Zwiebelturm der 1200 Jahre alten Münsterkirche, dessen Spitze weit über den See hinausblickt. Den Namen erhielt die Insel einst vom Kloster „Frauenwörth“, das im Jahr 782 gegründet wurde.

Setzt man von der Herreninsel nach Felden über und wandert Richtung Osten am Ufer entlang, erreicht man hinter Feldwies die Mündung der Tiroler Achen, den größten Zufluss des Chiemsees. Der Fluss spült wie auch die Prien und weitere kleinere Zuflüsse stetig Sand und Geröll-Ablagerungen in den See, so dass dieser zunehmend verlandet. Maß der See nach der letzten Eiszeit noch rund 200 Quadratkilometer und reichte bis an den Fuß der Alpen, hat er heute bereits zwei Drittel seiner ursprünglichen Größe eingebüßt. In einigen tausend Jahren – so glauben Wissenschaftler – wird das „bayerische Meer“ wohl ganz verschwunden sein.





Ausgabetag: 01.07.2015
Wert (in Euro Cent): 45
Motiv Motiv 1 und 2: Blick über den Chiemsee mit der Fraueninsel und den östlichen Chiemgauer Alpen
© Foto: Heinz Wohner
Ersttagsstempel: Berlin: Szene mit Raddampfer / Bonn: Szene mit Steg und Booten
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. Motiv 1: 3162 / MOtiv 2: 3163
 
Brigitte Am: 05.06.2015 07:07:00 Gelesen: 427737# 285 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „1000 Jahre Leipzig“

Dass Leipzig im Jahr 2015 ein Jahrtausend-Jubiläum begehen kann, verdankt die Stadt der Erwähnung des Ablebens von Eido, des Bischofs von Meißen. Er verstarb am 20. Dezember 1015 in der „urbs libzi“, wie Bischof Thietmar von Merseburg in seiner Chronik berichtete. „Libzi“ befand sich an einem Knotenpunkt des Handels, am Binnendelta der Flüsse Pleiße, Parthe und Weiße Elster. Aus dieser Keimzelle entwickelte sich der Ort Leipzig, der 1165 von Markgraf Otto von Meißen den Stadtbrief erhielt.

Leipzig trägt viele ehrenvolle Beinamen. Und tatsächlich hat die sächsische Metropole mindestens ebenso viele Facetten. Leipzig galt und gilt als bedeutende Handelsstadt, als Kulturzentrum und auch als Bücher- und Bildungsmetropole. Das kaiserliche Messeprivileg von 1497, ausgestellt von Maximilian I., beflügelte das Wirtschaftsleben. Nach dem Dreißigjährigen Krieg entstanden im Stadtzentrum prachtvolle Barockbauten – bis heute Beleg des damaligen Wohlstands. Ende des 19. Jahrhunderts begannen die „Mustermessen“, die – auch während der DDR-Zeit – im Frühjahr und Herbst veranstaltet wurden. Mehrere Jahrhunderte war die Metropole Standort zahlreicher Verlage und Buchdruckereien. Seit der deutschen Einheit hat sich die Leipziger Buchmesse im Frühjahr als Institution etabliert.

Der Thomanerchor - den einst Johann Sebastian Bach leitete - und das Gewandhausorchester genießen bis heute Weltruf. In der modernen Malerei haben die Vertreter der Neuen Leipziger Schule um Neo Rauch die Aufmerksamkeit der globalen Kunstszene erregt. Die Stadt war ein Vorreiter der friedlichen Revolution in der DDR – symbolisiert durch die Leipziger Nikolaikirche. Im Herbst 1989 erwuchsen aus den hier jeden Montag stattfindenden Friedensgebeten erst kleine und dann größere Demonstrationen. Schließlich versammelten sich über 100 000 Menschen, um für Reisefreiheit, mehr Demokratie und später auch die deutsche Einheit zu demonstrieren. Daraus resultiert auch die Bezeichnung „Heldenstadt“ – ein weiterer Ehrenname Leipzigs.



Ausgabetag: 01.07.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Schriftzug vor Grafik des Neuen Rathauses von 1899
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Anette Stahmer und Prof. Andre Heers, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3164
 
Brigitte Am: 08.06.2015 07:01:00 Gelesen: 427275# 286 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „ 150. Geburtstag Philipp Scheidemann“

Mit den Worten „Es lebe die deutsche Republik!“ beschloss Philipp Scheidemann (1865–1939) am 9. November 1918 seine kurze Ansprache vom Fenster des Berliner Reichstags. Mehr war es nicht, aber auf dieses lang ersehnte Stichwort hin brach die versammelte Menge in Jubelrufe aus. Es war ein historischer Augenblick in revolutionär aufgewühlter Zeit. Der gemäßigte SPD-Politiker hatte soeben das endgültige Ende des Kaiserreichs besiegelt und die erste Republik ausgerufen, die den gesamten deutschen Nationalstaat umfasste.

Die Ereignisse standen unter besonderen Vorzeichen. Die Revolution, die sich über Arbeiter- und Soldatenräte im ganzen Land verbreitete, erforderte schnelle Entscheidungen. Als sich Scheidemann um die Mittagszeit des 9. November im Reichstag zum Mittagstisch niederlässt, wird ihm zugetragen, dass der USPD-Politiker Karl Liebknecht die deutsche sozialistische Republik ausrufen will. Parteifreunde drängen Scheidemann, zu der vor dem Gebäude versammelten Menge zu sprechen, um Liebknecht zuvorzukommen. Tatsächlich rief dieser nur wenige Stunden später tatsächlich vom Balkon des Berliner Stadtschlosses die „freie sozialistische Republik Deutschland“ aus. Sie wird aber historisch nicht wirksam, ihr war gewissermaßen der Wind aus den Segeln genommen worden. Nach den Wahlen vom 19. Januar 1919 wird Scheidemann erster Regierungschef (Reichsministerpräsident) der Weimarer Republik. Aus Protest gegen die harten Bedingungen des Versailler Vertrags trat er aber bereits am 20. Juni 1919 von diesem Amt zurück.

Berühmt geworden ist in diesem Zusammenhang seine rhetorische Frage: „Welche Hand müsste nicht verdorren, die sich und uns in diese Fesseln legt?“. Der Rücktritt Scheidemanns markiert auch gleichzeitig seinen Abgang von der „großen“ Politik. Die Lebensspanne des Sozialdemokraten, dem bislang kein größerer öffentlicher Nachruhm zuteil wurde, reichte bis in die Hitler-Zeit. Er starb 1939 im dänischen Exil, kurz bevor die Nationalsozialisten in Dänemark einmarschierten.



Ausgabetag: 01.07.2015
Wert (in Euro Cent): 145
Motiv: Ansprache aus dem Fenster
Foto: © ullstein bild
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3165
 
Brigitte Am: 10.06.2015 07:03:00 Gelesen: 427138# 287 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „75. Geburtstag Pina Bausch“

„Tanz kann fast alles sein“, hat Pina Bausch (1940–2009) einmal gesagt. Für die Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Theaterleiterin war Tanz ein weiter Begriff, der Bewegungen genauso wie Gefühle umfasste. In ihren Choreografien ließ sie erstmals den klassischen Tanz mit Elementen wie Performance, Pantomime, Artistik, Schauspiel und Gesang zu einer neuen Kunstgattung verschmelzen: dem Tanztheater. Ihre innovative Tanzsprache machte sie ab den 1970er-Jahren zu einer Kultfigur der internationalen Tanzszene. Für viele gilt sie bis heute als bedeutendste Choreografin ihrer Zeit.

Philippine, „Pina“, Bausch wurde mitten im Krieg in Solingen geboren. Mit 14 Jahren wechselte sie an die „Folkwangschule“ nach Essen, wo sie unter dem Choreografen Kurt Jooss (1901-1979) Tanz zu studieren begann. Nach ihrem Studium wechselte Pina Bausch 1959 an die berühmte „Juilliard School of Music“ nach New York, die damals als Mekka des modernen Tanzes galt.

1973 ernannte sie der Generalintendant der Wuppertaler Bühnen, Arno Wüstenhöfer (1920-2003), zur Leiterin des Wuppertaler Balletts. Bereits nach kurzer Zeit benannte Bausch die Bühne in „Tanztheater Wuppertal“ um. Die neue Bezeichnung stand für die Abkopplung von reiner tänzerischer Routine sowie für die völlige Freiheit in der Wahl der Ausdrucksmittel.

Bausch-Inszenierungen glänzten durch ein innovatives Bühnenbild sowie ausdrucksstarke Kostüme. Mehr als 40 Stücke entwickelte Pina Bausch mit ihrem Ensemble im Laufe der Jahre. Zu den Berühmtesten zählen „Kontakthof“ (1978), „Nelken“ (1982), „Palermo, Palermo“ (1989) oder „Vollmond“ (2006). Pina Bausch hat den Tanz revolutioniert, ihm eine neue, theatralische Dimension beschert, ihn bereichert durch Sprache und Gesang. Sie hat eine Tanzsprache entwickelt, die rund um den Globus verstanden wird. Als sie am 30. Juni 2009 überraschend im Alter von 68 Jahren starb, hinterließ sie eine große Lücke in der Tanzwelt. Ihr Ensemble, das Tanztheater Wuppertal, hält ihr Werk und ihren Geist lebendig.



Ausgabetag: 01.07.2015
Wert (in Euro Cent): 85
Motiv: Portrait Pina Bausch
Foto: Wilfried Krüger Wuppertal
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3166
 
Brigitte Am: 01.07.2015 11:01:01 Gelesen: 423822# 288 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für die Jugend“ 2015 zur Unterstützung der Stiftung Deutsche Jugendmarke e. V.
Thema: „Süßwasserfische „Äsche“, „Barbe“ und „Stör““

In unseren Fließgewässern sind Äsche, Barbe und Stör typische Vertreter dreier unterschiedlicher Lebensräume. Die Äsche ist Leitfisch einer Region im Oberlauf, in der das Wasser kühl und sauerstoffreich ist. Hier jagen die bis zu 50 Zentimeter langen Lachsverwandten Wirbellose, Insekten und kleine Fische. Ein typisches Merkmal der silberfarbenen Räuber ist die verlängerte Rückenflosse, die „Äschenfahne“. Obwohl Edelfische, werden Äschen wirtschaftlich kaum genutzt, weil sie sehr hohe Ansprüche an die Wasserqualität stellen. Den wissenschaftlichen Namen Thymallus thymallus erhielten sie deshalb, weil ihr Fleisch vor der Zubereitung leicht nach Thymian riecht.

Die Barbe (Barbus barbus) ist der Leitfisch im oberen Mittellauf. In der Barbenregion ist das Flussbett weich und schlammig, hat aber auch sandige und kiesige Bereiche. Barben haben einen langen, torpedoartigen Körper, ihre Flanken schimmern golden und grünlich. Als gesellige Grundfische halten sie sich tagsüber versteckt und gehen erst in der Dämmerung auf Nahrungssuche. Neben Pflanzen fressen sie Wirbellose, Fischlaich und kleine Fische. Im Mai und Juni wandern sie in Schwärmen flussaufwärts, um in den Oberläufen auf flachen Kiesbänken zu laichen.

Der Mündungsbereich ist der Lebensraum der Störe. Im flachen Brackwasser jagen diese urtümlichen Tiere, deren Vorfahren schon vor über 200 Millionen Jahren lebten, nach Würmern, Mollusken, Krebsen und Fischen. Zu ihren primitiven Merkmalen zählen die Knochenplatten in der Haut und ein überwiegend knorpeliges Skelett. Einen Großteil ihres Lebens verbringen sie in Mündungen und küstennahen Flachwassern, doch zum Laichen ziehen sie in die Mittel- und Oberläufe. Der Atlantische und der Europäische Stör, beide etwa zwei bis drei Meter lang, waren früher in Rhein, Elbe und Oder zu finden. Ursächlich für den Niedergang der Bestände dieser Arten in Deutschland waren die rücksichtslose Befischung, die Verschlechterung der Wasserqualität und die Verbauung von Wanderwegen und Laichplätzen.







Ausgabetag: 06.08.2015
Werte (in Euro Cent): Motiv 1: „Die Äsche“: 62 + 30 / Motiv 2: „Die Barbe“: 85 + 40 / Motiv 3: „Der Stör“: 145 + 55
Motiv 1: „Die Äsche“ / Motiv 2: „Die Barbe“ / Motiv 3: „Der Stör“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Werner Hans Schmidt, Frankfurt am Main
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. Motiv 1: 3169 / Motiv 2: 3170 / Motiv 3: 3171
 
Brigitte Am: 03.07.2015 07:01:00 Gelesen: 423585# 289 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Internationales Windjammerfestival Bremerhaven“

Eines der größten Windjammertreffen Europas lockt die schönsten Großsegler aus aller Herren Länder nach Bremerhaven: Die „Sail Bremerhaven“, das „Internationale Festival der Windjammer“. Nur alle fünf Jahre findet das maritime Großereignis statt, 2015 ist es wieder soweit – zum insgesamt neunten Mal. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck werden vom 12. bis 16. August über 260 Segelschiffe aus 22 Nationen erwartet – mit prächtigen Großseglern, von der grünen Bark „Alexander von Humboldt II.“ bis zum Segelschulschiff „Guayas“ aus Ecuador.

Hier werden die Großsegler in all ihrer Vielfalt bewundernde Blicke auf sich ziehen. In Bremerhaven zu sehen sein werden etwa die russischen Viermast-Barken „Sedov“ (1921) und „Krusenstern“ (1926), das polnische Vollschiff „Dar Mlodziezy“ (1981) oder die Bremerhavener Bark „Alexander von Humboldt II“ (2008). Erwartet werden auch Gäste aus Übersee: Die 115 m lange Viermast-Barkentine „Esmaralda“ (1952) aus Chile, die imposante Brigantine „Young Endeavour“ (1987) aus Australien oder die Bark „Gloria“ (1967) aus Kolumbien.

Umrahmt wird die Veranstaltung, zu der mehr als eine Million Besucher erwartet werden, von einem maritimen Volksfest in allen drei Hafengebieten. Zu den mehr als 100 Einzelveranstaltungen gehören Open-Air-Konzerte, Flaggenparaden, Schlepperballetts und Bord-Partys. Einer der Höhepunkte erfolgt bereits zu Beginn: Noch bevor das Spektakel offiziell von Bundespräsident Joachim Gauck eröffnet wird, findet am 12. August um 13 Uhr mit der „Sail in“ die große Einlaufparade mit über 150 Schiffen auf der Weser statt.

Dampfer und Motorschiffe haben die einstigen Segel-Giganten verdrängt. Windjammer befahren nur noch als Schul- und Luxussegler die Weltmeere, die wenig noch verbliebenen Frachtsegler liegen in verschiedenen Häfen als Museumsschiffe vor Anker. Wer sie besichtigen und bestaunen möchte, muss einmal um die Welt reisen – oder zu einem internationalen Windjammertreffen wie der „Sail Bremerhaven 2015“ kommen.



Ausgabetag: 06.08.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Illustration
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3172
 
Brigitte Am: 29.07.2015 12:46:48 Gelesen: 418951# 290 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Tag der Briefmarke“
Thema: „175 Jahre Briefmarken“

In Großbritannien fiel vor 175 Jahren der Startschuss für die Erfolgsgeschichte der Briefmarke. 1837 schlug der Engländer Sir Rowland Hill (1795–1879) die Einführung eines Einheitsportos für inländische Postsendungen unabhängig von der Zustelldistanz vor. Dieses sollte bereits vom Absender vorausbezahlt werden und nicht - wie bis dahin üblich - vom Empfänger einer Postsendung. Er schlug vor, kleine Papierstücke zu drucken - auf der Rückseite mit Leim bestrichen -, die vom Absender durch Anfeuchten auf einem Poststück befestigt werden konnten. Sie sollten anzeigen, dass das Porto vorausbezahlt wurde.

Am 6. Mai 1840 erschienen die ersten beiden aufklebbaren Postwertzeichen der Welt mit dem Porträt von Königin Victoria: eine schwarze Marke mit dem Nominalwert 1 Penny und eine blaue Marke mit dem Nominalwert 2 Pence. Philatelistisch werden bei gleichem Ausgabetag Marken mit niedrigerer Wertstufe zuerst katalogisiert. Die „One Penny Black“ gilt deshalb als die erste Briefmarke der Geschichte. Neun Jahre später folgten die ersten deutschen Briefmarken: Am 1. November 1849 erschienen im Königreich Bayern drei Werte zu 1, 3 und 6 Kreuzern in den Farben Schwarz, Dunkelblau und Rotbraun. Vor allem der „Schwarze Einser“ ist bis heute ein begehrtes Sammlerstück unter Philatelisten.

Briefmarken sind Zeitzeugen. An ihnen lassen sich politische Entwicklungen eines Landes genauso ablesen wie historische Ereignisse. Briefmarken sind aber auch Kunstwerke im Kleinformat. Auf wenigen Quadratzentimetern entführen sie den Betrachter über ihre Motive in andere Welten – in die Geschichte, die Kunst, die Architektur, die Natur und vieles mehr. In ihnen spiegelt sich das jeweilige Selbstverständnis der Staaten. Neue Briefmarkenausgaben sind deshalb kein Zufallsprodukt, sondern werden sorgfältig geplant.

In Deutschland fällt die Entwicklung und Herstellung von Briefmarken seit 1998 in den Verantwortungsbereich des Bundesministeriums der Finanzen. Jedes Jahr erscheinen rund 50 neue Briefmarken.



Ausgabetag: 01.09.2015
Wert (in Euro Cent): 62 + 30
Motiv: Abbildung Briefmarke «One Penny Black»
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3173
 
Brigitte Am: 31.07.2015 07:03:00 Gelesen: 418663# 291 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „100. Geburtstag Helmut Schön“

Der erfolgreichste Bundestrainer der deutschen Fußballnationalmannschaft ist bis dato Helmut Schön (1915 - 1996), dessen Amtszeit von 1964 bis 1978 währte. Im Jahr 1972 gewann er mit der - wie Kenner schwärmen - vielleicht besten deutschen Mannschaft aller Zeiten die Europameisterschaft, zwei Jahre später wurde Deutschland unter seiner Regie im eigenen Land Fußballweltmeister. Unvergessen bleibt „der Lange“, wie man den hoch gewachsenen Sachsen nannte, aber auch wegen seines bescheidenen und sympathischen Auftretens.

Ein Glücksfall war es, dass dieser besonnene Fußballstratege auf eine Spielergeneration traf, die eine ungewöhnliche Häufung von Weltklassespielern und Individualisten aufwies: Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Günter Netzer, Wolfgang Overath, Gerd Müller und andere mehr. Ihnen gewährte er Freiraum, auf dem Platz und auch außerhalb, was ihm die Spieler mit Leistung und Loyalität dankten. Die Ära Schön - kein Bundestrainer war bis dato länger im Amt - glänzte durch guten Fußball und herausragende Ergebnisse. Zu Beginn der 1970er Jahre galten die deutsche Nationalmannschaft und ihre attraktive, offensive Spielweise als weltweit vorbildlich.

Als Helmut Schön dann 1964 die Nachfolge Sepp Herbergers als Bundestrainer antrat, glich dies einem Epochenwechsel. Der eher autoritäre Ansatz Herbergers machte einem offeneren Führungsstil Platz. Bald stellten sich Erfolge ein: Vizeweltmeister 1966 in England, WM-Dritter 1970 in Mexiko, Europameister 1972 und als krönender Höhepunkt die Weltmeisterschaft 1974. In Helmut Schöns Amtszeit fielen auch hochemotionale Momente wie das umstrittene „Tor von Wembley“ 1966 und fußballerische Sternstunden wie das WM-Halbfinale 1970 gegen Italien, das zwar 3:4 verloren ging, aber bis heute von Experten als „Spiel des Jahrhunderts“ eingestuft wird. In diese Reihe gehört auch der 2:1-Zittersieg im WM-Finale 1974 gegen die Niederlande. Die Bilanz Helmut Schöns in 139 Länderspielen kann sich sehen lassen: 87 Siege, 31 Unentschieden und 21 Niederlagen.



Ausgabetag: 01.09.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Portrait
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Andreas Ahrens, Hannover
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3174
 
Brigitte Am: 03.08.2015 07:08:00 Gelesen: 418201# 292 @  
Sonderpostwertzeichen - Blockausgabe
Thema: „Asterix“

Zack! Klirr! Aua! Als Asterix vor mehr als einem halben Jahrhundert im ersten Band der legendären französischen Comic-Reihe auftauchte, flogen gleich auf der ersten Seite die Fetzen. Der listige kleine Krieger, der sich mit seinem korpulenten Freund Obelix und weiteren Gefährten gegen die Besetzung ihres gallischen Dorfes durch die Römer zu Wehr setzt, ist mit seinen Abenteuern ganz groß geworden. Die Texte des Autors René Goscinny zu den Bildern des Zeichners Albert Uderzo wurden in 110 Sprachen und Dialekte übersetzt. Weltweit wurden bis heute mehr als 360 Millionen Hefte verkauft. Der Pariser Verlag Les Éditions Albert René beschreibt den monumentalen Erfolg sehr anschaulich so: „Aufgestapelt ergibt das 766 Mal den Eiffelturm.“

Der erste Asterix-Comic erschien am 29. Oktober 1959 als Fortsetzungsgeschichte in dem Jugendmagazin „Pilote“. Zwei Jahre später lag „Asterix, der Gallier“ als eigenes Heft mit einer kompletten Geschichte im Verkaufsregal. Der Zuspruch war riesig.

Fortan erschienen jährlich ein bis drei neue Alben. Nach dem frühen Tod Goscinnys 1977 führte Uderzo die Comic-Serie alleine weiter, ab 1979 im eigenen Verlag, der inzwischen an Hachette verkauft wurde. Seit Asterix 1968 dem deutschen Publikum vorgestellt wurde, sind hier 35 Bände erschienen. Zuletzt kam 2013 „Asterix bei den Pikten“ auf den Markt. Diese Folge gestalteten neue Autoren: der Texter Jean-Yves Ferri und der Zeichner Didier Conrad. Das Duo verantwortet auch den 36. Band, der im Oktober 2015 erscheint.

Wie viele andere Comicfiguren verwandelten sich Asterix und seine Gefährten auch in Leinwandhelden – in bislang neun Zeichentrickfilmen und in vier Spielfilmen, in denen Gérard Depardieu die Rolle des Obelix ausfüllt. Zuletzt feierte im Februar 2015 mit „Asterix im Land der Götter“ die Umsetzung des Bandes „Die Trabantenstadt“ Premiere, ein 3D-Animationsfilm. Als Achterbahnfahrt ist das Treiben der Comic-Helden in Plailly, nördlich von Paris, inszeniert: im Vergnügungspark „Le Parc Astérix“.



Ausgabetag: 01.09.2015
Wert (in Euro Cent) Motiv 1: „Asterix“: 62 / Motiv 2: „Obelix“: 62 / Motiv 3: „Idefix“: 21
Gesamtwert Blockausgabe: 145
Motiv: Dorfalltag ©2015 Les Editions Albert Rene/ Goscinny-Uderzo
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Steinacker, Bonn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen Motiv 1: „Asterix“: 33,00 x 39,00 mm / Motiv 2: „Obelix“: 33,00 x 39,00 mm / Motiv 3: „Idefix“: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. Motiv 1: 3177 / Motiv 2: 3176 / Motiv 3: 3175 / selbstklebend: Motiv 1: 3179 / Motiv 2: 3178 (Block 80)
 
Brigitte Am: 26.08.2015 09:24:47 Gelesen: 412754# 293 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Schätze aus deutschen Museen“
Thema: „Trauernde Frauen (Tilmann Riemenschneider)“

Seine Zeitgenossen nannten ihn auf gut fränkisch „Meister Dill“, der Schriftsteller Max von der Grün adelte ihn als „Meister aller Meister“. Gemeint ist Tilman Riemenschneider (um 1460–1531), einer der bedeutendsten Bildschnitzer und Bildhauer der deutschen Spätgotik. Doch was machte seine Skulpturen so begehrt, dass sich betuchte Kunstliebhaber förmlich darum rissen?

Was war das Geheimnis seiner Kunst? Es ist wohl der Ausdruck, die sublimen Gesten, die tiefen Blicke, die detailreichen Gewänder mit denen der Künstler seine Gottes-, Heiligen- und Menschenbilder ausstattete. Bis heute gilt sein Werk als Inbegriff religiöser Bildsprache. Außerdem aber machte seine Kunst einzigartig, dass Riemenschneider einer der ersten Bildschnitzer war, der seinen Gestalten allein durch die Bearbeitung des Holzes „Seelenfarbe“ verlieh. Die bis dato übliche Farbbemalung wurde dadurch überflüssig.

Zu den frühesten dieser reinen „Holzwerke“ zählt die Figurengruppe „Trauernde Frauen“, die um 1508 von Riemenschneider angefertigt wurde. Die Skulptur war ursprünglich Teil einer Beweinungsgruppe, in deren Zentrum sich Maria mit dem vom Kreuz abgenommenen Jesus befunden haben soll. Um die Hauptpersonen waren einst mehrere „Trauernde“ angeordnet, darunter auch die 62 x 43 x 24,5 cm große Skulptur der beiden Frauen. Gegenwärtig ist die Skulptur, die als Meilenstein in Riemenschneiders Gesamtwerk anzusehen ist, im Mainfränkischen Museum in Würzburg zu besichtigen.

In den folgenden Jahrhunderten geriet Riemenschneider in Vergessenheit. Selbst seine Ruhestätte auf dem Würzburger Domfriedhof kannte bald niemand mehr. Er lebte einzig in seinen Meisterwerken fort. Vielleicht wäre es auch so geblieben, wenn man nicht 1822 auf seine Grabplatte gestoßen wäre. Erst mit diesem Fund wurde „Meister Dill“ wiederentdeckt. Heute ist sein Oeuvre am besten in der „Riemenschneiderstadt“ Würzburg zu besichtigen. Das Mainfränkische Museum besitzt mit rund 80 Skulpturen und Reliefs die größte Riemenschneider-Sammlung der Welt.



Ausgabetag: 01.10.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Holzskulptur «Trauernde Frauen»
© Landesmuseum Württemberg, Foto Hendrick Zwietasch
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3180
 
Brigitte Am: 28.08.2015 07:03:00 Gelesen: 412353# 294 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „ 500. Geburtstag Lucas Cranach der Jüngere“

Er stand Zeit seines Lebens im Schatten seines Vaters, des berühmten Lucas Cranach des Älteren. Und noch heute, 500 Jahre nach seiner Geburt in Wittenberg, ist Lucas Cranach der Jüngere (1515–1586) vielen unbekannt. 2015 ist das erste Jubiläumsjahr, das diesem wichtigen Renaissancemaler gewidmet ist. Lucas Cranach d. J. war nicht nur ein virtuoser Künstler, sondern auch ein treuer Wegbegleiter der Reformation. Als solcher präsentiert er sich auch auf dem Hauptbild des Wittenberger Reformationsaltars (1547). Den hat er zusammen mit seinem Vater geschaffen und sich im Hauptbild wohl selbst verewigt – als Mundschenk, der Junker Jörg alias Martin Luther einen Trunk reicht.

Schon früh wurde Lucas in den florierenden Werkstattbetrieb des Vaters eingebunden. Cranach d. Ä. kultivierte dort aber einen so einheitlichen Stil, das nur wenig Raum für eigene Kreationen blieb. Die Werke jener Jahre sind daher schwer zuzuordnen, da beider Stil während dieser Periode noch sehr ähnlich ist – sicher mit ein Grund dafür, dass Lucas Cranach d. J. oft in einem Atemzug mit seinem Vater genannt wird. Erst ab Mitte der 1540er-Jahre wandte sich Cranach d. J. von dem konturbetonten und durch reine, ungemischte Farben geprägten Stil seines Vaters ab. Fortan zeichneten sich seine Werke durch eine kühlere Farbpalette sowie offenere Flächenstrukturen aus.

Daneben führte Cranach d. J. das Spezialgebiet seines Vaters fort, die Porträtmalerei. Er verwendete jedoch entgegen der bisherigen Cranach-Tradition oft lebensgroße Formate, stattete die Kompositionen mit Schlagschatten aus und ließ die Porträtierten aus dem Bild heraus mit dem Betrachter Blickkontakt aufnehmen. Als Lucas Cranach d. J. im Jahr 1586 starb, hinterließ er eine der größten und produktivsten Kunstwerkstätten in ganz Europa. Sonderausstellungen in Sachsen-Anhalt und Thüringen und erstmals erschienen Biografien laden im Jubiläumsjahr 2015 dazu ein, diesen bisher wenig gewürdigten Künstler als eigenständige Malerpersönlichkeit zu entdecken.



Ausgabetag: 01.10.2015
Wert (in Euro Cent): 45
Motiv: Hauptteil Altarbild Stadtkirche St. Marien Wittenberg
Foto: J. M. Pietsch
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Antonia Graschberger, München
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3181
 
Brigitte Am: 31.08.2015 07:07:00 Gelesen: 411628# 295 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „ 25 Jahre Deutsche Einheit“

Der 3. Oktober 1990, der Tag als Deutschland seine Einheit feierte, ging in die Geschichtsbücher ein. Die 1949 gegründete DDR beendet ihre Existenz, indem sie der Bundesrepublik Deutschland beitritt. 45 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und 41 Jahre nach der Gründung zweier deutscher Staaten leben die Deutschen wieder vereint in einem Land. Die Ereignisse, die mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 begannen, gipfelten in einem Staatsakt vor dem Berliner Reichstag. Dort formuliert Bundespräsident Richard von Weizsäcker: „Die Geschichte in Europa und in Deutschland bietet uns jetzt eine Chance, wie es sie bisher nicht gab. Wir erleben eine der seltenen historischen Phasen, in denen wirklich etwas zum Guten verändert werden kann.“

Legt man diesen Maßstab an, dann ist der Einigungsprozess der letzten 25 Jahre sicherlich – je nach Perspektive – durchaus unterschiedlich zu beurteilen. Es waren zunächst harte soziale Einschnitte nötig, insbesondere bei der Privatisierung der maroden DDR-Planwirtschaft. Mittlerweile gibt es zwischen Rügen und Erzgebirge durchaus schmucke Dörfer und Städte sowie eine hervorragende Infrastruktur, aber eben auch noch immer ein Wohlstandsgefälle gegenüber dem Westen. Dennoch überwiegen heute positive Meldungen. Es mag Zeichen einer gewissen Normalisierung sein, dass sich die Aufmerksamkeit langsam auch wieder auf westdeutsche Problemzonen richtet.

Eine finale Bewertung der deutschen Einheit wird diese letztlich als Erfolgsstory einstufen. Zweifellos hat die Wiedervereinigung, dieses einzigartige Geschenk der Geschichte, unser ganzes Land verändert. Deutschland wird international nicht nur als Musterbeispiel für staatliche Transformationsprozesse, sondern auch als sympathisches und weltoffenes Land wahrgenommen.

So etwa im „Sommermärchen“ zur Fußball-WM 2006 im eigenen Land. Und schließlich: Mittlerweile ist eine „gesamtdeutsche“ Generation herangewachsen, welche die deutsche Teilung und die „Mauer“ nur noch vom Hörensagen kennt.



Ausgabetag: 01.10.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3182
 
Brigitte Am: 23.09.2015 12:16:09 Gelesen: 407560# 296 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Weihnachten“ zur Unterstützung der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V.
Thema: „Stille Nacht“

„Stille Nacht, Heilige Nacht, alles schläft, einsam wacht ...“, so klingt es traditionell heimelig am Weihnachtsabend aus den Kirchen und Wohnstuben. Bis heute gilt „Stille Nacht, Heilige Nacht“ als Inbegriff des deutschsprachigen Weihnachtsbrauchtums, seine Melodie wurde auf alle Kontinente getragen, sein Text in mehr als 300 Sprachen übersetzt. Das Lied ist seit fast 200 Jahren Sinnbild für den Wunsch nach Frieden und vermittelt ein tiefes Gefühl der Harmonie und Zusammengehörigkeit. Für viele ist es heute ein nicht mehr wegzudenkender Bestandteil des Heiligen Abends.

Es war der 24. Dezember 1818, als der Hilfspriester Joseph Franz Mohr (1792–1848) in der Pfarrkirche St. Nikolaus im österreichischen Oberndorf dem Aushilfs-Organisten Franz Xaver Gruber (1787–1863) ein von ihm verfasstes Gedicht mit dem Namen „Stille Nacht, Heilige Nacht“ überreichte. Gruber sollte auf die Schnelle für die anstehende Christmette eine Melodie zu dem Text komponieren. Noch am gleichen Tag schrieb dieser eine Melodie für zwei Männerstimmen. Am Abend wurde das Stück in der Christmette aufgeführt. Mohr sang Tenor und übernahm die Begleitung auf der Gitarre, Gruber sang Bass. Schon die Premiere von „Stille Nacht“ am Weihnachtsabend 1818 muss bei der Oberndorfer Bevölkerung einen tiefen Eindruck hinterlassen haben. Immer wieder wurde das Lied in der folgenden Zeit aufgeschrieben, abgeschrieben und unter der Hand weitergereicht.

Gefördert wurde die Verbreitung auch durch einen „Weihnachtslied-Boom“, der zu jener Zeit um sich griff. Ursprünglich im Mittelalter als lateinische Hymnen in Messen oder Stundengebeten gesungen, hielt das weihnachtliche Liedgut im Laufe des 19. Jahrhunderts zunehmend Einzug in bürgerliche Familienstuben. Seit der ersten Schallplattenaufnahme im Jahr 1905 gehört „Stille Nacht, Heilige Nacht“ zu den meistverkauften Weihnachtsliedern weltweit. Allein die Aufnahme von Bing Crosby, in der englischen Adaption „Silent Night“, aus dem Jahr 1935 verkaufte sich millionenfach.



Ausgabetag: 02.11.2015
Wert (in Euro Cent): 62 + 30
Motiv: Singende Kirchengemeinde
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Greta Gröttrup, Hamburg
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3183 / selbstklebend: MiNr. 3186
 
Brigitte Am: 25.09.2015 07:08:00 Gelesen: 407159# 297 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Schätze aus deutschen Museen“
Thema: „Martin Schongauer - Geburt Christi mit Anbetung der Hirten“

Er war einer der bedeutendsten Maler und Grafiker seiner Zeit: Martin Schongauer (um 1445/50–1491). Dabei kennt man den ersten deutschen „peintre graveur“ (Stechmaler) vorwiegend als Grafiker. 116 seiner Kupferstiche, jeder von ihm eigens signiert, haben sich erhalten. Wohl als einer der ersten Künstler nummerierte er seine Stiche durchgängig. Er signierte sie mit seinen Initialen „MS“, vervielfältigte sie in hohen Auflagen und verbreitete sie in ganz Europa. Das malerische Werk Schongauers hingegen ist äußerst rar. Nur wenige seiner Gemälde haben die Zeit überdauert. Sie sind sämtlich herausragende Werke der deutschen spätgotischen Malerei. Unter diesen ist das um 1480 entstandene Bild „Geburt Christi mit Anbetung der Hirten“.

Dargestellt ist die berühmte Szenerie im Stall zu Bethlehem. In der ärmlichen Hütte beten Maria und Josef zum zerbrechlich wirkenden Jesuskind, das auf dem Boden vor ihnen liegt.

Die kleine Familie scheint zusammen mit Ochs und Esel in der Hütte geborgen und von einem heiligen Bezirk umgrenzt. Dies wird durch die Bildkomposition unterstrichen, die das Gemälde mittels einer von links oben nach rechts unten verlaufenden Diagonale in ein „Innen“ und ein „Außen“ teilt. Vertreter der Außenwelt sind die drei Hirten, die respektvoll vor dem Eingang des Stalles knien. Sie repräsentieren drei Lebensalter und machen damit deutlich, dass jung wie alt dem Christuskind die Ehre erweisen. Heute ist das kleinformatige Gemälde (37,5 x 28 cm) die „Geburt Christi mit Anbetung der Hirten“ in der Gemäldegalerie Berlin zu bewundern.

Selbst in Italien wurde Schongauer so verehrt, dass kein Geringerer als Michelangelo seine „Versuchung des Heiligen Antonius“ kopiert haben soll. Zu den größten Bewunderern Martin Schongauers gehörte u.a. auch der junge Albrecht Dürer, der 1492 extra nach Colmar pilgerte, um den Künstler zu treffen. Als er in Colmar eintraf, war Schongauer kurz zuvor verstorben. Dennoch ist der Einfluss, den Schongauer auf Dürers Werk hatte, unübersehbar.



Ausgabetag: 02.11.2015
Wert (in Euro Cent): 145
Motiv: Ausschnitt aus dem Gemälde «Geburt Christi mit Anbetung der Hirten»
© bpk I Gemäldegalerie, SMB, Kaiser-Friedrich-Museum-Verein I Jörg P. Anders
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG,
Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3184
 
Brigitte Am: 28.09.2015 07:11:00 Gelesen: 406472# 298 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Freude schenken“

Die Weihnachtszeit gehört für viele Menschen zur schönsten Zeit des Jahres. Man bastelt Adventsschmuck, geht auf den Weihnachtsmarkt, backt Plätzchen und erfreut sich an der von Schnee überzuckerten Landschaft. Besonders für Kinder ist die Vorweihnachtszeit aufregend, liegt doch über allem eine geheimnisvolle Spannung: Wie wird der Weihnachtsbaum aussehen?

Welche Geschenke werden darunter liegen? Werde ich das bekommen, was ich mir so sehr gewünscht habe? Kinder malen sich in Gedanken das Fest in den schönsten Farben aus. Aber Vorsicht: Schon der römische Gelehrte Seneca wusste: „Schenken ist keine leichte Sache und bereitet viel Schwierigkeiten“. Die hohe Schule des Schenkens ist eine manchmal quälende und dennoch wundervolle Herausforderung.

Zwar ruft die richtige Gabe zum richtigen Zeitpunkt Rührung oder wahre Begeisterung hervor, allerdings kann dabei leider auch hin und wieder zu Fehlgriffen kommen, die einen in ein Fettnäpfchen treten lassen. Die hohe Schule des Schenkens ist nichts anderes als eine zivilisatorische Ausformung der Höflichkeit, des Einfühlens in den Anderen und des menschlichen Miteinanders.

Und auch bei allen Schwierigkeiten – der oft genannten Qual der Wahl – macht Schenken doch auch große Freude. Nichts erfüllt einen mehr, als die richtige Wahl getroffen zu haben, ein Geschenk, das dem Empfänger entspricht. Denn dann bereitet man nicht nur dem Beschenkten eine Freude, sondern auch sich selbst.

Und – nehmen Sie sich die Zeit, ihr Geschenk zu verpacken. Denn Studien zeigen immer wieder, dass ein verpacktes Geschenk vom Beschenkten deutlich mehr geschätzt wird. So lohnt der Aufwand mit buntem Papier und Schleife – auch wenn Umweltorganisationen jedes Jahr zu Weihnachten etwas anderes propagieren. Ist das Geschenk aufwändig und geschmackvoll eingepackt, signalisiert es dem Beschenkten eine umso größere Wertschätzung, da sein Gegenüber mehr Zeit und Mühe in den Akt des Schenkens investiert hat. Das Papier steigert auch die gespannte Erwartung – ganz nach dem Motto: Vorfreude ist die schönste Freude.



Ausgabetag: 02.11.2015
Wert (in Euro Cent): 62
Motiv: Kind mit Teddybär-Geschenk
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Regina Kehn, Hamburg
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3185 / selbstklebend: MiNr. 3187
 
Brigitte Am: 18.11.2015 09:36:58 Gelesen: 396273# 299 @  
Postwertzeichen „Ergänzungsmarke“
Thema: „Ziffer 8“
Vorbehaltlich Genehmigung Portoanpassung durch die Bundesnetzagentur
Anlass

Zum 1. Januar 2016 wird der Preis für den nationalen Standardbrief der Deutschen Post von 0,62 Euro um 8 Cent auf 0,70 Euro erhöht. Briefmarken mit der Wertangabe 62 Cent werden bis zum 31. Dezember 2015 für den bis dahin geltenden Standardbriefpreis von 0,62 Euro zur Frankatur von Sendungen angeboten.

Damit auch nach dem Jahreswechsel nicht aufgebrauchte 62-Cent-Briefmarkenbestände weiter verwendet werden können, bietet die Deutsche Post eine 8-Cent-Briefmarke als Ergänzungsmarke an. Bereits ab dem 3. Dezember 2015 ist die Marke erhältlich und ab diesem Datum können Kunden auch schon die ersten Briefmarken mit der neuen Wertangabe 70 Cent erwerben.

Die vorzeitige Information über die Preisänderung und das Briefmarkenangebot ermöglicht den Kunden der Deutschen Post, ihre Bevorratung mit Briefmarken für die Freimachung von Standardbrief-Sendungen rechtzeitig und bedarfsgerecht umzustellen. Die Umstellung wird durch das flankierende Angebot der Ergänzungsmarke wesentlich erleichtert. Kunden können ihren Bestand an 62-Cent-Briefmarken dem absehbaren Bedarf anpassen und auch noch nach dem 1. Januar 2016 unter Verwendung der 8-Cent-Ergänzungsmarke kontinuierlich aufbrauchen. Ein Umtausch „alter“ Marken ist daher weder notwendig noch vorgesehen. Parallel zum Bestandsabbau bei den 62-Cent-Briefmarken können die Kunden ihren jeweils benötigten Anfangsbestand an 70-Cent-Briefmarken rechtzeitig aufbauen.

Die Gestaltung der Ergänzungsmarke ist ihrem speziellen Verwendungszweck angepasst. Das Motiv zeigt großformatig die Ziffer 8 sowie auf einem blauen Preisfeld klein die Wertangabe 8 Cent. Das spezielle Markenformat verdeutlicht die gegenüber der Dauerserie „Blumen“ und den Sonderpostwertzeichen außerordentliche Stellung dieser Briefmarke als Ergänzungsmarke. Sie wird nass- und auch selbstklebend – letzteres als 20er-Markenset – angeboten.



Ausgabetag: 03.12.2015
Wert (in Euro Cent): 8
Motiv: Die Ziffer 8 großformatig und die Wertangabe 8 Cent klein auf blauen Preisfeld
Foto: © Klein und Neumann, Iserlohn
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Joh. Enschede Security Print, Haarlem (NL)
Größe Postwertzeichen: 18,75 x 22,00 mm
MiNr. 3188 / selbstklebend: MiNr. 3196
 
Brigitte Am: 20.11.2015 07:03:00 Gelesen: 395873# 300 @  
Postwertzeichen
Dauerserie: „Blumen“
Thema: „Schokoladen-Kosmee“
Vorbehaltlich Genehmigung Portoanpassung durch die Bundesnetzagentur

Die „Schokoladenblume“ macht ihrem Beinamen alle Ehre. Wenn die Sonne scheint, verströmt die eigentlich „Schokoladen-Kosmee“ (Cosmos atrosanguineus) genannte 50-60 Zentimeter große Gartenblume einen wunderbaren Duft nach Zartbitter-Schokolade. Dabei gilt: Je wärmer und sonniger das Wetter, je fortgeschrittener die Nachmittagsstunden, desto intensiver das Schokoladenaroma. Die Sommerstaude gehört zur Gattung der Kosmeen (Schmuckkörbchen) und blüht von Juli bis Oktober in wunderschönem kräftigem Burgunderrot. Sie liebt einen sonnigen und warmen Standort sowie humusreichen und feuchten Boden.

Dabei ist sie als Zierstaude in Rabatten und als Topfpflanze für Balkon oder Terrasse geeignet. Hohe Ansprüche stellt die ursprünglich aus Mexiko stammende Gartenblume nicht. Nur auf ausreichende Wasserzufuhr ist zu achten. Staunässe sollte man vermeiden, sonst faulen die Wurzeln und die Pflanze stirbt ab. Um die Staudenpflanze zu fördern, sollte man verwelkte Blüten regelmäßig abschneiden. Auch durch einen gezielten Schnitt erhält die Schokoladen-Kosmee wieder genügend Energie, um neue Triebe und Blüten herauszubilden. Abgeschnittene Blütenstängel eignen sich perfekt für die Blumenvase. Auch wenn die Schokoladen-Kosmee gut ohne auskommt, schadet eine leichte Düngergabe ab und zu nicht. Gut geeignet ist organischer Dünger wie Komposterde, Brennnesseljauche oder Teichwasser. Auf stickstoffhaltigen oder mineralischen Dünger sollte man hingegen verzichten.

Die Schokoladenblume ist nicht winterhart. Soll die empfindliche Gartenblume auch im nächsten Jahr wieder ihren verführerischen Schokoladenduft verströmen, müssen die Knollen im Herbst ausgegraben und an einem kühlen, trockenen Ort gelagert werden. Im nächsten Frühling kann man sie dann erneut einpflanzen. Namentlich zu verwechseln ist die „Schokoladen-Kosmee“ mit der gelb blühenden „Berlandierea lyrata“,die ebenfalls „Schokoladenblume“ genannt wird. Auch sie duftet nach Schokolade – allerdings nach einer Vollmilch-Variante.



Ausgabetag: 03.12.2015
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Schokoladen-Kosmee
Foto: © Klein und Neumann
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3189 / selbstklebend: MiNr. 3197
 
Brigitte Am: 23.11.2015 07:08:00 Gelesen: 395215# 301 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Mikrowelten“
Thema: „Kieselalge“ und „Blüte Odermennig“
Vorbehaltlich Genehmigung Portoanpassung durch die Bundesnetzagentur

Die Natur birgt viele Geheimnisse, die nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen sind. Oft muss man sehr genau hinsehen, um Verborgenes zu entdecken. So leben in Meeren, Seen, Flüssen, Teichen und sogar in Pfützen teils mit bloßem Auge nicht erkennbare Organismen. Die Mikrowelten der Algen, Geißeltierchen oder Amöben sind oft erst unter dem Mikroskop in ihrer ganzen Schönheit und Vielfalt zu bestaunen. Auch der Odermennig macht sich lieber klein: Die kleinen goldgelben 5-zähligen Blüten der einst berühmten Heilpflanze sind nur etwa 5-8 mm groß und wachsen in schlanken Ähren an der Spitze des Stängels. Dennoch liegt in ihnen eine beträchtliche Heilkraft, wie schon die alten Ägypter und Griechen wussten.

Kieselalgen – botanisch „Diatomea“ oder „Bacillariophyta“ genannt – bilden einen wertvollen Teil des Planktons und sind das Grundnahrungsmittel für viele Meeres- und Süßwasserbewohner. Mit bloßem Auge sind Kieselalgen nicht immer zu erkennen, werden sie doch im Extremfall nur wenige Zehntel Millimeter groß. Jede Kieselalge ist von einem Kieselgehäuse umgeben, das aus zwei Teilen besteht, die perfekt aufeinander passen. Wie bei einer Pralinenschachtel ist der Deckel dabei stets größer als der Boden. Die Gehäuse haben oft prächtige Formen, geziert durch ein Rippen-, Streifen- Spitzen- oder Lochmuster.

Der 50 bis 120 cm hohe Odermennig aus der Familie der Rosengewächse wächst zwar für jedermann sichtbar in der Natur, das Wissen über seine Heilkräfte ist dennoch mit der Zeit fast verlorenen gegangen. Dem Odermennig wird „adstringierende“ (zusammenziehende) Wirkung nachgesagt, weshalb seine Blätter und Blüten gerne bei äußerlichen Verletzungen Anwendung finden. Besonders bei Sängern und Sprechern ist Odermennig-Tee beliebt, reinigt er doch die Stimme und schützt vor Infektionen. Auch wirkt der Tee anregend auf Leber, Galle und Milz, den Verdauungsapparat sowie auf Nieren und Blase. Blütezeit ist zwischen Juli und September, in dieser Zeit sollte das Heilkraut auch geerntet werden.





Ausgabetag: 03.12.2015
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Kieselalge“ 70 / Motiv 2: „Blüte Odermennig“ 70
Motiv 1: Kieselalge in 600-facher Vergrößerung © KAGE Mikrofotografie
Motiv 2: Blüte Odermennig in 40-facher Vergrößerung © KAGE Mikrofotografie
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Andrea Voß-Acker, Wuppertal
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 39 x 33 mm
MiNr. Motiv 1: 3192 / selbstklebend: MiNr. 3205 / MiNr. Motiv 2: 3193 / selbstklebend: MiNr. 3206
 
Brigitte Am: 25.11.2015 07:11:00 Gelesen: 394742# 302 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „250 Jahre Technische Universität Bergakademie Freiberg“
Vorbehaltlich Genehmigung Portoanpassung durch die Bundesnetzagentur

Freiberg, die sächsische Universitätsstadt am Fuße des Erzgebirges, ist vor allem für ihre Bergbau- und Hüttenhistorie bekannt. Seit 1765 ist die heute rd. 40.000 Einwohner zählende Große Kreisstadt auch ein Magnet für Studierende und Wissenschaftler. Die Technische Universität Bergakademie Freiberg ist die älteste noch bestehende Montanuniversität der Welt sowie einer der ältesten technischen Hochschulen weltweit. Tradition und Innovation gehen in Freiberg gut zusammen: Als nationale „Ressourcenuniversität“ arbeitet die Bergakademie intensiv an einer nachhaltigen Stoff- und Energiewirtschaft der Zukunft.

2015 feiert die geschichtsträchtige Bildungseinrichtung ihren 250. Geburtstag. Gegründet wurde die „Alma mater fribergensis“ am 21. November 1765 durch Prinz Xaver von Sachsen als Ausbildungsstätte für Bergleute. Zunächst entstanden eine geometrische Zeichenschule sowie eine metallurgische und chemische Lehranstalt.

Wilhelm August Lampadius (1772–1842), Professor an der Bergakademie für Chemie und Hüttenkunde, entdeckte 1796 hier den Schwefelkohlenstoff und richtete mit seinem chemisch-metallurgischen Laboratorium 1796/97 in Freiberg das erste Hochschullabor der Welt ein. Freiberger Wissenschaftler waren es auch, die zwei neue chemische Elemente entdeckten, 1863 das Indium, 1886 das Germanium.

In Freiberg studierten und forschten deutsche Geistesgrößen wie Johann Wolfgang von Goethe, Alexander von Humboldt und Novalis. Von Beginn an war die Bergakademie aber auch durch Internationalität geprägt. Gegenwärtig kommen 15 Prozent der Studenten aus dem Ausland. Das heutige Forschungsprofil der Bergakademie Freiberg besteht aus den vier Wissenschaftsgebieten Geologie, Material/Werkstoffe, Energie sowie Umwelt. Anlässlich des 250. Geburtstags der Bergakademie Freiberg sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Höhepunkt des Jubiläumsreigens ist ein Festakt im November 2015, zu dem Bundespräsident Joachim Gauck sowie zahlreiche Hochschulrektoren aus aller Welt erwartet werden.



Ausgabetag: 03.12.2015
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Mineralien aus der Nähe Freiberg
Farbige Mineralienabbildung und Schriftzug: © Martin Haubenreißer, Leipzig
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Elisabeth Hau, Nürnberg
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co.KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3194 / selbstklebend: MiNr. 3198
 
Brigitte Am: 27.11.2015 07:01:00 Gelesen: 394210# 303 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Paul Klee - Gemälde: Himmelsblüten über dem gelben Haus“

„Ein eigenes Haus, aus dem die Blüten seiner Kunst wachsen könnten, verwurzelt in heimatlicher Erde“, dies sei sein Lebenswunsch, sagte Paul Klee (1879–1940) einmal. Bildlich setzte der Künstler seinem Traum in „Himmelsblüten über dem gelbem Haus (das auserwählte Haus)“ ein Denkmal. Das Aquarellgemälde entstand 1917 während seiner Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg. Paul Klee gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der modernen Kunst. Er schuf ein ebenso universales wie individuelles Werk, das zwischen allen Strömungen seiner Zeit anzusiedeln ist.

Das gelbe Haus mit dem mattroten Ziegeldach wird flankiert von einer Häusergruppe in Türkis, Lila und Grün. Aus dem Haus wachsen zwei Äste mit geometrisch geformten Blüten zum Himmel empor. Künstlerische Fantasie sprengt die Grenzen des Irdischen. Im gleichen Rhythmus wie die Blütenpracht bewegt sich der neben der Häusergruppe stehende Tannenbaum, seine Äste entfalten sich wie ein Regenschirm gen Himmel. Geerdet wird die Szenerie durch die in gedämpften, dunklen Farben gehaltenen Dreiecke des kartonierten Rahmens, der das kleine Aquarell umgibt. Sie wirken bedrohlich und schützend zugleich. Ein kleines „K“ ziert die Fassade des gelben Hauses, die Signatur benennt den Urheber des Traumes: Paul Klee.

Als ein Mitglied der Künstlergruppe „Blauer Reiter“ hatte sich Paul Klee bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit seinem zeichnerischen und grafischen Werk einen Namen gemacht. Doch schon bald löste er sich von den Gefährten und beschritt eigene künstlerische Wege. Ein einschneidendes Erlebnis wurde die Reise nach Tunis, die Klee mit den Malerfreunden August Macke und Louis Moilliet im April 1914 unternahm. Im Laufe der zwei Wochen fand Klee zu einem neuen künstlerischen Stil. Fasziniert vom Licht und den Farben des Südens wendete er sich immer mehr der Malerei zu. Paul Klee starb am 29. Juni 1940. Das „Himmelsblüten-Haus“ aus dem Museum Berggruen gibt sich derzeit in der „Sammlung Scharf-Gerstenberg“ in Berlin die Ehre.



Ausgabetag: 03.12.2015
Wert (in Euro Cent): 240
Motiv: Aquarell und Gouache „Himmelsblüten über dem gelben Haus“
© Werk: bpk / Nationalgalerie, SMB, Museum Berggruen / Jens Ziehe
Signatur: Klee-Nachlassverwaltung
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Sibylle Haase & Prof. Fritz Haase, Bremen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 33 x 39 mm
MiNr. 3195
 
Brigitte Am: 02.12.2015 08:48:21 Gelesen: 393305# 304 @  
Postwertzeichen
Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Fuchsie“

Sie ist ein wahrer Klassiker der Balkonbepflanzung: Was die Geranie für die Sonne ist, ist die Fuchsie (Fuchsia) für den Schatten: Es gibt kaum einen Balkon oder eine Terrasse, die im Sommer nicht mir ihr geschmückt wird. Die meisten Fuchsien sind strauchartig und erreichen eine Größe von 30 bis 120 Zentimeter. Sie blühen von Mai bis Oktober in verschiedenen Farben. Die Nachtkerzengewächse werden besonders gerne als Hängepflanze für Ampeln oder als Ziergehölz für Kübel und Balkonkästen verwendet. Fuchsien lieben schattige bis halbsonnige Standorte, direkte Sonneneinstrahlung ist problematisch. Unerlässlich ist regelmäßiges Gießen. Bei trockenem Wetter sollten die Blätter und Blüten zusätzlich mit Wasser besprüht werden.

Über 100 Wildarten sind bis heute bekannt. Die meisten davon stammen aus den Bergwäldern Mittel- und Südamerikas, einige kommen auch auf Tahiti und Neuseeland vor. Im frühen 18. Jahrhundert kamen die ersten Fuchsien nach Europa. Benannt wurde sie nach dem deutschen Botaniker Leonhart Fuchs (1501–1566). Im 19. Jahrhundert wurde das Gehölz mit seinen lüsterförmigen Blüten zu einer beliebten Zierpflanze und variantenreich weitergezüchtet. So sind durch Kreuzungen bis heute in Europa über 6.000 Sorten entstanden. Dabei gibt es niedrig wachsende Arten wie die „Fuchsia procumbens“, aber auch die „Fuchsia excorticata“, die eine Höhe von fast zehn Metern erreicht.

Bis auf wenige Sorten sind Fuchsien nicht winterhart. Beim Umtopfen sollte man darauf achten, keine zu großen Gefäße zu verwenden, ansonsten entwickeln die Pflanzen keinen stabilen Wurzelballen. Wer eine dichte, buschige Form erlangen will, sollte die weichen, noch nicht verholzten Triebspitzen ausbrechen. An dieser Stelle entwickeln sich dann zwei oder mehrere Seitentriebe.

Auch sollte man Fuchsien von März bis August regelmäßig düngen. In Freibeeten eignen sich Fuchsien in kleinen Gruppen in Rabatten und am Gehölzrand. Geeignete Pflanzpartner sind Frühblüher wie Akelei, Zierlauch, Waldstauden und Gräser.



Ausgabetag: 03.12.2015
Wert (in Euro Cent): 400
Motiv Fuchsie Foto: © Klein und Neumann
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3190
 
Brigitte Am: 03.12.2015 07:11:00 Gelesen: 393215# 305 @  
Postwertzeichen
Serie: Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Bienen-Ragwurz“

Außergewöhnlich ist seine Optik, einmalig seine Bestäubungstechnik: Der Bienen-Ragwurz (Ophrys apifera) aus der Familie der Orchideen. Die Pflanze wird 20 bis 50 Zentimeter hoch, besitzt zwei bis vier in einer Rosette angeordnete Laubblätter sowie lilafarbene Blüten. Der Blütenstand ist sehr locker und umfasst lediglich drei bis zehn Blüten pro Pflanze. Betrachtetet man den Bienen-Ragwurz aus der Entfernung scheint es, als würde sich eine Biene auf der Blüte tummeln. Stattdessen ist es ein Teil der Pflanze. Einige Insektenarten, etwa männliche Hornbienen, lassen sich dadurch täuschen, nehmen den Blütenpollen während einer sogenannten Pseudokopulation auf und tragen ihn zur nächsten Blüte weiter. Dieses Phänomen wird in der Botanik auch „Sexualtäuschung“ genannt.

Der in den Monaten Juni und Juli aufblühende Bienen-Ragwurz wird dennoch nur selten fremdbestäubt. So greift die Pflanze zu einem weiteren botanischen Trick: Der Selbstbestäubung (Autogamie). Dazu biegt sich der an der Spitze sitzende Staubbeutel mit den Pollenpaketen auf die Narbe herab und berührt diese schließlich – eine absolute Seltenheit in der Gattung der Orchideen. Aufgrund der Selbstbestäubung schwankt das Vorkommen des Bienen-Ragwurz von Jahr zu Jahr beträchtlich. Insgesamt gelangen nur rd. 10 Prozent einer Population zur Bestäubung. War sie allerdings erfolgreich, bildet die Pflanze rd. 10. 000 winzige Samen aus.

Der Bienen-Ragwurz reagiert auf unterschiedliche Witterungsverhältnisse äußerst sensibel. So kann es in manchen Jahren aufgrund von kalten Wintern oder Frühjahrstrockenheit vielerorts zu einem „Totalausfall“ der Blüte kommen. Der Bienen-Ragwurz bevorzugt kalkreiche Böden und wächst auf Magerrasen und in lichten Trockenwäldern. In Deutschland ist er insbesondere in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Thüringen und dem Saarland anzutreffen. Dennoch gehört er hierzulande zu den bedrohtesten Pflanzenarten überhaupt. In Österreich ist die seltene Orchideenart bereits nahezu ausgestorben.



Ausgabetag:03.12.2015
Wert (in Euro Cent): 450
Motiv Bienen-Ragwurz Foto: © Klein und Neumann
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3191
 
Brigitte Am: 16.12.2015 08:58:19 Gelesen: 391041# 306 @  
Postwertzeichen
Dauerserie: „Blumen“
Thema: „Alpendistel“

Die Alpendistel (Carduus defloratus), auch „Bergdistel“ genannt, ist in Höhen von bis zu 3000 Metern im gesamten Alpenraum und im Alpenvorland, aber auch in Mittelgebirgen anzutreffen. Die mehrjährige, krautige Pflanze wird 20 bis 80 Zentimeter hoch und hat markante, bogig aufsteigende Stängel. Die schmucke Blume aus der Gattung der Ringdisteln wird nach der „Roten Liste“ der verschollenen und gefährdeten Pflanzen zumindest als „schonungsbedürftig“ eingestuft. Verbiss und Tritt von Gämsen und anderem Bergwild haben ihren Bestand verringert. Pflücken darf man die Distel daher auf keinen Fall. Auch sollten Wanderer durch aufmerksames Begehen des Geländes stets bemüht sein, den Korbblütler nicht zu zertreten oder anderweitig zu schädigen.

Die Alpendistel ist leicht zu erkennen. Der untere Stängelabschnitt ist dicht beblättert, der obere meist blattlos und filzig behaart. Die Blätter sind lanzettlich, auf der Oberseite kahl, auf der Unterseite meist leicht behaart. Am Rand sind sie dornig gezähnt. Die purpurroten, einzeln stehenden, leicht nickenden Blüten werden bis zu 20 Millimeter breit und bestehen aus bis zu 200 zweilippigen Röhrenblüten. Dennoch ist die Alpendistel unter Umständen mit der „Fedrigen Flockenblume“ (Centaurea uniflora) zu vewechseln, die in Blüten- und Blätterform ähnlich ist. Unter deren purpurroten Scheinblüte befindet sich jedoch ein kugelförmiges braunes Gebilde mit gelblich braunen Anhängseln. Auch ist im Unterschied zur Alpendistel der ganze Stängel mit Blättern versehen.

Die Alpendistel, die nicht als Heilpflanze verwendet wird, blüht von Juni bis Oktober. Die Blüten werden vor allem von Bienen und Hummeln bestäubt. Die reifen Früchte besitzen einen feinen, bis 1,5 Zentimeter langen Haarkranz, der als „Flug-Einrichtung“ dient. Der Wind verbreitet sie in alle Himmelsrichtungen. Im Herbst sterben die oberirdischen Teile der Pflanze ab. Einzig ein an der Erdoberfläche liegender Spross bleibt zurück, aus dem im Frühjahr die Pflanze neu austreibt.



Ausgabetag: 02.01.2016
Wert (in Euro Cent): 250
Motiv Alpendistel Foto: ©Klein und Neumann
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3199
 
Brigitte Am: 18.12.2015 07:03:00 Gelesen: 390853# 307 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Klassische deutsche Automobile“
Thema: „Porsche 911 Targa und „Ford Capri 1“

Bereits bei ihrer Premiere haben sie Neuland betreten, Emotionen geweckt und für Aufsehen gesorgt. Bis heute lassen sie die Herzen der Autoliebhaber höher schlagen. Der Porsche 911 Targa, eine Karosserievariante des Porsche 911, im Jahr 1965, und vier Jahre später der Ford Capri 1. Der Porsche: Kein Coupé, kein Cabrio, aber irgendetwas dazwischen. Eine ganz neue Fahrzeugkategorie. Genauso der Ford Capri 1, der als „kleiner Bruder“ des US-Bestsellers Ford Mustang den europäischen Markt für Sportcoupés erschloss. Mit seiner Mischung aus Sportwagenoptik, grundsolider Großserientechnik und erschwinglichem Preis erschloss auch er ein ganz neues Marktsegment.

Die Basisversion des Porsche 911 war 1964 mit einem 2-Liter-Sechszylinder-Boxermotor und einer Leistung von 96/130 (kw/PS) auf den Markt gekommen. Damit beschleunigte der 911er in 9,1 Sekunden von Null auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h. Das spezielle Charakteristikum des „Targa“ ist eine abnehmbare, zweiteilige Dachkonstruktion, wobei nur ein Überrollbügel übrig bleibt. Die Porsche-Werbung nennt den Sportwagen ein „Sicherheits-Cabrio“. 1966 geht der Targa, der zunächst für 22.380 DM zu haben war, in Serie. Seither wurden rund 100.000 Exemplare verkauft. Unter beständiger Modellpflege wurde der Porsche 911 Targa immer weiter entwickelt. Heute sind von den rd. 853.000 Porsche vom Typ 911 weltweit rd. 13 Prozent Targas (Stand 2014).

Der Ford Capri 1 war dem 1964 in den USA mit großem Erfolg eingeführten Ford Mustang nachempfunden. Gebaut wurde er für den europäischen Markt von 1969 bis 1973. Entsprechend den europäischen Gepflogenheiten war der Ford Capri allerdings kleiner und schwächer motorisiert als der große US-Bruder. Im Gegenzug punktete der Ford Capri jedoch mit seinen Sportwagen-Proportionen, insbesondere der langen Motorhaube und dem gedrungenen Heck. Und er lockte durch seinen Preis: Die 6995 DM für die Basisversion waren auch für mittlere und untere Einkommensklassen erschwinglich.





Ausgabetag: 02.01.2016
Wert (in Euro Cent): „Porsche 911 Targa“ 70 Cent / „Ford Capri 1“ 70 Cent
Motiv Porsche 911 Targa, ©Porsche AG, Historisches Archiv / Ford Capri 1, ©Ford Werke GmbH
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Serres, Hattingen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Porsche MiNr. 3201 / selbstklebend: MiNr. 3213 / Ford MiNr. 3202 / selbstklebend: MiNr. 3214
 
Brigitte Am: 21.12.2015 07:11:00 Gelesen: 390429# 308 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: „Löwenburg Kassel“

Die „Löwenburg“ im Kasseler Schlosspark „Wilhelmshöhe“ zählt zu den ungewöhnlichsten und facettenreichsten