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Thema: Stempel Schau - schön, selten oder kurios
Das Thema hat 488 Beiträge:
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rostigeschiene Am: 20.01.2011 00:18:51 Gelesen: 457960# 364 @  
Bei der Durchsicht meiner Bestände fiel mir diese Marke auf.

Gestempelt im März 1958 in Schöninghsdorf, heute ist Schöninghsdorf ein Ortsteil der Gemeinde Twist im Emsland.

Das besondere ist wohl die sehr späte Verwendung dieser Stempeltype, die ich Euch nicht vorenthalten wollte.



Gruß Werner
 
Jürgen Witkowski Am: 12.02.2011 17:48:14 Gelesen: 455058# 365 @  
Viele Stempelmaschinenfabrikate, die in Deutschland erprobt wurden, kamen auch in den Niederlanden zum Einsatz. Der zu Beginn des letzten Jahrhunderts verbreiteten Mode, Flaggeneinsätze in den Stempelmaschinen zu verwenden, konnte sich auch die Niederländische Post nicht verschließen.

Dieser Columbia-Flaggenstempel aus Rotterdam vom 1.4.1907, Typ V213 laut dem Niederländischen Maschinenstempelkatalog von F.W. van der Wart, ist zwischen November 1906 und Juli 1907 nachgewiesen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
westfale1953 Am: 02.03.2011 17:49:46 Gelesen: 452793# 366 @  
Diesen Stempel kannte ich bis heute auch noch nicht.



Wer kann mir dazu etwas sagen?

Danke und schönen Abend

Bernhard
 
Martinus Am: 03.03.2011 17:05:26 Gelesen: 452516# 367 @  
Wilhelm Busch Ausstellung 1932 in Hannover

Auch ein schöner Stempel, wie ich meine. Bochmann, Hannover S 29, Bandstempel. Vor allem wenn man Helenchen mag, lt. Wilhelm Busch geht das so:

"Helenchen wächst und wird gescheit und trägt bereits ein langes Kleid!"

Wie hier im Bild zu sehen, hat sie oben sogar noch ein Blümchen.



Absender war ein Th. Grimm. Wußte schon immer, dass auch Märchen Erzähler zusammen halten! :-)

mit Sammlergruß Martinus
 
spain01 Am: 08.03.2011 00:50:51 Gelesen: 451649# 368 @  
Hier war wohl ein übereifriger Postler am Werk: 9 Stempel auf 6 Marken, oder ein Stempel pro Mark als Gebühr. War ja bezahlt, also "Dienst" am Kunden ?

Vermutlich handelt es sich um die "b"-Farbe der DR MiNr. 114, links senkrechter 3er-Streifen, rechts oben Einzelmarke, darunter senkrechtes Paar. Die Stempelqualität ist aber hervorragend.

Gruss
Michael


 
Jürgen Witkowski Am: 08.03.2011 10:47:49 Gelesen: 451575# 369 @  
@ spain01 [#368]

Der Postler war nicht übereifrig, sondern hat seine Pflicht getan. Die Abstempelung der Markwerte mit zwei neben einander zu setzenden Stempelabdrücken war vorgeschrieben.

Siehe auch:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=30552

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Hawoklei Am: 17.03.2011 09:05:46 Gelesen: 449665# 370 @  
Neue deutsche Rechtschreibung schon 1900?

Man kann auch sagen: "alles war schon mal da!"

Heute muss man ja manchmal "drei Konsonanten" in Folge in einem Wort "recht schreiben"!

Im unten abgebildeten Stempel wurde auch im November 1900 der Ort

GROSSSCHÖNAU schon mit 3mal "S" geschrieben!

Beste Grüsse
Hans


 
Hawoklei Am: 17.03.2011 11:01:19 Gelesen: 449639# 371 @  
@ Hawoklei [#370]

Danke an die Redaktion für das Verschieben des Beitrags!

Passt gut hierher!

Beste Grüsse
Hans
 
Martinus Am: 17.03.2011 13:56:25 Gelesen: 449607# 372 @  
Fahrbares Sonderpostamt Nebenstempel?

Habe einen schönen Beleg in einer Grabbelbox gefunden, den ich hier gerne zeigen möchte!



Ich wußte gar nicht, dass es derartige Stempel heute noch (relativ) gibt!

mit Sammlergruß Martinus
 
DL8AAM Am: 17.03.2011 19:01:44 Gelesen: 449466# 373 @  
@ Hawoklei [#370]

Neue deutsche Rechtschreibung schon 1900?

Die erste "richtige" deutsche Rechtschreibreform war erst ein Jahr später (1901). Einige damals gemachten "Fehler" haben wir alle in der Schule als richtig gelernt bis erst 1996 bei der letzten Reform wieder korrigiert wurden, u.a. die S-Schreibung. 1901 setze sich die adelungsche s-Schreibung in einem "Kampf der Gelehrten" gegen die bis dahin geltende heysesche s-Schreibung durch. 1996 wurde dieser Entscheid rückgängig gemacht, weshalb wir nun wieder die guten alten Regeln bei der S/SS/ß-Schreibung haben. Wie Du schon schreibst alles war schon mal da!. "Gutes" und "richtiges" setzt sich langfristig eben immer wieder durch. Bleibt zu hoffen, dass wir unser gutes altes deutsche TH auch bald wiederbekommen "Thür statt Tür", man spricht es ja auch als TH. Cöln sieht mit C auch schöner aus als harte, kantige, eckige, einfach nur unschöne Köln. Das alles verdanken wir den Orthographischen Konferenzen von 1901. Shame on them. ;-)

Ich tippe bei GROSSSCHÖNAU handelte es sich aber nur um das "Problem" des Zusammenpralls von ß aus Groß und S auch Schönau. Ein echtes Großschreiben von ß war bis vor kurzem nicht so richtig schön möglich. Das große SZ wurde ja auch erst 2008 auf Beschluß des DIN in unser Alphabet aufgenommen. Auf die schnelle habe ich auch keine damals (d.h. vor 1901) geltende Großbuchstabenregel für das S/SZ-Problem gefunden. Bei Kleinbuchstaben hat man es mit einem Einsetzten eines "ſ" vermieden drei gleiche s aneinanderreihen zu müssen, z.B. "Maaſsstab statt Maassstab". Damals schrieb man übrigens Maßstab korrekterweise noch mit Doppel-A. Aber abwarten die nächste Fehlerkorrekturreform kommt bestimmt, alles war schon mal da! ;-))

Gruß
Thomas
 
Hawoklei Am: 17.03.2011 19:34:08 Gelesen: 449456# 374 @  
@ DL8AAM [#373]

Hallo Thomas,

ich fahre zwar nächste Woche zu unserem 55 jährigen Klassentreffen, aber gerade deshalb schönen Dank für die "Deutsch- und Geschichtsstunde"!

Beste Grüsse
Hans
 
DL8AAM Am: 17.03.2011 20:05:35 Gelesen: 449444# 375 @  
@ Hawoklei [#374]

Hi, sollte aber keine Geschichtsstunde werden, war mehr als kleine Glosse bzw. Ironie zur kürzlichen und teilweise doch recht hysterischen Rechtschreibreformdiskussion gedacht. ;-))

Aber ernsthaft, sieht Thür denn nicht wirklich optisch schöner und auch richtiger aus, als die nackte Tür? Oder wirkt nicht ein Rathskeller gemütlicher und viel einladender, als ein so moderner, steriler Ratskeller?

Gerade das ist hier kürzlich passiert: Mit vielen vielen Euros aus dem sonst leeren Stadtsäckel wurde aus einem - zwar recht renovierungsbedürftigen - historischen Rathskeller ein Restaurant im Stile einer Bahnhofswartehalle.

Viel Spass bei Eurem Treffen!

Thomas
 
Hawoklei Am: 18.03.2011 18:01:38 Gelesen: 449294# 376 @  
@ DL8AAM [#375]

Das in Deinem letzten Satz beschriebene Szenario hat sicher nichts mit der Schreibweise zu tun, oder? -:))

Mir hat ein kühles Bier im Ratskeller immer eben so gut geschmeckt wie im Rathskeller!

Das ganze ist sicher ein Thema unterschiedlicher Meinungen!

Ich persönlich sehe eigentlich nicht ein, warum ich Buchstaben schreiben soll, die ich beim Sprechen gar nicht hören kann! -:)) (Thür u. Rathskeller?)

Hoffentlich kriegen wir keine Schimpfe von Richard wegen des Themas.

Beste Grüsse
Hans
 
aldifreak1 Am: 07.04.2011 09:14:56 Gelesen: 445110# 377 @  
Hallo

Ich habe heute von einem deutschen Kollegen einen Beleg bekommen. Zuerst dachte ich es ist ein normaler Brief.

Seht Euch bitte die Bilder genau an. Wer findet die Kuriosität?

Aber, die Fachleute unter Euch werden es bestimmt schnell finden!

Liebe Grüsse

Frank



 
Lothar Schrapp Am: 07.04.2011 09:37:39 Gelesen: 445105# 378 @  
@ aldifreak1 [#377]

Hallo aldifreak,

Stempelabschlag vom 30.09.19 83, Ausgabetag der Europamarken 1984 (Michel-Nr. 1211) aber erst am 08.05.19 84 (Europatag).

Mit freundl. Sammlergrüßen

Lothar Schrapp
 
aldifreak1 Am: 07.04.2011 13:09:03 Gelesen: 445069# 379 @  
Hallo Lothar,

ja genau!

Liebe Grüsse Frank
 
AfriKiwi Am: 08.04.2011 01:10:20 Gelesen: 444995# 380 @  
Ein Aerogramm von Kenia nach Durban, Südafrika, frankiert mit Werten Kenia Mi246 und 248.

Stempel Nairobi 16 06.1985 unter mehr deutlichen Stempel Manzini 19 VI 85, Swaziland. Brief innen datiert 14.06.85 mit Absender und Brief nach, von Nairobi.

Eigenartig daß ein Swaziland Stempel drauf kam da wohl Durban auf der Hauptroute doch liegt und nicht Manzini.

Erich




 
Lars Boettger Am: 08.04.2011 06:56:21 Gelesen: 444977# 381 @  
@ AfriKiwi [#380]

Hallo Erich,

eine einfache Erklärung wäre, dass der Brief irrtümlich falsch sortiert wurde und dann von Manzini nach Durban ging.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
AfriKiwi Am: 09.04.2011 00:28:50 Gelesen: 444849# 382 @  
@ Lars Boettger [#381]

Hallo Lars,

das ist wohl der Fall der mangelhaften Sortierung in Nairobi. Das Aerogramm wurde zuerst abgestempelt in Nairobi ging in den verkehrten Postsack nach Manzini, Swaziland statt Durban, Südafrika.

Meine Spekulation ist daß das Aerogramm eher mutwillig in den Swaziland Postsack ging wegen politischen Orientierungen zu dieser Zeit.

Zum Glück kam das auch traurige Aerogramm (lese Inhalt) an in Durban denn es wurde schon am 24.06.85 beantwortet.

Erich
 
drmoeller_neuss Am: 11.04.2011 22:02:08 Gelesen: 444385# 383 @  
@ AfriKiwi [#380]

Ich vermute, dass während der Apartheit-Zeit die Air Kenya nicht direkt nach Südafrika geflogen ist. Daher konnte Luftpost nur zum nächst gelegenen Flughafen ausserhalb von Südafrika geflogen werden. In Manzini liegt der Flughafen Matsapha, der einzige internationale Flughafen von Swaziland.

Von Swaziland konnte die Post auf dem Landweg weiter nach Südafrika gebracht werden.
 
AfriKiwi Am: 11.04.2011 23:39:57 Gelesen: 444374# 384 @  
@ drmoeller_neuss [#383]

Hallo drmoeller_neuss,

Deine Vermutung kann stimmen. Es ist aber nicht zu sagen daß es gerade Air Kenya als Träger war, ein Boykott - Land bestimmt, wie Du meinst nicht in Südafrika landen zu wollen.

Interessant ist auch wohl daß andere Fluglinien wohl wie Lufthansa, KLM, usw. sicherlich Post beförderte auch nach Kenia auf ihre Linien, von Südafrika.

Erich
 
duphil Am: 13.04.2011 09:09:08 Gelesen: 444218# 385 @  
Ich habe auf einem Tauschtag in einer Wühlkiste folgenden Beleg gefunden:



Dazu habe ich eine Frage: Warum wurde in Güstrow ein Gummistempel "POSTZUSTELLUNGSAUFTRAG" zur Entwertung der Marken benutzt? Hat jemand eine Idee?

Mit freundlichen Gruß
Peter
 
AfriKiwi Am: 16.04.2011 11:47:37 Gelesen: 443891# 386 @  
Hallo Alle,

Dieser Einschreibebeleg von Port Vila ist von eine ganz kleine Insel bei Namen VANUATU nach Neuseeland.

Sehr selten schon ein Brief von Vanuatu gesehen und ein Einschreibebrief das erste mal.

Das erste mal daß ich ein Einschreiben fand.

Abgeschickt VANUATU 17.10.91 nach MENGERE, Auckland. Ankunft wohl 22.10.91 mit gleich ein Lagerstempel (Postmens Branch) oder so etwas wie poste restante.



Vorläufige Behandlungsdaten 22.10- 29.10- und 9.11.91 wurde gleich notiert mit 23.10 als Ankunftstempel auf der Rückseite in ONEHUNGA aber wohl nicht unbedingt abgeholt.



Der Einschreiben Lieferungschein wurde einfach draufgeklebt wie an den Resten zu sehen ist über den Marken.

Erich
 
duphil Am: 03.05.2011 13:55:14 Gelesen: 441919# 387 @  
@ duphil [#385]

Leider habe ich bisher auf meine Frage keine Antwort erhalten. Hat niemand eine Idee? Ich finde diese Art der Entwertung zumindest ungewöhnlich. Bisher sind mir auch keine weiteren Brief mit einer solchen Entwertung untergekommen.

Die Rückseite des Briefes ist leer. Sie ist nicht beschrieben und es ist auch kein Stempel abgeschlagen.

Mit freundlichen Gruß
Peter
 
Georgius Am: 03.05.2011 18:28:20 Gelesen: 441866# 388 @  
@ duphil [#385]

Hallo Peter,

bedauerlicherweise habe ich auf Deine Frage auch keine plausible Antwort, nicht einmal eine vernünftige Idee.

Im Gegenteil, dieser sonderbare Brief wirft mehr Fragen auf, als einem Briefesammler lieb sein können.

Die Fragen sind:

Der Absender ist aus Dobbertin, eine Gemeinde, ca. 25 km entfernt von Güstrow, ohne eine direkte Landesstraßenverbindung dorthin, geschweige einer Bahnverbindung. Natürlich kann man über x Dörfer auch Güstrow erreichen, Dobbertin hatte zu der Zeit mit Sicherheit aber ein Postamt.

Warum also ein Einschreibaufkleber aus Güstrow? Wobei die Orte Goldberg bzw. Sternberg über die 192 viel besser erreichbar sind.

Warum wird eine Briefmarke zu 60 Pfg. mit diesem Aufkleber verdeckt, obwohl genügend Platz zur Verfügung steht?

Wenn also der Aufkleber tatsächlich von der Rolle am Schalter durch einen Postbediensteten in Güstrow aufgeklebt worden sein sollte, dann ist unerklärlich, wieso kein ordentlicher Tagesstempel zur Entwertung benutzt wurde.

Für mich bleibt dieser Brief und seine Bearbeitung höchst dubios, um nicht zu sagen: "Da ist etwas faul!"

Viele Grüße
Georgius
 

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