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Thema: Motiv Flugzeuge
Das Thema hat 991 Beiträge:
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filunski Am: 05.08.2018 11:31:36 Gelesen: 120642# 717 @  
@ Seku [#712]

Hallo Günther,

schöner "Cross-over" zwischen Eisenbahn- und Flugzeugthematik. ;-)

Das startende Flugzeug auf Karte und Marke ist wieder mal eine 747 (Boeing 747, Jumbo Jet) der Malaysian Airlines (malaysia):



LG, Peter
 
filunski Am: 05.08.2018 14:17:30 Gelesen: 120600# 718 @  
Focke-Wulf Fw 200 „Condor“

Verehrte Flugzeug-Fans,

nach den modernen Großraum-Verkehrsflugzeugen mal wieder ein etwas älteres Modell.

In ein paar Tagen feiert ein besonderes Ereignis sein 80 jähriges Jubiläum, eine mit Kabinen-Zusatztanks ausgerüstete Fw 200 V1, die abgebildete D-ACON absolvierte am 10./11. August 1938 einen neuen Langstreckenrekordflug. Nonstop Berlin (Staaken) – New York (gegen den Wind!) in 24 Stunden und am 13. August wieder zurück in nur knapp 20 Stunden.

Hier ein Foto der Maschine (Archiv Lufthansa):



Zu diesem Jubiläum gibt es in Kürze auch einen Sonderstempel der DPAG:



Nicht der erste Stempel, der eine Fw 200 zeigt, wie dieser AFS belegt:



Doch erst mal zu dem Flugzeug selbst. [1]

Die ursprünglich als Langstreckenverkehrsflugzeug konzipierte Maschine sollte den bis dato bevorzugten Flugbooten den Rang ablaufen und begann 1938 bei der Deutschen Lufthansa ihre Karriere. Nach Kriegsbeginn wurde die Fw 200 sowohl an die Wehrmacht „verchartert“, wie auch extra für den Einsatz als Fernaufklärer und vor allem Fernbomber produziert.

Hier eine Abbildung aus einem Flugzeugerkennungsbuch des RLM (Reichsluftfahrt-Ministerium) von 1943.



Wegen ihres ursprünglichen Einsatzkonzepts als Langstreckenflugzeug hatte sie eine weit aus größere Reichweite als alle deutschen Bomber. Vor allem gegen die alliierten Geleitzüge im Nordatlantik war sie zu Beginn sehr erfolgreich, was ihr den von Winston Churchill verliehenen Namen „Geißel des Atlantiks“ bescherte. Erst nachdem für diese Geleitzüge Jagdschutz gestellt wurde kam die Fw 200 dort nicht mehr zum Einsatz und diente ab 1944 nur noch als Transportflugzeug.

Auch Hitler benutzte eine Fw 200 der Luftwaffe, die „Immelmann III“, Kennung 26+00, als persönliches Reiseflugzeug.

Hier ein Foto einer „Condor“ auf einem Feldflugplatz in Griechenland.



Sogar auf einer Marke des Deutschen Reichs von 1944 zum 25 jährigen Jubiläum des deutschen Luftpostdienstes finden wir die Fw 200:



Zum Schicksal einer anderen Fw 200, der „Pommern“ hat hier im Forum „saintex“ schon einmal berichtet. [2]

Einen weiteren schönen Bericht mit interessanter Bilderstrecke gab es im Weser Kurier aus Bremen. [3] Mit einem weiteren AFS von dort möchte ich dann auch schließen:



Viele Grüße,
Peter

[1] http://www.flugzeuginfo.net/acdata_php/acdata_fockewulf_fw200_dt.php
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=54053
[3] https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-fotos_galerie,-Das-war-die-FockeWulff-200-Condor-_mediagalid,22218.html
 
saintex Am: 05.08.2018 15:02:30 Gelesen: 120584# 719 @  
Die Focke-Wulff FW 200 "Condor" ist auch Motiv der von Dänemark im Jahr 1943 verausgabten Sondermarke (Mi-Nr. 280) aus Anlass 25 Jahre Dänische Luftfahrtgesellschaft DDL, die die FW 200 ebenfalls betrieben hat.



Wolfgang
 
Seku Am: 05.08.2018 16:40:28 Gelesen: 120554# 720 @  
@ filunski [#717]

Servus Peter,

vielen Dank für die Ergänzung. Ich füge noch die dazu gehörige Mi.-Nr. 1090 hinzu.

Wünsche einen schönen Abend bei einem kühlen Bier im Garten.

Günther
 
filunski Am: 05.08.2018 18:10:58 Gelesen: 120522# 721 @  
@ saintex [#719]

Hallo Wolfgang,

sehr schöne Ergänzung! :-)

Diese Marke hatte ich gar nicht auf dem "Schirm". ;-)

LG, Peter
 
kawa Am: 05.08.2018 19:15:16 Gelesen: 120503# 722 @  
@ filunski [#716]

Guten Abend,

sorry, wenn ich kurz abschweife, Peter, die Schweiz ist einfach teuer, habe es gerade heute wieder gespürt. Letzte Woche Fahrt mit einer neuen Bergbahn im Südtirol 7.20 Euro hin und zurück pro Person, heute in der Schweiz etwa gleiche Distanz aber ältere Bergbahn Fr. 30.60 = Ca. 27 Euro. p.P.

Gruss
kawa
 
filunski Am: 06.08.2018 00:18:04 Gelesen: 120421# 723 @  
@ saintex [#719]

Hallo Wolfgang,

diese dänische Fw 200 hat mich jetzt doch nicht in Ruhe gelassen. ;-)

Hier ein Bild einer der beiden FW 200 die bei der DDL (Det Danske Luftfartselskab) flogen:



Es ist die Werksnummer 2993, Kennung OY-DEM "Jutlandia" (ex D–ADHR "Saarland"). 1938 kauften die Dänen zwei Fw 200 A als erste ausländische Gesellschaft, gefolgt von der brasilanischen "Syndicato Condor" mit ebenfalls zwei Maschinen. Den orange-roten Anstrich, wie auf dem Bild, mit dem Zusatz "DANMARK" erhielt die Maschine erst später. [1]

Die "Jutlandia" flog bis 1945 unter dänischer Regie durch Mitteleuropa von Kopenhagen nach Wien, Berlin, Malmö und München. Am 4.9.1946 verunglückte die "Jutlandia" in Northolt, England. [2]

Als Dänemark 1940 vom Deutschen Reich besetzt wurde, beschlagnahmten die Briten die zweite Fw 200, Werksnr. 2894, Kennung OY–DAM "Dania" als sie sich in England befand und sie flog dann als Beuteflugzeug bei der britischen Gesellschaft BOAC, als G-AGAY "Wolf". Nach einem Landeunfall am 12.7.1941 in White Waltham (UK) wurde sie verschrottet. [3]



Und hier als G-AGAY "Wolf"



Eine interessante Episode zu diesem Flugzeugtyp.

Viele Grüße,
Peter

[1] http://www.timetableimages.com/ttimages/dd3904i.htm
[2] http://www.oy-reg.dk/register/1906.html
[3] http://www.oy-reg.dk/register/1814.html
 
Seku Am: 06.08.2018 17:25:34 Gelesen: 120198# 724 @  
@ filunski [#181]

Leider ist zu berichten, das gestern eine der schweizer Maschinen abstürzte

https://www.suedostschweiz.ch/ereignisse/2018-08-06/augenzeuge-erinnert-sich-schrecklich-grausam
 
wajdz Am: 07.08.2018 00:50:18 Gelesen: 120082# 725 @  
@ wajdz [#705]

Der Mil Mi-2 (russisch Миль Ми-2, NATO-Code: Hoplite), Erstflug am 22. September 1961, ist ein zweimotoriger sowjetischer Mehrzweckhubschrauber. Er wurde in mindestens 24 Varianten und in etwa 5000 Exemplaren bis 1998 gebaut und ist teilweise noch heute im Dienst. Angetrieben durch zwei Gasturbinen GTD-350 konnten während der Erprobung am 14. Mai 1963 und am 20. Juni 1965 zwei Weltrekorde auf einer 100-km-Strecke aufgestellt werden. 1968 wurde mit der Einführung in den Bestand der polnischen Luftstreitkräfte begonnen. Von April 1972 bis August 1985 erhielten auch die Luftstreitkräfte/Luftverteidigung und später die Armeefliegerkräfte der NVA 48 Mi-2. die sie als Ausbildungs-, Transport-, Kampf-, und Aufklärungshubschrauber verwendeten. Die Grenztruppen der DDR setzten Mi-2 innerhalb der Hubschrauberstaffel 16 für Grenzüberwachungs- und Sicherungsaufgaben bis zum Jahre 1990 ein.

Polen MiNr 2554, 1978-04-15



Der polnische Luftfahrzeughersteller PZL Świdnik bietet eine modernisierte Version des Mil Mi-2 mit der Bezeichnung PZL Kania an.

MfG Jürgen -wajdz-
 
filunski Am: 07.08.2018 08:54:44 Gelesen: 119918# 726 @  
@ wajdz [#725]

Hallo zusammen,

für sehr kurze Zeit konnte man die "Hoplite" auch noch in dieser Bemalung fliegen sehen [1]



Nach Auflösung der NVA übernahm die Bundeswehr noch bis Ende 1992 einige dieser Hubschrauber und setzte sie wie hier zu sehen im SAR Dienst (Search and rescue/Such- und Rettungsdienst) ein. Charakteristisch für diese Ausstattung/Aufgabe die orange Seitentür. Der abgebildete Hubschrauber (94+63) steht heute im Luftwaffenmuseum in Gatow.

Viele Grüße,
Peter

[1] http://www.bredow-web.de/Luftwaffenmuseum/Hubschrauber/Mil_Mi-2/mil_mi-2.html
 
filunski Am: 07.08.2018 13:38:47 Gelesen: 119777# 727 @  
Liebe Flugzeugfreunde,

Bitte jetzt nicht schlagen, ich weiß das jetzt vorgestellte "Gefährt" ist etwas grenzwertig hier im Thema, aber vielleicht hilft es ja für etwas Abkühlung bei diesen Temperaturen. ;-)

Immerhin wurde es von einem Propeller angetrieben, in der Kabine saßen Piloten und gebaut wurde es in einer Flugzeugfabrik.[1]

So, neugierig geworden? Nun denn, hier erst Mal auf einem Sonderstempel der DPAG aus dem Jahre 2006:



Das "Gefährt" ist ein Aerosani, [2], oder auch Luft- bzw. Propellerschlitten, hier der "Eisbär", benutzt von Alfred Wegener auf seiner Grönlandexpedition im Jahre 1930. Neben dem "Eisbär" hatte er noch einen zweiten Propellerschlitten, den "Schneespatz". [3]

Hier zwei Fotos dazu (Archiv Alfred Wegener Institut):



2006 gab die Grönländische Post zu Ehren Alfred Wegeners eine Sonderbriefmarke heraus und auf der dazu gehörenden Blockausgabe sehen wir rechts etwas Abseits auch wieder den "Eisbär".



Das nächste Mal gibt's wieder ein "Gefährt" das auch fliegen kann! ;-)

Viele Grüße,
Peter

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Valtion_lentokonetehdas
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Aerosani
[3] http://gutenberg.spiegel.de/buch/-8492/7
 
Seku Am: 07.08.2018 19:30:33 Gelesen: 119639# 728 @  
DDR 1972 Mi.-Nr. 1752 - aus einem Satz Flugzeuge


 
filunski Am: 07.08.2018 22:36:42 Gelesen: 119596# 729 @  
@ Seku [#728]

Hallo Günther,

die Marke zeigt die etwas schematisierte Darstellung einer Ilyushin Il-62 in den Farben der staatlichen DDR Fluggesellschaft Interflug [1].

Die Il-62 wurde in der DDR auch von den NVA Luftstreitkräften geflogen, bei der sogenannten "Regierungsflieger-Staffel" in Berlin-Schönefeld (das DDR Pendant zu unserer BMVG Flugbereitschaft in Köln-Bonn). Drei der fünf Maschinen (Lw-Kennungen 11+20, 11+21 und 11+22) wurden nach der Wiedervereinigung von der Luftwaffe übernommen und flogen noch bis 1993 vor allem im Rahmen von Personaltransporten.

Ein sehr schönes Bild der 11+20 ist hier zu sehen: [2]

Viele Grüße,
Peter

[1] http://www.interflug.biz/IL-62.htm
[2] http://www.airliners.net/photo/Germany-Air-Force/Ilyushin-Il-62M/763463/L
 
filunski Am: 07.08.2018 23:20:05 Gelesen: 119583# 730 @  
@ filunski [#729]

Nachtrag

Die Ilyushin Il-62 (NATO Code "Classic") war lange Zeit auch ein beliebtes Motiv auf sowjetischen Ganzsachenumschlägen für die Luftpost. Hier zwei Beispiele dazu:



Viele Grüße,
Peter
 
Uwe Seif Am: 08.08.2018 06:06:27 Gelesen: 119533# 731 @  
@ filunski [#716]

Hallo Peter,

ich glaube, dass man die 1.000.-€ mit fünf oder zehn dividieren muss. Aus den 80iger Jahren ist mir für Tagesstempel ein Betrag von 50.- bis 100.-DM (je nach Aufwand) bekannt. Bei den 3.800.-SFr ist wohl ein "Stempel-Entgelt" der Post enthalten?! Bei uns kassierte früher die Postreklame (jetzt: ?) eine Gebühr für den Einsatz von Hand-/Maschinen-Werbestempeln. Die Gebühr war gestaffelt nach der Anzahl der durchschnittlich zu stempelten Sendungen.

Gruß
Uwe Seif
 
filunski Am: 08.08.2018 10:33:47 Gelesen: 119430# 732 @  
@ Uwe Seif [#731]

Hallo Uwe,

ja, mir kam der hohe Betrag von 1000 € auch immens vor! Die Information bekam ich von einem Mitarbeiter aus der Führungsetage der DPAG in Bonn vor vielleicht drei, vier Jahren. Was in diese Kosten alles hinein gerechnet wurde ist mir leider nicht bekannt.

LG,
Peter
 
filunski Am: 08.08.2018 11:57:45 Gelesen: 119406# 733 @  
@ filunski [#718]

Nachtrag zur Fw-200

Heute erhielt ich gerade diese Postkarte einer Fw-200:



Auf der anderen Seite sind auch noch die damaligen (ca. 1939/40) von der Fw-200 bedienten Strecken genannt:



Abgebildet ist die Fw-200 D-AXFO "Pommern". Dieses Flugzeug machte am 27.6.1939 Geschichte mit einem Rekordflug, dem ersten Flug eines Landflugzeuges von Deutschland nach Südamerika (11.100 km, Flugzeit 34:48 h). Dabei überquerte sie den Südatlantik von Banjul nach Natal in der Rekordzeit von 9:47 h und erreichte am 29. Juni 1939 Südamerika. [1]

In [#717] verlinkte ich auf einen anderen Beitrag zum Absturz einer Fw-200 "Pommern" [2]. Dieses Flugzeug mit der Kennung D-AMHL bekam erst später ebenfalls den Namen "Pommern". [3]

Die D-AXFO "Pommern" ging als PP-CBI "Abaitara" zum Syndicato Condor Limitada nach Brasilien. [4]

Viele Grüße,
Peter

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Focke-Wulf_Fw_200
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=54053
[3] http://www.jh-italien.de/Fotos/Homepage%20Lufthansa/Lufthansa-Oldtimer/Focke-Wulf.htm
[4] http://aviadejavu.ru/Site/Crafts/Craft21156.htm
 
wajdz Am: 10.08.2018 00:50:47 Gelesen: 118920# 734 @  
@ wajdz [#322] sowie [#375] und [#728]

Der Vollständigkeit halber alle vier auf FDC als Ersttagsstempelbeleg

DDR MiNr 1749 -1752



Ersttagsstempel BERLIN 1085 · 25.-4.72 · FLUGZEUGTYPEN IN DER DDR · Zeichnung Heckflosse mit Interfluglogo

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 11.08.2018 08:45:06 Gelesen: 118398# 735 @  
Die Latécoère 300 [1] war ein französisches Flugboot, das 1931 seinen Erstflug absolvierte. Auf Basis dieses Prototyps wurden bis 1936 sechs weitere Flugboote unter der Bezeichnung 301 und 302 gebaut. Der Prototyp 300 wurde seit 1934 für den Postdienst über dem Südatlantik eingesetzt. 1936 ging diese Maschine unter dem berühmten französischen Flieger Jean Mermoz auf ihrem 25. Flug von Dakar nach Natal über dem Südatlantik mit der gesamten Besatzung verloren.



Der Senegal verausgabte am 7. Dezember 1966 eine Sonderausgabe zum 30. Todestag des Fliegers J. Mermoz (Mi Nr. 342-345). Auf der 35 Francs Wertstufe wird eine Latécoère 300 gezeigt (Mi Nr. 343), auf der 100 Francs Wertstufe dokumentiert eine Karte den letzten Unglücksflug von 1936 (Mi Nr. 344).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Lat%C3%A9co%C3%A8re_300
 
filunski Am: 11.08.2018 14:03:29 Gelesen: 118286# 736 @  
@ filunski [#733]

Nachtrag 2 zur Fw-200

"Die D-AXFO "Pommern" ging als PP-CBI "Abaitara" zum Syndicato Condor Limitada nach Brasilien"

Und so sah sie dann aus (Bild Archiv Lufthansa, in Kopie vorliegend):



Zum Abschluß auch noch eine zeitgenössische Postkarte (so ca. 1939/40) mit der für die Zuverlässigkeit der Fw-200 geworben wurde: ;-)



Viele Grüße,
Peter
 
filunski Am: 11.08.2018 23:34:29 Gelesen: 118109# 737 @  
Liebe Flugzeugfans und auch alle "Zaungäste",

zur Abwechslung mal ein ganz anderer Flugzeugtyp. ;-)

Die Bestimmung desselben überlasse ich jetzt jeder/jedem selbst und bin mir sicher viele von euch kennen das Flugzeug nicht nur, sondern haben es auch schon selbst gebaut!



Zu der im Werbetext genannten ICAO (International Civil Aviation Organization=Internationale Zivilluftfahrtorganisation) ist hier [1] mehr zu finden.

Viele Grüße,
Peter

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Zivilluftfahrtorganisation
 
DERMZ Am: 12.08.2018 09:41:46 Gelesen: 117964# 738 @  
@ wajdz [#623]

Guten Morgen,

auch die gute Lufthansa hat nicht auf die Dienste der Convair 340 verzichtet. 1961 wurde diese Werbekarte verschickt



Das abgebildete Flugzeug mit der Kennung D-ACOH wurde 1954 bei der Lufthansa in Dienst gestellt und versah bis 1969 ihren Dienst. Danach wurde die Maschine an die schweizer Tellair verkauft, blieb dort etwa 1 Jahr und kehrte danach nach Deutschland zurück, dieses Mal im Auftrag der General Air. Von 1972 bis 1977 flog sie in Costa Rica und verblieb sie bis zur Verschrottung 1984 bei diversen Fluggesellschaften in den USA.

Guten Flug wünscht Olaf
 
filunski Am: 12.08.2018 12:38:29 Gelesen: 117934# 739 @  
@ DERMZ [#738]

Hallo Olaf,

schöne Karte! :-)

Da möchte ich gleich mal mit einem anderen, ähnlichen Flugzeugtyp aus der gleichen Klasse und Ära anknüpfen.

Abgebildet erst mal auf einem Sonderstempel, der nicht nur die Bestimmung des Typs sehr einfach macht, sondern der sogar noch ein ganz bestimmtes Flugzeug darstellt:



Es handelt sich hier um eine Ilyushin Il-14 (NATO Code "Crate"), genauer um die recht bekannte DDR-ABA. Diese Maschine war das erste Flugzeug der neugegründeten DDR Fluggesellschaft "Lufthansa Ost" (später umbenannt in "Interflug". [1]

Der Typ selbst war sozusagen die "russische/sowjetische" Enkelin der weltbekannten DC-3.

Für die DDR war dies damals ein sehr prestigeträchtiges Unternehmen und so widmete sogar die Deutsche Post der DDR dem Flugzeug, und zwar genau der DDR-ABA fast eine komplette Sondermarkenserie (Mi.Nr. 513-515):



Auch die erste Marke dieser Serie (Mi.Nr. 512) hatte direkten Bezug zu dem Thema und zeigt das neue Banner der LH-Ost [2]:



Kein Wunder also, dass wir diesen Flugzeugtyp noch lange und oft auf allen möglichen philatelistischen Erzeugnissen finden. Ein paar Beispiele dazu:

Sonderflugbeleg aus dem Jahre 1959 mit einer Abbildung der Il-14



Auch weitere Markenausgaben der DDR zeigen das Flugzeug nochmals, hier ganz unscheinbar, Mi.Nr. 729. Die VEB Flugzeugwerke Dresden fertigten den Typ auch selbst als Il-14P.



Oder wie hier auf der Mi.Nr. 915



Auf Sonderstempeln zu den immer durchgeführten Messesonderflügen bei der Leipziger Messe können wir die Il-14 sogar noch 1986 finden



Einige Exemplare sind bis heute noch in Museen erhalten geblieben, u.a. im Technikmuseum in Sinsheim und auch im Technikmuseum "Hugo Junkers" in Dessau-Roßlau.

Weitere Bilder und Medien zu dem Flugzeug sind hier [3] zu finden.

Viele Grüße,
Peter

[1] http://www.interflug.biz/IL-14.htm
[2] https://www.zeit.de/1957/28/lufthansa-ost
[3] https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Ilyushin_Il-14?uselang=de
 
Guenter41 Am: 13.08.2018 08:38:02 Gelesen: 117783# 740 @  
@ Angelika2603 [#1]

Hallo,

ich bin relativ selten auf dieser Seite und habe folgende Frage: Ich besitze eine Luftpost-Sammlung mit etwa 2 500 Erstflugbriefen (davon viele Lufthansa, auch aus den fünfziger Jahren - ausl. Airlines und viel Interflug) - ferner Luftfahrt-Jubiläen und ein paar Raritäten (wenn es welche sind), Postkarten und Aufnahmen älterer Flugzeuge, postfrische BRD (nicht ganz vollzählig) und DM-Kosovo - um nur einige Motivgebiete aufzählen.

Nun möchte ich aus Altersgründen alles abgeben - Frage: was könnte man tun, um die schönen kleinen "Papierchen" los zu werden. Für einen guten Rat vielen Dank und schöne Grüße - Guenter41
 
filunski Am: 16.08.2018 14:23:24 Gelesen: 117020# 741 @  
Der „Huckepack-Flieger“

Verehrte Luftfahrt-Fans,

was kann man sich unter der Überschrift vorstellen, der „Huckepack-Flieger“ (englisch piggy-back)?

Ein außergewöhnliches Experiment zur effektiveren Luftpost/-fracht-Beförderung über den Atlantik, und so sah das damals (1938) aus:



Es handelt sich hier um das sogenannte Short Mayo Composite Aircraft [1], eine Kombination aus einem Flugboot, unten eine Short S.21 (modifizierte Variante des britischen Short S.23 Flugbootes) mit dem Namen „Maia“, Kennung G-ADHK, und oben drauf montiert ein viermotoriges Schwimmerflugzeug, die Short S.20 „Mercury“, Kennung G-ADHJ.

Die damaligen Flugboote kamen zwar über den Atlantik, aber nur wenn sie statt Fracht und/oder Passagieren zusätzliche Kerosintanks im Rumpf hatten. Deshalb wollte man mit dieser Kombination das obere Flugzeug soweit über den Atlantik hinausfliegen bis das untere Flugboot wieder zurück musste um wieder seinen Ausgangsplatz zu erreichen. Das obere Flugzeug flog dann nach der Trennung alleine weiter über den Atlantik und konnte so die Ladung (bis zu einer halben Tonne Luftpost) schnell ans Ziel bringen.

Das Experiment gelang und am 21.7.1938 startete der „Doppeldecker“ vom irischen Foynes und die Mercury erreichte das kanadische Boucherville, nahe Montreal, nach gut zwanzigstündigem Flug.

Zum 50 jährigen Jubiläum verausgabte die Irische Post dazu auch einen Sonderumschlag:



Auf dem Sonderstempel sehen wir nochmals die „Mercury“ alleine:



Die passende Briefmarke dazu gab es auch (Mi.Nr. 653):



Auf der Rückseite der zu Anfang gezeigten Postkarte hinterließ auch einer der Vorbesitzer noch ein paar Details zu diesem ungewöhnlichen Projekt:



Das „Duo“ wurde von der Imperial Airways noch auf verschiedenen Strecken eingesetzt bis dann zum einen das neu entwickelte Verfahren zur Luftbetankung und dann vor allem der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs das Projekt beendeten. [2]

Die „Maia“ wurde bei einem deutschen Luftangriff auf Poole Harbour 1941 zerstört. Die „Mercury“ diente noch bei der RAF als Seeaufklärer bis sie dann verschrottet wurde.

Zum Abschluss noch eine Postkarte die sehr schön den Trennvorgang zeigt:



Wenn jetzt noch jemand einen Beleg von diesem Erstflug Irland-Kanada, 21.7.1938, zeigen könnte, wäre das die "Krönung"! ;-)

Viele Grüße,
Peter

[1] https://ipfs.io/ipfs/QmXoypizjW3WknFiJnKLwHCnL72vedxjQkDDP1mXWo6uco/wiki/Short_Mayo_Composite.html
[2] http://aerostories.free.fr/appareils/compopara/page14.html
 

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