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Thema: Die Tücken bei der Datumseinstellung von Tagesstempeln
Das Thema hat 76 Beiträge:
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EdgarR Am: 04.08.2014 16:07:10 Gelesen: 14394# 2 @  
@ EdgarR [#1]

Und wer jetzt kommt und sagt "Aber früher, als die Postobersekretäre am Schalter noch Beamte waren ..." der möge mal einen Blick auf dieser nette Stück aus eben jener "früher, als"-Zeit werfen:



Anno 1972 gab es also in Jügesheim in Südhessen folgende Monate:

... Oktober, November, Dezember, Efzember, Gezember, Hazember, Jottzember, Kazember, Elzember und (mindestens noch) Emzember ...

Frage: Wer bietet noch mehr Monate?

EdgarR
 
filunski Am: 06.08.2014 17:58:13 Gelesen: 14298# 3 @  
@ EdgarR [#2]

Hallo Edgar,

im Sorbengebiet war, zumindest Im Jahre 2000, im "Emzember" noch lange nicht Schluß wie dieser Abschlag aus Cottbus vom 15.93.2000 zeigt. ;-)



Schmunzelnde Grüße,
Peter
 
EdgarR Am: 02.07.2016 13:47:37 Gelesen: 13809# 4 @  
Die verheerenden Folgen übermäßigen Weingenusses:

Irgendwann zwischen dem 23. Juli 1970 und dem 31. Dezember 1991 - diese Eingrenzung läßt die entwertete Berliner "Heinemann"-Marke immerhin zu - schlug ein wackerer Postobersekretär folgenden Stempel ab, und zwar gleich zweimal auf demselben Beleg:



Kommentare, irgendjemand?

Phile Grüße
EdgarR
 
klinhopf Am: 02.07.2016 14:02:07 Gelesen: 13803# 5 @  
Okay, ist jetzt schon über 40 Jahre her, aber es bleibt KURIOS:

WOW - es gibt Sachen, die gibts nicht - denkt man - und doch gibt es sie:

ZWEIMAL der gleiche Datum-Fehler: 29.16.72-18

1. 41 DUISBURG 21 "e"
2. 41 DUISBURG 29 "a"

Keine Mache! Aus Echtbetrieb auf Zahlkarten-Empfänger-Abschnitt!

Kurios auch: Die Zahlkarten wurden abends (nach Schalterschluß) "abgehakt" -
wurde der Stempelfehler den ganzen Tag über nicht erkannt?

Ansonsten war es üblich, das Datum handschriftlich zu ändern, was in BEIDEN Fällen nicht geschah!

Welches Datum tatsächlich richtig gewesen wäre, läßt sich in beiden Fällen leider nicht mehr feststellen - 1972 stimmt jedenfalls - als Monate kommen Jan., Febr., Juni-Sept. in Frage.

Hinweis: Der Vermerk "Datum" wurde von mir mit Bleistift angebracht, kann also entfernt werden.

Da es sich um Handstempel am Postschalter handelt, müßte dieses falsche Datum auch auf anderen Belegen sein, z.B. auf Einschreibbriefen.
 


JohannesM Am: 02.07.2016 18:27:03 Gelesen: 13770# 6 @  
@ EdgarR [#4]

1971 war das 500-jährige Jubiläum.

Beste Grüße
Eckhard
 
EdgarR Am: 02.07.2016 18:57:06 Gelesen: 13763# 7 @  
@ JohannesM [#6]

Danke!

Na, das grenzt ja das "eigentlich gemeinte" Jahr doch ein.
 
filunski Am: 14.07.2016 18:55:02 Gelesen: 13671# 8 @  
Hallo zusammen,

gestern, ganz weit am Rande Bayerns, wo die Uhren auch etwas anders gehen. Ich war zwar schon spät dran, aber so spät wie es im Stempel steht auch nicht! ;-)



Beste Grüße,
Peter
 
Briefmarken-Museum Am: 15.07.2016 18:49:50 Gelesen: 13624# 9 @  
@ filunski [#8]

Hei Peter,

da freut sich der "Harzkobold" mit!

LG an alle
Jochen
 
EdgarR Am: 20.02.2017 09:33:26 Gelesen: 13041# 10 @  
... und nicht nur Handstemepel:

Auch bei der täglichen Einstellung der Klüssendorf-Klappermaschinen konnte ein wackerer Postobersekretär bisweilen scheitern:



Hier gibt es nur zwei mögliche Erklärungen:

Entweder war man damals "hoch im Norden" dermaßen was auf Zack, dass man eine Marke schon knapp zwanzig Jahre vor ihrer Ausgabe ganz routinemäßig durch die Stempelmaschine jagte.

Oder die Jahreszahl ist bei der morgendlichen Einstellerei minimal verrutscht. ;-)
 
armeico Am: 20.02.2017 15:04:10 Gelesen: 12995# 11 @  
Ich kann zum Thema auch eine Karte zusteuern.



Gruß
Arthur Meis
 
EdgarR Am: 21.02.2017 19:40:28 Gelesen: 12923# 12 @  
'Die Tücken bei der Datumseinstellung von Tagesstempeln' schlagen erbarmungslos zu:



"Welches Datum haben wir denn heute?" - "Den Einundzwanzigsten Zwoten Zweitausendsiebzehn. Schau hin, da steht's doch!"



"Ach ja, tatsächlich" ...

Frage: Was macht der wackere Stempelbediener aber heute in acht Jahren ?
 
achim11-76 Am: 21.02.2017 19:59:36 Gelesen: 12916# 13 @  
Ganz einfach - auf 20-25 stellen. ^^

Er wird nur 2030 dann ein Problem bekommen. ^^
 
filunski Am: 23.02.2017 13:43:54 Gelesen: 12847# 14 @  
Hallo zusammen,

was hat sich wohl der Bediener dieses Stempelgeräts am 11. Juli 2012, als der Abschlag erfolgte, gedacht?



Viele Grüße,
Peter
 
EdgarR Am: 23.02.2017 15:41:02 Gelesen: 12836# 15 @  
@ filunski [#14]

Hallo Peter,

meine Wette: Das ist ein selten benutzter Stempel aus einem Zum-Winkelchen. Der "Stempelführer" hat auf den ungewöhnlichen Wunsch, den Brief - oder was auch immer - an Ort und Stelle abgestempelt zu bekommen, innerlich grummelnd erst mal die 6 vorderen Ziffernrädchen einstellen müssen. Dabei: breiter Daumen und schon sind die beiden Jahreszahl-Rädchen zusammen eins zu weit gedreht (statt "12" eben "23"). Keine Lust/Zeit gehabt für Probeabschlag - hey presto!

Gruß Edgar
 
filunski Am: 23.02.2017 17:01:15 Gelesen: 12819# 16 @  
@ EdgarR [#15]

Hallo Edgar,

das kann gut hinhauen!

Jetzt weiß ich auch endlich wofür die UBn zu stehen = Zum-Winkelchen! ;-)

Gruß,
Peter
 
filunski Am: 23.02.2017 18:25:35 Gelesen: 12802# 17 @  
Hallo zusammen,

weil's so schön war, gleich noch Einer, auch wenn es diesmal streng genommen kein Tagesstempel sondern ausnahmsweise ;-) ein Handroller aus dem Briefzentrum ist.



Dort muss ja alles immer schnell, schnell gehen und wie uns hier die Vorschau ins Jahr 2034 zeigt werden "Fachkräfte" auch immer rarer. Bei dem schnell, schnell hatte man wohl vergessen den Arretierungspin für das Datum richtig oder überhaupt zu stecken! :-(

Beste Grüße,
Peter
 
EdgarR Am: 13.04.2017 13:58:52 Gelesen: 12543# 18 @  
Und wieder hat ein wackerer Postsekretär (Mittlerer Dienst, Besoldungsstufe A 6) bei der morgendlichen Stempeleinstellung minimalst daneben gegriffen:



In der Stempeldatenbank als http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/147829 archiviert.

Finde den Fehler und begründe ihn!
 
lueckel2010 Am: 13.04.2017 14:33:55 Gelesen: 12527# 19 @  
@ EdgarR [#18]

Hallo,

was soll eigentlich der "Krampf" mit dem hier mehrfach thematisierten ominösen "Postsekretär/ -obersekretär"? Wenn schon, denn schon: Zu Bundespostzeiten waren diese Amtsbezeichnungen den Besoldungsgruppen A 7 bzw. A 8 zugeordnet.

Fazit: Auch so genannte "Normale" sind nicht frei von Fehlern! Zur "allgemeinen Beruhigung": Ich war nie Postsekretär und schon gar kein Postobersekretär.

Viel Spaß bei der weiteren Fehlersuche. "Philatelie kann ja sooo schön sein"!

Frohe Ostern für alle Leser, "lueckel2010"
 
Nachtreter Am: 13.04.2017 15:42:26 Gelesen: 12509# 20 @  
@ lueckel2010 [#19]

Ist doch klar: in den heutigen Postagenturen ("Postpartner") geht Ali von der Wursttheke nochmals mit dem Finger drüber um zu sehen, ob der Stempel auch wirklich etwas geworden ist. Da sind die verbliebenen Beamten für die Sammler die letzte Rettung, um noch ordentliche Stempelabschläge zu erhalten - leider eine aussterbende Rasse in den Postbank-Finanzcentern. :-(

Viele Grüße

Nachtreter
 
Heinrich3 Am: 13.04.2017 17:17:06 Gelesen: 12462# 21 @  
@ EdgarR [#18]

Hätte ich auf die paar (20) Jahre Rückdatierung hinweisen sollen? kommt doch mal vor, wie in diesem Thema gut dokumentiert ist. Und wir müssen nicht in Deutschland bleiben.



Hier war sicher kein Postsekretär am Werk, sondern nach meiner Meinung hatte man mit dem neuen maschinellen Entwerter noch Probleme. Da die Tagesadaten nur um 1 Tag abweichen, ist es wohl auch keine Verzögerung durch den damals noch üblichen Ferragosto (August-Ferien). Um die Probleme des Entwerters zu zeigen, daneben die Stempel auf der Vorderseite.

Mit schönen Ostergrüßen
Heinrich
 
EdgarR Am: 13.04.2017 17:48:07 Gelesen: 12451# 22 @  
@ Heinrich3 [#21]

OK - aber wie bzw. woran gemerkt?
 
Heinrich3 Am: 13.04.2017 18:09:01 Gelesen: 12442# 23 @  
@ EdgarR [#22]

Ich dachte, das ist klar: Die Marke "Altötting" kam erst 1989 heraus. War Deine Frage nicht rhetorisch?

Gruß
Heinrich
 
EdgarR Am: 13.04.2017 18:48:15 Gelesen: 12434# 24 @  
@ Heinrich3 [#23]

War Deine Frage nicht rhetorisch?

Nein, ehrlich nicht. Stutzig wurde ich bei der 4-stelligen Postleitzahl. Bis weit ins Jahr 1975 galt die Vorschrift, dass eine oder mehr Nullen "hinten" weggelassen werden sollten. Also wäre anno 1969 die korrekte Darstellung der Postleitzahl "576" gewesen, nicht "5760".

Daraufhin schaute ich genauer hin und stolperte darüber, dass bis 1975 die 4-stellige Postleitzahl von Arnsberg "5770" (bzw. in der kurzen Versoin "577") war und eben nicht "5760".

"5760" war nämlich bis 1.1.1975 die PLZ von Neheim-Hüsten, das per Landesgesetz zum 1.1.1975 nach Arnsberg eingemeindet wurde und seine eigene PLZ in die Zwangsehe mitbrachte.

--- so viel nur mal nebenbei zur Eignung der 4-stelligen Bundespost-PLZ zum Suchen bzw. Identifizieren von Orten oder Städten... ---

Wirklich wahr - erst DANACH fiel mir dann auf, dass auch die entwertete Briefmarke nicht zum Jahr 1969, sondern bestenfalls zum Jahr 1989 passt.

Phile Grüße
EdgarR
 
klinhopf Am: 13.04.2017 22:38:39 Gelesen: 12394# 25 @  
@ lueckel2010 [#19]

Zu Bundespostzeiten waren diese Amtsbezeichnungen den Besoldungsgruppen A 7 bzw. A 8 zugeordnet.


Sorry,

aber bei EdgarR [#18] A6/Postsekretär (und A7/Postobersekretär) gemachten Angaben sind RICHTIG (also nicht A7/A8) - eigene Urkunden liegen vor - außerdem siehe wikipedia [1}.

Eine gute Recherche-/Reklamations-Verbesserung wünscht
mit phil. Gruß
Ingo Pfennig

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Mittlerer_Dienst
 
lueckel2010 Am: 14.04.2017 00:21:54 Gelesen: 12379# 26 @  
@ klinhopf [#25]

Ja, wenn es denn der Wahrheitsfindung dient, soll es mir auch recht sein!

Sind oder waren Sie denn auch so ein "wackerer" Postsekretär/ -obersekretär, der "laufend" Stempel falsch einstellt / eingestellt hat? Falls ja, hoffentlich nicht vorsätzlich, um damit vermeintliche "Raritäten" zu produzieren.

Gute Nacht, "lueckel2010"
 

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