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Thema: Motiv: Kirchen, Synagogen, Tempel, Moscheen
Das Thema hat 261 Beiträge:
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EdgarR Am: 02.01.2016 18:10:45 Gelesen: 105115# 112 @  
Niemand hat das Thema auf " Kirchen, Synagogen, ... auf Briefmarken" beschränkt, Nicht wahr?

Ei, da kann ich gerne mal eine Schubkarre voll "Kirchen, Synagogen, ... " auf Stempeln hier abladen!

Fangen wir mit der Klosterkirche in Maulbronn (Baden-Württemberg) an - auch bekannt von einer Sonderprägung auf der 2 € Münze:



Kölner Dom und Frauenkirche zu München kennt sicher jeder:



Die Klosterkirche zu Eberbach im Rheingau - als Kirche eines ehem. Zisterzienserklosters mit einem Dachreiter anstelle eines protzenden Turms - kennt der eine oder andere vielleicht vom Wein? Vielleicht aber auch von dem Film "Der Name der Rose", der zum Teil dort gedreht wurde?


 
EdgarR Am: 02.01.2016 19:24:08 Gelesen: 105103# 113 @  
Und weiter geht's!

Der Dom zu Speyer (links im Stempel) ist nicht nur eine Perle der Romanik - zur Zeit seiner Erbauung die größte Kirche nördlich der Alpen, sondern auch eng mit der Geschichte des weiland Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation verbunden als Grablege mehrerer Kaiser. Die Kirche rechts ist die Kathedrale zu Chartres (Frankreich), Eine Perle der Hochgotik und für Frankreich so bedeutend wie Speyer für Deutschland.



Vor dem Speyerer Dom auf dem Domplatz steht übrigens der sog. Domnapf, ein romanischer Taufstein beträchtlichen Ausmaßes, ehemals aus dem Dom.


 
EdgarR Am: 02.01.2016 20:03:28 Gelesen: 105096# 114 @  
Und weiter!

Es kommt durchaus öfter vor, dass ausländische Kirchen auf deutschen Stempeln erscheinen. Hier zum Beispiel die Martinikerk (Kirche St. Martin) zu Groningen in den Niederlanden auf einem Stempel der deutschen Partnerstadt Groningens. Der Turm ist fast 100 m hoch und enthält wie viele holländische Kirchtürme ein Glockenspiel.



Nun noch einen schnellen Schwenk durch das Rheinland bzw. Erzbistum Köln.

Den Kölner Dom kennt jedes Kind.



Aber dass Köln einen wahren Schatz an romanischen Kirchen besitzt - von denen einige den Krieg relativ gut überstanden haben - das ist schon weniger bekannt. Pars pro toto hier



St. Aposteln.

Rundum lohnt ein Besuch in Odenthal, wo mit dem sog. Altenberger Dom eine wahre Perle der Gotik (inzwischen fast fertig renoviert, übrigens) wartet.



In Bergheim (links) und Brauweiler (rechts) stehen ebenfalls beachtenswerte Kirchenbauten:



Nun werden Sie fragen: Was hat die Porta Nigra in Trier - einst römisches Stadttor und heute noch ein höchst beeindruckendes Bauwerk - in diesem Zusammenhang zu suchen? Nun, im Mittelalter war man da höchst pragmatisch: der große, stabile Klotz von Prachtbau wurde einfach umgenutzt - als Kirche.


 
EdgarR Am: 02.01.2016 20:17:49 Gelesen: 105093# 115 @  
Und nun ein großer Sprung von vorwiegend katholischen, vorwiegend rheinischen Kirchen, Klöstern und Kathedralen in eine ganz andere Religion: Die Bahá′í sind zumindest hierzulande doch eher exotisch. Dennoch haben sie bei uns in Deutschland, nämlich nahe Hofheim a. Taunus in Hessen ihren europäischen Haupttempel, den ein Stempel aus Trier zeigt:



So, damit soll es aber für heute genug sein.

Auf Wiedersehen demnächst, mit noch mehr "Kirchen, Synagogen, ..." auf Stempeln.

EdgarR
 
EdgarR Am: 03.01.2016 14:08:08 Gelesen: 105024# 116 @  
Mehr " Kirchen, Synagogen, ... " auf Stempeln - nun aus Österreich:

Der Stephansdom in Wien, ein Werk der Hoch- bis Spätgotik, wurde hier ja schon zwei Mal mit Markenbildern gewürdigt. Hier nun ist er auf einem Sonderstempel der österreichischen Post aus 1985 anlässlich des 80. Geburtstags von Kardinal Franz König zu sehen.



Nach Gotik nun Barock, nach Hauptstadt nun Provinzstädtchen:

In Hofkirchen an der Trattnach steht die St. Johannis-Kirche, die in ihrer jetzigen Gestalt reinen Barock verkörpert:



Auf Wiedersehen demnächst, mit noch mehr "Kirchen, Synagogen, ..." auf Stempeln.

EdgarR
 
wajdz Am: 03.01.2016 19:49:30 Gelesen: 105006# 117 @  
Die mit 4800 m² Fläche größte Kirche in Sachsen ist die ehemalige Katholische Hofkirche in Dresden. August der Starke war 1697 zum Katholizismus übergetreten. Die Kurfürsten beschlossen den Bau einer repräsentativen Kirche (1738 - 1755), um inmitten ihres protestantischen Landes ihren Glauben zu praktizieren. Die Baumeister schufen eine dreischiffige Sandsteinbasilika mit einem filigranen, teilweise freistehenden Turm, der der Kirche zusammen mit den 78 Heiligenstatuen von Lorenzo Mattielli ihr charakteristisches Aussehen verleiht. Die Besonderheit des Innenraums ist der doppelgeschossige Prozessionsumgang, auf dem die katholischen Prozessionen, die außerhalb des Gotteshauses verboten waren, stattfinden konnten. Die Orgel ist eine der letzten von Gottfried Silbermann.

Die Gruft ist die Grablege der Wettiner. Ihre letzte Ruhe fanden hier u.a. Kurfürst Friedrich August II. mit seiner Gemahlin Maria Josepha von Habsburg, darüber die Kapsel mit dem Herzen Augusts des Starken, dessen Körper im Krakauer Dom beigesetzt ist.

MiNr 2196



MfG Jürgen -wajdz-
 
Altmerker Am: 05.01.2016 22:22:46 Gelesen: 104913# 118 @  
Es sind nicht nur Kirchen, aber wohl die wichtigsten von Arnstadt, die hier auf Marke und Heftchen zu sehen sind.

Gruß
Uwe


 
zockerpeppi Am: 31.01.2016 20:32:26 Gelesen: 103761# 119 @  
Ich habe mich schon lange nicht mehr beteiligt.

Die Basilika von Saint Nicolas de Port im Departement Meurthe et Moselle, Region Lothringen



Mit dem Bau der katholischen Pfarr/Wallfahrtskirche Saint-Nicolas wurde Ende des 15. Jahrhunderts begonnen und in der Mitte des 16. Jahrhunderts fertiggestellt. Sie ist dem hl. Nikolaus von Myra geweiht und gilt als größte und letzte im Stil der Flamboyant-Gotik errichtete Kirche in Frankreich.

1495 erfolgte die Grundsteinlegung der große Kirche. Noch vor dem Jahr 1510 waren der Chor und das Querhaus fertiggestellt, wenige Jahre später das Langhaus. Die beiden Türme waren bis 1544 errichtet und wurden um 1560 mit Bleikuppeln gedeckt.

Im Inneren kann man zahlreiche Bleiglasfenster aus dem 16. Jahrhundert bestaunen. Im Jahr 1635, während des Dreißigjährigen Krieges, wurde die Kirche geplündert und in Brand gesteckt. Ein Teil der Fenster ging dabei verloren. Von 1847 bis 1855 erfolgte die Restaurierung.

Im Jahr 1840 wurde die Kirche als Monument historique in die Liste der Baudenkmäler aufgenommen. 1950 erhob Papst Pius XII. zur Basilica minor. Jedes Jahr im Dezember findet eine Wallfahrt zu Ehren des hl. Nikolaus statt.

Mehr bei Wiki: https://de.wikipedia.org/wiki/St-Nicolas_(Saint-Nicolas-de-Port)

Lulu
 
wajdz Am: 10.02.2016 23:16:47 Gelesen: 103219# 120 @  
Montecassino (bis 1986 Monte Cassino), Benediktiner–Territorial(erz)abtei auf dem gleichnamigen Berg westlich der Stadt Cassino in Latium (Italien) gilt als eines der bedeutendsten geistlichen Zentren des Mittelalters und als Stamm- und Mutterkloster des Benediktinerordens.

Gegründet um 529 von Benedikt von Nursia, 577 von den Langobarden zerstört. Nach dem Neuanfang zu Beginn des 8. Jahrhunderts wurde 893 das Kloster durch die Sarazenen zerstört, jedoch um 950 wiederbesiedelt. Nach einer Zeit des Niedergangs im 13. Jahrhundert, wurde der Klosterkomplex 1349 durch ein Erdbeben ein drittes Mal zerstört und wieder errichtet.

Im 16. und 17. Jahrhundert um zahlreiche Neubauten erweitert, wurde Montecassino 1866 zum italienischen Nationaldenkmal erklärt. Im Februar 1944, während des Zweiten Weltkriegs, zerstörten die Alliierten das Kloster durch Bombenangriffe völlig. Über 250 Menschen fanden dabei den Tod. Nach dem Krieg wurde es nach alten Plänen, d.h. den Plänen des 18. Jahrhunderts, wiederaufgebaut.

In der Krypta von Montecassino befindet sich die Grabstätte des hl. Benedikt von Nursia.

MiNr 659 aus dem Jahr 1944



MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 26.02.2016 20:37:09 Gelesen: 102238# 121 @  
Auf einer relativ unscheinbaren Marke wird eine der eindrucksvollsten Tempelanlagen der Geschichte dargestellt.

Die Tempel von Abu Simbel sind zwei Felsentempel am Westufer des Nassersees. Sie befinden sich im ägyptischen Teil Nubiens am südöstlichen Rand des Ortes Abu Simbel und wurden im 13. Jahrhundert v. Chr. unter König (Pharao) Ramses II. aus der 19. Dynastie des altägyptischen Neuen Reiches errichtet.

Die Tempel übernahmen als „Zweigniederlassung des Königspalastes“ die Repräsentation als „göttliche Aufenthaltsstätte“, in der der König symbolisch durch seine göttliche Legitimation als irdischer Herrscher die Gottheiten anruft, um mit ihnen in Kontakt zu treten. Damit fungieren die Tempel als Bindeglied zwischen Himmel und Erde im Rahmen der göttlichen Himmelskosmologie.

In den 1950er Jahren bedrohte der geplante Bau des Assuan-Hochdamms die Existenz der beiden Tempel Ramses’ II. in Abu Simbel. Deren Verlegung erfolgte dann zwischen November 1963 und September 1968 als weltweites Gemeinschaftsprojekt.

(Quelle. Wiki)



MfG Jürgen -wajdz-

http://www.sam-carter.de/umbau.htm
 
DL8AAM Am: 25.03.2016 16:49:21 Gelesen: 100867# 122 @  
Passend zum heutigen Karfreitag ;-)

Innenansicht der Christus-Kathedrale in Karlsruhe



FRANKIT-Absenderfreistempel aus der Connect+ Serie von Pitney Bowes (=Präfix 4D11): 4D11000689 - Missionswerk Karlsruhe gemeinnützige Missionsgesellschaft mbH.

Dieser neue Gerätetyp kann ja bekanntlich gleichzeitig mehrere (und sogar farbige) Module innerhalb des Kundenklischees drucken. Leider werden diese neuen Möglichkeiten derzeit nur von sehr wenigen Anwendern wirklich genutzt, schade eigentlich.

Frohe Ostern
Thomas
 
Martinus Am: 25.03.2016 17:28:58 Gelesen: 100852# 123 @  
Dänemark Maximumkarte

"Kalundborg" Kirche



mit Sammlergruß martinus
 
wajdz Am: 26.03.2016 19:13:24 Gelesen: 100736# 124 @  
Der Tempel der Artemis in Ephesos oder kurz das Artemision von Ephesos war der olympischen Gottheit Artemis (Göttin der Jagd, des Waldes und Hüterin der Frauen und Kinder) in ihrer Sonderform als Artemis Ephesia gewidmet. Er soll von der Amazonenkönigin Otrere gegründet worden sein und gehörte als größter Tempelbau zu den „Sieben Weltwundern“ der Antike. Die antike griechische Stadt Ephesos beim heutigen Selçuk an der Südwestküste der heutigen Türkei war für ihren Reichtum berühmt und später als Hauptstadt der römischen Provinz Asia eine der größten Städte der Antike.

Der Tempel fiel am 21. Juli 356 v. Chr. einer Brandstiftung durch Herostratos zum Opfer. Er beging die Tat aus Geltungssucht − sein Vorhaben, durch das Niederbrennen des Weltwunders berühmt und somit unsterblich zu werden, ist ihm gelungen

Mit dem spätklassische Neubau (Tempel „E“), der schon bald darauf begann, sollte der alte Tempel getreulich wiederhergestellt werden, doch kam es zu einigen Änderungen. So wurde auf der Schuttmasse des Vorgängerbaus ein größeres Areal – nun 125,67 × 65,05 Meter, 2,7 Meter Höhe – als Unterbau des neuen Tempels angelegt und der Sockel mit seiner nun zehnstufigen Krepis beträchtlich erhöht. Laut Plinius hatte er 127 Säulen mit einer Höhe von rund 18 Metern und verfügte über ein Steindach. Nach diesem Bericht soll er über 36 mit Reliefs verzierte Säulen verfügt haben.

Während der Regierungszeit des römischen Kaisers Gallienus wurde der Prachtbau im Jahr 268 n. Chr. von den Goten auf einem Kriegszug zerstört, die Reste von den Einwohnern als Baumaterial verwendet. Die Ephesier gaben den Artemiskult jedoch erst im 4. Jahrhundert auf. Heute zeugt eine wiederaufgerichtete Säule von dem einstigen Weltwunder.

Ungarn 3412



MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 26.03.2016 21:46:53 Gelesen: 100721# 125 @  
@ wajdz [#121]

Hallo Jürgen,

Was in den vielen Berichten um den Wiederaufbau der Tempel von Abu Simbel gerne vergessen geht, ist die Tatsache, dass für das Wiederzusammenfügen der ganzen Bausteine ein Spezialklebestoff aus Basel verwendet wurde! Der damalige Basler Chemiekonzern CIBA lieferte dazu den Klebestoff ARALDIT (Zweikomponenten-Klebstoff auf Epoxid-, Polyurethan-, Methacrylat-Basis) inklusive des ganzen Know How für dieses Vorhaben.

Die Firma CIBA fusionierte 1972 mit GEIGY zu CIBA-GEIGY AG. 1996 schlossen sich CIBA-GEIGY und SANDOZ in der grossen Basler Heirat zum Pharmariesen NOVARTIS zusammmen. Das Klebestoff-Geschäft wurde nach dieser Grossfusion ausgegliedert und ist nun bei Firma Huntsman eingebettet.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
wajdz Am: 27.03.2016 00:59:02 Gelesen: 100703# 126 @  
@ merkuria [#125]

Meldung vom 25. Januar 2015: als Putzkräfte beim Reinigen der Vitrine gegen die goldene Totenmaske des Pharaos Tutanchamun stießen. Sie befestigten den königlichen Zeremonialbart daraufhin eilig wieder mit Kunstharz. Jetzt wurde die blau-goldene Maske ein zweites Mal restauriert - diesmal fachmännisch und mit deutscher Unterstützung.

Die hätten Deine Hinweise auf den Superkleber gut gebrauchen können. ;-)



MfG Jürgen -wajdz-
 
Seku Am: 01.04.2016 13:25:34 Gelesen: 100339# 127 @  
@ wajdz [#103]

Heute kam als Verstärkung (!) in einer Briefsendung aus Österreich diese schöne Karte vom Stephansdom, versandt 1965.


 
wajdz Am: 01.04.2016 20:04:18 Gelesen: 100284# 128 @  
@ Seku [#127]

Die Postkarte war für mich Anlaß, nochmal nach Briefmarken mit diesem Motiv zu suchen und ausgerechnet bei den DDR-Marken bin ich fündig geworden. Durch die dem Anlaß "Völkerkongreß für den Frieden - Wien 1952" geschuldete überbordende ideologische Symbolik wie Friedenstaube, Erdkugel und Flaggenband ging der imposante Dom als Hinweis auf die Stadt Wien als Veranstaltungsort im Markenbild regelrecht unter.

MiNr 320



MfG Jürgen -wajdz-
 
DL8AAM Am: 08.04.2016 19:01:08 Gelesen: 99909# 129 @  
Auch kleine, eher unbedeutendere Dorfkirchleinse können mal zu Briefmarkenehren kommen



Briefmarke für einen Großbrief der CITIPOST Nordwest (Oldenburg), Motiv: St. Ansgari-Kirche in Hatten (Kirchhatten) [1], entwertet mit Handstempel vom 05.04.2016.

Gruß
Thomas

[1] http://www.kirche-hatten.de/st-ansgari-kirche.html https://de.wikipedia.org/wiki/Ansgarikirche
 
wajdz Am: 20.04.2016 19:12:38 Gelesen: 99293# 130 @  
Rheinischer Stil, Champagne-Stil, burgundischer Stil

Die Basilika Saint-Maurice in Epinal / Vogesen ist kein Gemisch, es ist möglicherweise eine Ansammlung bedingt durch die lange Geschichte auch der Region. Die Gründung ist ins X Jahrhundert datiert und ist eng mit der Entstehung der Stadt Epinal verbunden. Sie wurde Ende des zwölften Jahrhunderts und Anfang des nächsten Jahrhunderts komplett überarbeitet.

Es war vor allem die Revolution, die große Veränderungen brachte. Nach 1797 gab es zwei Zugange zur Kirche (zu Basilika erhoben 1933 von Papst Pius XI und unter Denkmalschutz gestellt wurde sie erst viel später): das Portal für die Bürger und die Tür für die Stiftsdamen, die direkt aus ihren Häusern in den Kreuzgang gelangen konnten. Erst 1843 wurde der Eingang zur Basilika im Glockenturm geöffnet.



Blick ins Kirchenschiff



MfG Jürgen -wajdz-
 
zockerpeppi Am: 01.05.2016 21:18:42 Gelesen: 98706# 131 @  
Die Klosterruine von Villers la Ville in Belgien, nahe Brüssel



MI 2109 - YT 2057, Ausgabe 19.6.1982, Auflage 4 Millionen, Zähnung 11 ½, Wert 7,5 fr
http://colnect.com/de/stamps/list/country/2640-Belgien/year/1982/item_name/Villers-la-Ville

Gegründet im Jahre 1146 von einer Gruppe Zisterziensermönchen. Um 1275 werden 100 100 Mönchen und 300 Konvertierte. Es gab immer wieder Höhen und Tiefen im Laufe der Jahre. So mussten die Mönche im 16/17 Jahrhundert immer wieder fliehen. Es muss in der Gegend nicht mehr sicher gewesen sein. Anfang des 18 Jahrhunderts lebt der Ort kurz wieder auf und es werden bauliche Änderungen vorgenommen. 1789 wird die Abtei von der Österreichischen Armee geplündert, 1794 von den Franzosen. Das endgültige aus kam 1796 mit der Vertreibung der Mönche durch die Franzosen. Die französischen Besatzer verkauften die Abtei, den angeschlossenen Hof und die Mühle. Die Landbevölkerung schlachtet die Gebäude förmlich aus. Naja billiges Baumaterial. Zwischen 1842-1884 stürzen immer wieder Teile der Kirche ein. Die Eisenbahntrasse von 1854 verläuft fast durch die Abtei. Sieht man sehr gut auf den Fotos auf der Internetseite.

Die Ruine gehört seit 1892 dem Belgischen Staat. Zwischen 1893-1914 kam es zu einer ersten Renovierung. Seit 1972 steht der Bering auf der Liste der geschützten historischen Monumente. 1985 wurde an einem neuen Konzept gearbeitet. Seit 2010 werden die Ruinen aufgewertet und instandgesetzt. Der angeschlossene Klostergarten mit über 100 Pflanzen soll eine Augenweide sein. Die Klosterruine ist mittlerweile eine der touristische Hochburgen Belgiens. Gefällt mir sehr gut, da muss ich einmal einen Besuch einplanen.

Die Webseite in deutscher Sprache gibt leider bei weitem nicht so viele Details wie die französische

http://www.villers.be/de

beste Sammlergrüße
Lulu
 
Seku Am: 25.05.2016 17:43:55 Gelesen: 97584# 132 @  
@ Wim Ehlers [#208]

Der Kölner Dom neben einem ICE der ersten Bauart auf einem Markenblock von Lesotho 1996. Es gibt noch einen weiteren Block mit einem Dampfzug vor dem Brandenburger Tor.

Lesotho ist ein Zwergstaat mitten in der Republik Südafrika. Aufgrund seiner besonderen Höhenlage wird das Land auch „Das Königreich im Himmel“ genannt.


 
Sachsendreier53 Am: 01.06.2016 10:50:00 Gelesen: 97332# 133 @  
1000 Jahre Domplatz zu Halberstadt [1], Bund MiNr.1846 80(Pf), Ausg.vom 7.3.1996, mit Ersttagstempel 53111 BONN 1



mit Sammlergruß,
Claus

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Halberstadt
 
10Parale Am: 03.06.2016 22:25:30 Gelesen: 97214# 134 @  
@ Wim Ehlers [#57]

Finnische autonome Provinz Äland:

Kirche St. Anna in Kökar. Diese schlichte einfache Kirche wurde 1785 eingeweiht und steht auf dem Fundamenten eines Franziskaner-Klosters aus dem 14. Jahrhundert.

Während mein Vater mich stets in seine lieblings-barocken bayerischen Kirchen führte (Kloster Wies), finde ich solch ein Schlichtheit ebenso faszinierend und beruhigend für Seele und Geist.

Liebe Grüße

10Parale


 
zockerpeppi Am: 04.06.2016 22:30:42 Gelesen: 97196# 135 @  
Die Klosterabtei von Orval in Belgien

Eine lange Geschichte so die eigene Webseite



Die ersten Mönche (aus Süditalien) kamen im Jahre 1070. Der Herr, Graf Arnould de Chiny, gab ihnen Ländereien. Man begann sofort mit dem Bau der Kirche und der Klostergebäude. Nach vierzig Jahren war erst mal Schluss, die Mönche zogen ab, warum auch immer. Othon, der Sohn von Arnould, ersetzte die Mönche durch eine kleine Gemeinschaft von Kanonikern. Die begonnenen Bauten wurden fertig gestellt. 1124 wurde die Kirche von Henri de Winton, dem Bischof von Verdun, eingeweiht. Es gab bald Schwierigkeiten wirtschaftlicher Art. Die Kanoniker beantragten ihre Aufnahme in den Zisterzienserorden. Die Aufnahme wurde vom heiligen Bernhard angenommen und Orval wurde der Abtei von Trois-Fontaines in der Champagne unterstellt. 1132 kamen einige Zisterziensermönche in Orval an. Mönche und Kanoniker vereinigten sich. Gebäude und Gebräuche wurden dem der Zisterzienser Orden angepasst. Die neue Kirche wurde vor dem Jahre 1200 fertiggestellt. Eine Domäne mit Landwirtschaft und Forsten wurde geschaffen.

Die Böden der Ländereien, waren karg und nicht für den Ackerbau geeignet. Im Laufe der folgenden Jahre erhielten sie andere Ländereien zum Geschenk. Fünf Jahrhunderte lang kannte Orval nur eine bescheidene Existenz. Aber im 12 Jahrhundert ging es bergauf. Dann folgten einige Katastrophen. So wurde die Abtei 1252 von einem Feuer verwüstet, es brauchte fast ein Jahrhundert um wieder auf die Beine zu kommen. Bestimmte Gebäude mussten vollständig wiederaufgebaut werden. Der Zisterzienserorden hätte fast die Aufhebung des Klosters ins Auge zu fassen.

Ein Besuch lohnt. Zu der neuen und modernen Kirche hat man keinen Zutritt, aber zu so manchem Nebengebäude auf dem Gelände: Da wäre eine alte Apotheke, das Brauhaus, der Klostergarten und die alten Ruinen, welche mir sehr gut gefallen haben. Nicht zu vergessen der Abteiladen. Hier gibt es viele der hauseigenen Erzeugnisse zu kaufen: Käse, das Orval Bier und vieles mehr.

Hier noch ein Link mit Fotos und Zusatzinfos

http://www.orval.be/de/home/Abtei
http://colnect.com/de/stamps/stamp/79400-Abbey_Orval-Belgien

beste Sammlergrüße
Lulu
 
wajdz Am: 07.06.2016 19:23:17 Gelesen: 97123# 136 @  
Geplant vom Evangelischen Kirchenbauverein. der offiziell die Bauträgerschaft innehatte, wurde auf Anregung Kaiser Wilhelms II. die Bedeutung des Gebäudes um die Facette der Gedenkstätte zu Ehren Wilhelms I. erweitert. Das amtierende Kaiserpaar nahm des Öfteren Einfluss auf die Ausführung und besuchte die Baustelle mehrfach. An der Finanzierung beteiligte sich die kaiserliche Familie jedoch kaum.

Zug der Hohenzollern, voran Königin Luise



Die Baukosten von 6,8 Millionen Mark (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: Rund 45 Millionen Euro) wurden hauptsächlich von Einzelpersonen und den deutschen Provinzen aufgebracht. Der Grundstein wurde am 22. März 1891 gelegt, um an den Geburtstag des Namensgebers zu erinnern. Bereits am 1. September 1895, dem Vorabend des damaligen Sedantages, konnte die Einweihung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gefeiert werden.

um 1900



In der Nacht zum 23. November 1943 geriet das Kirchengebäude bei einem britischen Luftangriff auf Berlin in Brand, dadurch stürzte der Dachstuhls über dem Kirchenschiff ein und der Hauptturms verlor seine Spitze.

Für die Siegermächte spiegelte das Gebäude den wilhelminisch-deutschen Nationalstolz wider. In der Nachkriegszeit wurde die Ruine vorerst dem Zerfall überlassen. Erst 1956 begann man, den einsturzgefährdeten Chor abzureißen.

MiNr 109



Das Thema wird weitergeführt.

MfG Jürgen-wajdz-

http://www.gedaechtniskirche-berlin.de/page/2627/archiv-geschichte
 

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