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Thema: Einschreiben: Belege und Informationen
Das Thema hat 165 Beiträge:
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Pete Am: 20.04.2008 19:57:27 Gelesen: 154105# 1 @  
Hallo alle zusammen,

analog zum Thema "Thema: Luftpost: Marken und Informationen" eröffne ich hier einen Bereich zum Thema Einschreiben. Wie bei der Luftpost sehen diese auf nationaler Ebene unterschiedlich aus.

Zu Beginn ein Einschreibenbeleg aus Tansania vom 16.00.1972 (kein Schreibfehler), frankiert mit 2,90 tansanianischen Schilling.

Die Briefvorderseite:



Die Rückseite:



Im Umschlag befand sich auch der passende Einlieferungsbeleg, der auch die Portostufen festhält:



und die Rückseite:



Demnach kostete die Einschreibegebühr ins Ausland 1,40 Schilling; für das Inland wären 0,80 Schilling fällig gewesen. Ein Standartluftpostbrief ins Ausland hatte demnach 1,50 Schilling gekostet.

Am 09.11.1994 wurden für den nachfolgenden Einschreibebeleg 750 Schilling verklebt - die Inflation macht es möglich.



Auf der Rückseite befindet sich ein Einschreibestempel:



Einmal zum Vergleich: für einen Standartluftpostbrief von Tansania nach Deutschland waren fällig (laut vorliegender Belege):

1972: 1,50 Schilling
1988: 8 Schilling
1989: 11 Schilling
1990: 60 Schilling
1997: 370 Schilling
2004: 600 Schilling

Mir erscheint es etwas makaber, wenn die vor allem für Sammlerzwecke hergestellten Marken (z.B. Agenturausgaben) mit mehr oder weniger passenden Nominalen sukzessiv im Ausgabeland selbst zur Verwendung kommen und dadurch Bedarfsstempelentwertung aufweisen.

Tansania gab in den 1980er Jahren Höchstwerte mit vergleichsweisen hohen Nominalen heraus, welche in den 90ern meinem Eindruck nach bedingt durch die fortschreitende Inflation auch tatsächlich zur Verwendung im Postalltag kamen.

Gruß
Pete
 
reichswolf Am: 21.04.2008 01:39:39 Gelesen: 154091# 2 @  
Hier ein Beleg aus Aachen, versandt innerhalb der Stadt. Das Porto von 10,50 DM, dargestellt mit einem senkrechten Paar der MiNr. 1679 und einer 1340A, setzt sich wie folgt zusammen:

Brief bis 500g = 3 DM
Übergabe-Einschreiben = 4 DM
Rückschein = 3,50 DM
 



Beste Grüße,
Christoph


 

reichswolf Am: 21.04.2008 01:43:16 Gelesen: 154090# 3 @  
Ganz ähnlicher Beleg wie oben, nur ohne Rückschein. Gelaufen ist er am 11.01.2000 von Suderburg nach Herzogenrath. Das Porto von 7 DM wurde dargestellt mit einem Sechserblock aus H.-Bl. 40 und einer MiNr. 2031.

Beste Grüße,
Christoph


 
reichswolf Am: 21.04.2008 15:29:31 Gelesen: 154075# 4 @  
Und jetzt noch ein Übergabe-Einschreiben der dritten Gewichtsstufe vom 06.11.1999. Hier wurde das Porto (6 DM) aus allem gebildet, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Ich schätze mal, der Händler nahm entweder Frankatur in Zahlung oder er hat einfach nur sein Lager geleert.

Beste Grüße,
Christoph


 
reichswolf Am: 21.04.2008 15:43:30 Gelesen: 154074# 5 @  
Einschreiben, wiederum dritte Gewichtsstufe, vom 29.06.2006 von Kassel nach Herzogenrath (1,45 € Porto + 2,05 € Einschreibegebühr). Da die Sendung beschädigt wurde, wurde sie mit einem Verschlußlabel versehen. Übrigens, auch wenn es anders aussieht, der Inhalt kam vollständig und unbeschadet bei mir an.

Beste Grüße,
Christoph


 
- Am: 21.04.2008 17:19:59 Gelesen: 154067# 6 @  
Ein Ausschnitt aus Süd-Korea in die USA


 
- Am: 21.04.2008 17:25:33 Gelesen: 154064# 7 @  
Ein Brief aus Taiwan in die USA aus dem Jahr 1999.



Die Vorderseite reichte für das Porto nicht aus:


 
- Am: 21.04.2008 17:29:18 Gelesen: 154063# 8 @  
Bei der Aufgabe des Briefes am Postschalter wurde bemerkt, daß das per Frankiermaschine bezahlte Porto nicht ausreicht. Die fehlende DM 1 wurde mit einer Marke bezahlt.


 
Jürgen Witkowski Am: 22.04.2008 19:08:54 Gelesen: 154047# 9 @  
Am 18. November 1912 wurde diese Ganzsache mit Zusatzfrankatur als Einschreiben in Hoboken, New Jersey in Richtung Esslingen am Neckar aufgegeben.

Neben dem violetten Einschreibestempel mit der zusätzlich eingestempelten Registriernummer 10138, gab es auf der Rückseite die beiden üblichen Eingangsstempel von Hoboken. Am gleichen Tag erhielt der Brief noch einen Stempel am Auslandspostamt in New York, bevor er auf die Seereise nach Deutschland ging. Den Stempel am Empfangsort Esslingen gab es 12 Tage später, am 30. November 1912.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 28.04.2008 20:24:17 Gelesen: 153997# 10 @  
Das Einschreiben von Köln nach Köln vom 15. Oktober 1980 wurde frankiert mit zwei 5er-Streifen der MiNr. 996 Rollenmarke.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 04.05.2008 11:30:00 Gelesen: 153961# 11 @  
Ein kleines Schmankerl an diesem wunderschönen Maisonntag.

Einschreiben vom 21. November 1928 von Berlin-Charlottenburg nach Potsdam.

Porto:
Brief > 20 - 500 g = 0,30 RM
Zuschlag Einschreiben = 0,30 RM
Gesamtporto = 0,60 RM

Frankatur:
Nothilfe 1928 Markenheftchen 27a - Teile aus Heftchen-Blatt 63 mit
Zusammendruck S54 (MiNr. 426/X),
2-mal Zusammendruck S50 (MiNr. 426/427),
außerdem senkrechtes Paar von MiNr. 385.

Der links aufgeführte Absender war übrigens Namenspate für meinen Forumsnamen.

Mit sonntaglichen Sammlergrüßen
Jürgen


 
- Am: 05.05.2008 17:47:43 Gelesen: 153943# 12 @  
@ Concordia CA [#11]

Hallo Jürgen,

der Brief ist wirklich ein Prachtstück! Da will ich doch nicht zurückstehen: Ein Luftpost-Einschreibbrief aus New York nach Reichenbach über Karlsruhe. Der R-Stempel ist ein Handstempel, die Registriernummer wurde eingestempelt. Die Marken sind mit Ovalstempel ohne Datums- und Ortsangabe abgestempelt.



Auf der Rückseite befindet sich über den beiden Laschen jeweils ein Ortsstempel vom 09. August 1967 aus der Fresh Pont Station in Brooklyn. Dort wurden wahrscheinlich nicht allzu viele R-Briefe aufgegeben, deshalb der Handstempel.
 


Jürgen Witkowski Am: 14.05.2008 11:02:14 Gelesen: 153900# 13 @  
Einschreiben aus der Infla-Zeit

Am 27. Juli 1923 lief dieses Einschreiben von (Berlin-)Charlottenburg nach Ketschendorf/Spree.

Der Brief ist portogerecht frankiert. 300 M für den Brief bis 20 g und 300 M als Einschreibegebühr.

Neben den MiNr. 239 (10 M) und 243 (30 M) wurde die MiNr. 245 (50 M) mehrfach verwendet, die gestempelt und auf Brief zu den selteneren Inflationsmarken gehört.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
reichswolf Am: 15.05.2008 00:15:17 Gelesen: 153887# 14 @  
Meine neueste Errungenschaft für die Ganzsachen-mit-Zusatzfrankatur-Sammlung:

Eine P90I mit zufrankierter Michelnummer 87 von Berlin nach Letowitz / Letovice in Mähren, Österreich vom 06.04.1916. Die fünf Pfennig stellen hier das Porto für eine Postkarte im Fernverkehr dar, die 20 Pfennig sind die Einschreibegebühr. Da im Postverkehr mit Österreich der Inlandstarif galt, ist die Karte portorichtig.

Beste Grüße,
Christoph


 
Pete Am: 18.05.2008 20:58:42 Gelesen: 153852# 15 @  
Mir liegen seit einigen Tagen 2 Postkarten vor, die als Einschreiben liefen, genauer gesagt als Einschreibeluftpostdrucksachenpostkarte (was für ein Wort *g*) von Radebeul nach Fitchburg / USA vom 27.11.1979 bzw. 13.12.1979, einmal regulär abgefertigt mit Einschreibezettel vom Schalter und einmal mit Einschreibezettel von einem Selbstbedienungspostamt. Beide Karten sind mit 90 Pf korrekt frankiert.



Drucksachenporto bis 20g: 0,10M
Einschreibegebühr: 0,50M
Lufpostzuschlag: 0,20M je 10g
zusammen: 0,90M

Auf der Vorderseite der Postkarte ist die Marschallstr. in Dresden abgebildet.



Die Karten dürften zweifellos philatelistisch beeinflusst sein. Wann sieht man aber diese Portostufenvariante einmal?

Ich hatte dies auf der diesjährigen Messe in Essen für je 1 Euro in der Krabbelkiste eines Händlers gefunden. Spaß muss nicht teuer sein *g*

Gruß
Pete
 

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