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Thema: (?) (177) Einschreiben: Belege und Informationen
Das Thema hat 177 Beiträge:
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Jürgen Witkowski Am: 01.06.2008 21:45:27 Gelesen: 158510# 28 @  
Aus Braunau am Inn, einer heute in Österreich gelegenen Kleinstadt, stammt dieses Einschreiben vom 20. April 1943. Die Stadt und ein in der Gegend geborener Maler genossen Anfang der 1940er Jahre in Deutschland Kultcharakter, dem sich auch die Philatelie nicht entzog, wie man den Briefmarken und dem Sonderstempel entnehmen kann.

Mit nachdenklichen Sammlergrüßen
Jürgen


 
Pete Am: 08.06.2008 20:45:23 Gelesen: 158462# 29 @  
Auch ein Beleg aus dem Deutschen Reich, ebenfalls aus einer Zeit, die bis dato einiges durchgemacht hatte.



Es handelt sich hierbei um ein Einschreiben augenscheinlich der 1. Gewichtsstufe vom 04.01.1924 von Berlin nach Gelsenkirchen; Porto Standardbrief 10 Pf und Einschreibegebühr 20 Pf = 6x 5 Pf augenscheinlich portogerechte Mehrfachfrankatur. Rückseitig wurde der Ankunftsstempel von Gelsenkirchen vom 05.01.1924 abgeschlagen.

Kann sich jemand die blaue "22" erklären?

Gruß
Pete

P.S.: der berühmte Sprung in der Schüssel war hier auf den Marken leider nicht zu finden :-/
 
Pete Am: 09.06.2008 18:18:32 Gelesen: 158442# 30 @  
Oberschlesien Mi-Nr. 4 als portogerechte Mehrfachfrankatur auf Ortseinschreibebrief, gelaufen am 20.07.1920 innerhalb Beuthens:



Das Porto setzt sich aus 40 Pf Entgelt für den Standardbrief und 50 Pf Einschreibegebühr = 90 Pf.

Der mittlere senkrechte 3er-Streifen im Neunerblock weist zufällig auch noch den Plattenfehler "unten schmale Umrandungslinie" auf. Dieser kommt auf 1/10 der 10 Pf Marken eines Schalterbogens vor und beruht auf ein fehlerhaftes Urklischee, welches zur Druckbogenklischeeherstellung auf 15 Stück vervielfältigt wurde.

Gruß
Pete
 
Jürgen Witkowski Am: 05.07.2008 13:02:55 Gelesen: 158331# 31 @  
@ Pete [#30]

Wenn ich schon in der Seltenheit und der Ausgefallenheit des von dir gezeigten Beleges nicht mithalten kann, so will ich wenigstens geografisch in die Nähe kommen.

Portofreier Dienstbrief der Regionaldirektion für Post und Telekommunikation der Volksrepublik Polen in Kattowitz als Einschreibe-Luftpostbrief an die Regionaldirektion der Deutschen Bundespost in Hannover vom 12. Januar 1979.

Die Adressen sind, wie bei solchen Dienstbriefen üblich, in der UPU-Sprache Französisch gehalten.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 15.07.2008 21:43:29 Gelesen: 158235# 32 @  
Innerhalb von Ägypten von Kairo nach Alexandria lief dieser Einschreibebrief am 23./24. März 1937.

Frankatur:

MiNR 221, 15 Mills, Sitzung der ägyptisch-englischen Konferenz in London

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
duphil Am: 27.09.2008 20:43:12 Gelesen: 157919# 33 @  
Hallo zusammen!

Hier möchte ich ein Einschreiben aus der SBZ (Sowjetischen Besatzungszone) vorstellen.

Der Brief wurde am 17.3.1949 in Hohenturm (ca. 8 km östlich von Halle) abgeschickt und bekam am 20.3.1949 einen Ankunftstempel von Braunschweig.

Der Brief ist Portogerecht frankiert: Porto für einen Fernbrief über 20 g waren 48 Pfennig, die Gebühr für das Einschreiben betrug 60 Pfennig.

Verwendet wurden die Michelnummern 211 und 220.

Der Blanko-Einschreibezettel wurde von dem Postbeamten/der Postbeamtin handschriftlich mit dem Ortsnamen Hohenturm versehen.



Aber auch die Rückseite ist interessant. In Braunschweig gab es, wie gesagt einen Ankunftstempel. Ob das zu diesem Zeitpunkt normal war, kann ich nicht sagen.



Und weil mir der Ankunftstempel ungewöhnlich vorkommt, hier noch ein Einzelbild:



Mit freundlichen Gruß
Peter
 
reichswolf Am: 28.09.2008 01:30:08 Gelesen: 157909# 34 @  
@ duphil [#33]

Hallo Peter,

Ankunftstempel auf Einschreiben gab es in Deutschland auch noch nach dem Krieg. Im Westen entfielen sie erst Ende Juli 1956. Auch die Form des Braunschweiger Stempels ist zeitgerecht und ganz normal, in dieser Form wurden die Ankunftstempel nach dem Krieg neu gefertigt. Der Stempel aus Hohenturm ist dagegen ein wiederverwendetes Vorkriegsmodell.

Beste Grüße,
Christoph
 
Hermes65 Am: 28.09.2008 23:22:59 Gelesen: 157882# 35 @  
Auch von mir ein Einschreiben vom 25.4.1968 mit einem Eckrand-Viererblock der 516.

Portozusammensetzung: 30 Pf für den Brief + 80 Pf Einschreibegebühr, die Überfrankatur liegt in der Toleranz.


 
Pete Am: 22.03.2009 22:30:49 Gelesen: 157485# 36 @  
Auf dem gestrigen Tauschtag in Oberhausen erwarb ich u.a. 2 Einschreiben aus Rumänien als Mehrfachfrankatur, gelaufen nach 41542 Dormagen.

Einschreiben Nr. 1 lief am 09.05.2001 als Übergabeeinschreiben im B5-Format, frankiert mit 4x 16.500 Lei (Aufdruck auf 70 Lei) = 66.000 Lei:



Einschreiben Nr. 2 lief am 19.07.2001 als Übergabeeinschreiben + Rückschein (dieser rückseitig mit Klammer befestigt), frankiert mit 6x 10.000 Lei (Aufdruck auf 1095 Lei) = 60.000 Lei:



Rumänien wurde in der Zeit nach dem Zerfall des Ostblocks von einer stärkeren Inflation heimgesucht, bei der man zum 01.07.2005 mehrere Nullen strich und durch eine neue Währung ersetzte.

Zur kurzfristigen Herstellung neuer und passender Nennwerte wurde in den Jahren 1996-2001 sowie 2005 ältere Frei- und Sondermarken überdruckt und mit neuen Nennwerten versehen. Der Überdruck der alten Nennwerte erfolgte nicht wie sonst üblich mittels eines Balkens sondern in verschiedenen Formen und Farben, Bsp. Tiere, Pflanzenblätter, Musikinstrumente u.a.

Die meisten Marken (insgesamt 120 Werte, davon 2 Blocks) sind im Michel im Cent- bzw. unteren einstelligen Eurobereich bewertet, allerdings m.E. nach schwierig zu finden.

Gruß
Pete
 
Pete Am: 23.03.2009 20:44:36 Gelesen: 157458# 37 @  
Nachtrag zu [#36]:

Im nachfolgenden Scan kann man einige Aufdruckmotive sehen, die die rumänische Post verwendete, um ältere Marken wieder verkaufen zu können:



Die Auflagen für die im vorherigen Beitrag genannten 120 verschiedenen Marken bewegen sich zwischen 30.000 Stück (Mi-Nr. 5353) und 5,2 Mio Stück (Mi-Nr. 5314, siehe letzte Reihe, 3. Marke auf dem Scan). Die beiden Blocks belaufen sich auf 10.000 (Bl. 362) bzw. 76.426 Stück (Bl. 309).

Teilweise ist die seinerzeit zur Markenentwertung verwendete Stempelfarbe wasserempfindlich; daher einige verschmierte Stempelabschläge bei abgelösten Marken!

Gruß
Pete
 
rostigeschiene Am: 25.03.2009 23:38:55 Gelesen: 157409# 38 @  
Hier ein schöner Beleg aus Malaysia



Gruß
Rostigeschiene
 
asmodeus Am: 26.03.2009 07:10:22 Gelesen: 157397# 39 @  
Hier eine private Einschreibenganzsache mit Zusatzfrankatur aus Großbritannien. R- Zettel: "Vom Auslande über Bahnpost 1 Holzminden- Berlin. Eingeschrieben"


 
Pete Am: 12.04.2009 12:06:13 Gelesen: 157251# 40 @  
Letztes Wochenende fand ich auf einem Tauschtag in Sachsen 2 Einschreibebelege aus Nigeria in einer Krabbelkiste, gelaufen von Lagos (Nigeria) an eine Postfachanschrift in 33... Bielefeld. Beide Belege weisen das B4-Format auf, daher nachfolgende Scans nur als Ausschnitte.

Der Beleg Nr. 1 zeigt links oben in dem Ausschnitt die aktuelle Version nigerianischer Einschreibeaufkleber. Als die Sendung in Deutschland ankam, erhielt diese seitens der Deutschen Post einen deutschen Einschreibeaufkleber:



Besonders auffällig ist die Markenentwertung:



Der Beleg Nr. 2 zeigt wie Nr. 1 die gleichen Einschreibeaufkleber aus Nigeria und der Deutschen Post. Bei diesem Brief ist die Frankatur auffällig, entwertet am 02.12.2008:



Die linke Marke zu 500 Niara wurde am 23.05.1990 verausgabt und stellt bisher die höchste Nominale auf Marken aus Nigeria dar. Ursprünglich handelt es sich laut Michel bei dieser Ausgabe (Mi-Nr. D546) um eine Gebührenmarke, betrug das Porto für einen Standartbrief seinerzeit nach Deutschland weniger als 1 Niara; die höchste bis 1990 sonst verausgabte Nominale als Freimarke betrug 2 Niara.

Seit 1990 hat die Inflation in Nigeria zugeschlagen, so dass augenscheinlich auch die früher als Gebührenmarken genutzte Mi-Nr. D546 als Freimarke dient. Am 13.02.2009 lag der Wechselkurs 1 Euro = 191,70 Niara (http://de.wikipedia.org/wiki/Naira).

Die häufigsten Vertreter aus dem 4 Marken umfassenden Satz Mi-Nr. A-546-D546 stellen die Werte zu 20 Niara (Steinwall) und 50 Niara (Steinbrücke) dar, die bereits häufiger zum Schaden der Post gefälscht wurden (Bsp. Beitrag 44 auf http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=156&CP=0&F=1).

Gruß
Pete
 
Polen-Anton Am: 13.04.2009 19:57:23 Gelesen: 157178# 41 @  
Warum hat dieser Brief zwei Einchreibezettel? Ab etwa 1908 hat sich die russische Post -als Gründungsmitglied des Weltpostvereins- verpflichtet, für die Auslandspost französischsprachige Zettel zu verwenden.

Offensichtlich hatte man auf dem Postamt Lodsch 3 noch keine numerierten Zettel für den Auslandsverkehr. Darum hat man den russischsprachigen so überklebt, dass die Nummer noch sichtbar ist.

Gruss,
Polen-Anton


 
Richard Am: 21.04.2009 17:51:17 Gelesen: 157124# 42 @  
Was ist von diesem Einschreibebrief zu halten, der in meinem Nachbarort Hünfeld versandt wurde ? Die Ondal GmbH ist dort der größte Arbeitgeber und eine Tochtergesellschaft der Wella AG.

Der Brief scheint philatelistisch beeinflusst, aber echt gelaufen zu sein, mit Not-Einschreibezettel. Waren diese in 1949 noch üblich ?

Auf der Rückseite befindet sich ein Ankunftstempel Hanau vom 25.03.49, dieser ist im Anschriftenteil spiegelschriftlich ganz schwach zu erkennen.

Schöne Grüsse, Richard


 
Bahnpoststempel Am: 23.04.2009 19:53:46 Gelesen: 157054# 43 @  
Bahnpostwertnachweise mit Einschreibnummernzettel und Wertnummernzettel auf Wertnachweisen.

Sehr selten, wird somit keiner kennen?
 
Jürgen Witkowski Am: 23.04.2009 20:02:05 Gelesen: 157050# 44 @  
@ Bahnpoststempel [#43]

Ich bin überzeugt davon, dass sich die Leser dieses Themas, genau wie ich, sich darüber freuen würden, wenn Du uns dergleichen einmal zeigen und erläutern würdest.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
duphil Am: 23.04.2009 20:11:43 Gelesen: 157046# 45 @  
@ Bahnpoststempel [#43]

>>>Verzweiflungsmodusan<<<

Hallo Bahnpoststempel!

Jetzt ist es soweit! Mir reicht es! Du hast mir in so vielen Themen hier in letzter Zeit mit Deinen Andeutungen und Fragen zum (weitläufigen) Bereich Bahnpost den Mund wässerig gemacht. Darum bitte ich Dich dringenst:

Schreibe endlich etwas zur Bahnpost und zeige mir Belege aus Deiner Schatztruhe !

Mit freundlichen Gruß
Peter

>>>Verzweiflungsmodusaus<<<

PS: Jürgen war mal wieder schneller! Ich würde mir auch wünschen, dass Du Die Zeit und auch die Möglichkeit hast, uns Belege zu zeigen und diese zu kommentieren bzw. zu beschreiben. Den oberen Absatz bitte mit Humor nehem.
 
Pilatus Am: 24.06.2009 15:45:56 Gelesen: 156711# 46 @  
Hier ein gut erhaltener R.-Brief von Kanada nach Berlin, der reichlich Fragen aufwirft.
Die Marken weisen auch nicht die geringsten Spuren eines Stempels auf.
Aber der "Spempel " Einschreiben mit Regetrier-Nr" ist klar zu erkennen.
Ist der Brief nun gelaufen oder nicht? Wenn ja, hätte er nachträglich entwertet werden müssen.



Anmerkung der Redaktion: Verschoben aus dem Thema: Stempel Schau - schön, selten oder kurios
 
Henry Am: 24.06.2009 16:25:03 Gelesen: 156707# 47 @  
@ Pilatus

Die nachträgliche Entwertung bringt nichts, weil die Marken im Zuständigkeits- bereich der DPAG nicht verwendet werden können. Und was die kanadische Post aus einer Wiederverwendung macht, kann der DPAG egal sein. Geht nicht zu ihren Lasten. Ein anderes Problem ist allerdings die Registrierung. Die kann aber in den entsprechenden Nachweisen durchaus erfasst sein, auch ohne dass auf dem Brief etwas sichtbar ist.
Aber den Gesamtumständen nach halte ich den Brief trotzdem für gelaufen,
meint
Henry
 
Pommes Am: 24.06.2009 16:59:39 Gelesen: 156694# 48 @  
@ Henry

DPAG ... In der DDR?

Ansonsten denke ich, dass Du recht hast und der Brief gelaufen ist, weil er doch zumindest eingeliefert worden ist. Über die Kennzeichnungen bei R-Sendungen in der DDR aus dem Ausland, muss ich auch passen. (Vielleicht hat das MfS den Brief ja einbehalten?)

Gruß
THOMAS
 
Henry Am: 24.06.2009 17:11:35 Gelesen: 156689# 49 @  
@ Pommes

Muss das noch zu DDR-Zeiten gewesen sein wegen der Anschrift? Und wenn, dann gilt sicher das gleiche, wie wenn es die DPAG betroffen hätte. Ich zumindest sehe keinen Unterschied.
Aber danke für den Hinweis, ich habe nicht genau genug hingesehen.
Gruß
Henry
 
Pilatus Am: 24.06.2009 21:48:24 Gelesen: 156664# 50 @  
@ Pommes Hall Thomas, aber wie ist er dann bei der Adressatin gelandet ? Ich habe mehrere Belege die an sie gerichtet sind. Gruß Pilatus
 
AfriKiwi Am: 25.06.2009 00:48:20 Gelesen: 156650# 51 @  
@ Pilatus

Hallo Lothar,

Da war keine sprache vom einem Ankunftstempel auf der Rückseite, ist da einen ?

Wenn wohl ist er gelaufen.

Erich
 
DL8AAM Am: 25.06.2009 14:29:04 Gelesen: 156623# 52 @  
Tja, sorry Richard, habe Probleme den Beleg in eine richtige Kategorie einzuordnen.

(Moderne) Militärpost, (internationale) Einschreiben oder AFS würden passen. ;-)

Da er bei mir unter der Kiste "Militär" läuft stelle ich ihn hier herein.

Und der Grund: Das Ding gefällt mir ausgesprochen gut, einfach nur schön (für mich):



Einschreibebrief des tschechischen Verteidigungsministeriums. Verschickt wurde ein Funkempfangsbestätigungs-QSL-Brief für eine abgehörte tschechische Luftwaffennavigationsfunkstation ( Abb. auf http://freenet-homepage.de/troesne/QSL_NDB-RA.jpg ). Frankiert mit einem AFS (50.00 Kr), der an die Aufnahme der Tschechischen Republik in die NATO zum 12.03.1999 erinnert.

Stellt der blaue Aufkleber links den eigentlichen Einschreibezettel dar, oder der gelbe rechts? Hier könnte eine eventuell notwendige Zusatzfranktur mit dargestellt werden. Der AFS reichte wohl, deshalb steht hier "0.00". Kenne mich leider mit den Einschreiberitualen der CZ Post nicht aus. Sorry!

Auf der Rückseite (besser hier als was zu überkleben) findet sich das entsprechende Einschreibelabel der DPAG. War aber wohl auf der Rückseite zu versteckt für den Briefträger, denn das Kontrollstrichkodelabel wurde vom Austräger nicht entfernt. Sonst fehlt dieser Klebezettel ja i.d.R., d.h. der Einschreibebrief wurde von der DPAG nicht korrekt rückverfolgbar behandelt?



Gruß

Thomas

[Anmerkung der Redaktion: Da es in der Hauptsache um das Einschreiben geht, nach hierhin verschoben.]
 

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