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Thema: Einschreiben: Belege und Informationen
Das Thema hat 165 Beiträge:
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Polen-Anton Am: 13.04.2009 19:57:23 Gelesen: 152731# 41 @  
Warum hat dieser Brief zwei Einchreibezettel? Ab etwa 1908 hat sich die russische Post -als Gründungsmitglied des Weltpostvereins- verpflichtet, für die Auslandspost französischsprachige Zettel zu verwenden.

Offensichtlich hatte man auf dem Postamt Lodsch 3 noch keine numerierten Zettel für den Auslandsverkehr. Darum hat man den russischsprachigen so überklebt, dass die Nummer noch sichtbar ist.

Gruss,
Polen-Anton


 
Richard Am: 21.04.2009 17:51:17 Gelesen: 152677# 42 @  
Was ist von diesem Einschreibebrief zu halten, der in meinem Nachbarort Hünfeld versandt wurde ? Die Ondal GmbH ist dort der größte Arbeitgeber und eine Tochtergesellschaft der Wella AG.

Der Brief scheint philatelistisch beeinflusst, aber echt gelaufen zu sein, mit Not-Einschreibezettel. Waren diese in 1949 noch üblich ?

Auf der Rückseite befindet sich ein Ankunftstempel Hanau vom 25.03.49, dieser ist im Anschriftenteil spiegelschriftlich ganz schwach zu erkennen.

Schöne Grüsse, Richard


 
Bahnpoststempel Am: 23.04.2009 19:53:46 Gelesen: 152607# 43 @  
Bahnpostwertnachweise mit Einschreibnummernzettel und Wertnummernzettel auf Wertnachweisen.

Sehr selten, wird somit keiner kennen?
 
Jürgen Witkowski Am: 23.04.2009 20:02:05 Gelesen: 152603# 44 @  
@ Bahnpoststempel [#43]

Ich bin überzeugt davon, dass sich die Leser dieses Themas, genau wie ich, sich darüber freuen würden, wenn Du uns dergleichen einmal zeigen und erläutern würdest.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
duphil Am: 23.04.2009 20:11:43 Gelesen: 152599# 45 @  
@ Bahnpoststempel [#43]

>>>Verzweiflungsmodusan<<<

Hallo Bahnpoststempel!

Jetzt ist es soweit! Mir reicht es! Du hast mir in so vielen Themen hier in letzter Zeit mit Deinen Andeutungen und Fragen zum (weitläufigen) Bereich Bahnpost den Mund wässerig gemacht. Darum bitte ich Dich dringenst:

Schreibe endlich etwas zur Bahnpost und zeige mir Belege aus Deiner Schatztruhe !

Mit freundlichen Gruß
Peter

>>>Verzweiflungsmodusaus<<<

PS: Jürgen war mal wieder schneller! Ich würde mir auch wünschen, dass Du Die Zeit und auch die Möglichkeit hast, uns Belege zu zeigen und diese zu kommentieren bzw. zu beschreiben. Den oberen Absatz bitte mit Humor nehem.
 
Pilatus Am: 24.06.2009 15:45:56 Gelesen: 152264# 46 @  
Hier ein gut erhaltener R.-Brief von Kanada nach Berlin, der reichlich Fragen aufwirft.
Die Marken weisen auch nicht die geringsten Spuren eines Stempels auf.
Aber der "Spempel " Einschreiben mit Regetrier-Nr" ist klar zu erkennen.
Ist der Brief nun gelaufen oder nicht? Wenn ja, hätte er nachträglich entwertet werden müssen.



Anmerkung der Redaktion: Verschoben aus dem Thema: Stempel Schau - schön, selten oder kurios
 
Henry Am: 24.06.2009 16:25:03 Gelesen: 152260# 47 @  
@ Pilatus

Die nachträgliche Entwertung bringt nichts, weil die Marken im Zuständigkeits- bereich der DPAG nicht verwendet werden können. Und was die kanadische Post aus einer Wiederverwendung macht, kann der DPAG egal sein. Geht nicht zu ihren Lasten. Ein anderes Problem ist allerdings die Registrierung. Die kann aber in den entsprechenden Nachweisen durchaus erfasst sein, auch ohne dass auf dem Brief etwas sichtbar ist.
Aber den Gesamtumständen nach halte ich den Brief trotzdem für gelaufen,
meint
Henry
 
Pommes Am: 24.06.2009 16:59:39 Gelesen: 152247# 48 @  
@ Henry

DPAG ... In der DDR?

Ansonsten denke ich, dass Du recht hast und der Brief gelaufen ist, weil er doch zumindest eingeliefert worden ist. Über die Kennzeichnungen bei R-Sendungen in der DDR aus dem Ausland, muss ich auch passen. (Vielleicht hat das MfS den Brief ja einbehalten?)

Gruß
THOMAS
 
Henry Am: 24.06.2009 17:11:35 Gelesen: 152242# 49 @  
@ Pommes

Muss das noch zu DDR-Zeiten gewesen sein wegen der Anschrift? Und wenn, dann gilt sicher das gleiche, wie wenn es die DPAG betroffen hätte. Ich zumindest sehe keinen Unterschied.
Aber danke für den Hinweis, ich habe nicht genau genug hingesehen.
Gruß
Henry
 
Pilatus Am: 24.06.2009 21:48:24 Gelesen: 152217# 50 @  
@ Pommes Hall Thomas, aber wie ist er dann bei der Adressatin gelandet ? Ich habe mehrere Belege die an sie gerichtet sind. Gruß Pilatus
 
AfriKiwi Am: 25.06.2009 00:48:20 Gelesen: 152203# 51 @  
@ Pilatus

Hallo Lothar,

Da war keine sprache vom einem Ankunftstempel auf der Rückseite, ist da einen ?

Wenn wohl ist er gelaufen.

Erich
 
DL8AAM Am: 25.06.2009 14:29:04 Gelesen: 152176# 52 @  
Tja, sorry Richard, habe Probleme den Beleg in eine richtige Kategorie einzuordnen.

(Moderne) Militärpost, (internationale) Einschreiben oder AFS würden passen. ;-)

Da er bei mir unter der Kiste "Militär" läuft stelle ich ihn hier herein.

Und der Grund: Das Ding gefällt mir ausgesprochen gut, einfach nur schön (für mich):



Einschreibebrief des tschechischen Verteidigungsministeriums. Verschickt wurde ein Funkempfangsbestätigungs-QSL-Brief für eine abgehörte tschechische Luftwaffennavigationsfunkstation ( Abb. auf http://freenet-homepage.de/troesne/QSL_NDB-RA.jpg ). Frankiert mit einem AFS (50.00 Kr), der an die Aufnahme der Tschechischen Republik in die NATO zum 12.03.1999 erinnert.

Stellt der blaue Aufkleber links den eigentlichen Einschreibezettel dar, oder der gelbe rechts? Hier könnte eine eventuell notwendige Zusatzfranktur mit dargestellt werden. Der AFS reichte wohl, deshalb steht hier "0.00". Kenne mich leider mit den Einschreiberitualen der CZ Post nicht aus. Sorry!

Auf der Rückseite (besser hier als was zu überkleben) findet sich das entsprechende Einschreibelabel der DPAG. War aber wohl auf der Rückseite zu versteckt für den Briefträger, denn das Kontrollstrichkodelabel wurde vom Austräger nicht entfernt. Sonst fehlt dieser Klebezettel ja i.d.R., d.h. der Einschreibebrief wurde von der DPAG nicht korrekt rückverfolgbar behandelt?



Gruß

Thomas

[Anmerkung der Redaktion: Da es in der Hauptsache um das Einschreiben geht, nach hierhin verschoben.]
 
Pilatus Am: 25.06.2009 18:30:19 Gelesen: 152143# 53 @  
@ AfriKiwi [#51]

Hallo Erich,

Ankunftssttempel waren in der DDR (zumindest in der Zeit) nicht üblich.

Gruß Pilatus
 
Pete Am: 25.06.2009 18:46:53 Gelesen: 152138# 54 @  
@ DL8AAM [#52]

Auf der Rückseite (besser hier als was zu überkleben) findet sich das entsprechende Einschreibelabel der DPAG. War aber wohl auf der Rückseite zu versteckt für den Briefträger, denn das Kontrollstrichkodelabel wurde vom Austräger nicht entfernt. Sonst fehlt dieser Klebezettel ja i.d.R., d.h. der Einschreibebrief wurde von der DPAG nicht korrekt rückverfolgbar behandelt?

Es scheint, als habe der Briefträger der Deutschen Post AG den Einschreibeaufkleber übersehen. Das passiert schon mal. *g*

Vorderseitig dürfte kein Platz mehr gewesen sein, diesen R-Zettel aufzubringen. In der Anfangszeit wurde dieser R-Aufkleber auch (leider) gern einmal mitten auf die Markenfrankatur geklebt. In der philatelistischen Presse wurden dann mehrere Beispiele über einen längeren Zeitraum veröffentlicht.

Gruß
Pete
 
Stempelwolf Am: 28.06.2009 01:06:00 Gelesen: 152070# 55 @  
Bei diesem Bank-Brief aus Aichtal (9.10.1984) nach Stuttgart wurde nicht nur nachträglich das Porto eingezogen sondern es wurde auch bei der Ankunft festgestellt, dass der Einschreibezettel fehlte. Daher trägt dieser Beleg den R-Stempel: "R Nr. .... Nummernzettel fehlt. Als Ebf behandelt .... Unterschrift" und diesen befüllt mit dem Ankunftstempel von Stuttgart 10.10.1984 sowie einem handschriftlichen Kürzel des Postbeamten.



Bei diesem Bank-Brief aus Zaberfeld nach Stuttgart wurde bei der Ankunft der links unten angebrachte R-Zettel übersehen. Es wurde der R-Stempel aufgebracht und bereits mit dem Ankunftstempel versehen als der R-Zettel doch bemerkt wurde. Also hat man den R-Stempel wieder mit Blaustift ausgestrichen.



Bei diesem Bank-Brief aus Haigerloch nach Stuttgart wurde bei der Aufgabe der R-Zettel so unglücklich von der Rolle abgerissen, dass ein Drittel der Registrierungsnummer fehlte. Kurzerhand wurde die Nummer und der Rahmen des Zettels mit Kugelschreiber ergänzt.



Beste Grüße
Wolfgang
 
AfriKiwi Am: 28.06.2009 10:37:04 Gelesen: 152054# 56 @  
@ Pilatus [#53]

Hallo Pilatus,

Danke, jetzt bin ich auch schon schlauer. ;)

Erich
 
Carolina Pegleg Am: 15.07.2009 17:03:21 Gelesen: 151844# 57 @  
Ich hatte es falsch thematisch plaziert als Randbemerkung einmal im Thema "Die ersten Jahre des Streifbandes bzw. Kreuzbandes als Ganzsache" unter #13 angesprochen. Jedenfalls, so ist es in den USA vorgeschrieben:

Einschreibebriefe sind auf der Vorderseite mit dem Wort "REGISTERED" in Grossbuchstaben und der Registriernummer zu kennzeichnen. Auf der Rückseite sind zwei lesbare Stempelabschläge vorgeschrieben, wenn möglich über dem Verschluss des Umschlages. Es gibt hierfür teils besondere Poststempel mit der Inschrift "registered." Der Poststempel darf nicht auf der Vorderseite abgeschlagen werden. Die Marken werden daher typischweise mit sonstigen reinen Entwertungsstempeln entwertet. Für die Entwertung der Marken ist schwarze Farbe vorgeschrieben, für die Stempel auf der Rückseite violett. Auf der Rückseite findet sich dann noch der vorgeschriebene Eingangsstempel des Empfängerpostamtes. Abweichung und Fehler aus Nachlässigkeit finden sich natürlich gelegentlich, z. B. Fehlverwendung des registered Poststempels zur Markenentwertung etc.

Die Einschreibegebühr betrug seit dem 1.1.1900 8 cent zusätzlich zum Briefporto. Am 1.11.1909 wurde die Gebühr auf 10 Cent erhöht. Dieser Tarif galt bis 1920. Der gezeigte Brief von 1914 von Chicago nach Orlando hat noch die weitere zusätzliche Dienstleistung "return receipt" = Rückschein.




Kein besonders schönes Stück. Ich musste ganz schön wühlen einen passenden Brief zu finden, da ich sowas nicht sammele. Auch sind mir die Scans vielleicht ein bisschen klein geraten, da ich bei dem grossformatigen Brief etwas zu viel korrigiert habe. Ich denke man kann die Merkmale trotzdem noch erkennen.
 
Carolina Pegleg Am: 15.07.2009 17:22:55 Gelesen: 151840# 58 @  
@ Carolina Pegleg [#57]

Hier noch ein weiterer vorschriftsmässiger Einschreibebrief. Gesendet in 1942 von einem Soldaten von Florence, SC nach Mount Vernon, NY. Anstelle eines ovalen Killers, wurden die Marken mit einem stummen Doppelkreis entwertet. Ansonsten sind alle Merkmale identisch.


 
Gerd Am: 21.10.2009 13:08:57 Gelesen: 150398# 59 @  
Hallöchen,

ich habe etwas sehr Seltenes gefunden: Eine Einschreibkarte! Und noch dazu vor 1945! War das damals üblich?



Auf der Rückseite (eigentlich Vorderseite) ist das zu sehen.



Habe auch noch Schweizer Briefe. Aber von schön kann dabei keine Rede sein.

MfG Gerd
 
Gisi Am: 04.12.2009 07:10:00 Gelesen: 149617# 60 @  
Hallo liebe Spezialisten!

Darf ich annehmen, dass es sich bei diesem Beleg um ein Einschreiben handelt, was ausserdem für einen bestimmten Wert versichert ist (Wertbrief?). Auf dem Siegel steht The National Bank Limited London.

Für mich ist das ein besonders interessanter Beleg. Fräulein von Anker war Hofdame am Hause Sachsen Coburg Gotha und hatte ihre Residenz in der Oberen Klinge 1 bis zu ihrem Tode im Jahr 1946, eine Adresse, die mir bekannt ist.

Würde mich freuen mehr Auskunft über diesen Beleg zu bekommen.

Besten Dank,
Sammlergruss,
Gisi



 
asmodeus Am: 04.12.2009 07:28:31 Gelesen: 149613# 61 @  
@ Gisi [#60]

Es ist eine Einschreibeganzsache Michel EU 36 oder 37. Schau mal, ob unter dem R- Zettel ein dicker Formatbuchstabe ist. Wenn ja, ist es EU 37.

Deine Ganzsache war ein versicherter Wertbrief über den Betrag von 12 Pfund und 10 Shilling. R-Zettel und Druckbemerkung Einschreibegebühr wurden durchgestrichen. Der Brief wog 22 gr.
 
Gisi Am: 05.12.2009 01:20:59 Gelesen: 149568# 62 @  
@ asmodeus

Besten Dank für die ausführliche Beschreibung des versicherten Wertbriefes. Er wurde an der rechten Seite geöffnet und es ist etwas schwierig durch den dicken Umschlag den R-Zettel zu "durchleuchten".

Könnte es sein, dass ein dickes G der Formatbuchstabe ist?

Nochmals vielen Dank,
Gruss Gisi
 
Martinus Am: 06.12.2009 14:53:08 Gelesen: 149524# 63 @  
Warum wurde der R Zettel handschriftlich geändert?



Habe heute diesen Brief ertauscht. Meine Frage, warum wurde der R-Zettel handschriftlich geändert, vor allem da das Postamt ja auch nicht diese Nummer trägt?



Und was ist das ab im München Stempel?

Vielen Dank für die Info.

Martinus
 
Martinus Am: 11.12.2009 21:04:07 Gelesen: 149359# 64 @  
Habe direkt noch eine Frage, warum ist diese Portoverwendung im Briefekatalog nicht aufgeführt?

Es ist doch portogerecht, heißt 24 Pfennig für den Brief und 60 Pfennig für das Einschreiben!

Kann mir jemand helfen?
 
Jürgen Witkowski Am: 11.12.2009 21:19:03 Gelesen: 149356# 65 @  
@ Martinus [#63]

Bei dem Münchner Stempel handelt es sich um einen aptierten Stempel aus dem III. Reich, der weiter verwendet wurde. Das "ab" sind die Unterscheidungsbuchstaben.

Einige Vergleichsstücke findest Du unter diesem Thema im Beitrag [8]:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=858&CP=0&F=1

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 

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