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Thema: Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia
Das Thema hat 624 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 03.05.2015 22:07:40 Gelesen: 207491# 400 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#396]

Lieber Kevin,

Du zeigst uns eine schöne 20-Rappen-Frankatur. Als Beitrag Nr. 400 will ich Dir "Danke" sagen für dieses schöne Thema "Sitzende Helvetia", das AUCH in Deutschland offenbar viele Freunde hat.



Dieser schöne Brief wurde vor 150 Jahre auf die Reise geschickt. Die Firma Jakob Stehli in Lunnern war der Sender, die Postannahme erfolgte in Obfelden (Lunnern hatte keine eigene Poststelle). Vermutlich noch am gleichen Tag lief der Brief weiter nach "AFFOLTERN a/A" (das heisst "am Albis") und erhielt einen Durchgangsstempel "9 JUNI". Zum Glück blieb es nicht dabei, sondern auch "LUZERN" brachte einen Durchgangsstempel an "10 JUN 65", und wir erkennen die Jahreszahl. Ein dritter Durchgangsstempel "ZELL 11 JUN 65" wurde angebracht, und der Brief wurde in Ufhusen (Kanton Luzern) ausgeliefert. Ufhusen war vermutlich auch zu klein, um eine eigene Poststelle zu haben.

Herzliche Grüsse
(zum "Jubliäum")
Heinz
 
Heinz 7 Am: 03.05.2015 22:41:09 Gelesen: 207486# 401 @  
@ Heinz 7 [#400]

Eine Karte zeigt uns was folgt:

Lunnern - Obfelden - Affoltern liegen alle nahe beieinander. Dann verlief der Postweg nach Süden, passierte Luzern, um dann weiter in den Westen zu reisen, nach Sursee und weiter nach Westen. Zell ist nach ca. 70 Kilometer erreicht, und Ufhusen ist ein Nachbardorf davon.



"Viamichelin.de" sei Dank für diese übersichtliche Karte!

Grüsse
Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 07.05.2015 19:23:16 Gelesen: 207195# 402 @  
@ Heinz 7 [#400]

Hallo Heinz,

erst jetzt kommt meine verspätete Antwort.

Ich danke Dir für die noch genauere Klassifizierung meines Nachnahme-Streifbandes und bin ebenfalls sehr froh darüber, dass dieses Thema nun schon über 400 Beiträge aufweist.

Du zeigst uns ebenfalls einen tollen Brief (ich habe leider noch keinen mit Stabstempel, bin aber stets auf der Suche danach) der 2. Gewichtsstufe im Fernverkehr, laut Tarif vom 01.07.1862 bis zum 01.09.1871. :D

Ich werde meine Sammlung "Der Postverkehr in und mit der Schweiz von 1839-1886" in Mainz ausstellen. Meine Anmeldung des Exponats ist bereits unterwegs. Die Sammlung wird vorerst 3 Rahmen umfassen (sollten eigentlich 4 Rahmen werden, aber anfänglich reichen drei auch schon aus) und in der Jugendklasse auf Rang 3 (als Erstaussteller) ausgestellt werden, wenn jetzt nichts mir schief läuft. Wie der Name schon sagt wird die Sammlung unter dem Thema Postgeschichte zu betrachten sein und umfasst den Inlandsverkehr, Auslandsdestinationen und Incoming-Mail.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bedanken an alle die mir auf "meinem Weg" geholfen haben! Besonderer Dank gebührt Dir Heinz für deine Geduld mit mir (bezüglich meiner Ungeduld) und deine stetige Hilfe, besonders am Anfang und natürlich Ralph, alias bayern klassisch, ohne dich hätte ich wahrscheinlich immense Probleme gehabt, meine Beschreibungen zu verfassen und wäre um den einen oder anderen Beleg ärmer :), schön, dass es euch gibt!

Aber auch bei allen anderen, die mir geholfen haben, möchte ich mich bedanken! Auch an Richard und sein Team, ohne deren Aufwand es dieses Forum gar nicht geben würde, ich hoffe, dass ihr noch lange Jahre diese Seite am Leben behaltet!

Liebe Grüße

Kevin
 
Heinz 7 Am: 08.05.2015 22:21:48 Gelesen: 206982# 403 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#402]

Lieber Kevin,

ich bin schwer beeindruckt. Wenn Du jetzt bereits bei solchen Ausstellungen mit eigenen Exponaten mitmachen kannst, dann steht Dir die Welt der Philatelie wirklich ganz weit offen. Du bist ja noch so jung!

Danke für Deine Anerkennung und Deinen Dank. Solche Worte hört man selten, und es macht mich fast ein wenig verlegen. Ich freue mich natürlich darüber und sage einfach: Geteilte Freude ist doppelte Freude! Wenn Du also begeistert bist über einen Beitrag, dann macht das auch dem Schreiber viel Freude, und dasselbe gilt auch umgekehrt: Wenn man sieht, dass es geschätzt wird, dann schreibt man auch gerne einen Beitrag. Lesen, lernen, sammeln, tauschen, zeigen, fragen, staunen, sich mitfreuen - das ist Philatelie, wie sie Spass macht!

Ich wünsche Dir für die Ausstellung alles Gute. Lass Dich nicht entmutigen, wenn etwas schiefgehen sollte, das gehört dazu und sollte Dich nicht abschrecken.

Anbei noch ein Bild einer beeindruckenden Einheit Sitzende Helvetia:



Ich habe beim Papier keine Fasern entdeckt, sodass es Zumstein Nr. 36 (Michel Nr. 28) ist. 18 Schweizer Franken war 1862 ein sehr grosser Geldbetrag. Und "goldige" Marken gibt es auch nicht viele.

Freundliche Grüsse Heinz
 
SH-Sammler Am: 16.08.2015 21:07:53 Gelesen: 201603# 404 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#402]

Hallo Kevin, hallo Sammlerfreunde,

ich bin relativ neu hier und möchte mit 2-3 Beiträgen dieses schöne Thema wieder beleben. Nachdem Jungsammler Kevin seine Ausstellungssammlung zusammengestellt hat, kommt erfahrungsgemäss das Ergänzen der Sammlung mit "besseren" oder "besonderen" Belegen. Auch wenn finanziell die teuren Belege noch nicht drin liegen kann mit offenen Augen der eine oder andere besondere Beleg gefunden werden. Ich möchte Jungsammler Kevin in diesem Sinne ermuntern.

Hier zeige ich einen Ortsbrief mit Drucksachenporto 2 Rappen von Wiesendangen (bei Winterthur, ZH). Ortsbriefe aus kleinen Gemeinden sind nicht häufig, da man die Schriftstücke den Empfängern zwecks Einsparung des Portos meist direkt überbrachte.



Ortsbrief WIESENDANGEN, 8. Jan. 1877, frankiert mit Zumstein Nr. 37 / Mi 29. Keine Vermerke auf der Rückseite.

SH-Sammler
 
briefmarkenwirbler24 Am: 17.08.2015 11:14:50 Gelesen: 201408# 405 @  
@ SH-Sammler [#404]

Guten Morgen,

nachdem ich seit langer, langer Zeit nichts mehr geschrieben habe und sozusagen für den ein oder anderen schon als spurlos verschwunden bzw. der Philatelie abhanden gekommen galt, möchte ich mich mal wieder zu Wort melden.

Ich habe einfach mal eine Pause eingelegt hier im Forum, war aber alles andere als untätig in der Philatelie. ;)

Bei deiner Drucksache greift der Tarif vom 01.09.1876 bis zum 01.01.1915, bei dem diese, im Gegensatz zum vorherigen Tarif (ab 01.09.1871), 10 g mehr wiegen durfte um mit 2 Rappen freigemacht werden zu dürfen.

Dann möchte ich langsam mal wieder anfangen selbst Belege vorzustellen und entsprechend zu beschreiben :).

Ich fange dann mal mit einem Belegpaar, wie ich es bezeichne, an:





Der erste Beleg wurde am 17.12. geschrieben und erst vier Tage später, am 21.12.1875, in Bremgarten verschickt. Adressiert wurde der Brief nach Tägerig, wo er bereits am nächsten Tag ankam. Verklebt wurden 5 Rappen für einen einfachen Ortsbrief (Tarif vom 01.09.1871-01.09.1876) und 20 Rappen für die Nachnahme-Gebühr von 11 Franken (pro 10 Franken = 10 Rappen), sodass wir auf die Endsumme von 25 Rappen kommen. Der Absender war die Gerichtskanzlei Bremgarten.





Der zweite Beleg wurde geschrieben am 04.12. und aufgegeben am 06.12.1869 in Bremgarten, angekommen ist dieser am darauffolgenden Tag in Diessenhofen. Es liegt auch hier eine portogerechte Frankatur vor, die sich in 20 Rappen für die Nachnahme-Gebühr und, laut dem Tarif vom 01.07.1862 bis zum 01.09.1871, 10 Rappen für einen Brief der 1.Gewichtsstufe außerhalb des Lokalrayons aufteilt. Im Gegensatz zum vorherigen Brief, notierte man den Gesamtbetrag mit Rotstift.

Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand den Inhalt der beiden Briefe deuten könnte, bei einem Brief der Gerichtskanzlei sicherlich spannend!

Mit freundlichen Grüßen

Kevin
 
SH-Sammler Am: 18.08.2015 21:08:03 Gelesen: 201190# 406 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#402]

Hallo Kevin,

Wie oben beschrieben, können mit offenen Augen schöne Sachen gefunden werden. Dazu wünsche ich Dir viel Glück.

Diesmal zeige ich die sitzende Helvetia 5 Rappen "Faserpapier" mit Plattenfehler "Doppelprägung", zwar nicht auf Beleg, aber zur Auflockerung einer Sammlung doch auch gut.



Zumstein 45 (Michel 37) im Paar, Marke mit Faserpapier, eine davon mit Doppelprägung. Nebst den Ziffern ist auch das Oval des Schildes sehr schön im Doppel sichtbar.

Das Ganze noch in einer grösseren Einheit, die Doppelprägung ist im Zentrum



Nun viel Glück beim suchen

SH-Sammler
 
briefmarkenwirbler24 Am: 19.08.2015 19:47:12 Gelesen: 201109# 407 @  
@ SH-Sammler [#406]

Guten Abend,

schöne Stücke zeigst du uns da!

Auf eBay gibt es gerade die 5 Rappen mit Doppelprägung oftmals günstig angeboten (natürlich nicht in so einer großen Einheit). Leider nicht auf Beleg.

MfG

Kevin :)
 
SH-Sammler Am: 19.08.2015 21:09:19 Gelesen: 201095# 408 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#407]

Hallo Kevin, guten Abend,

hier sind noch 2 weitere Marken mit Doppelprägung, ebenfalls nicht auf Beleg. Aber wie immer gilt: Wer sucht, der findet.



Zumstein 29 (Mi 21), weisses Papier, mit leichter Doppelprägung im Quadrat rechts oben, links der Ziffer 3. Die weisse Linie kommt vom zweifachen eindrücken der Molette (Prägestempel). Weitere feine Spuren der Doppelprägung sind in der rechten Zierleiste am linken Rand sichtbar.



Zumstein 51 (Mi 43) mit Doppelprägung, analog zur Doppelprägung des 5 Rappen Wertes

Grüsse
SH - Sammler
 
Heinz 7 Am: 01.09.2015 23:40:19 Gelesen: 200103# 409 @  
@ SH-Sammler [#408]

Doppelprägungen auf Brief sind sehr selten zu finden!

Anbei ein "harmloserer" Brief, der aber auch interessant ist, meines Erachtens.



Eine Rechnung der Zeitung des "Freien Aemtlers" (Affoltern am Albis) über ein Inserat vom 19.10.1874 über 70 Rappen. Dazu wurden addiert 12 Rappen "Porto und Provision der Post". Diese 12 Rappen wurden mit Briefmarken verrechnet. Die Rechnung wurde erst drei Tage später verschickt (22. Oktober), wie der sehr saubere Zwergstempel "OTTENBACH" (AW Gr. 138, Nr. 132) zeigt.

Der Brief kam am selben Tag in Affoltern an (blauer Ankunftsstempel), aber offenbar konnte er nicht ausgehändigt werden. "Affoltern" wurde durchgestrichen, den handschriftlichen Vermerk konnte ich noch nicht klar feststellen.

Unten auf dem Brief wurden drei Zeilen handschriftlich ergänzt. Das zweite+dritte Wort lese ich "nicht beza(h)lt", das erklärt, warum der Brief vermutlich zurückgeschickt wurde.

Die "fette Linie" oben bei der zwei Rappen Marke ist übrigens meines Wissens KEINE Doppelprägung.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
SH-Sammler Am: 02.09.2015 09:34:04 Gelesen: 200056# 410 @  
@ Heinz 7 [#409]

Hallo Heinz, guten Tag.

Du zeigst eine "harmlose Nachnahme". Ja, und doch kommen oft Fragen auf, die einer Antwort bedürfen. Vielleicht finden wir die Antwort gemeinsam mit anderen Spezialisten raus. So wird es interessant.

Der Zusatz unter dem durchkreuzten Affoltern heisst m.E. a/Al, also Affoltern a/A. Wahrscheinlich ist der Brief zuerst nach Affoltern (bei Zürich) spediert worden. Daher der Zusatz unten in einer anderen Handschrift. Nach Ankunft in Affoltern a/A. wurde der Brief vom Empfänger nicht angenommen. Ich lese unten: "Wird nicht bezahlt. Ich habe es in ..." Weiter komme ich auch nicht. Die alte deutsche Schrift hat es halt in sich.

Dein Hinweis zur fetten Randlinie ist richtig. verdickte Randlinien gibt es immer wieder.

Gruss und schönen Tag sendet

SH-Sammler Hanspeter
 
Heinz 7 Am: 04.09.2015 09:54:32 Gelesen: 199869# 411 @  
@ SH-Sammler [#410]

Hallo Hanspeter,

ja, sehr gut. Mit dem "a/Al" hast Du recht! Einverstanden! Es wäre schön, wenn jemand die ganzen 3 handschriftlichen Zeilen lesen könnte. Ich scheitere regelmässig daran.

Liebe Grüsse
Heinz
 
stampmix Am: 04.09.2015 10:39:09 Gelesen: 199853# 412 @  
@ Heinz 7 [#411]

Ich scheitere regelmässig daran.

Hallo Heinz,

an dieser Handschrift scheitere ich auch, aber vielleicht bekommen wir es gemeinsam hin:

wird nicht bezahlt
ich habe es in ... & nicht als Inserat
..gesandt & ... unrichtig ...

"Affoltern" wurde durchgestrichen, den handschriftlichen Vermerk konnte ich noch nicht klar feststellen.

Ich meine, der Zusatz ist ein ursprünglicher Adresszusatz und könnte a/Al - am Albis bedeuten.

mit bestem Gruß
stampmix
 
DERMZ Am: 04.09.2015 11:35:37 Gelesen: 199842# 413 @  
@ stampmix [#412]
@ Heinz 7 [#411]

Hallo zusammen,

jetzt schalte ich mich auch kurz ein, vielleicht schaffen wir es als Gemeinschaftswerk:

wird nicht bezahlt
ich habe es in ... & und nicht als Inserat
eingesandt & taten das unrichtig publizieren.

Aber alles bekomme ich auch noch nicht raus. Vielleicht weiss noch jemand die letzten Lücken zu schliessen. Es bleibt spannend!

Viele Grüsse

Olaf
 
Brigitte Am: 04.09.2015 12:44:12 Gelesen: 199825# 414 @  
@ Heinz 7 [#409]

Hallo zusammen,

im Zusammenhang mit unrichtiger Publikation könnte das fehlende Wort in der zweiten Zeile "Text" bedeuten.

wird nicht bezahlt
ich habe es in Text & und nicht als Inserat
eingesandt & taten das unrichtig publizieren.

Bei vielen Zeitschriften und Zeitungen wird zwischen Textanzeigen und Inseraten unterschieden, wobei die Textanzeigen günstiger sind.

Liebe Grüsse,

Brigitte
 
Heinz 7 Am: 08.09.2015 23:12:58 Gelesen: 199468# 415 @  
@ SH-Sammler [#410]
@ stampmix [#412]
@ DERMZ [#413]
@ Brigitte [#414]

Liebe Alle,

Eure Hilfe ist beeindruckend und hat uns meines Erachtens zum Ziel geführt, herzlichen Dank! Ich bin mit Brigittes "Schlusstext" einverstanden.



Herr Landschreiber Eigen.... hat dem "freien Aemtler" die oben gezeigte Nachricht zukommen lassen. Unter welcher Rubrik dies hätte publiziert werden sollen, wissen wir nicht, doch mit der Lösung, dies als Inserat zu zeigen (und dafür Geld zu verlangen!), war unser Landschreiber NICHT einverstanden, wie hier gezeigt werden konnte.

Der Brief ging also zurück. Die Rücksendung ist durch Ankunftsstempel leider nicht bestätigt. Dennoch ist der Fall wohl klar und eindeutig. Super, wenn man die "Geheimnisse" knacken kann, hier: Den schwer leserlichen Text entziffern kann (dank Eurer Mithilfe). Applaus!

Liebe Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 07.12.2015 23:10:05 Gelesen: 194499# 416 @  
@ alle

Wir haben schon einige nette Belege gesehen der 20 Rappen Sitzende Helvetia. An folgendem Brief habe ich auch meine Freude:



Zumstein Nr. 32, perfekt gestempelt "Engstringen 2 VII 72" auf Nachnahme-Briefchen nach Aeugst, rückseitig mit Durchgangsstempel "Affoltern a/A".

Freundliche Grüsse
Heinz
 
matze1958 Am: 31.12.2015 17:04:01 Gelesen: 192101# 417 @  
Hallo zusammen,

ich bin neu hier und sammle Schweiz auf Belegen von Anfang bis stehende Helvetia. Ich möchte gern mal mit einer Frage zur Portoerklärung starten. Im Bild eine schöne Briefvorderseite mit einer 3-Farbenfrankatur von Basel nach London (28.02.1865). Frankiert mit 65 Rp. Dies wäre nach meiner Information (Schäfer) für die Zeit von 1852-1854 korrekt gewesen. Aber für 1865? hat jemand eine Idee, oder hatte der Absender einfach eine veraltete Tarifliste?

Bin gespannt auf Eure Meinungen.

Schöne Grüsse,
Matze


 
bayern klassisch Am: 31.12.2015 17:28:38 Gelesen: 192092# 418 @  
@ matze1958 [#417]

Hallo Matze,

zu dieser Zeit hätte ein einfacher Brief über Frankreich bis 7,5g 60 Rappen erfordert. Warum der Absender 65 Rappen klebte, wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben. Oft waren weniger tarifkundige Schreiber ein wenig überfordert mit den komplizierten Posttarifen.

Liebe Grüsse und guten Rutsch,
Ralph
 
matze1958 Am: 10.01.2016 14:41:07 Gelesen: 191386# 419 @  
Hallo,

danke für die Antwort. Hier mein nächstes "Rätsel". Der abgebildete Brief wurde unzureichend frankiert, der PD Stempel entsprechend überstempelt.

Doch welches Porto wäre das richtige gewesen? Der Brief ist von 1863 und über Paris nach Woltersdorf (Preussen) gelaufen. Ich denke, 60 Cts wären für einen einfachen Brief bis 15g korrekt gewesen. Vielleicht helfen die roten und blauen Stiftmarkierungen weiter? 4-faches Gewicht, 6-faches Gewicht? Was bedeuten die einzelnen handschriftlichen Markierungen? Gib es Literatur, die hier weiterhilft? Was bedeutet der hübsche pfeilförmige Stempel mit der "44"?

Bin gespannt auf Eure Antworten.



danke schon mal im Voraus,
Matze
 
bayern klassisch Am: 10.01.2016 17:06:00 Gelesen: 191368# 420 @  
@ matze1958 [#419]

Hallo Matze,

kannst du die Rückseite zeigen und mir eine PN schicken?

Liebe Grüsse,
Ralph
 
matze1958 Am: 12.01.2016 19:52:54 Gelesen: 191179# 421 @  
Hier die Rückseite zu Beitrag [#419]


 
bayern klassisch Am: 14.01.2016 12:09:01 Gelesen: 191021# 422 @  
@ matze1958 [#421]

Hallo matze1958,

danke für den Scan der Rückseite. Weil du mir keine PN geschrieben hast, hier meine Einschätzung:

2 Franken = 60 Kreuzer kleben auf ihm. Die Rötel neben den Marken kann ich gar nicht lesen. Sie ist aber einstellig, weist also nicht auf ein hohes Gewicht hin (müsste von der Aufgabepost stammen, weil sonst keiner dort etwas notiert haben würde).

Wenn er über Frankreich laufen sollte, galten 7,5g als einfaches Gewicht, daher muss er deutlich schwerer gewesen sein.

Wenn die Rötel eine 4 sein sollte, wäre er 4fach schwer gewesen. Das einfache Franko sollte 50 Rappen betragen haben, also 4 mal 50 Rappen = 200 Rappen, wie frankiert.

Aber dann wundern mich die 24 Silbergroschen Nachporto, die gar nicht passen, weil das das Gesamtporto eines dirket mit Deutschland ausgetauschten Briefes der 8. Gewichtsstufe gewesen wäre.

Siegelseitig ist der Bahnpoststempel/Grenzübergangsstempel Preußens abgeschlagen, der auf Sendungen aus der CH über Paris kam, so dass die preußische Bahnpost 24 Sgr. notiert haben musste (kein anderer hätte den Brief sonst taxieren dürfen).

Dass der Brief über 30g (4. Gewicht über Frankreich) gehabt haben sollte, kann ich mir nicht vorstellen - er ist klein, die Abschläge gut bis leidlich gut - bei wirklich schweren Briefen konnte diese Stempelqualität gar nicht erzeugt werden.

An Literatur wäre Richard Schäfer zu erwähnen, der aber global von der Schweiz in alle Welt behandelt und der in der älteren Zeit gewisse Ungenauigkeiten hat; zu den Stempel James van der Linden mit seinem epochalen Werk Marquee des Passage.

Vielleicht schreibst du mir doch noch eine PN.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
10Parale Am: 31.01.2016 15:51:10 Gelesen: 188752# 423 @  
Gestern in Freiburg bin ich wieder mal über einen Brief gestolpert, den ich unmöglich in den Händen des Vorbesitzers lassen konnte.

Am 5. September 1878 wurde diese "Insertions-Nachnahme" mit einem Art Kastenstempel von Zürich entwertet und ging auf den Weg nach Weiningen.

Freigemacht mit 2 Marken je 10 Rappen (rot - Michel Nr. 30) und 5 Rappen (dunkelbraun - Michel Nr. 22) = insgesamt 15 Rappen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 31.01.2016 23:45:56 Gelesen: 188666# 424 @  
@ 10Parale [#423]

Guten Abend,

dieser Kastenstempel ist in der Gruppe 98 katalogisiert ist (Grosses Schweizerisches Abstempelungswerk 1843-1907 nach Andres und Emmenegger, 2. Ausgabe, 1984).

Einordnung:

B. Stabile Postämter
B.1. Stempel der Poststellen
B.1.D. Mit Einfassung
Gr. 98: Blockschrift ohne Tageszeit, 2zeilig

Ein solcher Stempel "ZURICH" (also u, nicht ü) ist abgebildet zur Gruppe 98, fig. 2050, im grünen Teil (Band III). Im braunen Teil (Band IV) finden wir zur Gruppe 98 als "Neue Nummer" die

Nr. 37: Zürich, Stempelmasse 15.26 (alte Nummer 3937)
Nr. 38: Zürich, Stempelmasse 14.26 (keine alte Nummer angegeben).

Freundliche Grüsse
Heinz
 

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