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Thema: Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia
Das Thema hat 640 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 09.03.2019 06:32:38 Gelesen: 41050# 566 @  
@ 10Parale [#565]

Hallo 10Parale,

der Eigentümer hat auf mein Bitten zugesagt, dass ich seine Schweiz - Rosinen hier im Forum zeigen darf. Aber seine Anonymität möchte er gewahrt wissen und das habe ich ihm gerne versprochen, wenn wir hier dafür ab und zu mal etwas (ganz) Außergewöhnliches zu sehen bekommen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
briefmarkenwirbler24 Am: 12.04.2019 22:07:28 Gelesen: 37414# 567 @  
Guten Abend,

nachfolgender Brief gehört sicherlich nicht in die Rubrik "Rarität" oder "Schmankerl", dennoch gefiel er mir irgendwie und es muss ja nicht gleich jeder Brief besonders sein.



Aufgegeben wurde der Beleg am 19.10.1872 in Zürich und wurde adressiert an die Eheleute "Signorina Berta Wild und Signore Enrico Wild, directore del collegio di commercio" in Bergamo, Italien. Der Absender des Briefes war vermutlich deren Sohn "J.Wild, Direktor in Zürich".

Der Brief nahm die folgende Route:

Zürich : 19.10.1872
Chur : 19.10.1872
Bahnpost Bergamo-Basel (2x abgeschlagen): 21.10.1872
Bergamo : 21.10.1872
 

Leider habe ich keine Literatur zu den Bahnverbindungen zur damaligen Zeit. Vielleicht kann mir hier jemand nähere Infos geben bzw. auch einen Link schicken, der mir dabei helfen könnte.

Was viele nicht wissen, am 01.10.1862 wurde die 30 Rappen zinnober eingeführt mit einer Gesamtauflage von 5 Millionen Exemplaren (vergleichsweise die 5 Rappen braun zwei Monate später mit etwa 210 Millionen Exemplaren), also relativ wenig.
Die bei diesem Brief frankierte 30 Rappen ultramarin erschien erstmalig am 18.03.1867 mit einer Gesamtauflage von 18 Millionen Exemplaren (also etwa 3/1/2 mal so viel). Der Grund für diese Farbänderung war folgender:

Zum einen hatte man das Bestreben, die Farben der für gewisse Korrespondenzen bestimmten Werte denjenigen anderer Länder anzupassen. Zum anderen, weil die Farbe der 10 Rappen-Marke (blau) für eine unmissverständliche Entwertung nicht geeignet erschien. Dieses Argument wird jedoch dadurch entkräftet, dass eben jene 30 Rappen ultramarin den fast gleichen Farbton aufweist.

Buntfrankaturen dieser gleichfarbigen Werte, also 30 Rappen zinnober und 10 Rappen rot sowie 30 Rappen ultramarin und 10 Rappen blau, sind extrem selten. Von erster Kombination sind bisher 8 und von zweiter Kombination 3 Briefe bekannt.

Eine dieser 3 bekannten Farbfrankaturen der 30 Rappen ultramarin und 10 Rappen blau wird morgen bei Schwarzenbach in der Auktion angeboten, als Teil eines Lots (leider nicht in groß sichtbar).

https://www.philasearch.com/de/info.php3?eknr=9213&posnr=108115

Im nachfolgenden Link findet sich jedoch ein interessanter Artikel, der sämtliche seltene Frankaturkombinationen zeigt und teilweise auch bebildert. Auf Seite 9 sieht man auch den Brief, der morgen bei Schwarzenbach verkauft wird.

http://www.philawiki.ch/artikel/SitzHelvetiaSelteneFrankaturen_neu.pdf

Ich persönlich freue mich auf eine "komplettierte" Ausstellungsseite, 1 x mit roter 30er, einmal mit blauer 30er nach Italien.

Zusätzlich vielleicht ganz interessant, unten links weist die Marke einen sog. Blindzahn auf, was im Zumstein-Spezial (den ich nicht besitze) meines Wissens sogar als Abart gelistet wird, bitte korrigiert meine Aussage wenn ich falsch liege.

Liebe Grüße

Kevin
 

SH-Sammler Am: 13.04.2019 06:54:49 Gelesen: 37377# 568 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#567]

Hallo Kevin,

hier ist eine Karte mit den Eisenbahnverbindungen ab 1865 bis 1900. Darauf siehst Du, dass es im Jahr 1872 noch keine Bahnverbindung von Chur nach Bergamo gab.



Ich nehme an, dass Dein Brief ab Chur über die alte Route via Splügen - Chiavenna nach Bergamo lief. Das war seit langer Zeit eine Standardverbindung auf dem Landweg. Und dieser "Landweg" dauerte 2 Tage, vom 19. bis zum 21. Oktober. Und doch gab es den Bahnstempel Basel - Bergamo.

Vielleicht verhilft genau dieser Stempel zu einer Lösung. Er wurde ganz am Ende der Reise, wahrscheinlich in Bergamo selber, aufgebracht. Ist es evtl. ein italienischer Bahnstempel? Nun mutmasse ich, dass der italienische Beamte nicht realisierte, auf welcher Route der Brief transportiert wurde. Er hat einfach einen Stempel als Eingangsstempel verwendet, Hauptsache, ein Datum war drauf.

Dein "ganz normaler, aber schöner Brief" wirft also Fragen auf. Wenn der Leitstempel CHUR nicht wäre, würde ich sagen, dass der Brief über die Gotthard - Route ging, aber so? Ich bin überfragt, musst Du weitergraben.

Liebe Grüsse
Hanspeter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 13.04.2019 09:38:35 Gelesen: 37353# 569 @  
@ SH-Sammler [#568]

Hallo Hanspeter,

vielen Dank für die Karte und den Erklärungsversuch!

Mich hat der Leitweg über Chur auch etwas gewundert, weil es ja doch erst einmal nicht so scheint als sei es der direkteste Weg. Was nicht ausschließt, dass dies womöglich der schnellste war. Das Studium solcher Laufwege ist jedoch wieder ein Kapitel für sich und ohne entsprechende Literatur bzw. Infomaterial ist es nur sehr schwer, den genauen Leitweg nachzuvollziehen. Wenn ich die entsprechende Zeit dafür hätte, hätte ich jedoch definitiv den Ansporn/Ehrgeiz mich hier weiterzubilden bzw. mich einzuarbeiten, leider bleibt mir dies derzeit verwehrt.

Naja, vielleicht bekomme ich ja noch die eine oder andere Information heraus!

LG

Kevin
 
SH-Sammler Am: 13.04.2019 14:12:37 Gelesen: 37329# 570 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#569]

Hallo Kevin,

Dein Brief hat mir keine Ruhe gelassen.

Ich sehe es erst jetzt. Das ist gar kein Bahnstempel (BERGAMO) BASEL ! Auf den 2 Abschlägen steht doch BERGAMO BASSA, also Unterbergamo. Es ist ganz einfach der Ankunftstempel, zweimal abgeschlagen.

Was nach wie vor nicht absolut klar ist, ist der Laufweg über Chur. Es kann schon sein, dass der Brief über den Splügen via Chiavenna ging. Eventüll war der Brief in einem geschlossenen Paket / Postsack und hat deshalb keine weiteren postalischen Hinweise.

Den Gotthard würde ich sogar ausschliessen, da sonst ein Bahnstempel Zürich nach Mailand zu sehen sein müsste. Ein Leitstempel von Mailand müsste genauso drauf sein, bevor der Ankunftstempel Bergamo (ganz schwach) und dann Bergamo Bassa drauf kam.

Und jetzt sage mir einer, dass dieses Hobby langweilig ist, meint

Hanspeter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 13.04.2019 19:44:57 Gelesen: 37247# 571 @  
@ SH-Sammler [#570]

Hallo Hanspeter,

manchmal sieht man wirklich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr, dabei funktionieren meine Augen doch noch eigentlich ganz hervorragend. Du hast natürlich Recht, wie ich auf "Basel" kam, ist mir ein Rätsel, vermutlich hat mein Gehirn nach "Bas" abgeschaltet und das "el" drangehangen. :D

Das macht die Sache schon mal etwas leichter würde ich sagen, einzig und alleine der Transit über Chur bleibt dann noch ein Rätsel. Da mir wie gesagt die entsprechenden Unterlagen fehlen, kann ich leider nicht viel mehr als mutmaßen bzw. deinen Erläuterungen zustimmen. Ich versuche mal den Brief im Parallelforum "altpostgeschichte" vorzustellen und dort vielleicht auf entsprechende Hinweise hoffen. Dort gibt es in puncto Leitwege einige Experten.

Liebe Grüße

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 14.04.2019 22:39:34 Gelesen: 37076# 572 @  
@ SH-Sammler [#570]

Hallo Hanspeter,

wie angekündigt habe ich in "altpostgeschichte" folgende Antwort erhalten:

in jener Zeit wurde Post aus Zürich in Richtung Süden und in Gegenrichtung oft über Chur geleitet. Wenn der Bodensee involviert war findet man häufig den Bahnpoststempel CHUR - ST.GALLEN. Dein Brief passierte aber Chur ohne Nutzung dieser Strecke und bekam den normalen Tagesstempel. Weiter ging es Richtung Süden über den San Bernardino nach Bellinzona. Es bestand allerdings auch die Möglichkeit, ein gutes Stück vor dem San Bernardino nach links zum Splügenpaß abzubiegen um zum Comer See zu gelangen. In Colico am Nordende des Sees wurde die Post auf ein Schiff verladen und nach Como geleitet.

Dein Brief ist aus dem Oktober. Ob da noch der Splügen passiert wurde oder die andere Strecke über Bellinzona genutzt wurde wissen die Experten.
Zielpostamt war Bergamo-Bassa. Bei Google Maps findet man ein B&B Hostel dieses Namens. Direkt daneben ist ein Postamt eingetragen.

Später genaueres


LG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 15.04.2019 20:17:56 Gelesen: 36983# 573 @  
Guten Abend zusammen,

wer erkennt bei nachfolgendem Brief die kleine Besonderheit?



Auf der Siegelseite sieht man nur den Ankunftsstempel von Zürich.

LG

Kevin
 
jahlert Am: 15.04.2019 22:16:49 Gelesen: 36931# 574 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#573]

Dieses Mal könnte die Suche nach einem Bahnpoststempel erfolgreich gewesen sein. ;-)
 
briefmarkenwirbler24 Am: 16.04.2019 16:47:43 Gelesen: 36803# 575 @  
@ jahlert [#574]

Hallo Jürgen,

Recht hast du! Dieses Mal hat mir mein Auge keinen Streich gespielt. :D

Die Aufgabe erfolgte durch die Bahnpost Bern-Zürich, immer schön anzusehen wie ich finde.

LG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 13.05.2019 18:24:22 Gelesen: 35089# 576 @  
Hallo zusammen,

manchmal benötigt es keine Rarität, um einen Brief gerne anzusehen. Der nachfolgende Beleg gefällt mir einfach aufgrund seines Formates und der akkuraten Schrift.

Aufgegeben wurde das Briefchen am 02.05.1871 in dem kleinen Örtchen Steckborn (Kanton Thurgau) und adressiert nach (?) campagne près Génève. Laut Tarifperiode vom 01.07.1862 bis zum 30.08.1871 mussten Briefe der 1.Gewichtsstufe (bis 10 gr.) außerhalb des Lokalrayons mit 10 Rappen frankiert werden, wie auch hier geschehen. Siegelseitig befindet sich nur der Bahnpoststempel "Genf-Basel".

LG

Kevin


 
SH-Sammler Am: 14.05.2019 05:54:39 Gelesen: 35027# 577 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#576]

Hallo Kevin,

der Name Varembé ist keine Ortschaft, sondern eher ein Quartier. Früher wurde es wohl mit x am Ende geschrieben, siehe Korrektur von Varembez mit z zu x. Heute wird der Name nicht mehr so geschrieben. Und heute ist Genf so gross, dass es kein "Genf / Landschaft" mehr gibt.

Siehe hier den Link zu Varembé: https://map.search.ch/Genève,Varembé-Station-Stop

Liebe Grüsse
Hanspeter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 14.05.2019 09:35:39 Gelesen: 35011# 578 @  
@ SH-Sammler [#577]

Hallo Hanspeter,

vielen Dank für deine Mithilfe!

Kaum vorstellbar, dass man damals keine Straßennamen benötigte, um den Brief dem richtigen Empfänger zuzustellen. Die Briefträger schienen wohl genau zu wissen wer wo wohnte.

Liebe Grüße,

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 30.05.2019 11:46:05 Gelesen: 33460# 579 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#549]

Hallo zusammen,

da ich meine Sammlung für die Ausstellung in Sindelfingen im Oktober nochmal vollends überarbeite, setze ich mich mit jedem Beleg erneut auseinander, um ihn dann auch möglichst perfekt beschreiben zu können.

Bei der im Post [#549] vorgestellten Einladungskarte ist mir aufgefallen, dass die Orte Großhöchstetten und Oberdiessbach, von denen die Transitstempel abgeschlagen wurden, genau in der entgegengesetzten Richtung von Diessbach liegen.

Der Absender vermerkte "Diessbach bei Thun", meinte jedoch vermutlich "Oberdiessbach bei Thun", da dieses viel näher an Thun liegt (10 km Luftlinie) als Diessbach (45 km Luftlinie). Demnach schienen die Postbeamten damals stets gut mitgedacht zu haben. :D

Liebe Grüße,

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 05.06.2019 21:00:01 Gelesen: 32169# 580 @  
Hallo zusammen,

für 5 € konnte ich mir diesen Beleg nicht entgehen lassen, ich wäre auch bereit gewesen deutlich mehr hierfür zu bezahlen.

Wie man gut auf den ersten Blick erkennen kann, handelt es sich um einen sog. "Forwarded-letter", da der Absender "X.NITHART &CO (?)" aus Mülhausen, Frankreich stammte. Um Kosten zu sparen, brachte ein Forwarder den Beleg über die Grenze nach Basel (etwa 30 km Luftlinie), um ihn dort in Richtung Berlingen aufzugeben. Ein Brief von Mülhausen nach Berlingen hätte laut Tarifperiode vom 01.10.1865 bis zum 30.06.1875 30 Centimes gekostet (entspricht auch 30 Rappen), sodass der Absender 20 Rappen sparte, indem er ihn von Basel als einfachen Brief im Fernverkehr abschickte.

Solche "Forwarded-letter" sind nicht allzu häufig, weswegen ich mich über diesen hübschen Brief freue.

Liebe Grüße,

Kevin


 
Heinz 7 Am: 05.06.2019 22:57:34 Gelesen: 32158# 581 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#580]

In Basel gab es im XIX. Jahrhundert doch einige Forwarder-Briefe, worüber der verstorbene Philatelist Joseph Uebelhart einen schönen philatelistischen Beitrag schrieb. Natürlich ist es aber trotzdem richtig, diese Belege besonders zu beachten, sie sind wirklich nicht allzu häufig.

Die Adresse ist übrigens nicht & CO. sondern & Cie = et Compagnie (französisch).

Dein Beleg ist sehr schön, Kevin!

Liebe Grüsse
Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 06.06.2019 17:57:52 Gelesen: 32137# 582 @  
@ Heinz 7 [#581]

Hallo Heinz,

In Basel gab es im XIX. Jahrhundert doch einige Forwarder-Briefe, worüber der verstorbene Philatelist Joseph Uebelhart einen schönen philatelistischen Beitrag schrieb.

Ich nehme an, der von dir angesprochene Beitrag befindet sich in einer Ausgabe der SBZ o.Ä., vielleicht hast Du diesen sogar noch und könntest mir einen Scan zusenden?

Prinzipiell würde ich behaupten, dass Forwarder-Briefe eher die Ausnahme sind, da es jedoch einen regen Postverkehr zwischen Frankreich und der Schweiz gegeben hat und sowohl Basel als auch Mühlhausen größerer Städte waren, wird es hier vermutlich verhältnismäßig etwas mehr Belege geben. Auf jeden Fall ein hochspannendes Thema wie ich finde!

@ alle

Dann möchte ich gerne mit dem nächsten Beleg fortfahren, der ebenfalls nicht so häufig ist.

Aufgegeben wurde der Beleg in Hochdorf am 22.03.1870 und wurde adressiert nach xxx? Für mich war es leider unmöglich den Ort zu entziffern, vielleicht kann hier jemand helfen.

Die Taxierung lässt sich dennoch vornehmen: Es handelt sich um einen eingeschriebenen Ortsbrief, für den 10 Rappen zu verkleben waren. Die Gebühr für den Brief im Lokalrayon betrug 5 Rappen und die Einschreibe-Gebühr zu dieser Zeit das Doppelte der Briefgebühr, also ebenfalls 5 Rappen. Der Ankunftsort muss sich demnach in einem Radius von etwa 10 km von Hochdorf befinden.

Liebe Grüße,

Kevin


 
SH-Sammler Am: 06.06.2019 18:35:10 Gelesen: 32128# 583 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#582]

Hallo Kevin,

es könnte FERREN sein, 3 km nördlich von Hochdorf, bei Baldegg.

Viele Grüsse

Hanspeter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 06.06.2019 18:55:51 Gelesen: 32124# 584 @  
@ SH-Sammler [#583]

Hallo Hanspeter,

könnte tatsächlich hinhauen, nur ich kann "Ferren" nirgends finden, weder auf Google Maps noch in der Poststellenchronik.

Liebe Grüße,

Kevin
 
ginonadgolm Am: 06.06.2019 20:28:35 Gelesen: 32115# 585 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#584]

Hallo Kevin,

Such doch mal bei google: Ferren Kleinwangen

Viel Erfolg wünscht
Ingo aus dem Norden
 
briefmarkenwirbler24 Am: 07.06.2019 00:21:11 Gelesen: 32100# 586 @  
@ ginonadgolm [#585]

Hallo Ingo,

wenn ich "Ferren Kleinwangen" eingebe, erscheint ein Busbahnhof. Zudem habe ich noch eine Straße in Baldegg gefunden, die diesen Namen trägt. Scheint wohl ein Quartier o.Ä. gewesen zu sein.

Vielen Dank für eure Mithilfe!

Liebe Grüße,

Kevin
 
SH-Sammler Am: 07.06.2019 05:37:27 Gelesen: 32097# 587 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#586]

Hallo Kevin, und guten Morgen an alle

Nutze das Programm "http://www.luftlinie.org";, gib Baldegg auf der ersten Zeile ein, dann Ferren auf der zweiten Zeile, und schwupps… wird es angezeigt. Nur beim Eingeben der Gemeinde Hochdorf hat das Programm Probleme und sucht im Raum Emmen bei Luzern nach dem Namen Hochdorf, Das ist natürlich falsch und liegt nicht nur ein bisschen daneben, warum auch immer. Aber Ferren habe ich mit dem Entfernungsrechner luftlinie.org gefunden.

Allen einen schönen Tag

wünscht SH-Sammler
Hanspeter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 07.06.2019 16:07:37 Gelesen: 32081# 588 @  
@ SH-Sammler [#587]

Hallo Hanspeter,

vielen Dank für die Bemühungen! Ich hätte den Ort wahrscheinlich niemals ausfindig machen können.

@ alle

Wie bereits kurz erwähnt, überarbeite ich nochmal meine kompletten Ausstellungsseiten, da ich einige davon im Alter von 14 Jahren gemacht habe und zu diesem Zeitpunkt noch einiges weniger an Wissen hatte, sodass sich mitunter doch ein paar Fehler eingeschlichen haben.

Den nachfolgenden Brief habe ich 2014 im Thema "Belege Schweiz - Altdeutsche Staaten" (Post #21) vorgestellt, wo er natürlich nichts zu suchen hatte.





Anton gab mir damals folgende Antwort:

Hallo Kevin,

zu Deinem Brief kann ich Dir ein bißchen helfen. Es liegt natürlich kein Brief nach Deutschland vor, es handelt sich um eine "Bestellung gerichtlicher Akten" hier eine Vorladung, wie sie seit 1.11.1875 innnerhalb der Schweiz möglich war. Diese Vorladung wurde in zwei gleichlautenden Doppeln am Postschalter aufgegeben, eines wurde dem Adressaten zugestellt, das andere dem Versender mit der Erklärung über die erfolgte Bestellung zurückgesandt.

Die Taxe war die eines eingeschriebenen Briefs mit Rückschein. Hier also 5 Rappen (Brief im Lokalrayon) + 20 Rappen Einschreibgebühr + 20 Rappen für den Rückschein und war auf dem für die Rücksendung bestimmten Exemplar anzubringen. Die Stempel dokumentierem m. M. nach die Ankunft in Magenwyl und Durchgangsstempel BADEN bei Hinweg und Rückweg.


Nachdem ich nochmal alles überprüft habe, musste ich feststellen, dass ein Punkt an der Erklärung nicht stimmen konnte. Die Entfernung von Birmensdorf nach Mägenwil beträgt etwa 17 km Luftlinie, also außerhalb des Lokalrayons, weswegen 5 Rappen mehr, also 50 Rappen, hätten verklebt werden müssen. Demzufolge liegt hier ein unterfrankierter Brief vor, was für mich natürlich schöner ist.

Korrigiert mich bitte, wenn ich mit dieser Erkenntnis falsch liege.

Liebe Grüße,

Kevin
 
SH-Sammler Am: 08.06.2019 07:10:22 Gelesen: 32045# 589 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#588]

Hello Kevin,

schon wieder ein Beitrag von mir.

Gratulation zu Deinem Brief mit der seltenen Tarifstufe. Es gibt jedoch eine winzige Korrektur zu machen. Und zwar liegt der Fehler nur in einem (1) Buchstaben. Die Auflösung findest Du nicht unbedingt im Stempel, weil er zu schlecht abgeschlagen wurde. Die Lösung findest Du im Begleittext, im Absenderteil am Ende des Briefes, beim Datum.

Der Absendeort ist nicht Birmens Dorf (im Kt. Zürich) sondern im nur knapp 6 km entfernten BIRMENS tORF (Kt. Aargau). Somit wurde Dein Brief im Lokalrayon befördert. Die Taxe dafür war ab 1. 09. 1876 = 45 Rappen.

Beiliegend noch die Tariftabelle.



Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 08.06.2019 09:36:08 Gelesen: 32040# 590 @  
@ SH-Sammler [#589]

Hallo Hanspeter,

Der Absendeort ist nicht Birmens Dorf (im Kt. Zürich) sondern im nur knapp 6 km entfernten BIRMENS tORF (Kt. Aargau)

Unglaublich, Du scheinst wirklich Adleraugen zu haben! Es gibt keinen Ort, den Du nicht entziffern kannst. :D Mir bereitet die alte Schrift immer wieder Probleme, so macht es natürlich viel mehr Sinn.

Die Regularien und Taxierungen für Einschreiben mit Rückschein bzw. hier Bestellung gerichtlicher Akten waren mir vertraut. In dem Büchlein "Über die Frankaturen der Sitzenden Helvetia gezähnt" steht in etwa das Gleiche. Aus welcher Literatur stammt deine Abbildung?

Liebe Grüße,

Kevin
 

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