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Thema: Nicht ausgegebene Briefmarken weltweit
Das Thema hat 559 Beiträge:
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merkuria Am: 04.05.2019 07:23:49 Gelesen: 36303# 460 @  
Für den 10. September 1967 plante die Post von Nordkorea die Herausgabe eine Sonderausgabe zum 10-jährigen Jubiläum des 1. Sowjetischen Weltraum-Satelliten. Aus mir nicht bekannten Gründen blieb diese Marke jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese nicht, im Scott Katalog wird diese Unverausgabte in einer Fussnote nach Scott Nr. 804 erwähnt.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 81. Raritan Auktion vom 22. März 2019 unter Los Nr. 826 für 250 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 07.05.2019 00:05:42 Gelesen: 36017# 461 @  
Am 24. Juni 1991 verausgabten die Salomonen Inseln eine Sonderausgabe anlässlich einer Kampagne für eine gesündere Ernährung (Mi Nr. 750-753).




Für diese Ausgabe waren eigentlich 5 Wertstufen vorgesehen (5, 65, 75, 80 und 90 Cents) welche durch die Druckerei Walsall Security Printers in Grossbritannien bereits hergestellt waren. Bei Auslieferung der Marken beschloss die Postverwaltung, die 65 Cents Wertstufe nicht zu verausgaben. Grund dafür waren Proteste des heimischen Süsswarenhandels!

Irrtümlich wurde eine unbekannte Anzahl Bogen der 65 Cents trotzdem an ein Postamt in Lata (553 Einwohner) versandt und dort für Geschäftspost verwendet. Bisher sind nur wenige in Lata gestempelte Exemplare in Kiloware aufgetaucht. Der Stanley Gibbons und Scott Katalog listen diese Unverausgabte, der Michel Katalog erwähnt sie nicht.



Der australische Händler Glen Stephens bietet ein postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten für 100 A$ an, ein Abschnitt mit 4 verwendeten Exemplaren wird zu 500 A$ angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 10.05.2019 09:28:30 Gelesen: 35516# 462 @  
1944 verausgabte Französisch-Indien eine Wohltätigkeitsausgabe für das Rote Kreuz (Mi Nr. 271). Diese Ausgabe wurde als Gemeinschaftsausgabe für alle französischen Besitzungen mit der Wertbezeichnung 5 + 20 Französische Franken konzipiert. Da in Französisch-Indien aber die Indische Rupie galt, musste diese Marke auch in dieser Währung ausgegeben werden.

Eine irrtümlich bereits in französischer Währung für das Gebiet von Französisch-Indien produzierte Marke blieb deshalb unverausgabt und wurde durch eine bildgleiche Ausgabe mit der Wertbezeichnung 3 Anna + 1 Rupie 4 Annas ersetzt.



Abbildung links zeigt die Unverausgabte, rechts die verausgabte Marke.

Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 1114. Robert A. Siegel Auktion vom 9. Dezember 2015 in New York unter Los Nr. 612 für 200 US$ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 13.05.2019 07:51:00 Gelesen: 35167# 463 @  
Für den 23. Januar 2014 plante Irland eine Sonderausgabe anlässlich des 100. Gründungsjahres der Irischen Bürgerwehr welche die Demonstranten für eine Unabhängigkeit des Landes von der britischen Kolonialmacht schützen sollte. Die Marke sollte das gleiche Erscheinungsbild wie die Ausgaben vom 22. August 2013 (Mi Nr. 2059-2061) haben.

Nach Versand der Ankündigungsschreiben traten aus verschiedenen Kreisen Zweifel über die authentische Abbildung des abgebildeten Mitgründers Jack White auf. Man entschloss sich deshalb, die Marke so nicht herauszugeben und vernichtete die bereits produzierte Auflage. Eine nicht bekannte Anzahl dieser Unverausgabten gelangte aber trotzdem in private Hände. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein ungebrauchtes Paar dieser Unverausgabten wurde an der 168. Spink Auktion vom 30. Januar 2016 in New York unter Los Nr. 991 für 700 US$ + Aufgeld verkauft.



Am 17. April 2014 erschien dann eine neu gestaltete Auflage dieser Marke, bei welcher wohl das gleiche Bild der Truppe verwendet wurde, das Portrait von Jack White hingegen weggelassen wurde (Mi Nr. 2086).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 16.05.2019 08:54:22 Gelesen: 34786# 464 @  
Eine für 1996 geplante Freimarkenausgabe der Republik Kongo (Brazzaville) ging auf dem Weg von der Druckerei in Frankreich zur Post in Brazzaville teilweise verloren. Die Post entschloss sich dann, die gesamte geplante Ausgabe nicht zu verausgaben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. I – VIII. 1998 tauchten diese Marken trotzdem an den Postschaltern des Kongo auf, jedoch alle mit einem Aufdruck LÉGAL (Mi Nr. 1558-1566).




Dass Teile dieser als „verloren“ gemeldeten Unverausgabten zwischenzeitlich wieder „gefunden“ wurden, zeigt die Tatsache, dass diese heute gleich bogenweise im Handel angeboten werden! Ein kompletter Einzelsatz dieser Unverausgabten (ohne den LÉGAL-Aufdruck) wird im Handel zu ca. 50 € angeboten. Es lagen aber auch schon ebay-Angebote für ganze 100er Bogen um die 200 US$ aus den Niederlanden vor!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 19.05.2019 09:09:02 Gelesen: 34423# 465 @  
1935 beantragte die Pan-American Columbus Society bei der kubanischen Postverwaltung die Herausgabe einer Sonderausgabe zu Ehren von Christoph Kolumbus. Diesem Begehren wurde entsprochen und ein Satz mit 9 Werten wurde in Belgien zum Druck beauftragt. Nach Eintreffen der bestellten Marken im Oktober entschloss man sich aus nicht bekannten Gründen, diese nicht zu verausgaben. Was mit den produzierten Marken dann geschah, ist nicht bekannt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Im Handel werden heute komplette Sätze zwischen 10 und 30 US$ angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 22.05.2019 09:41:01 Gelesen: 34011# 466 @  
Vom 10. Bis 12. September 2001 besuchte der marokkanische König das Nachbarland Mauretanien. Zu diesem Anlass plante die mauretanische Post eine Sonderausgabe mit den Bildnissen der Staatsoberhäupter beider Länder. Aus mir nicht bekannten Gründen blieb diese Marke jedoch unverausgabt, obwohl der Staatsbesuch planmässig erfolgte. Ob die Nichtverausgabung mit den zahlreichen Putschversuchen gegen Präsident Maaouiya in den Jahren 1999 und 2003 zusammenhängt, entzieht sich meiner Kenntnis. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. IX.



Diese Unverausgabten werden im Handel um 60 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 25.05.2019 08:46:13 Gelesen: 33634# 467 @  
Im April 1935 verausgabte die italienische Postverwaltung für die Ägäiischen Inseln (mit der Hauptinsel Rhodos = Rodi) eine Sonderausgabe anlässlich des Heiligen Jahres 1934 (Mi Nr. 166-172). Nebst den ausgegebenen Wertstufen 5, 10, 20, 25, 30, 50 Centesimi und 1.25 Lira war auch eine Wertstufe zu 5 Lira vorgesehen. Diese blieb aus mir nicht bekannten Gründen jedoch unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. IV.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 56. Universal Auktion vom 13. Januar 2015 in Northleach/GB unter Los Nr. 12786 für 120 GB£ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 28.05.2019 08:38:22 Gelesen: 33231# 468 @  
Im August 1941 verausgabte Norwegen eine Freimarkenausgabe auf Papier mit und ohne Wasserzeichen (Mi Nr. 237 X/Y – 256 X/Y). Dabei wurden die Wertstufen 20 und 25 Oere auf Wasserzeichenpapier während der Kurszeit nicht amtlich ausgegeben. Die Gründe für dieses Vorgehen sind mir nicht bekannt. Der Michel Katalog listet diese beiden Unverausgabten unter Mi Nr. 246 X und 247 X.



Eine postfrische Zusammenstellung dieser beiden Unverausgabten wurde an der 202.-204. Corinphila Auktion vom 18. November 2015 in Zürich unter Los Nr. 3351 für 600 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 31.05.2019 08:42:35 Gelesen: 32849# 469 @  
Im September 1917 verausgabte die Türkei eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 627). Dazu verwendete man eine nicht ausgegebene 2 Para Marke und versah diese mit einem Aufdruck des neuen 5 Para Wertes. Ohne diesen Aufdruck kam diese Marke nicht an den Postschalter. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. 627 I.



Eine postfrisches Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 23. Felzmann @-Auktion vom 6. Mai 2019 unter Los Nr. 10845 für 60 € angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.06.2019 07:51:38 Gelesen: 32472# 470 @  
1882 plante Grossbritannien die Ausgabe einer 1 Shilling Wertstufe in Zeichnung der Mi Nr. 64, jedoch in lila Farbe. Diese Marke sollte mit einem rotem Wertaufdruck versehen werden, analog den Ausgaben Mi Nr. 70-71. Aus mir nicht bekannten Gründen verzichtete man auf eine Ausgabe und die Marke blieb unverausgabt. Eine bereits produzierte Teilauflage wurde vernichtet.

Die noch existierenden Exemplare dieser Unverausgabten stammen alle aus Präsentationsbüchern, welche an höhergestellte Persönlichkeiten (darunter auch Königin Victoria) abgegeben wurden. Gemäss Literatur wurden nur 36 dieser Bücher abgegeben. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. V.



Ein ungebrauchtes Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 1198. Robert A. Siegel Auktion vom 19. März 2019 in New York unter Los Nr. 3077 für 6‘750 $ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.06.2019 09:23:28 Gelesen: 32254# 471 @  
1984 boykottierte die DDR auf Druck der Sowjetunion die Olympischen Sommerspiele von Los Angeles. Die zu diesem Anlass von der DDR Post vorgesehenen Marken (Mi Nr. I – III) als auch der Block (Mi Block I) waren aber bereits hergestellt. Der Boykott verhinderte jedoch deren Ausgabe. Nachdem die drei Marken bereits in dieser Rubrik unter Beitrag [#89] und [#92]) vorgestellt werden konnten, haben wir heute das seltene Angebot des unverausgabten Blocks zu vermelden.



Ein postfrisches Exemplar des unverausgabten Blocks wurde an der 24. Schlegel Auktion vom 13. Mai 2019 in Berlin unter Los Nr. 106 für 17‘000 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 09.06.2019 09:44:47 Gelesen: 32117# 472 @  
Im Juli 1876 plante Grossbritannien die Herausgabe einer 8 Pence Freimarke innerhalb der Freimarkenausgabe Mi Nr. 40-46. Nachdem 10‘000 Bogen in rotbrauner Farbe gedruckt waren, kamen bei der Post Bedenken auf, das Verwechslungen mit der bereits ausgegebenen 2 ½ Pence Wertstufe in lilarosa eintreten könnten. Man beschloss deshalb, die gesamte bereits gedruckte Menge der rotbraunen 8 Pence zu vernichten. Am 11. September wurde dann eine bildgleiche 8 Pence in dunkelorange ausgegeben (Mi Nr. 45).

Gemäss Literatur kann anhand der Eckbuchstaben bisher bekannter Exemplare davon ausgegangen werden, dass insgesamt nur 60 Exemplare der Vernichtung entgangen sein können. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. IV.



Ein ungebrauchter Viererblock dieser Unverausgabten wurde an der 1198. Robert A. Siegel Auktion vom 19. März 2019 in New York unter Los Nr. 3049 für 13‘000 $ + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Heinz 7 Am: 09.06.2019 10:49:21 Gelesen: 32110# 473 @  
@ merkuria [#472]

Sir Humphrey Cripps besass eine sehr umfangreiche, hochwertige Sammlung von Grossbritannien und umfasste über 80 Alben. Seine Sammlung wurde aufgeteilt in (geplant) 9 Auktionen bei Spink, London: Juni 2011 - Dezember 2012.

In Katalog 3 habe ich nun das von Dir erwähnte Stück auch gefunden.



Als Los 277 wurde folgende "Stamp" angeboten

"8d. purple-brown, AE, part original gum, a short stamp from the A row. Fresh. S.G. 156a, £8.500*. Schätzpreis £ 3,000-4,000.

Es steht hier nichts davon, dass diese Marke nicht ausgegeben wurde. Aber in einem (älteren) Stanley Gibbons Katalog steht die Bestätigung:

"156a = purple-brown, prepeared fur use but not issued".

Einmal mehr finde ich die Katalogisierung von Stanley Gibbons schwierig. Eine "a"-Nummer kann alles sein: eine Farbvariante (z.B. S.G. 20 und 20a), eine Unverausgabte (z.B. S.G. 156 = Marke vom 11.9.1876, S.G. 156a = Unverausgabte), eine Zwischennummer (z.B. 65a. Die Nummer 66 war schon vergeben), u.s.w. - Da ist das Michel-Nummerierungssystem besser.

Damit unsere Leser auch sehen, wie denn die definitive Marke ausgesehen hat, hier eine Abbildung von Los 283:

"8d. bright orange, (...) S.G. 156"



Heinz
 
merkuria Am: 12.06.2019 15:59:56 Gelesen: 31841# 474 @  
Am 28. Mai 1952 verausgabte Frankreich eine einfarbige Sonderausgabe zum 12. Jahrestag der Schlacht von Narvik (Mi Nr. 940 Abbildung rechts). Die Marke sollte ursprünglich zweifarbig erscheinen und eine Auflage in nicht bekannter Grösse war bereits gedruckt als sich die Post entschloss, diese Marke nur einfarbig auszugeben. Die zweifarbigen Marken wurden verbrannt, jedoch entging eine nicht bekannte Anzahl der Vernichtung. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 170. Ceres Philatelie Auktion vom 30. April 2019 in Paris unter Los Nr. 2695 für 700 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 14.06.2019 23:14:10 Gelesen: 31731# 475 @  
Im Jahre 1990 wurde die australische Firma Pemara Labels von der australischen Post beauftragt, Versuche zur Herstellung von selbstklebenden Briefmarken für Rollen und Markenheftchen zu entwickeln. Für diese Versuche verwendete man ein unveröffentlichtes Motiv "Radfahren" von 1987 unter Verwendung der damals für diese Marke vorgesehenen Wertstufe von 37 Cents.

Eine Rolle mit 100 Versuchsdrucken zu 37 Cents wurden innerhalb des beauftragten Versuchs produziert und der australischen Post abgegeben. Diese 100 Versuchsdrucke werden im Archiv der australischen Post zu Dokumentationszwecken aufbewahrt.

Am 16. Mai 1990 verausgabte die Post dann eine 41 Cents Ausgabe (Mi Nr. 1214) mit dem bildgleichen Motiv der 37 Cents Versuchsmarke



1995 wurde berichtet, dass ein Paar und eine Einzelmarke der unverausgabten 37 Cents Marke in private Hände gelangt sein sollen. Im Jahr 2004 wurde ein Dreierstreifen dieser Unverausgabten in einer David Feldman Weltraritäten-Auktion mit der Aussage angeboten, dass sich insgesamt 10 Exemplare in privaten Händen befänden. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



An der Spink Auction 19013 vom 24. April 2019 in London wurde ein Dreierstreifen dieser Unverausgabten unter Los Nr. 334 für 1‘200 GB£ (ca. 1360 €) + Aufgeld verkauft. Ein Einzelwert erbrachte unter Los Nr. 335 auch 380 GB£ (ca. 430 €) + Aufgeld.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 18.06.2019 08:08:32 Gelesen: 31420# 476 @  
1911 / 1913 verausgabte Chile eine Freimarkenausgabe mit Portraits berühmter Männer (Mi Nr. 94-115). Für die 14 Centesimos Wertstufe war ursprünglich das Portrait des Politikers Manuel de Salas vorgesehen. Aus mir nicht bekannten Gründen wurde dieses Portrait nicht akzeptiert und durch das Portrait von Francisco Antonio Pinto ersetzt (Mi Nr. 104). Die bereits produzierten Marken wurden vernichtet, eine nicht bekannte Anzahl entging jedoch der Vernichtung. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. III.



Diese Unverausgabte wird im Handel um 150 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 21.06.2019 08:50:45 Gelesen: 31225# 477 @  
1987 verausgabte Sambia eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 385-403). Die Wertstufen zu 20 Ngwee (Mi Nr. 387) und 75 Ngwee (Mi Nr. 393) wurden mittels Aufdruck des neuen Wertes auf nicht benötigten Wertstufen von 1 und 2 Ngwee hergestellt. Ohne diese Aufdrucke kamen die 1 und 2 Ngwee nicht an den Schalter und blieben somit unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. 387 F und 393 F.



Diese beiden Unverausgabten werden im Handel zusammen um 80 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 24.06.2019 10:28:45 Gelesen: 31037# 478 @  
1890/1891 verausgabte Argentinien eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 76-80) Nebst den verausgabten Wertstufen ½ und 8 Centavos sowie 1, 5 und 20 Pesos waren auch zwei Wertstufen zu 10 und 20 Pesos vorgesehen. Von diesen wurden je 100‘000 Exemplare hergestellt, jedoch nie ausgegeben. Jeweils 99‘900 Exemplare dieser Unverausgabten wurden verbrannt, was mit den verbleibenden 100 Exemplaren geschah, ist nicht bekannt. Der Michel Katalog listet diese beiden Unverausgabten unter Mi Nr. III und IV.



Ein ungebrauchtes Exemplar der unverausgabten 50 Pesos (Mi Nr. IV) wurde an der 234.-243. Corinphila Auktion vom 11. Juni 2019 in Zürich unter Los Nr. 5038 für 320 CHF + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 27.06.2019 08:33:58 Gelesen: 30918# 479 @  
Das französische Überseegebiet Martinique verausgabte 1945 eine Flugpostausgabe anlässlich der Befreiung Frankreichs (Mi Nr. 205-206). Die Wertzeichen wurden bereits vor Kriegsende für verschiedene französische Gebiete in London gedruckt. Nebst den verausgabten Wertstufen 50 und 100 France waren zwei weitere Wertstufen zu 8.50 und 18 Francs zur Ausgabe vorbereitet, blieben aber unverausgabt. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Die beiden unverausgabten Werte werden im Handel zu Stückpreisen von ca. 100 € angeboten.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 03.07.2019 08:25:13 Gelesen: 30441# 480 @  
1897 verausgabte der Oranjefreistaat (Südafrika) eine Freimarkenausgabe (Mi Nr. 21-22). Für diese Ausgabe lag auch eine 6 Pence Wertstufe blau in der Hauptstadt Bloemfontein zur Ausgabe bereit, als die Stadt von den Briten besetzt wurde. Diese verhinderten die Ausgabe und beschlagnahmten die Markenbestände. Erst im August 1902 wurden diese Marken durch die britischen Besatzer mittels Aufdruck E.R.I. (Eduard Rex Imperator) als Freimarken verwendet. Marken ohne diesen Aufdruck kamen nie an den Postschalter. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte unter Mi Nr. I.



Eine ungebrauchte Einheit von 12 Exemplaren dieser Unverausgabten wurde an der 350. Status International Auktion vom 30. Mai 2019 in Forest Lodge/Australien unter Los Nr. 3038 für 1‘500 AU$ (ca. 930 €) angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 06.07.2019 08:27:24 Gelesen: 30306# 481 @  
1944 plante Polen die Herausgabe von zwei Dienstmarken für eingeschriebene Briefe. Dazu verwendete man die Dienstmarken der Ausgabe 1935 (Mi Nr. Dienst 19 und 20) und versah diese mit einem Aufdruck Zt 3 Zt. Die kommunistischen Behörden störten sich am gekrönten Adler dieser Marke und verboten diese Ausgabe. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten nicht.



Eine ungebrauchte Zusammenstellung dieser beiden Unverausgabten wurde an der 350. Status International Auktion vom 30. Mai 2019 in Forest Lodge/Australien unter Los Nr. 3103 für 1‘000 AU$ angeboten, blieb jedoch unverkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 09.07.2019 12:32:51 Gelesen: 29885# 482 @  
1914 plante Bolivien die Herausgabe einer Sonderausgabe zum 100-jährigen Bestehen der Eisenbahnstrecke La Paz – Guaquil. Die Marken wurden in Belgien produziert und der Postverwaltung in La Paz ausgeliefert. Aus mir nicht bekannten Gründen verzichtete man dort aber auf diese Ausgabe und die Marken blieben unverausgabt. Wohl grössere Mengen dieser Unverausgabten gelangten später jedoch in den Handel. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabten unter Mi Nr. III a-i.



Ein kompletter Satz dieser Unverausgabten wurde an der 44. Christoph Gärtner Auktion vom 24. Juni 2019 unter Los Nr. 11656D für 200 € angeboten, blieb jedoch unverkauft. Im US-amerikanischen Online-Handel wird dieser unverausgabte Satz bereits für 60 US$ angeboten!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 12.07.2019 10:43:45 Gelesen: 29463# 483 @  
Am 22. Februar 1961 verausgabte Ägypten eine Sonderausgabe zum 3-jährigen Bestehen der Vereinigten Arabischen Republik in schwarzvioletter Farbe (Mi Nr. 92). Die ursprünglich vorgesehene Farbgebung dieser Marke war eigentlich braun. Diese missfiel der Postverwaltung jedoch bei Vorliegen der braunen Drucke und man beschloss, die Marken in schwarzviolett auszugeben. Die bereits in braun hergestellten Marken blieben unverausgabt und wurden vernichtet. Gemäss Literatur soll nur ein Bogen zu 50 Exemplaren der Vernichtung entgangen sein. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein Viererblock dieser Unverausgabten wurde an der David Feldman Auktion vom 6. Juni 2019 in Genf unter Los Nr. 41165 für 380 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 15.07.2019 08:42:26 Gelesen: 29187# 484 @  
Am 12. Oktober 1942 verausgabte Frankreich eine einfarbige Zuschlagsausgabe für die Légion Tricolore (Mi Nr. 576 Abbildung rechts). Diese Marke sollte ursprünglich zweifarbig erscheinen und eine Auflage in nicht bekannter Grösse war bereits gedruckt als sich die Post entschloss, diese Marke nur einfarbig auszugeben. Die zweifarbigen Marken wurden vernichtet, jedoch entging eine nicht bekannte Anzahl der Vernichtung. Der Michel Katalog listet diese Unverausgabte nicht.



Ein Exemplar dieser Unverausgabten wurde an der 28. La Postale Philatélie Auktion vom 5. Juli 2019 in Paris unter Los Nr. 885 für 5‘500 € + Aufgeld verkauft.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 

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