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Thema: (?) (313) Rumänien: Belege nach 1945
Das Thema hat 317 Beiträge:
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Michael Mallien Am: 31.01.2017 21:03:31 Gelesen: 93500# 68 @  
@ Michael Mallien [#52]

Bevor ich etwas neues zeige, möchte ich Korrekturen vornehmen bei diesem Post:

Ich nehme beispielhaft die Entwicklung des Porto für einfache Inlandsbriefe bis 20g (Tarife sie taxe interne - Scrisori "loco")

Es handelt sich hierbei nicht um einfache Inlandsbriefe bis 20g, sondern vielmehr um Ortsbriefe. Das hätte ich mir bei dem Zusatz "loco" auch erschließen können.

Scrisori simple 21-50g: 90 Lei
Suprataxelor postale aeriene (Luftpostzuschlag): 10 Lei


Die Bestimmung des letzten Briefes mit dem Weihnachtsmotiv stimmt nicht, wie nor 42 schon bemerkt hat. Ich hatte nur auf die Jahreszahl 1992 geschaut, ohne zu berücksichtigen, dass ab dem 1.12.1992 eine neue Portoperiode begann, mit 90 Lei für den Auslandsbrief nach Deutschland. Als Zuschlag für Luftpost kämen noch 4 Lei hinzu. Wenn auch kein Hinweis PAR AVION aufgestempelt ist, hätte das Porto dennoch gereicht.

Ich habe weiterhin fest gestellt, dass die Portoperioden für den Auslandsverkehr nicht 100%ig denen des Inlandsverkehrs gleichen. Bis zum 9.10.1991 galten für den einfachen Auslandsbrief 10 Lei, was sich ab dem 10.10.1991 deutlich änderte mit 45 Lei, wie in einem Beispiel ober gezeigt.

Ich bezeichne daher die Portoperiode für Auslandsbriefe ab 10.10.1991 die Nr. 1 (der Inflationszeit).

Brief nach Deutschland aus der Portoperiode 3 (1.12.1992 bis 6.5.1993) frankiert mit 95 Lei.



Scrisori simple 20g = 90 Lei
Suprataxe "prin avion" = 4 Lei (nicht ersichtlich)

Brief nach Deutschland aus der Portoperiode 5 (2.7.1993 bis 31.10.1993) frankiert mit 172 Lei.



Scrisori simple 20g = 171 Lei, also mit 1 Lei überfrankiert
 
StefanM Am: 01.02.2017 08:23:33 Gelesen: 93479# 69 @  
@ 10Parale [#67]

Addiert man die Einschreibegebühr (für alle Gewichtsstufen einheitlich) von 12 Lei hinzu, ist der "Sonnenblumenbrief" mit 72 Lei Gesamtfrankatur mit 50 Bani leicht unterfrankiert.

Ich sehe 72,50 Lei Frankatur auf dem Beleg.

Portogerecht! Meinen Glückwunsch zu dem Beleg. :)

@ Michael Mallien [#65]

Anstelle des 15.8.1947 wird der 21.8.1947 genannt

Seltsam, daß die neue Portoperiode erst ein paar Tage nach Einführung der neuen Währung begann. Aber vielleicht hat es mit der Ausgabe neuer Marken nicht so schnell geklappt?!
 
Michael Mallien Am: 01.02.2017 20:22:51 Gelesen: 93441# 70 @  
Die Republik Moldau oder auch Moldawien wurde am 27.8.1991 unabhängig von der Sowjetunion. Ein Land, das aufgrund der Geschichte und Bevölkerung eng mit Rumänien verbunden ist. Die besondere Stellung des Landes äußert sich auch darin, dass besondere Posttarife für Post aus Rumänien nach Moldawien galten. Dies war auch der Fall in der Inflationszeit von 1991 bis 2004. Die Tarife stehen zwischen den Inlandstarifen und den Tarifen ins europäische Ausland. 25 Portoperioden sind im Marinescu Band 2 ab Seite 267 beschrieben. Die Portoperioden sind nicht immer zeitgleich mit denen für Inlandstarife und andere Auslandstarife.

Beispielhaft führe ich hier die Portohöhen für den einfachen Standardbrief (Scrisori) bis 20g auf. In den letzten 3 Portoperioden änderte sich allerdings nichts bei dem Porto, außer der Währungsumstellung:

(01) 01.11.1991 8 Lei
(02) 10.03.1992 10 Lei
(03) 01.12.1992 15 Lei
(04) 04.06.1993 25 Lei
(05) 02.07.1993 29 Lei
(06) 01.11.1993 45 Lei
(07) 01.04.1994 60 Lei
(08) 01.07.1995 100 Lei
(09) 18.03.1996 150 Lei
(10) 03.03.1997 1.800 Lei
(11) 10.11.1997 1.950 Lei
(12) 18.05.1998 2.075 Lei
(13) 22.10.1998 2.225 Lei
(14) 04.01.1999 2.425 Lei
(15) 24.03.1999 2.850 Lei
(16) 24.05.1999 3.650 Lei
(17) 04.10.1999 3.975 Lei
(18) 28.02.2000 4.525 Lei
(19) 01.08.2000 5.000 Lei
(20) 08.01.2001 5.750 Lei
(21) 20.08.2001 6.750 Lei
(22) 03.06.2002 7.750 Lei
(23) 03.11.2003 8.000 Lei
(24) 01.08.2004 8.000 Lei
+++ 10.000 alte Lei --> 1 neuer Leu +++
(25) 01.07.2005 0,80 Lei

Auffällig ist der große Sprung von 150 Lei auf 1.800 Lei am 3. März 1997 sowie die mehr oder weniger krummen Portohöhen um das Jahr 1999 herum.

Aus der Portoperiode (07) hier ein portorichtiger Brief von Sibiu nach Chisinau zu 60 Lei.



Das Stempeldatum, wenn auch nicht voll abgeschlagen, lässt 28.12.94 vermuten.



... weil die rückseitig abgeschlagenen Stempel aus dem Januar 1995 stammen.



Es sind demnach Ankunftsstempel.

Das Inlandsporto betrug zu dem Zeitpunkt ebenfalls 60 Lei; das Auslandsporto Europa dagegen 500 Lei.


Aus der Portoperiode (16) hier ein portorichtiger Brief von Botosani nach Chisinau zu 3.650 Lei. Die vielen Marken sind beidseitig angebracht.

Der Stempel vom 24.05.1999 ist der erste Tag in dieser Portoperiode!



Das Inlandsporto betrug zu diesem Zeitpunkt 1.100 Lei; das Auslandsporto Europa dagegen 7.300 Lei, war also genau doppelt so hoch.
 
Heinz 7 Am: 01.02.2017 21:31:30 Gelesen: 93434# 71 @  
@ Michael Mallien [#66]

Es freut mich, dass meine Belege gefallen.

Von der 7. Frankaturstufe (vgl. Beitrag [#62]) kann ich eine weitere andere Frankatur zeigen, die für Drucksachen.



Dieser Umschlag wurde als Drucksache bezeichnet und auch so frankiert. Anstatt 45'000 Lei (Briefgebühr) waren so nur 9.000 Lei zu bezahlen (vgl. Tabelle 26 von Marinescu 1993). Diese wurden mit dem Automatenstempel vom 12. JUL 47 abgedeckt.

Der Frankatur-Aufdruck erfolgte kopfstehend, aber der Beleg fand seinen Weg in die Schweiz.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 02.02.2017 21:16:34 Gelesen: 93391# 72 @  
@ Michael Mallien [#61]

Von der 7. Portostufe der Inflation 1945-1947 konnte ich schon zeigen:

9.000 Lei Drucksache (B. 71)
45.000 Lei Einfacher Brief (B. 59)
93.000 Lei Einfacher Brief, mit Luftpost (45.000 + 48.000) (B. 64)

Dazu habe ich noch eine Ergänzung!

72.000 Lei Übergewichtiger Brief

(45.000 Lei + 27.000 Lei "Trepte de greutate 20 g"; vgl. Tabelle 26, Marinescu 1993)



Am 30. Juli 1947 wurde in Cluj dieser Brief auf die Reise geschickt, nicht per Flugpost, sonst wäre ein Zuschlag fällig gewesen. Ein Ankunftsstempel der Zürcher Post finden wir nicht, aber am 19. VIII. brachte die Bank (der Empfänger) einen Verarbeitungsstempel an.

Ich wünsche einen schönen Abend
Heinz
 
Michael Mallien Am: 02.02.2017 23:16:17 Gelesen: 93382# 73 @  
@ 10Parale [#20]

Mit einem Gewicht von 0,048 kg kostete der Brief einfach 26.500 Lei zuzüglich 12.000 Lei für Drucksache Fehlen immer noch 17.900 Lei??? Da die Einschreibegebühr 53.000 Lei kostete, beginnt hier das grosse Rätseln. Der Brief war unterfrankiert, kann das sein?

Ich habe eine Idee, wie das Porto berechnet wurde. Das erforderliche Porto müsste 65.000 Lei gewesen sein. Es setzt sich zusammen aus:

Imprimate (Drucksache) 21-50g: 12.000 Lei
Taxa de recomandare (Einschreiben): 53.000 Lei

Nun sehen wir, dass der Beleg tatsächlich nur mit 56.400 Lei frankiert ist. Fehlen also 8.600 Lei.

Ich vermute, dass die Vignette auf der Rückseite als Frankatur angesehen wurde. Leider kann ich nicht alle Werte auf der Vignette erkennen. 2x 100 Lei und 2x 200 Lei sind deutlich. Macht 600 Lei. Es verbleiben 8.000 Lei. Bei den anderen Werte ist es schwieriger auf dem Scan. Ich meine 2x 1000 Lei zu erkennen: Es verbleiben 6.000 Lei. Wenn nun die übrigen beiden Werte je 3.000 Lei wären, dann würde es passen?!

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 02.02.2017 23:25:27 Gelesen: 93381# 74 @  
@ Heinz 7 [#71] [#72]

Das sind wieder sehr interessante Belege aus dieser Inflationszeit. Danke fürs Zeigen.

Falls mir mal Belege aus der Zeit unterkommen, werde ich sicher auch diese Zeit in meine entstehende Sammlung aufnehmen.

Als nächstes muss ich meine mittlerweile ca. 100 Belege richtig ordnen und genau bestimmen, um dann zu wissen wo ich weitersuchen kann.

Ein ganz anderes Thema: Ich habe Kontakt aufgenommen zur Arge Rumänien und auch ein paar Rundbriefe von Herrn Heimbüchler erhalten. Er bemerkt, dass sich die Arge hauptsächlich mit der Klassik beschäftigt und nur wenige Sammler auf spätere Zeiten schauen. Das spiegelt sich auch in den Rundbriefen wieder.

Ist jemand aus dem Forum in dieser Arge? Was sind eure Erfahrungen dort hinsichtlich der neueren Philatelie Rumäniens? Das würde mich sehr interessieren.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 03.02.2017 16:28:39 Gelesen: 93353# 75 @  
Heute habe ich wieder einen Beleg ähnlich der [#28].

Der Brief trägt einerseits einen Sonderstempel von den Literaturtagen in Reschitza (Resita) und wurde dann noch als IMPRIMATE (Drucksache) verwendet am 29.5.2001 zum Versand nach Sibiu. Rechnet man alle Werte zusammen, so kommt man auf eine Frankatur von 6.000 Lei. Ohne die Sondergestempelte Marke wären es 3.800 Lei.



Für Imprimate (Drucksache) 251-500g finde ich in der Portoperiode 5.800 Lei. Damit wäre der Beleg um 200 Lei überfrankiert.

Ein passendes Porto zu 6.000 Lei finde ich bei der Versendungsart Imprimate fara adresa Postmesager 501-1000g. Zu deutsch wäre das eine Postwurfsendung. So sieht der Beleg allerdings nicht aus. Jedenfalls nicht verglichen mit deutschen Postwurfsendungen.

Interessant sind auch wieder die Aufdruckmarken:

MiNr. 4962 (115 Lei), überdruckt mit einem Maiskolben. Neuer Wert: 2.200 Lei (MiNr. 5557)



MiNr. 5202 (70 Lei), überdruckt mit einem Haus. Neuer Wert: 300 Lei (MiNr. 5523)


 
Heinz 7 Am: 05.02.2017 16:12:56 Gelesen: 93255# 76 @  
@ Michael Mallien [#74]

Lieber Michael,

wie Du der Philaseiten-Info entnehmen kannst, bin ich Mitglied der ARGE Rumänien, und zwar seit 1990. Ich kenne ein weiteres Philaseiten-Mitglied; er ist ebenfalls Mitglied, aber ich will seinen Namen nicht offenlegen, weil ich nicht weiss, ob er das will.

Die ARGE beschäftigt sich hauptsächlich mit Rumänien-Philatelie bis ca. 1875, das ist nicht zu übersehen. Es gibt aber mehrere Sammler, die ihr Interesse auch im XX. Jahrhundert haben. Wenn Du Dich konkret interessierst, frage ich beim Sekretär der ARGE, damit er nachsehen kann, wie viele Sammler moderner Gebiete wir haben; ich glaube, er weiss das recht gut.

An den jährlich stattfindenden Symposien kann jeder Teilnehmer Themen seines Interesses vorstellen. Dabei kamen auch schon verschiedentlich Themen des XX. Jahrhunderts zur Sprache. Im Rundschreiben der ARGE können Artikel diverser Richtungen vorgeschlagen werden. Allerdings weiss ich nicht, wie viele Artikel Herr Fritz Heimbüchler die letzten 20 Jahre angeboten erhielt. Er ist nicht nur erster Vorsitzender sondern auch Schriftleiter der ARGE-Zeitschrift "Der Rumäniensammler".

Der Jahresbeitrag für die ARGE ist bescheiden.

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du bei uns mitmachen würdest. Ich habe Dir privat geschrieben (e-mail), Du kannst mich für weitere Details/Fragen gerne anfragen.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 05.02.2017 20:37:24 Gelesen: 93231# 77 @  
@ Michael Mallien [#73] und [#74]

Was die Portobestimmung des Briefes [#20] betrifft, bleibt sie weiterhin ein Rätsel, da die beiden Werte auf der Vignette den Wert von 500 Lei darstellen und somit immer noch 5.000 Lei zu erklären wären.

[#74]

Auch ich bin wie Heinz 7 Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Rumänien. Im Jahr 2008 war ich mit meiner rumänischen Ehefrau in Bukarest an der Weltausstellung EFIRO und war so begeistert von der Schatzkammer (die Ur-Klischees der 27, 54, 81 und 108 Parale Marken waren zu sehen), dass ich unbedingt mehr über diese Schätze erfahren wollte. Ich suchte und fand die Arbeitsgemeinschaft Rumänien unter dem Vorsitz von Herrn Heimbüchler. Seine bedeutenden Werke stehen in meiner Bibliothek und warten darauf, dass ich endlich mehr Zeit habe, mich damit zu beschäftigen.

Die Ochsenköpfe der Moldau sind für mich eine immer wiederkehrendes Symbol, dass auch ein relativ armes Land über Schätze verfügt. Durch die Beschäftigung mit der Philatelie sehe ich mich in der Rolle eines Botschafters, der versucht, positive Aspekte eines Kulturraums in Europa und auf der Welt darzustellen.

Dieser Themenzyklus hat mich sehr in den Bann gezogen, ich lese jeden Beitrag mit Begeisterung und konnte selbst etwas dazu beitragen. Ich zeige im Nachfolgenden eine Bildpostkarte und einen echt gelaufenen Beleg von REGHIN nach Höllstein (Baden) vom 23.03.1976, Ich möchte hier nicht auf die Portobestimmung eingehen sondern den Text auf der Rückseite der Bildpostkarte zitieren:

TAROM YR-MIG:

FIRST AIRPLANE FOR PUBLIC TRANSPORTATION (CONVENTIONAL TWIN-ENGINE AIRCRAFT) USED ON INTERNATIONAL ROMANIAN AIR LINES AFTER 1944,

Wir müssen also von Lufttransport (im bescheidenen Maß) auch nach Ende des 2. Weltkrieges ausgehen. Schönen Sonntag

10Parale


 
Heinz 7 Am: 05.02.2017 23:59:38 Gelesen: 93218# 78 @  
@ Michael Mallien [#74]
@ 10Parale [#77]

Es freut mich, dass 10 Parale sich auch "geoutet" hat, der ARGE Rumänien anzugehören. Er ist einer der jüngsten Mitglieder der ARGE und bringt mit seiner grossen Begeisterungsfähigkeit und seinem weiten Horizont frischen Wind in die ARGE. Ich bin froh, dass er mittut, und, Michael, wie Du sehen kannst, ist 10 Parale "VOLL" im XX. Jahrhundert und der modernen Philatelie MIT DABEI! Und er ist nicht der Einzige!

Damit wir hier, unter diesem Thema, aber auch tatsächlich beim eigentlichen Thema BLEIBEN, zeige ich Euch noch eine Frankaturkombination der 7. Portostufe der Inflation 1945-1947. Es ist natürlich für mich eine grosse Freude, dass ich von dieser Portostufe bereits den 5. (unterschiedlichen) Wert zeigen kann!

Der interessierte Leser wird aus den bisherigen Beiträgen (z.B. [#72]) vielleicht einen Tarif vermissen, den, für eingeschriebene Briefe. 45.000 Lei + 65.000 Lei "Taxa de recomandare" = 110.000 Lei, vgl. Tabelle 26, Marinescu 1993.

Voilà!



Herzliche Grüsse und morgen eine gute Woche
Heinz
 
Michael Mallien Am: 06.02.2017 18:10:03 Gelesen: 93189# 79 @  
Heute ein Postkarte aus Zarnesti vom 4.10.2000. Frei gemacht mit 2 Marken aus Block 312 zu insgesamt 6800 Lei.

Damit ist die Karte mit 400 Lei überfrankiert:

Carti postale illustrate externe (Bildpostkarte Ausland): 6400 Lei in der Portoperiode vom 1.8.2000 bis 30.11.2000.



Stempel ZARNESTI / OPDC / 04 10 00 12 / OF. BV a


 
10Parale Am: 06.02.2017 20:48:08 Gelesen: 93169# 80 @  
@ Heinz 7 [#78]

Mir gefällt es stets, mit welcher Beflissenheit und Logik du das Thema triffst und darstellst. Leider kann ich zu der Inflationszeit keine Belege zusteuern.

Bei den gezeigten roten Maschinenstempeln aus deinen Beiträgen [#64] und [#78] fällt mir eine Kleinigkeit auf, die mir sehr gefällt: Die beiden kleinen Kronen links und recht unten im Quadrat. Wir befinden uns immer noch im Königreich Rumänien (Proklamation: 26. März 1881). Am 30. Dezember 1947 wurde die Volksrepublik Rumänien ausgerufen.

Anhand eines Scans eines Maschinenstempels von 1972 auf einem Einschreiben nach Schopfheim (Baden) erkennt man deutlich, dass sich die Form seit 1947 nicht groß geändert hat, lediglich die fehlenden Kronen zeigen eine Änderung der Staatsform an.

Tarifbestimmung (ohne Gewähr):

Scrisori simple pina (bis zu) 20 gr. = 2,75 Lei (Tabelle 275 Calin Marinescu)
Taxa de recomandare = 3,45 Lei
Zona I Suprataxa "prin avion" = 0,85 Lei LC/AO 0,60 / 0,25 (Tabelle 280)

total: = 7,05 Lei
 

@ Michael Mallien [#18]:

Auch Postkarten haben Ihren Reiz. Ich zeige beigefügt eine Ganzsachenbildpostkarte aus Jasi, gelaufen am 01.07.1975. Wir befinden uns in der sozialistischen Republik Rumänien. Wie wir der Karte entnehmen, wurde in Bukarest viel französisch gesprochen und der Kaffee auf italienische Art zubereitet (die Römer lassen grüßen).

Mir gefällt die Briefmarke zum 500. Jahrestag der Schlacht von Vaslui mit anhängendem Bogenrand. Die rumänische Nationalflagge mit den Farben blau, gelb und rot hat es zu jener Zeit sicherlich nicht gegeben.

Liebe Grüße

10Parale


 

Richard Am: 08.02.2017 09:08:01 Gelesen: 93096# 81 @  
@ Michael Mallien [#74]

Hallo Michael,

fünf Philaseiten Mitglieder haben bei der Anmeldung angegeben, Mitglied der Arge Rumänien zu sein. Ich rechne nochmals 3 bis 5 als Dunkelquote dazu, aber das ist unsicher.

39 Mitglieder haben angegeben, Rumänien zu sammeln, mit Dunkelquote sollten es 50 bis 60 sein.

Informationen findest Du auch in der Philasuche [1] bei Eingabe des Suchworts Rumänien.

Über Philawert können Mitglieder gefunden werden, die Rumänien Lose gekauft haben [2].

Schöne Grüsse, Richard

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/sglink.pl?sg=rum%E4nien&sec=162,4#sliste
[2] http://www.philawert.de/index/inhalt/117/Rum%C3%A4nien
 
Heinz 7 Am: 08.02.2017 13:00:01 Gelesen: 93075# 82 @  
@ Richard [#81]

Lieber Richard,

das ist ja interessant! Dank Link 1 sehen wir nun 14 Mitglieder, die "Rumänien" als Sammelgebiet angegeben haben (ohne "Militärverwaltung in Rumänien"). Du schreibst aber von 39, das verstehe ich noch nicht.

Natürlich würde mich auch interessieren, welche 5 Mitglieder Mitglied der ARGE Rumänien sind. Kann man das irgendwo einsehen? Oder gibst Du das auf Anfrage bekannt? Wenn ich die "Info" der 14 Mitglieder mit "Sammelgebiet: Rumänien" konsultiere, sehe ich nur bei den zwei bekannten Mitgliedern (10Parale, Heinz 7), dass sie Mitglieder der ARGE Rumänien sind. Die drei zusätzlichen, finden wir Interessierte die irgendwo?

Aufgrund der "Sammelkarte" habe ich noch zwei Mitglieder gefunden, die sicher Interesse haben an Rumänien. Einer gibt als Sammelgebiet "Rumenien" an, vielleicht erscheint er deswegen nicht, wenn ich das Sammelgebiet "Rumänien" anfrage?

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Michael Mallien Am: 08.02.2017 22:46:16 Gelesen: 93041# 83 @  
@ Richard [#81]

Danke Richard, für die Hinweise. Tatsächlich benutze ich diese Suche wenig, denn sie hat ihre Tücken. Eine gutes Beispiel ist die Suche nach dem Sammelgebiet "Rumänien". Ich finde mich nämlich selbst nicht in dem Suchergebnis, obwohl Rumänien in der Liste meiner Sammelgebiete steht?!

Viele Grüße
Michael
 
Meinhard Am: 09.02.2017 09:57:09 Gelesen: 93017# 84 @  
@ Richard [#81]

Das Gleiche bei Österreich.

LG, Meinhard
 
Richard Am: 11.02.2017 09:42:34 Gelesen: 92974# 85 @  
@ Heinz 7 [#82]

Dank Link 1 sehen wir nun 14 Mitglieder, die "Rumänien" als Sammelgebiet angegeben haben (ohne "Militärverwaltung in Rumänien"). Du schreibst aber von 39, das verstehe ich noch nicht.

Hallo Heinz,

die 14 Mitglieder haben ihre Eingaben auf "öffentlich", das heisst für andere Mitglieder einsehbar eingestellt. In den 39 sind diese 14 enthalten sowie weitere 25, die bei der Anmeldung oder später das Sammelgebiet Rumänien genannt haben, dies aber nicht öffentlich kundtun möchten.

Aus diesem Grund darf ich Dir und jedem Dritten gegenüber keine Angaben machen wer Mitglied der Arge ist und keine Namen anderer Mitgliedern nennen. Ohne einen seit 10 Jahren konsequenten Datenschutz hätten wir nicht so viele fachkundig schreibende Mitglieder.

Die Mitglieder mit Sammelgebiet Rumänien, die sich zu erkennen geben möchten, ändern einfach ihre Mitgliedsdaten, indem sie dieses Sammelgebiet schreiben UND (!) die Freischaltung anhaken. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Mitglieder oder Sammelgebiete.

Mehr Offenheit führt in aller Regel zu mehr Kontakten innerhalb unserer Gemeinschaft.

Schöne Grüsse, Richard
 
Michael Mallien Am: 11.02.2017 09:53:47 Gelesen: 92970# 86 @  
@ Richard [#85]

Hallo Richard,

Du schreibst:

Die Mitglieder mit Sammelgebiet Rumänien, die sich zu erkennen geben möchten, ändern einfach ihre Mitgliedsdaten, indem sie dieses Sammelgebiet schreiben UND (!) die Freischaltung anhaken. Dies gilt natürlich auch für alle anderen Mitglieder oder Sammelgebiete.

Genau so habe ich es von Beginn an bei all meinen Sammelgebieten gemacht. Ich erscheine dennoch nicht in der Ergebnisliste der Philasuche für das Sammelgebiet "Rumänien". Aber vielleicht habe ich ja etwas anderes falsch gemacht?!

Viele Grüße
Michael
 
Heinz 7 Am: 11.02.2017 11:41:46 Gelesen: 92962# 87 @  
@ Richard [#85]

Sehr gut, danke. Ich habe diese (oder eine ähnliche) Erklärung erwartet, und ich bin froh, dass Du die Richtlinien mit dem Datenschutz ernst nimmst und beachtest.

Danke
Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.02.2017 18:23:58 Gelesen: 92915# 88 @  
@ 10Parale [#80]

Lieber Kollege,

danke für die Blumen.

Michael hat mir geholfen und nun können wir festhalten, dass nach Marinescu 2008 die rumänische Inflation 1945-1947 tatsächlich 8 Wertstufen umfasste. Beitrag [#62] sollte also minim korrigiert werden (das Datum der letzten Stufe), stimmt aber ansonsten; ich rekapituliere: (Tarife für "Scrisori simple 20 g/postale externe", nach Tabelle 243+244 Marinescu 2008).

1.5.1945: Lei 45
1.11.1945: Lei 350
1.3.1946: Lei 1.000
1.6.1946: Lei 1.500
1.12.1946: Lei 3.000
1.4.1947: Lei 15.000
1.7.1947: Lei 45.000
21.8.1947: 15 Neue Lei.

Dazu kommen vier Zuschläge für Luftpost: "Suprataxe aerienne externe", nach Tabelle 274 Marinescu 2008).

Für die Schweiz ("Elvetia") gelten folgende Tarife:

1.3.1947: Lei 2.200
1.4.1947: Lei 16.000
1.7.1947: Lei 48.000
21.8.1947: 16 Neue Lei.

Der aufmerksame Leser wird fragen, was denn für die Zeit vom 1.5.1945 - 28.2.1947 gilt. Die Antwort ist auch gefunden!

Im einleitenden Text des Gesamtkapitels 6.2.7 "Suprataxele postale aeriene externe" steht: (Auskunft von M. Malien, besten Dank!): "In perioada 24 august 1944 - 28 februarie 1947 au fost suspendate cursele postale aeriene externe si nu s-au mai mentionat suprataxe postale aeriene externe. Corespondenta-avion externa a fost din nou admisa la expediere de la 1 martie 1947."

Michael hat dies online übersetzen lassen, das tönt ziemlich skurril dann so:

"In der Zeit von august 24, 1944 - February 28, 1947 wurden suspendiert, racing post Außenluft und nicht erwähnt wurden gegen post Außenluft. Die E-mail-Ebene Entlassung wurde er wieder zugelassen, um die Weiterleitung am 1. März 1947"

Vielleicht kannst Du, 10Parale, uns mit einer besseren Übersetzung helfen?

Soviel ich verstanden habe, gilt, dass der Luftpostdienst vom 24.8.1944 - 28.2.1947 nicht angeboten wurde, wie ich bereits in Beitrag 45 vermutet habe:

"Es ist nun durchaus denkbar, dass irgendwann nach dem 15. April 1943 der Luftpost-Dienst unterbrochen werden musste und erst ab 1.3.1947 wieder aufgenommen werden konnte. Dies wäre für die Kriegs- und Nachkriegszeit sogar plausibel. Wenn nun der Luftpostdienst aufgegeben werden musste, fiel natürlich auch der frühere Zuschlag dafür weg."

Das "irgendwann" können wir nun auch fixieren, denn Michael hat herausgefunden, dass der LETZTE Zuschlag vor der Inflation für die Schweiz (20 Lei) für die Periode vom 15.4.1943 bis 23.8.1944 galt.

Für das Inland galten andere Tarife, und sie wurden nicht so oft erhöht (gemäss Marinescu 2008, Tabel nr. 63).

Scrisori "loco" 20g bezw. "alte loc." 20g.
18.8.1945: Lei 55 / 80
1.4.1946: Lei 200 / 300
15.3.1947: Lei 1.500 / 2.500
28.4.1947: Lei 8.000 / 15.000
17.8.1947: 8 Neue Lei / 12.

Auffallend ist auch, dass die Daten für die Portoerhöhungen nicht dieselben sind wie für die Auslandbriefe.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Michael Mallien Am: 13.02.2017 21:02:15 Gelesen: 92900# 89 @  
@ Heinz 7 [#88]

Lieber Heinz,

ja, die Online-Übersetzung ist lustig, aber man kann sich doch etwas zusammen reimen. :)

Ich komme heute auf das Thema zurück, welche Portoperioden es nach dem 31.3.2008 gab, denn das ist das Datum, bis zu dem die Aufzeichnungen in Marinescus Werk gehen. Zielführend könnte das Posting möglichst vieler Belege aus der Zeit danach sein. Ich habe einen kleinen Posten Briefe von Rumänien nach Bulgarien, die für Auslandspost schon erste Hinweise geben.

Ab dem 1.7.2005 galt für Auslandsbriefe bis 20g ein Porto von 1,60 (neuen) Lei. Dies erwies sich erst einmal als stabil. In den beiden folgenden Portoperioden, die im Marinescu aufgeführt sind (15.2.2007 und 3.1.2008) gab es nur Änderungen bei den Preisen für Zusatzleistungen.

Mein erster Beleg zeigt einen solchen Standardbrief vom 28.12.2007:



Das Porto beträgt, wie im Mariescu angegeben, 1,60 Lei. Hier noch der schöne Stempel vergrößert:



Der zweite Beleg wurde am 22.9.2009 aus die Reise geschickt. Allerdings und offensichtlich in der Gewichtsstufe 21-50g. In dieser Gewichtsstufe betrug auch schon vorher das Porto 2,70 Lei.



Der dritte Beleg stammt ebenfalls aus 2009, allerdings etwas später im Jahr, und ist wieder ein Standard-Auslandsbrief bis 20g. Nach wie vor mit 1,60 Lei frankiert:



Der vierte und letzte Beleg für heute ging ein weiteres Jahr später auf die Reise, nämlich am 17.11.2010. Auch er kostete noch 1,60 Lei:



Bei diesem Brief gibt es erstmals auch einen halbwegs lesbaren Ankunftsstempel auf der Rückseite, mit dem Nachweis, dass der Brief 5 Tage unterwegs war:



Was bedeutet die vorderseitige Aufschrift SNEPRIORITAR 1,6 Ro..ei genau? Ich könnte mir vorstellen, dass es ein besonderer Hinweis ist, dass der Brief eben nicht PRIORITAR ist, womit er teurer gewesen wäre.
 
Heinz 7 Am: 13.02.2017 21:35:02 Gelesen: 92891# 90 @  
@ Michael Mallien [#89]

Lieber Michael,

ich bin gespannt, wie viel verschiedene Belege und Portostufen Du uns zeigen kannst. Ich gehe nochmals zurück zur Inflation 1945-47.

Dank Marinescu 2008 wissen wir nun, dass die rumänische Inflation 1945-1947 8 verschiedene Portostufen hatte. Es freut mich, dass ich Euch von diesen 8 Portostufen bereits 12 verschiedene bedarfsgerechte Porti zeigen konnte.

Von der 7. Wertstufe habe ich bis jetzt zum Glück gleich 5 verschiedene Porti gezeigt, und, ja, ich kann sogar ein sechstes zeigen!



45.000 Lei Einfacher Brief
+ 65.000 Lei Einschreibe-Zuschlag
+ 48.000 Lei Luftpost-Zuschlag
= Summe 158.000 Lei

Schöne Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 13.02.2017 22:09:11 Gelesen: 92889# 91 @  
@ Heinz 7 [#88]

Gerne diene ich Euch mit einer besseren Übersetzung:

"Im Zeitraum vom 24. August 1944 - 28. Februar 1947 wurde die Luftpostbeförderung ins Ausland eingestellt und ein Zuschlag für die Beförderung mittels Luftpost nicht mehr in Betracht gezogen. Die Briefbeförderung mittels Luftpost ins Ausland wurde am 1. März 1947 wieder aufgenommen."

Tabelle Nr. 273 auf Seite 143 in Marinescu´s 2. Band zeigt uns die Luftpostzuschläge vom 10. Mai 1940 - zum 23. August 1944. Daraufhin wurde der Luftpostzuschlag eingestellt.

Tabelle Nr. 274 zeigt dann den am 1. März 1947 wieder eingeführten Luftpostzuschlag für eine Anzahl von Ländern, wobei die Schweiz, aber Deutschland nicht erwähnt wird.

Ich zeige ein Einschreiben vom 2. September 1947 von Bukarest nach Zürich. Es wurde garantiert nicht mit Luftpost befördert, obwohl die Möglichkeit bestand. Laut Tabelle Nr. 247 setzt sich der Tarif von 36 Lei wie folgt zusammen:

Scrisori simple 20 g = 15 Lei
Taxa de recomandare (Einschreiben) = 21 Lei

= total 36 Lei
 

Wäre der Brief mittels Luftpost befördert worden, dann käme Zeile 13 in Tabelle 274 zur Geltung und der Brief hätte 16 Lei mehr gekostet.

Der Brief ist freigemacht mit Marken des ersten Freimarkensatzes nach der Währungsreform vom 15. August 1947 und zeigt das Porträt von König Michael.

Liebe Grüße

10Parale


 

Heinz 7 Am: 13.02.2017 23:45:54 Gelesen: 92878# 92 @  
@ 10Parale [#91]

Sehr schön!

Danke für die Übersetzung.

Und danke für die erste Abbildung eines Briefes der 8. Stufe dieser Inflation.

Reco-Briefe in die Schweiz (ohne Luftpost-Zuschlag) wurden nun gezeigt in:

Beitrag 60 (2.400 Lei / 3. Stufe)
Beitrag 43 (7.200 Lei / 5. Stufe)
Beitrag 78 (110.000 Lei / 7.Stufe)

Bezüglich Deiner Bemerkung: Tabelle Nr. 274 zeigt dann den am 1. März 1947 wieder eingeführten Luftpostzuschlag für eine Anzahl von Ländern, wobei die Schweiz, aber Deutschland nicht erwähnt wird.

Ich nehme an, der Flugpostverkehr nach Deutschland wurde erst später wieder aufgenommen. 1947 waren die Kriegsfolgen vermutlich noch nicht überwunden.

Freundliche Grüsse
Heinz
 

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