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Thema: (?) (313) Rumänien: Belege nach 1945
Das Thema hat 317 Beiträge:
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Michael Mallien Am: 05.03.2017 20:38:06 Gelesen: 92009# 118 @  
@ 10Parale [#117]

München ist bestimmt kein Problem für ein Rahmenprogramm, das denke ich auch. Indiskrete Frage: Wessen Budget ist höher? Das Deiner Frau für Mode und Handtaschen oder Deins für Briefmarken. :)

Dein Beleg ist wirklich viel schöner, danke fürs zeigen.

Meine Belege stammen alle noch aus diesem Posten, den ich mal für 8,- Euro erstanden habe. Dafür finde ich es schon ganz toll so viele Portoperioden dokumentieren zu können. Vielleicht bekomme ich in der Zukunft mal was schöneres, wer weiß.

Auch die auf die in [#116] gezeigte, nachfolgende Portoperiode kann ich dokumentieren. In der Portoperiode 11 (3.3.1997 bis 9.11.1997) stieg das Porto für den einfachen Auslandsbrief von 1.500 auf 3.600 Lei



Der Brief ist portorichtig frankiert mit zwei weiteren Marken aus der Freimarkenserie "Insekten" und abermals mit einem Paar der MiNr. 4880 aus der Freimarkenserie "Vögel".
 
nor 42 Am: 06.03.2017 12:05:50 Gelesen: 91975# 119 @  
Rumänien ist immer für eine Überraschung bereit. So bekam ich diese Tage aus Bukarest ein Buch als Reko Brief zugeschickt. Eigenartig die Treppenfrankatur links und wie der Brief links nochmals zusätzlich mit Heftklammern die durch den Marken gehen, verschlossen ist. Wahrscheinlich wollte man sicher gehen was darin ist. Über alles kam dann ein durchsichtiges Klebeband.



Übrigens die Frankatur beträgt 43,30 Lei, was umgerechnet cca. 10.- € macht. Übrigens in Deutschland wurde der Brief ganz einfach in den Postkasten eingeworfen.

Nor 42
 
10Parale Am: 06.03.2017 14:41:04 Gelesen: 91962# 120 @  
@ Michael Mallien [#118]

Indiskrete Frage: Wessen Budget ist höher? Das Deiner Frau für Mode und Handtaschen oder Deins für Briefmarken. :)

Eine gute Frage. Es ist wahrscheinlich so wie in der Großen Koalition. Der Finanzminister achtet streng darauf, dass die schwarze 0 eingehalten wird. Die Frage nun, wer bei uns der Finanzminister ist, überlasse ich der wilden Spekulation.

Ich zeige hier noch einen aktuellen Ausschnitt aus einem A4 Einschreiben mit 16 gr. Gewicht, welches ich die Tage erhalten habe. Hier mussten auch schon 27,50 Lei berappt werden.

@ nor [#119]

Büchersendungen (nicht im philatelistischen oder portobestimmenden Sinn!) aus Rumänien haben es in der Tat in sich. Ich verweise auf mein Beitrag #11, wo ich ebenfalls ein Buch erhalten habe und die Frankatur von über 70 Lei den Umschlag schmückte wie ein Sonnenblumenfeld.

Weshalb der Brief geöffnet und wieder verschlossen wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht wollte man wirklich wissen, was im Umschlag steckt, was mir bei der Aufgabe eines Buches als Büchersendung bei unserer Postfiliale auch schon passiert ist.

Liebe Grüße

10Parale


 
Michael Mallien Am: 06.03.2017 20:04:50 Gelesen: 91941# 121 @  
@ nor 42 [#119]
@ 10Parale [#120]

Das sind ja wahre Frankaturschwergewichte. Es zeigt mir wieder, dass auch modernste Belege bewahrt werden sollten!

Die Frage nun, wer bei uns der Finanzminister ist, überlasse ich der wilden Spekulation

An wilden Spekulationen beteilige ich mich lieber nicht. :D

Ich komme nun zur Portoperiode 12 (10.11.1997 bis 17.3.1998) (Anschluss an [#118])

Das Porto für den Auslandsbrief stieg abermals, wenn auch nur in vergleichsweise geringerem Umfang, nämlich von 3.600 auf 3.900 Lei.

Ich habe zwei Belege aus dieser Portoperiode, die mit 4.050 Lei frei gemacht sind, was mich zunächst stutzen ließ.



Einmal steht PAR AVION drauf und einmal nicht, was aber nicht unbedingt etwas zu bedeuten hat. Vermutlich sind beide Belege per Luftpost befördert worden.
Was mich stutzen ließ, war etwas anderes: Ich schaute, wie zuvor, in die Tabellen Nr. 289/290 auf Seite 171 Marinescu Band 2: Zona 2 Suprataxe "prin avion" (LEI) und fand für Portoperiode 12: 300 Lei!? Damit wären die Briefe unterfrankiert gewesen!

Ich forschte weiter nach und fand schließlich die Lösung auf Seite 167: In der Portoperiode 12 war der Luftpostverkehr nach Deutschland nicht mehr Zona 2, sondern Zona 1 zugeordnet! Nun galten die Daten in Tabelle Nr. 288 auf Seite 170 und siehe da, dort betrug der Luftpostzuschlag genau 150 Lei.

Damit sind die Belege portorichtig. Genau genommen natürlich nur der mit dem PAR AVION Stempel.

Apropos Stempel: Mittlerweile war der zuvor verwendete aptierte Stempel ausgetauscht worden. Der neue Stempel hat allerdings eine merkwürdige Form. Es sieht so aus, als wäre der Datumseinsatz irgendwie schief angebracht worden?!
 
Michael Mallien Am: 07.03.2017 20:57:49 Gelesen: 91897# 122 @  
In der Portoperiode 13 (18.5.1998 bis 21.10.1998) stieg das Porto für den einfachen Auslandsbrief auf 4.150 Lei.

Der Zuschlag "prin avion" wurde erneut neu geregelt und anstelle der zuvor 5 Zonen gab es nun noch zwei Kategorien:

A. Tarile din Europa
B. Restul tarilor lumii

Für A. sind die Länder im Marinescu aufgeführt. Deutschland gehört dazu. Der Zuschlag betrug 300 Lei.



Der Beleg ist mit 4.950 Lei um 500 Lei überfrankiert. Vielleicht hatte der Versender nur diese eine Sorte Marken zu 1.650 Lei verfügbar?!

Die Marke mit der MiNr 5108 erschien im Juli 1995. Der Nennwert zu 1.650 Lei diente als Auffrankatur für Einschreibebriefe zu der fraglichen Zeit.

Diese Wertstufe wurde offensichtlich häufig gebraucht, denn die Auflage von 3.000.000 ist vergleichsweise hoch.

In der Portoperiode 14 (22.10.1998 bis 3.1.1999) stieg das Porto für den einfachen Auslandsbrief um weitere 300 Lei auf 4.450 Lei.

Der Zuschlag "prin avion" betrug 400 Lei. Auch hier habe ich einen Beleg:



Endlich hat der Stempel eine "ordentliche Form" angenommen, aber auch dieser Beleg ist überfrankiert, wenn auch nur um 50 Lei. Er zeigt 5 Marken der MiNr 5131 und die Überdruckmarke 5322: 4150 Lei auf 15 Lei. Der Überdruck erfolgte mit einem roten Hasen.


 
Heinz 7 Am: 07.03.2017 21:04:14 Gelesen: 91894# 123 @  
@ Michael Mallien [#118]

Dein 8 - Euro - Posten ist wirklich toll! Das reicht ja bereits zu einer (kleinen?) Ausstellungssammlung.

Gratulation!

Ich bin gespannt auf weitere Belege.

Wie sieht Dein Entscheid aus betreffend München / ARGE Rumänien, August 2017? Kannst Du uns schon etwas dazu sagen?

Heinz
 
Michael Mallien Am: 08.03.2017 18:10:37 Gelesen: 91864# 124 @  
@ Heinz 7 [#123]

Lieber Heinz,

es macht viel Spaß die Belege hier zu präsentieren. Der besondere Vorteil liegt auch darin, dass ich mir dabei alles noch einmal ganz genau anschaue und immer mal wieder weitere Details finde, die mir zuvor noch gar nicht aufgefallen waren.

Der ARGE bin ich jetzt beigetreten, bzw. ich habe einen Aufnahmeantrag gestellt, dem ja erst noch entsprochen werden muss.

Ob ich nach München komme weiß ich noch nicht. Ich würde euch schon sehr gerne kennen lernen! Wir werden sehen.

Aus der Portoperiode 15 (4.1.1999 bis 14.3.1999) habe ich keinen Beleg, dafür aber einen aus der Portoperiode 16 (15.3.1999 - 23.3.1999), die sage und schreibe nur 8 Tage dauerte! Das Porto für den einfachen Auslandsbrief war in den Portoperioden 15 und 16 gleich mit 4.850 Lei.



Für diesen portorichtigen Brief kam wieder die schöne Überdruckmarke 5322 mit dem Hasen zum Einsatz, sowie die MiNr 5380 zu 700 Lei aus dem Satz "Klöster im Gebiet Oltenia", der insgesamt 5 Werte umfasst.

Herzliche Grüße
Michael
 
Heinz 7 Am: 08.03.2017 22:39:50 Gelesen: 91853# 125 @  
@ Michael Mallien [#124]

Lieber Michael,

Dein Beitritt zur ARGE freut mich sehr!

Wenn eine Portostufe nur 9 Tage dauert (15.-23.3.1999 sind vermutlich 9 Tage, oder?), dann ist jede portogerechte Frankierung ziemlich sicher eine Rarität, ausser vielleicht wenn die Tage Weihnachten und Neujahr enthalten, was aber für März nicht zutrifft.

Gratuliere!

Heinz
 
Michael Mallien Am: 09.03.2017 19:21:21 Gelesen: 91819# 126 @  
@ Heinz 7 [#125]

Lieber Heinz,

Du hast natürlich recht, die Portoperiode 16 dauerte 9 Tage.

Besser dokumentiert wäre sie mit einem Beleg mit Zusatzleistungen, wie beispielsweise Recomandare (Einschreiben) oder Expres (Eilbrief), denn nur dort befinden sich der Unterschiede zur Portoperiode 15.

Ähnlich sieht es aus bei den Portoperioden 17 (24.3.1999 bis 7.4.1999) und 18 (8.4.1999 bis 23.5.1999). Auch hier haben wir eine sehr kurze Portoperiode (17) von 15 Tagen und eine etwas längere. Beide mit gleichen Briefporti, aber Unterschieden bei den Zusatzleistungen.

Das Briefporto für den einfachen Auslandsbrief betrug nun 5.700 Lei.

Aus der Portoperiode 18 habe ich einen Beleg mit (wieder krummen) Stempel vom 20.4.1999:



Frei gemacht ist er mit 4 Marken der MiNr. 5368 zu 1.600 Lei, was in der Summe aber 6.400 Lei ergibt. Damit ist der Beleg deutlich überfrankiert. Die Luftpostbeförderung hätte 800 Lei mehr gekostet, also 6.500 Lei (5.700 + 800) in der Summe, wofür die Frankatur nun wieder nicht gereicht hätte.

Manchmal passt es hinten und vorne nicht. ;)
 
10Parale Am: 09.03.2017 20:13:48 Gelesen: 91813# 127 @  
@ Michael Mallien [#126]

Manchmal passt es hinten und vorne nicht. ;)

Ich glaube das ist bei so kurzen Portoperioden auch kein Wunder. Umso interessanter gestaltet sich doch die Ausübung des Philatelisten ureigenen Sammlerleidenschaft.

Heinz7 hat dies ja in [#125] deutlicher erwähnt.

Aus der 16 Tagen währenden Portoperiode 18 kann ich auch einen Beleg beisteuern, der mit insgesamt 6.450 Lei freigemacht ist und per Luftpostbeförderung den Weg in meinen Briefkasten fand.

Dieser Brief ist demnach mit 50 Lei unterfrankiert (siehe deine Erläuterungen in [#126]). Die Cousine meiner Frau, die uns diesen Brief schickte, hat somit 50 Lei gespart.

Warum die rumänische Post Adam Müller-Guttenbrunn (1852 - 1923)auf der Briefmarke zu 4150 Lei ehrt, bleibt mir persönlich ein Rätsel.

Liebe Grüße

10Parale


 
Michael Mallien Am: 10.03.2017 17:45:07 Gelesen: 91787# 128 @  
@ 10Parale [#127]

Warum die rumänische Post Adam Müller-Guttenbrunn (1852 - 1923)auf der Briefmarke zu 4150 Lei ehrt, bleibt mir persönlich ein Rätsel.

Wie die Auswahl der Ausgabeanlässe in Rumänien vonstatten geht weiß ich nicht. Jedenfalls klingt das, was auf Wikipedia zu dem Herrn steht zumindest mal ambivalent.

Aus der 16 Tagen währenden Portoperiode 18 kann ich auch einen Beleg beisteuern

Ich erlaube mir eine Korrektur: Portoperiode 18 währte 46 Tage (8.4.1999 bis 23.5.1999). Auf jeden Fall ist es ein schöner Beleg aus der Zeit. Vielen Dank für's Zeigen.

Portoperiode 19 (24.5.1999 bis 3.10.1999) kann ich noch nicht belegen, dafür aber wieder Portoperiode 20 (4.10.1999 bis 2.1.2000). Und zwar sogar mit einem portorichtigen Brief:

Scrisori simple (externe): 7.950 Lei
Suprataxe "prin avion": 900 Lei

Macht zusammen 8.850 Lei.


 
10Parale Am: 10.03.2017 19:35:05 Gelesen: 91780# 129 @  
@ Michael Mallien [#128]

" Portoperiode 19 (24.5.1999 bis 3.10.1999) kann ich noch nicht belegen"

Da helfe ich doch gerne aus.

Dein Beleg aus der Portoperiode 20 gefällt mir auch, weil er Dorfkirchen in der Maramures und der Höchstwert von 4850 Lei zeigt das Kloster Tismana in Oltenien. Es ist das älteste Kloster in der Walachei und wurde von Fürst Radu II. erbaut. Der Maler Dieudonné Lancelot hat eine wunderschönes Bild diese Klosters gemalt.

Ich zeige einen mit 8100 Lei portogerecht abgestempelten Luftpostbrief der Portoperiode 19, abgestempelt am 15.06.1999 in Bukarest.

Scrisori simple: 7.300 Lei
suprataxa 800 Lei
 

Er wurde mit 3 Marken verschiedener Sätze frankiert, darunter der Höchstwert zu 6000 Lei mit der Dorfkirche Birsana in der Maramures, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Liebe Grüße

10Parale


 

Michael Mallien Am: 11.03.2017 17:39:34 Gelesen: 91755# 130 @  
@ 10Parale [#129]

Wunderbar, da bleibt ja kaum mal eine Lücke. Schöner Beleg!

Ich finde die Ausgabepolitik Rumäniens zwar katastrophal, aber sehr viele der Ausgaben gefallen mir dennoch sehr gut.

Mein Beleg zur Portoperiode 21 (3.1.2000 bis 27.2.2000) zeigt die gleichen Marken wie der Beleg aus der Portoperiode 19. Der Vorrat des Schreibers war wohl noch nicht aufgebraucht.

Er ist mit 8.000 Lei frankiert. Das sind 50 Lei zuviel, denn für den einfachen Auslandsbrief hätten 7.950 Lei gereicht.




Aus der Portoperiode 22 (28.2.2000 bis 30.4.2000) habe ich diesen Beleg, der mit 10.200 Lei frankiert ist:



Auch er ist geringfügig überfrankiert, denn 10.050 Lei hätten gereicht:

Scrisori simple (externe): 9.050 Lei
Suprataxe "prin avion": 1.000 Lei

Aber dafür ist es ein schöne Mehrfachfrankatur mit der MiNr 5091 aus der Serie "Verkehrsmittel, die insgesamt 6 Werte umfasste.

Den Beleg werde ich gleich noch an anderer Stelle den Freunden der Eisenbahn zeigen. :)
 
Gaius_Caligula Am: 13.03.2017 16:55:33 Gelesen: 91734# 131 @  
An dieser Stelle möchte ich einmal ein großes Kompliment an alle loswerden, die diesen Thread führen. Ein äußerst interessantes und spannendes Thema, dazu noch sehr lehrreich und absolut verständlich nähergebracht. Ist zwar nicht mein Gebiet (ich sammle u. a. die Portostufen Italiens von 1946 - 2001), trotzdem lese ich jeden Beitrag stets mit großem Interesse mit. Und sprachlich ist es z. T. für mich auch verständlich: Italienisch und Rumänisch haben - nicht nur in diesem Bereich - Ähnlichkeiten.

Bitte so weitermachen!

Beste Sammlergrüße
Gaius_Caligula
 
10Parale Am: 13.03.2017 21:20:30 Gelesen: 91719# 132 @  
@ Gaius_Caligula [#131]

Die italienische und die rumänische Sprache sind sich wirklich sehr ähnlich. Der dakische Einfluss hinterlässt Spuren. Danke für das Lob, welches ganz und gar Michael Mallien für seine Arbeit gelten sollte.

Nun mal weiter:

Nach etwas Zögern zeige ich im folgenden einen Brief, der meines Erachtens in der Portoperiode 16 oder 17 gelaufen sein muss.

Zuerst dachte ich "Hurra" - Portoperiode 17 - Treffer. Als ich dann den Stempel genauer anschaute, traute ich meinen Augen nicht.

Der Brief aus "Cluj Napoca" - Klausenburg - Rumänien hat 5 Stempel des deutschen Briefzentrum 79 (Lörrach ?)vom 25.3.1999.

Freigemacht ist er mit insgesamt 5.590 Lei. Keine der Zuordnungen lt. Calin Marinescu aus externen und Luftpostzuschlag ergibt einen genauen Treffer.

Meine Erklärung: der Brief wurde einfach nicht in Cluj abgestempelt und die deutsche Post hat das nachgeholt. Ist so etwas vertraglich festgelegt oder wurde der Brief als unfrankierter Brief erst mal durch die deutsche Stempelmaschine gejagt? Gibt es ähnliche Beispiele und unter welchem Thread im Forum findet man mehr über die Thematik?

Liebe Grüße

1oParale


 
Michael Mallien Am: 13.03.2017 22:51:22 Gelesen: 91711# 133 @  
@ Gaius_Caligula [#131]

Danke schön. :) Ich freue mich, dass unser Thread so gut ankommt. Ich habe noch einige Belege, die ich hier zeigen kann und mach sehr gerne weiter.

@ 10Parale [#132]

Danke auch an Dich! Schließlich seid ihr (Du und Heinz) meine Mentoren in Sachen Rumänien. Vor ein paar Monaten hatte ich mit dem Sammelgebiet noch gar nichts am Hut.

Dein Beleg könnte aus der Portopriode 16 oder 17 stammen, denn PP 17 begann am 24.3.1999. Wir sehen ja leider nur die Stempel aus Deutschland und die stellen vermutlich eine nachträgliche Entwertung dar, also könnte der Brief auch schon vor dem 24.3. versendet worden sein. Aber auch für die Portoperiode 16 fällt mir nichts ein, was zu der Portohöhe passt.

Ich glaube nicht, dass der Beleg durch eine Maschine ging. Ich würde eher auf eine manuelle Entwertung im Briefzentrum tippen bei den vielen Stempeln. Unfrankiert war der Brief ja nun nicht gerade.

Der nächste Beleg aus meinem Posten stammt aus Portoperiode 27 (15.5.2001 bis 19.8.2001) und ist mit 13.100 Lei frei gemacht
- Scrisori simple (externe): 11.500 Lei
- Suprataxe "prin avion": 2.000 Lei

Damit ist er um 400 Lei unterfrankiert, was offensichtlich akzeptiert wurde.
Der Zustand ist so lala, aber ich zeige ihn trotzdem:



Wertzeichen der weiter oben schon beschriebenen Freimarkenserie "Insekten" wurden mit Aufdrucken versehen. Bei der MiNr 5496 wurde der alte Wert zu 370 Lei mit einer Blume überdruckt und mit dem neuen Wert 10000 L versehen. Leider ist die Marke beschädigt.


 
Heinz 7 Am: 13.03.2017 23:40:55 Gelesen: 91707# 134 @  
@ 10Parale [#132]
@ Michael Mallien [#133]

(oh, danke!)

Liebe Kollegen,

ich denke, ein (deutscher) Postbeamter, der diese ungestempelten Marken erblickt, holt einfach nach, was sein rumänischer Kollege irrtümlich unterlassen hat: die Abstempelung der Marken.

Niemand weiss, warum dieser Brief in Rumänien nicht gestempelt wurde, ausser mit dem altbekannten "PAR AVION" Zusatzstempel. Offensichtlich ist er aber befördert worden, sodass der (deutsche) Berufskollege die "gebrauchten" Briefmarken auch entwertete, was schon in Rumänien hätte stattfinden sollen. "Besser spät als nie!" wird er sich gedacht haben.

Freundliche Grüsse und weiter so! Schade, dass ich aus dieser Periode keine Briefe habe!

Heinz
 
Michael Mallien Am: 15.03.2017 17:51:00 Gelesen: 91653# 135 @  
Heute habe ich einen Brief aus der Portoperiode 29 (15.10.2001 bis 14.3.2002), frei gemacht mit 23.500 Lei.

Es dürfte sich um einen einfachen Auslandsbrief der 2. Gewichtsstufe handeln (21-50g), wofür 22.900 Lei erforderlich gewesen wären.



Damit ist der Beleg um 600 Lei überfrankiert.

Um mal zu verdeutlichen was eine solche Überfrankatur bedeutet, hier ein Vergleich mit einem heutigen Standardbrief in Deutschland; es entspricht etwa 1,6 Cent also 71,6 Cent anstelle von 70 Cent.
 
Michael Mallien Am: 16.03.2017 18:33:03 Gelesen: 91609# 136 @  
Aus der Portoperiode 29 (15.10.2001 bis 14.3.2002) habe ich noch einen weiteren Beleg, der mit der schönen Marke (meines) Tierkreiszeichens (MiNr 5625) zu 16.500 Lei frei gemacht ist.

Obwohl der PAR AVION Stempel fehlt nehme ich an, das der Brief per Luftpost berechnet wurde, denn:

- Scrisori simple (externe): 13.500 Lei
- Suprataxe "prin avion": 3.000 Lei

was zusammen genau die 16.500 Lei ergibt.



Eine weitere Marke der Tierkreiszeichen (MiNr 5632) findet sich auf dem nächsten Beleg aus Portoperiode 31 (3.6.2002 bis 30.9.2002).

Dazu kommt noch die MiNr 5651 aus der Serie "Kirchenburgen in Siebenbürgen". Das besondere an den Marken ist hier, dass beide ein angehängtes Zierfeld aufweisen.

Das Porto beträgt 15.500 Lei, was portorichtig ist für den einfachen Auslandsbrief ohne Luftpostzuschlag.


 
10Parale Am: 16.03.2017 21:26:59 Gelesen: 91597# 137 @  
@ Michael Mallien [#136]

Na, dann sind wir beide wohl im Tierkreiszeichen des Schützen geboren (sagetare), Respekt.

Der Brief ist sehr magisch. Das liegt am Stempeldatum. Doch dazu mehr in München beim Treffen der ARGE Rumänien.

Ich mach mal weiter mit der nächsten Portoperiode 32 (01.10.2002 - 2. November 2003).

Der Luftpostbrief trägt zwei schöne Stempel aus Bucuresti vom 13.12.2002 und ein senkrechtes Paar aus der Serie "Kirchenburgen in Siebenbürgen", Michel Nr. 5652, Vorumloc (zu deutsch: Wurmloch, Kirchenburg 11 km von Sibiu entfernt).

Porto für einfachen Brief bis 20 gramm: 15.500 Lei
Luftpostbeförderung: 5.000 Lei
 

Der Brief ist mit 500 Lei überfrankiert.

Lieben Gruß

10Parale


 

Michael Mallien Am: 16.03.2017 22:41:41 Gelesen: 91588# 138 @  
@ 10Parale [#137]

Wunderbar! Ich habe auch einen Beleg aus dieser Portoperiode 32, der fast zeitgleich mit Deinem auf die Reise ging. Frankiert ist er mit 20.500 Lei, was Deiner Berechnung entspricht. Leider gibt es auch hier den Makel, dass die Suprataxe "prin avion" nicht ausgewiesen ist.



Wieder ist eine Marke für unsere Eisenbahnfreunde dabei, nämlich die MiNr 5681 aus der Serie "Dampflokomotivenbau in Resita". Ich werde daher den Beleg auch in dem anderen Thread zeigen.
 
Pete Am: 17.03.2017 19:42:28 Gelesen: 91548# 139 @  
Nachfolgend ein Beleg aus Rumänien der evtl. eher ungewöhnlichen Art - ein mit Briefmarken frankierter Rückschein der rumänischen Post, die Marken in Rumänien entwertet. Man kann meinen, dass das Rückscheinformular tatsächlich als Rückschein verwendet wurde, da es an einen Empfänger in Rumänien adressiert ist. Allerdings irritiert dann doch die Verwendung von Briefmarken zur Frankatur, wobei in diesem Fall Blocks verwendet wurden und mit Sicherheit philatelistisch inspiriert war. Die Sendung selbst, zu welcher der Rückschein evtl. gehörte, war an einen Empfänger in Deutschland adressiert.

Zur Frankatur wurden die Blocks Mi-Nr. 288 und 296 verwendet (gesamt 2770 Lei Porto), welche 1994 erschienen sind. Diese tragen eine Entwertung aus Cluj-Napoca (dt. Klausenburg) vom 10.07.1995.



Der besseren Lesbarkeit der verwendeten Stempelabschläge die Rückseite kopfstehend:



Gruß
Pete
 
Michael Mallien Am: 17.03.2017 23:29:07 Gelesen: 91527# 140 @  
@ Pete [#139]

Hallo Pete,

die Frankatur auf dem Rückschein ist schon ungewöhnlich. Ich steuere mal die Portohöhen aus der fraglichen Zeit bei ( Portoperiode 9 vom 29.5.1995 bis 17.3.1996)

Auslandsbrief bis 20g (Scrisori simple externe): 960 Lei
oder Auslandsbrief 21g bis 50g (Scrisori simple externe): 1.615 Lei
Einschreiben (Taxa de recomandare): 1.650 Lei
Rückschein (Taxa adevirere de primire): 1.650 Lei

Im günstigsten Fall hätte der Brief 4.260 Lei kosten müssen. Die restliche Frankatur wird sich auf dem eigentlichen Brief befunden habe nehme ich an.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 18.03.2017 07:42:28 Gelesen: 91511# 141 @  
Ich ergänze [#137] und [#138] um einen weiteren Beleg aus der Portoperiode 32.

Er wurde am 2.4.2003 auf die Reise geschickt und ist mir 26.500 Lei frei gemacht, was portorichtig ist für die Gewichtsstufe 2 (21-50g).


 
skribent Am: 18.03.2017 09:23:25 Gelesen: 91497# 142 @  
Guten Morgen Zusammen,

seit 3 Jahren bekomme ich pro Jahr 5 Ausgaben einer Briefmarken-Club-Zeitung aus Iasi in einem DIN A5-Umschlag, bei dem die untere linke Ecke abgeschnitten ist.



Daran soll die Post sofort erkennen, dass der Inhalt ein Druckwerk (Buch oder Zeitschrift) ist. (?)

MfG >Franz<
 

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