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Thema: Perfins / Lochungen: Deutsches Reich
Das Thema hat 1303 Beiträge:
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bayern klassisch Am: 09.03.2026 18:32:45 Gelesen: 82693# 1229 @  
Liebe Freunde,

einen solchen Brief suche ich schon seit über 30 Jahren und jetzt tauchte einer auf, so dass es kein Zögern mehr gab.



Am 19.8.1861 sandte man einen einfachen Brief aus dem wunderschönen Genf über Zürich nach Kempten, wo er am Folgetag ankam. Der Absender hatte 10 und 40 Rappen verklebt, also die Maximalgebühr für Briefe ab dem 15.10.1852 in den DÖPV bzw. nach Bayern.

Dass Genf im 2. Rayon der Schweiz lag, versteht sich von selbst, daher waren 20 Rappen = 6 Kreuzer für die Schweiz bestimmt. Aber Kempten im Allgäu lag im 1. Rayon Bayerns und hätte nur 10 Rappen = 3 Kreuzer Weiterfranko gekostet.

Die Zürcher Post hat auch nur diese 3 Kreuzer an Bayern vergütet, wie man an der Rötel - 3 erkennen kann. Daher bekam die Schweiz nicht nur die ihr zustehenden 20 Rappen, sondern weitere 20 Rappen "geschenkt", denn eine Leistung musste weder sie, noch Bayern dafür erbringen.

Unterfrankierte Briefe aus der Schweiz nach Bayern et vice versa sind ziemlich häufig, wenngleich immer optisch attraktiv.

Überfrankierte Briefe aus der Schweiz nach Bayern et vice versa sind sehr selten und wenn es sie überhaupt einmal gibt, dann sind sie um 10 Rappen bzw. 3 Kreuzer überfrankiert, weil man sich in der Portospalte des Postvertrages irrte.

Einen Brief, der um 2 Entfernungsstufen überfrankiert ist, hatte ich bis dato noch nie gesehen, aber wie sagte schon meine Lehrerin in der Grundschule: "Bist du so alt, wie eine Kuh, lernst du noch immer was dazu".

LG von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 09.03.2026 19:10:07 Gelesen: 82684# 1230 @  
@ bayern klassisch [#1229]

Hallo Ralph,

da kann ich nur gratulieren und sagen tolles Stück für Deine Sammlung, der Brief ist auf jeden Fall ein Hingucker.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 09.03.2026 20:16:31 Gelesen: 82669# 1231 @  
@ Gernesammler [#1230]

Hallo Rainer,

vielen Dank! Ich mag diese Marken sehr - wenn es dann noch farbig wird auf dem Brief, finde ich das klasse.

LG,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 18.03.2026 09:12:25 Gelesen: 79669# 1232 @  
Liebe Freunde,



der Handelsmann Thomas Kölle aus Ulm schrieb am 20.9.1859 einen einfachen Brief an die bekannte Firma Venino seel. Erben in Würzburg.

2 Tage später gab er den Brief in Neu-Ulm auf und frankierte hierbei eine 6 Kreuzermarke für innerbayerische Versendungen bis 12 Meilen und 1 Loth inklusive.

Bei einer Entfernung von 156 km hätte derselbe Brief mit einer Postaufgabe in Ulm 9 Kreuzer gekostet, da es dann ein Postvereinsbrief über 20 Meilen gewesen wäre und das einfache Gewicht wäre exklusiv gewogen worden.

Der Laufweg war: Augsburg - Gunzenhausen - Nürnberg - Fürth - Bamberg - Würzburg und somit kompett auf der Schiene.

LG von bayern klassisch
 
Eilean Am: 18.03.2026 09:33:03 Gelesen: 79660# 1233 @  
@ bayern klassisch [#1229]

bei so schönen Stücken werde ich auch mal auch ältere Briefe sammeln. Ich mag das satte blau der Marke.

Ich finde es toll, wie Du immer so viel über die Briefe berichten kannst.

Gruß
Andreas
 
bayern klassisch Am: 18.03.2026 09:35:38 Gelesen: 79659# 1234 @  
@ Eilean [#1233]

Hallo Andreas,

danke für die netten Worte - man tut, was man kann.

Und ja, Altschweiz ist schon ein Rosinensammelgebiet, leider nicht immer ohne finanzielles Bauchweh zu bekommen, aber die Schmerzen vergehen und die schönen Briefe und Marken bleiben.

LG,
Ralph
 
Gernesammler Am: 25.03.2026 20:04:22 Gelesen: 77721# 1235 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Porto Brief vom 3.8.1846 von Franz Kessel aus Frankfurt am Main, spediert als Rechnungsbrief mit einer Summe von 1220 Gulden an Joh.Lud. Wolf in Wachenheim in Rheinbayern, in der Pfalz, dort wurde der Brief am 4ten präsentiert und am 5ten beantwortet.

Für das Porto hatte man 2 1/4 Groschen in Rötel notiert, welche vom Empfänger zu zahlen waren.

Gestempelt wurde mit Zweikreisstempel von Frankfurt mit Zierstücken, verwendet ab 1840.

Gruß Rainer




 
bayern klassisch Am: 25.03.2026 20:39:08 Gelesen: 77710# 1236 @  
@ Gernesammler [#1235]

Hallo Rainer,

schöner Brief aus bekannter Korrespondenz.

Kleine Korrektur: Frankfurt am Main lag im Kreuzerbezirk, daher 9 Kreuzer für Thurn und Taxis. Gewicht oben links "1L" für 1 Loth, damit 2. Gewicht und somit 6 + 3 = 9 Kreuzer.

Für Bayern 4 Kreuzer (3 + 1) = 13 Kreuzer als Gesamtporto, welches nicht angeschrieben wurde.

LG,
Ralph
 
Gernesammler Am: 25.03.2026 20:58:54 Gelesen: 77699# 1237 @  
@ bayern klassisch [#1236]

Hallo Ralph,

Danke für die Richtigstellung des Portos.

Das Zeichen für das Loth hatte ich gesehen, wollte es aber nicht erwähnen weil mir das von mir geschriebene Porto zu niedrig vorkam. Jetzt stimmt alles und der Brief kann abgelegt werden.

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 27.03.2026 13:51:35 Gelesen: 77388# 1238 @  
Liebe Freunde,





ein Brief aus dem schönen Florenz (Firenze) vom 15.07.1867 nach Bad Kissingen ist nicht so einfach zu interpretieren, wie man denkt, jedenfalls für mich nicht.

Die Banca Toscana di Credito sandte einen mit 60 Centesimi korrekt frankierten, einfachen Brief bis 10g in Italien und bis 1 Loth in der Schweiz und im DÖPV über Milano (Mailand) und Como-Colico (über den See) in die Schweiz, wo er den Stempel Chur-Zürich der Bahnpost erhielt.

Ab da verließen sie ihn, denn nun kann ich lediglich den Ankunftsstempel von Kissingen am 19.07.1867 zeigen, mehr nicht.

Frontseitig sehen wir nur den P.D.-Stempel von Florenz und das Weiterfranko von der Bahnpost Chur-Zürich notiert für den DÖPV von 9 Kreuzern (über 20 Meilen im DÖPV ab dem entsprechenden Grenztaxpunkt). Diese wurden später mit blauer Kreide abgestrichen, also über die mitlaufende Briefkarte tradiert und vereinnahmt. Frage nur: Von wem?

Möglich waren: 1. Bayern, dann innerschweizerische Leitung über den Bodensee nach Lindau und von dort über Augsburg, Nördlingen, Gunzenhausen und Nürnberg nach Bad Kissingen. In diesem Fall wäre Lindau im Bodensee Aufgabepost im DÖPV geworden und hätte die von der Schweiz zu bonifizierenden 9 Kr. an Bayern weitergeben müssen.

Möglich war aber auch: 2. Württemberg, also Übersetzen nach Friedrichshafen und weiter per Ulm, Nördlingen, Gunzenhausen und Nürnberg nach Bad Kissingen, dann allerdings hätte Württemberg die 9 Kr. von der Schweiz kassiert, weil Friedrichshafen Aufgabepost im DÖPV geworden wäre.

Möglich war aber auch: 3. Baden, also die Leitung durch die Schweiz via Basel badischer Bahnhof, Efringen, Freiburg im Breisgau, Heidelberg und Würzburg nach Kissingen. In diesem Fall hätte Baden als Aufgabepost im DÖPV fungiert und somit Anspruch auf die 9 Kr. für die DÖPV-Strecke gehabt.

Dagegen spräche nur, dass Baden derlei Briefe in der Regel mit seinen Ovalstempeln Italien über Baden bzw. Schweiz über Baden siegelseitig bedruckt hätte, was hier nicht der Fall war.

Als wäre das nicht genug, entsprachen die verklebten 60 Centesimi paritätisch 17 Kreuzern, postalisch aber 18 Kreuzern. Im umgekehrten Fall standen Baden/Bayern/Württemberg 9 Kr. zu, der Transit durch die Schweiz kostete 6 Kr. und Italien erhielt 6 Kr. je 10g.

Aber bei Frankobriefen aus Italien über die Schweiz in den DÖPV lautete die Rechnung ein wenig anders:

60 Centesimi Franko wurden gesplittet in 20 Centesimi für Italien. Diese entsprachen postalisch knapp 6 Kreuzern.

15 Centesimi für den Schweizer Transit. Diese entsprachen postalisch knapp 4,5 Kreuzern.

25 Centesimi für den DÖPV-Staat. Diese entsprachen postalisch knapp 7,5 Kreuzern. In summa also den frankierten 18 Kreuzern. Wer es ganz genau wissen will, der darf 10 Centesimi mit 2,8 Kreuzern ansetzen, um die echten Paritäten zu errechnen.

Bleibt die Frage, welche Leitung er genommen hat? Es ist zu vermuten, dass er über den Bodensee nach Lindau gelangte, aber beweisen kann ich es nicht.

LG von bayern klassisch
 
fetz55 Am: 28.03.2026 09:57:19 Gelesen: 69186# 1239 @  
Hallo zusammen,

nachdem ich Euch in #302 eine Marke gezeigt habe, wurde ich die letzten Tage noch auf eine Marke mit einem kleinem Perfin aus dem DR aufmerksam.

Soweit ich richtig "ermittelt" habe, ist dies eine Mi 373.

Es ist eine Rheinland-Ausgabe; aus dem Stempel (3 1/2 Buchstaben) deute ich einen Luckenwalde-Stempel vom 20.11.1926.

Das 1-Buchstaben-Perfin "B" lässt wohl unterschiedliche Deutungen zu (14 Löcher, davon 5 als senkrechter Strich).

Es könnte „Berliner Handels-Gesellschaft“ (BHG) oder eine regionalen Institution wie der „Brandenburgischen Landgesellschaft“, oder auch eine andere Firma sein. Kann mir jemand noch Tipp's geben oder gar eine sichere Bestimmung? Danke vorab.



Grüße Frank (fetz)
 
wuerttemberger Am: 28.03.2026 10:51:15 Gelesen: 69164# 1240 @  
@ fetz55 [#1239]

Firmenlochung - B - Metallwerk Bartosik & Co Luckenwalde
 
fetz55 Am: 28.03.2026 15:50:34 Gelesen: 69096# 1241 @  
@ wuerttemberger [#1240]

Danke für die schnelle Antwort. Grüße Frank (fetz)
 
bayern klassisch Am: 01.04.2026 14:15:28 Gelesen: 74983# 1242 @  
Liebe Freunde,

schon ein Brief hätte mich sehr glücklich gemacht, aber deren 2, die schon damals aufeinander folgten, sind natürlich Spitze!



1. Brief der Firma Henner & Scheerer aus Ulm vom 02.11.1852 an Herrn Carl Freiherrn von Gienanth in Ludwigshafen am Rhein. Der Absender hätte von Ulm mit 9 Kr. frankieren müssen, da die Entfernung im Postverein über 20 Meilen betrug. Bei der Postaufgabe in Neu-Ulm aber genügten 6 Kreuzer, da es jetzt ein innerbayerischer Brief über 12 Meilen bzw. in die Pfalz wurde.

Am 04.12.1852 kam er in Ludwigshafen an und wurde ausgetragen.



2. Brief derselben Firma, jetzt vom 24.12.1852 an denselben Empfänger unter denselben Voraussetzungen. Am 26.12.1852 kam er an und wieder hatte sich die Absenderfirma 3 Kreuzer gespart durch die Nutzung der Donaubrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm.

Ulmer Briefe nach Bayern von Neu-Ulm aus sind nicht selten; Briefe aus Ulm in die Pfalz gibt es wenige und in der Regel wurden diese postvereinskonform mit 9 Kr. frankiert. Hier (Württemberg war erst am 01.09.1851 zum DÖPV dazu gestoßen) wusste man aber um die Besonderheit der günstigen Beförderung und machte sich dieses Wissen zunutze.

LG von bayern klassisch
 
evwezel Am: 17.04.2026 17:23:17 Gelesen: 67387# 1243 @  
Liebe Sammelfreunde,

ich zeige Euch hier einen Geschäftsbrief, der am 22. Februar 1916 von Hamburg nach New York verschickt wurde:




Die Firmenlochung „SRS“ gehört zu „Siegmund Robinow & Sohn” (SRS-1-01) [1]. Auf der Rückseite des Briefumschlags sehen wir einen Zensurstempel mit dem Text “Prüfungsstelle Hamburg des IX. Armeekorps”. Karl-Heinz Riemer sagt dazu [2]:

<< Hamburg, Freie und Hansestadt, Stadtstaat an der Elbe mit Deutschlands größtern Seehafen, war der Sitz sämtlicher Staatsbehörden, einer preußischen Gesandtschaft und vieler Generalkonsulate. Hier war eine Oberpostdirektion und ein Bezirkskommando. Hamburg gehörte in den Bereich des IX. Armeekorps Altona. Bei dem regen Postaufkommen war hier eine Überwachungsstelle für den Auslandspostverkehr eingerichtet, es war eine der größten dieser Art und überwachte die aus- und eingehende Post nach Skandinavien und auch die Sendungen, die über diese neutralen Staaten nach Deutschland kamen. Es entstehen dadurch auch Doppelzensuren. Neben dieser Prüfstelle für Auslandspost gab es hier noch eine Prüfungsstelle für Geschäftspost von hier ansässigen, vertrauenswürdigen Firmen. Interessant ist auch der Anfang des Arbeitens der Prüfstelle, da keine diesbezüglichen Vorbereitungen getroffen waren und das Improvisieren über die größten Schwierigkeiten hinweghelfen mußten. Im Ganzen gesehen ist es erstaunlich, daß diese große Prüfstelle mit einer so geringen Art von entsprechenden Stempeln auskam.>>

[1] Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Siegmund_Robinow und https://digitalisate.sub.uni-hamburg.de/recherche/detail?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=3512&tx_dlf%5Bpage%5D=34&tx_dlf_navigation%5Baction%5D=main&tx_dlf_navigation%5Bcontroller%5D=Navigation&cHash=de46d2ccd3a2762e50a3a6633b7e4d67
[2] Karl-Heinz Riemer. Die Postüberwachung im Deutschen Reich durch Postüberwachungsstellen 1914-1918, Seite 111 – 112.

Viele Grüße

Emiel
 
Perfin Fan Am: 23.04.2026 11:25:37 Gelesen: 66299# 1244 @  
So, jetzt hab ich auch mal ein löchriges Anliegen:

Bitte um Hilfe bei der Bestimmung dieser Lochung.

Stempel "...SBURG 1"


 
DERMZ Am: 23.04.2026 12:35:43 Gelesen: 66285# 1245 @  
@ Perfin Fan [#1244]

Hallo

mir fällt da spontan "DUISBURG" ein ... vergeliche doch mit Stempel https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/054090

Viele Grüße Olaf
 
Perfin Fan Am: 23.04.2026 13:11:25 Gelesen: 66265# 1246 @  
@ DERMZ [#1245]

Das war natürlich das Erste, was ich gemacht habe - alle "sburg" mit der PDF-Suche im Katalog zu lokalisieren und die Bilder zu vergleichen. Leider ohne Erfolg.
 
bayern klassisch Am: 23.04.2026 16:32:50 Gelesen: 69831# 1247 @  
Liebe Freunde,

bei diesem Brief aus Rom vom 1.3.185? brauche ich etwas Hilfe.



Der Brief nach München ist mit 3 mal 8 und 1 mal 2 Baiocchi frankiert, in toto also 26 Baiocchi.

Daher scheint es mir ein Doppelbrief für den Kirchenstaat zu sein, der 10 Baiocchi bis zur kirchenstaatlichen Grenze zu Österreich kostete. Verbleiben 16 Baiocchi.

Siegelseitig sehen wir 10/16. Diese kann ich nicht zuordnen und kenne auch nicht die passende Währung dazu (Baiocchi, rheinische Kreuzer, Conventionskreuzer oder schon ab 1.11.1858 Neukreuzer?).

Empfänger war Herr Baron von Riederer, "Chambellan" = Kämmerer seiner königlichen Hoheit, des Königs von Bayern.

Es versteht sich von selbst, dass selbst 1/2 Stunden permanenten Googlens kein Ergebnis hinsichtlich des Empfängers ergab. Wer da besser ist (ca. 8. Milliarden Menschen schätze ich mal), darf mir gerne sagen, welcher genau damals Kämmerer war.

LG von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 23.04.2026 19:29:12 Gelesen: 69765# 1248 @  
@ bayern klassisch [#1247]

Hallo Ralph,

das ist das einzige was ich zu einem passenden Baron von Riederer finde.

Eduard Friedrich Robert, Freiherr von Riederer

https://www.geni.com/people/Eduard-Riederer-Freiherr-von-Paar-zu-Sch%C3%B6nau/6000000047102935832

Das hier liest sich zu den Kämmerern sehr spannend.

https://ordensmuseum.de/bayerische-kammerherrenschluessel/

Gruß Rainer
 
bayern klassisch Am: 23.04.2026 19:32:18 Gelesen: 69763# 1249 @  
@ Gernesammler [#1248]

Hallo Rainer,

klasse - danke dir!

Zu dem Gebührenbaum hinten (wenn es keiner besser weiß), glaube ich, dass man in Rom 10 Baiocchi für den Kirchenstaat angeschrieben hat und 16 Baiocchi als Weiterfranko für Österreich notierte. Brief über 6-12 Denari (7,1g bis 14,2g).

Aber alles cum grano salis.

LG,
Ralph
 
bignell Am: 23.04.2026 23:02:46 Gelesen: 69664# 1250 @  
@ bayern klassisch [#1249]

Lieber Ralph,

kann leider wenig dazu beitragen, aber vielleicht hilft die Notiz in diesem Attest weiter (wobei ich nicht weiss ob der Brief dieselbe Route genommen hat):




Übersetzt etwa:
Kirchenstaat: direkte Korrespondenz mit den deutschen Staaten
8.10.1866, Briefumschlag von Rom nach Lindau (Bayern), frankiert mit 11 Baj. mit 3 Baj. chromgelb + 8 Baj. weiß, jeweils gestempelt mit dem stummen Rautenstempel, mit dem Doppelkreis "ROMA 8 OTT 66" auf der Seite, dem quadratischen Stempel "PD" und dem doppelten roten französischen Einkreis (über Land) "AUTRICHE 2 ERQUELINES 2 12 OKT 66". Rückseitiger Ankunftsstempel von Lindau vom 15. Oktober. Einfaches Porto frei Bestimmungsort (Französische Vermittlungsgebühr) bis 10 Gramm (Französisch-Päpstliche Konvention vom 1. Oktober 1853 / Währungsumrechnung von 1866).
Sassone-Nr. 4A, 9
Brief mit originalen Briefmarken und Stempeln.

Liebe Grüße,
harald
 
bayern klassisch Am: 23.04.2026 23:15:07 Gelesen: 69659# 1251 @  
@ bignell [#1250]

Lieber Harald,

danke für das Zeigen und Transkrbieren deines interessanten Briefes - die Leitung über Frankreich hatte vertraglich gänzlich andere Gebühren nach sich gezogen, als bei meinem Brief über Österreich, daher leider nicht vergleichbar.

Ich vermute bei meinem (im 2. Gewicht über 6 Denari bis 12 Denari = 7,1-14,2g) 2 mal 5 Baiocchi für den Kirchenstaat bis Ferrara und dann 2 mal 8 Baiocchi (= 2 mal 9 Kreuzer Conventionsmünze) für Österreich. Für Bayern nichts, eh klar.

Schönes WE und liebe Grüße,
Ralph
 
DERMZ Am: 24.04.2026 02:35:17 Gelesen: 66047# 1252 @  
@ Perfin Fan [#1246]

Guten Morgen,

ich bezog mich auf den Poststempel, den ich "DUISBURG 1" zuordne, das "D" im Perfin würde dazu wunderbar passen, doch wofür das "E" steht, kann ich als Laie nicht sagen. Wie gesagt, ich vermute nur.

Viele Grüße Olaf
 
Perfin Fan Am: 24.04.2026 08:25:15 Gelesen: 66013# 1253 @  
@ DERMZ [#1252]

Da hab ich mich wahrscheinlich missverständlich ausgedrückt.

Als Erstes hab ich mir alle bekannten Stempel bei stampX rausgesucht, die es mit "sburg 1" prinzipiell gibt. Da waren zum Teil Orte dabei, von denen ich noch nie gehört hatte - z. B. Rendsburg. Diese hab ich dann jeweils im Katalog-PDF in die Suche eingegeben (weit über 300 Ergebnisse) und die Treffer bei den Verwendungsorten alle einzeln mit dem Lochungsbild verglichen. Kein Erfolg!

Und auch die Suche nach der Anzahl der Löcher oder der Höhe (ebenfalls möglich) half leider nicht weiter.
 

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