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Thema: Vorausentwertungen Deutschland
Das Thema hat 255 Beiträge:
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mausbach1 (RIP) Am: 05.11.2019 10:31:53 Gelesen: 150946# 181 @  
Hier der berühmte "Ohrring"


 
Journalist Am: 02.12.2019 14:30:20 Gelesen: 149802# 182 @  
@ Pete [#177]

Hallo an alle,

nach längerer Übergangszeit von der klassischen Vorausentwertung der Deutschen Post ab dem 19. Januar 1979, wurde ja parallel dazu ab dem 1. Januar 2014 ein neues alternatives "Digitales Druckverfahren" eingeführt. Nun wurden in den letzten Monaten allen bisherigen Besitzern dieser klassischen Maschinen die Verträge gekündigt und nun ist nur noch das neue Verfahren zulässig.

Selbst die Firma Sieger musste sich diesen Maßnahmen beugen siehe der Beitrag von Thomas

@ DL8AAM [#178]

Man hat Sieger hier eine Ausnahme in Form eines zusätzlichen rechts angebrachten Einkreisstempels mit Datumsangabe, PLZ 73545 und der Ortsangabe Lorch, Württ zugestanden. Die zusätzliche Angabe 151 enthält auch keine wirkliche Information, sondern soll nur pseudomäßig den Eindruck erwecken, das es sich um die bisherige Maschine handeln würde, es ist aber eine Tintenstrahlentwertung.



Will jemand nach den alten Vorgaben einliefern, so sollen diese Sendungen nicht bearbeitet werden !

Eventuell erst nach einer Klärung mit den verantwortlichen Stellen könnte eventuell die schon hergestellte Mail noch eingeliefert werden können, spätestens beim nächsten Mal aber würde die Sendungen nicht mehr befördert werden, da sie den neuen Anweisungen widersprechen.

Soweit erste Details zu dieser Änderung - viele Grüße

Jürgen
 
Journalist Am: 04.12.2019 19:42:45 Gelesen: 149754# 183 @  
@ Journalist [#182]

Hallo an alle,

hier noch ein Zwitter aus den letzten Jahren, der vorgibt, eine Absenderstempelung zu sein, in Wirklichkeit aber nur so aussieht, denn es handelt sich zum einen um eine Tintenstrahlentwertung, zum anderen, wird hier ein Zweikreisstempel gezeigt, dies entspricht ja auch nicht den Vorgaben:



Selbst diese Form der Entwertung dürfte nach den aktuellen Bestimmungen, nun nicht mehr vorkommen oder kann hier jemand doch noch so etwas mit Datum 10-2019 oder später zeigen ?

Wer kann den hier überhaupt solche Belege aus dem Jahr 2019 noch zeigen ?

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 06.01.2020 11:08:58 Gelesen: 148200# 184 @  
@ Journalist [#183]

Hallo an alle,

ich möchte nun im folgenden bezüglich der Absenderstempelung (oft auch als Vorausentwertung bekannt) anhand eines bezüglich der Kundendaten zensierten Kündigungsschreibens das endgültige Aus dieser Freimachung dokumentieren:



Wie man diesem Schreiben entnehmen kann ist zum 1. Januar 2020 die klassische Vorausentwertung tot.

Nun gibt es nur noch die sogenannte neue Vorausentwertung im digitalen Druckverfahren.

Hier wurden ja schon weiter oben diverse Entwertungen vorgestellt. Auch die im letzten Beitrag gezeigten "Zwitter" in Form einer Tintenstrahlentwertung, die vorgibt, es sein eine klassische Stempelmaschine für Absenderstempelung, sind nun nicht mehr zugelassen oder werden selbst als Kulanz nicht mehr akzeptiert.

Laut Informationen von entsprechenden Kunden müssen hier genaue Vorgaben eingehalten werden, ist dies nicht der Fall bleibt alles liegen und wird auch nicht aus Kulanz durchgewunken.

Dies gilt selbst für die Firma Sieger, die diese ja oft und regelmäßig nutzt. Sie mussten sich auch den neuen Bestimmungen beugen, man hat hier aber scheinbar zumindest teilweise ein Auge zugedrückt und erlaubt, das die Firma Sieger neben der Frankierwelle noch zusätzlich einen Einkreisstempel mit Ortsangabe, Datum und scheinbarer alter Kennung aufspritzen darf. Dieser Zusatzstempel erfüllt aber keine postalischen Vorgaben, siehe folgender Scan:



Wer kann denn hier überhaupt noch tatsächliche klassische Vorausentwertungen mit einer richtigen Maschine (keine Tintenstrahlentwertung) zeigen ? - und wenn ja aus welchen Jahr ?

Hintergrund dieser Frage ist auch, die Funktionsfähigkeit der "klassischen" Maschinen, da hier die entsprechenden Firmen ja schon vor etlichen Jahren die Ersatzteilversorgung eingestellt hatten.

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 28.06.2020 08:39:33 Gelesen: 140977# 185 @  
Hallo an alle,

beim Sortieren habe ich den folgenden Dialogpostbrief gefunden:



Besonders interessant ist aus meiner Sicht der Stempel, den dies ist meines Erachtens der erste oder mir zumindest einzig bekannte klassische Vorausentwerter, der statt "Entgelt bezahlt" "Dialogpost" als Angabe hat:



oder kennt jemand weitere Vorausentwerter (keine Tintenstrahldrucke) mit dieser Angabe "Dialogpost" ?

Viele Grüße Jürgen
 
Heinz 1 Am: 29.06.2020 16:57:35 Gelesen: 140943# 186 @  
Hallo Jürgen,

die Maschine steht bei einer Mailingfirma. Diese stempelt und versendet für mehrere Firmen schon seit 1983 mit Absenderstempel. Aber welche Firma dahintersteckt, kann ich Dir auch nicht sagen.

Gruß Heinz
 
DL8AAM Am: 06.06.2021 18:43:22 Gelesen: 121332# 187 @  
@ Journalist [#184]

Hi Jürgen,

... und wird auch nicht aus Kulanz durchgewunken. Dies gilt selbst für die Firma Sieger, die diese ja oft und regelmäßig nutzt. Sie mussten sich auch den neuen Bestimmungen beugen, man hat hier aber scheinbar zumindest teilweise ein Auge zugedrückt und erlaubt, das die Firma Sieger neben der Frankierwelle noch zusätzlich einen Einkreisstempel mit Ortsangabe, Datum und scheinbarer alter Kennung aufspritzen darf. Dieser Zusatzstempel erfüllt aber keine postalischen Vorgaben.

scheinbar haben die neuen Regeln nun auf Durchgriff bis zum Sieger ;-) Wie es aussieht ist die letzte Kullanz auch hier ausgelaufen. Die Briefmarkenfrankatur für den Versand der aktuellen SIEGER Post (Ausgabe Nr. 427/2021) ist nun "nur" noch durch die DIALOGPOST-Welle vorausentwertet worden. Der Zusatz eines datierbare Kreisstempels ist weggefallen, d.h. Sieger verwendet jetzt auch nur noch die ganz reguläre Vorausentwertung "von der Stange", wie jeder andere Kunde. ;-)



Geräte- bzw. "Vertragsnummer" 1A00012701; Mai 2021.

Beste Grüße
Thomas
 
bovi11 Am: 06.06.2021 18:57:11 Gelesen: 121325# 188 @  
Eine lange Zeit unerkannt gebliebene Variante der Vorausentwertung lieferte die Mannheimer Filiale der Firma Siemens. Im Dezember 1948 versah sie ausgehende Post zwar mit ihrem Absenderfreistempel, klebte die Notopfermarke jedoch erst nachträglich auf. Die firmeneigene Entwertung bestand aus einem waagerechten roten Strich quer über die Marke.

Notopfer Nr. 1 W - Vorausentwertung der Firma Siemens - gestempelt MANNHEIM - 9.12.48


 
bovi11 Am: 06.06.2021 18:59:25 Gelesen: 121324# 189 @  
Notopfer Nr. 6 Z Vorausentwertung der Firma Friedrich Kruse - gestempelt HANNOVER - 30.1.51



Und hier noch ein Briefstück mit der Kruse Vorausentwertung:


 
GSFreak Am: 07.06.2021 17:03:00 Gelesen: 121275# 190 @  
Hallo zusammen,

ich habe die beiden Belege der Stadtverwaltung Köln aus dem Jahr 1949 bereits einmal im Thema "Mischfrankatur" Absenderfreistempel + Briefmarke gezeigt [#233].

Vermutlich zu Werbezwecken - so kann ich mir vorstellen - ist die Poststelle der Stadt Köln angewiesen worden, zusätzlich zum Absenderfreistempel "KÖLN - Krone der Städte" eine Briefmarke aus der Serie "700 Jahre Kölner Dom" beizukleben (Mi.-Nr. 69-72), die dann vom Absenderfreistempel entwertet wird. Also eine Vorausentwertung. In der Summe ist die "Mischfrankatur" jedenfalls portogerecht.

Kennt jemand von den philaseiten-Lesern solch eine entsprechende Anweisung? Über welchen Zeitraum fand diese "Mischfrankatur" statt? Wer kann noch weitere Belege zeigen?



Beste Grüße
Ulrich
 
Heinz 1 Am: 07.06.2021 18:23:17 Gelesen: 121258# 191 @  
Hallo Ulrich,

grundsätzlich waren Mischfrankaturen mit Absenderfreistempel (AFST) und Briefmarken nicht zugelassen. Aber Sie wurden stillschweigend in der Regel akzeptiert. Solche Mischfrankaturen gab es schon im Deutschen Reich und findet man heute noch.



Sicher gibt es von Sammlern gemachte Belege besonders wenn diese auf Briefmarkenmessen oder Ausstellungen hinweisen. In den meisten Fällen aber kommen diese als Absender bei Behörden, Ämter, Stadtverwaltungen usw. vor. Bei Anfragen an solche Behörden wurde manchmal das Rückporto in Briefmarken beigelegt oder sogar einen Adressierten und frankierten Rückumschlag beigelegt. Da aber die Briefe in der Regel mit anderen zur Poststelle der z.B. der Stadtverwaltung gegeben wurden, ist dort alles durch die AFST-Maschine gelaufen.

Neben Nullstellungen der Wertziffern gibt es aber auch manchmal das doppelte Porto, wenn die Poststelle die Frankierung mit Briefmarken nicht gesehen hat. Auch Auffrankierungen gibt es, wenn das verklebte Porto nicht gereicht hat.

Heinz
 
GSFreak Am: 07.06.2021 19:39:15 Gelesen: 121242# 192 @  
@ Heinz 1 [#191]

Hallo Heinz,

danke für Deine Ausführungen. Meine Frage in [#190] bezieht sich jedoch ausschließlich auf Mischfrankatur Absenderfreistempel der Stadt Köln mit Mi.-Nr. 69-72.

Beste Grüße
Ulrich
 
GSFreak Am: 08.06.2021 12:36:23 Gelesen: 121218# 193 @  
@ GSFreak [#190]
@ GSFreak [#192]

Hallo zusammen,

in diesem Zusammenhang beschäftigen mich noch weitere Fragen:

Wollte die Stadt Köln durch den Kauf und die Verwendung den Marken den Dombauverein unterstützen (an diesen ging der Reinerlös aus den Zuschlägen) oder hat die Stadt die Marken zum Nominalwert erhalten und musste den Zuschlag gar nicht bezahlen?

Beste Grüße
Ulrich
 
al-lu Am: 12.06.2021 20:20:45 Gelesen: 121025# 194 @  
@ Journalist [#185]

Hallo Jürgen,

zu Deinem Aufruf ein Beleg des Philatelisten Clubs Straubing.



Beste Grüße
Albrecht
 
bedaposablu Am: 20.07.2021 17:58:29 Gelesen: 118066# 195 @  
Hallo miteinander,

heute hier in diesem Thread ergänzend noch zwei Vorausentwertungen, die ich hier noch nicht gesehen habe.



Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
bedaposablu Am: 29.07.2021 17:11:11 Gelesen: 117263# 196 @  
@ bedaposablu [#195]

Heute von mir noch ein weiterer Stempel von der Stiftung Warentest:



STUTTGART / 303 / 70173 mit Datum 00.01.2004 hier normgerecht!

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
bedaposablu Am: 30.07.2021 21:04:07 Gelesen: 117148# 197 @  
Heute:



Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Journalist Am: 15.09.2021 09:36:49 Gelesen: 114224# 198 @  
Hallo an alle,

ich möchte heute hier eine Postkarte mit nicht alltäglicher Vorausentwertung zeigen:



Zum einen wurde hier blaue Stempelfarbe genutzt und das schon im Jahr 2007. :-)

Aber auch der Stempel selbst entspricht nicht den Vorgaben, statt eines Einkreisstempels erkennt man hier einen Zweikreisstempel und die normalerweise vorgeschriebene Kennung der Maschine fehlt auch.

Viele Grüße Jürgen
 
Nordluchs Am: 07.10.2021 15:03:41 Gelesen: 113181# 199 @  
@ Journalist [#198]

Hallo zusammen,
hallo Jürgen.

Das passt ja wunderbar. Ein lang vermisster Beleg einer Vorausentwertung hat sich wieder eingefunden. Vor fast 20 Jahren war die Stempelfarbe blau recht ungewöhnlich. Aber die Firma Lindner Falzlosgesellschaft aus 72355 Schömberg hat mit ihrer Vorausentwertung (101 Postalia) ebenfalls in blauer Farbe, somit wesentlich früher (2002) eine Aussendung gemacht.



Über die Gründe kann man nur spekulieren. Zufall, Absicht? Aber sehr weitsichtig!

Viele Grüße
Hajo
 
al-lu Am: 31.05.2022 13:25:30 Gelesen: 97635# 200 @  
@ Journalist [#167]

Hallo Jürgen,

hier weitere Beispiele für DIALOGPOST-Vorausentwertungen mit der Frankierwelle. Beim ersten Beleg vom Absender ifu wurde sogar ein Handstempel eingesetzt.




Viele Grüße
Albrecht
 
Araneus Am: 23.06.2022 11:56:12 Gelesen: 95662# 201 @  
Die Firma GARPA Garten & Park Einrichtungen GmbH aus 21039 Escheburg bei Hamburg ist philatelistisch bekannt durch seine vorausentwerteten Ganzsachen, von denen ja hier im Forum schon diverse vorgestellt worden sind (z.B. Beiträge #34 und #38 auf der Seite „Bund Privatganzsachen“ [1], auch auf der Seite „Bund Dauerserie Blumen“ [2] finden sich einige Beispiele). Die Vorausentwertungen werden hier bei der Herstellung der Ganzsachen mit gedruckt. Seit einiger Zeit wird dabei für die Produktbezeichnung „DIALOGPOST“ die Schrift Delivery verwendet.

Die neueste Ausgabe dieser Privatganzsachen zeigt zwei Neuerungen.



Zum einen wird hier die Vorausentwertung nicht in schwarzer Farbe aufgedruckt, wie es bisher üblich war, sondern in einer lilagrauen Farbe. Hier erfolgt anscheinend eine Anpassung an die blaue Stempelfarbe der Deutschen Post.

Zum anderen weist die Vorausentwertung eine Gerätenummer auf (hier: 1A00001098), was bei den GARPA-Ganzsachen bisher nicht der Fall war.

Schöne Grüße
Franz-Josef

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=292044#M38
[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=180921#newmsg
 
Journalist Am: 18.07.2022 14:36:09 Gelesen: 93720# 202 @  
@ Araneus [#201]

Hallo Franz-Josef und an alle,

bezüglich einer gedruckten Vorausentwertung mit 10-stelliger Kennung gibt es nun einen weiteren Fall:



Es handelt sich hier um einen Finanzdienstleister, der regelmäßig eine kleine Infozeitschrift zu aktuellen Themen rund um die Geldanlage verschickt.

Zwar war die Vorausentwertung hier auch vorher schon blau (muss ich zu Vergleichszwecken noch mal suchen), neu ist aber auch hier nun unter der Frankierwelle und über dem Wort Dialogpost die 10-stellige Hexadezimalkennung.

Da diese identisch mit dem Fall von Garpa ist, gehe ich derzeit davon aus, das es sich hier um die Kennung der Druckerei handelt, die diese Umschläge herstellt. Im vom mir gezeigten Fall handelt es sich um Otto Theobald aus der Nähe von Bremen.

Wer kann hier weitere solcher Plusbriefe (bzw. Ausschnitte) mit so einer ergänzenden 10-stelligen Kennung zeigen ?

Viele Grüße Jürgen
 
DL8AAM Am: 28.03.2023 22:01:43 Gelesen: 73931# 203 @  
@ Journalist [#202]

Und eine Nummer höher, ich kann nun die Nummer 1A00001099 anbieten:



Ganzsache im Format DIN C6/5 mit Fenster zu 33 Cent (Welt der Briefe: "Briefberge"), mit privatem Zudruck für den Absender "dr. gawlitta (BDU) Gesellschaft für Personalberatung mbH" aus 53225 Bonn; März 2023.

Vorausentwertet per eingedrucktem Absenderstempel mit der "Gerätenummer" 1A00001099. Nassklebender Umschlag mit GOGREEN-Zudruck auf der Klappe; Innendruck mit FSC-Logo und der (Auflagen-) Kennzeichnung 27.10.2022.



Laut DHL-App handelt es sich um ein "Postwertzeichen Plusbriefsache eingedruckt" (laufende Nummer 3031124), Druck: Bong GmbH.

Bei der Kennung 1A0001099 handelt es sich um eine Kennung der Deutschen Post selbst, heisst die DPAG hat diese Ganzsache bereits mit diesem neuen Absenderstempel (nun "mit Kennung") vorausentwertet verkauft.

Beste grüße
Thomas
 
Araneus Am: 28.03.2023 23:48:01 Gelesen: 73912# 204 @  
@ DL8AAM [#203]

die DPAG hat diese Ganzsache bereits mit diesem neuen Absenderstempel (nun "mit Kennung") vorausentwertet verkauft.

Ja, die Deutsche Post verkauft Plusbriefe für Dialogpost in ihrem Shop [1] und wirbt mit der Aussage: Die Dialogpost PLUSBRIEFE sind bereits gestempelt, das spart kostbare Zeit. Durch den undatierten Stempelaufdruck sind sie sogar zeitlich uneingeschränkt versandfertig.

Es sind also vorausentwertete Ganzsachen und fallen nicht in die Rubrik "Eigenausgaben". Diese Vorausentwertungsstempel sollte man aber nicht mit den Absenderstempeln gleichsetzen. Denn diese werden, wie der Name sagt, vom Absender auf Postwertzeichen aufgebracht. [2]

In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Post AG für die Absenderstempelung (AGB Absenderstempelung) heißt es dazu [3]:

Mit der Absenderstempelung haben Kundinnen und Kunden die Möglichkeit, DIALOGPOST-Sendungen mit Postwertzeichen (vom Bundesministerium für Finanzen herausgegebene Postwertzeichen mit dem Aufdruck „Deutschland“) zu frankieren und diese vor der Einlieferung mit einem besonderen Entwertedruck (…) nachhaltig zu entwerten.

Die zehnstellige Seriennummer ist spezifisch für den jeweiligen Vertragspartner. Trotz gleichem Muster sollte man zwischen den von der Deutschen Post aufgebrachten Vorausentwertungen und den von den Anwendern aufgebrachten Absenderstempeln unterscheiden.

Schöne Grüße
Franz-Josef

[1] https://shop.deutschepost.de/plusbrief-33-ct-dialogpost-din-c6-5-mit-fenster-200er-karton
[2] https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/A_a/absenderstempelung/dp-absenderstempelung-infoblatt-092021.pdf
[3] https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/A_a/absenderstempelung/dp-absenderstempelung-agb-092022.pdf
 
DL8AAM Am: 29.03.2023 16:01:07 Gelesen: 73860# 205 @  
@ Araneus [#204]

Hallo Franz-Josef,

das Problem haben wir bei der "modernen Deutschen Post" ja schon mehrfach beobachten müssen. Der "Post-Sprech" (um ein Orwell'sches Wort zu verwenden) wird a) selbst innerhalb des eigenen Hauses nicht konsequent gehandhabt - und b) kollidiert dieser Post-Sprech mit dem "gesunden Menschenverstand" bzw. der Umgangssprache - und dann verschärfend, c) mit unserer gewachsenen Fachsprache.

Die Post verwendet Absenderstempelung für alle vom absendenen Kunden vorausentwertet eingelieferte (Dialogpost-) Sendungen, unabhängig davon, wer die Vorausentwertung (egal wie) anbringt. Für die Post fallen ja sogar mit Briefmarken freigemachte Dialogpost-Sendungen, die vom posteigenen Frankierservice im Kundenauftrag (kostenpflichtig) entwertet werden, unter Vorausentwertungen und werden deshalb unter dem Sammeloberbegriff "Absenderstempel" zusammengefasst. Dialogpost-Sendungen dürfen ja bekanntlich mit Briefmarken frankiert werden, aber gemäß des Postregelwerks NUR wenn diese vor der Einlieferung absendergestempelt (= entwertet) sind, d.h. vorausentwertet sind.

Das "unschöne" an dem Postwort ist, dass die (dort) sogenannten "Absenderstempel" (Postsynonym für "unser" Wort Vorausentwertung)

- gedruckt bzw. getintenstrahlt (gibt es überhaupt noch regelkonform gestempelte Absenderstempel?),

- vom Absender oder im Absenderauftrag vom Lettershop oder

- von der Post selbst (hier vom Frankierservice)

auf die Briefmarken "gebracht" werden können. Es ist irgendwie einfach ein falschklingender "postalischer" Sammelbegriff.

Nein, Eigenausgaben sind es natürlich nicht, damit meinen "wir" ja eigentlich nur die "Privat(dienst-)ganzsachen" der Post.

Die zehnstellige Seriennummer ist spezifisch für den jeweiligen Vertragspartner. Trotz gleichem Muster sollte man zwischen den von der Deutschen Post aufgebrachten Vorausentwertungen und den von den Anwendern aufgebrachten Absenderstempeln unterscheiden.

Soweit wir bisher wissen, kennzeichnen die "Kundennummern" bzw. Genehmigungs- oder Vertragsnummern (wie heissen diese denn in "Echt" bzw. wie nennt die Post die?) 1A00001098 und 1A00001099 posteigene Vorausentwertungen. Die Frage, ob wir diese aber separat von den Kundennummern postfremder Vorausentwertern betrachten, benennen oder auflisten müssen, macht für mich keinen Sinn. Wir müssen diese Nummern (in der Gesamtauflistung aller 1A0-Kennungen) nur kennen und dort richtig einordnen bzw. bezeichnen.

Beste Grüße
Thomas
 

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