Thema: (?)(95/105/107) Ein schöner Rücken kann auch entzücken - die Rückseite der Briefmarke
volkimal Am: 26.02.2017 15:09:08 Gelesen: 39915# 1 @  
Hallo zusammen,

als Jugendgruppenleiter habe ich vor langer Zeit eine Sammlung "Rund um die Philatelie" zusammengestellt. Eines der vielen Themen war "Die Rückseite der Briefmarke". Ihr werdet vermutlich erstaunt sein, was es dort alles zu sehen gibt. Heute fange ich mit einem der bekanntesten Rückseitendrucke an:

Die Zählnummer bei Rollenmarken



Die Freimarken der Serie Unfallverhütung von 1971 sind die einzigen Rollenmarken, bei denen verschiedene Farben der Rollennummern vorkommen. Als ich die Sammlung zusammenstellte wurden die Farben schwarz, rot, grün und blau unterschieden. Als ich jetzt in den Katalog schaute, entdeckte ich die fünfte Farbe blaugrün.

Wer kann mir sagen, welche Farbe (grün oder blaugrün) die linke Marke hat? Bzw. noch besser - wer kann beide Farben einmal im Vergleich zeigen?

Ein großes Problem gab es mit dem Ablösen der Rollenmarken, da sich die Nummer auf dem Gummi befindet. Ich habe es damals so gemacht, dass ich die Marken für ein paar Sekunden in fast kochendes Wasser gelegt habe. Dadurch wurde der Gummi weich und ich konnte die Marken vom Papier abziehen. Die Rollennummer war natürlich nicht jedesmal unversehrt. Es war aber die Methode, mit der ich am besten klar kam.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 02.03.2017 18:25:54 Gelesen: 39831# 2 @  
Hallo zusammen,

damit ihr einen kleinen Überblick bekommt, was Euch bei diesem Thema alles erwartet:











Das ist noch lange nicht alles. Diese kleine Auswahl soll nur deutlich machen, wie vielseitig dieses Thema ist. Falls Ihr etwas auf der Markenrückseite entdeckt, zeigt es ruhig!

Viele Grüße
Volkmar
 
chuck193 Am: 02.03.2017 20:03:40 Gelesen: 39799# 3 @  
@ volkimal [#1]

Hi Volkmal,

Du hast um die Farbverschiedenheit gefragt, ich habe die mal für dich zusammengestellt und hoffe dies ist was Du haben wolltest.

Schöne Grüsse,
Chuck


 
volkimal Am: 02.03.2017 21:07:51 Gelesen: 39783# 4 @  
@ chuck193 [#3]

Hallo Chuck,

herzlichen Dank! Allerdings hilft mir Dein Bild nicht richtig weiter. Wenn ich zwei Marken habe, eine grüne und eine blaugrüne, kann ich das natürlich klar zuordnen. Allerdings ist der Übergang zwischen grün und blaugrün stufenlos. Bei meiner Rollenmarke ist ist die Rollennummer klar ein Grün mit einem gewissen Blauanteil. Welche Farbe es jetzt wirklich ist kann ich aber eigentlich nur mit einem Vergleichsstück eindeutig zuordnen.

Viele Grüße
Volkmar
 
chuck193 Am: 02.03.2017 21:46:59 Gelesen: 39767# 5 @  
@ volkimal [#4]

Hi Volkmal,

ich ging nur nach deinem Beispiel aus, links, die ganz linke Rückseite, rechts, die nebenstehende Rückseite. Hier mal die Prozente,

Links,r = 17% rechts, r = 30%
g = 52% g = 63%
b = 52% b = 65%

Ich hoffe es hilft weiter, wenn ich an meinem Rechner sässe, könnte ich dir auch blaugrüne Farben geben.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
merkuria Am: 02.03.2017 23:31:51 Gelesen: 39751# 6 @  
Die Rückseite von Briefmarken wurde zu Propagandazwecken von Mitgliedern des Widerstandes in der DDR auch gerne verwendet. Hier ein Zudruck auf der Hinterseite der Aufbrauchausgabe 5-Jahresplan 1954, Mi Nr. 436:



Der Text kam natürlich nur im Falle eines Ablösens des Wertzeichens zum Vorschein!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
Saguarojo Am: 03.03.2017 19:37:24 Gelesen: 39700# 7 @  
Hier mal ein exotisches und seltenes Stück:

Ein Bogen von Mexiko, Michel 330.

Bogen der 2 Centavos-Marke in gelb der Ausgabe von 1915 der sich von Mexiko getrennten und für unabhängig erklärten Regierung von Oaxaca. Diese Unabhängigkeit hatte keinen Bestand und wurde auch nicht anerkannt. Das Drucken von Marken war nicht sehr professionell. Es kommen sehr viele Plattenfehler und Besonderheiten vor, die einzeln kaum aufgelistet werden können. Aus Papiermangel wurden die Marken zu einem großen Teil auf die Rückseite von Postformularen gedruckt. Die Zähnung wurde mit Nähmaschinen hergestellt.

Das Markenmotiv ist das Tenochtitlan-Symbol, das Wappen von Mexiko, ein Adler mit einer Schlange im Schnabel der auf einem Kaktus sitzt. Die Markenrückseite zeigt auch ein solches Wappen.



Viele Grüße

Joachim
 
volkimal Am: 04.03.2017 13:12:10 Gelesen: 39658# 8 @  
@ merkuria [#6]
@ Saguarojo [#7]

Hallo Jacques und Joachim,

das sind wirklich Super-Beispiele zu diesem Thema. Den Fall aus der DDR kenne ich zwar kann ihn aber selber nicht zeigen. Von dem Druck auf Postformularen aus Oaxaca hatte ich noch nicht gehört. Vielen Dank fürs Zeigen.

Heute von mir ein Beispiel aus Schweden:



Im Häger: Lexikon der Philatelie heißt es dazu: "Schweden benutzte anstelle von Wasserzeichenpapier bei Michel Nr. 29 - 37 den rückseitigen Aufdruck eines blauen Posthorns."

Ein Wasserzeichen dient zum Erschweren beim Herstellen von Fälschungen zum Schaden der Post. Wieso ein blaues Posthorn den gleichen Zweck haben soll verstehe ich nicht. Wer es schafft die Vorderseite einer Briefmarke zu fälschen dürfte bei dem blauen Posthorn keinerlei Probleme haben. Ein Wasserzeichenpapier zu fälschen ist deutlich schwerer. Kennt jemand noch einen anderen Grund für das Posthorn? In meinem Michel steht nichts dazu.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 11.03.2017 17:45:33 Gelesen: 39603# 9 @  
Hallo zusammen,

es geht weiter mit der Dauerserie Queen Elisabeth aus Großbritannien:



In den 80er Jahren wurden einige Werte auf der Rückseite mit einem fünf- bzw. zehnzackigem Stern oder mit dem Buchstaben "D" bedruckt. Laut Michel ist dieser rückseitige Druck blau, nach dem Ablösen sieht er jedoch eher grün aus.

Aus welchen Grund die Rückseite der Marken bedruckt wurde ist im Michel nicht angegeben. Weiß jemand von Euch was zu diesem rückseitigen Druck geführt hat?

Viele Grüße
Volkmar
 
merkuria Am: 15.03.2017 09:11:57 Gelesen: 39547# 10 @  
Eine ganz besondere Druckunterlage für Briefmarken hält uns China bereit. Bei den kommunistischen Lokalpostausgaben für das Gebiet der Provinz Liaoning (innerhalb der früheren Mandschurei) finden wir Briefmarken, die wohl infolge Papiermangels auf der Rückseite von Kalenderbildern gedruckt wurden.



Hier drei Paare von Ausgaben aus 1947 (Yang Katalog Liberated Areas NE256a, NE272 und NE276), jeweils Briefmarken-Vorderseite und die Rückseite mit den ersichtlichen Kalenderbild-Ausschnitten.



Muster eines Kalenderblattes auf welchem nebenstehende Briefmarke rückseitig gedruckt wurde.

Eine wahrliche Herausforderung wäre es, eine Kalenderblatt-Rekonstruktion mit den passenden Briefmarken zu erstellen!

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
volkimal Am: 18.03.2017 13:41:59 Gelesen: 39484# 11 @  
@ merkuria [#10]

Hallo Jacques,

ein sehr schönes Beispiel - danke fürs Zeigen!

@ volkimal [#9]

Bisher hat keiner meine Frage nach den rückseitigen Aufdrucken aus Großbritannien beantwortet. Ich habe daher einmal Mr. Google zu Hilfe genommen und mit englischen Ausdrücken nach der Antwort gesucht. Auf der Seite http://www.gbstamps.com/machins/faq3.html wurde ich fündig.

Die Briefmarken mit dem Rückseitendruck stammen aus Markenheftchen, die von der Post verbilligt verkauft wurden. Mit dieser Maßnahme wollte man erreichen, dass mehr Briefmarken benutzt bzw. mehr Briefe verschickt wurden.

Auf der Seite ist ein Markenheftchen mit dem Heftchenblatt Michel 108 abgebildet. In dem Markenheftchen waren jeweils 10 Marken Nr. 864 zu 12 1/2 Pence und Nr. 901 zu 15 1/2 Pence. Das Heftchen enthält also Marken im Wert von 2,80 £ wurde aber zu 2,50 £ verkauft. Das war ein Preisnachlass von 30 Pence.
Um zu verhindern, dass diese verbilligten Markenheftchen zum vollen Preis weiterverkauft wurden, bekamen sie rückseitig den blauen Aufdruck.

Viele Grüße
Volkmar
 
laurentius Am: 22.03.2017 18:29:55 Gelesen: 39433# 12 @  
Hallo zusammen,

auch die Schweden drucken rückseitige Nummer auf Ihre Briefmarken. Diese sind aber wasserbeständiger als die deutschen Rollennummern.

Das bedeutet beim Ablösen geht die rückseitige Nummer nicht so leicht verloren.




Viele Sammlergrüße
Lars
 
laurentius Am: 22.03.2017 18:31:33 Gelesen: 39430# 13 @  
Und weiter geht es mit Automatenmarken aus Berlin:



Viele Sammlergrüße
Lars
 
volkimal Am: 25.03.2017 15:45:39 Gelesen: 39380# 14 @  
@ laurentius [#13]

Hallo Lars,

schön, dass Du auch etwas zu diesem Thema beiträgst - vielen Dank!

Ja, die Rollennummern gibt es in vielen Ländern. Damit will ich mich selbst noch zurückhalten.

In meinen letzten Beiträgen habe ich britische Briefmarken mit einem Stern bzw. D auf der Rückseite gezeigt. Der Grund war, dass die Biefmarken mit einem Rabatt verkauft wurden. Etwas Vergleichbares gibt es auch aus Brasilien:



Im Michel ist der Grund für die drei grünen Streifen nicht angegeben. Im Häger "Lexikon der Philatelie" heißt es dazu: "Nüchtern ist der Grund für drei grüne Striche auf der Rückseite einiger Wertsteufen auf den Dauerserien Brasiliens von 1941 - 1949. Es war eine Kennzeichnung derjenigen Marken, die in privaten Geschäften zum Verkauf gelangten und die von der Post mit geriongem Rabatt an die Inhaber abgegeben wurden."

Viele Grüße
Volkmar
 
Mondorff Am: 06.04.2017 18:54:14 Gelesen: 39273# 15 @  
Entzückende Vorläufer der Perfins.

Ein Blatt aus unserer Sammlung "Luxemburg – Lochungen in Marken und Ganzstücken"



In der Mitte:

Rückseitig, unter der Gummierung, angebrachte Schutzaufdrucke mit Werbung verschiedener Firmen aus England und Neuseeland.

Bei Interesse könnte ein zweites Blatt kleine Stempelchen aus der Schweiz behandeln.

Schönen Gruß
DiDi
 
volkimal Am: 09.04.2017 19:47:54 Gelesen: 39208# 16 @  
@ Mondorff [#15]

Hallo DiDi,

natürlich ist das zweite Blatt interessant. Vor allem, da ich nicht weiß, was für kleine Stempelchen aus der Schweiz du meinst. Bitte auf jeden Fall zeigen!

Bei meinen beiden letzten Beiträgen habe ich Rückseitenaufdrucke gezeigt, mit der Marken gekennzeichnet wurden, die verbilligt verkauft wurden. Heute das Gegenteil:



In Westungarn gab es 1921 verschiedene Briefmarken, die auf der Rückseite den Aufdruck "50% felár Fövezérség" tragen. Der Aufdruck weist darauf hin, dass die Marken mit 50% Aufschlag am Postschalter verkauft wurden.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 23.04.2017 08:04:17 Gelesen: 39069# 17 @  
Hallo zusammen,

auch in Ungarn gibt es einen entsprechenden Aufdruck:



Die Wohltätigkeitsausgabe von 1924 (Michel 380-382) zugunsten der Tuberkulosefürsorge und von 1925 (Michel 403-410) zugunsten des Sports haben auf der Rückseite einen fünfzeiligen Aufdruck. Er weist darauf hin, dass die Marken mit einem Zuschlag von 100% verkauft werden.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 30.04.2017 15:08:03 Gelesen: 39015# 18 @  
Hallo zusammen,

bei diesen Marken aus Nicaragua überlegte ich zunächst auch, ob es sich um einen Rabatt oder Zuschlag handelt.



Ein Blick in den Katalog belehrte mich aber eines besseren. Dort heißt es: Eisenbahnsteuermarken, die durch einen roten Aufdruck auf der Vorderseite "TIMBRE FISCAL / Vale 5 Cents" zunächst in Stempelmarken verwandelt, danach durch einen weiteren Aufdruck auf der Rückseite in Freimarken verwandelt wurden. Bei der zweiten Marke ist der rückseitige Aufdruck in der Höhe verrutscht.

Viele Grüße
Volkmar
 
henrique Am: 01.05.2017 12:31:39 Gelesen: 38964# 19 @  
PORTUGAL

Ausgabe von 1895 Sondermarkenserie zum 700. Geburtstag des heiligen Antonius von Padua



Alle Werte rückseitig mit einem lateinische Gebet in blauer Schrift

Euer Portugal-Fan
Henrique
 
henrique Am: 01.05.2017 12:36:46 Gelesen: 38962# 20 @  
Hallo,

leider haben die beiden Blätter schlechte SCAN-Qualität. Bitte beim Betrachten vergrößern.

Grüße
Henrique
 
volkimal Am: 01.05.2017 12:40:35 Gelesen: 38958# 21 @  
@ henrique [#19]

Hallo Henrique,

den ganzen Satz kann ich nicht zeigen, danke dass Du es getan hast. Von mir als Ergänzung eine Einzelmarke. Da kann man das Gebet besser erkennen:



Hier das Gebet: [I]"O lingua benedicta, quae Dominum semper benedixisti et alios benedicere docuisti : nunc perpiscue cernitur quanti meriti fueris apud Deum."/I]

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 25.05.2017 16:22:33 Gelesen: 38730# 22 @  
Hallo zusammen,

damit es nicht immer nur die rückseitigen Aufdrucke sind. Hier zwischendurch einmal etwas anderes:

Der Abklatsch



Ein Abklatsch kann auf zwei Arten entstehen:

1) Der Abklatsch entsteht bei einem Leerlauf der Druckmaschine. Dadurch wird das Markenbild nicht auf das Papier sondern auf den Druckkörper z.B. die Gegenwalze gedruckt. Wenn dann wieder Papier eingelegt wird, so entsteht auf der Rückseite ein spiegelverkehrtes Bild der Marke.

2) Werden druckfrische Bögen aufeinander gelegt, so kann ebenfalls ein Abklatsch entstehen. Dieser ist aber in der Regel nicht so klar, wie beim ersten Fall.

Bei einfarbgen Marken sieht man beim Abklatsch das gesamte Markenbild. Es kann aber auch sein, dass nur eine Markenfarbe oder ein Aufdruck als Abklatsch erscheinen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 04.06.2017 16:37:54 Gelesen: 38638# 23 @  
Hallo zusammen,

heute zwei Beispiele von mehrfarbigen Marken, bei denen jeweils nur eine der Farben beim Abklatsch auftaucht:



Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 08.07.2017 12:25:15 Gelesen: 38318# 24 @  
Hallo zusammen,

heute noch einmal zwei Abklatsche:



In beiden Fällen ist der Abklatsch nicht sehr klar. Bei der rechten Marke ist nur ein kleiner Teil des Markenbildes zu sehen. Vermutlich ist der Abklatsch dadurch entstanden, dass die druckfrischen Bögen übereinander lagen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 21.07.2017 11:56:21 Gelesen: 38172# 25 @  
Hallo zusammen,

diese Briefmarke habe ich vor langer Zeit für 10 Pfg. einer Rundsendung entnommen. Alle Marken des Heftes waren einwandfrei erhalten nur diese Marke nicht. Ich gehe davon aus, dass irgendwer das hässliche Exemplar loswerden wollte und die Marke ausgetauscht hat.



Die große Frage: Was ist die Vorder- und was ist die Rückseite? Es handelt sich um einen Doppeldruck auf der Gummiseite. Zusätzlich sind auf der anderen Seite ein Abklatsch und ein normaler Abdruck (schräg) des Markenbildes. Beim Abklatsch ist das "R" spiegelverkehrt, beim schrägen Druck steht es normal.

So etwas fällt natürlich klar unter den Begriff Makulatur und sollte gar nicht in Sammlerhände gelangen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 17.08.2017 21:33:37 Gelesen: 37864# 26 @  
Hallo zusammen,

diese dänische Briefmarke hat einem interessanten Stempelabdruck auf der Rückseite: „Bitte melden Sie (?) beringte – wilde Vögel - Mitteilung an P. Skovgaard Viborg Danmark“.



Vermutlich hat Peter Skovgaard diesen Stempel auf die Rückseite von Briefmarken abgeschlagen bevor er sie auf seine zahlreiche Korrespondenz klebte. Leider ist das Datum des Stempels nicht zu erkennen. Peter Skovgaard hat eine Briefmarke verwendet, die 1895 erschien und bis 1926 gültig war.

Kennt einer von Euch den Stempel auf der Rückseite und kann mehr dazu sagen?

Weitere Informationen über Peter Skovgaard und das Beringen in Vögeln in Viborg findet Ihr hier: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=159691

Viele Grüße
Volkmar
 
Koban Am: 17.08.2017 22:50:02 Gelesen: 37849# 27 @  
@ volkimal [#26]

Nun erschliesst sich mir endlich dieser französischsprachige Aufdruck auf einer schwedischen Marke.



Danke und Gruß,
Koban
 
volkimal Am: 17.08.2017 23:31:53 Gelesen: 37833# 28 @  
@ Koban [#27]

Hallo Koban,

eine interessante Ergänzung. Deine Marke widerlegt meine Vermutung, dass Peter Skovgaard die Stempel auf die Rückseite der Marken angebracht hat, bevor er diese verschickt hat. Wenn ich es richtig sehe ist Deine Marke 1895 gestempelt. Peter Skovgaard kam aber erst 1913 nach Viborg. Demnach muss er die Marken nachträglich mit dem Stempel versehen haben. Wie sie dann in Umlauf gekommen sind weiß ich natürlich nicht.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 11.09.2017 17:41:52 Gelesen: 37593# 29 @  
Hallo zusammen,

es gibt eine Reihe von Briefmarken, bei denen auf der Rückseite eine Erklärung zum Markenbild vorhanden ist. Hier das erste Beispiel aus Gibraltar:



Wie man lesen kann, kommt die "Winged Asparagus Pea" zu Deutsch Spargelerbse in Gibraltar ziemlich selten vor. Sie blüht zwischen März und Mai.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 25.09.2017 19:09:46 Gelesen: 37440# 30 @  
Hallo zusammen,

hier ein Beispiel aus Portugal aus dem Jahr 1971 (Michel Nr. 1123):



Ende der 60-er bzw. Anfang der 70-er Jahre gab es in Portugal eine Reihe von Briefmarken mit einem rückseitigen Aufdruck. In drei Sprachen (Portugiesisch, Französisch und Englisch) ist dort eine Erklärung des Markenbildes.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 30.09.2017 18:07:08 Gelesen: 37362# 31 @  
Hallo zusammen,

dieser komplette Bogen aus Lettland mit einer Generalstabskarte auf der Rückseite lag in einem alten Buch:



Es handelt sich um die Karte des westlichen Russlands N14 mit dem Gebiet um Slok. Es ist ein Ort am Rigaischen Meerbusen.

Heute hat Slok den Namen Sloka und ist Ortsteil von Jūrmala.





Kann mir einer von Euch sagen, wie hoch so ein Bogen gehandelt wird? Falls Interesse besteht könnt ihr den Bogen erwerben.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 07.10.2017 10:32:09 Gelesen: 37255# 32 @  
Hallo zusammen,

schade, dass keiner von euch Informationen zum kompletten Bogen aus Lettland im letzten Beitrag hat.

Ich mache daher weiter mit den Briefmarken aus Portugal.



Auch auf Rückseite der Ausgabe zum 500 Geburtstag von Vasco da Gama aus dem Jahre 1969 ist eine Erklärung zum Markenbild in drei Sprachen.

Viele Grüße
Volkmar
 
hopfen Am: 07.10.2017 20:54:03 Gelesen: 37231# 33 @  
Ob das hier wohl stimmt mit dem Entzücken:



Berlin Mi.-Nr. 472:

1. Reihe Vorderseite gestempelter Marken besonders bei der Linken ganz stark,
2. Reihe Rückseite gestempelter (anderer) Marken
3. Reihe 2x vom gleichen Oberrand postfrisch (etwas schwach)

Bei den gestempelten Marken könnte man meinen, dass dies vom Abweichen kommt - doch auch bei den postfrischen Marken erscheint rückseitig dieser Farbkranz!

Mit phil. Gruß
Horst
 
volkimal Am: 21.10.2017 15:49:04 Gelesen: 37026# 34 @  
@ hopfen [#33]

Hallo Horst,

das ist mir auch schon aufgefallen, dass die goldene Farbe gelegentlich durchschlägt. Schlimmer ist es natürlich, wenn die Farbe auf der Vorderseite sichtbar verläuft. Hier zwei Beispiele von mir:



Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 31.10.2017 14:21:37 Gelesen: 36809# 35 @  
Hallo zusammen,

neben den Erklärungen [#30] bzw. [#32] gab es in Portugal zwischen 1972 und 1977 auf der Rückseite von Freimarken eine Schutzaufdruck:



Mit einer grauen Farbe wurde die Abkürzung CTT und die Jahreszahl vielfach aufgedruckt. CTT = "Correios, Telégrafos e Telefones". Es ist die übliche Abkürzung für die portugiesische Staatspost.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 13.11.2017 12:54:14 Gelesen: 36605# 36 @  
Hallo zusammen,

nach Portugal komme ich jetzt zum Nachbarland Spanien. Dort gibt es verschiedene Briefmarken mit Kontrollnummern auf der Rückseite. Am besten gefällt mir dieser:



Auf der Rückseite der Freimarkenausgabe von 1875 wurde spiegelverkehrt eine Kontrollnummer mit einer Zierumrahmung in blauer Farbe aufgedruckt. Die Nummer entspricht dem Bogenplatz (1 bis 100). Hier die Bogenplätze 82 und 47.

Viele Grüße
Volkmar
 
merkuria Am: 28.11.2017 10:56:56 Gelesen: 36423# 37 @  
Lettland ist wohl führend in der „Recycling“-Herstellung von Briefmarken. Nebst verwendeten Landkarten (siehe Beitrag [#31]) wurden auch unfertige Banknoten zur Herstellung von Briefmarken verwendet! Zwei solche Beispiele möchte ich hier vorstellen:



Am 27. November 1919 verausgabte Lettland eine Sonderausgabe zum 1. Jahrestag der Unabhängigkeit (Mi Nr. 33-35). Dabei wurde die 1 Rubel Wertstufe (Mi Nr. 35) auf unfertigen 5-Rubel Geldscheinen des Rigaer Arbeiter- und Soldatenrates gedruckt.

Eine weitere, ähnliche Verwendung von unfertigen Banknoten erfolgte 1920 mit der Ausgabe für das Rote Kreuz (Mi Nr. 51-54). Hier unterscheiden wir drei Auflagen mit drei verschiedenen unfertigen Banknoten:



18. März 1920 (Mi Nr. 51-54x) : Verwendung von Rosapapier des unfertigen 10-Rubel Scheines des Rigaer Arbeiter- und Soldatenrates (diese existieren nur geschnitten):



21. Mai 1920 (Mi Nr. 51-54y): Verwendung von blauem Papier des unfertigen 5-Rubel Scheines des Rigaer Arbeiter- und Soldatenrates.



18. August 1920 (Mi Nr. 51-54z): Verwendung von braunem/grünem Papier des unfertigen Zehnmarkscheines der Bermondt-Awaloff-Armee.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
volkimal Am: 07.01.2018 11:53:59 Gelesen: 35577# 38 @  
@ merkuria [#37]

Hallo Jacques,

mit der Aussage "Lettland ist wohl führend in der „Recycling“-Herstellung von Briefmarken." hast Du recht. Du zeigst in dem Fall die Briefmarken auf der Rückseite von halb fertigen Geldscheinen. Im Beitrag [#31] sieht man einen Briefmarkenbogen auf der Rückseite einer Generalstabskarte. Daneben gab es noch die Verwendung von Schreibpapier (erkennbar an den hellblauen Linien) und sehr dünnes Zigarettenpapier.

Danke fürs Zeigen
Volkmar
 
volkimal Am: 07.01.2018 12:08:47 Gelesen: 35571# 39 @  
Hallo zusammen,

in meinen letzten Beitrag habe ich mit den Kontrollziffern auf der Rückseite von spanischen Briefmarken begonnen. Die Aufdrucke auf der Ausgabe von 1875 im Beitrag [#36] waren am aufwändigsten. Von 1901 an hatten die Freimarken auf der Rückseite eine Kontrollnummer.



Bei der ersten Auflage war es nur eine sechsstellige Ziffer. Ab 1903 kam zusätzlich ein Vorbuchstabe dazu. Im Gegensatz zur Ausgabe von 1875 haben jetzt alle Marken im Bogen dieselbe Kontrollziffer.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 21.01.2018 11:02:18 Gelesen: 34461# 40 @  
Hallo zusammen,

bei der Ausgabe von 1922/30 mit dem Bild von König Alfons XIII gibt es die Marken sowohl mit als auch ohne rückseitige Kontrollziffer. Die einzige Marke, die es nur ohne Kontrollziffer gibt, ist die Marke zu 2 Céntimos:



Die Ausgabe "Berühmte Spanier" von 1931/32 ist die letzte Freimarkenserie, bei denen im Michelkatalog angegeben ist, dass sie mit rückseitiger Kontrollziffer herausgegeben wurde. Ab März 1932 gibt es diese Serie nur noch ohne Kontrollziffer.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 11.02.2018 12:53:56 Gelesen: 32793# 41 @  
Hallo zusammen,

auch wenn die Kontrollziffern 1932 bei den normalen Freimarken wegfielen, gab es diese bei anderen Ausgaben noch länger:



Die Zwangszuschlagsmarken für Barcelona hatten weiterhin Kontrollziffern auf der Rückseite. Links die Marke für die Weltausstellung 1930 mit Buchstaben und 6-stelliger Kontrollziffer. Die rechte Marke ist für das "Casa del Arcediano" = "Haus des Erzdiakons" aus dem Jahr 1945. Von diesen Marken gab es 16 Serien in vier verschiedenen Farben. Auf der Rückseite sieht man außer der 6-stelligen Kontrollziffer auch noch die Angabe zu welcher Serie die Marke gehört.



Auch bei den spanischen Fiskalmarken gibt es Kontrollziffern auf der Rückseite. In diesem Fall sieht sie so aus wie die Kontrollziffern der Freimarken im Beitrag [#39] bzw. [#40]. Hier eine Marke "Timbre movil". Wofür diese verwendet wurden weiß ich nicht.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 24.02.2018 09:44:05 Gelesen: 32595# 42 @  
Hallo zusammen,

wenn es in Spanien Kontrollziffern auf der Rückseite von Briefmarken gibt, so können diese natürlich auch gut bei den spanischen Kolonien vorkommen. Bei zwei Gebieten wurde ich in meiner Sammlung fündig:



Spanische Besitzungen im Golf von Guinea MiNr. 1 (1909) und MiNr. 158 (1931).



Spanisch-Marokko MiNr. 326 und 327 (1951)



Bei den Ausgabe von Spanisch-Marokko MiNr. 250-259 (1946) und MiNr. 270-280 (1948) ist auf der Rückseite der Buchstabe "Z" in einem Kreis aufgedruckt. Bei der Ausgabe MiNr. 190-206 (1940) steht auf der Rückseite "ZONA" in schwarz. Ob das "Z" im Kreis die Abkürzung für "Zona" sein soll oder einfach ein Kontrollbuchstabe kann ich nicht überprüfen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 10.03.2018 10:08:19 Gelesen: 32368# 43 @  
Hallo zusammen,

in Griechenland wurden viele Briefmarken der Ausgaben zwischen 1861 und 1880 auf der Rückseite mit einer Kontrollziffer versehen, die dem Frankaturwert der Briefmarke entsprach. Die Farbe des rückseitigen Aufdrucks entsprach der Markenfarbe.



Sollte man sich beim Aufkleben der Marke nicht vertun und den Wert auch auf der Rückseite erkennen - ich weiß es nicht.

Viele Grüße
Volkmar
 
Baber Am: 20.03.2018 13:53:22 Gelesen: 32222# 44 @  
Die österreichische Marke zur Euro-Einführung 2002 (Mi-Nr. 2368) zeigt auf der Rückseite die Geschichte des Schillings.



Gruß
Baber
 
volkimal Am: 08.04.2018 15:50:51 Gelesen: 31974# 45 @  
@ Baber [#44]

Hallo Baber,

ein sehr schönes Beispiel, das ich bisher noch nicht kannte. Danke fürs Zeigen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 08.04.2018 17:06:44 Gelesen: 31949# 46 @  
Hallo zusammen,

vorhin bin ich unterbrochen worden. Jetzt geht es weiter. Auf der Rückseite einer Briefmarke aus San Marino aus dem Jahr 1923 steht laut Michel auf der Rückseite ein Druckvermerk:



Im Netz fand ich Genaueres: Der Text weist auf den Designer Moraldi, den Graveur Blasi und die Petiti-Druckerei in Rom hin.

Viele Grüße
Volkmar
 
Ben 11 Am: 09.04.2018 22:35:56 Gelesen: 31882# 47 @  
@ volkimal [#9]
@ volkimal [#11]

Ich bin jetzt erst auf die beiden Beiträge gestoßen, und kann hier aus meinem Sammelgebiet ergänzend ein paar Informationen zu den "Underprints" der britischen "Machin"-Marken geben. In der Literatur wird darauf hingewiesen, dass die "Underprints" auf der Gummierung liegen. Nach dem Ablösen der Marken sind diese wahrscheinlich nicht mehr zu sehen.

Das erste Booklet mit dem rückseitigen Stern und Punkt in Blau wurde im November 1982 ausgegeben. Es ist eine Weihnachtsausgabe mit 10 x 12 1/2 Pence und 10 x 15 1/2 Pence.



Das zweite Booklet mit Stern in Doppellinien in Blau wurde ein Jahr später wieder im November ausgegeben und ist ebenfalls eine Weihnachtsausgabe. Diesmal mit 20 x 12 1/2 Pence.



Das dritte Booklet stammt aus der Serie "Britain's countryside" vom August 1983 und trägt rückseitig den Buchstaben "D" in Doppellinien. Das Booklet enthält 10 Marken à 16 Pence.



Es gibt ein viertes Booklet aus der Serie "social letters writing" von 1985 mit 17 Pence Marken, ebenfalls mit dem "D" in Doppellinien. Allerdings besitze ich dieses nicht.

Viele Grüße
Ben.
 
Baber Am: 13.04.2018 17:23:06 Gelesen: 31729# 48 @  
@ volkimal [#45]

Hallo Volkmar,

das Schillingbild [#44] zeigt sich leider nur auf der Rückseite der postfrischen Marke. Sobald sie verwendet und abgelöst wird, ist es unkenntlich.



Gruß
Bernd
 
volkimal Am: 27.04.2018 11:34:43 Gelesen: 31390# 49 @  
Hallo zusammen,

auf der Freimarkenserie Schiffe aus Gambia aus dem Jahr 1983 ist auf der Rückseite ein blauer Aufdruck:



Im Michel wird der rückseitige Aufdruck als Blumenornament bezeichnet.

Der Aufdruck bei meinem Beispiel ist sehr blass. Ich vermute, dass sich die Farbe beim Ablösen zum Teil aufgelöst hat. Vielleicht hat einer von Euch ein postfrisches Exemplar.

Viele Grüße
Volkmar
 
GSFreak Am: 28.04.2018 12:16:49 Gelesen: 31350# 50 @  
Ende der 1950er Jahre experimentierte die britische Postverwaltung im Hinblick auf die Automatisierung der Postsortierung mit den sog. "Graphite Lines" auf der Rückseite von Briefmarken (nur auf Marken der Dauerserie QIIR "Wildings"). Im Michel wird von "Naphthadag-Aufdruck" gesprochen.

Bei den "Graphite Lines" handelt es sich um vertikale Linien aus elektrisch leitfähigem Graphit. Auf einigen Marken finden sich auch zusätzlich vorderseitig Phosphorstreifen. Letzere haben sich dann in der Praxis durchgesetzt. Insgesamt dienten die Aufdrucke dazu, zum einen Briefe/Karten in die richtige Position für die Stempelmaschinen zu bringen und zum anderen zum maschinellen Sortieren der Briefe/Karten in 1.-Klasse-Post (zwei Linien/Streifen) und in 2.-Klasse-Post (eine Linie/Streifen).

Hier die erste Ausgabe der "Graphite Lines" mit Wz. 21 (St.-Edwards-Krone mit E 2 R) aus dem November 1957, Mi.-Nrn. 282z bis 287z:



Mit geübtem Auge kann man diese "Graphite Lines" auch auf Belegen erkennen. Hier eine AK aus Ventnor (Isle of Wight) vom 12.10.1958 mit 282z und zweimal 283z (jeweils etwas dunklerer 2. und vorletzeter Zahn oben und unten).



Natürlich gibt es in der Anordnung der "Graphite Lines" gegenüber der normalen Stellung/Anordnung (die zwei linken Marken in der oberen Reihe) auch Abarten, wie z.B. zwei Linien links oder rechts oder gar "drei" Linien :



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 10.05.2018 19:26:53 Gelesen: 31125# 51 @  
@ GSFreak [#50]

Auch auf dieser AK von 1960 kann man die rückseitigen "Graphite Lines" bei der 4d Marke relativ gut erahnen. Es ist die Mi.-Nr. 324z.



Gruß Ulrich
 
Parachana Am: 27.05.2018 22:09:06 Gelesen: 30455# 52 @  
Hallo und guten Abend,

habe heute in einem alten Auswahlheft diese beiden Marken gefunden.

Cape of good Hope



New Zealand



Kann mir jemand etwas dazu sagen?

Eine schöne Woche
Uwe
 
Ben 11 Am: 27.05.2018 22:52:16 Gelesen: 30439# 53 @  
@ Parachana [#52]

Guten Abend Uwe,

bei der Neuseeland-Marke handelt es sich um einen privaten Werbeaufdruck. Im November 1891 schrieb die neuseeländische Post den Druck von Werbungen auf der Rückseite der aktuellen Briefmarken von 1d bis 1S aus. Der Auftrag wurde an Miller, Truebridge & Reich vergeben und die ersten Marken erschienen im Februar 1893. Soweit ich weiß, gab es drei verschiedene Ausrichtungen des rückseitigen Aufdruckes. Das Experiment war allerdings ohne Erfolg und wurde Ende 1893 wieder eingestellt.

Viele Grüße
Ben.
 
volkimal Am: 28.05.2018 10:38:35 Gelesen: 30246# 54 @  
@ Parachana [#52]

Hallo Uwe,

mit der Marke aus Neuseeland hast Du ein interessantes Kapitel des Rückseitendrucks angesprochen, dass bei diesem Thema bisher noch nicht angesprochen wurde. Es kam allerdings schon als Sonntagsrätsel vor (Beiträge 582 bis 587): https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=137264

Was es mit der Marke vom Kap der guten Hoffnung auf sich hat, weiß ich nicht.

Laut Michel gibt es die Reklamemarken bei MiNr 54 bis 60, 63 und 64. Die Aufdrucke kommen in allen Farben und deren Varianten vor. Bis heute sind ca. 60 verschiedene Aufdrucke und Texte bekannt. Wie Ben schon richtig schrieb, gab es diese Aufdrucke von 1891 bis 1893. Einen etwas umfangreicheren Beitrag finde ihr hier: http://www.nzsgb.org.uk/articles/SG_Nov2002.pdf Für weitere Beispiele einfach nach "New Zealand Advertisement Stamps" googeln.

Auf der Rückseite der neuseeländischen Briefmarken gibt es Reklame für Dinge wie Seife, Pillen, Tee, Gelee, Nähmaschinen, Kohle, Kaffee und Gurken. Ein paar dieser Marken habe ich auch in meiner Sammlung. Hier zunächst drei verschiedene Reklamen für Sunlicht-Seife:





Viele Grüße
Volkmar
 
Parachana Am: 28.05.2018 18:11:33 Gelesen: 30096# 55 @  
@ Ben 11 [#53]
@ volkimal [#54]

Guten Abend,

danke für die Ausführungen. Gibt es auch eine preisliche Angabe für solche Marken?

Viele Grüße
Uwe
 
volkimal Am: 28.05.2018 19:05:28 Gelesen: 30081# 56 @  
@ Parachana [#55]

Hallo Uwe,

ich habe mir einmal bei Delcampe die Preise bei den verkauften Marken angesehen. Die meisten kosteten zwischen 65 Cent und 3,00 Euro zuzüglich Porto. Die teuerste Marke kostete 11,25 €.

Es geht natürlich auch teurer. Schau einmal bei diesem Händler [1] die Preise an.
Du musst nach dem Stichwort Advertisement suchen. Zur Preisumrechnung: 100,- NZ$ sind ca. 60,- €. Ich habe allerdings keine Ahnung, wie viele der Marken er bei diesen Preisen verkauft oder ob die Preise völlig überzogen sind.

Viele Grüße
Volkmar

[1] http://completestamp.co.nz/browse.html?category=11
 
volkimal Am: 10.06.2018 10:57:37 Gelesen: 28406# 57 @  
Hallo zusammen,

diesmal eine Zahnarzt-Reklame auf der Rückseite einer neuseeländischen Briefmarke:



Die Zähnärzte S. Myers & Co. aus Christchurch werben mit dem Text "Nitrous oxide painless extraction". Sie machen also damit Reklame, dass sie die Zähne dank Lachgas (Distickstoffmonoxid) schmerzfrei ziehen können.

Nach Wikipedia https [1]: Der erste Zahnarzt, der Lachgas als Narkosemittel verwendete, war Horace Wells in Hartford (Connecticut). Er setzte es ab 1844 für Zahnextraktionen und Dentalbehandlungen ein, nachdem er dessen schmerzstillende Wirkung zufällig bei einer Vergnügungsanwendung am 10. Dezember 1844 beobachtet hatte, wie sie zu seiner Zeit auf Jahrmärkten üblich war, und sich am folgenden Tag selbst einen Zahn unter Lachgas-Narkose hat ziehen lassen. Seit dem Jahre 1868 wird Lachgas als Anästhetikum zur Durchführung klinischer Operationen eingesetzt.

Viele Grüße
Volkmar

[1] //de.wikipedia.org/wiki/Distickstoffmonoxid:
 
Parachana Am: 21.06.2018 21:55:24 Gelesen: 27791# 58 @  
@ volkimal [#39]
@ volkimal [#41]

Guten Abend,

habe in einem alten Auswahlheft die spanischen Marken mit Nummer gefunden und auch eine von den Fiskalmarken.





Vielen Dank für diese Rubrik.

Alles Gute
Uwe
 
volkimal Am: 17.08.2018 17:56:29 Gelesen: 25576# 59 @  
Hallo zusammen,

es geht weiter mit der Reklame auf der Rückseite neuseeländischer Briefmarken:



Diesmal zwei Beispiele mit Werbung für Kaffee der Firma Crease und Tee der Firma Lattey, Livermore & Co.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 31.08.2018 20:02:32 Gelesen: 25011# 60 @  
Hallo zusammen,

heute zeige ich die letzte Reklame auf der Rückseite einer neuseeländischen Briefmarke aus meiner Sammlung. Wenn jemand von euch weitere Beispiele hat, so kann er sie hier gerne vorstellen.



Den Reklametext finde ich etwas ungewöhnlich, denn dort steht übersetzt "Dieser Platz ist reserviert für Cadbury Bros." Ich kann nur spekulieren: Vielleicht ist das geplante Werbeklischee nicht fertig geworden, und man hat sich auf diese Weise geholfen.

Die Marke Cadbury Brothers ist eine international arbeitende Süßwarenfirma. Am bekanntesten ist wohl die Cadbyry-Schokolade. In Neuseeland sind Cadbury Brothers seit 1884 vertreten.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 16.09.2018 22:04:42 Gelesen: 24574# 61 @  
Hallo zusammen,

heute möchte ich zu einem hier bisher kaum behandelten Teil der Rückseite kommen - zum Gummi. Als erstes

Der Spargummi



Hier die Briefmarken aus Thüringen MiNr 96 X (Vollgummi) und MiNr 96 Y (Spargummi)

Im Lexikon der Philatelie von Grallert und Gruschke heißt es dazu:

Spargummi: Art der Gummierung, bei der Klebstoff mit Hilfe einer Schablone kreisförmig ausgespart auf die Papierfläche aufgetragen wird. Angewendet z.B. nach dem Zweiten Weltkrieg in der ehemaligen sowjetischen Besatzungszone Deutschlands (Thüringen, Westsachsen, Ostsachsen, Görlitz, Niesky, Plauen). Klebstoffverbrauch beträgt etwa 50 % gegenüber Vollgummierung.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 28.09.2018 19:02:07 Gelesen: 24017# 62 @  
Hallo zusammen,

manchmal sieht der Spargummi fast so aus, als wenn er doppelt aufgetragen worden ist:



An diesem Beispiel aus Plauen ist es gut zu erkennen. Wie es zu dieser Variante kam weiß ich nicht. Bei dem Block "Baut auf" kann man den Spargummi sogar von der Vorderseite aus erkennen:



Bei so einer großen Fläche wird besonders deutlich, wie viel Gummi man bei diesem Verfahren einsparen konnte.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 06.10.2018 10:53:04 Gelesen: 23847# 63 @  
Hallo zusammen,

im Beitrag [#61] hatte ich aus dem philatelistischen Lexikon von Grallert und Gruschke zitiert und die Gebiete bzw. Orte aufgelistet, in denen Spargummi vorkommt. Jetzt ist mir aufgefallen, dass Finsterwalde fehlt.



Gut möglich, dass es bei den Lokalausgaben noch weitere Briefmarken mit Spargummi gibt. Kennt einer von euch weitere Beispiele?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 17.10.2018 09:22:01 Gelesen: 23477# 64 @  
Hallo zusammen,

sehr ungewöhnlich ist die Gummierung bei einem Satz aus der Tschechoslowakei:




Bei dem Satz 5 Jahre Republik (MiNr 205 - 208) ist in der braunen quadrillierten Gummierung das Monogramm ČSP für Československá pošta.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 01.11.2018 11:07:37 Gelesen: 23090# 65 @  
Hallo zusammen,

der Gummi wird heutzutage maschinell aufgetragen. Früher hat man dazu auch einen Handpinsel verwendet.



Am Pinselstrich ist gut zu erkennen, dass der Gummi bei dieser Marke aus Bolivien von Hand aufgetragen wurde. Ich weiß allerdings nicht, um was für eine Marke es sich handelt. Im Michel habe ich sie nicht gefunden.

Abgebildet sind die "Ruinas Tiahuanaco" = "Ruinen von Tiahuanaco" (Aymara-Schreibweise Tiwanaku). Dieses ist eine bedeutende Ruinenstätte von Prä-Inka-Kulturen nahe Tiawanacu in Bolivien. Kann einer von euch etwas zu der Marke sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Redfranko Am: 01.11.2018 12:07:44 Gelesen: 23084# 66 @  
@ volkimal [#65]

Hallo Volkmar,

über Catawiki habe ich lediglich herausgefunden, dass die Marke von 1914 und Teil einer Serie ist. Eine Michel- oder Ywert-Nummer ist leider nicht eingetragen.

Gruß, Frank
 
Schwämmchen² Am: 01.11.2018 12:33:20 Gelesen: 23075# 67 @  
Provisorische Marke aus Ost China (Tunxi).

Rückseitig sieht man alte Formulare - war halt Papiermangel. :)


 
Heinrich3 Am: 01.11.2018 14:17:32 Gelesen: 23057# 68 @  
@ volkimal [#65]
@ Redfranko [#66]

Hallo,

den Satz kann ich zeigen, doch mehr weiß ich (noch) nicht.

Gruß
Heinrich


 
volkimal Am: 13.11.2018 18:12:22 Gelesen: 22612# 69 @  
@ Heinrich3 [#68]

Hallo Heinrich,

inzwischen habe ich die Antwort auf Philaseiten gefunden. Beim Thema: "Marken bestimmen: Bolivien" schreibt petzlaff:

Nicht verausgabte Sonderausgabe (9 Werte) "Guiqui-LaPaz Eisenbahn" von 1915 im Stichtiefdruck.
Hiervon gibt es zahlreiche Fälschungen in Buchdruck. Quelle: Scott 2008, Vol.1, Page 914


Zu deiner Marke unten links ergänzt ccocha:

Es ist die Ansicht des Hafens von Puerto Guaqui (Bolivien). Von diesem Hafen überquerten die Dampfer den Titicacasee nach Puno in Perú. Reisen aus Bolivien nach Perú gingen zu der Zeit der Markenerstellung (übrigens wurden die Originalmarken 1914 in Belgien gedruckt, und da sie aber schon im Handel erhältlich waren, bevor sie nach Bolivien geschickt werden konnten, nahm die bolivianische Regierung die Marken nicht ab) von La Paz nach Guaqui. Dann wurde man zum Hafen gefahren, um den Dampfer nach Puno zu besteigen.

Da sowohl Deine Marken als auch meine Marke nicht im Stichtiefdruck hergestellt wurden, dürften es alles die besagten Fälschungen sein. Egal, denn mir kam es darauf an, dass man gut sehen kann, dass der Gummi von Hand aufgetragen wurde.

So sehen die Marken im Stichtiefdruck aus:



Quelle: https://picclick.com/Stamps/Latin-America/Bolivia/?page=15

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 23.11.2018 10:17:05 Gelesen: 22309# 70 @  
Hallo zusammen,

man sieht es dem Gummi dieser Briefmarke nicht an, aber auch er hat eine Besonderheit.



Es gab Klagen von Kunden wegen des schlechten Geschmacks der Gummierung beim Anfeuchten der Marke. Die Bundespost mischte deshalb dem Gummi einiger Sondermarken Pfefferminzöl bei. Die erste der Marken war die Stifter-Marke (MiNr. 220) aus dem Jahr 1955. Da aber auch der Pfefferminzgeschmack nicht allen gefiel, wurde das Experiment mit dem Pfefferminzöl wieder aufgegeben.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 08.12.2018 17:23:47 Gelesen: 21985# 71 @  
Hallo zusammen,

auch die Farbe des Gummis kann unterschiedlich sein.In einigen altdeutschen Staaten wurde farbiger Gummi verwendet.



In Hannover war die Gummierung dunkelrosa bis bräunlichrot.



Von der bräunlichen Gummierung dieser Marke aus Hamburg sind nur noch Reste vorhanden.

Weitere Länder mit farbiger Gummierung waren Braunschweig 1852 (braun)rötlich, Belgien 1849/54 gelb und Portugal 1853 gelb und körnig.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 05.01.2019 16:22:57 Gelesen: 21428# 72 @  
Hallo zusammen,

ein Aspekt bei der Gummierung fehlt bisher noch - die Gummiriffelung.





Im Häger, "Lexikon der Philatelie" heißt es dazu:

Gummiriffelung, senkrecht oder waagerecht zum Markenbild dicht nebeneinanderliegende Rillen in der Gummierung, die das lästige Zusammenrollen von Schalterbögen und ungebrauchten Einzelmarken weitgehend verhindert. Die Gummiriffelung wird mit einer "Gummibrechmaschine" hervorgerufen ... Es gibt gleiche Marken mit oder ohne bzw. mit waagerechter oder senkrechter Gummiriffelung, worauf der Spzialsammler achtet...!

Den Satz MiNr. 529 bis 539 gibt es mit waagerechter und senkrechter Gummiriffelung. Die waagerechte Gummiriffelung kann ich bei dem Satz im Moment leider nicht zeigen. Bei der 100 Pfg.Marke ist die senkrechte Gummiriffelung gut zu erkennen. Bei der Marke zu 3 RM ist sie im Original ebenfalls gut zu erkennen, im Scan leider kaum. Im Michel-Spezial heißt es, dass die Gummiriffelung in einigen Fällen so schwach ausgeprägt ist, dass man sie nicht erkennen kann. Dazu gehört die Marke zu 2 RM.

Viele Grüße
Volkmar
 
Mondorff Am: 05.01.2019 23:40:31 Gelesen: 21388# 73 @  
@ volkimal [#16]

Salü Volkmar,

hier nun ein zweites Blatt unserer Sammlung:


^^^^^^^^^^^^^^^^^
Von der Redaktion wurde angeregt den Beitrag #15 und diesen hier nochmals, aber konzentriert und lesbar, zu bringen.
Hier nun das Ergebnis:

Aus der Sammlung "Luxemburg - Lochungen in Marken und Ganzstücken": 1.2.0 Vorläufer der Lochungen


"Rückseitig, unter der Gummierung, angebrachte Schutzaufdrucke mit Werbung verschiedener Firmen aus England und Neuseeland


Vorläufer-Stempelchen der Jahre ab 1870 in blau und in violett, in ovaler und in rechteckiger Form, der Firma Gebrüder Volkart AG und der Firma Geilinger & Blum aus Winterthur in der Schweiz.

Der Sammlung wurde auf FIP-Weltausstellungen 3 x Groß-Vermeil zugesprochen.

Mit Grüßen und Wünschen zum Neuen Jahr
DiDi
 
volkimal Am: 03.02.2019 15:42:00 Gelesen: 20897# 74 @  
@ Mondorff [#73]

Hallo Didi,

danke für den Beitrag. Auf Sicherheitsmerkmale, die von der Rückseite aus zu erkennen sind muss ich noch eingehen.

Bei der folgenden Marke habe ich keine Ahnung, weshalb der Gummi unterschiedliche Farben hat:



Es ist Dänemark MiNr. 450. Ob mit oder ohne Fluoreszenz kann ich im Moment nicht sagen. Dazu müsste ich erst Batterien besorgen. Auch die Bleistiftvermerke stammen nicht von mir und ich kann sie nicht erklären.

Kann einer von Euch etwas dazu sagen?

Viele Grüße
Volkmar
 
Pete Am: 03.02.2019 21:49:29 Gelesen: 20871# 75 @  
@ volkimal [#74]

Bei der folgenden Marke habe ich keine Ahnung, weshalb der Gummi unterschiedliche Farben hat:

Allgemein kenne ich das Erscheinungsbild wie auf deiner Briefmarke, wenn diese jahrelang in einem Album steckte und der obere Briefmarkenteil mit der Folie des darüber befindlichen Einsteckstreifens in Berührung kam. Dies fiel mir vor allem bei ungebrauchten Nachkriegsausgaben der 1950er/1960er Jahre aus Italien und San Marino auf.

Gruß
Pete
 
Quincy Am: 04.02.2019 09:59:24 Gelesen: 20823# 76 @  
Wer altes Jugoslawien sammelt, dem ist bekannt, dass es bei den so genannten Kettensprengern Unmengen von Herstellungsfehlern gibt: Fehlende Zähnungen, Verzähnungen, variierende und unvollständige Druckfarben etc. Auch gibt es Unmengen von Gefälligkeitsstempelungen, schon daran erkennbar, dass oft noch das Gummi auf der Markenrückseite vorhanden ist, so auch beim abgebildeten Viererblock von Michel Jugoslawien 108 II. Der Wert dieses Abklatsches dürfte sich deshalb sehr in Grenzen halten - aber er ist einfach schön.



Gruß
Quincy
 
volkimal Am: 04.02.2019 15:20:56 Gelesen: 20785# 77 @  
@ Pete [#75]

Hallo Pete,

auf die Idee bin ich nicht gekommen. Wahnsinn, was die Weichmacher in den Folien so ales anrichten können.

Viele Grüße
Volkmar
 
Quincy Am: 04.02.2019 18:10:12 Gelesen: 20757# 78 @  
@ volkimal [#77]
@ Pete

Es können aber müssen nicht unbedingt Weichmacher sein. Die Marke kann auch mit einer Unterlage Kontakt gehabt haben, die aus anderen Gründen abgefärbt hat, z.B. farbiges und/oder säurehaltiges Papier. Letzteres bereitet bekanntlich Bibliotheken und Archiven weltweit große Probleme. Papierentsäuerung ist derzeit deshalb ein Millionengeschäft.

Vielleicht war der obere Teil der Marke auch längere Zeit der Sonne ausgesetzt, z.B. in einem Schaufenster.

mit säure- und weichmacherfreiem Gruß
Quincy
 
Koban Am: 05.02.2019 16:56:08 Gelesen: 20664# 79 @  
Hallo zusammen,

zu den in Beitrag [#73] erwähnten Vorläufern der Firmenlochungen:

Wenige derartiger Schutzaufdrucke gab es auch in Frankreich. Rückseitig auf der Marke angebracht, gibt es keine handvoll Verschiedene.

Noch am ehesten zu finden ist dieser Aufdruck:

C. L. h. P. M.
et Cie ,
à Charleville

Der 16 x 10,5 mm große Aufdruck wurde auf der Gummierung gedruckt, weshalb beim normalen ablösen im Wasserbad bestenfalls Fragmente von Buchstaben übrig blieben. Auf losen Marken daher kaum mal zu finden. Entsprechende Briefe werden gelegentlich angeboten. Mit etwas Glück und Geduld, lassen sich auch heute noch entsprechende Briefe für kleines Geld erwerben, bei denen diese Besonderheit unerkannt blieb.

Gruß,
Koban




 
volkimal Am: 27.02.2019 20:33:37 Gelesen: 20234# 80 @  
Hallo Koban,

ein sehr schönes Beispiel, dass mir bisher nicht bekannt war.

Quincy, dein Abklatsch gefällt mir auch gut. Danke fürs Zeigen.

Nach den verschiedenen Gummierungen komme ich jetzt zu den verschiedenen Papieren bzw. Notpapieren, die man zum Teil von der Rückseite erkennen kann. Besonders vielfältig warten die Papiere in Lettland von 1918 bis 1920.

Als erstes die Briefmarken, die auf der Rückseite von Geldscheinen gedruckt wurden. Die Geldscheine waren dabei natürlich bisher nur einseitig gedruckt. Von den Scheinen her gefallen mir die dreifarbigen 10 Rubel-Scheine des Arbeiter und Soldatenrates in Riga am besten. Die Rückseiten habe ich gedreht, so dass man die Scheine gut erkennen kann.



Im Internet findet man natürlich auch den vollständigen Geldschein mit Vorder- und Rückseite:



Er wird zur Zeit auf der Seite https://www.numisbids.com/n.php?p=lot&sid=1118&lot=492 zum Kauf angeboten.

Viele Grüße
Volkmar
 
hannibal Am: 03.03.2019 16:54:26 Gelesen: 20083# 81 @  
Hallo,

bei der SBZ-Dauerserie "Persönlichkeiten aus Politik, Kunst..." Mi. 212/227 lohnt der Blick auf die Rückseite nach einer Besonderheit, die nur bei dieser Dauerserie und der Ausgabe zur Leipziger Herbstmesse 1948 im Michel katalogisiert ist - Borkengummi.

Nachfolgend je ein Beispiel für senkrechten (221y) und waagerechten (215az) Borkengummi jeweils postfrische Oberrandstücke.



Erläuterungen zur Entstehung von Borkengummi sind in anderen Themen bereits ausführlich behandelt, weshalb ich hier darauf nicht eingehe. Insbesondere Marken mit waagerechtem Borkengummi gehören bei den Wertstufen zu 20, 25, 30 und 40 Pfg zu den Raritäten der Ausgabe und sind bei Auktionen mit hohen Zuschlägen zu beobachten.

Nachfolgend noch ein schöner Abklatsch bei SBZ 216 ebenfalls aus dieser Dauerserie.



Viele Grüße
Peter
 
volkimal Am: 07.06.2019 18:38:26 Gelesen: 18687# 82 @  
Hallo zusammen,

dieses Thema habe ich in der letzten Zeit etwas vernachlässigt. Es geht weiter mit den Briefmarken Lettlands, die auf halb fertigen Geldscheinen gedruckt wurden.

Die Briefmarken MiNr 40/41 und 51z bis 54z wurden auf der Rückseite unfertiger 10-Matk-Scheine der Awaloff-Bermondt-Armee gedruckt. Hier kann ich von MiNr 40 einen kompletten Geldschein zeigen.



Von MiNr 53z zeige ich eine Einzelmarke von der Vorder- und Rückseite:



Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 02.07.2019 09:54:41 Gelesen: 18355# 83 @  
Hallo zusammen,

es folgt der letzte halb fertige Geldschein, der in Lettland auf der Rückseite von Briefmarken zu finden ist:



Bei Delcampe war ein kompletter Schein auf der Rückseite der Marken zu sehen, bei Ebay ist im Moment ein fertiger Schein im Angebot [1].



Wie man im Vergleich sehen kann, ist es ein Schein zu 5 Rubel (Ribli). Als die Briefmarken darauf gedruck wurden, war nur die blaue Farbe fertig.

Viele Grüße
Volkmar

[1] Suchbegriff bei Ebay: "5 Rubli Riga (Lettland) 1919"
 
volkimal Am: 10.07.2019 10:12:48 Gelesen: 18252# 84 @  
Hallo zusammen,

weitere Briefmarken auf Geldscheinen kann ich nicht zeigen. Dennoch bleibe ich beim Thema Geld. In Russland gab es ab 1915 Notgeld, das gleichzeitig als Briefmarke verwendet werden konnte.





Die Freimarken MiNr. 84, 86 und 87 gab es im November 1915 auf dickem Papier mit einem entsprechenden Aufdruck auf der Rückseite. Die Übersetzung bedeutet: "Gleichwertig mit im Umlauf befindlichem silbernen Kleingeld". Die Marken haben die Michel-Nummern Ia, Ib und Ic.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 28.07.2019 14:30:20 Gelesen: 17949# 85 @  
Hallo zusammen,

es geht weiter mit dem russischen Notgeld, das gleichzeitig als Briefmarke verwendet werden konnte:



1916/1918 wurden diese beiden Marken mit der Michel-Nummer II a bzw. II b herausgegeben. Die Marken haben einen Aufdruck 1 bzw. 2 auf der Vorderseite. Der Zudruck auf der Rückseite ist mit einem Wappen und der Wertangabe.

Die Marken II c bzw. II d kann ich nicht zeigen. Vielleicht hat sie einer von euch in der Sammlung.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 05.08.2019 09:45:02 Gelesen: 17778# 86 @  
Hallo zusammen,

die Marken IIc bis IIe haben denselben Aufdruck auf der Rückseite wie bei den Marken im letzten Beitrag [#85]. Allerdings fehlt der Aufdruck auf der Vorderseite.



Die beiden ersten Marken kann ich nicht zeigen. Sie sind deutlich teurer als alle anderen. Daher von mir nur die Nummer IIe. Vielleicht hat einer von euch die fehlenden Marken in seiner Sammlung.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 14.08.2019 09:24:45 Gelesen: 17586# 87 @  
Hallo zusammen,

es geht weiter mit dem Notgeld, das gleichzeitig als Briefmarken gültig war. Bei der Type III gab es beim Aufdruck kein Wappen mehr sondern die Wertangabe als große Ziffer.



Die hier gezeigten IIIa und IIIb haben zusätzlich zum Druck auf der Rückseite noch den Aufdruck des Wertes auf der Vorderseite. Eigentlich war das erforderlich, da die Marken schon dieselbe Wertangabe hatten. Bei Nr. IIIc fehlt dann auch der Aufdruck auf der Vorderseite:



Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 21.08.2019 09:43:14 Gelesen: 17430# 88 @  
Hallo zusammen,

in der Zeit des Bürgerkrieges 1918/1923 gab es diese Kleingeldmarke in Südrussland:



Die Marke erschien 1918 im Don-Gebiet (Rostow). Abgebildet ist der Donkosaken-Hetman Jermak.

Auf der Rückseite ist ein Text aufgedruckt: РАЗМЉННАЯ МАРКА ВЫПУЩЕНА РОСТОВСКОЙ Н/Д КОНТОРОЙ ГОСУДАРСТВ. БАНКА

Der Google Übersetzer liefert dazu: "Erweiterte Marke, ausgestellt vom Staatsamt Rostow, Bank". Mit "Erweiterte Marke" ist wohl gemeint, dass sie gleichzeitig als Kleingeld und als Briefmarke verwendet werden durfte.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 27.08.2019 17:26:55 Gelesen: 17251# 89 @  
Hallo zusammen,

bisher habe ich Briefmarken auf einseitig bedruckten Geldscheinen gezeigt (Lettland) und Briefmarken, die gleichzeitig als Kleingeld dienten (Russland). Ich bleibe noch etwas beim Geld.



Auf Blocks der Schweiz gibt es ab Block 10 (1943) Aufdrucke auf der Rückseite. Auf Block 23 zur internationalen Briefmarken-Ausstellung INTERNABA 1974 ist auf der Rückseite der Preis von 3 Franken angegeben. Die vier Briefmarken ergeben zusammen 2 Franken Frankatur. Es wurde also ein Zuschlag von 1 Franken erhoben.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 06.09.2019 18:23:54 Gelesen: 17059# 90 @  
Hallo zusammen,

der Block 21 der Schweiz erschien am 11.03.1971 zur Briefmarkenausstellung NABA 1971 in Basel. Abgebildet sind vier verschiedenen Typen der Rayon I. Die beiden Marken wurden vor kurzem bei den Forster-Briefmarkenauktionen versteigert. Wenn man die Marken im Block mit den Originalen der Rayon I vergleicht, so fallen sofort einige Unterschiede auf: "Helvetia" anstelle von "Rayon I", Wertangabe "50 Rappen" anstelle von "5 Rappen".





Auf der Rückseite sind gleich drei Unterschiedliche Angaben aufgedruckt:

1) Gültigkeitsvermerk (Ausgabetag)
2) Typenbezeichnungen der abgebildeten Rayon I
3) Postpreis 3,- Franken. (Der Zuschlag betrug also 1,- Franken)

Auf der Vorderseite ist der Block unten links von 1 - 30 durchnummeriert.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 20.09.2019 12:33:30 Gelesen: 16760# 91 @  
Hallo zusammen,

am 18.05.1919 erschienen in Fiume die Briefmarken MiNr 50 bis 61. Aus Anlass der Eröffnung der gesetzgebenden Versammlung wurden sie 1922 mit einem Aufdruck versehen.



Laut Michel haben die Marken auf der Rückseite den Schutzaufdruck "POSTA di FIUME" dreimal im Zierrahmen. Den Zierrahmen kann ich bei meinen beiden Marken aber nicht entdecken.

Viele Grüße
Volkmar
 
DERMZ Am: 13.10.2019 12:03:51 Gelesen: 16414# 92 @  
@ volkimal [#91]

Hallo Volkmar,

ich versuche mal, ein wenig Licht in das Dunkel zu bringen, Michel drückt sich da leider nicht glücklich mit dem Begriff Zierrahmen aus. Ich zeige die Rückseite einer Urmarke:



Der italienischer Sassone-Katalog beschreibt es etwas besser: Der Schutzaufdruck POSTA di FIUME erscheint dreimal vor einem dekorativen Hintergrund - gemeint ist der große Fleck, den man gut erkennen kann, aber Details mag ich nicht identifizieren mögen. Ich habe auch noch keine passende Abbildung des "Unterdrucks" finden können.

Beste Grüße Olaf
 
volkimal Am: 13.10.2019 13:04:23 Gelesen: 16402# 93 @  
@ DERMZ [#92]

Hallo Olaf,

danke schön! Jetzt sehe ich das Muster auch. Es als Rahmen zu bezeichnen passt beim besten Willen nicht.



Es sieht wirklich so aus, als ob es einfach ein Ziermuster ist. Dieses Bild fand ich bei Delcampe.net.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 27.10.2019 15:28:35 Gelesen: 16204# 94 @  
Hallo zusammen,

in den Beiträgen [#29] bis [#32] habe ich schon Beispiele aus Gibraltar und Portugal gezeigt, in denen das Motiv der Briefmarke auf der Rückseite erklärt wird. So etwas gibt es auch aus den USA. 1973 erschien dort eine Ausgabe zu den US-Postdiensten. Die 10 Briefmarken wurden zusammenhängend gedruckt.



Am Oberand sind in blau kurze Erklärungen zu den abgebildeten Postdiensten. Zusätzlich gibt es Farbrandstreifen und fünf Nummern in verschiedenen Farben.



Der rückseitige grüne Aufdruck gibt weitere Informationen zu dem Motiv auf der Vorderseite. Der Aufdruck ist nicht wasserfest. Beim Ablösen verblasst der rückseitige Aufdruck zum Teil sehr stark. Man kann es bei der rechten Marke sehen.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 26.01.2020 11:31:04 Gelesen: 14276# 95 @  
Hallo zusammen,

heute komme ich zu einer sehr ungewöhnlichen französischen Briefmarke. Es ist eine Marke zur Fußball-Weltmeisterschaft 2010 mit bezahlter Antwort. Hier die Vorder- und die Rückseite:



Sie kann zweimal verwendet werden. Der Empfänger kann die Briefmarke abnehmen und für die Antwort die Briefmarke wieder verwenden, ohne dafür zu bezahlen [1]. Leider ist mein Michel zu alt, um dort nachzulesen. Laut Internet ist es MiNr. 4938.

Ich vermute, dass einmal die beiden Ränder rechts und links gummiert sind, so dass die Briefmarke selbst nicht aufgeklebt wird. Bekommt man den Brief mit der Marke, so kann man diese abschneiden und umgekehrt aufkleben. Auf der anderen Seite ist vermutlich nur das Bild gummiert. Vom Glanz her kann ich aber nicht erkennen, welche Stellen gummiert sind und welche nicht.

Kann einer von Euch Näheres dazu sagen?

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philatelie50.com/boutique/timbres-de-france/timbres-a-l-unite-neufs-sans-charniere/annee-2010-du-n4431-au-n4527/16148-timbre-de-france-avec-reponse-payee-n-rp1.html
 
Mondorff Am: 26.01.2020 14:02:51 Gelesen: 14251# 96 @  
@ volkimal [#16]

Pardon Volkmar,

ich muss die Antwort wohl verschlafen haben.

Hier ist nun das 2. Blatt aus unserer Perfins-Sammlung.



Freundlichen Gruß
DiDi
 
volkimal Am: 28.03.2020 09:41:59 Gelesen: 12996# 97 @  
Hallo zusammen,

so langsam bin ich mit meinen rückseitigen Aufdrucken durch. Jetzt muss ich erst einmal kontrollieren, was ich noch nicht gezeigt habe. Zum Beispiel diese Marke aus Mexiko:



Die Freimarken-Ausgabe aus Mexiko von 1872 (MiNr. 75-79) hatte auf der Rückseite ein blaues Moiré-Muster.

Auf der Vorderseite sind 3 Dinge aufgedruckt: Der Bezirksname (Ures), mit Nummer (49) und eine abgekürzte Jahreszahl (74).

Viele Grüße
Volkmar
 
Quincy Am: 19.04.2020 21:41:50 Gelesen: 12673# 98 @  
Ein Überdruck-Abklatsch von MiNr. Irland 33 I, blauschwarzer Aufdruck der Druckerei Alex Thom &Co. Ltd. "SAORSTÁT ÉIREANN 1922", zu deutsch "Freistaat Irland 1922"



Gruß
Quincy
 
volkimal Am: 05.05.2020 13:51:57 Gelesen: 12356# 99 @  
@ Quincy [#98]

Hallo Quincy,

ein sehr schöner Abklatsch!

Von mir die Sonder-Ausgabe zum Einzug der Horthy-Armee in Budapest vom 16. November 1919 (MiNr. 286-290). Dazu wurden die Marken MiNr. 244-249 mit dem Aufdruck "A nemzeti hadsereg bevonulása 1919. XI. 16." überdruckt.



Restbestände der Briefmarken wurden von der sozialen Missionsgesellschaft mit dem rückseitigen Garantiestempel "MARQUE GARANTIE SOCMIS" verkauft.

Zu Miklós Horthy könnt ihr hier etwas mehr erfahren [2].

Viele Grüße
Volkmar

[2] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=220140
 
volkimal Am: 20.06.2020 13:57:45 Gelesen: 11395# 100 @  
Hallo zusammen,

in Lettland gibt es Briefmarken, die auf die Rückseite von deutschen Generalstabskarten gedruckt wurden. Eine komplette Karte könnt ihr im Beitrag [#31] sehen.

MiNr. 1 ist ungezähnt, MiNr. 2 ist gezähnt. Dann werden jeweils noch drei Typen unterschieden I. Rückseite braun und schwarz, II. Rückseite nur schwarz und III. Rückseite weiß.

Hier als erstes die MiNr. 1 I:



Ich habe einmal versucht, die Orte auf eine Landkarte zu finden. Es ist mir nicht gelungen. Dabei kann man im Netz sehr viele alte Generalstabskarten finden [1]. Es fehlt mir aber ein entsprechendes Ortsverzeichnis.



Ob diese Marke zu MiNr. 1 II gehört kann ich nicht sicher sagen. Bei dieser Nummern sind eigentlich die Landkarten nur in schwarz gedruck (ohne braune Höhenlinien). Bei der Karte von dieser Marke kann ich natürlich nicht sagen, wie sie aussah.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.landkartenarchiv.de/deutschland_topographischekarten.php
http://igrek.amzp.pl/ bzw. http://igrek.amzp.pl/mapindex.php
https://www.landkartenarchiv.de/index.php
 
volkimal Am: 04.07.2020 14:35:11 Gelesen: 11183# 101 @  
Hallo zusammen,

von der MiNr. 2 kann ich ein Beispiel zeigen, das auf eine einfarbige schwarze Landkarte gedruckt worden ist. Bei dieser Karte gibt es keine braunen Höhenlinien.



Wo die auf der Karte eingezeichneten Orte liegen habe ich bisher nicht herausgefunden.

Viele Grüße
Volkmar
 
Baber Am: 06.07.2020 17:38:30 Gelesen: 11121# 102 @  
Eine USA-Marke aus 1997 zeigt das Jagdflugzeug Mustang aus dem 2. Weltkrieg.

Auf der Rückseite wird das Flugzeug beschrieben. Da ich das vorher nicht wusste, habe ich die Marke abgelöst und der Text hat dadurch gelitten.



Gruß
Bernd
 
volkimal Am: 28.09.2020 19:06:46 Gelesen: 9018# 103 @  
Hallo zusammen,

eine Marke aus Großbritannien mit einem violetten Aufdruck eines Wiener Briefmarkenhändlers auf der Rückseite:



Ich gehe davon aus, dass es eine Briefmarke ist, bei der die Zähne abgeschnitten wurden - oder gab es diesen Wertstempel auch als Ganzsache? Der Briefmarkenhändler Rudolf E. Wolf aus Wien in der Auerspergstraße hat wohl die für sich Reklame gemacht, indem er Briefmarken rückseitig mit seinem Stempel bedruckte.

Viele Grüße
Volkmar
 
Baber Am: 16.10.2020 16:00:11 Gelesen: 8509# 104 @  
USA Sondermarken "Celebrate the century 1970" mit der Bilderklärung auf der Rückseite. Wahrscheinlich gibt es davon einen ganzen Zusammendruckbogen.



Gruß
Bernd
 
volkimal Am: 05.11.2020 12:07:24 Gelesen: 7967# 105 @  
Hallo zusammen,

diese beiden Stempel auf der Rückseite der Briefmarke zähle ich zunächst einmal zu den privaten Marken-Signaturen (oder Besitzer-Zeichen). Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren. Zunächst eine Marke aus Rheinland-Pfalz:



Beim Thema "Alliierte Besetzung SBZ: Prüfstempel oder nicht ?" [1] wird vermutet, dass das Zeichen "v.H." das Kürzel des nicht mehr lebenden Prüfers Jobst von Heintze Senior ist. Als Prüfstempel kann man das "Registriert v.H." meiner Meinung nach aber nicht bezeichnen.



Welcher Name sich hinter dem Zeichen der Marke aus Böhmen und Mähren verbirgt weiß ich nicht. Ich kann ihn nicht lesen.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?&ST=2594&full=1
 
volkimal Am: 13.12.2020 10:00:16 Gelesen: 6970# 106 @  
Hallo zusammen,

Im Beitrag [#22] und den folgenden Beiträgen habe ich schon ein paar Beispiele zum Thema Abklatsch gezeigt. Dort schrieb ich:

Ein Abklatsch kann auf zwei Arten entstehen:

1) Der Abklatsch entsteht bei einem Leerlauf der Druckmaschine. Dadurch wird das Markenbild nicht auf das Papier sondern auf den Druckkörper z.B. die Gegenwalze gedruckt. Wenn dann wieder Papier eingelegt wird, so entsteht auf der Rückseite ein spiegelverkehrtes Bild der Marke.

2) Werden druckfrische Bögen aufeinander gelegt, so kann ebenfalls ein Abklatsch entstehen. Dieser ist aber in der Regel nicht so klar, wie beim ersten Fall.



Bei einfarbgen Marken sieht man beim Abklatsch das gesamte Markenbild. Hier ein sehr schönes Beispiel aus Danzig. Wie man am Falzrest sieht hat ein früherer Sammler die Marke so eingeklebt, dass der Abklatsch zu sehen war.



Bei mehrfarbigen Marken, ist in der Regel nur eine Farbe als Abklatsch zu sehen. Bei diesen beiden Danziger Marken sieht man es deutlich. Links ist der Abklatsch des Rahmens, rechts der Abklatsch des Bildes.

Viele Grüße
Volkmar
 
H.G.W. Am: 13.12.2020 18:52:39 Gelesen: 6946# 107 @  
Hallo,

zu der Marke, die ich hier zeige habe ich eine Frage:

Handelt es sich bei der Beschriftung auf der Rückseite um einen Vorläufer der Firmenlochung?

Der Text lautet:
Annie
Mary
Lovell



Gruß Horst