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Thema: Marken auf Belegen ohne oder mit schlechten Stempeln
Das Thema hat 70 Beiträge:
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filunski Am: 04.04.2018 22:24:06 Gelesen: 21775# 21 @  
@ fogerty [#20]

Hallo Ivo,

vielen Dank für deine Stellungnahme aus kompetenter, einheimischer Sicht!

Bitte nicht falsch verstehen, es ist nicht meine Intention deine oder irgendeines anderen italienischen Staatsbürgers Nationalstolz zu beleidigen (auch schon gar nicht deine Südtiroler Ehre). Mir fiel nur aus langjähriger eigener Erfahrung mit italienischen Postdienstleistungen auf, dass es dieses Jahr spürbar schlechter lief.

Ich kenne die Poste Italiane seit Jahrzehnten, lebte in den 1990er bis 2000er Jahren selbst 14 Jahre lang in Italien und könnte Bücher darüber schreiben, was da postalisch alles an manchmal haarsträubenden Geschichten passierte. In den letzten Jahren hatte ich dann aber den Eindruck, dass die Poste Italiane wesentlich besser geworden waren als ihr Ruf und dem was ich selbst erlebt hatte. Auch besser, sogar preisgünstiger, als all die in den letzten Jahren auftauchenden Privatpostanbieter.

Es stört mich nicht, wenn Sendungen, vor allem ins Ausland, nicht gestempelt werden, Thomas [#18] hat das in seinem Beitrag ganz treffend zusammengefasst und auch bei uns ist das oft nicht besser. Bei meinen regelmäßigen Aufenthalten jedes Jahr in Italien konnte ich aber auch in den letzten Jahren auf verschiedenen Postämtern einen Rückgang der "philatelistischen" Service Qualität feststellen. Manchmal kaum mehr Briefmarken erhältlich, kleine Werte zum Auffrankieren nicht zu bekommen, Unwissen im Umgang mit Lire Frankatur beim ansonsten immer sehr freundlichen Schalterpersonal und seit letztem Jahr wird auch nicht mehr von Hand gestempelt. Nur ein paar Beispiele und, nun ja, die Post ist ja auch nicht für Philatelisten da, kann/muss man also hinnehmen.

Wenn nun aber eine Postkarte innerhalb der EU fast 14 Tage zum Empfänger benötigt und auch nach 14 Tagen nur 25 % der aufgegeben Post angekommen ist, dann erkenne ich da für mich schon einen gewissen "Bergab-Trend". ;-)

Aber ich lasse mich da gerne überraschen, vielleicht ist es ja nur eine vorübergehende "Schwäche" oder ein Ausreißer? ;-)

Tanti saluti,
Peter
 
Silesia-Archiv Am: 05.04.2018 07:59:33 Gelesen: 21743# 22 @  
@ DL8AAM [#18]

Hallo Thomas,

danke für Deine Ausführungen. Ich stimme dem Satz: "Ob uns die dann noch gefällt, ob wir dann noch weiter machen wollen, ist doch der Post herzlichst egal" völlig zu.

Die Post weiß wie sie ihr Geld verdient. Ich haben eben mal die für den Monat Mai geplanten Ausgaben addiert: 7,75 € nur die normalen Marken zuzüglich drei Markensets (die man ja leider komplett kaufen muss auch wenn man nur eine oder zwei Marken benötigt)44,25 €, also Summa Summarum 52 € für einmal grob gesagt, okay ich kann den Rest verkleben wenn ich jemals z.B. so einen hohen Wert von 2.60 € brauche. Da blutet mir jetzt schon das Herz, ohne daran zu denken, aber das ist der Post egal. Die wissen genau dass die Sammler weniger wurden und sie wissen wie sie dennoch an ihr Geld kommen.

Nun gut ich will und wollte nicht abschweifen, zurück zum Thema:
Mittlerweile halte ich es so, dass ich Bedarfsbriefe nur dann aufhebe wenn Sie ein einigermaßen gutes Format haben welches ins Album passt und wenn sie zumindest einigermaßen sauber abgestempelt sind. Manches findet man auf Tauschtagen oder Börsen. Leider dauert es dafür jetzt Jahre bis ich komplett bin. Den von mir Eingangs gezeigte Brief hatte ich so nicht bestellt, der Absender meinte es gut.

Auch ich lasse mich jeden Tag überraschen was Neues auf uns zukommt.

Weiterhin viel Spaß beim Sammeln,
beste Grüße
Michael
 
DERMZ Am: 07.04.2018 12:21:10 Gelesen: 21668# 23 @  
Guten Samstag,

wie wäre es mit Bedarfspost aus der Ukraine? Ich verzichte auf den gesamten Umschlag, denn dieser ist mehr oder minder weiß - ABER die Marken gefallen optisch, nur der Stempel lässt zu wünschen übrig. Moderne Bedarfspost halt.



Und für alle, die gerne wissen möchten, wo der Stempel herkommt, es sollte sich um Kiev handeln.

viele Grüße

Olaf
 
filunski Am: 07.04.2018 12:58:07 Gelesen: 21659# 24 @  
@ Mondorff [#15]
@ filunski [#16]
@ fogerty [#20]

Hallo zusammen und an alle die noch an den "seltsamen Wegen" der Poste Italiane interessiert sind! ;-)

Lieber Ivo, bitte nicht böse sein, wenn die Italienische Post jetzt wieder nicht so gut dabei weg kommt.

Die von Didi vorgestellte Karte [#15] landete ja mit noch drei weiteren Postkarten am 21.3. abends im italienischen Canazei im selben Briefkasten. Didis Karte erreichte dann schließlich nach "nur" 13 Tagen Luxemburg. Von den anderen drei Karten, alle nach Deutschland adressiert, fehlte bis Gestern noch jede Spur. Zwei davon gingen zu mir selbst, bzw. in meine unmittelbare Nachbarschaft. Beide kamen heute an, hier die an mich, ausnahmslos Lire Frankatur, aber portorichtig und passend zum Thema ohne jeglichen Stempel:



Die zweite Karte bekam ich aus der Nachbarschaft und die lief sogar ganz korrekt, diesmal in Verona durch die Sortiermaschine im Briefzentrum (Verona CMP) und zwar schon einen Tag früher als die Karte von Didi in Padova, nämlich "schon" am 26.3. Benötigte also von Canazei nach Verona gerade mal vier Tage (Briefkastenleerung, wenn es denn so geschah am 22.3.), anschließend für den langen und beschwerlichen Weg über die Alpen bis in die Oberpfalz nochmals 12 Tage. Hier jetzt von "Schneckenpost" zu sprechen wäre wohl eher eine Beleidigung für dieselbe. ;-)

Hier auch diese Karte (ebenfalls portorichtig frankiert in €/Lire):



Von der vierten Karte, die ausschließlich mit einer aktuellen, portorichtigen €-Marke frankiert war und ins "ferne" Augsburg ging fehlt noch jede Spur.

Warum nun von vier Karten, die alle zur selben Zeit im selben Briefkasten landeten eine nach Padova ins BZ ging, zwei nach Verona und die Vierte wer weiß wohin ist mir nicht so ganz klar? Von den Laufzeiten die ich so aus Italien selbst zu "schlimmsten" Zeiten nicht erlebt habe ganz zu schweigen. Aber vielleicht war's ja nur ein "Ausrutscher"?

Tanti saluti,
Peter
 
DERMZ Am: 11.04.2018 22:21:32 Gelesen: 21573# 25 @  
Guten Abend,

man verzeihe mir bitte, wenn der gleich folgende Stempel zum einen vorhanden und dann auch noch gut leserlich ist. Ich verfehle das Thema wohl vollständig, aber wenn eine Maschine eine Marke auf dem Brief so faltet, daß nicht die Vorderseite, sondern die Rückseite gestempelt wird, dann hat auch dieses Briefstück eine Zukunft in der Kuriositäten-Sammlung - hier nun das besagte Exemplar:



Ach so, ich habe übrigens keine Ahnung, welche Marke verklebt wurde, ich kann es nicht erkennen.

viele Grüße

Olaf
 
EdgarR Am: 12.04.2018 11:47:24 Gelesen: 21531# 26 @  
Ich sehe ihn richtig vor Augen, den (schottischen) Posthalter von Scalloway/Shetland, wie er sich händereibend ausrechnet, dass er mit der "etwas sparsamen" Einstellung seiner Stempelmaschine Marke "Universal" mindestens jedes dritte Jahr eine ganze Nachfüllpatrone Stempelfarbe einspart und so bis zu seiner Rente ein Vermögen von gut 200 Pfund anhäufen wird können.



Nein, selbst mit den tollsten Scanner-Tricks ist nicht mehr vom Stempelabdruck sichtbar zu machen!
 
Baber Am: 13.04.2018 17:13:34 Gelesen: 21459# 27 @  
Schöner Brief aus Finnland, aber leider nicht gestempelt. Meine Adresse ist auf der Rückseite, vielleicht sind die Marken deswegen nicht gestempelt?



Gruß
Bernd
 
EdgarR Am: 01.06.2018 09:54:17 Gelesen: 21054# 28 @  
@ Baber [#27]

Hallo Bernd,

ich könnte Dir von meinem Beleg gerne ein paar Stempel für den Deinen abtreten - es sind genug vorhanden:



Da freut sich das Sammlerherz, nicht wahr?!

Weil der Umschlag sowieso nicht auf den Scaner passt, hier nur der wesentliche Ausschnitt.
 
filunski Am: 18.09.2018 12:37:48 Gelesen: 20351# 29 @  
Hallo zusammen,

anscheinend gibt es im Bereich des BZ 79 einen neuen "Feldversuch zur Entwertung der Entwertungen"! :-(

Diesen einmalig schön gestempelten Brief bekam ich heute von meinem Briefträger:



Der Absender meinte es sehr gut, lies den Brief, wie man noch ein wenig erkennen kann, schön von Hand abstempeln. Im BZ 79 lief er dann nochmals durch die Maschine, auch nicht ungewöhnlich und wäre in diesem Fall auch gar nicht schlimm gewesen, aber irgendwo vor- oder nachher fühlte sich jemand dazu veranlasst den ersten Tagesstempel, wie zu sehen, deutlich zu "entwerten".

Wer immer in den unendlichen Weiten der DPAG dafür verantwortlich ist, meinen "herzlichen Dank" dafür. Ein hoffentlich einmaliges Sammlerstück moderner Postgeschichte. ;-)

Viele Grüße,
Peter
 
StefanM Am: 18.09.2018 13:30:25 Gelesen: 20335# 30 @  
@ DERMZ [#25]

Erstaunlich, wie sauber das Markenpapier von der Selbstklebeschicht abgetrennt wurde, die noch an Ort und Stelle ist. Eigentlich ist das ein bemerkenswertes Sammlerstück und dazu mit einem sauberen und gut lesbaren Stempel.

Stefan
 
quinte Am: 11.12.2018 21:52:31 Gelesen: 19838# 31 @  
Oder mit VIER Stempeln!

Klarer Absender aus 53757 an klaren Empfänger in 50951 = eine klare Sache! (OHNE Adress-Codierung!)

Warum aber VIERmal durch eine Stempelmaschine? 1x mit Werbung "Schätze der Himmelssöhne - Bonn" (NICHT in der Datenbank gefunden!) und 3x mit Welle - klar zu erkennen: BZ 50 + BZ 53 und folgende Daten: 26.11. + -1.12.



Wer entschlüsseln kann und will - bitte melden!
 
filunski Am: 11.12.2018 22:00:42 Gelesen: 19831# 32 @  
@ quinte [#31]

Hallo quinte,

viele Vorgänge in der Postautomation bei der heutigen DPAG sind nicht immer unbedingt erklärbar. ;-)

Aber zumindest die "Himmelssöhne" sind in der Datenbank zu finden, hier:

https://www.philastempel.de/stempel/zeigen/210494

Viele Grüße,
Peter
 
quinte Am: 11.12.2018 22:37:39 Gelesen: 19814# 33 @  
@ filunski [#32]

Danke für den Link - ich hatte nach "Schätze der" und nicht nach "Schätze / der" gesucht!

Wäre dies ein Hinweis auf eine "Suchverbesserung"?
 
T1000er Am: 11.12.2018 23:21:24 Gelesen: 19806# 34 @  
@ DERMZ [#25]

Hallo Olaf,

Falls sich Dein Rätsel nach der verwendeten Briefmarke noch nicht gelöst hat hier die Antwort.

Du hast nicht nur eine wunderschön gefaltete Briefmarke sondern auch ein gefaltetes Dampfschiff in Deiner Sammlung!

Ich bin mir sehr sicher das es sich um die im Jahr 2016 erschienene 70 Cent Marke "200 Jahre Dampfschiff "Die Weser"" handelt.



Anbei auch das Vergleichsstück.



Schöne Grüße,
Thomas
 
DERMZ Am: 16.01.2019 18:34:24 Gelesen: 19605# 35 @  
@ T1000er [#34]

Vielen Dank Thomas!

Ja das kann ich mir auch gut vorstellen und es würde Sinn machen.

In Ergänzung habe ich heute einen "fliehenden" Stempel hereinbekommen, GUMME wollte wohl nicht mehr länger zu RSBACH gehören, konnte sich aber doch nicht ganz losreißen.



Auch wenn er noch nicht in der Datenbank vermerkt ist, bei diesem Stempel traue ich mich nicht, ihn einzustellen.

Viele Grüße

Olaf
 
jmh67 Am: 17.01.2019 14:00:54 Gelesen: 19541# 36 @  
@ DERMZ [#35]

Warum sollte der Stempel nicht in die Datenbank? Man kann ihn doch lesen, und solche "Ausrutscher" sind bei Rollstempeln micht selten. Durch einen besseren Abdruck ersetzen kann man ihn immer noch, wenn sich einer findet.

-jmh
 
Christoph 1 Am: 17.01.2019 16:45:51 Gelesen: 19508# 37 @  
@ jmh67 [#36]
@ DERMZ [#35]

Sehe ich auch so! Der wird einfach in der Datenbank festgehalten, bevor er flieht. :-)

Viele Grüße, Christoph
 
Silesia-Archiv Am: 23.05.2019 08:05:50 Gelesen: 18797# 38 @  
Liebe Sammlerfreunde,

kürzlich bekam ich den abgebildeten Brief. Im ersten Moment dachte ich an einen Scherz bzw. an eine Schwärzung der Marken.

Was hat sich der/die Postmitarbeiter dabei gedacht?

Der Versender, auch ein Sammler, macht sich große Mühe, gibt den Brief am Schalter zu Handstempelung ab und auf dem weiteren Postweg wird der Brief nochmal durch die Stempelanlage im Briefzentrum 83 gejagt, was deutlich zu erkennen ist. Was soll das?

Gibt es da eine Erklärung?

Auch hier sollte es - ähnlich wie bei der Bahn für Verspätungen - Erstattungen geben. Oder wie ist die Meinung der wirklichen Sammler?

Auf Antworten bin ich gespannt.

Beste Sammlergrüße
Michael


 
ginonadgolm Am: 23.05.2019 08:17:53 Gelesen: 18790# 39 @  
@ Silesia-Archiv [#38]

Auch hier sollte es - ähnlich wie bei der Bahn für Verspätungen - Erstattungen geben.

Wofür sollte es eine Erstattung geben? Die Post hat doch ihre Aufgaben bestens erledigt!

Die Marken wurden entwertet und der Brief zugestellt.

Saubere Gefälligkeitsentwertungen kann man nicht bei echt laufenden Sendungen erwarten

meint
Ingo aus dem Norden
 
Silesia-Archiv Am: 23.05.2019 08:52:42 Gelesen: 18782# 40 @  
@ ginonadgolm [#39]

Saubere Gefälligkeitsentwertungen kann man nicht bei echt laufenden Sendungen erwarten

Das kann man schon erwarten wenn man sich die Mühe macht und den Brief am Schalter zur sauberen Stempelung abgibt, was in diesem vorliegenden Fall ja wohl geschehen ist. Was hat sich der/die Mitarbeiter am Schalter gedacht? Und völlig unnötig wurde der Brief dann noch mal durch die Stempelmaschinerie im Briefzentrum gejagt.

Das ist meine Meinung, sonst kann man das Sammeln von Postwertzeichen auch einstellen.

Gruß Michael
 
opti53 Am: 23.05.2019 15:57:08 Gelesen: 18750# 41 @  
Hallo,

bei den "hässlichen" Entwertungen ist das Problem wohl doch der Sammler, der partout keine Abstempelungen akzeptiert, wie sie halt im Postalltag gebräuchlich sind. :-) Doch für diese Sammler produziert die Post Marken mit schönen aufgedruckten Stempeln. So ist für jeden gesorgt.

Bei nicht abgestempelten Marken aus dem Ausland habe ich eher den Verdacht, dass man nicht offenlegen will, dass die Post erst mal über einen längeren Zeitraum gesammelt wird, bevor sie auf die Reise geschickt wird. Auf diese Weise ist das Liegenlassen der Briefe und Karten nicht mehr nachvollziehbar.

Viele Grüße

Thomas
 
Christoph 1 Am: 23.05.2019 16:11:19 Gelesen: 18746# 42 @  
@ Silesia-Archiv [#38]

Natürlich ist so ein Anblick nicht "schön", aber was willst Du machen? Eine Erstattung einzufordern, ist unangemessen, denn es steht nirgends geschrieben, dass der Empfänger Anspruch auf den Erhalt einer "schön" gestempelten Sendung hat.

In dem gezeigten Beispiel liegt das Problem - meiner Meinung nach - überhaupt nicht in der vom Briefzentrum aufgebrachten Tintenstrahlentwertung, sondern im fehlerhaften Gebrauch des Handstempels in der Poststelle, in der die Sendung eingeliefert wurde. Stempeln will gelernt sein. :-) Ich habe inzwischen zwei kleine Poststellen in meiner Umgebung, bei denen ich meine Briefe selbst stempeln darf. Da passiert dann sowas nicht, denn ich weiß, dass ich überschüssige Stempelfarbe vor dem Abstempeln durch Blindabschläge auf einem Schmierpapier entfernen muss. Zudem will so ein Stempelgerät auch immer mal ein wenig gereinigt werden, damit sich in den Zwischenräumen keine Farbe sammeln kann.

Sehr interessant finde ich, dass auf dem Schmidt-Block offenbar das große &-Zeichen in einem abweichenden Druckverfahren (?) hergestellt wurde, so dass an diesen Stellen die Stempelfarbe "abgeperlt" zu sein scheint. Das ist doch dann fast wieder ein kleines Sammlerstück der ganz anderen Art.

Viele Grüße
Christoph
 
filunski Am: 23.05.2019 17:16:26 Gelesen: 18733# 43 @  
@ Silesia-Archiv [#38]

Oder wie ist die Meinung der wirklichen Sammler?"

Hallo Michael,

mal zurück gefragt, wer sind denn die wirklichen Sammler, gibt es auch unwirkliche? ;-)

Aber zu deiner Frage. Bei deinem Brief wurde das Stempelkissen in der Postagentur frisch mit Tinte getränkt, um nicht zu sagen ersäuft. Schöne oder auch nur zufriedenstellende Stempel sind damit nicht möglich. Ein frisch getränktes (mäßig) Stempelkissen muss ein paar Tage ruhen, bis damit wieder sauber gestempelt werden kann. Das wissen aber viele Postagenturmitarbeiter nicht.

Du hast keinen Anspruch auf eine bestimmte Abstempelung, mit dem Kauf einer Briefmarke hast du nur Anspruch auf eine bestimmte damit bezahlte Postbeförderung und wenn der Zusteller einfach die ungestempelt gebliebenen Marken mit dem dicken Filzschreiber durchstreicht, ist das auch eine postalische Entwertung.

Wenn du schöne Stempel auf deinen Marken möchtest, dann suche dir eine Postagentur deines Vertrauens, wo ordentlich mit den Stempelutensilien umgegangen wird und frage eventuell ob du nicht selbst deine Post abstempeln darfst. Ansonsten ist noch die beste Gewähr für fast immer saubere Stempel der Einwurf in den Briefkasten. Die Maschinenstempel im BZ sind meist ok. Aber sicher sind jetzt auch keine Maschinenstempel gewünscht? ;-) Dabei ist dann aber auch bei der Frankierung darauf zu achten diese korrekt (rechts oben) anzubringen und nicht mehr Marken aufzukleben als der Maschinenstempel abstempeln kann (also zwei). Ansonsten kommt bei größeren Briefen der Handroller oder die neuen Tintenstrahler (die den "wirklichen" ;-) Sammlern ja auch wieder nicht Recht sind).

Du musst dich einfach daran gewöhnen, dass die Post heute eine andere ist als vor 20 Jahren oder früher und dass Philatelie im heutigen, allgemeinen Sprachgebrauch und der täglichen Wahrnehmung auch bei den Postagenturen nicht mehr vorkommt und/oder verstanden wird. Leider. :-(

Viele Grüße,
Peter (vielleicht kein "wirklicher", aber ein immer noch begeisterter Sammler ;-))
 
Silesia-Archiv Am: 23.05.2019 21:48:31 Gelesen: 18692# 44 @  
@ Christoph 1 [#42]
@ filunski [#43]

Hallo Sammlerfreunde,

in meinen Augen gibt es schon Sammler und Sammler. Also damit meine ich Sammler die sich Mühe machen eine Sammlung möglichst komplett zu bekommen und diese auch schön in Alben einsortieren, auf Tauschtage gehen usw. und aber auch Sammler die sich irgendwelche Marken kaufen weil die denen gerade gefallen oder diese IN sind, sie aber in die Ecke oder auf die hohe Kante legen in der Hoffnung dass die mal was einbringen. Ich selber sammle aus Spaß an der Freude und nicht wegen dem Wert, denn davon habe ich eh irgendwann mal nichts.

Was das saubere stempeln bzw. abstempeln angeht, kenne ich das anders. Ich selbst war mal kurze Zeit Postler und habe das anders gelernt, mein Vater war 50 Jahre Beamter der Deutschen Bundespost. Stempel sind sauber und lesbar anzubringen habe ich gelernt. Und hier auf meinen umliegenden Postämtern wird auch immer sauber abgestempelt, dafür gebe ich den Brief am Schalter ab. Wenn es mir egal ist, dann werfe ich den Brief in den Briefkasten. Ich war erst kürzlich auf dem Postamt im Posttower in Bonn und habe Briefe am Schalter abgegeben. Der Mitarbeiter stempelte zuerst die überflüssige Farbe auf Schmierpapier bevor er den Stempel aufsetzte. Und damit der Brief nicht im Briefzentrum nochmal gestempelt wird, legte er ihn eine extra Kiste. Das nenne ich Service.

Von einem weiteren Service kann ich berichten, was die Erstattung angeht. Auf einem anderen Postamt erstattet man die Briefmarken wenn der Stempel falsch oder schlecht angesetzt wurde. Es heißt dann immer nur den Umschlag kann ich Ihnen nicht ersetzen aber die Marken schon. Das nenne ich Service.

Vielleicht noch ein Schlusswort: Damit so etwa sowie abgebildet nicht passiert, bleibe ich immer so lange am Schalter stehen bis der Umschlag gestempelt wurde, dann sehe ich sofort das Ergebnis und kann notfalls sofort reklamieren.

Öfters erhalte ich Briefumschläge die nachweislich an Schaltern für Handstempel abgegeben werden, meist tragen diese neben dem Handstempel noch einen Maschinenstempel. Nicht notwendig und unnötige Arbeit.

Beste Sammlergrüße
Michael
 
Parachana Am: 02.06.2019 12:16:02 Gelesen: 18618# 45 @  
England: Tagespost

Hallo an diesem schönen Sonntag,

habe hier einen Umschlag aus englischer Tagespost. Was mich stört, bzw. interessiert: Warum nicht gestempelt und in wieweit etwas zum aufheben?

Habe in letzter Zeit häufiger solche Umschläge aus England bekommen, lese hier im Forum aber auch immer wieder ähnliche Sachen aus anderen Ländern.



LG aus Recke
Uwe
 

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