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Thema: Die Ordnung der Wale
KH Am: 12.11.2018 15:29:57 Gelesen: 11609# 1 @  
Die größten lebenden Säugetiere befinden sich in der Ordnung der Wale mit den Unterordnungen Bartwale und Zahnwale.

Zu diesen Unterordnungen gehören jeweils verschiedene Familien mit verschiedenen Arten. Zu den Bartenwalen gehört die Familie der Glattwale.Sie umfasst derzeit vier Arten. Sie leben in den nördlichen und südlichen Meeren und ernähren sich von Plankton. Aufgrund verschiedener Merkmale grenzen sie sich deutlich von den anderen Bartenwalen ab. Die etwa 15-20 Meter großen Tiere wurden von allen Walen durch die Bejagung am stärksten dezimiert. Glattwale sind eher plump gebaut. Ihnen fehlt eine Rückenfinne. Die Flipper sind recht kurz, jedoch kräftig ausgebildet. Des Weiteren kennzeichnet Glattwale eine extrem Speckschicht, welche in der Dicke die anderer Wale deutlich übertrifft. Als Bewohner meist sehr kalter Meere bis hin zum Südpolarmeer bildete sich der dicke Blubber als Isolation gegen das kalte Wasser. Nordkaper und Südkaper unterscheiden sich von anderen Walarten und auch vom verwandtschaftlich nahestehenden Grönlandwal durch ihre auffälligen Hautwucherungen im Kopfbereich; vor allem Ober- und Unterkiefer, sowie der Augenbereich sind davon betroffen. Sie werden von Seepocken und Walläusen besiedelt.



Gruß KH
 
KH Am: 13.11.2018 08:40:26 Gelesen: 11561# 2 @  
Der Zwergglattwal ist der kleinste aller Bartenwale. Er ist selten und kaum bekannt. Wegen gewisser Ähnlichkeiten wird er manchmal in die Familie der Glattwale eingerechnet; da er insgesamt aber zu sehr von diesen abweicht, wurde für ihn eine eigene Familie aufgestellt. Mit einer Länge von höchstens 6 m und einem Gewicht von bis zu drei Tonnen ist der Zwergglattwal für einen Bartenwal ungewöhnlich klein. Die Farbe ist schwarz bis dunkelgrau. Mit den Glattwalen verbinden ihn der überdimensionale Kopf und der bogenförmige Unterkiefer. Es gibt allerdings auch markante Unterschiede: Der Zwergglattwal hat eine Rückenfinne und ansatzweise erkennbare Kehlfurchen, beides typische Merkmale der Furchenwale. Während er also zum Teil zwischen Glatt- und Furchenwalen zu vermitteln scheint, gibt es wiederum andere Charakteristika, die ihn einmalig unter den Walen machen.



Gruß KH
 
KH Am: 14.11.2018 09:14:25 Gelesen: 11518# 3 @  
Die Furchenwale sind eine weitere Familie der Bartenwale. Hierzu gehören die größten aller Wale und damit die größten lebenden Tiere überhaupt. Die neun Arten sind zwischen 7 und 31 m lang. Von den Glattwalen, der anderen großen Familie der Bartenwale, unterscheiden sie sich durch folgende Merkmale: Vorhandensein einer Rückenflosse, eine schlankere Gestalt, deutlich kürzere und breitere Barten, sowie die namengebenden Kehlfurchen. Furchenwale öffnen ihr Maul bis zu einem Winkel von 90°, das wird durch eine besondere Konstruktion des Kiefers ermöglicht. Der Kopf und der Kiefer nehmen ungefähr ein Viertel der gesamten Körperlänge ein. Furchenwale sind schnelle Schwimmer. Sie unternehmen große Wanderungen, bei denen sie zwischen warmen und kalten Klimazonen wechseln. Daher sind Furchenwale in allen großen Ozeanen verbreitet, meiden aber kleine Nebenmeere. Arten wie Blauwal, Finnwal und Buckelwal wurden an den Rand des Aussterbens gebracht. Seit 1986 sind sie geschützt, allerdings werden Zwergwale weiterhin gejagt.



Gruß KH
 
KH Am: 15.11.2018 10:55:31 Gelesen: 11484# 4 @  
Kommen wir nun zu den Zahnwalen.

Die Gründelwale (Monodontidae) sind eine Familie der bis etwa 6 m langer Zahnwale in nördlichen (vor allem arktischen) Meeren. Der Kopf ist stumpf gerundet mit aufgewölbter Stirn, die Brustflossen sind relativ klein und gerundet, eine Rückenfinne fehlt. Die Gründelwale fressen überwiegend am Grund, daher der Name. Die Gründelwale sind in Größe und Form untereinander ähnlich. Ihr relativ stämmiger Körper hat eine dicke Blubberschicht zum Schutz vor Kälte. Sie haben einen rundlichen Kopf mit sehr kurzer Schnauze und beweglichem Genick. Die Rückenfinne fehlt, die Flipper sind klein und rundlich, die Fluke hat eine deutliche Einkerbung.Die beiden einzigen Vertreter der Gründelwale sind der Narwal (Monodon monoceros) und der Weißwal oder Beluga (Delphinapterus leucas). Wegen großer Ähnlichkeit mit dem Weißwal wurde manchmal auch der Irawadidelfin hierher gezählt, der aber nach neueren Untersuchungen eindeutig zu den echten Delfinen gehört.



Gruß KH
 
KH Am: 16.11.2018 15:12:02 Gelesen: 11436# 5 @  
Die Schweinswale (Phocoenidae) sind eine Familie kleiner Zahnwale mit sechs Arten in drei Gattungen. Sie sind mit den Delfinen verwandt, unterscheiden sich aber in einer Reihe anatomischer Merkmale. Besonders charakteristisch ist die Form des Kopfes und der Zähne. Am bekanntesten in Europa ist der Gewöhnliche Schweinswal (Phocoena phocoena) mit Vorkommen in Nord- und Ostsee. Mit Körperlängen bis 2,5 m gehören diese Tiere zu den kleinen Walen, der Kalifornische Schweinswal ist mit maximal 1,5 m einer der kleinsten. Die Tiere können zwischen 30 und 200 Kilogramm wiegen, abhängig von der Körpergröße. Schweinswale haben einen gedrungenen Körper mit rundem Kopf und stumpfer Schnauze ohne Schnabel. Die Kiefer enthalten bis zu 120 spatelförmige Zähne. Die Finne ist oft dreieckig und sitzt hinter der Rückenmitte, lediglich der Glattschweinswal hat keine Finne. Die sechs Arten leben in allen Ozeanen, meistens in Küstennähe. Bevorzugt finden sie sich in den Meeren der Nordhalbkugel, nur zwei der sechs Arten leben auf der südlichen Hemisphäre. Der Glattschweinswal kommt auch in einigen Flüssen, beispielsweise dem Jangtsekiang vor. Seit 2013 werden vermehrt Schweinswale in der Elbe beobachtet, die teilweise Schulen mit bis zu sechs Tieren bilden.



Gruß KH
 
KH Am: 17.11.2018 08:40:32 Gelesen: 11408# 6 @  
Die Delfine oder Delphine (Delphinidae) gehören zu den Zahnwalen (Odontoceti) und sind somit Säugetiere (Mammalia), die im Wasser leben (Meeressäuger). Delfine sind die vielfältigste und mit rund 40 Arten größte Familie der Wale (Cetacea). Sie sind in allen Meer. Delfine sind meist zwischen eineinhalb und vier Meter lang, der Große Schwertwal erreicht als größter Delfin sogar acht Meter. Sie haben einen stromlinienförmigen Körper, der an die hohen Schwimmgeschwindigkeiten angepasst ist. Im Kopf befindet sich ein rundes Organ, die Melone. Sie spielt eine Rolle bei der Echoortung. Bei vielen Arten sind die Kiefer klar abgesetzt und bilden einen lang gezogenen Schnabel. Die Schnauze kann bei mehreren Arten sehr viele Zähne enthalten. Von anderen Zahnwalen unterscheiden sich Delfine durch folgende Merkmale: Verschmelzung der ersten beiden Halswirbel, eine geringere Anzahl von Rippen, Fusion der beiden Unterkieferhälften auf höchstens einem Drittel der Kieferlänge und stumpfe Zähne. Delfine sind schnelle Schwimmer, sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 55 Kilometern pro Stunde. Oft springen sie aus dem Wasser, zuweilen akrobatische Figuren ausführend (z. B. der Spinner-Delfin). Solche Sprünge werden als Spielverhalten interpretiert. Daneben ermöglichen die Sprünge den Delfinen aber auch eine schnellere Fortbewegung. Sie helfen auch bei der Suche nach Futterplätzen, da sich Delfine bei ihren Sprüngen z. B. an Möwenansammlungen orientieren. Auf der Jagd können sie bis zu 300 Meter tief und 15 Minuten lang tauchen; die meisten Tauchzüge dauern jedoch wenige Minuten.



Gruß KH
 
KH Am: 18.11.2018 08:13:16 Gelesen: 11385# 7 @  
Gangesdelfine (Platanistidae) sind in großen Flüssen im Norden des Indischen Subkontinents verbreitet. Es werden zwei Arten unterschieden, der eigentliche Gangesdelfin (Platanista gangetica) im Ganges-Brahmaputra-System und der Indusdelfin (Platanista minor) im Indus.Platanista-Arten haben eine lang ausgezogene und leicht aufwärts gebogene Schnauze. Sie sind 2 bis 3 Meter lang, wobei Weibchen im Schnitt etwas größer als Männchen sind und bis zu 100 Kilogramm wiegen. Die Rückenflosse ist klein und unauffällig. In all diesen Merkmalen gleichen die Platanista-Arten dem Amazonasdelfin, obwohl nur eine entfernte Verwandtschaft zu diesem besteht.Die Körperfarbe ist dunkelgrau; die Unterseite ist etwas heller als die Oberseite. Den Augen fehlt eine Linse, und sie sind verkümmert. Mit den Augen können die Delfine allenfalls noch Helligkeitsunterschiede ausmachen. Die wirkliche Orientierung erfolgt über die Echo-Ortung. Offenbar hat das Leben im schlammigen Wasser den Gesichtssinn verkümmern lassen.



Gruß KH
 
KH Am: 19.11.2018 08:19:53 Gelesen: 11343# 8 @  
Die Flussdelfine (Iniidae) sind eine Säugetierfamilie aus der Ordnung der Wale (Cetacea). In der hier verwendeten Systematik werden drei Arten zu dieser Gruppe gezählt:

• der Amazonasdelfin (Inia geoffrensis),
• der La-Plata-Delfin (Pontoporia blainvillei) und
• der Chinesische Flussdelfin (Lipotes vexillifer), der möglicherweise bereits ausgestorben ist.

Flussdelfine sind kleine Wale mit maximal 3 Metern Länge und 160 Kilogramm, der La-Plata-Delfin gilt sogar als einer der kleinsten Wale überhaupt. Ihr Körper ist relativ plump gebaut, die Finne ist sehr niedrig. Im Gegensatz dazu ist die Fluke groß und die Flipper sind breit. Die Halswirbel sind nicht miteinander verschmolzen, wodurch der Kopf sehr beweglich ist. Die Melone ist stark gewölbt, die Schnauze ist langgestreckt. Die Kiefer sind pinzettenartig und können insgesamt über 200 Zähne enthalten. Die Augen sind stark verkleinert, jedoch funktionstüchtig.



Gruß KH
 
KH Am: 20.11.2018 09:11:28 Gelesen: 11321# 9 @  
Der Pottwal (Physeter catodon oder Physeter macrocephalus) ist unter den Zahnwalen der einzige Großwal. Pottwalmännchen sind größer und schwerer als Weibchen. Große Pottwalbullen erreichen Längen von 18 Metern und Gewichte von 50 Tonnen und sind dadurch die größten bezahnten Tiere der Erde. Einzelne Exemplare scheinen allerdings noch weitaus größer werden zu können, wie einige Artefakte aus der Zeit zeigen, in der Pottwale noch im großen Stil gejagt wurden. Kennzeichnend für die Art ist der enorme, fast quadratische Kopf; der fragil anmutende Unterkiefer ist verglichen mit der Größe des gesamten Schädels sehr schmal und mit teilweise mehr als 20 cm langen Zähnen besetzt. Eine weitere Besonderheit ist, dass beim Pottwal normalerweise nur die Zähne des Unterkiefers durchbrechen und diese im Oberkiefer in entsprechende Aushöhlungen einrasten, während die Zähne des Oberkiefers normalerweise unsichtbar bleiben. Damit stellt sich die Frage nach dem Jagd- und Fressverhalten, die bislang nicht geklärt ist. Wie Pottwale ihre Beute genau fangen, ist nach wie vor nicht bekannt. Allerdings scheinen ihre Zähne und Kiefer bei der Jagd keine große Rolle zu spielen, denn es wurden schon gut genährte Pottwale gefunden, deren Kiefer völlig deformiert und zum Festhalten von Beutetieren nicht geeignet waren.



Gruß KH
 
KH Am: 21.11.2018 08:43:26 Gelesen: 11302# 10 @  
Die Schnabelwale (Ziphiidae) sind eine Familie der Zahnwale. Obwohl sie neunzehn Arten umfassen und damit nach den Delfinen die artenreichste Walfamilie sind, ist sehr wenig über sie bekannt. Das hängt damit zusammen, dass sie ausgesprochen selten in Küstennähe anzutreffen sind. Viele der Arten wurden erst in jüngerer Vergangenheit beschrieben. Benannt sind Schnabelwale nach ihrer langgezogenen Schnauze, die sie von anderen größeren Walen unterscheidet. Bei manchen Arten geht der Kopf wie bei einem Delfin geradlinig in diese Schnauze über, bei anderen aber ist die Schnauze markant vom Kopf abgesetzt wie ein Vogelschnabel. Die Körpergröße der Schnabelwale beträgt 4 bis 13 m. Über das Verhalten vieler Arten ist wenig bekannt, weil die Tiere selten auf See gesichtet werden. Zumeist werden kleine Gruppen beobachtet. Die wesentlichen Informationsquellen sind jedoch tote Körper gestrandeter Wale. Am besten sind die Entenwale sowie die Schwarzwale erforscht, was mit der Verfolgung dieser Arten durch Walfänger zusammenhängt.



Gruß KH
 
KH Am: 22.11.2018 09:02:44 Gelesen: 11283# 11 @  
Einen Bartenwal habe ich vergessen, den Grauwal.Er ist ein Bartenwal, der in arktischen bis warm-gemäßigten Gewässern lebt. Der Grauwal ist der einzige Vertreter der monotypischen Gattung Eschrichtius und wird in eine eigene Familie Eschrichtiidae gestellt. Grauwale erreichen eine Länge von 13 bis 15 Metern und ein Gewicht von 25 bis 34 Tonnen. Diese Wale sind schiefergrau bis dunkelgrau. Durch die massenhafte Besiedlung der Haut durch parasitische Krebstiere wie Seepocken und Walläuse erscheinen Grauwale auf Entfernung oft weiß gefleckt. Besonders häufig lassen sich Entenmuscheln auf dem Kopf und der Schwanzflosse des Grauwales nieder. Der Kopf ist spitz zulaufend. Das Rostrum ist stark gewölbt. Die Finne fehlt, entlang des Rückens gibt es jedoch mehrere buckelartige Hervorwölbungen. Die Fluke ist relativ breit und eingekerbt. Die Kehle des Grauwals ist in der Regel von zwei, maximal von bis zu sieben Furchen durchzogen. Auf jeder Seite des Mauls befinden sich etwa 150 Barten von 40 Zentimeter



Gruß KH
 
KH Am: 23.11.2018 08:35:08 Gelesen: 11268# 12 @  
Heute möchte ich abschließend einen Block vorstellen, auf dem 6 verschiedene Wale zu sehen sind:

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Blauwal Schwertwal
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Nördlicher Pottwal
Entenwal
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Südlicher Zwergglattwal
Glattwal
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Gruß KH
 
Ben 11 Am: 24.11.2018 17:21:35 Gelesen: 11245# 13 @  
@ KH [#12]

Guten Abend KH,

ergänzend zu Deiner kleinen Serie möchte ich mal eine kanadische Marke zeigen.

Die 10$ Marke zeigt einen Blauwal aus der Familie der Furchenwale und wurde als höchster Wert der kanadischen Wildlife-Serie herausgegeben.



Interessant an dieser Marke (und den hohen Werten dieser Serie) sind die vielen Sicherheitsmerkmale. Die Designer konnten sich hier mal so richtig verwirklichen und zeigen Offsetdruck im Hintergrund, Stichtiefdruck im Vordergrund, neben Mikroschrift auch zwei unterschiedliche UV-Farben (grün fluoreszierend der Taucher und die Mikroschrift, orange Fluoreszierend die Krillwolke rechts oben) und zusätzlich zwei unterschiedliche Perforationen in der oberen und unteren waagerechten Reihe. Und schließlich noch der Druck der Wertziffer in irisierender Farbe.



Eine schöne Marke (Serie) mit vielen interessanten Details.

Viele Grüße
Ben.
 
KH Am: 27.11.2018 10:29:46 Gelesen: 11195# 14 @  
@ Ben 11 [#13]

Hi Ben,

danke für das Zeigen dieser schönen Marke und die interessanten Hintergrundinformationen dazu.

Von mir heute 4 Maximumkarten aus Palau.

1. Blauwal



2.Buckelwal



3.Finnwal



4.Pottwal



Schöne Grüße Klaus
 
KH Am: 28.11.2018 10:15:57 Gelesen: 11135# 15 @  
Heute möchte ich Wale des Nordatlantik vorstellen.

1.Grönlandwal



2.Nordkaper



3. Nördlicher Entenwal



4.Zweizahnwal

Zweizahnwale tragen nur ein voll entwickeltes Zahnpaar im Unterkiefer. Bei adulten Männchen sind diese Zähne (ähnlich wie die Hauer eines Keilers) auch bei geschlossenem Maul gut sichtbar.



Gruß Klaus
 
KH Am: 29.11.2018 09:24:40 Gelesen: 11078# 16 @  
Wale Südafrikas

1.Brydewal



2.Cuvier Schnabelwal



3.Zwergglattwal



4.Zwergwal



Gruß Klaus
 
KH Am: 30.11.2018 08:30:49 Gelesen: 11042# 17 @  
Wale Australiens

1. Blauwal



2.Buckelwal



3. Finnwal



4.Südlicher Entenwal



Gruß Klaus
 
KH Am: 01.12.2018 08:41:13 Gelesen: 10969# 18 @  
Kurzflossen-Grindwal

Der Kurzflossen-Grindwal wird als eigenständige Art innerhalb der Gattung der Grindwale eingeordnet, die nach aktuellem Stand aus zwei Arten besteht und neben dieser Art noch den Langflossen-Grindwal enthält. Kurzflossen-Grindwale finden sich in allen tropischen und subtropischen Meeren zwischen dem 50. Grad nördlicher Breite und dem 40. Grad südlicher Breite .



Gruß Klaus
 
KH Am: 02.12.2018 08:53:44 Gelesen: 10956# 19 @  
Der Schwertwal (Orcinus orca) ist eine Art der Wale aus der Familie der Delfine (Delphinidae). Er wird auch Orca oder – zur Abgrenzung vom Kleinen SchwertwalGroßer Schwertwal (links)genannt. Die Namen Killerwal und Mörderwal wurden den Tieren von Walfängern gegeben und nehmen Bezug auf die oft brutal anmutenden Jagdmethoden dieser Raubwale. Die Art ist weltweit verbreitet, bewohnt jedoch bevorzugt küstennahe Gewässer in höheren Breiten.Der Name kommt von der bis zu 2m langen Rückenflosse.Sie sind hochintelligent, sehr anpassungsfähig und kommunikativ. So können sie sogar ihre Jagdtaktiken koordinieren. Orcas sind keine typische wandernde Tierart, unternehmen aber in Anpassung an das wechselnde Angebot ihrer bevorzugten Beute mitunter lange Wanderungen, z.B. zwischen Alaska und Kalifornien. Je nach Lebensraum und sozialer Gruppe jagen Schwertwale Fische, Kalmare, Robben, Seevögel oder sogar Wale, die viel größer sind als sie selbst. Es gibt keinen dokumentierten Angriff eines Schwertwals auf Menschen in freier Natur. Im Gegenteil gibt es Berichte, wonach Orcas Menschen vor Haien beschützt haben sollen.Die Taxonomie dieser Art bedarf der Überarbeitung und es ist wahrscheinlich, dass Orcinus orca in den kommenden Jahren in weitere Arten oder zumindest Unterarten aufgeteilt wird.

Der Kleine Schwertwal (rechts), auch bekannt als Unechter oder Schwarzer Schwertwal, ist im Vergleich zum Großen Schwertwal nur wenig erforscht. Er ähnelt dem Orca in Form und Proportionen, ist aber einfarbig schwarz und deutlich kleiner. Kleine Schwertwale bilden Schulen von zehn bis fünfzig Tieren und halten sich meistens fern der Küsten auf. Sie sind in allen Ozeanen gemäßigter, subtropischer und tropischer Breiten beheimatet.



Gruß Klaus
 
KH Am: 03.12.2018 10:40:49 Gelesen: 10936# 20 @  
Über den Zwergschwertwal wissen wir nur wenig, da es kaum Sichtungen gibt. Der Zwergschwertwal ist zwar weit verbreitet, scheint aber von Natur aus selten zu sein. Anders als sein Name vermuten lässt, zeigt er kaum Ähnlichkeiten zum Schwertwal.Der Zwergschwertwal hat einen relativ kleinen und schlanken Körper mit einem gerundeten Kopf ohne Schnabel. Die Rückenflosse ist hoch und sichelförmig. Der Oberkiefer trägt 16 bis 24, der Unterkiefer 20 bis 26 scharf zugespitzte Zähne. Die Brustflossen sind lang und abgerundet. Die Körperfarbe ist hauptsächlich schwarz oder dunkelgrau mit einem einigermaßen deutlichen, aber schmalen schwarzen Cape. Manche Zwergschwertwale haben weiße Kratzer oder Narben. Schnauze, Kinn und Lippen sind bei der Mehrzahl der Tiere artspezifisch weiß gefärbt. Außerdem haben sie einen weißen Streifen am Bauch, der sich zur Genitalregion hin verbreitert. Der Zwergschwertwal kann mit dem Kleinen Schwertwal und dem Breitschnabeldelfin verwechselt werden, hat aber im Vergleich zu diesen einen rundlicheren Kopf und gerundetere Brustflossen sowie ein dunkleres Cape. Außerdem sind seine Gruppengrößen meist geringer. Kleine Schwertwale haben gar kein Cape und Breitschnabeldelfine keine Narben.



Gruß Klaus
 
KH Am: 04.12.2018 10:54:54 Gelesen: 10911# 21 @  
Vietnam 1985

1 Dong Blauwal (Balaenoptera musculus)
1 Dong Seiwal (Balaenoptera borealis)
2 Dong Schwertwal (Orcinus orca)
3 Dong Buckelwal (Megaptera boops)
4 Dong Finnwal (Balaenoptera physalus)
6 Dong Nordkaper (Eubalaena glacialis)



Gruß Klaus
 
KH Am: 05.12.2018 08:30:02 Gelesen: 10897# 22 @  
Buckelwale werden durchschnittlich bis zu 13 Metern groß und erreichen ein Körpergewicht von etwa 30 Tonnen. Seinen Namen verdankt er seiner Eigenart, den Rücken beim Abtauchen zu beugen und dabei einen Buckel zu bilden.Die bedeutendsten Merkmale des Buckelwals sind seine langen Flipper und die individuenspezifische Schwanzfluke. Die Flipper erreichen 1/3 der Körperlänge. Die große Schwanzfluke der Buckelwale ist deutlich eingekerbt und hat an der Unterseite eine für jeden Wal einmalige Pigmentierung. Experten sind durch diese individuelle Farbgebung in der Lage, weltweit tausende von Buckelwalen zu unterscheiden und wieder zu erkennen. Sie sind der Fingerabdruck der Buckelwale. Der Buckelwal kommt weltweit in allen polaren bis tropischen Meeren vor. Da er mit sieben Kilometern pro Stunde ein relativ langsamer Schwimmer ist und sich manchmal neugierig Schiffen nähert, war er schon von jeher eine begehrte Beute für den Menschen. Die intensivste Fangperiode auf Buckelwale begann im frühen 20. Jahrhundert mit dem Aufbau von Walfangstationen auf Inseln um die Antarktis. Nach dem rapiden Rückgang der Buckelwalbestände erließ die Internationale Walfangkommission IWC 1963 ein Jagdverbot für Buckelwale. Mittlerweile haben sich die Buckelwalbestände wieder etwas erholt. Trotzdem sind sie durch Schiffskollisionen, Beifang in Fischernetzen, Meeresverschmutzung, Klimawandel und durch die industrielle Verlärmung der Meere gefährdet.



Gruß Klaus
 
KH Am: 06.12.2018 09:04:53 Gelesen: 10868# 23 @  
Blauwale sind in allen Ozeanen der Welt zu finden (außer Arktis, Mittelmeer und Beringsee). Sie sind Hochseebewohner, die nur sehr selten in Küstennähe gesichtet werden. Die Giganten der Meere haben die Länge eines Airbus A320 und wiegen soviel wie circa 70 Nashörner oder 2.500 Menschen. Während Männchen etwas kleiner bleiben, können Weibchen bis zu 33 Meter lang und 200 Tonnen schwer werden. Somit sind sie die größten und schwersten Tiere, die je auf unserem Planeten gelebt haben und übertrumpfen sogar jeden Dinosaurier. Allein ihr Herz hat die Größe eines Kleinwagens und ihre Zunge ein Gewicht wie ein Elefant. Schon Blauwalkälber wiegen zwei bis drei Tonnen und sind sieben Meter lang.

Der Blauwal hat einen lang gestreckten, stromlinienförmigen Körper mit langem, breitem Kopf. Seinen Namen verdankt er der blassblau bis grau gefleckten Rückenfärbung, während der Bauch meist weiß oder durch Algenbewuchs gelb verfärbt ist. Blauwale haben eine kleine Finne (Rückenflosse), eine breite Fluke (Schwanzflosse) und sehr lange, schmale Flipper (Brustflossen). Markant sind die für Furchenwale charakteristischen 50 bis 90 Kehlfurchen, die sich bei Nahrungsaufnahme ausdehnen können.


 
KH Am: 07.12.2018 08:25:28 Gelesen: 10848# 24 @  
Pottwale sind die größten Zahnwale, haben das größte Gehirn aller Lebewesen und können tiefer und länger tauchen als jedes andere Säugetier. Berühmt sind sie spätestens seit ihrer tierischen Hauptrolle als weißer Wal in Herman Melvilles „Moby Dick“. In der Regel ist die Haut der Pottwale von dunkelgrauer Farbe. Mit zunehmendem Alter bekommt sie aber immer mehr helle Flecken. Alte Männchen können auch komplett weiß werden. Auf der Suche nach Nahrung, hauptsächlich Tintenfische und Kalmare, tauchen sie bis zu 2.000 Meter tief. Ein Tauchgang kann dabei bis zu zwei Stunden dauern. Wenn die Tiere anschließend wieder auftauchen, kann man ihr Luftholen noch in einem Kilometer Entfernung hören. Gejagt wurden Pottwale hauptsächlich im 19. Jahrhundert. Begehrt waren sie wegen ihrer Fettschicht, dem so genannten Blubber. Das Walöl vermarktete man als hochwertiges Industrie-Schmiermittel, welches beispielsweise auch als Lampenöl verarbeitet wurde. Begehrt war auch ein Abfallprodukt aus dem Darm des Wals, der so genannte Amber. Dieser war ein in der Parfumindustrie begehrter Rohstoff, der mit Gold aufgewogen wurde. Heute kann er weitgehend synthetisch hergestellt werden. Die Jagd auf Pottwale ist seit 1981 verboten. Hauptgefahr für die großen Säuger ist heute der Beifang in riesigen Fischernetzen, in denen sie sich verfangen und ertrinken.


 
KH Am: 08.12.2018 08:14:04 Gelesen: 10835# 25 @  
Blainville Schnabelwale

Mit einer Länge von 4,7 Meter ist der Blainville-Schnabelwal einer der kleineren Vertreter seiner Gattung. Er ist an der Oberseite dunkelgrau und am Bauch hellgrau gefärbt, weißliche Narben von Rivalenkämpfen, von Parasiten und von Haiangriffen sind auf vielen Tieren zu finden. Diese Wale haben eine lange Schnauze, der Unterkiefer ist nach oben gewölbt. An dieser Wölbung wachsen zwei sehr große Zähne, die bei den Männchen auch aus dem geschlossenen Maul ragen. Hinter der Schnauze zeigt sich am Schädel eine kleine, deutlich sichtbare Melone. Die kleinen Flipper sind schmal und enden spitz. Die kleine, sichelförmige Finne, die wie bei allen Schnabelwalen weit hinten platziert ist, ist mäßig breit und endet spitz. Eine Besonderheit des Blainville-Schnabelwals ist sein Doppel-Sonar. Es gibt mehrere Theorien zur Schallerzeugung bei Zahnwalen. Dabei hat sich bis heute noch keine vollends bestätigt. Die wichtigsten Theorien über die Erzeugung des Schalls und dessen Weiterleitung ins Wasser sind die Kehlkopftheorie und die Nasalsack-Theorie, wobei letztere die detailliertere und die wohl wahrscheinlichste ist. Demnach sieht der Ablauf der Schallerzeugung folgendermaßen aus: Zahnwale erzeugen Laute mit einem Komplex aus Stimmlippen und fettgefüllten Säcken , die sich in den Nasengängen bzw. deren Nähe befindet. Das so erzeugte Geräusch wird in die Melone geleitet, ein fettreiches Organ über dem Oberkieferknochen, das die Rundung der Stirn von Zahnwalen bedingt. Sie fokussiert den Schall.


 
KH Am: 09.12.2018 08:27:04 Gelesen: 10818# 26 @  
Delfine Australiens

Indopazifischer Großer Tümmler (Tursiops aduncus)

Stundenglasdelphin (Lagenorhynchus cruciger)

Südlicher Glattdelphin (Lissodelphis peronii)

Schwarzdelphin (Lagenorhynchus obscurus)

Der Stundenglasdelfin wurde erstmals 1824 im Zuge einer französischen Antarktisexpedition beschrieben. Ihr lateinisches Artepithet cruciger bedeutet „kreuztragend”, aber meistens wird die Art nach ihrer charakteristischen Flankenzeichnung Stundenglas-Delfin genannt. Als einziger kleiner Delfin lebt der Stundenglas-Delfin auch südlich der Antarktischen Konvergenz. Ihre Lautäußerungen wurden bisher noch nie aufgezeichnet und auch sonst gibt es über diese bemerkenswerten Kaltwasserdelfine noch viel zu lernen.


 
KH Am: 10.12.2018 08:22:03 Gelesen: 10801# 27 @  
Delfine des Pazifiks

Rauhzahn-Delphin (Steno bredanensis)

Borneo-Delphin (Lagenodelphis hosei)

Schlankdelphin (Stenella attenuata)

Rundkopf-Delphin (Grampus griseus)


 
KH Am: 11.12.2018 08:18:46 Gelesen: 10787# 28 @  
Der Breitschnabeldelfin zählt innerhalb der Familie der Delfine zur Gattung Peponocephala. In Englischen wird dieser Delfin Melon-headed Whale genannt. Der Breitschnabeldelfin ist in der Gattung Peponocephala die einzige Art. Sie leben üblicherweise weit von der Küste entfernt, jenseits des Kontinentalsockels. Näher zur Küste kommen sie nur, wenn die angrenzenden Meeresgebiete tief sind. Unser Wissensstand über diese Art ist sehr gering. Etwas häufiger sind sie um die Philippinen und Hawaii anzutreffen, sonst gibt es nur Strandungsdaten.Der Breitschnabeldelfin erreicht eine Länge von 250 bis 270 (280) Zentimeter sowie ein Gewicht von durchschnittlich 160 bis 210 Kilogramm. Weibchen bleiben ein wenig kleiner und leichter als Männchen. Die Haut des torpedoförmigen Körpers ist im Bereich des Rückens und der Flanken dunkel graubraun bis schwarzbraun gefärbt. Ventral zeigt sich eine deutlich hellere Färbung. Die Schnauzenspitze und die Lippen sind meist hellgrau gefärbt. Gleiches gilt für die Anal- und Genitalregion. Jungtiere weisen meist eine leichte Fleckung auf. Die Flipper sind beim Breitschnabeldelfin spitz zulaufend, die mittige Rückenfinne erreicht eine Höhe von gut 25 Zentimeter und weist eine sichelartige Form auf. Der Schwanzstiel ist ausgessprochen schlank und die Fluke erreicht eine Breite von rund 60 Zentimeter.


 
KH Am: 12.12.2018 08:54:05 Gelesen: 10772# 29 @  
Der Blau-Weiße Delfin, der auch Streifendelfin genannt wird, gehört innerhalb der Familie der Delfine zur Gattung der Fleckendelfine . Im Englischen wird dieser Delfin Striped Dolphin genannt.Er ist ein mittelgroßer Delfin und erreicht eine Körperlänge von 220 bis 250 Zentimeter sowie ein Gewicht von bis zu 150 Kilogramm. Es sind Rekordlängen von bis zu 256 Zentimeter nachgewiesen. Der Körperbau ist ausgesprochen schlank und robust und ähnelt dabei stark einem Gemeinen Delfin. Auf der Rückenseite weist der Blau-Weiße Delfin eine blaugraue Färbung auf. Seitlichl zeigt sich ein dunkler Streifen, der mit zunehmendem Alter an Intensität zunimmt. Geografisch variiert sowohl die Färbung als auch die Größe der Tiere zum Teil sehr stark. Der Schnabel ist relativ lang und schmal, er setzt sich deutlich vom Kopf ab. Die Melone zeigt eine deutliche Rundung. Die sehr kleine Rückenfinne sitzt etwa in der Mitte des Rückens und weist eine Höhe von gut 25 Zentimeter auf. Die kleinen und schmalen Brustflossen befinden sich weit vorne im ersten Drittel des Körpers. Der Schwanz endet in einer kleinen waagerechten Flosse, die keine Gabelung aufweist.


 
volkimal Am: 02.10.2020 10:16:48 Gelesen: 8581# 30 @  
Hallo zusammen,

ein Wal aus Marl:



Werbung für das Hallenbad.

Viele Grüße
Volkmar
 
Michael 1969 Am: 02.10.2020 14:17:59 Gelesen: 8570# 31 @  
Anbei Ausgaben der USA und S Tome und Principe.

Grosser und kleiner Schwertwal (Orcinus orca & Pseudorca crassidens), sowie Delphinus delphis.


 
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