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Thema: (?) (75) Bund Päckchenporto 1949 bis 2020
Das Thema hat 79 Beiträge:
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Baber Am: 06.01.2021 14:22:57 Gelesen: 8409# 5 @  
7,20 DM = 3,68 € Päckchenporto vom 1.9.2001 - 28.2.2003



Gruß
Bernd
 
iholymoses Am: 06.01.2021 17:01:40 Gelesen: 8376# 6 @  
@ Journalist [#1]

Re 2.: 1981 war das Porto noch in DM, in Euro umgerechnet waren diese 2,30 DM also nur 1,17 Euro.

Gibt es eine Übersicht der Päckchengebühren von 1949 bis heute?

Viele Grüße,
Reinhard
 
Michael Mallien Am: 06.01.2021 17:50:36 Gelesen: 8352# 7 @  
Ein schönes Thema, an dem ich mich zunächst mit einer Übersicht der Tarifperioden beteilige:

TP ab Datum Tarif
1 01.09.1948 0,60 DM
2 01.07.1954 0,70 DM
3 01.03.1963 0,80 DM
4 01.04.1966 1,00 DM
5 01.09.1971 1,20 DM
6 01.07.1972 1,50 DM
7 01.07.1974 2,00 DM
8 01.01.1979 2,30 DM
9 01.07.1982 3,00 DM
10 01.04.1989 3,50 DM
11 01.07.1991 4,00 DM
12 01.07.1992 4,50 DM
13 01.07.1993 5,00 DM
14 01.07.1994 5,50 DM
15 01.07.1995 6,40 DM
16 01.07.1996 6,90 DM
17 01.07.2001 7,20 DM
18 01.01.2002 3,68 €
19 01.03.2003 4,10 €
20 01.01.2005 4,30 €
21 01.07.2006 3,90 €
22 01.01.2010 4,10 €
23 01.01.2015 3,95 € bis 1 kg
4,40 € bis 2 kg
24 01.01.2017 4,00 € bis 1 kg
4,50 € bis 2 kg
25 01.07.2018 3,79 € S bis 2 kg
4,50 € M bis 2 kg
26 01.01.2020 3,79 € S bis 2 kg
4,79 € M bis 2 kg
27 01.05.2020 3,79 € S bis 2 kg
4,50 € M bis 2 kg
 

Ich bin gespannt, was wir zu den Tarifperioden alles zu sehen bekommen.

Viele Grüße
Michael
 

Frankenjogger Am: 06.01.2021 17:58:38 Gelesen: 8346# 8 @  
Hallo,

von mir ein Päckchen-Abschnitt vom 20.7.1964, aus der Portoperiode 1.3.1963 - 31.3.1966 mit der 80 Pf Bedeutende Deutsche.



Gruß, Klemens
 
Frankenjogger Am: 06.01.2021 18:14:37 Gelesen: 8338# 9 @  
Hallo Jürgen,

ich habe auch so ein Päckchen mit Heftchenblatt 45, aber noch aus der DM-Zeit von 2001.



Viele Grüße,
Klemens
 
Baber Am: 06.01.2021 18:24:04 Gelesen: 8331# 10 @  
4,10 € Päckchenporto vom 01.03.2003 - 31.12.2004



Gruß
Bernd
 
Journalist Am: 06.01.2021 19:14:03 Gelesen: 8315# 11 @  
@ iholymoses [#6]

Hallo Rheinhard,

danke für den Hinweis zu 2 - Du hast Recht hier betrug das Porto natürlich 2,30 DM (ja irgendwie habe ich mich scheinbar doch schon zu sehr an den Euro gewöhnt. :-))

@ Michael Mallien [#7]

Hallo Michael,

es freut mich, das dies scheinbar ein interessantes Thema ist. Zu deiner Portoübersicht eine Anmerkung, hier scheint sich bei Dir bei der Portoperiode 24 ein Schreibfehler eingeschlichen zu haben. Diese begann nach meinen Unterlagen schon am 1.1.2016.

Interessant sind dabei auch die minimalen und maximalen Höchstmaße für quaderförmige Päckchen, dazu bin ich gerade dabei, hier einmal ab dem Jahr 2000 diese zusammenzustellen, näheres dazu folgt demnächst.

@ Araneus [#4]

Hallo Franz-Josef,

ja es stimmt in früheren Jahren waren ergänzend zur Grundversendungsform Päckchen auch noch weitere Zusatzleistungen kombinierbar, wie beispielsweise Eilzustellung oder Einschreiben.

Weiter gab es zu Zeiten der DDR hier auch noch spezielle Päckchensondertarife, die günstiger waren, als ins Ausland, die sich aber teils deutlich von den reinen Inlandspäckchensendungen innerhalb der Bundesrepublik unterschieden.

Außerdem finde ich es toll das hier schon in so kurzer Zeit so viel gepostet wurde. Zum Schluß von langweiligen Infos möchte ich hier nun doch noch eine Päckchenfrankatur eines Rollenpäckchens aus der Portoperiode zu 4,10 Euro zeigen, die ich nach Erstellung des ersten Beitrags später noch selbst gefunden habe:



Diese Päckchenrolle wurde am 5.3.2004 verschickt. Die Zusatzgebühr für die Rolle, konnte nicht in Briefmarkenform verklebt werden, sondern musste mit einer Rollenservicemarke als Ergänzung dazu geklebt werden.

Viele Grüße Jürgen
 
Araneus Am: 06.01.2021 19:54:20 Gelesen: 8295# 12 @  
@ Journalist [#11]

ja es stimmt in früheren Jahren waren ergänzend zur Grundversendungsform Päckchen auch noch weitere Zusatzleistungen kombinierbar, wie beispielsweise Eilzustellung oder Einschreiben.

Hier ein Sendungsausschnitt eines "Schnellpäckchens" des IT-Dienstleisters DATEV aus Nürnberg mit DV-Freimachung vom 12.12.1986. Das Porto von 6,00 DM setzt sich zusammen aus dem Päckchenporto (3,00 DM) und der Schnellsendungsbebühr (3,00 DM):



Das „ Schnellpäckchen“ wurde am 01.01.1979 eingeführt. An dem Tag trat die „Sechste Verordnung zur Änderung der Postordnung (6. ÄndVPostO) vom 12. Juni 1978“ in Kraft. Im Wortlaut heißt es dort:



Quelle: Bundesgesetzblatt, Teil I, 1978, Nr. 29, 16.06.1978
 

Das Päckchen mit Eilzustellung wurde gleichzeitig aus der Postordnung gestrichen und durch das Schnellpäckchen ersetzt.

In der ursprünglichen Version der Postordnung von 1963 war das Päckchen noch unter der Überschrift "Eilzustellung" genannt (§ 33), wenn auch mit vom Briefen abweichender postalischer Behandlung.



Quelle: Bundesgesetzblatt, Teil I, 1963, Nr. 26, 22.05.1963
 

Schöne Grüße
Franz-Josef
 

hubtheissen Am: 06.01.2021 20:34:40 Gelesen: 8279# 13 @  
Hallo,

ich finde dies auch ein schönes Thema.

Von mir dazu ein R-Päckchen aus der Tarifperiode 01.07.1954 - 28.02.1963.

Das Beförderungsentgelt von 1,20 DM setzt sich aus 70 Pfg. Porto für das Päckchen und 50 Pfg. Einschreibgebühr zusammen.

Eine nette MeF der 40 Fg. Europamarke Mi. 296.



Gruß

Hubert
 
Michael Mallien Am: 06.01.2021 20:57:46 Gelesen: 8269# 14 @  
@ Journalist [#11]

Zu deiner Portoübersicht eine Anmerkung, hier scheint sich bei Dir bei der Portoperiode 24 ein Schreibfehler eingeschlichen zu haben. Diese begann nach meinen Unterlagen schon am 1.1.2016.

Hallo Jürgen,

Du hast recht, das Porto für das kleinere Päckchen wurde schon am 1.1.2016 auf 4,- Euro erhöht. Ich hatte die Angabe im Michel-Spezialkatalog 2019 nicht verifiziert mit dem Verzeichnis Leistungen und Preise vom 1.1.2016. Im Michel-Katalog liegt demnach ein Fehler vor. Vielleicht ist es im Katalog 2020 ja korrigiert worden?!

Von mir eine Päckchenfrankatur aus der Tarifperiode 7 (1.7.1974 bis 31.12.1978) zu 2,- DM als Mehrfachfrankatur der 1-DM-Marke Unfallverhütung.



Interessant auch der Stempel "Beschädigt in Ahrensburg (Holst.) am ... eingegangen".

Viele Grüße
Michael
 
Frankenjogger Am: 07.01.2021 11:19:30 Gelesen: 8169# 15 @  
@ Michael Mallien [#7]

Hallo,

eine Portostufe hast du vergessen. Vom 1.7.1990 - 31.12.1991 galt in den neuen Bundesländern ein vergünstigter Tarif (VGO-Tarif). Da kostete ein Päckchen 150 Pf. Hier auf Päckchen von Berka nach Bonn.



Viele Grüße,
Klemens
 
bovi11 Am: 07.01.2021 12:03:36 Gelesen: 8155# 16 @  
Notopfer Nr. 6 Z - auf Päckchenabschnitt der Firma Horst Berger in Lichtenfels - gestempelt LICHTENFELS 21.1.51


 
bovi11 Am: 07.01.2021 12:05:45 Gelesen: 8152# 17 @  
Der Beleg zeigt einen Päckchenaufkleber des Briefmarkenhauses Franz Decker in Regensburg.

Das eigentliche Päckchen war wohl in Zeitungspapier eingewickelt, um das teurere und vielleicht gar nicht verfügbare Packpapier zu sparen. Freimachung erfolgte durch 2 Bautenmarken á 20 Pfennig 2 Bautenmarken á 6 Pfennig und einer Marke á 8 Pfennig.

Notopfer Nr. 2 AW - auf Päckchenabschnitt - gestempelt REGENSBURG 10.2.49


 
bovi11 Am: 07.01.2021 12:07:21 Gelesen: 8149# 18 @  
Der Beleg zeigt einen Päckchenaufkleber der Firma Erich Matthesius aus Berlin.

Aufgegeben und gestempelt wurde das Päckchen jedoch in Bensheim.
Stempel: (16) BENSHEIM - 10.10.52
Einzelfrankatur 90 Pf Posthorn (60 Pf Päckchengebühr und 30 Pf Nachnahmegebühr)

Notopfer Nr. 6 Z - auf Päckchenabschnitt (Nachnahme) - gestempelt (16) BENSHEIM - 10.10.52


 
MS Sammler Am: 07.01.2021 13:14:41 Gelesen: 8133# 19 @  
Hallo,

hier ein Päckchen S zu 3,79 € freigemacht mit einem FranKit Lable vom 29.12.20, also einen Tag vor dem Verkaufsverbot der 3,97 € Briefmarken!



Gruß Leon.
 
Frankenjogger Am: 07.01.2021 14:07:16 Gelesen: 8106# 20 @  
@ bovi11 [#16,#18]

Hallo,

ich habs genau umgekehrt. Die 60 Pf Posthorn auf Päckchen Groß-Abschnitt aus dem letzten Monat des Tarifes vom 1.6.1954 aus Schwenningen nach Stuttgart,



und die Bizone 90 Pf eng gezähnt auf Nachnahme-Päckchen-Abschnitt von 1951 vom Versandhaus Gerlings aus München nach Regensburg.



Mit Notopfer kenne ich mich nicht aus, die habe ich nicht bestimmt.

Gruß, Klemens
 
filunski Am: 07.01.2021 16:40:26 Gelesen: 8085# 21 @  
Hallo Jürgen, hallo zusammen,

interessantes Thema! ;-)

Wie gut, dass man doch nicht immer alles weg wirft. Gerade bei der Umverpackung von Päckchen war dies überwiegend der Fall. Es interessierte der Inhalt, nicht die Verpackung, zumal die Frankatur und vor allem die Entwertung für die allermeisten Sammler nicht sammelwürdig war. Viele Päckchen waren auch unleserlich abgestempelt.

Dieser Ausschnitt hier "überlebte" als Stützkarton in einer meiner Belegboxen. Es ist von vielen solcher Päckchenausschnitte die ich mal bekam noch Einer der Besten gewesen:



Portoperiode 9, Jahr 1984, portorichtig frei gemacht mit 3 DM, entwertet mit Handrollstempel HOLZWICKEDE / UB unleserlich / 4755 vom 27.7.84. Warenrücksendung/-umtausch einer Firma.

Viele Grüße,
Peter
 
Journalist Am: 07.01.2021 17:54:00 Gelesen: 8063# 22 @  
Hallo an alle,

das sind ja tolle Beispiele, die hier gezeigt werden. Ich will nun als folgendes ein Päckchen zeigen, das mit einer Päckchenmarke frei gemacht wurde.



Diese Päckchenmarken wurden zum selben Preis, wie die aktuelle jeweilige Frankatur war, verkauft - teils zu Werbezwecken als Einzelstück, oft im 3er Set. Ein genaues Datum läßt sich dieser Sendung nicht eindeutig zuordnen. Es müsste aber in der Zeit vom 1. Juli 2006 (der Einführung dieser Päckchenmarken) und dem 31.12.2009 gewesen sein, denn ab dem 1.1.2010 gab es ja die Aufteilung in 1 Kilo und 2 Kilo.

Wie es hier mit der Päckchenmarke war, kann ich derzeit noch nicht sagen - wer hat hier Infos oder Beispiele dazu ?

Derzeit kann man auch Päckchenmarken als Einzelmarke kaufen, die über den Onlineshop angeboten werden - es gibt hier die Variante "Päckchenmarke S zu 3,79 Euro" und die Variante "Päckchenmarke M zu 4,50 Euro".

Daher vermute ich, das es auch in der Phase bezüglich der Trennung in 1 Kilo und 2 Kilo entsprechende unterschiedliche Päckchenmarken gegeben haben dürfte ?

Soweit für heute zu dieser Frankaturvariante.

Viele Grüße Jürgen
 
Michael Mallien Am: 07.01.2021 20:30:03 Gelesen: 8041# 23 @  
@ Journalist [#22]

Hallo Jürgen,

bei der gezeigten Päckchenmarke dürfte es sich um die PZ 43/02 handeln. Sie ist im Michel-Ganzsachenkatalog 2018 auf Seite 864 verzeichnet und erschien im Juni 2007.

denn ab dem 1.1.2010 gab es ja die Aufteilung in 1 Kilo und 2 Kilo

Hier irrst Du denke ich. Diese Unterscheidung gab es erst seit dem 1.1.2015.
Im Januar 2015 erschienen dafür die PZ 93 (1 kg) und PZ 94 (2 kg)einzeln, im 10er Set, 50er Set und 100er Set.

Viele Grüße
Michael
 
filunski Am: 08.01.2021 00:31:10 Gelesen: 8015# 24 @  
Hallo zusammen,

in Ergänzung zu Leons Beitrag [#19], hier vom selben Absender vom vergangenen Jahr zweimal Päckchen S, freigemacht mit AFS. Einmal mit zusätzlichem DHL-Schalterlabel und einmal ohne:



Vielleicht weiß jemand, wieso es mal mit, mal ohne das DHL-Label angenommen und verschickt wird. Die Laufzeit war bei beiden Päckchen gleich und sehr schnell (E+1).

Viele Grüße,
Peter
 
DL8AAM Am: 08.01.2021 03:50:20 Gelesen: 8004# 25 @  
Da Peter hier inzwischen auch ein DHL Päckchen [#24] gezeigt hat (Päckchen gibt/gab es bei der Deutschen Post-Mutter, als auch bei DHL). Nur kurz zur Klarstellung, nicht jedes "Paket" unter 2 Kilogramm ist (deutschpostalisch gesehen) auch ein Päckchen. In die Falle bin ich vor ein paar Wochen auch einmal reingetappt. Deshalb wollte ich das mögliche Missverständnis - als Hintergrundinfo - mal kurz ansprechen.



Der Unterschied liegt nicht in den Sendungsgrößen, sondern ausschliesslich in der (nur) beim Paket mitgelieferten Versicherung und Sendungsverfolgung - für den Mehrpreis (zum Päckchen M) von 60 Cent.

DHL Online Frankierung



Leider habe ich auf die Schnelle keine DHL Online Frankierung für ein "echtes" Päckchen gefunden, dafür ein semi-päckchenähnliches Label für ein "Paket bis 2 kg", in diesem Fall aus dem Spezialbereich 'in Kooperation mit ebay', das eine Sonderform der DHL Online Frankierung darstellt - mit entsprechenden Sonderkonditionen. Hier erstellt mit der Anwendung "POP-PPDF-19.0.0".

Wobei da auch die Post nicht immer 100%ig streng auf Linie ist. eCommerce-Sendungen, die offiziell als "Small Parcel", d.h. als Päckchen aus Asien in Deutschland eingehen, werden zum Teil auch mal als "trackable" Päckchen (d.h. eigentlich als "Paket") zugestellt, aber nicht durch den DHL-Paketboten, sondern über den normalen 'gelben' Brief- (und Päckchen-) Träger. Man sollte also "Pakete bis 2 kg" nicht vollkommen aus den Augen verlieren, auch wenn sie natürlich streng genommen (aktuell) im Bereich der DPAG nicht (mehr) unter die Begrifflichkeiten Päckchen fallen. Keep in mind... zumindest im Hinterkopf ;-)



"DHL Paket"- (Erfassungs- bzw. ID-Code/Identcode-) Label für ein gewerbliches Päckchen aus dem Ausland ("Gew. Päckchen a.d.A.") auf einem Päckchen aus Hongkong, dass seinerzeit über die Sendungsnummer (Präfix 88...) in Deutschland (wie ein Paket) "nachverfolgbar" war.

Beste Grüße
Thomas
 
Journalist Am: 08.01.2021 08:43:35 Gelesen: 7955# 26 @  
@ Michael Mallien [#23]

Hallo Michael,

ja bei der möglichen Portoperiode habe ich mich bezüglich der maximal möglichen Verwendungszeit vertan, diese könnte bis zum 31.12.2014 gewesen sein. Da hier aber alte Paketmarken und Päckchenmarken nicht ungültig werden und entgeltsicherungstechnisch in der Regel auch nicht kontrolliert werden, könnte die Sendung auch später gelaufen sein. Man kann hier teilweise nur den Kaufzeitraum zuordnen, aber nicht die tatsächliche Nutzung. Das es hier aber auch schon so viele Varianten gab bzw. gibt, war mir auch nicht mehr ganz klar.

@ filunski [#24]

Hallo Peter,

eines der beiden Päckchen wurde auf alle Fälle am Schalter eingeliefert. Das andere könnte beispielsweise über einen Paketschop angenommen worden sein, die erzeugen keinen ergänzenden Identcodelabel. Eine andere Einlieferungsart ist die Paketbox, wo auch kein Strichcode benötigt wird. Läuft die Sendung dann neuerdings im Briefstrom, statt im Paketstrom, kommt hier auch unterwegs kein weiterer Identcode oder Leitcode auf die Sendung.

Da hier seit einiger Zeit verstärkt kleinformatige Sendungen, die früher alle im Frachtstrom gelandet sind, wieder im Briefstrom bearbeitet und befördert werden, werden an dieser Stelle hier derzeit keine entsprechenden Identcodelabel oder Leitcodelabel benötigt. Man kann dann hier diesen Sendungen nicht ansehen, das sie echt gelaufen sind. Dazu folgendes Beispiel:



Es handelt sich hier um das neue Päckchen S vom ersten Tag, an dem es auch noch keine passende Blumenmarke gab. Dieses Päckchen S wurde damals mit einer Einzelfrankatur ATM zu 3,79 Euro freigemacht und ist auch echt gelaufen. Der Sendung kann man das aber nicht ansehen, da diese hier über den Briefstrom befördert wurde.

@ DL8AAM [#25]

Hallo Thomas,

teils habe ich ja schon auch bei der Antwort zu Peter dazu gepostet, das echt gelaufene Päckchensendungen heute nicht mehr eindeutig über Identcodelabel und oder Leitcodelabel erkennbar sind. Die von dir angesprochenen DHL-Päckchenlabel möchte ich hier aber in diesem Thema am liebsten nicht behandeln, da diese nicht immer so einfach auch einer Portoperiode zuordenbar sind.

Auch die möglichen Auslandssendungen (Auslandspäckchen) würde ich hier am liebsten nicht behandeln wollen, da dies dann eventuell zu unübersichtlich wird. Es ist ja sowieso schon ein sehr umfangreiches Thema, vor allen auch in den ersten Jahren, wo es entsprechende Zusatzleistungen oder Kombinationsleistungen gab, wie Päckchen + Schnellsendung + Eilzustellung oder Päckchen + Einschreiben + ..... Weiter ist auch noch die spezielle Zeitspanne vom 1.7.1976 bis zum Ende der DDR zu nennen, in der es hier spezielle mögliche andere Portostufen gab, als innerhalb der Bundesrepublik, dazu aber demnächst einmal mehr Details.

Soweit für heute viele Grüße Jürgen
 
hopfen Am: 08.01.2021 17:16:20 Gelesen: 7898# 27 @  
Von mir eine "Mischfrankatur" von 2002

Pn-Porto = 3,68 €

verklebt: 4x110/0,56 + 6x10/0,05 + 2x 56ct. - in Euro = 3,66 = mithin mit 0,02 unterfrankiert - man muß also die beiden 56-er zu je 110 Pf machen, dann sind es 7,20 DM = 3,68 € = stimmt.


 
epem7081 Am: 09.01.2021 16:46:47 Gelesen: 7752# 28 @  
@ Journalist [#1]
@ Michael Mallien [#7]

Hallo Jürgen und Michael,

zu den Exoten in dieser Abteilung gehören sicher die Pluspäckchen, bei denen für Porto und Verpackung ein Einheitspreis, sogar für verschiedene Größen, entrichtet wurde. Am meisten hat mich aber verwundert, dass bei Versand innerhalb Deutschlands ein Gewicht bis 20 kg zugelassen war - wie auch immer dies hätte in den Schachteln untergebracht werden können.

Aus meinem Fundus zwei Belege aus 2002 und 2003 sowie ein Ausschnitt aus der Kundeninformation der Post Stand 07/2002. Da ich keinen Ganzsachenkatalog Deutschland habe, kann ich die Motive nicht mit Michel-Nr. benennen.




Mit freundlichen Grüßen

Edwin
 
Journalist Am: 10.01.2021 19:53:56 Gelesen: 7624# 29 @  
@ Journalist [#11]

Hallo an alle,

ergänzend zu obigen Beitrag habe ich nun doch noch ein Päckchen gefunden, das als Rolle verschickt wurde.

Um die Päckchenausschnitte, bei denen es sich oft um Pappkartonausschnitte handelt, platzsparend unterzubringen, werden diese vorher erst "gespalten". Ich entferne hier also die Wellpappe vom hinteren Teil, dann kann man diese auch relativ gut sauber zuschneiden.

Benötigt wird dazu eine spitze Pinzette zum "Anspalten am Rand", dann wird versucht dies oft über das Knie mit etwas Spannung je nach Pappkarton langsam abzuziehen. Oft klappt dies sehr gut, manchmal, etwas schwieriger und manchmal ist es extrem schwierig. Man sollte dies vorher an einen schlechteren Pappkarton üben.

Bei der im folgenden Scan gezeigten Rolle, war dies extrem schwierig, ich habe für die Präparation eine gute halbe Stunde Zeit benötigt. Zuerst wurde die Rolle mit einem Sägemesser hinten aufgeschnitten, dann ein zweiter Streifen abgeschnitten und dann von innen schrittweise mehrere Lagen Papier schrittweise abgezogen, bis zum Schluß nur noch die äußere Schicht da war. Nun ist keine große Papierspannung mehr vorhanden und alles kann einfach gelagert und auch einfach gescannt werden:



Es handelt sich hier um die Portoperiode 21 (laut Tabelle Michael). Frankiert wurde hier mit einer Digitalmarke zu 3,90 Euro. Zusätzlich musste der Absender noch die Rollenmarke kaufen, die rechts angebracht wurde. Ergänzt wurde alles durch einen Päckchenaufkleber mit Ortsangabe, die es zeitweilig gab. Weshalb dann noch zwei Leitcodelabel im Paketzentrum aufgebracht wurden, ist mir nicht ganz klar.

Diese Rollenservicemarken gab es übrigens vom 1. Juli 2002 bis zum 31.12.2018. Seit dem 1. Januar 2019 sind diese scheinbar mehrwertsteuerpflichtig und können nur noch online dazu gebucht werden. Allerdings sind noch nicht genutzte Rollenservicemarken weiter gültig.

Soweit zu den Rollenpäckchen für heute.

Viele Grüße Jürgen
 

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