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Thema: Belege bestimmen: Deutsches Reich
Das Thema hat 206 Beiträge:
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Max78 Am: 11.01.2018 21:42:58 Gelesen: 23564# 32 @  
Hallo Karl,

meines Erachtens alles in Ordnung bei dem Beleg. Ich lese die Nr. 603, die nur für's Postamt wichtig ist und nichts mit dem Porto zu tun hat.

10 Pfennig Nachschlag wegen der fehlenden 10 Pf. für Zusatzleistung Nachnahme, siehe blauen Vermerk. Üblicherweise Brief Fernverkehr bis 20 g = 10 Pf. + Nachnahmegebühr 10 Pf. = 20 Pf gesamt.

mit Grüßen max
 
Belgiensammler Am: 12.01.2018 11:27:01 Gelesen: 23484# 33 @  
Hallo Max,

danke für die schnelle Antwort. Der Brief wurde mir auf dem Tauschtag angeboten für 20.- Euro wegen des Nachnahmeaufklebers. Begründung: Der Aufkleber steht in keinem Katalog und ist also noch unbekannt und sehr selten. Ich habe auch auf Taxierung getippt Anbieter auf "W". Werde für den Brief 2.- Euro bieten für meine Portostufensammlung.

Herzliche Grüße
Karl
 
volkimal Am: 03.02.2018 10:22:14 Gelesen: 23061# 34 @  
Hallo zusammen,

gestern fand ich beim Vereinsabend diesen "Zettel", der vermutlich etwas mit dem einem Telefongespräch zu tun hat.



Ich habe keine Ahnung, wofür der genau verwendet wurde, wann solche Zettel ausgestellt wurden.

Wer kann mich aufklären?

Viele Grüße
Volkmar
 
spain01 Am: 22.07.2018 13:49:09 Gelesen: 21820# 35 @  
Auf ebay wird zur Zeit folgender Brief angeboten:



Anscheinend wurde zunächst der 4er-Block der DR MiNr. 212 mit Datum 18.11.22 8-9V in Plauen gestempelt und danach der 3er-Streifen sowie die MiNr'n 111/112 dazugeklebt und mit Datum vom 14.12.22 11-12V entwertet. Was zusätzlich auffällt ist der unterschiedliche (Kenn-)Buchstabe "e" bei der ersten und "c" bei der zweiten Entwertung. Im Stempelzeitraum war der Posttarif vom 15.11.22 gültig, der für einen Ortsbrief 4 Mark vorsah, was portorichtig unter der Voraussetzung wäre, daß es sich nicht um eine Drucksache handelt (der Aufdruck ist ja zum großen Teil überklebt).

Denkbar wäre, daß es zunächst eine Drucksache war, die mit 2 Mark portorichtig frankiert wurde. Aber wie soll es möglich sein, daß der Brief 2x gestempelt wurde, beide Male portogerecht bei einem Abstand von ca. 4 Wochen? Eventuell ein reiner Sammlerbrief?

Gruß
Michael
 
inflamicha Am: 22.07.2018 13:53:06 Gelesen: 21816# 36 @  
Hallo Namensvetter,

die Rückseite wäre schön, ich denke das würde bei der Erklärung helfen.

Vielleicht ist der Anbieter so nett dir auch davon einen Scan zu schicken.

Gruß Michael

[Beiträge [#35] und [#36] redaktionell verschoben aus dem Thema "Plattenfehler: Deutsches Reich Flugpost" - der Beleg hat nichts mit Plattenfehlern zu tun]
 
dr31157 Am: 02.04.2019 21:46:18 Gelesen: 20043# 37 @  
Postkarte nach Pommern

Hallo zusammen,

ich habe hier eine Postkarte, wo ich den Bestimmungsort in Pommern nicht lesen und trotz viel Mühe auf den Landkarten nicht finden kann.

Würde mir bitte jemand, vielleicht ein Heimatsammler weiterhelfen?

Gruß Detlef


 
volkimal Am: 03.04.2019 14:06:27 Gelesen: 20003# 38 @  
@ dr31157 [#37]

Hallo Detlef,

als erstes habe ich "Mönnberg" gelesen. Nach einem Vergleich der Buchstaben bis ich dann zu "Mörenberg" gekommen. Das gibt es aber auch nicht. Google bietet statt dessen "Nörenberg" an.

Ich denke, dass der Absender diesen Ort meint. Anstelle den Bleistift abzusetzen hat er nach dem "N" die Linie weitergezogen, so dass es wie ein "M" aussieht.

Also für mich geht die Karte nach Nörenberg, dem heutigen Ińsko.

Viele Grüße
Volkmar
 
dr31157 Am: 03.04.2019 15:48:27 Gelesen: 19992# 39 @  
Hallo Volkmar,

vielen Dank für die Mühe und Info. Da wäre ich nicht draufgekommen.

Gruß Detlef
 
jmh67 Am: 03.04.2019 18:49:52 Gelesen: 19966# 40 @  
Hierzu ist noch zu bemerken, dass es Schreibschriften gibt, in denen das große N wie eine vergrößerte Ausgabe des kleinen n aussieht (wahrscheinlich unter dem Einfluss der deutschen Schriften, denn die übrigen Großbuchstaben der Anschrift erinnern an diese). Dies könnte solch ein Fall sein, wobei der Schreiber den Anstrich sehr lang gezogen hat. Ähnliches trifft in diesen Schriften aber auch auf das M/m zu, was ein gewisses Potential für Verwechslungen birgt. In rein lateinischen Schreibschriften aus dieser Zeit beginnen M und N oft mit Schnörkeln.

-jmh
 
dr31157 Am: 16.04.2019 20:54:37 Gelesen: 19775# 41 @  
Bestimmung eines Luftpostbriefes

Hallo zusammen,

hier habe ich einen Luftpostbrief vom 15.11.1938 von Lindenthal nach Buenos Aires frankiert mit 175 Pf.

Welche Bedeutung hat der rote Stempel und rückseitig die beiden verschiedenen Maschinenstempel von Buenos Aires? Wurde portogerecht frankiert?

Würde mir bitte jemand bei der Bestimmung dieses Luftpostbriefes weiterhelfen?

Gruß Detlef


 
saintex Am: 16.04.2019 23:41:40 Gelesen: 19739# 42 @  
@ dr31157 [#41]

Hallo Detlev,

bei dem vorderseitig auf Deinem Luftpostbrief in roter Stempelfarbe abgedruckten Stempel handelt es sich um einen Flugpostbestätigungsstempel, der auf Flugpostbriefen angebracht wurde, die auf der von der Deutschen Lufthansa von Anfang Februar 1934 bis Ende August 1939 betriebenen Trans-Ozean Strecke nach Südamerika befördert wurden, wie sich auch aus dem im Doppelkreis umlaufenden Stempeltext ergibt:*DEUTSCHE LUFTPOST EUROPA-SÜDAMERIKA Es waren verschiedenen Stempel in Gebrauch, die an unterschiedlichen Einsatzorten verwendet wurden. Die Einsatzorte lassen sich über einen Unterscheidungsbuchstaben, der im Doppelkreis des Stempels auf der rechten Seite zwischen den Worten Luftpost und Südamerika angebracht war, lokalisieren. Leider ist Dein scan zu schwach, um den Unterscheidungsbuchstaben erkennen zu können.

Bei den rückseitig abgedruckten Maschinenstempeln handelt es sich um Ankunftsstempel, die nach der Ankunft des Luftpostbriefes in Buenos Aires angebracht wurden und die den Tag und die Uhrzeit der Bearbeitung der in Buenos Aires eingetroffenen Luftpostsendung dokumentieren. Luftpostsendungen erhielten in Argentinien – anderes als in Deutschland - noch bis weit in die 1940er Jahre einen Ankunftsstempel auch dann, wenn es sich nicht um Einschreibesendungen sondern um gewöhnliche Luftpostsendungen handelte. Häufig tragen Luftpostbriefe nach Buenos Aires dabei – wie in Deinem Fall - zwei Ankunftsstempel. Einen vom Tag der Ankunft mit einer Uhrzeit nach 12:00 Uhr und einem Hinweis auf die Luftpostbeförderung (hier: VIA AEREA), der meines Wissens nach in der Luftpost-Abteilung des Hauptostamtes angebracht wurde. Und einen vom Folgetag mit einer Uhrzeit vor 12:00 Uhr, der im Zustellpostamt angebracht wurde. So erfogte dies auch bei Deinem Luftpostbrief: unten der Ankunftsstempel des Hauptpostamtes vom 20.11.(1)938 22:00 Uhr, oben der Ankunftsstempel des Zustellpostamtes 21.11.(1)938 06:00 Uhr.

Der Luftpostbrief ist bei einem Gewicht von 4 ½ Gramm mit 1.75 RM portogerecht frankiert: Auslandsbrief bis 20 Gramm 0.25 RM + Luftpostzuschlag nach Argentinien je 5 Gramm 1.50 RM.

Wenn Dich das Sammelgebiet Luft- und Flugpost näher interessiert schau doch mal hier im Forum in den thread Air Mail/Luftpost – Aufkleber, Labels, Eindrucke, Vermerke da findest Du zahlreiche interessanter Beiträge zu diesem Thema und auch zur Trans-Ozean Strecke der Deutschen Lufthansa nach Südamerika in den 1930er Jahren.


MfG Wolfgang
 
dr31157 Am: 19.04.2019 20:31:10 Gelesen: 19583# 43 @  
Bestimmung von Porto, Luftpostzuschlag und Vermerken zu Luftpost

Hallo zusammen,

hier habe ich einen Luftpostbrief vom 10.04.1940 von Lindau nach Bedford/Ohio frankiert mir 1,45 RM mit dem ich wiedermal nicht klarkomme. Keine Gewichtsangabe. Vom Oberkommando der Wehrmacht geöffnet und geprüfter Brief bis 20 g Porto = 25 Pf. + 1,20 RM Luftpostzuschlag?

Ich bitte um Ihre Unterstützung und Hilfe.

Wünsche Frohe Ostern.
Gruß Detlef


 
saintex Am: 19.04.2019 22:08:05 Gelesen: 19568# 44 @  
@ dr31157 [#43]

Hallo Detlev,

laut Luftpostliste vom 1. April 1940 betrug der Luftpostzuschlag für Luftpostbriefe aus Deutschland in die Vereinigten Staaten von Amerika für je 5 Gramm 40 Rpf. Bei einem Gewicht zwischen 10 und 15 Gramm wäre der Brief daher portogerecht frankiert. Der Luftpostzuschlag beinhaltete dabei sowohl die Luftpostbeförderung auf der Strecke (München-Rom-) Lissabon-New York als auch die Weiterbeförderung auf den inneramerikanischen Luftpostlinien über New York hinaus (hier: nach Bedford, Ohio).

Der Luftpostbrief wurde in der Auslandsbriefprüfstelle Frankfurt a.M. zensiert, die u.a. für die Zensur von Luftpostsendungen nach Nordamerika zuständig war und den Kennbuchstaben „e“ im Verschlussstreifen führte.

MfG Wolfgang
 
dr31157 Am: 19.04.2019 22:30:55 Gelesen: 19562# 45 @  
Hallo Wolfgang,

vielen Dank für die wie immer sehr ausführliche Bestimmung.

Gruß Detlef
 
dr31157 Am: 22.04.2019 21:33:04 Gelesen: 19580# 46 @  
Bestimmung eines Luftpostbriefes

Hallo zusammen,

ich habe hier einen mit 47 Pf. philatelistisch hübsch frankierten eingeschriebenen Luftpostbrief vom 21.10.1941 von Berlin-Tegel nach Stuttgart weitergeleitet nach Mannheim-Käfertal.

Wie verlief der Luftweg und war der Brief bis 20 g = 12 Pf. + Einschreibgebühr 30 Pf + Luftpostzuschlag 5 Pf. portogerecht frankiert?

Würde mir bitte jemand bei der Bestimmung dieses Briefes helfen?

Gruß Detlef


 
saintex Am: 23.04.2019 00:39:15 Gelesen: 19560# 47 @  
@ dr31157 [#46]

Hallo Detlev,

laut Luftpostliste vom 5. Oktober 1941 betrug der Luftpostzuschlag für Luftpostsendungen im Inland für gewöhnliche und eingeschriebene Briefsendungen je 20 Gramm 5 Rpf. Dein Luftpost-R-Brief vom 21.10.1941 von Berlin nach Stuttgart ist damit mit 47 Rpf. portogerecht frankiert (12 Rpf. gewöhnlicher Brief bis 20 Gramm + 30 Rpf. R-Gebühr + 5 Rpf. Luftpostzuschlag).

Der Luftpostbrief wurde vermutlich auf der von der Lufthansa beflogenen Strecke K22 von Berlin nach Stuttgart befördert. Hier der Sommer-Flugplan der Lufthansa, gültig ab 08.06.1941.



Nach den Angaben in der 2. Ausgabe des Sommer-Flugplanes der Lufthansa, gültig ab 8. Juni 1941 wurde die Strecke Berlin – Stuttgart von der Lufthansa im Sommer 1941 3 mal täglich beflogen. Die Flugzeit betrug 2 Stunden 30 Minuten. Ob die Lufthansa diese Frequenz auch im Oktober 1941 noch aufrecht erhalten konnte, kann ich nicht sicher beurteilen, da die Lufthansa nach der zweite Sommerausgabe 1941 bis Kriegsende keine gedruckten Flugpläne mehr veröffentlichte.



MfG Wolfgang
 
dr31157 Am: 23.04.2019 15:58:38 Gelesen: 19512# 48 @  
Hallo Wolfgang,

vielen Dank für die wie immer perfekte und superschnelle Expertise.

Gruß Detlef
 
dr31157 Am: 17.05.2019 11:37:13 Gelesen: 19268# 49 @  
Bestimmung der Dauerpostkarte P 299

Hallo zusammen,

ich habe hier eine Postkarte die nicht abgestempelt wurde, ohne Absenderangabe, die aber trotzdem gelaufen sein könnte.

Gab es eventuell einen Grund den ich nicht kenne, dass die Karte nicht abgestempelt wurde? In der Endphase des Krieges ging ja einiges drunter und drüber. Die Karte wurde im Aug. 1941 verausgabt.

Kann mir bitte jemand etwas dazu sagen?

Grüße Detlef


 
hajo22 Am: 17.05.2019 12:12:06 Gelesen: 19255# 50 @  
@ dr31157 [#49]

Die Ganzsache wurde vermutlich im Brief verschickt. Dafür spricht auch der fehlende Absender auf der Karte. Den Text sollte nicht Hinz und Kunz lesen.

hajo22
 
dr31157 Am: 17.05.2019 13:35:37 Gelesen: 19227# 51 @  
@ hajo22 [#50]

Damit kannst Du recht haben.

Aber die Postkarte war noch gültig, da hätte man ein Blatt Papier nehmen können.

Ich habe da noch eine Karte vom 23.12.1943, ohne Absender von denselbsen Personen, die abgestempelt wurde.

Deshalb halt meine Frage: nicht abgesandt, durchgerutscht oder eventuell doch sonstige Gründe?

Gruß Detlef


 
dr31157 Am: 16.07.2019 17:09:30 Gelesen: 18832# 52 @  
Bestimmung der Adresse

Hallo,

ich habe hier einen Brief dessen Adresse ich leider nicht lesen kann. Würde mir bitte jemand die Anschrift entziffern.



Mit freundlichem Gruß
Detlef
 
volkimal Am: 16.07.2019 17:36:13 Gelesen: 18816# 53 @  
@ dr31157 [#52]

Hallo Detlef,

ich lese:
Arbeitsmaid
Herla Karanschek
RAD Lager 1/211
Aigen-Michlstr. Oberdonau


Der Reichsgau Oberdonau war einer von sieben Reichsgauen des Deutschen Reichs im 1938 angeschlossenen Österreich und bestand aus Teilen Oberösterreichs, den südwestlichen Teilen von Böhmen und Teilen des Salzkammergutes mit dem Ausseer Land.

Viele Grüße
Volkmar
 
Postgeschichte Am: 16.07.2019 18:15:38 Gelesen: 18793# 54 @  
@ dr31157 [#52]

Hallo Detlef,

RAD = Reichsarbeitsdienst

Gruß
Postgeschichte
 
dr31157 Am: 16.07.2019 18:39:27 Gelesen: 18777# 55 @  
@ volkimal [#53]
@ Postgeschichte [#54]

Hallo zusammen,

vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Da wäre ich nie draufgekommen.

Gruß Detlef
 
Stempelfreund Am: 17.07.2019 15:07:48 Gelesen: 18706# 56 @  
Hallo,

ich lese die Ortsbezeichnung als:

Aigen - Mühlkr. Oberdonau

Und wikipedia kennt bei der Ortsgliederung Aigen im Mühlkreis.

Gruß vom Stempelfreund
 

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