Thema: (?) (609-610) Moderne Postgeschichte: Konsolidierer und deren Kodes
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Pete Am: 30.12.2010 16:45:30 Gelesen: 576818# 14 @  
@ DL8AAM [#13]

Besten Dank für diesen Link, das ist mit Abstand fast das beste was ich zu diesem Thema finden konnte, zumal hier auch gleich die Portoeinsparungsmöglichkeiten beziffert werden. Sehr interessant!

Mir scheint, als handelt es sich bei den prozentualen Angaben um ältere Daten. Spätestens zum 01.07.2010 änderten sich die Prozentangaben, u.a. um die neu eingeführte Mehrwertsteuer für die Konsolidierung selbst zu berücksichtigen.

Als grobe Richtlinie dürften die Angaben aus dem Link allerdings brauchbar sein. ;-)

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 30.12.2010 19:25:34 Gelesen: 576810# 15 @  
@ Pete [#14]: Spätestens zum 01.07.2010 änderten sich die Prozentangaben, u.a. um die neu eingeführte Mehwertsteuer für die Konsolidierung selbst zu berücksichtigen.

Jou, aber "mich als Zielgruppe" von Postkonsolidierung interessiert eigentlich die MWSt/Umsatzsteuer wenig, da ich die etwaig gezahlten Steuern als Vorsteuerabzug wieder im Abzug bringen kann. Als Gewerblicher rechnet "man" ja nur in netto, d.h. die MWSt, die man beim 55 Cent-Privatpostporto (CITIPOST Göttingen Standardbriefporto) mitbezahlt hat, bekommt man ja als gewerblicher Kunde voll wieder. Das Briefporto ist dann effektiv nur noch 46 Cent. Im Gegensatz zum privaten Briefeschreiber, der ja die vollen 55 Cent (inkl. MWSt) zu zahlen hat. Aus diesem Grund ist der private Nutzerkreis der CITIPOST Göttingen, trotz des einen (und einzigen) blauen Briefkastens für ganz Göttingen (der direkt vor deren BZ, janz' weit draussen im Industriegebiet) für die Privatkundschaft - schon bereits vor vielen Monaten - ganz unbemerkt aufgestellt wurde, gleich Null-Komma-Null. Obwohl die CITIPOST zu der örtlichen (Monopol-) Tageszeitung gehört (Verlaggesellschaft Madsack, Hannover), hätte die eigentlich über Wochen täglich ganzseitige und voll bunte "Informationsartikel" über den Briefkasten im Göttinger Tageblatt bringen können.

Gruß
Thomas



Ausschnitt eines Briefes der DATEV aus 90329 Nürnberg (November 2011), frankiert mit so'm schauderhaften, mittelalterlichen Prä-FRANKIT (AFS-Gerät C 063055), direkt aus Neandertaler-Höhle des Postausgangs. ;-)

Konsolidiert über Williams Lea, einem Tochterunternehmen der Deutschen Post, mit Spray "K4000 37 00003" (Konsolidiererkennung K4000, Leitregion 37 [BZ Göttingen] und Sendungsnummer 00003)

Aber auch die DATEV kann's moderner:



Gerätekennung 1D10000193 (Neopost) mit einem Werbeklischee zur diesjährigen CeBIT 2010 und direktem Eindruck des K-Kodes.
 
petzlaff Am: 31.12.2010 09:34:24 Gelesen: 576789# 16 @  
@ DL8AAM [#15]

Wie ich sehe, bist du schon im neuen Jahr. :-)

Guten Rutsch
LG, Stefan
 
Pete Am: 01.01.2011 13:10:35 Gelesen: 576761# 17 @  
@ DL8AAM [#15]

Ausschnitt eines Briefes der DATEV aus 90329 Nürnberg (November 2011), frankiert mit so'm schauderhaften, mittelalterlichen Prä-FRANKIT (AFS-Gerät C 063055), direkt aus Neandertaler-Höhle des Postausgangs. ;-)
Konsolidiert über Williams Lea, einem Tochterunternehmen der Deutschen Post, mit Spray "K4000 37 00003" (Konsolidiererkennung K4000, Leitregion 37 [BZ Göttingen] und Sendungsnummer 00003)


Interessant sind im konkreten Fall "DATEV" die Absenderfreistempel von Datev mit konkreter Uhrzeitangabe im Datum des Absenderfreistempels. Diese wurden eine Zeitlang so verwendet. Den konkreten Zeitraum müsste ich in der Fachliteratur (Rundschreiben der Forschungsgemeinschaft Absenderfreistempel) nachschlagen; dies dürfte allerdings in den 80er oder 90er Jahren des 20. Jahrhunderts der Fall gewesen sein. ;-)

Übringens die "Sendungsnummer 00003" bezieht sich lediglich auf eine fortlaufende Nummerierung von 1 bis mindestens 500 pro Einlieferungstag und ist nicht mit den Sendungsnummern von Mitbewerbern der DPAG für die Eigenzustellung zu verwechseln. Sinn und Zweck dieser fortlaufenden Nummerierung ist es, dass die DPAG anhand dieser Nummer die eingelieferte Briefmenge ohne weiteres überprüfen kann/ könnte, um den zu gewährenden Rabatt zu überprüfen.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 03.01.2011 18:46:05 Gelesen: 576724# 18 @  
@ Pete [#17]

Interessant sind im konkreten Fall "DATEV" die Absenderfreistempel von Datev mit konkreter Uhrzeitangabe im Datum des Absenderfreistempels.

Pete, vielen Dank für Dein Feedback und die Informationen. Leider habe ich keine Belege für diese AFS mit Uhrzeitangabe der Nürnberger DATEV gesehen. Hier aber etwas ähnliches von diesem Absender und dann sogar noch passend in dieses "K-Thema". ;-)



Ausschnitt eines Großbriefes (C4) der DATEV zu 1,45 €, konsolidiert über deren bereits bekannten Dienstleister Williams Lea. Die K-Kennung wurde dabei absenderseitig direkt auf dem DV-Frankierlabel angebracht: "K4000 26 / 25.10.2010 10:40:15" (Konsolidiererkennung K4000, Sendungsnummer 26 innerhalb der eingelieferten Charge vom 25.10.2010 mit Uhrzeit).

Hat jemand eine Idee für was die "10" in der eigentlichen Frankierzeile steht ?

Eine vom Absender angebrachte K-Kennung ist nicht so häufig, kann aber regelmäßig beobachtet werden (meist bei wirklich "richtigen" Großversendern, wie Versicherungen oder Banken, die den K-Kode u.a. auch schon einmal von ihrer Hausdruckerei gleich auf ihre Versandumschläge eindrucken lassen). Die Angabe einer sekundengenauen Bearbeitungsuhrzeit war für mich aber wieder mal etwas besonderes. Zwar nicht so spektakulär wie ein echter AFS mit Uhrzeit, aber besser als nix. ;-)

Wider Erwarten kann das Sammeln von konsolidierten Sendungen eigentlich doch recht vielfältig und abwechselungsreich sein.

Gruß
Thomas
 
curiositas Am: 03.01.2011 21:31:44 Gelesen: 576710# 19 @  
@ DL8AAM [#18]

Hat jemand eine Idee für was die "10" in der eigentlichen Frankierzeile steht?

Die 10 steht hier für den Versandmonat. Leider wird bei der heutigen DV-Freimachung nur noch der Monat angegeben, die Jahreszahl entfällt.

Gruß
Micha
 
T-M 123 Am: 09.01.2011 14:46:52 Gelesen: 576591# 20 @  
Im Vergleich zu den hier gezeigten Belegen wirkt dieser fast schon primitiv:



Es handelt sich um einen großen Papp-Umschlag, in dem ein Buch versendet wurde. Warum man es nicht als wesentlich günstigere Büchersendung geschickt hat hat, weiß ich nicht.

Oberhalb der Adress-Angabe ist eine Konsolidiererkennung per Hand aufgestempelt: K4034

Dahinter folgen nach einem Leerraum drei weitere Ziffern, vermutlich die laufende Nummer des Briefes. Leider ist es nicht eindeutig lesbar, eventuell könnte es 042 oder 012 sein.

Die angegebene Adresse ist falsch, die Packstation 111 ist nicht in 69181 Leimen, sondern in 69115 Heidelberg. Die Sendung wurde statt dessen an die Packstation 108 in Leimen geleitet, im Gegensatz zu einer anderen Sendung an die gleiche Adresse, die an den Absender zurückgeschickt wurde.

Gruß
T-M
 
DL8AAM Am: 13.01.2011 15:23:36 Gelesen: 576525# 21 @  
@ curiositas [#19]:

Leider wird bei der heutigen DV-Freimachung nur noch der Monat angegeben, die Jahreszahl entfällt.

Micha,

besten Dank für Deine Rückmeldung und die Information. Es scheint ich muss mich mal wieder etwas tiefer mit den DV-Freimachungen beschäftigen. Leider sehen die ja in aller Regel zu unscheinbar aus, um aufzufallen oder beachtet zu werden. ;-)

So und gleich zurück zum K-Thema:



Brief der Firma "WAREMA Renkhoff SE" (der Zusatz SE steht übrigens für die neue Rechtsform der "Europäische Aktiengesellschaft") aus 97822 Marktheidenfeld frankiert mit deren AFS (Gerät: F 567011). Konsolidiert über den Privatpostdienstleister " Main-PostLogistik" (MPL) aus 97084 Würzburg > http://www.mainpostlogistik.de erkennbar an Hand der kopfstehenden aufgespayten Kennung "K2093 000105" (Konsolidiererkennung " K2093" und Sendungsnummer 105).



Interessant ist diese zusätzliche rückseitig aufgebrachte Codierung, die in ihrer Form von der der Deutschen Post auffällig abweicht. Vielleicht stammt sie ja von MPL ?

Zwei weitere K2093 Belege wurden kürzlich im BDPH-Forum "Zurück bei der Modernen Privatpost" - http://www.bdph.de/forum/showthread.php?p=81304 - in den Beiträgen 33 und 34 vorgestellt (hier ist die K-Kennung aber direkt im MPL-eigenen FRANKIT aufgenommen).

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 13.01.2011 15:47:53 Gelesen: 576518# 22 @  
@ DL8AAM [#21]

Interessant ist diese zusätzliche rückseitig aufgebrachte Codierung, die in ihrer Form von der der Deutschen Post auffällig abweicht. Vielleicht stammt sie ja von MPL ?

Ich denke ja. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob die MainPostLogistik (MPL) nicht zusätzlich auch ein reines Konsolidierungsgeschäft unabhängig vom eigenen Briefdienst betreibt. Der Beleg würde dafür sprechen, da die DPAG-Frankierung bereits vom Absender vorgenommen wurde. Alternativ hat der Absender als MPL-Kunde bereits selbst frankiert, der Brief wurde aus der normalen Tagespost bei MPL aussortiert und anschließend direkt konsolidiert.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 03.02.2011 16:15:54 Gelesen: 575872# 23 @  
Nun ein FRANKIT des Konsolidierers "Williams Lea" (K4000) mit Eigenwerbung im Zusatz zum Kundenklischee:



Ausschnitt eines C4-Großbriefes des Absenders "Deutsche Klassenlotterie Berlin" vom 28.01.2011, frankiert per FRANKIT (Gerätenummer 1D100010D3) mit Einsatz eines Kundenklischee zur Aktion "Berlin sagt Nein zu Fremdenfeindlichkeit und Gewalt", dass ich eigentlich bisher nur von "öffentlichen Institutionen" (Behörden etc.) kannte - aber vielleicht ist die Deutsche Klassenlotterie ja auch staatlich genug dafür ;-) Konsolidiererkennung "K4000 003266".

Interessant für mich ist der Zusatz zum Kundenklischee "WILLIAMS LEA HEUSINGERSTR.16", der direkt auf den Konsolidierer selbst hinweist und in dieser Form für mich neu war. Ich vermute deshalb, dass William Lea hier auch die Frankierung der zu konsolidierenden Sendungen übernommen hat und dabei eine eigene FRANKIT-Maschine mit dem üblichen Behörden-Kundenklischee eingesetzt hat?

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 04.02.2011 16:29:08 Gelesen: 575848# 24 @  
Zwei Belegausschnitte interessanter Absender konsolidiert über "PostCon Deutschland GmbH", der bereits o.g. [#13] kurz vorstellten TNT Tochter, " K4031":



Die aufgesprayten Konsolidiererkennzeichnungen stammen ganz offensichtlich aus der gleichen Charge dieses Tages. Beide Absender, das "Deutsches Patent- und Markenamt" sowie das "Europäische Patentamt" sitzen in München.

Interessant zum letzteren ist, das es sich hierbei um eine zwischenstaatliche Organisation (keine EU-Institution) mit extraterritorialen Charakter handelt. Ich meine das Gebiet ist auch heute noch steuerlich gesehen Ausland, d.h. mit "Duty-Free-Kantine" und dem Gastland gegenüber einkommensteuerfreien Gehältern (Mitarbeiter sind aber "zugunsten der Organisation steuerpflichtig"), siehe
http://www.epo.org/patents/law/legal-texts/html/epc/2010/d/ma5.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13489119.html

Fahrzeuge dieser internationalen Behörde fahren übrigens mit Diplomatenkennzeichen aus der Serie "183" ("BN-183-1" bis "BN-183-99", wobei es hier wohl keine 0-183er Kennzeichen gibt?), siehe u.a. auch die Webseite aus der Kfz-Kennzeichensammler- bzw. Spotterszene http://www.kennzeichen-guide.de/schilder/diplomaten.htm ;-)

Im Prinzip wäre "Post von zwischenstaatlichen, exterritorialen Organisation" aber schon wieder ein neues eigenes Thema ?

Ein schönes Wochenende,
Gruß - Thomas
 
DL8AAM Am: 24.02.2011 18:44:48 Gelesen: 575361# 25 @  
Diese Woche ist mir eine über den Konsolidierer K4000 (Williams Lea) versandte INFOPOST Sendung in die Hände gefallen (zumindest wird die K-Kennung verwendet).



Ausschnitt aus einem C4 INFOPOST-Umschlag der DATEV aus Nürnberg aus Februar 2011

Frage: Kann INFOPOST denn überhaupt konsolidiert werden. Ich meine einmal "irgendwo" aufgeschnappt zu haben, dass nur vollbezahlte Sendungen wie Standard-, Kompaktbriefe (etc.) konsolidierungsfähig sind. Oder hat hier jemand etwas falsch gemacht oder übersehen, oder wurde von der DATEV ein falsches Modul bei der Brieferstellung aufgerufen?

Leider ist es fast unmöglich fundiertes Informationsmaterial zu diesem Themenkomplex zu finden. Die BNetA und auch die "Post" veröffentlicht nichts substantielles? Die Konsolidierer selbst geben im Internet über sich und über die Verfahren selbst auch nur recht schwammige Informationen preis.

@ Pete [#12]:

Ich tippe hier auf eine Genossenschaft

Pete, zum Thema Konsolierungsgenossenschaft habe ich durch Zufall einen kurzen Artikel aus dem Fachzeitschrift "POSTMASTER-Magazin" (' Fachzeitschrift für Dokumentenmanagement und Informationslogistik, Brief- und Mailing-Realisierung, digitalen Datendruck sowie Posteingangs- und -ausgangsverarbeitung') gefunden [1]. Zwar nicht viel neues, aber trotzdem interessant.

[#18]: Hier übrigens ein weiterer Brief der DATEV, "vollbezahlte" Sendung (Standardbrief zu 55 Cent), frankiert per DV-Freimachung im Fenster (2/2011) und über K4000 konsolidiert.



Gruß
Thomas

[1] : "POSTMASTER-Magazin: Der Verein für Postrabatte", Heft 1/2005, Seiten 11-12 - http://www.postmaster-magazin.de/archiv/pm3_105.pdf
 
DL8AAM Am: 05.04.2011 19:32:25 Gelesen: 574855# 26 @  
@ DL8AAM [#25]

Die DATEV ist immer gut für neue Formen der Konsolidiererkennungen. Nun per Stempel. ;-)



Ausschnitt aus einem Brief zu 1,45 € vom 04.04.2011, frankiert per FRANKIT (Gerätenummer 4D06000466) mit eingesetzten Zusatz der Konsolidiererkennung K4000. Die Kennzeichnung der Nummer (inkl. erneuter Kennung K4000) per separatem (Hand?) Stempel.

Inzwischen hat man ja fast eine komplette Ausstellungssammlung zum Thema Konsolidierkennzeichnungen nur mit DATEV-Formen zusammen ;-))

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 19.04.2011 17:27:03 Gelesen: 574663# 27 @  
Den Artikel habe ich mal per Hand aus einem anderen Thread (vom 2.2.2011) rübergeholt:

Unbekannter Konsolidierer "K4005"



Brief vom Bundesanzeiger Verlag aus Köln vom 28.01.2011, frankiert mit FRANKIT (Gerätenummer 4D06000693) und konsolidiert über einen (mir) bisher nicht bekannten Konsolidierer (Kennung "K4005 000038").

K4005 ist zwar im Handbuch "Privatpost in Deutschland 6.1" von Bernd Rosolski dokumentiert, aber auch hier als "Unbekannt" (Ausgabe 10/2009). Da der FRANKIT ohne Zusatz eines Kundenklischee zum Einsatz kam, könnte er ggf. dem Konsolodierer selbst gehören. Vielleicht ist das sogar eine Art Hybridpost?

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 21.04.2011 20:30:45 Gelesen: 574617# 28 @  
@ DL8AAM [#27]

Vielleicht ist das sogar eine Art Hybridpost?

Den Konsolidierer kenne ich seit ca. 2 Jahren, allerdings weiß ich auch nicht, wer dahinter steckt. Hybridpost kann ich mir daher nicht vorstellen, solange gibt es diese noch nicht in Deutschland. Oder meinst du etwas anderes unter dem Begriff "Hybridpost"?

Gruß
Pete
 
Pommes Am: 27.09.2011 17:50:19 Gelesen: 572625# 29 @  
@ DL8AAM [#27]

Hallo Thomas,

hast Du inzwischen etwas über diesen Konsolidierer herausfinden können?

Ich habe hier einen Brief der Bank für Sozialwirtschaft aus (ebenfalls) Köln vom 07.09.2011 Gerätenummer 3D06000701.



Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
DL8AAM Am: 10.10.2011 19:05:19 Gelesen: 572263# 30 @  
@ Pommes [#29]: Thomas, leider nein. Noch null-komma-nix bisher zu K4005.

Hier möchte ich einmal zwei FRANKITs des Konsolidierers freesort GmbH (" K2055"), einem Unternehmen dass zur FP-Gruppe (Francotyp-Postalia) gehört, zeigen. Ich vermute, dass beide Maschinen ( 1D10000129 sowie 1D1000013A) in deren Niederlassung in 04158 Leipzig und nicht am Hauptsitz in Langenfeld zum Einsatz kommen??
Der Absender beider Briefe ist die Wochenspiegel-Verlags-Gesellschaft mbH & Co. KG aus 06484 Quedlinburg.

Ursprünglich wurden beide Sendungen vom Absender dem Privatpostunternehmen "MZZ-Briefdienst GmbH" in 06122 Halle (Saale) übergeben, die diese dann am Folgetag ihren Konsolidierungspartner zur Versendung über die DPAG weitergeleitet haben, da wohl kein direkter Postaustausch mit unserer örtlichen Privatpost (CITIPOST Göttingen) bestand. BTW, mir sind aber schon CITIPOST-Sendungen in die Finger gefallen, die einen P2-"Weg" vermuten lassen (zumindest fanden sich P2-Kennzeichnungen), vielleicht war es der MZZ auch nur zu kompliziert...hi




Der schwarze Aufdruck "010074... / P2-015" stammt von der "MZZ-Briefdienst GmbH" erkennbar an dem UPOC "0074" und der P2-Partnerkennung "P2-015".

Was besagt die Zahl "12156" links vom freesort-Kundenklischee? Meine erste Idee ging seinerzeit in Richtung Sendungsnummer, da nun aber zwei Belege mit identischer Zahl vorliegen, muss es folglich etwas anderes sein? Vielleicht die Kundennummer von MZZ bei freesort? Oder ein freesort-Rücksendepostfach?

Gruß
Thomas
 
Pommes Am: 10.10.2011 19:49:28 Gelesen: 572258# 31 @  
@ DL8AAM [#30]

Hallo Thomas,

schade 0,nix ist nicht viel. ;-)

Nun lag hier schon seit einigen Tagen der folgende Beleg:


.

Seit ich hier bei Euren Ausführungen zur Privatpost und zu den Konsolidierern mitgelesen habe und wegen der Einstellung einiger AFS bei Philastempel.de selbst ein wenig Detektivarbeit geleistet habe, schaue ich diese Belege seither etwas genauer an. Da fiel mir dieser Brief auf, weil ich so etwas bisher noch nicht gesehen hatte.

Leider fiel mir kein sinnvoller Text zum Brief ein, sonst hätte ich ihn schon gezeigt. Du lieferst jetzt die Steilvorlage. Wie häufig sind solche Belege, die sowohl einem Privatpostunternehmen, der DP AG und dann auch noch einem Konsolidierer "in die Hände gefallen" sind?

Die Reihenfolge dürfte folgendermaßen sein: Der Absender gab den Brief bei der CITIPOST/Pressehaus Stade auf. Diese lässt von freesort (K2055) konsolidieren und von der DP AG ausliefern, die auch zustellt.

Interessant wäre zu wissen, wer den AFS (Postalia - F 716730) angebracht hat.

Noch kurz zu Deinen Beispielen. Mein erster Gedanke zu 12156 war: eine Postleitzahl. Dann wären wir also in Berlin (Friedenau oder Steglitz?). Die freesort Niederlassung Berlin ist aber in 13629 Berlin. Zwar nur 5-10 km entfernt, aber ? Nö überzeugt mich auch nicht. Ich fürchte also, ich kann da auch nicht weiter helfen. Viel Spaß bei der Detektivarbeit!

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Pete Am: 10.10.2011 20:57:44 Gelesen: 572248# 32 @  
@ Pommes [#31]

Die Reihenfolge dürfte folgendermaßen sein: Der Absender gab den Brief bei der CITIPOST/Pressehaus Stade auf. Diese lässt von freesort (K2055) konsolidieren und von der DP AG ausliefern, die auch zustellt.

Richtig.

Diese Gangart kann man unterteilen:

Beitrag [#31]: Interessant wäre zu wissen, wer den AFS (Postalia - F 716730) angebracht hat.

Die Frankierung erfolgte durch die Citipost Stade, ehm. Pressehaus Stade Werbe- und Logistik GmbH Co. KG. Die Marke "Citipost" wird als Lizenz an Briefdienstleister im norddeutschen Raum verkauft.

DL8AAM zeigt in Beitrag [#30] die Variante 2: Frankierung durch den Konsolidierer. Der Frankit ist auch mit anderen Werbeeinsätzen bekannt, teils mit Einsätzen von Freesort-Kunden, teils mit Einsätzen anderer Briefdienstleister (Bsp. Kraftverkehr Torgau Citypost GmbH).

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 21.10.2011 14:01:24 Gelesen: 571924# 33 @  
@ DL8AAM [#27]: > Unbekannter Konsolidierer "K4005"
@ Pommes [#29]: > hast Du inzwischen etwas über diesen Konsolidierer herausfinden können?

Thomas, immer nichts genaueres, aber heute kam erneut eine Sendung über diesen unbekannten Konsolidierer K4005. Absender ist hier die "VdS Schadenverhütung GmbH" (VdS stand mal für "Verband der Sachversicherer") aus Köln. Dieses mal findet sich auf der Rückseite eine rosarötliche Kodezeile, die sich nicht nur farblich von denen der DPAG merklich unterscheidet. Diese Kodierung erinnert mich stark an Privatpost-Sendungen, wie sie mir "ähnlich" von TNT und von der CITIPOST Hannover bekannt sind. Vielleicht hilft ja die Identifikation dieser Kodierung, um den Konsolidierer etwas näher zu kommen? Vermutlich ein Konsolidierer der auch eine Privatpost unterhält? Pete, how ?


Es sieht so aus, als ob die 5 der Konsolidiererkennung ("K 4005" ) in diesem Fall kopfstehend fehlprogrammiert wurde? Zuerst dachte ich an eine 9, aber die 9 der chargeninternen Sendungsnummer ("000029") fällt mir eindeutig zu unterschiedlich aus.

Gruß
Thomas

Nachsatz: Alle hier bisher beschriebenen K4005 Belege [#27][#29][#33] stammen von Absendern in Köln. Deshalb geht meine Idee nun erst einmal in Richtung eines dortigen "Lettershops", ggf. arbeitet der ja mit einer örtlichen Privatpost zusammen (rosarote Kodierung), ich werde mal nachfassen. Am besten kurz gleich direkt die Poststellen der drei Absender anrufen, mal schauen ob die Freitagnachmittag noch arbeiten. ;-)
 
DL8AAM Am: 21.10.2011 15:24:43 Gelesen: 571920# 34 @  
Alle hier bisher beschriebenen K4005 Belege [#27][#29][#33] stammen von Absendern in Köln. Deshalb geht meine Idee nun erst einmal in Richtung eines dortigen "Lettershops",

Zwei Anrufe und " K4005" ist geklärt - das hätten wir schon vor Wochen haben können. ;-)



Die Poststelle vom VdS teilte mir gerade mit, dass sie ihre Mailings über die Druckerei DFS " DFS Druck Brecher GmbH" in Köln abwickeln würden und Google warf als Treffer für Köln dann die "DFS Druck Brecher GmbH" aus. Deren Webseite [1] gibt als ein Geschäftsfeld ausdrücklich "Lettershop > Konsolidierung" an. Ein kurzer Anruf dort bestätigte, dass deren Kennung auch wirklich K4005 sei. Auf Nachfrage erklärte man mir, dass sie "eigentlich" nur für den Kölner Raum als Konsolidierer aktiv seien (und ich als Göttinger nicht als Kunde in Frage kommen würde ... hi). Diese Aussage bestätigt sich auch in der Herkunft aller bis dato zusammengetragen Belege. Bleibt noch die Frage nach der rückseitigen Nicht-DPAG rosaroten Kodierung.

Das Kürzel DFS steht übrigens für den Namen der ehemaligen Einzelfima "Druck-Form-Service", gegündet 1975 durch Georg Brecher, die 1979 in die "DFS Druck Brecher GmbH" umgewandet wurde.

Gruß
Thomas

[1]: http://www.dfs-druck.de/lettershop/portooptimierung/index.html
 
Pete Am: 24.10.2011 21:03:01 Gelesen: 571815# 35 @  
@ DL8AAM [#33]

Diese Kodierung erinnert mich stark an Privatpost-Sendungen, wie sie mir "ähnlich" von TNT und von der CITIPOST Hannover bekannt sind. Vielleicht hilft ja die Identifikation dieser Kodierung, um den Konsolidierer etwas näher zu kommen? Vermutlich ein Konsolidierer der auch eine Privatpost unterhält? Pete, how ?

@ DL8AAM [#34]

Bleibt noch die Frage nach der rückseitigen Nicht-DPAG rosaroten Kodierung ...

Erst einmal danke für die Info, zu wem die Nummer K4005 gehört. :-)

Zum Thema Codierung und Konsolidierung:
Du liegst mit dem Gedankengang nicht so falsch, dass ein Konsolidierer eine Privatpost unterhalten könnte. In relativ vielen Fällen gilt die Gleichung in umgekehrter Reihenfolge: 1. Briefdienstleister und 2. Konsolidierer.

Große Konsolidierer sortieren die vom Absender eingelieferten Sendungen nicht per Hand sondern maschinell nach dem ausschlaggebenden Kriterium, um im Nachhinein den Nachlass auf das Porto der Deutschen Post zu erhalten - dem Postleitbereich, erkennbar an den ersten beiden Ziffern der Postleitzahl. Als Zeichen der maschinellen Sortierung wird rückseitig eine Codierung aufgebracht. Vorderseitige Frankier- (bzw. Codiermerkmale wie Codierbalken und UPOC) sind eher hinderlich, sofern diese in die von der DPAG beanspruchte Frankierzone hineinreichen (und in solch einem Fall im Nachhinein manuell einzeln überklebt werden müssten).

Bei Mitbewerbern der DPAG dient die Codierung auf der Briefrückseite zusätzlich zur vorderseitigen Codierung einer besseren bzw. gründlicheren maschinellen Sortierung. Bei Konsolidierungsbriefen ist eine vorderseitige Kodierung durchaus hinderlich und nicht alle Sendungen sind im ersten Durchlauf maschinenlesbar. Ich kann mir gut vorstellen, dass die rückseitige Codierung vor allem für einen zweiten Sendungslauf benötigt wird, bei dem
- Sendungen sortiert werden, die im ersten Durchlauf nicht maschinenlesbar waren und am PC nachbearbeitet wurden und/oder
- im zweiten Sendungsdurchlauf eine Feinsortierung nach Postleitbereich gewährleistet werden soll, nachdem im ersten Durchlauf auf z.B. die Postleitbereiche 01- 09; 10- 19; 20- 29; sortiert wurde, während die Briefsortiermaschine bereits die vollständige Postleitzahl im ersten Durchlauf einlas und in der Codierung auf der Briefrückseite verewigte.

Für den zweiten Punkt muss man auch den Platzbedarf einer Briefsortiermaschine für C6-Briefe bedenken. Bei ca. 95 Postleitbereichen bundesweit bedarf es (je nach Briefsortierschema) einer entsprechenden Anzahl an Sortierfächern, in denen nach Postleitbereich vorsortierte Sendungen landen; hinzu kommen Fächer für nicht maschinell lesbare Sendungen und ggf. einige sonstige Fächer.

Aufgrund der bisher gezeigten Codierung (auf der Briefklappe der Briefrückseite) kann ich nur vermuten, dass die Codierung durch das C6-Briefsortiermaschinenmodell des Herstellers Böwe, Bell & Howell aufgebracht wurde. Sendungen anderer Konsolidierer weisen eine vergleichbare Codierung in der Mitte der Briefrückseite auf (vermutlich verursacht vom C6-Briefsortiermaschinenmodell des Herstellers Pitney Bowes).

Die auf konsolidierten Sendungen normalerweise erkennbare fortlaufende Nummerierung sowie K-Nummer dürfte, sofern aufgespritzt, in einem nachgelagerten Arbeitsgang bzw. weiteren Sendungsdurchlauf ebenfalls von einer Briefsortiermaschine aufgebracht worden sein.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 20.01.2012 15:43:28 Gelesen: 569686# 36 @  
Nur damit diese Konsolidiererkennung auch einmal hier dokumentiert wird:

K 2054
Arriva Briefe & Service (Freiburg)


FRANKIT des Frankierservices des - auch als Privatpostdienstleister auftretenden - Konsolidierers "Arriva GmbH" aus Freiburg, hier mit der Gerätenummer 3D06000149.

Ich vermute, da der Absender "S&G Automobil AG" in 76185 Karlsruhe beheimatet ist, dass das FRANKIT-Gerät nicht in der Arriva-Firmenzentrale in 79115 Freiburg, sondern in deren Center in 76275 Ettlingen eingesetzt wird.

Bereits in anderen Philaseiten-Themen wurden weitere AFS mit ähnlichen Kundenklischee, aber mit anderen Gerätenummern von Arriva gezeigt, u.a. [1].

Gruß
Thomas

[1]: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?F=1&ST=378&da=1&full=1#M72 und folgende
 
Pete Am: 25.01.2012 21:11:08 Gelesen: 569464# 37 @  
Nachfolgend einmal etwas Neues auf einem einzigen Briefumschlag oder "doppelt genäht hält besser" :-)



K4031 von PostCon



K2117 von TNT Post Essen

Gruß
Pete
 
sachsen-teufel Am: 30.01.2012 17:52:35 Gelesen: 569307# 38 @  
@ Pete [#37]

Interessanter Beleg, 2 x Konsolidierervermerk mit Angabe der K-Nummern habe ich noch nicht gehabt. Als Anwender der Frankiermaschine würde ich auf PostCon Düsseldorf (Standort Neuss) tippen, was meinst du bzw. ihr?

Nachfolgend mein Beleg-Ausschnitt zum gleichen Gerät, "nur" mit einer, der K4031 Kennung.

Gruß
Michael


 

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