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Thema: (?) (313) Rumänien: Belege nach 1945
Das Thema hat 317 Beiträge:
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Pete Am: 27.04.2017 18:35:44 Gelesen: 91996# 168 @  
@ Michael Mallien [#167]

ich sehe 73.500 Lei als Frankatur und das ist auch portorichtig.

Ich sehe 72.500 Lei als verklebtes Porto - von rechts nach links 2 x 25.000 Lei, 1 x 2.000 Lei, 1 x 17.500 Lei und 1 x 3.000 Lei. ;-)

Gruß
Pete
 
Baber Am: 27.04.2017 18:51:37 Gelesen: 91991# 169 @  
@ Michael Mallien [#167]

Hallo Michael,

73500 stimmt. Da die Werte zu 2000 und 3000 Lei verkehrt herum aufgeklebt waren, habe ich 1000 gelesen.

Brief für Dich von Interesse?

Hallo Pete, [#168],

die beiden Europamarken haben ein Nominale von 25.500.

Gruß
Bernd
 
Heinz 7 Am: 13.05.2017 12:00:35 Gelesen: 91413# 170 @  
@ Beitrag [#54]

Wir haben vor einer Weile Belege der rumänischen Inflation um 1947 gezeigt, und dabei auch von der Stufe 15'000 Lei gesprochen für den einfachen Ausland-Brief. Aber gezeigt haben wir einen Brief mit Nominale 15'000 Lei meines Wissens noch nicht.

Gestern habe ich an der Rang II-Ausstellung in Wettingen diesen hübschen Beleg gefunden. Ganz klar, dass ich ihn gerne gekauft habe. Er kostete lediglich CHF 2.00. Ein Händlerkollege wollte für einen ähnlichen, weniger schönen Beleg CHF 30.00. Die "Preisfindung" bei solchen Belegen ist sehr unterschiedlich.



Was mir am Beleg besonders gefällt, ist dass es eine Komposition von Marken einer Sonder-Ausgabe und von Freimarken ist.

Michel Nr. 1024+1025+1027 = Ausgabe 25.2.1947, Friedensschluss
Michel Nr. 958+964+967 = Freimarken 1945-1947

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Michael Mallien Am: 28.05.2017 20:36:19 Gelesen: 90626# 171 @  
@ 10Parale [#149]
@ Michael Mallien [#151]

Ich habe heute einen Beleg, der noch einmal ausdrücklich zeigt, dass die Marken in "alten Lei" höchstwahrscheinlich nicht, wie im Michel angegeben, mit der neuen Währung im Juli 2005 ungültig wurden.

Dieser Brief wurde im März 2006 von der Romfilatelia nach Chisinau, Moldawien versendet. Er ist frei gemacht mit 18.000 Lei in der alten Währung und das von einem Versender, der es auf jeden Fall besser wissen müsste, wenn dies gegen die Bestimmungen verstoßen würde!



18.000 alte Lei entsprechen 1,80 neuen Lei. Wie sich das Porto zusammen setzt hat mir zunächst Rätsel aufgegeben. Der günstigere Tarif für Sendungen nach Moldawien scheidet aus, da es sich nicht um einen Standardbrief handelt. Aufgrund der fehlenden Ecke rechts unten am Umschlag tippe ich auf eine Drucksache (Imprimate), auch wenn ein entsprechender Vermerk fehlt. Damit würde es passen für die Portoperiode vom 1.7.2005 bis 14.2.2007:

Imprimate externe 21-50g: 1,20 Lei
Zusatzleistung "Prioritar" Europa 21-50g: 0,60 Lei

Ergänzend hier noch die Stempel auf der Rückseite des Belegs:



Viele Grüße
Michael
 
10Parale Am: 28.05.2017 21:26:44 Gelesen: 90622# 172 @  
@ Michael Mallien [#171]

Wie es der Zufall will, hab ich in meiner Sammlung den selben Brief der selben Firma nach Deutschland gefunden, abgeschlagen am 09. März 2006, also exakt zum gleichen Datum mit den gleichen Briefmarken, die Amerigo Vespucci und eine Gebirgslandschaft zeigen. Deine Portobestimmung ist also eindeutig und die rechte Ecke unten verweist stillschweigend auf eine Drucksache. In den Briefen befanden sich übrigens Flyer über Neuausgaben der rumänischen Post.

Als einzigen Unterschied erkenne ich eine kleine Zahl rechts unten über der Ecke, vielleicht eine fortlaufende Nummerierung.

Ich habe über 3 - 4 Jahre Briefe von romfilatelia erhalten. Dann haben sie den Spuk eingestellt, weil mit dieser Firma kein Geschäft zu machen war. Mein Versuch, Neuheiten zu bestellen, scheiterte an der Infrastruktur, die einfach noch nicht vorhanden ist. Bei Briefmarkenmessen finde ich es stets traurig, wie sich der Stand präsentiert. Da fehlt ein gut funktionierendes Management, dass vorhandene Nachfrage bedienen könnte.

Bedenkt man die großartige Geschichte, die dieses Markenland in seiner klassischen Phase vorweisen kann, ist der Auftritt mit ein paar Alben und Flyern auf Messen ärmlich. Ich freue mich dennoch, dass die rumänische Post deutsche Messen besucht und wünsche für die Zukunft alles Gute.

Lieber Michael, da du ja wirklich ein großartiger Sammler diese Belege bist, werde ich dir, - sofern du es wünscht -, meine Belege mit nach München bringen. Du kannst sie gerne haben und in deine Sammlung und Forschung einverleiben.

Liebe Grüße

10Parale


 
Michael Mallien Am: 29.05.2017 22:14:43 Gelesen: 90560# 173 @  
@ 10Parale [#172]

Mein lieber Freund,

das ist ja wirklich schön mit dem Beleg, aber wohl auch nicht verwunderlich. Wahrscheinlich sind recht viele Briefe dieser Art verschickt worden in der Werbeaktion um die Neuausgaben. Es wäre noch interessant zu erfahren, was denn wohl die Nummern bedeuten.

Ganz herzlichen Dank für Dein Angebot mir moderne Rumänienbelege mit nach München zu bringen, das ich sehr gerne annehme. Ich freue mich schon auf unser Kennenlernen. :)

Viele Grüße
Michael
 
StefanM Am: 30.05.2017 13:24:47 Gelesen: 90482# 174 @  
@ Michael Mallien [#171]
@ 10Parale [#172]

Provokativ könnte man auch annehmen, daß Romfilatelia die verwendeten Marken noch bogenweise rumliegen hatte und sie durch nicht ganz korrekte Verwendung einer Verwertung zuführte.

Ich habe natürlich gar keine Ahnung, wie die Leute da ticken. Insofern bitte nicht ernst nehmen ^^

Gruß
Stefan
 
Michael Mallien Am: 30.05.2017 19:55:53 Gelesen: 90451# 175 @  
@ StefanM [#174]

Na so etwas wollen wir doch nicht annehmen. ;)

Heute von mir ein Beleg zum wissenschaftlichen Austausch der sozialistischen Bruderländer Rumänien und der DDR.

Einschreiben aus dem Dezember 1975 aus Bukarest nach Leipzig. Die Frankatur in Höhe von 6,20 Lei ist portorichtig:

- Scrisori simple 20g: 2,75 Lei
- Taxa de recomandare: 3,45 Lei



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 11.06.2017 15:30:36 Gelesen: 89985# 176 @  
Auch schon vor der Inflationszeit von 1991 bis 2005 kam es teils zu signifikanten Preissteigerungen. Weniger als zwei Jahre nach dem in [#175] gezeigten Beleg ging dieser Brief auf die Reise und kostete gut 150% mehr.

Einschreiben vom 6. Juni 1977 aus Arad nach Dresden. Die Frankatur in Höhe von 16,20 Lei ist auch in diesem Fall portorichtig.



- Scrisori simple 20g: 4,80 Lei
- Taxa de recomandare: 11,40 Lei

Die Einschreibegebühr ist der Hauptkostenverursacher, denn er verdreifachte sich zwischen den beiden hier betrachteten Portoperioden.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 28.07.2017 12:47:45 Gelesen: 87773# 177 @  
In [#156] zeigte ich einen Beleg aus der letzten Portoperiode der Inflationszeit für den Postverkehr nach Moldawien - Portoperiode 24 (1.8.2004 - 30.6.2005). Er ging am 16.8.2004 aus Galati nach Chisinau.

Hier habe ich ein weiteres Exemplar, welches später in der Portoperiode auf die Reise von Arad nach Chisinau ging und zwar am 14.1.2005. Die Ganzsache zu 4.000 Lei wurde auffrankiert mit den MiNrn. 5824 und 5768 auf die erforderlichen 8.000 Lei.



Mir gefällt der Stempelabschlag ARAD OPRM / 140105 22 / c / TRANZIT. Auffällig ist noch, dass das Wertzeichen der Ganzsache nicht entwertet wurde, obwohl die 4.000 Lei ganz eindeutig zur Gesamtfrankatur gehören.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 19.08.2017 14:10:21 Gelesen: 85820# 178 @  
Ganz aktuell ein Beleg aus dem Posteingang von heute, dem 19.8.2017.

Brief von Bukarest nach Bargteheide vom 16.8.2017. Die Freimachung beträgt 4 Lei. Damit ist der Brief unterfrankiert, denn mit der Zusatzleistung Prioritar bei einem Gewicht von 21-50 g (der Brief wog 38 g) wären 4,50 Lei fällig gewesen.



Der Brief ist vergleichsweise schnell befördert worden. Er enthält einige Inlandsbelege aus der Inflationszeit von 1991-2005. Von den Inlandsbelegen der verschiedenen Portoperioden hatte ich hier bislang wenig zeigen können. Demnächst hoffe ich noch mehr Material rein zu bekommen. Ich freue mich darauf.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 20.08.2017 13:43:22 Gelesen: 85784# 179 @  
Heute komme ich zurück zu meiner Aufstellung der Portoperioden in [#52]. Dort hatte ich die Tarife für einfache Inlands-Ortsbriefe (Scrisori "loco" 20g) aufgeführt. Ich möchte diese Aufstellung um eine Portoperiode zu Anfang der Inflationszeit ergänzen, die mit unbestimmten Datum in Band 1 des Werkes von Calin Marinescu aufgeführt und dabei gleichzeitig die Portoperioden durchnummerieren und den Tarif für einfache Inlands-Briefe im Fernverkehr (Scrisori "alte loc." 20g) aufführen.

Eine neue Portoperiode bestimmt sich durch eine Änderung der Tarifstruktur oder des Portos mindestens einer Versendungsart oder Zusatzleistung bei den Inlandstarifen.

Es kommt also vor, dass in der Auflistung unten der Tarif für den einfachen Inlands-Brief im Fernverkehr sich nicht mit der Portoperiode änderte. Wenn ich später auf Beispiele zurück komme, werde ich in solchen Fällen ausführen, was die Portoperioden unterscheidet.

PP 01: 01.04.1991 - ??.04.1991 4,50 Lei
PP 02: ??.04.1991 - 09.10.1991 4,50 Lei
PP 03: 10.10.1991 - 09.03.1992 8 Lei
PP 04: 10.03.1992 - 30.11.1992 10 Lei
PP 05: 01.12.1992 - 03.06.1993 15 Lei
PP 06: 04.06.1993 - 01.07.1993 25 Lei
PP 07: 02.07.1993 - 30.10.1993 29 Lei
PP 08: 01.11.1993 - 31.03.1994 45 Lei
PP 09: 01.04.1994 - 30.06.1995 60 Lei
PP 10: 01.07.1995 - 17.03.1996 100 Lei
PP 11: 18.03.1996 - 02.03.1997 150 Lei
PP 12: 03.03.1997 - 01.06.1997 400 Lei
PP 13: 02.06.1997 - 15.09.1997 450 Lei
PP 14: 16.09.1997 - 01.02.1998 500 Lei
PP 15: 02.02.1998 - 17.05.1998 900 Lei
PP 16: 18.05.1998 - 21.10.1998 1.050 Lei
PP 17: 22.10.1998 - 03.01.1999 1.100 Lei
PP 18: 04.01.1999 - 14.03.1999 1.100 Lei
PP 19: 15.03.1999 - 20.06.1999 1.100 Lei
PP 20: 21.06.1999 - 25.07.1999 1.300 Lei; ab dieser Portoperiode wird nicht mehr zwischen Orts- und Fernverkehr unterschieden.
PP 21: 26.07.1999 - 03.10.1999 1.300 Lei
PP 22: 04.10.1999 - 02.01.2000 1.500 Lei
PP 23: 03.01.2000 - 27.02.2000 1.500 Lei
PP 24: 28.02.2000 - 30.04.2000 1.700 Lei
PP 25: 01.05.2000 - 31.07.2000 1.700 Lei
PP 26: 01.08.2000 - 30.09.2000 1.700 Lei
PP 27: 01.10.2000 - 03.12.2000 2.000 Lei
PP 28: 04.12.2000 - 07.01.2001 2.000 Lei
PP 29: 08.01.2001 - 14.05.2001 2.200 Lei
PP 30: 15.05.2001 - 19.08.2001 2.200 Lei
PP 31: 20.08.2001 - 14.10.2001 2.500 Lei
PP 32: 15.10.2001 - 14.03.2002 2.500 Lei
PP 33: 15.03.2002 - 02.06.2002 2.500 Lei
PP 34: 03.06.2002 - 30.09.2002 3.000 Lei
PP 35: 01.10.2002 - 14.10.2003 3.000 Lei
PP 36: 15.10.2003 - 02.11.2003 3.000 Lei
PP 37: 03.11.2003 - 31.07.2004 4.000 Lei
PP 38: 01.08.2004 - 17.04.2005 5.000 Lei
PP 39: 18.04.2005 - 30.06.2005 5.000 Lei
++++++++++++ 10.000 alte Lei --> 1 neuer Leu
01.07.2005 - 14.02.2007 0,50 Lei
 

Meine ersten Beispiele stammen aus dem Jahr 1997, in dem vier Portoperioden betrachtet werden können (PP 11 bis PP 14). Am deutlichsten fällt die Steigerung von PP 11 auf PP 12 aus. Das Porto für den einfachen Inlandsbrief stieg um 166% von 150 Lei auf 400 Lei.

Ich kann vier Belege aus diesem Jahr zeigen.

1. Einschreiben aus Birlad nach Bârlad vom 20.1.1997, frei gemacht mit 370 Lei.

Wikipedia entnehme ich das Birlad gleichbedeutend ist mit Bârlad, also handelt es sich hier um einen Ortsbrief.



Das Bild rechts zeigt den Stempel auf der Rückseite des Beleges. Er stammt vom 22.1.1997.

Für einen Brief im Fernverkehr wäre dieser Beleg aus PP 11 portorichtig:
Scrisori "alte loc." 20g: 150 Lei
Taxa de recomandare: 220 Lei

Möglicherweise passt das Porto auch für den Ortsbrief. Das wäre dann der Fall, wenn der besondere Tarif für Ortsbriefe nicht für Briefe mit Zusatzleistungen gegolten hat. Kann das jemand bestätigen?

2. Einschreiben aus Iasi nach Bârlad vom 14.3.1997, frei gemacht mit 850 Lei. Rückseitig mit einem Ankunftsstempel aus Bârlad vom 15.3.1997.



Dieser Brief aus PP 12 ist portorichtig:
Scrisori "alte loc." 20g: 400 Lei
Taxa de recomandare: 450 Lei

3. Brief aus Bucuresti nach Petrila vom 19.4.1997, was zu PP 12 gehört. Die korrekte Frankatur in Höhe von 400 Lei ist rückseitig angebracht. Dort befindet sich auch ein Ankunftsstempel vom 22.4.1997.



4. Brief aus Nuntabu nach Bucuresti vom 18.12.1997. Jetzt sind wir schon in PP 14. Mit 500 Lei ist auch dieser Brief portorichtig. Rückseitig befindet sich ein Ankunftsstempel vom 21.12.1997.



Ich hoffe in Kürze noch weitere Portoperioden für den Inlandsbriefverkehr hier dokumentieren zu können.

Viele Grüße
Michael
 

Michael Mallien Am: 01.09.2017 21:29:14 Gelesen: 85332# 180 @  
Heinz hat die Portoperioden der Inflationszeit in den Jahren 1944 bis 1947 sehr schön dokumentiert. Ich möchte einen Blick auf die Zeit nach Einführung der neuen Währung im August 1947 werfen anhand der darauf folgenden Portoperioden. Im Besonderen betrachte ich die Inlandstarife für

A Ortsbriefe (Scrisori "loco" 20g)
B Fernbriefe (Scrisori " alte loc." 20g)
C Einschreibegebühr (Taxa de recomandare)

In Band 1 des Werkes von Calin Marinescu sind folgende Portoperioden aufgeführt:

17.08.1947 A: 8 Lei; B: 12 Lei; C: 20 Lei
05.05.1948 A: 7 Lei; B: 11 Lei; C: 20 Lei
09.01.1951 A: 7 Lei; B: 11 Lei; C: 24 Lei

Die im August 1947 eingeführte Währung galt nicht einmal für 5 Jahre, denn am 28.1.1952 gab es einen erneuten Währungsschnitt im Verhältnis 20:1 was zu diesen Portostufen führte:

28.01.1952 A: 0,35 Lei; B: 0,55 Lei; C: 1,20 Lei

Das Porto für die hier betrachteten Tarife blieb 30 Jahre (!) stabil. Erst 1982 kam es zu einer Erhöhung.

Ich möchte heute zwei Inlands-Einschreiben aus der 30-jährigen Portoperiode zeigen, über deren Gesamtporto ich verwundert bin:

1. Einschreiben aus Ocna Mures nach Cluj vom 17.1.1968 zu 1,55 Lei:



Das wäre portorichtig für einen Ortsbrief bis 20g (s. oben). Rückseitig befindet sich noch ein Stempel CLUJ TRANZIT vom 18.1.1968. Galt dieser Brief tatsächlich als Ortsbrief, obwohl Cluj selbst mit ca. 80 km doch recht weit entfernt ist. Immerhin befinden sich beide Orte in derselben Region.

2. Einschreiben aus Bucuresti nach Cluj vom 20.8.1968 ebenfalls mit 1,55 Lei frankiert:



Das hat mich dann doch erstaunt, denn es handelt sich mit Sicherheit nicht mehr um einen Ortsbrief. Das Porto hätte 1,75 Lei betragen müssen. Vielleicht stimmen die Angaben im Marinescu nicht, oder ich habe die Sendungsarten falsch interpretiert? Leider kann ich kein Rumänisch. Auf Seite 122 des Marinescu, Bd. 1 sind Hinweise und Quellen zu den besagten Portoperioden aufgeführt. Vielleicht findet sich jemand, der diesen Text lesen kann?



Wenn sich aus dem Text keine Hinweise für die Behandlung von Orts/Fernbriefen ableiten lassen, können weitere Beispiele von Inlandseinschreiben helfen, die Umstände zu klären. Am besten wäre ein Beleg, der sicher als Ortsbrief eingeordnet werden kann.

Viele Grüße
Michael
 
10Parale Am: 02.09.2017 17:11:47 Gelesen: 85285# 181 @  
@ Michael Mallien [#180]

Aus dem Text, den du abbildest, ergibt sich kein weiterer Hinweis auf eine Behandlung von Orts-/Fernbriefen.

28. Jan. 1852 - Hotararea = Beschluss Nr. 148, hier wird angezeigt, dass der Tarif um das 20-fache reduziert wurde, gemäß der Parität der neuen Währung.

Leider habe ich aus dieser 30-jährigen Porto-Bestands-Periode bislang kein einziges Einschreiben auftreiben können. Ich besitze lediglich noch ein paar einfache Orts- und Fernbriefe aus meiner privaten Sammlung.

Es ist mir auch ein kleines Rätsel. Vielleicht ist der 1. Brief tatsächlich portogerecht frankiert, da er innerhalb des Kreises Cluj lief. Vielleicht gab es eine Art Rayon, vergleichbar mit der Gültigkeit einer Fahrkarte innerhalb einer bestimmten Region. Ein Irrtum seitens des Autors schließe ich eigentlich aus. Ich möchte mich nicht auf Spekulationen verlassen. Hier brauchen wir wirklich Vergleichsmaterial.

Ich zeige im folgenden 2 Briefe (extern):

1. eine schöne Buntfrankatur von Tomnatic (Triebswetter) aus dem Jahr 1974 - nach Steinen-Höllstein, umgeleitet nach Grenzach-Wyhlen

2. ein portogerecht freigemachtes Einschreiben - 6,20 Lei - von Codlea nach Schopfheim (12.3.74).

Ich hoffe, lieber Michael, dass ich im Laufe der Zeit noch Belege auftreiben kann, die mehr Klarheit verschaffen.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinrich3 Am: 08.09.2017 19:04:29 Gelesen: 84968# 182 @  
Nach der Abgabe meiner Rumänien-Sammlung sind mir einige Briefe über geblieben, die ich vor dem Verkauf noch hier zeige:

3 Luftpostbriefe an den gleichen Empfänger von 2 unterschiedlichen (?) Absendern mit unterschiedlichen Porti.



Zwischen den beiden oberen Briefen ist die Differenz nur 15 Bani, während der Brief unten doch deutlich mehr kostete. Da der Brief nicht nach höherem Gewicht aussieht, tippe ich auf philatelistische Frankatur.
 
Michael Mallien Am: 08.09.2017 19:42:16 Gelesen: 84958# 183 @  
@ 10Parale [#181]

Lieben Dank für die Übersetzung. Ich werde auch nach weiteren Einschreibe-Belegen aus der Zeit Ausschau halten.

Ich schließe einen Irrtum des Autors nicht unbedingt aus, denn mir sind auch an anderen Stellen ein paar Ungereimtheiten aufgefallen, die ich genauer untersuchen möchte.

Das soll beileibe keine generelle Kritik an dem grandiosen Werk von Calin Marinescu sein, doch schreibt er auch selbst, dass nicht alle Daten sicher belegt werden können und einige Portostufen durch das Zusammentragen von Belegen gesichert werden müssten.

@ Heinrich3 [#182]

Danke für das Zeigen dieser Belege. Das Porto für einen einfachen Brief nach Deutschland per Luftpost in der zutreffenden Portoperiode beträgt in der Summe 5,65 Lei, die sich wie folgt zusammensetzen:

Scrisori simple externe 20g: 4,80 Lei
Suprataxe "prin avion": 0,85 Lei

Damit ist der 3. gezeigte Beleg portorichtig.

Der 1. Beleg passt mit 4,90 Lei ganz gut auf eine Beförderung ohne den Zuschlag für die Luftpost und wäre nur mit 10 Bani überfrankiert. Allerdings wurde ein Luftpostumschlag verwendet, aber zumindest fehlt der "prin avion" Stempel.

Der 2. Beleg ist gar nur mit 3,85 Lei frankiert, was auf den ersten Blick gar nicht auffällt. Die Marken zu 90 Bani und 1,10 Lei sind die MiNr. 3068 zum Tag der Briefmarke 1972. Es ist tatsächlich nur eine Michelnummer! Die "90 Bani" ist der Zuschlag, der auf einem Zierfeld gedruckt ist. Erkennbar ist dies auch daran, dass der sonst übliche Eindruck POSTA ROMANA auf dem Zierfeld fehlt.

Viele Grüße
Michael
 
Heinrich3 Am: 12.09.2017 19:14:13 Gelesen: 84753# 184 @  
@ Michael Mallien [#183]

Hallo Michael,

danke für die Erläuterungen, auch wenn es mir nicht mehr viel bringt. Vielleicht sind die 4 letzten mir verbliebenen Briefe noch von Interesse.


 
Michael Mallien Am: 12.09.2017 20:00:10 Gelesen: 84745# 185 @  
@ Heinrich3 [#184]

Hallo Heinrich,

die Briefe sind alles einfache Briefe ohne Zuschlag für "prin avion", wenn ich es richtig sehe. Ich kann nicht alle Daten erkennen, deshalb nenne ich mal die Portoperioden, die infrage kommen:

01.03.1972 - 31.05.1976: 2,75 Lei
01.06.1976 - 24.02.1982: 4,80 Lei

Zwei Belege mit 4,80 Lei sind ja dabei. Die anderen sind wohl nicht genau portorichtig mit 2,65 Lei bzw. 4,60 Lei.

Viele Grüße
Michael
 
Heinrich3 Am: 12.09.2017 22:58:43 Gelesen: 84725# 186 @  
@ Michael Mallien [#185]

Hallo Michael,

danke für die Antwort. Die Stempeldaten sind 24.3.73, 4.12.?? (vermutlich 1978), 31.8.78 und 4.3.77. Sie passen also bis auf die kleinen Differenzen zu den Portoperioden, die Du nennst.

Nach meiner Meinung wurden derartige Differenzen geduldet, da Geld ja nicht so wichtig war. Diese damalige Einstellung kenne ich aus mehreren in diesen Jahren sozialistischen Ländern.

Heinrich
 
Michael Mallien Am: 26.09.2017 20:34:58 Gelesen: 83900# 187 @  
Heute zeige ich einen Beleg wegen seines Stempels, bei dem mich die Datumsanzeige zunächst stutzen ließ.

Dieser Brief ging am 12.11.1954 als Einschreiben aus Bukarest nach Genf in die Schweiz.



Hier der Stempel noch einmal mit der seltsamen Einstellung des Datums:



Auf der Rückseite beweisen die Ankunftsstempel in der Schweiz die Interpretation des Stempels:



Kamen solche Stempeleinstellungen regelmäßig in dieser Zeit vor?
War es eine fehlerhafte Einstellung?
Oder hat sich der Postler vielleicht einen Scherz erlaubt?

Ich weiß es nicht, aber andere Belege aus der Zeit könnten Aufschluss darüber geben.

Ansonsten ist der Brief mit 2 Lei portorichtig frankiert:

Auslandsbrief bis 20g (Scrisori simple): 0,70 Lei
Einschreiben (Taxa de recomandare): 1,05 Lei
Luftpostzuschlag für die Schweiz: ~ 0,25 Lei

Ich habe nicht zufällig "~ 0,25 Lei" geschrieben, denn so steht es im Band 2 von Calin Marinescu auf Seite 155. In seinem Vorwort schreibt er selbst, dass er nicht alle amtlichen Verfügungen vorliegen hatten und einige Tarife aufgrund von Belegen eingeschätzt wurden. Daraus könnte man ableiten, dass die meisten Luftpostsendungen in die Schweiz in der Portoperiode 1.9.1954 - ...11.1955 einen Zuschlag von 0,25 Lei trugen. Wie man sieht bestand auch bei dem genauen Tag im November Unsicherheit. In der nachfolgenden Portoperiode bis zum 31.8.1957 sind dann 0,25 Lei als fester Wert angegeben.

Viele Grüße
Michael
 
Heinz 7 Am: 27.09.2017 13:41:28 Gelesen: 83835# 188 @  
@ Michael Mallien [#187]

Lieber Michael,

ich habe mich in der Tat auch schon gewundert über ähnliche Datumangaben, z.B. "90.3" bei Ausgaben der 14. Ausgabe (Ährenausgabe). Das muss dann gelesen werden als 1903 (Jahresangabe).

Dass die Tausenderzahl in Rumänien des öfteren weggelassen wird, ist mir auch aufgefallen. Dies galt bereits im XIX. Jahrhundert, ist also 1954 schon "lange geübte Praxis".

Herzliche Grüsse
Heinz
 
Michael Mallien Am: 29.09.2017 13:57:08 Gelesen: 83701# 189 @  
@ Heinz 7 [#188]

Lieber Heinz,

okay, dann ist das also bekannt. Danke für die Info.

Ich habe wieder mal einen Beleg aus der Inflationszeit. Der Brief ging am 30.11.1992 nach Wiesbaden und ist portorichtig mit 55 Lei frankiert.



Die Besonderheit liegt darin, dass tags darauf, am 1.12.1992 eine neue Portoperiode begann und der einfache Auslandsbrief dann 90 Lei gekosstet hätte.

Viele Grüße
Michael
 
10Parale Am: 29.09.2017 20:39:40 Gelesen: 83673# 190 @  
@ Michael Mallien [#189]

Sozusagen ein Letzttagbrief einer Portoperiode. Oh, wie gerne lese und bestaune ich, was das moderne Rumänien (1992 war 3 Jahre nach der Revolution) so hervorbringt.

Bekam heute ein Einschreiben, freigemacht mit einer Marke aus 2016 zu 16 Lei, die den Nationalpark CEAHLAU in den Karpaten vorstellt, schöner Doppel-Abschlag von SUCEAVA (22.09.2017). Suceava liegt in der historischen Region Bukowina am nordwestlichen Rand des historischen Gebietes der Moldau. In einer ihrer Kirchen wurden Woiwoden der Moldau gekrönt.

Liebe Grüße

10Parale

   
 
volkimal Am: 29.09.2017 21:52:20 Gelesen: 83664# 191 @  
Hallo zusammen,

Brief aus der Großstadt Brașov vom 18.03.1981:



Die Briefmarke wurde mit einem Maschinenstempel einer Sowjetische Tischstempelmaschine SchMN-2 entwertet.

Viele Grüße
Volkmar
 
Michael Mallien Am: 01.10.2017 13:53:34 Gelesen: 83562# 192 @  
@ 10Parale [#190]

Ich freue mich immer darüber, was ich alles zu sehen bekomme aus der modernen Bedarfspost. Dein Beleg ist auch sehr schön mit der für Auslandsbriefe/Einschreiben vorgesehenen Frankatur zu 16 Lei:

- Auslandsbrief bis 20g: 4 Lei
- EInschreibegebühr: 12 Lei

Und den schönen Stempeln natürlich!

Ich habe hier noch einen Brief, der nicht so schön aussieht, aber dennoch seinen Reiz hat. Der großformatige Brief (330 x 235 mm) ging am 6.2.1997 per Einschreiben nach Wiesbaden und ist mit 6.050 Lei frankiert. Das ist portorichtig für

Scrisori externe 51-100g: 3.500 Lei
Taxa de recomandare: 2.550 Lei



Der Reiz liegt für mich in der höheren Gewichtsstufe, dem 10er-Block der 500 Lei Marke und den handschriftlichen Hinweisen zu der Einschreibesendung. Das Einschreibevermerke handschriftlich sein können hatte mich schon immer etwas gewundert. Hier wird offensichtlich auf einen Vertrag mit der Post verwiesen:



Viele Grüße
Michael
 

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