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Thema: Lupen und Mikroskope - welche sind wirklich empfehlenswert ?
Das Thema hat 92 Beiträge:
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Richard Am: 18.11.2007 18:46:42 Gelesen: 108133# 1 @  
Ein Tipp von Chris im BDPh Forum:

Es muss nicht immer ein Mikroskop sein

Manchmal entdeckt man interessante Dinge in ganz anderen Gebieten – ein Gerät kann Philatelie-tauglich sein, auch, wenn es nicht für Philatelisten konzipiert wurde.

Ich habe gestern bei einer Ausstellung von Hilfsmitteln für Sehbehinderte und Blinde ein interessantes Gerät gesehen:
Diese ClearView-Geräte gibt es auch mit Flachbildschirmen in 17 und 19 Zoll. Billig sind sie nicht, erlauben aber eine bis zu 50-fache Vergrösserung. Die Darstellung ist absolut farbecht.

Ich habe dann bei einer schweizerischen Firma eine umfangreiche Übersicht über solche Geräte gefunden – bei der Firma Humanware geht das dann bis zu 68-facher Vergrösserung auf einem 21"-Monitor.

Vorteil: Im Gegensatz zum Mikroskop sehr bequeme Arbeitsposition, eine "Verrenkungen", und mehrere Leute können das Objekt gleichzeitig betrachten.

Nachteil: Einen Kamera-/PC-Anschluss gibt es nur bei den Spitzenmodellen, bei einfacheren Geräten hat man also nur die Ansicht, keine Dokumentation.

Das ist vielleicht eine Alternative zum Mikroskop?

Chris
 
Jürgen Witkowski Am: 18.11.2007 21:39:20 Gelesen: 108129# 2 @  
@ Richard Ebert [#23]

Das ist sicherlich eine interessante Lösung. Ich sehe allerdings 2 Aspekte, die mich persönlich von einer Verwendung Abstand nehmen lassen:

- Kaufpreis (wird vom Hersteller nur auf Anfrage genannt!)
- Platzbedarf

Als praktikable Lösung hat sich für mich der Scanner herausgestellt. Das Gerät sollte eine Auflösung von mindestens 600 DPI haben. Die neueren Geräte haben mittlerweile schon 1200 DPI und die Verarbeitungsgeschwindigkeit ist recht hoch.

Bei der Stempelbestimmung oder Plattenfehlersuche größerer Mengen scanne ich eine DIN A5 Steckkarte ein. Die Einzelmarken daraus kann man sich bequem auf Bildschirmgröße hochzoomen und ermüdungsfrei arbeiten.

Bei schwierigen Marken und Stempeln kann man sehr gut mit Umkehrfarben arbeiten, wo manches Detail dann besser zu Vorschein kommt.

Als Beispiel zeige ich einmal eine Großbritannien Nr.1, die Black Penny mit einem roten Malteserstempel. Der rote Stempel ist auf der schwarzen Marke auch mit Lupe nur mühsam zu erkennen. Als Scan sieht man ihn schon viel besser und mit Umkehrfarben kommen noch eine neue Ansicht hinzu.


 
AfriKiwi Am: 19.11.2007 00:44:04 Gelesen: 108121# 3 @  
@ Richard [#23]
@ Concordia CA [#33]

Hallo,

Alles wird schon gebraucht an Instrumenten die die beste Lösung bringen für den der wirklich meint die Kosten dafür zu tragen.

Wäre ich Prüfer ohne weiteres ist es von höchstem Interesse.

Ich hatte selbst Verbindung mit einer anderen Schweizer Firma die einfach Scans zeigen mit einer Maus direkt auf den Schirm, mit UV und Vergrößerung und wahrscheinlich auch Umkehrfarbe-Bildern.

Dieser Firma hatte ich auch Marken geschickt für Ihre Experimente mit u.a Wasserzeichen.

Weil diese Geräte schon mal mehr kosten und noch niemand es geschnappt hat daß Millionen gemacht werden können mit einem billigen Instrument für Briefmarkensammler bleiben wir beim üblichen.

Ich gebrauche mal eine einfache SlideShow (Picasa2) nur um die Sachen auf Schirm größer zu sehen und wirklich entdecklt man neues, wenn es auch mal ein Riß ist !

Sonst gebrauche ich mein 3x oder 10x Lupen (10x mit Licht) und wenn es auf Papier drauf ankommt die Linse von einem alten Fernglas.

Das mit der Umkehrfarbe muß ich auch mehr gebrauchen bei meiner OFS Marken da meine Sammlung mangelt an Penny Blacks !

Wobei das auch helfen kann ist, undeutliche Schwarz oder Indigo-blaue, karmin oder braun Aufdrucke.

MfG
Erich
 
- Am: 19.11.2007 18:33:12 Gelesen: 108108# 4 @  
@ Concordia CA [#33]

Hallo Jürgen,

auf die Idee, die Marken zu scannen, um sie dann besser betrachten zu können, bin ich noch gar nicht gekommen! Und der Trick mit den Umkehrfarben ist ja fast genial!

Wenn ich eine Marke genauer betrachten will, nehme ich meinen Fadenzähler; da sitze ich dann mit gekrümmten Rücken über der Marke, bzw. dem Teilstück der Marke, die der Fadenzähler halt abdeckt.

Die Scan-Methode werde ich mal ausprobieren. Was für schlaue Leute es doch bei den Philaseiten gibt!

Klaus
 
AfriKiwi Am: 21.11.2007 07:58:01 Gelesen: 108088# 5 @  
@ italiker [#35]

Hallo Klaus,

Vordem ich auch Rüchschmerze bekomme, und wie gesagt solche schlaue Leute auf dieser Seiten sind - was ist ein Fadenzähler ?

Es hört sich an alsob ich Rumpelstilzchen engagieren muß um von dem Papier Sinn zu machen.

Erich
 
Jürgen Witkowski Am: 21.11.2007 09:53:18 Gelesen: 108086# 6 @  
@ AfriKiwi [#36]

Hallo Erich,

ein Fadenzähler ist eine Lupe mit einer Messscala, Die englische Bezeichnung lautet "linen tester". Sie hat meistens den Vergrößerungsfaktor 10. Aber ein Bild sagt mehr als tausend Worte...
---


 
AfriKiwi Am: 21.11.2007 10:34:27 Gelesen: 108083# 7 @  
@ Concordia CA [#37]

Hallo Jürgen,

Sacre bleu ! Das kenne ich nur als 'Folding magnifier' aber danke für das Bild.

Kein Wunder daß niemand wußte daß dieses Grimms-Wesen Rumpelstilzchen hieß.

Jetzt bin ich auch schon wieder schlauer !

Erich
 
- Am: 21.11.2007 11:45:09 Gelesen: 108081# 8 @  
@ AfriKiwi [#7]

Hallo Erich,

wichtig an dem Fadenzähler ist neben der starken Vergrößerung eben auch die Skalierung. Da kann man dann z.B. bei den US-Marken messen, ob die Jahreszahl auf der Marke 1,4 oder 1,8 mm lang ist.

Auch bei der Bestimmung der Letterset-Marken der Bundespost leistet der Fadenzähler gute Dienste.

Klaus
 
doktorstamp Am: 21.11.2007 16:20:59 Gelesen: 108075# 9 @  
@ AfriKiwi [#34]
@ Concordia CA [#33]
@ Richard [#23]

Lupe oder Mikroskop. Mikroskope habe ich keine, Lupen dagegen schon sämtliche, 3x, 5x, und 10x. Den Scanner kann man anstatt eines Mikroskop gut einsetzen.

Eine 20x Vergrösserung ist auch leicht anhand einer höheren dpi Zahl zu erzielen. Da ist es dann eine Leichtigkeit festzustellen ob das Papier holzhaltig ist, da die winzig kleinen Holzteilchen dann sichtbar sind.

Noch was wo sie gut zu verwenden sind ist wie folgt;

Wenn in der Klappe des Scanners eine Diahalte ist, macht man es so. Man legt die Marke(n) wie üblich auf die Glasplatte, beim Ablichten aber bestimmt man die Diahaltung. Das dadurch erworbene Bild ist etwas unscharf, aber die Struktur des Papiers kommt zum Vorschein. Etwas was wohl zu Nutze ist bei Altdeutschen Marken.

Mikroskope aus dem Philatelie-Fachhandel obwohl mit 80x Vergrösserung ausgestattet haben ihrem Preis nach gewisse Einschränkungen, nämlich das Aufsichtfeld ist viel zu klein, die Objektive sind achromatisch, was so viel heisst wie nur in der Mitte des Aufsichtfeldes sind sie scharf, alles rundherum schwammig, mit Ausstattung durch Planobjektive (meist schweineteuer) wenn Austauschbar, gewinnt man etwas an das Aufsichtsfeld, immerhin ist weniger als ein achtel des Markenbildes zu erkennen. Diese Geräte kosten um die € 300. Wer aber ein Aufsichtfeld in etwa Markengrösse haben will, muss nämlich mehr Geld auflegen. Hier habe ich mich als Prüfer mal erkundigt. Tchja mit stolzen € 5.000 wäre ich dabei.

Es besteht immer noch Chancen diese Geräte auf dem Gebrauchtmarkt zu kaufen. Dann sind sie erheblich günstiger was den Preis angeht, allerdings dann sind die meist Instandsetzungs- oder Wartungsdürftig, was natürlich auch mit nicht geringfügigen Kosten verbunden ist.

Solche Geräte der modernen Technik nach sind "Triokular", Bino für die menschlichen Augen, das dritte für den Anschluß einer Digitalkamera vorgesehen.

Scanner sind also wesentlich billiger, Speichung der Bilder ist halt automatisch, je nach Einstellung des Scanners und seines Programms. Man kann x-beliebig die Marke(n) anschauen. Aufsichtfeld ist gar nicht durch Optikkonstruktion begrenzt. Je besser der Scanner, desto besser seine Fähigkeiten und Erfassungsmöglichkeiten. Natürlich gehört ein guter Bildschirm dazu, die die für Graphikarbeit geeignet sind, sind wohl auch für die Philatelie am besten.

mfG

Nigel
 
lonerayder Am: 10.08.2008 19:08:40 Gelesen: 107456# 10 @  
Hallo Nigel,

ich habe im Internet bei der Firma http://www.elv.de unter dem Stichwort USB-Mikroskop-Kamera eine preiswertere Alternative gefunden. Das Gerät kostet dort ca. 100 €. Vergrößerung lt. deren Beschreibung 27 - 200 x incl. abschaltbarer LED-Leuchte.

Ob das Ding allerdings etwas für unseren Bereich taugt kann ich leider nicht sagen.

LG
Andreas
 
AfriKiwi Am: 11.08.2008 01:34:12 Gelesen: 107433# 11 @  
@ lonerayder [#10]

Hallo Andreas,

Danke für den Link.

Was ich gut finde mit diesem Instrument ist daß man es in der Hand halten kann (wie im Werbebild) um auch die Marken im Winkel anschauen zu können.

Nun braucht man ein UV Ersatz. Was Tatsache ist, ist wohl daß solche Geräte zu finden sind und auch nicht zu teuer wenn man es wirklich notwendig hat.

Werde mich mal umsehen hier für sowas.

Erich
 
Harald Zierock Am: 11.08.2008 07:28:51 Gelesen: 107426# 12 @  
@ italiker [#8]

Hallo,

wo kann man einen Fadenzähler kaufen?

Harald
 
sucran Am: 11.08.2008 08:55:34 Gelesen: 107420# 13 @  
Hallo Harald,

schaue bitte bei eBay rein, dort wirst solche Lupen finden, die nicht teuer sind. Nimm bitte nicht die kleine Ausgabe, sondern die etwas größere ca. 3 x 3 cm. Ich habe vor Kurzem eine Lupe 30 x 21 mm über eBay gekauft, für € 2,00. Lieferung erfolgt aus Hongkong. Es hat alles sehr schnell funktioniert. Es ist eine ausklappbare Handlupe, mit der man durchaus die kleinen Details gut erkennen kann. Falls Du nichts bei eBay findest, von dem Fadenzähler habe ich zwei, eine davon könnte ich abtreten, allerdings die sehr kleine Versionn 1,5 x 1,5 cm.

Ich bin allerdings auch noch immer auf der Suche nach einer geeigneten Lupe / Lupenleuchte, aber die bei eBay angebotenen erfüllen nicht meine Wünsche, ich habe mir bereits zwei unterschiedliche schicken lassen, sie aber wieder zurück gegeben. Die Vergrößerung reicht da bis max. 3-fach, dies ist einfach zu wenig. So helfe ich mir mit einer einfachen Handlupe (2-fach) schaue flüchtig die Marken durch, wenn ich meine etwas entdeckt zu haben, dann nehme ich eine 5-fach oder 10-fach Lupe zur Hand und schaue genauer hin. Bisher ist es mir gelungen auf diese Weise mehr als 200 Plattenfehlern bei den australischen Ausgaben von King George V zu entdecken, sogar recht teure Ausgaben habe ich entdeckt.

Mit einscannen habe ich auch versucht, aber es ist mir zu aufwendig, alleine von der red One Penny habe ich mehr als 3000 Marken, insgesamt von KG V vielleicht 6000 Stück, da wird das Scannen dann nicht mehr zur Freude.

Viele Grüße

sucran
 
Harald Zierock Am: 11.08.2008 10:17:54 Gelesen: 107415# 14 @  
Hallo Sucran,

vielen Dank für den Tipp; werde sofort nachschauen. Ich melde mich im Laufe des Tages noch einmal.

Viele Grüsse aus dem Elsass,

Harald
 
doktorstamp Am: 11.08.2008 15:30:17 Gelesen: 107400# 15 @  
@ lonerayder [#10]

Hallo Andreas,

habe das Gerät angeschaut, und es bekommt eine Zustimmung von mir.

Sehe dabei nur ein Problem, wenn man am Apparat abdruckt wird es womöglich zu leicht verschwommenen Bildern kommen können.

Sollte man an der Tastatur ablichten können besteht dieses Problem erst überhaupt nicht.

Ansonsten ist das Gerät sofern ich es der Werbung entnehmen kann, für die Philatelie geeignet.

Danke für den Link.

mfG

Nigel
 
Harald Zierock Am: 11.08.2008 15:55:55 Gelesen: 107399# 16 @  
@ sucran [#13]

Hallo Sucran,

ich habe auf Ebay beim Sofortkauf einen Fadenzähler gefunden. Nochmals vielen Dank!

Was sammeln Sie überhaupt?

Harald
 
Richard Am: 12.08.2008 23:53:33 Gelesen: 107350# 17 @  
@ Harald Zierock [#16]

Hallo Harald,

wenn Du auf den Namen von sucran links über einem seiner Beiträge klickst, findest Du ausführliche Informationen über seine Sammelgebiete.

Manche geben vieles Informationen weiter, andere weniger, Du zum Beispiel bisher keine.

Ein 'Sie' ist hier im Forum nicht notwendig. Ich verwende es nur, wenn ich eine Vielzahl ansprechen möchte.

@ Harald und alle

Sie können sich über 'meine Philaseiten' in Ihre Daten einwählen und dort selbst Zeile für Zeile entscheiden, welche Daten Sie eingeben (ist vertraulich nur für die Redaktion Philaseiten) und per Häkchen jede Zeile einzeln für die anderen Mitglieder lesbar zu machen. Nicht angemeldete Leser können keine dieser persönlichen Daten einsehen.

Schöne Grüsse, Richard
 

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