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Thema: (?) (75) Bund Sicherheitsaufdrucke
Das Thema hat 76 Beiträge:
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ReinierCornelis Am: 16.11.2013 11:45:16 Gelesen: 41957# 27 @  
In 2010 „750 Jahre Knappschaft“


 
ReinierCornelis Am: 16.11.2013 11:45:41 Gelesen: 41956# 28 @  
Und in 2010 Kartellamt:


 
ReinierCornelis Am: 16.11.2013 11:46:09 Gelesen: 41955# 29 @  
Und in 2010 Mutter Teresa:



Durch falsch abweichen ein bisschen chemisch das Weiss hervorgebracht! Am Rande NICHTS zu sehen!
 
ReinierCornelis Am: 16.11.2013 11:46:56 Gelesen: 41954# 30 @  
Und in 2011 Aronskelch:





So weit, ab 2005 bis jetzt! Immer wieder.

Gibt es keine deutschen Sammler, welche so etwas sehen können?
 
ReinierCornelis Am: 16.11.2013 11:51:03 Gelesen: 41950# 31 @  
Nicht nur eine Druckerei hat diese SAD's angebracht auf deren Briefmarken in Offsetdruck! Bis jetzt nur Sondermarken und keine welche auf die Offset Rollendruckmaschine der Buundesdruckerei hergestellt ist! D.h. die Marken mit Schleifperforation.

BDB 2005 Kind, 2006 Dürer, 2006 Röbling
BSP 2006 Goldene Bulle, 2009 Frankenberg
GDL 2007 Benedikt XI, 2008 Kartelamt, 2009 Calvin, 2010 Knappschaft, 2010 Mutter Teresa, 2011 Aronskelche
 
ReinierCornelis Am: 16.11.2013 11:53:53 Gelesen: 41946# 32 @  
Mit ein bisschen Farbe-spiel in Bildbearbeitungsprogramme hat man sicher Erfolg!




 
ReinierCornelis Am: 16.11.2013 11:55:19 Gelesen: 41945# 33 @  
Und die Scans sind alle auf diese Weise hervorgebracht!


 
ReinierCornelis Am: 16.11.2013 11:57:11 Gelesen: 41942# 34 @  
Es wäre denkbar, dass die Weissraster von eine Farbe mit die gleiche Winkel [45 Grad] stammt.



Schwarz hat hier die gleiche Densität, aber doch ein kleines bisschen daneben?
 
ReinierCornelis Am: 16.11.2013 11:58:54 Gelesen: 41940# 35 @  
Aber beim Franz Liszt aus 2011 - Druck BDB - gibt es gar KEIN Raster im Bild aber das weisses Raster ist da! Und das galt auch für Calvin!



Die Stempelfarbe zeigt auch genau das Raster aber NUR im Markenbild - am Blockrand gibt es kein Raster mehr.


 
ReinierCornelis Am: 16.11.2013 12:00:51 Gelesen: 41937# 36 @  
2009 Uni Leipzig - Druck BSP:



In Abstempelung ein Raster mit 45 Grad! Zyan hat da 75 Grad und Magenta 15.
 
hopfen Am: 04.04.2018 20:23:39 Gelesen: 27800# 37 @  
Sicherheitsaufdruck bei Salzachbrücke Mi.Nr. 2345 bzw. 2347

1. Im Forum zu dieser Marke leider nichts gefunden, obwohl 15 Jahre alt
2. OHNE Scan, da ich nicht die Technik, nur einen Scan habe, der nichts aussagt
3. Beschreibung bzw. Problem:

Im Michel-Spezial 2015 ist gerade diese Marke auf Seite 1148 bei der Beschreibung der Sicherheitsaufdrucke aufgeführt -
VI : SAD als Rahmen - Bewertung "normal"
VII: SAD mittig, über das komplette Markenbild - Bewertung: 2345 ** ohne, gest. o.A.; 2347 ** o.A., gest. 100€
die Marke ist katalogisiert mit Nr. 2345 (Kleinbogen mit S 14 *)) und mit Nr. 2347 (MH gestanzt 14:14 1/4) -

Nun zu meinen Marken (alle wohl 2347, wegen der glatten Zähnung):

Brief aus Bad Bevensen vom 1.11.04 (BZ 29) MIT SAD VI wohl ganz normal
Brief aus Zeitz vom 13.5.04 (BZ 06) OHNE jeglichen SAD !

5 Marken: 1x SAD VI und 4x SAD VII á 100 Euro !? kann ja wohl nicht sein!

Nun sind also die Experten gefragt!

*) S = integrierte Schleifperforation - was auch immer das heißen mag - da beide Marken 14 haben, mußte ich mich erst einmal schlau zum "S" machen - HIER also für ALLE, die von mir festgestellte Info: "S"-Zähnung ist "unsauber", bei den gestanzten Marken sind die Zackenränder glatt! Jedenfalls hat das mit dem Vergleich vorhandener "S"-Zähnungsmarken bei mir ergeben!

In der Hoffnung um Aufklärung für ALLE
grüßt
Horst
 
Holzinger Am: 04.04.2018 21:56:44 Gelesen: 27774# 38 @  
@ hopfen [#37]

Schleifperforation: Die Zähnung wird nicht "ausgestanzt", sondern durch eine "Stachelwalze" von oben durch das Papier gedrückt.

Die unten herausstehenden "Noppen" werden abgeschliffen. Dadurch entsteht auche eine Zähnung, die aber mehr "faserig" - nicht so scharf wie gestanzt - ist. Außerdem reißen sich die einzelnen Marken schlechter.


 
Bund-Briefe Am: 04.04.2018 22:11:49 Gelesen: 27767# 39 @  
@ hopfen [#37]

Habe bei meinen Selbstklebe-Marken (Michel-Nr. 2347) einen Brief dabei, bei dem die Marke unter der Fluoreszenz(!)-Lampe aussen hell ist - und innen dunkel. Sollte 2347 II mit Sicherheitsaufdruck VII sein.

Die häufigere Variante ist unter der Fluoreszenz-Lampe innen hell und aussen dunkel - ist dann wohl die 2347 I mit Sicherheitsaufdruck VI.

Vielleicht gibt es andere Sammler, die diese Marken haben? Als Selbstklebe-Marke sollten diese recht häufig sein - zumindest in der billigen Variante.

Mich würde interessieren, wie oft die teure Marke in der "Massenware" vorkommt.
Schleifperforation gibt es naturgemäß nur bei der Bogenmarke 2345.

Frdl. Grüße, Bund-Briefe - Klaus Pietsch
 
Bund-Briefe Am: 04.04.2018 22:45:32 Gelesen: 27748# 40 @  
@ hopfen [#37]

Noch eine Ergänzung:

Als 3. Variante habe ich noch Marken, bei denen anscheinend überhaupt kein Rahmen / keine Unterschiede aussen / innen zu erkennen sind.

Frdl. Grüße, Bund-Briefe - Klaus Pietsch
 
Ben 11 Am: 15.04.2018 22:37:57 Gelesen: 27582# 41 @  
@ hopfen [#37],
@ Bund-Briefe [#40],

Salzachbrücke SAD VII - gibt es nicht

Im Katalog wird der SAD VII als "Aufdruck eines mittigen Rechtecks (d.h. Markenrand hell und deutlich gelb fluoreszierend, Markenmitte dunkel)" beschrieben und am Beispiel der Salzachbrücke auch bildlich dargestellt. Die Wertung à 100,- € klingt doch sehr verlockend.

Schauen wir uns das Ganze mal etwas genauer an:

Unter UV-Licht 365 nm (Schwarzlicht für Fluoreszenz) erkennt man auf den selbstklebenden Marken die beiden typischen Rahmen des SAD VI in dunkler und heller Ausführung. Auch die Merkmale des vermeintlichen SAD VII sind gut zu erkennen. Der Rand leuchtet gelb und die Mitte bleibt dunkel.



Unter UV-Licht 256 nm (für Phosphoreszenz) sind die Rahmen ebenfalls gut zu sehen. Auch die Marke mit dem vermeintlichen SAD VII bildet einen Rahmen.



Nun heißt es: "Mit Einführung der Doppelnominale Ende 2000 setzt die Deutsche Post zum Schutz vor Fälschungen und zur Verbesserung der Postautomation zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen beim Druck ihrer Marken ein. Hierzu wird entweder eine besondere Substanz der Druckfarbe beigemengt oder in einem weiteren Druckgang aufgetragen."

Bei der Salzachbrücke ist diese "besondere Substanz" in der Lackierung in Form eines Rahmens vorhanden. Der normal durchsichtige Rahmen beinhaltet Pigmente, die unter IR Licht mit einer grünen Fluoreszenz antworten. Wir sehen die Lackierung unter UV-Licht in hellerer oder dunklerer Form lediglich als "bedingt gleiche Farbe", nicht als Sicherheitsmerkmal.



Den Versuchsaufbau zur Sichtbarmachung der IR Fluoreszenz habe ich bereits an anderer Stelle beschrieben. Ich verwende auch hier eine IR-LED als "Laserpointer". Obiges Bild zeigt einen Ausschnitt des Rahmens und die leuchtenden Pigmente unter einem Mikroskop.

Beispielhaft habe ich die Bereiche, in denen die IR Fluoreszenz auftritt, mal grün eingefärbt.



Im Ergebnis bedeutet das, den beschriebenen SAD VII als mittigen Aufdruck gibt es nicht. Auf dieser Marke haben wir "nur" eine weitere Form des SAD VI mit einem Rahmen, der UV-Licht, bzw. die gelbe Fluoreszenz, ungehindert passieren lässt.

@ Bund-Briefe [#40]

Als 3. Variante habe ich noch Marken, bei denen anscheinend überhaupt kein Rahmen / keine Unterschiede aussen / innen zu erkennen sind.

Es wäre durchaus interessant, das mal zu untersuchen. Ich meine ja, das IR Merkmal ist dennoch da. Wenn nicht, wäre das mal was Besonderes.

Viele Grüße
Ben.
 
hopfen Am: 15.04.2018 22:51:29 Gelesen: 27577# 42 @  
@ Ben 11 [#41]

Hallo Ben,

ich bin immer wieder begeistert von der technischen Detailierung hier im Forum und sage meinen allerherzlichsten Dank für die Arbeit der Darstellung - Wahnsinn!

Mit phil. Gruß
Horst Pfennig, der gerne auch ins Detail geht, aber weder "technisches Verständnis" noch die Voraussetzungen dafür hat.
 
Markus Pichl Am: 17.04.2018 12:45:21 Gelesen: 27477# 43 @  
Hallo Ben,

dass sich unter dem dunklen Rahmen selbige Fluoreszens befindet, ist normal, weil selbiges Papier, und auch unter 365 bis 400 nm ersichtlich. Dennoch handelt es sich um zwei verschiedene Sicherheitsaufdrucke, die bisweilen nur nicht richtig im Michel beschrieben wurden.

Wer findet den Unterschied heraus? Er ist an ungewaschenen Marken am besten zu erkennen.

Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 21.05.2018 21:48:51 Gelesen: 27216# 44 @  
@ Bund-Briefe [#40]

Als 3. Variante habe ich noch Marken, bei denen anscheinend überhaupt kein Rahmen / keine Unterschiede aussen / innen zu erkennen sind.
[...] Es wäre durchaus interessant, das mal zu untersuchen. Ich meine ja, das IR Merkmal ist dennoch da. Wenn nicht, wäre das mal was Besonderes.


Guten Abend Zusammen,

mehrere Briefe habe ich von Klaus zur Untersuchung bekommen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ich das machen durfte. Vielen Dank dafür. Mit Zustimmung des Eigentümers möchte ich das Ergebnis mal an zwei Beispielen exemplarisch zeigen.

1. ein Brief vom 28.09.2009 von Erbach nach Bad König mit einer selbstklebenden Marke "Salzachbrücke" Mi-Nr.2347.



Unter 254 nm UV-Licht ist im oberen Bereich des Himmels der Rahmen dunkler erkennbar. Unter 365 nm UV-Licht leuchtet dieser kräftig gelb, während der innere Bereich dunkler bleibt. Die Beschreibung des SAD VII wird erfüllt.



Mit IR-Licht 980 nm werden die Sicherheitspartikel im Rahmen zu einer grünen Fluoreszenz angeregt. Die IR-Reaktion bestätigt jedoch, dass das Sicherheitsmerkmal nicht in der Mitte liegt. Es handelt sich demnach um einen SAD VI mit einem gelben Rahmen.

2. Ein Brief vom 21.06.2004 nach Duisburg mit einer selbstklebenden Marke Mi-Nr.2347 auf Recyclingpapier.



Durch das verwendete Recyclingpapier werden die Farben unter UV-Licht kräftiger. Unter 254 nm UV-Licht ist im oberen Bereich des Himmels der Rahmen dunkler erkennbar. Unter 365 nm UV-Licht leuchtet die Marke insgesamt kräftig gelb. Es entsteht der Eindruck eines fehlenden SAD.



Die IR-Reaktion auf 980 nm Anregung bestätigt auch hier, dass das Sicherheitsmerkmal vorhanden ist. Es handelt sich demnach um einen SAD VI mit einem sehr hellen Rahmen.

An diesen beiden Beispielen konnte ich wieder nachweisen, dass es den im Katalog beschriebenen SAD VII als dunkel erscheinendes Rechteck in der Mitte der Marke "Salzachbrücke" Mi-Nr.2347 nicht gibt.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 22.05.2018 00:09:00 Gelesen: 27183# 45 @  
@ Ben 11 [#44]

An diesen beiden Beispielen konnte ich wieder nachweisen, dass es den im Katalog beschriebenen SAD VII als dunkel erscheinendes Rechteck in der Mitte der Marke "Salzachbrücke" Mi-Nr.2347 nicht gibt.

Hallo Ben,

Irrtum Deinerseits, morgen werde ich den Gegenbeweis mit meinen Bildern antreten.

Beste Grüße
Markus
 
Markus Pichl Am: 22.05.2018 09:24:42 Gelesen: 27153# 46 @  
Hallo,

die Untersuchung von Ben mit IR-Licht zeigt lediglich auf, dass die beiden Marken auf selbigem fluoreszierendem Papier gedruckt sind. Sie gibt aber keinerlei Rückschlüsse auf die beiden verschiedenen Sicherheitsaufdrucke.

Die nachstehenden Bilder zeigen Marken MiNr. 2347

In der linken Bildhälfte sehen wir solche, mit Sicherheitsaufdruck VII und in der rechten solche mit Sicherheitsaufdruck VI.



Der Scan zeigt vier Marken aus der linken Hälfte des vorstehenden Bildes, also SAD VII. Welche Besonderheit birgt die linke obere Marke?



Ganz einfach, bei dieser Marke ist der SAD VII besonders kräftig aufgedruckt. Das aufgedruckte Rechteck markiert sich im Scan als eine helle Fläche.

Wie ich das beweisen will, ist ganz einfach. Der Sicherheitsaufdruck wird mit eine speziellen Druckfarbe aufgedruckt und bei der linken oberen Marke im Scan zeigt sich unter UV eine Ansammlung von dieser Druckfarbe im besagten aufgedruckten Rechteck, welche im Scan selbstverständlich nicht zu sehen ist.



Beste Grüße
Markus
 
Ben 11 Am: 22.05.2018 22:12:45 Gelesen: 27074# 47 @  
Guten Abend Markus,

ich biete Dir an, Deine Marken mal auf die Sicherheitsmerkmale zu untersuchen. Wenn Du sie mir leihweise dafür zur Verfügung stellen möchtest, schicke mir einfach eine E-Mail.

Das Angebot möchte ich auch allen anderen Sammlern vorschlagen. Hat vielleicht der Eine oder Andere von Euch Marken der Salzachbrücke (selbstklebend oder nassklebend) mit SAD VII, die eventuell auch geprüft wurden? Ist es möglich, dass ich mir diese Marken mal ansehe?

Wer prüft aktuell die Marken nach den SAD Typen?

Viele Grüße
Ben.
 
Ben 11 Am: 26.05.2018 22:48:13 Gelesen: 26955# 48 @  
@ Markus Pichl [#46]

Guten Abend Zusammen,

leider gibt es bislang keine Antwort von Markus auf meinen Vorschlag. Ich möchte deshalb mal noch ein paar Einzelheiten ergänzen.

die Untersuchung von Ben mit IR-Licht zeigt lediglich auf, dass die beiden Marken auf selbigem fluoreszierendem Papier gedruckt sind. Sie gibt aber keinerlei Rückschlüsse auf die beiden verschiedenen Sicherheitsaufdrucke.

Es ist allgemein bekannt, dass dem Papierstrich eine organische Verbindung beigemischt wird, die unter 365 nm UV-Licht gelb fluoresziert. In verschiedener Literatur wird diese Fluoreszenz auch als "gelblichgrün" beschrieben. Ich konnte nun nachweisen, dass das verwendete Sicherheitsmerkmal aus Pigmenten von Seltenen Erden besteht, die unter 980 nm IR-Licht grün fluoreszieren. Leider vermischt Markus beide Fluoreszenzen aufgrund der Farbe und verortet sie in den Papierstrich, was aber zumindest für das Jahr 2003 nicht richtig ist.
Es gibt keine verschiedenen Sicherheitsaufdrucke bei dieser Marke, deshalb auch keine Rückschlüsse.

"[...] bei dieser Marke ist der SAD VII besonders kräftig aufgedruckt. Das aufgedruckte Rechteck markiert sich im Scan als eine helle Fläche."

Schauen wir uns mal den "SAD VII" unter dem Mikroskop an, erkennen wir eindeutig einen Rahmen und kein mittiges Rechteck. Der Rahmen erscheint unter 254 nm UV-Licht in cremig-matten Ton und reicht bis in die Stanzung der Zähne. Zusätzlich sind bei entsprechender Vergrößerung blaue Fasern im Papier erkennbar. Diese Fasern findet man in Papieren mit SAD VI nicht. Hier deutet sich möglicherweise die Verwendung eines anderen Papiers an, welches im Papierstrich eine höhere Konzentration des UV-Fluoreszenzstoffes besitzt.



Die IR-Pigmente im Rahmen sind gut erkennbar. In der Mitte der Marke, wo sich das Rechteck befinden soll, finden sich solche Pigmente nicht.



Wie ich das beweisen will, ist ganz einfach. Der Sicherheitsaufdruck wird mit eine speziellen Druckfarbe aufgedruckt

Das ist richtig, trifft aber auf das Rechteck in der Mitte nicht zu, sondern auf den schon beschriebenen Rahmen. Was wir unter UV-Licht sehen, ist jedoch nicht das Sicherheitsmerkmal, sondern nur der Träger: eine farblose (farbpigmentfreie) Druckfarbe oder ein Drucklack. In der Farbenlehre nennt man diese Erscheinung "bedingt gleiche Farbe". Die Farbe sieht bei geänderter Beleuchtung anders aus. Ganz besonders gut sieht man das im Rahmen des SAD VI in dunkler Form.



Für die Sicherheitsaufdrucke auf den Marken "100 Jahre Salzachbrücke" schlage ich deshalb folgende Unterteilung vor:

a) SAD VI mit dunklem Rahmen unter UV 254 nm,
b) SAD VI mit hellerem Rahmen unter UV 254 nm,
c) SAD VI mit gelbem Rahmen unter UV 365 nm.

Viele Grüße
Ben.
 
Markus Pichl Am: 27.05.2018 01:01:30 Gelesen: 26935# 49 @  
@ Ben 11 [#48]

Hallo Ben,

in den letzten Tagen war ich in den von mir frequentierten Foren sehr zurückhaltend und dies hat gesundheitliche Gründe.

Meine Bilder sind eindeutig und zeigen ein mittig aufgedrucktes Rechteck, bei den von mir als SAD VII bezeichneten Marken. Da gibt es kein Vertun und keine Ausreden. Sicherheitsaufdruck bedeutet, dass etwas auf das Papier aufgedruckt wurde und dies ist bei meinen Marken nachweislich und eindeutig der Fall.

UV 254 nm bewirkt lediglich, dass der von mir gezeigte Sicherheitsaufdruck nur als eine helle Fläche erscheint. UV 254 nm ist zur Untersuchung von Phosphoreszenzen und nicht für Fluoreszenzen geeignet.

Du verwechselst nach wie vor die Fluoreszenz des Papiers, mit der Fluoreszenz des Sicherheitsaufdrucks, siehe Dein zweites Bild im letzten Beitrag. Die glitzernden Punkte, Fluoreszenz des Papiers, leuchten im IR-Licht durch die Fluoreszenz des Sicherheitsaufdrucks durch.

Ich schließe nicht aus, dass es bei dieser Marke mehr als nur zwei Sicherheitsaufrucke gibt. Meine Bilder zeigen jedoch nur zwei verschiedene und der eine ist mittig und der andere ist flächig auf die Marke aufgedruckt.

Wer prüft aktuell die Marken nach den SAD Typen?

Wenn ich nicht irre, kein Mensch. Mir wäre es aber recht, weil ich diesbezüglich nur Informationen nach Hörensagen habe, wenn sich Richard einmal bei den Herren Schlegel und Dörrenbach erkundigt und vor allem daraufhin bezogen, was diese in fachlicher Hinsicht hier beizutragen haben.

@ Ben 11 [#41]

Unter UV-Licht 256 nm (für Phosphoreszenz) sind die Rahmen ebenfalls gut zu sehen. Auch die Marke mit dem vermeintlichen SAD VII bildet einen Rahmen.

Die Marke mit SAD VII hat keinen dunklen bedruckten Rahmen sondern die in der Markenmitte bedruckte Fläche wechselt unter UV 254 nm von dunkel nach hell. Dadurch entsteht der irrige Eindruck, sie habe einen dunklen Rahmen.

MfG
Markus
 
Ben 11 Am: 30.05.2018 22:34:29 Gelesen: 26691# 50 @  
@ Markus Pichl [#49]

Guten Abend Zusammen und Markus, ich wünsche Dir eine gute Besserung.

Sicherheits aufdruck bedeutet, dass etwas auf das Papier aufgedruckt wurde und dies ist bei meinen Marken nachweislich und eindeutig der Fall.

Was ein Aufdruck ist, wird im BPP Begriffslexikon definiert mit: "Veränderung eines vorhandenen Postwertzeichens durch Anbringen (maschinell oder manuell) von zusätzlichen Buchstaben, Worten oder Zeichen."

Interpretieren wir mal das Rechteck oder den Rahmen auf den Marken als "Zeichen" im Sinne obiger Definition, dann haben wir keinen Aufdruck, denn:

a) die farblose Trägerschicht des Sicherheitsmerkmales liegt unter den anderen Druckfarben, wurde also als erstes auf das Papier gebracht und

b) das vorhandene Postwertzeichen wurde nicht verändert.

Im Übrigen halte ich die Diskussion, ob ein Rahmen oder ein Rechteck vorliegen, für weit hergeholt. Entscheidend ist die Frage, wo sich die Pigmente der Seltenen Erden befinden, die unter IR-licht fluoreszieren. Im Papier befinden sie sich nicht, denn dann sollte überall auf der Marke die Fluoreszenz zu sehen sein. Bei nassklebenden Marken also auch auf dem Bogenrand. Das ist aber nicht der Fall.

Anbei nochmal eine schöne Marke mit "vermeintlichem SAD VII" unter UV-Licht 365nm aus einem kürzlich erworbenen größeren Bestand . Wo wird wohl die IR-Fluoreszenz zu sehen sein? Natürlich im Rahmen. :-)



wenn sich Richard einmal bei den Herren Schlegel und Dörrenbach erkundigt und vor allem daraufhin bezogen, was diese in fachlicher Hinsicht hier beizutragen haben.

Herr Dörrenbach schrieb mir auf meine E-Mail, dass er keine SAD prüft. Von den Herren Schlegel habe ich noch keine Antwort. Die Michel-Community ist offline, so dass ich wohl den Verlag mal direkt anschreibe. Irgendwoher muss ja die Katalognotierung kommen.

In der Zwischenzeit halte ich an meiner Einschätzung fest: Es gibt keinen SAD VII auf der Salzachbrücke.

Viele Grüße
Ben.
 
Ben 11 Am: 05.06.2018 23:10:27 Gelesen: 26468# 51 @  
@ Ben 11 [#50]

Guten Abend Zusammen,

ein kurzes Update der letzten Neuigkeiten:

Herr H.-D. Schlegel hat mir auf meine Anfrage bestätigt, dass es den SAD VII gibt und er diesen auch attestiert. Auf meine Frage nach seiner Prüfmethode hat er die Anwendung einer UV-Leuchte 365 nm genannt. Er verweist zu weiteren Fragen zum SAD an die Bundesdruckerei.

Mit der Fluoreszenzleuchte erzielt er also das gleiche Bild, wie oben schon beschrieben.

Vom Schwaneberger Verlag habe ich weiter keine Antwort.

Es bleibt also bei meiner Einschätzung: den SAD VII, wie im Katalog beschrieben, gibt es auf der Salzachbrückenmarke nicht.

Viele Grüße
Ben.
 

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