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Thema: Grossbritannien: Belege bis 1900
Das Thema hat 145 Beiträge:
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Gauss Am: 14.02.2023 12:41:34 Gelesen: 8560# 96 @  
Von der Weltausstellung (International Exhibition) 1862 in London. Duplex-Stempel mit International / Exhibition (gerade noch lesbar) und IE/W.



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv internationale Messen und Ausstellungen (ohne Philatelie)"]
 
asmodeus Am: 14.02.2023 20:14:08 Gelesen: 8542# 97 @  
@ Gauss [#96]

Seltener Stempel! Egal, man kann es noch erahnen.

Glückwunsch zu diesem Brief!
 
Gauss Am: 14.02.2023 23:12:13 Gelesen: 8531# 98 @  
Danke! Den "Nummernteil" (IE) kann man immerhin deutlich lesen.
 
Gernesammler Am: 26.02.2023 17:17:10 Gelesen: 8412# 99 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief vom 8.7.1885 aus Maryport. Maryport ist eine Stadt in der Grafschaft Cumbria im Norden Englands spediert an Fräulein Lina Kühne in Bernburg in Anhalt, dort kam der Brief am 10.7.1885 zur Ausgabe.

Für das Franko nahm man eine Michel Nr.75 zu 2 1/2 Pence, gestempelt mit Duplexstempel von Maryport, auf der Rückseite zur Ankunft der Einkreisstempel von Bernburg **.

Links unten wurde ohne Datum beantwortet geschrieben.

Gruß Rainer


 
10Parale Am: 05.06.2023 19:49:22 Gelesen: 6757# 100 @  
Hier eine sehr schöner "Spoon" cancel (Löffelstempel) aus Manchester vom 6. Februar 1860, frankiert mit einer 1d Feld JL (Line engraved issue) nach Knighton Radnorshire.

Liebe Grüße

10Parale


 
asmodeus Am: 05.06.2023 20:36:01 Gelesen: 6746# 101 @  
@ 10Parale [#100]

Schöner Abschlag des Löffelstempels von Manchester.

Es handelt sich wohl um die Type B mit dem Time Code V.

Wertet £ 25 auf einem Beleg.
 
asmodeus Am: 05.06.2023 21:01:51 Gelesen: 6730# 102 @  
@ Gernesammler [#99]

Du hast einen Beleg von Maryport gezeigt. Hier ein Beleg aus dem Jahr 1842 von Maryport mit dem Malteserkreuzstempel nach Cockermouth. Ankunftsstempel mit spiegelverkehrter "4" in der Jahreszahl "1842". Frankiert mit der Mi. Nr. 3.


 
Gernesammler Am: 07.06.2023 19:12:21 Gelesen: 6656# 103 @  
@ asmodeus [#102]

Hallo Denis,

schöner Brief, mir gefällt als Stempelsammler besonders der Ankunftsstempel mit der spiegelverkehrten "4" in der Jahreszahl "1842".

Gruß Rainer
 
Lars Boettger Am: 08.06.2023 18:54:40 Gelesen: 6609# 104 @  
@ bayern klassisch [#92]

Hallo Ralph,

für Geschäftspapiere galt in der 1. Gewichtsstufe ein Tarif 2 1/2d, analog zum UPU-Briefporto. Aber die Gewichtsstufen waren deutlich erhöht. M.W. durften Geschäftspapiere nicht geschlossen aufgegeben werden. Aber ich ziehe hier nur Parallelen zu Luxemburg.

Beste Grüße!

Lars
 
bayern klassisch Am: 08.06.2023 19:04:14 Gelesen: 6605# 105 @  
@ Lars Boettger [#104]

Hallo Lars,

vielen Dank für deine Antwort - das Stück war auch nie versiegelt, von daher passt das.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
10Parale Am: 30.06.2023 10:51:07 Gelesen: 6266# 106 @  
Hier ein sogenanntes "Cross Channel Mail" von London nach Honfleur - 12. Oktober 1872 -, Frankreich (es ging um die Verschiffung von Grain & Flower), lt. Verkäufer "carried in moving box". Der imposante L1 im Rahmen in roter Farbe zeigte laut Verkäufer an, dass der Brief (auch die Ladung?) in Dover später ankam, als das vom Absender bevorzugte Schiff bereits ausgelaufen war.

Briefmarke: Scott # 43, Platte 12 (4 Pence).

Liebe Grüße

10Parale Stephan


 
asmodeus Am: 30.06.2023 14:41:03 Gelesen: 6251# 107 @  
@ 10Parale [#106]

L1 bedeutet Late fee 1 d.
 
10Parale Am: 30.06.2023 15:20:01 Gelesen: 6244# 108 @  
@ asmodeus [#107]

War mir klar. Danke dennoch! Hier, - ich denke es handelt sich um eine Drucksache -, von London nach Barcelona vom 3. September 1886, freigemacht mit einer Scott #101. Schöner "Scroll Cancel" von London und roter ovaler "agents mark".

Absender ist Aynard & Rüffer (kommt im Scan nicht ganz an) - die zweiseitigen Blätter waren noch nicht DIN A4.

Liebe Grüße

10Parale


 
Gauss Am: 30.06.2023 15:28:40 Gelesen: 6237# 109 @  
@ 10Parale [#108]

asmodeus wollte wohl darauf hinaus, dass die Erklärung nicht ganz korrekt war. Der Brief wurde am Postamt in London nach dem Annahmeschluss aufgegeben. Gegen die Zusatzgebühr wurde er dennoch am selben Tag befördert.

Die Gebühr konnte bar oder mit Marken bezahlt werden. Mit der Ankunft in Dover hat der Stempel nichts zu tun.
 
Gauss Am: 30.06.2023 15:32:11 Gelesen: 6235# 110 @  
@ 10Parale [#108]

Der Brief enthält Handschrift, die 2.5 d sind das normale Briefporto (UPU seit 1875). Der rote Ovalstempel ist einfach der Absenderstempel, Aynard & Rüffer sind hier nicht als Agent tätig.
 
asmodeus Am: 30.06.2023 19:19:22 Gelesen: 6210# 111 @  
@ Gauss [#110]

Hatte nur wenig Zeit und danke Dir für die Ergänzung.
 
asmodeus Am: 30.06.2023 19:43:17 Gelesen: 6202# 112 @  
@ 10Parale [#108]

"Scroll Cancel": In Grossbritannien ist eher der Ausdruck für den Stempel "hooded cancel" gebräuchlich.
 
10Parale Am: 01.07.2023 00:14:31 Gelesen: 6182# 113 @  
@ Gauss [#109]

" Mit der Ankunft in Dover hat der Stempel nichts zu tun."

Ich habe den Verkäufer noch einmal angeschrieben, weil ich in Erinnerung hatte, dass dem Verkaufsformular ein Beiblatt beilag. Ich habe es gescannt und zeige es hier. Hier wird eindeutig belegt, dass der Buchstabenstempel Letter Mark L1 in Dover abgeschlagen wurde.

@ asmodeus (#108)

Der Beleg wurde von einem amerikanischen Händler geliefert. "Scroll cancel" ist wohl eher amerikanisch, "hooded cancel" ist gebräuchlich in Grossbritannien. Bei diesem Händler habe ich auch schon für einen Mühlradstempel den Ausdruck "FANCY CANCEL" gelesen, die Amerikaner sind da oft freier in der Sprachwahl. Das Volk der Dichter und Denker eher nicht.

Liebe Grüße

10Parale


 
asmodeus Am: 01.07.2023 07:21:11 Gelesen: 6150# 114 @  
@ 10Parale [#113]

L1 wurde in London angebracht. Es gab verschiedene Staffelung der L- Stempel, je nach der Uhrzeit nach dem letzten Annahmeschluß. L1, L2 und L3- je später, umsomehr mußte man Late fee bezahlen.
 
Gauss Am: 01.07.2023 10:13:38 Gelesen: 6137# 115 @  
@ 10Parale [#113]


 
10Parale Am: 01.07.2023 10:23:40 Gelesen: 6134# 116 @  
@ asmodeus [#114]

Ich habe meine Feststellung über den Late Fee Stempel auf jeden Fall nicht aus der Luft gegriffen. Gut dass wir in diesem Forum solche Experten haben wie asmodeus und gauss, was Grossbritannien betrifft.

Grossbritannien gefällt mir als Sammelgebiet vor allem darum, weil dieses Land sehr früh in der Philatelie-Geschichte wirkt und es noch viele Belege des 19. Jahrhunderts gibt. Während Rumänien beispielsweise erst ab 1858 Briefmarken herausgab, ist das "Sammelfenster" zu erschwinglichen Preisen in Grossbritannien bereits ab 1840 geöffnet.

Es geht mir jetzt auch nicht darum, Recht zu haben, ob ein Stempel hier oder dort abgeschlagen, ein Zähnchen hier oder dort zu kurz ist, sondern es geht mir um den Beleg als Gesamtwerk. Briefmarken sind ja in einem gewissen Sinne Auflagen-Kopien, aber der Flair entsteht in meinen Augen erst durch die Verwendung im Postverkehr, was sie oft zu einmaligen Stücken werden lassen (siehe auch: die berühmtesten und wertvollsten Briefmarken der Welt; welch einzigartigen Briefe sehen wir dort).

Ich zeige ein Einschreiben aus dem Jahr 1898, welches von London in die USA lief. Ich gehe davon aus, dass wir hier alle Englisch sprechen und gebe den Verkaufstext wieder:

QV (Queen Victoria) registered cover 7th Sept 1898 S.E.D.O. London/Buffalo NY. Very neat quadruple franking with Scott #´s 89 & 114. Good variety of cancels & backstamps. [1]

Mir gefällt der rückseitige Stempel von Borough High, wahrscheinlich das Postamt in der gleichnamigen Straße in London. Am 16. September Ankunft in Buffalo.

Liebe Grüße

10Parale



[Redaktion / Deepl: QV (Queen Victoria) Einschreibebrief 7. September 1898 S.E.D.O. London/Buffalo NY. Sehr saubere Vierfachfrankatur mit Scott #'s 89 & 114. Gute Vielfalt an Stempeln und Rückstempeln.]
 
Lars Boettger Am: 01.07.2023 10:26:00 Gelesen: 6132# 117 @  
@ 10Parale [#113]

Bei diesem Händler habe ich auch schon für einen Mühlradstempel den Ausdruck "FANCY CANCEL" gelesen, die Amerikaner sind da oft freier in der Sprachwahl.

Bei US-Amerikanischen Sammlern ist der Begriff "Fancy Cancel" überaus positiv besetzt. Der Begriff wird für mich für "nicht-Standard-Entwertungen" verwendet, teilweise waren hier ware Künstler am Werk. Wenn ein US-Amerikanischer Händler diesen Begriff für einen amtlich ausgegebenen Stempel nutzt, dann verwendet er ihn in seinem Sinne als "werterhöhend".

Ich unterstelle hier eine bewußte Sammlertäuschung (ich bin nicht bei der Polizei und muss von einer Unschuldsvermutung ausgehen). Der Begriff wäre "Cogwheel Cancel" gewesen - ist keine ganz genaue Übersetzung, trifft die Beschreibung aber deutlich besser. Und den gibt es um philatelistischen Sprachgebrauch sehr wohl.

Beste Grüße!

Lars
 
Gauss Am: 01.07.2023 10:36:34 Gelesen: 6122# 118 @  
@ 10Parale [#116]

Hübsch. Registered South Eastern District Office. Der rückseitige Stempel lautet vollständig Borough High St. 19A B[ranch] O[ffice], da ist heute noch ein Postamt.
 
10Parale Am: 05.07.2023 20:59:23 Gelesen: 5843# 119 @  
@ Lars Boettger [#117]
@ Gauss (#118)

"Ich unterstelle hier eine bewußte Sammlertäuschung (ich bin nicht bei der Polizei und muss von einer Unschuldsvermutung ausgehen)."

Das unterstelle ich jetzt mal nicht. Ich war vor zig-Jahren mal bei einer Firma beschäftigt, die sehr fleißig im Amerikahandel tätig war. Ich denke die Amerikaner sind oft "simplifier" - Menschen, die alles vereinfachen, damit das Geschäft läuft und der Handel blüht. (Beispiel: Windrad bauen in Amerika, Windrad bauen in Deutschland, ich tippe mal, letzteres dauert länger).

Da mach ich gleich mal weiter mit einem neuen Beleg, den ich vom selben Händler aus Vancouver ersteigert habe, hier die Anpreisung: 1856 GB STAMPLESS F/L FANCY CANCEL CROSS TO USA

"FANCY CANCEL CROSS" - wörtlich übersetzt: Fantasie-Stempel Kreuz (im Sinne vielleicht von ausgefallener Stempel).

Der Brief scheint im Bankensektor gelaufen zu sein (Bank of England). Ich lese im Kreu F.O....L.S....3. NO 1856, und es gibt eine schwarze Taxierung 24. Das machte den Brief für mich interessant. Kein Ankunftsstempel von New York.

Vielleicht kann uns asmodeus oder gauss (die großen Experten) noch etwas über diesen Stempel erzählen.

Liebe Grüße

10Parale


 
nitram Am: 06.07.2023 07:22:04 Gelesen: 5806# 120 @  
@ 10Parale [#116]

Das ist ein Einschreiben der zweiten (nicht der vierten) Gewichtsstufe, der Brief war also zwischen einer 1/2 und 1 Unze schwer. Taxierung: 2 x 2,5d + 2d (Einschreibgebühr) = 7d.

Viele Grüße
nitram
 

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