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Thema: Deutsches Reich Besetzung 2. Weltkrieg Ostland: Belege
Das Thema hat 103 Beiträge:
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hajo22 Am: 21.08.2018 11:28:20 Gelesen: 12769# 29 @  
Brief aus Tallinn (Reval) vom 12.11.1943 nach Leuna. Portorichtig frankiert mit 2x6 Pf. Ostlandmarken für einen Fernbrief bis 20 gr. Roter Kastenstempel "Durch Deutsche Dienstpost Ostland".

Absender ist die Baltische Öl GmbH in Reval.



hajo22
 
Jürgen Zalaszewski Am: 21.08.2018 19:08:25 Gelesen: 12749# 30 @  
Hallo zusammen,

obwohl nicht mein Sammelgebiet findet man doch das ein oder andere in seiner Sammlung zum Thema Ostland. Diesen Brief habe ich mir allerdings bewusst gekauft unter dem Aspekt "Incoming Mail" ins Generalgouvernement. Einfacher Brief mit Luftpost von einem Postinspektor beim Generalkommissar Ostland an einen Postamtmann bei der Deutschen Post Osten in Krakau, Zentralpostkasse. Der Brief wurde unter dem Hinweis Durch Deutsche Dienstpost Osten versandt, also nicht durch die Dienstpost Ostland.


 
KaraBenNemsi Am: 21.08.2018 21:10:39 Gelesen: 12728# 31 @  
@ Jürgen Zalaszewski [#30]

Hallo Jürgen,

Post vom Ostland ins GG ist nicht übermäßig häufig - soweit ich das beobachten konnte. Was den Hinweis "Durch Deutsche Dienstpost Osten" angeht: Nun ja, der Brief wird schon durch die Deutsche Dienstpost Ostland gelaufen sein. Es könnte sich auch einfach um eine Falschbezeichnung handeln wie bei dem nachstehenden Beleg, der aus Minsk (Ostland) nach Göppingen gelaufen ist und eben auch "Dienstpost Osten" aufweist, wo "Ostland" stehen müsste.

Bei der Gelegenheit: Hat jemand eine Idee was die "Arbeitsgemeinschaft Hannover" war, bei deren Außenstelle in Minsk der Absender arbeitete?


 
Jürgen Zalaszewski Am: 22.08.2018 19:55:06 Gelesen: 12666# 32 @  
@ KaraBenNemsi [#31]

Hallo Carsten,

ja, könnte natürlich sein, eine Falschbezeichnung. Wer hat auch damals immer gewusst, wie die korrekten Bezeichnungen lauten mussten.

Zur "Arbeitsgemeinschaft Hannover, Außenstelle Minsk" habe ich keine Informationen, ich befürchte aber, das war etwas, was nicht gut war. Nur so ein Bauchgefühl.

Zurück zur Philatelie. Dann zeige ich heute einen Brief im Europatarif aus Warschau (GG) nach Riga, vorschriftsmäßig am Schalter aufgeliefert - davon zeugen die zwei Stempelabdrucke - und durch die deutsche Zensur gelaufen.



Beste Grüße

Jürgen
 
hajo22 Am: 22.08.2018 21:44:33 Gelesen: 12645# 33 @  
@ Jürgen Zalaszewski [#32]

Kleine Ergänzung: Die Zensurstelle Königsberg führte den Buchstaben "a".

hajo22
 
hajo22 Am: 23.08.2018 19:14:51 Gelesen: 12609# 34 @  
Portofreier Einschreib-Feldpostbrief aus Wesenberg/Ostland (Rakvere/Estland) mit stummen Stempel vom 28.3.1943 nach Dresden, Ankunft Rückseite 31.3.43. Absender ist die Dienststelle FP-Nr. 45465.



hajo22
 
hajo22 Am: 27.08.2018 20:10:53 Gelesen: 12535# 35 @  


Fernbrief mit 12 Pfg. Ostlandmarke gestempelt Riga Deutsche Dienstpost Ostland vom 25.1.1943 nach Leipzig.

hajo22
 
Jürgen Zalaszewski Am: 28.08.2018 16:13:08 Gelesen: 12500# 36 @  
Hallo zusammen,

dann zeige ich heute eine Postkarte, die aus dem Generalgouvernement per Eilboten nach Wilna, Ostland verschickt wurde. Porto 12 Gr. Europatarif, Eilbotengebühr 1,00 Zloty Auslandsgebühr.

Überprüft in der Zensurstelle Königsberg.



Viele Grüße
Jürgen
 
hajo22 Am: 28.08.2018 17:05:56 Gelesen: 12491# 37 @  
@ Jürgen Zalaszewski [#36]

Schade, daß die Ganzsache keinen Ankunftsstempel hat oder ist er auf der Rückseite?

hajo22
 
Jürgen Zalaszewski Am: 28.08.2018 17:47:19 Gelesen: 12480# 38 @  
@ hajo22 [#37]

Hallo Hajo,

leider ohne, das kam im Generalgouvernement bei Eilbotenbelegen auch sehr oft vor. Der Zensurstempel in diesem Fall ist mir eine Bestätigung für eine gelaufene Karte.

Jürgen
 
formel1 Am: 29.08.2018 15:41:21 Gelesen: 12443# 39 @  
Einschreiben - Eilboten mit Stempel und R - Zettel Postscheckamt Riga, offensichtlich philatelistisch beeinflusst, m. E. jedoch recht selten zu finden !



Liebe Grüsse,

formel1
 
Jürgen Zalaszewski Am: 30.08.2018 16:16:49 Gelesen: 12383# 40 @  
@ formel1 [#39]

Hallo zusammen,

hier kann ich einen Umschlag des Postscheckamtes Riga zeigen, mit Stempeldatum vom 22.3.43, Unterscheidungsbuchstabe e. Das zeigt uns an, dass das Postscheckamt über mehrere dieser Tagesstempel verfügte. Rückseitig weist der Umschlag eine zweisprachige Werbung für das Postsparen auf.



Viele Grüße
Jürgen
 
hajo22 Am: 30.08.2018 17:59:56 Gelesen: 12374# 41 @  
@ Jürgen Zalaszewski [#40]

Beneidenswert schönes und gut erhaltenes Postscheckamt-Couvert.

Vor allem gefällt mir die Postsparkassenwerbung auf der Couvertrückseite. Fehlt noch in meiner Sammlung.

---

Postsparbuch der Deutschen Post Ostland, ausgestellt 3.3.1943 Riga (g).

Es handelt sich um ein neu ausgestelltes Postsparbuch mit Guthaben-Übertrag aus einem verbrauchten Postsparbuch über 51,28 RM.



hajo22
 
hajo22 Am: 27.09.2018 19:49:26 Gelesen: 11951# 42 @  
Unfrankierter Brief vom "Höheren SS- und Polizeiführer Ostland" gestempelt mit stummen MaSt von Riga am 26.2.1943 nach Wiesbaden.

Kein Vermerk über die Sendungsart, dennoch keine Nachgebühr.

Bei diesem Absender hat auch wirklich keiner nach der Frankatur gefragt.



hajo22
 
hajo22 Am: 04.11.2018 10:57:16 Gelesen: 11481# 43 @  
Ortsbrief Minsk vom 18.4.1944 frankiert mit 8 Pf. Adolf Hitler/Ostland.

Absender eine Großhandelsgesellschaft in Minsk an den Generalkommissar Minsk.



hajo22
 
hajo22 Am: 15.11.2018 18:51:46 Gelesen: 11246# 44 @  
Feldpostbrief mit stummen Poststempel vom 20.3.1944 (aus Riga) nach Hameln.

Dienststempel: Wehrmachtbefehlshaber Ostland * Briefstempel *.



hajo22
 
hajo22 Am: 16.11.2018 15:50:54 Gelesen: 11208# 45 @  
Brief aus Schaulen durch Deutsche Dienstpost Ostland vom 19.4.1944 frankiert mit 12 Pf. Hitler (Nr.20) nach Wittenberge.

Zensiert in Königsberg ("a"). Der Gefreite benutzte nicht die portofreie Feldpost. Wahrscheinlich dachte er, die Normalpost käme schneller beim Empfänger an (dürfte aber durch die Zensierung des Briefes dann nicht so gewesen sein).



hajo22
 
Pete Am: 27.10.2019 12:10:12 Gelesen: 8195# 46 @  
Auf der diesjährigen Briefmarkenmesse in Sindelfingen lief mir das nachfolgende Exemplar über den Weg und musste - da nie zuvor gesehen - für die Sammlung erworben werden. Es handelt sich um einen aptierten Absenderfreistempel aus Riga, der Landeshauptstadt des heutigen Lettland.



Sendung des Latvijas statistikas pārvalde (lettisches Statistikamt) aus Riga als Ortsbrief vom 25.10.1943

Der Absenderfreistempel (Francotyp C) scheint dahingehend aptiert, als dass der Abschlag die deutsche Währungsangabe ("Rpf") und nicht die ursprüngliche Landeswährung ("SANT.") aufweist. Die Landesbezeichnung "LATVIJA" ist erhalten geblieben. Ansonsten entspricht der Stempelabschlag der ursprünglichen lettischen Form (Beispiel siehe in [1]).

Gruß
Pete

[1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Latvia (Kapitel "AC3. Francotyp “C”")
 
hajo22 Am: 27.10.2019 13:30:48 Gelesen: 8146# 47 @  
@ Pete [#46]

Ja, so ein Stück läuft einem nicht wirklich jeden Tag über den Weg. Da hast Du (vermutlich) ein "Schnäppchen" gemacht bzw. die Reise nach Sindelfingen hat sich für Dich gelohnt.

Wenn ich schon meinen (unmaßgeblichen) Kommentar abgebe, zeige ich zumindest noch einen Brief aus Riga vom 16.3.1944 per Einschreiben-Luftpost (47 Pf. für einen Bf. bis 20 gr.) nach Bad Reichenhall. Zensiert Durchlaufstempel Aa (= Zensurstelle Königsberg).



hajo22
 
Pete Am: 15.12.2019 17:46:15 Gelesen: 7548# 48 @  
Dieses Thema zeigt recht gut, dass es nicht immer mit Briefmarken frankierte Belege sein müssen, um etwas zu erzählen. Nachfolgend eine Postsache aus der Stadt Rēzekne im heutigen Lettland gelegen:



Sendung aus Rezekne nach Dresden vom 29.08.1942 als Postsache

Die Sendung enthielt vermutlich eine Stempelvorlage für Sammelzwecke. Die Aufgabe der Sendung wurde mittels eines weiterverwendeten, lettischen Tagesstempels aus Rēzekne dokumentiert. Soweit ersichtlich, wurde die Sendung an eine andere Anschrft in Dresden nachadressiert.

Gruß
Pete
 
Regis Am: 08.01.2020 13:58:46 Gelesen: 7213# 49 @  
Weißruthenien - Weißrussland war der einzige Generalbezirk ohne der Bevölkerung zugängige Landespost. Es gab nur 12 Dienstpostämter, von denen Minsk häufig vorkommt. Ich zeige hier Belege mit Einschreiben von Minsk, in der Entwicklung von Provisorien bis zum gedruckten R-Zettel.



Brief 30 Pf. Ostland + 12 Pf. Reich provisorischer R Vermerk handschriftlich mit Gummistempel Minsk. Normstempel Kennbuchstabe c. Brief mit gleicher Frankatur Normstempel c R-Zettel von Dortmund 4 Gummistempel O / Minsk.



Brief gleiche Frankatur Normstempel b neutraler R-Zettel Gummistempel Minsk Brief mit gleicher Frankatur Normstempel b neutaler r-Zettel Gummistempel O / Minsk



Brief, gleiche Frankatur, Normstempel c R-Zettel gedruckt. Mir liegen 12 Pf. - Briefe bis Mai 1943 mit 12 Pf. Reichsmarke vor, danach bis Oktober 1943 12 Pf Ostland.
 
hajo22 Am: 08.01.2020 16:00:18 Gelesen: 7200# 50 @  
@ Regis [#49]

Welches Datum trägt Dein spätester Ostland-Beleg?

hajo22
 
Regis Am: 08.01.2020 20:59:08 Gelesen: 7164# 51 @  
@ Hajo22

Der späteste Firmenbrief kommt aus Tallinn 13.10.1943



Der späteste SS-Feldpostbrief aus Frauenburg 26.6.1944



Das hält sich da in Grenzen.
 
hajo22 Am: 09.01.2020 00:19:25 Gelesen: 7136# 52 @  
@ Regis [#51]

Ich lese beim oberen Brief "Frauenburg 26.?.44". Von Tallinn keine Rede, da hast Du Dich vertan. Der Waffen-SS-Brief ist gestempelt "Majorenhof 7.2.44" und nicht Frauenburg.

Gruß, hajo22
 
Regis Am: 09.01.2020 11:28:29 Gelesen: 7102# 53 @  
@ Hajo22

Ich wollte schnell sein, da entsteht Mist. Frauenburg ist bei Vergrößerung Mai oder Juni, tendiere zu 6. Majorehof 7, 2. Habe davon noch 2 aus Januar. Tut mir leid. Regis

Von anderen Orten Weißruthenien habe ich nur 2 gemachte Belege, die ich hier anhänge.



1. R, Lp-Karte 30 + 6 + 5 frankiert 5 x 8 +1 Gummistempel Glebokie R-Zettel gestempelt kein Datum Ankunft Chemnitz 1, 10.4.42



2. Brief R, Expr., Luftpost Zuschläge 40 + 30 + 5 frankiert mit 3 x 25, Briefgebühr fehlt, Nachgebühr ? Voll aptierter russischer Stempel + Gummistempel Wilejka, R-Zettel gestempelt.
 

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