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Thema: Rumänien für Sammler
Das Thema hat 749 Beiträge:
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bignell Am: 22.11.2017 18:43:39 Gelesen: 132353# 550 @  
@ bayern klassisch [#549]

Hallo Ralph,

mit den Tarifen habe ich auch so meine Probleme. Im Ferchenbauer ist dazu folgendes zu finden:

Bukarest gehörte zur 2. Entfernungszone in der Levante (Handbuch Ferchenbauer Band IV Seite 527) - 10 KR ÖW Tarif.

Ab 1866 galt der 5 Kreuzer-Einheitstarif, die entfernungsabhängigen Portosätze in der Levante blieben aber bestehen aufgrund gültiger Verträge mit Lloyd (Band IV Seite 537).

Summe somit 15 KR.

Postgebühr Österreich-Frankreich zwischen Nov 1858 und Juli 1869: 13 KR + 12 KR je 10 g (Band I Seite 102).

Warum die beiden Gebühren addiert wurden (15+25=40) aber der (somit doppelt verrechnete) Inlandstarif nicht abgezogen wurde, erschließt sich mir nicht.

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 22.11.2017 18:49:36 Gelesen: 132351# 551 @  
@ bignell [#550]

Hallo Harald,

da weiß ich leider auch nicht mehr. Gertlieb schrieb, dass es egal war, ob ein Brief aus der Levante, von dort oder sonst woher kam, auch egal ob über Land, oder über den Lloyd - 40 Soldi waren immer die treffende Gebühr.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
nor 42 Am: 24.11.2017 12:23:58 Gelesen: 131925# 552 @  
@ bayern klassisch [#549]
@ bignell [#550]
@ bayern klassisch [#551]

Was Dr. Gmach schreibt ist überall in der Literatur zu finden und beruht auf den Postvertrag Österreich-Frankreich von 1857, gültig ab 1. Januar 1858.

Nor 42
 
Heinz 7 Am: 24.11.2017 19:31:01 Gelesen: 131845# 553 @  
@ Heinz 7 [#538]

Wer denkt, dass Gärtner mit seinem Brief der 54 Parale (Euro 30'000 + Aufgeld!) ein Zufallsergebnis erzielte, wurde heute eines Besseren belehrt. Erneut kam ein wunderschöner Brief zur Auktion, diesmal in Zürich, bei Corinphila:



Zugegeben, auch dieser Brief ist überdurchschnittlich schön, gehört zweifellos zu den besten dieser Nummer! Darum war der Startpreis in Zürich nicht übertrieben hoch: CHF 15'000. Erinnern wir uns: Im Handbuch FH 2007 ist ein Wert von Euro 25'000 für eine Einzelfrankatur für die Nummer 2 angegeben!

Vor wenigen Stunden kam der Brief nun in Zürich unter den Hammer. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen: CHF 34'000; rechnen wir die 20 % Zuschlag dazu erreichen wir CHF 40'800.

Das Ergebnis liegt erstaunlich nahe am Resultat bei Gärtner!

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Michael Mallien Am: 03.12.2017 13:11:20 Gelesen: 129926# 554 @  
Ich komme noch einmal zurück auf die Serie Aktgemälde vom 25. Juli 1971. In Beitrag [#528] zeigte ich Umschläge mit Ersttagsstempeln. Doch wurden die Marken auch für Bedarfspost verwendet. Hier habe ich ein schönes Bespiel eines Briefes vom 11.2.1972, der von Buzau nach Biebrich ging. Die Frankatur summiert sich auf 2,90 Lei und der Brief ist damit tatsächlich portorichtig frankiert!



Viele Grüße
Michael
 
Heinz 7 Am: 08.12.2017 10:30:30 Gelesen: 129086# 555 @  
@ 10Parale [#547]

Lieber Freund,

nun ist die Auktion also vorüber. In ca. 60 Losen wurde eine grosse Masse an zum Teil sehr hochwertigem Rumänien-Material verkauft. Es gab mehrere Sammellose, die für Sammler nur schwer "verdaulich" sind. Da mehrere Preise aber sehr tief angesetzt waren (im Ausruf), dürfte wohl manch ein Händler eingekauft haben.

Mehrere Rumänien-Lose wurden an der Auktion eifrig beboten und wurden viel teurer, als "Estimate". Der Einlieferer wird mit dem Resultat zufrieden sein. Es wurde praktisch ALLES verkauft von Rumänien, was ja wirklich KEINE Selbstverständlichkeit ist.

Ein Wort noch zu den Gross-Raritäten (im separaten Katalog).

Wenn ich richtig gezählt habe, wurden 12 Lose mit einem Estimate von Euro 50'000 - 700'000 angeboten. Nur zwei davon wurden während der Auktion verkauft, was ja auch nicht ungewöhnlich ist. Das zweithöchste Ergebnis der Raritäten-Auktion am Donnerstag-Nachmittag war ein Rumänien-Los (Nr. 70094), eine 108-Parale Einzelfrankatur zu Euro 50'000. Auffällig war, dass alle 16 Lose von Rumänien zugeschlagen wurden (70092-70106)!

Ich wurde mit dem Auktionsangebot nicht richtig "happy". Einige interessante Briefe waren für mich in zu grosse Lots eingebunden. Ich habe mich stundenlang vorbereitet, damit ich vielleicht doch das eine oder andere Los auch bebieten kann. Ich wurde gestern aber bei all meinen 8 Geboten überboten. Ich hätte mir eine andere Loseinteilung gewünscht, wie wohl andere Sammler auch. Naja - ich will nicht meckern. Die Angestellten von DF waren sehr hilfsbereit und das Angebot war aufwändig gescannt/abgebildet.

Der "Knaller" der Auktion am Morgen war wohl Los 41743:



Der Brief in die USA wurde erwartungsgemäss sehr stark nachgefragt und stieg von einem Estimate von Euro 700 (!! - viel zu tief) auf Euro 22'000. Diese grosse Rarität war zum Glück in einem Einzellos angeboten. Das Ergebnis überrascht mich nicht. Auch das Zehnfache des Ausrufes wäre noch "günstig" gewesen. - Ich bin froh, dass ich mich nach vielen Jahren Marktstudium nun einigermassen auskenne.

Im Nachhinein muss ich sagen, dass eine Handvoll Schnäppchen möglich gewesen wären - nobody is perfect.

Heinz
 
10Parale Am: 09.12.2017 01:25:32 Gelesen: 129056# 556 @  
@ Heinz 7 [#555]

Der Brief mit dem doppelten Paar 25 Bani Prinz Carol mit Vollbart dürfte wohl auf Grund der seltenen Destination und der beiden Paare zu einem solchen exorbitanten Preis emporgestiegen sein. Den Auktionator dürfte das besonders freuen.

Dabei sind die Stempel nicht einmal klar und es bleibt ein Ratespiel, woher der Adressat stammt. Ich möchte nicht wissen, welchen Preis dieser Brief gezogen hätte, wenn die Stempel noch lesbar gewesen wären.

Die einzeln angebotene Drucksache mit der lila 3 Bani wurde nun für 550 Euro versteigert.

Als kleiner Trost sei gesagt, dass ich auch mit meinem Gebot gescheitert bin. Der Brief mit der roten 18 Bani Marke von Galati nach "Bukarest kyrillisch?" mit dem schönen Rahmenstempel "DUPA PLECARE" wurde für 220 € mit 20 Euro über meinem Gebot zugeschlagen (siehe Scan).

Das Mega Los mit 74 Einzellosen (siehe # 574) wurde für 16.000 Euro versteigert, was einen Durchschnittpreis von ca. 216 Euro pro Los bedeutet. Für die Drucksachen wahrlich ein Schnäppchen.

Ich freue mich das ich bei meinem Marktstudium viel dazulerne. Da geht es mir ähnlich wie dir. In den letzten Monaten habe ich viele Auktionen verloren. Entweder es fehlt mir der Mut zum Risiko oder ich bin langsam zufrieden, ein weiser Begleiter des Geschehens zu sein.

Liebe Grüße

10Parale


 
bignell Am: 09.12.2017 10:38:53 Gelesen: 129032# 557 @  
@ 10Parale [#556]

Hallo 10Parale,

die Anschrift ist griechisch, kann das letzte Symbol nicht genau erkennen, Vourla?

Lg, harald
 
Heinz 7 Am: 09.12.2017 17:49:07 Gelesen: 129006# 558 @  
@ 10Parale [#556]

Lieber Freund,

es ist mir wirklich wichtig, dass Du Dich durch gewisse Ereignisse nicht "verrückt" machen lässt! Dazu gehören auch Auktionen, an denen man nichts, aber auch gar nichts bekommt. Man darf daraus nicht die falschen Schlüsse ziehen oder "die Flinte ins Korn werfen".

Es dünkt mich wichtig, dass man die Ergebnisse bespricht und analysiert, aber auch seinen "langen Atem" behält. Ich hatte in meinen vielen Jahren an Auktionen auch schon unerwartet schönen Erfolg; manchmal, als ich gar nicht damit gerechnet habe.

Wichtig ist auch, dass man daneben ein preisgünstiges Gebiet pflegt, bei dem man mit kleinem finanziellen Aufwand immer wieder Sachen dazukaufen kann. Denn das brauchen wir Sammler doch auch, ab & zu... - darum habe ich mich ganz sehr über Deinen Erfolg bei den Ganzsachen gefreut!

Apropos Durchnschnittspreise - ich erlaube mir einen Hinweis: Errechne nicht einen D.Preis von Euro 216 und weine den besten Stücken nach, die so gerechnet natürlich "Traum-Schnäppchen" wären. Aber im Los waren auch 56 Einzelfrankaturen der Nr. 20 enthalten. Was machst Du damit? Die meisten dieser 56 Briefe solltest Du nur sehr tief rechnen (wenn überhaupt...), die vielen Tausend Euro treiben dann den Preis für die (wenigen) Superstücke ganz schön in die Höhe... Das Los war im Endergebnis KEIN Schnäppchen (mehr)!



Anbei noch ein Brief, mit einer Michel Nr. 101. Als Ortsbrief-Einzelfrankatur, so schön, findet man solche Belege auch nur selten.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 17.12.2017 18:38:52 Gelesen: 127343# 559 @  
@ Heinz 7 [#558]

Ein sehr schöner Ortsbrief mit der 3 Bani Marke, die auch noch auf dem Kopf steht.

Bei dem folgenden Brief aus ARAD, freigemacht mit 2 Lei grün, König Karl II., Michel Nr. 378 aus der Freimarkenserie vom 19. September 1930 handelt es ich um eine Drucksache (IMPRIMATE) von Rumänien nach Frankreich.

Für die Gültigkeitsdauer der Marke und der Zweckbindung "Drucksache" kommen 3 Portoperioden in Frage. Dei portogerechte Freimachung ergibt sich aus Tabelle Nr. 233 bei Calin Marinescu, da der Tarif während der Portoperioden stabil ist.

Leider und trotz allem kriminalistischem Gespür kann ich das Datum des Stempels nicht eruieren. Ich meine die Jahreszahl 37 zu erkennen.

Auch für sehr kleines Geld (- im einstelligen Euro-Bereich) lassen sich immer wieder interessante Belege finden.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 27.12.2017 19:34:10 Gelesen: 124160# 560 @  
@ forum [#529]

MARASESTI:

Zu diesem Ort (im Landkreis PUTNA) habe ich einen weiteren, wunderschönen blauen 2-Kreis-Stempel gefunden vom 4. Februar 1897, abgeschlagen auf einer gebrauchten Ganzsache nach Braila.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 29.12.2017 15:40:16 Gelesen: 124063# 561 @  
@ Heinz 7 [#385]

Einen ziemlich kompletten CFR4 (siehe STAMPILOGRAFIE POSTALA, Kiriac Dragomir Seite 214) mit dem Datum außerhalb des Rahmens fand ich in einer Online Wühlkiste.

Der Bahnhof BALCA (Balca Gara) lag im Landkreis Putna. Er existierte vom 1.04.1892 (alter Kalender) bis ins Jahr 1916 (Quelle Marinescu).

P.M. beim Stempel bedeutet Post Meridian. Das Datum zeigt den Tag der Bahnbeförderung, 13. Januar 1893, der Bahnhof war noch kein Jahr alt auf dieser 5 Bani Ganzsache.


 
10Parale Am: 30.12.2017 10:16:49 Gelesen: 123971# 562 @  
@ forum [#561]

Ein weiterer schöner, meines Erachtens nicht so häufiger Stempel ist dieser mit der Bezeichnung PG 14 Abb. 1222 (Stampilografie Postala, S.208) mit der Ortsbezeichnung NEGRI * HALTA *, abgeschlagen am 24. Januar 1893.

Diesen Bahnhof im Bezirk Putna gab es seit dem 13.September 1872, ein Postamt wurde am 27. September 1892 eröffnet. Sollte dies tatsächlich der Fall sein, so handelt es sich um eine sehr frühe Abstempelung.

Für den Spezialisten: Unter "Date cunoscute", also "bekannter Verwendungszeitraum" schreibt K.Dragomir im o.g. Werk vom 10.OCT.1901 - 19.SEP.1907. Dies würde bedeuten, dass der Rahmen durch diesen Stempel gesprengt würde. Aber ich bin mir da auch nicht ganz sicher.

Dass der Zustand der Ganzsache (in der Mitte einen Knick) zu wünschen übrig lässt, zeugt lediglich von Ihrem wahren Gebrauch (Echtheit).

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 17.01.2018 19:30:17 Gelesen: 116949# 563 @  
@ 10Parale [#562]

Am 17. Juni 1901 mit 10 Bani (Michel Nr. 114 oder 1120 - wasserzeichenabhängig) portogerecht (C. Marinescu Tab. 217 Tarifele..vol.2) freigemachte Postkarte von Tirgoviste nach Stockholm.

In Stockholm schöner Ankunftsstempel. Schöner Sammlerbeleg.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 17.01.2018 21:06:44 Gelesen: 116904# 564 @  
@ 10Parale [#563]

Es ist schön, eine "Carta Postala" nach Schweden zu sehen. Der Beleg wird zwar als Postkarte bezeichnet, ist aber, genau genommen, KEINE Ganzsache, weil der Werteindruck fehlte.

Obwohl Spanien ein grosses Land ist, scheint Korrespondenz aus Rumänien nach Spanien ziemlich selten zu sein. Ich bin froh, dass ich im Mai 2004 die beiliegende Karte kaufen konnte. Sie war zwar nicht billig, aber bei meinem langen Suchen bei den Händlern war ich zuvor ohne Erfolg geblieben und war froh, doch noch ein interessantes Stück gefunden zu haben.



Die Postkarte P 42 (10 Bani) wurde mit den Michel Nummern 133+137 auf 35 Bani auffrankiert. Die Postkarte war eingeschrieben, das ist eher selten. Am 16.9.1903 fragte der Absender nach einer "Preisliste von Jerez-Weinen". In Sinaia wurde die Karte am 17.9.1903 aufgegeben und kam am 22.9.1903 in Spanien an. Ob die 35 Bani-Frankatur stimmt, habe ich noch nicht verifiziert.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
buzones Am: 17.01.2018 23:25:30 Gelesen: 116845# 565 @  
@ Heinz 7 [#564]

Ein wirklich schönes Stück, das du da zeigst! 10 Bani für die UPU-Karte + 25 Bani Einschreibegebühr - perfekt! :) Da wurde wohl Sherry bestellt.

Da die Karte in Sinaia aufgegeben wurde, könnte sie evtl. etwas mit Schloss Peleş, der nahegelegenen Sommerresidenz des rumänischen Königs, zu tun haben? Aber die hatten ja ein eigenes Postamt. Der Stempel STATIE TELEFONICA SINAIA war mir bislang nicht bekannt.

Was die Destination angeht: Sowohl Post aus Rumänien nach Spanien als auch vice versa ist tatsächlich rar. Bei Interesse wühle ich mal ein bisschen in meinen Beständen.

Philatelistische Grüße
Ralf
 
Heinz 7 Am: 18.01.2018 19:41:21 Gelesen: 116509# 566 @  
@ buzones [#565]

Lieber Ralf,

vielen Dank für Deine freundliche Reaktion! Ja, den Stempel "STATIE TELEFONICA SINAIA" habe ich sonst auch noch nie gesehen und im Stempelwerk von Kiri Dragomir 1822-1910 habe ich den Stempel auch nicht gefunden.

Wegen dem Absender habe ich mir auch Gedanken gemacht, aber ganz genau identifizieren konnte ich ihn bisher nicht.



Dass er sich für Jerez-Weine interessierte, habe ich ja schon geschrieben. Die Karte ist auf deutsch geschrieben.

Unklar ist mir die Bedeutung der blauen "30" auf der Rückseite der Postkarte. Das sieht nach einem Post-Porto-Vermerk aus, aber ich meine auch, dass die 35 Bani hätten ausreichen sollen. Anbei siehst Du auch die zwei Spanien-Ankunftsstempel.

Ich habe schon Interesse an Post Spanien <-> Rumänien, also wenn Du einmal in Deinen Beständen nachsehen würdest, würde mich das freuen. Ich sammle ja auch "incoming post" (bis 1905), und Spanien - Rumänien habe ich noch nicht!

Herzliche Grüsse
Heinz
 
buzones Am: 20.01.2018 17:40:05 Gelesen: 115900# 567 @  
@ Heinz 7 [#566]

Lieber Heinz,

nach längerer Suche in meinen Beständen vulgo Sammlung(en) kann ich nun ganze zwei (!) Stücke zeigen, die von Rumänien nach Spanien und von Spanien nach Rumänien liefen – sogar nach Bulgarien habe ich da mehr!

Falls jemand etwas aus Spanien nach Rumänien aus dem 19. Jahrhundert zeigen kann: Nur zu!



1) Eingeschrieben Brief von Berlad nach Madrid vom 30. August 1899; Ankunfstempel des Madrider Auswechslungspostamts rückseitig (4. Sept. 1899). Die in meinen Augen ungewöhnliche Spic de Griu“-Frankatur besteht aus einem waagrechten 5er-Streife und einem Paar 5 Bani grün sowie einer 15 Bani schwarz – machte zusammen portorichtig 50 Bani.



2) Eine für den Auslandsverkehr auffrankierte Ganzsachenkarte von Zaragozaa (3. Dezember 1937) nach Oradea Mare (28. Dezember 1937). Die lange Beförderungsdauer ist sicher den Wirren des Spanischen Bürgerkrieges zu verdanken; der rechteckige Zensurstempel von Zaragoza verschwindet fast im Wellenband des Maschinenstempels.

Leider sind beide Stücke nicht abzugeben, aber dafür hast du sicherlich Verständnis. :-)

Mit besten Philagrüßen
Ralf
 
Heinz 7 Am: 20.01.2018 21:43:50 Gelesen: 115839# 568 @  
@ buzones [#567]

Lieber Ralf,

vielen Dank für das Suchen und Zeigen. Das sind zwei schöne Belege! Die 7 x 5 Bani geben ein sehr schönes Bild ab!

Natürlich habe ich Verständnis dafür, dass Du diese zwei Seltenheiten behalten und nicht verkaufen möchtest. Ich kann mich trotzdem darüber freuen. Natürlich ist es am schönsten, solche Stücke SELBST in die Sammlung nehmen zu können, aber ich habe wirklich einen - nennen wir es: "grosszügigen" Charakter, der es mir erlaubt, Dir das Stück von Herzen zu gönnen und mich mit Dir darüber freuen zu können.

Ich bin selber froh, dass ich nicht alles selber haben "muss", denn solche Sammler sind ja oft auch mit eigenen prächtigen Sammlungen unzufrieden, weil sie nur sehen, was sie NICHT haben. Ich bin zwar auch ambitioniert (sehr sogar!) und versuche, meine Sammlung stets auszubauen, aber wir Sammler sollten Kollegen nicht primär als "Konkurrenten" sehen, sondern als "Sammlerfreunde" mit denselben Interessen. Zu viel Rivalität schadet der Sammlerfreude, finde ich.

Ich werde meine Bestände auch noch durchforsten; aber, wie erwähnt, kann ich mich nicht an einen Brief nach oder von Spanien erinnern.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
buzones Am: 24.01.2018 17:55:56 Gelesen: 112749# 569 @  
Lieber Heinz,

danke für dein Verständnis! :-)

Und jetzt mal was ganz anderes: Am 10/22 *. Mai 1891 verausgabte die rumänische Post eine Markenserie und eine Sonderpostkarte anlässlich des 25jährigen Regierungsjubiläums von Carol I. Marken und Karte waren nur vom 10/22.-12/24. Mai 1891 gültig und kommen bedarfsmäßig gebraucht so gut wie nicht vor.

Vor einigen Jahren konnte ich ein interessantes "Souvenierblatt" der rumänischen Postverwaltung mit dieser Ausgabe erwerben, das an die Delegierten des UPU-Kongresses in Wien, der dort vom 20. Mai bis zum 4. Juli 1891 stattfand, verteilt worden war. Marken und Karte sind alle mit einem "Ersttagsstempel" aus Bukarest vom 10/22.5.91 entwertet worden. Das hier gezeigte Exemplar war dem Delegierten De Craene zugeeignet, der auf dem Wiener UPU-Kongress den Kongostaat (seit 1908: Belgisch-Kongo) vertrat und trägt die eigenhändige Unterschrift des damaligen Generaldirektors der rumänischen Post und Telegraphie, Colonel A. Gorjean.

Da an dem Kongress insgesamt lediglich 74 Delegierten teilnahmen, dürfte die Menge der hergestellten "Souvenierblätter" ebenfalls in dieser Größenordnung liegen. Wie viele mögen bis heute überlebt haben?



* Das erste Datum ist nach dem julianischen, das zweite nach dem gregorianischen Kalender angegeben.

Beste Philagrüße
Ralf
 
Heinz 7 Am: 24.01.2018 23:10:04 Gelesen: 112504# 570 @  
@ buzones [#569]

Lieber Ralf,

das Souvenierblatt ist natürlich interessant. Nach meinen Eindrücken sind zwar Ersttag-Briefe dieser 13. Ausgabe nicht selten, sondern wurden damals emsig hergestellt!



Dieser Brief ist mit 50 Bani frankiert (Einschreiben nach Dresden), bestehend aus allen 5 Werten (Michel Nr. 90-94). Was uns auffällt:

Stempel 22. Mai 1891 (Bucuresci)= gregorianischer Kalender
Dein Beispiel = 10. Mai 1891 (Bucuresci) = julianischer Kalender.

Diese Abstempelung ist meines Wissens für die Post nicht vorgesehen, da sie sich seit Ende 1864 an den gregorianischen Kalender hielt. Ich möchte also die Abstempelung auf Deinem Beleg als "kurios" bezeichnen (oder: ungültige Gefälligkeitsabstempelung?). Aber ein Generaldirektor der Post (Gorjan) hat manchmal gewisse "Möglichkeiten".

Colonel August Gorjan war (nach Minescu) Generaldirektor der Post vom 26.2.1891 - 22.2.1892. In seine Zeit fällt auch die "Neudrucke schwarz auf weissem Papier" der runden Ochsenköpfe!

Heinz
 
Heinz 7 Am: 24.01.2018 23:30:29 Gelesen: 112489# 571 @  
@ Heinz 7 [#570]

Zum Ersttag dieser Ausgabe:

Dieser Beleg macht mir etwas Kopfzerbrechen:



Der Beleg ist angeschrieben "9./21. Mai 1891" (julianischer/gregorianischer Kalender). Die Jubiläums-Ganzsache ist ergänzt mit allen Marken der 13. Ausgabe (Michel Nr. 90-94). Wir hätten nun wohl erwartet, dass der Beleg erst am Ersttag (= 22.5.1891) gestempelt wurde, aber offenbar wurde mein Beleg bereits am 21.5.1891 gestempelt.

Wie viele solche Vor-Ersttage tatsächlich echt befördert wurden, ist nicht ohne weiteres festzustellen.

Ich bin gespannt, ob andere Sammler auch solche Vor-Ersttage kennen.

Interessant ist aber, dass Westoby in seinem Werk den 21.5.1891 als ersten von drei Gültigkeitstagen nannte (21.-23.5.1891)! (The Adhesive Postage Stamps of Europe, Vol. II., 1900, Seite 205.)

Die Sachlage ist also noch nicht ganz klar. Sicher scheint mir, dass die Michel-Notierung: "10./24. Mai" unpräzise ist. Damals bestand ein Unterschied von 12 Tagen zwischen den Kalendern.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 24.01.2018 23:46:22 Gelesen: 112476# 572 @  
@ Heinz 7 [#571]

Möglicherweise gibt der Text der Karte zu der Stempelfrage einen Hinweis? Leider ist die Karte für mich schwer lesbar, aber fangen wir einmal an:



"Bucarest 9/21.Mai 1891
Mein lieber Alfred!
Besten Dank für Deine
Carte vom 17. _?_
Die Feier des 10. Mai _?_
_?_ bereits heute Abend
mit grossem Fackelzug und
Zapfenstreich.
_?_ _?_ _?_
Dir einige Jubiläumsmarken.
Herzliche Grüsse von _?_ _?_
_?_ _?_ Dein Papa & Mama"

Welcher Ersttag für die Post galt, ist mir noch nicht klar.

Heinz
 
JohannesM Am: 24.01.2018 23:55:28 Gelesen: 112469# 573 @  
@ Heinz 7 [#572]

Die Ganzsache ist doch gar nicht entwertet, da mußt du den Beleg wohl wegwerfen. :-)

Beste Grüße
Eckhard
 
buzones Am: 25.01.2018 13:44:56 Gelesen: 111829# 574 @  
Lieber Heinz,

es freut mich, dass mein kleiner Beitrag doch noch einige "Nachfolger" gezeitigt hat!

Du schreibst: Diese Abstempelung ist meines Wissens für die Post nicht vorgesehen, da sie sich seit Ende 1864 an den gregorianischen Kalender hielt. Ich möchte also die Abstempelung auf Deinem Beleg als "kurios" bezeichnen (oder: ungültige Gefälligkeitsabstempelung?). Aber ein Generaldirektor der Post (Gorjan) hat manchmal gewisse "Möglichkeiten".

Dass es sich bei der "Abstemplung" auf dem Souvenierblatt um eine Gefälligkeitentwertung handelt steht ausser Frage und bedarf keiner weiteren Erörterung. Als post- und zeitgeschichtliches Dokument ist mir das Stück dennoch lieb und teuer. In kleiner Auflage hergestellt, handschriftlich jedem einzelnen Delegierten zugewidmet und mit der Originalunterschrift des Generaldirektors der rumänischen Post: Das hat was! :-)

Nun zu deiner schönen (mit 41 Bani um 6 Bani überfrankierten – wenn man den Wertstempeleindruck der Ganzsache mit anrechnet) eingeschriebenen Jubiläums-Satzkarte in die Schweiz. M.E. ergeben sich die obsoleten 6 Bani aus der Tatsache, dass zum einen auch die 1,5 und 3 Bani-Werte auf die Karte sollten und zum anderen, dass die 1,5 Bani Werte mangels 0,5 Ban Münzen als Wechselgeld doppelt verklebt wurden. BTW: Wurden damals die 1,5 Bani-Marken und -Ganzsachen immer nur in Zehner-"Gebinden" abgegeben? Soweit ich recherchiert habe, existierte keine Scheidemünze zu 0,5 Ban.

Ich habe deine bereits erfolgte Transkription aus der deutschen Kurrentschrift ergänzt und lese hier folgendes:

Bucarest 9/21.Mai 1891
Mein lieber Alfred!
Besten Dank für Deine
Carte vom 17. crs. [= lat. currentis; hier: "des laufenden (Monats)]
Die Feier des 10. Mai be-
ginnt bereits heute Abend
mit grossem Fackelzug und
Zapfenstreich.
Die Vorderseite bringt
Dir einige Jubiläums Marken.
Herzliche Grüsse von uns allen
an alle. Dein Papa & Mama


Offenbar waren die Jubiläusmarken also schon am 9./21. Mai anläßlich des Festumzuges erhältlich und wurden noch am gleichen Tage – vor dem offiziellen Ersttag am 10./22. Mai – als gültige Postwertzeichen verausgabt und postalisch verwendet. Quod erat demonstrandum! :-)

Was die Stempeldaten einmal nach julianischem, einmal nach gregorianischem Kalender angeht: Könnte es sein, dass (zumindest in Bukarest) hier nach Inlands- und Auslandspost getrennt wurde? Wenig praktisch, aber dennoch denkbar.

Da ließe sich doch gleich (falls noch nicht geschehen) ein kleiner Beitrag für den "Rumäniensammler" zusammenstellen – ich nehme an, du bis Arge-Mitglied?

Beste Philagrüße
Ralf
 

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