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Thema: (?) (234) Altdeutschland: Paketbegleitbriefe
Das Thema hat 241 Beiträge:
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kauli Am: 08.10.2011 18:24:10 Gelesen: 102670# 67 @  
Hallo zusammen,

der Thread ist gerade aktuell, da will ich mal meine letzte Errungenschaft zeigen. Zwei Gründe gabs dafür, der Stempel von der Post-Exp 8 und die französischen Steuermarken, die ich auf solchem Brief nich nicht gesehen habe (will aber nichts heißen). Das Porto war wohl 18 Gr.+ 45 Gr. Versicherung + französischem Portoanteil von 26 Gr. bis Paris. Ist nicht meine Interpretation, es lag noch ein Zettelchen mit den Angaben dabei.

Grüße aus Berlin
kauli


 
volkimal Am: 08.10.2011 18:35:08 Gelesen: 102666# 68 @  
@ Magdeburger [#66]

Hallo Ulf,

vielen Dank für die Antwort. Leider ist das Siegel entfernt worden. Auch sonst ist nichts auf der Rückseite zu sehen.

Da ein zweiter Paketbegleitbrief von mir besser ins Thema Packkammerstempel passt, werde ich ihn gleich dort eingestellen.

Viele Grüße
Volkmar
 
Magdeburger Am: 08.10.2011 18:41:17 Gelesen: 102663# 69 @  
@ kauli [#67]

Hallo Kauli,

hierzu kann ich nichts beitragen, da ich für diese Zeit keine Taxen habe. Dass das Paket 11 Pfund 400 Gramm gewogen hat, wirst Du selbst herausbekommen haben. Der declarierte Wert von 2000 Thaler ist auch nicht schlecht.

Zum Paketzettel fällt auf, dass handschriftlich ein "W" notiert wurde. Auch hier muß ich ein wenig passen. Jedenfalls gab es spezielle Zettel für Wertpakete, wenn ich mich richtig erinnere.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
rostigeschiene Am: 08.10.2011 18:47:03 Gelesen: 102661# 70 @  
Hallo Ulf,

einen Paketbegleiter habe ich auch noch in meinen Beständen entdeckt.




Befördert von Berlin nach Sorau, ca. 190 km, entsprechend 25 Postmeilen. Waren dafür nur 4 Sgr. zu entrichten oder ist die rote 4 keine Taxangabe?

Das Frachtstück wog, so glaube ich zu lesen, 10 Loth. Datiert ist der Brief mit dem 9. November 1863.

Es ist gut möglich das ich total auf dem Holzweg bin, doch Du wirst bestimmt die richtige Erklärung haben.

Werner
 
Magdeburger Am: 08.10.2011 19:01:41 Gelesen: 102657# 71 @  
@ rostigeschiene [#70]

Hallo Werner,

laut http://www.entfernung.org sind es nur 155 km und somit ca 21 Meilen. Der Mindestfahrposttarif betrug bei innerpreussischen Sendungen über 20 Meilen 6 Sgr.

Gerade in Grenzbereichen der Entfernungen, können Abweichungen vorkommen. Die Ursachen lagen meistens in der nicht perfekten Entfernungsmessung.

Schön wäre natürlich jetzt, einen normalen Brief zu finden mit gleichem Laufweg. Dann kann mehr gesagt werden.

Auch ist es ja möglich, dass sich der Beamte vermacht hat.

Ehe ich es vergesse, 10 Loth lese ich auch.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
kauli Am: 08.10.2011 23:42:37 Gelesen: 102638# 72 @  
@ Magdeburger [#69]

Hallo Ulf,

das mit dem Zettel krieg ich noch raus. Packkammerspezie Stefan weiß das. Ist nur zur Zeit im Urlaub.

Grüße
kauli
 
Postgeschichte Am: 09.10.2011 01:03:42 Gelesen: 102634# 73 @  
@ Magdeburger [#71]

Hallo Ulf,

die Entfernungsangabe dürfte hinkommen. Nach meinen Unterlagen betrugen die Gebühren laut Postvereinsvertrag vom 18.8.1860 für Pakete über 16 bis 24 Meilen 4 Sgr. Danach wäre das Paket mit 4 Sgr korrekt freigemacht.

Gruß
Manfred
 
Magdeburger Am: 09.10.2011 07:45:31 Gelesen: 102629# 74 @  
@ Postgeschichte [#73]

Hallo Manfred,

diese Entfernungsangabe incl. Taxe galt innerhalb des DÖPV ab 01.01.1858. Der von Rostigeschiene gezeigte Brief lief jedoch innerhalb Preussens und da war schon bei über 20 Meilen 6 Sgr der Mindestfahrposttarif.

Innerhalb Preussens gab es nur 3 Mindestfahrposttaxen während dieser Zeit.

Auch wurde das Paket nicht franco, also vom Absender bezahlt versendet, sondern ist Porto gelaufen und somit zahlte der Empfänger die 4 Sgr.

@ kauli [#72]

Im Post- und Telegraphen- Handbuch Helft 30 Arge Norddeutscher Postbezirk sind die von Dir im Posting angegebenen Taxen zu finden. Ob diese hier noch galten, keine Ahnung. Erkennen kann ich hier auch nicht, ob dieser franco lief. Es wäre schön, wenn Du das Ergebnis zum Paketzettel uns mitteilen könntest.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Postgeschichte Am: 09.10.2011 12:29:15 Gelesen: 102601# 75 @  
@ Magdeburger [#74]

Hallo Ulf,

ist klar, daß der Empfänger zahlte. Freigemacht ist also nicht der richtige Ausdruck. Entschuldige. An den 4 Sgr. ändert sich nichts, sind also richtig.

Gruß
Manfred
 
Magdeburger Am: 09.10.2011 16:30:18 Gelesen: 102578# 76 @  
Liebe Sammelfreunde,

um eventuelle Missverständnisse auszuräumen, mal kurz etwas zu den Fahrposttarifen in Preussen und dem DÖPV. Beiden gemeinsam war, dass der Mindestfahrposttarif solange anzwenden war, bis die Gewichtstaxe höher ausfiel.

Ich halte mich jetzt an die Zeit ab 01.01.1858 da es sonst extrem kompliziert wird.

Innerhalb Preussens galt als Mindestfahrposttarif:

0 - incl. 10 Meilen 2 Sgr
über 10 bis incl. 20 Meilen 4 Sgr
über 20 Meilen 6 Sgr.
Die Gewichtstaxe berechnete sich mit 1,5 Pfennige je angefangenes Pfund von 5 zu 5 Meilen.

Im DÖPV waren folgende Mindestfahrposttarife festgelegt:

bis incl. 8 Meilen 2 Sgr oder 7 Kreuzer rheinisch
über 8 bis incl. 16 Meilen 3 Sgr oder 11 Kreuzer rheinisch
über 16 bis incl. 24 Meilen 4 Sgr oder 14 Kreuzer rheinisch
über 24 bis incl. 32 Meilen 5 Sgr oder 18 Kreuzer rheinisch
über 32 bis incl. 40 Meilen 6 Sgr oder 21 Kreuzer rheinisch
über 40 Meilen 7 Sgr oder 25 Kreuzer rheinisch

Die Gewichttaxe wurde mit 2 Pfennige oder 7/12 Kreuzer rheinisch je angefangenes Pfund von 4 zu 4 Meilen berechnet.

Ab 01.01.1861 wurde der Tarif über 40 Meilen gestrichen, also gab es dann nur noch über 32 Meilen 6 Sgr oder 21 Kreuzer rheinisch.

Desweiteren gab es einen Tarif für Sendungen bis 4 Meilen unter 1 Pfund mit 1 1/2 Sgr oder 5 Kreuzer rheinisch, also im kleinen Grenzverkehr.

Vielleicht können andere diese Werte ergänzen mit denen der anderen Posthoheiten.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
rostigeschiene Am: 09.10.2011 18:17:47 Gelesen: 102566# 77 @  
Hallo Ulf, hallo Manfred,

vielen Dank für Eure Einlassungen zu meinem Beleg. Nun habe ich diesen Brief, mit den von Euch gemachten und bestätigten Angaben versehen, auf ein Albenblatt gebracht.



Gefällt es?

Werner
 
Magdeburger Am: 09.10.2011 18:48:43 Gelesen: 102556# 78 @  
@ rostigeschiene [#77]

Hallo Werner,

der Brief ist adressiert nach Frauenmühle by Sorau. Angekommen ist er am 10.11. in Sorau und von dort wurde der Brief zugestellt. Ausgabestempel siegelseitig.

Wahrscheinlich wollte man das Paket (erster Abschlag des Ortstempels Sorau 8 - 9 Uhr) gleichzeitig mit zustellen, was im Ortszustellbezirk durch logisch wäre - aber hier haben wir den Landzustellbezirk!

Entweder ging erst später ein LBT zur Frauenmühle und nahm das Paket mit, oder der Empfänger holte es selbst ab - zweiter Stempel nun später. Er ist auch deutlich eine andere Type.

Einzig ist und bleibt, es ist ein rein innerpreussischer Beleg und somit auch nach preussischer Taxverordnung zu beschreiben, Mindestfahrposttarif von 10 bis incl. 20 Meilen.

Die Frauenmühle habe ich selbst nicht gefunden, aber wenn diese in Richtung Berlin liegt, tja, dann könnte auch die eine Meile zu viel verschinden.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Hawoklei Am: 12.06.2012 16:28:28 Gelesen: 95978# 79 @  
Hallo an alle,

dieses Thema soll mal wieder an den Anfang, das ist ja wirklich interessant, den unten stehenden Beleg habe ich gerade entdeckt. Ich nehme an, dass ich damit hier richtig bin. Dem Inneren entnehme ich, dass er am 29.April 1864 von Hannover nach Rinteln ein "Paketchen" begleitet hat. Mehr kann ich leider nicht dazu sagen. Vielleicht hier jemand? Danke im Voraus!

Beste Grüsse Hans


 
Hawoklei Am: 12.06.2012 16:44:01 Gelesen: 95976# 80 @  
Hier habe ich allerdings 2 Belege, mit denen ich wenig anfangen kann. Es sind auf den Faltbriefen keinerlei postalische Vermerke zu sehen, weder vorne noch hinten! Sind das auch Paketbegleitbriefe?

Beste Grüsse Hans


 
Magdeburger Am: 12.06.2012 17:53:11 Gelesen: 95963# 81 @  
@ Hawoklei [#79]

Hallo Hans,

das Paquetchen wog 11 Loth und lief in das Taxisische Rinteln, ca 49 km = 6,5 Meilen entfernt. Laut den Bestimmungen des DÖPV, gültig ab 01.01.1861 galt hierfür als Mindestfahrposttarif 2 Sgr, welcher hier zur Anwendung kam und vom Absender bar bezahlt wurde.

In Rinteln wurde in blauer Tinte die "0" notiert und unter dem Bruchstrich 1/2 Sgr, also die "0" Paketversendung bezahlt und 1/2 Sgr für die Bestellung des Begleitbriefes + eventuell incl. des Paketes.

@ Hawoklei [#80]

Zumindestens laut Scan handelt es sich um Delcarationen für Pakete mit 100 R(eichsthaler) Gold (vielleicht auch Geld?).

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 12.06.2012 19:27:34 Gelesen: 95951# 82 @  
Lieber Magdeburger,

zu [#80] - es heißt mit 100 Reichsthaler Geld. Goldmünzen waren die Louis d´or und Friedrichs d´or.

Gab es für die Versendung von Gold nicht eigene Tarife?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 12.06.2012 19:46:23 Gelesen: 95949# 83 @  
@ bayern klassisch [#82]

Lieber Bayern Klassisch,

vielfach gab es Goldtaxen, welche jedoch zu Zeiten des DÖPV keine Rolle mehr spielten. Hier galt nur noch der Geld-Wert.

Es wurde jedoch noch im "Lande" selbst unterschieden. Soweit ich gefunden habe, wurden Goldmünzen ohne Nennwert geprägt. Es gab Tauschkurse, also ein Goldthaler soundso viel Silberthaler. Es spielte also der Materialwert hier die Rolle.

In England soll ja Newton den Goldwert zu niedrig berechnet haben, was dazu führte, dass die Silbermünzen verschwanden.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 12.06.2012 20:16:41 Gelesen: 95945# 84 @  
Lieber Magdeburger,

vielen Dank für die Aufklärung vom Experten. :-)

Aus dem Hinterkopf wusste ich noch, dass es in Bayern und einigen Staaten besondere Gebühren bei der Goldversendung gab. In Süddeutschland waren das ja immer Dukaten. Wieder was dazu gelernt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 12.06.2012 22:16:45 Gelesen: 95937# 85 @  
Lieber Bayern Klassisch,

hier ein Goldbrief, bestehend aus einem Umschlag mit einliegender Seite, zwar nicht ganz passend:



Geschrieben am 30. November 1832 in Allmenhausen und am 2.12. im ca 1,5 Meilen entfernten Sondershausen aufgegeben ging es nach Berlin, was ca. 29 Meilen entfernt ist. Laut Decaration wurden zwei und ein halber Friedrich'dor versendet. Das Gewicht ist mit 1 5/8 Loth angegeben worden.

In Preussen galt zu dieser Zeit ein Friedrich'dor = 5 Thaler bei der Versendung, also haben wir hier 12 1/2 Thaler.

Laut Taxverordnung (§32) war für über 1 Thaler bis 20 Thaler Silber die Mindesttaxe die doppelte Brieftaxe. Einfach nach Berlin sind es 5 Sgr, doppelt 10 Sgr. Auch das im §35 steht, dass nur die Hälfte der Silbertaxe zu bezahlen wäre, wird dies im §32C aufgehoben, den unter doppelten Taxe ging eben nicht.

Auch wenn die Goldtaxe günstiger war, kam sie eben nicht immer zu tragen.

Ich habe auch irgendwo ein Begleitbrief.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 12.06.2012 22:39:56 Gelesen: 95935# 86 @  
Lieber Magdeburger,

damals war Gold viel seltener, als heute - daher waren auch Goldversendungen ungleich seltener, als man dies heute meinen könnte, zumal auch die damaligen Währungen nur silbergedeckt waren und keine Deckung mehr in Gold vorhanden war.

Solche Briefe sind heimliche Stars, die sich nicht jedem erschließen. Man sollte sie gut fest halten, denn viele gibt es nicht.

Danke fürs zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Hawoklei Am: 13.06.2012 08:30:04 Gelesen: 95910# 87 @  
@ Magdeburger [#81]

Hallo Ulf,

danke für die ausführlichen Erklärungen, das hilft mit schon weiter! Leider bleiben für die [#80] meine Fragen offen. Ich dachte, jemand hat eine Erklärung für diese komischen Zeichen I - I I - I und das erste Wort davor auf den beiden Belegen? Jedenfalls "Danke" an alle fürs Lesen!

Beste Grüsse Hans
 
Magdeburger Am: 13.06.2012 11:25:56 Gelesen: 95899# 88 @  
@ Hawoklei [#87]

Hallo Hans,

es sind schicht zwei "H" hintereinander.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 13.06.2012 14:32:41 Gelesen: 95876# 89 @  
@ bayern klassisch [#86]

Lieber Bayern Klassisch,
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Goldpaketbegleitbrief vom 01.03.1835 von Magdeburg nach Frankfurt a. O. Unten links: "Nebst ein Geldpäckchen H S #90 mit 27 Stück Louisd'or und 4 Stück Ducaten."



Gewogen hat das ganze 14 1/2 Loth, was auch beim nachwiegen in Berlin? festgestellt wurde. Die "308" ist nur eine Kartierungsnummer. Die Entfernung beträgt 200 km, also ca. 26,5 Meilen.

1 Louisd'or entsprach laut Taxe 5 Reichsthaler Gold, 1 Ducaten 2 3/4 Reichsthaler Gold. Damit ergeben sich für die 27 Louisd'or* 5 = 135 und für die 4 Ducaten * 2 3/4 = 11 Reichsthaler = gesamt 146 Reichsthaler Gold.

Laut Taxverordnung galt bei über 20 - 50 Thaler 2 Sgr von 5 zu 5, bei über 50 bis 100 Thaler 4 Sgr von 5 zu 5 Meilen.

26 Meilen entsprechen der 6. Entfernungsstufe und somit fielen für 146 Thaler also 6 Sgr je Entfernungsstufe an, also 6 Sgr * 6 Entfernungsstufen = 36 Sgr. Weiterhin galt hier, dass nur 50% des Silberwertes berechnet wurden, also 36 Sgr / 2 = 18 Sgr, die hier der Empfänger zu zahlen hatte.

Zum Schluß noch eine kleine Anmerkung:

Die Kennzeichnung "HS #90" befand sich auch auf dem Paket und das "H" wird hier für "Herrn" oder "Heinrich" und das "S" für Schildbach aus der Anschrift stehen.

Die noch gleichzeitig festgelegte gleiche Siegelung von Paket + Begleitbrief brachten die Zusammengehörigkeit zwischen Paket + Begleitbrief. Die späteren Paketzettel erfüllten gleichen Zweck!

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
JohannesM Am: 12.07.2012 14:13:49 Gelesen: 95121# 90 @  
Dieser Beleg sieht zwar ziemlich gerupft aus, er ist aber insoweit interessant - ich hab ihn schon länger - dass ich jetzt erst entdeckt habe, dass da ein Packkammer-Stempel (P.C.No1)von Halberstadt darauf ist.

Laut Heft 24 Arge NDP wurde der ab Mitte der 1860-er Jahre für die Paketannahme verwendet. Laut eines gewissen Schröder-Magdeburg soll es die Nummern bis 4 gegeben haben. Leider kann ich den Brief nicht datieren, vielleicht kann da jemand helfen. Sind beide Stempel Von Lauenburg Ausgabestempel? Und welcher ist dann für das Paket? Zu der Taxierung kann ich leider auch nichts sagen.


 
Magdeburger Am: 12.07.2012 18:24:37 Gelesen: 95074# 91 @  
@ JohannesM [#90]

Hallo JohannesM,

wie Du sicher selbst herausgefunden hast, wurden 2 Pakete von je 13 Pfund versendet. Der Inhalt waren 2048 ungebundene Bibeln. Für die beiden Pakete sind die beiden Paketaufkleber siegelseitig angebracht worden. Beide sind vom gleichem Bogen und doch farbsättigungstechnisch unterschiedlich. Vom Aussehen passen sie zeitlich vom Aufkommen (1849) bis etwa 1860/1.

Weiterhin ist in Halberstadt siegelseitig die Paketannahme mit dem Packkammerstempel dokumentiert. Laut Prof. Bruns die Nr. 46.2 in der Zeit zwischen 1855 bis 1869 verwendet.

Die Pakete gingen nach Lauenburg und nach Suchen sollte es das heutige Lêbork sein. Der L2 von Lauenburg paßt zum 1941-1 im Feuser. Er diente sicherlich zur Paketausgabe und dürfte ein reaktivierter Stempel sein. Die Zustellung des Begleitbriefes ist mit dem Ausgabestempel siegelseitig dokumentiert.

Des weiteren ist das ganze portofrei gewesen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 

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