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Thema: Altdeutschland Postscheine
Das Thema hat 89 Beiträge:
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Cantus Am: 14.12.2010 23:51:17 Gelesen: 54577# 15 @  
Hallo,

ich hatte die Überschrift "Postscheine der altdeutschen Staaten" übersehen, denn mein Postschein ist aus Österreich, aber ich denke, der kleine Ausrutscher ist erlaubt.

Beste Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 15.12.2010 06:36:25 Gelesen: 54573# 16 @  
Hallo Cantus,

der Schein ist vom 31. May.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Christian Am: 26.01.2011 22:41:21 Gelesen: 54196# 17 @  
Hallo zusammen!

Heute kann ich euch einen Schein der königlich bayerischen Haupt-Expedition der Briefposten vom 6. April 1847 (?) aus Würzburg vorstellen. Befördert wurde der Brief nach Wien, das Franco betrug 18 Kreuzer die Scheingebühr 4 Kreuzer.



Herzliche Grüße

Christian

Im Thema "Formulare der Post" habe ich noch ein weiteres Exemplar aus St. Gallen eingestellt.
 
bayern klassisch Am: 27.01.2011 07:00:57 Gelesen: 54175# 18 @  
Hallo Christian,

ich darf etwas korrigieren: Das Franko betrug 1 Gulden 18 Kr., womit es ein schwerer Brief war. Die Summe dann 1 Gulden 22 Kreuzer. Das war der Tagesverdienst eines Lehrers in der damaligen Zeit.

Das Jahr 1847 ist richtig - prima!

Schöner Schein für einen schweren Brief.

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Manne Am: 20.02.2011 16:22:57 Gelesen: 53979# 19 @  
Hallo,

von mir etwas zu Württemberg, Schwenningen.

Gruß
Manne








 
Christian Am: 24.02.2011 23:53:26 Gelesen: 53913# 20 @  
Hallo Manne, schön, dass wieder Leben in das Thema kommt.

Dann möchte ich auch ein Paket-Begleitschreiben, abgestempelt in Braunschweig am 17. Februar 1831, gelaufen nach Magdeburg, vorstellen. Verwendet wurde der Aufgabe-Ortsvordruck Braunschweig. In den Braunschweigischen Taxordnungen von 1741 wurde das Scheingeld auf 4 Pfennige zugunsten der Postbeamten festgelegt. Auf diese Gebühr, die auch nach 1814 in der gleichen Höhe erhoben wurde, wurde im Text der Postscheine nicht hingewiesen. Diese Feststellung verdient Beachtung, da aus ihr hervorgeht, dass trotz hannoverscher Regie der Fahrposten nicht die in Hannover übliche Scheingebühr von sechs Pfennigen erhoben wurde.



Liebe Grüße

Christian
 
Martinus Am: 26.02.2011 11:59:05 Gelesen: 53877# 21 @  
Ein schönes Wochenende dem Forscher!

ich habe in meiner alten Beleg Sammlung auch zwei Scheine, weiß allerdings nicht, ob die auch hier Platz finden, da ich mich mit dem Thema überhaupt nicht auskenne! Vielleicht kann mir hier jemand helfen?

Beleg 1:



Beleg 2:



Leider ist hier nur die Vorderseite erhalten.

mit Sammlergruß Martinus
 
Hawoklei Am: 05.07.2012 12:07:25 Gelesen: 48940# 22 @  
Hallo an die Runde,

eine" Wiederbelebung" dieses schönen Themas. Ich habe mir alle Beiträge hier mal durch gelesen, habe aber keinen Vorgang von "Sr. Durchlaucht dem Herrn Fürsten von Thurn und Taxis" gesehen. Da kann ich hier einige zeigen, zunächst von 1819 und 1822:



Beste Grüsse Hans
 
Hawoklei Am: 05.07.2012 12:27:16 Gelesen: 48938# 23 @  
Hier folgen noch ein paar Belege, wobei ich hierzu eine Frage habe.

Auf dem oberen Schein von 1830 wird der Herr T u. T noch erwähnt. Die beiden unteren, auch in Darmstadt 1852 und 1854 ausgefertigt, erwähnen TT nicht mehr, wobei doch TT erst 1867 an Preußen überging. Allerdings fehlt auf den beiden unteren Scheinen der Hinweis "fahrender Posten", könnte auch ein Grund sein ?

Beste Grüsse Hans


 
bayern klassisch Am: 05.07.2012 16:05:23 Gelesen: 48921# 24 @  
[#23]

Hallo Hawoklei,

der älteste Schein repräsentiert noch eine ganz andere Zeit, als die beiden moderneren. An die Postverwaltung der Fürsten von Taxis hatte man sich gewöhnt und das neue "Hessisch" kam durch - auch ein Zeichen wachsender Souveränität nach den mißglückten Aktionen um das deutsche Parlament (Kurhessischer Verfassungsstreit). Auch das ist Postgeschichte, die sich ja immer parallel zur Weltgeschichte zeigt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
roteratte48 Am: 05.07.2012 20:05:59 Gelesen: 48899# 25 @  
@ Martinus [#21]

Habe erst eben gesehen, daß niemand auf Deine Frage eingegangen ist - dabei ist der obere Deiner "Scheine" (der untere Beleg ist wohl eher der Rest eines Postvorschußbriefes) überaus interessant.

Der Geldversand war immer ein relativ heikles Thema, und hier für mehr Sicherheit und Vereinfachung zu sorgen ein wesentliches Anliegen aller Beteiligten - der früher übliche Versand teils schwerer Geldkisten mit der Fahrpost barg Risiken z.B. durch Raubüberfälle und brachte umständliches [neudeutsch] "Handling" mit sich. 1852 wurde daher die "baare Einzahlung auf Brief" eingeführt - die Abwicklung verblieb aus organisatorischen Gründen bei der Fahrpost und kostete den Nutzer auch deren höhere Tarife. Sie war noch immer ein Beförderungsauftrag.

Erst Mitte der sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts (in Württemberg 1867 - bei Bayern bin ich mir nicht 100%ig sicher) übernahm man nach preußischem Vorbild den Postanweisungsdienst - die Aufgabescheine sind keine "Raritäten", sind aber von Sammlern gesucht. Glückwunsch zu diesem hübschen Beleg!

Gruss ins Forum - Rolf
 
bayern klassisch Am: 05.07.2012 20:22:39 Gelesen: 48894# 26 @  
[#25]

Hallo Rolf,

in Bayern ab 1.11.1866.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Cantus Am: 19.03.2013 22:24:19 Gelesen: 46260# 27 @  
Es wäre doch schade, wenn dieses schöne Thema so völlig in Vergessenheit geriete. Da weiter oben Aufgabescheine von Thurn und Taxis gezeigt wurden, habe ich drei Postscheine herausgesucht, die ebenfalls damit zu tun haben.

Zunächst ein Aufgabeschein für einen Wertbrief, ausgestellt am 3.7.1845 in Altenburg; der Brief war vermutlich an eine Adresse in Heiligenstadt gerichtet.



Als Zweites ein Recommandationsschein für ein Einschreiben nach Berlin, ausgefertigt am 23.1.1861 in Frankfurt/Main.



Zum Dritten ein Postschein, ausgefertigt am 23.1.1866 in Schenkenheim (?, heute Mannheim-Schenkenheim ?), für einen Wertbrief nach Ilmenau.



Von den Gebühren verstehe ich leider nichts, vielleicht können Andere da nachhelfen.

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 01.12.2013 02:58:19 Gelesen: 43780# 28 @  
Heute zwei Aufgabescheine aus dem Königreich Hannover. Zunächst ein Schein vom 28.10.1840 aus Celle, mit dem die Aufgabe eines Wertbriefes mit Ziel in Breslau bescheinigt wird.



Als Zweites ein ähnlicher Schein aus Goslar, inzwischen mit neuem Formular, über die Aufgabe eines Wertbriefes mit Ziel in Vienenburg.



Viele Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 01.12.2013 09:28:29 Gelesen: 43753# 29 @  
Liebe Sammlerfreunde,

weil ich gerade heute am scannen war, noch zwei schöne und besondere Scheine von mir.



Mit Welchselprotest - Vermerk nicht gerade alltäglich.



Mit Quittung über 6x Marken für die Postanweisung, auch nicht übel.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
kdoe Am: 02.12.2013 11:53:37 Gelesen: 43700# 30 @  
@ Cantus [#27]

"Zum Dritten ein Postschein, ausgefertigt am 23.1.1866 in Schenkenheim (?, heute Mannheim-Schenkenheim ?), für einen Wertbrief nach Ilmenau."

Schenkenheim (Mannheim) dürfte als Aufgabeort nicht stimmen, da das nicht in Sachsen-Weimar-Eisenach lag! Ich kanns aber auch nicht lesen - ebenso wenig den Adressat in Ilmenau.

Gruß Klaus
 
bayern klassisch Am: 02.12.2013 14:02:35 Gelesen: 43685# 31 @  
@ Cantus [#27]

Hallo Cantus,

richtig ist Blankenhain.

http://de.search.yahoo.com/r/_ylt=A7x9QdXThJxS9FEA_dszCQx.;_ylu=X3oDMTE0ZGkwNWtxBHNlYwNzcgRwb3MDMgRjb2xvA2lyZAR2dGlkA0RFQzAwMl83Mg--/SIG=11s3gdbhg/EXP=1386018131/**http%3a//de.wikipedia.org/wiki/Blankenhain

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
kdoe Am: 03.12.2013 11:07:14 Gelesen: 43628# 32 @  
@ bayern klassisch [#31]

Kannst du evt. auch die Adresse lesen? Interessiert mich als "Rand-Ilmenauer".

Gruß Klaus
 
bayern klassisch Am: 03.12.2013 12:53:52 Gelesen: 43617# 33 @  
@ kdoe [#32]

Hallo kdoe,

ich lese: Herrn Rechtsanwalt Igel, Ilmenau".

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
kdoe Am: 04.12.2013 11:13:05 Gelesen: 43574# 34 @  
Danke!
 
Cantus Am: 05.08.2014 23:57:38 Gelesen: 41903# 35 @  
Zur Wiederbelebung dieses lange vernachlässigten Themas heute ein Aufgabeschein aus Genthin vom 16.4.1873.



Viele Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 29.09.2014 13:49:36 Gelesen: 41532# 36 @  
Liebe Sammlerfreunde,

den folgenden bayerischen Postschein aus Regensburg von 1863 zeige ich im Bewußtsein, dass er niemals wird beweisbar richtig beschrieben werden kann - trotzdem habe ich ihn gekauft, denn er ist in dieser Form selten.

Was ist seine Besonderheit und worauf deutet diese hin?



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Mondorff Am: 29.09.2014 15:49:00 Gelesen: 41518# 37 @  
Ein Post-Einlieferungsschein aus der Bundesfestung Luxemburg gehört ja dann wohl auch zu Altdeutschland.



Dieser hier wurde für "recommandirte Briefe und für Beträge unter und bis fünfhundert Thlr. einschl." ausgestellt.

Bisher wurden, in Luxemburg gebraucht, drei Formulare aus den Jahren 1864 bis 1868 gesichtet.

Originalgröße 116 x 183 mm

Freundlichen Gruß
DiDi
 
bayern klassisch Am: 29.09.2014 17:28:39 Gelesen: 41500# 38 @  
@ Mondorff [#37]

Hallo DiDi,

Luxemburg gehörte nicht zu Altdeutschland, aber die Verwendung von altdeutschen (hier: preußischen) Vordrucken in einem fremden Land, auch wenn Luxemburg im Postverein war, ist schon ein Hammer!

Kein Wunder, wenn da nur 3 Stücke bekannt sind - ich kannte noch gar keines!

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse von bayern klassisch

P.S. Hast du dir schon zu meinem Schein von Regensburg Gedanken gemacht?
 
Mondorff Am: 29.09.2014 20:57:29 Gelesen: 41475# 39 @  
@ bayern klassisch [#38]

Salü Ralph,

der von Dir angeführte Hammer wird kleiner, wenn man weiß, dass für die preußische Besatzung der Bundesfestung Luxemburg bis Ende 1863 eine Militärexpedition bestand, die ihre Sendungen durch einen Privatunternehmer zum Postamt in Trier befördern ließ. Am 1. Januar 1864 übernahm die luxemburgische Post diese Beförderung.

Der Schein ist vom 6.9.1864 datiert – also nachverwendet. Damit ist auch die handschriftlich erfolgte Streichung des Wortes Königliche erklärt.

Der kursiv gestaltete Text ist nach Rudolphi – Handbuch der Briefmarkenkunde, Lieferung 16/17, Luxemburg.

Zu dem Schein aus Regensburg weiß ich nichts zu sagen; ich kann ja nicht einmal die Handschrift zweifelsfrei entziffern.

Mit herzlichen Grüßen
DiDi
 

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