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Thema: DDR Spezial: Dauerserie Walter Ulbricht Typendiskussion
Algebra Am: 04.07.2007 22:20:26 Gelesen: 249403# 1 @  
Zwei waagrechte postfrische Unterrandpaare mit dem Buchstaben "K" im Feld 99 sind seit 2005 im Umlauf. Es handelt sich um die Mi.Nr. 846 XxI3 aus den Bögen mit dem Or.2 (MDN). Beide Stücke wurden geprüft, einmal von BPP-Prüfer Paul mit Fotoattest und einmal mit Befund von BPP-Prüfer Schönherr. Während Paul von einem Druckereizeichen spricht, bezeichnet Schönherr das Stück als Druckerzeichen.

Am 12.5.2007 wurde eines der Stücke bei der Auktion Knut Fortagne / Christine Lipfert in Leipzig versteigert. Das Ergebnis: 460 Euro (!) Ein satter Preis für ein Stück wo keiner die Herkunft kennt. Beide Prüfer betonen das Sie ein solches Stück noch nie gesehen haben betonen aber Seltenheit und Echtheit.

Die Michelbezeichnung von Paul auf dem Attest ist nicht korrekt: Mi.Nr. 846 XxI/3 DZ "K" ist falsch. Als Spezialsammler fühlt man sich mit solchen Prüfungen in die DDR-Zeit versetzt.
 
Algebra Am: 24.07.2007 23:33:45 Gelesen: 249614# 2 @  
In der Literatur gibt es nur wenige Hinweise auf diese Type IIA des 20 Pfg. Wertes aus dem Jahr 1964. Diese Zwischentype stellt eine Kombination von Charakteristika der Type IA (deutlich zu erkennen bei der Wertziffer) und den Merkmalen der TypeII (durchgehender Brillenbügel) dar. Erstmals dokumentiert wurde das Auftreten der Zwischentype im Jahre 1975 als ein aufmerksamer Sammler sie auf einem Briefstück mit Stempel aus 1965 (Karl-Marx-Stadt) identifiziert hatte. Trotzdem blieb diese Variante über lange Zeit unbeachtet, da zahlreiche Sammler lediglich von einem Stempelirrtum ("1965" statt "1975") ausgegangen sind.

Im Sammlerexpress erschien Anfang 1988 eine Beitragsfolge von Dr. Peter Tichatzky, Berlin, über "Die Freimarken-Dauerausgabe Walter Ulbricht".Dort wurden erstmals das Vorkommen der Typenunterschiede zeitlich eingeornet.

Meine eigenen Forschungen haben nun ergeben: Die Mi.Nr.848IIA Xx befand sich im Bogen nur auf den Feldern 91-100. Der DVM: 1b. Oberränder gab es von von diesem Wert nicht. Typenkombination wurde nachgewiesen. Mi. Nr. 848IAXx/IIAXx. Von der Mi. Nr. 848IIAXx gibt es zwei Varianten:

IIA Var. 1 Durchgehender Brillenbügel, schmale Wertziffer.Ein Spiegelpunkt im Auge. Brillenbügel und Brillenbügeleinfassung bilden eine Einheit.

IIA Var. 2 Durchgehender Brillenbügel, schmale Wertziffer, mehrere Spiegelpunkte im Auge. Brillenbügel und Brillenglaseinfassung bilden keine Einheit.
 
Algebra Am: 12.02.2008 23:33:43 Gelesen: 249558# 3 @  
Die Typendiskussion ist noch nicht abgeschlossen bei der Dauerausgabe "Walter Ulbricht".

Im Markenheftchen Mi.Nr.4c1b (M) befand sich ein Heftchenblatt (11.12) wo im Feld 1+2 die Brillenglaseinfassung offen war und somit keine Type I3 darstellt, sondern die Variante I2.3.

Damit gibt es zum einen eine senkrechte Typenkombination Mi.Nr.846 I2.3 /I3 und eine waagrechte Typenkombination Mi.Nr. 846 I2.3. /I3.Da das Heftchenblatt das Wz.3Y hat, gäbe es dann auch die Mi.Nr. 846 I2.3 Yx.

Also Augen auf, Spezialsammler!
 
tomato Am: 06.03.2008 20:56:49 Gelesen: 249504# 4 @  
Interessant, allerdings muss der Gesamteindruck der Type gesehen werden. Die Brillenglaseinfassung alleine reicht nicht zur Bestimmung Type 1.2 und 1.3.
Gruß Thomas
 
AfriKiwi Am: 06.03.2008 22:37:48 Gelesen: 249496# 5 @  
@ Algebra [#183]
@ tomato [#184]

Da der eine oder andere auch mal ein Spezialsammler wird, wäre so einige Abbildungen auch interessant !

Erich
 
tomato Am: 07.03.2008 23:25:25 Gelesen: 249478# 6 @  
@ afrikiwi

Da es mir wichtig ist ohne Geheimniskrämerei verständlich zu informieren, habe ich Type I3, I2 und I1 von links nach rechts mal abgebildet.

Die wesentlichsten Merkmale:

I3 : Kein Punkt auf Stirnglatze. Schmaler Nasenrücken mit mehreren Punkten. Schmale Schraffurunterbrechung an Jochbein und Ohrläppchen. In der regel Drei deutliche Punkte auf Hemdkragen

12 : In der Rtegel kein Punkt auf Stirnglatze. Breiter Nasenrücken in der Regel mit keinem Punkt. Breite Schraffurunterbrechung an Jochbein und Ohrläppchen. In der regel ein Punkt auf Hemdkragen.

I1 : Zwei Punkte auf Stirnglatze. Schmaler Nasenrücken mit einem Punkt. Schmale Schraffurunterbrechung an Jochbein und Ohrläppchen. In der regel Drei deutliche Punkte auf Hemdkragen

Der Unterschied zwischen I1 und 13 sind die Punkte auf der Stirnglatze und dem Nasenrücken.Bei I2 der zartere Druck und der eine Punkt im Hemdkragen.

@ algebra

Die Brilleneinfassung wird bei der Unterscheidung zwischen Type I und II (durchgehender Brillenbügel) verwendet.

Gruß Thomas


 
AfriKiwi Am: 08.03.2008 04:30:14 Gelesen: 249472# 7 @  
@ tomato [#186]

Hallo Thomas,

Viele Dank für Deine ausführliche Beschreibung und die deutlichen großen Bilder.

So können alle solche Drucke indentifiziert und verglichen werden mit Marken in unseren Steckbüchern.

Erich
 
Algebra Am: 11.03.2008 23:38:38 Gelesen: 249347# 8 @  
Bei der Mi.Nr. 846 unterscheidet man 6 verschiedene Wertzeichentypen.

Type: I.1 Druckbild:unscharf,verschwommen.Linie Kinnbart: offen. Krageneckenschraffur: Striche: kurz/lang/kurz, zu. Punkt unter 3.Schraffe. Ohrläppchenschraffur: schmal unterbrochen. Stirnglatzenpunkte: meistens 2. Brillenglasrand: offen. Nasenrücken: ein Punkt.

Type: I.2.1 Linie Kinnbart: offen. Krageneckenschraffur: teilw. Punkt/ Strich/ Punkt. Ohrläppchenschraffur: weit unterbrochen. Stirnglatzenpunkte, teilw. 1. Brillenglasrand: offen. Nasenrücken: ein Punkt.

Type: I.2.2 Linie Kinnbart: geschlossen. Krageneckenschraffur: meistens 1 Punkt. Ohrläppchenschraffur: unwesentlich weiter unterbrochen. Stirnglatzenpunkte: meistens keiner. Brillenglasrand: offen. Nasenrücken: selten ein Punkt.

Zur Type:I.2.3 näheres im nächsten Bericht.

Type:I.3. Druckbild :scharf; klar. Linie Kinnbart: geschlossen. Krageneckenschraffur: Striche: kurz/lang/kurz. Ohrläppchenschraffur: schmal unterbrochen. Stirnglatzenpunkte: meistens keiner. Brillenglasrand: geschlossen. Nasenrücken: mehrere Punkte.

Type:II. Brillenbügel durchgehend, ein (deutlicher) Spiegelpunkt im Brillenglas. Diese Unterscheidung ist sehr wichtig bei der Einteilung der Druckvermerke.

So kann man die Mi.Nr. 846 I.2 teilen in 846 I.2.1 und 846 I.2.2, beide mit DV 1b, teilen. Ähnliches gilt für die Mi.Nr. 845 IA1 und IA2. Auch die Mi.Nr.847 ist zu teilen in 847 I.1 und 847 I.2.

Viel Spaß beim sortieren.
 
wulbri99 Am: 16.08.2008 18:44:02 Gelesen: 249135# 9 @  
Hallo Zusammen,

vielleicht hilft der Link:

http://www.ddr-spezial.de/Texte-WU/indexWU.html,

da auf "Typen" und die unterstrichenen Links anschauen.

Gruß Wolfgang
 
wulbri99 Am: 26.10.2008 13:22:38 Gelesen: 249161# 10 @  
Hallo Algebra,

ich stimme mit allem überein. Mir sind nur nicht die beiden Varianten vertraut.

Da Bilder mehr als Text sagen, füge ich meine 848 IIA bei.

beste Grüße




 
wulbri99 Am: 26.10.2008 13:40:08 Gelesen: 248991# 11 @  
Neue Erkenntnisse zwangen zu einer Überarbeitung der Markenheftchen-Broschüre.

Eine nähere Beschreibung kann man im Link nachlesen

http://www.ddr-spezial.de/Texte-WU/M-Heftchen.html
 
Algebra Am: 29.10.2008 12:23:21 Gelesen: 249134# 12 @  
Hallo wulbri99!

Die abgebildeten Ulbrichtmarken sind nicht alle Mi. Nr.848IIAXx.Die abgestempelte von 1968 ist auf jedenfall eine Mi. Nr. 848I Xx. Man muß die Marken vor sich haben!

Schönen Gruß Algebra.
 
wulbri99 Am: 30.10.2008 20:45:39 Gelesen: 249105# 13 @  
Hallo Algebra,

schauen Sie sich nur den Abstrich der Wertziffer 2 genauer an und vergleichen mit I und II! Auch wenn der Stempel von 1968 sein kann, da gab es die 848 II noch nicht!!

Gruß wulbri99
 
Algebra Am: 31.10.2008 13:08:46 Gelesen: 249094# 14 @  
Hallo wulbri99!

Sie haben recht die Abstriche der Wertziffer 2 entsprechen alle der Type:I der Mi. Nr.848. (Schmaler Abstrich) und die Charakteristik entspricht den Marken der Type:II. Das postfrische waagrechte Paar entspricht der Variante:1. Bei den gestempelten halte ich mich mit einem Urteil heraus. Hier ein Hinweis auf Fachliteratur: Die Sammlermarke, Heft 1, S.34, September 1997, Infotainment-Verlag Münster.

Ich besitze alle Varianten der Mi.Nr.848IIAXx. Typenkombination; Teildruckvermerk und Bogenunterränder. Ich habe den größten Teil (100 Stück) 1997 bei der ArGe "DDR-Spezial" Lesecafe, Berlin gezeigt. Ich glaube Sie waren auch da (Markenheftchen).

Mit freundlichem Gruß Agebra.
 
Algebra Am: 28.01.2009 13:15:39 Gelesen: 249020# 15 @  
Die Mi.Nr.846 II Yx ist eine seltene Marke der Ulbricht-Dauerserie der DDR. Schon 1977 wurde dieselbe von Macudzinski aus Klettwitz geprüft. 1983 prüfte auch Martin Rehfeld diese Marke. 1987 lag auch bei Tichatzky diese Marke auf dem Prüfertisch. 1993 prüfte Dr. Tichatzky meine vorgelegte Marke mit Fotoattest. Postfrisch ist überhaupt noch kein Exemplar meines Wissens aufgetaucht.

Gestempelt liegen einige Marken vor. Offen bleibt die Frage: Stammt sie aus einem Bogen, einem Markenheftchen oder ist es eine Rollenmarke? Fest steht allerdings die Tatsache die Herkunft dieser Marke ist bis heute nicht geklärt! Da ist es schon erstaunlich wenn der Michel-Spezial diese Marke als Bogenmarke von Ende 1969 aufführt. Bei der Gliederung der Oberrandmarken fehlt diese Marke und bei der Aufzählung der Druckvermerke fehlt jegliche Angabe. Bleibt also weiter die Frage nach der Herkunft dieser Mi.Nr.846IIYx.

Algebra
 
Jürgen Witkowski Am: 28.01.2009 14:35:05 Gelesen: 249011# 16 @  
@ Algebra

Die MiNr. 846 hat eine hohe Vielfalt an Typen und Plattenfehlern. Für Sammler, die sich gerne intensiv mit einer Marke befassen, ist sie ein ideales Betätigungsfeld, da sie auch in größeren Mengen vorhanden ist und man sie kostengünstig bekommen kann. In Deinem Beitrag [#184] hast Du die wesentlichen Unterscheidungsmerkmale aufgezeigt.

Da die Abbildungen im Michel nicht sonderlich erhellend sind, wäre es interessant einmal anhand von Scanns der Orginalmarken die Unterschiede gezeigt zu bekommen. Hast Du entsprechende Bilder vorliegen, die Du hier zeigen könntest?

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
wulbri99 Am: 28.01.2009 15:02:01 Gelesen: 249004# 17 @  
@ Algebra

Die 846 II Y kann mit großer Sicherheit nur aus Schalterbogen stammen. Der früheste Nachweis der 846 II ist der Januar 1970. Da die 846 II Y bisher nur gestempelt nachgewiesen ist, kann man keine Rückschlüsse auf das Gummi geben. Soweit ich weiß, sind bisher keine 20 Stück bekannt.

Aus Markenheftchen stammt sie mit Sicherheit nicht, denn die sind alle unterschiedlichen 96 Stück bekannt. Aus Rollen stammt sie mit Sicherheit auch nicht, es ist bisher keine Rollenmarke in der Type II nachgewiesen.

Sie kann aber aus einem Typenbogen entstammen, denn die 846 I3 Yx OR3 ist auch in wenigen Exemplaren, jedoch keinem ganzen Bogen, nachgewiesen.

@ Concordia CA

Typenunterschiede in Bilddetails sind hier zu sehen: http://www.ddr-spezial.de/Texte-WU/indexWU.html

beste Grüße
 
TreSkilling1 Am: 28.01.2009 20:36:12 Gelesen: 248981# 18 @  
Mich würde interessieren ob es sich lohnt größere Bestände zu durchforsten, denke da kommerziell - oder liegen die Varianten alle im Centbereich? Ein paar aktuelle Marktpreise wären interessant.

Gruß Tre Skilling
 
Algebra Am: 30.01.2009 11:49:02 Gelesen: 248958# 19 @  
Hallo Wulbri99.

Ich bin der Vermutung von Dir, daß die Mi.Nr. 846 II Yx aus einem Bogen der Mi.Nr. 846 I3 Yx mit Or.3 (M) stammen könnte etwas näher gekommen. Ich habe ein senkrechtes Oberrandpaar Mi.Nr. 846 I3 Yx gestempelt erworben. Geprüft: Rehfeld Wz.DK X. Die zweite Marke ist ebenfalls geprüft: Rehfeld DK X ....D-R. Hier hatte Rehfeld das fehlende D in DDR moniert.

Im Heft 17 der Schriftenreihe zum Sammelgebiet DDR (Prüfzeichen auf den Marken der Dauerserie "Walter Ulbricht" von Dieter Otte und Wolfgang Lemcke, ArGe DDR-Spezial Berlin). ist auf der Seite 39 eine Mi.Nr.846I Yx abgebildet mit dem Wasserzeichenfehler 'zweites D in DDR fehlt'! Geprüft Dr. Peter Tichatzky Berlin. Es wäre also eine Typenkombination innerhalb eines Bogens möglich.

Rehfeld hat 1983 eine Quarzlampenuntersuchung dieser Marke gemacht und das Ergebnis: Vorliegendes Stück in Papier grauviolett, etwas aufleuchtend. Die grüne Farbe tangiert nach gelbgrün, die Vergleichsfarbe Type II ist dunkler. Man kann nur hoffen das irgend jemand solch Kombination senkrecht oder waagrecht einmal findet.

Gruß Algebra.
 
wulbri99 Am: 30.01.2009 20:34:09 Gelesen: 248937# 20 @  
Hallo Algebra

"das irgend jemand solch Kombination senkrecht oder waagrecht einmal findet."

Das wäre wirklich schön!

Können Sie die Abbildung hier mal zeigen von dem senkrechten Paar, vorn und hinten, bitte.

Gruß Wulbri
 
Algebra Am: 19.02.2009 12:37:50 Gelesen: 248901# 21 @  
1964 erschienen in einer Kleinstauflage Bögen der Mi.Nr. 848I Xx mit dem Or.1 (DM) und dem DV:1b. Die Besonderheit an diesen Bögen war, zwei eingesetzte Teilschalen am unteren Teil des Bogens. Grund für diese Maßnahme war der Verschleiß einzelner Klischees.

Im Feld 81-90 war die Mi.Nr.848 IXx und im Feld 91-100 fand sich die Mi.Nr.848 IIA Xx wieder. Hier waren nun senkrechte Typenpaare entstanden. Da aber die Mi.Nr.848 IIAXx in zwei Varianten vorkam nähmlich in Var.1 und Var.2 muß auch hier unterscheiden.

Die Unterscheidungsmerkmale sind: IIA Var.1: Durchgehender Brillenbügel, schmale Wertziffer, ein Spiegelpunkt im Auge; Brillenbügel und Brillenglaseinfassung bilden eine Einheit. (Feld:96-100). IIA Var.2: Durchgehender Brillenbügel, schmale Wertziffer, mehrere Spiegelpunkte im Auge; Brillenbügel und Brillenglaseinfassung bilden keine Einheit (Feld:91-95).

Suchen lohnt sich!

Algebra
 
Algebra Am: 11.03.2009 18:23:48 Gelesen: 248794# 22 @  
Der Michel-Spezial und viele Sammler aus den alten Bundesländern tuen sich schwer mit dieser Serie. Hier etwas Nachhilfe.

Es gibt 54 kleinformatige Werte (Rollenmarken und Bogenmarken). Diese 54 Werte unterscheiden sich in Typen; Zeichnungsvarianten; Wasserzeichen und Gummierung sowie Tönungen. Die Wasserzeichen lauten: X; Y; Z. Die Gummierung bezeichnet man folgendermaßen: x = Dextringummi gelb glänzend; z = Dextringummi: weiß matt glänzend und y = Latexgummi.

Die z-Gummierung wurde von Merkel geprüft (1988). Kein Michel und keine Fachliteratur erwähnt diese Gummierung. Mir liegen 7 Werte mit z-geprüft vor. Eine Nachfrage über diese Prüfung beim ehemaligen BPP-Prüfer Dr. Tichatzky ergab folgende Aussage: Diese Gummierungsbezeichnung war in der DDR im Gespräch! Nur Merkel hat sie dann ausgeführt. Wer spezialisiert diese Serie sammeln will, kann sich nicht auf den Michel-Spezial verlassen, dann ist er verlassen.

Algebra
 
Algebra Am: 12.03.2009 12:35:05 Gelesen: 248781# 23 @  
Folgende kleinformatige Einzelmarken gibt es:

845IA1Xx; 845IA2Xx; 845IBXx; 845IIXx; 845IIXy; 845IAYx; 845IBYx; 845IIYx; 846I1Xx; 846I2.1Xx; 846I2.2Xx; 846I3Xx; 846IIXx; 846I3Xy; 846IIXy; 846I3Yx; 846I2.2Yx; 846IIYx; 846I3Zx; 847I1Xx; 847I2Xx; 847IIXx; 847IIXy; 847IYx; 847IZx; 848IXx; 848IIXx; 848IYx; 848IXy; 848IIXy; 848IIA1Xx; 848IIA2Xx; 934IBXx; 934IIXy; 935IBXx; 935IBYx; 1689IIXx; 1689IIXy; 936IBXx; 936IBYx; 936IIXy; 937a.IBXx; 937a.IBZx; 937b.IBXx; 937b.IIXx; 937b.IBXy; 937b.IIXy; 1080IBXx; 938IBXx; 938IBZx; 1331a.IBXx; 1331b.IBXx; 1331a.IIXx; 1540IIYx.

Das sind im Augenblick alle nachweisbaren Ulbrichtmarken im Kleinformat,der Mi.Spez. hinkt auch hier wieder hinterher. Diese Aufstellung hier beinhaltet Rollenmarken und Bogenmarken. Einige dieser Werte wurden unerkannt aufgebraucht!

Algebra
 
Algebra Am: 13.03.2009 18:02:58 Gelesen: 248736# 24 @  
Bei den kleinformatigen Werten gab es folgende Reihenwertzähler (Or.) und Reihenzähler (Ur.). Bei den Oberrändern gab es 66 verschiedene und bei den Unterrändern gab es 67 verschiedene. (Or.1 DM; Or.2 MDN; Or.3 M, Ur.1 DM; Ur.2 MDN; Ur.3 M). Bei der Mi.Nr. 846 II Yx ist noch kein Or. und kein Ur.aufgetaucht.

Das gleiche trifft bei der Mi.Nr. 845 IIYx zu. Die Mi.Nr. 848IIA 1+2Xx kam nur am Bogenunterrand vor und damit gab es keine Oberränder. Auch die Mi.Nr. 848 I Yx gehört ebenfalls zu den modernen Raritäten. Bei der Bewertung im Katalog sind Oberränder und Unterränder gleich. Durch unbemerkten Aufbrauch hat man auch die Mi.Nr.845 IIYx aus den Augen verloren. Martin Rehfeld (ehemaliger Prüfer) hat zweifelsfrei 3 Exemplare geprüft.

Algebra
 
wulbri99 Am: 14.03.2009 19:52:39 Gelesen: 248678# 25 @  
@ Algebra

Ich weiß nicht, ob diese Auflistung, so wie sie da ist, Sinn macht. Wie kommt man beispielsweise auf 66 verschiedene Oberränder und 67 UR? Ich komme da nicht drauf.

Auch ist aus meiner Sicht die Aufstellung der bekannten EZM überdenkenswert: es gibt nur bei der 845 die Typen IA und IB und natürlich die Type II. Bei allen anderen Marken ist nur die Type I (mit Untertypen) oder II sinnvoll anzugeben. Sie sind auch bei wenig Übung vom "Normalsammler" zu unterscheiden, der Michel-Spezial bietet ja Hilfestellung dazu. Die Unterteilung in IA1 und IA2 fällt schon dem Spezialisten schwer, darum würde ich diese Feinheiten weglassen, sie vergraulen nur den willigen Sammler.

Als große Rarität steht die 845 Y II G, leider nur gestempelt (bis jetzt). Ich kenne 5 Exemplare. Auf jeden Fall wird es kaum mehr als 10 Stück geben.

Die 846 Y II ist, weil nur gestempelt bekannt, so richtig bezeichnet, man kennt nicht die Gummierung, also x oder y.

Die 848 Yx I ist ja so selten nicht, der allergrößte Teil stammt aus der Rolle und ist Massenware. Nur nachweislich die aus MDN-Bogen stammenden Marken sind sehr selten.

Die 848 Xx IIA wird von Ihnen in zwei Varianten beschrieben. Bei den mir bisher vorgelegenen Exemplare, auch mit RZ aus der linken sowie rechten Teilschale, konnte ich zwei Varianten nicht bestätigen. Die Kopfzeichnung entspricht exakt der späteren Type II. Würde ja auch keinen Sinn machen zwei unterschiedliche Einzelklischees anzufertigen um daraus dann durch kopieren zwei, oder vier, 10er Klischees zu erzeugen. Da sie bisher nur als waagerechte Paare, bzw. mit anhängendem UR bekannt sind, kann man davon ausgehen, dass die 10er Klischees in der oberen 5er Reihe Markenklischees hatten und in der unteren 5er Reihe die RZ des gleichen Bogens und die RWZ des folgenden Bogens hatte. So wie hier für Bg.-Form 3: http://www.ddr-spezial.de/Texte-WU/Druckbogen.html Hilfreich sind für Ihre Version aussagekräftige Bilder.

Tre Skilling hat mal angefragt, ob es sich lohnt Massenware zu durchforsten, wenn es keiner getan hätte, wären die 5 Stück auch nicht gefunden worden. Also, immer schön suchen, wer weiß, was bei dieser DS noch so alles im Verborgenen schlummert!

Beste Grüße
 
Algebra Am: 16.03.2009 10:27:34 Gelesen: 248633# 26 @  
Hallo wulbri99!

Jeder Sammler sieht diese Ausgabe aus einem anderen Blickwinkel. Mit der Mi.Nr. 848IIA Xx das sehe ich ein, hier sind nur kleine Unterschiede zu beachten.

Mit besten Grüßen

Algebra.
 
Algebra Am: 12.06.2009 11:49:35 Gelesen: 248211# 27 @  
Was (noch) nicht im Katalog steht. DDR 1331 II Xy

Am 06. Dezember 67 erschien der 80 Pfg. Wert dieser Dauerausgabe. Zunächst erschien der Wert in der Type IA, die in zwei verschiedenen Farbvarianten vorliegt. Ab Mitte 1970 erschien der Wert in der neuen Type II mit durchgehendem Brillenbügel, stets in der Farbe der Erstauflage und der glänzenden Dextringummierung (x).

Während der Druckzeit dieser Dauerserie wurde mehrfach die chemische Zusammensetzung und Farbe geändert. Die frühen Teilauflagen (fast) aller Werte liegen durchgehend mit glänzender Gummierung vor. Entgegegen den bisher veröffentlichen Unterlagen wurde in 1972 oder 1973 eine bisher unbeachtete (Teil-)Auflage des 80 Pfg. Wertes in Type II hergestellt. Für diese Auflage wurde die in dieser Zeit übliche matte Gummierung verwendet. BPP-geprüfte Stücke liegen mir vor. Es fehlen also im Michel: Mi.Nr. 1331a.II Xx und Mi.Nr. 1331c. IIXy.

Ein Blick in Eure Sammlung lohnt sich. Von der matten Latexgummierung (y) sind ja auch alle Bogenrandzudrucke mit inbegriffen.

Gruß Algebra
 
wulbri99 Am: 21.07.2009 20:22:17 Gelesen: 247823# 28 @  
Liebe Freunde der Ulbricht Dauerserie,

es gibt Neuigkeiten: Unter http://www.ddr-spezial.de/Texte-WU/indexWU.html findet Ihr den Menüpunkt "Plattenfehler", da sind alle derzeit und künftig im Michel-Spezial nicht abgebildeten PF bildlich dargestellt.

Gruß wulbri99
 
Algebra Am: 21.07.2009 21:26:07 Gelesen: 247820# 29 @  
Hallo wulbri99!

Die Auflistung der Plattenfehler ist einfach Klasse.

Ein Bienchen für Dich!

Algebra.
 
Algebra Am: 04.02.2010 15:54:18 Gelesen: 246849# 30 @  
Plattenfehlerkorrektur im Michel Spezial MiNr.846 Plattenfehler XII

Ein immer wieder beliebter Plattenfehler "Zusätzliche fünfte Schlipsfalte" PF.XII ist nur angegeben in der Rolle und im Bogen. Der Spezialist fragt sich dann, warum wurde der MHB und die Markenheftchen nicht mit angegeben. Im Markenheftchen (DM) befindet sich dieser Plattenfehler im Feld: 4, 8 und im Markenheftchen (MDN) ebenfalls in Feld: 4, 8. Im Markenheftchenbogen ist dieser Plattenfehler in Feld: 5 ,58 zu finden.

Solche Schönheitsfehler sind nicht gut bei dieser relativ schwierigen Problematik. Im nächsten Spezial werden die Macher es schon richten.

Algebra.
 
wulbri99 Am: 04.02.2010 19:21:11 Gelesen: 246822# 31 @  
@ Algebra [#30]

Zur Erinnerung: die Pf sind alle hier abgebildet: http://www.ddr-spezial.de/Texte-WU/indexWU.html anschließend auf "Plattenfehler", dort sind sie alle zugeordnet!

Gruß wulbri99
 
Algebra Am: 04.02.2010 19:57:54 Gelesen: 246817# 32 @  
Hallo wulbri99!

Der Plattenfehler (PF) ist bekannt aber im Michel Spezial wird er nur im Bogen und in der Rolle zugeordnet. Es fehlt hier klar und deutlich auch im Markenheftbogen 11 und Markenheftchen. Wer den PF sucht wird denselben dann auch finden. Es ist also nicht zuviel verlangt, wenn ein bekannter PF (PF.XII 846) im Michel Spezial korrekt plaziert wird.

Deine Angaben sind ja korrekt, aber nicht jeder liest die Philaseiten.

Gruß Algebra
 
wulbri99 Am: 04.02.2010 20:07:17 Gelesen: 246815# 33 @  
Im neuen Michel Deutschland Spezial Katalog werden diese Differenzen hoffentlich erledigt sein.
 
Algebra Am: 17.02.2010 19:29:16 Gelesen: 246741# 34 @  
Spurensuche nach Raritäten der Walter Ulbricht-Dauerausgabe

Man kann eigentlich alles kaufen ob Posthorn; Köpfe II oder Chinesische Freundschaft usw. Aber fragt man beim Händler nach bestimmten Ulbricht Marken, erntet man meist Schulterzucken. Nachforschungen sind meist erfolglos.

Hier ein Beispiel:

Die Mi.Nr. 848 I Yx aus Bogen (Or.2). In der Broschüre "Die Dauerausgabe Walter Ulbricht" von Rehfeld/Jasch findet man auf der S.91 eine Schalterbogenanalyse mit Angaben zur Mi.Nr. 848 I Yx (B) aus dem Bogenarchiv Postmuseum-Berlin, die lautet:

Juni 1967 Auftrags-Nr.11747 (7/67),
Dezember 1967 Auftrags-Nr.11940 (12/67),
Dezember 1967 Auftrags-Nr.11940 (12/67),
August 1968 Auftrags-Nr.12220 (8/68),
September 1968 Auftrags-Nr.12352.

In den Aufzeichnungen von Dr. Peter Tichatzky erscheinen die Wz.-Angaben als Wz.X. Rollenmarken von der Mi.Nr. 848 I Yx gibt es genügend Material. Die Mi.Nr. 846 I2.2.Yx gedruckt im März 1964 als Kleinstauflage gedruckt hat es gar nicht bis ins Archiv geschafft. Auch Bögen mit der Mi.Nr. 848 IIA Xx sind nie im Archiv erwähnt worden.

Wer weiß da mehr?

Die Frage bleibt: Mi.Nr. 848 I Yx oder Xx im Bogenarchiv?

Algebra
 
Algebra Am: 29.04.2010 17:35:32 Gelesen: 246270# 35 @  
Schwaneberger Flop 2010

Im Michel-Spezial 2010 haben sich die Schwaneberger Autoren wieder mal einen Fehler erlaubt, der für manchen Spezialisten teuer werden kann. So wurde neu eine Typenkombination: MiNr. 846 I3/II Xx Or.S gelistet, die es nie gegeben hat. Man fragt sich natürlich wo diese Information herstammt. Fehlen tut das absolute Unikat: MiNr. 848I/848IIA Xx Ur.S.

Schade das immer solche Fehler passieren.

Algebra.
 
Algebra Am: 02.02.2011 14:29:06 Gelesen: 243887# 36 @  
Dauerserie Walter Ulbricht MiNr. 846 I3 Yx F



Noch zu Zeiten der ehemaligen DDR prüfte der DDR-Prüfer Merkel beide abgebildeten Marken mit dem Vermerk "F". Bei der ersten Marke erkennt man deutlich die Unterbrechung der Schraffe an der Stirn, ebenfalls fehlen die Umrisse des Ohres nebst Nackenhaare. Bei der 2. Marke verschmierte Stirnschraffen und die Schlipspartie ist auch defekt. Bei diesen Marken handelt es sich um die relativ seltenen Rollenmarken.

Algebra.
 
wulbri99 Am: 06.02.2011 20:14:06 Gelesen: 243790# 37 @  
@ Algebra [#36]

Woraus schliessen Sie, beide Marken wären Rollenmarken? Sie bildeten nur die Markenvorderseite ab, daraus kann man jedoch keine Rückschlüsse auf die Rückseite mit den "Prüfstempeln" bilden.

Aus meiner Sicht ist die linke Marke eindeutig als "Plattendruck-Marke" zu identifizieren, sie ist wesentlich kleiner und zeigt alle Merkmale dieser Ausgabe.

Die rechte Marke entstammt dem Rollenrotationsdruck, hat jedoch nichts Besonderes, ausser den typischen Zusetzungen zwischen den Schraffurstrichen, dem Druckverfahren geschuldet. Diese kann man nicht als PF oder sonst was ansehen, es bleiben DZF! Schon beim nächsten Bogen können sie nicht mehr da sein, mit der Reinigung des Plattenzylinders ist dann diese Farbbrücke weg.

beste Grüße
 
Algebra Am: 07.02.2011 11:16:52 Gelesen: 243762# 38 @  


Hallo wulbri99!

Wie gewünscht hier die Rückseite mit den Prüfstempeln.Die Marken selbst sind gebogen wie auf einer Rolle.Mit allem anderen bin ich einverstanden.

Algebra.
 
petzlaff Am: 07.02.2011 11:31:05 Gelesen: 243757# 39 @  
@ Algebra [#30]

Zitat: Im nächsten Spezial werden die Macher es schon richten.

Klasse - du hast auf den Punkt genau exakt beschrieben, wie Plattenfehler und Druckzufälligkeiten heutzutage voneinander unterschieden werden können (oder ist "sollten" das bessere Wort dafür?).

Gruß, Stefan
 
Algebra Am: 08.02.2011 11:25:07 Gelesen: 243713# 40 @  
Falschprüfung auf Mi.Nr. 846 I3 Xx.

In der Schriftenreihe zum Sammelgebiet DDR, Heft 17.2004 auf Seite 33 von Dieter Otte und Wolfgag Lemcke wird auf Prüffehler einzelner Prüfer hingewiesen. Das Heft hat den Titel: Prüfzeichen auf den Marken der Dauerserie "Walter Ulbricht". Meine abgebildeten Marken sind so eine Fehlprüfung. Sie haben nicht "Y"- sondern "X"-Wz.

Also nach Michel 846 I3 Xx, also Billigware. Das zusätzliche "F" wurde von Merkel für die unterschiedlichsten sekundären Plattenfehler angebracht. Man kann also auch bei geprüften Marken auf die Nase fallen. Darum bleibe ich dabei, verlasse Dich nie auf das Prüfzeichen. Schönen Dank auch noch an wulbri99 für seinen Tipp. Ich nehme auch an das petzlaff damit zufrieden ist.

Algebra.
 
Algebra Am: 21.02.2011 12:34:30 Gelesen: 243468# 41 @  
Amtliche Flickstelle: MiNr. 846 I3 Wz.1 (Kopfsteher)



Dieser geprüfte Rollenmarkstreifen mit MiNr. 846 I3 Wz.1 wurde von Merkel als "Echt" "geprüft". Ähnliches war einmal bei Weigelt aufgetreten unter dem Motto "Amtliche Flickstelle". Hier ist die Besonderheit die kopfstehende Anordnung der Marken. Mit Mache ist hier nichts zu machen. Wer weiß da mehr?

Algebra.
 
petzlaff Am: 21.02.2011 17:37:31 Gelesen: 243439# 42 @  
@ Algebra [#41]

Zeigst du den Streifen bitte mal von der Rückseite ?

LG, Stefan
 
Algebra Am: 21.02.2011 20:02:25 Gelesen: 243421# 43 @  
Hallo Stefan!

Ich zeige gern den Streifen von der Rückseite.

Algebra.


 
wulbri99 Am: 21.02.2011 21:50:39 Gelesen: 243409# 44 @  
@ Algebra [#43]

Ein Schelm, der Schlechtes dabei denkt.

Aber sieht sehr schön aus.

Ähnliches habe ich auch zu bieten, auch Merkel geprüft. Den Händler dieser Makulatur will ich hier nicht öffentlich machen, ich kenne seinen Namen.

Eine Bitte an Algebra, wenn schon so etwas hier gezeigt wird, bitte auch darauf hinweisen das ist Mache.

Merkel hat im Laufe der Jahre dazugelernt, jedoch nicht genug, denn technisch ist das nicht möglich kopfstehende Paare in der Druckerei, selbst bei Bahnenriss und anschließender Flickstelle zu produzieren. Die rückseitige Nr. ist kein Kriterium dafür. Ich muss nur genug Rollen haben, schauen ob die Nummern einigermaßen gleichmäßig zum Markenrand stehen, dann kann ich "amtliche Flickstellen" produzieren, das die Heide wackelt.

Ich will hier nichts schlecht machen, wenn man sich etwas intensiver mit der Drucktechnik und dem Herstellungsprozess beschäftigt, fällt man auf so was nicht herein.

Meinen Dank trotzdem an Algebra hier mal einen Denkanstoß gegeben zu haben.

beste Grüße in die Runde
Wolfgang






 
deswu Am: 24.02.2011 21:48:20 Gelesen: 243321# 45 @  
Rollenproduktion

Für die Rollenproduktion wurde die bedruckte Papierbahn längs geschnitten und aufgewickelt, also als Druckbahn 1 und 2. Die Markenbilder beider Druckbahnen stehen bekanntlich zueinander kopf. An das Ende der einen Druckbahn wurde der Anfang der 2. Druckbahn angeklebt, um die Nummerierung für die Rollenfertigung fortzusetzen.

Und an solch einer Stelle sind zueinander kopfstehende Marken im Rollenstreifen technisch möglich.

Sie sind aus der Sicht der hergestellten Mengen sehr gering. Davon ein Bruchteil mag in Sammlerhand gelangt sein. Die Art der Klebung gibt auch Hinweise für die Beurteilung der Echtheit, aber kaum ausreichende Sicherheit. Größte Vorsicht ist geboten.

Prüfsignaturen Merkel

Die hier vorgestellten sind ohne Angabe der für die Wz.-bezeichnung nötige "3" oder "4" unvollständig und wertlos, 3X = 4Y und häufig, 3Y = 4X und weniger häufig bis selten, soweit WU-Marken gleicher Type mit beiden Varianten vorkommen.

So sind Prüfzeichen "X" oder "Y" immer "richtig" für den schnellen Signateur und den flüchtig Lesenden.

gruss deswu
 
deswu Am: 24.02.2011 22:03:16 Gelesen: 243319# 46 @  
Amtliche Bogenentwertungen für Philatelistische Zwecke Dauerserie Walter Ulbricht

Wer kann solche Stempel für eine Erfassung gemäß Miiche Spezial melden oder möchte tauschen?

gruss deswu
 
Algebra Am: 13.03.2011 17:01:52 Gelesen: 242871# 47 @  
Die MiNr. 846 II Yx aus der Walter Ulbricht-Serie eine Rarität !



Es gab bei der Dauerserie "Walter Ulbricht" auch einige Raritäten. Dazu gehört diese MiNr. 846 II Yx. Postfrisch ist diese Marke nie gefunden worden. Gestempelt sind bisher weniger als 20 Stück aufgetaucht.

Der Michel reagiert mit seiner Preisgestaltung sehr zurück haltend, 600,00 M€ sind zu wenig. Niemand weiß seit Jahren ob die Marke aus einem MDN-Bogen oder Markenheftchen mit dem Wz.3Y stammt. Es wurden bisher keine Marken mit Oberrand, Unterrand oder Typenkombinationen gefunden. Es kann weiter gerätselt werden.

Algebra.
 
wulbri99 Am: 15.03.2011 18:38:14 Gelesen: 242792# 48 @  
@ Algebra [#47]

Hallo,

soviel ich weiß, kann die Marke nur aus Schalterbogen mit der Währungsbezeichnug "M" stammen. Ob nun ev. auch aus Typenbogen I/II oder reine Type II ist nicht belegt, da es keine größeren Einheiten davon gibt.

beste Grüße
 
deswu Am: 16.03.2011 21:52:15 Gelesen: 242726# 49 @  
846 YxII

Hallo Algebra,

ist bitte die Angabe des Stempelortes und des Datums auf der Marke möglich ?

Der Herkunftsbeschreibung von wulbri99 ist nichts hinzuzufügen.

Gruß deswu
 
Algebra Am: 17.03.2011 13:42:07 Gelesen: 242694# 50 @  
Hallo "deswu"!

Die Entwertung der Marke ist relativ schwach. Darum hat Dr. Tichatzky bei der Prüfung die Stempelangabe nicht mit angegeben bzw. er konnte sie nicht erkennen. Ein klarer Stempel wäre beim forschen zum Vorteil.

Gruß Algebra.
 
WUArtist Am: 25.08.2011 19:50:12 Gelesen: 240059# 51 @  
Als Neuling in der Runde möchte ich helfen, das Sommerloch zu schließen und die Diskussion wieder anzuregen. Mich beschäftigen einige Meinungen und Feststellungen aus den letzten Beiträgen, über die mich der eine oder andere Sammlerfreund sicherlich aufklären kann.
Ich zitiere den Beitrag von „Algebra“ vom 29.04.10 [#35]:
Schwaneberger Flop 2010
Im Michel-Spezial 2010 haben sich die Schwaneberger Autoren wieder mal einen Fehler erlaubt, der für manchen Spezialisten teuer werden kann. So wurde neu eine Typenkombination: MiNr. 846 I3/II Xx Or.S gelistet, die es nie gegeben hat.“
Diese Behauptung wurde von allen Teilnehmern ohne Widerspruch hingenommen und den schwarzen Peter hat die MICHEL-Redaktion. Aber es kommt ja noch schlimmer: Der Preis von 300,-- wurde 2011 sogar auf 1200,-- M€ erhöht! Wie ist das möglich, wenn es diese Kombination (lt. Algebra) doch nie gegeben hat!? Wer hat nun Recht – wer weiß Rat? Und warum sollte das für manchen Spezialisten teuer werden, wenn es das doch gar nicht gibt?

Ein weiterer Beitrag von „wulbri99“ vom 06.02.11 [#37] ist mir aufgefallen:
Es geht hier um die ehemals als Plattenfehler 846 IX und VIII (Reihenfolge der Abbildungen vom 02.02.11) deklarierten Farbzusetzungen. Wulbri99 schreibt u. a.:
„Aus meiner Sicht ist die linke Marke eindeutig als "Plattendruck-Marke" zu identifizieren, sie ist wesentlich kleiner und zeigt alle Merkmale dieser Ausgabe.“
Ich hätte gerne gewusst, an welchen Merkmalen (zeigt alle Merkmale) er den Plattendruck erkannt hat. Dass die eine Marke kleiner ist als die andere mag ja sein, ist aber nicht von Belang. Lt. Katalog ist die Bildhöhe ein Merkmal und die ist bei beiden Marken gleich. Eine von mir vorgenommene Vergrößerung ergab für beide Markenbilder eine Höhe von 18,5 cm. Dann gehe ich davon aus, dass beide auch in Originalgröße gleich sind.
Ich hoffe, meine beiden „Hilferufe“ werden gehört, meine Bedenken zerstreut und mein Wissen vertieft.

WUArtist
 
Algebra Am: 27.08.2011 11:58:12 Gelesen: 239983# 52 @  
Hallo WUArtist!

Es hat nie eine Typenkombination 846 I3/II Xx mit OR gegeben. Gemeint ist ein senkrechtes Paar mit Oberrand. So etwas hat es nie gegeben mit der Gummierung x. Es war also doch ein "Flop". Dass diese Kombination 2011 auf 1200,00M€ angehoben wurde ist peinlich! Also nochmals, diese Kombination ist nicht möglich!

Genau so peinlich ist im Michel 2011 die Eintragung auf Seite 315; 848 Xx UR S II/I3. Diese Eintragung ist falsch. Es muß heißen: 848IIA/I URS Xx. Irren ist menschlich und jeder macht mal Fehler.

Freundliche Grüße Algebra.
 
Algebra Am: 27.08.2011 12:05:09 Gelesen: 239977# 53 @  
Hallo WUArtist!

Die Eintragung im Michel 2011 muß lauten: 848 I/IIA URS.

Algebra.
 
WUArtist Am: 27.08.2011 18:01:07 Gelesen: 239957# 54 @  
Noch einmal „Schwaneberger Flop 2010“

Sehr geehrter Sammlerfreund Algebra,

eigentlich ist mir schon klar, um welches Typenpaar es sich handelt. Aber Sie kennen doch auch den Satz: „Es irrt der Mensch, solang’ er lebt (oder WU sammelt).“ Davon bleibt niemand verschont, auch Sie nicht. Für die Michel-Redaktion ist dieser Eintrag weder ein Flop noch eine Peinlichkeit.
Dass sich ein Redaktionsmitglied bei dem 20 Pf-Typenpaar IIA/I geirrt und aus Versehen ein 10 Pf-Paar aufgeführt hat, liegt ja auf der Hand und ist für den 2012er Katalog bestimmt schon berichtigt. Darüber muss man doch nicht gleich sauer reagieren.
Aber bleiben wir bei dem 10 Pf-Typenpaar mit Gummi x. Sie haben noch nicht darauf geantwortet, warum das für manchen Spezialisten teuer werden kann, wenn es das doch gar nicht gibt.
Aber um Sie nicht länger auf die Folter zu spannen werde ich versuchen, einen Scan dieses Pärchens hier zu veröffentlichen. Wenn mir das nicht gelingen sollte, bitte nicht gleich schimpfen. Ich habe das – wie Sie wissen – noch nicht gemacht.
Auf dem Scan habe ich auch die Rückseite (Gu x) sowie zum Vergleich eine andere y-Rückseite abgebildet. Beide Rückseiten stammen aus einem Scanvorgang.
Ich könnte Ihnen auch das Schema des Bogens (Bf3) mit Stellung der einzelnen 10er-Klischees liefern, aber leider nicht das Original selbst! Ist das nun Top oder Flop?

Ihr WUArtist

 
Algebra Am: 28.08.2011 11:40:57 Gelesen: 239928# 55 @  
Hallo WUArtist!

Im Scan habe ich die Typen erkannt. Sollte nun ein Prüfer noch bestätigen, dass hier die Gummierung (x), also Dextringummi vorliegt, gebe ich mich geschlagen. Ich habe alle Varianten bei mir vorliegen, aber solche noch nicht. Wenn diese Kombination vom Prüfer bestätigt wird, dann Glückwunsch zu diesem Stück. Mich wundert auch, dass "wulbri99" noch nichts zu diesem Stück gesagt hat. Sie haben recht, auch ich kann mich irren.

Mit philatelistischen Grüßen aus dem Harz,
Algebra.
 
WUArtist Am: 28.08.2011 13:47:23 Gelesen: 239911# 56 @  
Hallo Algebra!

ich wüsste nicht, warum ich einem Prüfer einen Haufen Geld (4 % Kat.-Wert + Versand + Versicherung usw. usw.) bezahlen soll, um mir sagen zu lassen, dass die Dextringummierung eine Dextringummierung ist. Ich kann Ihnen versichern, das selbst einschätzen zu können. Ebenso könnten Sie doch sagen: „Ich habe zwar die unterschiedlichen Typen erkannt, kann sie aber nur geprüft anerkennen.“ Im Übrigen ist es wohl auch ausreichend, wenn die MICHEL-Redaktion das - auch ohne Prüfzeichen - anerkannt hat.

Da wäre ich schon fast beim nächsten Thema, dem Anspruch des Prüfers auf Vergütung, der in diesem Fall nicht nach Arbeitsaufwand, sondern nach Katalogwert bezahlt werden müsste. Aber dieses spezielle und doch allumfassende Thema kann man nicht im „DDR-Forum“ diskutieren.

WUArtist
 
wulbri99 Am: 02.09.2011 08:24:46 Gelesen: 239754# 57 @  
@ WUArtist [#54]

Hallo,

"Ich könnte Ihnen auch das Schema des Bogens (Bf3) mit Stellung der einzelnen 10er-Klischees liefern"

bitte tun Sie es, es würde mich brennend Interessieren.

beste Grüße
 
WUArtist Am: 02.09.2011 16:08:17 Gelesen: 239722# 58 @  
@ wulbri99 [#57]

Hallo wulbri99,
gerne komme ich Ihrem Wunsche nach. Die Wiedergabe der Bilddatei, die bei mir 6,5 MB hat, ist nicht berauschend, aber die Klischees sind zu erkennen.

Das Schema könnte möglicherweise von Herrn Großmann stammen. Mit Bestimmtheit kann ich das aber nicht mehr sagen.

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie daran erinnern, dass Sie mir noch eine Antwort bezüglich der "Plattendruck-Marke" von Algebra aus dem Beitrag @37 schuldig sind.
WUArtist
 
wulbri99 Am: 02.09.2011 23:13:02 Gelesen: 239698# 59 @  
@ WUArtist [#58]

Hallo WUArtist,

dieses Schema ist mir bekannt mit dem Gu y. Tichatzky hat das selbe Schema mit Gu x im Postmuseum 1990 belegt.

Das Schema von Dr. Großmann stammt von mir, ist jedoch nicht weiter schlimm.
Bitte treten Sie mit mir per E-Mail in Kontakt: Lemcke@ddr-spezial.de
bezüglich der "Plattendruck-Marke" von Algebra aus dem Beitrag @37 gebe ich Ihnen dann auch Bescheid.
 
WUArtist Am: 03.09.2011 14:29:17 Gelesen: 239656# 60 @  
@ wulbri99 [#37]
@ wulbri99 [#59]

Hallo wulbri99,

ich sprach nicht von Dr. Großmann, dann hätte ich den Doktortitel aus Höflichkeit nicht unterschlagen. Ich meinte den Briefmarkenhändler Herbert Großmann, ist aber auch nicht schlimm. Es könnte ja durchaus sein, dass „mein“ Herr Großmann Ihre Grafiken ebenfalls benutzt hat.
Im Übrigen ist ja auch egal woher das Schema stammt. Viel wichtiger ist Ihre Aussage, dass Dr. Tichatzky diese Bogenform mit Gummi x bereits 1990 belegt hat. Damit wäre dann doch seine Existenz bewiesen. Danke für diese Auskunft.

Bezüglich Ihrer Behauptung zu der „Plattendruck-Marke“ von Algebra
„Aus meiner Sicht ist die linke Marke eindeutig als "Plattendruck-Marke" zu identifizieren, sie ist wesentlich kleiner und zeigt alle Merkmale dieser Ausgabe.“
möchte ich doch hartnäckig bleiben und Sie nochmals bitten, die Unterscheidungsmerkmale zu erläutern. Das dürfte auch dahingehend von allgemeinem Interesse sein, eine weitere Untergliederung der Type I3-Einzelmarke im Katalog vorzunehmen, was bisher doch wohl nur den Marken mit Bogenrand vorbehalten ist.
Ich wiederhole deshalb nochmals meine Bitte!

WUArtist
 
WUArtist Am: 09.09.2011 15:47:29 Gelesen: 239466# 61 @  
Es ist schade, dass „wulbri99“ offenbar verhindert ist und deshalb keine Auskunft zu den Unterscheidungsmerkmalen der DDR-MiNr. 846 I3 im Rollenrotations- bzw. Bogendruck (er: Plattendruck) geben kann. Zumindest möchte ich aber hier klarstellen, dass die von ihm als „Plattendruck-Marke“ identifizierte Marke eine im Rollenrotationsdruck hergestellte Rollenmarke ist. „wulbri99“ möge mir das verzeihen. Bis vor ein paar Jahren wurde sie im MICHEL noch als 846 PF IX, heute aber als Druckzufälligkeit geführt. Als Beweis sollte das abgebildete Pärchen mit Zählnummer wohl ausreichen.

Ein schönes Wochenende wünscht WUArtist


 
holzi Am: 19.09.2011 21:48:03 Gelesen: 239113# 62 @  
Plattenfehler/ Druckzufälle der DS WU Nr. 846YxI3

Wer kann helfen?

Analysiere derzeit Plf (?) der Nr. 846YxI3. Wer kann Auskunft zur Herkunft (RM oder BM Feld ...?) der 2 Beispiele (siehe Scans) geben?


 
ReinierCornelis Am: 28.09.2011 20:58:03 Gelesen: 238701# 63 @  
Hallo Algebra!

Ich wüsste nicht, warum ich einem Prüfer einen Haufen Geld (4 % Kat.-Wert + Versand + Versicherung usw. usw.) bezahlen soll, um mir sagen zu lassen, dass die Dextringummierung eine Dextringummierung ist. Ich kann Ihnen versichern, das selbst einschätzen zu können. Ebenso könnten Sie doch sagen: „Ich habe zwar die unterschiedlichen Typen erkannt, kann sie aber nur geprüft anerkennen.“ Im Übrigen ist es wohl auch ausreichend, wenn die MICHEL-Redaktion das - auch ohne Prüfzeichen - anerkannt hat.

Da wäre ich schon fast beim nächsten Thema, dem Anspruch des Prüfers auf Vergütung, der in diesem Fall nicht nach Arbeitsaufwand, sondern nach Katalogwert bezahlt werden müsste. Aber dieses spezielle und doch allumfassende Thema kann man nicht im „DDR-Forum“ diskutieren.

WUArtist


Genau! Wozu die Rolle eines Prüfers? Wer kann selber kein Gummitypierung feststellen? Oder die Typen des Ulbrichts? Wozu solch eine Prüferkult? Gibt es bei uns nicht. :)

Gruss, Rein
 
holzi Am: 30.09.2011 17:27:07 Gelesen: 238576# 64 @  
Wer kann helfen?

Analysiere derzeit Plf(?) der Nr. 847YxI. Wer kann Auskunft zum Vorkommen und Feld der 2 Beispiele (siehe Scans) geben?


 
wulbri99 Am: 30.09.2011 20:29:36 Gelesen: 238551# 65 @  
In der Bogenanalyse nicht belegt.

Gruß
 
holzi Am: 01.10.2011 21:28:27 Gelesen: 238479# 66 @  
Hallo wulbri99,

danke für die Kontrolle in der 847Y Bögen. Dann muß es wohl noch eine weitere "Auflage" gegeben haben ?

Anbei eine weitere Anfrage zur 848IIA. Neben weiteren Marken Typ II (10 + 15pf) ist mir auch das Fm "Schulterstrich rechts verdickt" beim seltenen Zwischentyp aufgefallen (siehe Scan).

Wer besitzt eine 848IIA mit UR5. Auf diesem Feld sollte das Fm liegen? Guter Scan wäre SUPER.

Anfragen, Infoaustausch oder auch Markentausch zu sämtlichen Druckabweichungen der DS WU (derzeit 10-20Pf.) jederzeit erwünscht!

Schönes WE
Holzi


 
WUArtist Am: 03.10.2011 13:54:29 Gelesen: 238369# 67 @  
Hallo Holzi,

ich kann zwar nicht mit einem UR-Stück aufwarten, bilde aber dennoch eine Marke ab und bestätige damit das mehrfache Vorkommen der genannten Druckabweichung.



Gruß . . . WUArtist
 
holzi Am: 03.10.2011 16:47:31 Gelesen: 238351# 68 @  
Hallo WUArtist,

danke für den Scan. Somit haben etwa 5 Sammler dieses Fm bestätigt. Es kommt auch entsprechend dem vermutetem Vorkommen UR5 erheblich seltener vor als die Normalmarke. Bleibt zu hoffen, daß noch ein UR5 auftaucht!?

Was sammelst Du sonst konkret von der DS WU? Leider auch keine Mailadresse ahgegeben!

Gruß Holzi

An dieser Stelle noch ein DZF der 848IIA. Vielleicht häufiger aufgetreten?


 
WUArtist Am: 07.12.2011 16:58:33 Gelesen: 236128# 69 @  
Hallo Ulbricht-Sammler,

da sich auf diesen Seiten nicht viel tut, möchte ich mit dem Scan „846 Xx UR S 3 --- I3 / I2.2 mit DV 1b“ ein wenig weihnachtliche Stimmung verbreiten.



Ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute für das Jahr 2012 wünscht
WUArtist

 
Algebra Am: 08.12.2011 13:09:49 Gelesen: 236069# 70 @  
Hallo WUArtist!

Dein Scan mit 846Xx UR S3 verbreitet ganz bestimmt vorweihnachtliche Stimmung. Dieses Stück ist ein Traumstück. Ich gratuliere dazu. Ich wünsche ebenfalls noch alles Gute für 2011/12.

Algebra
 
WUArtist Am: 26.03.2012 18:32:05 Gelesen: 232568# 71 @  
Hallo Ulbricht-Sammler,
diese Marke ist bei eBay unter Nr. 251009586007 eingestellt als „DDR 1961 ABART PLATTENFEHLER PF NACH MICHEL 845 PF VII GESTEMPELT O“. Sie soll dem Verkäufer 49,95 € einbringen. Das Angebot endet in 7 Tagen. Kann jemand einen PF erkennen oder Näheres dazu mitteilen?
WUArtist

 
Algebra Am: 27.03.2012 17:21:32 Gelesen: 232476# 72 @  
Plattenfehler VII MiNr. 845 IA Xx

Hallo WUArtist!
Die abgebildete Marke ist auf keinen Fall eine IA. Es ist auch kein Plattenfehler auf der Marke. Diese von Dir gezeigte Marke stammt aus "EBAY". Bei Hood.de wird auch so eine Marke versteigert. Ich trau den Frieden nicht. So etwas anzubieten lohnt sich scheinbar, bei einem Mi.-Preis von 150,00€. Ein kurzer Schulterstrich sieht anders aus.

Gruß aus dem Harz.
Algebra
 
HouseofHeinrich Am: 28.03.2012 15:33:18 Gelesen: 232405# 73 @  
Hallo Briefmarken Freunde,

habe hier auch einige Briefmarken von Walter Ulbrecht,
mit dicken und dünnen und Kurzen Strichen,
und andere Merkmale,man kann es so eigentlich ganz gut vergleichen.

mfg

Heinrich


 
WUArtist Am: 29.03.2012 08:30:46 Gelesen: 232335# 74 @  
Hallo Ulbricht-Sammler,
diese beiden Exemplare wurden ebenfalls bei eBay angeboten, allerdings sind sie älteren Datums. Auch hier ist der Plattenfehler VII nicht zu erkennen. Ob Herr Henry Maier sich da geirrt hat? Das Beste an der gestempelten Marke scheint mir der schöne Gitterstempel zu sein. Zum besseren Vergleich bilde ich hier auch den wirklichen PF VII ab. Allerdings finde ich, dass der Michel-Katalog mit seiner Bezeichnung „kurzer Schulterstrich“ einen wesentlichen Beitrag zu solchen Irrtümern leistet. Hier sollte man doch ein wenig ins Detail gehen wie z. B. „Beschädigung Schulterstrich, Schlipsknoten und Hemdkragen“. Aber die Berufsphilatelisten wissen es besser.
WUArtist

 
tomato Am: 29.03.2012 11:28:35 Gelesen: 232315# 75 @  
Naja, ich würde bzgl. dieses Fehlers und dessen uneindeutige Beschreibung nicht dem Michel die Schuld zuschreiben. Der Michel ist bzgl. der Zuarbeit durch den entsprechenden ARGE-Fachgruppen-Vertreter darauf angewiesen, dass eindeutige Angaben gemacht werden, bzw. auch abgewägt wird, inwieweit sich der vermeintliche PLF für eine Michelaufnahme eignet.

Schlimmer finde ich aber, dass ein ehemaliger Bpp-Prüfer gegen Entgeld anscheinend 2 X falsch geprüft hat und damit zur Verunsicherung erheblich beiträgt, so meine Meinung. Wenn Zweifel bestehen, ob tatsächlich der PLF vorliegt - und hier muss er die Zusatzmerkmale beachten bzw. kennen - , sollte er ihn nicht prüfen.

Bzgl des Michel-PLF-Katalogs 1949 - 1969 bitte ich, da anscheinen einige Ulbricht-Spezialisten hier sind, sich mal bei mir zu melden, wenn Interesse besteht uns noch mit fehlenden PLF-Bildern auszuhelfen .

Gruss Thomas
 
Algebra Am: 29.03.2012 12:30:57 Gelesen: 232291# 76 @  
Hallo "tomato"!
Es ist nicht nur ein ehemaliger BPP-Prüfer der gegen Entgeld 2x falsch geprüft hat,es gibt auch noch aktive BPP-Prüfer die bei mir 7x falsch geprüft haben gegen ein sattes Entgeld.Bei mir waren es 7x Mi.Nr.848 IIA Xx.Der Schaden bei mir war enorm.Selbst ein Einspruch beim BPP hatte keinen Erfolg.
Algebra.
 
WUArtist Am: 29.03.2012 14:15:43 Gelesen: 232264# 77 @  
Hallo Ulbricht-Sammler,
die in meinem Beitrag 71 abgebildete Marke wurde inzwischen zurückgezogen. Unter der angegebenen Artikelnummer kann sie aber weiterhin aufgerufen werden.

Hallo tomato,
Sie haben natürlich Recht. Nicht die Katalog-Redakteure sondern die Zuarbeiter und die zuständigen Prüfer, die ja vor Veröffentlichung ihre Zustimmung geben müssen, sind verantwortlich.
WUArtist
 
tomato Am: 31.03.2012 16:41:04 Gelesen: 232073# 78 @  
Nochmal zurück zum PLF 845 VII. Hier heisst es nun noch mehr aufzupassen, da dieser PLF nach dem neuesten Michel-Spezial zum teuersten Ulbricht-PLF aufgestiegen ist - für mich sehr erstaunlich.

Gruss Thomas
 
WUArtist Am: 01.04.2012 08:38:07 Gelesen: 232001# 79 @  
Hallo "tomato" und alle interessierten Ulbricht-Sammler,

ich kenne zwar den neuen MICHEL noch nicht, aber erstaunlich ist für mich ein höherer Preis für den Plattenfehler 845 VII nicht. Mit Sicherheit ist er der seltenste PF der Ulbricht-Serie. Er kommt schließlich nur in einem kleinen Teil des Markenheftchens 4a3.1 vor. Offensichtlich wurde die Beschädigung der Platte aufgrund seiner Größe sehr bald erkannt und nachgebessert. Das Ergebnis dieser Plattenkorrektur ist dann der PF VIII (lange Schulter bis über U), der sich durch alle Heftchen (4a3.1, 4b3 IV und 4c3.1) hartnäckig gehalten hat.

WUArtist
 
tomato Am: 01.04.2012 10:35:21 Gelesen: 231977# 80 @  
Hallo WU Artist,

vom Aufreten des PLF her mag der Katalogwert gerechtfertigt sein. Wenn ich Augenscheinlichkeit und Eindeutigkeit hinzuziehe- die Grösse und sichere Identifizierung sollte bei der PLF-Bewertung auch eine Rolle spielen- sehe ich den Katalogwert mit 400,00 Euro bedarfsgestempelt für überzogen an.

Ich gehe davon aus, dass bei diesem KW viele Bedarfs-Stücke auftauchen werden - was an sich gar nicht sein kann, die nicht den PLF beinhalten - siehe Prüfungen von Herrn Mayer. Ich halte diesen PLF für nicht sicher identifizierbar gegenüber ähnlich aussehenen DZF und hätte diesen PLF dem Michel nicht vorgeschlagen.

Gruss Thomas
 
Algebra Am: 01.04.2012 11:45:56 Gelesen: 231962# 81 @  
Hallo "tomato"!

Was den PF.VII angeht, gehe ich mit Dir konform. Es hat ja sehr viele Fehler auf den W.U.-Marken gegeben. Hier ein Beispiel: Mi.Nr.845 IA Xx. Interessant ist der Fehler im Schulterstrich. Könnte hier auch der Grund einer Reparatur gewesen sein?

Algebra.


 
deswu Am: 01.04.2012 18:27:02 Gelesen: 231904# 82 @  
Liebe Sammlerfreunde, zu einigen Beiträgen meine Gedanken:

# 77 Sie haben natürlich Recht. Nicht die Katalog-Redakteure sondern die Zuarbeiter und die zuständigen Prüfer, die ja vor Veröffentlichung ihre Zustimmung geben müssen, sind verantwortlich
Ein sprachlich gebildeter Redakteur hätte die vorgeschlagene Textbeschreibung 845 Xx IA PF VII anhand des Bildes korrigieren können (müssen). Michel nimmt ja nicht unbesehen Vorschläge in den Katalog.
Aber zum Text gibt es ja auch im Katalog ein Bild der Type IA und des PF VII,die man zum Vergleich heranziehen sollte, wenn man unsicher ist. Wem das nicht reicht...

# 80 Ich halte diesen PLF für nicht sicher identifizierbar gegenüber ähnlich aussehenen DZF und hätte diesen PLF dem Michel nicht vorgeschlagen.
Es wäre nett, hier "ähnlich aussehende DZF" des PF VII vorzustellen.

# 75 Bzgl des Michel-PLF-Katalogs 1949 - 1969 bitte ich, da anscheinen einige Ulbricht-Spezialisten hier sind, sich mal bei mir zu melden, wenn Interesse besteht uns noch mit fehlenden PLF-Bildern auszuhelfen .
Aufgrund der großen Menge an PF der Dauerserien empfehle ich, diese der Spezialliteratur zu den DS zu überlassen, soweit vorhanden.

Schöne Ostern und einige PF-Funde 845 Xx IA VII wünscht
deswu
 
tomato Am: 01.04.2012 20:30:31 Gelesen: 231884# 83 @  
Sehr geehrter Herr Dölz,

es geht beim Michel-PLF-Katalog 1949 - 1969 nur um die Ulbricht-Michel-PLf. Darauf sollen auch die allgemeinen PLF_sammler nicht verzichten müssen. Weitergehende Literatur bleibt natürlich den Handbüchern vorbehalten.

Ich halte die Michel-RedakteurInnen im übrigen schon alle für sprachgebildet und Ihre Aussage für wenig selbstkritisch.

Schöne Ostern zurück und hoffentlich nicht zu viele Funde der 845 Xx IA VII.

Thomas Schrage
 
WUArtist Am: 02.04.2012 15:53:24 Gelesen: 231820# 84 @  
Liebe Ulbricht-Sammler,

mit meinem Beitrag zu dem angeblichen Plattenfehler wollte ich ursprünglich nur zur Wachsamkeit beim Kauf im Internet aufrufen. Nunmehr ist aber ein Stand erreicht, bei dem alles zerredet wurde. Einer ist dafür – ein anderer dagegen. Einer findet den PF wuchtig – ein anderer kann ihn nicht identifizieren, einer findet den Katalogwert angemessen – ein anderer überzogen. Wie vielfältig doch ein gemeinsames Hobby sein kann!

Aber auch ich würde „tomato“ bitten, seine Behauptung hinsichtlich ähnlich aussehender Druckzufälligkeiten in den nächsten Tagen hier im Bild vorzustellen. Nur so können wir alle dazulernen. Auch Ihren Hilferuf nach Bildern von „ Ulbricht-Michel-PLf“ kann ich nicht verstehen. Wenn Ihnen schon nicht von der WU-Fachgruppe geholfen werden kann, so brauchen Sie doch nur im Internet „Arge DDR-Spezial – Fachgruppe WU – Plattenfehler“ aufrufen, schon haben Sie alle Abbildungen von A bis Z. Wie hat Werbe-Ikone Poth so schön gesagt: „ Da werden Sie geholfen!

Noch eine winzige Anmerkung: Die Michel-Abkürzung für Plattenfehler ist „PF“.

WUArtist
 
tomato Am: 02.04.2012 16:46:37 Gelesen: 231812# 85 @  
Lieber Herr WUArtist,

nein, ich habe für die Ulbrichtserie und dem Heraussuchen von mgl. Verwechslungskandidaten derzeit wirklich keine Zeit, ich mache das voraussichtlich im Herbst, nach Erstellung des Plattenfehler-Katalogs 1949 - 1969. Zwei geprüfte Exemplare haben wir ja schon von Herrn Mayer.

Der Schulterstrich ist hin und wieder nach meinen Erfahrungen mit der Marke, vor allem am Ende wo es dünn wird, mit Farbe verschmiert. Ich gehe daher davon aus, dass weitere Stücke auch ohne mein Zutun auftauchen werden. Die Zeit wird es zeigen.

Gruss Thomas
 
WUArtist Am: 02.04.2012 18:21:32 Gelesen: 231787# 86 @  
Sehr geehrter „tomato“,

wenn das Eis dünn wird, kann man schnell einbrechen. Sie haben sich wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt? Am besten, wir vergessen das Ganze.

Stattdessen möchte ich auf die Abbildung des Markenheftchens im Thema „Markenheftchen: DDR“ aufmerksam machen. Sicherlich kann der eine oder andere Sammler hier ähnliches zeigen, ohne gleich die Sammelwürdigkeit solcher Abarten (es ist ja Verschnitt/Makulatur/hätte vernichtet werden müssen) in Frage zu stellen.

Beste Grüße
WUArtist
 
tomato Am: 02.04.2012 23:07:15 Gelesen: 231764# 87 @  
Sehr geehrter Herr WUArtist,

ich verstehe, dass Sie das gerne so sehen möchten. Na, dann machen Sie mal zur Ablenkung mit dem Thema Markenheftchen-DDR weiter.

Beste Grüsse zurück
Thomas Schrage
 
wulbri99 Am: 03.04.2012 11:59:06 Gelesen: 231716# 88 @  
Liebe Freunde,

ich habe mich lange nicht mehr so köstlich amüsiert wie über die letzen 10 Beiträge.

Macht weiter so.

Grüße
Wolfgang
 
Algebra Am: 06.04.2012 13:03:13 Gelesen: 231516# 89 @  
Hallo Ulbrichtsammler!

Vergessen wir erstmal den PF. VII und schauen uns einige Druckzufälligkeiten (DZF) der MiNr.847 an.

Algebra


 
Algebra Am: 11.04.2012 13:21:10 Gelesen: 231232# 90 @  
DDR: MiNr. 846 I 2.2. 3Y DS: Walter Ulbricht



Die MiNr.846 I 2.2. Wz. 3Y aus Bogen mit Or. DM von 1964, ist eine der seltensten Marken der Dauerserie Walter Ulbricht. Im "sammler express" Nr.24/88 S.914 schrieb Dr.Peter Tichatzky,Berlin in einer Nachbetrachtung über diese Marke. Hier stellte er fest, es gibt 2 verschiedene Druckbilder dieses 10 Pfg.-Wertes mit dem Wz.3Y, einmal 1964 und dann 1968. Nach Michel 846 I 2.2. Wz. 3Y und Michel 846 I 3 Wz. 3Y. Im Jahr 1994 stellte Dr.Tichatzky fest, die Marke ist relativ selten. Sie stammt aus einer geringen Teilauflage von 1964.(FA:Nr.60/94). Die MiNr.846 I 2.2. Wz.3Y ist abgebildet als Viererblock mit UR 1 und DKZ in der Schriftenreihe zum Sammelgebiet DDR, Heft:19 2006.(CD). Oberränder oder Bogenteile postfrisch sind noch nicht aufgetaucht. DKZ gestempelt kommen vor. Die relativ hohe Bewertung im Michel fordert zur Suche gerade heraus. Wer weiß da mehr?

Algebra.
 
WUArtist Am: 12.04.2012 18:27:41 Gelesen: 231139# 91 @  
Hallo Algebra und alle WU-Interessenten,

ich stelle im Bild eine bedarfsgestempelte OR-Marke der 846 Y I2.2 vor. Sie hat das Feldmerkmal „Hw“ Haare am Hinterkopf verwischt, breiter Farbrand über dem Ohr. Somit ist sie dem 10er-Klischee I – Feld 3 zuzuordnen.

Gruß . . . WUArtist


 
Algebra Am: 13.04.2012 12:10:06 Gelesen: 231069# 92 @  
Hallo WUArtist!

Die gezeigte Mi.Nr.846 I 2.2.Wz.3Y mit Or.1 ist natürlich ein Traumstück. Der Michel kann nun das -,- füllen. Das gezeigte Stück von Ihnen muß aber 2x geprüft worden sein, von Herrn Schönherr. Die 2.2. im Prüfsignum ist später noch eingesetzt worden. Ich habe 2 aus dem Bedarf gestempelte Marken und werde weiter suchen. Ihnen Herr Fischer, wünsche ich noch viele solcher Stücke.

Gruß aus dem Harz von Algebra.
 
wulbri99 Am: 13.04.2012 13:35:30 Gelesen: 231054# 93 @  
Hallo liebe Freunde,

hab da auch noch was, allerdings ungeprüft. Ein Ulbricht-Sammler erkennt die Wz auch ohne Prüfer.

Auch hier handelt es sich um das Wz Y aus der Bf 1. F 3 im K I ist noch nicht farbzugesetzt und F 6 zeigt kein T_S, jedoch F 9 das Fm BB.


 
WUArtist Am: 13.04.2012 17:17:55 Gelesen: 231020# 94 @  
Hallo wulbri100,

man kann es auch anders sehen: Um ein Wasserzeichen zu erkennen, muß man wahrlich kein Ulbricht-Sammler sein. Andere können das auch! Aber „was Sie da auch noch haben“ ist wirklich schön.

Gruß . . . WUArtist
 
rostigeschiene (RIP) Am: 13.04.2012 19:00:10 Gelesen: 231007# 95 @  
Sehr interessant, was hier über den ehemaligen Staatsratsvorsitzenden geschrieben wird. Doch ich als nicht Eingeweihter in die Ulbricht Problematik verstehe die Kürzel die hier benutzt werden überhaupt nicht.

Was bitte ist „Bf 1. F 3 im K I“ oder hier „ F 6 zeigt kein T_S, jedoch F 9 das Fm BB“ ?

Ich bin der Überzeugung, dass niemand, außer Mitglieder der ARGE DDR-SPEZIAL, diese Abkürzungen versteht. Kann man das nicht in Worte fassen, die allgemein verständlich sind?

Liebe Grüße

Werner
 
wulbri99 Am: 13.04.2012 21:51:07 Gelesen: 230989# 96 @  
@ rostigeschiene [#95]

für jemand, der sich mit dieser DS (Dauerserie) nicht beschäftigt, sind diese Abkürzungen wahrlich kaum zu deuten.

Das hat jedoch nichts mit "Geheimzeichen" der Mitglieder der ArGe DDR-Spezial zu tun, sondern sind für Sammler der DS Ulbricht, die sich auch mit der Literatur anfreunden können, bekannt.

Ich will es mal versuchen: die Abkürzung "Bf" steht für Bogenform, im Westen als Formnummer bezeichnet. "F" steht für Feld (auch der MICHEL bezeichnet es so), K I ist die Bezeichnung für das 10er Klischee I (bei einigen Typen der 846 gibt es mehrere 10er Klischees). "T_S" ist 846 PF I (Plattenfehler). "Fm" steht für Feldmerkmal, diese sind mit Kürzel bezeichnet, hier das "BB" Brillenbügelscharnier durchgehend. Im 10er Klischee sind Fm immer auf der selben Marke nachweisbar, die eine Unterscheidung von einem anderen 10er Klischee erlauben. Beispiel: K I F9 immer das Fm BB und F10 immer "SF" (fünfte Schlipsfalte), 846 PF XII. Da diese PF erst seit 2010 in den MICHEL aufgenommen wurden, nicht jeder sich jedes Jahr einen neuen Spezial leisten kann und will, hatte ich die alte Bezeichnung gewählt.

beste Güße
 
rostigeschiene (RIP) Am: 14.04.2012 00:08:09 Gelesen: 230975# 97 @  
@ wulbri99 [#96]

Hallo Wolfgang,

nun ist mir auch als Nichtsammler der DS Ulbricht vieles klarer. Druckklischees gibt es nicht bei Ulbricht allein, Feldmerkmale werden bei vielen Marken erforscht und Bogen oder Formnummern kann man bei intensiver Suche auch bei anderen Markenausgaben finden. Gut, die Schlipsfalte und das Brillenbügelscharnier wird man wohl nur bei dieser Serie finden, auf jeden Fall ist nun für mich etwas Licht ins Dunkle dieser DS gekommen.

Weiterhin viel Freude an und mit dieser Markenausgabe, ich werde auch in Zukunft interessiert mitlesen.

Werner
 
Rore Am: 07.05.2012 14:05:04 Gelesen: 229863# 98 @  
Ich stelle mal diese zur Diskussion.

Gruß
Rore




 
Algebra Am: 07.05.2012 15:49:30 Gelesen: 229848# 99 @  
@ Rore [#98]

Hallo Rore!

Die von Dir vorgestellten Ulbrichtmarken sind nichts Besonderes. Es handelt sich um die MiNr. 845 IB und die MiNr. 846 I3. Die Abstempelungen scheinen aus dem Bedarf zu stammen, sind aber sehr unsauber. Das ist alles Masse und nichts spezielles. Ich hoffe, ich habe nichts übersehen.

Mit freundlichem Gruß Algebra.
 
sachsen-teufel Am: 07.05.2012 17:46:37 Gelesen: 229825# 100 @  
@ Rore [#98]

Bei der Katalogisierung schließe ich mich Algebra [#99] an. Die Abstempelungen sind aus dem Bedarf, bei der 845: STOLLBERG (ERZGEB) 1 und bei der 846: THALHEIM (ERZGEB). UB's und Datum für mich nicht komplett zu "entziffern". Plattenfehler, Feldmerkmale, Bogenfeldbestimmungen u.ä. sind nicht mein Ding, da halte ich mich raus.

Gruß Michael
 
Henry Am: 21.05.2012 14:57:25 Gelesen: 229298# 101 @  
Hallo Ulbricht-Spezialisten,
von einem Sammlerfreund habe ich eine größere Anzahl Belege erhalten, von denen viele Ulbricht-Marken als Frankatur haben. Angeregt durch diesen Thread habe ich die Marken genauer angeschaut. Hierbei fielen mit Unterschiede im Druckbild auf, die bisher weder in diesem Thread angesprochen wurden und zu denen ich auch auf den hier angegebenen ARGE-Seiten nichts gefunden habe. Einen Scan kann ich nicht vorweisen, weil die fraglichen Stellen nicht deutlich genug abgebildet werden. Ich kann mich aber hoffentlich auch so verständlich ausdrücken:
1. Stirnpunkte: Es gibt hier keine genauen Aussagen, in einigen Beiträgen steht nur "teilweise". Bei meinen gesichteten Belegen sind diese z.B. eng oder weit vor 3. Haarline, aber auch vor 4. Haarlinie. Es ist aber immer nur 1 Punkt. Frage: Worauf ist das "teilweise" zurückzuführen. Ist es eine DZF oder möglicherweise ein Feldmerkmal?
2. Stirnfalte und Augenbrauen: Die linke Stirnfalte ist unterschiedlich in der Höhe. Der oberste linke Brauenstrich ist mal weit länger als der 3. Strich von unten, mal gleich lang mit einem Punkt links, was wie eine Unterbrechung des langen Striches aussieht. Auch kurzer Strich ohne Punkt ist vorhanden. Frage: Sind das Feldmerkmale?
3. Kinnpunkte: Hier habe ich verschiedene Varianten in der Anzahl der Kinnpunkte festgestellt. Frage: Hat das etwas zu bedeuten?
4. Druckintensität: Die Punkte auf Stirn oder Nasenrücken sind unterschiedlich in der Intensität, aber nicht gleich. Also mal starke Stirnpunkte und schwache Nasenpunkte. Mal umgekehrt. Frage: DZF oder bestimmte Merkmale?

Nur wegen der erhaltenen Belege möchte ich nicht gleich ARGE-Mitglied werden. Aber die Erläuterungen im MICHEL helfen alleine nicht weiter.

vielen Dank für die Unterstützung.
Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
wulbri99 Am: 22.05.2012 21:35:32 Gelesen: 229205# 102 @  
@ Henry [#101]

Hallo Henry,

ohne ABB. ist da wenig zu deuten.

Unter http://www.ddr-spezial.de/Texte-WU/indexWU.html und dann Typen könnten Sie ev. Antworten finden. Der Buchdruck bereitet vielen Sammlern Kopfschmerzen, weil er von Marke zu Marke unterschiedlich widergegeben wird. Das hängt mit der Druckintensität, der Viskosität der Druckfarbe und anderen Dingen zusammen (vergleichbar Ziffernserie Bund).
Auch dort wurde das selbe Druckverfahren, und meines Wissens nach die selbe Maschine verwendet.

beste Grüße
Wolfgang
 
Lumpus2000 Am: 23.05.2012 07:35:12 Gelesen: 229145# 103 @  
Guten Morgen an die Ulbrichtspezies,
ich bin endlich mal dazu gekommen nach und nach mich auch mit diesen Marken zu beschäftigen.
Eine Frage habe ich zu dem 20 Pf-Wert.
Es geht um die Unterscheidung zwischen 848 Yx I B und R.
Vielleicht überlese ich ja etwas aber in meinem Katalog steht (sinngemäß) "Nur die 10 PF-Marke wurde im Bogendruck hergestellt"
Aber genau um diesen Bogendruck geht es doch bei der 848YxIB (kleinere Höhe des Druckbildes) oder mache ich da einen Denkfehler?
Vielen Dank + Grüße
Swen
 
sachsen-teufel Am: 23.05.2012 10:23:16 Gelesen: 229114# 104 @  
@ Lumpus2000 [#103]
Hallo Swen,
mit B bzw. R ist hier die unterschiedliche Ausgabeform gemeint, B = Bogen(marke) R = Rollen(marke), nicht das Druckverfahren.
Alle Marken der Ulbricht-Serie wurden im Rollendruck hergestellt, einzig die (10Pf) 846 XxI3 gibt es auch im Bogendruck.
Gruß
Michael
 
Rore Am: 23.05.2012 10:55:57 Gelesen: 229107# 105 @  
Beim Sortieren ist mit dieser Streifen aufgefallen, wahrscheinlich von einem Päckchen deshalb die Abschürfung der oberen Marke links.
Aber als Beleg immer gut.

Gruß
Rore


 
Algebra Am: 23.05.2012 11:54:08 Gelesen: 229092# 106 @  
Hallo Lumpus2000!
Richtig ist das die Mi.Nr.848 IYx+848IXx im Rollendruck gedruckt wurde.Beide Marken gibt es mit dem Wz.3X+3Y mit und ohne Nr.Sehr selten gibt es aber die Mi.Nr.848IYx vom Bogen.Die Auspreisung im Michel ist da schon in Ordnung.Oberränder,Unterränder,DKZ,DVM usw.sind von der Mi.Nr.848IYx einfach unerkannt aufgebraucht.Hier klafft noch eine große Lücke .
Mit freundlichem Gruß Algebra.
 
Lumpus2000 Am: 23.05.2012 14:32:16 Gelesen: 229069# 107 @  
Vielen Dank für die Antworten!
jetzt haltet mich aber bitte nicht für blöd ... wenn die Marke nicht im Bogendruck hergestellt wurde, wie unterscheide ich sie denn nun von den Rollenmarken?
Beide Marken haben WZ 3Y, beide Marken haben Gummi x und beide Marken sind Type I ...
... das meinte ich mit schwammiger Angabe im Katalog ;-)
Viele Grüße
Swen
 
Algebra Am: 23.05.2012 16:03:27 Gelesen: 229050# 108 @  
Hallo Lumpus2000!
Die Mi.Nr.848IXx+die Mi.Nr.848IYx gab es als Bogenmarke und als Rollenmarke.Eine Unterscheidung in Marke aus einem Bogen oder aus einer Rolle ist nur möglich mit rückseitiger Nr.Du hast allerdings recht das im Michel nicht steht,848I Yx mit Merkmale vom Bogen,wie Seitenrand,Unterrand usw.Solche Teile sind dann wirklich annähernd 150,00M€ wert.Ich sammle seit 50Jahren diese Serie,aber ein Bogenteil habe ich noch nicht gefunden.
Mit freundlichem Gruß Algebra.
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:08:34 Gelesen: 229008# 109 @  
Wie ich auch in DDR_Spezial Foren erwmähnt habe gibt es 3 Haupttypen: A - B - C:

A:



B:



C:




Fortsetzung folgt ....
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:12:20 Gelesen: 229007# 110 @  
Die höhesten Werten haben noch Type D:



und die Briefkarten in Offset-druck Type E:







Fortsetzung folgt ...
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:14:23 Gelesen: 229005# 111 @  
Bei die erste drei Typen A_C kann man auch einige Gebieten genauer anschauen:








Fortsetzung folgt ....
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:16:53 Gelesen: 229003# 112 @  
Es gibt noch Sub-typen und kleine Merkmale welche immer in eine bestimmte Type vorkommt...


Fortsetzung folgt ....
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:19:08 Gelesen: 229000# 113 @  
Type A gibt es nur bei die 5pf, 10pf, 15pf und 20pf.












Fortsetzung folgt ...
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:20:41 Gelesen: 228999# 114 @  
Sub-Typen für die Type A:

Type A1 bei die 5pf, 10pf und 15pf:







Fortsetzung folgt ...
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:22:20 Gelesen: 228998# 115 @  
Type A2 bei die 5pf, 10pf, 15pf und 20pf:









Fortsetzung folgt ....
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:24:22 Gelesen: 228997# 116 @  
Type A3 nur bei die 10pf.







Nicht viele Punkte oder Striche welche doch bei Type A1 und Type A2 da waren sind übrig!
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:25:59 Gelesen: 228995# 117 @  
In Type B gibt es 2 Sub-Typen:

Type B1 nur bei die 5pf und 80pf:


 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:29:12 Gelesen: 228993# 118 @  
Type B2 bei die 25pf, 30pf, 40pf, 50pf, 60pf und 70pf - die Öffnung gezeigt mit blaue Pfeile kann voll mit Farbe sein!


 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:30:37 Gelesen: 228992# 119 @  
Type B1 nur bei die 5pf und 80pf:




 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:31:34 Gelesen: 228989# 120 @  
Type B2 bei die 25pf, 30pf, 40pf, 50pf, 60pf und 70pf:












 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:38:36 Gelesen: 228985# 121 @  
Unterschiede zwischen Type C und Type A:

Type A



Type C



Abstand von "K" nach der Rand!

Darüber hinaus beim Type C:


 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:42:26 Gelesen: 228983# 122 @  
Unterschiede zwischen Type C und Type A

Type A



Type C



Abstand von "K" nach der Rand! Doch vielmehr "1" über "PU".

Darüber hinaus beim Type C:


 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:45:50 Gelesen: 228982# 123 @  
Unterschiede zwischen Type C und Type A

Type A



Type C



Abstand von "K" nach der Rand! Aber vielmehr die Stelle des "1".
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:47:55 Gelesen: 228981# 124 @  
Unterschiede zwischen Type C und Type A

Type A



Type C



Beim 20pf ist das Wertziffer sehr unterschiedlich!

Und auch hier wie beim 5pf und 10pf [nicht die 15pf!]


 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:55:01 Gelesen: 228980# 125 @  
wulbri99

Hallo Algebra,

ich stimme mit allem überein. Mir sind nur nicht die beiden Varianten vertraut.

Da Bilder mehr als Text sagen, füge ich meine 848IIa bei.





beste Grüße


Wolfgang,

Es sieht so aus dass Type II - C in meine obige Beiträge - schon ende 1964 benutzt worden ist! Und dass man beim Kollage noch die alte Wertziffer mitgenommen hat.

Danach hat es 5 Jahre gedauert befor erneut Type II benutzt würde!

Eigentlich ist hier nicht Sprache von eine Zwischentype sondern eine frühe Benutzung dieser Type mit unterschiedliche Wertziffern.

Das Unterschied hat nichts mit der Type zu tun nur mit den Wert "20". Das es um dasselbe Type geht wie 5 Jahre später zeigt das Punkt in "E" !



Gruss, Rein
 
ReinierCornelis Am: 23.05.2012 20:59:19 Gelesen: 228979# 126 @  
Mit eigene Exemplaren!







 
Rore Am: 25.05.2012 11:11:11 Gelesen: 228786# 127 @  
Beim Sortieren von Marken fallen auch immer wieder Ulbricht Marken an. Gestern habe ich diese gefunden, rechte Marke weißer Fleck am Ohr.

Auf einer Messe wo auch die Arge DDR vertreten war kaufte ich mir eine CD Ulbricht. Anfangs konnte ich diese öffnen nun geht es aber nicht mehr.

Gruß
Rore




 
Henry Am: 25.05.2012 15:01:54 Gelesen: 228759# 128 @  
@ ReinierCornelis [#126]

Hallo und guten Tag,

danke für die Beiträge. Die gehen in die Richtung, die meine Fragen betreffen. Ich bin nun mal auf die Fortsetzungen gespannt.

Das wichtige Unterscheidungskriterium zwischen Type B1 und Type B2 habe ich nun allerdings nicht erkannt mangels Hinweis. Kannst du das bitte noch erläutern?

Da kommt dann gleich die nächste Frage: Wie sind deine Eingruppierungen auf die Einteilung im MICHEL übertragbar? Muss ich da jetzt völlig umdenken?

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
ReinierCornelis Am: 25.05.2012 17:25:03 Gelesen: 228746# 129 @  
Henry,

die Unterschiede zwischen B1 und B2 gilt nicht nur die Bruch in gebiegene Unterlinie bei die Krawatte [blaue Pfeile], sondern auch die mit gelb umzirkelte Striche, wobei bei Type B1 noch eine winzige Punkt unteran hat, welche bei Type B2 fehlt:





Die 10pf gehört auch zu B2:



Gruss, Rein
 
ReinierCornelis Am: 25.05.2012 18:27:46 Gelesen: 228734# 130 @  
Da kommt dann gleich die nächste Frage: Wie sind deine Eingruppierungen auf die Einteilung im MICHEL übertragbar? Muss ich da jetzt völlig umdenken?

Mit philatelistischem Gruß
Henry


Henry,

A1 5pf => IA
A2 5pf => IA [nicht unterschieden in Michel!]
A1 10pf => I.1
A2 10pf => I.2.1
A3 10pf => I.2.2
A1 15pf => I
A2 15pf => I [nicht unterschieden in Michel!]
A2 20pf => I

B1 5pf => I B
B2 10pf => I.3
B2 25pf, 30pf, 40pf, 50pf, 60pf, 70pf => I
B1 80pf => I

C = II

Gruss, Rein
 
Henry Am: 26.05.2012 09:21:35 Gelesen: 228669# 131 @  
@ ReinierCornelis [#130]

Herzlichen Dank für die schnelle Hilfe.

Gruß
Henry
 
Pommes Am: 31.05.2012 23:29:31 Gelesen: 228237# 132 @  
Hallo an die Ulbricht-Interessierten,

ich habe vor geraumer Zeit im "Beifang" diese vermutlich meist 50er-Bündel Ulbricht 1 und 2 M/DM/MDN erhalten.



Ich vermute aufgrund der Michel-Infos, dass Eure Typendiskussionen auf diese beide Marken nicht zutreffen. Kann ich die Marken daher auf interessante Stempel durchsehen und dann größtenteils in der "Rundablage" (Papierkorb) entsorgen? Oder gibt es für diese Ausgaben auch Interessierte?

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Jahnnusch Am: 01.06.2012 07:10:01 Gelesen: 228195# 133 @  
Das ist doch was für die Wunderkiste, es gibt zwar welche, die diese gleich in den Kachelofen befördern wollen. Aber wo viel Sonne ist auch viel Schatten.
 
ReinierCornelis Am: 01.06.2012 11:49:06 Gelesen: 228177# 134 @  
[#132]

Thomas,

bis jetzt war nur noch von Typen die Rede! Aber es gibt sehr vieles zu melden über die Papiersorten und dann sind deine Marken bestimmt daran!

Gruss, Rein
 
Lumpus2000 Am: 02.06.2012 09:12:11 Gelesen: 228081# 135 @  
[#132]

Hallo Thomas (Pommes),

ich weiß nicht, mit welchem Katalog du arbeitest. Nach Michel-Spezial könntest du zwei Marken noch aufteilen:

1 MDN (Nr 1087) in x = senkrechte und y = waagerechte Papierstruktur
2 M (Nr 1482) in a "siena" und b "(dkl.)graubraun"

Die zweite Variante ist dann immerhin je ca. doppelt soviel Wert.

Die Unterscheidung der Papierstruktur ist dann wieder ein gutes Thema für Rein. :-)

Da bin ich selbst gespannt, ob man weitere Unterscheidungen bei der Serie durchführen kann, da ich auch keine weiterführende Literatur zu den Marken habe.

Aber wie du schon schreibst, wenn hier keine weiteren Hinweise zu Raritäten kommen einfach nach schönen Stempeln durchsuchen und die Marken mit "Gurkenstempel" (unleserlich, Stempelfraktur) in die Rundablage bzw. dem Altpapier zuführen.

Viele Grüße
Swen
 
Pommes Am: 05.06.2012 23:16:41 Gelesen: 227646# 136 @  
@ Jahnnusch [#133]
@ ReinierCornelis [#134]
@ Lumpus2000 [#135]

Danke für die Hinweise. Also erst mal nicht entsorgen. Papiersorten und Farben sind (noch) nicht "mein Ding". Wer weitere Hinweise oder Interesse hat, bitte per E-Mail direkt an mich.

Noch ein Walter zum Abschied:



Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
wulbri99 Am: 08.07.2012 18:03:28 Gelesen: 226192# 137 @  
@ Pommes [#132]

Hallo Thomas,

habe lange nicht mehr rein geguckt.

Die Stempeldaten 1481/82 mit Klischeestempeln sind in der Anlage aus Archivunterlagen widergegeben. Gestempelt wurde jeweils ein Viererblock (oder auch nicht ?).

Mir ist bisher nicht mal eine Einzelmarke mit diesen Stempelfragmenten in die Finger gekommen.

Gibt es diese Stempel überhaupt?

Dafür sind Stempelfragmente auf Einzelmarken mit Berlin-Stempel belegt, jedoch keine Viererblocks.

Da gilt es, Augen offen halten.




 
Stefan Am: 08.07.2012 18:47:57 Gelesen: 226181# 138 @  
@ wulbri99 [#137]

Mir ist bisher nicht mal eine EZM mit diesen Stempelfragmenten in die Finger gekommen.

Wofür steht das Kürzel "EZM"?

Gruß
Pete
 
wulbri99 Am: 09.07.2012 12:35:57 Gelesen: 226133# 139 @  
@ Pete [#138]

Hallo Pete,

EZM steht für Einzelmarke.

Gruß Wolfgang

[Bezeichnung in Beitrag 137 redaktionell ausgeschrieben. Bitte keine Abkürzungen verwenden, die nicht von allen Lesern verstanden werden. Viele sind noch keine Sammler !]
 
Stefan Am: 09.07.2012 20:22:23 Gelesen: 226095# 140 @  
@ wulbri99 [#139]

Nun ist mir der Sachverhalt klar. :-)

Ich sortiere gerade Dauerserien der DDR für einen Sammlerkollegen, u.a. Ulbricht. Bezüglich der Markwerte sind einige gefälligkeitsentwertete Exemplare mit Stempel "Berlin" der Mi-Nrn. 968-969 (Nominale DM) und 1087-1088 (Nominale MDN) vorhanden, von der Nr. 1481-1482 (Nominale M) hingegen nicht.

Hier scheint es sich tatsächlich um seltene (wenn auch nicht zwingend gleich teure) Stücke zu handeln?

Gruß
Pete
 
WUArtist Am: 22.07.2012 09:34:10 Gelesen: 225598# 141 @  
Hallo Pete, hallo wulbri99,

ich kann zwar mit den genannten Leipzig-Stempeln nicht dienen, es gibt aber möglicherweise weitere Bogenentwertungen. Die Einzelmarken sind mit Gummierung.

Warum entschließt sich die Redaktion eigentlich nicht zu einer vernünftigen Untergliederung der Ulbricht-Dauerserie? Fast alles wird unter „Typendiskussion“ abgehandelt.

Gruß WUArtist


 
Richard Am: 10.08.2012 08:26:58 Gelesen: 224789# 142 @  
@ WUArtist [#141]

Warum entschließt sich die Redaktion eigentlich nicht zu einer vernünftigen Untergliederung der Ulbricht-Dauerserie? Fast alles wird unter „Typendiskussion“ abgehandelt.

Hallo Joachim,

das liegt nicht an der Redaktion, sondern vor allem daran, dass von denjenigen, die im Forum schreiben, die Themen durcheinander geworfen werden. In Beitrag [#137] wurde zum Beispiel eine Stempeldiskussion begonnen.

Ich kann versuchen, dies wieder zu ändern, bitte dafür jedoch um Deine sachkundige Mithilfe, am besten per Mail, welche der bisher 141 Beiträge aus diesem Thema ausgegliedert werden sollen und unter welchen bestehenden oder neuen Themen neu eingefügt werden sollen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die Verknüpfungen berücksichtigt werden, also Antworten auf vorherige Beiträge oder nachfolgende Antworten auf den jeweiligen Beitrag.

Schöne Grüsse, Richard
 
WUArtist Am: 12.08.2012 20:40:32 Gelesen: 224645# 143 @  
@ Richard [#142]

Hallo Richard,

ich werde mich hüten, mich vor Ihren Karren spannen zu lassen. Warum geben Sie keine Gliederung vor und schließen die vorhandenen Seiten zu einem festgelegten Termin. Dann muß daran nicht mehr herum gedoktert werden. Wer dann einen Beitrag für einen nicht genannten Themenkreis veröffentlichen möchte, hat die Redaktion zu fragen. Warum wird beispielsweise der vorstehende Beitrag Nr. 143, der in mehrerlei Hinsicht dort nichts verloren hat, nicht sofort gelöscht oder zu einer anderen Rubrik verwiesen?

Gruß WUArtist
 
WUArtist Am: 13.08.2012 09:19:03 Gelesen: 224604# 144 @  
@ Richard [#142]
@ WUArtist [#143]

Hallo Richard,

wie ich soeben feststelle, sind die (ehemaligen) Beiträge 143 und 144 gelöscht worden. Eine gute Entscheidung!

Gruß WUArtist
 
wulbri99 Am: 16.08.2012 18:48:39 Gelesen: 224407# 145 @  
@ Pommes [#132]

Hallo Thomas,

bevor die Marken im Rundordner landen, bitte bei der 1,- M und 2,- M auf gedruckte Stempel Leipzig achten. Die auf keinen Fall entsorgen, sondern mir zuschicken.

Gruß Wolfgang
 
Richard Am: 26.08.2012 08:19:41 Gelesen: 223924# 146 @  
@ WUArtist [#143]

ich werde mich hüten, mich vor Ihren Karren spannen zu lassen. Warum geben Sie keine Gliederung vor

Hallo WUArtist,

und ich werde mich hüten, mich vor den Karren von zwei oder drei Ulbricht-Spezialisten spannen zu lassen, die sich in anderen Foren schon recht zerstritten gezeigt haben.

Warum soll ich eine Gliederung vorgeben für eine Dauerserie, von der ich keinerlei Ahnung habe ?

@ WUArtist [#144]

Warum wird beispielsweise der vorstehende Beitrag Nr. 143, der in mehrerlei Hinsicht dort nichts verloren hat, nicht sofort gelöscht oder zu einer anderen Rubrik verwiesen?

wie ich soeben feststelle, sind die (ehemaligen) Beiträge 143 und 144 gelöscht worden.

Gelöscht oder verschoben. Bei über 48.000 Beiträgen im Forum führe ich kein Buch darüber. Als berufstätiger und Inhaber und Leiter einer Firma mit Vollzeitjob kann ich mir nicht erlauben, täglich im Forum zu lesen und wie gefordert sofort tätig zu werden.

Schöne Grüsse, Richard
 
WUArtist Am: 26.08.2012 16:18:08 Gelesen: 223882# 147 @  
@ Richard [#146]

Hallo Richard,

das ist doch endlich mal ein klärendes Wort!

Schöne Grüße zurück.

WUArtist
 
WUArtist Am: 27.08.2012 07:36:27 Gelesen: 223841# 148 @  
Warnung vor Falschmeldung

Hallo Sammlerfreunde,

philatelieteddy aus Leipzig bietet bei Ebay unter Nr. 110941842849 eine ganz normale DDR 845 Type IB als Plattenfehler VII (kurze Schulter) zur Versteigerung an.

Gruß WUArtist


 
WUArtist Am: 06.09.2012 16:43:39 Gelesen: 223325# 149 @  
Hallo Sammlerfreunde,

und wieder eine Warnung vor Falschangaben – Typen – Wasserzeichen – Farben – alles durcheinander!

„ewu110“ aus Krummesse bietet bei Ebay unter den Nr. 221120618970, 221120676064 und 221120678092 einige – natürlich immer zu seinen finanziellen Gunsten - falsch bezeichnete Ulbrichtmarken zur Versteigerung an.

Gruß WUArtist


 
sachsen-teufel Am: 06.09.2012 19:52:08 Gelesen: 223304# 150 @  
@ WUArtist [#149]

Danke für's Zeigen ! Das ist doch dreist, das kann doch schon kein Versehen mehr sein. Habe "ewu110" mal zu jedem der Lose angeschrieben, mal schauen ob ich Rückinfo kriege.

Gruß
Michael

Nachtrag 21.10 Uhr:

Der Verkäufer hat alle drei Angebote beendet. "Artikel nicht mehr verfügbar"

Gruß
Michael
 
Algebra Am: 14.01.2013 11:15:18 Gelesen: 218810# 151 @  
Seltenes Bogenteil mit Typenpaaren und DKZ

Die Briefmarkenauktion in Leipzig hatte wieder mal einige Überraschungen parat für Spezialsammler der Dauerserie Walter Ulbricht. Das Los Nr. 2821 war eine postfrische Mi.Nr. 846 I3 Xx mit DKZ B [1] auf UR.1. Dies seltene Stück ging weg für 370,00 €. Das Los Nr. 2820 war der Hammer. Ein Bogenteil mit 23 Werten .8x 846 II Xx;15x 846 I3 Xx. Im Feld 100 ist das kopfstehende DKZ B. Auf Feld 99 ist ein Plattenfehler erkennbar. Erwähnungswert sind natürlich die 5 senkrechten Typenpaare (S6). Bei der Versteigerung schaukelte sich der Angebotspreis schnell über die Hundert Euro. Das Teil ist selten!

Algebra.



[Redaktionell ergänzt: [1] = Druckerzeichen / bitte künftig ausschreiben, damit die Forumsuche und Google Suche erfolgreich ist, bei Abkürzungen wird nichts gefunden]
 
Algebra Am: 09.03.2013 14:19:50 Gelesen: 216728# 152 @  
Typenkombinationen auf Brief

Hallo!

Markenheftchenblätter auf Brief und dann noch mit Typenkombinationen sind relativ selten. Dieses Heftchenblatt stammt aus einer Auktion von Thomas Fischer Nürnberg.

MFG.Algebra.


 
Max78 Am: 23.09.2014 02:46:59 Gelesen: 200827# 153 @  
Hallo zusammen,

nun melde ich mich mal wieder und rufe nach den Spezialisten mit Erfahrung. Ich denke, hier ein Typenpaar 846 Xx W2 gefunden zu haben, bin mir dessen aber nicht ganz sicher. Oft sind die Unterschiede zwischen Typ 1.2.1 und 1.2.2 schwindend gering und ich wollte Euch fragen, was für Euch das wichtigste Merkmal für eine Zuordnung ist. Gibt es eine Zwischentype?

Punkt auf Stirnglatze und offene/geschlossene Linie des Kinnbartes scheinen für mich keine ausgeprägten Merkmale für eine Unterscheidung zu sein. Der Michelkatalog deutet auf die Punkte/Striche im Hemdkragen hin. Da fällt es einem ja dann auch ein wenig leichter. Gibt es für Euch eindeutigere Merkmale, an dem Ihr die Typen fest macht ? Hier ein Bild des Paares - Typenpaar? Nach Hemdkragenschraffur eindeutig ja, nach Punkt auf Stirnglatze nein, Bartlinie eher nein, Punkt auf Nasenrücken eher ja.


 
WUArtist Am: 23.09.2014 08:54:48 Gelesen: 200803# 154 @  
@ Max78 [#153]

Hallo Max78,

nur die Gesamtheit der Merkmale führt zur Typenbestimmung, wobei die Bartumrandung das wohl wichtigste ist. Zwei oder drei Kragenpunkte sind bei der Type I2.2 (nicht 1.2.2) immer wieder anzutreffen. Ihre Abbildung ist eindeutig ein waagerechtes 846 I2.2 Paar.



Hier ein Typenpaar 846 I2.2 / I2.1



Beste Grüße WUArtist
 
Max78 Am: 23.09.2014 12:06:11 Gelesen: 200777# 155 @  
Hallo WUArtist,

Danke für die Auskunft und das dargestellte Beispiel!

die besten Grüße gehen zurück.
 
prefico74 Am: 16.08.2015 22:27:25 Gelesen: 191225# 156 @  
@ Max78 [#155]

Hallo,

eigentlich wollte ich mich gar nicht weiter mit dem Thema W. Ulbricht beschäftigen! Aber durch den Auftrag zum Verkauf bei Ebay hat mein alter Herr mir einiges an Material "überlassen", über das ich nun regelrecht stolpere und von einem Verkauf erst einmal zurücktrete.

Bei folgendem senkrechtem Paar stellt sich für mich die Frage, ob es sich um ein Untertypen-Paar handelt oder nicht.

Ich bitte um Expertenmeinung auf dieser Plattform, denn ich bin mir nicht sicher, da meine Kenntnisse und Literatur nicht auf dem neuesten Stand sind!

MfG


 
Algebra Am: 17.08.2015 11:47:26 Gelesen: 191114# 157 @  
Hallo prefico 74!

Bei Deinem senkrechten Paar handelt es sich nicht um ein Typenpaar. Beide Marken sind nach Michel: 846 II/II.

Gruß Algebra.
 
prefico74 Am: 17.08.2015 13:55:20 Gelesen: 191081# 158 @  
@ Algebra [#157]

Hallo,

ich habe hier wohl nicht ausreichende Infos beigestellt.

Dass es sich um die 846 II handelt, auch wenn die obere Marke mit der DZF "Farbleck im Brillenbügelgelenk", den Eindruck der 846 I erscheinen lässt, ist schon klar!

Aber ich meinte deshalb Untertypenpaar, weil die Ziffer 10 in der oberen Marke um 0,6 mm nach links verschoben ist! Da es sich um ein senkrechtes Pärchen handelt dürfte das ja nicht normal sein? Legt man beide Marke identisch im Markenbild übereinander, dann erscheint das anbei gescannte Bild 02...,
legt man dagegen die beiden Ziffern genau übereinander, dann erscheint das Bild 03!

Da sich zusätzlich die Ziffer beider Marken im Verhältnis zu den Buchstaben von REPUBLIK unterschiedlich positioniert zeigen, müssen beide Marken unterschiedlichen Klischee´s angehören - siehe Bild 01. Beide Marken sind aber nach Michel Dauerserie "nur" Type II !

Gruß




 
WUArtist Am: 17.08.2015 19:32:39 Gelesen: 191013# 159 @  
@ prefico74 [#158]

Hallo Fred,

wie hast Du an anderer Stelle über die Ulbricht-Dauerserie so schön geschrieben:

„Bei den 5-20 Pf-Werten wird in den letzten Jahren über jedes "Staubkörnchen" philosophiert und bei diesem Wert (gemeint ist MiNr. 1540) steht nichts Neues in der Fachliteratur?“.

Nun steht über die unterschiedlichen Stellungen der „10“ nichts geschrieben und schon ist es auch nicht recht. Du hast übrigens eine dritte Variante vergessen, bei der die Wertangabe noch weiter rechts steht. Man könnte also durchaus weitere Typen erfinden. Da wäre die 10 Pfg.-Marke mit seinen vielen Feldmerkmalen prädestiniert! Die kommende Generation kann sich da austoben, viel Spaß!

Beste Grüße
Joachim


 
Algebra Am: 18.08.2015 11:05:54 Gelesen: 190903# 160 @  
Hallo WUArtist!

Dir scheint entgangen zu sein, dass es doch Literatur über die verschiedenen Stellungen der Wertziffer über REPUBLIK gibt. Schon 1981 referierte Dieter Otte aus Kaltenholzhausen über diese Problematik in der DBZ.

Hier die Literaturangaben:

Ein Rückblick auf die DDR-DS Walter Ulbricht I DBZ: Nr.25/1981
Ein Rückblick auf die DDR-DS Walter Ulbricht II DBZ: Nr.26/1981 und
DDR: Dauerserie: W. Ulbricht, Type:I und II. DBZ: Nr.3/1984 S.401-404.

Gruß Algebra.
 
WUArtist Am: 18.08.2015 14:05:08 Gelesen: 190870# 161 @  
@ Algebra [#160]

Hallo Algebra,

das ist doch mal eine gute Nachricht! Noch mehr als ich wird sich prefico74 über die Literaturhinweise freuen.

Danke sagt
WUArtist
 
prefico74 Am: 18.08.2015 17:52:09 Gelesen: 190841# 162 @  
Hallo ihr Beiden,

ich werde wohl kaum Zeit finden mich eingehend mit dieser Literatur zu beschäftigen! Zudem ist hier die Frage, wie ich bzw. mein Vater an diese Ausgaben herankommen soll? So wie ich nun Informiert bin, betrifft diese Problematik ja nicht nur den 10 Pf- Wert (siehe Bild).

Nein, ich fange damit nicht auch noch an!

Ich danke recht herzlich.


 
Pepe Am: 06.09.2015 12:04:49 Gelesen: 189998# 163 @  
Würde gerne diese Marke beschriften.



1964 ?? ??, Mi 346Yx

Michelnummer klar, Wasserzeichen Y DDR Kreuzblüten seitenverkehrt klar, Gummierung x gelblich glänzend klar, Brillenbügel unterbrochen Type I auch noch klar, breite Nackenschraffur ?? und alles weitere wird immer unklarer. Daher der kleine Hilferuf.

Mir steht nur der Mi Spez. 2006 zur Verfügung.

Nette Grüße
Pepe
 
WUArtist Am: 06.09.2015 13:21:09 Gelesen: 189978# 164 @  
@ Pepe [#163]

Hallo Pepe,

da die Ränder nicht beschriftet sind handelt es sich um eine 846 Type I2.2 aus einem Markenheftchen (MH). Anhand des breiten Unterrandes tippe ich auf MH 4b aus 1966/67.

Wasserzeichen 3Y kann eigentlich nicht sein, weil alle Wz. 3Y-Marken aus MH 4c stammen und die Type I3 haben.

Beste Grüße
Joachim
 
Pepe Am: 06.09.2015 20:47:05 Gelesen: 189912# 165 @  
@ WUArtist [#164]

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Das Wz ist im Signoscope trotz Rand nicht erkennbar. Bei bestimmtem Licht hoffe ich noch mal schlauer zu werden.

Bei gestempelten randlosen wird es sicher noch schwerer. Drei kleine Büchlein mit sicher weit über 1000 Ulbrichts suchen neuen Fan um wachgerüttelt zu werden. Wie aber tauscht oder handelt man so etwas?

Nette Grüße
Pepe
 
WUArtist Am: 07.09.2015 14:11:30 Gelesen: 189849# 166 @  
@ Pepe [#165]

Hallo Pepe,

halte doch das gute Stück ganz einfach bei Tageslicht in Richtung Fenster, dann kommt das Wasserzeichen von ganz alleine zum Vorschein. Wenn Du die Marke von der Rückseite aus ansiehst, mußt Du "DDR" (3X) erkennen können, nicht "RDD" (3Y).

Beste Grüße
Joachim
 
Pepe Am: 08.09.2015 16:40:05 Gelesen: 189728# 167 @  
@ WUArtist [#166]

Rat befolgt und du hattest Recht.

Aber generell mal gefragt: Wie soll man mit Ulbricht Massenware anfangen? Bei gestempelten und bei Briefen ist doch der Gummi nicht mehr zu bestimmen. Das Wasserzeichen auf Briefen bleibt unbekannte Variabel. Wo soll man starten? Und lohnt sich der Zeitaufwand? Die Katalogpreise sind doch eher Mondpreise. Wie könnte man so eine Albumseite im Tausch anrechnen?



Ulbricht, Massenware

Kleines Buch mit 16 Seiten und 25 Belegen

Danke nochmals und nette Grüße
Pepe
 
WUArtist Am: 08.09.2015 19:11:29 Gelesen: 189698# 168 @  
Hallo Pepe,

für Deine vielen Fragen bin ich sicherlich nicht der richtige Ansprechpartner. Wenn Du am Anfang schon fragst, ob sich der Aufwand lohnt, dann fange gar nicht erst an. Die Ulbricht-Dauerserie gehört mit Sicherheit zu den umfangreichsten überhaupt. Wer in heutiger Zeit damit beginnen will, hat es gewiss schwer. Ich würde dazu raten, mit einem Teilgebiet zu beginnen. Am beliebtesten sind wohl die Oberrandmarken mit den drei verschiedenen Währungsbezeichnungen.

Ich sammle diese Serie mit all seinen Teilgebieten seit etwa 40 Jahren und sage immer, ich habe mein halbes Leben mit „Ulbricht“ verbracht. Gelohnt hat sich diese Sammelleidenschaft insofern, dass ich mit einigen Gleichgesinnten aktiv an der Erforschung dieser Serie teilnehmen durfte.

Aber zurück zur rauen Gegenwart: Die von Dir gezeigten Marken sind m. E. weder für einen Neubeginn noch für Tauschzwecke geeignet. Aber lass Dir deswegen nicht den Mut nehmen.

Viel Erfolg wünscht
Joachim
 
Pepe Am: 09.09.2015 13:36:06 Gelesen: 189628# 169 @  
@ WUArtist [#168]

Nun so wird dieser Ballast wieder in der Tiefe versinken und meine einzige Erbin wird sich später damit herumplagen.

Vielen Dank und nette Grüße

Pepe
 
Algebra Am: 14.02.2016 12:45:54 Gelesen: 181878# 170 @  
Typenpaar Michelnr. 848 ll A / ll ?

Hallo Spezialisten !

Im Michel - Spezial steht nur die Typenvariante 848 Xx S l / llA. Es gibt aber noch eine andere Variante. In meiner Abbildung seht ihr es genau.



Gruß Algebra
 
Max78 Am: 14.02.2016 14:20:16 Gelesen: 181845# 171 @  
Servus Algebra,

das ist ja ein dolles Ding. Hab mich zwar schon eine Weile nicht mehr mit dem Thema beschäftigt, soweit ich das aber einschätzen würde, müßte das ein senkrechtes Typenpaar Typ II und IIA sein, was auch nicht im Katalog "Die Dauermarken der DDR" aufgeführt ist. Wenn das so ist, herzlichen Glückwunsch,

mit Grüßen Max
 
WUArtist Am: 15.02.2016 12:22:45 Gelesen: 181771# 172 @  
@ Algebra [#170], @ Max78 [#171]

Hallo Algebra, hallo Max,

obwohl die Abbildung (das Foto?) nicht geeignet ist, eine Beurteilung zu treffen, möchte ich meinen Vorrednern widersprechen. M. E. handelt es sich um ein normales Type II-Pärchen. Bei der Type II ist der Hals der Ziffer „2“ oftmals unterschiedlich dick, aber immer noch dick, nicht schmal/schlank. Deutlich wird das bei entsprechender Gegenüberstellung. Zum Vergleich habe ich eine meiner 848 Type IIA-Marken herangezogen.



Wenn die These vom Typenpaar IIA/II zuträfe so hieße das

a) Mitte der 60er Jahre gab es bereits die normale Type II zusammen mit der IIA oder

b) Die Type IIA wurde noch in den 70er Jahren auf Type II-Bogen hergestellt.

Beide Varianten schließe ich aber nach meinem bisherigen Kenntnisstand aus.

Danke, dass der Beitrag ins richtige Thema verschoben wurde.

Gruß WUArtist
 


WUArtist Am: 12.03.2016 07:44:06 Gelesen: 180035# 173 @  
Hallo zusammen,

mehrere Forumsmitglieder haben mir per eMail mitgeteilt, dass mein Beitrag inhaltlich besser in das Thema „Typendiskussion“ gepasst hätte.

Ich möchte dem Wunsche nachkommen, indem ich mit dieser „Kurzversion“ auf meinen Beitrag vom 10. März im Thema „DDR Spezial Dauerserie Walter Ulbricht: Nicht im Michel gelistet“ hinweise:

Darin geht es um eine unscheinbare 10 Pfg.-Ulbrichtmarke, die 846 Xy II mit unterbrochenem Brillenbügel wie Type I3.



Vielleicht entscheidet Richard auch, den Beitrag hierher zu verschieben. Das wäre auch gut oder noch besser.

Beste Grüße
WUArtist
 
Max78 Am: 07.09.2016 16:24:34 Gelesen: 170584# 174 @  
@ WUArtist [#154]

Hallo WUArtist und alle anderen, die sich auch mit den Typen der Ulbricht-Marken auseinandersetzen,

da es mir irgendwie nicht in den Sinn kommen wollte, habe ich noch einmal das Paar Mi. 846 I 2.2 unter die Lupe genommen und möchte noch ein paar Details feststellen, nachdem WUArtist der Ansicht war, dass der ausschlaggebende Unterschied die unterbrochene Kinnlinie darstellt und die anderen Faktoren unterrangig betrachtet werden sollten.

Zur Erinnerung noch einmal beide Paare zur Ansicht, Thema Typenunterscheidung Mi. 846 I 2.1 u. 846 I 2.2:



Bei dem linken von WUArtist vorgestellten Typenpaar habe ich 2 blaue Markierungen gesetzt, die 1. auf Stirnhöhe, wo sich die Marken meiner Meinung nach unterscheiden, und die 2. bei der Kinnpartie, die für mich (ausgenommen der unterbrochenen Kinnlinie) relativ gleich aussehen.

Nun zu den Details, die mich eher dazu neigen lassen, dass im Endeffekt keine klare Typenunterscheidung möglich ist, da es immer wieder Untertypen gibt. Schließlich handelt es sich teilweise um Merkmale, die durch dickeren/dünneren Farbauftrag schnell mal verschwinden können (wie z. B. die Kinnlinie).
Zur Detailansicht habe ich die Merkmale herausgepickt, die im Michel-Spezial für jeden ersichtlich sind:

1. Nasenrücken (mit oder ohne Punkt)
2. Stirnglatze (mit oder ohne Punkt)
3. Linie des Kinnbartes (geschlossen oder offen)
4. Hemdkragenschraffur (Punkt oder Strich/Punkt/Strich)

1. der Punkt auf Nasenrücken ist auf der rechten Marke stärker ausgeprägt:



2. Stirnglatze: beide Marken weisen keinen Punkt auf der Stirnglatze auf, zeigen aber deutliche Unterschiede oberhalb der Brille (Stirnfalten):



3. Linie des Kinnbartes: beide Linien sind klar geschlossen, dafür differenziert sich die Zeichnung im markierten Bereich (siehe auch blaue Markierung beim anderen Paar, wo die Zeichnung sich eher gleicht):



4. und zu guter letzt der deutlichste Unterschied in der Hemdkragenschraffur so wie es auch im Michel vermerkt ist:



Als Résumé zu dieser Sache tendiere ich eher dazu, dass durch die zahlreichen Untertypen (erfahrene Sammler wie z.B. WUArtist könnten bestimmt über 40 Stück auseinanderhalten) die klaren Grenzen zu deutlich unterscheidbaren Typen verschwimmen. Konsequenterweise sollte man es ähnlich wie bei der Bautenserie handhaben: den Spezialsammlern ihre Freude und wissenschaftlichen Erkenntnisse bei den Unterschieden lassen und im Michel-Katalog wieder ein paar Rädchen zurückschrauben, da es einem nicht spezialisierten Sammler kaum möglich ist, die Unterschiede klar zu deuten (ausgeschlossen Type 1 und 2).

mit Grüßen Max
 
Max78 Am: 07.09.2016 19:56:53 Gelesen: 170540# 175 @  
Um noch ein bisschen Rätselraten mit ins Spiel zu bringen hier ein senkrechtes Paar



und hier noch mit ausreichend dpi zum vergrößern (oben/unten):



846 X x S3 B (Rollenmarken schließe ich mal aus), also I 2.1/ I 2.2 oder Paar I 2.1 bzw. I 2.2?

viel Spaß und einen schönen Abend Max
 
WUArtist Am: 07.09.2016 20:00:16 Gelesen: 170539# 176 @  
@ Max78 [#174]

Hallo Max,

mit Deinen Teilansichten hast Du doch eine eindeutige Bestimmung der Type I2.2 vorgenommen und dabei kein Problem gehabt. Lediglich bei der Krageneckenschraffur besteht bei Deiner rechten Marke die nicht selten vorkommende Abweichung „Punkt/Strich/Punkt“ statt „Punkt“.

Die Gesamtheit der Merkmale, von der man immer ausgehen sollte, lässt gar keinen anderen Schluss für die Typenbestimmung zu.

So gesehen gibt es für Dich eigentlich keine Veranlassung, zu einer Typenvereinfachung zurückzukehren.

Ehrlicherweise muß man natürlich sagen, es gibt kaum zwei Marken, die sich aufs Haar gleichen. Das trifft aber auf alle Werte zu. Und von unterschiedlichem Farbauftrag sollte man sich ohnehin nicht leiten oder verleiten lassen.

Auch kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass die jetzige oder die nachfolgende WU-Sammlergeneration keine weiteren Untertypen kreieren wird.

Beste Grüße von WUArtist
 
Max78 Am: 07.09.2016 20:22:38 Gelesen: 170530# 177 @  
@ WUArtist [#176]

Hallo WUArtist,

Deine Ansichten kann ich verstehen und dass es zukünftig zu keinen weiteren Typenunterscheidungen kommen wird glaube ich gerne. Anders gedacht habe ich mir schon öfter die Frage gestellt, warum es bei der Aufarbeitung der Dauerserie Ulbricht und der Bautenserie eigentlich solche Unterschiede gibt. Natürlich gibt es allein bei der Herstellung schon zahlreiche Unterschiede, aber die Komplexität ist eine ähnliche. Bei der Bautenserie versucht man (glaube ich) die einzelnen Felder der Bögen zu bestimmen und hat die Typenunterscheidung soweit abgeschlossen oder sogar in einzelnen Fällen zurückgezogen.

Wäre es nicht sinnvoll, bei Ulbricht ähnlich vorzugehen, sprich eher die einzelnen Felder zu vervollständigen anstatt immer wieder neue Typenpaare zu entdecken?

Nimmt man z. B. die Aufteilung der Feldmerkmale (Plattenfehler) bei der Bautenserie, dann sind diese in Primär-, Sekundär- und Tertiärmerkmale aufgeteilt. So etwas hätte mann bei Ulbricht auch mal machen können. Dort spiegelt sich die Häufigkeit des Feldmerkmals lediglich im Michelwert wieder (vergleicht man z.B. eine Retusche mit einem Plattenfehler, der in jeder x-ten Reihe senkrecht oder waagrecht vorkommt).

mit Grüßen Max
 
WUArtist Am: 08.09.2016 13:20:10 Gelesen: 170473# 178 @  
@ Max78 [#177]

Hallo Max,

ich sehe soeben, dass Du Dich mit einem Rätsel noch schnell vor meinen gestrigen 20:00 Uhr-Beitrag gemogelt hast.

Meine Lösung ist folgende: Kein Typenpaar, sondern beide Marken sind Type I2.2.

Begründung: Die obere Marke I2.2 hat das Feldmerkmal (Fm) „Haare verbunden (Hv)“. Sie stammt aus 10er-Klischee I, Feld 1. Nach meiner Erfahrung hat diese Marke mit Fm „Hv“ immer nur einen Kragenpunkt während die Type I2.1 so gut wie immer die Krageneckenschraffur Punkt/Strich/Punkt aufweist.
Diese Marke kommt auch in vielen Markenheftchen vor, immer auf Feld 1 (im ungeteilten Klischee) oder Feld 5 (im geteilten Klischee).

Zu dieser Marke habe ich meine Auffassung am 23.01.14 ausführlich im Thema „…Nicht im Michel gelistet“ geschrieben.

Auf die von Dir aufgeworfenen anderen Fragen bezüglich des Vergleichs zu anderen Dauerserien – was man hätte tun müssen oder noch ändern sollte – möchte ich nicht eingehen.

Beste Grüße von WUArtist


 
Max78 Am: 08.09.2016 14:56:50 Gelesen: 170453# 179 @  
Servus WUArtist,

schön, dass Du das Rätsel auflösen konntest, denn ehrlich gesagt hatte ich meine Probleme, auch wenn ich eine Vorahnung hatte.

Deinen Beitrag hatte ich damals gelesen, hatte ihn bei der Betrachtung dieser beiden Marken aber nicht mehr in Erinnerung und konzentrierte mich eher auf die "Kinnlinie". Schön, dass diese bei Deinem Exemplar ebenfalls nicht geschlossen ist, somit käme man wieder ein wenig weg von "Farbauftrag dick oder dünn". Somit hat man in diesem speziellen Fall ein Beispiel, dass die Kinnlinie nicht unbedingt ausschlaggebend sein muss für die Typenunterscheidung, auch wenn es wahrscheinlich eine seltene Form ist. Ich bin gespannt, wie sich die Prüfer schlagen werden. :-)

Was das andere anbelangt, auch da kann ich Dich gut verstehen. Schließlich sitzt Du ja schon eine Weile an vorderster Front und sich in dieser Position noch darüber Gedanken machen zu wollen, ob man etwas hätte anders machen können, bringt einen ja auch nicht weiter.

Herzlichen Dank für den letzten Beitrag, der mir in dieser Form wirklich eine Hilfe ist.

beste Grüße Max
 
WUArtist Am: 09.09.2016 09:39:53 Gelesen: 170402# 180 @  
@ Max78 [#179]

Hallo Sammlerfreunde und insbesondere Max,

im Zusammenhang mit unserer Diskussion über die DDR-Marke 846 Xx I2.2 mit Feldmerkmal „Hv“ möchte ich noch eine besondere Konstellation vorstellen.

An den Oberrändern in den Bogenformen 2 und 3 sind gleichartige Pärchen möglich. Dabei trifft die obere Reihe (Felder 1-5) des geteilten 10er-Klischees I auf das darunter liegende ungeteilte 10er-Klische, also Feld 1 auf Feld 1 bis hin zu Feld 5 auf Feld 5. Dies kann demzufolge auf den Bogenfeldern 1 / 11 sowie 6 / 16 vorkommen.



Die Druckabweichung „ausgefüllter Schlipsknoten“ und „fehlender Kragenpunkt“ spielt hier keine Rolle

Beste Grüße von WUArtist
 
Algebra Am: 12.09.2016 11:46:43 Gelesen: 170433# 181 @  
Mi.Nr. 846 Wz. 3 Y. Welche Type ?

Hallo Spezialisten!

Ich habe eine Mi.Nr.846 mit dem Wz.3Y beim sortieren gefunden. Eine Typeneinteilung nach Michel ist nicht möglich, denn dort gibt es nur mit dem Wz.3Y folgende Typen: Yx I 2.2, I3 und II. Nach der Beschreibung im Michel trifft das auf meine Marke nicht zu!

Wer kann da helfen? Danke schon im voraus.

Grüße aus dem Harz von Algebra.


 
WUArtist Am: 12.09.2016 14:05:57 Gelesen: 170394# 182 @  
@ Algebra [#181]

Hallo Algebra,

vielleicht ist es Ihnen möglich zu schildern, warum die Marke nach Ihrer Meinung keiner Type zuzuordnen ist. Ich kann eigentlich kein Problem erkennen.

Sicherlich wäre aber eine vergrößerte Abbildung zweckmäßig.

Beste Grüße von WUArtist
 
Max78 Am: 12.09.2016 14:15:14 Gelesen: 170394# 183 @  
Hallo Algebra,

kannst Du eventuell einen Scan mit höherer Auflösung machen? Das Bild ist sehr klein.

Auf Grund der schmalen Schraffurunterbrechungen tendiere ich zu 846 Xy I 3,

mit Grüßen Max

... oh, das war mal wieder gleichzeitig, mit Grüßen an WUArtist
 
WUArtist Am: 12.09.2016 14:42:55 Gelesen: 170383# 184 @  
@ Max78 [#183]

Hallo Max,

Auf Grund der schmalen Schraffurunterbrechungen tendiere ich zu 846 Xy I 3

Deine Tendenz hinsichtlich Type sehe ich genauso, was allerdings Wasserzeichen und Gummierung anbelangt, irrst Du Dich. Das Wz. hat Algebra bereits als Y ermittelt. Demzufolge könnte die Gummierung (die hier sicherlich nicht mehr vorhanden ist) nur x sein.

Beste Grüße von WUArtist
 
Algebra Am: 12.09.2016 15:13:09 Gelesen: 170371# 185 @  
Hallo Spezialisten!

Das Wz. ist klar 3Y. Was mich an der Marke stört ist der unterbrochene Brillenglasrand. Das ist bei der I3 nicht üblich. Beim Betrachten der Marke fällt auf, sie wirkt heller. Ich schicke eine andere Auflösung, vielleicht erkennt man dann meine Fragestellung.

Algebra


 
Max78 Am: 12.09.2016 15:18:10 Gelesen: 170368# 186 @  
Oh ja, man sollte wirklich immer genau bleiben und keine "Buchstabendreher" fabrizieren, da gebe ich Dir recht.

korrigiert: 846 Yx I3,

in diesem Zusammenhang noch eine Frage an Dich: Type I3 wird im Michel mit "Nasenrücken mit mehreren Punkten" beschrieben. Ich habe aber den Eindruck, dass es diese Type auch mit nur einem Punkt auf Nase gibt. Stimmt das?

beste Grüße, Max
 
WUArtist Am: 12.09.2016 17:49:35 Gelesen: 170335# 187 @  
@ Max78 [#186]

Hallo Max,

ich würde mich nicht an „3“ festhalten, von 1 bis 5 ist alles möglich. Man kann es nicht oft genug sagen: „Immer die Gesamtheit der Merkmale sehen“.

Ein anderer Umstand ist, dass die Zeichnung im Laufe der Jahre hin und wieder auch verändert wurde. Dazu zwei Beispiele:

- „Normalbild“
- Halsausschnitt rund;
- Rückenschraffur gedrungen (kurz, dick).

Beste Grüße von WUArtist




 
WUArtist Am: 12.09.2016 18:59:27 Gelesen: 170321# 188 @  
@ Algebra [#185]

Hallo Algebra,

diese Druckabweichung ist zwar eher selten, aber sicherlich ist die Type I3 damit nicht in Frage gestellt. Ich habe auf die Schnelle zwei Beispiele herausgesucht. Oder meinen Sie etwas anderes? Auf Ihrem Scan ist nicht viel zu erkennen.

Beste Grüße von WUArtist


 
WUArtist Am: 13.09.2016 06:54:38 Gelesen: 170258# 189 @  
@ Algebra [#185]

Hallo Algebra,

die Druckabweichung „offener Brillenglasrand“ ist nicht nur Marken mit Wz. 3Y zuzuschreiben. Sie kommt ebenso bei Wz. 3X vor. Auch kann sie keinem bestimmten Feld, weder im 10er-Klischee noch im Schalterbogen, zugeordnet werden. Während die erste Marke das Feldmerkmal „HoKsRf“ (Ho = ohne Hemdkragenverschlussstrich, Ks = oberer Krageneckenstrich steil stehend, Rf = Randfehler links oben) aufweist, sind die übrigen ohne Feldmerkmal.

Beste Grüße von WUArtist



846 X I3 mit „HoKsRf“ und 846 X I3 ohne Feldmerkmal
 
Algebra Am: 13.09.2016 09:48:13 Gelesen: 170243# 190 @  
Hallo WUArtist!

Danke für die Mühe, die Sie sich gemacht haben. Bei der Ulbrichtserie richtig durchzusehen ist gar nicht so einfach. Durch diese vielen Abarten ist ein Durchblick kaum möglich. Diese Serie wird dadurch immer unbeliebter und da helfen auch die relativ hohen Michelpreise nicht. Schönen Dank für die Hinweise.

Gruß aus dem Harz Algebra.
 
Max78 Am: 24.09.2016 19:11:36 Gelesen: 169641# 191 @  
Hallo zusammen,

da es bei diesem Herrn nie langweilig wird, hier einmal auf Ganzsache. Es wird wohl zu diesem Thema ebenfalls passen:

2 Ganzsachen mit Wertstempel Mi. 847:



Bei näherer Betrachtung zeigen sich auch auf diesen Karten die Typenunterschiede. Auf der oberen Karte Wertstempel Mi. 847 II und auf der anderen 847 I 2:



Und weil er uns manchmal so gerne ärgert und schwer zu durchschauen ist, hier noch "2 Typen Type II", im Einklang dicht beieinander:



beste Grüße Max
 
hannibal Am: 24.03.2017 19:07:19 Gelesen: 160947# 192 @  
Hallo an die WU-Spezialisten,

ich benötige Hilfe bei der "Entschlüsselung" der Typen für die abgebildeten 4 OR-Marken.

3 Marken mit Altprüfungen, insbesondere die 847 in Type II laut Altprüfung
(nicht vollständiger Prüfstempel)bekomme ich nicht "auf die Reihe".




Welcher Variante im Michel entspricht die 20 Pfg OR2 (Altprüfung Wz4YxI)?

Vielen Dank vorab für Hinweise.

Viele Grüße
Peter
 
WUArtist Am: 24.03.2017 19:39:02 Gelesen: 160930# 193 @  
@ hannibal [#192]

Hallo Peter,

ohne Namenszug des Prüfers sind das keine Prüfungen.

Von links (lt. Michel Wz.3): 848 XxI, XyII, XxI (könnte auch Wz.Y sein), 847 XyII (y, wenn es der matte Gummi ist).

Beste Grüße
Joachim
 
hannibal Am: 24.03.2017 20:42:02 Gelesen: 160912# 194 @  
Hallo Joachim,

vielen Dank für die schnelle Hilfe. Bei der 3. Marke mit OR 2 ist das Wasserzeichen sehr schwer zu erkennen. Lege ich mal der nächsten Prüfsendung bei.
Nochmals Danke.

Peter
 
hannibal Am: 13.04.2017 18:20:36 Gelesen: 159572# 195 @  
Hallo,

für Hilfe bei der Typenzuordnung des nachfolgend abgebildeten OR der 846Xx?OR 1 wäre ich dankbar.



Geschlossene Kinnlinie und Kragenschraffur geben mir Rätsel auf.

Vielen Dank und schöne Ostern.

Viele Grüße
Peter
 
WUArtist Am: 13.04.2017 19:01:50 Gelesen: 159555# 196 @  
@ hannibal [#195]

Hallo hannibal,

es ist die Type I3 (mit dem Feldmerkmal "Ho" = ohne Hemdkragenverschlußstrich).

Beste Grüße
Joachim
 
hannibal Am: 13.04.2017 19:44:30 Gelesen: 159546# 197 @  
Hallo WUArtist,

vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Also eine der etwas besseren Typen, noch dazu als Eckoberrand mit Farbbalken - Prima.

Viele Grüße
Peter
 
prefico74 Am: 17.06.2017 23:21:42 Gelesen: 155700# 198 @  
Hallo,

hab hier bei der MiNr. 846 ein Problem mit der Zuordnung.

Entsprechend der Zeichnung der Ziffer 1 in 10 dürfte es sich bei der abgebildeten Marke um Typ I handeln. Der Brillenbügel definiert aber den Typ II.

Gibt es eventuell so wie bei der 848 II A auch eine 846 II A ?

Gruß


 
WUArtist Am: 18.06.2017 08:29:54 Gelesen: 155668# 199 @  
@ prefico74 [#198]

Hallo Fred,

es handelt sich um eine 846 I2.2 mit Feldmerkmal "BB" (Brillenrand mit Brillenbügel verbunden), vorkommend im 10er-Klischee I - Feld 9.

Beste Grüße
Joachim
 
Cantus Am: 18.06.2017 15:01:53 Gelesen: 155638# 200 @  
@ WUArtist [#199]

Hallo,

in der jetzt startenden Rundsendung "Kiloware/Stempel" (Tauschforum/Rundsendung Cantus 4) und auch in der folgendn Rundsendung sind auch allerlei Ulbrichtmarken auf Briefausschnitt enthalten, zum Teil in größeren Einheiten. Willst du also eventuell auch teilnehmen? Wenn ja, dann schicke mir bitte per Mail möglichst bald deinen Klarnamen mit Zustelladresse.

Viele Grüße
Ingo
 
WUArtist Am: 18.06.2017 16:09:08 Gelesen: 155630# 201 @  
@ Cantus [#200]

Hallo Ingo,

ich bedanke mich für das Angebot. Momentan möchte ich aber davon keinen Gebrauch machen.

Joachim
 
hannibal Am: 03.05.2018 22:24:24 Gelesen: 132729# 202 @  
Hallo,

ich brauche mal wieder Unterstützung der WU-Spezialisten.

Liege ich mit meiner Zuordnung 846XxI1 bei nachfolgend abgebildetem Eckoberrand-Bogenteil richtig?



Vorab vielen Dank.

Viele Grüße
Peter
 
WUArtist Am: 04.05.2018 17:17:23 Gelesen: 132628# 203 @  
@ hannibal [#202]

Hallo Peter,

ich sage "Ja", wenn auf der Glatze oben 2 Pünktchen sind (bei der Auflösung nicht zu erkennen).

Beste Grüße
WUArtist
 
hannibal Am: 04.05.2018 18:57:06 Gelesen: 132599# 204 @  
Hallo WUArtist,

vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Auf allen Feldern zwei Punkte auf der Glatze oben zwei Pünktchen.



Da war doch mal ein besserer Bogen dabei.

Viele Grüße
Peter
 
WUArtist Am: 04.05.2018 20:06:03 Gelesen: 132586# 205 @  
@ hannibal [#204]

Hallo Peter,

der Druckvermerk 1a ist immer mit der Type I1 verbunden. Dann hätten wir die Pünktchen nicht gebraucht.

Beste Grüße
WUArtist
 
Fips002 Am: 16.07.2021 20:12:09 Gelesen: 58705# 206 @  
Senkrechtes Paar mit Typ 1: Brillenbügel unterbrochen, Augenbrauen oben schraffiert und Typ 2: Brillenbügel durchgehend, Augenbrauen oben mehr oder weniger farblich ausgefüllt.

Beide Marken wurden von Tichatzky geprüft.



Dieter
 
besso Am: 21.06.2022 10:24:25 Gelesen: 39231# 207 @  
Algebra [#41]

Hallo Algebra,

es gibt schon kuriose Dinge bei Rollen. Oder Mache? Echte Prüfungen sind für mich kein Garant für wirkliche Echtheit.

Ich überlege, wie so etwas zustande gekommen sein könnte. Theoretisch denkbar, aber realistisch?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir einen besseren Scan der Vorderseite mit wenigstens 1200dpi senden könntest, dann kann ich vielleicht erkennen, wie es zustande kam.

Danke
Reinhard
 
tomato Am: 21.06.2022 20:57:47 Gelesen: 39155# 208 @  
@ besso [#207]

Hallo Reinhard,

deinen Beitrag verstehe ich nicht ganz. Die beiden Typen der 937 sind ziemlich eindeutig, auch die Signierung. Typenpaare sind bei Ulbricht auch nichts ungewöhnliches (=unterschiedliche Druckklischees innerhalb des Druckbogens) und bei dem 50 PF-Wert eher häufig - siehe auch MICHEL-Spezial. Dieser Eckrand stammt übrigens aus Bogen, nicht aus Rollen.

Gruß Thomas
 
Stefan Am: 21.06.2022 21:02:51 Gelesen: 39151# 209 @  
@ tomato [#208]

Besso bezieht sich auf Beitrag [#41] vom 21.02.2011 und nicht [#206] vom 16.07.2021. ;-)

Gruß
Stefan
 
tomato Am: 21.06.2022 21:14:32 Gelesen: 39144# 210 @  
@ Stefan [#209]

Achso, ja stimmt. Danke für den Hinweis.

Gruß Thomas
 
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