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Thema: Österreich Lombardei und Venetien: Schöne Belege
Das Thema hat 43 Beiträge:
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Magdeburger Am: 15.12.2018 16:22:25 Gelesen: 4952# 1 @  
Liebe Sammelfreunde,

unter Österreich wollte ich diesen Beleg nicht einstellen, deshalb ein neues Thema.



Am 26.01.1858 wurde dieser Beleg in Vicenza aufgeben und ging fast um die Ecke nach Padova. Dafür wurde ein 15 Centisimi, was 3 Kreuzer österreichische Währung entspricht, verwendet.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Meinhard Am: 16.12.2018 10:47:54 Gelesen: 4926# 2 @  
@ Magdeburger [#1]

Hallo Ulf,

passt zu deinem dazu. 2.5.1857, Brief von Padova nach Vicenca. 15 Centes, Type IIIc, Platte A, Maschinenpapier.

Da ich normalerweise keine Briefe sammle, dieser mir nur zugelaufen ist, hätte ich zum Rötelvermerk "10" ein Frage. Warum ?





MfG
Meinhard
 
bignell Am: 16.12.2018 11:03:00 Gelesen: 4919# 3 @  
@ Meinhard [#2]

Hallo Meinhard,

denke nicht, dass der Rötel postalischen Ursprungs ist. Für einen einfachschweren Brief passt das Franko, für einen doppeltschweren wären 3 + 6 KR CM angefallen (wurde nicht in Centesimi sondern Kreuzer notiert) wenn ich das richtig verstehe (Handbuch Dr Ferchenbauer Seite 64).

Lg, harald
 
bayern klassisch Am: 16.12.2018 12:58:43 Gelesen: 4912# 4 @  
@ Meinhard [#2]

Hallo Meinhard,

das ist keine 10, sondern eine kopfstehende 10. Nachporto oder irgendwelche Taxen waren immer gerade auf den Briefen zu notieren, niemals kopfstehend zur Adresse, von daher bin ich bei Harald und sehe darin sicher keinen postalischen Vermerk.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Meinhard Am: 16.12.2018 14:22:22 Gelesen: 4902# 5 @  
Hallo Harald,
hallo Ralph,

welche Bedeutung haben die 2 abgeschlagen "3" auf der Rückseite? Sind das Briefträger-Stempel und wenn ja, warum 2x ?

Beste Grüße,
Meinhard


 
bayern klassisch Am: 16.12.2018 14:38:13 Gelesen: 4896# 6 @  
@ Meinhard [#5]

Ja, das war die 3. Tour (oder die 5. Tour).

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 16.12.2018 15:19:15 Gelesen: 4888# 7 @  
@ bayern klassisch [#6]

Hallo Meinhard,

wie Ralph richtig schreibt, Distribuzione 3 (mehr hat es meines Wissens nach nicht gegeben).

Lg, harald
 
Cantus Am: 09.01.2019 12:51:31 Gelesen: 4808# 8 @  
Mein Beleg ist nicht unbedingt schön, ich habe aber mehrere Fragen dazu. Es handelt sich um einen Teil einer Briefvorderseite; der Brief war am 6.6.1851 in Lodi aufgegeben worden. Lodi liegt etwa 30 km südöstlich von Mailand am Fluss Adda.



Leider lässt sich der Zielort nicht mehr ermitteln, ich tippe aber auf einen Ort im ungarischen Teil des Reiches, worauf der Stempel rechts oben hinweist. Zu den anderen beiden Stempeln habe ich zwei Fragen.

Der Strahlstempel von Wien am oberen Rand des Briefausschnittes könnte ein Durchgangsstempel sein. Dazu möchte ich gerne wissen, ob damals die Post aus der Lombardei grundsätzlich über Wien gelaufen war und ob dafür üblicherweise so ein Strahlstempel zum Einsatz kam.



Der Aufgabestempel von Lodi besitzt rechts und links vom Stempelrechteck jeweils drei Punkte, wie ein Dreieck angeordnet. War das eine übliche Stempelform oder haben diese Punkte etwas Besonderes zu bedeuten?



Viele Grüße
Ingo
 
Martin de Matin Am: 09.01.2019 18:53:41 Gelesen: 4783# 9 @  
@ Cantus [#8]

Im Buch über die Entwertungen der ersten Ausgaben Österreichs von Edwin Müller sind nur 2 Orte mit den Anfangsbuchstaben Szom... aufgeführt. Erstens ist es Szomolnok; allerdings hat er für diesen Ort nur einen Zweiringstempel aufgeführt. Der zweite Ort ist Szombathely im Verwaltungsbezirk Vas. Vas ist auch unter Szom... in der Adresse zu lesen. Von diesem Ort sind auch Einkreisstempel aufgeführt. Szombathely liegt in Westungarn direkt an der Grenze zu Österreich ca. 100km südlich von Wien. Dies könnte auch den Weg über Wien erklären. Genaueres können vielleicht die Spezialisten für Postrouten sagen.
Die drei Punkte sind eine übliche Form des Kastenstempels mit Ort und vollständiger Datumsangabe der in der Anfangszeit der Erstausgabe vorkommt.

Gruss Martin
 
bayern klassisch Am: 09.01.2019 19:01:36 Gelesen: 4781# 10 @  
@ Martin de Matin [#9]

Hallo Martin,

alles richtig, was du schreibst und der Weg damals lief über Wien. Alles passt hier, sehr gut!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 09.01.2019 19:46:53 Gelesen: 4769# 11 @  
Liebe Freunde,

der Brief weist 2 Besonderheiten auf, die schon allein außergewöhnlich und kaum zu finden sind. Wer findet sie?



Triest, 27.5.185? nach Berlin. Die Siegelseite dient nur dem Postgeschichtler zur Laufwegsbestimmung.

Mal sehen, wer sie findet (wer lesen kann, ist klar im Vorteil). :-)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
bignell Am: 09.01.2019 23:02:13 Gelesen: 4752# 12 @  
@ bayern klassisch [#11]

Hallo Ralph,

ich halte mich mal zurück, aber den hätte ich auch genommen.

Herzlichen Glückwunsch,
harald
 
Markus Pichl Am: 09.01.2019 23:34:16 Gelesen: 4748# 13 @  
@ bignell [#12]

Hallo Harald,

leider verrät Dein Beitrag nichts konkretes zu Sachfragen zum Beleg, noch zu welchem Preis Du den Beleg noch gekauft hättest?

Für 5 Euro kaufe ich den Beleg auch, kaufst Du diesen auch noch für Euro 500.- ?

Beste Grüße
Markus
 
bignell Am: 09.01.2019 23:40:25 Gelesen: 4742# 14 @  
@ Markus Pichl [#13]

Hallo Markus,

wollte auch nichts konkretes sagen, weil vielleicht der eine oder andere raten möchte, wollte nur Ralph zum Beleg gratulieren. Und nein, 500 würde ich dafür sicher nicht ausgeben.

Lg, harald
 
Markus Pichl Am: 09.01.2019 23:44:48 Gelesen: 4739# 15 @  
@ bignell [#14]

Hallo Harald,

selbst habe ich mir noch keinen wirklichen Gedanken zu dem Beleg gemacht und aus dem Bauchgefühl heraus sehe ich auch nicht die von mir hinterfragte Preisklasse. Aber Dein Beitrag hat sich samt Gratulation so spannend gelesen, als wäre der Beleg eine Weltrarität und daher wollte ich doch wenigstens einmal die Preisklasse des lilafarbene Scheinchens hinterfragen. (smile)

Beste Grüße
Markus
 
bayern klassisch Am: 10.01.2019 06:32:19 Gelesen: 4721# 16 @  
@ bayern klassisch [#11]

Hallo ihr 2,

na, 500 € hat er nicht gekostet, nicht mal ein Zehntel davon, aber das wäre er mir sicher wert gewesen.

1. Er ist gerichtet an einen Empfänger in Berlin, der aus den USA stammt und gerade dort weilte:

"Herrn Joseph Scheuer aus New York". Da fragt man sich schon, wie schnell die Post damals gewesen sein musste, dass man in Triest mitbekam, dass einer aus New York sich gerade in Berlin befand.

2. Es war ein Brief mit Briefen "des Herrn D. J. Lehmann", so dass der Absender in Triest einen Herrn Lehmann gekannt hatte, der ausgerechnet für den New Yorker in Berlin informative Briefe nebst seinem eigenen schicken konnte.

Eine derartige Coinzidenz ist m. E. sehr ungewöhnlich und manchmal bin ich froh, dass nicht alle Sammler die deutsche Currentschrift lesen können, oder wenig achtsam über scheinbare Standardbriefe hinweg sehen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Markus Pichl Am: 10.01.2019 08:46:26 Gelesen: 4702# 17 @  
Hallo Ralph,

also, wer die saubere Schrift nicht lesen kann, der tut mir dann schon leid.

Der Absender von dem Brief, wurde wahrscheinlich bereits im Vorfeld der Ankunft des Herrn aus New York darüber in Kenntnis gesetzt, dass er innerhalb einer gewissen Zeit in Berlin weilen wird.

Das Problem liegt aber bei dem Brief in dem Bug, der durch die 3 Kr.-Marke läuft und das wird in dem Sammelgebiet furchtbar im Preis abgestraft. Der Brief ist selbstverständlich nett und dennoch schön anzusehen. Wertvoller würde er, wenn auf ihm Marken in Cent-Währung oder gar eine Währungsmischfrankatur aufgeklebt wäre.

Nebenbei vermerkt. Triest gehörte damals tatsächlich zu Österreich (Küstenland) und hat weder etwas mit der damals von Österreich besetzten Lombardei, noch mit Venetien wirklich etwas zu tun.

Beste Grüße
Markus
 
bignell Am: 10.01.2019 09:05:50 Gelesen: 4693# 18 @  
@ bayern klassisch [#16]

Hallo Ralph, hallo Markus,

Briefe an Personen auf Reise (Herrn … aus …) aus Österreich sehe ich eher selten, von der ersten Ausgabe war mir noch keiner bekannt.

Briefe "mit Briefen" kenne ich auf österreichischen Briefen gar nicht, wobei mich hier wundert, dass der Brief dann nicht schwerer war, neun Kreuzer war ja das gewöhnliche Fernporto.

Beides auf einem Brief vereint hilft nicht nur dem Sammler Platz sparen, dürfte schwer nochmal zu finden sein.

Hübsch ist auch dass die preußischen Freunde akkurat den Laufweg dokumentierten - Ihr könnt das besser beurteilen, aber für mich sehen die Stempel Magdeburg-Leipzig und Berlin-Leipzig nach Bahnpost aus.

Zur Erhaltung: Natürlich hat der Zahn der Zeit genagt, aber die aktenfrische Erhaltung findet man meist nur bei Massenware, und hier kann man nur froh sein, dass niemand die 6-KR-Marke ausgeschnitten hat, am Scan schwer zu beurteilen, aber sieht für mich nach der Abart "unterlegtes Mittelstück" aus, und das stecken Spezialsammler doch mal gern in ihr Abarten-Album, was sich mit Schnipp-Schnapp leichter unterbringen lässt zumal der Brief nicht viel hergibt - ausser man hat wie Ralph das entsprechende Auge dafür.

Deshalb nochmals Gratulation.

Lg, harald
 

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