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Thema: Briefmarken Software: Phila Color Check zur Bestimmung von Briefmarken Farben
Das Thema hat 155 Beiträge:
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TheQ Am: 18.05.2020 13:00:42 Gelesen: 44742# 56 @  
Hallo,

ich muss das noch mal richtigstellen.

Es gibt keinen kommerziellen Hintergedanken bei diesen Projekt. Das würde sich erst dann ändern, wenn ein Herausgeber von Farbkatalogen die Idee aufgreifen würde um z.B. Lizenzgebühren für Farben zu verlangen die im Programm hinterlegt wären. Ob es jemals so weit kommt, halte ich selbst für äußerst fraglich.

In erster Linie mache ich das

a) weil es Spaß macht
b) weil es (zumindest bei mir) zum Er­kennt­nis­ge­winn beiträgt
c) weil ich glaube, dass die Idee eine Chance auf Erfolg hat (ob im Rahmen eines Hobbyprojekts bleibt abzuwarten)

LG
Dietmar
 
chuck193 Am: 18.05.2020 21:18:53 Gelesen: 44642# 57 @  
@ TheQ [#25]

Hi TheQ,

dies ist mein Color Picker mit delta E.

Grüsse
Chuck
 
Holzinger Am: 19.05.2020 13:07:42 Gelesen: 44527# 58 @  
@ chuck193 [#57]

Hi Chuck,

Dein Bildanhang funzt nicht. :-( Evtl. neu/anders Format laden.

LG
 
22028 Am: 19.05.2020 13:39:43 Gelesen: 44515# 59 @  
@ Holzinger [#58]

Das liegt nicht am Format oder an chuck193 sondern am Bilderserver, die Datei wird dort nicht gefunden.
 
chuck193 Am: 19.05.2020 19:26:34 Gelesen: 44417# 60 @  
@ Holzinger [#58]

Hi,

ich versuche nochmals das Bild einzustellen:



Das Bild müsste auch irgend wo anders sein. Die Hauptsache ist, dass eine Menge Farben in diesem colorpicker sind. In der Vorschau ist das Bild auch.

Grüsse Chuck
 
Carsten Burkhardt Am: 20.05.2020 09:58:53 Gelesen: 44336# 61 @  
Hallo,

ich habe den Thread mit Interesse verfolgt und muss auch mal meinen Senf dazugeben.

Ich nutze seit 12 Jahren die Farbbestimmung von Wolfram Podien, wo im Ergebnis für jede Farbe charakteristische Kurven entstehen, die ich mittels Korrelanz automatisiert einer Datenbank zuordnen kann. Dadurch sehe ich, ob die Farbe der eingemessenen Marke den typischen Kurvenverlauf hat und kann erkennen, ob sie verändert oder verfälscht wurde. Sprich, wir haben Tausende hinterlegte alte Messungen und ordnen die neue zu.

Alles ist direkt kalibriert durch das Messgerät (Xrite DTP 41 oder neuere), das Gerät hat einen geringen Preis gebraucht (ca. 300 Euro) und viele BPP-, VP- und VPEx-Prüfer nutzen die Sorftware für die Forschung und auch für die Prüfpraxis. Das ist der Goldstandard nach meinem Ermessen.

Ich weiß, es gibt andere Meinungen bezüglich des Verständnisses von Farbe ...

Gibt es die Möglichkeit, in der hier diskutierten Methode, eine Datenbank anzulegen, die Korrelanzprüfungen macht? Ich habe vorher auch mit Scanner und Photoshop gearbeitet und alle möglichen Farbreihen eingemessen, es kam nichts wirklich belastbares dabei raus.

Kann man hier erreichen, Manipulationen zu erkennen? Sprich: Eine Farbe wurde mit dem Bügeleisen behandelt, damit sie dunkler oder brauner wird und so aussieht wie die original braun gedruckte Farbe statt orange etc.

Viele Grüße
Carsten
 
opti53 Am: 20.05.2020 13:42:12 Gelesen: 44294# 62 @  
@ Carsten Burkhardt [#61]

Hallo Carsten,

Deine Lösung unterscheidet sich zuerst einmal durch das Messgerät, das ein professionelles Gerät für die Druckindustrie ist. Allerdings werden dort i.d.R. Farbflächen auf einer Druckkontrollleiste ausgewertet, um das Druckergebnis zu überprüfen. Durch Eichung sind diese Geräte natürlich sehr objektiv, allerdings auch nicht unbedingt einfach in der Handhabung. Zu dem Programm von Wolfram Podien habe ich keine Informationen gefunden. Wenn sich jemand, so wie Du, in der Arge mit den Farben der Köpfe-Serie befasst, ist dass sicherlich eine angemessene Ausstattung. Zudem ist der Aufbau einer Datenbank sicher auch nicht jedermann möglich.

Ich denke, die Idee unseres Hobby-Programmierers war eher, mit einfachen Mitteln auch ein halbwegs vernünftiges Ergebnis zu erzielen, wobei mich diese Idee auch schon seit einer Weile beschäftigt. Viele haben einen Scanner, und der ist auch nicht besonders teuer. Vor allem kann man ihn vielfältig einsetzen, was für ein Farbmessgerät nicht zutrifft. Wenn es also gelänge, mit einem Scanner die Farbvarietät einer Anzahl von Marken einzugrenzen, wäre das doch schon ein schönes Ergebnis. Das hier gezeigte Programm hat erst mal nicht mehr getan, als aus den leicht unterschiedlichen Pixeln einer Scan-Aufnahme die mit der häufigsten Farbe herauszusuchen. Denn das Scan-Ergebnis ist halt immer in eine Vielzahl von Pixeln aufgeteilt. Wie man aus der Bestimmung der dominanten Farbe zur Farbbestimmung kommt, haben wir bis jetzt noch nicht gesehen.

Viele Grüße

Thomas
 
TheQ Am: 20.05.2020 19:24:45 Gelesen: 44233# 63 @  
@ Carsten Burkhardt [#61]

Hallo Carsten,

>Gibt es die Möglichkeit, in der hier diskutierten Methode, eine Datenbank anzulegen, die Korrelanzprüfungen macht?

Das Projekt steht noch am Anfang und denkbar ist vieles. Ich nehme mal an, ein Gerät wie das Xrite DTP 41 o.ä. speichert seine Ergebnisse nicht als PC taugliche Bilder ab, sondern in einem speziellen Format, richtig?

@ opti53 [#62]

Hallo Thomas,

>Ich denke, die Idee unseres Hobby-Programmierers war eher, mit einfachen Mitteln auch ein halbwegs vernünftiges Ergebnis zu erzielen ...

So war zumindest die Grundidee.

Keine Angst, ich nehm's nicht persönlich ;-) Das Projekt ist ein Hobbyprojekt, aber ich bin Ingenieur und mache seit über 20 Jahren professionelle SW Entwicklung.

Wie man aus der Bestimmung der dominanten Farbe zur Farbbestimmung kommt, haben wir bis jetzt noch nicht gesehen.

Ja, das scheint tatsächlich eine größere Hürde zu sein. Inzwischen habe ich eine Rückmeldung der RAL gGmgH bekommen die ich angefragt hatte: Sollten RAL Farben im Programm hinterlegt werden, wären Lizenzgebühren an RAL fällig.

LG
Dietmar
 
Carsten Burkhardt Am: 20.05.2020 19:49:44 Gelesen: 44219# 64 @  
@ TheQ [#63]

Hallo,

das DTP gibt nur die Rohdaten aus, d.h. 30 Messwerte von Reflexionen in unterschiedlichen Lichtbereichen in Schritten von 10 nm Wellenlänge.

Es kommen also Zahlenfolgen wie 28,2; 27,4; 29,4; 32,9 ...... heraus, und den Rest macht die Software.

Viele Grüße
Carsten
 
opti53 Am: 20.05.2020 22:34:02 Gelesen: 44162# 65 @  
@ Carsten Burkhardt [#64]

Hallo Carsten,

das ist wohl der wesentliche Unterschied zwischen dem DTP und dem Scanner: das DTP erzeugt eine Messung aufrund der Reflexion des Gesamtobjektes, der Scanner erzeugt eine Vielzahl von Bildpunkten. Deshalb muss man die relevanten Punkte herausfiltern. Das hat Dietmar (TheQ) schon gelöst. Das DTP macht zwar wohl auch eine Art Spektralanalyse, ich weiß nur nicht, wie man da mit 30 Messpunkten hinkommt. Die Spektralanalyse beim Scanner macht die Software, die eine Farbinformation in codierter Form liefert. Jetzt wäre es schon interessant zu erfahren, was das von Dir benutzte Programm mit den Farbinformationen macht.

@ TheQ [#63]

Hallo Dietmar,

dass Du bezüglich des Programmierens vom Fach bist, hatte ich zwar angenommen, wusste es aber nicht. So gesehen bezog sich dann "Hobby" doch auf Dein Projekt. Ich glaube, mit der Hilfe von Carsten und seiner Erfahrung kannst Du doch weiterkommen.

Bezüglich der Farbtabellen hätte ich RAL auch nicht so präferiert, weil das im Briefmarkenumfeld nicht so leicht übersetzt werden kann. So gesehen sind die Michel-Farben (oder ggfls. auch solche von anderen Katalogen) für diesen Zweck hier relevanter. Eine Möglichkeit wäre ein paar Referenzfarben aus dem Farbenführer zum Abgleich zu scannen. Dann wäre halt der Farbenführer zum Abgleich nötig. Was meinst Du? Es muss halt jeder, der das Programm benutzen will, diesen Abgleich selber vornehmen.

Viele Grüße

Thomas
 
Ben 11 Am: 21.05.2020 09:39:10 Gelesen: 44109# 66 @  
Guten Morgen Zusammen,

die Diskussion ist ja ganz gut weitergegangen.

@ chuck193 [#48]

Nach DIN 53218 erfolgt die Differenzierung des Farbabstandes zweier Farborte in sechs Stufen. Die Interpretation in Klammern ist von mir.

0 = kein Farbunterschied: ∆E=0-0.5
1 = sehr kleiner („für geübte Augen bemerkbarer“) Farbunterschied: ∆E=0.5-1
2 = kleiner („unmerklicher“)Farbunterschied: ∆E=1-2
3 = mittlerer („wahrgenommener“) Farbunterschied: ∆E=2-4
4 = großer („wesentlicher“) Farbunterschied: ∆E=4-5
5 = sehr großer („als andere Farbe wahrgenommener“) Farbunterschied: ∆E>5

@ TheQ [#47]

du würdest: eine Farbe im Bild wählen, eine delta Funktion wählen (dE, dE94, dE00 = CIE DE 2000), einen delta Wert vorgeben.
und würdest als Ergebnis alle Farben erwarten die im Bild vorkommen und dieses delta im Bezug auf die gewählte Farbe haben.


Ich würde etwas anders vorgehen:

- eine erste Marke scannen und dabei die Farbe messen (das Messen geht auch mit einem Messgerät). Aus den gemessenen Werten den Lab-Farbort ermitteln.
- das Gleiche mit einer zweiten Marke machen.
- den Farbabstand mit CIE DE 2000 errechnen und anhand der obigen Kriterien beurteilen. Unterscheiden sich beide Farben? Wenn ja, wie viel und warum?

Die Farbbezeichnungen in den Katalogen würde ich als "sprechende Namen" stehen lassen und mit einem typischen Lab-Wert ergänzen. Diesen Wert kann man als Referenz ("zweite Marke") verwenden.

Diese Referenz wird anhand einer Messreihe aus sehr vielen gemessenen Marken berechnet. Ich habe das schon mal mit einer Clusteranalyse gemacht. Bei dieser Analyse werden die Marken mit den kleinsten Farbabständen zueinander zu einer Gruppe zusammengefasst. Die Mitte der Gruppe bildet dann den Referenzwert. Eine Datenbank wäre nicht erforderlich.

Korrelation als Maß der Übereinstimmung zweier Farben halte ich hier mathematisch für ungeeignet, da hier zwar ein möglicher Zusammenhang (zweier Farben) gezeigt wird, dieser aber nicht kausal sein muss.

Viele Grüße
Ben
 
Wim Ehlers Am: 21.05.2020 10:05:22 Gelesen: 44091# 67 @  
Ihr lieben Farbforscher,

gespannt verfolge ich weiter Eure Diskussion zu diesem Thema. Okay, gehen wir einmal davon aus, dass "Phila Color Check" fertig programmiert ist und die Software wäre einsatzbereit. Nun stellt sich aber für mich die "Kardinalfrage":

Wem soll "Phila Color Check" wobei Nutzen bringen?


Briefmarkenhändler, Auktionshäuser, Kataloghersteller oder Verbandsprüfer werden es wohl kaum zur Bewertung heranziehen. Für Briefmarkensammler und Philatelisten ist es eine nette Spielerei, wenn sie ihr Geld lieber für Hard- und Software, als für Briefmarken & Co ausgeben würden. Sorry für meine Bewertung, aber meine Skepsis wird immer größer.

Einen schönen Himmelfahrtstag und
beste Grüße
Wim
 
TheQ Am: 21.05.2020 12:32:30 Gelesen: 44057# 68 @  
@ Wim Ehlers [#67]

Hallo Wim,

wie schon mehrfach erwähnt, es gibt keine Garantie, dass jemals etwas brauchbares heraus kommt. Von daher kann ich deine Skepsis teilweise nachvollziehen.

Genauso wenig kann ich vorhersehen, wem das wann was nützt. Spielt aber auch keine Rolle. Wenn jemand etwas sinnvolles mit dem Teil- oder Endergebnis anfangen kann, schön. Wenn nicht, dann war es eben nur eine Spielerei.

Manche Ideen enden in einer Sackgasse (wie z.B. das Hinterlegen von Farben, die mit Schutzrechten versehen sind). Dafür tun sich unter tatkräftiger Mithilfe der Farbforscher hier andere Ideen auf, die man weiterverfolgen kann.

Wünsche ebenfalls einen schönen Vatertag.
LG Dietmar
 
chuck193 Am: 21.05.2020 20:36:25 Gelesen: 43992# 69 @  
@ Ben 11 [#66]

Hi Ben,

ich habe mir deine Seite ausgedruckt, wegen der Bestimmung von dE. Bezieht sich das auf CIE dE2000? Leider hatte ich die Aufstellung noch nie gesehen. Ist aber gut Anhaltspunkte zu haben. Vielen Dank.

Grüsse,
Chuck
 
chuck193 Am: 21.05.2020 21:57:07 Gelesen: 43970# 70 @  
@ Ben 11 [#66]

Hi Ben,

mit meinem color Picker braucht man die Farbabstände nicht errechnen, die dE ist mit dabei, ausser einer Menge Farben. Der Picker kann viel mehr und kostet nichts.

Grüsse Chuck.
 
Richard Am: 22.05.2020 09:36:59 Gelesen: 43877# 71 @  
@ TheQ [#68]

Hallo Dietmar,

wenn ich nicht in der Zeit meiner Selbständigkeit (1978-2016) ständig meine neuen Ideen ausprobiert hätte, die dann auch weit überwiegend zu finanziellen Erfolgen geführt haben, gäbe es keine Philaseiten und keine 5 philatelistische Datenbanken. Und ich bin noch immer am experimentieren um auf den Philaseiten einige abschliessende Ideen umzusetzen.

Lass Dich nicht von Deiner Linie abbringen und mache weiter !

Schöne Grüsse, Richard
 
opti53 Am: 22.05.2020 14:31:33 Gelesen: 43824# 72 @  
@ chuck193 [#70]

Hallo Chuck,

mir hat sich noch nicht ganz erschlossen, welchen Colorpicker Du meinst. Könntest Du eventuell ein Link hinterlegen?

Viele Grüße

Thomas
 
chuck193 Am: 22.05.2020 17:21:26 Gelesen: 43773# 73 @  
@ opti53 [#72]

Hi Thomas,

Sorry, den richtigen Link habe ich seit Jahren nicht mehr. Aber wenn du Gugelst, mit Digitaler Farbatlas, dann durfte die Seite rauskommen, es stammt von Oldenburg. Mit der Vollversion, hat man hunderte Farben dabei, meiner hat vielleicht 100.

Schöne Grüsse,

Chuck
 
TheQ Am: 22.05.2020 17:25:24 Gelesen: 43770# 74 @  
@ Richard [#71]

Hallo Richard,

vielen Dank! Natürlich mache ich weiter. Es geht im Schneckentempo aber so ist das eben wenn man nur wenige Stunden Freizeit aufbringen kann. Die Ideen, Beiträge und Anregungen hier sind auf jeden Fall Gold wert.

@ opti53 [#65]

Hallo Thomas,

die RAL Classic Farben waren eher als Versuchsballon gedacht, da diese ja "frei verfügbar" sind (z.B. wikipedia). Aber "frei" ist eben nicht frei, wie mir mittlerweile die RAL gGmbH bestätigt hat.

Eine Möglichkeit wäre ein paar Referenzfarben aus dem Farbenführer zum Abgleich zu scannen. Dann wäre halt der Farbenführer zum Abgleich nötig.

Das war eine Idee. Dazu müssten aber doch einige oder am besten alle Farben des Farbenführers im Programm enthalten sein, was an der rechtlichen Thematik scheitert.

@ Ben 11 [#66]

Hallo Ben,

Die Farbbezeichnungen in den Katalogen würde ich als "sprechende Namen" stehen lassen

Jetzt hast du mich abgehängt. Farbbezeichnungen aus Farbenführern kann ich ja nicht verwenden. Oder habe ich dich falsch verstanden?

Diese Referenz wird anhand einer Messreihe aus sehr vielen gemessenen Marken berechnet. Ich habe das schon mal mit einer Clusteranalyse gemacht. Bei dieser Analyse werden die Marken mit den kleinsten Farbabständen zueinander zu einer Gruppe zusammengefasst. Die Mitte der Gruppe bildet dann den Referenzwert.

Clusteranalyse! Genau das ist der Punkt! Den hatte ich salopp mit "finden der dominantem Farben" bezeichnet. Die Umsetzung im Programm ist noch ... sagen wir mal verbesserungswürdig (z.B. finden alle Berechnungen noch im RGB Raum statt). Man müsste erst mal ein geeignetes Verfahren festlegen. Clusteranalyse Verfahren gibt es ja einige.

Ich hatte mir vor einigen Wochen schon mal den k-Means und EM-Algorithmus angesehen. Also wenn du Erfahrungen hast welche Verfahren geeignet sind, her damit!

Eine Datenbank wäre nicht erforderlich.

Die Messreihen (Rohdaten) in einer Datenbank mit zuführen würde vermutlich schon Sinn machen wenn man später z.B. die Analysemethodik (z.B. verschiedene deltaE, verschiedene Farbräume, etc.) für die Bildung der Gruppen oder des Referenzwerts ändern möchte.

Ich habe die Verteilung der Häufigkeit mal in einem Hue/Saturation Kreis visualisiert und damit zwei Marken gemessen. Der Unterschied ist auf jeden Fall sichtbar.



LG Dietmar
 
opti53 Am: 22.05.2020 18:51:12 Gelesen: 43745# 75 @  
@ TheQ [#74]

Hallo Dietmar,

das Bild gefällt mir sehr gut. Es erlaubt schon gute Vergleiche, entweder mit einer geprüften Marke, oder mit dem Michel Farbenführer. Notfalls muss das jeder für sich selber einlesen. Man könnte es ja dadurch unterstützen, dass man den Farbenführer seitenweise scannt, und Dein Programm die Möglichkeit bietet, jeweils auszuwertende Ausschnitte festzulegen.

Viele Grüße

Thomas
 
opti53 Am: 22.05.2020 22:53:50 Gelesen: 43676# 76 @  
Hallo Dietmar,

da konnte ich jetzt nicht widerstehen und musste doch mal eine der Farbflächen aus dem Farbenführer mit Deinem Programm untersuchen. Das ist schon beeindruckend:



Gerade in der HLS-Darstellung sieht man sehr schön, in welch engen Grenzen sich der Farbwinkel bewegt. In der dazugehörigen Farbreihe war der Farbwinkel sehr konstant, nur Sättigung und Helligkeit unterschieden sich. Das ist aber nicht bei allen Farbreihen so perfekt.

Auch das Histogramm zeigt sehr scharfe Farblinien.

Wie Du siehst habe ich schon Deine neueste Version verwendet.

Viele Grüße

Thomas
 
TheQ Am: 23.05.2020 08:08:54 Gelesen: 43625# 77 @  
@ opti53 [#75]

Hallo Thomas,

Notfalls muss das jeder für sich selber einlesen

ich muss mir das mal überlegen, wie man das umsetzen kann.

Du würdest dir also mit Hilfe des Programms deine private elektronische "Farbdatenbank" erstellen, in dem du peu à peu eingescannte Farben (von Marken oder wie in deinem Beispiel aus einem Farbführer) übernimmst. Diese könnte man dann bei der Analyse heranziehen und als Ergebnis ausgeben, welche Farbe am nächsten dran ist.

LG Dietmar
 
Holzinger Am: 23.05.2020 15:09:53 Gelesen: 43559# 78 @  
@ TheQ [#77]

Nun habe ich das Programm doch einmal probiert und bin begeistert.

1. Versuch mit Farbblättchen (600 dpi) nahe liegender Farben (hellviolettblau, violettblau, grauultramarin, lebhaftultramarin, violettultramarin usw.). Das Ergebnis ist ganz klar über einen eindeutigen Pik definiert.

2. Versuch mit meinen 2 alten USA Nr. 17 - bei der es z.B. Farbvarianten (Töne) im Katalog mit grauschwarz und schwarz gibt - aus meiner persönlichen Farb-Vergleichsreihe (deshalb bitte keine Bemerkung zum Zustand :-) ):

Ergebnis: In beiden Fällen (jeweils in der linken oberen "2" des Bildanhanges bei 600 dpi gemessen) war immer gleich "mehrfach 0", also ein eindeutiges "schwarz".

Bisher war ich immer davon ausgegangen, das die linke Marke "grauschwarz" ist :-(, komme aber nun zu der Erkenntnis, daß es doch nur durch die "Farbsättigung" bedingt ist.

Soweit einmal zum "Markenvergleich".




Nachtrag:
Mit einer Bildschirmkopie als Datei klappt es erwartungsgemäß natürlich nicht. Da spielen die Bildpunkte des Screens natürlich die dominate Rolle, so daß ein gleichmäßiges (nicht nutzbares) Farbverhalten über alle 3 Bereiche entsteht. Das war zu erwarten, ausprobiert habe ich es aber trotzdem. Wäre ja zu schön gewesen :-) :-).
 
Ben 11 Am: 23.05.2020 17:36:56 Gelesen: 43519# 79 @  
@ TheQ [#74]

Hallo Dietmar,

Die Farbbezeichnungen in den Katalogen würde ich als "sprechende Namen" stehen lassen - Jetzt hast du mich abgehängt. Farbbezeichnungen aus Farbenführern kann ich ja nicht verwenden. Oder habe ich dich falsch verstanden?



Zugegeben, das war sehr weit geschaut. Ich meine damit, das in einen Briefmarkenkatalog neben der "wörtlichen" Farbbezeichnung auch der Referenzwert z.B. in Lab stehen kann. Die Sammler bräuchten dann keine Datenbank, sondern könnten sich in ihren Untersuchungen darauf beziehen.

Ich hatte mir vor einigen Wochen schon mal den k-Means und EM-Algorithmus angesehen. Also wenn du Erfahrungen hast welche Verfahren geeignet sind, her damit!

Ich hatte das Zentroid-Verfahren verwendet. Es arbeitet mit den euklidischen Abständen. Es werden in jedem Durchlauf immer genau die beiden Messwerte zusammengefasst, deren Abstand zueinander am kleinsten ist.
Mir ist jedoch nicht ganz klar, warum Du für eine einzelne Marke eine Clusteranalyse machen möchtest. Solche Verfahren nimmt man zum Gruppieren größerer Datensätze, also mehrerer Marken (>1000).

k-Means hatte ich abgewählt, da hier die Clusteranzahl vorgegeben wird. Beim EM-Algorithmus musst Du einen Erwartungswert festlegen und fängst dann mit Zufallsvariablen an zu rechnen. Das habe ich noch nicht probiert.

Kannst Du mir bitte mal für eine Messung die Rohdaten z.B. als *.csv Datei schicken? Und erkläre mir bitte mal, wie Du die Daten auswertest. Ich würde mir das gern mal mathematisch ansehen. Vielleicht fällt mir dazu was ein.

Die Messreihen (Rohdaten) in einer Datenbank mit zuführen würde vermutlich schon Sinn machen wenn man später z.B. die Analysemethodik (z.B. verschiedene deltaE, verschiedene Farbräume, etc.) für die Bildung der Gruppen oder des Referenzwerts ändern möchte. Ich habe die Verteilung der Häufigkeit mal in einem Hue/Saturation Kreis visualisiert und damit zwei Marken gemessen. Der Unterschied ist auf jeden Fall sichtbar.

Zentral auf eine Datenbank mit den Messreihen zugreifen zu müssen, ist sicher nicht so optimal. Der Vorschlag von Thomas (Opti53) ist da besser. Jeder kann lokal seine eigenen Messungen aufbauen. Zusätzlich können z.B. Prüfer oder Sammler mit großen Markenbeständen Referenzwerte ermitteln und diese für das Programm zur Verfügung stellen.

Viele Grüße
Ben.
 
opti53 Am: 23.05.2020 19:08:13 Gelesen: 43486# 80 @  
@ Ben 11 [#79]

Hallo Ben,

bei den Referenzwerten von anderen Sammlern mit großen Markenbeständen müsste erst einmal sichergestellt werden, dass die Ergebnisse vergleichbar sind. Dazu könnte man mit Hilfe des Forums ein Experiment machen. Wir suchen uns ein Farbplättchen aus dem Farbenführer aus und möglichst verschiedene Leute bestimmen die Parameter. Das könnte vor allem deshalb zu einem Vergleich taugen, da die Farbplättchen bestimmt mit hoher Sorgfalt von Michel erzeugt werden. Vielleicht ist dann der Unterschied der Messungen sehr gering (was meine Hoffnung wäre). Die Ansicht, dass man mit Scannern keine Farben messen kann rührt meines Erachtens daher, dass man sonst immer nur einen einzelnen Punkt aus einer Farbfläche bestimmt hat, der aber nicht die dominante Farbe sein muss. Durch die Ermittlung der dominanten Farbe kommen vielleicht doch alle zum (fast) gleichen Ergebnis. Dann wäre viel einfacher, eine Farbtabelle zu hinterlegen.

Viele Grüße

Thomas
 

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