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Thema: (?) (1038/40/47) Rohrpostbelege
Das Thema hat 1047 Beiträge:
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merkuria Am: 26.12.2014 00:04:05 Gelesen: 395417# 973 @  
Hier einmal einen Beitrag zum praktisch nie erwähnten Rohrpostsystem in Italien!



Italien war das einzige Land, welches für ihr Rohrpostsystem eigene Briefmarken herausgegeben hat. Die erste Ausgabe erfolgte im April 1913 (Mi.Nr. 110), die letzte Rohrpostmarke wurde am 15. März 1966 ausgegeben (Mi.Nr. 1204). Im Jahre 1981 wurde der Rohrpostbetrieb eingestellt. Für vertiefende Informationen empfehle ich den folgenden Link:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rohrpostnetze_in_Italien



Rohrpostbrief vom 8.5.1929 von Rom in die Schweiz. Aufgegeben im Hotel Flora (welches vermutlich über einen Rohrpostanschluss verfügte) wurde der Brief an das Hauptpostamt Rom zur weiteren Verarbeitung geschickt.
 
cartaphilos Am: 27.12.2014 10:58:16 Gelesen: 395156# 974 @  
@ Eiermann [#969]

Zum Thema Rohrpostversuchsstempel beim Postamt Berlin SW61 vielleicht noch ein paar hübsche Bildbelege:

Als Aufgabestempel 3 x auf und neben dem Wertstempel abgeschlagen - ein Versuchsstempel im wahrsten Sinne des Wortes (wohl 2 x danebengezielt):



Als Aufgabestempel 7x auf Brief abgeschlagen, was der absolute Rekord sein dürfte (alle sechs Marken getroffen und 1 x zu dokumentarischen Zwecken daneben):



Als Aufgabestempel auf Rohrpostkarte abgeschlagen:



Und last but not least: als Ankunftstempel vorderseitig auf Rohrpostkarte:



Und nun allen ein schönes Wochenende.
 
blaujacke Am: 29.01.2015 20:54:22 Gelesen: 388732# 975 @  
@ telosgraphein007 [#971]

Hier dann Beleg Nr. 8


Versuchsstempel BERLIN W 49 (R 30) vom 23.02.1885

und noch zwei von SW 61 (R 31)


Versuchsstempel BERLIN SW 61 (R 31) vom 11.04.1885 und vom 27.06.1885
 
Marcel Am: 11.03.2015 19:24:07 Gelesen: 381819# 976 @  
Von Kollege zu Kollege!

Lieber Kollege!
Sie vergessen wohl nicht,
mich morgen früh wenn
möglich 7 1/2 abzulösen.
Im voraus besten Dank & besten
Gruß Bräuninger


Rohrpost vom 25.12.1889



schöne Grüße
Marcel
 
blaujacke Am: 20.03.2015 13:04:08 Gelesen: 380803# 977 @  
Offensichtlich noch nicht erfaßter Stempel BERLIN.O./ 17/ c vom 6/10 85 (im KBHW Erstverwendungsdatum: 22.03.1886)





Ich stelle diesen Beleg mit seinen Stempel vor, weil er meines Wissens das bisher früheste Datum des Rohrpostanschlusses beim Postamt O 17 (R 21) dokumentiert. Absender ist die KÖN. NIEDERSCHL. MÄRK. EISENB. * TELEGR. STATION BERLIN *. Also handelte es sich vermutlich um ein Eisenbahntelegramm. Entsprechend dem Leitvermerk "19" ist daneben - wenn auch schwach - der Ankunftsstempel R 19, Zug 53, erkennbar. Bekanntlich wurde um den hier dargestellten Zeitpunkt herum der Anschluß des Rohrpostamtes Nr. 21 vom Ostbahnhof zum Schlesischen Bahnhof vorgenommen. Ich warte auf Belege früheren Datums!

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Die Poststempel Berlins"]
 
blaujacke Am: 02.04.2015 12:33:28 Gelesen: 378749# 978 @  
Ein unbekannter Botenstempel des Postamtes Berlin-Lichterfelde 1 ?





Der Rohrpostbrief (2 Pf. überfrankiert!) ging am 01.01.1931 von der RPBetrSt Berlin W 15 um 21.00 Uhr zur RPBetrSt W 9 (Ankunft 22.20) und war am 02.01.1931 zwischen 4.00 und 05.00 Uhr beim Postamt Lichterfelde 1. Die Zustellung sollte lt. Absender "um 7 Uhr morgens" erfolgen. Den Kreisstempel mit der römischen Sechs deute ich als Botenstempel.

Wer weiß mehr?

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Die Poststempel Berlins"]
 
blaujacke Am: 20.04.2015 12:47:16 Gelesen: 375877# 979 @  
Schade, daß der einst so rege Austausch auf dieser Seite eingeschlafen ist! Dennoch hoffe ich aber auf Rückmeldungen zu meinen Fragen:

Der gezeigte Expressbrief (österr. Ganzsache) wurde am 06. oder 08.08.1917 (8.30) in WIEN 62 (im unteren Ring lese ich "10 a *") aufgegeben und erhielt am 08.08.1917 um 18.20 Uhr den Stempel der Rohrpostbetriebsstelle BERLIN O 17. Die Rückseite weist die Rohrpostbeförderung nach BERLIN SW 12, -9.8.17. 3.10 N und Zustellung mit Botenstempel Nr. 2 aus.

1.) Ist ein Postlauf Wien 08.08.17, 08.30 - Berlin 08.08.17, 18.20, möglich gewesen?

2.) Ist der Minutenstempel von Wien ein Rohrpoststempel oder gab es solche auch für besondere Annahmeschalter für Express-Sendungen? Wenn Ersteres stimmt, kann eine Rohrpostbeförderung in Wien erfolgt sein?



Für Eure Mühe danke schon einmal!
 
stampmix Am: 20.04.2015 22:14:46 Gelesen: 375800# 980 @  
@ blaujacke [#979]

Hallo blaujacke,

1.) Ist ein Postlauf Wien 08.08.17, 08.30 - Berlin 08.08.17, 18.20, möglich gewesen?

Schau doch nochmals genau nach, ob der Aufgabestempel eventuell vom 6.8.17 ist.

2.) Ist der Minutenstempel von Wien ein Rohrpoststempel oder gab es solche auch für besondere Annahmeschalter für Express-Sendungen? Wenn Ersteres stimmt, kann eine Rohrpostbeförderung in Wien erfolgt sein?

Der Minutenstempel ist von der Wiener Rohrpost, deren Nutzung durch die Eilgebühr abgegolten war.

mit bestem Gruß
stampmix
 
blaujacke Am: 20.04.2015 22:26:33 Gelesen: 375792# 981 @  
@ stampmix [#980]

Vielen Dank stampmix!

Ich erkenne nur eine "6", schließe aber nicht aus, daß das nur der sichtbare Teil einer "8" ist. Darum ja meine Frage, ob eine Beförderungsdauer von 9 Std 50 Min möglich war. Bei Verneinung dieser Frage könnte es ja nur der 6. August gewesen sein!

Die Aufgabe des Briefes erfolgte also beim Rohrpostamt und die Beförderung dürfte dann vermutlich mit Rohrpost zum Bahnhof gewesen sein, was aber nicht dokumentiert ist.

Viele Grüße
Uwe
 
juni-1848 Am: 21.04.2015 02:11:23 Gelesen: 375768# 982 @  
@ merkuria [#973]

Aufgegeben im Hotel Flora (welches vermutlich über einen Rohrpostanschluss verfügte) wurde der Brief an das Hauptpostamt Rom zur weiteren Verarbeitung geschickt.

Wie begründest Du den Hausanschluß? Findet sich auf der Rückseite des Briefes ein Rohrposthinweis/-stempel?

Sammlergruß
Werner
 
DerLu Am: 21.04.2015 07:07:32 Gelesen: 375731# 983 @  
@ juni-1848 [#982]

Hallo,

der Postaufgabestempel in Wien müsste vollständig lauten: "7 WIEN 62 * 10 a". Lt. Tobitt & Taylor war das Postamt im "P.A. Neubau II".

Die blaue, später ( in Berlin ? ) durchgestrichene, "24" war m.M. nach der Wiener Leitvermerk und 'gehörte' zum Nordwestbahnhof.

Viele Grüße
DerLu
 
roteratte48 Am: 28.04.2015 17:47:52 Gelesen: 374757# 984 @  
Wo, wenn nicht bei den Rohrpost-Experten, kann mir weitergeholfen werden mit diesem Stempel:



Ist das eurer Meinung nach ein Rohrpoststempel? Und weiß jemand von euch zufällig, wann die "pneumatic city-mail" in Birmingham in Betrieb ging?

Für's anschauen und eure Mühen im Voraus Dankeschön!

lg - Rolf
 
dr.vision Am: 30.04.2015 11:15:00 Gelesen: 374347# 985 @  
@ roteratte48 [#984]

Moin Rolf,

schade, dass Du noch keine Antworten auf Deine Frage hast, aber wie Du ja wahrscheinlich selbst schon erkannt hast, ist das Netz in diesem Fall nicht so ergiebig. Es bleibt spannend.

Meine Frage: war es üblich, dass eine Rohrpost im Ankunfts-PA nicht gestempelt wurde? Oder ist er nur so durchgerutscht? Aufgegeben im PA BERLIN C 2 und im HPA ins Rohr geschickt. Rückseitig kein Ankunftsstempel.



Danke für eine Antwort.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
blaujacke Am: 30.04.2015 14:30:11 Gelesen: 374267# 986 @  
@ dr.vision [#985]

Hallo Ralf,

hier der Auszug aus der zu der fraglichen Zeit geltenden Rohrpost-Betriebs-Ordnung von 1885, § 9, der Deine Frage beantwortet:

"XIII. Das Ankunfts-Rohrpostamt versieht sämtliche von ihm zu bestellende oder auf anderem Wege als mit der Rohrpost weiter zu befördernde Rohrpostsendungen sogleich nach dem Eingange mit dem Abdruck seines hierzu gleichfalls bestimmten Rohrpost-Tagesstempels, und zwar werden die Briefe auf der Rückseite, die Karten auf der Vorderseite gestempelt. Mit dem Abdruck des nämlichen Stempels werden alle mit der Rohrpost in Ausfertigung eingehenden Telegramme auf der Verschlußklappe versehen. Ferner sind bei dem Rohrpostamt Nr. 1 (Haupt-Telegraphenamt) die mit der Rohrpost daselbst zur Ab- bz. Weitertelegraphirung eingehenden Telegramme auf der Vorderseite am oberen Rande der Urschriften bz. Aufnahmeblätter an einer freien Stelle mit dem Rohrpost-Tagesstempel zu bedrucken.

Zur Sicherung des rechtzeitigen und pünktlichen Umsetzens der auf Angabe von Viertelstunden eingerichteten Rohrpost-Tagesstempel ist bei den Rohrpostdienststellen ein besonderes Prüfungsbuch (Formular C. 135) in derselben Weise zu führen, wie bei den Postämtern hinsichtlich der Post-Tagesstempel. Für die ordnungsmäßige Führung des Stempel-Prüfungsbuches und für pünktliches Umsetzen der Rohrpost-Tagesstempel bei den Rohrpostdienststellen ist der jeweilig diensthabende Aufsichtsbeamte verantwortlich."

Gruß Uwe
 
dr.vision Am: 30.04.2015 16:52:11 Gelesen: 374222# 987 @  
@ blaujacke [#986]

Moin Uwe,

herzlichen Dank für Deine Mühe. Ich habe mir den Wortlaut direkt mal gespeichert. Dann bleibt ja für meinen Brief nur noch die Möglichkeit, dass er nachträglich gestempelt wurde, oder?

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
blaujacke Am: 30.04.2015 22:33:26 Gelesen: 374133# 988 @  
@ dr.vision [#987]

Hallo Ralf,

ein eindeutiges Nein! Der Rohrpostbrief wurde beim Postamt C 2 - das noch keinen RP-Anschluß hatte - aufgegeben und an das Rohrpostamt Nr. 13 weitergeleitet und dort mit dem Leitvermerk "39" versehen. Der fehlende (vorgeschriebene!) Ankunftsstempel ist denn - wenn Du es so willst - ein Durchrutscher.

Ich wünsche einen schönen Mai!
Gruß Uwe
 
searagusa Am: 05.05.2015 07:24:20 Gelesen: 371368# 989 @  
@ Rolf,

Moin Moin,

vieleicht hilft Dir das weiter:

The practice of loading mail into canisters and shooting them through tubes with compressed air dates back to the nineteenth century. A pneumatic line linked the London Stock Exchange and a telegraph company in 1853, and there was a pneumatic telegraph and mail system in London soon after. By 1909, there were more than 40 miles of pneumatic tubes running under London, and pneumatic mail in Birmingham, Liverpool, Manchester, Newcastle, Glasgow and Dublin.

Gruß Carsten
 
roteratte48 Am: 05.05.2015 07:51:03 Gelesen: 371350# 990 @  
@ searagusa [#989]

Guten Morgen, Carsten,

hab Dank, dass Du da nochmal weitergesucht hast! Die von Dir zitierte Aussage kannte ich; leider gibt sie keine Auskunft über den genauen Zeitpunkt der Inbetriebnahme der tube in Birmingham. Es scheint aber so, daß es sich bei dem Stempel um einen schottischen Versuchsstempel handelt, der ab etwa 1885 probeweise in Birmingham zum Einsatz kam - die Minutenangabe sei dabei Standard gewesen und habe nichts mit Rohrpost zu tun. :o( Quelle: Alkock/Holland-The postmarks of Great Britain and Ireland, 1940.

Ich werde evtl. am Mittwoch in London auf der Europhilex sein - und dort wird sicher irgendjemand die Angabe bestätigen oder widerlegen können. Ich lasse euch wissen!

Liebe Grüße - Rolf
 
stampmix Am: 05.05.2015 20:48:45 Gelesen: 371088# 991 @  
@ roteratte48 [#984]

Hallo,

zu Birmingham habe ich leider keine Originalquelle finden können. Die im web vorhandenen Infos sind völlig unsubstantiiert und scheinen voneinander abgeschrieben zu haben.

Anbei eine Übersicht über die Stadtrohrposten Europas aus dem Lexikon der gesamten Technik von Otto Lueger, 1920:



Eine Ganzsachen-Antwortkarte P173-I-A wurde am 16.2.1928 von London nach Karlsruhe gesandt. Auch hier ist der Stempelabschlag mit Minutenangabe. Rohrpost? Vielleicht kann doch jemand Licht ins Dunkel bringen.



mit bestem Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 08.05.2015 19:27:48 Gelesen: 370258# 992 @  
@ roteratte48 [#984]

Nachdem zur Englischen Rohrpost nichts zu finden war, habe ich mir mal die dort verwendeten Stempel näher angeschaut und festgestellt, dass Minutenstempel in England - auch ohne Rohrpost und in kleinen Orten - üblich waren.

Hier habe ich jetzt einen Bearbeitungsstempel aus Frankfurt a.Main vom 12.6.1951. Abgebildet sind die Frankfurter Abstempelungen eines Eilbriefes aus Würzburg 11.6.1951. Ist das jetzt ein Rohrpoststempel?



mit bestem Gruß

stampmix
 
roteratte48 Am: 08.05.2015 20:21:32 Gelesen: 370233# 993 @  
@ stampmix [#992]

Hallo stampmix,

Danke für all Deine Mühe - ich hatte in meinem Beitrag [#990] den Stempel schon gemäß Alkock/Holland als wohl nicht Rohrpoststempel bezeichnet und auf die Verwendung der Minutenanzeige als Standard in diesen Stempeln hingewiesen. Schade drum - aber die Suche hat Spaß gemacht - Dir hoffentlich bei Deinem London-Stempel auch!

Liebe Grüße - Rolf
 
Heinz 7 Am: 09.05.2015 22:44:50 Gelesen: 369955# 994 @  
@ Concordia CA [#200]
@ Schmuggler
@ stampmix [#991]

Hallo Stampmix,

danke für die höchst interessante Tabelle mit den Stadtrohrposten Europas. Das ist sehr hilfreich!

Sowieso - das ganze Thema mit schon fast 1000 Beiträgen gibt ja unglaublich viel her. Vor allem "Schmuggler" hat da viel geschrieben, das ich mit Freude einmal studieren werde.

Concordia zeigt uns einen Rohrpostbeleg von Paris, und da hänge ich gerne an. Tatsächlich zeigt der Vordruck, wie teuer die Frankatur der "Cartes pneumatiques" waren: 1 Franc jusqu'à 7 gr., 1 Francs 50 C. au delà et jusqu'à 15 gr., (usw.), also bis 7 Gramm 1 Francs, bis 15 Gramm FFR 1.50, wobei die Zusatzfrankatur mit Briefmarken zu entrichten sei.

Anbei seht Ihr einen solchen Beleg (innerhalb von Paris). Michel nennt diese Belege "Rohrpost-Kartenbriefe" (seit 1879). Das Wertzeichen-Motiv "Sinnbild der Republik: "Sitzende Frauengestalt nach vorn, Wertziffer im verzierten Oval" wurde ausschliesslich für Rohrpost-Ganzsachen verwendet (es gab auch Umschläge "RU" oder Postkarten "RP"). Ich vermute, die gezeigte Karte ist RK 31, die erst 1926 herauskam.



Obwohl gemäss Tabelle von Stampmix (Beitrag [#991]) die Verbreitung und Anwendung von Rohrpost-Versand ja sehr gross war, war das ein sehr teurer Spass; das könnte der Grund sein, dass sich die Rohrpost nicht behaupten konnte. Eigentlich seltsam, denn die Idee ist ja genial, und sie hat ja auch bestens funktioniert. Ich arbeitete 1980 einmal ein paar Monate in einer Bank, die hatte eine Rohrpost, das hat beeindruckend geklappt.

Ich kann den Beleg zeitlich nicht genau zuteilen; aber ich vermute, die Karte wurde 1926 verwendet, vielleicht am 7. Juni, 16 Uhr 15? Und Ankunft auch in Paris 7. Juni (?) 1926, 17 Uhr 15?

Ich weiss nur wenig über die Rohrpostbelege. Die Schweiz kennt m.W. keine solchen Ganzsachen.

Heinz
 
DerLu Am: 10.05.2015 08:10:23 Gelesen: 369864# 995 @  
Hallo Heinz,

ich habe den Michel über Frankreich nicht, aber im "Hayhurst" hat dieser Kartenbrief die Nummer 88 und ist aus dem Jahre 1925 (dort wird der Wertstempel als "Chaplain-design" bezeichnet). Der Tarif von 1,50 Franc für die niedrigste Gewichtsstufe (bis 7g) galt vom 1.5.1926 bis zum 11.7.1937 (vom 16.7.1925 bis zum 31.3.1926 war 1,50 Franc auch der Tarif für die zweite Gewichtsstufe (7-15g)).

Das Büchlein über die Pariser Rohrpost von Hayhurst findest du im Netz unter http://www.cix.co.uk/~mhayhurst/jdhayhurst/pneumatic/book1.html.

Vielleicht noch eine Bemerkung zu den Kosten, man sollte die Kosten der Rohrpostsendungen nicht immer mit den Kosten der einfachen Briefsendungen vergleichen, sondern mit denen der (Orts-)Telegramme, dann relativieren sich die (zugegebenermaßen hohen) Kosten etwas. Zu dieser Zeit war es einfach die schnellste Möglichkeit eine Nachricht zu übermitteln - Telefone waren noch selten und teuer, und an Handys und eMail dachte noch niemand.

Einen schönen Sonntag wünscht
DerLu
 
Schmuggler Am: 13.05.2015 13:40:05 Gelesen: 368890# 996 @  
Guten Tag,

bin mal wieder auf Besuch und begrüße auch den neuen "Heinz". Beim Studium der beiden letzten Beitrags-Seiten fiel mir auf, dass (leider konsequent) die Haus-Rohrpost, die betriebs- und postinternen und die allgemeine, öffentliche Rohrpost doch recht heftig durcheinander gewirbelt wird - was leider nicht der gewünschten Transparenz dienlich ist.

Macht's Euch doch einfacher und trennt die Begriffe zwecks besserer Verständigung. Der Beitrag [#991] ist dafür ein lebendiges Beispiel, die dort gezeigte Tabelle das Ergebnis von "öffentlichen" und "nicht-öffentlichen" Rohrpost-Anlagen.

Macht fleißig weiter und der "Rohrpost" alle Ehre!

Schönen Vatertag - nicht nur am Donnerstag.

:-)
 
DerLu Am: 17.05.2015 10:50:11 Gelesen: 367577# 997 @  
Ich habe eine Frage zu einer nachgesendeten Rohrpostkarte: die Karte wurde 1907 zunächst innerhalb des Rohrpostbezirks verschickt, der Adressat war aber verzogen. Am Zustellpostamt W35 notierte man auf der Karte "Harrwitz verzogen nach Nicolassee Normannenstr. 2" und sendete die Karte weiter nach Nikolassee, wo sie gemäß Ankunftstempel auch am gleichen Abend noch ankam. Die Gebühr für die Nachsendung von 5 Pfennig wurde zunächst auf der Karte nachtaxiert, später aber wieder gestrichen. Meine Frage warum? Nach §14 der Rohrpostordnung war die Nachsendung portopflichtig, da Nikolassee außerhalb des Rohrpostbezirkes lag und nur innerhalb des Rohrpostbezirkes kostenfrei nachgesandt wurde. Hat jemand eine Erklärung für die Streichung des Nachsendeportos ?



Allen einen schönen Sonntag wünscht
DerLu
 

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