Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: (?) (321) Alliierte Besetzung Französische Zone Bedarfsbelege
Das Thema hat 328 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8   9   10 11 12 13 14 oder alle Beiträge zeigen
 
bovi11 Am: 28.06.2017 22:11:58 Gelesen: 80965# 179 @  
@ Ron Alexander [#178]

Hallo Ron,

das ist keine 3c, sondern eine 3a (unwahrscheinlicher eine 3b).



von links nach rechts: 3a - 3b - 3c

Grüße

Dieter
 
Ron Alexander Am: 01.07.2017 17:35:38 Gelesen: 80807# 180 @  
@ bovi11 [#179]

Hallo Dieter,

besten Dank, hatte wohl irgendwie Tomaten auf den Augen, kommt davon wenn man zur Absicherung nicht noch mal kurz ins Handbuch schaut. :-)

Danke und Gruß,
Ron
 
Ron Alexander Am: 22.07.2017 12:22:56 Gelesen: 79878# 181 @  
Den Thread mal wieder nach oben holen. Hierfür habe ich einen, m.E. sehr schönen Beleg der Französischen Zone Württemberg - Hohenzollern mitgebracht.

Brief aufgegeben in Wangen und wurde per Lufpost nach Toledo in Ohio befördert. Brief wurde Portogerecht mit 80 Pf in Form von MiNr. 24, MiNr. 33 und MiNr. 34 frei gemacht. Abgestempelt wurde der Brief mit Sonderstempel Wangen Ein beliebtes Ferienziel am 2.6.1949.



Grüße,
Ron
 
Ron Alexander Am: 21.08.2017 11:38:02 Gelesen: 78276# 182 @  
Hallo zusammen,

wir hatten es zuletzt ja noch von Ganzsachen.

Hätte noch die Ganzsache P3, ungebraucht, in Angebot:



Grüße,
Ron
 
Ron Alexander Am: 23.08.2017 16:10:40 Gelesen: 78226# 183 @  
Schönen Nachmittag,

eine P5 mit Antwortkarte, auch diese noch ungebraucht. Ja geht hier um Bedarfsbelege, aber hätte ja auch einer werden können und da es dennoch gut zur FZ passt hier eingestellt.



Grüße,
Ron
 
Ron Alexander Am: 30.08.2017 16:43:07 Gelesen: 77888# 184 @  
Schönen Nachmittag zusammen,

Habe diesen schon im Bereich Zensur eingestellt [1] aber hier gehört der Beleg doch Federführend hin.

Bei folgendem Brief bin ich selbst noch etwas am grübeln. Daher erst mal die Tatsachen. Brief wurde am 16.03.48 in Tuttlingen aufgegeben. Hierzu kam die Sonderleistung Einschreiben sowie Eilbote Express hinzu. Der Brief lief nach Österreich an Frau Rosa Valetti, Mohsgasse 21 in Wien. Folglich waren für einen Brief in das Ausland bis 20g 50 RPf, Einschreiben 60 RPf und Eilzustellung 100 RPf zu entrichten, also gesamtheitlich 210 RPf. Brief wurde Portorichtig freigemacht mit Allg. Ausgabe MiNr. 8, FZ Württemberg 2xMiNr.: 2, 1xMiNr.: 12 und 1xMiNr.: 13.



In Wien angekommen durchlief dieser die Zensurstelle Z.1 362. Ich nehme an es handelt sich hierbei um eine Russische Zensur. Jetzt kommt der spannendere Teil. Der Brief erreichte Wien, wie am rückseitigen Stempel erkennbar, Postamt Wien 1 am 25.03.48 um 17 Uhr. Brief wurde dann augenscheinlich weitergeleitet an das Postamt Wien 77 25.03.48 um 18 Uhr. Von dort ging es dann weiter zum Postamt Wien 40 am 26.3.48 um 810 Uhr (Wusste gar nicht das es auch Minuten gab?)?. Am 26.3.48 wurde dann folgender handschriftliche Vermerk auf dem Brief aufgebracht: "Mohsgasse 21 durch Kriegseinwirkung zerstört, Ohne Angabe der Nachsendeadresse 26.3.1948".



Jetzt geht es auf der Briefvorderseite wieder weiter. Die Zieladresse wurde durchgestrichen und Handschriftliche Halle/Saale vermerkt sowie ein Retoure / Zurück Stempel abgeschlagen. Am 2.4.48 erreichte der Brief dann Halle/Saale seinen Absender, zumindest ist dieser auf der Briefrückseite so vermerkt.

Was ich nicht verstehe, warum wurde der Brief in der FZ Württemberg aufgegeben wenn der Absender aus der SBZ kam und auch seine Adresse angegeben hatte. Ich kenne die Postverhältnisse der SBZ nicht, kann diesen Punkt daher leider nicht bewerten. Weiterhin der auf der Vorderseite abgeschlagene Stempel V2. Ich habe diesen schon mal gesehen, aber mir fällt es "ums verrecka net" ein wo, um es mal auf schwäbisch auszudrücken. ;-)

Grüße,
Ron

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=486&CP=0&F=1
 
hajo22 Am: 30.08.2017 17:10:31 Gelesen: 77881# 185 @  
@ Ron Alexander [#184]

Der V2-Stempel als Zusatzstempel zum eigentlichen Zensurstempel wurde in der sowjetischen Besatzungszone Wiens/Österreichs eingesetzt. Dein Brief war ja ursprünglich nach Wien adressiert und wurde auch dort zensiert, wie man auf der Briefvorderseite erkennen kann.

Der Brief ging dann zurück an den Absender in Halle/Saale, da das Haus in Wien zerstört war.

Den Einkreisstempel "V" gibt es ohne Nummer (kleiner Kreis) und mit dem Nummernkreis von 1-30 (sagt mir die benannte Literatur). Und zwar in den Farben schwarz, violett/lila, grün und rot. Die "V"-Zusatz-Stempel kommen (eher selten) auch als Allein-Vermerke vor. Ihre Bedeutung blieb meines Wissens im Dunkeln.

Der Minutenstempel ist ein Wiener Rohrpoststempel.

Wie kam die FZ-Frankatur auf den Brief? Vermutung: Der Absender sandte den voradressierten Brief im Couvert an einen Bekannten in der FZ mit der Bitte den Brief dort aufzugeben. Was dieser tat.

hajo22
 
Ron Alexander Am: 31.08.2017 07:53:44 Gelesen: 77801# 186 @  
@ hajo22 [#185]

Hallo hajo22,

besten Dank für die Aufklärung, da lag ich ja gar nicht mal so weit daneben und habe wieder etwas dazugelernt.

Grüße,
Ron
 
Manne Am: 02.09.2017 17:12:34 Gelesen: 77627# 187 @  
Hallo,

eine Not-Nachname-Karte aus Schwenningen vom 09.05.1949 nach Rothenburg am Neckar. Die Karte kam zurück, warum auch immer.

Gruß
Manne


 
hajo22 Am: 02.09.2017 18:33:49 Gelesen: 77613# 188 @  
@ Manne [#187]

Schon lustig was rauskommt, denn man ein "h" vergisst. :o)

hajo22
 
Manne Am: 02.09.2017 19:00:58 Gelesen: 77607# 189 @  
@ hajo22 [#188]

Danke!

Rottenburg am Neckar wäre richtig.
 
hajo22 Am: 02.09.2017 19:09:53 Gelesen: 77600# 190 @  
@ Manne [#189]

Auch das noch ! :o))

hajo22
 
hajo22 Am: 03.09.2017 09:47:29 Gelesen: 77549# 191 @  


Südbaden (OPD Freiburg): Behelfsausgabe Ganzsache P835IIa zu 6 Pf. + Zusatz Gebühr-Bezahlt-Stempel Lahr mit handschriftlich 6 (Pf.) + Namenskürzel, gestempelt Lahr 15.6.1946 nach München.

Alles richtig?

hajo22
 
Manne Am: 03.09.2017 10:00:35 Gelesen: 77543# 192 @  
Hallo,

ein Einschreiben per Eilbote aus Schwenningen nach Berlin-Friedenau vom 21.06.1946, Ankunftstempel vom 29.06.1946.

Gruß
Manne


 
hajo22 Am: 03.09.2017 11:53:59 Gelesen: 77521# 193 @  


Paketkarten-Stammteil mit 2x30 Pf. Allgemeine Ausgabe (AA) aus Villingen vom 26.2.1947 nach Tuttlingen, Ankunft 28.2.

Gebühr 60 Pf.: Paket 1. Zone (bis 75 km), Gewicht bis 5 kg.

Komplette Paketkarten-Stammteile mit der FZ AA sind gar nicht so häufig anzutreffen wie man meinen könnte, da der Großteil des Paketkarten-Materials für Kiloware (leider) zerschnitten wurde.

hajo22
 
hajo22 Am: 03.09.2017 15:21:07 Gelesen: 77500# 194 @  


Paketkarten-Stammteil mit vorausbezahlter Zustellgebühr, frankiert 4x30 Pf. + 2x5 Pf. (AA) aus Balingen vom 24.12.1946 nach Tuttlingen, Ankunft 27.12.

Gebühr 130 Pf.: Paket 1.Zone (bis 75 km), Gewicht 8-9 kg = 100 Pf. + vorausbezahlte Zustellung = 30 Pf.

hajo22
 
hajo22 Am: 03.09.2017 16:17:51 Gelesen: 77483# 195 @  


Wertbrief über 3.000 RM aus Rottweil vom 14.1.1947 nach Aldingen, Ankunft am gleichen Tag. Frankiert mit 2 RM + 4x15 Pf. + 8 Pf. (Allgemeine Ausgabe) = 2,68 RM.

Das Gewicht des Briefes ist auf der Vorderseite mit 20gr. vermerkt, also hätten für den Fernbrief 24 Pf. genügt. Der Absender hat aber vermutlich den Brief mit seiner privaten Waage zuhause gewogen und dabei ein Gewicht über 20gr. ermittelt. Dementsprechend hat er dann den Brief vorab selber mit 2,68 RM frankiert:

48 Pf. für einen Fernbrief > 20gr. + Versicherungsgebühr 20 Pf. pro 500 RM = 6x20 Pf. = 1,20 RM + Behandlungsgebühr für den Wertbrief > 100 RM = 1,00 RM. Somit gesamt 2,68 RM.

Tja, der Post 24 (Reichs-)Pfe. geschenkt. War wohl nicht so schlimm.

hajo22
 
hajo22 Am: 04.09.2017 12:56:05 Gelesen: 77352# 196 @  


Paketkarten-Stammteil für 2 unversiegelte Pakete mit Wertangabe zu je 200 RM aus Gailingen/Baden vom 14.5.1948 nach Rohrbach über Aulendorf/Württemberg, frankiert mit Baden 1. Ausgabe 1 RM + 60 Pf. = 1,60.

Gebühr 1,60 RM = 2 Pakete 1. Zone (bis 75 km) Gewicht je 5 kg = 2x60 Pf. = 1,20 RM + Versicherungsgebühr (20 Pf./500 RM Wert) = 2x Wertangabe à 200 RM = 2x20 Pf. = 40 Pf.

Die Behandlungsgebühr für Wertpakete entfiel, da die Pakete unversiegelt eingeliefert wurden.

Auf der Paketkartenrückseite 3x20 Pf. 1. Ausgabe Württemberg = 60 Pf. = Zustellgebühr für 2 Pakete (2x30 Pf.). Die Marken entwertet mit Landpoststellenstempel (unleserlich). Handschriftlicher Zustellungsvermerk: 18.5.48.

hajo22
 
Manne Am: 04.09.2017 13:29:10 Gelesen: 77342# 197 @  
Hallo,

eine Aufbrauch-Postkarte als Einschreiben von Schwenningen, Stempel vom 01.01.1946, nach Bad Dürrheim mit Ankunftstempel vom 03.01.1946.

Gruß
Manne


 
hajo22 Am: 04.09.2017 15:30:09 Gelesen: 77314# 198 @  
@ Manne [#197]

Frage:

Einschreibsendungen werden am Postschalter aufgegeben. Der 1.1.1946 (Dienstag) war ein Feiertag (Neujahr). Waren da die Postämter wirklich (partiell oder den Tag lang) geöffnet? Der Stempel von Schwenningen zeigt keine Uhrzeit an, ist also ein reiner Innendienststempel.

hajo22
 
Ron Alexander Am: 04.09.2017 16:37:37 Gelesen: 77304# 199 @  
@ hajo22 [#198]

Habe dazu nichts gefunden im Handbuch. Was mich etwas wundert, von Bad Dürrheim nach Schwenningen rüber kann man auch flott laufen, dass dazu eine Postkarte geschrieben wurde, vor allem mit dem Hintergrund, wundert mich dann etwas. Auf der anderen Seite war Bad Dürrheim in der Badischen Zone und Schwenningen in Württemberg-Hohenzollern.

Grüße,
Ron
 
hajo22 Am: 04.09.2017 17:51:59 Gelesen: 77285# 200 @  
@ Ron Alexander [#199]

von Bad Dürrheim nach Schwenningen rüber kann man auch flott laufen

Für den "weiten" Weg hat der Brief immerhin 2 volle Tage benötigt. Also: Irgendwas ist nicht ganz koscher, oder?

hajo22
 
Manne Am: 04.09.2017 17:55:17 Gelesen: 77279# 201 @  
@ hajo22 [#198]

Früher waren die Postämter auch Sonntag-Vormittag geöffnet, am Feiertag ?

Gruß
Manne
 
hajo22 Am: 04.09.2017 18:01:37 Gelesen: 77274# 202 @  
@ Manne [#201]

Tja, der 1.1.46 war Dienstag und gleichzeitig Feiertag, aber kein Sonntag.

hajo22
 
bovi11 Am: 04.09.2017 18:02:44 Gelesen: 77272# 203 @  
@ Ron Alexander [#199]
@ hajo22 [#198]
@ manne[#198]

Der textliche Inhalt der Karte erklärt die Vorgehensweise.

Mit der per Einschreiben versandten Reklamation sollten bestimmte Tatsachen dokumentiert werden, damit Schreinermeister Rauh nicht später behaupten konnte, die Sachen seien nie reklamiert worden.

Grüße

Dieter
 

Das Thema hat 328 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8   9   10 11 12 13 14 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.