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Thema: Neuheiten aus Deutschland
Das Thema hat 456 Beiträge:
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Brigitte Am: 06.09.2017 16:44:53 Gelesen: 187292# 382 @  
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Serie: „Deutsche Fernsehlegenden“
Thema: „Das Millionenspiel“

Was kann und was darf das Fernsehen? Zwei Fragen, die sich seit der Erfindung des Mediums stellen. 1970 wurde in Deutschland erstmals über die Grenzen des damals noch jungen Mediums diskutiert.

Anlass war der experimentelle Fernsehfilm „Das Millionenspiel“, der am 18. Oktober ausgestrahlt wurde. Die Unterhaltungssendung im Stil einer real anmutenden Spielshow hob sich deutlich vom biederen TV-Mainstream der Zeit ab. Es ging scheinbar um Leben und Tod, aber auch um Zuschauerquoten und Voyeurismus: Ein Kandidat (Jörg Pleva) muss in dem fiktiven Doku-Drama einem Killerkommando entkommen. Gelingt es ihm, erhält er eine Million D-Mark. Scheitert er, verliert er sein Leben. Dabei wird er ständig von Kamerateams verfolgt. „Das Millionenspiel“ sorgte für einen der ersten TV-Skandale der Bundesrepublik.

Nach der Ausstrahlung erhielt der WDR zahlreiche Anrufe und Beschwerdebriefe. Viele Zuschauer hielten die Show, die von dem Hitparaden-Moderator Dieter Thomas Heck als „Thilo Uhlenhorst“ präsentiert wurde, für echt. Tatsächlich gingen beim „Millionenspiel“ nicht wenige davon aus, dass Menschen live im Fernsehen getötet würden. Einige Zuschauer meldeten sich nach der Ausstrahlung sogar freiwillig, um als Kandidat oder als Kopfgeldjäger an der perfiden Show teilzunehmen.

Der Film basiert auf der Kurzgeschichte „The Prize of Peril“ (1960) des US-Schriftstellers Robert Sheckley. Regisseur Tom Toelle und Drehbuchautor Wolfgang Menge inszenierten ihn ganz im Stile heutiger Reality-Formate. In regelmäßigen Abständen wurde die Handlung durch Werbung unterbrochen, ein für die damalige Zeit im deutschen Fernsehen noch unüblicher Vorgang. Heute scheint „Das Millionenspiel“ längst von der Realität eingeholt.

Reality-Shows begleiten Kandidaten hautnah, während diese Extremsituationen durchstehen müssen. Tabubruch gegen Geld: Auch wenn es dabei nicht um Leben und Tod geht, erinnern einige der heutigen Sendungen in ihrer Machart an „Das Millionenspiel“. Was damals undenkbar schien, ist heute Fernsehalltag.



Ausgabetag: 12.10.2017
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Szenen aus „Das Millionenspiel“
Hauptmotiv: © Das Millionenspiel, WDR 1970
TV-Testbild: © xiver/shutterstock.com
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Steinacker, Bonn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3335
 
Brigitte Am: 08.09.2017 07:08:00 Gelesen: 186838# 383 @  
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Serie: „Deutschlands schönste Panoramen“
Thema: „Badische Weinstraße/Markgräflerland“

Bei rund 2000 Sonnenstunden im Jahr ist es kein Wunder, dass das Markgräflerland auch als „Toskana Deutschlands“ bezeichnet wird. Der russische Schriftsteller Anton Tschechow war 1904 dort zur Kur und schrieb begeistert an seine Schwester: „Wenn du wüsstest, was hier für eine Sonne ist! Sie brennt nicht, sie liebkost!“. Tatsächlich ist das Klima ganzjährig mild und der Frühling beginnt hier oft schon drei Wochen früher als im Rest Deutschlands. Die Ausläufer des Schwarzwalds sorgen für Hanglagen, die sich in Kombination mit dem milden Klima perfekt für den Weinbau eignen. Das Markgräflerland befindet sich am südlichen Ende der Badischen Weinstraße. Kontrastreich wechseln sich sanfte Hügel und Berge mit malerischen Tälern. Dafür sind Markgräflerland und Badische Weinstraße, eines der größten und schönsten Weinbaugebiete Deutschlands, auch überregional bekannt.

Die auf der Briefmarkenserie „Deutschlands schönste Panoramen“ abgebildete Landschaft unterstreicht den Liebreiz des Markgräflerlands. Vom südlichen Vorsprung des Ehrenstetter Ölbergs aus genießt der Betrachter einen wunderbaren Fernblick bis zum Staufener Burgberg, in die Rheinebene oder bis zu den Vogesen im Elsass. Kleine Siedlungen fügen sich harmonisch in das Landschaftsbild ein. Der Aussichtspunkt ist jedoch auch ein Ort des Gedenkens. Zur Erinnerung an die in den Weltkriegen Gefallenen und Vermissten wurde hier 1954 die Ölbergkapelle erbaut. Vom Rheintal bis zu den Erhebungen des Schwarzwaldes erstrecken sich weite landwirtschaftlich genutzte Felder und Weinreben.

Die Weine aus dem Markgräflerland sind weltweit bekannt und werden regelmäßig prämiert. Dazu zählen die Rebsorten Riesling, Blauer Burgunder, Müller-Thurgau, Ruländer und Grauburgunder. Besonders bekannt ist die Region aber für den Gutedel, ein Weißwein, der in Deutschland fast nur hier angebaut wird. Im Markgräflerland mischen sich badische mit französischen und schweizerischen Einflüssen. Die Markgräfler halten Leib und Seele zusammen und sind gesellig.





Ausgabetag: 12.10.2017
Werte (in Euro Cent): Motiv „Badische Weinstraße/Markgräflerland (links)" 45 Cent / Motiv: „Badische Weinstraße/Markgräflerland (rechts)“ 45 Cent
Motiv: Blick ins Tal mit der Ölbergkapelle Ehrenkirchen im Vordergrund
Foto: © Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH,
Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3336 und 3337
 
Brigitte Am: 16.09.2017 07:03:00 Gelesen: 184754# 384 @  
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Thema: „300. Geburtstag Johann Joachim Winckelmann“

Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) war einer der bekanntesten Gelehrten und angesehenster Experte der Antikenforschung seiner Zeit. Er gilt als Vater der wissenschaftlichen Archäologie, der Kunstgeschichte und als Begründer des deutschen Klassizismus. Winckelmann war zudem ein bedeutender Vertreter der Aufklärung. Er beeinflusste Generationen von Gelehrten genauso wie die ästhetische Konzeption der Weimarer Klassik. Goethe bezeichnete den Altertumsforscher für seine „Idee einer Geschichte der Kunst“ als „neuen Kolumbus“.

Der in Stendal geborene Sohn eines Schuhmachers studierte in Halle und Jena und unterrichtete ab 1743 einige Jahre als Dorfschullehrer in Seehausen Griechisch, Latein, Hebräisch, Geschichte, Geographie und Logik. Über eine Bibliothekars-Stelle auf Schloss Nöthnitz bei Dresden gelang ihm 1755 mit einem Stipendium der Sprung nach Rom, wo er als Bibliothekar wirkte und sich einen exzellenten Ruf als Altertumsexperte erarbeitete. Krönung seiner Karriere war 1763 die Berufung zum Oberaufseher aller Altertümer Roms. 1764 erschien Winckelmanns Hauptwerk, die „Geschichte der Kunst des Alterthums“. Darin stellte er die Entwicklung der Kunst anhand der Abfolge ihrer Stilperioden dar und veranschaulichte dies an der griechischen Kunst. Der Klassizismus war für ihn ein zeitlos-normatives Modell.

Durch seine Einführung des Stilbegriffs war es erstmals möglich, Kunst in Epochen und Perioden zu unterteilen. Johann Joachim Winckelmann war der erste Kunsthistoriker, der verschiedene Stilperioden griechischer Kunst treffend beschrieb und miteinander verglich. So eröffnete sich ein neues System der Kunstgeschichte. Seine Neuinterpretation der Antike verlieh auch der Archäologie entscheidende Impulse. Am 8. Juni 1768 wurde Winckelmann in Triest bei einem Raubüberfall in seinem Hotel unter ominösen Umständen ermordet. Eine Deutschland-Reise hatte er zuvor aufgrund einer depressiven Verstimmung abgebrochen. Sein gewaltsamer Tod löste bei vielen Gelehrten in Europa Bestürzung aus.



Ausgabetag: 12.10.2017
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Portrait Johann Joachim Winckelmann mit griechischen Skulpturen
„Aphrodite“ und „Adonis“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Susann Stefanizen, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 33,00 x 39,00 mm
MiNr. 3338
 
Brigitte Am: 24.09.2017 07:01:00 Gelesen: 182729# 385 @  
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Thema: „50 Jahre Justitia et Pax“

Dass Gerechtigkeit herrsche auf der Welt, ist ein urchristliches Anliegen: „Gott hat die Erde mit allem, was sie enthält, zum Nutzen für alle Menschen und Völker bestimmt; darum müssen diese geschaffenen Güter in einem billigen Verhältnis allen zustatten kommen, dabei hat die Gerechtigkeit die Führung, Hand in Hand geht mit ihr die Liebe.“ Diesen Grundsatz aus der Pastoralkonstitution „Gaudium et Spes“ des Zweiten Vatikanums zitierte Papst Paul VI. 1967 in seiner Sozialenzyklika „Populorum Progressio“. Es war das erste Mal, dass sich die katholische Kirche so klar zur weltwirtschaftlichen Gerechtigkeit und zum Ausgleich zwischen Nord und Süd äußerte. Am 6. Januar 1967 berief der Papst die Kommission „Justitia et Pax“ („Gerechtigkeit und Frieden“) ein. In Deutschland wurde das Konzept der Justitia et Pax am 18. Dezember 1967 im „Arbeitskreis für Entwicklungshilfe“ aufgegriffen. Die Idee, die Kirche an einem Konzept der zwischenstaatlichen Beziehungen arbeiten zu lassen, hatte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Josef Kardinal Frings, schon 1958/59.

Später wurde der 1967 eingerichtete „Arbeitskreis für Entwicklungshilfe“ zunächst in „Katholischer Arbeitskreis für Entwicklung und Frieden“ und 1982 in „Deutsche Kommission Justitia et Pax“ umbenannt. Seit 2008 ist Bischof Dr. Stephan Ackermann Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, die von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken getragen ist.

Neben der Entwicklungshilfe ist die Erhaltung beziehungsweise Herstellung von Frieden ein weiteres Arbeitsfeld von Justitia et Pax. Frieden ist die unabdingbare Voraussetzung für eine positive wirtschaftliche Entwicklung und damit auch Armutsbekämpfung. Für das Wahljahr 2017 hat sich Justitia et Pax vorgenommen, in Deutschland durch sieben „Zwischenrufe“ öffentliche Aufmerksamkeit zu erzeugen. In den kurzen Texten werden aktuelle Themen wie die Flüchtlingsproblematik, Rechtspopulismus oder auch Islamfeindlichkeit erörtert.



Ausgabetag: 12.10.2017
Wert (in Euro Cent): 145
Motiv: Vernetzte Satzfragmente zur Arbeit von Justitia et Pax
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Peter Krüll, Kranzberg
Papier Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 33,00 x 39,00 mm
MiNr. 3339
 
Brigitte Am: 04.10.2017 11:49:10 Gelesen: 179965# 386 @  
Serie "Weihnachten" 2017
Die Aufwartung der Heiligen Drei Könige

Zur Weihnachtsgeschichte gehört die Aufwartung der Heiligen Drei Könige bei der Jungfrau Maria und dem Jesuskind. Künstlerisch umgesetzt hat die Szene der Kölner Maler Stefan Lochner (1400/10-1451) um 1442 im Mittelteil des "Altars der Stadtpatrone", der heute im Kölner Dom zu besichtigen ist. Der Flügelaltar, auch Dreikönigsaltar oder Kölner Dombild genannt, ist das bedeutendste Werk der spätgotischen Kölner Malerschule.

Das Wissen über diese Künstlergruppe bleibt lückenhaft, da eine Zuordnung der Werke zu den einzelnen Künstlern nicht möglich ist. Weder sind die Werke signiert noch existieren Verträge über Malaufträge. Eine Ausnahme bilden Lochner und sein "Altar der Stadtpatrone". Der Malerkollege Albrecht Dürer hat nämlich 1520 anlässlich eines Köln-Aufenthaltes eine Notiz darüber verfasst, dass er sich den Altar von "maister steffan" gegen ein Trinkgeld zur Ansicht hat öffnen lassen. Kunstgeschichtlich ist diese Notiz ein Coup, wenngleich auch Restzweifel an der Urheberschaft Lochners bestehen bleiben.



Ausgabetag: 02. November 2017
Wert (in Euro Cent): 70 + 30 Cent Zuschlag
Motiv: Die Aufwartung der Heiligen Drei Könige bei der Jungfrau Maria und dem Jesuskind in Bethlehem
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Professor Heribert Birnbach, Bonn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3340 / selbstklebend: MiNr. 3345
 
Brigitte Am: 06.10.2017 07:08:00 Gelesen: 179383# 387 @  
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Serie: „Wildes Deutschland“
Thema: „Mecklenburgische Seenplatte / Reinhardswald, Hessen“

Mecklenburgische Seenplatte und Reinhardswald

Auch bei uns in Deutschland, in einem der höchst entwickelten Länder der Welt, gibt es noch Wildnis. Die Serie „Wildes Deutschland“ stellt Regionen vor, die ein Gegengewicht zu unserer stark genutzten Kultur- und Industrielandschaft bilden – wie die Mecklenburgische Seenplatte und der Reinhardswald in Nordhessen. Hier wie dort haben die weitgehend naturbelassenen Lebensräume viele Nutznießer: Dazu zählen der Artenschutz und der Erhalt der biologischen Vielfalt, aber auch der Klimaschutz und nicht zuletzt der Erholung suchende Mensch. Laut einer Umfrage mögen zwei Drittel der Bundesbürger die Natur umso lieber,
je wilder sie ist.

Die Mecklenburgische Seenplatte erstreckt sich vom Ostrand Lübecks über Schwerin in einem nach Südosten gebogenen Streifen etwa 240 Kilometer zum Großseengebiet um die Müritz und dem Kleinseengebiet um Neustrelitz bis Eberswalde in Brandenburg.

Aus der Vogelperspektive gleicht das Land einem Spiegel, der in tausend Teile zerbrochen ist. Überall blinken Gewässer. Den Beinamen „Land der tausend Seen“ trägt die Mecklenburgische Seenplatte nicht von ungefähr: 1.117 natürliche Seen und die sie verbindenden Flüsse und Kanäle machen die Region im Nordosten Deutschlands zum größten zusammenhängenden Seengebiet Mitteleuropas. Hinter jeder Biegung glitzert ein Gewässer. Zwischen Naturerlebnis, Wassersport und Entdeckerfreude bieten sich hervorragende Freizeitmöglichkeiten.

Auf über 200 Quadratkilometer Fläche erstreckt sich ganz im Norden von Hessen – zwischen Kassel und Bad Karlshafen sowie Hann. Münden und Hofgeismar – der Reinhardswald. Der waldreiche und nahezu unbewohnte Höhenzug im Weserbergland ist überregional bekannt als naturbelassenes Freizeitparadies für Wanderfreunde, aber auch als Heimat vieler Sagen und Schauplatz von Märchen der Brüder Grimm. Am eindrucksvollsten zeigt sich die Verbindung aus beeindruckender Naturimpression und Märchenromantik im Urwald an der Sababurg. Knorrige, über 500-jährige Eichen prägen seinen urtümlichen Charakter.





Ausgabetag: 02.11.2017
Werte (in Euro Cent): „Mecklenburgische Seenplatte“ 70 Cent / „Reinhardswald, Hessen“ 90 Cent
Motive: Mecklenburgische Seenplatte / Reinhardswald, Hessen
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel, Security-PrintGmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3341 / Motiv 2: MiNr. 3342
 
Brigitte Am: 11.10.2017 07:01:00 Gelesen: 177775# 388 @  
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Thema: „200. Geburtstag Theodor Mommsen“

Der in Garding (Schleswig) geborene Mommsen gehörte 1863–66 als Abgeordneter der von ihm mitgegründeten liberalen Fortschrittspartei, 1873–79 als Mitglied der nationalliberalen Fraktion dem Preußischen Abgeordnetenhaus und von 1881 bis 1884 dem Reichstag an. Über seinen staatsbürgerlichen Freiheitsbegriff und seine sozialpolitischen Vorstellungen – er trat für eine Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratie ein – geriet Mommsen in Gegensatz zu Reichskanzler Otto von Bismarck. Als Wissenschaftler legte er die monumentalen Werke „Römisches Staatsrecht“ (1871–88) und „Römisches Strafrecht“ (1899) vor. Sein wissenschaftliches Hauptwerk ist die „Römische Geschichte“, die 1854–56 in drei Bänden erschien, mit einem Nachtragsband 1885.

Geprägt durch seine politischen Erfahrungen beschwört Mommsen in seiner stilistisch brillanten Darstellung Parallelen zwischen den Entwicklungen des 19. Jahrhunderts und jenen der späten römischen Republik. Dabei geht er davon aus, dass man aus der Geschichtsbetrachtung Lehren für die Gegenwart ziehen kann. Die Verleihung des Literaturnobelpreises an den 85jährigen Wissenschaftler bezieht sich explizit auf die außerordentliche historiographische und literarische Qualität der „Römischen Geschichte“. Das Nobelpreiskomitee hob in seiner Würdigung hervor, Mommsen sei der „größte lebende Meister der historischen Darstellung“.



Ausgabetag: 02.11.2017
Wert (in Euro Cent): 190
Motiv: Theodor Mommsen
Bildvorlage mit freundlicher Genehmigung des Deutschen Literaturarchivs Marbach.
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Julia Warbanow, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3343
 
Brigitte Am: 04.11.2017 15:39:49 Gelesen: 171620# 389 @  
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Thema: „Weihnachtliche Kapelle“

Ein Platz, an dem Stress und Alltagssorgen in den Hintergrund rücken und der Abstand, Stille und Entspannung verspricht, gibt es den? Am besten begibt man sich mitten in die Natur und sucht einen Ort der Besinnung, der Naturbetrachtung und des Gebets auf. All das vereinen vor grandioser Alpenkulisse die vielen kleinen Kapellen, die in der oberbayerischen Bergwelt zum Verweilen einladen. Das gilt für alle Jahreszeiten, insbesondere zur Winter- und Weihnachtszeit aber ist die Stille und Erhabenheit der schneebedeckten Landschaft mit Händen zu greifen. So erleben es Besucher auf der Hochebene zwischen Mittenwald und Krün, wo die malerische Kapelle Maria Rast auch in der Weihnachtszeit zu einem bevorzugten Anlaufpunkt besinnlich gestimmter Naturliebhaber geworden ist. Krüner Bürger haben sich in den 1990er Jahren zu einer Initiative zusammengeschlossen, die den Bau des kleinen Gotteshauses vorantrieb.

1998 wurde die Kapelle Maria Rast schließlich fertig gestellt und eingeweiht. Innen wie außen ist sie heute ein kleines Schmuckstück der Alpenwelt Karwendel: Scheinwerfer machen die Kapelle mit dem schmucken Türmchen auf der Hochebene im weihnachtlichen Dämmerlicht weithin sichtbar. Im Inneren erwartet den Wanderer das Altarbild des Holzschnitzers Herbert Haseidl aus Oberammergau. Seine schwangere Maria ist eine Besonderheit, die es nicht allzu oft zu sehen gibt.

Der Bau von einzeln in der Landschaft stehenden Kapellen kann im tiefgläubigen Bayern auf eine lange und ungebrochene Tradition zurückblicken. Gründe für den Bau einer solchen Kapelle, der meist von privaten Stiftern ausgeht, gibt es Unzählige: Vielleicht ist an der Stelle einst ein Wunder geschehen, ein religiöses Erweckungserlebnis oder eine Rettung aus existenzieller Not. Viele Kapellen entstanden in der Folge von Gelübden als Stein gewordener Dank. Oder Kapellen sind einfach nur an einem besonders schönen Aussichtspunkt gebaut worden, etwa auf einer Bergkuppe, um dem Schöpfergott einer grandiosen Natur zu danken.



Ausgabetag: 02.11.2017
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Kapelle Maria Rast bei Krün (Bayern)
© Beate Münter/F1online
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Bettina Walter, Bonn und Jennifer Dengler, Bonn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3344 / selbstklebend: MiNr. 3346
 
Brigitte Am: 04.11.2017 16:53:37 Gelesen: 171551# 390 @  
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Serie: „Astrophysik“
Thema: „Gravitationswellen“ und „GAIA-Satellit“

Messen und Beobachten sind gewissermaßen die „Königsdisziplinen“ der Astrophysik, die der physikalischen Beschaffenheit von Himmelskörpern nachspürt. In besonderen Glücksfällen gelingt es, die Messergebnisse in Übereinstimmung mit noch nicht bewiesenen Aussagen der theoretischen Physik zu bringen. So geschehen mit den Gravitationswellen, die 2015 erstmals gemessen wurden. Ihre Existenz hat der geniale Physiker Albert Einstein (1879–1955) bereits 1915 vorhergesagt. Gravitationswellen entstehen bei der Beschleunigung großer Massen im Weltall, etwa bei der Verschmelzung superschwerer Schwarzer Löcher.

Den Durchbruch brachte der in den USA befindliche und mit deutscher Lasertechnik arbeitende Gravitationswellendetektor LIGO (Laser Interferometer Gravitational-Wave Observatory). Neueste Technik ist auch beim ESA-Satelliten Gaia im Einsatz. Er verfügt über eine Kamera mit einer Milliarde Pixel, die ein einzelnes Haar aus 1000 Kilometern Entfernung erkennen kann. Von 2013 bis 2019 wird die Gaia-Mission unsere Milchstraße kartieren. 2022 soll dann ein Sternenkatalog erscheinen.





Ausgabetag: 07.12.2017
Werte: (in Euro Cent) Motiv 1: „Gravitationswellen“ 70 / Motiv 2: „GAIA-Satellit“ 45
Motive: Motiv 1: Künstlerische Darstellung von Gravitationswellen (70 Cent) © S. Ossokine, A. Buonanno (AEI), SXS, W. Benger (AHM) / Motiv 2: Künstlerische Darstellung des ESA Gaia-Satelliten vor der Milchstraße © ESA/ATG medialab/ESO/S. Brunier (45 Cent)
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Andrea Voß-Acker, Wuppertal
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3347 / selbstklebend: MiNr. 3356 / Motiv 2: MiNr. 3348
 
Brigitte Am: 06.11.2017 07:08:00 Gelesen: 171069# 391 @  
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Serie: „Design aus Deutschland“
Thema: „Herbert Lindinger: Stadtbahn Stuttgart“

Die Stuttgarter lieben ihre Stadtbahn. Das Flaggschiff der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) ist seit 2012 die neue Generation des S-DT8.12. Das Kürzel steht für: Typ Stuttgart, Doppeltriebwagen, mit acht Achsen, zwölfte Serie. 20 neue Stadtbahnen dieses innen wie außen überarbeiteten Typs wurden 2012/13 in Dienst gestellt. Auch sie fahren seither im vertrauten „Stuttgarter Gelb“ durch die Schwabenmetropole. Gegenüber seinen Vorgängern unterscheidet sich der DT8.12 schon rein äußerlich durch die heruntergezogene aerodynamische Front. Zusammen mit dem raffiniert geformten Armaturenbrett kann der Fahrer plötzliche Gefahren unmittelbar vor der Wagenfront erkennen.

Für die Gestaltung des DT8.12 steht der vielfach ausgezeichnete Designer Herbert Lindinger. Er hat bereits ab 1980 die Vorgängerserien entwickelt und wurde erneut mit der Umsetzung beauftragt. Dem Design-Professor aus Hannover ist es gelungen, mit behutsamen Eingriffen in die Formgebung die neuesten technischen Erfordernisse zu berücksichtigen und dennoch den S-DT8.12 als „Familienmitglied“ der SSB-Stadtbahnfahrzeuge kenntlich zu halten.



Ausgabetag: 07.12.2017
Wert (in Euro Cent): 145
Motiv: Stadtbahn Stuttgart, © Herbert Lindinger
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Sibylle Haase u. Prof. Fritz Haase, Bremen
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 33,00 x 39,00 mm
MiNr. 3349 / selbstklebend: MiNr. 3363
 
Brigitte Am: 08.11.2017 07:01:00 Gelesen: 170376# 392 @  
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Thema: „100. Geburtstag Heinrich Böll“

Am 21. Dezember 2017 ist Heinrich Bölls hundertster Geburtstag. Viele sind der Ansicht, dass es seit dem Tod des Erzählers, Romanciers und Essayisten 1985 in Deutschland keinen vergleichbaren öffentlichen Intellektuellen mehr gegeben hat. Seit 1972 gehört Boll zum illustren Kreis der deutschen Literaturnobelpreisträger. Zu seinen bekanntesten Werken zählen „Ansichten eines Clowns“ (1963), „Gruppenbild mit Dame“ (1971), „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ (1974) und „Frauen vor Flußlandschaft“ (1985).

Böll war in seinem schriftstellerischen Werk wie in seinem öffentlichen Auftreten ein scharfsichtiger Beobachter bundesrepublikanischer Zeitgeschichte. Dabei kritisierte er die restaurativen Tendenzen der Adenauer-Ära genauso wie den Kampagnen-Journalismus der Boulevardpresse und den NATO-Doppelbeschluss. Ebenso engagiert setzte sich der Humanist und katholische Christ für osteuropäische Dissidenten und vietnamesische Bootsflüchtlinge ein. „Einmischung ist die einzige Möglichkeit, realistisch zu bleiben“, lautete das Credo des meistgelesenen deutschen Schriftstellers der Nachkriegszeit.



Ausgabetag: 07.12.2017
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Portrait Heinrich Böll mit Baskenmütze, digital illustriert
Foto © Samay Böll
Digitale Illustration: Susanne Wustmann, Dortmund
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Dieter Ziegenfeuter, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3350
 
Brigitte Am: 29.11.2017 12:39:02 Gelesen: 163493# 393 @  
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Dauerserie: „Blumen“
Thema: „Jungfer im Grünen“

Die Jungfer im Grünen (Nigella damascena) ist eine Zierpflanze, die in keinem Bauerngarten fehlen darf. Beliebt ist sie zudem als Schnittblume. Sie fällt durch ihre geschlitzten Hochblätter auf, welche wehrhaft den Blütenkranz umranken. Je nach Unterart können die Blüten entweder blau, weiß oder rosa bis purpurfarben sein. Die Jungfer im Grünen blüht vom Juni bis in den Herbst.

Das Laub der einjährigen Sommerblume ist sehr fein. Der Name Jungfer im Grünen rührt von der Verwendung der Blume zum Abweisen von Liebesanträgen her. In früheren Zeiten signalisierten junge Mädchen mit ihr, dass sie jungfräulich bleiben wollten. Die den Blütenkranz umschließenden spitzen Hochblätter symbolisieren in der Sprache der Blumen die Zurückweisung.

Ursprünglich stammt Nigella damascena aus dem Mittelmeerraum. Sie ist jedoch seit dem 16. Jahrhundert auch in Mitteleuropa heimisch, wo sie teils verwildert wächst, aber auch in Gärten ngepflanzt wird. Der lateinische Name deutet bereits auf das ursprüngliche Vorkommen hin. Damascena heißt übersetzt „aus Damaskus stammend“, was für eine Verbreitung von Syrien an die europäische Mittelmeerküste spricht. Vermutlich wurde die Pflanze über Handelswege zwischen dem Orient und Venedig eingeführt. Von da aus verbreitete sie sich über ganz Europa. Das Beiwort Nigella bedeutet schwärzlich und bezieht sich auf die dunklen Samen.

Das Hahnenfußgewächs kann bis zu 80 Zentimeter hoch wachsen. Trotz ihrer schlanken Erscheinung ist die Jungfer im Grünen eine robuste Pflanze, die kaum von Schädlingen oder Krankheiten befallen wird. Sie bevorzugt humosen und durchlässigen Boden sowie einen sonnigen Standort. Die anspruchslose Gartenpflanze verträgt sich mit anderen Blumen und auch unterschiedliche Arten der Nigella lassen sich gut kombinieren. Sie benötigt nur wenig Platz und gedeiht als Balkon- oder Terrassenpflanze auch im Gefäß. Die Jungfer im Grünen eignet sich gut für Trockensträuße, wenn man wartet bis die Blüten abgefallen sind und sich Balgkapseln gebildet haben.



Ausgabetag: 02.01.2018
Wert (in Euro Cent): 145
Motiv: Jungfer im Grünen
Foto © Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann Iserlohn
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3351
 
Brigitte Am: 01.12.2017 07:08:00 Gelesen: 162147# 394 @  
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Serie: „Tierkinder“
Themen: „Reh“ und „Seehund“

Gäbe es eine Rangliste der niedlichsten Tierbabys, Rehkitze und kleine Seehunde wären zuverlässig auf den vorderen Plätzen zu finden. Mit ihren runden Gesichtern, der hohen Stirn, ihren großen Augen und unbeholfenen Bewegungen lösen sie beim Betrachter einen positiven Gefühlsüberschwang aus und können sich unserer Zuwendung sicher sein. Im Januar 2017 schmücken Rehkitze und Seehundbabys die Marken der beliebten Serie „Tierkinder“.

Trifft man auf ein Rehkitz, das scheinbar verwaist im Gras liegt, ist die Mutter meist nicht weit. Denn die Ricken lassen ihre gesprenkelten Jungen zu deren eigenem Schutz oft allein zurück. Sie kommen nur zum Säugen in die „Deckung“ und verhindern so, dass Feinde auf das fast geruchlose Junge aufmerksam werden. Auf keinen Fall sollte man ein Rehkitz streicheln oder anfassen. Nimmt es Menschengeruch an, kann es von der Mutter verstoßen werden.

Seehunde sind auch an den deutschen Küsten beheimatet, insbesondere im Wattenmeer. Der Seehundnachwuchs kommt dort meist im Juni oder Juli auf die Welt, oft auf abgelegenen Sandbänken. Aufgrund der äußerst nahrhaften Muttermilch sind sie „Schnellstarter“ und stürzen sich schon bald in die Fluten.





Ausgabetag: 02.01.2018
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Reh“ 85 Cent / Motiv 2: „Seehund“ 85 Cent
Motiv 1: „Reh“ Zwei Jungtiere der Capreolus capreolus
© mauritius images/ Alamy
MOtiv 2: „Seehund“ Zwei Jungtiere der Phoca vitulina
© mauritius images/ Alamy
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Frank Fienbork, Utting am Ammersee
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke Devrient GmbH, Werk Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3352 selbstklebend: MiNr. 3377 / Motiv 2: MiNr. 3353
 
Brigitte Am: 04.12.2017 07:01:00 Gelesen: 161538# 395 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: Falkenlust zu Brühl

Zwischen Köln und Bonn, in Brühl, liegt in einer prächtigen Park- und Gartenlandschaft Schloss Falkenlust. Zusammen mit dem benachbarten Schloss Augustusburg zählt es zu den berühmtesten deutschen Rokoko-Baudenkmälern des 18. Jahrhunderts. 1984 wurden die Prunkbauten mit dem Brühler Schlosspark in die Liste des UNECO-Weltkulturerbes aufgenommen. Die Schlösser gehen zurück auf Kurfürst Clemens August von Bayern (1700–1761), der zugleich Erzbischof von Köln war.

1725 erteilte er die Anweisung, die Sommerresidenz Schloss Augustusburg zu errichten. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt entstand vier Jahre später nach Plänen des bayerischen Hofbaumeisters François de Cuvilliés (1695–1768) Schloss Falkenlust – als Jagd- und Lustschloss. Der Name deutet bereits an, wozu Schloss Falkenlust einst vornehmlich diente – der Jagd mit abgerichteten Falken. Gejagt wurden insbesondere Reiher. Sie nisteten in den Wäldern des Schlossparks und mussten, um zu ihren Fischgründen im Altrheingebiet bei Wesseling zu gelangen, Schloss Falkenlust überfliegen. Auf ihrem Weg wurden sie von den Falken des Kurfürsten attackiert.

Neben dem Jagdvergnügen war Falkenlust ein Ort auch für amouröse Auszeiten und politische Geheimverhandlungen. Schloss Falkenlust ist eine der kostbarsten Bauschöpfungen, die das frühe Rokoko in Deutschland hervorgebracht hat.

Entsprechend extravagant ist die Innenausstattung: So findet man in den Kabinetten kostbare japanische Lackplatten und Setzschirme sowie unzählige Spiegel, Schnitzereien und Stuckarbeiten. Die Decken und Wände sind üppig bemalt – eine vergoldete Illusion für handverlesene Gäste. Ein Traum in weiß-blau ist das Treppenhaus, ist es doch komplett mit weiß-blauen, niederländischen Wandfliesen ausgekleidet – inklusive bayerischem Rautenmuster. Nach mehrfachem Eigentümerwechsel befand es sich zwischen 1832 und 1960 im Privatbesitz, ehe das Schloss in das Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen überging. Ab 1974 wurde es als Museum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.



Ausgabetag: 02.01.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Schloss Falkenlust zu Brühl
Foto: Horst Gummersbach, Mönchengladbach
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Frank Fienbork, Utting am Ammersee
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk
Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3354 / selbstklebend: MiNr. 3389
 
Brigitte Am: 06.12.2017 07:03:00 Gelesen: 161336# 396 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „Deutsche Brotkultur“

Ob Pumpernickel, Dinkelbrot oder Vollkornlaib – Deutsche, die länger fern der Heimat leben, berichten fast ausnahmslos von ihrem Verlangen nach deutschem Brot. So soll schon die Schauspielerin Romy Schneider beklagt haben: „Das Einzige, was ich in Paris wirklich vermisse, ist das deutsche Brot!“. International gilt Deutschland als das Land, in dem die meisten Brotsorten gebacken werden. Rund, oval, eckig, mit Roggen, Dinkel oder Kürbiskern – die Auswahl ist kaum zu toppen. Farbe, Konsistenz und Zutaten variieren zum Teil schon von Bäckerei zu Bäckerei. Und ständig tauchen neue Kreationen auf: vom pikanten Zwiebelbrot über Maisbrot mit Paprika bis hin zu „Ur-Broten“ mit fast in Vergessenheit geratenen Getreidearten wie Einkorn oder Emmer.

Die am häufigsten verzehrte Brotsorte im deutschsprachigen Raum ist Mischbrot (31,5 Prozent), das aus einer Mischung von Roggen- und Weizenmehl gebacken wird. Platz zwei belegt das Toastbrot mit 20,8 Prozent, dicht gefolgt von Broten mit Körnern und Saaten (15,9 Prozent), Vollkornbroten (10,3 Prozent), reinen Weizenbroten sowie Roggenbroten mit jeweils 5,2 Prozent. Die übrigen 11,1 Prozent nehmen sonstige Brotsorten ein. Etwa 3200 verschiedene Sorten verzeichnet das „Deutsche Brotregister“ derzeit – das erste seiner Art weltweit. Frisch gekürt zum „Brot des Jahres 2018“ wurde übrigens das Dinkel-Vollkornbrot.

Die Ursachen für den Brotsorten-Reichtum liegen in der Getreidevielfalt in Deutschland, die im Gegensatz zu anderen Ländern nicht nur Weizen umfasst, sondern auch Roggen, Gerste, Hafer oder Dinkel. Ein weiterer Grund ist die einzigartige territoriale Zersplitterung Deutschlands in längst vergangenen Zeiten. Sie führte zu ganz verschiedenen Backkulturen. Auch haben unterschiedliche Ofensysteme sowie Backmethoden eine Vielfalt regionaler Spezialitäten entstehen lassen. All dieses Wissen wurde über Jahrhunderte hinweg immer weiter optimiert. Durch die „Bäckerwalz“ – die Gesellenwanderung – verbreitete sich das Spezialwissen.



Ausgabetag: 02.01.2018
Wert (in Euro Cent): 260
Motiv: Scheiben von fünf typisch deutschen Brotsorten
Foto: Lilly Hummel, Frankfurt am Main
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Carsten Wolff, Frankfurt am Main
Papier Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3355 / selbstklebend: MiNr. 3390
 
Brigitte Am: 27.12.2017 10:10:48 Gelesen: 154206# 397 @  
Sonderpostwertzeichen mit Zuschlag
Serie: „Für die Wohlfahrtspflege“
Thema: „Grimms Märchen – Der Froschkönig“
(Goldene Kugel, Goldenes Besteck, Nach dem Mahl)

Das Märchen „Der Froschkönig“ nimmt im weltberühmten Werk der Brüder Grimm schon deshalb eine hervorgehobene Stellung ein, da es am Beginn der „Kinder- und Hausmärchen“ (zwei Bände, 1812–1815) steht, den Märchenreigen also gewissermaßen einläutet. 200 Märchen haben die in Hanau geborenen Brüder in sieben überarbeiteten Auflagen bis 1857 als Sammlung veröffentlicht. Die dreiteilige Motivreihe „Der Froschkönig“ erscheint als Sonderpostwertzeichen aus der Serie „Für die Wohlfahrtspflege“. Das Märchen variiert das Motiv der Verbindung zwischen einem Menschen und einem Tierpartner, wobei sich der Froschkönig später als verzauberter Prinz entpuppt.

Die Prinzessin verliert ihre goldene Kugel in einem Brunnen. Ein Frosch erbietet sich, die Kugel aus dem Brunnen zu holen, fordert aber dafür, dass er von ihrem Teller essen, aus ihrem Becher trinken und in ihrem Bett schlafen dürfe. Im Glauben, ihr Versprechen nicht einhalten zu müssen, geht die Prinzessin auf den Handel ein. Am nächsten Tag kommt der Frosch ins Schloss und besteht darauf, dass die Prinzessin ihr Versprechen einlöst. Nachdem er getafelt hat, verlangt er, in das Kämmerlein der Prinzessin gebracht zu werden. Kaum liegt sie im Bett, fordert der Frosch Aufnahme. Voller Zorn schmettert sie ihn gegen die Wand. Da verwandelt sich der Frosch in einen Prinzen. Er erzählt, dass er von einer bösen Hexe verflucht worden sei. Niemand hätte ihn erlösen können, außer die Prinzessin. Am nächsten Tag führt er sie als Gemahlin heim. Die symbiotische Arbeitsweise der Brüder Grimm, die eine lebenslange Arbeitsgemeinschaft bildeten, harmonierte perfekt.

Während Jacob Grimm (1785–1863) als Sprachforscher das Sammeln volkstümlicher Sagen und Erzählungen als wissenschaftliche Methode ansah und gewissenhaft Quellenforschung betrieb, steuerte der Schriftsteller Wilhelm Grimm (1786–1859) die „Märchenpoesie“ bei. Die „Kinder- und Hausmärchen“ sind ein Welterfolg. Neben der Lutherbibel sind sie das am meisten verbreitete Buch der deutschen Kulturgeschichte.







Ausgabetag: 01.02.2018
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Goldene Kugel“ 70 + 30 / Motiv 2: „Goldenes Besteck“ 85 + 40 / Motiv 3: „Nach dem Mahl“ 145 + 55 / Motiv 1 - 3 zusammen: 425
Motiv Motiv 1: „Goldene Kugel“ / Motiv 2: „Goldenes Besteck“ / Motiv 3: „Nach dem Mahl“
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Johannes Graf, Dortmund
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
Motiv 1: MiNr. 3357 / selbstklebend: MiNr. 3364 / Motiv 2: MiNr. 3358 / Motiv 3: MiNr. 3359
 
Brigitte Am: 29.12.2017 07:08:00 Gelesen: 154056# 398 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „200 Jahre Gründung Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn“

Sieben Fakultäten, 120 Studiengänge, 36.000 Studierende, über 370 Universitätsgebäude sowie 70 Partneruniversitäten weltweit. Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität ist – seit sie 1818 von König Friedrich Wilhelm III. von Preußen gegründet wurde – aus Bonn nicht mehr wegzudenken. Hier forscht und studiert es sich exzellent. In der 200jährigen Geschichte der Alma Mater lehrten hier schon der Philologe und Übersetzer August Wilhelm von Schlegel, der Dichter Ernst Moritz Arndt, der Physiker Heinrich Hertz sowie Joseph Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI. Die Schar der Studierenden, die später Berühmtheit erlangten, reicht von Konrad Duden, Heinrich Heine, Karl Marx und Friedrich Nietzsche bis Konrad Adenauer, um nur einige zu nennen. Heute zählt die Bonner Hochschule zu den wichtigsten Universitäten Deutschlands. Weltweit anerkannte Spitzenforschung und das historische Ambiente prägen ihr Bild. Zwei Hochschulen hatte Friedrich Wilhelm III. bereits gegründet (Berlin, 1810) bzw. neugegründet (Breslau, 1811).

Am 18. Oktober 1818 hob der Monarch mit Bonn die dritte Universität aus der Taufe. Damit beabsichtigte der Preußenkönig, seinen Herrschaftsanspruch im neu erworbenen Rheinland zu untermauern. Gegenwärtig gehört die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn zu den bedeutendsten Forschungsuniversitäten Deutschlands und genießt weltweit Anerkennung.

Die Universität warb seit 2006 zwei Exzellenzcluster (in Mathematik und Immunologie) sowie zwei Graduiertenschulen (in Physik/Astromomie und Ökonomie) ein. Sie ist die einzige deutsche Hochschule, die in den letzten drei Jahrzehnten gleich zwei Nobelpreisträger hervorgebracht hat. So erhielt der Physiker Wolfgang Paul 1989 den Nobelpreis, 1994 wurde der Volkswirt und Mathematiker Reinhard Selten mit dem Preis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet. Deutschlandweit belegt die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität im Hochschul-Vergleich derzeit Platz acht, in einem weltweiten Ranking nimmt sie aktuell Platz 94 ein.



Ausgabetag: 01.02.2018
Wert (in Euro Cent): 45
Motiv: Gründungsurkunde, Dienstsiegel und Teil des Hauptgebäudes
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Andreas Hoch, Baltmannsweiler
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 34,89 x 34,89 mm
MiNr. 3360
 
Brigitte Am: 06.01.2018 07:01:00 Gelesen: 151020# 399 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: „25 Jahre Tafel in Deutschland“

Das Bonmot des französischen Dichters Victor Hugo (1802–1885), dass nichts so kraftvoll sei, wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist, gilt auch für die Tafeln. 25 Jahre ist es her, dass 1993 die erste deutsche Tafel von der Initiativgruppe Berliner Frauen e.V. aus der Taufe gehoben wurde – heute machen etwa 60 000 ehrenamtliche Helfer die mittlerweile 934 deutschen Tafeln zu einer der größten sozialen Bewegungen unserer Zeit. Grundgedanke ist es, die nach den Gesetzen der Marktlogik „überschüssigen“ Lebensmittel einzusammeln und sie kostenlos oder gegen einen symbolischen Betrag an sozial benachteiligte Menschen zu verteilen. Neben den materiellen Aspekten sind Tafeln auch immer Orte des Dialogs und des Miteinanders.

Als die Berliner Sozialsenatorin Ingrid Stahmer 1993 einen eindringlichen Vortrag über die Situation der Obdachlosen hielt, kam aus dem Zuhörerkreis die Anregung, das Konzept der New Yorker City Harvest („Stadt-Ernte“) auf Deutschland zu übertragen.

Die US-amerikanische Non-Profit-Organisation hatte 1983 damit begonnen, überschüssige, aber noch einwandfreie Esswaren in Hotels und bei Gemüsegroßhändlern oder etwa Bäckereien einzusammeln und in Verpflegungsprogrammen zu verteilen. Auch in Deutschland bestätigten Obdachloseneinrichtungen großen Bedarf an Lebensmittelspenden, so dass am 22. Februar 1993 in Berlin mit einer Pressekonferenz die Geschichte der Tafeln in Deutschland ihren Anfang nahm.

Nach Berlin folgten 1994 Gründungen in München, Neumünster und Hamburg, wobei die mediale Berichterstattung über die Projekte immer mehr zunahm und sich in der Folge in immer mehr Städten Tafeln bildeten. Am 15. September 1995 schlossen sich die damals existierenden 35 Tafeln zum „Dachverband Deutsche Tafelrunde zusammen“, der sich im Jahr darauf in „Bundesverband Deutsche Tafel e.V.“ umbenannte. Der gemeinnützige Verband, der sich seit Juni 2017 „Tafel Deutschland e.V.“ nennt, dient als Servicezentrale für die Mitglieder und vertritt deren Interessen nach innen und außen.



Ausgabetag: 01.02.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Apfel mit Aufschrift
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Susann Stefanizen, Berlin
Papier: Gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Werk
Wertpapierdruckerei Leipzig
Größe Postwertzeichen: 33,00 x 39,00 mm
MiNr. 3361
 
Brigitte Am: 24.01.2018 09:01:07 Gelesen: 139381# 400 @  
Postwertzeichen Dauerserie „Blumen“
Motiv: „Alpenveilchen“

Ob als winterliche Dekoration im Haus oder als Highlight im Garten: Alpenveilchen erfreuen uns rund ums Jahr in den schönsten Farben – von pastelligen Lachs- und Rottönen bis hin zu reinem Weiß, samtigem Rot oder leuchtendem Purpur. Voraussetzung sind gute Kenntnisse über die verschiedenen Arten und ihre Bedürfnisse. Die Naturform der Alpenveilchen (Cyclamen) hat ihre Wurzeln in den Gebirgsregionen Kleinasiens, von wo aus sie im 17. Jahrhundert nach Europa kam. Ein Großteil der heutigen 22 Arten aus der Familie der Primelgewächse (Primulaceae) ist im Mittelmeerraum und im Nahen Osten beheimatet. In Deutschland ist nur das Europäische Alpenveilchen heimisch. Der wissenschaftliche Name des Cyclamens leitet sich von dem griechischen Wort „kyklos“ ab, welches „Kreis“ bedeutet und sich auf die runde, flache Form seiner Knollen bezieht. Alpenveilchen erreichen eine durchschnittliche Höhe von 10 bis 15 Zentimetern.

Ihre herz- bis pfeilförmigen Blätter sind meist dunkelgrün und weisen auf der Oberfläche eine attraktive helle Zeichnung auf. Die Blüten stehen auf einzelnen, nach unten zeigenden Stielen, während die fünf ovalen Kronblätter stark nach oben gebogen sind. Am besten entfalten können sich Cyclamen bei Standorten in der Sonne oder im Halbschatten auf lockeren, humosen, kalkhaltigen und eher trockenen Böden. Staunässe ist bei allen Arten zu vermeiden, da die Knollen schnell faulen.

Wenn die Blütezeit vorüber ist und die Samenkapseln heranreifen, drehen sich die Stiele einiger Arten spiralförmig ein, um die reifen Samen im Boden zu versenken. Je nach Sorte können die Blumen frostempfindlich oder winterhart sein, außerdem immer-, sommer- oder wintergrün. Um in unseren Gärten der Kälte zu trotzen, snd das Vorfrühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum), das Europäische Alpenveilchen (Cyclamen purpurascens) sowie das efeublättrige Alpenveilchen (Cyclamen hederifolium) besonders geeignet. Als häuslicher Winterklassiker gilt das Zimmer-Alpenveilchen (Cyclamen persicum), das hierzulande ausschließlich in Zuchtformen angeboten wird.



Ausgabetag: 01.03.2018
Wert (in Euro Cent): 100
Motiv: Alpenveilchen
Foto: © Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 21,50 x 30,13 mm
MiNr. 3365
 
Brigitte Am: 26.01.2018 07:08:00 Gelesen: 137749# 401 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Burgen und Schlösser“
Thema: „Schloss Friedenstein Gotha“

Landschaftsüberragend erhebt sich auf einem Hügel über der Gothaer Altstadt, umringt von Park und Orangeriegarten, das imposante Schloss Friedenstein. Der größte Schlossbau Thüringens ist zugleich eines der am besten erhaltenen Baudenkmäler des Frühbarocks. Von 1643 bis 1918 war Friedenstein Residenz und Verwaltungssitz des Herzogtums Sachsen-Gotha und seiner Folgeherzogtümer. Als „Barockes Universum Gotha“ locken die herausragende Architektur, die prunkvollen Einrichtungen und weltbekannten Sammlungen jährlich Hunderttausende Besucher an.

Im Jahre 1640 erhielt Ernst I. (1601–1675) aus dem Hause Wettin infolge einer Erbteilung das Herzogtum Sachsen-Gotha und erhob Gotha zur Residenzstadt. Noch während des Dreißigjährigen Krieges ließ er auf den Ruinen der Burg Grimmenstein den Grundstein für ein neues Schloss legen. Zwischen 1643 und 1654 entstand nach den Plänen des Architekten Caspar Vogel (ca. 1600–1663) eine mächtige Anlage. Angesichts der Zerstörungen des langen und grausamen Krieges gab Ernst I., genannt der Fromme, seiner neuen Residenz den symbolträchtigen Namen Friedenstein“. Von Beginn an hatte das Gebäude beträchtliche Ausmaße, sodass in den folgenden Jahrhunderten keine baulichen Erweiterungen notwendig waren. Bis heute befindet sich das Schloss innen wie außen weitestgehend im Originalzustand. Weltweit einzigartig sind die vielfältigen wie umfangreichen kunstgeschichtlichen, historischen und naturkundlichen Bestände.

Zu sehen sind sie im Schlossmuseum, dem Historischen Museum sowie dem Museum der Natur. Betreut von der 2004 gegründeten Stiftung Schloss Friedenstein Gotha ist ein Teil der Gothaer Kunstsammlungen im separat erbauten Herzoglichen Museum untergebracht. Das berühmteste Exponat der Ausstellung ist das „Gothaer Liebespaar“, das erste großformatige Doppelbildnis der deutschen Tafelmalerei. Glanzstück auf Schloss Friedenstein ist das Ekhof-Theater, das älteste Barocktheater der Welt mit noch existierender und funktionierender Bühnenmaschinerie.



Ausgabetag: 01.03.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv: Schloss Friedenstein Gotha
Foto: Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten/Constantin Beyer
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen und Frank Fienbork, Utting am Ammersee
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3366 / selbstklebend: MiNr. 3388
 
Brigitte Am: 29.01.2018 07:01:00 Gelesen: 135429# 402 @  
Sonderpostwertzeichen
Serie: „Klassische deutsche Automobile“
Thema: „Audi quattro“ und „Wartburg 1.3“

Der eine kommt, der andere geht: Während der Audi quattro für den Beginn einer revolutionären Technologie steht, kennzeichnet der Wartburg 1.3 das Ende einer Ära. Bekannt wurde der Audi quattro insbesondere durch den Rallyesport. Mit seinem überlegenen Allradantrieb fuhr der Ingolstädter in den 1980er Jahren – getreu dem Slogan „Vorsprung durch Technik“ – allen davon. Ein Finale erlebte auch der Wartburg 1.3, allerdings ein endgültiges: 1991 schloss dessen Produktionsstätte, das traditionsreiche Eisenacher Automobilwerk, seine Pforten. Heute hat der ostdeutsche Oldtimer, der wie kaum ein anderes Auto die Zeitenwende markiert, einen hohen Erinnerungswert.

Der legendäre Ur-quattro wurde 1980 auf dem Genfer Autosalon der Öffentlichkeit präsentiert und als Sensation gefeiert. Das Besondere war nicht der Allradantrieb selbst, sondern der erstmalige Einsatz einer Hohlwelle im Getriebe. Über diese floss die Kraft sowohl an die Vorder- als auch an die Hinterachse, was für mehr Stabilität sorgte. Außerdem war der Antrieb leicht, kompakt und effizient, sodass er die Fertigung in großen Serien und vor allem sportlicher Pkw ermöglichte. Das Coupé beschleunigte bei 200 PS in nur 7,1 Sekunden auf Tempo 100. Bis heute ist der Ur-quattro, dessen Produktion 1991 endete, der am längsten gebaute Serienwagen der Audi-Geschichte.

Eines der wenigen Statussymbole der DDR war der in Eisenach produzierte Wartburg. 1984 erwarb die DDR-Führung bei der westdeutschen Volkswagenwerk AG die Lizenz für einen 58 PS-starken Viertaktmotor, der den neuen Wartburg 1.3 antreiben sollte. Nach Anpassungsarbeiten für den größeren Motor ging das neue Modell am 12. Oktober 1988 in Serienproduktion. Bereits zwei Jahre nach der Markteinführung kam mit der deutschen Wiedervereinigung eine Flut von moderneren Angeboten aus dem gesamten internationalen Automarkt. Der Verlust der treuen Kundschaft hatte die Schließung des renommierten Automobilwerks Eisenach zur Folge. Am 10. April 1991 lief der letzte Wartburg 1.3 vom Band.





Ausgabetag: 01.03.2018
Wert (in Euro Cent): „Audi quattro“ 145 / „Wartburg 1.3“ 145
Motiv 1: Audi quattro, Baujahr 1989 © Unternehmensarchiv der AUDI AG / Motiv 2: Wartburg 1.3, Baujahr 1988 © Volkswagen Aktiengesellschaft
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Thomas Serres, Hattingen
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Motiv 1: MiNr. 3367 selbstklebend: MiNr. 3379 / Motiv 2: MiNr. 3368 / selbstklebend: MiNr. 3378
 
Brigitte Am: 31.01.2018 07:03:00 Gelesen: 133369# 403 @  
Sonderpostwertzeichen und Philatelieblock„Peanuts“
Thema: „Post für Snoopy“ und „Die Peanuts-Rasselbande“

Charlie Brown, Snoopy, Lucy, Linus, Schroeder und Peppermint Patty: In dieser bunten Truppe findet fast jeder für sich eine Identifikationsfigur. Charles M. Schulz (1922–2000), der US-amerikanische Schöpfer der Comicserie „Die Peanuts“, hat mit seiner jugendlichen Vorstadtclique einen der erfolgreichsten Comicstrips aller Zeiten geschaffen. Am 2. Oktober 1950 ist der Comic das erste Mal erschienen. Über 50 Jahre lang wurden die „Peanuts“ in 2.600 Zeitungen in 75 Ländern und 21 Sprachen der Welt abgedruckt. Erst am 13. Februar 2000, dem Tag nach Schulz’ Tod, wurde die Serie eingestellt. Doch bis heute werden seine archivierten Comicstrips in Hunderten von Zeitungen rund um den Globus veröffentlicht. Erwachsene treten als handelnde Personen in den Comics nicht auf. Dennoch waren diese stets mehr als ein Comic für Kinder.

Sie reflektierten die Seelenwelt auch der Erwachsenen, mit all ihren Hoffnungen, Enttäuschungen und Beziehungskatastrophen – aber auch den dafür nötigen philosophischen Trost inklusive Galgenhumor. Einer der hervorstechendsten Charaktere und „Publikumsliebling“ der Peanuts ist Snoopy, Charlie Browns Hund. Der Beagle liegt meist auf dem Dach seiner Hundehütte und hängt philosophischen Gedanken nach. Er ist fantasiebegabt und träumt sich mit großer Theatralik in verschiedene Identitäten.

Charlie Brown, die Hauptfigur des Comics, ringt mit dem Schicksal des ewigen Verlierers. Nicht nur, dass er beim Baseball ständig versagt und sein Drachen immer im Baum stecken bleibt, er selbst wird auch regelmäßig Opfer böser Streiche. Besonders hervor tut sich dabei Lucy van Pelt, die einen tyrannischen Charakter hat. Immer wieder narrt sie Charlie Brown, indem sie ihm entgegen ihren Versprechungen den Football vor dem Fuß wegzieht. Ihr jüngerer Bruder Linus ist intellektuell zwar gereift, aber noch immer auf seine „Schmusedecke“ angewiesen. Mit Charlie Brown führt er philosophische Gespräche, in denen unter anderem der Satz fällt: „Von allen Charlie Browns bist du der Charlie Brownste.“







Ausgabetag: 01.03.2018
Wert (in Euro Cent): Motiv 1: „Post für Snoopy“ 70 / Motiv 2: „Die Peanuts-Rasselbande“ 90 / Philatelieblock: „Peanuts“ 160
Motiv: Woodstock bringt Snoopy einen Liebesbrief © PEANUTS Worldwide LLC
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Jennifer Dengler, Bonn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
Größe Block 116,00 x 80,00 mm
Motiv 1: MiNr. 3369 / selbstklebend: MiNr. 3371 / Motiv 2: MiNr. 3370 / selbstklebend: MiNr. 3372 / Block Nr. 82
 
Brigitte Am: 07.03.2018 08:19:07 Gelesen: 121306# 404 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: 150. Geburtstag Peter Behrens

Kunst und Technik bildeten bei ihm eine feste Verbindung: Der deutsche Maler, Produktgestalter, Typograf und Architekt Peter Behrens (1868–1940) gilt als einer der Begründer des modernen Industriedesigns und der funktionalen Baukunst. Von ihm entworfene Gebrauchsgegenstände waren in ihrer Formgebung wegweisend. Seine Bauten hatten einen weitreichenden Einfluss auf die moderne Architektur. Als freischaffender Gestalter in Berlin tätig, zählte er Walter Gropius, Ludwig Mies van der Rohe sowie Le Corbusier zu seinen Schülern, die später zu den führenden Persönlichkeiten der europäischen Klassischen Moderne werden sollten.

Internationale Bekanntheit erlangte Peter Behrens durch seine 1907 aufgenommene Tätigkeit für die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG). Hier arbeitete er in nahezu allen Bereichen der Gestaltung. Von Katalogen und Preislisten über Teekessel und Ventilatoren bis zu Fabrikbauten und Arbeiterwohnsiedlungen entwarf er ein vollständig einheitliches Erscheinungsbild inklusive Firmenzeichen. Auf Basis dieser visuellen Konzerndarstellung, die heute als „Corporate Design“ bezeichnet wird, verhalf er der AEG zu einer frühen Form der Unternehmensidentität. Darüber hinaus legte die 1909 gebaute AEG-Turbinenhalle in Berlin-Moabit den Grundstein zum versachlichten Industriebau in Deutschland.

Als Mitbegründer des Deutschen Werkbundes (1907) setzte sich Behrens für die Verknüpfung von Kunst, Industrie und Handwerkein. Durch Standardisierung und sachliche Formensprache sollte die gleiche hohe Qualität wie bei handwerklich gefertigten.



Ausgabetag: 12.04.2018
Wert (in Euro Cent): 70
Motiv Portrait Peter Behrens, Industriebauten und Gebrauchsgegenstände
Foto: Portrait Peter Behrens 1908 ©bpk / Kunstbibliothek, SMB / Rudolph Dührkoop
Foto: Linz – Zigarettenfabrik, Fassade, 1929-1935 ©bpk / Staatsbibliothek zu Berlin
Foto: Ventilator ©Werkbundarchiv – Museum der Dinge Berlin / Armin Hermann
Foto: Elektrische Uhr 1910 (AEG) ©Werkbundarchiv – Museum der Dinge Berlin /
Armin Hermann
Foto: Montagehalle-Innenansicht, AEG, Berlin, Hussitenstraße ©Bildarchiv Foto
Marburg
Foto: Elektrischer Wasserkessel 1909 (AEG) ©Bildarchiv Foto
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Prof. Daniela Haufe und Prof. Detlef Fiedler, Berlin
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bundesdruckerei GmbH, Berlin
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3373
 
Brigitte Am: 09.03.2018 07:08:00 Gelesen: 121192# 405 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: 150 Jahre Technische Universität München

Seit ihrer Gründung vor 150 Jahren trägt die Technische Universität München zum technologischen und gesellschaftlichen Fortschritt bei. In ihrer Geschichte brachte die mit 41.000 Studenten und 177 Studiengängen heute zweitgrößte Technische Hochschule Deutschlands 17 Nobelpreisträger hervor. Auch zahlreiche bekannte Ingenieure und Forscher waren hier tätig, darunter der Erfinder der Kältemaschine Carl von Linde, der Erfinder des selbstzündenden Verbrennungsmotors Rudolf Diesel oder der Flugzeugkonstrukteur Willy Messerschmitt. Im In den aktuellen „QS World University Rankings“, einer der renommiertesten internationalen Hochschulranglisten, belegt die TU München Platz 1 der deutschen Universitäten. 1868 gründete König Ludwig II. die Polytechnische Schule München, die ab dem Studienjahr 1877/78 die Bezeichnung „Technische Hochschule München“ führte. Der erste Direktor der Institution war der Vermessungsingenieur Karl Maximilian von Bauernfeind.

Noch im Gründungsjahr wurde der Neubau in der Arcisstraße bezogen. 1901 erhielt die Einrichtung Promotionsrecht. Während des Zweiten Weltkriegs fielen 80 Prozent der Gebäude auf dem Stammgelände der Zerstörung zum Opfer, dennoch konnte der Lehrbetrieb im April 1946 wiederaufgenommen werden. 1970 wurde der Hochschule die Bezeichnung „Technische Universität München“ verliehen.

Heute hat die Universität vierzehn Fakultäten an vier großen Standorten vorzuweisen: das Stammgelände in München, das Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt in Freising-Weihenstephan, den Campus Garching, das naturwissenschaftlich-technische Zentrum der Universität, und den 2017 begründeten fakultätsübergreifenden Campus Straubing für Biotechnologie und Nachhaltigkeit. Auch international ist die TU München zu Hause: 2002 eröffnete sie eine Niederlassung in Singapur, das German Institute of Science and Technology (GIST) – TUM Asia. Weitere Vertretungen und Büros folgten in Peking, Mumbai, São Paulo, Kairo und San Francisco.



Ausgabetag: 12.04.2018
Wert (in Euro Cent): 150
Motiv: Oskar-von-Miller-Turm, Thiersch-Turm und Atom-Ei
Foto links: „Oskar-von-Miller-Turm“ ©ullstein bild – Westend61 / Tom Chance
Foto mittig: „Thiersch-Turm“ ©Albert Scharger / Technische
Entwurf Postwertzeichen und Stempel Stefan Klein und Olaf Neumann, Iserlohn
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Giesecke & Devrient GmbH, Leipzig
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3374
 
Brigitte Am: 12.03.2018 07:03:00 Gelesen: 120826# 406 @  
Sonderpostwertzeichen
Thema: 100. Geburtstag Elisabeth Mann Borgese

Warum sind die Meere der Spiegel unserer Seele, mehr als die Berge, mehr als die Wüsten, mehr als die Waldes- oder Himmelshöhen im Puls ihrer ewigen Rhythmen?“, fragt Elisabeth Mann Borgese zu Beginn ihres naturwissenschaftlichen Werkes „Das Drama der Meere“ (1975). Die jüngste Tochter des Literaturnobelpreisträgers Thomas Mann und seiner Frau Katia teilte mit ihrem Vater die Liebe zum Meer. In dessen Fußstapfen treten wollte sie jedoch nicht: Hochbegabt schlug sie ihren eigenen Weg ein, arbeitete als wissenschaftliche Mitarbeiterin, Redakteurin, Ökologin und Seerechtsexpertin. Auch die schönen Künste waren ihr nicht fremd – doch ihre Leidenschaft galt der Rettung der Meere.

Elisabeth Veronika Mann, geboren in München am 24. April 1918, war das Lieblingskind ihres Vaters. 1933 folgte sie ihren Eltern ins Schweizer Exil, 1938 siedelten sie in das US-amerikanische Princeton über. Durch ihren Vater lernte Elisabeth Mann den fast 36 Jahre älteren, an der Universität von Chicago lehrenden Italiener Giuseppe Antonio Borgese kennen. Das Paar heiratete 1939 und bekam zwei Kinder. 1952 zog es die Familie nach Florenz, doch schon wenige Monate später starb Borgese an einem Gehirnschlag. Ab 1964 pendelte Elisabeth Mann Borgese als wissenschaftliche Assistentin im kalifornischen Zentrum für Studien demokratischer Institutionen zwischen dem italienischen San Domenico und Santa Barbara.

1967 begann sie ihren Kampf gegen die Verschmutzung und Überfischung der Weltmeere. Elisabeth Mann Borgese war die einzige weibliche Mitbegründerin des Club of Rome und gründete 1972 das International Ocean Institute auf Malta. Dank ihrer Initiative gehören internationale Gewässer heute zum gemeinsamen Erbe der Menschheit. 1980 erhielt sie eine Professur für Internationales Seerecht an der kanadischen Dalhousie University in Halifax. Bis zuletzt lebte sie hier in einem Holzhaus am Meer. 2002 starb die „Lady of the Oceans“ völlig unerwartet infolge einer Lungenentzündung im Ski-Urlaub in Sankt Moritz.



Ausgabetag: 12.04.2018
Wert (in Euro Cent): 370
Motiv: Ansicht des Meeres mit Zitat
Foto: Fotolia / klikk
Entwurf Postwertzeichen und Stempel: Nicole Elsenbach, Hückeswagen
Papier: gestrichenes, weißes und fluoreszierendes Postwertzeichenpapier DP II
Druck: Mehrfarben-Offsetdruck der Bagel Security-Print GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
Größe Postwertzeichen: 44,20 x 26,20 mm
MiNr. 3375
 

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