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Thema: Auxiliary Marking USA: Returned for additional postage
DL8AAM Am: 26.03.2009 20:17:24 Gelesen: 15060# 1 @  
Hallo,

da wir mit dem letzten Rätsel Beispiele für "zurück für zusätzliches Porto" der Dt. Post gesehen habe, musste ich doch mal meine Kisten nach vergleichbaren Belegen aus den USA durchforsten. Auch dort gibt es diese, nur werden hier die entsprechenden Hinweise direkt auf den Brief gestempelt.

Brief der Avoyelles Touristeninfo aus Marksville, LA vom 06.02.2000, mit Pitney Bowes AFS (PB 8387598) [Modell ?] unterfrankiert mit 55c. In Alexandria, LA fiel das wohl auf (Wellenstempel vorne und rückseitiger Balkenhandstempel vom 06.02.2000. Hier wurde dann wohl der "Returned for ..."-Hinweisestempel angebracht. Ich vermute, dass nun der Balkenhandstempel als erneuter Rücksendenachweis angebracht wurde.



Der Absender musste gemäß des Zusatzstempels

"Returned for .... Additional // postage. When remailing, cross // out this notice or paste stamps // over it."

1.05 $ zufrankieren, brachte aber am 09.02.2000 ein AFS-Label zu 1,15 $ an und übergab den Brief erneut der Post, die rückseitig in Shreveport, LA am 10.02.2000 einen Maschinenwellenstempel abschlug. Das geforderte ausXen des Portozuzahlstempel wurde offensichtlich vom Absender übersehen.

Gibt es im Internet eine Übersicht der aktuellen Maschinien- und Handstempeltypen des USPS ? Letztere weisen eine riesige Vielfalt verschiedenster Formen auf! Müsste das Thema auch mal bescannen, dieser Teilbereich der Stempelkunde ist in den USA bei weiten nicht so "eintönig" wie bei der Deutschen Post. ;-)

(Und eine Zusammenstellung der aktuellen US AFS-Typen und -Formen suche ich auch noch... ?)

Beste Grüße
Thomas
 
Lars Boettger Am: 26.03.2009 21:27:53 Gelesen: 15049# 2 @  
@ DL8AAM [#1]

Hallo Thomas,

ich kenne keine, aber eventuell kann Dir die ein oder andere US-Sammlergruppe weiterhelfen: http://www.stamps.org/directories/dir_SpecialtySocieties.htm - für die klassischen Ausgaben empfiehlt sich die http://www.uspcs.org - wobei es da mit den Maschinenstempeln nicht so "dicke" ist.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Jürgen Witkowski Am: 26.03.2009 23:10:22 Gelesen: 15040# 3 @  
@ DL8AAM [#1]

Ein ähnlicher Beleg aus dem Jahr 1987 zeigt einen Stempel mit bereits eingearbeiteten Werten. Er lautet:

RETURN FOR 15 c POSTAGE / FOREIGN FIRST CLASS RATE IS / 37 c FIRST OUNCE SURFACE.



Die Nachfrankatur erfolgte 5 Tage später mit Absender-Freistempler.



Dass nicht immer nach diesem Verfahren gehandelt wurde, beweist ein Beleg aus dem Jahr 1988. Er wurde mit einem Taxstempel 15/40 versehen. Das bedeutet: Erforderliches Porto 40 Cent, Fehlbetrag 15 Cent. In Deutschland erhielt er dann den Stempel "Nachgebühr" und die handschriftliche Blaustift-Eintragung 105 für 1,05 DM Nachgebühr. Den Kugelschreiber-Eintrag 2,45 sehe ich nicht in Zusammenhang mit der Nachgebühr.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
DL8AAM Am: 31.03.2009 18:19:42 Gelesen: 15000# 4 @  
@ DL8AAM [#1]

Habe in meiner Sammlung noch einen dieser Stempel gefunden - mit gleichem Text, aber hier in Großbuchstaben.



Und wenn ich schon dabei bin - ein weiterer der ersten Grundform (aus Lafayette, LA), nun aber entsprechend der Vorschrift durchgeXt.



Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 31.03.2009 18:34:11 Gelesen: 14996# 5 @  
@ Concordia CA [#11]

" Ein ähnlicher Beleg aus dem Jahr 1987 zeigt einen Stempel mit bereits eingearbeiteten Werten"

Hierzu ein Beispiel aus 1979, nachgefordert wurde 5c:

RETURN FOR 5c ADDITIONAL POSTAGE
A M .... ILLINOIS 60666
OBLITERATE NOTICE AFTER AFFIXING POSTAGE

Leider ist die zweite Zeile nur Teilweise lesbar, gemäß der PLZ "IL, 60666" wurde der Stempel in Chicago verwendet.



Rückseitig finden sich neben dem privaten Eingangstempel noch verschiedene zweistellige, farbige Stempelchen, ich vermute das sich Zeichen der jeweiligen datenerfassenden "Mitarbeiter" (?) Diese Stempel sind auf fast allen Briefen aus den USA dieser Zeit zu finden. Infos (?) Listen (?)



Gruß
Thomas
 
Rondo Am: 01.04.2009 06:33:25 Gelesen: 14974# 6 @  
@ DL8AAM [#5]

Die zweite Zeile lautet AMF O’Hare, Illinois 60666. (AMF, Airport Mail Facility)

Die zweistelligen Stempel sind Kennzeichen von denen die die LSM (Letter Sorting Machine) betätigt haben. Die LSM ist seit mehreren Jahren nicht mehr in Betrieb.

MfG
Rondo
 
DL8AAM Am: 01.04.2009 14:53:46 Gelesen: 14956# 7 @  
@ Rondo [#6]

Hi Rondo,

besten Dank für die AMF Angabe ! O'Hare ist ja der Flughafen von Chicago, dann war die erste Idee nicht ganz so abwegig. ;-)

Dito, TNX zu "LSM". Müsste hier mal etwas im Netz suchen. Unsere US Hobbykollegen haben ja für (fast) jeden Aspekt der Philatelie eigene "Fachverbände". Ich lese mich gerade bei http://www.pnc3.org/index.htm (Plate Number Coil Collectors Club) in das interessante Thema "Plattennummern auf US-Dauermarken" ein.



Abb. von deren Unterseite http://www.pnc3.org/Data/Flag-whitehouse.htm) ("© PNC3 - Permission is granted to quote material in this web site provided that proper credit is given.)

Dann müsste auch zu LSM was zu finden sein, wenn man erst weiss wonach man googlen muss.

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 01.04.2009 15:32:15 Gelesen: 14954# 8 @  
Zwar etwas Off-Topic, aber passt trotzdem noch in das Oberthema "Vermeiden von Nachgebühr im internationalen Postaustausch".



Brief aus Palos Heights, IL ursprünglich frankiert per "Gebühr bezahlt-Hinweis"(Second class postage paid // at palos Heights, IL and at // additional mailing offices).

Dann wurde dieser Brief abgefangen und mit einem Handstempel versehen:

"PERMIT ENVELOPES NOT ACCEPTABLE // IN INTERNATIONAL MAILS UNLESS // MAILED IN BULK"

Frei übersetzt "(Diese Art von) Gebührbezahlt-Umschläge sind im international Postaustausch nicht zugelassen, es sei denn es handelt sich um eine Massensendung (die speziellen Vorgaben zu entsprechen hat)".

Leider wurde dieser interessante Stempel mit zwei weissen Labels überklebt (im Durchlicht aber noch zu lesen), die dann mit einem weiteren Handstempel versehen wurden:

"POSTAGE VERIFIED - GMF // SPRINGFIELD 01152". = Gebühr geprüft beim Postamt ("190 Fiberloid Street") Springfield, MA 01152. GMF dürfte (analog zu AMF) wohl für "General (G.P.O.) Mail Facility" stehen?

In Deutschland bestand seinerzeit ein Nachsendeantrag, deshalb wurde der Brief innerhalb Göttingens umgeleitet.

Rückseitig einen LSM (Letter Sorting Machine) Kennstempel "K6"


Gruß
Thomas
 
Jürgen Witkowski Am: 02.04.2009 00:06:42 Gelesen: 14930# 9 @  
Es ist schon toll, welche Sachen in diesem Thema eben mal so nebenbei geklärt werden. Die Bearbeiter-Kennstempel der Letter Sorting Machine sind mir schon vor geraumer Zeit aufgefallen, ohne dass ich sie zuordnen konnte. Genauso ist es mit der Abkürzung AMF für Airport Mail Facility.

Der Einschreibebrief von North Chili, New York, wurde wohl direkt am Schalter vorgelegt und das mit Marken aufgeklebte Porto mit einem Postfreistempel auf die erforderliche Höhe ergänzt. Auf der Rückseite befindet sich neben den 5 bei Einschreibebriefen üblichen Stempeln vom 09. Juni 1989 noch ein AMF-Stempel vom John F. Kennedy Flughafen Jamaika, New York vom 12. Juni 1989. Der Brief ist also 3 Tage innerhalb des Bundesstaates New York gelaufen, bevor er in den Flieger Richtung Belgien ging. Dort bekam er am 14. Juni einen handschriftlichen Vermerk, vermutlich weil er an eine Postfachadresse ging.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Rondo Am: 05.04.2009 03:44:11 Gelesen: 14889# 10 @  
@ DL8AAM [#8]

Hallo DL8AAM und Concordia_CA,

ich habe zwei Bilder von der LSM finden können:

http://www.usps.com/postalhistory/images/photogallery/equipmentpix/APPP136_fuji280cropped.jpg

http://museum.nist.gov/panels/letter/sorting.htm

MfG
Rondo
 
FG Litauen Am: 14.05.2009 18:43:36 Gelesen: 14845# 11 @  
Liebe Philaseiten-Nutzer,

bitte um "Amtshilfe"!

Welche Bedeutung haben die Buchstaben-Zahlen-Kombinationen auf der Rückseite des Briefes? Der Brief geht von Vilnius Litauen) in die Türkei.

Es grüßt
Bernd


 
Rondo Am: 15.05.2009 16:14:14 Gelesen: 14806# 12 @  
@ FG Litauen [#11]

Hallo Bernd,

In Beitrag [#5] und in [#8] sind genau diese Stempel abgebildet. Sie stammen von einer Sortiermaschine “LSM” (Abkürzung in den Vereinigten Staaten für Letter Sorting Machine). Jeder LSM Betreiber hatte sein eigenen Stempel, auf diese Weise könnten Abteilungsleiter Durchsatz und Effizienz der einzelnen Mitarbeiter messen. Es ist interessant diese Stempel auf Deinem Brief aus Litauen zu finden. Bisher war es mir nicht bekannt dass die LSMs dort in Einsatz waren.

MfG
Rondo

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[Die Beiträge 11 und 12 wurden aus dem Thema 'Forschungsgemeinschaft Litauen' am 16.05.09 redaktionell in das Thema Auxilary Marketing verschoben, weil in den Beiträgen 5 und 8 die Antwort auf die Frage zu finden ist]
 
22028 Am: 21.09.2009 19:51:36 Gelesen: 13930# 13 @  
Hallo Thomas,

Ich weiss nicht ob Du schon informiert wurdest, aber schau mal hier nach:

http://www.postal-markings.org/listing-full.html
 
DL8AAM Am: 21.09.2009 20:09:19 Gelesen: 13924# 14 @  
@ 22028 [#13]

Hi "22028",

jou, die Seiten des Auxiliary Markings Clubs bieten sehr viele wertvolle Daten, schade das es in Deutschland keine vergleichen Spezialistenvereinigungen gibt, die "so tief" in solch feine Randgebiete der "Nichtbildchen"-Philatelie einsteigen. In Ansätzen findet sich sowas hier auch, aber "1000-Seitige"-Handbücher mit einer katalogmäßigen Erfassung sämtlicher "Zurück-an-den-Absender"-Stempel der DPAG sind mir für Deutschland noch nicht über den Weg gelaufen.

Obwohl der Briefmarken Spiegel vor ein paar Monaten mal diesen Aspekt kurz aufgegriffen hat (hier: PC-Aufdrucke, die vermutlich privat von einem Post-MA erstellt wurden. Leider wurde der "Offene Frage?"-Artikel nicht mehr weitergeführt bzw. aufgeklärt).

Auch die Listings aus den USA sind nicht immer vollständig, u.a. fehlen die Stempel aus den Beträgen [#5] und [#8]. ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
22028 Am: 21.09.2009 20:13:08 Gelesen: 13923# 15 @  
Thomas,

ich weiss dass die Listings nicht komplett sind, das letzte update der Seite liegt schon über ein Jahr zurück.

Ich hatte den Leuten schon vor gut 2 Jahre einige alte Stempel mit Bild gemeldet, keine Reaktion. Nun ja.

Beste Grüße
Rainer
 
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