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Thema: Fiskalmarken, Wertmarken und Gebührenmarken auf Dokumenten
Das Thema hat 312 Beiträge:
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Fips002 Am: 28.04.2021 17:04:05 Gelesen: 144119# 188 @  
27.Oktober 1931, Fahrpreis-Quittung auf Paketbegleitbrief für mit dem Dampfer "DELPHIN" beförderte Güter von Harburg nach Hamburg.



Dieter
 
HWS-NRW Am: 30.04.2021 17:55:42 Gelesen: 143805# 189 @  
Hallo, heute wieder ein Hilferuf meinerseits.

Es geht um die Ausweisung einer "Fiscal"gebühr, die seinerzeit auch, z.B. bei Zeitschriften ab ca. 1870, statt mit Wertstempeln auch mit Postwertzeichen durchgeführt wurde.



Für mein "fast fertiges" neues Buch benötige ich möglichst die Yvert-Nummer der verklebten 0,01 fr-Marke mit Darstellung Napoleons III.".

Mein Dank im Voraus!

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 28.08.2021 14:18:32 Gelesen: 133844# 190 @  
Hallo,

heute kam wieder ein schönes Stück für mein Exponat:




Dieser "Vorläufige Reisepass" wurde für eine damals in Leipzig lebende Dame, von Beruf wohl "Luftakrobatin", ausgestellt, die zur damaligen Zeit die junge Bundesrepublik durchquerte, um nach Belgien weiterzureisen. Dort hatte sie eventuell ein Engagement, da sie erst im Februar 1953 wieder ausreiste.

Verklebt im Dezember 1952 eine AMG-Marke "Kleiner Wappenschild mit DM-Währung" (TR 15), entwertet im Berliner Büro mit einem nur dort verwendeten Dienststempel sowie eine belgische Fiskal-Marke zu 50 Francs.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 15.10.2021 21:27:13 Gelesen: 130776# 191 @  
Hallo,

heute kam wieder ein Zugang für mein Exponat:





Der französische Passeport wurde bis zur letzten Seite bestempelt, der Inhaber reiste ab 1945 sehr oft in die Schweiz (diverse Einträge mit Stempelmarken) und zweimal wollte er auch in die All. Zonen einreisen. Leider wurden die beiden 2 US-$-Marken auf der Seite 6 durch die Verwendung unten leider etwas beschädigt, aber auf der letzten Seite erfolgte im Dezember 1948 eine weitere saubere Eintragung mit AMG-Marken-Ausweisung (Die Gebühr entsprach 520 fr). Obwohl es inzwischen auch einen Rechteck-Dienststempel gab, wurde hier darauf verzichtet.

Sehr interessant zwei "angetackerte" Quittungszettel der Zolldienststelle in Besançon für den notwendigen Geldumtausch.

Mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 05.11.2021 16:30:00 Gelesen: 129450# 192 @  
Hallo in die Runde,

mit Freude fand ich heute wieder einen schönen Beleg in meinem Briefkasten:



Die aus Österreich stammende Dame lebte inzwischen mit Mann und Sohnemann in den Staaten. Für einen längeren Aufenthalt in ihrer früheren Heimat beantragte sie einen Reisepass und für einen Besuch, wahrscheinlich mit dem Sohnemann, beantragte sie in WIEN im August 1951 ein Einreisevisum. Die Gebühr von 8,00 DM wurde mit einer Überdruck-Marke (Yvert-Nr.TR 23) ausgewiesen. Sie reiste in den Jahren bis 1953 auch mehrmals in die benachbarte Schweiz, der Ausweis wurde einmalig verlängert.

mit Sammlergruß
Werner
 
Fips002 Am: 09.11.2021 19:59:23 Gelesen: 129065# 193 @  
Nach Erhalt eines neuen Seefahrtbuches konnte ich zum Glück das Alte behalten.

Ich zeige die Gebührenmarke vom Seefahrtsamt der DDR und die Gebührenmarke für mein Visa von Schweden nach der DDR und von der DDR nach Schweden. Das Visa hatte Gültigkeit vom 05.04.1963 bis zum 22.04.1963.

Die Ausreise von Trelleborg/Schweden nach Saßnitz erfolgte mit dem Fährschiff "Saßnitz" und die Einreise nach Trelleborg mit dem schwedischen Fährschiff "Trelleborg".

Mit dem Motorschiff "Rügen" dauerte der Werftaufenthalt in Göteborg 2 Monate.





Dieter
 
Fips002 Am: 12.12.2021 17:41:32 Gelesen: 126785# 194 @  
Beleg vom Städtischen Hauptwohnungsamt München, Genehmigung zum Freigabeantrag für einen Wohnungstausch.



Dieter
 
Sachsendreier53 Am: 14.12.2021 12:12:53 Gelesen: 126760# 195 @  
Preussen 1879:

Zweiseitiges Stempelpapier aus Nordhausen vom 16.10.1879. Der Wert des Kaufgegenstandes betrug 790 Mark. Es wurde eine Stempelgebühr von 8 Mark berechnet.




Wasserzeichen im Dokument: 1878 EBART 1878

mit Sammlergruß,
Claus
 
HWS-NRW Am: 14.12.2021 12:57:05 Gelesen: 126755# 196 @  
Hallo,

heute zeige ich mal einen besonderen Beleg, auf dem aber leider keine Stempelmarke verklebt wurde. (Also bitte nicht meckern)

Der damalige Student und spätere Schauspieler Gerlach Fiedler beantragte für eine geplante Reise in die Schweiz, wohl aufgrund seines Studiums, einen "vorläufigen Reiseausweis".



Der Ausweis wurde im Office BERLIN ausgestellt und ein damals bereits vorliegenden Rechteck-Dienststempel abgeschlagen.

Die ausgewiesene Gebühr von 5 DM wurde (leider) nur handschriftlich vermerkt.
Für mein Exponat, in dem ich auch alle Stempel der verschiedenen AMG-Office in aller Welt dokumentieren möchte, ein tolles Stück aus der Frühzeit des Berliner Büros.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges hin war Fiedler Soldat an der Ostfront, geriet in sowjetische Gefangenschaft und kehrte 1946 zurück, um unter Heinz Hilpert als Naturbursche und jugendlicher Held in Theaterstücken mitzuwirken. Zeitgleich nahm er sein nach dem Abitur 1942 begonnenes Studium der Literatur- und Musikwissenschaften in Berlin und Hamburg auf.

Von 1947 bis 1992 war Gerlach Fiedler festangestellter Mitarbeiter des NWDR bzw. des späteren NDR, wo er eine feste Größe des Radio- und Fernsehprogramms wurde. Seine Spezialität war stets die Livearbeit. Er war Initiator und Moderator langlebiger Programme wie dem Abend für junge Hörer und Opa – Die Oldie-Parade.
 
HWS-NRW Am: 17.01.2022 17:43:34 Gelesen: 124120# 197 @  
Allen Fiskalphilatelisten ein gutes Neues und weiterhin Freude und Interesse an diesem Philatelie-Bereich.

Ich sitze derzeit an meinem achten Buch, es befasst sich mit den alliierten "Einreise-Genehmigungsmarken".

Und da habe ich in meinem Beitrag tatsächlich eine Fehlmeldung gemacht.





Abgebildet ist hier der zweite mir bekannte Beleg, der im August 1951 im Office in Berlin-Schöneberg ausgestellt wurde, der hier abgeschlagene Kreis-Dienststempel wurde bisher nur auf zwei Belegen abgeschlagen, den anderen zeigte ich im Beitrag [#190], aber - ich habe den falschen Stempel abgebildet. Der zweite Stempel wurde erst später, dann aber nur im Berliner Büro bis Ende 1969 abgeschlagen.

Gut, wenn man alles zwei- oder dreimal durcharbeitet und kontrolliert.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 17.01.2022 17:55:45 Gelesen: 124115# 198 @  
Hallo,

ich habe da noch was Neues und Besonderes:



Eigentlich ein "beschädigter" vorläufiger Reisepass, ausgestellt im Februar 1949 im Büro Hamburg, dokumentiert durch einen Vierzeil-Dienststempel.

Auf weiteren Seiten der selbe Stempel und zwar noch dreimal. Und dann der Höhepunkt in diesem Ausweis. Ganz hinten im Pass kam dann im Februar 1950 der neue Rechteck-Dienststempel zum Einsatz. Somit kann ich die letzte Verwendung der Vierzeilers sowie die erste Verwendung des Folgestempels in einem Pass dokumentieren. Für mein Exponat und das kommende Buch ein toller Höhepunkt.
Damals standen im Hamburger Office noch keine Stempelmarken zur Verfügung, trotzdem hier eingestellt.

mit Sammlergruß
Werner
 
Gerhard Am: 18.01.2022 11:44:01 Gelesen: 124049# 199 @  
@ HWS-NRW [#198]

Warum war ausgerechnet Irland vom Gültigkeitsbereich ausgeschlossen? Das würde mich ernsthaft interessieren.

MphG
Gerhard
 
HWS-NRW Am: 18.01.2022 14:45:01 Gelesen: 124034# 200 @  
@ Gerhard [#199]

Hallo Gerhard,

nach einem Telefonat mit einem Sammlerfreund und Irland-Kenner kann man davon ausgehen, dass der geplante Austritt des Freistaats Irland (und die danach gegründete Republik) zum April 1949 die englischen Behörden sehr verärgert hat und sie mit diesem Hinweis den deutschen Bürgern verbieten wollte, in die neue Republik EIRE einzureisen.

mit Sammlergruß
Werner
 
Baber Am: 18.01.2022 17:37:24 Gelesen: 124013# 201 @  
Zwei moderne Gebührenmarken von Bayern 1973, 5 + 10 DM für die Ausstellung eines Führerscheines.



Gruß
Bernd
 
Gerhard Am: 19.01.2022 09:46:07 Gelesen: 123950# 202 @  
@ HWS-NRW [#200]

Hallo Werner,

dass ist eine einleuchtende Erklärung "Strafe für den Austritt aus dem Commnwealth" nach Beendigung des "Freistaat - Statusses". Danke für die Info. War mir als Datum nicht gegenwärtig, da die Unabhängigkeit ja doch schon 28 Jahre währte.

MphG

Gerhard
 
Baber Am: 20.01.2022 19:34:54 Gelesen: 123773# 203 @  
Als Österreicher brauchte man zum Besuch von Verwandten in der DDR ein Visum, das bei Reisebüro der DDR in Berlin beantragt werden mußte. Das kostete 15 Mark in Form einer Gebührenmarke der Volkspolizei von 10 Mark und 5 Mark Verwaltungsgebühr, zu bezahlen natürlich in Westmark.



Gruß
Bernd
 
DL8AAM Am: 20.01.2022 21:30:43 Gelesen: 123765# 204 @  
@ Baber [#203]

Als Österreicher brauchte man zum Besuch von Verwandten in der DDR ein Visum, das bei Reisebüro der DDR in Berlin beantragt werden mußte. Das kostete 15 Mark in Form einer Gebührenmarke der Volkspolizei von 10 Mark und 5 Mark Verwaltungsgebühr,

Hi Bernd,

ich vermute aber eher, dass ist kein Einreisevisum des "Reisebüros" der DDR, sondern das ist ein Visum für die erneute Ausreise aus der DDR, eine ganz reguläre Ausreisegenehmigung, um die DDR verlassen zu dürfen. Diese brauchten DDR-Bürger, wie auch ausländische Besucher.

Damals musste man für die Einreise ein Visum beantragen und wenn man dann dort in der DDR angekommen war, musste man sich bei der - für den jeweiligen Besuchsort zuständigen - Kreispolizeibehörde vorstellig werden, eine Aufenthaltsgenehmigung beantragen, d.h. sich dort als neuer "Bewohner" anmelden. Anschliessend musste man dann auch eine Ausreisegenehmigung beantragen, ohne die man als Besucher (d.h. als neuer "Bewohner" der DDR) die DDR nicht mehr verlassen durfte. Das war das damalige Prozedere, auch für uns Bundesbürger.

Leider kann ich die Behörde im Stempel nicht vollständig erkennen, nur "...polizei-Kreisamt Stendal".

Hier ein Scan aus einem meiner Pässe aus Jugendzeiten, aus den 1980er Jahren, da ist die "Dreifaltigkeit" auch optisch besser getrennt:



Das Visum musste im Vorfeld beantragt werden, das wurde aber nicht im Pass vermerkt, sondern es wurde ein entsprechendes Papier ausgestellt, dass man an der Grenze vorlegen musste. Sozusagen war das nur eine Genehmigung, um die Einreise beantragen zu dürfen. An der Grenze (hier: Wartha) hat man dann also erst die eigentliche Einreise beantragt. Diese Genehmigung kostete dann 15 Mark und wurde mit einer Gebührenmarke dargestellt und entwertet (08.05.1982). Nach Ankunft in Gotha, unverzügliche Anmeldung beim zuständigen Kreisamt. Das hat dann die nötige Aufenthaltsberechtigung ausgestellt (08.05.1982). Da wir aber nur für 2 Tage zu Besuch waren, konnte man bereits am selben Tag, gleichzeitig, die nötige Ausreisegenehmigung beantragen. Für den Besuch brauchte man also vier verschiedene Genehmigungen, vier einzelne Verwaltungsakte (Visum, Einreisegenehmigung, Aufenthaltsberechtigung und Ausreisegenehmigung), die sich alle drei - bis auf das eigentliche Visum - einzeln im Pass verewigt haben.

Noch bürokratischer, als in Deutschland, ging das später nur noch in Westafrika, da musste man sich in vielen Ländern in jedem Ort, den man auf seiner Reise durchfuhr (nicht nur übernachtete) bei der Polizei melden, die dieses Sich-Vorstellung, natürlich gegen eine entsprechende Gebühr, im Pass eingestempelte ("Kommend von xxxx, gesehen in xxxx, gehend nach xxxx"). Und wehe am Abend fehlte ein "Vu au Passage"-Gesehen-Stempel bei der Polizei am Zielort.



Leider wurden damals keine Gebührenmarken verklebt (hmmm, wer weiss wer welchen Anteil der "Stempelgebühren" behalten hat). Kleiner Ausschnitt aus meinem Pass, mit Stempeln einer Teiletappe von Mopti (Mali) über Timbuktu und Gao nach Tillaberi (Niger); 1989. So geht das über Seiten, da schafft man es schnell alleine mit einer 3-4-wöchigen Rucksack-Reise fast den gesamten Pass vollgestempelt zu bekommen, weshalb man ja auch meist einen zweiten Ersatzpass dabei hatte. ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
Baber Am: 20.01.2022 22:44:41 Gelesen: 123753# 205 @  
@ DL8AAM [#204]

Hallo Thomas,

ich vermute aber eher, dass ist kein Einreisevisum des "Reisebüros" der DDR, sondern das ist ein Visum für die erneute Ausreise aus der DDR,

Ich glaube, da hast Du recht, denn sonst hätte ich ja den Pass vor der Einreise nach Berlin einschicken müssen, aber daran kann ich mich nicht erinnern.
Ja es war das Volkspolizeikreisamt Stendal, welches das Ausreisevisum ausgestellt hat.Es steht ja auch dort "Ausreise bis 11.9.1967 nach Österreich, über Öbisfelde", wo ich auch eingereist war.

Ich war damals übrigens der einzige Österreicher im Interzonen-Zug von Hannover und bekam eine Sonderbehandlung.

Damals mussten alle Reisenden aussteigen und durch die Kontrollhalle gehen. Der Zug wurde dann durchsucht und fuhr zum Wiedereinsteigen ein Stück vor. Ich wurde aus der Warteschlange rausgerufen und ganz schnell zuvorkommend abgefertigt.

Gruß
Bernd
 
HWS-NRW Am: 01.02.2022 16:53:05 Gelesen: 122610# 206 @  
ENDLICH ist ein heiß ersehnter Beleg aus den USA eingetroffen.



Im April 1950 beantragte eine in Chile lebende isländische Bürgerin für eine geplante Reise in die USA sowie nach Europa einen Reisepass. Sie beabsichtigte, auch durch die alliierten Zonen zu reisen und beantragte ein Visum für den Zeitraum von 60 Tagen. Es wurde ihr durch das US-amerikanische Office in SANTIAGO ausgestellt, das zur Verrechnung der Gebühr von 4 US-$ sogar eine passende Stempelmarke (Yvert-N° TR 8) verklebte und sie mit einem Datums-Einzeiler entwertete.





Wie das Office in Santiago zu der Stempelmarke kam, ist nicht erkennbar. Auf den Folgeseiten erteilte man ihr auch ein Einreisevisum ins Saarland (September 1959) sowie durch die „Österreichische Verbindungsstelle der britischen Besatzungszone für Deutschland“ (violetter Kreisstempel) ein kostenfreies Durchreisevisum in Richtung Italien.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 02.03.2022 14:25:07 Gelesen: 120290# 207 @  
Hallo und einen guten Tag,

habe heute wieder einen tollen Beleg für mein Exponat und mein geplantes Buch bekommen.



Die beruflich im Haushalt tätige Johanna Laube beabsichtigte, für eine längere Zeit in die Niederlande zu reisen und beantragte im Juni 1949 in ihrer Heimatstadt WIEN eine Durchreise-Genehmigung. Die Gebühr ausgewiesen mit der 1 US-$-Stempelmarke (Yvert-N° 3), zur Entwertung diente wieder ein Einzeilstempel, daneben setzte man den seit 1947 im Einsatz befindlichen Rechteckstempel.

Aber das Highlight in diesem Pass kommt auf der Seite -15-:



Ein weiterer Antrag für Reisen von „Holland“ (was seinerzeit gleichzeitig auch die gesamten Niederlande bedeutete) zurück nach Wien stellte man im Office DEN HAAG im September 1949 aus. Mehrmals musste die Dame auch in den jeweiligen Polizeidienststellen vorstellig werden, um ihre Aufenthaltserlaubnis zu erneuern.

(Bisher frühest bekannte Verwendung des Dreikreisstempels)

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 08.03.2022 15:43:51 Gelesen: 119830# 208 @  
Hallo und einen guten Tag in die Runde,

für einen Flug von Cairo nach Athen wurde dieses Ticket ausgestellt.



Im Dezember 1969 ausgestellt, wurde auf der Ticket-Vorderseite eine Stempelmarke verklebt und mit Kugelschreiber entwertet. Die Baggage-Abschnitte heftete man dann noch innen noch an das Ticket.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 01.04.2022 17:48:19 Gelesen: 118144# 209 @  
Hallo und einen guten Tag,

heute präsentiere ich mal ein Freitags-Rätsel, dazu noch am 1. April ! Aber bitte, es ist kein April-Scherz.

Leider werdet Ihr auch keine Stempelmarke finden.

In einem "Vorläufigen Reisepass", der für einen jungen Studenten ausgestellt wurde (er hatte einen einjährigen Landdienst-Einsatz in der Schweiz) gibt es neben den Ausreise-Erlaubnissen vom 15.3.48 sowie deren Verlängerung am 18. Juni 1848 auf der Seite -10- auch einen Kreisstempel.





Und um diesen B-Stempel geht es, denn er gleicht genau den Stempeln, die seinerzeit bei der Währungsreform auf den Banknoten abgeschlagen wurden.

Könnte sich einer aus dem Kreis vorstellen, warum man eventuell den Stempel in diesem offiziellen Passersatz eingestempelt hat.

Ich könnte mir vorstellen, dass der Herr Student kurzzeitig in Deutschland (Karlsruhe) weilte und sein noch vorhandenes Geld in RM-Währung dort umgetauscht hat.



Ich bin da überfragt, möchte jedoch versuchen, die Gründe in meinem neuen Buch zu erläutern.

Ich freue mich über Eure Vermutungen, eventuell auch um klare Hinweise.

mit Sammlergruß
Werner
 
Briefuhu Am: 01.04.2022 18:01:49 Gelesen: 118138# 210 @  
Hallo Werner,

Das B auf den Banknoten war auf den Ausgaben für Berlin [1]. Demzufolge gehe ich davon aus, das das B auf dem Passersatz auch für Berlin steht, nachdem der Ausweis in Berlin ausgestellt wurde.

Schönen Gruß
Sepp

[1] https://www.hdg.de/lemo/bestand/objekt/numismatik-zwanzig-deutsche-mark-1948.html
 
HWS-NRW Am: 01.04.2022 19:42:30 Gelesen: 118130# 211 @  
Hallo Sepp,

das war mir schon klar, es passt auch zeitmäßig. Nur habe ich den Stempel bzw. die B-Lochung bisher nur auf Banknoten gesehen und ich frage mich, warum man es dem jungen Studenten in den Ausweis gestempelt hat.

Eventuell, da er seinerzeit nur diesen Ausweisersatz besaß und man so sicherstellen wollte, dass er bei einem weiteren Besuch in Berlin nicht wieder neue Reichmark umtauschen konnte.

mit Sammlergruß
Werner
 
preussen362 Am: 01.04.2022 20:19:10 Gelesen: 118125# 212 @  
Hallo Werner,

wenn ich das richtig im Kopf habe (meine Literatur zu dem Thema ist hochwasserbedingt "ausgelagert"), dann musste bei Auszahlung des Kopfgeldes im Rahmen der Währungsreform ein Ausweis vorgelegt werden. Von daher würde ich davon ausgehen, dass mit dem Stempel nur dokumentiert wurde, dass die Auszahlung erfolgt war.

Viele Grüße, Andreas
 

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