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Thema: Zurück und nachgeschickt
Das Thema hat 984 Beiträge:
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bignell Am: 24.03.2024 22:13:40 Gelesen: 142246# 935 @  
@ bayern klassisch [#934]

Lieber Ralph,

vollkommen richtig, habe ich nicht anders erwartet, dass Du das schnell siehst.

Liebe Grüße,
harald
 
bayern klassisch Am: 25.03.2024 18:02:47 Gelesen: 142094# 936 @  
@ bignell [#935]

Lieber Harald,

ich lerne von dir, wie alle hier im Forum!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 10.04.2024 09:10:42 Gelesen: 140405# 937 @  
Liebe Freunde, verehrte Taxler,

heute zeige ich 2 Taxisbriefe mit unterschiedlicher Handhabung des Bestellgeldes. Beiden gemein ist die spätere Weiterleitung nach Bayern, sonst wären sie nicht in meinem Besitz und das sind sie schon über 30 Jahre lang, ohne dass ich dergleichen nochmals zu Gesicht bekommen hätte.



Ein Brief aus Marburg vom 16.8.1859 war unfrei für die Strecke bis HIldburghausen (145 km = 19 Meilen) aufgegeben worden. Das Porto wurde einst da notiert, wo heute die 3 Kr. Marke prangt mit 6 Kr., dazu im Nenner das Bestellgeld von 1 Kr.. Ausweislich der Siegelseite lief er über Kassel am 16.8., Eisenach am 17.8. und traf am selben Tag in Hildburghausen ein, wo er für total 7 Kr., hinten in blauer Tinte, ausgeliefert wurde.

Nach Zahlung des Portos gab man ihn am Folgetag, dem 18.8. jedoch als Frankobrief an Frau Rosalie Scheller mit geänderter Anschrift, jetzt bei Glasermeister Weimer in Kissingen/Bayern, erneut auf, wobei man nun einen Postvereinsbrief bis 10 Meilen vor sich hatte. Den alten Aufgabestempel von Marburg strich man mehrfach mit roter Tinte, ehe er am Folgetag in Bad Kissingen eintraf. Es ist äußert selten, einen unfrankierten Brief mit markenfrankierter Weiterleitung (nach Bayern) zu erhaschen und mit dem damaligen (Mond-)Preis habe ich aus heutiger Sicht gar keine Probleme mehr, ganz im Gegenteil (man hatte damals glatt 200 DM gefordert und alle Umstehenden haben mich damals ausgelacht, warum ich so viel Geld für einen simplen 3 Kr. Brief aus Taxis ausgegeben habe, da die doch Massenware seien). Nun ja, ich wußte es damals und heute wohl besser.



Ein Brief vom 5.7.1859 aus Alzei (heute: Alzey) war mit 2 Kr. für die Beföderung des Briefes und mit 1 Kr. Bestellgeld = 3 Kr. frankiert nach Worms auf die kurze Reise gegangen, wo er natürlich noch am selben Tag eintraf (Entfernung nur 18 km). Doch der Empfänger, Holzhändler Beker aus Freinsheim in der Pfalz, der wohl noch vor kurzem in Worms weilte, war wieder in seine nordpfälzische Heimat zurück gekehrt, so dass das Franko von 2 Kr. und das Bestellgeld von 1 Kr. eigentlich verloren waren (der Distributionsstempel hinten vom 5.7. belegt die Übergabe des Briefes an den Stadtboten in Worms), denn bei einem Postvereinsbrief bis 10 Meilen nach Bayern gab es weder eine 2 Kreuzer Frankostufe, noch ein 1 Kreuzer Bestellgeld. Die in Alzei in roter Tinte notierten 2/1 waren also durch die Nachsendung nach Freinsheim so nicht abrechenbar. Aber man war clever in Worms und flexibel obendrein. Die blaue NULL-Paraphe oben rechts wurde gestrichen und aus dem Bruch 2/1 wurde jetzt nur eine rote 3. Damit war er optisch als einfacher Postvereinsbrief mit 3 Kr. Postvereinsfranko voll bezahlt und einer Leitung über Frankenthal (6.7.) nach Freinsheim (7.7.) stand nichts mehr im Wege.

Interessieren würde mich in diesem Zusammenhang, ob der Bote in Worms seinen Kreuzer bekam, oder ob er ihn auf Grund dieser besonderen Umstände an den Fürsten abtreten musste. Jedenfalls habe ich diese Oberrosine mal vor gut 30 Jahren beim philatelistischen Arbeitskreis Pfalz sehen und kaufen dürfen und gottlob orientierte sich der Preis eher an Marke und Nummernstempel, als an der postgeschichtlichen Entstehung seiner selbst. Glück muss man haben!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Totalo-Flauti Am: 27.05.2024 11:17:49 Gelesen: 130747# 938 @  
Liebe Sammlerfreunde,

die Postkarte aus Leipzig vom 16.02.1898 folgte der Reise des Adressaten über Wien, dann Brünn und in Dresden konnte die Postkarte zugestellt werden. Die Reise dauerte 4 Tage.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
bignell Am: 31.05.2024 23:17:40 Gelesen: 130041# 939 @  
Liebe Freunde,

ein einfaches Kuvert von 1906 von Quedlinburg (23.4.) nach Magdeburg (23.4., dann wieder undeutlich aber möglicherweise 1.5.):



Aber bevor es sich in irgendeinem Aktenordner gemütlich gemacht hat, wollte es noch Gardone Riviera Brescia (hier IT-Tax 5+10 Centesimi, 26.4.) und Bozen (hier AT-Tax 5+10 Heller, mit Ungültig wieder entwertet, 28.4.) sehen.

Liebe Grüße,
harald
 
bayern klassisch Am: 01.06.2024 08:16:32 Gelesen: 129953# 940 @  
@ bignell [#939]

Lieber Harald,

für jeden echten Postgeschichtler ein Augenschmaus, die Erhaltung ist da absolut sekundär. Klasse Stück!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 01.06.2024 22:09:39 Gelesen: 128882# 941 @  
@ bayern klassisch [#940]

Lieber Ralph,

richtig, aktenfrische Erhaltung (oder gar FDC-Qualität) kann man bei Nachsendebriefen oder Irrläufern nicht erwarten, wenn auch es einige gibt die gut erhalten sind, so wie der folgende:



1855 von Graz an Bezirks Hauptmann Baron von Kellersberg (eigentlich Kellersperg [1]) in Leibnitz gesandt.

Die Schreibung Kellersberg scheint damals nicht unüblich gewesen zu sein, denn so taucht der Herr auch im Buch "Magenta und Solferino. Dritter Band" von John Retcliffe [2] auf.

Dieser war jedoch zu dem Zeitpunkt nicht mehr Bezirkshauptmann von Leibnitz sondern Komitatsvorstand in Fiume, deshalb nach Rijeka [3] nachgesandt

Da die ursprüngliche Frankatur von 3 Kreuzer für die Strecke nicht mehr ausreichend war, wurde der Brief mit den fehlenden 6 Kreuzern taxiert (ohne Strafporto "Zutax" genannt, im Gegensatz zu einem un-/unterfranktierten Brief).

Der Inhalt ist hektographiert, da der Brief nicht als Drucksache verschickt wurde, gehe ich davon aus, dass es eine Beilage gegeben haben muss, die aber nicht mehr erhalten ist.

Liebe Grüße,
harald

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Kellersperg
[2] https://www.projekt-gutenberg.org/retcliff/magent3/chap002.html
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Rijeka
 
fogerty Am: 22.06.2024 16:47:49 Gelesen: 125563# 942 @  
Das Bemühen, den Absender zu ermitteln, war da, das konnte man der Postverwaltung wirklich nicht absprechen!



Grüße
Ivo
 
bayern klassisch Am: 28.07.2024 09:53:08 Gelesen: 118654# 943 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich einen Teilfrankobrief aus Würzburg vom 25.5.1841 mit folgender Anschrift:

Seiner Hochgeboren, dem k. preuß. Herrn Kammerherrn Grafen Franz von Boos Waldeck zu Woßelatz bei Post Horatzdiowitz (grüner Stempel, wunderbar - ist der selten?) im Prager Kreise in Böhmen.



Der mit 10 Kreuzern rheinisch bis zur österr. Grenze frankierte Brief kostete ab dieser weitere 12 Kr. Conventionsmünze für den Empfänger, die unten rechts eher unscheinbar notiert wurden.

Aber unser Kammerherr befand sich nicht mehr an dem unaussprechlichen Ort, sondern war im wunderschönen Prag, weswegen die Anschrift teilgestrichen wurde, ergänzt um "derzeit Prag", wo er am 3.6. auch eintraf. Scheinbar war der Brief auf der Post verblieben und wurde erst Tage später mit neuer Anschrift (Postfach?) nach Prag weitergeleitet, denn eine Auslieferung hätte den Postlauf beendet und ein erneuter Versand weitere Kosten nach sich gezogen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
iholymoses Am: 03.08.2024 21:08:30 Gelesen: 118260# 944 @  
Hier etwas nur 50 Jahre Altes - eine geschäftliche Postkarte vom EGGENBÜTTEL nach GÄVLE in Schweden, die dort wohl nicht zugestellt werden konnte und deswegen zurück kam. Das kostete dann aber Nachgebühr, in Öre per Aufkleber angegeben und in Pf als T-Stempel sowie handschriftlich vermerkt:



Sommerliche Grüße,
Reinhard
 
saeckingen Am: 04.08.2024 08:53:46 Gelesen: 118202# 945 @  
@ iholymoses [#944]

Die Karte war um 20 Pf unterfrankiert und von der Deutschen Bundespost entsprechend mit dem doppelten Fehlbetrag taxiert. Die Empfängerin sollte dafür in Schweden umgerechnet 60 Öre bezahlen, hat die Sendung aber nicht eingelöst, daher ging sie nach Ablauf der Lagerfrist nach Deutschland zurück und der Absender musste das Nachporto von 40 Pf für seine unterfrankierte Postkarte bezahlen.

Grüße
Harald
 
bignell Am: 15.09.2024 18:34:43 Gelesen: 114848# 946 @  
Liebe Freunde,

dieser Beleg hat mich nicht nur wegen der Weiterleitung Polajewo - Minden - Cöln - Rehhorst angesprochen



sondern auch wegen seiner kuriosen Frankatur U26A + GAA15 + 16a lt. Attest Fleming [1]. Die Kombination Ganzsachenausschnitt und Marke auf Ganzsache ist mir noch nicht untergekommen.

Liebe Grüße,
harald

[1] https://www.briefmarken-atteste.de/atteste/zeigen/25456
 
bayern klassisch Am: 15.09.2024 21:25:04 Gelesen: 114813# 947 @  
@ bignell [#946]

Lieber Harald,

hinten steht "Commandantur nicht gemeldet". Briefe an Soldaten wurden nicht an diese direkt ausgeliefert, sondern der Kommandantur (heute: Geschäftszimmer, oder auch Kanzlei) abgegeben. Damit galten sie als zugestellt - es sei denn, man kannte den Empfänger dort erst gar nicht und dann wurden sie, wie hier, sofort annahmeverweigert und gfs. mit richtiger Adresse weitergeleitet.

Da hast du ein tolles Stück geangelt - in jeder Beziehung.

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 16.09.2024 00:03:55 Gelesen: 114779# 948 @  
@ bayern klassisch [#947]

Lieber Ralph,

den Vermerk hat Hr. Flemming in seinem Attest auch erwähnt, aber Du hast dankenswerterweise die Erklärung dazugeliefert. Die Vorgehensweise macht natürlich Sinn, da die Einsatzorte im Militärdienst volatil waren.

Liebe Grüße,
harald
 
Sherlock Am: 19.09.2024 12:00:29 Gelesen: 114346# 949 @  
Hallo,

hier eine aktuelle Retoure. Die privatwirtschaftlich organisierte Müllbeseitigung im Landkreis Waldshut verteilt jedes Jahr einen Müllkalender an ihre Kunden. Enthalten sind Abrufkarten, mit denen die Abholung von Sperrmüll beantragt werden kann.

Als Antwortkarte aufgemacht, erweckt sie den Eindruck, ein Versand wäre für den Kunden kostenlos. Denkste! Die Poststelle der Behörde verweigert einfach die Annahme, so dass dann in der Folge mehr als die doppelten Kosten für den Versender anfallen. Gut gemacht.

Ein verärgerter
Sherlock


 
GSFreak Am: 03.10.2024 12:01:56 Gelesen: 112483# 950 @  
Hallo zusammen,

hier eine 45 Pfg Auslandsganzsache (Gemeinschaftsausgaben - P 955), verschickt am 11.04.1947 von FRANKFURT (MAIN) 2 nach Stockholm in Schweden. Amerikanischer Zensurstempel der Zensurstelle Offenbach (Main).

Es ist in der Anschrift nur ein Straßenname ohne Hausnummer angegeben. Der Postbote hat offenbar bei den Hausnummern 2, 7 und 9 in der angegebenen Straße vergeblich versucht, den Adressat zu finden. Die Karte ist dann am 23.04.1947 von STOCKHOLM zurückgeschickt worden (Stempel: "Retour"). Zuvor wurde noch ein zweisprachiges Klebeetikett ("unbekannt") sowie ein mehrzeiliger Stempel in schwedischer Sprache ("unbekannt in: ........") mit weiteren Eintragungen" hinzugefügt.



Beste Grüße
Ulrich
 
GSFreak Am: 28.10.2024 01:05:42 Gelesen: 110724# 951 @  
Hallo zusammen,

hier eine durch Auffrankatur portogerecht (45 Rpf.) freigemachte Ganzsachen-Karte P 950, die am 13.08.1946 von WALDMICHELBACH (im Odenwald) in die tschechoslowakische Republik nach Olomouc verschickt wurde an einen Hochwürden, der offenbar - ohne eine neue Anschrift zu hinterlassen - fortgezogen war. Entsprechender zweisprachiger Klebezettel mit grüner Umrandung. Die Karte ist dann mit dem handschriftlichen Vermerk "Retour" in blau am 30.08.1946 zurückgeschickt worden. Entsprechender Ortstagesstempel von OLOMOUC.

Amerikanischer Maschinen-Durchlauf-Zensurstempel.



Beste Grüße
Ulrich
 
volkimal Am: 19.11.2024 17:19:17 Gelesen: 108995# 952 @  
Hallo zusammen,

ein Irrläufer mit einem Stempel vom BKK Landesverband Bayern aus dem Jahr 1994:





Der Brief hat laut Codierung die Postleitzahl 80003. Ob der BKK Landesverband Bayern ein Postfach aus dem Bereich 200301 bis 200365 hatte kann ich nicht feststellen.
 
becker04 Am: 07.01.2025 13:38:36 Gelesen: 104028# 953 @  
Hallo zusammen,

ein einfacher Brief - leider ohne Inhalt - aus Erlangen in die Region Gliwice (Gleiwitz) in Polen. Absender war die Filiale der dortigen Bayerischen Vereinsbank, aufgegeben am 12.8.1947 im Bereich des Postamtes 2. Er ging aber sofort zurück, weil er nur fürs Inland (24 Pfg.) frankiert war. Nachgeklebt wurde - wohl aus Mangel an geeigneten Marken - 1 Pfg. zu viel. Entwertet wurde diese Frankatur einen Tag später (13.8.1947) mit dem nicht so häufigen EKB ERLANGEN / d.

Am Bestimmungsort war der Empfänger allerdings unbekannt, so ging der Brief am 29.8.1947 wieder zurück. Da kam er aber nicht an der US-Zensur vorbei und wurde am 4.9.1947 geöffnet .



Mfg
Klaus
 
TomWolf_de Am: 07.01.2025 20:52:26 Gelesen: 103950# 954 @  
@ becker04 [#953]

Hallo Klaus.

Was für eine Granate! Danke, fürs Zeigen dieses aussergewöhnlichen Beleges. So etwas sieht man nicht jeden Tag.

Schon auf dem Hinweg, wie Du ja geschrieben hast, erstmal wieder zurück zum Absender, wegen fehlendem Porto (allein das ist schon was besonderes).

Dann in der Postzensurstelle München geöffnet und mit Zensorstempel versehen - auf dem Weg zum Bestimmungsort!

Da der Empfänger dort unbekannt war, wurde der Brief zurückgeschickt und wiederum bei der Zensurstelle in München vorstellig.

Eine Zensur war aber bereits erfolgt, deshalb wurde der rote Zensurstempel aus München angebracht, der Brief nicht nochmals geöffnet, also ein sogenannter "Zensurdurchläufer".

Sieht man wirklich nicht jeden Tag, ich sehe so etwas tatsächlich zum ersten Mal! Bitte sehr gut aufheben, das ist schon was seltenes.

Gruß
Thomas
 
spain01 Am: 08.01.2025 01:02:47 Gelesen: 103922# 955 @  
Hallo Allerseits,

hier habe ich einen etwas kuriosen Brief, wenn auch nicht perfekt erhalten, der als Einschreiben mit Nachnahme nicht zugestellt werden konnte. Er ist frankiert mit Berlin MiNr. 40, 65 und Notopfermarke



Eine korrigierte Straßenänderung, wohl durch Postbedienstete, per Bleistift und auch mit Tinte, führte wohl auch nicht zum Zustellerfolg, weswegen er dann mit dem Stempel "zurück" versehen wurde. Rückseitig befindet sich die handschriftliche Korrektur einer Anschrift, die aber vorderseitig durchgestrichen war. Durch das rote "X" der Adresse ist zu vermuten, dass mehrere Postbedienstete diesen Umschlag bearbeitet haben.

Persönlich halte ich das insgesamt schon für etwas kurios, das Beste an diesem Beleg ist aber die MiNr. 40 mit Plattenfehler IV:



Und abschließend die Frage: Der Brief wurde trotz Frankatur mit Berlin-Marken "westdeutsch" verschickt. Von Nördlingen in Bayern nach Frankfurt/Main. Dies war doch eher unüblich, oder? Eine Bewertung dafür würde mich ehrlicherweise auch interessieren.

Gruß
Michael
 
becker04 Am: 08.01.2025 08:38:26 Gelesen: 103896# 956 @  
@ TomWolf_de [#954]

Hallo Thomas,

danke für die Ergänzung. Wegwärts geöffnet und heimwärts nur durchgelaufen, hatte ich so nicht auf dem Schirm. Schön, wenn man immer noch etwas dazu lernt.

Gruß
Klaus
 
bedaposablu Am: 30.03.2025 20:12:36 Gelesen: 87477# 957 @  
Hallo miteinander!

Hier wieder ein von mir an nach 1085 Berlin ZPF gesandter Ersttagsbrief, entsprechend frankiert und dann an eine "poste restante"-Adresse D-2000 Hamburg 1.





Brief abgestempelt mit dem Ersttagsstempel vom 11.09.1986 zu Briefmarkenausgabe 50.Jahrestag der Formierung der internationalen Brigaden in Spanien. Mit Dtum 10.12.1986 ging es zurück, mit Stempel "zurück / retour" & Briefträgerstempel"029", da "Nicht abgefordert / Postamt 101 / Hamburg 1 / Ausgabe" dann nach Magdeburg.

Frage: Ist der "029" ein Briefträgerstempel, ein Kontrollstempel oder ?

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
Totalo-Flauti Am: 07.06.2025 09:00:33 Gelesen: 59696# 958 @  
Liebe Sammlerfreunde,

am 26.01.1926 sandte wohl ein Kleintierzüchter aus Mülhausen Elsass einen Brief nach Leipzig. Die Adresse lautete einfach "Der Kleintierzüchter". Nach mehreren fruchtlosen Versuchen selbst bei der Zeitungsstelle im Leipziger Postamt 10 wurde die Sendung am 05.02.1926 (Stempel Rückseite Postamt 1) wieder zurückgesandt. Der Brief erhielt noch Hinweise (Aufkleber vorn, Stempel Rückseite) für die Auslieferung notwendige zureichende Adressierung insbesondere bei großen Städten. Am 08.02.1926 ging der Brief wieder in Mülhausen ein. Witziger Weise ist auf dem Umschlag auch kein Absender vermerkt, so das auf der Vorderseite auch ein französischer Zustellversuch (in rot) beim Absender am 08.02. vermerkt wurde.

Der Postzeitungsdienst der Deutschen Reichspost umfasste im wesentlichen zwei Zweige. Zum einen die Beförderung von Zeitungen und Zeitschriften bei Aufgabe als normale Postsendungen und zum anderen mit einer Vermittlertätigkeit zwischen den Zeitungsverlegern und den Personen, die die Druckschriften beziehen wollten.

Die Post (insbesondere die Zeitungsstelle) nahm die Bestellungen für die im Zeitungsvertrieb gelisteten Zeitungen und Zeitschriften auf. Die Druckschriften wurden entsprechend versendet und mit den Empfängern im Auftrag der Verlage abgerechnet. Die Post behielt die sogenannte "Zeitungsgebühr" für die erbrachte Leistung. Das galt auch für den Bezug in's bzw. aus dem Ausland.

Über eine Zeitschrift "Der Kleintierzüchter" aus Leipzig konnte ich im Netz nichts finden. Eventuell versuchte der Absender die erstmals 1880 in Leipzig erschienene Geflügelzeitschrift "Geflügel-Börse" zu kontaktieren.

Mit lieben Sammlergrüßen
Totalo-Flauti.


 
volkimal Am: 07.06.2025 09:36:55 Gelesen: 59681# 959 @  
Hallo Totalo-Flauti,

es gab die Zeitschriften "Der Kleintier-Züchter" (Berlin) und "Deutscher Kleintierzüchter" (Reutlingen) und einige weitere mit ähnlichen Namen [1]. Ob in Leipzig ein Ableger oder ein Büro einer dieser Zeitungen existierte konnte ich auch nicht feststellen.

In Leipzig erschied dafür die Zeitschrift "Der Kaninchenzüchter". Vielleicht ist ja diese gemeint.

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://zdb-katalog.de/index.xhtml
Bei der Zeitschriften-Datenbank musst Du noch den entsprechenden Suchbegriff "KLeintierzüchter" angeben.
 

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