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Thema: Bolivien: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 43 Beiträge:
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ccocha Am: 03.05.2017 13:19:45 Gelesen: 28265# 19 @  
@ Mondorff [#14]

Ein kurzer, aber wichtiger Hinweis zur Stempelinschrift: Es ist nicht der "Befreiung" der Küstenprovinz (Litoral) gedacht, sondern der "Gefangennahme" (cautivo), also dem Entreißen des Künstenzugangs Boliviens im Jahre 1879. Ein nationales Trauma, das bis heute anhält. Bolivien versucht aktuell in einem Gerichtsprozess gegen seinen Nachbarn Chile, das Recht auf einen souveränen Meereszugang einzuklagen.

Liebe Grüße aus Berlin
ccocha
 
Manne Am: 03.05.2017 14:56:12 Gelesen: 28254# 20 @  
Hallo,

aus dem Jahr 1971 ein Luftpost-Brief an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim.

Gruß
Manne


 
Mondorff (RIP) Am: 03.05.2017 15:36:01 Gelesen: 28244# 21 @  
@ ccocha [#19]

Ganz herzlichen Dank für die Aufklärung.

DiDi
 
Heinrich3 Am: 03.05.2017 17:38:29 Gelesen: 28234# 22 @  
@ ccocha [#17]

Vielen Dank für den Hinweis; war mir nicht aufgefallen. Ich sollte doch bei Auf-/Überdrucken wieder genauer hinsehen.

Das mit dem "cautivo" war mir aufgefallen, aber ich las es mit den "" und vermutete Sarkasmus.

Heinrich(3)
 
Michael Mallien Am: 24.09.2017 19:08:43 Gelesen: 27449# 23 @  
@ Mondorff [#12]

Aus dem Jahr 1975 kann ich auch einen Beleg zeigen und zwar mit dem gleichen Porto in Höhe von 5 Boliviano.

Der Brief ging von Santa Cruz de la Sierra, der größten Stadt des Landes, nach Schwichteler. Von dem Datum ist außer der Jahreszahl nichts weiter identifizierbar:



Die Rückseite zeigt aber ein handschriftliches Datum 4.12.75 in roter Farbe. Ob dieses nun vom Versender oder Adressaten angebracht wurde lässt sich nicht sagen.



Der Brief entstammt offenbar der Korrespondenz zwischen Domikanerklöstern bzw. Geistlichen des Dominikanerordens.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 09.12.2019 22:29:43 Gelesen: 20382# 24 @  
Aus der Zeit der Hochinflation Mitte der 1980er Jahre stammt dieser Brief aus Santa Cruz nach München. Auf dem Stempel kann ich VIII 1986 erkennen. Die Freimachung betrug 1,2 Millionen Pesos.



Am 1. Januar 1987 wurde die neue Währung Boliviano eingeführt bei einem Umtauschkurs von 1 : 1 Million. Aus 1.000.000 Pesos wurde 1 Boliviano.

Viele Grüße
Michael
 
Manne Am: 10.12.2019 12:17:10 Gelesen: 20362# 25 @  
Hallo,

mein letzter Brief aus Bolivien vom 13.3.1951. Dass dieser ankam!

Gruß
Manne


 
Fips002 Am: 19.05.2020 19:48:33 Gelesen: 19115# 26 @  
Karte aus La Paz 02.8.1982 nach Hamburg. Freigemacht ist die Karte mit Mi.Nr. 982 und 983, Gebühr 16 Peso.



Dieter
 
Winni451 Am: 05.06.2020 17:36:30 Gelesen: 18983# 27 @  
Leider nicht mehr bei mir in der Sammlung aus der Zeit als der Freund meines Vaters noch Briefe schrieb (heute nur noch Mails) mit unterschiedlichen Stempeln. Adressen leider nur geschwärzt verfügbar.



Gruss
Winni451
 
Briefuhu Am: 13.03.2021 10:51:02 Gelesen: 16585# 28 @  
Hallo hier zwei ältere Briefe aus Bolivien, der erste vom 28.02.1948 von La Paz nach Berlin



und der zweite R-Brief vom 12.08.1947 von Potoni nach Hronov (Tschechoslowakei) mit rückseitigen Stempel vom 12.08.47 New York



Wünsche ein schönes Wochenende
Sepp
 
Fips002 Am: 13.08.2021 16:32:09 Gelesen: 14872# 29 @  
Brief aus Obrajes 22.Juni 1982 nach Berlin. Obrajes ist ein Stadtviertel von La Paz, Bolivien.

Freigemacht ist der Brief mit Mi.Nr. 960, 18. Sitzung der Wirtschaftskommission für Lateinamerika.

Mi.Nr. 976- Papagei Rotbugara
Mi.Nr. 1000-Weihnachten, Jungfrau und Kind.



Dieter
 
hubtheissen Am: 16.05.2022 20:09:43 Gelesen: 12307# 30 @  
Hallo,

ein Luftpost - Einschreiben von Riberalta über La Paz und Los Angeles nach Stuttgart vom 05.12.1968, mit einer MeF(3) der Mi. 675.



Gruß

Hubert
 
Baber Am: 11.07.2022 15:22:55 Gelesen: 11702# 31 @  
Brief von Santa Cruz nach München, Stempeldatum leider nicht lesbar



Brief von Cochabamba nach Seattle USA, gelaufen 1983



Gruß
Bernd
 
Briefuhu Am: 27.07.2022 12:56:04 Gelesen: 11507# 32 @  
Hier ein bunt frankierter Brief vom 30.06.1983 von Chochabamba nach Borsum mit einem runden roten Stempel CONTROL PORTES, den ich als Portokontrolle interpretiere.



Schönen Gruß
Sepp
 
ccocha Am: 29.07.2022 15:26:35 Gelesen: 11458# 33 @  
Ja, das ist tatsächlich ein in Bolivien üblicher Portokontrollstempel. Obwohl die Briefe meist von den Schalterbeamten frankiert wurden, gab es im Postamt immer noch eine Person, die nachkontrollierte, ob auch wirklich das korrekte Porto auf der Auslandspost verklebt wurde (anbei ein Beispiel aus La Paz).


 
Briefuhu Am: 29.07.2022 19:40:39 Gelesen: 11439# 34 @  
@ ccocha [#33]

Danke für die Info.

Schönen Gruß
Sepp
 
Briefuhu Am: 23.10.2022 09:37:04 Gelesen: 10382# 35 @  
Und noch ein schon etwas ramponierter Brief aus Bolivien vom August 1978, mehr gibt der Stempel nicht her. Der Brief lief von La Paz nach Pleitza (richtig Pleißa). Frankiert wurde er mit der Michel Nr. 924 vom 03.05.1977 und der Michel Nr. 654 vom 07.12.1960. Die letztgenannte stach mir wegen ihrer Größe und Farbe ins Auge. Die Marke zeigt ein Bild aus der Tiahuanacu-Kultur.



Schönen Gruß
Sepp
 
Eilean Am: 06.04.2025 18:16:18 Gelesen: 3748# 36 @  


Von den Freunden des Buches, soweit ich richtig übersetze, an Langenscheidt. auf der Vorderseite Überdruckmarken, hinten die Nationalblume Boliviens von einem Kantuta-Strauch, Cantua-Buxifolia.

Mit besten Grüßen
Andreas
 
Nordluchs Am: 05.05.2025 12:07:45 Gelesen: 3323# 37 @  
Hallo,

zum Land Bolivien kann ein vermutlich noch nicht gezeigter Francotyp „Taxograph“ beschrieben werden.

Da etliche Stammkarten beschriftet und registriert wurden, hier nun mal ein gelaufener Brief aus eigener Sammlung nach Hamburg.



Bolivien, La Paz, 16.12.1985

Da ein Artikel für die FG – Freistempel in Arbeit ist hier ein paar Ausschnitte daraus.

Diese Geräte haben für die ausländische Post den Vorteil, dass ein Doppeldruck als Quittung ausgeben werden kann. Zusätzlich können alle Maschinen mit einem Kontrollstreifen ausgestattet werden, der zwangsläufig alle Maschinendrucke in chronologischer Reihenfolge aufnimmt. Das ist ein Vorteil für die einfache Abrechnung am Schalter dieser Maschinen

In Deutschland wurden diese Geräte bei Behörden für Gebühren verwendet.

Angaben aus dem Weltkatalog:

PO2. Francotyp "Taxograph" (MV), 1977.
Sowohl der Wertrahmen als auch der Ortstempel sind Rechtecke, wobei der Ortstempel abgerundete Ecken hat. "REPUBLICA" oben und "BOLIVIA" unten.
Zählernummer vertikal mit "T" (hier T07) das die linke Rahmenlinie anzeigt und durchbricht.

Wertzifferntyp C: 0000.ooo (ohne Währungskennzeichen) [1]

Gruß
Hajo

[1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Bolivia
 
DL8AAM Am: 10.05.2025 14:30:01 Gelesen: 3155# 38 @  
Leider kam diese Karte hier etwas ramponierter an, aber zumindest sind die Briefmarken und der Stempel fast makellos. ;-)



Ansichtskarte ("Potosi: Erosión en las nacientes del rio Tupiza (№ 0029 - III - 95)", Verlag Inspiracion Cards, La Paz) nach Deutschland, frankiert mit insgesamt 2,90 Boliviano (1,30 Bs: Besuch von Papst Johannes Paul II - Iglesia de Conception, 1988; Michel #1079 -&- 0,70 Bs: Persönlichkeiten - Simón Martinic (Philatelist), 1993; Michel #1226 -&- 0,90 Bs: Persönlichkeiten - Eugenio von Boeck (Philatelist), 1993; Michel #1227).



Entwertet per Handstempel in La Paz ❝ECOBOI❞ / EMPRESA DE CORREOS DE BOLIVIA / CONTROL PORTE / LA PAZ BOLIVIA am 10.09.1995.

Beste Grüße
Thomas
 
sentawau Am: 19.05.2025 14:20:22 Gelesen: 2969# 39 @  
Bolivien ist ein gutes Beispiel, wie schön und wie interessant Luftpostbriefe aus Südamerika sein können. Das trifft besonders für Umschläge aus der Zeit vor 1945 zu. Die Briefmarken sind lose meist nicht viel wert, die bunten Frankaturen aber schmücken jede Sammlung. Wobei die Menge der verklebten Marken zumeist inflationsbedingt ist.

Ich zeige zunächst zwei Briefe, die vor Kriegsbeginn mit Condor/Lufthansa über Brasilien per Katapultflug nach Deutschland befördert wurde.




 
sentawau Am: 19.05.2025 15:57:38 Gelesen: 2945# 40 @  
Zur Fortsetzung meines Beitrages zeige ich noch zwei Briefe aus Bolivien, befördert von der italienischen LATI, die nach Kriegsbeginn 1939 von der Lufthansa die Route über den Südatlantik übernommen hatte und bis zum Kriegseintritt Italiens beflog. Der Brief wurde über Rom befördert. Der Absender hätte ihn auch mit der amerikanischen PanAm über New York und Lissabon nach Europa befördern lassen können. In Deutschland unterlagen sei 1939 alle Auslandsbriefe der Zensur.



 
Nordluchs Am: 01.06.2025 12:38:51 Gelesen: 2761# 41 @  
Hallo,

zu meinem Beitrag jetzt zusätzlich ein Einschreiben. [#37]



Bolivien, LA PAZ 17.XII. 81

Angaben aus dem Weltkatalog:

PO2. Francotyp "Taxograph" (MV), 1977.

Sowohl der Wertrahmen als auch der Ortstempel sind Rechtecke, wobei der Ortstempel abgerundete Ecken hat.

"REPUBLICA" oben und "BOLIVIA" unten.

Zählernummer vertikal mit "T" (hier vermutlich T10), das die linke Rahmenlinie anzeigt und durchbricht.

Wertzifferntyp A: $b ◇00.oo [1]

Typ b. " R" auf der rechten Seite des Ortstempel-Rahmen, für Einschreiben.

d. Dienstkennzeichen "CERT. AEREA" unter Ortstempel (zertifizierte Luftpost)

Folgendes ist schon beschrieben, aber doppelt hält besser.

Diese Geräte haben für die ausländische Post den Vorteil, dass ein Doppeldruck als Quittung ausgeben werden kann. Zusätzlich können alle Maschinen mit einem Kontrollstreifen ausgestattet werden, der zwangsläufig alle Maschinendrucke in chronologischer Reihenfolge aufnimmt. Das ist ein Vorteil für die einfache Abrechnung am Schalter dieser Maschinen

In Deutschland wurden diese Geräte auch bei Behörden für Gebühreneinnahme verwendet.

Gruß
Hajo

[1] https://en.wikibooks.org/wiki/International_Postage_Meter_Stamp_Catalog/Bolivia
 
DL8AAM Am: 05.06.2025 19:29:03 Gelesen: 2677# 42 @  
@ DL8AAM [#38]

Ich muss mich korrigieren. Sorry!

Der Stempeltext lautet korrekt: ❝ECOBOL❞ / EMPRESA DE CORREOS DE BOLIVIA / CONTROL PORTE / LA PAZ BOLIVIA - nicht ECOBOI.
 
Bessie Am: 26.01.2026 11:01:03 Gelesen: 600# 43 @  
@ sentawau [#40]

Dieser Brief kam bei der deutschen Post so stark beschädigt an, dass er vor der Weiterbeförderung zunächst amtlich verschlossen werden musste (Stempel auf Rückseite). Dabei ist der Stempel des Aufgabeortes überklebt worden, und da ich trotz eines Kataloges (Mi. 2016/2017) die Marken nicht bestimmen kann, ist die Datierung nicht möglich. Dennoch ist der Brief postgeschichtlich interessant. Die Tragfähigkeit der frühen Langstreckenflugzeuge war noch sehr eingeschränkt. Deshalb waren die Tarife der Luftpostzuschläge von 5 gr. zu 5 gr. gestaffelt. Die Postkunden wehrten sich, indem sie sie für ihre Briefe sehr dünnes leichtes Papier verwendeten. Der abgebildete Brief zeigt, was die Folge sein kann. Seit etwa 1939 steigerte sich allmählich die Belastbarkeit der Maschinen und die Tarife wurden günstiger. Und die Moral von der Geschichte? Briefsammler, die Wert auf Ersttagsbriefqualität legen, sollten die Finger von älterer Übersee-Bedarfspost lassen.


 

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