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Thema: 2021 Festjahr 1700 Jahre Judentum in Deutschland
Das Thema hat 64 Beiträge:
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10Parale Am: 17.11.2022 19:55:58 Gelesen: 12699# 40 @  
Heute erhielt ich einen schönen Brief mit der Sonder-Briefmarke "1000 Jahre Stendal". Nun fragt sich natürlich jeder, was dieser Anlass mit dem Festjahr 2021 zu tun hat. Ich habe mir überlegt, einmal zu erforschen, wie sehr das jüdische Leben in Stendal vorhanden war und bin auf Quellen gestoßen, die mich überraschten.

Jüdisches Leben gab es in Stendal (Sachsen-Anhalt) schon im 13. Jahrhundert, also dann, als die Stadt schon Marktrechte erhalten und im Wachstum begriffen war. Stendal war ein Handelsplatz mit einem Warenverkehr u.a. von Schlesien kommend. Aus dem Jahr 1297 ist eine Stendaler Judenordnung bekannt, wo das Zusammenleben von den Markgrafen Otto und Konrad übergeben und geregelt wurde.

Die Stadt war interessiert, die eigenen Bürger und die Juden zu halten und anzusiedeln und es wurden besondere Schutzbriefe für die Juden gewährt. So war beispielweise für das Wohn- und Bürgerrecht ein Mindestvermögen von 10 Mark erfoderlich. Die Juden beschäftigten sich als Geldleiher und beispielsweise im Fleisch- und Metzgerwesen. Juden hatten lt. der Verordnung von 1297 für einen Schutzbrief "ein Loth von der Mark (7%)" zu bezahlen, spezielle Schutzbriefe kosteten 4 Mark. Später (ca. 1350) wurde die Steuer eine Kollektivsteuer (alle stehen dafür ein!) und betrug jährlich 20 Mark brandenburgischen Silbers und wurde für 6 Jahre festgesetzt. Eine andere Währung zu dieser Zeit war der Schilling [1].

Eine Synagoge gab es schon seit frühester Zeit in Stendal.

Als ich heute diesen schönen Brief aus Soyen (Bayern, Landkreis Rosenheim) erhielt, musste ich mich willkürlich mit der Geschichte dieser Stadt beschäftigen.

Liebe Grüße

10Parale



[1] Quelle: GERMANICA JUDAICA, Band II, Maastricht-Zwolle 1968 J.C.B.MOHR (PAUL SIEBECK) TÜBINGEN, Seite 791 ff.
 
10Parale Am: 13.01.2023 14:09:22 Gelesen: 12132# 41 @  
@ 10Parale [#40]

Nun ist das Festjahr ja schon 2 Jahre vorüber, doch sehe ich immer wieder Anlässe, in dieser Rubrik etwas zu posten.

Wie viele wohl gelesen haben, hat die Witwe des Schoa-Überlebenden Arnulf Reichert, Elizabeth Reichert (US-Amerikanerin und wohl gebürtig in Köln am Rhein) dem Kölner Zoo etwa 24,5 Millionen Euro vererbt. Da freuen sich die Giraffen und Elefanten, denn laut dem Vorstand des Kölner Zoos, Christopher Landsberg, können diese bald in eine neue Anlage umziehen. (Quelle: Jüdische Allgemeine Nr. 2/2023(5783).

Im Übrigen lohnt es sich wirklich die o.g. Zeitung zu kaufen, im FINALE (letzte Seite) befindet sich ein humorvoll satirischer Artikel zum Thema Philatelie von Beni Frenkel. Besonders den Schweizer Philatelisten kann ich den ans Herz legen.

Hier ein Auszug aus meiner Sammlung "Quer durch die Welt".



Liebe Grüße

10Parale
 
10Parale Am: 17.07.2023 09:53:48 Gelesen: 10373# 42 @  
Unter der Rubrik "MÜNCHEN" und mit dem Titel "Historischer Fund" berichtet die Jüdische Allgemeine über einen sensationellen Fund in der Isar bei München. Es wurden Trümmerteile der Hauptsynagoge in München gefunden, die vor 85 Jahren im Juni 1938 in Trümmer zerlegt wurde. U.a. wurde ein Steinblock mit den Gesetzestafeln und den Zehn Geboten geborgen (einstiger Rundgiebel).

Ich verweise auf [#22] in dieser Reihe und zeige noch einmal die Ansicht von München aus dem Jahr 1911, der die Alte Synagoge zeigt.

Liebe Grüße

10Parale
Stephan


 
10Parale Am: 22.03.2024 21:37:24 Gelesen: 8584# 43 @  
Unglaublich wie die Zeit vergeht. Nun sind wir schon in 3. Jahr nach dem Festjahr 2021.

Heute war ich auf einem Flohmarkt und ein netter älterer Herr hatte einen Tisch mit tausenden von gut sortierten Post- und Ansichtskarten und allerei anderen philatelistischen Erzeugnissen. Ich hatte nebenan meinen kleinen Stand und die zufällige Nachbarschaft erzeugte einige gute Gespräche über das Leben, die Gesundheit und natürlich die Philatelie.

Ich hatte Zeit etwas im Sortiment des Rentners zu stöbern, doch bevor ich mich dann doch ermüdete, fragte ich frank und frei, ob er Ansichtskarten von Synagogen habe. Ich brauchte nicht lange zu warten, er hatte seine Sammlung praktisch im geistigen Auge vor sich und präsentierte mir nach kurzer Suche die folgende Ansichtskarte. Ich habe sie so gelassen, wie ich sie vorfand.

Der sympathische Zeitgenosse hatte dazu auch eine kleine Geschichte. Er komme selbst aus der Nähe von Seesen am Harz und die Ansichtskarte zeigt eine Schule und am rechten Bildrand etwas im Hintergrund die Synagoge. Ich schnappte meine Lupe und suchte irgendeinen Hinweis auf einen Synagogenbau, einen Davidsstern symbolisch im Gemäuer oder in Fensterglas gezeichnet, oder, was ich schon in Osteuropa gesehen habe, die beiden Tafeln von Moses mit den 10 Geboten irgendwo oben auf dem Dach. Doch ich fand nichts. "Sind sie sicher, dass das mal eine Synagoge war?"...fragte ich den Händler. Er versicherte mir "ja" und dann wies er mit dem Zeigefinger auf den schwarzen Balken unten Rechts. "Die Nazis haben nicht zugelassen, dass das Wort Synagoge im Schrifttext erschien, es musste durchgestrichen werden.".

Zufällig fand ich etwas später eine Karte aus Karlsbad, da war auch ein Text durchgestrichen worden, genauso geschwärzt wie bei der Synagoge. doch es zeigte offensichtlich ein berühmtes Kurhotel, und nicht eine weitere Synagoge. Wir hatten beide keine Ahnung, weshalb der Text geschwärzt war.

Zum Glück gibt es Google und da der Mann wieder jüngere Kundschaft hatte, studierte ich an meinem kleinen Stand die Ansichtskarte, die ich ohne zu Handeln sofort gekauft habe.

Tatsächlich stieß ich auf Hinweise über diese Synagoge, die am 17. Juli 1810 als Jacobstempel eingeweiht wurde. Das Besondere (lt Wikipedia): "Mehr als 40 Geistliche beider Religionen" ...waren bei der Einweihungsfeier dabei, christliche und jüdische Würdenträger. Nun, dieses friedliche und unanstößige Zusammenleben dauerte über 110 Jahre. Wie schön. Wir vergessen viel zu oft die Zeit, die so tolerant und freigiebig war. Die Wirtschaft florierte und wenn es irgendwo Wirtschaftskrisen gibt, ist ihre Ursache Intoleranz und Hass. Doch das ist ein anderes Thema.

Liebe Grüße

10Parale



[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Jacobstempel
 
10Parale Am: 11.05.2024 21:52:17 Gelesen: 8277# 44 @  
Jüdisches Leben gab es bereits im Mittalalter in Göppingen. Die jüdische Gemeinde in Göppingen wurde im Jahr 1867 gegründet. Nach Anfängen in kleineren Gebets- und Studienräumen wurde im Jahr 1880/81 eine neue Synagoge in der Freihofstraße errichtet. Von 1907 - 1937 war Aron Tänzer 30 Jahre lang Rabbiner der Gemeinde.

Hier zeige ich eine seltene Ansichtskarte mit Blick auf die Freihofstraße und die dahinter gelegene Turnhalle. Ob die vielen Männer auf dem Bild jüdischen Glaubens waren, entzieht sich meiner Kenntnis, doch sie posieren stolz vor dem sakralen Gebäude.

Freigemacht mit 5 Pfennig Germania lief die Postkarte im Jahr 1908. Heute erinnert eine Gedenktafel am Synagogenplatz an dieses Gotteshaus.

Liebe Grüße

10Parale
Stephan


 
bayern klassisch Am: 19.05.2024 08:56:12 Gelesen: 8123# 45 @  
Liebe Freunde,

es gibt Briefe, die einen heute erfreuen, und die einen bereits schon damals erfreuten und sowohl als auch. Einen sowohl als auch-Brief kann ich heute zeigen aus Nürnberg vom 24.01.1873 mit 1 Kreuzer grün Nr. 22 als Ortsbrief an Johann Stephan Schmidt, noch dazu mit der sonderbaren Type eines Stempels, bei dem das Jahr fehlte, der aber nicht selten ist.



Absender war Gustav Josephthal, Advokat in Nürnberg und immerhin Vorsitzender der jüdischen Gemeinde und der Nürnberger Anwaltskammer und Großvater des späteren israelischen Ministers Georg ("Giora") Josephthal [1].

Inhalt:

"Euer Wohlgeboren!

Das kgl. Stadtgericht Nürnberg hat Sie heute von der Ihnen zur Last gelegten Uebertretung freigesprochen. Potzler wurde in eine Geldstrafe von 3 Thlr (Thaler) verurteilt.

Der kgl. Staatsanwalt hatte beantragt, Sie zu verurtheilen und den Potzler freizusprechen.

Ob der Staatsanwalt appellirt weiß ich natürlich nicht.

Hochachtungsvoll,

Josephthal"
.

Ob der Fall dann später beim Appellationsgericht Nürnberg landete, konnte ich leider nicht heraus finden.

Immer wenn ich von jüdischen Rechtsanwälten in Nürnberg höre, oder lese, fällt mir sofort der gute Hans Sachs ein, der über Jahrzehnte im Rateteam der wundervollen Sendung "Was bin ich?" von Robert Lemke saß. Schaut man sich das heutige TV-Programm so an, wünscht man sich diese Zeit doch ganz schnell zurück.

Liebe Grüsse von bayern klassisch

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Josephthal
 
10Parale Am: 02.10.2024 12:11:25 Gelesen: 7252# 46 @  
@ bayern klassisch [#45]

Ein eindrucksvoller Beleg. Mein Vater hieß auch Johann, und ich habe noch nie die Kombination des Namens meines Vaters mit meinem Namen auf einer Anschrift gesehen.

Der Beleg nach "DAHIER" (Ortsbrief) ist ja historisch ein tolles Zeugnis und passt sehr gut in diese Reihe.

Schaut man sich das heutige TV-Programm so an, wünscht man sich diese Zeit doch ganz schnell zurück.

Ich habe kaum eine Folge von Robert Lemkes "Was bin ich?" verpasst und die Gewinnsumme war ja bescheiden im Gegensatz zu den Summen, die heute bei Quizshows verteilt werden. An Hans Sachs erinnere ich mich auch noch sehr gerne. Bei dieser Sendung hatte ich immer das Gefühl, die Finanzwelt ist noch in Ordnung. Wer mit einem gelben "Schweindl" voll mit 5 Mark Stücken spekuliert, dürfte die Haftung auch sich selbst überlassen.

Heute beginnen die Feierlichkeiten zum Neuen Jahr, Rosch haSehana 5785. Jeder Monat im Jüdischen Jahreszyklus beginnt mit dem Neumond. Früher, zur Zeit der Babylonischen Gefangenschaft, war der erste Monat derjenige, der heute der siebte Monat ist. Diese Änderung im Kalender geht auf den Bibelvers 2. Mose 12,2 zurück. Der Auszug aus Ägypten zur Zeit der Pharaonen gab den Anstoß für eine Kalenderänderung. Das klingt kompliziert ist aber ganz einfach. Auch in unserem bürgerlichen Kalender gibt es September (7. Monat), Oktober (8. Monat), November (9. Monat) und Dezember (10. Monat). Tatsächlich sind sie jedoch die Monate 9 - 12.

Der 1. Tischri (3. Oktober) ist dann der eigentliche Neujahrstag. Ich wünsche den jüdischen Mitbürgern ein gutes Neues Jahr, Shana tova

Ich zeige aus meiner Sammlung einen alten Neujahrsgruß aus Jerusalem. Zudem einen Ersttagsbrief zu der Zeit des israelisch-ägyptischen Friedensvertrages von 1979.

Liebe Grüße

10Parale


 
bayern klassisch Am: 02.10.2024 12:20:07 Gelesen: 7249# 47 @  
@ 10Parale [#46]

Sehr schön!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
10Parale Am: 07.12.2024 12:26:42 Gelesen: 6869# 48 @  
@ bayern klassisch [#47]

vielen Dank.

Über dem Portal der Synagoge in Efringen-Kirchen (Markgräflerland, Baden) stand dieser Spruch in hebräischer Sprache: "Dies ist das Tor zum Herrn da die Gerechten einziehen dürfen erbaut im Jahr 1831 nach der kleinen Zahl".

Neben der Synagoge stand noch ein Schulhaus und die Wohnung des Religionslehrers. Während es im Jahr 1738 insgesamt 9 jüdische Mitbürger in der kleinen Gemeinde am Rhein gab, wuchs die Zahl beständig. Im gesamten Großherzogtum Baden wohnten im Jahr 1806 um die 12.000 Juden, was 1,33 % der badischen Bevölkerung ausmachte (damals weniger als 1.000.000).

Nun hatte ich etwas Glück und mir fiel eine alte Ansichtskarte in die Hände, die das Gasthaus Rebstock in Efringen-Kirchen zeigt. Genau links über dem Giebel bzw. über dem Schild zur Gartenwirtschaft sieht man die Türme der alten Synagoge. Die Ansichtskarte ist in einem prächtigen Zustand.

Die Postkarte ist auch in dem Buch "DIE JÜDISCHE GEMEINDE VON KIRCHEN 1736 - 1940) von AXEL HUETTER 3. Auflage 1993 auf Seite 43 abgebildet.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 02.01.2025 19:40:01 Gelesen: 6671# 49 @  
Nun schreiben wir das Jahr 2025 und das Festjahr 2021 ist schon 4 Jahre her.

Ich fand eine Postkarte, die ich heute ein wenig vorstellen und ihre Geheimnisse lüften will. Sie zeigt das Winzer- und Bauerndorf Eichstetten am Kaiserstuhl, ganz in der Nähe von Freiburg im Breisgau. Ein bisschen Vorarbeit war nötig, doch dadurch, dass meine Mutter in Eichstetten aufwuchs, habe ich einen persönlichen Bezug zu dieser Karte.

Meine Mutter wuchs direkt in einem Gebäude auf, dass neben dem "Gasthaus zum deutschen Kaiser" steht. Dort war die alte (Huf)-Schmiede des Dorfes. Heute heißt das Gasthaus "Ochsen" und bietet eine vorzügliche Speise- und Getränkekarte.

Die evangelische Kirche zeugt seit Jahrhunderten von dem Einfluss des Markgraf von Baden, der 1556 zum evangelischen Glauben übertrat. Die streng nach Osten ausgerichtete Kirche zeugt vom gotischen Mittalter. Auf der Postkarte ist sie sehr schön zu sehen und wer sich heute Eichstetten von der Ferne nähert, dem fällt die Kirche sofort ins Auge.

Im Hintergrund sehen wir die Dreisam, ein Fluß, der im Schwarzwald entspringt und in die Elz mündet. Der Name kommt aus dem Keltischen und bedeutet "Die sehr schnelle".

Als ich ein Kind war, fand ich das Dorf so ähnlich vor wie auf dem Bild. Jedoch fehlte auch einiges und als kleines Kind war mir das gar nicht bewusst, weil kaum darüber gesprochen wurde. Links sehen wir die Gebäude der Papierwarenfabrik D.S.Epstein (Papiergroßhandlung). Sie beschäftigte in ihrer besten Zeit bis zu 150 Mitarbeiter*innen. Die Familie Epstein war jüdisch, die Besitzer waren Heinrich und Friedrich Epstein. Einige jüdische Familien waren im Viehhandel und teils als Wein- und Getreidehändler (Kurzwaren) oder auch als Lehrer im Bildungswesen beschäftigt.

Jetzt wäre die ganze Postkarte für mich nicht so interessant, hätte sich auf der Totalansicht nicht auch ein weiteres Gebäude geoffenbart, dass ich ohne Vorarbeit nicht erkannt hätte. Das Gebäude, welches auf der Totalansicht halbschräg und sehr länglich vor der evangelischen Kirche dargestellt ist, ist tatsächlich die Synagoge in Eichstetten, die ich solange gesucht habe. Sie wurde wohl im Jahr 1829/30 erbaut. Es kamen einige jüdische Familien aus der Schweiz und dem Elsass nach Eichstetten, Namen sind schon im frühen 18. Jahrhundert bekannt.

Ich habe noch einiges mehr erforscht zu diesem Thema und habe nun ein interessantes Alterswerk vor mir. Es würde zu weit gehen, weiter ins Detail zu gehen.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 25.01.2025 11:29:26 Gelesen: 6568# 50 @  
Zur Ansichtskarte in [#49] ist es mir jetzt nach Recherche gelungen, von der Papierwaren-Fabrik Epstein (im Bild links oben) eine Rechnung vom 5. April 1909 zu erwerben. Es geht um die Lieferung von Cellulose Nr. 541, also wahrscheinlich gehärtetes Filterpapier und Lederpapier.

Die Dütenfabrik beschäftigte viele Arbeitnehmer. Erst gestern las ich in der Badischen Zeitung, dass Eichstetten zu den Orten in Südbaden gehört, die auch heute noch einen schuldenfreien Haushalt aufweisen können. Etwas in diesem Dorf scheint in Ordnung zu sein.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 24.06.2025 21:50:23 Gelesen: 4684# 51 @  
Dieses Streifband zu je 4 x 1 Ban wurde in Bukarest entwertet und lief nach Berlin. Auch wenn die Stempel zu wünschen übrig lassen, ist es für mich ein sehr schönes Stück, denn es ist an die "Allgemeine Zeitung des Judenthums" adressiert worden. Wenn die Schreibweise Judenthum mit h die gültige Schreibweise war, ist der Beleg vor dem Mai 1903 zu datieren, da die Zeitung von da ab ohne h titulierte (des Judentums).

Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Allgemeine_Zeitung_des_Judentums

Liebe Grüße

10Parale


 
sentawau Am: 02.07.2025 21:08:38 Gelesen: 4485# 52 @  


Arisierung im Sudetenland

Der Brief ist mit Briefmarken des Deutschen Reiches frankiert. Aber der Aufgabeort Gablonz an der Neisse gehörte erst seit einem Jahr zum Reich. Bis zum Einmarsch der Wehrmacht Hitlers im Oktober 1938 war der Ort wie auch das gesamte Sudetenland tschechisch. Mit einer Lupe kann man erkennen, das das Wort Czechoslovakie links unten beim Absender durchgestrichen ist. Aber nicht nur das Land ist gelöscht. Der ursprüngliche Firmeninhaber „Rudolf Löwy“ ist rot überstempelt mit „Ehrenfried Ludwig“. Der geänderte Name beweist, dass die Firma arisiert wurde. Auch der Name des Empfängers lässt jüdische Abstammung vermuten.

Lit.: Buchveröffentlichungen von Heinz Wewer und Hanspeter Frech (s. Datenbank BDPh)
 
sentawau Am: 13.07.2025 18:56:08 Gelesen: 4291# 53 @  
Zwangsvorname

Dieser Brief wurde am 29. Mai 1941 in Berlin-Charlottenburg als gewöhnlicher Luftpost-Auslandsbrief in die USA aufgegeben. Korrekt frankiert und kriegsbedingt wie alle Auslandsbriefe zensiert. Eigentlich nichts Besonderes, wäre da nicht der Name der Absenderin „Betty Sara Moser“! Sara und Israel waren Zwangsvornamen, die allen Juden seit 1935 durch die niederträchtigen Nürnberger Rassegesetze vorgeschrieben waren. Mitverfasser und Kommentator war der Ministerialbeamte Hans Maria Globke.



Globke begann nach 1945 ein zweites Leben. Als intimer Vertrauter Konrad Adenauers und Chef des Bundeskanzleramtes baute er die westdeutschen Geheimdienste und weitere wichtige Behörden auf, wobei er auf viele Ehemalige zurückgreifen konnte. Dafür wurde er mit einer hohen Stufe des Bundesverdienstkreuzes geehrt. Proteste aus Israel wurden mit Geld unterdrückt. Immerhin erteilte ihm ein Schweizer Kanton keine Aufenthaltsgenehmigung, als er nach der Pensionierung dorthin übersiedeln wollte. (Quelle: Wikipedia)
 
sentawau Am: 13.07.2025 19:04:39 Gelesen: 4288# 54 @  
Emigrantenpost



Bei diesem 1951 von Frankfurt nach New York geflogenen Brief lässt die Anschrift vermuten, dass der Empfänger ein emigrierter Jude ist.



Dieser eingeschriebene Brief ohne Ankunftstempel wurde am 15.3.1951 von Frau Regina Grunberg von Sao Paulo/Brasilien nach Westberlin geflogen. Empfänger ist das Bezirksamt Charlottenburg Abt. Finanzen – Ausgleichsamt Berlin 19. Der Name der Absenderin ist sicherlich jüdisch (Grunberg/Grünberg). Es ist anzunehmen, dass es um eine Entschädigung ging, und man kann nur hoffen, dass der Antrag bewilligt wurde. Sicher ist das nicht, denn im Zuge der Renazifizierung der Bundesrepublik kehrten viele Beamte an ihre alten Arbeitsplätze zurück und schikanierten erneut Juden und Zigeuner.
 
10Parale Am: 14.07.2025 22:53:13 Gelesen: 4202# 55 @  
@ sentawau [#52]

Das sind eindrückliche Belege einer unseligen Zeit. Ich bin 1961 geboren und der Schrecken des 2. Weltkrieges war oft ein Thema am Tisch meiner Großeltern und Eltern. Auch die Entnazifizierung in den Amtsstuben wurde hier und da angesprochen. Über die Arisierung ehemaliger Firmen in jüdischem Besitz habe ich auch schon viel gelesen.

Ich habe noch das Sonderheft der JÜDISCHEN ALLGEMEINEN vom 6. ADAR 5781 (2021) vor mir liegen und zitiere mal aus dem Vorwort des noch jetzt amtierenden Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier:

....- ich glaube, vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie tief das Judentum verwoben ist mit der Geschichte und Kultur unseres Landes, wie sehr es sie mitgeschrieben und mitgeprägt hat. Und ich hoffe, dass es in diesem Festjahr gelingt, mehr Bewusstsein dafür zu schaffen.

Ich meine, wer kennt beispielsweise schon Arthur Eichengrün (1867 - 1949), der jüdische Erfinder und Chemiker aus Deutschland, der das Aspirin erfand? Seine Geschichte spiegelt all das wieder, was du uns in den Briefen darzustellen versuchst: Zwangsname ISRAEL, ARISIERUNG seiner FIRMA, INHAFTIERUNG etc.

Die Jüdische Allgemeine ist eine Zeitung, die es schon sehr lange in Deutschland gibt. Hier zeige ich ein zweites Mal einen Beleg, der die Existenz der Zeitung belegt. Dieses Streifband zu je 4 x 1 Ban wurde in Bukarest entwertet und lief nach Berlin. Auch wenn die Stempel zu wünschen übrig lassen, ist es für mich ein sehr schönes Stück, denn es ist an die "Allgemeine Zeitung des Judenthums" adressiert worden. Wenn die Schreibweise Judenthum mit h die gültige Schreibweise war, ist der Beleg vor dem Mai 1903 zu datieren, da die Zeitung von da ab ohne h titulierte (des Judentums).


 
sentawau Am: 31.07.2025 17:23:14 Gelesen: 3790# 56 @  
@ sentawau [#53]

Zwangsvorname



Hier noch ein ganz ähnlicher Brief, abgestempelt am 5.5.1941 in Berlin- Schöneberg. Absender ist Julius Israel Hecht, Barbarossastr.36a, Berlin W 30.
 
10Parale Am: 08.08.2025 20:30:59 Gelesen: 3660# 57 @  
@ sentawau [#56]

schöner Beitrag, danke.

Heute zeige ich eine nicht gelaufene, aber mit einem Sonderstempel versehene Ansichtskarte vom Deutschen Museum in München. In der Beitragsreihe "Internationale Messen und Ausstellungen (ohne Philatelie)" zeigt uns merkuria in Beitrag #23 die selbe Ansichtskarte, echt gelaufen und zusätzlich frankiert.

"Die von den Nationalsozialisten als Wanderausstellung konzipierte propagandistische Schau „Der ewige Jude“ fand vom 8. November 1937 bis 31. Januar 1938 in München statt."

Der ewige Jude ist in der Literatur auch als AHASVER bekannt. Stefan Heym (* 10. April 1913 in Chemnitz als Helmut Flieg; † 16. Dezember 2001 in En Bokek, Israel), der deutsche Schriftsteller, hat einen wunderschönen Roman mit dem Titel AHASVER geschrieben. Die Ursprungslegenden zu dieser Figur finden sich im NEUEN TESTAMENT. Es würde den Rahmen dieses philatelistischen Forums sprengen, hier näher darauf einzugehen. Es sind jüdische Figuren rund um die Kreuzigung Christi, die verurteilt sind, unsterblich auf der Erde zu wandeln, bis der Messias wiederkommt. Die Figur des "Ewigen Juden" findet sich auch in Frankreich "le juif errant": "Isaac Laquedem", Italien "Buttadeus", Großbritannien "Wandering Jew" u.v.m..

Die Legende, die im 13. Jahrhundert belegbar entstand und sich mit der Erfindung des Buchdrucks in unzähligen Volkskalendern niederschlug, hat sich über die Jahrhunderte und Jahrtausende am Leben erhalten. Fakt ist, dass es solch eine Figur im ALTEN TESTAMENT nicht gibt und auch im NEUEN TESTAMENT nicht erwähnt wird. Der Name könnte auf König Ataxerxes I. zurückgehen, der in der Bibel unter dem Namen "Achaschwerosch" (bekannt aus dem Buch ESTHER) auftaucht. Es gibt noch andere Könige mit ähnlichem Namen, so das der Ursprung der Namensgebung nicht gesichert ist.

Nicht nur Stephan Heym, auch schon Johann Wolfgang von Goethe und Heinrich Heine, Friedrich Schiller und andere Schriftsteller beschäftigten sich mit dem Thema. Das Thema ist hochinteressant und wurde leider von den Nationalsozialisten für antisemitische Zwecke missbraucht.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 11.08.2025 22:21:11 Gelesen: 3609# 58 @  
Diesen Brief fand ich bei einem österreichischen Anbieter allerlei äußerst preiswerter Belegen. Der Anbieter pries den Brief zum Ausruf von 1,-- Euro mit: "VORFAHR WAR GELDWECHSLER IN MAINZ". Da mein Vater im wahrsten Sinne des Worte 25 Jahre seines Lebens Geld wechselte, als es noch viele verschiedene Währungen in Europa (und auf der Welt) gab, musste ich diesen so angepriesenen Brief unbedingt kaufen.

Absender ist ISAAC FULDA, MAINZ(1). Tatsächlich wurde 1842 ein BANKHAUS FULDA in Mainz gegründet. Isaac Fulda wurde 1892 Teilhaber dieses Bankhauses, seine Vorfahren waren im frühen 18. Jahrhundert tatsächlich Geldwechsler, ein Beruf, der um das Judentum herum typisiert wurde.

Unter (1) kann jeder lesen, wie es weiterging. Ein Stolperstein in Mainz erinnert an die Gründerpersönlichkeit.

Der Brief mit 10 Pfennig Germania (Nr. 71) freigemacht lief an die heute noch existente Firma (damals Papierhandlung) Karl Queiser in Amstetten in Württemberg. Der rückseitige Vermerk "Anschrift Amstetten Württemberg unbekannt" kann ich nicht wirklich deuten. Fakt ist, dass es 2 AK-Stempel von Amstetten gibt und hier eine Erklärung von Nöten ist.

(1)https://de.wikipedia.org/wiki/Isaac_Fulda

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 21.08.2025 22:42:33 Gelesen: 3449# 59 @  
Wenn von Judentum in Deutschland seit nun mehr als 1700 Jahren die Rede ist, muss man die deutschen Grenzen so ziehen, wie die Epochen sie gezogen haben. Wir sehen, dass auch heute noch Grenzen gezogen werden und unerbittliche Kriege herrschen um Land und Leute.

Ich erinnere nur ein Mal an die Begrifflichkeit "Heiliges Römisches Reich deutscher Nation", welches sich Ende des 15. Jahrhunderts Anfang 16. Jahrhunderts etablierte. Darüber werde ich später einmal berichten.

Die heutige Postkarte lief um die Jahre 1923/24 herum von TARNOW (Polen), - freigemacht mit 330.000 M -, nach Breslau in Deutschland. Empfänger dürfte die jüdische Familie Landau sein. Der Text ist in hebräischer und jiddischer Sprache verfasst und schwer zu übersetzen. Diese tausend Jahre alte Sprache JIDDISCH wird und wurde in weiten Teilen Europas von aschkenasischen Juden geschrieben und gesprochen. Die Komponenten der Sprache sind vielfältig, die Hauptkomponente ist westgermanisch, es gibt aber auch aramäische und slawische u.v.m. Komponenten. Das in Polen gesprochene JIDDISCH wurde als das ZENTRALJIDDISCHE bezeichnet.

Red kein Stuss.
Was für ein Schlammassel
 

Hier haben wir es oft unbewusst mit jiddischem Sprachgut zu tun. Ich hoffe in Kürze Hilfe bei der Übersetzung des Textes finden zu können.

Michel Nr. 185 (3), Michel Nr. 197 (1), schönes Bogenrandstück.

Liebe Grüße

10Parale


 

10Parale Am: 04.11.2025 19:07:39 Gelesen: 2609# 60 @  
Leon Pinsker (1821 - 1891) wurde im Königreich Polen in Tomaszów Lubelski geboren. Er war Arzt, Journalist und gilt als ein Wegbereiter des Zionismus. Im Kaiserreich Russland gab es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts blutige Pogrome, die viele Juden zum Auswandern in die USA und nach Westeuropa veranlassten und Pinsker gelang es, die Rolle der Juden in der Diaspora trefflich zu analysieren. Sein Buch "Autoemancipation", das 1882 erschien, ist der Ausdruck der Überlegungen, wie es einem heimatlosen Volk erging ("Heimatlosigkeit als Ursache allen Übels").

Auch im Berliner Scheunenviertel sammelten sich viele Juden aus Osteuropa. Den bereits gut assimilierten Juden der prosperierenden Stadt Berlin begegneten arme Juden auf der Flucht. Leon Pinsker lehnte diese Assimilation entschieden ab. Pinsker schlug für die Judenfrage eine Lösung mittels nationaler Selbstbestimmung vor. Wo, war Pinsker nicht so wichtig, ob in der asiatischen Türkei, in Nordamerika oder Palästina. Entscheidend war für ihn die Tat.

So hat sein Wirken auch in Deutschland Spuren hinterlassen. Man kann das alles nachlesen und ich will es dabei bleiben lassen. Interessant finde ich seinen Begriff der "Judäophobie", eine Art Psychose der Menschheit, eine Ablehnungshaltung gegenüber allem Jüdischen.

Im Rahmen meines Studiums einer oft im Mittelalter gebräuchlichen jüdischen Romanfigur bin ich auch auf diesen jüdischen Arzt gestoßen, der 1891 in Odessa starb. Ich zeige das FDC Bale Nr. 884 vom 03.7.84 mit einem Porträt des Arztes.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 15.12.2025 20:59:19 Gelesen: 1813# 61 @  
Brigitte hat in Beitrag #803 am 20.10.25 unter der Rubrik Neuheiten aus Deutschland das Leben von Margot Friedländer (1921 - 2025) treffend beschrieben und das Sonderpostwertzeichen beschrieben, welches ihr gewidmet wurde.

103 Jahre sind nun wirklich ein biblisches Alter und was hat sie alles mitgemacht. Nun hatte ich heute ein schönes Erlebnis und möchte auch mal die Post und deren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen loben. Ich fragte nach einem 10-er Bogen der Sondermarke und die freundliche Angestellte des DHL-Shops hatte ihn auch sofort griffbereit zur Hand. Dann ergab sich noch ein kleines Gespräch, weil sie mir anschließend den Bogen mit der Briefmarke von "Hildegard Knef" verkaufen wollte (sie kennt mich als guten Kunden). Nun mag ich zwar auch Hildegard Knef, aber ich blieb aus mir bekannten Gründen bei meiner Wahl.

Die freundliche Verkäuferin erzählte mir, dass sie kürzlich eine Dokumentation über Margot Friedländer im Fernsehen gesehen habe und das wäre höchst interessant gewesen. Der Kleinbogen wäre der Renner an ihrem Schalter und sie musste schon einige Male nachbestellen. Da bin ich glatt froh, dass ich noch einen bekommen habe, erwiderte ich erstaunt und irgendwie hocherfreut.

Wie Brigitte erläutert, konnte Margot Friedländer ihre Lehre als Schneiderin wegen ihrer jüdischen Abstammung nie beenden. So hat eine Ausgabe der Modezeitschrift VOGUE in einer Ausgabe von 2024 Margot Friedländer doch noch einen kleinen Kindheitstraum erfüllt und sie in einem roten Designerkleid abgebildet. Irgendwie ähneln sich manche Geschichten, auch wenn sie unter ganz anderen Bedingungen gelebt werden müssen. Meine Mutter wollte Klavierunterricht nehmen, war sehr musikalisch (später leitete sie einen Frauenchor), doch ihr Pflegevater verbot es ihr, er war ein Anhänger der Nazis und anstatt Klavierunterricht in Freiburg im Breisgau musste sie als junges Mädel hart auf dem Acker schuften. Sie hat aber auch ein hohes Alter erreicht und konnte nach ihrer Heirat sich auch manche Stunde der Musik widmen und eines Tages schenkte mein Vater ihr ein Klavier.

Hier der Kleinbogen, der reißend Absatz findet.

10Parale


 
10Parale Am: 31.01.2026 10:27:14 Gelesen: 1207# 62 @  
@ forum,

Der DEUTSCH-ISRAELITISCHE GEMEINDEBUND wurde 1869 gegründet und ist eine Vorläuferorganisation des Zentralrats der Juden in Deutschland. Auf dieser seltenen Ansichtskarte ist das Emblem der Siegelmarke zu sehen. Gelaufen ist die Karte in der anbrechenden Inflationszeit am 28.6.23 von Hannover nach Würzburg Talberg.

Interessant ist auch das Motiv auf der Bildseite. Es ist eine Zeichnung des bekannten deutschen Künstlers LESSER URY* (1861 geboren in Birnbaum, Provinz Posen - 1931 gest. in Berlin). Es zeigt ein Motiv des Propheten JEREMIAS. Die genaue Bibelstelle konnte ich nicht ausfindig machen. Doch sehen wir verschiedene jüdische Gestalten, auffallend die Barfüßigkeit der meisten Personen, die mit dem Rücken gekehrt und im Seitenprofil dem Betrachter zugewandt sind. Nur ein Mann am linken Bildrand schaut dem Betrachter direkt ins Gesicht.

Ich bin sehr froh diese schöne Karte erworben zu haben, auch wenn sich der Text (Sütterlin-Schrift) mir nicht eröffnet.

* https://de.wikipedia.org/wiki/Lesser_Ury

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 15.04.2026 22:34:22 Gelesen: 44# 63 @  
@ forum

Sehr froh bin ich über dieses alte Streifband, welches am 01. April 1913 von Rabbiner J.BERGER in Bukarest an Rabbiner P. Rieger in Hamburg gesendet wurde https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Rieger_(Rabbiner).

Ein Rabbiner ist ein Lehrer der Tora. Die semitische Wurzel (RAW) des Wortes bedeuten in deutsch auch "groß sein", "viel sein".

Auch in meiner Stadt gibt es heutzutage wieder ein Rabbiner und ich bin sehr froh, dass das jüdische Leben wieder Fahrt aufgenommen hat.

Liebe Grüße

10Parale
Stephan

PS: für Streifbandspezialisten, dieses Streifband verfügt über dicke Linien zwischen den Gliedern.


 
Detlev0405 Am: 16.04.2026 13:30:54 Gelesen: 16# 64 @  
@ sentawau [#52]

In Tschechien gibt es ein sehr interessantes Archiv online, wo man nachsehen kann, was mit jüdischen Mitbürgern geschehen ist.

https://www.holocaust.cz/databaze-obeti/obet/107555-rudolf-l-wy/

So auch zu Rudolf Löwy.

Gruß
Detlev
 

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