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Thema: Barfrankaturen als Notbehelf bei Wiederaufnahme des Postverkehrs 1945
Das Thema hat 323 Beiträge:
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Jürgen Witkowski Am: 28.08.2025 10:23:20 Gelesen: 15858# 249 @  
@ Dieter 66 [#297]

Hallo Dieter,

bei dem roten Zweiellipsenstempel auf dem rechten Beleg handelt es sich ganz sicher um den Klüssendorf-Paketstempel als Notverwendung in der Briefpost. Sehr gut zu sehen sind die roten Schleifspuren über dem Sichtfenster des Briefumschlages, die beim Durchlauf durch die Maschine entstanden sind.

Zum Vergleich ein Exemplar aus meiner Sammlung vom 12.12.45, bei dem diese Schleifspuren kaum erkennbar sind.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Jürgen Witkowski Am: 29.08.2025 15:04:55 Gelesen: 15726# 250 @  
Der Zweiellipsenstegstempel Schwabach * * vom 3.1.46 wird auf diesem Brief nach München ergänzt durch die Angabe der gültigen Briefgebühr von 12 Rpf. Die Form 12... ist im Richter-Handbuch erwähnt, aber nicht abgebildet. Beim genauen Hinsehen ist es nach meinem Empfinden eher 12._ .



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Dieter 66 Am: 29.08.2025 16:34:26 Gelesen: 15705# 251 @  
@ Jürgen Witkowski [#299]

Es könnte sich auch um einen alten Numeratorstempel handeln. Nicht benötigte Stellen wurden liniert oder auch nur ein Punkt gesetzt, sodass dieser dann als Zahlenstempel, zur Angabe der Gebühr verwendet wurde. Evtl. sogar um einen unbekannten Postmeisterstempel. Das meiste bleibt spekulativ und lässt sich heute wohl nicht mehr aufklären.

Schönen Gruß Dieter.
 
Jürgen Witkowski Am: 29.08.2025 21:20:04 Gelesen: 15663# 252 @  
Für Rimsting hat Richter einen einzeiligen Stempel in Antiqua-Schrift mit einem Ausrufezeichen am Ende, sowie als Zweites eine Barfreimachung als handschriftlicher Freivermerk aufgeführt. Vom 14.05.45 kann ich als weitere Variante einen rot unterstrichenen maschinenschriftlichen Freivermerk "Porto bezahlt." zeigen.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Dieter 66 Am: 29.08.2025 22:55:01 Gelesen: 15649# 253 @  
@ Jürgen Witkowski [#252]

Hallo Jürgen,

Ich glaube nicht, dass in Rimsting der Postbetrieb bereits am 14.5.45 in Betrieb war.

Ich konnte jetzt so schnell die Verfügung für die OPD München nicht finden. Im Allgemeinen wurde der Postbetrieb in den Zonen zwischen Juni und August 45 wieder eröffnet. In der brit. Zone der OPD HH und SH, z.B. ab dem 14 Juni 45. Ich denke es kann auch eine 8 oder 9 als Monat sein. Ist sehr schwer zu erkennen.

Es handelt sich hier um einen maschinenschriftlichen Freivermerk, die durch den Absender vorgenommen wurden. Im Richter Handbuch Seite 29 findest du unter E2 einen kurzen Vermerk. Kein postalischer Ursprung, daher auch nicht gelistet.

Schönen Gruß Dieter
 
Jürgen Witkowski Am: 30.08.2025 10:51:44 Gelesen: 15599# 254 @  
@ Dieter 66 [#253]

Hallo Dieter,

zur Ergründung des Datums habe ich einen hochauflösenden Scan angefertigt. Demnach tendiere ich zum 14.8.45. Danke für den Hinweis auf das fragliche Datum.



Den Vermerk aus dem Richter-Handbuch kenne ich natürlich. Mein Beitrag war nicht als Vorwurf für eine Unvollständigkeit gedacht, sondern sollte einfach diese mögliche Form der Barfrankatur vorstellen.

Zum Vergleich zeige ich den oben bereits erwähnten einzeiligen Stempel in Antiqua-Schrift mit einem Ausrufezeichen am Ende vom 27.5.46.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Dieter 66 Am: 30.08.2025 13:25:52 Gelesen: 15572# 255 @  
@ Jürgen Witkowski [#254]

Hallo Jürgen,

das hatte ich auch nicht so darstellen wollen. Im Richter Handbuch wird vermerkt „nicht postalischer Ursprung“. Es wurde seinerzeit durch die Autoren so festgelegt und wird daher auch nicht gelistet.

Es muss aber nicht so sein. Meines Erachtens ist es dennoch eine Barfrankatur. AFS-Maschinen waren seinerzeit auch nicht postalischen Ursprungs, sondern eine private Erfindung, die dann 1921 durch die Reichspost zugelassen wurde. Die Frage ist, bedarf es einer schriftlichen Verfügung oder Zulassung, oder reicht auch eine vielfache Duldung bzw. Anerkenntnis von offizieller Stelle aus. Nur so ein Gedanke.

Schönen Gruß Dieter.
 
Jürgen Witkowski Am: 31.08.2025 11:29:25 Gelesen: 15481# 256 @  
Versehen mit dem Tagesstempel (2) Müncheberg (Mark) b wurde am 24.7.48 ein Brief nach Buckow in der Märkischen Schweiz aufgegeben. Der Gebührenstempel wird im Richter Handbuch ohne Abbildung als Einzeiler in Frakturschrift aufgeführt. Der Beleg zeigt, dass es sich um einen Zeilenstempel in Kleinschrift mit Punkt am Ende handelt.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Jürgen Witkowski Am: 04.09.2025 20:16:33 Gelesen: 15171# 257 @  
Den Beleg aus Essen vom 29.10.46 kann ich nach Richter Handbuch nicht einordnen. Es handelt sich um eine Notganzsache, die zusätzlich mit Teilen des Wertrahmens eines Postfreistempels versehen wurde. Diese Freimachungsart wird als H1 bezeichnet. Richter schreibt jedoch, dass die Verwendung von Freistempeln zur Portoerhöhung im Handbuch nicht berücksichtigt wurden.

Zusätzlich wurde auf dieser Postkarte mit privatem Inhalt nach Dresden noch ein zweizeiliger Rechteckstempel Gebühr bezahlt! verwendet. Diesen Stempel mit dem Ausrufezeichen am Ende kann ich bei den entsprechenden Stempeltypen nicht finden. Ein vergleichbarer Beleg mit aufgewerteter Ganzsache und Gebühr bezahlt! Stempel ist mir nicht bekannt.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Dieter 66 Am: 04.09.2025 22:58:13 Gelesen: 15145# 258 @  
@ Jürgen Witkowski [#257]

Hallo Jürgen,

das ist eine Notausgabe Essen 1 (Britische Zone) P BO3 auf Urkarte P 950.

Im Michel Ganzsachen Katalog 2021/22 findest du den auf Seite 315.

Schönen Gruß Dieter.
 
Jürgen Witkowski Am: 05.09.2025 15:03:23 Gelesen: 15065# 259 @  
@ Dieter 66 [#258]

Hallo Dieter,

die Notganzsache hatte ich wohl richtig erkannt. Nur habe ich übersehen, dass auch der Stempel Gebühr bezahlt! mit zur Ganzsache gehört. Da kann ich im Richter-Handbuch auch nichts finden. Danke für Deinen Hinweis.

Versehen mit dem Tagesstempel (13b) Laberweinting a wurde nachfolgender Brief am 3.12.45 aufgegeben. Er erhielt einen im Handbuch als abgekürzten Setzkastenstempel in Antiqua-Schrift aufgeführten Stempel Gebühr bez. Da es davon keine Abbildung gibt, liefere ich sie hiermit nach.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Jürgen Witkowski Am: 07.09.2025 10:59:41 Gelesen: 14897# 260 @  
Auf einem Brief von Falkensee nach Bad Buckow vom 8.7.48 wurde der Gebühr bezahlt Stempel gleich zweimal abgeschlagen. Im Richter-Handbuch ist der Stempel ohne Abbildung als Einzeiler mit unterstrichenem Text in Antiqua-Schrift bezeichnet. Beim unteren Stempel kann man die Linie unter dem Text noch andeutungsweise erkennen.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Jürgen Witkowski Am: 19.09.2025 20:55:20 Gelesen: 14101# 261 @  
Eine Hochzeitsanzeige aus November 1945 wurde an der Poststelle Immenhausen über Meschede aufgegeben. Im Postamt Meschede erhielt sie einen Gebühr bezahlt Stempel und das Dienstsiegel des Postamtes Meschede. Ein Tagesstempel wurde nicht verwendet.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Dieter 66 Am: 19.09.2025 22:29:58 Gelesen: 14077# 262 @  
@ Jürgen Witkowski [#261]

Hallo Jürgen,

den Beleg hast du schon mal unter [#211] vorgestellt.

Ist bei mir auch schon vorgekommen.

Seitdem lege ich immer einen kleinen Zettel zu den vorgestellten Belegen.

Schönen Gruß Dieter.
 
Jürgen Witkowski Am: 20.09.2025 09:18:11 Gelesen: 14030# 263 @  
@ Dieter 66 [#262]

Ich bitte um Nachsicht für die Wiederholung. Den Scan hatte ich im falschen Verzeichnis für vorbereitete Beiträge abgelegt.

Nun hoffentlich etwas Neues. Auf der Poststelle I, Birkenfeld über Marktheidenfeld wurde am 31.1.46 ein Brief nach Aschaffenburg aufgegeben. Die Entrichtung der Gebühr von 12 Rpf wurde durch einen handschriftlichen Eintrag und einen Setzkastenstempel dokumentiert. Da es im Handbuch keine Abbildung für den Stempel gibt, liefere ich sie hiermit nach.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Jürgen Witkowski Am: 21.09.2025 16:11:39 Gelesen: 13948# 264 @  
Im Richter-Handbuch wird für Teistungen über Worbis (Eichsfeld) ohne Abbildung ein einzeiliger Stempel in Frakturschrift aufgeführt. Ein schöneres Exemplar, als auf dieser Postkarte vom 8.10.45, wird man kaum finden können.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Dieter 66 Am: 21.09.2025 22:39:10 Gelesen: 13907# 265 @  
Hallo,

eine einfache Barfrankatur mit einem zweizeiligen Freivermerk ohne Rahmen „Gebühr bezahlt“ nach Richter Handbuch Abb. 2054.

Das Besondere ist allerdings, dass der Brief noch während der alliierten Besetzung der Amerikaner in Sachsen vor der Übernahme der sowj. Besatzungsmächte befördert wurde. "RADEBEUL 1 v.25.6.45" nach Dresden. Postleitzahl 20. Erst am 26. Juni 1945 war ein beschränkter Postverkehr durch die amerik. Besatzung zugelassen. Einer der frühesten Belege noch während der amerik. Besetzung.



Schönen Gruß Dieter.
 
bernhard Am: 21.09.2025 23:40:58 Gelesen: 13900# 266 @  
@ Dieter 66 [#265]

Hallo Dieter,

du scheinst da den Ort zu verwechseln. Radebeul wurde durch die Russen besetzt, der Postverkehr begann bereits im Mai 1945. Dresden mit PLZ 20 kann nur ein Versehen sein.

Viele Grüße
Bernhard
 
Dieter 66 Am: 22.09.2025 13:01:53 Gelesen: 13733# 267 @  
@ bernhard [#266]

Hallo Bernhard,

du hast recht, habe ich mit Leipzig verwechselt.

Muss dann nochmal nachschauen, wann da der Postverkehr eröffnet wurde.

Schönen Gruß Dieter.
 
Jürgen Witkowski Am: 23.09.2025 11:02:42 Gelesen: 13671# 268 @  
Für Rothenbuch gab es anfangs nur die Möglichkeit der handschriftlichen Freimachung. Der handschriftliche Vermerk 24. Pf Geb. bz. wurde in blauer und roter Farbe unterstrichen. Der Brief wurde mit dem Tagesstempel Rothenbuch über Lohr (Main) a vom 26.2.46 versehen und auf den Weg nach Wunsiedel / Oberfranken gebracht.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Jürgen Witkowski Am: 24.09.2025 20:14:27 Gelesen: 13565# 269 @  
Im Richter-Handbuch ist einer der Gebühr bezahlt Stempel von Köthen (Anh) 1 ohne Referenzabbildung als zweizeiliger Rechteckstempel in Frakturschrift mit einem Ausrufezeichen am Ende beschrieben. Den Stempel kann ich in guter Qualität auf diesem Einschreiben nach Dessau vom 15.2.46 zeigen.

Auf der Rückseite befindet sich der Ankunftstempel Dessau * 1 s vom 16.2.46 mit ausgeblockter Uhrzeit. Laut Handbuch von Richter/Griese [1] ist er nur für Februar 1946 nachgewiesen.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen

[1] Richter, Griese, Altstempel deutscher Postanstalten - ihre Weiter- und Wiederverwendung nach dem 8. Mai 1945, Handbuch und Katalog
 
Jürgen Witkowski Am: 26.09.2025 19:50:51 Gelesen: 13296# 270 @  
Für Ottenhöfen im Schwarzwald sind im Handbuch drei Barfrankaturen gelistet, davon zwei mit einer Referenzabbildung. Die dritte kann ich mit einer Abbildung belegen. Es handelt sich um einen zweizeiligen Rechteckstempel in Groteskschrift mit einem Ausrufezeichen am Ende. Darüber befindet sich handschriftlich die Angabe der Gebühr von 12 Rpf, sowie ein Namenskürzel. Die Postkarte nach Zernsdorf, Kreis Teltow, wurde am 5.1.47 aufgegeben.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Jürgen Witkowski Am: 28.09.2025 11:39:47 Gelesen: 13153# 271 @  
Für das Postamt Gotha 1 sind verschiedene Gebühr bezahlt Stempel im Handbuch aufgeführt. Als Beispiel mag der Stempel mit der Katalognummer 2553 in Verbindung mit dem Tagesstempel Gotha 1 x vom 21.8.45 gelten, der in dieser Form auch in den Postämtern Gotha 2 und Gotha 4 verwendet wurde.



Ein ähnlich aussehender Stempel, jedoch dreizeilig mit einem b oben links, wie ich ihn in Verbindung mit dem Ortswerbestempel Gotha 1 t vom 31.10.45 vorliegen habe, fehlt im Handbuch.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
becker04 Am: 28.09.2025 13:24:36 Gelesen: 13132# 272 @  
@ Jürgen Witkowski [#271]

Hallo Jürgen,

dann schau mal unter Postmeisterstempel auf die Seite 48.

MfG
Klaus
 
Jürgen Witkowski Am: 28.09.2025 14:46:21 Gelesen: 13108# 273 @  
@ becker04 [#272]

Hallo Klaus,

vielen Dank für den Hinweis. Wegen der Ähnlichkeit der beiden Stempel, bin ich nicht auf die Idee gekommen, bei den Postmeisterstempeln nachzusehen. Von Gotha gibt es sogar eine ganze Menge davon. Ein Querverweis im Gesamtverzeichnis des Handbuches wäre, wie auch an manch anderer Stelle, hilfreich gewesen.

Wenn ich schon einmal dabei bin, will ich einen Stempel vorstellen, der ohne Abbildung im Buch als kleingeschriebener Freivermerk in Frakturschrift mit Punkt am Ende geführt wird. Er stammt aus Niedersachswerfen (Südharz) und befindet sich auf einem Einschreibebrief vom 8.11.45 nach Buckow (Märkisches Höhenland). Der Brief kam dort am 14.11.45 an.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 

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