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Thema: Stempel mit Werbung für die Benutzung der Luftpost
Das Thema hat 51 Beiträge:
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epem7081 Am: 17.01.2026 05:05:55 Gelesen: 1636# 27 @  
Hallo zusammen

aus HILDESHEIM 1 / ad / 32 vom 24.3.1965 eine weitere Werbevariante: Die Vorteile der Luftpost wachsen mit der Entfernung.



Einen guten Morgen wünscht
mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
epem7081 Am: 19.01.2026 18:30:54 Gelesen: 1516# 28 @  
Hallo zusammen

und noch einmal aus HILDESHEIM 1 / ad / 32 vom 3.4.1965 eine weitere Werbevariante: IHRE WAREN FLIEGEN SCHNELL UND SICHER IN LUFTPOST- PAKETEN.



Mit freundlich abgehobenen Grüßen
Edwin
 
Reini46 Am: 20.01.2026 11:49:41 Gelesen: 1491# 29 @  
Hallo,



Luftpostbrief vom 30.7.23 von München nach Wien mit dem Werbestempel Benutze die Luftpost.

Der Erstflug München - Wien fand am 14.5.23 statt. Rohrpostbeförderung in Wien, rückseitig der Rohrpoststempel von Wien 2.

Briefgebühr 300 Mark Luftpostzuschlag 50 Mark

Reini46
 
Reini46 Am: 20.01.2026 12:14:03 Gelesen: 1485# 30 @  
Hallo,



Bei diesem Ersttagsbeleg vom 16.3.37 aus Paris ? sehen wir links den Werbestempel

GAGNEZ DU TEMPS RESPONDEZ PAR AVION - Spare Zeit antworte per Luftpost

Grüße

Reini46
 
Jürgen Zalaszewski Am: 20.01.2026 14:20:33 Gelesen: 1468# 31 @  
Hallo Luftpost-Freunde,

mit diesem schönen Maschinenstempel wurde nur in Stuttgart für die Benutzung der Luftpost geworben.



Der Stempel hat die Bochmann-Nr. Stuttgart Bo 80.

Viele Grüße

Jürgen
 
ArGe Motiv Luftfahrt Am: 20.01.2026 16:32:02 Gelesen: 1454# 32 @  
@ Jürgen Zalaszewski [#31]

Hallo Jürgen,

sehr schöner Beleg!

Interessant ist das abgebildete Flugzeug. Den Typ würde ich dir ja gerne nennen, aber den zu bestimmen ist schwierig. Den Stempel gab es mit diesem Motiv ab 1939 und meist waren bei diesen für die Luftpost werbenden Klischees aktuelle oder gerade neue Flugzeuge abgebildet. Es handelt sich um keinen der auf den sonstigen Maschinenserienstempeln zur Luftpost zu sehenden Flugzeugtypen.

Schauen wir uns den Flieger mal genau an, ein dreimotoriger Tiefdecker mit Einziehfahrwerk und zumindest die Tragflächen in einer Art Wellblechstruktur. Jetzt fällt vielen dazu gleich die gute alte "Tante Ju" ein, die Junkers Ju-52/3 m. Nun ja, Tiefdecker passt, dreimotorig passt, aktueller, ja ganz bekannter Flugzeugtyp jener Zeit, passt auch. Was nicht passt sind schon mal die Verkleidungen der Motoren, da müssen wir uns aber gar nicht mit aufhalten, was nämlich gar nicht passt, ist das Einziehfahrwerk. Unsere Tante Ju hatte immer ein starres, nicht einziehbares Fahrwerk.

Das Einziehfahrwerk schränkt hier auch die Zahl möglicher Flugzeugtypen sehr ein, noch dazu bei dreimotorigen Verkehrsflugzeugen, die zu jener Zeit auch schon als Militärflugzeuge entwickelt und zunehmend verwendet wurden. Der einzige Typ, der dieser Abbildung halbwegs entspricht, wäre die italienische Savoia-Marchetti SM.75, die im November 1937 ihren Erstflug hatte. Eines der ersten dreimotorigen Verkehrsflugzeuge mit Einziehfahrwerk jener Zeit. Hier ein Bild dazu



Aber die Tragflächen der SM.75 sahen ganz anders aus und warum sollte gerade ein italienisches Flugzeug hier abgebildet werden? Passt alles auch wieder nicht.

Hier hatte wohl der Graphiker, der sich dieses Flugzeug ausdachte ein wenig seiner Fantasie freien Lauf gelassen und sich wohl auch von verschiedenen Eindrücken der Flugzeuge jener Zeit inspirieren lassen.

Also kein Typ bestimmbar, leider.

Trotzdem ein schöner Stempel.

Viele Grüße!
 
Jürgen Zalaszewski Am: 20.01.2026 17:10:01 Gelesen: 1431# 33 @  
@ ArGe Motiv Luftfahrt [#32]

Hallo,

Danke für die interessanten Informationen, vielleicht kann uns Filunski noch mit einer Erklärung eine Flugzeugtype nennen.

Ich bin eher auch von einem Phantasie-Flugzeug ausgegangen.

Viele Grüße

Jürgen
 
Reini46 Am: 20.01.2026 17:39:56 Gelesen: 1420# 34 @  
Hallo,



Ein früher Transatlantikflug aus Canada vom 15.August 1939, die Briefrückseite ist leer.

Der 2 sprachige Flugpostwerbestempel

SAVE TIME USE AIRMAIL
EPARGNE DU TEMPS UTILISEZ LA POSTE ARIENNE

von Montreal ist abgeschlagen.



Brief vom 20.3.28 von Medellin nach Wien. Der Brief wurde durch die Scadta nach Baraquilla befördert, deshalb auch rückseitig der Werbestempel

Kolumbianische Luftpost
10 Tage Zeitgewinn!
Tarif und Annahme
durch jedes Postamt

Grüße

Reini46
 
epem7081 Am: 21.01.2026 12:30:49 Gelesen: 1368# 35 @  
Hallo zusammen

ergänzend zu meiner deutschsprachigen Luftpostwerbung aus der Schweiz in [#21] hier die französischsprachige Version aus GENEVE 1 / EXP.LETTRES vom 15.7.1954: La POSTE / AÉRIENNE / pour l'ETRANGER / est sûre et rapide.



Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
Shinokuma Am: 23.01.2026 17:53:54 Gelesen: 1281# 36 @  
@ Jürgen Zalaszewski [#31]

Hallo Jürgen,

diese Luftpost-Maschinenwerbestempel mit der Abbildung eines Flugzeugs in den Wolken und der Fraktur-Inschrift "Benutzt die Luftpost" gab es natürlich auch in anderen Städten.

Aber offensichtlich mit unterschiedlichen Flugzeugtypen.

Nachstehend ein Exemplar aus Düsseldorf auf einer leider gelochten Postkarte vom Rheinischen Dampfkessel-Ueberwachungs-Verein.



Mit herzlichen Grüßen

Gunther
 
filunski Am: 24.01.2026 11:41:33 Gelesen: 1250# 37 @  
@ Shinokuma [#36]

"Aber offensichtlich mit unterschiedlichen Flugzeugtypen."

Hallo Gunther und alle die es interessiert,

ja, du hast Recht und nicht nur das, sondern sogar das gleiche Flugzeug in unterschiedlicher Darstellung.

Du zeigst den Maschinenserienstempel (MS) Bo(chmann)72 und hier mit dem Flugzeug in leicht abgewandelter Form der MS Bo105 aus Breslau:



Markantester Unterschied ist die Tragflächenspitze.

Schon vorher gab es dem MS Bo71, ebenfalls Flugzeug vor Wolke, hier aus Bad Warmbrunn:



Deutlich erkennbar ein ganz anderes Flugzeug, oben ein Hochdecker, hier ein Tiefdecker.

Die beiden MS Bo71 und 72 gab es auch zusammen in einem Stempel. Sylbe-Maschinenbandstempel, wie hier aus Mannheim:



So, um was für Flugzeuge handelt es sich hier?

Die von vielen immer wieder gerne vermutete "Tante Ju", Junkers Ju 52, ist mal wieder nicht dabei, auch nicht beim MS Bo71. Beim Bo71 sehen wir ein bekanntes Verkehrsflugzeug jener Zeit, ebenfalls aus der Produktion der Junkers-Werke, die dreimotorige Junkers G-24.



Sieht unserer „Tante Ju“ schon sehr ähnlich. Die Junkers G-24 wurde ursprünglich, wegen der Beschränkungen für den deutschen Flugzeugbau durch den Versailler Vertrag, als einmotorige G-23 gebaut. Dann aber zur Umgehung des Versailler Vertrags, nach Schweden ausgeflogen und auf drei stärkere Motoren umgerüstet.

Auf MS Bo72 und 105 sehen wir den Hochdecker, eines der ersten "luxuriöseren" Verkehrsflugzeuge der damaligen Luft Hansa, die Rohrbach Ro VIII Roland der Berliner Rohrbach Metallflugzeugbau GmbH (Bildquelle Lufthansaarchiv):



Das alles und noch viel mehr kann man übrigens hier [1] nachlesen:



Viele Grüße,
Peter

[1] Gildebrief Ausgabe 267 vom Feb. 2022 der Poststempelgilde e.V.
 
Stefan1975 Am: 24.01.2026 12:58:17 Gelesen: 1239# 38 @  
Hier ein Werbestempel aus Wien, der 1937-1938 in Verwendung war: BENÜTZET DIE // FLUGPOST


 
Jürgen Zalaszewski Am: 28.01.2026 15:10:07 Gelesen: 1170# 39 @  
@ Shinokuma [#36]
@ filunski [#37]

Hallo zusammen,
lieber Gunther,

natürlich ist mir bekannt, dass der Stempel um den es hier geht, in mehreren Städten zum Einsatz kam. Das trifft auch auf den Stempel zu, der im Beitrag von filunski mit der Bochmann-Nr. 71 vorgestellt wurde. Im Jahre 1927 startete die Reichspost wohl eine Großoffensive in Sachen Luftpostnutzung und so wurden beide Stempel, sogar in der Betriebsart K, bei der beide Textfelder in einem Bandstempel abgedruckt wurde, in über einhundert Städten verwendet.

Obwohl 99 Jahre vergangen sind, fehlt heute immer noch bei einigen Städten der Nachweis darüber, dass dieser Stempel auch dort wirklich zum Einsatz kamen. Vielleicht kannst du oder ein anderer Leser der Philaseiten hier helfen. Wie ich an anderer Stelle in diesem Forum bereits schrieb, bearbeite ich für die Poststempelgilde den Band 1501, Bochmann-Katalog, Maschinen-Serienstempel des Deutschen Reiches, neu und bin über jede Zusatzinformation oder unbekannten Verwendungsort dankbar.

Es geht speziell um diese Verwendungsorte:

Bo MS 71: Eschwege, Fürth, Hanau, Oberlangenbielau und Schwabach.

Bei Bo Ms 72 fehlen Nachweise von: Aue, Crimmitschau, Düren, Hanau, Insterburg, Luckenwalde, Orsoy, Solingen und Stolzenau.

Erst wenn Scans, Kopien oder besser Belege vorliegen, ist damit der Verwendungsort belegt und eine Aufnahme in den Katalog kann dann erfolgen.

Vielen Dank für die Mitarbeit.

Freundliche Grüße

Jürgen
 
iholymoses Am: 28.01.2026 17:34:56 Gelesen: 1160# 40 @  
Dieses Motiv ist auch noch nicht gezeigt worden:



Der Flugzeugtyp ist eher ein Segler.

Stempeldatum 1 9 34 - schlecht lesbar.

Schöne Grüße,
Reinhard
 
filunski Am: 28.01.2026 20:58:42 Gelesen: 1139# 41 @  
@ iholymoses [#40]

"Der Flugzeugtyp ist eher ein Segler..."

Hallo Reinhard,

du zeigst hier einen sehr interessanten und vor allem abwechslungsreichen Maschinenserienstempel den Bo MS114.

Doch zuerst zu "Segler". Die Segelflugeigenschaften dieses Flugzeugs sind nur unwesentlich besser als die eines Möbelwagens und ohne einen starken Motor geht da nichts. ;-) Der Typ ist sehr genau bestimmbar, es handelt sich um ein Flugzeug aus dem Hause der Junkers-Werke, im Jahre 1919 ein Welterfolg, wie er keinem anderen Flugzeug zuvor beschieden war. Es handelt sich hier um die Junkers F 13, liebevoll auch „Blechesel“ genannt. Ihr kennt das Flugzeug alle von einer Marke der Deutschen Bundespost (MiNr. 1522), hier auf einer Maximumkarte zu sehen:



Den Stempel gab es in vielen Orten und man kann grundsätzlich zwei Typen unterscheiden, hier Typ I auf einem schönen Handroller aus Leipzig:



Typ II hier auf einem Maschinenhalbstempel aus Dresden:



Einer der markantesten Unterschiede markiert durch die rote Umrandung.

Es gibt davon aber noch zig weitere kleine Abweichungen, von Ort zu Ort oft unterschiedlich. Der Gildefreund Hueske hat dazu mal eine sehr interessante und umfangreiche Untersuchung erstellt. Diese Unterschiede belegen auch sehr deutlich, was Jürgen bereits hier [1] beschrieben hat. Die verschiedenen Werbeeinsätze wurden unterschiedlich angefertigt und verteilt.

Also auch heute noch ein reichhaltiges Feld für Entdeckungen!

Viele Grüße,
Peter

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=383366
 
Quincy Am: 29.01.2026 17:01:47 Gelesen: 1091# 42 @  
Wesentlich länger als die Billigfluglinie Ryanair existiert in Irland die Fluglinie Aer Lingus. Schon seit den 1950er Jahren gibt es für sie immer wieder Werbestempel, so z.B. der gezeigte von Bray (irisch: Brí Chulann) vom 6. Juli 1953. Die Küstenstadt Bray an der Irischen See liegt nur ca. 15 km südlich von Dublin im County Wicklow.



Gruß
Hans-Jürgen
 
filunski Am: 29.01.2026 20:14:45 Gelesen: 1072# 43 @  
@ Quincy [#42]

Hallo Hans-Jürgen,

schöner Stempel und gut beschrieben. Hat nur leider nichts mit dem Thema zu tun "Werbung für die Luftpost".

Viele Grüße,
Peter

PS: du kannst ihn aber gerne in die Stempeldatenbank einstellen.
 
Jürgen Zalaszewski Am: 03.02.2026 18:43:07 Gelesen: 986# 44 @  
Hallo zusammen,

bevor dieses Thema im hinteren Bereich des Forums "entfleucht", hier noch ein schöner Maschinen-Stempel, der in Saarbrücken beim Postamt 2 für die Benutzung der Luftpost wirbt.



Für Motivfans: Hier dürfte wieder das Modell Rohrbach Ro VIII Roland Modell gestanden haben. Oder?

Viele Grüße

Jürgen
 
DERMZ Am: 15.02.2026 03:12:31 Gelesen: 788# 45 @  
Guten Morgen,

auch in Frankreich wurde fleißig für die Benützung der Luftpost geworben:



22. September 1925 : UTILISEZ LA POSTE / AERIENNE / SE RENSEIGNER DANS / LES BUREAUX DE POSTE

Übersetzt: Nutzen Sie die Luftpost; erkundigen Sie sich bei Postämtern.

Mit besten Grüßen Olaf
 
Manne Am: 15.02.2026 12:34:17 Gelesen: 761# 46 @  
Hallo,

aus Basel ein Werbestempel vom 28.06.1928, benützet die Flugpost.



Gruß
Manne
 
DERMZ Am: 22.02.2026 06:15:59 Gelesen: 603# 47 @  
Guten Morgen,

1932 wurde in den Niederlanden ebenfalls für die Benützung der Luftpost geworben



AMSTERDAM CENTRAAL STATION - VERZEND PER / LUCHTPOST

Viele Grüße Olaf
 
DERMZ Am: 26.02.2026 07:08:34 Gelesen: 497# 48 @  
Guten Morgen,

es gibt/gab Brieftauben, die schwer zu tragen hatten - in der Schweiz flogen deutsche, franzöische und italienische an diversen Orten:



8200 KREUZLINGEN 1 / 8200 /// LUFTPOSTPAKETE / SCHNELL - ZUVERLÄSSIG



2300 LA CHAUX-DE-FONDS 1 / * * * /// LE COLIS POSTAL-AVION / SÛR ET RAPIDE



6612 ASCONA / * * * /// PACCO POSTALE AEREO / RAPIDO E SICURO

Viele Grüße Olaf
 
Jürgen Zalaszewski Am: 26.02.2026 22:59:24 Gelesen: 455# 49 @  
Hallo zusammen,

mit diesem Stempel macht die Reichspost fleißig Werbung für ihre Fluglinien nach Südamerika. Der Stempel wurde ab Januar 1936 eingesetzt und ist bis 1940 nachweisbar.



Viele Grüße

Jürgen
 
Angelika Am: 28.02.2026 18:31:53 Gelesen: 384# 50 @  
Guten Abend

ein Stempel, dieses mal aus Frankfurt (Main)
Luftpost bringt Zeitgewinn



und einer aus Stuttgart
Deutsche Luftpost 250 mal über den Südatlantik



Viele Grüße
Angelika
 
epem7081 Am: 01.03.2026 09:21:13 Gelesen: 249# 51 @  
Hallo zusammen,

bei diesem Kartengruß vom 10.8.1934 aus VULPERA / GRAUBÜNDEN wurde am Versandort kein Hinweis auf eine geforderte Luftpostbeförderung vorgegeben. Die Kennzeichnung am Ankunftsort mit dem Stempel "MIT LUFTPOST BEFÖRDERT / LUFTPOSTAMT / BERLIN C 2" scheint mir deshalb auch einen eher werbenden Charakter zu haben.



Mit frühlingswerbenden
freundlichen Grüßen
Edwin
 

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