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Thema: Motiv Eisenbahnen
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Seku Am: 16.01.2026 10:49:43 Gelesen: 44589# 4054 @  
@ [#866]

Zum 75. Jubiläum im Jahr 1987 erschien dieser Schmuckumschlag mit gleich drei Jungfrau-Marken



Mi.-Nr. 1264, 1244 und 749

Ich wünsche ein schönes, sonniges Wochenende

Günther
 
Seku Am: 17.01.2026 16:24:06 Gelesen: 43954# 4055 @  
Hier ein aktueller Absenderfreistempel aus Oberösterreich :



Die Firma Stern & Hafferl mit Sitz in Gmunden im oberösterreichischen Salzkammergut betreibt etliche Bahnlinien [1] und einen Güterverkehr [2] auf dem gesamten österreichischen Netz.

Ich wünsche einen schönen Sonntag

Günther

[1] https://www.stern-verkehr.at/bahnen/
[2] https://www.stern-verkehr.at/bahnen/gueterverkehr/
 
skribent Am: 21.01.2026 19:46:00 Gelesen: 41473# 4056 @  
Guten Abend,

heute ein Grenada-PWZ mit der Abbildung einer Dampflokomotive vom Patentee-Typ, die im Jahre 1838 bei R. Stephenson & Co. in Newcastle gebaut und an die Kaiser-Ferdinand-Nordbahn in Österreich (KFNB) geliefert wurde.



Mi.-Nr.: 2345

Die erste Personenzuglokomotive mit der Achsanordnung 1A1-n2, bei der die zweite Laufachse hinter dem Stehkessel gelagert war, lieferte R. Stephenson & Co. in 1837 an die KFNB. Sie trug den Namen Vindobona und arbeitete bei der KFNB so erfolgreich, dass die Gesellschaft vier typgleiche Maschinen bestellte. Diese kamen Ende 1838 in Einzelteile zerlegt per Schiff im Hafen von Triest an. An Ort und Stelle wurden sie zusammengebaut um dann auf dem Schienenweg zu ihren neuen"Arbeitgeber" gefahren zu werden.

Die Loks trugen die Namen Jupiter, Gigant, Concordia und Bruna. Die Loks waren 5,74 m lang, hatten ein Reibungs- und Betriebsgewicht von 5.7 Mp bzw. 14 Mp und erreichten eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h. Alle vier Maschinen waren bis 1855 ausgemustert und verschrottet.

'Nen angenehmen Abend wünscht Franz.
 
skribent Am: 26.01.2026 13:18:36 Gelesen: 38833# 4057 @  
Guten Tag,

es gibt immer noch ein paar von den ganz alten Loks auf PWZ von Grenada. Hier die Mi.-Nr.: 2339



Abgebildet ist die Dampflokomotive Planet von der Liverpool & Manchester Railway.

Kurz nach der Eröffnung der Liverpool-Manchester Eisenbahn wurde die Dampflokomotive Nr. 9 Planet der L&MR als Prototyp einer neuen Lokgeneration der Gesellschaft übergeben. Die Bauart war während ihrer Entstehung eine der erfolgreichen Loktypen, neigte aber wegen ihrer überhängenden Feuerung zu einer unruhigen Fahrweise, die bei höherer Geschwindigkeit sogar zu Entgleisungen führen konnte.

Die Nr. 9 wurde 1830 bei R. Stephenson & Co. in Newcastle mit einem Fahrgestell mit der Achsfolge 1A-n2 für die Spurweite 1.435 mm gebaut. Die Maschine hatte eine Länge über Puffer von 7,08 m, mit einem Reibungs- und Betriebsgewicht von 5 bzw 8 Mp. Durch den großen Treibraddurchmesser von 1.575 mm erreichte die Maschine eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.

Bis 1833 wurden aus Newcastle insgesamt 18 Maschinen vom Typ "Planet" an die L&MR geliefert, davon 14 mit der Achsfolge 1A (ungekuppelt) und 4 mit der Achsfolge b (gekuppelt). Der Planet-Typ fand später bei vielen Eisenbahngesellschaften auf der Welt eine beachtliche Verbreitung. Der unglaublich technische Erfolg mit der Anbringung der vorn liegenden Zylinder wurde später bei 99% aller auf der Welt gebauten Lokomotivtypen bis zum Ende des Dampflokzeitalters, mit wenigen Ausnahmen, beibehalten. Leider blieb kein Exemplar vom Planet-Typ, trotz der großen gebauten Stückzahl, im Oroginal erhalten.

Ein Modell der "Planet" findet man im Science Museum in Kensington. Lokomotiven dieser Bauart wurden bei Stephenson bis etwa 1834 gebaut. Danach folgte die Ära des Patentee-Typ mit der Achsfolge 1A1, bei dem gegenüber dem "Planet-Typ" eine zusätzlich eingebaute Laufachse für Stabilität sorgte.

Noch einen schön Tag wünscht
Franz
 
skribent Am: 30.01.2026 19:34:28 Gelesen: 35994# 4058 @  
Guten Abend,

abgebildet auf dem PWZ von Grenada mit der Mi.-Nr.2351 ist die Dampflokomotive Nr. 25 mit Namen Derwent von der Stockton & Darlington Railway.



Die Dampflokomotive Derwent stellte in ihrer Bauart eine verbesserte Variante der von Hackworth 1827 gebauten Lokomotive Royal George dar. Seine Idee war es, bei der Neukonstruktion die Treibachsen mit Kuppelstangen zu verbinden, um das Reibungsgewicht der Maschine wesentlich zu erhöhen. Die Lage der schräg sitzenden Zylinder wurde von der Stephensonschen Lokomotive Rocket übernommen. Eine baugleiche Maschine war zum Beispiel die an die Albion Railway in Kanada gelieferte Samson.

Gebaut wurde die Maschine 1839 von der Fa. Alfred Kitching & Co. in Darlington, sie bekam ein Fahrwerk mit der Achsfolge C-n2 für die Spurweite 1.435 mm. Sie war 6,50 m lang über die Puffer, brachte ein Betriebsgewicht von 17 Mp auf die Schienen und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h.

Eine weitere Verbesserung stellte das von Hackworth eingebaute lange Rauchrohr dar, das als Schleife angelegt durch den Kessel führte. Seine wirksame Länge wurde damit verdoppelt und damit auch die Einwirkung der heißen Verbrennungsgase auf das Kesselwasser ausgedehnt. Die Verwendung der Rauchrohrschleife bedingte allerdings die Anordnung der Feuerbüchse und des Kamins am gleichen Ende der Lokomotive.

Das war der Grund, zwei Tender an die Lokomotive zu koppeln, einen voraus laufenden mit dem Kohlenvorrat und dem Arbeitsplatz für den Heizer und einen nachlaufenden Tender mit dem Wasserbehälter und dem Führerstand. Einige Lokomotiven dieser Bauart standen bei der Stockton & Darlington Railway noch bis 1875 im Einsatz.

Ein geruhsames Wochenende wünscht
Franz.
 
skribent Am: 02.02.2026 10:36:18 Gelesen: 34324# 4059 @  
Guten Tag,

die Dampflokomotive Lafayette war die erste von acht typgleichen Maschinen, die in die Eisenbahngeschichte als sogenannter "Norris-Typ" eingingen. William Norris, von Beruf Tuchhändler, machte sich seinerzeit mit Oberst Stephen Long selbstständig. Beide gründeten zusammen eine Maschinenfabrik, in der auch Lokomotiven gebaut werden sollten. Die Lafayette war die erste Lokomotive, welche die Fabrikhalle der neu gegründeten Norris-Werke verließ. Bis 1837 hatten sie sieben Lokomotiven der Bauart Norris produziert. Die Lokomotive Lafayette war für die Baltimore & Ohio-Railroad bestimmt.

Die Werke W. Norris hatten ihren Sitz in Philadelphia und die Lafayette wurde 1837 fertiggestellt mit einem Fahrwerk, dass die Achsfolge 2'A-n2 für die Spurweite 1.435 mm hatte, bei einer Länge über Puffer mit Tender von 9,25 m und einem Reibungs- bzw. Betriebsgewicht von 13,6 Mp / 20 Mp, mit einem Treibrad mit dem Durchmesser 1.219 mm eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h erreichte.



Grenada - Mi.-Nr.: 2347

Da dieser Lokomotivtyp sehr erfolgreich war, setzte sich der Norris-Typ später weltweit bei vielen Bahngesellschaften durch. Die erste für den Export bestimmte Lokomotive wurde nach Österreich geliefert. Sie trug den Namen Philadelphia. Der Norris-Typ wurde später von fast allen namhaften europäischen Lokherstellern in Lizenz nachgebaut. 1941 baute man in den USA nach alten Bauplänen eine Norris-Lokomotive dieser Art in Originalgröße nach. Dieser betriebsbereite Nachbau befand sich um die Jahrtausendwende im Besitz der Tallulah Falls Railway im Norden des Staates Georgia (USA) und wird heute vielleicht noch zu nostalgischen Fahrten eingesetzt.

'Nen schönen Tag wünscht
Franz.
 
Seku Am: 02.02.2026 20:50:46 Gelesen: 34133# 4060 @  
Estland 2024: 100 Jahre elektrische Zugförderung.



Erste elektrischer Triebwagen der Strecke zwischen dem Baltischen Bahnhof in Tallinn und Pääsküla - Elektrischer Triebzug für Vorortverkehr der SŽD-Baureihe ЭР9 - Regional-Triebzug FLIRT von Stadler.

Mi.-Nr. Block 62

Ich wünsche einen schönen Wochenanfang

Günther
 
skribent Am: 04.02.2026 19:42:30 Gelesen: 32448# 4061 @  
Guten Abend,

ein paar PWZ von Grenada zu dem zeitlichen Anlass gibt es noch.

Heute ist es die Mi.-Nr.. 2352.



Die Dampflokomotive Bets war eine Konstruktion von John Haswell, damaliger Diektor der Wien-Gloggnitzer Eisenbahn. Haswell war bestrebt, die Nachteile der Maschinen mit der Achsfolge 2'A (Philadelphia-Gattung), die im gleichen Jahr von Cockerill an die Centraleisenbahn geliefert wurden, zu beheben, indem er die Achslast des Treibradpaares auf die übrigen Achsen zu verteilen versuchte. Hierbei wurde der bisherige unruhige Lauf der Maschinen verringert. Der schwere Stehkessel wies bei der Bets, gegenüber den von Cockerell gelieferten Maschinen , eine Gewichtsverringerung auf.

Die in der Wiener Gloggnitzer Maschinenfabrik gebaute Lok mit der Nr. 70 verließ 1846 die Werkhalle. Sie verfügte über ein Fahrwerk mit der Achsfolge 1A1-n2 für die Spurweite 1.435 mm. Die Länge über Puffer betrug ca. 6,00 m, das Betriebsgewicht betrug 27 Mp und mit einem Treibraddurchmesser von 1.738 mm erreichte die Maschine eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h.

Eine wesentliche Neuerung gegenüber der ersten an die Ungarische Zentraleisenbahn gelieferten Machine aus dem Jahre 1842 (erste Generation) war das Weglassen der unversteift gewölbten Stehkesseldecke und statt dieser die Anwendung einer etwas höher als der Langkessel gelegenen halbzylindrischen Decke. Bei einigen Maschinen mit der gewölbten Decke kam es in Österreich zu mehreren Kesselexplosionen. Aus Sicherheitsgründen ließ Haswell in der Mitte des Langkessels einen Dampfdom mit einem Sicherheitsventil anbringen, das wesentlich zur Sicherheit des Personals beitrug. Eingesetzt wurde die Bets auf dem am 15. Juli 1846 eröffneten Teilstück der Ungarischen "Centraleisenbahn" zwischen den Stadten Pest und Vac.

Mit vielen Grüßen
Franz.
 
skribent Am: 06.02.2026 19:52:05 Gelesen: 30375# 4062 @  
Guten Abend,

die auf dem PWZ von Grenada mit der Mi.-Nr. 2337 abgebildete und relativ bekannte Dampflokomotive "Royal George" wurde 1827 unter der Regie von Timothy Hackworth, der von 1786 bis 1850 als Maschineningeneieur bei der Stockton & Darlington Railway beschäftigt war, gebaut.



Sie weist in ihrer Bauart eine interessante Entstehungsgeschichte auf und wurde in der bahneigenen Werkstatt in Shildon gebaut. Für den Bau wurden Teile einer Lokomotive verwendet, die ursprünglich ein Robert Wilson aus Gateshead bauen ließ.

Es handelte sich dabei um die Lokomotive "Chittaprat", die Hackworth preiswert erwerben konnte. Diese Lokomotive war mit ihrer Technik sehr fortschrittlich ausgelegt, denn sie verfügte bereits über vier Zylinder und einen langen Kessel, war aber für den Dienst-Einsatz völlig ungeeignet. Da Hackworth zu den langjährigen Mitarbeitern von George Stephenson zählte, erhielt die Lokomotive zu Ehren Stephensons den Namen "Royal George".

Die Lok erhielt ein Fahrwerk mit der Achsfolge C-n2 für die Spurweite 1.435 mm und hatte ein Betriebsgewicht von ca. 6 Mp. Die Maschine war ohne Tender ca. 7,00 m lang und erreichte mit seinem Treibraddurchmesser von 1.219 mm eine Höchstgeschwindigkeit von 8 km/h. Die durch den Umbau mit einer verbesserten Technik versehene "Royal George" erhielt bei der S&DR die Betriebsnummer 5 und mit der Achsfolge "C" entstand mit ihr der erste Dreikuppler der Welt. Die Maschine konnte mit ihrer Höchstgeschwindigkeit auch eine Anhängelast von 130 Tonnen bewegen und war den bisher bei der S&DR eingesetzten Lokomotiven deutlich überlegen.

Das Original blieb der Nachwelt leider nicht erhalten, aber ein Modell befindet sich im Science Museum in Kensington.

Das war's - angenehmen Abend, Franz.
 
Seku Am: 07.02.2026 16:03:03 Gelesen: 29387# 4063 @  
Von der ersten in Deutschland gebauten funktionstüchtigen Dampflokomotive SAXONIA sahen wir im Thema schon etliche Beiträge. Hier ein Umschlag mit gleich vier verschiedenen Stempeln.



Ich wünsche ein schönes Wochenende

Günther
 
becker04 Am: 08.02.2026 08:40:49 Gelesen: 28426# 4064 @  
Guten Morgen,

von mir heute ein Stempel aus Dillenburg, der hier noch nicht zu sehen war. Abgebildet die Frontansicht einer Dampflok und verwendet Ende April/Anfang Mai 1972, Thema "Abschied vom Dampfbetrieb beim Bahnbetriebswerk".



MfG
Klaus
 
Seku Am: 08.02.2026 19:31:43 Gelesen: 28055# 4065 @  
@ wajdz [#2465]

Aus gleichem Anlass war diese Marke erschienen. Hier mit Ersttagsabstempelung auf einer Maxikarte. Die zeigt einen elektrischen Fernverkehrszug der Reihe RENFE 444



Mi.-Nr. 2556

Übersicht mit KI: Die RENFE-Reihe 444 umfasst elektrische Triebzüge, die ab 1980 als erste dezidierte „Intercity“-Züge in Spanien verkehrten. Sie wurden für den hochwertigen Tagesfernverkehr, insbesondere auf der Strecke Madrid-Valencia, konzipiert.

Ich wünsche einen schönen Wochenbeginn

Günther

KI kann Fehler enthalten ! <--- Hinweis muss baw bei jedem KI Zitat hinzugefügt werden (Die Redaktion).
 
skribent Am: 08.02.2026 20:02:18 Gelesen: 28020# 4066 @  
Guten Abend,

und noch 'ne Grenada-PWZ!



Die Abbildung auf der Mi.-Nr.: 2340 zeigt die Dampflokomotive Old Ironside von der Philadelphia, Germantown & Norristown Railroad, die 1831 gebaut wurde.

Matthias W. Baldwin (1795-1866), Gründer einer der größten Lokomotivfabriken in den USA, war der Konstrukteur und Erbauer der Old Ironside. Wie 1889 in Deutschland die erste elektrische von Werner Siemens gebaute Lokomotive auf einem kreisförmigen Gleis ihre Runden drehte, geschah etwas Ähnliches in den USA mit der von Baldwin gebauten Dampflokomotive, die in Philadelphia auf einen Schienenkreis gesetzt wurde, der um das Peale Museum herum führte. Sie war praktisch die Urlokomotive von den 75-Tausend bis 1955 gebauten Lokomotiven, die in den 1831 gegründeten Baldwin-Werken entstanden sind.

Die Lokomotive hatte ein Fahrwerk mit der Achsfolge 1A-n2 für die Spurweite 1.435 mm. Mit ihrem Betriebsgewicht von 4,9 Mp und ihrer Länge von 7,00 m und dem Treibrad d=1.372 mm erreichte die Maschine eine Höchstgeschwindigkeit von 35 km/h.

Sichtlich beeindruckt waren die Verantwortlichen der neu gegründeten Philadelphia, Germantown & Norristown Railroad von dieser Lokomotive, die im Auftrag dieser Gesellschaft von Baldwin in knapp sechs Monaten entstand. Man gab der Lokomotive den Namen Old Ironside. Den Namen hatte Bildwin den "gepanzerten Reitern" aus der Novelle von Oliver Cromwell entnommen. Die Lokomotive soll sich 20 Jahre im Einsatz befunden haben. Das Original blieb nicht erhalten, aber es existiert ein Modell.

Und für alle einen angenehmen Wochenbeginn wünscht
Franz.
 
Seku Am: 09.02.2026 04:36:42 Gelesen: 27774# 4067 @  
@ [#4065]

Zitat: KI kann Fehler enthalten !

Ebenso wie auch Wikipedia. In diesem Fall war die "Übersicht mit KI" verglichen worden mit der Darstellung aus dem spanischen Wikipedia. Man könnte ja den Hinweis auf KI und Wikipedia in Zukunft ganz weglassen, wie es schon häufig praktiziert wird,

meint Günther
 
Seku Am: 10.02.2026 05:48:24 Gelesen: 26982# 4068 @  
@ skribent [#2839]

Guten Morgen in die Runde,

hier im Thema sahen wir in letzter Zeit so viele Marken aus Grenada in der Karibischen See. Das macht neugierig. So suchte ich mal die Seiten hier nach weiteren Abbildungen durch und stieß auf einen Block, der eine Frage offen lässt: Unter welcher Burg fährt hier die badische Lokomotive vorbei ? Die Antwort wurde hier [1] gegeben.

Ich wünsche einen schönen Tag

Günther

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?PR=250846
 
skribent Am: 10.02.2026 17:06:42 Gelesen: 26511# 4069 @  
Guten Tag,

einige wenige Grenada-PWZ habe ich noch vorzustellen!

Heute eins mit der Michel-Nummer 2343 auf dem die Dampflokomotive North Star abgebildet ist, die 1837 bei R. Stephenson & Co. in Newcastle gebaut wurde.



Die Maschine war unter der Fabriknummer 150 ursprünglich für die New Orleans Railroad gebaut, das Geschäft kam aber wegen mangelnder Finanzierungsmöglichkeit nicht zustande.

Die Maschine wurde dann der Great Western Railway angeboten und verkauft, es musste aber vorher das Fahrwerk für die Achsfolge 1A1-n2 und für die Spurweite 2.134 mm (Breitspur) geändert werden. Die North Star war ohne Tender über die Puffer 6,96 m lang, hatte ein Reibungsgewicht von 9,8 Mp und Betriebsgewicht mit Tender von 26,9 Mp. Mit einem Treibrad, das einen Durchmesser von 2.134 mm aufwies, erreichte die Maschine eine Höchstgeschwindigkeit von 72 km/h.

Dieser Lokomotivtyp war bei der GWR die erste Standardausführung und sie wurde mit Stolz als "Star Class" in den Fahrzeugpark der Gesellschaft eingereiht. Bei der GWR war man mit der Maschine so zufrieden, dass bis 1841 weitere 11 Fahrzeuge dieses Typs gekauft wurden. Die Loks waren zuverlässig und bei den Lokführern sehr beliebt.

1854 erhielt die North Star einen neuen Kessel und etwas größere Zylinder. So war sie bis 1871 im Einsatz und wurde dann ausgemustert. Ein Nachbau der North Star kam in das GWR-Museum in Swindon, das damals noch in einer kleinen Kirche untergebracht war.

1906 wurde in den bahneigenen Werkstätten der GWR eine neue [I]North Star
gebaut, allerdings nun für die Normalspur und für die Achsfolge 2'B1' zum sogenannten "Atlantik-Typ". Später wurde diese Maschine umgebaut zur Achsfolge 2'C-h4 und danach der GWR-Class 4.000 zugeordnet.

Einen ruhigen Tagesausklang wünscht
Franz.
 
Seku Am: 10.02.2026 20:24:32 Gelesen: 26379# 4070 @  
Fudschaira 1969: Verschiedene Lokomotiven aus unterschiedlichen Ländern und Epochen





Mi.-Nr. 333 - 340

Ich wünsche einen schönen Abend

Günther
 
skribent Am: 14.02.2026 20:09:58 Gelesen: 20999# 4071 @  
Guten Abend,

mit der Mi.-Nr.: 2348 wieder ein PWZ von Grenada mit einer Abbildung der Dampflokomotive Centaur von der GWR.



Lokomotiven der so genannten "Fire Fly Class" entstanden zwischen 1840 und 1842 bei sieben verschiedenen englischen Lokomotivherstellern. Konstrukteur dieser Breitspurloks war der bedeutende Chefingenieur Daniel Gooch, der seit 1837 Leiter der Fahrzeugbeschaffungsabteilung bei der Great Western Railway war. Insgesamt entstanden 62 Maschinen dieser Klasse, von denen aber nur die ersten sechs gebauten Exemplare das Wort "Fire" in ihrem namen trugen.

Die Maschinen erhielten alle einen dreiachsigen Tender, in dem das Brennmaterial Koks mitgeführt wurde. Die Centaur entstand 1841 unter der Fabriknummer 32 bei der Fa. Nasmith, Gaskell & Co. in Manchester, sie hatte ein Fahrwerk mit der Achsfolge 1A1-n2 für die Spurweite 2.134 mm und eine Länge über Puffer mit Tender von 11,99 m. Das Betriebsgewicht mit Tender betrug 42 Mp und mit ihrem Treibrad, das einen d= 2.134 mm hatte, erreichte die Lok eine Höchstgeschwindigkeit von 93 km/h.

Die Lok Centaur war eine Maschine aus einer Bauserie von 16 baugleichen Fahrzeugen und alle trugen Namen wie: Phoenix, Pegasus, Pollux, Achilles usw.

Einige davon wurden zwischen 1855 und 1865 umgebaut, aber keine von ihnen befand sich noch im Einsatz, als das Breitspurnetz der GWR 1892 auf Normalspur umgenagelt wurde.

Die letzte Maschine wurde, den Unterlagen gemäß, 1879 ausgemustert und verschrottet.

Einen angenehmen Abend wünscht
Franz.
 
Seku Am: 16.02.2026 19:18:17 Gelesen: 18471# 4072 @  
Rumänien 1941: Durch den anti-faschistischen Widerstandskämpfer Filimon Sarbu gesprengter Zug. Sarbu war Arbeiterführer und Mitglied der Kommunistischen Partei Rumäniens. Er wurde durch die rumänische Sicherheitspolizei verhaftet und hingerichtet.



Mi.-Nr. 852 von 1945

Ich wünsche einen schönen Abend

Günther
 
skribent Am: 16.02.2026 19:33:00 Gelesen: 18457# 4073 @  
Guten Abend,

das PWZ, das ich heute von Grenada zeige, ist bei Michel mit der Nummer 2349 gelistet.



Abgebildet auf dem PWZ ist die Lokomotive Lion, die im Jahre 1838 bei Todd, Kitson & Lairds in Leeds als erste Lokomotive überhaupt gebaut wurde. Das Fahrwerk hatte die Achsfolge B1'-n2 für die Spurweite 1.435 mm und hatte eine Länge über Puffer (mit Tender) von 10,29 m und ein Betriebsgewicht (ohne Tender) von 15,2 Mp. Die Maschine erreichte bei einem Versuch, mit ihrem Treibrad (d=1.524 mm), eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

Die Lion, gehörte zu einer Bauserie, deren Namensgebung aus der Tierwelt stammte und wurde an die Liverpool & Manchester Railway verkauft. Sie gehörte weltweit zu den Maschinen, die eine sehr lange Einsatzzeit vorweisen konnten. Nach 20-jähriger Dienstzeit, als 1859 die L&MR in die London & North Western Railway (LNWR) überrging, wurde sie von derselben an die Mersey Docks & Harbour Board verkauft. Hier wurde sie zuerst im Rangierbetrieb eingesetzt und anschließend diente sie bis 1920 als stationärer Dampflieferant.

1930 wurde sie in einem Lagerschuppen verstaubt und vor sich hin rostend wieder entdeckt. Sofort wurde sie nach den alten Plänen wieder restauriert und beriebsbereit aufgearbeitet. Mit der Lion, wurde das 100- und das 150-jährige Jubiläum der L&MR gefeiert. Sie war sogar der Star in dem britischen Spielfilm "Titfield Thunderbolt".

Dann wurde sie dem Merseyside County Museum in Liverpool als Schauobjekt überstellt.

'Nen schönen Abend wünscht - Franz!
 
Seku Am: 16.02.2026 20:16:29 Gelesen: 18406# 4074 @  
Kambodscha 1990 Die Südbahn-Strecke Phnom Penh - Kampong Som (auch Sihanoukville)



Mi.-Nr. 1166

Wikipedia weiß dazu u.a. folgendes: In Zusammenarbeit von Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China wurde das Projekt ab 1960 angegangen. Dabei wurden die technischen Parameter der bereits bestehenden kambodschanischen Nordbahn gewählt, vor allem also die Spurweite von 1000 mm. Zwischen Januar 1966 und Dezember 1969 wurde die eingleisige Strecke in drei aufeinander folgenden Abschnitten in Betrieb genommen.

Während der Herrschaft der Roten Khmer wurde der Eisenbahnbetrieb in Kambodscha eingestellt und die Eisenbahninfrastruktur beschädigt oder zerstört. Nach der Vertreibung der Roten Khmer 1979 begann in den achtziger Jahren die Wiederherstellung der Südbahn.


Ich wünsche einen schönen Abend

Günther
 
skribent Am: 18.02.2026 16:13:47 Gelesen: 16284# 4075 @  
Guten Tag!

In Liverpool gab es in den 1830er Jahren eine kleine Maschinenfabrik, die Edward Bury gehörte (später kamen Curtis & Kennedy dazu).

Burys erste, von ihm konstruierte Lokomotive war die "Liverpool", mit der er am berühmten Rainhill Wettrennen in 1829 teilnehmen wollte. Aber er konnte den gesetzten Meldetermin nicht einhalten, denn seine Maschine wurde nicht rechtzeitig fertig. Und so konnte er seine erste Lokomotive erst Ende 1830 an die Liverpool & Manchester Railway verkaufen.



Greanada - Mi.-Nr.: 2344

Bury - und auch seine Mitstreiter tüftelten an der Erstellung einer Schnellzug-Lokomotive, die dann 1837 seine Werkhalle verließ und den Namen Bury Nr. 1 bekam.

Die "Bury-Lokomotive" war in Barrenrahmenbauweise erstellt worden und besaß eine von ihm konstruierte und nach ihm benannte "Bury-Feuerung", die im unteren Teil die Form eines "D" hatte. Die Maschine hatte ein Fahrwerk mit der Achsfolge 1'A-n2 für die Spurweite 1.435 mm, hatte ein Reibungsgewicht von 5,7 Mp und ein Betriebsgewicht ohne Tender von 10 Mp. Ihre Länge über Puffer (mit Tender) betrug 8,17 m, der Treibraddurchmesser betrug 1.546 mm und damit erreichte die Lok eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h.

Von der für den Schnellzugdienst konzipierten Bauart konnten in der Zeit von 1837 bis 1841 58 Lokomotiven die Bury-Werkstatt verlassen und an die London & Birmingham Railway verkauft werden. Einige weitere Maschinen überquerten den Atlantik und landeten bei verschiedenen Bahngesellschaften in den Vereinigten Staaten, wo sich diese Bury-Bauart in weitaus größeren Stückzahlen verbreitete als in Großbritannien oder auch auf dem europäischen Kontinent.

1847 wurde der Bau von Lokomotiven bei der Fa. Bury, Curtis & Kennedy in Liverpool eingestellt. Nach "eigener" Aussage hatte er in den 12 vergangenen Jahren sehr viele Maschinen verkauft und genügend verdient. Der Markt für diese Bauart war aber noch längst nicht gesättigt - im Gegenteil, es bestand weiterhin großer Bedarf, so dass der Bau weiterer Lokomotiven dieser Bauart von der Fa. R. Stephenson wahrgenommen wurde.

MfG. - Franz.
 
Seku Am: 18.02.2026 19:32:32 Gelesen: 16153# 4076 @  
Simbabwe 1997: 100 Jahre Eisenbahn




Mi.-Nr. 605 – 610

Wikipedia schreibt zur Bahngeschichte u.a. folgendes: 1893 wurde die Bechuanaland Railway Company in London mit dem Ziel gegründet, eine Eisenbahnstrecke bis Victoria Falls zu errichten, 1897 die Mashonaland Railway Co. Ltd. (MRC) mit dem Ziel, eine Eisenbahn zwischen Salisbury (heute: Harare) und Umtali zu bauen und zu betreiben. Die Bechuanaland Railway Company wurde 1899 in Rhodesia Railways umbenannt.

Ich wünsche einen schönen Abend

Günther
 
skribent Am: 19.02.2026 12:15:22 Gelesen: 15545# 4077 @  
Guten Tag,

heute ein Block mit der Mi.-Nr.: 290 von Grenada, den ich mittig geteilt habe, denn im unteren Teil störte eine ungarische Dampflok, die 125 Jahre älter ist.

Wichtig ist, um zum Abschluss dieses Geschichtsteils aus den Anfängen des Schienenverkehrs zu kommen, die Maschinen aus der ersten Zeit zu berücksichtigen.



Grenada - Mi.-Nr.: 2358.

Abgebildet ist ein Zug der L&MR (Liverpool & Manchester Railway), dem die Dampflokomotive Nr. 14 von der L&MR vorgespannt ist.

Die Liverpool & Manchester Railway war zwar nicht die erste Eisenbahnlinie Englands, nahm aber ihren Betrieb am 15. September 1830 (ab dem 17.9.1830 fahrplanmässig) ohne Pferdebahnbetrieb auf, wie es noch bei der Stockton & Darlington Railway der Fall war. Auf der zwischen den beiden Städten Liverpool und Manchester gebauten Strecke wurden sofort "eiserne Pferde" auf die Schienen gesetzt, darunter auch Lokomotiven der Bauart Samson.

Die Jupiter mit der Betriebsnummer 14 war in ihrer Bauart eine Weiterentwicklung des zuvor gebauten Planet-Typs. Die Jupiter kam 1831 aus der Werkstatt von R. Stephenson & Co, Newcastle. Sie hatte ein Fahrwerk mit der Achsfolge B-n2 für die Spurweite 1.435 mm, hatte ein Betriebsgewicht von 9,6 Mp und war über die Puffer 6,00 m lang. Die Jupiter hatte ein Treibrad mit einem Durchmesser von 1.372 mm und erreichte damit eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/.

Da aber stärkere Lokomotiven benötigt wurden als der eben genannte Typ, entstanden Lokomotiven mit verstärkten Abmessungen. Um eine höhere Zugkraft zu erzielen, wurde das Reibungsgewicht erhöht, indem man beide Achsen miteinander kuppelte. Da die erste gebaute Maschine dieser Bauart auf den Namen "Samson" getauft wurde, nannte man die folgenden Maschinen Samson-Typ. Einige von ihnen sollen bis 1845 im Einsatz gestanden haben, als die L&MR als selbstständiges Unternehmen aufhörte zu existieren und durch die Fusion zur Grand Junction Railway wurde. Ein Jahr später wurde diese wiederum in die neu gegründete London & North Western Railway eingeordnet.

MfG. Franz.
 
Seku Am: 20.02.2026 05:22:50 Gelesen: 14923# 4078 @  
Sowjetunion 1982: 50 Jahre Elektrolokomotivenfabrik Dnipropetrowsk



Die Stadt liegt in der heutigen Ukraine und heißt jetzt Dnipro

Ich wünsche ein schönes Wochenende

Günther
 

Das Thema hat 4103 Beiträge:
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