Thema: Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia
briefmarkenwirbler24 Am: 14.04.2015 18:01:14 Gelesen: 253112# 389@  
@ Heinz 7 [#384]

Hallo Heinz,

ich finde es ebenso beeindruckend wie du, dass dieses Thema eine so große Resonanz aufweist. :)!

Ich möchte euch gerne eine neue Errungenschaft vorstellen:



Aufgegeben wurde der Brief am 13.Juni 1881 in Aarau und wurde adressiert nach Bremgarten, wo er noch am selbigen Tag ankam, siehe siegelseiten Ankuftsstempel.
Frankiert wurde dieser portogerecht mit 40 Rappen, die sich wie folgt zusammensetzten:

Laut dem Tarif vom 01.09.1876 ein Brief der 3. Gewichtsstufe, d.h. über 250g, im Fernrayon, für den 30 Rappen zu verkleben waren. Da es sich noch dazu um eine Nachnahme handelt, mussten, laut dem Tarif vom 01.08.1862, noch zusätzlich 10 Rappen für die Nachnahme-Gebühr verklebt werden, welche bei 7.90 Franken lag.

Wenn man das Porti von 30 Rappen und die Nachnahme/gebühr addiert, erhält man 8.20 Franken, die der Postbeamte vorderseitig mit Bläuel notierte. Zusätzlich wurden noch 70 Rappen notiert, welche aber keinen Einfluss auf die Taxierung hatten (vielleicht kann jemand entziffern wofür diese angedacht waren).

Verklebt wurde ein waagerechtes Paar der Zumstein 38, 10 Rappen rot, und Zumstein 32, 20 Rappen gelblichorange.

Entwertet wurden die Marken mustergültig mit dem eingefassten Stempel "AARAU,13.Juni.81,FAHRP.AUFG". Kann mir hier jemand etwas Näheres zu dem Stempel sagen, denn ich habe einen solchen vorher noch nicht beobachten können :whistling: !

Ich glaube, dass ein Brief der 3. GS als Nachnahem-Brief im Fernrayon verhältnismäßig selten ist (ich habe zumindest noch keinen vorher gesehen)!

Liebe Grüße

Kevin
 
Quelle: www.philaseiten.de
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