Thema: Einschreiben: Belege und Informationen
Journalist Am: 02.10.2015 13:18:48 Gelesen: 89835# 109@  
@ DL8AAM [#107]
@ Nachtreter [#108]

Hallo Thomas und Nachtreter,

zuerst einmal zum Produkt "Expresssendung" egal von wo nach wo - dies war früher der klassische Eilbrief. Heute ist es nur noch "Abzocke" der jeweiligen Postverwaltung, die dem Kunden vorgaukelt der Brief würde schneller unterwegs sein. In Wahrheit ist er genauso schnell oder sogar langsamer unterwegs, es kostet nur wesentlich mehr Geld als ein normaler Brief oder teilweise ein Einschreiben.

Angeboten wird von der jeweiligen Postverwaltung oft nur die angebliche schnelle Beförderung im eigenen Land und zumindest in manche Länder auch eine Sendungsverfolgung. Diese kann man aber in der Regel billiger haben, wenn man ein Einschreiben ins Ausland wählt. Dies wird genauso schnell bearbeitet und gescannt wie dieser "Expressbrief".

Außerdem muß dieser Expressbrief bei der Auswechslungsstelle zum anderen Land auch in einem extra Kartenschluß erfasst werden. Dies passiert beispielsweise bei Expressbriefen von Österreich nach Deutschland nicht, die Briefe werden dann als ganz normale Briefe weiter befördert. Dies wird dem österreichischen Absender aber in der Regel wissentlich verschwiegen. Man macht hier viel Geld mit einer mangelhaften oder gar keiner Dienstleistung.

Wenn man es wirklich schnell haben will, muß man heuzutage je nach Land EMS oder auch als Cronopost bekannt oder auch als Datapost bekannt oder als richtige Expresssendung bekannt - benutzen, die geht aber noch viel mehr ins Geld - hier wird aber zumindest auch eine entsprechende Dienstleistung angeboten und geliefert.

Ich kann daher nur jedem Kunden abraten, diese internationale Dienstleistung (die in Realität keine ist) in Anspruch zu nehmen, man wird nur geschröpft! - egal ob von der deutschen Post der österreichischen Post oder einer anderen Postverwaltung.

Einzig für den Portostufensammler kann es ansatzweise interessant sein.

2. Zum Umschlag selbst - den halte ich für eine Ganzsache

3. Zum deutschen Eingangslabel:

Das Label wird in Deutschland nur angebracht, wenn die ausländische Postverwaltung diese Sendungen auch in einem separaten Kartenschluß an Deutschland übergeben hat. Es dient einfach nur dazu, bei der Zustellung noch ein Scanevent zu produzieren, damit ansatzweise der Dienstleistung ein gewisser Service geboten wird (aber nur wenn der Brief wie erwähnt separat der Deutschen Post übergeben wurde !)

Bezüglich der Einwurflabel gibt es im Laufe der letzten Jahre auch schon einige Varianten. Diese werden gerade bearbeitet und sollen im nächsten Modern der Arge R + V-Zettel komplett vorgestellt werden.

Soweit für heute viele Grüße Jürgen
 
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