Thema: (?) (65) DDR: Dienstpost, ZKD-Post und drum herum
wajdz Am: 01.12.2015 20:14:02 Gelesen: 51638# 67@  
Ein abgeschlossenes Sammelgebiet mit allerlei Absonderlichkeiten, die in der Regel dem pathologischen Sicherheitsbedürfnis des herrschenden Systems geschuldet waren. Ideologischer Postkrieg, regulierter Tausch, Briefmarkensätze mit Sperrwerten und eine Post innerhalb der Post wären da zu beackern. Hier ein Beleg für den spezialisierten Sammler:

Zentraler Kurierdienst 1956–1960. Post innerhalb der Post, Aufwand ohne Ende

Basierend auf den durch postalische Einrichtungen gestützten Zentralen Kurierdienst ZKD des Ministeriums des Inneren wurden am 1. April 1956 die zentralen staatlichen Organe, Räte der Bezirke, Kreise, Städte, Stadtbezirke und Gemeinden, volkseigene Betrieben sowie staatliche Institutionen und Einrichtungen der Deutschen Versicherungsanstalt, der volkseigenen Güter und des volkseigenen Handels als Verwaltungspost A an den ZKD angeschlossen.

Die Briefsendungen (incl. Päckchen) ohne Zusatzleistungen waren mit besonderen Marken durch den Absender freizumachen. Aufgeliefert wurden die Sendungen beim Aufgabepostamt. Die Abholung beim Empfängerpostamt hatte an besonderen Schaltern durch Bevollmächtigte zu erfolgen. Die Sendungen wurden 30 Tage aufbewahrt, anschließend die Briefumschläge vernichtet.


@ volkimal [#66]

Gab es dazu eine Vorschrift?

Jeder Brief, der vom Zentralen Kurierdienst transportiert wurde, musste auf der Vorderseite und auf der Rückseite zwei Kontrollstempel haben. Waren diese vorhanden, galt der Brief als ordentlich zugestellt. Der Stempel auf der Vorderseite und ein Stempel auf der Rückseite wurden von der Kontrollstelle des Postamtes angebracht, bei der der Brief aufgegeben wurde. Der zweite Stempel auf der Rückseite wurde von der Kontrollstelle des Auslieferpostamtes angebracht. Die Stempelung erfolgt nur, wenn die Post entsprechend den Vorschriften aufgegeben und transportiert wurde. Briefe, die innerhalb eines Kreises oder einer Stadt transportiert wurden, hatten auf der Rückseite nur einen Stempel.



? MiNr Verwaltungspost A 7N



MfG Jürgen -wajdz-

[Redaktionell verschoben aus dem Thema "DDR: Belege aus dem Privat- und Wirtschaftsleben"]
 
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