Thema: Die Stempel der Tschechoslowakei und ihre Aptierungen
volkimal Am: 09.08.2016 14:07:26 Gelesen: 59545# 58@  
Hallo zusammen,

in einem Album fand ich gestern diese tschechische Portomarke mit einem weiterverwendeten ungarischen Stempel:



Es ist gar nicht so einfach, einen 16 Buchstaben langen Ortsnamen auf so wenig Platz unterzubringen.

Bei dem Versuch, den Ort zu bestimmen, hatte ich zuerst einige Probleme. Fündig wurde ich zuerst im RITTER, Geographisch-statistisches Lexikon von 1905: Handal-Bustyahäza, Dorf in Ungarn, Komitat Märamaros, Bezirk und Gerichtsbezirk Tecsö, 690 Einwohner, Telegraphenstation

Handalbustyaháza, heißt heute Buschtyno, ukrainisch Буштино. Es ist eine Siedlung städtischen Typs in der Karpatenukraine. Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte das Gebiet zur Tschechoslowakei. Im November 1938 erhielt die Karpatenukraine eine Autonomie innerhalb der föderalisierten Tschechoslowakei. Im März 1939 wurde das Gebiet von Ungarn vollständig besetzt und war bis 1944 Teil Ungarns (unter der Bezeichnung Kárpátalja), 1944 bis 1946 wieder vorübergehend Teil der Tschechoslowakei. 1946 wurde die Karpatenukraine vollständig an die Sowjetunion abgetreten und kam durch die Erklärung der Unabhängigkeit 1991 zur Ukraine.

Sehr schön ist dieser Link: https://issuu.com/csph/docs/carpatho-ukraine den Ort Handalbustyaháza findet ihr auf dieser Seite: https://issuu.com/csph/docs/carpatho-ukraine/102
Dort wird die abwechslungsreiche Geschichte der Philatelie der Karpatenukraine sehr ausführlich und umfangreich dargestellt. Unter anderem natürlich auch die verschiedenen nachverwendeten ungarischen Stempel

Viele Grüße
Volkmar
 
Quelle: www.philaseiten.de
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