Thema: Kriegsgefangenenpost
briefefan Am: 08.11.2016 23:55:19 Gelesen: 69087# 126@  
@ Belgiensammler [#125]

Hallo Karl,

dies ist eine Antwortkarte von einer Karte, die ein deutscher Kriegsgefangener in der britischen Besatzungszone Deutschlands oder in Großbritannien an seine Angehörigen schreiben durfte. Die Angehörigen konnten die Anwortkarte von der erhaltenen Karte abtrennen, dafür die Perforierung.

Solche Antwortkarten waren in der britischen Zone ab 5.9.1945 zugelassen. Die Postgebühr betrug innerhalb der britischen Zone 6 Pfennig. Nach Großbritannien war die Auslandsgebühr von 15 Pfg. erforderlich, wie auf deiner Karte. Auf der wurde offensichtlich rechts neben der 5-Pfg.-Marke AM-Post eine zweite Briefmarke abgelöst, vermutlich eine 10-Pfennig-Marke.

Quelle: Die Aufnahme des Postverkehrs in Deutschland nach der Bestzung 1945 bis 1949, Wolfgang Strobel, 6. Auflage 2002, Seite 181. Auf Seite 182 ist eine Antwortkarte ganz ähnlich wie deine abgebildet.

Gruß von briefefan.
 
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