Thema: Sudetenland boomt
sudetenphilatelie Am: 12.11.2016 16:02:00 Gelesen: 7558# 9@  
Am 13.03.2008 startete ich diesen Thread mit der Überschrift "Sudetenland boomt". Heute, nach über 8 Jahren, sehe ich mich veranlasst, auf dieses Thema erneut einzugehen. Auslöser war die 157. Felzmann-Auktion, die an diesem Wochenende zu Ende ging.

Fazit: Der Boom ist ungebrochen und die Nachfrage nach amtlichen Sudetenland-Briefmarken übersteigt bei weitem das Angebot. Hier einige Beispiele:

Ein postfrischer Karlsbad Block 1 war vor einigen Jahren noch für € 1.600 zu haben. Aktueller Zuschlag € 2.900 + Aufgeld = ca. € 3.700.

Ein Briefstück Karlsbad 45 F steht im MICHEL bei € 2.000. Akuteller Zuschlag € 2.300 + Aufgeld = ca. 2.900.

2 Briefstücke Karlsbad 31 F und 40 F wurden auf € 9.000 gesteigert. Mit Aufgeld ca. € 11.500.

Ein Briefstück Reichenberg 88 ging für € 4.600 über den Tisch. Mit Aufgeld ca. 5.800. Dabei steht der MICHEL gerade mal bei € 2.200.

Eine Reichenberg 97 steht ebenfalls mit € 2.200 im MICHEL. Der Zuschlag erfolgte bei € 4.200. Mit Aufgeld ca. € 5.200.

Den Vogel schoß ein Satzbrief Reichenberg 82 - 87 ab. Dieser erreichte aktuell € 15.000. Mit Aufgeld ca. € 19.000. Die Marken stehen im MICHEL bei € 13.200.

Aber nicht nur extreme Raritäten waren gefragt, sondern auch gutes Standardmaterial. So wurde für den Reichenberger Satz 102 - 103 auf Briefstück € 580 geboten. Mit Aufgeld kommt dieser auf ca. € 750. Bei einer MICHEL-Notierung von € 600.

Hier sprechen harte Fakten. Das Gebiet Sudetenland boomt nach wie vor und der MICHEL wird um die nächsten Preisanpassungen nicht umhin kommen, um nicht vom Markt völlig abgehängt zu werden.
 
Quelle: www.philaseiten.de
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