Thema: Tschechoslowakei: Wertbrief aus Prag (27.11.1939)
Postgeschichte Am: 27.04.2009 19:48:36 Gelesen: 6893# 4@  
@ Holger [#1]

Hallo Holger,

versuche mal, einen Teil der Fragen zu beantworten:

zu 1. Die Stempel dürften Eingang- und Buchungsstempel der Zentrale bzw. der Filiale der Zivnostenska Bank sein.

zu 2. Die Gebühr dürfte angeschrieben und monatlich mit dem Postamt abgerechnet worden sein.

zu 3. Die Umrechnung hat Maico schon erläutert [#2]

zu 4. Wertbriefe waren grundsätzlich zu versiegeln

zu 5. Der Inhalt war Geld. Jeder andere Inhalt hätte beschrieben werden müssen (Wertpapiere usw.). Zur Kontrolle war das Gewicht (83 g) links oben anzugeben.

zu 6. Ja, es handelt sich um einen Formbrief, der für einen Verschleißpreis (Preis für das Formular) von 20h (s. links oben) von der Post erhältlich war. Diese Vordrucke, die ähnlich auch in Österreich/Ungarn schon während des 1. WK (vielleicht auch schon früher) verwendet wurden, erleichterten dem Absender eine schnelle Einlieferung und der Post ein übersichtliches Adress- und Wertangabefeld.

Gruß
Manfred
 
Quelle: www.philaseiten.de
https://www.philaseiten.de/thema/1437
https://www.philaseiten.de/beitrag/15711